Präsentation der Institutsambulanz 2016
Eröffnung der Ambulanz September 2001 Steinhövelstr. 5
Eröffnung der Stationen Oktober 2001 Krankenhausweg 5
Einweihung des Forschungshauses April 2003 Heidenheimerstr. 87
Umzug der Institutsambulanz Mai 2003 Heidenheimerstr. 65
Umzug der Institutsambulanz Oktober 2008 Krankenhausweg 3
Für wen sind wir da? Typische Vorstellungsanlässe sind: Verhaltensauffälligkeiten Probleme in der kindlichen Entwicklung Psychische Belastungen oder Krisen Schulprobleme Soziale Eingliederungsschwierigkeiten
Aufgaben der Institutsambulanz Sozialgesetzbuch V 118 (1): die psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die nach Art, Schwere und Dauer ihrer Erkrankung oder wegen Unerreichbarkeit geeigneter Fachärzte auf die Behandlung in einer Klinikambulanz angewiesen sind.
Aufgaben der Institutsambulanz Ziele des Gesetzgebers sind: die Verbesserung des ambulanten Behandlungsnetzes und die Vermeidung und/oder Verkürzung stationärer Krankenbehandlungen.
Wie ist der Zugang geregelt? keine regionale Zugangsbeschränkung in der Regel Überweisung durch den Hausarzt/Kinderarzt direkte Anmeldung durch Eltern/Sorgeberechtigte oder Jugendliche ist möglich Notfallversorgung über den Bereitschaftsdienst der Klinik
Der Weg von Familie Munter durch unsere Ambulanz Ein Fallbeispiel
Telefonische Anmeldung Die telefonische Anmeldung erfolgt bei Frau Kling, Frau Helmer oder Frau Zugmaier Der Termin für ein Erstgespräch wird Familie Munter dann zugeschickt
Anmeldung im Sekretariat Familie Munter meldet sich im Sekretariat
Erstvorstellung Familie Munter nimmt im Wartezimmer Platz
Befragung am Computer Die Eltern füllen am Computer die Child Behavior Checklist (CBCL) aus. Direkt im Anschluss wird das Auswertungsprofil vom Sekretariat ausgedruckt
Auswertungsprofil T-Wert 100 95 90 85 80 75 70 65 60 55 50 1 2 3 4 5 6 7 8 Sozialer Rückzug Körperliche Beschw erden Ängstlich Depressiv Soziale Probleme Schizoid Zw anghaft Auf merksamkeitsprobleme Dissoziales Verhalten Aggressives Verhalten
Erstvorstellung Einzel und Familiengespräch
Wie geht s nach dem Erstgespräch weiter? Erstgespräch Multiprofessioneller Austausch in der Ambulanzvisite Vorläufige klinische Einschätzung im Sinne einer Arbeitshypothese gemäss ICD 10 und MAS I VI. Diagnostik
Visite Besprechung der Fälle
Wie geht s nach dem Erstgespräch weiter? Multiaxiale Diagnostik (MAS I VI) / ICD 10 Achse I: Kinderpsychiatrische Störung Achse II: Umschriebene Entwicklungsstörung Achse III: Intelligenzniveau Achse IV: Körperlicher Befund Achse V: Abnorme psychosoziale Umstände Achse VI: Psychosoziales Funktionsniveau
im Fall unseres Patienten Diagnosen nach MAS I VI u. ICD 10: Achse I: V.a. Einfache Aufmerksamkeitsstörung F90.0 Achse II: V.a. Lese u. Rechtschreibstörung F81.0 Achse III: Im klinischen Eindruck durchschnittliche Intelligenz Achse IV: Anamnestisch Asthma Bronchiale Achse V: Psychische Störung der Mutter ( Depression) Achse VI: V.a. mässige soziale Beeinträchtigung
So geht s weiter. Routinediagnostik Psychologische Testuntersuchung PSU Körperliche Untersuchung KU Fremdanamnese Leistungsdiagnostik Persönlichkeitsdiagnostik evtl. EEG evtl. EKG evtl. Labor Lehrerurteil Vorbefunde Wiedervorstellung
Körperliche Untersuchung Beim Assistenzarzt oder der Assistenzärztin
Weiter geht s zum EEG
Testpsychologische Untersuchung
Sozialarbeit der Institutsambulanz
Vernetzung psychosozialer Hilfen Schulen Pflegefamilien Kinderkliniken Sozialamt Heilpäd. Einrichtungen Internate Eltern Jugendamt Ambulante Therapeuten Kindergärten Polizei Heime Gerichte Krankenkassen Versicherungsträger Tagesgruppen Kinderärzte Beratungsstellen Rehaeinrichtungen
Abschlussgespräch Erläuterung der Ergebnisse Besprechung des weiteren Vorgehens
Interventionsangebote der Institutsambulanz Verlaufskontrolle Koordination von versch. Hilfen Ärztliche Stellungnahmen Beratung v. Einrichtungen Nachstationäre Behandlung Medikamentöse Beratung und Behandlung z.b. Schulen, Kita s Einleitung stationärer Behandlung Empfehlung von Hilfen zur Erziehung Gruppentherapie Psychosoziale Beratung Elterntraining Einzeltherapie
Leitung der Institutsambulanz Dr. M. Allroggen Weitere Mitarbeiter/innen: Oberarzt/innen Diplom-Psychologe/innen Assistenzarzt/innen Sozialarbeiterin Erzieherin EEG/EKG-Assistentin Klinikschullehrerin Sekretärinnen
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm Steinhövelstraße 5 89075 Ulm www.uniklinik-ulm.de/kjpp Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Jörg M. Fegert