10 Dach und Dachebenen

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Transkript:

10 und ebenen Inhalt 1 Allgemeines... 2 2 formen... 3 3 Vorgehensweise... 5 4 Allgemein: Modul: modellierung / Werkzeug: ebene... 6 5 So definieren Sie ebenen... 7 6 Pult- und Satteldach... 7 6.1 Neigung... 7 6.1 Steigung... 7 7 Pult- und Satteldach durch zwei Punkte... 7 8 Tonnendach... 8 9 Mansarddach... 8 10 Versetztes Pultdach... 10 11 Werkzeug Gaube Modul modellierung... 15 11.1 So erstellen Sie Ebenen für eine Gaube... 15 11.2 Weiteres zur Gaube... 16 11.3 Gaubenformen... 17 12 Mehrere ebenenkörper... 18 13 Zusammenfassung Grundlagen:... 18 14 Konstruktion von deckungen... 20 14.1 neigungen allgemein... 20 14.2 Regeldachneigung... 20 14.2 deckung... 21 15 Wand im :... 22 16 Splitten und senken... 22 17 Versetztes Pultdach... 23 17.1 Allgemeines... 24 Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 1

1 Allgemeines Das dient primär dem Schutz des Gebäudes und dessen Bewohner vor Witterungseinflüssen. Es wirken Sonneneinstrahlung, Wind, Regen, Schnee usw. auf das Gebäude ein. Je nach Standort richtet sich dann die gestaltung. In Regenreichen gebieten wird das eher steil ausgeführt, damit das Wasser schnell abfließen kann. In Schneereichen Gebieten hat sich eine eher flachere form durchgesetzt. Das ist auch ein wichtiges Gestaltungselement des Gebäudes. Je nach Standort wird das der vorhandenen Situation angepasst. Ob das Gebäude nun ein Einzelgebäude ist oder in einer Baulücke errichtet wird wirkt sich auf die Gestaltung genauso aus wie die Wünsche das Bauherren und regionale Gegebenheiten. Beim Entwurf sollte die form vom Anfang an in der Planung mit berücksichtigt werden. Besonderheiten bei Flachdächern, eindeckung usw. sollten von Anfang an bei der Planung eine Rolle spielen. Ein geschoss wird in der Regel in Allplan zuerst in der Bauwerksstruktur als normales Geschoss erfasst. Wenn die ersten Wände und oder gleich der ganze Grundriss des geschosses gezeichnet ist werden die ebenen erzeugt. An den ebenen orientiert sich dann der ganze folgende aufbau. Die Wände selbst passen sich mit der richtigen Einstellung im Höhenbezug an die ebenen an. Die haut orientiert sich an den ebenen und der stuhl wird dann an die ebenen und an die haut angelehnt. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 2

2 formen In der Historie haben sich die unterschiedlichsten formen entwickelt: Pultdach Richpultdach Satteldach Walmdach Sheddach Krüppelwalm Fusswalmdach Mansardgiebeldach Mansarddach Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 3

Mansarddach mit Schopf Masarddach mit Fußwalm Satteldach mit Zwerggiebel Schleppdach Tonnendach Kreuzdach Rhombendach Zeltdach / Pyramidendach Zwiebeldach Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 4

