Bürgerbefragung 2008

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Jahresbericht

Transkript:

Öffentliche Sitzung - Beirat am 24.6.2008 Bürgerbefragung 2008 Das Sicherheitsgefühl, Sicherheitsprobleme und die polizeiliche Sicherheitsleistung werden transparent!

Der Bürger wünscht den Dialog mit seiner Polizei! Für das gesamte Stadtgebiet liegen Ergebnisse einer Erst- (1999-2001), Zweit- (2002-2005) und aktuellen Befragung vor, somit lassen sich Veränderungen messen. Aussagen für die Polizeireviere in Bremen Dieses Jahr Vorgabe von 39 Wohnquartieren (bspw. Unterteilung des Polizeireviers Kattenturm in Kattenturm, Arsten, Habenhausen, Kattenesch) Der Rücklauf in der betrug n=286 Detailaussagen für die einzelnen Ortsteile (Neue usw.) sind nicht möglich. Die Ortsteile der sind nicht homogen: Neue Nord: Platz 9 im Sozialindikatorenatlas (von 79 Ortsteilen) / Gartenstadt : Platz 52 21.000 Bremer Bürgerinnen und Bürger ab 15 Jahre erhielten einen Fragebogen per Post zugesandt. Die Auswahl erfolgte mittels einer Zufallsstichprobe. Von diesen schickten 7.400 den Fragebogen zurück, wovon letztendlich 7.258 auswertbar gewesen sind. Dies entspricht einem Rücklauf von 36,5% - ein Wert, der positiv zu bewerten ist. In Bremen sind 547.934 gemeldet. Da an der Befragung nur gemeldete Einwohner ab 15 Jahre teilnehmen durften, reduzierte sich die Grundgesamtheit N auf 467.096. Der vorhandene Datensatz aus den Umfragen umfasst 21.018 (Ersterhebung: 7.108, Zweiterhebung: 6.662 und aus 2008: 7.258). Problem: Bürgerbefragungen Wir erreichen leider nicht alle Bremer Bürgerinnen und Bürger! - Die Teilnahme von Personen ausländischer Herkunft ist leider nicht repräsentativ. Bedauernswert ist diese niedrige Teilnahme, da der Ausländeranteil in Bremen zum einen zurzeit etwa 13,2% beträgt. Zählt man jedoch die Bevölkerung mit einem anderen ethnischen Hintergrund - sog. Migranten - hinzu, so beträgt der Gesamtanteil etwa 27%. Dies sind 145.883 Einwohner. Gravierende Verschiebungen sind u.a. in den Bereichen Neue, Tenever, Kattenturm und Grohn zu beobachten. Die Bremer Polizei wurde aus diesem Grunde von mir beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, wie die Aussagekraft der Bürgerbefragung für Bremer Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund erhöht werden kann.

Frage 1: Wie gerne wohnen Sie in Ihrem Stadtteil? hier: Bremen gesamt 2001 2005 2008 Sehr gerne 41,8* 45,0 45,8 gerne 46,3 42,9 42,8 nicht so gerne 6,6 6,3 5,9 am liebsten in 3,8 4,1 3,7 einen anderen Stadtteil umziehen am liebsten in 1,6 1,7 1,9 eine andere Stadt umziehen *Angaben in Prozent

Frage 1: Wie gerne wohnen Sie in Ihrem Stadtteil? hier: sehr gerne 80 70 60 50 40 30 20 10 0 2001 2008 32,5% Schwachhausen Gröpelingen Huchting.insgesamt wohnen 81,3% gerne und sehr gerne in der! (48,8% gerne / 32,5% sehr gerne)

Frage 1: Wie gerne wohnen Sie in Ihrem Stadtteil? sehr gerne / gerne in % 100 90 81,3% 80 70 60 50 40 30 20 10 0 Schwachhausen 2001 Schwachhausen 2005 Schwachhausen 2008 Walle 2001 Walle 2005 Walle 2008 2001 2005 2008 Huchting 2001 Huchting 2005 Huchting 2008 Blumenthal Blumenthal Blumenthal

