Informationsmanager auf dem Arbeitsmarkt

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Informationsmanager auf dem Arbeitsmarkt Zusammenfassung der Ergebnisse einer Absolventenbefragung des Studiengangs Informationsmanagement durchgeführt im März 2016 Jutta Bertram

Hochschule Hannover Studiengang Informationsmanagement Fakultät 3 Befragungssteckbrief Was war das Ziel? Mit der Befragung wollte der Studiengang Aufschluss über den beruflichen Verbleib seiner Absolventen gewinnen. Wie und wann fand die Befragung statt? Die Befragung wurde im März 2016 als Onlinebefragung durchgeführt. Wer wurde befragt? Befragt wurden alle Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Informationsmanagement (im Folgenden: IM), das waren insgesamt 303 Personen der Abschlussjahrgänge 2008 bis 2015. Wer hat geantwortet? 200 Personen haben sich beteiligt, das entspricht einem Rücklauf von 66%. Die Antwortenden verteilen sich proportional auf die Abschlussjahrgänge. Unter ihnen sind ein Drittel Männer und zwei Drittel Frauen. Auch das entspricht der Zusammensetzung der Grundgesamtheit. Kontakt Für Rückfragen und nähere Informationen wenden Sie sich bitte an jutta.bertram@hs-hannover.de. Zusammenfassung IM-Absolventinnen und -absolventen sind z.b. als Bibliothekarinnen, Social Media Manager oder Webanalystinnen tätig. Neben wissenschaftlichen Bibliotheken, Behörden und Verbänden arbeiten sie u.a. im Bereich PR, Marketing und Webentwicklung. In IT-Abteilungen findet man sie ebenso wie in der Unternehmenskommunikation und in der Kundenberatung. Sie recherchieren und bereiten Informationen auf, erbringen IT-Dienstleistungen oder entwickeln Websites. Knapp 80% der Befragungsteilnehmer sind zum Befragungszeitpunkt erwerbstätig, 64% von ihnen haben ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis inne. Die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten gibt ein monatliches Brutto-Einkommen von 2.000 bis 3.000 an, ein Drittel verortet sich in den Klassen darüber. 42% der Befragten arbeiten im öffentlichen Sektor. Die Respondenten weisen eine hohe Arbeitszufriedenheit auf. Auch das soziale Klima am Studiengang bewerten sie im Rückblick positiv. Die meisten Absolventinnen und Absolventen bleiben in der Region Hannover, jeweils ca. 10% arbeiten im übrigen Niedersachsen oder in Hamburg. 55% der Absolventinnen und Absolventen haben längstens drei Monate für den Übergang vom Studium in den Beruf benötigt, für 44% gestaltete er sich übergangslos. Ein Drittel aller Befragten hat nach dem IM-Studium ein Masterstudium angeschlossen. Trotz mangelnder Bekanntheit des Studiengangs kommt knapp die Hälfte der Befragten über eine offizielle Stellenausschreibung zum ersten Beschäftigungsverhältnis nach dem IM- Studium. Bei 90% von ihnen hat dieses einen inhaltlichen Bezug zum Studium. Betrachtet man den Berufsverlauf nach dem IM-Studium insgesamt, so waren knapp 60% der Antwortenden niemals und weitere 14% nicht länger als zusammengenommen drei Monate arbeitslos gemeldet. So sind denn auch drei Viertel der Antwortenden mit ihrer beruflichen Entwicklung zufrieden bis sehr zufrieden. Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 2

IM-Absolventen in vielen Branchen vertreten IM-Absolventen besetzen eine große Branchenvielfalt. Besonders häufig sind sie einerseits in wissenschaftlichen Bibliotheken, andererseits im Bereich Webdesign und Marketing anzutreffen. Sie arbeiten in IT- und Marketing-Abteilungen, in der Kundenberatung, dem Inhouse Consulting und weiteren Abteilungen. 41% sind im öffentlichen Sektor tätig. Große Tätigkeitsvielfalt Vielfältig sind auch die Berufsbezeichnungen der IM-Absolventinnen und -absolventen: Sie reichen von Bibliothekarin, Informations- und Wissensmanager über IT-Spezialistin, Webentwickler, Onlineredakteurin, E-Commerce-Manager oder Social Media Manager bis hin zu Web bzw. Business Analystin. Neben dem Projektmanagement dominieren bei den besonders häufig ausgeübten Tätigkeiten der Alumni mit Informationserschließung und -recherche Kernkompetenzen von Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 3

