HIMMLERS KLOSTERSTURM

Ähnliche Dokumente
Papst Pius XII. und der Zweite Weltkrieg

Die Diktaturen und die evangelische Kirche

Der Eugen Diederichs Verlag

Joachim Schmiedl. Kirchengeschichte des Jahrhunderts (M17-2) Vorlesung SS 2011 Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar

Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers,Mein Kampf

Evangelisch in Ständestaat und Nationalsozialismus


Adressbuch für das katholische Deutschland

WERNER DAHLHEIM JULIUS CAESAR DIE EHRE DES KRIEGERS UND DIE NOT DES STAATES 2. AUFLAGE FERDINAND SCHONINGH PADERBORN MÜNCHEN WIEN ZÜRICH

Einführung der Sozialen Marktwirtschaft und der Einfluss Ludwig Erhards

Entwicklung, Herrschaft und Untergang der nationalsozialistischen Bewegung in Passau 1920 bis 1945 Wagner

Junge Theologen im >Dritten Reich<

100 Jahre CHRISTLICHE GEWERKSCHAFTEN

Männerpolitische Grundsatzabteilung. Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus Männersicht

Studienkurs. Politikwissenschaft. Samuel Salzborn. Demokratie. Theorien, Formen, Entwicklungen. Nomos

Gebührenverzeichnis. des Instituts für Zeitgeschichte, München-Berlin. Inhalt. der Fassung vom 1. März 2011

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Verzeichnis der Tabellen, Diagramme und Schaubilder. Abkürzungsverzeichnis. Vorbemerkungen 1. Prolog 3

Frank Sammeth. Der Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung Westdeutschlands (BRD) und Frankreichs im Vergleich

Christiane Eisenberg »ENGLISH SPORTS« UND DEUTSCHE BÜRGER. Eine Gesellschaftsgeschichte Ferdinand Schöningh. Paderborn München Wien Zürich

Gesellschaftlicher Wandel im Jahrhundert der Politik

Der Mauerbau am

Inhalt. Vorwort 11. Einleitung 13. Abkürzungen 16 DOKUMENTE

7 Kirche im Nationalsozialismus. Prof. Dr. Hubert Wolf

Europäischer Adel in der frühen Neuzei

2: Französische Revolution und ihre Folgen für die katholische Kirche. Prof. Dr. Hubert Wolf

DAS BISTUM KONSTANZ DAS ERZBISTUM MAINZ DAS BISTUM ST. GALLEN

INHALTSVERZEICHNIS VORWORT ABKÜRZUNGEN... 13

Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der Europäischen Aktiengesellschaft

Jürgen Wilke (Hrsg.) Telegraphenbüros und Nachrichtenagenturen in Deutschland. Untersuchungen zu ihrer Geschichte bis 1949

Tafelbilder NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg. 7 Tafelbilder für den Geschichtsunterricht VORSCHAU

Petra Gantner DIE VERBANDLICHE CARITAS IN ÖSTERREICH - EINE STAATSKIRCHENRECHTLICHE BESTANDSAUFNAHME

Grußwort des Bevollmächtigten des Landes Baden-Württemberg beim Bund 13

Qualifikationsphase 1 und 2: Unterrichtsvorhaben III

Vom Neubürger zum Heilbronner

Peter Pfleger. Gab es einen Kulturkampf in Österreich?

Handwerk in Braunschweig

VOLKISCHE WISSENSCHAFT

Grußwort des. Bundesministers der Finanzen. Hans Eichel. anlässlich der. Ausstellungseröffnung. Legalisierter Raub. in Kassel

Die Entstehung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland 1949

Entschädigung bei überlangen Gerichtsverfahren

Arbeitseinsatz für die Neuordnung Europas

Das Evangelische Deutschland Bilderbote für das evangelische Haus Eckart Das Zentralarchiv für

KRISEN- UND KRIEGSJAHRE IM WERDENBERG

"Grüne Karte" für glaubwürdiges Klimabewusstsein

INHALT. (1) DIE NOT DER REPUBLIK Der Zerfall aristokratischer Gleichheit Die Auflösung der Verfassung Der Bürgerkrieg Terror und Reform

