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Transkript:

Care for integration Ein NRW-Modellprojekt zur Integration von Geflüchteten in den Pflegeberuf AKADEMIE FÜR PFLEGEBERUFE UND MANAGEMENT ggmbh Dr. Matthias Glasmeyer, Geschäftsführer Helga Nattebrede, Geschäftsführerin Eva Großpietsch, Geschäftsführerin Christine Strobel, bpa Landesbeauftragte Sina Yumi Wagner, Projektleiterin Mageda El-Charif, Projektkoordinatorin (Westfalen) Hannah Kleines, Projektkoordinatorin (Rheinland) Willem-van-Vloten-Str. 13-15 44263 Dortmund-Hörde Telefon +49 (0)231 5677038-0 Telefax +49 (0)231 5677038-19 E-Mail Internet info@apm-nrw.de www.apm-nrw.de Hintergrund: Teil 1 Notwendigkeit der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen 2015 wurden ca. 230.000 Flüchtlinge dem Land NRW zugewiesen (2016 waren es rund 71.000 Asylsuchende) Aktuell kommen ca. 1.400 Flüchtlinge pro Woche nach NRW, rund ein Viertel stammen aus Syrien Die Bundesagentur für Arbeit rechnet bei ca. 100.000 Flüchtlingen mit Bleibeperspektive 40.000 haben Potenzial zur beruflichen Integration 1

Hintergrund: Teil 2 Situation in der Pflegebranche in NRW Bereits heute eklatanter Fachkräftemangel in vielen Regionen NRWs Durch Rückgang der Schulabgängerzahlen zukünftig weniger junge Menschen in der Pflegeausbildung Steigende Zahl der Pflegebedürftigen durch demografischen Wandel Bis 2030 fehlen in NRW 40.000 Pflegefachkräfte Projektziel Verbinden der beiden Herausforderungen in NRW: Zu erwartende Arbeitslosigkeit bei Flüchtlingen aufgrund fehlender beruflicher Qualifikation und Zu erwartende Fachkraftlücke in der Versorgung Pflegebedürftiger Care for integration : 160 Geflüchtete an 7 Standorten in NRW 2

Teilnehmendenakquise Screening: 2016 nahmen 942 Geflüchtete am Screening der Akademie Überlingen teil. Statusbildung zu Aspekten der beruflichen Eignung (durchschnittlich 10% der gescreenten Geflüchteten sind für den Pflegeberuf geeignet) Einsatz von mobilen Teams aus Ärzten, Psychologen, Jobcoaches, Übersetzern und Sozialpädagogen Agentur für Arbeit / Jobcenter: Im Austausch mit den Integrationsfachkräften & Mitarbeitenden der Integrationpoints Netzwerkarbeit: Vorstellung des Projekts in ehrenamtlichen Organisationen Aufbau des Projekts Modul 1 Modul 2 Modul 3 Kompetenzzentrum Altenpflege und Integrationskurs, persönliche und berufliche Vorbereitung auf den Pflegeberuf + optional: Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss, 12 Monate Altenpflegehelferausbildung + berufsspezifischer Deutschunterricht B2 + Nachholmodul: Hauptschulabschluss, 18 Monate (optional) Übergang in die verkürzte Ausbildung zur Pflegefachkraft, weitere 24 Monate 3

Modul 1 Kompetenzzentrum Altenpflege + Deutschkurs (insg. 12 Monate) Vorbereitung auf die Ausbildung im Pflegeberuf in Theorie und Praxis Berufsbild und Berufsverständnis (kultursensible Pflege, kulturelle Werte, Familie und Beruf etc.) Vermittlung von erstem theoretischen Grundwissen in der Pflege Berufsfachliche Deutschkenntnisse Theorie gesamt 35 Wochen, ganztags Insgesamt 11 Wochen Praktikum 6 Wochen Urlaub (optional) Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss (400 UE) Gesamtdauer 52 Wochen Modul 2: Altenpflegehelferausbildung (insg. 18 Monate) 750 UE theoretischer Unterricht 900 Stunden praktische Ausbildung (optional) Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss (100 UE) Parallel weitere Sprachförderung, Ziel B2-Niveau 4

Das Projekt Care for integration 1. Teil: Vorbereitung Dauer: 12 Monate 2. Teil: Ausbildung Dauer: 18 Monate Integrationskurs/ berufsspezfische Sprachförderung (Ziel B1) Ausbildung zum Altenpflegehelfer/in Kompetenzzentrum Altenpflege inkl. Praktikum in einer Einrichtung berufsspezifische Sprachförderung (Ziel B2) Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss (400 UE) Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss ( Nachhol-Modul, 100 UE) Modul 3 (optional): Ausbildung zur Pflegefachkraft Übergang in die Ausbildung zur Pflegefachkraft Vermittlung an Pflegeeinrichtungen als Träger der Ausbildung Bei entsprechenden Abschlussnoten verkürzte Ausbildung möglich (24, statt 36 Monate) Abschluss als Altenpflegefachkraft nach 4,5 Jahren 5

Von der Theorie in die Praxis Nach erstem Praxisblock bereits zahlreiche Angebote für Folgepraktika und Ausbildungsplätze von den Einrichtungen Positives Feedback von den Einrichtungen, Schüler/-innen und Lehrer/-innen Vielfältig, interessiert, motiviert und ehrgeizig! Evaluation und Nachhaltigkeit Das Projekt wird begleitend und nach Ablauf der 30 Monate einer umfassenden Evaluation unterzogen. Weitere Beobachtung der Projektgruppe über den Zeitraum der Fachkraftausbildung Erkenntnisse aus dem Projekt werden für alle Beteiligten (MGEPA, MAIS, Regionaldirektion BA, Bezirksregierung, etc.) gesammelt, ausgewertet und zur Verfügung gestellt. Erstellung eines Leitfadens für die Ausbildungsbetriebe, wie Geflüchtete nachhaltig in die Pflegebetriebe integriert werden können. 6

Projektbeirat Begleitung des Projektes durch Beirat aus MGEPA, MAIS, Regionaldirektion BA, bpa und apm Auftrag an den Beirat: - Besprechung Projektfortschritt - Bewertung Zwischenergebnisse - Vermeidung von Fehlentwicklung, bzw. Gegensteuern - Feststellen des Projektergebnisses Duisburg 7

Bielefeld Köln 8

Münster Düsseldorf 9

Lippstadt Heinsberg Vielen Dank für Ihr Interesse! 10