3 Vorgehensweise 1. Ermitteln Sie das Maß für die Traufhöhe im Schnitt (Definition: Schnittpunkt Wand mit haut) 2. Definition: OK ebene = OK Sparren = OK Wand (Oder OK ebene = OK haut) 3. Ergänzen Sie im Teilbild Grundriss geschoss (TB 600) eine ebene 4. Einstellungen: Definieren Sie die ebene über die Traufhöhe und über die neigung 5. Definieren Sie die Größe der ebene im Grundriss (Außenkante Außenwand), rechteckiger Grundrisse, die Rücksprünge überzeichnen 6. Definieren Sie: Schräge an Kante = dort, wo die rinne hängt (Traufkante) 7. Architektureigenschaften modifizieren Höhe: Stellen Sie nun die Wände so ein, dass OK Wand über die obere Ebene der ebene definiert wird, dadurch entsteht die Giebelform 8. Stellen Sie die Innenwände so ein, dass zusätzlich maximale Bauteilhöhe = 2,5 m, d.h. Wände folgen der ebene solange, bis sie eine Höhe von 2,5 m erreicht haben. 9. Kopieren Sie die ebene (am besten am First anklicken) auf das Teilbild 601 (haut) 10. Öffnen Sie das Teilbild 601 und zeichnen Sie über die ebene eine haut ( 2 Ebenen, jeweils ca. 5 cm, außen rot, innen weiß), geben Sie hierbei den überstand mit an. 11. Setzen Sie ggf. neue fläche für Gauben ein mit eigenen überständen Die Lage der Traufe kommt entweder aus dem Bebauungsplan oder die Traufe ergibt aus der Konstruktion der Traufe. Zum Ermitteln der Traufhöhe abhängig von der konstruktion zeichnen Sie sich eine Skizze. Die Traufhöhe für den Ebenenkörper wird meist bei der Oberkante Sparren definiert, wie hier in der Skizze. Alternativ kann auch die Oberkante haut als Traufhöhe für den Ebenenkörper definiert werden. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 5

4 Allgemein: Modul: modellierung / Werkzeug: ebene Zuerst erzeugen Sie die Ebenen. Dabei wird nicht nur die obere geneigte ebene erstellt, auch die untere Ebene kann in ihrer Höhe verändert werden. Dann binden Sie die Konstruktionselemente an die Ebenen an. Elemente, wie Decken, Wände, Sparren, passen sich bei entsprechender Höhendefinition automatisch an. Um die vielen Vorteile des Moduls nutzen zu können, sollten Sie sich kein fertiges mehr vorstellen, sondern sich die schrittweise Erstellung von der Ebene bis hin zu den verschiedenen Schichten des aufbaus vor Augen führen! ebenen werden also immer auf die gleiche Weise konstruiert: Erst wählen Sie die Funktion ebene (oder Gaube), dann geben Sie den Umriss des s an; in einem Dialogfeld bestimmen Sie die Form und schließlich übertragen Sie die eingestellte geometrie auf den ebenenkörper. Alle profile aus diesem Modul lassen sich beliebig kombinieren, Sie müssen dazu keinen neuen ebenenkörper erzeugen. Es genügt, wenn Sie eine andere form anwählen, bevor Sie an den Traufkanten weitere schrägen anbringen. Mit dieser Funktion erzeugen Sie ebenen für Sattel-, Pult-, Mansard- und Tonnendächer. Sie können die profile auch beliebig kombinieren. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 6

