ScanGel ScanBrom ml

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ScanGel ScanBrom 86445 12 ml BROMELAIN FÜR KOMPATIBILITÄTSTEST IVD Alle von der Firma Bio-Rad hergestellten und verkauften Produkte unterliegen einem Qualitätssicherungssystem vom Rohstoffeingang bis zur Vermarktung der Fertigprodukte. Jede Fertigproduktcharge wird einer Qualitätskontrolle unterzogen und nur dann verkauft, wenn sie den Abnahmekriterien entspricht. Die Unterlagen bezüglich der Herstellung und Kontrolle der einzelnen Chargen werden vom Hersteller aufbewahrt. 19

I - VERWENDUNG UND PRINZIP DES REAGENZES Dieses Reagenz ist ausschließlich für professionelle In-vitro-Diagnostikzwecke bestimmt. Hergestellt zur Verträglichkeitsprobe in Ein-Phasen-Enzymtechnik. Dieser Test kombiniert das Prinzip der Agglutination mit dem der Gelfiltration. Erzielt und abgelesen wird die Reaktion nach der Zentrifugation speziell hergestellter Mikroröhrchen, die ein neutrales Gel enthalten. Die Erythrozytensuspension, das Plasma bzw. Serum und das Reagenz ScanBrom werden in die Mikroröhrchen gegeben. Die Mikroröhrchen werden nach einer Inkubationszeit zentrifugiert. Die nicht agglutinierten roten Blutkörperchen werden am Boden des Mikroröhrchens gesammelt, während die Agglutinate entsprechend ihrer Größe in der Gelschicht festgehalten werden. Ihre Position im Gel bestimmt die Intensität der Reaktion. - + ++ +++ ++++ II - MERKMALE DES REAGENZES ScanBrom ist eine gebrauchsfertige, stabile und sterile, aus einem Ananas Comosus-Extrakt hergestellte Bromelainlösung in flüssiger Form. Bromelain ist ein proteolytisches Enzym, das die Erythrozyten so verändert, dass die Reaktivität einiger Antigen-Antikörper-Paare, insbesondere der RH-, P-, I-, JK- und LE-Systeme, erhöht wird. Gleichzeitig werden die Antigene der MNS-, FY-, YT-, CH/RG-, XG-, IN- und GE-Systeme durch protelytische Enzyme zerstört oder verändert. Das Reagenz enthält Natriumazid (< 0,1 %) als Konservierungsmittel. Natriumazid kann zur Bildung von Blei- oder Kupferaziden in Rohrleitungen führen. Solche Azide können explosiv sein. Um die Azidbildung zu vermeiden, Leitungen mit reichlich Wasser nachspülen, wenn die azidhaltigen Lösungen nach Inaktivierung über den Abfluss entsorgt werden. Der Produktcode und das Volumen sind auf dem Etikett der Packung angegeben. III - AUFBEWAHRUNG UND HALTBARKEIT Reagenz bei +2 C - +8 C lagern. Nicht einfrieren. Das Haltbarkeitsdatum und die Lagerbedingungen sind jeweils auf dem Fläschchenetikett angegeben. 20

