COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL

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1 COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL

2 BAUMWOLLE MIT SOZIALEM MEHRWERT ZU MARKTPREISEN Nachhaltigkeitsziele sind heute ein wichtiger Bestandteil vieler Unternehmensstrategien. Gleichzeitig legen immer mehr Verbraucher Wert auf nachhaltigen Konsum allerdings sind die meisten nicht bereit, für nachhaltige Produkte mehr zu zahlen. Hier setzt COTTON MADE IN AFRICA an: Wir ermöglichen Textilunternehmen, Baumwolle mit sozialem und ökologischem Mehrwert zu Marktpreisen anzubieten. So können sie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen. Fotos: Albert Watson Die Abbildungen in dieser Broschüre entstanden für das Fotoprojekt Albert Watson: Visions feat. Cotton made in Africa in Benin und wurden in den Deichtorhallen in Hamburg ausgestellt. 03

3 Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel für afrikanische Kleinbauern. UNTERSTÜTZUNG FÜR AFRIKANISCHE BAUMWOLLBAUERN Subsahara-Afrika* ist der fünftgrößte Baumwollexporteur weltweit. Baumwolle wird dort von über zwei Millionen Kleinbauern angebaut. Insgesamt leben 15,4 Millionen Menschen in der Region von der Baumwolle. Verkauf und Anbau des Rohstoffs machen für die Kleinbauern oft 50 Prozent ihres Einkommens in Barmitteln aus. Baumwolle kommt somit eine Schlüsselrolle bei der BEKÄMPFUNG VON ARMUT UND DER ERNÄHRUNGSSICHERUNG in Afrika zu. Bisher wurde dieses POTENZIAL ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG jedoch häufig nur unzureichend genutzt. Die Bauern sehen sich mit zahlreichen Herausforderungen wie schwankenden Weltmarktpreisen, niedrigen Produktivitätsraten und einer schlechten Infrastruktur konfrontiert. Ziel von Cotton made in Africa ist es, die Lebensbedingungen der Kleinbauern und ihrer Familien dauerhaft zu verbessern. *Zur Region Subsahara-Afrika zählen 49 der 54 afrikanischen Staaten, also alle außer den fünf arabisch geprägten Ländern am Mittelmeer

4 Umweltschonende Anbaumethoden schützen Mensch und Natur. HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL Cotton made in Africa setzt nicht auf Spenden, sondern auf die AKTIVIERUNG VON MARKTKRÄFTEN. Schon heute kaufen zahlreiche internationale Handelsunternehmen als Partner der von uns aufgebauten Nachfrageallianz den Rohstoff Cotton made in Africa zu Weltmarktpreisen ein. Wir unterstützen die Unternehmen dabei, die nachhaltig produzierte Baumwolle in ihre Wertschöpfungsketten zu integrieren. Cotton made in Africa wird auf allen großen Textil- Produktionsmärkten der Welt und auch in einigen afrikanischen Ländern zu Bekleidung und Heimtextilien weiterverarbeitet. Am Ende der textilen Kette führen die Unternehmen eine geringe Lizenzgebühr an die Initiative ab. Mit diesen Einnahmen finanzieren wir unsere Arbeit, wie zum Beispiel landwirtschaftliche Schulungen, die Verifizierung der Baumwolle und Sozialprojekte. Im Jahr 2012 nahmen in Benin, Côte d Ivoire, Mosambik, Malawi und Sambia rund KLEINBAUERN an dem Programm teil. Seit November 2012 arbeitet Cotton made in Africa auch in Simbabwe