5 So definieren Sie ebenen 1. Klicken Sie auf ebene. 2. Geben Sie den Umriss des ebenenkörpers mit Hilfe der mit Hilfe der allgemeinen Polygonzugeingabe ein. 3. Stellen Sie die allgemeinen Höhenparameter für die ebene ein. 4. Wählen Sie das profil aus, und geben Sie die entsprechenden Parameter ein. 5. Dann tragen sie die schrägen an die Außenkanten bzw. Traufkanten des ebenenkörpers an. Beim Satteldach klicken Sie dazu die Seiten des ebenenkörpers an, an welchen die Traufen liegen bzw. die rinnen angebracht werden. Die schrägen verschneiden sich dann zum fertigen Satteldach. 6 Pult- und Satteldach Das Satteldach entsteht durch antragen der Schrägen an die parallel gegenüberliegen Traufkanten. Die Werte für die Neigung, Traufhöhe, Unterkante usw. werden angegeben. Dann wird im Grundriss die Form des ebenenkörpers, z. B. ein Rechteck umfahren. Dann werden die Traufkanten angeklickt (wo die rinnen angebracht werden) und aus den Schrägen, welche an die Kanten angetragen wurden verscheidet sich dann das Satteldach mit dem First. 6.1 Neigung Hier geben Sie die Neigung der ebene in Grad ein. Der Wert Steigung Steigungsverhältnis in Prozent passt sich automatisch an. 6.1 Steigung Hier geben Sie das Steigungsverhältnis der ebene in Prozent ein. Der Wert Neigung Neigung in Grad passt sich automatisch an. Tipp: Wenn Sie die neigung nur an eine Seite des ebenenkörpers antragen, erzeugen Sie ein Pultdach. 7 Pult- und Satteldach durch zwei Punkte 1. Durch-Punkt, 2. Durch-Punkt Definieren Sie die Ebenenneigung für Pult- und Satteldach, indem Sie nacheinander auf zwei Punkte innerhalb oder außerhalb des ebenenkörpers klicken und jeweils in der Dialogzeile die Höhe eingeben. Tipp: Wenn Sie die neigung nur an eine Seite des ebenenkörpers antragen, erzeugen Sie ein Pultdach. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 7

8 Tonnendach Definieren Sie das Tonnendach durch Angabe von zwei Parametern, je Einer aus den beiden folgenden Gruppen: Die absolute Firsthöhe, die relative Firsthöhe, die Stichhöhe oder den Anfangswinkel die Differenz der Traufhöhen oder den Kippwinkel 1. Max. Höhe Höhe zwischen erster Traufkante und höchstem Punkt des Tonnenprofils 2. Firsthöhe höchster Punkt des Tonnenprofils als Höhenkote 3. Stichhöhe Stichhöhe des Tonnenprofils 4. Traufhöhen Differenz Höhendifferenz zwischen erster und zweiter Traufkante 5. Kippwinkel Kippwinkel der Tonne 6. Anfangswinkel Anfangswinkel des ersten Segments; dieser ist abhängig von der aus denen das Tonnendach sich zusammensetzt Anzahl der Segmente Hier kann die Segmentierung des Tonnenprofils eingegeben werden 9 Mansarddach A Schenkel, für den die aktuellen Einstellungen gelten (rot markiert) B weitere Schenkel Mit den folgenden Funktionen können Sie die Darstellung der Vorschaugrafik beeinflussen: Grafik verkleinern Ganze Grafik einblenden Punkt einfügen Mit dieser Funktion können Sie das aktuelle Segment teilen Punkt löschen Mit dieser Funktion können Sie zwei Schenkel zusammenfügen. Klicken Sie den Profilpunkt an, welcher gelöscht werden soll. Geometriewerte A Traufe 1 Höhe absolut 2 Höhe über Traufhöhe 3 Höhe über Vorgänger-Stützpunkt 4 Segmentlänge 5 Neigung 6 Abstand zum Vorgänger-Stützpunkt 7 Abstand zur Trauflinie Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 8

5 Klicken Sie nun auf die Traufkante(n) des ebenenkörpers, welche das eingestellte profil erhalten sollen. 6 Sie können die profile beliebig kombinieren oder ändern, solange die Funktion aktiv ist. Wenn Sie z.b. die Traufhöhe oder das profil an einer Traufseite ändern möchten, dann wiederholen Sie die Schritte 3 und 4, bevor Sie auf die entsprechende Traufseite klicken. Hinweis: Klicken Sie auf Durch Punkt, wenn Sie die Höhe eines beliebigen Punkts bestimmen wollen (z.b. in Verbindung mit der Höhenlinie). Nach der Anwahl von Durch Punkt hat der Parameter Traufhöhe keinen Einfluss mehr auf das aktuelle profil bzw. die aktuelle neigung. 7 Wenn alle profile erstellt sind, dann beenden Sie die Funktion mit ESC. Der ebenenkörper wird neu berechnet, und alle Architekturelemente, deren Höhen ebenenbezogen definiert wurden, passen sich an. S.a. Beispiel: Erzeugung eines zusätzlichen ebenenkörpers. A Eingegebenes Grundriss-Polygon (nur im Grundriss dargestellt). B Neuer ebenenkörper (verschmilzt mit dem bereits vorhandenen ) C Traufkanten, an die profile angebracht werden können, werden durchgezogen dargestellt Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 9

