logicad Arbeiten mit logicad Inhalt Was ist logicad?... 2 Vorgehensweise bei der Erstellung eines Projekts mit logicad... 3 1. Erstellen eines Projekts... 3 2. Einfügen von Blättern... 3 3. Setzen von Modulen... 4 4. Zeichnen der Linien... 4 5. Setzen von E/A Merkern... 5 6. Postprozessor Lauf... 5 7. Download der Konfiguration in den Regler... 5 Aufbau eines Regelprogramms für das DCS System... 6 Wichtige Tastenbelegungen... 6
Was ist logicad? logicad ist eine Programmiersoftware zur grafischen Konfiguration von Regel- und Steueraufgaben für DCS- Regelgeräte. Mit logicad können mühelos und schnell sämtliche Applikationen erstellt werden. Einzelne Regel- und Steuerfunktionen wurden in grafische Module gefasst und können je nach Anforderung frei positioniert und miteinander verknüpft werden. Der Benutzer kann auf eine Modulbibliothek von über 70 Funktionsbausteinen zugreifen, welche Aufgaben für Ein-/Ausgänge, digitale Steuerung, analoge Regelung, mathematische Berechnungen und Kommunikation zu weiteren Reglern realisieren. So wurden z.b. zur Erfassung von Temperaturen, Spannungen und digitalen Zuständen Klemmen-Module bereit gestellt. Um eine Temperatur zu erfassen wird ein KAET-2 Modul (Klemme Analog Eingang Temperatur) gesetzt und die Klemmennummer eingetragen, an dem der Fühler angeschlossen wird. Am Ausgang Wert kann nun die vom Fühler ermittelte Temperatur abgenommen werden. Nachfolgend ein einfaches Beispiel einer Temperaturregelung mit schaltender Stufe für die DCS Regelgeräte: KAET-2 XS S1 KDA FKT-P FKT-M Klemmeneingangs Modul, wird der Klemme des Geräts zugeordnet, an dem der entsprechende Fühler angeschlossen ist. Sollwert Modul zur Erstellung der Sollwerts Schaltstufe (2-Punkt-Regler) Klemmenausgangs Modul, wird der Klemme des Geräts zugeordnet, an dem das anzusteuernde Gerät angeschlossen ist. Funktionstasten Modul zur Visualisierung eines Parameters Funktionstasten Modul zur Visualisierung eines Modul - 2 -
So einfach ist logicad! Vorgehensweise bei der Erstellung eines Projekts mit logicad Die Erstellung eines Regelprogramms in logicad geschieht am Besten in der folgenden Reihenfolge: 1. Erstellen eines neuen Projekts: Vergabe eines eindeutigen Projektnamens 2. Einfügen von Blättern: Zur besseren Übersicht werden die Blätter benannt (Eingänge, Regelung, Ausgänge..) 3. Platzieren der benötigten Module: nach Anforderung werden entsprechende Module platziert und die Modulparameter angepasst, außerdem wird in den Modulen ein Text für die Displayausgabe eingetragen 4. Zeichnen der Linien 5. Setzen von E/A Merkern: zur Blätter übergreifenden Verwendung von Werten 6. Postprozessor Lauf: dabei wird die grafisch erstellte Konfiguration automatisch in ein für die DCS lesbares Format umgewandelt 7. Download der Konfiguration in den DCS Regler 1. Erstellen eines Projekts Zum Erstellen eines neuen Projekts wird nach dem Programmstart von logicad im HAUPTMENÜ PROJEKT BEARB ausgewählt. Im folgenden Fenster wird ein eindeutiger Projektname vergeben (Achtung nur 8 Zeichen vergeben) und mit ENTER bestätigt, oder, wenn bereits ein Projekt vorhanden ist, die ENTER Taste zur Auswahl gedrückt. 2. Einfügen von Blättern Unter PROJEKT BEARB wird mit links auf BLATT EINFÜGEN geklickt. Man befindet sich nun auf der neu erstellten Seite. Der Übersicht halber wird dann unter BLATTNAME DEF ein eindeutiger Name für diesen Programmteil vergeben. Z.B Eingänge. Zwischen mehreren Blättern navigiert man BLATT VORWÄRTS und BLATT ZURÜCK oder einfacher mit F9 (zurück) und F10 (vorwärts). - 3 -
3. Setzen von Modulen Nun werden die gewünschten Module auf dem Blatt gesetzt. Wählen Sie dazu den Menüpunkt BLATT EDITIEREN. Wählen Sie im neu erscheinenden Menü unter REGEL MODULE, STEUER MODULE, KOMMUN. MODULE, MATHEM. MODULE und SONDER MODULE die passenden Module aus. Module, deren Werte und Parameter später auf dem Display der DCS-logo oder der DCS-compact RC angezeigt und verändert werden sollen, müssen mit einem eindeutigen Text versehen werden. Wählen Sie dazu im jeweiligen Modul Menü oder unter MODUL BEARBEIT - ALLES DEF. Der Cursor springt nun in das Modulfeld. Bewegen Sie den Cursor auf das gewünschte Modul. Klicken Sie die sichtbaren Parameter mit der rechten Maustaste durch (dadurch werden die Parameter nicht verändert) Nun erscheint das erweiterte Kontextmenü des Moduls. Im Parameter Text kann die Beschreibung z.b. Zuluft Temp. eingegeben werden.der Text wird mit einem Klick links übernommen und das Kontextmenü mit einem Klick rechts geschlossen. Bei Ein-/Ausgangs-Modulen muss der Parameter KI-NR: an die Klemme des Regelgeräts angepasst werden. 