Übergang Schule - Beruf Was braucht die Wirtschaft von den Schulabgängern, damit Hartz IV vermieden wird bzw. was tun wir dafür? Klaus Nussbaumer Vice President Shared Services & Personalwirtschaft Ludwigshafen, BASF SE
Ausbildung bei BASF am Standort Ludwigshafen und im BASF Ausbildungsverbund Zahlen, Daten, Fakten 2010 Ausbildungsplatzangebot: 900 Berufe: über 40 Anzahl Bewerbungen: ~ 14.400 Anzahl Einstellungen: 900 Auszubildende (31.12.2009): ~ 2.5007 Übernahmeangebotsquote BASF SE: 94 % BASF Ausbildungsverbund: 77 % 1
Der BASF Ausbildungsverbund bietet Chancen für Jugendliche Der BASF Ausbildungsverbund ist eine im Herbst 2004 gestartete Partnerschaft in der Region für zusätzliche Ausbildungsplätze: um Jugendlichen eine Zukunftschance zu geben um den Fachkräftebedarf zu decken um die Metropolregion Rhein-Neckar zu stärken. Aktuell kooperieren wir mit rund 700 klein- und mittelständischen Partnerbetrieben aus Industrie und Handwerk. Im Herbst 2010 fanden 465 junge Menschen einen Ausbildungsplatz im BASF Ausbildungsverbund. 2
Demografische Entwicklung Schulabsolventen Quantität und Struktur 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 40% eines Jahrgangs Sek I qualifiziert 35% (Mittlere Reife) + Sek I (Hauptschule) direkt ausbildungsreif Absolventen mit Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife) Abnahme Absolventen allgemein bildender Schulen 60% eines Jahrgangs 100% 80%* 20% 10% 0% 25% Nicht ausbildungsreife Schulabsolventen (PISA) 2007 2020 25% 15% * (= 100% in 2020)! 3
Erwartungen an Ausbildungsplatzbewerber bei BASF Persönliche Kompetenzen Lern- und Leistungsbereitschaft Verantwortungsbereitschaft Ausdauer und Durchhaltevermögen Zuverlässigkeit und Belastbarkeit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit Fachliche Kompetenz Deutsche Sprache in Wort und Schrift Rechentechniken Naturwissenschaftliche Kenntnisse Wirtschaftliche Zusammenhänge Englischkenntnisse Grundlagen unserer Kultur Soziale Kompetenzen Kooperationsbereitschaft Teamfähigkeit Höflichkeit Konfliktfähigkeit 4
Übergang Schule - Beruf Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. Leonardo da Vinci 5
Berufs- und Studienorientierung Maßnahmen 2009 inhouse Schülerpraktikum (ein- bis zweiwöchig) Schülerpraktikum (einhalb- bis ganztägig) Berufsorientierung CHOICE plus (Ferienprogramm für die Berufswahl) Aktionstag für Gymnasien Girls Day Lehrerfortbildungsveranstaltungen und -studientage Faszination Technikausbildung IT-Workshop für Lehrer/-innen ~ 1.300 Schüler/-innen ~ 40 Schüler/-innen ~ 2.100 Schüler/-innen ~ 180 Schüler/-innen 2 Veranstaltungen ~ 140 Schüler/-innen 5 Veranstaltungen ~ 470 Schüler/-innen ~ 30 Lehrer/-innen 6
Berufs- und Studienorientierung Maßnahmen 2009 extern Ausbildungsmessen Infos / Berufsinfobörsen an Schulen (~ 20) Azubis an Schulen und Institutionen Schüler-Elternabende (~ 15) Podiumsdiskussionen mit Verbänden, Ministerien, Schul- und Elternvertretern Stadtfest Ludwigshafen Informationsveranstaltungen im BIZ und IHK (~ 5) Informationsveranstaltungen an Kooperationshochschulen (2) Bewerbertrainings (~ 10 Veranstaltungen) 7
Duale Studiengänge bei BASF am Standort Ludwigshafen International Business Administration (B. Sc.) in Kooperation mit der Fachhochschule Ludwigshafen International Business Administration and Information Technology (B. Sc.) in Kooperation mit der Fachhochschule Ludwigshafen Business Administration and Information Technology (B. Sc.) in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden Württemberg Mannheim Kooperatives Ingenieurstudium Elektrotechnik (B. Eng.) Schwerpunkt Automatisierungstechnik in Kooperation mit der Fachhochschule Kaiserslautern Kooperatives Ingenieurstudium Maschinenbau (B. Eng.) Schwerpunkt Verfahrenstechnik in Kooperation mit der Fachhochschule Kaiserslautern Duales Studium Prozesstechnik (B. Sc.) in Kooperation mit der Fachhochschule Bingen 8
Programm Anlauf zur Ausbildung Aufbau und Konzept Zielgruppe Haupt- und Realschüler mit Stärken im praktischen Bereich, die jedoch auf Grund fehlender Ausbildungsreife keinen regulären Ausbildungsplatz finden Berufe Maschinen- und Anlagenführer/-in (von 2 auf 3 Jahre gestreckt) Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (von 3,5 auf 4,5 Jahre gestreckt) Konzept Optimale Verzahnung von Theorie-, Praxis-, Übungs- und Förderphasen Intensive Betreuung Vermittlung der Ausbildungsinhalte um ein Vorbereitungsjahr gestreckt Praktische Ausbildung in einem Partnerbetrieb des BASF Ausbildungsverbunds Vermittlung fachlicher Grundlagen in den zentralen Ausbildungsstätten der BASF SE Unterricht an der Berufsbildenden Schule 9
Programm Start in den Beruf Aufbau und Konzept Zielgruppe Junge Menschen mit Hauptschulabschluss, die aufgrund von Schwächen im fachlichen oder sozialen Bereich keinen Ausbildungsplatz finden Konzept Einjährige ausbildungsvorbereitende Maßnahme Einbindung in den betrieblichen Alltag in einem Partnerbetrieb des BASF Ausbildungsverbunds Berufsbezogener Unterricht (z. B. Rechnen, betriebliche und wirtschaftliche Zusammenhänge usw.) im Ausbildungszentrum der BASF SE Unterricht an der Berufsbildenden Schule Ziel Die Jugendlichen so zu unterstützen, dass sie anschließend in der Lage sind, eine Ausbildung zu beginnen 10
Fazit