Nach dem Öffnen kann das Reagenz bis zu 4 Wochen verwendet werden, sofern es unter Vermeidung jeglicher Kontamination aufbewahrt und behandelt wird. Das Reagenz bei Auftreten von Trübungen, Sedimenten usw. nicht mehr verwenden. IV - WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ANWENDUNG Die Zuverlässigkeit der Ergebnisse ist von der Einhaltung der Richtlinien der Guten Laborpraxis abhängig : Keine Reagenzien nach Ablauf des auf dem Etikett angegebenen Verfalldatums verwenden. Keine Karten verwenden, die Zeichen von Austrocknen, Blasen oder einen beschädigten oder teilweise abgezogenen Verschlussstreifen aufweisen. Es ist unablässig, Vorkehrungen zu treffen, die eine Kontamination zwischen den Mikroröhrchen verhindert, insbesondere während des Verteilens der Probe. Für jede Probe und jedes Erythrozyten-Reagenz eine neue Pipettenspitze verwenden. Die Präzision und die einwandfreie Funktionsweise der Pipetten und der anderen Materialien überprüfen. Bei der Handhabung der Reagenzien und Proben Schutzhandschuhe und brille tragen. Niemals direkt mit dem Mund pipettieren. Spritzer vermeiden. Bei Spritzern mit 12 Cl, auf 1:10 verdünnter Hypochloritlösung reinigen und mit saugfähigem Papier abwischen. Das für die Reinigung verwendete Material in einen Behälter für Sondermüll geben. Verbrauchsmaterialien und Produkte, die in Kontakt mit Proben oder Reagenzien humanen Ursprungs gekommen sind, müssen dekontaminiert und dann entsorgt werden. Sicherheitsdatenblätter stehen auf Anfrage zur Verfügung. V - PROBENENTNAHME UND -BEHANDLUNG Das Blut muss ohne oder mit Antikoagulanz (EDTA) aseptisch in ein Röhrchen entnommen werden. Der Test sollte so schnell wie möglich nach der Entnahme durchgeführt werden. Die Proben, die nicht gleich analysiert werden können, müssen zwischen +2 C und +8 C aufbewahrt und innerhalb von 48 Stunden getestet werden. Auf keinen Fall darf eine Hämolyse sichtbar sein. Das Spenderblut wird aus einem Segment des Schlauches des Blutbeutels (CPD) entnommen. Die Proben nicht erhitzen. 21

VI - TECHNIKEN Geliefertes Material ScanBrom Zusätzlich erforderliches Material (nicht mitgeliefert) ScanLiss : Suspensionsmedium für rote Blutkörperchen 86441 ScanLiss 100 ml 86442 ScanLiss 500 ml ScanGel NEUTRAL IH QC : Blutgruppenserologie-Kontrolle 86745 IH QC 4 x 6 ml Zentrifuge : ScanGel Centrifuge Inkubator : ScanGel Incubator Automatische oder halbautomatische Pipetten Pipettenspitzen Einmal-Röhrchen Behälter für biologischen Sondermüll Natriumhypochlorit Latexhandschuhe Saugfähiges Papier Schutzbrille Kontrollen Positive Kontrolle (bekanntes Serum mit mindestens einem Antikörper) und negative Kontrolle (bekanntes Serum ohne Antikörper). IH QC : Blutgruppenserologie-Kontrolle. Arbeitsanleitung Das angegebene Protokoll ist genauestens einzuhalten. Alle Reagenzien müssen vor der Verwendung auf Raumtemperatur gebracht werden. Das Serum oder Plasma durch Zentrifugation (2000 g x 2 Minuten) von den roten Blutkörperchen der zu untersuchenden Probe abtrennen. Bei Entnahme des Blutes ohne Antikoagulanz das Serum erneut bei 1500 g 10 Minuten lang zentrifugieren. a) Suspension mit Erythrozyten von Spendern vorbereiten 1 ml ScanLiss in ein gekennzeichnetes Einmalröhrchen geben. 10 µl Erythrozytenkonzentrat zusetzen (aus Erythrozyten von Spendern). Mischen. Die Suspension aus roten Blutkörperchen ist gebrauchsfertig. 22

