Polymorphie von Triamcinoloacetonid

Ähnliche Dokumente
Synthese und Charakterisierung von Zeolithen: Zeolith A (Norbert Stock) 1. Synthese und Charakterisierung von Zeolithen. Zeolith A

APPLICATION NOTE. Einfache Handhabung bis hin zur leistungsfähigen Auswertung: TG-FT-IR-Messung an Diclofenac-Natrium. Claire Strasser.

Karin Gehrich (Autor) Phasenverhalten einiger Zucker und Zuckeraustauschstoffe

Thermoanalyse. Kapitel 3.5. Lothar Schwabe, Freie Universität Berlin

Polymorphie Festkörperpraktikum Modul AC III

Pflichtpraktikum Methodik

Berechnung eines Röntgen-Pulverdiffraktogramms aus Einkristallstrukturdaten ausgehend von einer RES-Datei. n λ = 2 d sinθ

Moderne Methoden der Chemie - die Differenz-Thermo- Analyse (DTA)

Schmelzdiagramme Kornelia Schmid & Jelena Cikoja Gruppe 150. Schmelzdiagramme

Schmelzdiagramm eines binären Stoffgemisches

Betreuer: Tobias Olbrich Literatur: Nach Organic Syntheses Coll. Vol. 10 (2004), 96.

5009 Synthese von Kupferphthalocyanin

PHYSIKALISCHES INSTITUT F-PRAKTIKUM. Protokoll. Differenz-Thermoanalyse

vom Fachbereich Chemische und Pharmazeutische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität als Dissertation angenommen.

Versuch 1: Extraktion von ß-Carotin aus Lebensmitteln

8. Löslichkeit verschiedener Salze bestimmen

Schulversuchspraktikum. Constanze Koch. Sommersemester Klassenstufen 5 & 6. Wasser als Lösungsmittel. Kurzprotokoll

Organisches Praktikum OCP II Wintersemester 2009/10. Versuch 30. 1,4-Diphenyl-6,7-dihydro-5H-cyclopenta[d]pyridazin. Betreuer:

UNTERSUCHUNG POLYMORPHER UMWANDLUNGEN MITTELS DIFFERENTIAL SCANNING CALORIMETRY

Nährstoffe und Nahrungsmittel

Fortgeschrittenen-Praktikum. Differential Scanning Calorimetry -DSC

1005 Bromierung von 1,2-Dimethoxybenzol zu 4,5-Dibrom-1,2- dimethoxybenzol

Verbraucherkreis Industrieschmierstoffe. Beurteilung von Kühlschmierstoff- Rückständen und Prüfung der Rücklöslichkeit

E Homogene / inhomogene Mischungen und Entmischungsdiagramme

Praktikum Innovative Werkstoffkunde

Gefügeumwandlung in Fe-C-Legierungen

Thermische Analyse mittels Wärmestrom-DDK (DSC)

Leonardo da Vinci Innovationstransferprojekt TraWi. Projektnummer: DE/13/LLP-LdV/TOI/147629

Prozesstechnik-Übung Wintersemester Es ist das Phasendiagramm des Systems Naphthalin/Biphenyl durch thermische Analyse zu bestimmen.

Lösungsenthalpie / Lösungswärme unterschiedlicher Zinksulfat-Hydrate

Simultane Messungen der magnetischen und elektrischen Eigenschaften von Niobdiselenid (NbSe 2 ) mittels Hall-Magnetometrie

8. Mehrkomponentensysteme. 8.1 Partielle molare Größen. Experiment 1 unter Umgebungsdruck p:

Darstellung von Borphosphid

5007 Synthese von Fluorescein aus Phthalsäureanhydrid und Resorcin

Keimbildung und Klärung von Polyethylen

Organisches Praktikum I - SS 2006 Assistentin: Gabi Marti. Synthese von. Isobutylacetat. Zürich, Balzers & Eschen, Mai 2005

Landau-Theorie der Phasenumwandlung von Membranen

Praktische Mitarbeitsüberprüfung (individuelle Beispiele) Quantitative Bestimmung von Essigsäure in Speiseessig