Veränderung der Wohn- u. Lebensqualität eher verbessert nicht verändert eher verschlechtert Polizeirevier Innenstadt 16,3% 39,9% 27,9% Walle 16,1% 33,1% 43,3% Findorff 14,9% 48,9% 26,2% Steintor 15,6% 49,1% 24,3% Gröpelingen 10,8% 26,8% 55,8% Oslebshausen 33,3% 15,6% 37,5% Hemelingen 8,7% 39,7% 41,6% Osterholz 11,5% 42,8% 39,5% Schwachhausen 11,6% 59,6% 18,2% Horn 8,9% 48,7% 30,7% 10,4% 36,1% 43,6% Huchting 2,4% 25,5% 69,2% Kattenturm 9,5% 37,7% 47,4% Woltmershausen 12,8% 37,8% 42,8% Neustadt 15,4% 34,4% 38,6% Lesum 7,7% 49,5% 36,6% Vegesack 8,7% 41,8% 43,3% Blumenthal 8,1% 35,5% 50,7% Gesamt 11,2% 41,4% 38,7%

Frage 3: Veränderte Wohn- und Lebensqualität durch. PI Mitte_West 2005 PI Mitte_West 2008 Infrastrukturprobleme 157 (17,7%) Migrantenprobleme 134 (13,8%) Migrantenprobleme 147 (16,6%) Infrastrukturprobleme 106 (10,9%) Verkehrsprobleme 105 (11,1%) Verwahrlosungstendenzen 104 (10,7%) Gesamt n = 886 (100%) Gesamt n = 971 (100%) PI Ost 2005 PI Ost 2008 Verkehrsprobleme 172 (20,2%) Verkehrsprobleme 277 (21,3%) Migrantenprobleme 125 (14,7%) Migrantenprobleme 183 (14,3%) Infrastrukturprobleme 106 (12,4%) Infrastrukturprobleme 155 (11,9%) Gesamt n = 852 (100%) 852 Gesamt n = 1298 (100%) PI Süd 2005 PI Süd 2008 Migrantenprobleme 177 (23,6%) Migrantenprobleme 182 (17,4%) Verkehrsprobleme 122 (16,3%) Kriminalitätserscheinungen 146 (14,0%) Infrastrukturprobleme 63 (8,4%) Verkehrsprobleme 144 (13,8%) Gesamt n = 749 (100%) Gesamt n = 1043 (100%) PI Nord 2005 PI Nord 2008 Migrantenprobleme 148 (22,8%) Migrantenprobleme 127 (17,7%) Infrastrukturprobleme 106 (16,3%) Infrastrukturprobleme 111 (15,4%) Kriminalitätserscheinungen 97 (14,9%) Verkehrsprobleme 89 (12,4%) Gesamt n = 649 (100%) Gesamt n = 719 (100%)

Frage 3: Welche Veränderungen beeinflussten die Wohn- und Lebensqualität in Ihrem Stadtteil? Angaben in (gültigen)% ( Spalte 100%, fehlende %: Sonstiges) Nennungen unter n=10 nicht berücksichtigt Bremen 2005 2005 (n=249) Bremen 2008 2008 (n=286) Migranten 597 (19,0%) 44 (33,3%) 627 (15,5%) 49 (32,2%) Verkehrsprobleme 477 (15,2%) 606 (15,0%) Infrastrukturprobleme 433 (13,8%) 449 (11,1%) Kriminalitäts- 247 (7,9%) 10 (7,6%) 419 (10,4%) 15 (9,9%) erscheinungen Verwahrlosungs- 206 (6,6%) 313 (7,8%) 16 (10,5%) tendenzen Soziale und 307 (9,8%) 361 (8,9%) 19 (12,5%) Jugendprobleme Veränderungen 60 (1,9%) 107 (2,6%) bei der Polizei Positive Entwicklungen 632 (20%) 42 (31,8%) 609 (15,3%) 17 (11,2%)