10 Versetztes Pultdach Um ein versetztes Pultdach zu konstruieren wird das in Allplan in zwei Hälften konstruiert. Zuerst wir die erste Hälfte konstruiert und dann am Grundriss des geschosses platziert bzw. hineingeschoben falls das erste nebenan konstruiert wurde. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 10

Dann wird die andere (niedrigere) Hälfte des versetzten Pultdaches außerhalb konstruiert, damit unerwünschte Verschmelzungen der körper am Anfang vermieden werden. Ist die zweite hälfte des versetzten Pultdaches korrekt erzeugt wird Diese in den Grundris bündig neben die erste hälfte geschoben. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 11

Dann wird auf dem höheren segment eine haut mit dem eingabetyp Drei erzeugt und auf dem niedrigeren segment eine haut mit dem Eingabetyp Zwei. So kann das obere Segment des Versetzten Pultdaches über das untere Segment drüberstehen. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 12

Im oberen Streifen wird die Wand mit Anbindung an die ebene und genügend Abstand zu unteren Ebene konstruiert. Der Höhenbezug ist dazu entsprechend einzustellen. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 13

In die obere Wand zwischen den Pultdachsegmenten können dann mit entsprechender Höheneinstellung, mit richtigem Abstan zur unteren Ebene, noch Oberlichter integriert werden. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 14

11 Werkzeug Gaube Modul modellierung Mit dieser Funktion erzeugen Sie Gauben-Ebenen in einem ebenenprofil. Gaubenebenen werden analog zu ebene eingegeben; als profile können Sattel-, Pult- (bzw. Schlepp- ), Mansard- und Tonnenprofile verwendet werden. Die Gaube kann als in einem verstanden werden. Mit dem Gaubenwerkzeug kann auch eine Wiederkehr / Zwerggiebel erstellt werden. 11.1 So erstellen Sie Ebenen für eine Gaube 1. Klicken Sie auf Gaube 2. Klicken in den ebenenkörper, in den die Gaube eingesetzt werden soll. 3. Geben Sie den Umriss der Gaube mit Hilfe der allgemeinen Polygonzugeingabe ein. Hinweis: Wenn eine Gaube mit haut gedeckt werden und einen überstand erhalten soll, dann muss der Gaubenkörper vollständig innerhalb des Hauptdach-Körpers liegen. 4. Stellen Sie die allgemeinen Höhenparameter für die Gaube ein. 5. Wählen Sie das profil für die Gaube aus, und geben Sie die entsprechenden Parameter ein. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 15

Pult- und Satteldach Pult- und Satteldach durch zwei Punkte Tonnendach Mansarddach 6. Klicken Sie nun auf die Traufseite(n) des Gaubenebenenkörpers, welche das eingestellte profil erhalten sollen. 7. Sie können die profile der Gaube beliebig kombinieren oder ändern, solange die Funktion aktiv ist. Wenn Sie z.b. die Traufhöhe oder das profil an einer Traufseite ändern möchten, dann wiederholen Sie die Schritte 4 und 5, bevor Sie auf die entsprechende Traufseite klicken. Hinweis: Klicken Sie auf Durch Punkt, wenn Sie die Höhe eines beliebigen Punkts bestimmen wollen (z.b. in Verbindung mit der Höhenlinie). Nach der Anwahl von Durch Punkt hat der Parameter Traufhöhe keinen Einfluss mehr auf das aktuelle Gaubenprofil bzw. die aktuelle Gaubendachneigung. 8. Wenn alle profile erstellt sind, dann beenden Sie die Funktion mit ESC. Der ebenenkörper wird neu berechnet, und alle Architekturelemente, deren Höhen ebenenbezogen definiert wurden, passen sich an. 11.2 Weiteres zur Gaube Gauben dienen zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum sowie zur Belichtung von Räumen im. Örtliche Satzungen zur gestaltung sollten dabei beachtet werden. Zum Beispiel: - Gaubenbreite max. 1/3 der breite - Der First der Gaube soll 50 cm tiefer liege als der First des Hauptdaches - Die Fenstergröße in der Gaube soll max. 1 m² betragen - Zwei Plattenreihen Vorlage Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 16