5 Baumwolle mit ökologischem und sozialem Mehrwert. WIR SETZEN STANDARDS UND ÜBERPRÜFEN SIE Um ihr Wertversprechen halten zu können, hat die Initiative Cotton made in Africa einen STANDARD MIT SOZIALEN, ÖKOLOGISCHEN SOWIE WIRTSCHAFTLICHEN KRITERIEN UND ZIELEN entwickelt. Der zweistufige Katalog enthält zunächst Ausschlusskriterien, die darüber entscheiden, ob die Kleinbauern und Baumwollgesellschaften überhaupt an der Initiative teilnehmen dürfen. Zu den Mindestanforderungen gehören etwa das Verbot von Kinderarbeit*, der Abholzung von Primärwäldern, der Nutzung gefährlicher Pestizide sowie des Einsatzes von genverändertem Saatgut. Kleinbauern und Baumwollgesellschaften, die Baumwolle nach den Kriterien von Cotton made in Africa produzieren, müssen zudem eine Reihe von Nachhaltigkeitskriterien beachten. Diese brauchen sie nicht sofort vollständig zu erfüllen, sie sind aber verpflichtet, Verbesserungspläne zu erarbeiten und nachzuweisen, dass die Richtlinien zunehmend besser in die Tat umgesetzt werden. Cotton made in Africa unterstützt die teilnehmenden Kleinbauern dabei, ihre Fähigkeiten im Baumwollanbau kontinuierlich zu verbessern. Dafür organisieren wir Schulungen, in denen die Bauern effiziente und umweltschonende Anbautechniken erlernen, mit denen sie ihre Ernte und damit ihr Einkommen steigern können. Die EINHALTUNG DER NACHHALTIGKEITSKRITERIEN lassen wir regelmäßig im Rahmen einer Verifizierung von unabhängigen Organisationen überprüfen. *Definiert nach den ILO-Konventionen 138 und

6 DIE GEWINNER: ALLE BETEILIGTEN Zugang zu Bildung für die Kleinbauern und ihre Familien. Aus unserem ganzheitlichen Ansatz ergibt sich für alle Beteiligten eine WIN-WIN-SITUATION: Die Partner der Nachfrageallianz erhalten nach einem sozialen und ökologischen Standard produzierte Baumwolle, ohne dafür einen signifikant höheren Preis zu zahlen. Die afrikanischen Kleinbauern und ihre Familien erlernen effizientere Anbaumethoden, um ihr Einkommen durch höhere Ernteerträge zu verbessern und schonend für Gesundheit und Umwelt zu produzieren. Gleichzeitig profitieren sie von Sozialprojekten wie dem Ausbau der schulischen Infrastruktur

7 Höheres Einkommen, pünktliche und verlässliche Bezahlung für die Kleinbauern. MESSBARER ERFOLG SOZIAL, ÖKOLOGISCH UND WIRTSCHAFTLICH Seit der Markteinführung 2007 ist der Absatz von Cotton made in Africa VON AUF RUND 30 MILLIONEN TEXTILIEN 2012 gestiegen. In den Projektländern konnten wir dazu beitragen, den Baumwollanbau ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiger zu gestalten. So haben die teilnehmenden Kleinbauern dank unserer Schulungen ihre Ernteergebnisse im Durchschnitt um 35 Prozent gesteigert. Mittels der geförderten Sozialprojekte hilft Cotton made in Africa, die schulische Infrastruktur in den Projektregionen auszubauen und Frauenrechte zu stärken. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Cotton made in Africa zudem in Bezug auf Wasserverbrauch und Treibhausgasemissionen einen deutlich KLEINEREN ÖKOLOGISCHEN FUSSABDRUCK hat als konventionell erzeugte Baumwolle

8 Partnerschaften auf Augenhöhe zwischen afrikanischen Bauern und Unternehmen weltweit

9 AID BY TRADE FOUNDATION Die Aid by Trade Foundation wurde 2005 von dem Hamburger Unternehmer Dr. Michael Otto gegründet und ist seither eine von der Otto Group unabhängig agierende Stiftung. Ihr Ziel ist es, durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und so den Erhalt lebenswichtiger Ressourcen und die Zukunftsfähigkeit folgender Generationen zu sichern. Die Aid by Trade Foundation ist die Dachorganisation von Cotton made in Africa und setzt mit der Initiative ihre Stiftungsziele in die Tat um. Aid by Trade Foundation Bramfelder Chaussee Hamburg Telefon:

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