Programmierung: Es werden zuerst die Konturen als Unterprogramme hinter M2/M30 definiert. Nach der Definition der Konturen werden im Hauptprogramm die SL-Zyklen programmiert. Zyklus 14 Kontur und Zyklus 20 Konturdaten sind Pflichtzyklen, diese müssen immer programmiert werden. Ansonsten können die Zyklen nacheinander programmiert werden.
Konturdefinition im Unterprogramm: Die benötigten Konturen werden in Unterprogramme programmiert. Insel: RL DR- Wichtig ist hierbei: Nur Label-Nummern verwenden Nur die reine Kontur wird programmiert Startpunkt und Endpunkt identisch RL/RR geben an ob die Kontur eine Tasche oder Insel sein soll (Achtung Umlaufsinn!) Gleich- oder Gegenlauf ist egal, wird im späteren Zyklus festgelegt t Kein Hilfspunkt Keine Anfahrbewegung Kein Vorschub Keine M-Funktionen Tasche: RR DR+ RR DR- RL DR+ Das Unterprogramm wird idmit itlbl0b beendet.
Zyklus 14 Kontur: Die im Unterprogramm programmierten Konturen müssen jetzt dem SL-Zyklus zugewiesen werden. Zu beachten: Bis zu 12 Konturen möglich Umschalten zur nächsten Kontur mit ENTER DEF-Aktiver Zyklus benötigt keinen Aufruf
Zyklus 20 Konturdaten: Mit dem Zyklus 20 werden die Konturdaten, wie z.b. Tiefe Aufmaße Koordinatenoberfläche Sichere Höhen Rundungsradien programmiert. TIPP: Der Rundungsradius wird mit der Fräser- Mittelpunktsbahn gefahren, durch Eingabe eines kleinen Radius von ca. 0,5 1 mm pfeifft pfeifft der Fräser beim Fahren in die Ecken nicht. Über Drehsinn wird bestimmt, ob im Gleichlauf oder im Gegenlauf gefräst wird.
Zyklus 21 Vorbohren: Der Zyklus 21 Vorbohren wird benötigt, wenn man ein Werkzeug zum Ausräumen verwenden möchte, dass nicht über Mitte schneidet. Schema: Vorbohr-Werkzeug einwechseln Zyklus 21 definieren In Parameter Q13 die Nummer des Ausräumwerkzeuges eintragen Zyklus aufrufen Ausräum-Werkzeug einwechseln Die Steuerung benötigt die Information über das Ausräumwerkzeug, damit an der richtigen Position vorgebohrt wird.
Zyklus 22 Ausräumen: Mit dem Ausräumzyklus 22 werden die Technologiedaten für das Ausräumen festgelegt. Zu beachten: Wird mit Q19 ein Vorschub PENDELN programmiert, so taucht das Werkzeug, wenn der Platz da ist, pendelnd d ein. Der Q11 Vorschub Tiefenzustellung wird dann ignoriert Der Vorschubfaktor Q401 kommt bei Vollschnitten zum Einsatz, er reduziert den Vorschub auf den programmierten Faktor (z. B. 60 %) und das Werkzeug fährt bei Vollschnitte langsamer. Dadurch kann ein höherer Ausräumvorschub programmiert werden
Zyklus 23 Schlichten Tiefe: Mit dem Zyklus 23 Schlichten Tiefe wird das im Zyklus 20 programmierte Aufmaß Tiefe geschlichtet Zu beachten: Wenn im Zyklus 20 kein Aufmaß definiert wurde, wird der Zyklus übersprungen. Im Zyklus werden lediglich Vorschübe definiert, alles andere ist bereits bekannt.
Zyklus 24 Schlichten Seite: Mit dem Zyklus 24 Schlichten Seite wird das im Zyklus 20 programmierte Aufmaß Seite geschlichtet Zu beachten: Wenn im Zyklus 20 kein Aufmaß definiert wurde, gibt die Steuerung eine Fehlermeldung ld Werkzeugradius zu groß aus. Über den Q9 kann der Drehsinn geändert werden, so kann man z. B. beim Ausräumen im Gegenlauf und beim Schlichten im Gleichlauf fahren. Das Aufmaß Seite Q14 bleibt nach dem Schlichten stehen, es muss also kleiner sein, als das Aufmaß im Zyklus 20
Beispielprogramm: Die Tasche soll ausgeräumt werden. Vorgaben: Ausräumwerkzeug Fräser D16 Aufmaß Seite 0,5 mm für Schlichten Aufmaß Tiefe 0,5 mm für Schlichten
Programmieren der Kontur als Unterprogramm hinter M2/M30: Startpunkt und Endpunkt gleich Fräsrichtung im Uhrzeigersinn: RR Tasche
Programmieren der SL-Zyklen im Hauptprogramm:
Programmieren der SL-Zyklen im Hauptprogramm:
Programmieren der SL-Zyklen im Hauptprogramm:
Programmieren der SL-Zyklen zum Schlichten im Hauptprogramm: Auf das Vorbohren mit Zyklus 21 wurde verzichtet, da ein Fräser verwendet wurde, der über Mitte schneidet.