Zwischen Krieg und Hoffnung

Die Zusammensetzung der Protestbewegung gegen den Krieg in Vietnam

WOLFRA MEYER zu UPTRUP. Kampf gegen die. jüdische Weltverschwörung" Propaganda und Antisemitismus der Nationalsozialisten bis METROPOL

Entwicklungshilfe im nationalen und internationalen Recht

Neusiedler im verheerten Land

Wirtschaft. Christopher Ohst

Politische Kultur in Deutschland

Angehörige. barrierefrei, Barrierefreiheit. Angehörige sind meistens Verwandte. Zum Beispiel: Eltern Kinder Großeltern Enkel

Ludolf Herbst Das nationalsozialistische Deutschland

Kontinuität oder Neubeginn? Die Entwicklung der Presse in Deutschland zwischen

Deutsche Börsengeschichte

entschieden war. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte der mühsame Neuaufbau, der die Schule noch einmal erfolgreich ihre Arbeit aufnehmen ließ.

Nationalsozialistische Diktatur

Inhaltsverzeichnis. Verzeichnis der Abkürzungen 12

DER LÖWE BRÜLLT NEBENAN

Offizielles Erinnern und die Situation der Sinti und Roma in Deutschland

5.2 Kirche am Ort: Leben in Pfarrei und Bistum

Schulinternes Curriculum Sek. II Geschichte des Gymnasium der Stadt Frechen Q2

Europäische Menschenrechtskonvention

Sinn, Werte und Religion

Risikomanagement im Mittelstand 2010: Eine empirische Studie zum aktuellen Stand des Risikomanagements mittelständischer Unternehmen in Ostwestfalen

EINLEITUNG 11 DANKSAGUNGEN 19 THEORETISCHE GRUNDLAGEN, HISTORISCHE UND POLITISCHE VORFELDUNTERSUCHUNGEN, METHODOLOGISCHE ANMERKUNGEN 21

Augsburg, Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul

Der Diözesanvermögens verwaltungsrat

Die Bodenkonfiskationen in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945 nach Wiederherstellung der gesamtdeutschen Rechtsordnung 1990

Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens

Die Commerzbank und die Juden

Zeittafel zur NS-Entschädigung

Praxishandbuch Internetstrafrecht

Roman Sandgruber. Lenzing Anatomie einer Industriegründung im Dritten Reich

Inhalte und Kategorien Grundbegriffe Basiskompetenzen Methodenschwerpunkte / Medien Evaluation Zeitansatz/ Stunde (Vorschlag)

1 Einleitung Verwaltungsmodernisierung Mikropolitik und Spiele Erkenntnisinteresse und Fragestellungen...

WESTLICHE DEMOKRATIEN UND HUMANITÄRE MILITÄRISCHE INTERVENTION

R a i n e r N i e u w e n h u i z e n K a p e l l e n s t r G r e v e n T e l / F a x / e

Die konfessionelle Kriegskrankenpflege im 19. Jahrhundert. MedGG-Beiheft. von Annett Büttner. MedGG-Beiheft 47. Franz Steiner Verlag Stuttgart

Polizeigesetz für Baden-Württemberg

Bundesausbildungsförderungsgesetz

Erziehung und Bildung im Nationalsozialismus

Geschichte - betrifft uns

Patrik Hof Kurswechsel an der Börse - Hitler und Mussolini. Kapitalmarktpolitik unter und im italienischen.,. 1«Faschismus ( ) m press»

Soziale Gerechtigkeit in Deutschland

Das Kopftuchverbot in Deutschland und Frankreich

a) Erklären Sie die Wörter in der ersten Spalte oder übersetzen Sie sie in Ihre Muttersprache.

Jiirgen Stockmann. Private Vermogensbildung mit Gold - in Krisenzeiten

Hermann Ehmer. Geschichte der Grafschaft Wertheim

Kontroversen um Österreichs Zeitgeschichte

Inhalt. Inhalt. Vorwort... I Begründung Forschungsstand Methode Begründung und Forschungsstand Methodische Vorgehensweise...

