Wie arm ist Österreich? Ö1 Von Tag zu Tag Moderation: Andreas Obrecht. Gast: Soziologe Universitätsprofessor Dr. Roland Verwiebe. Sendedatum: 15. November 2011 Länge: ca. 35 Minuten Aktivitäten 1) Projekte zur Armutsvermeidung ( Gruppenarbeit ) In Österreich gibt es auch ein hohes Engagement verschiedener Organisationen im Kampf gegen die Armut. Unter den folgenden Internet Adressen können die SchülerInnen einen Überblick über verschiedene Projekte gewinnen, die versuchen, die Folgen von Armut abzufedern. http://www.spendenparlament.at/ http://www.hungeraufkunstundkultur.at/allgemeine_infos.html http://www.socius.at/projekte.php http://www.caritas.at/aktuell/kampagnen Die SchülerInnen arbeiten in Gruppen. Die Gruppe wählt zwei Aktionen aus, die sie besonders unterstützenswert findet und bereitet eine kurze Präsentation der Projekte vor. Außerdem soll die Gruppe Ideen für ein eigenes Projekt sammeln und die Abwicklung eines möglichen Projekts in groben Zügen darstellen. ( Beispiel: http://www.noz.de/lokales/59450219/lingener-friedensschule-initiierte-projekte-gegen-armut ) Präsentation der Ergebnisse und Diskussion der verschiedenen Projekte hinsichtlich Armutsvermeidung. Vorstellen der eigenen Ideen. Fortführung im Rahmen eines selbstständigen Projekts: Eine Idee, die von allen angenommen wird, wird auch umgesetzt SchülerInnen starten eine Aktion gegen Armut und ihre Folgen! Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 1
2) Offenes Lernen Thema: Verteilungsgerechtigkeit Arbeitsaufträge: Wählen Sie zwei der Arbeitsaufträge aus: a) Verteilungsgerechtigkeit in Österreich Informieren Sie sich auf folgenden Seiten: http://www.armutskonferenz.at/index.php?option=com_content&task=view&id=243&itemid=236#reichtu m%20und%20verteilung http://diealternative.org/verteilungsgerechtigkeit/2009/10/einkommensverteilung-in-osterreich/ Machen Sie anhand von 2 Beispielen die Unterschiede in der Vermögensaufteilung innerhalb der österreichischen Bevölkerung mit Hilfe grafischer Darstellung deutlich. b) globale Verteilungsgerechtigkeit Informieren Sie sich auf folgenden Seiten über die : http://www.arbeitwirtschaft.at/servlet/contentserver?pagename=x03/page/index&n=x03_1.a_2009_07_08.a&cid=124844 0610828 http://www.armutskonferenz.at/index.php?option=com_docman&task=cat_view&itemid=36&gid=49&order by=dmdatecounter&ascdesc=desc (Broschüre: Ökobüro 2009) Erläutern Sie anhand von 2 markanten Beispielen die globale Verteilungsproblematik des weltweiten Vermögens und deren Folgen! Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 2
c) Bedeutung der gerechten Verteilung und Folgen globaler Verteilungsungerechtigkeit Warum ist eine globale Armutsbekämpfung von größter Bedeutung? Informieren Sie sich: http://www.omnia-verlag.de/weltimwandel/php/start.php?id=3793&bc=-3793 Formulieren Sie 3 Argumente zur Notwendigkeit, Armut nicht nur national, sondern global zu vermeiden bzw. auszugleichen. Die erarbeiteten Inhalte werden kurz dargestellt und diskutiert. Der Schwerpunkt der Diskussion soll die Einsicht sein, dass Armutsbekämpfung gleichbeutend mit sozialem Frieden und dieser wieder die Grundlage für zwischenstaatlichen Frieden ist. 3) Armut und Vorurteil ( Einzelarbeit ) In der Sendung wird der Begriff Armut hinsichtlich absoluter und relativer Armut unterschieden und definiert. Interessant ist es nun, festzustellen, welche Bilder und Urteile in der Bevölkerung zu diesem Thema vorherrschen. Decken sich die Meinungen der Menschen weitestgehend mit den Aussagen des Wissenschafters oder herrschen andere Meinungen (Vorurteile) vor? Die SchülerInnen befragen jeweils vier Personen aus ihrem Umfeld: a) Was verstehen Sie unter dem Begriff Armut? Was sind Ihrer Meinung nach die Anzeichen für Armutsgefährdung? (Welche Lebensbereiche sind nicht mehr leistbar...) b) Was sind Ihrer Meinung nach die Ursachen dafür, dass sogar in einem reichen Staat Menschen von Armut bedroht sind bzw. sogar in Armut leben? Im Klassengespräch werden die Ergebnisse ausgetauscht. Kann man die Ergebnisse in einigen wenigen Grundaussagen zusammenfassen? Wenn ja, wie lauten diese? Unterscheiden sich die Antworten von den Aussagen des Soziologen Dr. Verwiebe? Wenn ja, in welcher Hinsicht? Unterschiede zwischen den Meinungen der Privatpersonen und den Studienergebnissen können auf einem Plakat einander gegenüber gestellt werden. Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 3