Programmieren der SL-Zyklen zum Schlichten im Hauptprogramm: Auf das Vorbohren mit Zyklus 21 wurde verzichtet, da ein Fräser verwendet wurde, der über Mitte schneidet.
Passfederzapfen einfügen: In der Tasche soll der Passfederzapfen stehen bleiben: Schema: Kontur des Passfederzapfens als Label 2 programmieren Achtung Insel Im Zyklus 14 das Konturlabel 2 ergänzen
Passfederzapfen einfügen: In der Tasche soll der Passfederzapfen stehen bleiben: Schema: Kontur des Passfederzapfens als Label 2 programmieren Achtung Insel Im Zyklus 14 das Konturlabel 2 ergänzen
Problem: Aufgrund des Fräser-Durchmessers bleibt Restmaterial stehen.
Abhilfe: Das Material, dass der Fräser D16 stehen lässt, mit einem Fräser D10 wegfräsen.
Abhilfe: Das Material, dass der Fräser D16 stehen lässt, mit einem Fräser D10 wegfräsen. Ausräumen 1 mit Fräser D16 Vorräumwerkzeug 0
Abhilfe: Das Material, dass der Fräser D16 stehen lässt, mit einem Fräser D10 wegfräsen. Ausräumen 1 mit Fräser D16 Vorräumwerkzeug 0 A ä 2 i F ä Ausräumen 2 mit Fräser D10 Vorräumwerkzeug D16
SL-Zyklus mit Einfacher Konturformel Anwendung: Ausräumen von Konturen mit unterschiedlich hohen Inseln und Tiefen Taschen. Tasche: 30 mm tief Passfederzapfen 20 mm hoch (vom Taschenboden) Kreiszapfen 10 mm hoch (vom Taschenboden)
SL-Zyklus mit Einfacher Konturformel Programmieren mit Zyklus 14: Das Teil muss in Ebenen aufgeteilt werden: Ebene 1: Tasche Ebene 2: Tasche Passfederzapfen Ebene 3: Tasche Passfederzapfen Kreiszapfen Für jede Ebene muss ein Zyklus 14, Zyklus 20 programmiert werden. Problem: Viele Luftschnitte (vor allem beim Schlichten) Sehr langes Programm
SL-Zyklus mit Einfacher Konturformel Programmieren mit Einfacher Konturformel: Einfache Konturformel entstand im smart.nc Konturen werden in eigenen Programmen hinterlegt z. B. Tasche.H, Passfederzapfen.H Die Einfache Konturformel ersetzt den Zyklus14
SL-Zyklus mit Einfacher Konturformel Definition: Special Functions-Taste Kontur- und Punktbearbeitung Contour Def (Einfache Konturformel) Definition: Erster Eintrag (P1 ist immer die tiefste Tasche) 2. 12. Eintrag: Hier kann gewählt werden zwischen Tasche oder Insel und es kann eine separate Taschentiefe oder Inselhöhe angegeben werden.
SL-Zyklus mit Einfacher Konturformel Syntaxerklärung: P1: Dateiname tiefste Tasche (Tiefe ist die Tiefe aus den Konturdaten Q1) P2/I2: ab dem 2. Element kann man per Softkey wählen zwischen P (Pocket) und I (Island) DEPTH: Zu jeder Tasche oder Insel kann eine Tiefe zugeteilt werden: Insel: Die Tiefe bezieht sich von der Koordinatenoberfläche auf die Oberkante der Insel Tasche: Die Tiefe bezieht sich von der Koordinatenoberfläche auf die Unterkante der Tasche
SL-Zyklus mit Einfacher Konturformel
Wechsel auf den Programmierplatz