11.3 Gaubenformen Satteldachgaube Walmdachgaube Schleppgaube Fledermausgaube (bei deckung mit Biberschwanz, Schindeln, Schiefer usw.) Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 17

12 Mehrere ebenenkörper Es können auch zwei getrennte ebenenkörper erzeugt werden, welche dann später zusammenkopiert werden können. Vorher: Nachher: 13 Zusammenfassung Grundlagen: Bauteilhöhen, Schematischer Überblick Hier finden Sie eine Übersicht über das Verhalten von Architekturelementen (z.b. Öffnungen) bei unterschiedlicher Höhendefinition bzw. Ebenenanbindung von Ober- und Unterkante. Hinweis: Der Abstand zu den geneigten Ebenen wurde in den Beispielen mit Abstand (senkrecht) eingegeben. Alternativ dazu können Sie mit Abstand (lotrecht) den Abstand auch lotrecht zur Neigung eingeben. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 18

Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 19

14 Konstruktion von deckungen 14.1 neigungen allgemein Historisch gesehen ergeben sich neigungen in regenreichen Regionen mit Ortsüblichen Deckungsmaterialien ungefähr bei 25 bis 60. Als Materialien kommen unter anderem Biberschwanz, Pfannen, Schindeln, Reet und Schiefer zum Einsatz. In schneereichen Regionen mit neigungen von ca. 15 bis 25 kommen eher Legschindeln, Pfann oder gar Steinplatten zum Einsatz. Faktoren zu Wahl der neigung definieren sich neben gestalterischen Gründen auch folgendermaßen: - Klima (Niederschlag, Sonne, Wind ) - Regionale Lage (Exponierte Lage, Standort, verfügbares Material) - Bautechnisches (Kenntnisse der Planer und Ausführenden, Geräte, Bauphysikalisches ) - Nutzung (Bauform, Städtebauliches Umfeld, Denkmalschutz ) Bei der Planung der Dächer sind die unterschiedlichen Anforderungen an Gestaltung, Nutzung und bautechnischen Anforderungen aufeinander abzustimmen. Auch auf gewachsene Strukturen sollte dabei Rücksicht genommen werden. Bei flacheren Dächern (z.b. DN ca. 22 und weniger) ist die Regensicherung immer aufwendiger herzustellen als bei steileren Dächern (DN ca. 30 oder mehr). Auch die Wirkung des Windsoges ist bei flacheren Dächern kritischer zu betrachten als bei steilen Dächern Je nach Planung kann bei flacher geneigten Dächern der umbaute Raum effizienter genutzt werden als bei steilen Dächern (Abseiten, Spitzboden ). Bei steilen Dächern können zur Wohnraumvergrößerung Gauben nötig werden. Der Nutzen des es muß zum Aufwand im Verhältnis liegen. Die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Baukörper, Grundriss, Schnitt und form sollten berücksichtigt werden. 14.2 Regeldachneigung Die Regeldachneigung hängt von der verwendeten Bauweise und dem Deckungsmaterial ab. Die Regeldachneigung ist die unterste neigungsgrenze, bei der sich eine deckung als regensicher erwiesen hat. Die neigung sollte daher immer steiler sein als die Regeldachneigung. Bei einer Flachdachpfanne beträgt die Mindestdachneigung 22 Bei flacheren Dächern ist das Unterdach wasserdicht bzw. regendicht auszuführen: - beim wasserdichten (DN < 12 ) wird die Dichtungsbahn über die Konterlattung verlegt und verschweißt oder verklebt - beim regendichten (DN ca. 22 bis > 12 ) kann die Dichtungsbahn unter die Konterlattung verlegt werden und wird verschweißt oder verklebt Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 20

