Dörr & Schreck Dörr & Schreck

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Transkript:

Dörr & Schreck Die Firma Dörr & Schreck war im späten 19. Jahrhundert ein Stellmacherbetrieb, der in Frankfurt (Main) ansässig war und ab 1920 Automobile karossierte. Jakob Dörr, der spätere Mitbegründer von Dörr & Schreck, hatte bereits seit etwa 1890 in der Frankfurter Meissengasse, dort wo heute das Parkhaus Börse steht, eine Wagnerei und baute dort für wohlsituierte Frankfurter Kaufmannsfamilien luxuriöse Kutschen. 1919 gründeten er und Matthias Schreck einen Karosseriebaubetrieb in Frankfurt (Main) in der Mainzer Landstraße. Dort karossierte er in den Zwanziger-Jahren Horch- und Bugatti- Fahrzeuge, später folgten Adler, Opel und Maybach. Die Firma spezialisierte sich auf Einzelanfertigungen für Luxusfahrzeuge (z. B. Maybach). Georg von Opel gab 1936 den Auftrag zum Bau eines Leichtmeall-Coupés auf Opel Super-6- Basis, das Auto lief gestoppte 164 km/h. Hier eines der wenigen Fotos dieses Autos mit Christine von Opel 1

Nach Kriegsende nahm die Firma, jetzt unter der Leitung von Mathias Schreck, ihre Arbeit als Reparaturbetrieb wieder auf, der Karosseriebau wurde indessen nicht mehr fortgesetzt. Mit dem Verkauf an einen Herrn Dr. Griebel war der einst klangvolle Name im Frankfurter Karosserie-Metier von der Szene verschwunden. (Aus C. Benter, H. Schrader "Deutsche Automobil-Karosserien", Schrader & Partner GmbH, München 1976). Teile des ehemaligen Firmengeländes wurden von der Fa. Karosseriebau Berger übernommen. Die goldenen 1930er Jahre In den 30er-Jahren boten die neuen Autobahnen die Möglichkeit, mit höheren Geschwindigkeiten länger unterwegs zu sein. Die Reifenindustrie war gefordert, entsprechende Reifen herzustellen. Im Zuge der Aufarbeitung der 100-jährigen Unternehmensgeschichte der Reifenfirma Fulda stieß man durch Zufall auf Zeichnungen und Bilder des Maybach Stromlinienfahrzeugs SW 38 von 1938, der damals von Fulda in Auftrag gegeben wurde. Wie aus diesen Dokumenten hervorgeht, ersuchte Pneuhersteller Fulda Ende der 30er Jahre die renommierte Schmiede für Spezialkarosserien Dörr und Schreck in Frankfurt, einen Wagen mit Stromlinien- Karosserie für Hochgeschwindigkeits-Reifenversuche zu konstruieren. Er sollte dauerhaft mehr als 200 km/h fahren können. Der erste Entwurf des Spezialfahrzeugs basierte auf dem Fahrwerk des Maybach Typ "Zeppelin" mit Zwölfzylinder - Triebwerk. Aus Gewichtsgründen jedoch gab man dem kleineren Maybach 6 Zylinder mit 3,5 Liter Hubraum und 160 PS schließlich den Vorzug. 2

Hintergrund dieses ehrgeizigen Vorhabens war ein bedeutender Entwicklungsschub in der Fahrzeugfertigung und im Ausbau des Straßennetzes. Die dreißiger Jahre revolutionierten den Automobilbau und Dörr & Schreck war Teil dieser Revolution. Dörr & Schreck nahm das Chassis eines Maybach SW38 als Basis und ließ den Aerodynamiker Freiherr Reinhard Koenig-Fachsenfeld eine Stromlinien-Karosserie entwerfen. In Zusammenarbeit mit ihm entstanden verschiedene Stromlinienaufbauten. Der bekannte deutsche Aerodynamiker schuf damit ein Meisterwerk der Strömungsoptimierung: Erstmals war es mit dem Maybach-Versuchsfahrzeug gelungen, einen störungsfreien Strömungsverlauf über die gesamte Karosserie bis zum Ende des Hecks zu erzeugen. Dieser charakteristische Luftfluss konnte in der Fahrt anhand von angebrachten Wollfäden am Fahrzeug sichtbar gemacht werden. 3

Den Maybach SW 38 mit Stromlinien Karosserie von Dörr & Schreck für Fulda hat der Baron Reinhard von Koenig - Fachsenfed 1938-1939 konstruiert. Am 27. Juli 1939 startete das Auto zur ersten Fahrt. 4

Angeblich soll es den Krieg in einem Schuppen überlebt haben, und von einem betrunkenen Soldaten danach zu Schrott gefahren worden sein. Auf jeden Fall ging es in den Kriegswirren verloren. Ab Mitte der 1930er-Jahre baute man Sportwagen und Cabriolets für die Adlerwerke des Typ Adler 2 in Kleinserie. Die meisten Exemplare des Adler 2 Liter wurden exportiert. Nach dem zweiten Weltkrieg baute Matthias Schreck ohne den inzwischen verstorbenen Dörr den Betrieb nochmals neu auf und führte bis in die 1960er-Jahre noch Karosseriereparaturen aus. Der SW 38 diente der Firma FULDA dann 2006 als Vorlage dazu, den über 700 PS starken Exelero zu bauen. Quellen: http://www.das-projekt.com/de/das_historische_vorbild_4.html http://70724.homepagemodules.de/t241f48-doerr-amp-schreck-ca.html http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.das-projekt.com/de/images/demo_maybachalt.jpg&imgrefurl=http://www.dasprojekt.com/de/das_historische_vorbild_1.html&usg= Q0k-gOFzx6zTZBg4OadM3zYpmk=&h=175&w=280&sz=14&hl=de&start=4&um=1&tbnid=OWTP8mydxDJfOM:&tbnh=71&tbnw=114&prev=/images%3Fq%3Dd%25C3%2 5B6rr%2B%2526%2BSchreck%2Bfrankfurt%26hl%3Dde%26sa%3DN%26um%3D1 http://www.auto-bike24.com/cms/modules/wordbook/entry.php?entryid=669 5