Diskussion: Was könnten die Ursachen dafür sein, dass die Menschen andere Maßstäbe und Urteile zum Thema Armut verinnerlicht haben? Wodurch entstehen Urteile und wie sehr werden diese durch grundlegende wissenschaftliche Untersuchungen verändert? 4) Politische Verantwortung Zeiten der Krise, Zeiten, in denen die Armutsgefährdung wächst, sind auch Zeiten, in denen politische Parteien mit einfachen Lösungsansätzen für komplexe Situationen Stimmen gewinnen wollen. Die Gefahr, die manipulative Kraft einfacher Gedankengänge zu übersehen, ist groß. Diejenigen, die von der Umverteilung profitieren, die zu den privilegierten Schichten gehören, sind an der Erhaltung der Zustände zumeist in hohem Ausmaß interessiert. Welcher Argumentationslinien bedienen sich manche Mitglieder der sogenannten Leistungsträger, die über ein hohes Einkommen verfügen? Ausschnitt aus einem Vortrag von U. Herrmann: http://www.youtube.com/watch?v=xdzjlk_fpsa&feature=related Die Aussagen von Ulrike Herrmann sollen vor allem hinsichtlich folgender Fragen diskutiert werden: Wie erklärt Ulrike Herrmann, dass der Mittelstand das eigentliche Opfer der Krise sei? Ausbeutung hat es immer gegeben; aber erstmals wird von manchen Personen die Meinung vertreten, dass der Mittelstand nicht von den Reichen und Besitzenden, sondern von den Armen ausgebeutet werde. Wie wird diese Sichtweise von den Privilegierten argumentiert? Warum greifen manche Leistungsträger und Angehörige der besitzenden Klasse auf Argumente zurück, die genetische Vererbung von Armut oder Reichtum suggerieren? Diskussion: Der Umgang von Politikern mit der Armutsproblematik in Hinblick auf die Verfolgung ihrer eigenen politischen Ziele Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 4
5) Ökologischer Fußabdruck Stellen Sie mit Hilfe des Tests http://www.footprint.at/index.php?id=rechner Ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck fest. Sind Sie mit Ihrem ökologischen Fußabdruck zufrieden? Haben Sie vielleicht den Wunsch, den Wert Ihres Fußabdrucks zu verbessern? Wenn ja, in welchen Bereichen wäre dies möglich? Oder sehen Sie keine Notwendigkeit, sich um solche Dinge wie den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu kümmern? Gibt es für Sie einen Zusammenhang zwischen dem ökologisch nachhaltigen Umgang mit dem Planeten Erde und der allgemeinen Armutsgefährdung? Erläutern Sie Ihre Ansichten in einigen Sätzen und versuchen Sie Ihre Meinung mit Hilfe von Beispielen zu veranschaulichen. Anschließend Präsentation der Ergebnisse: Vergleich der Footprints Welche Unterschiede zeigen sich innerhalb der Gruppe? Was sind die Ursachen der Unterschiede? Kann Nachhaltigkeit Armut verhindern? 6) Rollenspiel Die Reportage http://moment.sosmitmensch.at/stories/5568/ wird ausschnittweise gemeinsam gelesen oder vorgelesen. Kurzes Gespräch über ähnlich erlebte Situationen. Ein Schüler / eine Schülerin der Klasse spielt den Zeitungskolporteur / die Kolporteurin, alle anderen sind die Fahrgäste in der U-Bahn die Gäste im Naschmarkt-Lokal an einem selbstgewählten Ort Der Kolporteur / die Kolporteurin versucht Zeitungen zu verkaufen oder wenigstens eine Spende zu bekommen. Die Rollen sollen mehrmals getauscht werden. Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 5
Auswertung: Wie fühlt sich der Kolporteur / die Kolporteurin beim oft vergeblichen Versuch, eine Zeitung zu verkaufen? Welche Gedanken gehen den Angesprochenen durch den Kopf Ablehnung, Mitleid, Unschlüssigkeit...? Welches Verhalten stößt am ehesten auf Ablehnung, welches Verhalten führt eher zum Erfolg, d.h. zum Verkauf einer Zeitung? 7) Global Consumer Class Begriffsklärung mit Hilfe folgender Links: http://www.footprint.at/index.php?id=nachhaltigkeitsbildung http://www.armutskonferenz.at/index.php?option=com_docman&task=cat_view&gid=49&itemid=69 (Broschüre: Ökobüro 2009) Gestalten Sie einen Beitrag für eine Wandzeitung zum Thema: Umdenken Nachhaltigkeit fördern Gerechte Nutzung der Welt Präsentation der Beiträge Ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung zu Unterrichtszwecken im Sinne des 42 Abs 6 UrhG bereitgestellt. 6