14.2 deckung Je nach neigung können unterschiedliche deckungen zum Einsatz kommen: - Flachdachpfanne Mindestdachneigung 20 DN - Falzziegel 30 DN - Mönch und Nonne 30 DN - Biberschwanz 30 DN Die Hinweise der Hersteller sind zu beachten! Wichtige Maße bei der eindeckung: Deckbreite: i. M. 294 mm (mittleres Maß) Decklänge i. M. 396 mm (z.b. Magnum Creaton) Daraus ergibt sich ein Ziegelbedarf von ca. 8,5 Stück pro m². Bei einem Stückgewicht von ca. 4,9 kg ist die Flächenlast der deckung bei der Statik mit zu berücksichtigen. Eine deckung in Biberschwanz bringt es sogar auf eine Last von ca. 65 85 kg/m². Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 21

15 Wand im : Für die Wand im gelten in der Regel die Höheneinstellungen beim Höhenbezug wie in der folgenden Abbildung eingestellt: Speziellere Einstellungen wie Abstände zur Ebene werden in der Mitte des Menüs und übe die Abstände getroffen. Die schräge Anbindung an die Ebene oder die Anbindung wie ein Kniestock oder ein Schornstein an die Ebene wird bei den mittleren Funktionen gewählt. Dort kann man auch die Bauteilhöhe auf einen Maximalen Wert begrenzen, wie es bei Innenwänden im geschoss oft benötigt wird. Bei Gauben wird oft die Anbindung an eine Bauteiloberkante benötigt. 16 Splitten und senken Falls im Haus ein Split-Level geplant ist kann man das so planen, daß ein Teilbereich abgesenkt wird. Dafür wird das Werkzeug Splitten und senken in den ebenen verwendet. Wählen Sie dann den körper aus. Dann geben Sie in der Dialogzeile die neue Fußbodenhöhe Roh an und dann umfahren Sie den abzusenkenden Bereich. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 22

17 Versetztes Pultdach Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 23

17.1 Allgemeines Um ein versetztes Pultdach zu konstruieren wird das in Allplan in zwei Hälften konstruiert. Zuerst wir die erste Hälfte konstruiert und dann am Grundriss des geschosses platziert bzw. hineingeschoben falls das erste nebenan konstruiert wurde. Dann wird die andere (niedrigere) Hälfte des versetzten Pultdaches außerhalb konstruiert, damit unerwünschte verschmelzungen der körper am Anfang vermieden werden. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 24

Ist die zweite hälfte des versetzten Pultdaches korrekt erzeugt wird Diese in den Grundris bündig neben die erste hälfte geschoben. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 25

Dann wird auf dem höheren segment eine haut mit dem eingabetyp Drei erzeugt und auf dem niedrigeren segment eine haut mit dem Eingabetyp Zwei. So kann das obere Segment des Versetzten Pultdaches über das untere Segment drüberstehen. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 26

Im oberen Streifen wird die Wand mit Anbindung an die ebene und genügend Abstand zu unteren Ebene konstruiert. Der Höhenbezug ist dazu entsprechend einzustellen. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 27

In die obere Wand zwischen den Pultdachsegmenten können dann mit entsprechender Höheneinstellung, mit richtigem Abstan zur unteren Ebene, noch Oberlichter integriert werden. Dozent: Jörg Geier - Dipl. Ing Bau (TU) - HWK-Schwaben 2017 28