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Transkript:

1 von 28 Zellen die Bausteine des Lebens unter dem Mikroskop erforschen Ein Beitrag von Alexander Beer, Weingarten E. Alle Lebewesen, so sehr sie sich auch unterscheiden, sind aus Zellen aufgebaut. Trotzdem wissen viele Menschen kaum etwas über unsere kleinsten Bausteine, da man sie nur mit dem Mikroskop erkennen kann. Doch wie sehen unsere Zellen eigentlich unter dem Mikroskop aus? Wie unterscheiden sich Zellen der Mundschleimhaut von Zellen der Wasserpest? In dieser Unterrichtseinheit lernen Ihre Schüler, spielerisch mit dem Mikroskop zu arbeiten. Dabei untersuchen sie in selbst hergestellten Präparaten tierische und planzliche Zellen und vergleichen sie miteinander. Mit Bastelvorlage: Zellmodell! Das Wichtigste auf einen Blick Wasserpest, Zellplasma durch NaCl von Zellwand gelöst (Vergrößerung 250 : 1) Rechke/P. Arnold, Inc./OKAPIA Klassen: 7/8 Dauer: 6 Stunden Kompetenzen: Die Schüler können neue Informationen aus einem Text herauslesen. selbstständig mikroskopische Präparate herstellen, mikroskopieren und ein mikroskopisches Realbild abzeichnen. sozial kompetent Partner- und Gruppenarbeiten durchführen. Aus dem Inhalt: Worin unterscheiden sich tierische und planzliche Zellen? Herstellung von mikroskopischen Präparaten der richtige Umgang mit dem Mikroskop Lernerfolgskontrolle zur Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler Beteiligte Fächer: Biologie Anteil hoch mittel gering

6 von 28 Zellen Bausteine des Lebens (Klassen 7/8) Pflanzen, Tiere, Lebensräume Beitrag 14 I Die Reihe im Überblick V = Vorbereitungszeit SV = Schülerversuch Ab = Arbeitsblatt/Informationsblatt D = Durchführungszeit Fo = Folie LEK = Lernerfolgskontrolle TK = Tippkarte Stunde 1: Blende, Tubus & Co. Einführung in das Mikroskopieren M 1 (Fo) M 2 (Ab) M 3 (SV) D: 20 min Bienenflügel in neuer Perspektive r Bienen- oder Insektenflügel Lerne das Lichtmikroskop kennen! Lerne mit dem Mikroskop umzugehen! r verschiedene Haare / Fasern r Mikroskope Stunde 2: Herstellung eines mikroskopischen Präparats M 4 (SV/TK) D: 10 min M 6 (Fo) r Lupen r evtl. Objektträger, Deckgläser, klarer Nagellack, Tesafilm Zwiebelschneiden einmal anders Wir stellen ein mikroskopisches Präparat her r Küchenzwiebeln r Mikroskope, Objektträger, Deckgläser r Küchenmesser, Schneidebretter r Pipetten, Pinzetten, Spatel oder Rasierklingen Stunde 3: Einmal Mensch, einmal Pflanze Vergleich von Tier- und Pflanzenzelle M 5 (SV/TK) D: 20 min M 6 (Fo) Vergleiche tierische und pflanzliche Zellen r Teelöffel r Küchenmesser r Mikroskope, Objektträger, Deckgläser r Wasserpest r 2 Kugelschreiber r Pipetten, Pinzetten, Spatel oder Rasierklingen

7 von 28 Stunde 4: Eine pflanzliche Zelle das Brennnesselhaar M 7 (SV/TK) D: 20 min M 6 (Fo) Warum brennen Brennnesselhaare? Finde es heraus! r Brennnesselblätter r Küchenmesser r Mikroskope, Objektträger, Deckgläser r Handschuhe r Indikatorpapier r Pipetten, Pinzetten, Spatel oder Rasierklingen Stunde 5: Wer hat das schönste Zellmodell? Zellen im Modell darstellen M 8 (SV) V: 5 min D: 30 min M 9 Mein Lexikon alle Fachbegriffe von A bis Z Minimalplan Wer baut das schönste Zellmodell? r Scheren, Klebstoff, Pinsel r evtl. ien zum Herstellen von Zellmodellen Bastelvorlage Wer baut das schönste Zellmodell? (2 Seiten) Stunde 6: Zellen in der Kriminalistik M 10 (Ab/TK) Der genetische Fingerabdruck M 11 (LEK) Teste dich selbst! Wissens-Check zur Welt des Kleinen Falls Sie nur wenig Zeit haben, lassen Sie das Praktikum M 7 weg und machen direkt mit dem Basteln von Zellmodellen nach M 8/M 9 weiter. Das Basteln der Zellmodelle kann gegebenenfalls entfallen. M 10 und M 11 eignen sich gut als Hausaufgaben, können bei Zeitmangel aber ganz weggelassen werden.