4. Zeichnen der Linien Zum Ziehen der Leitungen zwischen den Modulen können Sie den Menüpunkt LINIE EDITIEREN im Modul Menü oder unter EDIT FUNKTIONEN auswählen. In logicad werden 3 Linientypen unterschieden: 1. binär, digitale Verbinungen, einfache blaue Linie 2. analog, analoge Verbinungen, zweifache grüne Linie 3. Kanal, ganzahlige (Integer) Verbindungen, dicke lila Linie Beim Klick auf einen Modul-Ein- oder Ausgang wird automatisch die richtige Linienart bestimmt. Zum Ziehen einer Leitung klicken Sie links auf einen Modulausgang, die Leitung folgt nun horizontal der Mausbewegung. Eine Richtungsänderung erfolgt nach einem erneuten Linksklick. Am Endpunkt der Leitung wird mit einem Klick links und anschließend einem Klick rechts der Linienzug abgeschlossen. - 4 -
5. Setzen von E/A Merkern Ein komplettes Regelprogramm kann sehr umfangreich sein und benötigt daher mehrere Blätter. Werte, die auf einem anderen Blatt weiterverwendet werden sollen, werden über Ein- / Ausgangs Merker (E/A Merker) miteinander verbunden. Eingänge werden links, Aufgänge rechts definiert. Hierzu gehen Sie wie folgt vor: wählen Sie im Menü BLATT EDITIEREN den Begriff EING/AUSG DEF. Das Menü verschwindet und ein großer schwarzer Balken, der mit der Maus nach oben und unten und links und rechts verschoben werden kann, erscheint. In der Mitte des Blatts erscheint ein zusätzliches Fenster, in dem definierte Ein- und Ausgängs Merker aufgelistet werden (wenn noch keine E/As definiert sind, ist dieses Fenster leer). Der große schwarze Balken wird mit der Maus positioniert. Anschließend wird die Leitung mit einer eindeutigen Bezeichnung versehen. Wird ein bereits definierter Merker wieder benötigt, genügt es die TAB Taste zu drücken. Der Cursor wechselt zur Auswahl bereits definierter Merker in das zusätzliche Fenster. Dort können Sie nun den gewünschten Merker auswählen und mit einem Klick auf links auf den Balken übernehmen. Der Balken wird nun positioniert und mit weiteren zwei Klicks auf links als Merker festgelegt. Der Cursor springt nun wieder in das Auswahlfenster, wo ein weiterer Text ausgewählt und gesetzt werden kann. Soll kein weiterer Text als E/A Merker gesetzt werden, können Sie mit einem Klick auf rechts abbrechen und beenden. 6. Postprozessor Lauf Nach dem Speichern und Verlassen des neu erstellten Projekts wird im HAUPTMENU der Menüpunkt POSTPROZESSOR ausgewählt. Sie befinden sich nun im Menü INEL. Unter dem Menüpunkt CODEGENERATOR wird das Projekt ausgewählt und logicad erstellt nun eine für die DCS-logo R.. und die DCS-compact RC verständliche Datei. 7. Download der Konfiguration in den Regler Im Menü INEL wird der Menüpunkt KOMMUNIKATION und anschließend DOWNLOAD gewählt. Das Projekt wird nun an eine über die serielle Schnittstelle verbundene DCS übertragen. Nach Start des Downloads erscheint die Anzahl der gesamten Module die übertragen werden und wie viele schon übertragen wurden. Nach dem Download erscheint die Meldung, dass alle Module ohne Fehler übertragen wurden. Diese wird nun mit einem Klick auf links bestätigt und geschlossen. - 5 -
Aufbau eines Regelprogramms für das DCS System Beim Postprozessor Lauf wird das grafisch erstellt Regelprogramm in eine für das DCS-System lesbare Liste umgewandelt. Die Umwandlung beginnt bei Blatt 1 und endet beim letzten Blatt. Während des Programmablaufs wird die Liste ca. 4 mal je Sekunde von oben nach unten abgearbeitet. Deshalb sollte man bei der Erstellung des Regelprogramms beachten, dass die Module ungefähr in der Reihenfolge der Abarbeitung gesetzt werden. Also zuerst die Eingangs Module, gefolgt von den Steuer- und Regelmodulen bis hin zu den Ausgängen. Zuletzt wird das Menü realisiert. Wichtige Tastenbelegungen F1 Hilfe F7 direkter Wechsel in das Menü MODUL BEARBEIT F8 direkter Wechsel in das Menü EDIT FUNKTIONEN F9 zurück blättern F10 vorwärts blättern ESC Abbruch bzw. Nein (Rechtsklick) ENTER Übernahme bzw. Ja (Linksklick) Einf Menü ausblenden ALT & B Blockbildung einschalten - 6 -