Der öffentliche Dienst in den Niederlanden und der Schweiz: Sozialstruktur und soziale Sicherung im Wandel

Vorwort Seite 9. I. Rechtliche Grundlagen 9. II. Die Kirchengemeinde 10

Geschichte des jüdischen Volkes

Die Freikonservative Partei

Transkript:

ANNETTE MERTENS HIMMLERS KLOSTERSTURM Der Angriff auf katholische Einrichtungen im Zweiten Weltkrieg und die Wiedergutmachung nach 1945 2006 FERDINAND SCHÖNINGH PADERBORN MÜNCHEN WIEN ZÜRICH

INHALTSVERZEICHNIS VORWORT 9 ABKÜRZUNGEN 11 EINLEITUNG 17 1. Kirche im Krieg: Der Kontext des Klostersturms 17 2. Forschungsstand und Fragestellungen 22 3. Zur Terminologie 32 4. Vorgehensweise und Quellengrundlage 36 I. VORGESCHICHTE UND RAHMENBEDINGUNGEN 46 1. Katholische Orden und Nationalsozialismus 46 1.1 Klöster und Orden im Feindbild der Nationalsozialisten. 46 1.2 Einstellung der Ordensleute zum nationalsozialistischen Staat 52 2. Zur Vorgeschichte des Klostersturms 55 2.1 Devisen- und Sittlichkeitsprozesse 55 2.2 Verdrängung der Ordensleute aus den Schulen und Kindergärten 60 2.3 Pläne zur wirtschaftlichen Vernichtung der Klöster 65 2.4 Bewertung der Vorgeschichte 69 3. Katholische Kirche im Krieg 72 3.1 Kirchenpolitik unter Kriegsbedingungen 72 3.2 Das Reichsleistungsgesetz 77 3.3 Die Haltung der katholischen Kirche zum Krieg 80 II. AKTEURE UND IHRE BETEILIGUNG AM KLOSTERSTURM 88 1. Die Klöster als Experimentierfeld - Rivalitäten um den Einfluss auf die Kirchenpolitik 88 2. Der»Führer«93 3. Das Reichsministerium für die kirchlichen Angelegenheiten.. 99 4. Die Reichskanzlei 103 5. Martin Bormann und die Parteikanzlei 106 6. Heinrich Himmler und sein»ss-imperium«111 6.1 Ämterfülle Himmlers und Grundsätze seiner Politik 111 6.2 Der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS 114

6 Inhaltsverzeichnis 6.2.1 Zur Arbeit des SD 114 6.2.2 Planungen und Wirklichkeit 118 6.3 Die Volksdeutsche Mittelstelle 126 6.3.1»Heim ins Reich«: Die Umsiedlung der Volksdeutschen 126 6.3.2»... vor allen Dingen die Klöster«: Umsiedlerlager in katholischen Einrichtungen 132 6.3.3 Volksdeutsche Mittelstelle und Wehrmacht 140 III. BESCHLAGNAHMEN DURCH DIE VOLKSDEUTSCHE MITTELSTELLE AM BEISPIEL DER DIÖZESE ROTTENBURG 144 1. Politische und kirchliche Rahmenbedingungen 144 1.1 Die nationalsozialistische Führung in Württemberg 144 1.2 Die Volksdeutsche Mittelstelle in Württemberg 146 1.3 Die Diözese Rottenburg im Dritten Reich 150 2. Die Beschlagnahmen durch die Volksdeutsche Mittelstelle... 152 2.1 Die betroffenen Klöster und kirchlichen Einrichtungen... 152 2.2 Umstände der Beschlagnahmen 157 2.3 Schicksal der Bewohner 165 2.4 Nutzung der Gebäude 171 3. Der Prozess gegen Angehörige des Klosters Untermarchtal.. 179 4. Beschlagnahmen durch andere Dienststellen 184 5. Gegenmaßnahmen der Betroffenen und der Bistumsleitung.. 187 IV. DIE GESTAPO-AKTION GEGEN DIE KLÖSTER AM BEISPIEL DER ERZDIÖZESE KÖLN 192 1. Politische und kirchliche Rahmenbedingungen 192 1.1 Die nationalsozialistische Führung im Rheinland 192 1.2 Die Erzdiözese Köln im Dritten Reich 195 2. Die Beschlagnahmen durch die Gestapo 197 2.1 Die betroffenen Klöster und kirchlichen Einrichtungen... 197 2.2 Umstände der Beschlagnahmen 202 2.3 Schicksal der Bewohner 213 2.4 Nutzung der Gebäude 218 3. Die Einziehung des beschlagnahmten Vermögens 223 4. Gegenmaßnahmen der Betroffenen und der Bistumsleitung.. 228 5. Die Täter vor Ort 235 5.1 Wer gab den Befehl zum Klostersturm? 235 5.2 Die beteiligten Gestapo-Beamten 238 5.3 Zur Auswahl der Klöster und kirchlichen Einrichtungen. 249