Informationsmanagern. Insgesamt geben gut 70% der Befragten an, voll und ganz bzw. weitgehend qualifikationsgemäß beschäftigt zu sein. Beschäftigungsquote von 94% 80% der Befragten sind zum Befragungszeitpunkt erwerbstätig, weitere 13% absolvieren ein Masterstudium. 2 Personen nehmen eine bewusste Auszeit, 12 Personen verneinen die Frage nach einer aktuellen Erwerbstätigkeit. Somit ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 6%. 63,5% der Erwerbstätigen sind unbefristet beschäftigt, 82% arbeiten Vollzeit. Von diesen gibt die Hälfte ein monatliches Brutto- Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 4

Einkommen von 2.000 bis 3.000 an, ein weiteres Drittel liegt über dieser Marke. Hohe Arbeitszufriedenheit Die Befragten zeigen sich nicht nur mit ihrem Arbeitsort zufrieden, sondern erzielen auch bei allen anderen abgefragten Aspekten der Arbeitszufriedenheit überdurchschnittliche Werte. Positives Klima am Studiengang Das Klima am Studiengang bewerten die Respondenten rückblickend als sehr positiv das betrifft sowohl den Umgang der Studierenden miteinander als auch das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden. Demgegenüber schneidet der Standort Expo Plaza im Urteil der Absolventen wegen seiner Abgelegenheit deutlich schlechter ab. Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 5

Viele bleiben in der Region Hannover Gut die Hälfte der Absolventen bleibt der Studienregion treu. Weitere 20% arbeiten im übrigen Niedersachsen bzw. in Hamburg. Übergang in den Beruf unproblematisch 44% sind übergangslos in den Beruf eingemündet, weitere 11% nach längstens 3 Monaten. Die Übergangszeit zwischen Studium und Beruf wird zumeist mit der Stellensuche verbracht. Ein Drittel schließt Masterstudium an Ca. ein Drittel der Befragten schließt nach dem IM-Studium ein Masterstudium an, ein weiteres Drittel kann es sich für die Zukunft vorstellen und das letzte Drittel schließt es aus. Jeder 5. Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 6

Masterstudierende oder -absolvent bleibt im Bereich Informationswissenschaft/-management. Andere entscheiden sich z.b. für Medienwissenschaft/-management oder IT/Informatik. Stellenausschreibungen dominieren bei Berufseinmündung Obwohl der Studiengang bei der Stellensuche häufig erklärungsbedürftig ist (siehe weiter unten), kommen 45% über eine offizielle Stellenausschreibung an ihren ersten Job nach dem Studium. Ein weiteres Viertel findet die erste Stelle über eines der beiden im Studium absolvierten Praktika. Nützlich für den Berufseinstieg ist auch eine vor dem IM-Studium absolvierte Berufsausbildung, über die 40% der Befragungsteilnehmer verfügen (häufig im Bereich Büro/Verwaltung, Industrie/Handel, im IT-Bereich oder im Bereich Buchhandel/Bibliothek). Auch ein späteres Masterstudium und während des Studiums erworbene Auslandserfahrung stellen sich als besonders hilfreich für den Berufseinstieg heraus. Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 7

Erste Stelle mit Bezug zum Studium Die meisten Befragten sind in ihrem ersten Beschäftigungsverhältnis Vollzeit-Angestellte, das Gros (60%) verdient monatlich zwischen 2.000 und 3.000 brutto. 55% haben zunächst befristete Stellen inne bei der aktuellen Erwerbstätigkeit ist dieser Wert auf 36% gesunken. Fast 90% geben an, dass ihre erste Stelle einen Bezug zum IM-Studium aufweist. Niedrige Arbeitslosigkeit Der zügige Übergang vom Studium in den Beruf schlägt sich in einer niedrigen Arbeitslosigkeit nieder: Knapp 60% der Antwortenden waren zu keinem Zeitpunkt nach dem IM-Studium arbeitslos gemeldet, weitere 14% längstens 3 Monate. Studiengang zu wenig bekannt Fast 60% derjenigen Befragten, die nach dem Studium Erfahrungen mit der Stellensuche gesammelt haben, geben an, dass Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 8

der Studiengang Informationsmanagement gegenüber Kollegen, Vorgesetzten und potentiellen Arbeitgebern erklärungsbedürftig war. Entsprechend stellt die mangelnde Bekanntheit des Studiengangs das größte Problem bei der Stellensuche dar. Seltener scheitert sie am Arbeitsort, den Gehaltsvorstellungen oder den Tätigkeitsinhalten. Hohe Zufriedenheit mit Berufsverlauf Zum Befragungszeitpunkt hatten die Antwortenden längstens 7 Jahre Berufserfahrung. Alles in allem sind sie mit ihrer beruflichen Entwicklung überwiegend zufrieden, ein Viertel ist sogar sehr zufrieden. Auf einer 5-stufigen Skala mit 5 als höchstem Zufriedenheitswert ergibt sich ein Durchschnitt von 4,0. Hannover, im Juli 2016 Prof. Dr. Jutta Bertram Jutta Bertram Ergebnisse IM-Absolventenbefragung Seite 9