Informationsveranstaltung. Alternative Erdkabel! E. Altemöller

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Transkript:

Informationsveranstaltung Alternative Erdkabel! 06.03.2014 E. Altemöller

Geplante 380 kv Freileitung 380 kv 30 m 110 kv 70 m Beutlingsturm Quelle Uni Hanover Trassenbreite 50-80 Meter 36 Leiterseile

Aufbau von Strommasten Flächenfundament 15x 15 Meter Quelle Amprion Bohrpfahlgründung Quelle: Tennet Stufenfundament Quelle Amprion

Alternative Erdkabel Erdkabel Randstad Quelle: Tennet Quelle Tennet Maximale Kabellänge 800 1000 Meter

Trasse mit 380 kv Erdverkabelung Verlegungsart mit optimaler Leistungsübertragung Verlegetiefe: Trassenbreite Schutzstreifen 1,75-2,00 Meter ca. 20 m < 0,60 m am Außenrand 2,00 Meter Quelle: BMU- Studie Ökologische Auswirkungen von 380- kv- Erdleitungen

Kompensationsanlagen für 380 kv Erdverkabelung Aus technischen Gründen fließen in Höchstspannungsleitungen auch ohne Leistungsübertragung Ladeströme, um das benötigte elektrische Feld in der Leitung aufzubauen. Sie müssen bei Erdkabeln alle 20-40 km kompensiert werden, um Verluste und Spannungserhöhungen am Kabelende zu begrenzen. Lüstringen - Hesseln Quelle Siemens Fläche für Kabelübergangsanlage mit Kompensation: ca. 80 x 100 m

Erdkabelverlegung Berlin 1978 Quelle Vattenfall Europe Niederrein Wesel Quelle Amprion Quelle Amprion Niederrein Wesel Quelle Amprion

Verbindungsmuffen Erdkabel Randstad Quelle Tennet

Umspannanlagen Erdkabel auf Freileitung Erdkabel Randstad Quelle: Tennet Erdkabel Randstad Quelle: Tennet Bauwerk: Netzbetreiber: Ort: Raumbedarf: Erdverkabelung auf Freileitung Tennet Randstad NL 60 x 60 m

Grabenlose Verlegung einer 380 kv Spannungsleitung

Umweltauswirkung Erdverkabelung Vertrag Prof. Tüby März 2012 (Uni Duisburg Essen) Wie verändert die Wärmeabgabe der Erdkabel den Wärme- und Wasserhaushalt des Bodens? Temperaturanstieg an Bodenflächen <5 C Liegt innerhalb der Jahresschwankung Seitliche Reichweite eines Temperaturanstiegs von 1 C liegt unter 3 m Bodenwassergehalt bleibt unbeeinflusst Quelle Duisburg-Essen Beschleunigtes Auftauen Kein Einfluss auf Getreideanbau

Entschädigungen Bodenwert Kreis Borken pauschal 7,50 /qm, davon 30% = 2,25 /qm Schutzstreifen Da der Schutzstreifen 22,6m breit ist, ergibt das pro lfd. m 50,85 (22,60 x 2,25 /qm) Plus 0,75 /qm für Arbeitsstreifen (41,5m breit) = 31,15 /lfd.m Plus 1 /qm Arbeitsstreifen für Pilotcharakter = 41,50 /lfd.m Plus Beschleunigungszuschlag = 20 /lfd.m Trasse Gesamtausgleich = 143,48 / lfd.m Trasse Erdkabel [Ferner erhalten Eigentümer (1000 ) und Bewirtschafter (1500 ) eine Pauschale für ihren Aufwand. Selbst bewirtschaftete Eigentümer bekommen 2500] Nachzahlung bei Bodenwert 7,5-9 = 159 /lfd.m 9-10,5 = 176 /lfd.m

Neue Erkenntnisse Kabellänge 1,4 km, nicht 700m! Verlegung von Leerrohren, Kabel wird nach Verfüllung eingezogen! Keine Muffenbauwerke, Muffen liegen unter der Erde! Kein Beton, sondern Flüssigboden! Straßen werden nicht aufgerissen, Rohre werden geschossen, z.b. die B70 bei Borken!

Runder Tisch Teilnehmer: Bürgermeister aus Bad Rothenfelde Bissendorf Dissen Georgsmarienhütte Hilter Melle Landkreis Osnabrück Bürgerinitiative ( 2 Vertreter ) Amprion Ständige Gäste (Raumordnungsbehörde, BM Borgholzhausen und OB Osnabrück)

Runder Tisch Zielsetzung und Aufgaben Findung einer optimalen Trasse Keine Entscheidungskompetenzen Behördliche Zuständigkeiten bleiben erhalten Rechtsweg weiterhin offen Raumordnungsbehörde wird Ergebnisse berücksichtigen

Runder Tisch Aktuell Vorschlag der BI die Trasse entlang der A33 zu legen Kombination aus Freileitung und GIL Einsatz von gasisolierten Leitungen in kritischen Bereichen Bündelung von Infrastruktur

Gasisolierte Leitungen (GIL)

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Unsere Ziele Einhaltung der 400 / 200m Mindestabstände Gesundheitsvorsorge für die Anwohner Keine Enteignungen Keine Zerschneidung der Landschaft Schutz des Eigentums vor Wertminderung Bündelung mit bestehender Infrastruktur auf Bundeseigentum ( A 33 und der 30m Streifen rechts und links); Freimachen von bisher belasteten Räumen

Problembereiche 200 m Abstände sind nur ein Grundsatz und kein Ziel ; für Unterschreitung gelten jedoch die gleichen Ausnahmen! Heutige Entscheidung wird durch technischen Fortschritt innerhalb weniger Jahre überholt Ein planfestgestellter Trassenverlauf bietet die Gelegenheit für weitere Leitungen (HGÜ-Korridor B) Schutzwürdigkeit der Häuser am jetzigen Trassenverlauf im Grundsatz gemindert (BVerwG)

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Vielen Dank für Ihr Interesse!!!!

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