LMPG1 ÜB3-Lösungen Grundlagen der Destillation Seite 1 von 12

Möglichkeiten der Thermoanalyse am Fraunhofer IFAM Dresden

GEFÄHRDUNGSBEURT BADEN - WÜRTTEMBERG. Chemie. Gesamtband _2CBBH_ U1+U4_SI 1

Seminar zum Quantitativen Anorganischen Praktikum WS 2013/14

Physikalische Chemie Praktikum. Mischphasenthermodynamik: Gefrierpunktserniedrigung Molmassenbestimmung

Newtonsches Abkühlungsgesetz

Versuch 2: Kristallisation (und Reaktionskinetik)

Universität der Pharmazie

Darstellung von Kobalt(II)-tetrathiocyanatomercurat(II) Co[Hg(SCN)4]

A 3 Dampfdruckkurve einer leichtflüchtigen Flüssigkeit

M4 Oberflächenspannung Protokoll

Pappröhre, die an einem Ende offen und am anderen mit einem Plastikdeckel verschlossen ist. Vernier Mikrofon-Sonde, CBL oder LabPro und TI-83.

Trisacetylacetonatoferrat(III) Fe(acac) 3

Schlickergießen von Silicatkeramik-Tiegeln mittels statistischer Versuchsplanung

Endotherm und Exotherm

Versuch 2.1: Herstellung von Propoxybenzol (Phenylpropylether)

Qualitative anorganische Analyse

Thermische Analyse. Was ist Thermische Analyse?

Ein Gemisch aus 13,2 g (0,1mol) 2,5-Dimethoxyterahydrofuran und 80ml 0,6 N Salzsäure werden erhitzt bis vollständige Lösung eintritt.

Alles was uns umgibt!

8 Kristallisation von Propen Copolymeren und Ethen-1-Hexen Copolymeren

3. Mikrostruktur und Phasenübergänge

Aufgaben verändern Beispiele zur Chemie

Auswertung einer DSC-Kurve

Sublimation & Resublimation

Extraktion. Extraktion: Unter Extrahieren versteht man das Herauslösen eines oder mehrerer Stoffe aus einem festen Gemisch oder einer Lösung.

Praktikum Physik. Protokoll zum Versuch: Oberflächenspannung. Durchgeführt am Gruppe X

β-binaphthol (1,1 -Binaphthyl-2,2 -diol)

1.1 Wichtige Begriffe und Größen 1.2 Zustand eines Systems 1.3 Zustandsdiagramme eines Systems 1.4 Gibb sche Phasenregel

Versuch 3 Differential Scanning Calorimetry

Inhaltsverzeichnis. Formelzeichen, Indizes, Abkürzungen und Definitionen. 1 Einleitung 1. 2 Grundlagen 3. Inhaltsverzeichnis

Synthese 1 Herstellung von. Cyclohex-3-en-1,1-diyldimethanol

Trennung von Stoffgemischen durch fraktionierte Destillation

PÄDAGOGISCHES LANDESINSTITUT VIER VERSUCHE FÜR DEN CHEMIEUNTERRICHT AB SEKUNDARSTUFE I

Merkmale chemischer Reaktionen

Darstellung und Charakterisierung des Hochtemperatursupraleiters Yttrium-Barium-Cuprat (YBa 2 Cu 3 O 7-x = YBCO-123)

RESOLUTION OIV-OENO MONOGRAPHIE ÜBER TANNINE AKTUALISIERUNG DER METHODE ZUR BESTIMMUNG VON POLYPHENOLEN

Synthese von tert-butylchlorid (2-Chloro-2-methylpropan)

LEE2: 2. Messung der Molrefraktion der Flüssigkeiten für die Bestimmung der Qualität des Rohmaterials

1017 Azokupplung von Benzoldiazoniumchlorid mit 2-Naphthol zu 1-Phenylazo-2-naphthol

1. Chemie ist da wo es stinkt und kracht Die chemische Reaktion zwischen Zucker und Kaliumnitrat

Viskosität und Formgebung von Glas

7. Studieneinheit. Siebte Studieneinheit

1.1 Stoffeigenschaften - Härte, Farbe, Magnetisierbarkeit, Wasserlöslichkeit. Aufgabe. Wie lassen sich Stoffe unterscheiden? (1)

Protokoll zur Übung Ölanalyse

Versuch: Qualitativer Nachweis von Kohlenstoff und Wasserstoff

A 3 Dampfdruckkurve einer leichtflüchtigen Flüssigkeit

Darstellung des Messings Cu 2 Zn

7.2.1 Nitrierung von Toluol zu 2-Nitrotoluol (1a), 4-Nitrotoluol (1b) und 2,4-Dinitrotoluol

Applikationen. Auswertung und Interpretation von Peaktemperaturen bei DSC-Kurven: Beispiele. Schmelzen von reinen Materialien.