b) Technik 1. Die Karte bzw. den Teil der Karte mit dem Namen bzw. der Nummer des Empfängers und der entsprechenden Spendernummer kennzeichnen. Den gesamten Aluminiumstreifen von der Karte abziehen Die Testzellen vor Ihrer Verwendung resuspendieren. 2. 50 µl der Erythrozyten-Suspension B wie in a) vorbereitet in die Vertiefungen der entsprechenden Mikroröhrchen geben. 3. Unverzüglich 25 µl Plasma bzw. Serum des Empfängers in die Vertiefungen der entsprechenden Mikroröhrchen geben. Unter keinen Umständen dürfen zwischen der Zugabe der Erythrozyten und des Plasmas bzw. Serums über 10 Minuten verstreichen. 4. 25 µl ScanBrom in die Vertiefung jedes Mikroröhrchens geben. 5. Unverzüglich bei 37 C 15 Minuten lang im ScanGel Incubator inkubieren 6. Unverzüglich für 10 Minuten in der ScanGel Centrifuge zentrifugieren. Unter keinen Umständen dürfen zwischen dem Ende der Inkubation und dem Beginn der Zentrifugation mehr als 10 Minuten verstreichen. 7. Die Reaktion ablesen. VII - ERGEBNISSE UND AUSWERTUNG Agglutinate (an der Oberfläche oder im Gel) oder Hämolyse im Mikroröhrchen stellen ein positives Ergebnis dar. Eine kompakte Erythrozyten an sammlung am Grund des Mikroröhrchens sowie keine Hämolyse entsprechen einem negativen Ergebnis. Positives Ergebnis Negatives Ergebnis + bis ++++ - Die Ergebnisse werden nur validiert, wenn die positive und die negative Kontrolle die erwarteten Ergebnisse anzeigen. Ein positives Ergebnis (Agglutinate und/oder Hämolyse) in einem der Mikroröhrchen deutet auf eine Diskrepanz zwischen dem Serum bzw. Plasma des Empfängers und den Erythrozyten des Spenders hin. VIII - LEISTUNGSMERKMALE Die Leistungsevaluierung ergab mit dem als Referenz verwendeten Reagenz übereinstimmende Ergebnisse. Jedes Resultat wurde verglichen mit dem entsprechenden Resultat der Gelfiltrationstechnik. Einige Unverträglichkeiten wurden durch diesen Test alleine nicht erkannt; diese wurden jedoch durch den indirekten Anti-Globulin-Test mit ScanGel-Technik nachgewiesen. 23

Darüber hinaus wurden manche Antigene, wie z.b. MNS1 (M), MNS2 (N), MNS3 (S), FY1 (Fy a ), FY2 (Fy b ) und XG1 (Xg a ), durch die Behandlung der Erythrozyten mit proteolytischem Enzym zerstört oder verändert. Daher kann die Enzymtechnik für den Verträglichkeitstest nicht als einzige Technik angewendet werden. Die Reproduzierbarkeit der Anwendung wurde getestet und ergab eine gute Leistung innerhalb des Tests und zwischen den Tests. GRENZEN DES VERFAHRENS Anomale Ergebnisse können verursacht werden durch : eine bakterielle oder chemische Verunreinigung des Serums, des Plasmas, der roten Blutkörperchen oder des Materials. eine Medikation oder einen pathologischen Zustand des Patienten, der zu einer Kreuzreaktion führt. die Verwendung eines anderen Mediums zur Suspension der roten Blutkörperchen als des empfohlenen. unvollständige Resuspension der roten Blutkörperchen. eine andere Vorbereitung der roten Blutkörperchen als die empfohlene. Hämolyse der Probe bzw. der roten Blutkörperchen. das Vorliegen von Fibrin (Bild einer kompakten Zellkonzentration auf dem Boden eines Mikroröhrchens begleitet von einem rosafarbenen feinen Streifen oben auf dem Gel entsprechend den roten Blutkörperchen, die von den Fibrinrückständen zurückgehalten werden). eine Abnahme der Enzymaktivität von Bromelain (Nichtbeachten der Lagerungsanweisungen). Kontamination zwischen den Mikroröhrchen. der Gebrauch anderer Techniken als der oben beschriebenen. 24

Bio-Rad 3, bd Raymond Poincaré 92430 Marnes-la-Coquette - France Tél.: +33 1 47 95 60 00 06/2007 Fax.: +33 1 47 41 91 33 Code: 470170