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Materialien für guten Unterricht www.portal-schöner-lernen.de Religion Altes Testament Mit Abram in ein neues Land Schwerpunkt der Stunde: Mit dem Wegzug aus Haran wurden Abram und Sarai heimat- und schutzlos. In der folgenden Zeit waren sie allein auf den Beistand Gottes gestellt. Vorüberlegungen: Die Geschichte Abrams und seiner Familie erscheint einem mitteleuropäisch geprägten Menschen, wie ein fernes orientalisches Märchen. Die Lebensweise, die Familienstrukturen, Regeln und Gesetze sind sehr verschieden von der uns bekannten Lebensweise. Die erste Stunde Mit Abram in ein neues Land befasst sich inhaltlich mit Abrams Wegzug von Haran in das Land Kanaan. Um eine bleibende Erinnerung an die Geschichte von Abram und Sarai bei den Kindern zu hinterlassen, könnte dieser Themenkomplex mit orientalischen Elementen versehen werden. Viele schöne Ideen dazu sind z.b. im Buch iftah ya simsim: Spielend den Orient entdecken (ISBN-10: 3931902463) zu finden. So könnte z.b. ein Nomadenzelt aus Decken, Teppichen und Kissen aufgebaut werden. In diesem Zelt könnten der Einstieg und der Abschluss einer jeden Stunde stattfinden. Alternativ wird die Wahlthema-Stunde dazu genutzt, den Kindern z.b. durch den Aufbau eines solchen Zeltes das Leben von Abram noch deutlicher zu erklären und aufzuzeigen. Erstellt von, im Juni 2009 Seite 1

Vielleicht ergibt es sich, dass aus diesem Themenblock eine Kinderaktivität durchgeführt wird. Anregungen dazu gibt es im Internet auf verschiedenen Seiten. Auf der Seite http://cms.nak-nuernberg.de/index.php?idee=20702 ist beispielsweise ein Bild zu finden, wie mit sehr einfachen Mittel ein orientalisches Zelt aufgebaut werden kann. Soll den Kindern zum Abschluss der Stunde Tee gereicht werden, ist darauf zu achten, dass viele Himbeer- oder Apfeltees aromatisierter Schwarzer Tee sind, viel Teein enthalten und für Kinder gänzlich ungeeignet sind. In der kleinen Bibel Ich bin für dich da (ISBN 3-7607-7166-1) befinden sich vier ansprechende Bilder zum Thema. Im Oncken-Verlag ist außerdem das Buch Hier wohnt Abraham (ISBN 3-88224-662-6) erschienen, das die Geschichte sehr schön darstellt. Desweiteren gibt es ein einfach zu lernendes Lied zum Thema Abraham. Das Lied Abraham befindet sich im Liederbuch Singt alle mit (ISBN 3-920104- 60-9). Kontext: Zunächst lebte Abram mit seiner Frau Sarai in der Stadt Haran. Nachdem er von Gott den Auftrag erhielt sein Vaterhaus, seine Verwandtschaft und das Haus des Vaters zu verlassen, verließ er alle bekannten Strukturen seines Lebens und zog mit Lot in das Land Kanaan. Mit diesem Wegzug wurde er heimat- und schutzlos und war allein auf den Beistand Gottes gestellt. Erstellt von, im Juni 2009 Seite 2

Abrams Berufung und Zug nach Kanaan 1Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 2Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. 3Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 4Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran zog. 5So nahm Abram Sarai, seine Frau, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Leute, die sie erworben hatten in Haran, und zogen aus, um ins Land Kanaan zu reisen. Und sie kamen in das Land, 6und Abram durchzog das Land bis an die Stätte bei Sichem, bis zur Eiche More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. Von diesem Zeitpunkt an lebte Abram mit seiner Familie als Nomaden an verschiedenen Orten des Landes Kanaan. Als eine große Hungersnot über das Land kam, zog er nach Ägypten und kehrte von dort mit viel Vieh, Mägden und Knechten später zurück. Impulse für den Einstieg: Zu Beginn der Stunde treffen sich die Kinder im Kreis. Die Lehrkraft zeigt ihnen ein Bild, auf dem ein Rucksack zu sehen ist. Sie kommentiert das Bild nicht und lässt spontane Äußerungen der Kinder zu. Sollten die Kinder sich nicht äußern kann das Gespräch auch durch gezielte Impulse ( Einen Rucksack benötigt man In diesem Rucksack befindet sich bestimmt ) in Gang gesetzt werden. Alternativ zeigt die Lehrkraft den Kindern das Bild einen Umzugsautos und verfährt mit diesem Bild genauso, wie oben beschrieben. Erstellt von, im Juni 2009 Seite 3

Impulse für die Erarbeitung: Die Lehrkraft erzählt den Kindern von Abram, seiner Frau Sarai und der Aufforderung Gottes ihr Land zu verlassen und in die Fremde zu ziehen. Diese Geschichte kann durch die oben beschriebene Bibel, das Buch oder andere Bilder visuelle unterstützt werden. Oder die Lehrkraft zeigt den Kindern eine Landkarte der Gegend, in der Abram mit seiner Familie lebte. Passend zur Erzählung werden kleine Bildkärtchen auf die Landkarte aufgelegt, die das Erzählte unterstreichen. Die Reise nach Kanaan könnte durch eine farbige Linie in die Landkarte eingezeichnet werden. Impulse für die Vertiefung: Die Kinder basteln ein Nomadenzelt. Hier könnte gemeinsam ein großes Zelt aus Decken gebaut werden, in dem alle Kinder Platz haben, oder jedes Kind bastelt ein Nomadenzelt aus Papier. Dafür gibt es einen Bastelbogen zum Download auf der Seite www.religio-online.de/texte/2mittel/stadtbeisp..pdf. Alternativ spielen alle Kinder gemeinsam ein Würfelspiel. Dazu wird ein Spielbrett mit Bildern aus der Geschichte von Abram versehen. Die Kinder würfeln der Reihe nach und setzen ihre Püppchen. Kommt ein Kind auf einen Sonnen- Punkt, rutscht es in Pfeilrichtung weiter. Ein exemplarisches Spielbrett befindet sich im Anhang (Anlage I). Erstellt von, im Juni 2009 Seite 4

Impuls für den Abschluss: Lehrkraft und Kinder lernen gemeinsam das Lied Abraham aus dem Buch Singt alle mit (ISBN 3-920104-60-9). Bei kleineren Kindern könnten die Strophen durch die Lehrkräfte gesungen werden, die Kinder singen dann jeweils den Refrain. Alternativ wird die Stunde mit einer Fantasiereise beendet, in der die Erlebnisse während einer Reise beschrieben werden. Erstellt von, im Juni 2009 Seite 5

Anlage I: Spielbrett Start Ziel Erstellt von, im Juni 2009 Seite 6