Thermische Analyse von Polymeren, Teil 2: TGA, TMA und DMA an Thermoplasten

Versuche zum Thema Aminosäuren

Praktikum Organische Chemie für das Lehramt und Chemieingenieurwesen ab WS 2012/13 Versuchsvorschriften

3016 Oxidation von Ricinolsäure (aus Rizinusöl) mit KMnO 4 zu Azelainsäure

PHYSIKALISCHES PRAKTIKUM FÜR ANFÄNGER LGyGe. W 3 - Kalorimetrie

Mit Wärme den Fasern auf der Spur Thermische Analyse an Polyester- und Polyamidtextilien

Naturwissenschaft Vermutungswissen Alles ist Chemie!!! Analyse Synthese

Regulation von Herz und Kreislauf

Polymorphie. GEFTA-Fortbildungskurs Praxis der Untersuchung von Phasenübergängen Ansbach, 30./

Protokoll zum Gruppenpra parat

Transkript:

Versuch F4 Polymorphie von Triamcinoloacetonid Einführung Der Begriff Polymorphie bezeichnet die Eigenschaft chemischer Verbindung in mehreren kristallinen Modifikationen vorzukommen. Findet sich für eine Verbindung noch eine weitere Modifikation welche jedoch Lösungsmittel enthält, so wird diese als Pseudopolymorph oder noch besser als Co-Kristallisat bezeichnet. Hierzu zählen die Solvate, oder bei Anwesenheit von Wasser die Hydrate. Aufgrund Ihrer unterschiedlichen Kristallstrukturen weisen polymorphe und pseudopolymorphe Modifikationen unterschiedliche Eigenschaften wie beispielsweise Löslichkeit, Dichte, Mahlverhalten, Kompressibilität oder Stabilität auf. Darauf begründet sich auch die große Bedeutung dieses Phänomens in der pharmazeutischen Wirkstoffforschung. So verlangen die Behörden heutzutage bei der Neuzulassung eines Medikamentes, dass die darin enthaltenen Wirkstoffe auf Polymorphie untersucht werden. Auch sind polymorphe Modifikationen einzeln patentierbar, was dass große wirtschaftliche Interesse an diesem Phänomen begründet. Dies hat in den 90er Jahren dazu geführt, dass viele der großen Pharmaunternehmen wie Aventis oder Bayer eigene Polymorphie-Laboratorien gegründet haben, in der neue Wirkstoffe systematisch hinsichtlich von Polymorphie untersucht werden (Polymorphie-Screening). Da viele Arzneimittel den Wirkstoff in Form seines Hydrates enthalten oder als wässrige Kristallsuspension in den Handel kommen, gilt dies natürlich ebenso für das Phänomen der Pseudopolymorphie. Was die Stabilität und das Umwandlungsverhalten polymorpher Modifikationen angeht, so kann zwischen enantiotropen und monotropen Modifikationen unterschieden werden (Abbildung 2). Im Falle von enantiotropen Modifikationen schneiden sich die Freie Energie- Temperatur-Kurven bei der Umwandlungstemperatur T (Abbildung 2: links). Wird beispielsweise die Modifikation 2 über die Umwandlungstemperatur T erhitzt, wandelt sich diese in die Modifikation 1 um. Wird 1 wiederum unter die Umwandlungstemperatur abgekühlt, wandelt sich diese wieder in 2 um. Ist die Umwandlungsgeschwindigkeit sehr langsam, kann die Rückumwandlung unterdrückt sein. Modifikation 2 wäre dann thermodynamisch metastabil. Im Falle von monotropen Modifikationen schneiden sich die Freie Energie-Temperaturkurven nicht (Abbildung 2: rechts). Eine Modifikation, hier 2, wäre dann über den gesamten Temperaturbereich thermodynamisch stabil, die anderen metastabil oder instabil. Eine Umwandlung kann immer nur von der Modifikation 1 nach 2 erfolgen. Zwischen beiden Fällen kann experimentell meist mit Hilfe der Differenzthermoanalyse oder der Dynamischen Differenz-Kalorimetrie unterschieden werden. Im Falle enantiotroper 1