Inhaltsverzeichnis 7 6. Die Rolle des Oberpräsidiums Koblenz 251 6.1 Die Verwertung des eingezogenen Vermögens 251 6.2 Die Verzögerungstaktik von Oberregierungsrat Alois Becker 253 V. DIE DIMENSIONEN DES KLOSTERSTURMS - GESAMTÜBERBLICK 260 1. Schwierigkeiten einer Gesamtstatistik 260 2. Der Klostersturm in den angegliederten und besetzten Gebieten 266 2.1 Österreich 266 2.2 Die übrigen angegliederten und besetzten Gebiete 275 3. Zur Chronologie der Ereignisse und der Bedeutung von Bormanns»Startschuss«und Hitlers»Stopp-Erlass«280 VI. ABWEHRVERSUCHE DER KIRCHE 286 1. Die deutschen Bischöfe 1940/41 286 2. Gemeinsame Gremien der Orden und Kongregationen 291 3. Kirchliche Abwehrmaßnahmen und die Reaktionen des Regimes 293 3.1 Interne Proteste 293 3.1.1 Eingaben und Denkschriften 293 3.1.2 Persönliche Vorsprachen 299 3.1.3 Der Rechtsweg als Sackgasse 301 3.2 Öffentliche Proteste 304 3.2.1 Offener Widerstand der Betroffenen 304 3.2.2 Proteste der Bevölkerung 307 3.2.3 Hirtenbriefe und Predigten 312 4. Der Ausschuss für Ordensangelegenheiten 323 5. Die Rolle des Vatikans 328 6. Hilfe von außen 332 7. Bewertung 335 VII. NACH DEM KRIEG: NEUBEGINN UND WIEDERGUTMACHUNG 339 1. Neubeginn mit Hindernissen 339 1.1 Rückkehr und Wiederaufbau 339 1.2 Besatzungsmächte und katholische Kirche 346 2. Grundsätze der Wiedergutmachung 351 2.1 Rückerstattung und Entschädigung 351 2.2 Vermögenssperren 352 2.3 Alliierte Vorgaben und bundesdeutsches Recht 355

8 Inhaltsverzeichnis 3. Wiedergutmachung im Erzbistum Köln 356 3.1 Regelung der Rückerstattung in der britischen Besatzungszone 356 3.2 Rückerstattung der Immobilien 359 3.3 Weitere Wiedergutmachungsprozesse 362 4. Wiedergutmachung im Bistum Rottenburg 366 4.1 Regelung der Rückerstattung in der amerikanischen und französischen Besatzungszone 366 4.2 Regelung der Entschädigung in der amerikanischen und französischen Besatzungszone 368 4.3 Die Grundsatzentscheidung: Rückerstattung oder Entschädigung? 370 4.4 Wiedergutmachungsprozesse in der amerikanischen Zone.. 372 4.5 Wiedergutmachungsprozesse in der französischen Zone.. 374 5. Möglichkeiten und Grenzen der Wiedergutmachung 378 HIMMLERS KLOSTERSTURM: ERGEBNISSE 384 ANHANG: Karten 398 Tabellen 402 QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS: Ungedruckte Quellen 410 Gedruckte Quellen und Literatur 414 PERSONEN-, ORTS- UND SACHREGISTER 459