Dringendste Probleme im Stadtteil PI Ost 2005 PI Ost 2008 Verkehrsprobleme 381 (33,5%) Verkehrsprobleme 354 (24,8%) Infrastrukturprobleme 171 (15,0%) Infrastrukturprobleme 158 (11,1%) Verwahrlosungstendenze n 129 (11,3%) Migrantenprobleme 130 (9,1%) Gesamt n = 1139 (100%) Gesamt n = 1426 (100%)

Frage 5: Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrer Wohngegend? BREMEN 2001 2005 2008 Sehr sicher 785 807 825 (11) (12,2) (11,6) Eher sicher 4450 (62,5) 4138 (62,8) 4454 (62,4) Eher unsicher 1734 (24,3) 1505 (22,8) 1683 (23,6) Sehr unsicher 155 140 174 (2,2) (2,1) (2,4) Gesamt 7124 (100) 6590 (100) 7136 (100) Werte in Klammern: %

Frage 5: Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrer Wohngegend? sehr sicher / eher sicher Erstbefragung (1999 2001): Bremen-Stadt sehr sicher/ eher sicher : 73,5% 69%

Frage 8: Gibt es in Ihrem Stadtteil oder sonst in Bremen einen Ort, an dem Sie sich nicht sicher fühlen? Geben Sie diesen Ort so genau wie möglich an! 2008 16 14 12 10 8 6 4 2 0 Bahnhöfe Steintor 'Bremer Westen' Kattenturm Grünanlagen 'Bremer Norden' Tenever Huchting Diskomeile Angaben: (gültige) Prozente

Frage 6: In Ihrem Stadtteil können verschiedene Probleme auftauchen. Inwieweit fühlen Sie sich durch folgende Persongruppen beeinträchtigt? 3 2 1 0 herumlungernde Jugendliche Drogenabhängige Rechtsradikale Linksradikale Bettler undiszipliniert fahrende Autofahrer undiszipliniert fahrende Radfahrer Angaben: Mittelwert (1=kein Problem bis 4=großes Problem)

Unsicherheitsgründe 26,0% 33,3% 38,6% 28,8% 29,1% 21,1% 29,8% 31,5% 28,9% 28,7% 33,1% 39 118 118 75 86 12 39 67 59 60 53 Personengruppen, außer Migranten u. Jugendliche 8,0% 10,7% 7,5% 7,3% 8,8% 7,0% 11,5% 12,2% 12,7% 12,4% 10,6% 12 38 23 19 26 4 15 26 26 26 17 Dunkelheit 20,7% 14,4% 11,8% 20,8% 11,1% 10,5% 10,7% 11,7% 12,3% 11,0% 8,8% 31 51 36 54 33 6 14 25 25 23 14 Jugend- (probleme) 20,0% 16,9% 17,3% 15,8% 19,6% 19,3% 14,5% 17,4% 20,1% 20,6% 20,0% 30 60 53 41 58 11 19 37 41 43 32 Kriminalitätserscheinungen 10,7% 10,2% 8,2% 12,7% 13,2% 24,6% 14,5% 7,5% 9,3% 13,9% 9,4% 16 36 25 33 39 14 19 16 19 29 15 Migranten-/ gruppen 3,3%,6% 1,3% 2,7% 3,7% 3,5% 3,8% 1,4% 3,4% 1,0% 3,1% 5 2 4 7 11 2 5 3 7 2 5 Vandalismus 64 63 62 61 57 55 54 53 52 51 Gründe

Frage 7: In Ihrem Stadtteil können verschiedene Probleme auftauchen. Inwieweit fühlen Sie sich durch folgende Umstände beeinträchtigt? 3 2 1 0 Lärm Hundekot heruntergekommene Gebäude falsch o.behindernd parkende Autos beschädigte Spielplätze oder Telefonzellen Farbschmierereien Schmutz und Müll in Straßen und Grünanlagen Angaben: Mittelwert (1=kein Problem bis 4=großes Problem)

Bürgerwunsch Nr. 1 Mehr polizeiliche Präsenz - Der Polizist soll auf der Straße ansprechbar sein! - Polizeiliche Präsenz und das Standortkonzept