Modifikationen wird in der Regel ein exothermer Phasenübergang beobachtet, im Falle von monotropen Modifikationen ein endothermer. Abbildung 2: Freie Energie in Abhängigkeit der Temperatur für enantiotrope (links) und monotrope (rechts) Modifikationen. In diesem Versuch sollen Sie die Polymorphie eines Derivates von Triamcinolon (Abbildung 2) untersuchen, welches als Acetonid in den Handel kommt und beispielsweise als entzündungshemmendes und antirheumatisches Mittel lokal gegen Dermatosen und Allergien eingesetzt wird. Ausgangspunkt dieser Untersuchungen war die Frage, ob für das Acetonid mehrere polymorphe oder pseudopolymorphe Modifikationen existieren. Im Rahmen dieses Polymorphie-Screenings wurden Feststoff-Suspensionen der Substanz für einige Zeit gerührt, und der Feststoff anschließend durch Röntgenpulverbeugung charakterisiert. Dabei wurden zwei unterschiedliche Formen gefunden, die dann auch durch Einkristallstrukturanalyse charakterisiert werden konnten. Die sichere Identifizierung erfolgte anschließend durch Vergleich der gemessenen Beugungsdiagramme mit denen, die aus Einkristallstrukturdaten berechnet wurden. Diese Untersuchungen zeigten, dass neben einer Solvensfreien Form (tetragonale Form) noch ein Hydrat (trigonale Form) exisitiert, dessen Stabilität von den im Kristall enthaltenen Spuren an Wasser abhängt. Im diesem Versuch sollen Sie einige der damals durchgeführten Kristallisationsexperimente durchführen. Abbildung 2: Strukturformel von Triamcinolon 2

Aufgaben 1. Rühren einer Feststoffsuspension von Triamcinolonacetonid in Ethanol und einem Ethanol-Wasser-Gemisch. 2. Berechnung der Diffraktogramme für die trigonale und die tetragonale Form von Triamcinolonacetonid aus Einkristallstrukturdaten. 3. Identifizierung der Kristallisate aus 1 durch Röntgenpulverbeugung sowie durch anschließenden Vergleich der experimentellen mit den aus Einkristallstrukturdaten berechneten Diffraktogrammen. 4. Anfertigen einer DSC-Übersichtsmessung einer Pulverprobe der trigonalen Form bis 320 C. 5. Anfertigen einer DSC-Messung, die nach dem 1. Signal in der DSC-Kurve kurz unterhalb des Schmelzpunktes abgebrochen wurde. 6. Identifizierung des in 5 isolierten Rückstandes durch Vergleich des experimentellen Diffraktogramms mit denen die für die trigonale und tetragonale Form aus Einkristallstrukturdaten berechnet wurden. 7. Mehrstündiges Evakuieren einer Pulverprobe der trigonalen Form und Identifizierung des dabei erhaltenen Rückstandes durch Vergleich des experimentellen Diffraktogramms mit denen die für die trigonale und tetragonale Form aus Einkristallstrukturdaten berechnet wurden. 8. Tempern einer Probe der trigonalen Form bei 150 C über Nacht. Chemikalien Formel Symbol R- Sätze S-Sätze Ethanol C 2 H 6 O F 11 7-16 Triamcinolonacetonid Sicherheitshinweise Da es sich bei Triamcinolonacetonid um einen pharmazeutischen Wirkstoff handelt, sollten in jedem Fall Handschuhe getragen werden. 3