8 von 28 Zellen Bausteine des Lebens (Klassen 7/8) Pflanzen, Tiere, Lebensräume Beitrag 14 I M 1 Bienenflügel in neuer Perspektive Honigbiene auf einer Blüte www.pixelio.com Flügel einer Honigbiene (Vergrößerung 100 : 1) www.polylooks.com

9 von 28 Lerne das Lichtmikroskop kennen! M 2 Unsere Augen stoßen leicht an ihre Grenzen, wenn wir kleinste Dinge erkennen wollen. Das Lichtmikroskop hilft weiter, wenn wir mehr Details sehen wollen. Lerne es heute kennen! Aufgabe: Lies dir den Text genau durch und beschrifte zusammen mit deinem Nebensitzer die Zeichnung mit den fett gedruckten Begriffen. Nehmt dazu das Bio-Lexikon zu Hilfe. Wenn ihr alles richtig gelöst habt, ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der eingesetzten Begriffe ein Lösungssatz. 1) 2) 3) Stativ 4) Ein Lichtmikroskop besitzt zwei Linsen, die dafür sorgen, dass winzig kleine Objekte (Pflanzenteile, kleine Tiere, ) für uns sichtbar werden. Eine Linse, das Okular, steckt in einer Röhre, dem Tubus, an der Mikroskopoberseite. Die andere Linse, das Objektiv, ist am Objektivrevolver befestigt und befindet sich direkt über dem Objekttisch. Am Mikroskopfuß befindet sich der Ein- und Ausschalter für die Lampe. Wenn du die Lampe eingeschaltet hast, kannst du mit der Blende die Helligkeit regeln. Die Blende befindet sich unter dem Objekttisch. Das vorbereitete Untersuchungsobjekt, das Präparat, legst du in die Mitte des Objekttischs. Mit dem Grobtrieb, dem größeren der beiden Triebräder an der Mikroskopseite, wird 5) 6) 7) 8) 9) 10) das Objektiv bis auf wenige Millimeter an das Untersuchungsobjekt herangefahren. Anschließend bewegt man es so lange vom Präparat weg, bis man das Objekt im Mikroskop gut erkennen kann. Mit dem Feintrieb stellst du dann alles scharf. Nun kannst du nacheinander die anderen Objektive ausprobieren und somit eine stärkere Vergrößerung erhalten. Achte darauf, dass du mit dem Objektiv nie das Deckglas oder den Objektträger berührst. Um die Vergrößerung eines Mikroskops zu bestimmen, werden die Einzelvergrößerungen der beiden Objektive miteinander multipliziert (Beispiel: Okular: 10-fache Vergrößerung; Objektiv: 4-fache Vergrößerung; es ergibt sich eine Vergrößerung von 10 x 4 = 40-fache Gesamtvergrößerung). Lösungssatz: D U 8 I 3 2 I N 2 7 6 10 1/5 R M!

17 von 28 Erläuterung (M 5) So unterstützen Sie Ihre Schüler während des Praktikums Lassen Sie die Hälfte der Klasse mit Präparation 1 und die andere Hälfte mit Präparation 2 anfangen, damit sich die Schülerinnen und Schüler nicht in die Quere kommen. Vor dem Wechsel nach 15 Minuten können sich die beiden Gruppen gegenseitig Hinweise zu den Präparationen geben. Zu Präparation 1: Die Mundschleimhautzellen sind bei 400-facher Vergrößerung gut zu erkennen. Sie können sowohl einzeln als auch in kleinen Zellgruppen vorliegen. Kleine Punkte und Stäbchen können Wassertropfen, Verunreinigungen oder Bakterien sein. Zu Präparation 2: Die Wasserpest (Elodea canadensis) ist in jeder Aquarienabteilung eines Zoofachgeschäfts erhältlich. Bei geringer Vergrößerung erkennt man unter dem Mikroskop zunächst ein Blatt mit einer doppelten Lage von Zellen. Die lang gestreckten Zellen einer Schicht lassen sich in der Nähe der Mittelrippe am besten beobachten. Bei 400-facher Vergrößerung erkennt man deutlich die grün gefärbten Chloroplasten, die an der Zellwand entlangwandern. Die Bewegung kommt durch eine Strömung im Zellplasma zustande, die durch sich zusammenziehende Faser-Eiweiße im Plasma entsteht. Die grüne Färbung der Chloroplasten wird durch das in ihnen enthaltene Chlorophyll (Blattgrün) verursacht. Dieser Farbstoff ermöglicht bei der Wasserpflanze die Fotosynthese. So führen Sie die Ergebnissicherung durch Zeigen Sie spätestens bei der Besprechung der Präparationen die Abbildungen 3 und 4 von Folie M 6. Auf diese Weise erhalten die Schüler ein Feedback über die Qualität der eigenen Präparationen. Differenzierungsmöglichkeit Lassen Sie die schnelleren Schüler zusätzlich noch die Präparate anfärben. Eine Anleitung zur Färbung der Präparate finden Sie in den Erläuterungen zu M 1 M 3. Lösungen (M 5) Musterzeichnungen Mundschleimhautzellen Aufgabe: a) Wasserpestzellen b) Die Zellwand stabilisiert die Pflanzenzelle. Die Zellen geben der Pflanze so Halt.

18 von 28 Zellen Bausteine des Lebens (Klassen 7/8) Pflanzen, Tiere, Lebensräume Beitrag 14 I M 6 dpa/picture-alliance Dr. Gopal Murti/Science Photos Library/Agentur Focus (1) Zwiebelzellen (Vergrößerung 40 : 1) (2) Zwiebelhäutchen, mit Safranin angefärbt (Vergrößerung 200 : 1) (3) Mundschleimhautzellen (Vergrößerung 1000 : 35) (4) Zellen der Wasserpest (Vergrößerung 126 : 1) Karin Montag/OKAPIA 1989 OKAPIA Pixelio (5) Brennnessel (6) Brennnesselhaar (Vergrößerung 40 : 1) dpa/picture-alliance