Bürgerwunsch Nr. 1 Mehr polizeiliche Präsenz Frage 13: Wahrnehmung von Polizeistreifen in der Wohngegend heute oder gestern : Befragung 2001/ 2005: rund 19 % Befragung 2008: 30,5 % 24,6% heute oder gestern plus in den letzten vier Wochen : Erstbefragung 2001: 63,2 % Zweitbefragung 2005: 62,9 % Befragung 2008: 72,1 % 68,2 %

Frage 19: Haben Sie schon einmal mit einen KOP Kontakt gehabt? Ihr Bekanntheitsgrad, der sich zur Erstbefragung um etwa 20 % steigern konnte, liegt in allen Stadtteilen bei etwa 60%. 30..aber es gibt Unterschiede in den Stadtteilen! 25 20 15 10 5 0 Innenstadt Walle Findorff Steintor Gröpelingen Oslebshausen Hemelingen Osterholz Schwachhausen Horn Huchting Kattenturm Woltmershausen Neustadt Lesum Vegesack Blumenthal

Frage 20: Welche Leistungen sollte die Polizei zur Verbesserung Ihrer persönlichen Sicherheit anbieten? BREMEN Mehr Präsenz (insbesondere Fußstreife) Aufhebung der Nachtschließung der Reviere, Öffnungszeiten Mehr proaktives Handeln ( KOPs, Prävention) Mehr Kontrollen Gesamt (Angaben in %) 59,7 10,7 6,9 6,4 Offene Frage n= 4387 (100%)

Subjektive und Objektive Sicherheit Frage 12: Sind Sie während der letzten 12 Monate Opfer einer Straftat geworden? Dunkelfeldforschung Zielsetzung der Frage: Angaben zur Opferwerdung und (verändertem) Anzeigeverhalten 36,1% bejahten eine Viktimisierung für das Jahr 2007. Somit liegt nur ein geringer Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Befragungen vor, der insbesondere auf Fahrraddiebstahl und Kfz. Aufbruch zurückzuführen ist : 36,4% Opferquote Es stellt sich die Frage, welche Wechselwirkungen zwischen der subjektiven Sicherheit und den Daten aus der Dunkelfeldforschung sowie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik bestehen?

Subjektive und Objektive Sicherheit Beispiel: PKS - Körperverletzungsdelikte PKS 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000 0 2001 2005 2007 PKS-Zahlen für das Land

Körperverletzungsdelikte kein realer Anstieg gem. Opferbefragung Die Anzeigenquote stieg zwischen 2001 und 2007 von 33% auf 53%. Opfer von Körperverletzung Anzeige Körperverletzung 2,5 2 1,5 1 0,5 0 2001 2005 2007 Bürgerbefragung (Angaben in %)

Körperverletzungsdelikte kein realer Anstieg gem. Opferbefragung Die Anzeigenquote stieg zwischen 2001 und 2007 von 33% auf 53%. Opfer von Körperverletzung Anzeige Körperverletzung PKS 2,5 7000 2 6000 1,5 5000 4000 1 3000 0,5 2000 1000 0 2001 2005 2007 0 2001 2005 2007 Bürgerbefragung (Angaben in %)

Frage 15: Hatten Sie in den vergangenen 12 Monaten Kontakt mit der? In welchem Zusammenhang? 50 45 43,7 43,4 42,9 40 35 30 25 20 15 10 5 0 2001 2005 2008 Art des Kontaktes 1600 1400 1200 1000 800 600 400 200 0 Art des Kontaktes Unfallaufnahme oder VK-Kontrolle Anzeigenerstattung Information oder Auskunft Beratungsgespräch Sonstiger Anlass

Frage 17: Zufriedenheit nach Anzeigenerstattung nur 38% sind vollkommen und sehr zufrieden - aber 40,5% sind zufrieden: Gesamtzufriedenheit: 78,5%

Bürgerbefragung 2008 Die Bürgerbefragungsergebnisse stehen im Internet unter www.polizei.bremen.de als Download zur Verfügung