Durchführung Vorbemerkung: Da es sich bei Triamcinolonacetonid um einen relativ teuren Wirkstoff handelt gehen Sie damit bitte sparsam um und verwenden Sie nur soviel wie Sie auch wirklich benötigen. Alle Reste an festem Triamcinolonacetonid sowie an ethanolischen und wässrigen Lösungen werden in einem speziellen Behälter gesammelt und am Ende des Praktikums zurückgewonnen. Gehen Sie bitte auch mit den DSC-Tiegeln sowie dem entsprechenden Presswerkzeug vorsichtig um. 1. Rühren der Feststoffsuspensionen in Ethanol und in einem Ethanol-Wasser-Gemisch Eine Kristallsuspension an Triamcinolonacetonid wird jeweils in 2-3 ml, Ethanol und in einem Ethanol-Wasser-Gemisch (5:1) über Nacht gerührt. Anschließend wird ein Teil des Feststoffs mit einem Spatel entnommen, auf ein Filterpapier gegeben und bei Raumtemperatur einige Zeit getrocknet. Die Menge an Wirkstoff sollte so gewählt werden, dass genügend Feststoff für einige Pulvermessungen, sowie im Falle der Suspension im Ethanol-Wasser-Gemisch für zwei DSC-Messungen zur Verfügung steht. Fertigen Sie von beiden Rückständen ein Pulverdiffraktogramm an und identifizieren Sie die Feststoffe durch Vergleich mit den berechneten Diffraktogrammen. 2. Berechnung der Beugungsdiagramme Berechnen Sie Pulverdiffraktogramme für die trigonale und die tetragonale Form von Triamcinolonacetonid. Die Einkristallstrukturdaten (RES-Datei) erhalten Sie beim Assistenten. 3. DSC-Messungen Lassen Sie eine DSC-Übersichtsmessung der trigonalen Form bis 320 C mit einer Heizrate von 3 K/min. anfertigen. Die Proben müssen Sie selber vorbereiten. Wiegen Sie dazu rund 10 mg an Feststoff in ein Aluminiumpfännchen ein, wobei Sie vorher den Deckel des Tiegels mit einem spitzen Gegenstand durchbohrt haben. Das Presswerkzeug zum Verschließen der Tiegel erhalten Sie beim Assistenten. Lassen Sie sich die Handhabung kurz zeigen. Lassen Sie anschließend eine zweite Messung ausführen, die nun nach dem 1. DSC-Signal d. h. vor dem Schmelzpunkt abgebrochen wird. Diesen Tiegel erhalten Sie zurück. Öffnen Sie den Tiegel und fertigen von dem Rückstand ein Pulverdiffraktogramm an. Identifizieren Sie diesen durch Vergleich mit den berechneten Diffraktogrammen. Öffnen Sie auch den Tiegel der DSC-Übersichtsmessung und begutachten den Rückstand. Welche Schlussfolgerungen können Sie aus dessen Aussehen ziehen? 4

4. Evakuieren und Tempern der trigonalen Form von Triamcinolonacetonid Evakuieren Sie eine kleine Menge der trigonalen Form für mehrere Stunden im Exiccator und tempern Sie eine zweite Probe der trigonalen Form bei 150 C über Nacht im Trockenschrank. Fertigen Sie jeweils Pulverdiffraktogramme an und identifizieren Sie die Rückstände durch Vergleich mit den berechneten Diffraktogrammen. Protokoll Ihr Protokoll sollte folgende Dinge enthalten: 1. Jeweils eine Abbildung der experimentellen Pulverdiffraktogramme der in Ethanol und in einem Ethanol-Wasser-Gemisch gerührten Proben mit den entsprechenden aus Einkristallstrukturdaten berechneten Diffraktogrammen. Die Abbildungen sollten so aussehen wie die, welche Sie zu Anfang des Praktikums im Versuch 3 angefertigt haben. 2. Angabe der TIN-Dateien für die Berechnung der Diffraktogramme 3. Eine Abbildung der DSC-Übersichtsmessung mit charakteristischen Daten. Eine Abbildung des Pulverdiffraktogramms des im DSC-Experiment isolierten Rückstandes zusammen mit dem berechneten Diffraktogramm. 4. Eine Abbildung des Pulverdiffraktogramms der evakuierten Probe zusammen mit dem berechneten Diffraktogramm für die neu entstandene Phase. 5. Eine Abbildung des Pulverdiffraktogramms der getemperten Probe zusammen mit dem berechneten Diffraktogramm für die neu entstandene Phase. 6. Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse dieses Versuches sowie deren Interpretation vor allem hinsichtlich der Parameter, welche die Stabilität der beiden auftretenden Formen beeinflussen. 5