Stromversorger: Kein Geschäft, aber trotzdem dabei! Riccardo Wahlenmayer, 7. Februar 2012

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1 Stromversorger: Kein Geschäft, aber trotzdem dabei! Riccardo Wahlenmayer, 7. Februar 2012

2 Die EKZ versorgen fast eine Millionen Menschen mit sicherem, kostengünstigem Strom Eines der grössten Energieversorgungsunternehmen der Schweiz Stromabsatz beträgt rund 10 Prozent der in der Schweiz benötigten elektrischen Energie Strom direkt bis an die Steckdose für über 200'000 Privat- und Geschäftskunden Stromlieferung an über 40 Stadt- und Gemeindewerke 2 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

3 Agenda 1. Businesspläne wo sind sie? 2. Energieeffizienz angewandt 3. Schnelles Tanken verteuert das Netz 4. Beschleuniger für Smart Home und Smart Grid 3 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

4 Privates Laden: noch lange kein Business Umsatz: volle Tankladung (15 KWh, reicht für 100 km) Niedertarif Hochtarif 1.70 CHF 3.40 CHF - Kosten: - Abrechnung - Private Ladestation CHF CHF 4 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

5 Öffentliches Laden: Umsatz und Kosten klaffen weit auseinander EKZ Stromtankstellen-Netz Durchschnittsumsatz 2011 an 18 EKZ Ladesäulen: < 100 CHF Kosten öffentliche Ladesäule: CHF 5 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

6 Trotz fehlender Business-Modelle engagieren sich die EKZ. Warum? EKZ fördern Energieeffizienz: E-Autos verbrauchen rund die Hälfte der Primärenergie wie Benzinautos Elektromobilität betrifft die Kernkompetenzen der EKZ: Ladeinfrastruktur, Netzinfrastruktur, -management und Strom Türöffner für Kunden: Chance ins Gespräch zu kommen und Vorteile von Strom als Energieträger zu kommunizieren 6 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

7 E-Mobilität betrifft die EKZ Kernbereiche: Netzinfrastruktur, Netzbetrieb und Naturstrom Wertschöpfungskette Elektromobilität Rohstoffe/ Komponenten Fahrzeuge Infrastruktur Strom Mobilitäts- Anbieter Beschaffung/ Veredelung Entwicklung Produktion Recycling Entwicklung Fertigung Vertrieb Aufbau & Betrieb Ladestationen Netzinfrastruktur Netzmanagement Axpo-Mix Naturstrom Sorgloses Paket Car Sharing Flottenmanagement 7 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

8 Agenda 1. Businesspläne wo sind sie? 2. Energieeffizienz angewandt 3. Schnelles Tanken verteuert das Netz 4. Beschleuniger für Smart Home und Smart Grid 8 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

9 Alle PKW-Fahrten unter 100 km elektrisch: 53% weniger Benzin/Diesel und nur 8% mehr Strom Benzin-/Dieselverbrauch PKW Stromverbrauch 100% Mehrverbrauch + 8% 108% Einsparungen 100% - 53% 47% Benzinverbrauch Schweiz 2010 Fahrten < 100 km elektrisch Stromverbrauch Schweiz 2010 Fahrten < 100 km elektrisch Quelle: Berechnung EKZ 9 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

10 Umweltnutzen von E-Autos Günstige CO 2 -Bilanz sofern Strom CO 2 -arm produziert ist Kein lokaler Ausstoss von Schadstoffen Keine Lärmbelastung 10 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

11 Energieeffizienz bedeutet nicht einfach Benzin- Autos mit E-Autos zu ersetzen 3,3 Primärenergieverbrauch der Zürcher Bevölkerung nach Verkehrsmittel 2005 (in MJeq/pkm) 1,6 1,6 1,9 1,0 0,6 0,3 0 0 E-Auto Benzin -Auto Tram Regional -zug Fernreisezug Bus Flugzeug Fahrrad zu Fuss Quelle: Stadt Zürich Mobilität in Zahlen, EKZ 11 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

12 Einsatz: als Pool-Fahrzeug für Firmen Erfahrung EKZ: Hohe Akzeptanz und gute Auslastung Einsatz für Fahrten unter 100 km Im Pool mit Benzin- Fahrzeugen für längere Fahrten Geplant für einzelne EKZ Bereiche: Analyse Elektrifizierungspotential, Umsetzung E-Flotte mit Auswertung 12 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

13 Einsatz: Car-Sharing in der Agglomeration EKZ Partner bei Car-Sharing Pilote der Post: In Betrieb im Einkaufszentrum Shoppi Tivoli in Spreitenbach In Planung für die Gemeinden Geroldswil und Schlieren Quelle: CBS News Daimler-Chef Dieter Zetsche in Las Vegas Jan 2012 vor Portrait von Che Guevara, Guerilla-Anführer und Marxist: Einige Kollegen denken immer noch, dass Carsharing an Kommunismus grenzt. Aber wenn das der Fall ist: Viva la revolución. 13 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

14 EKZ Erfahrungsbericht EKZ Erfahrungen mit der E-Flotte (http://youtu.be/8geajlkfwas) 14 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

15 Agenda 1. Businesspläne wo sind sie? 2. Energieeffizienz angewandt 3. Schnelles Tanken verteuert das Netz 4. Beschleuniger für Smart Home und Smart Grid 15 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

16 Zwei Welten treffen sich die Anforderungen sind aber unterschiedlich Anforderung: Möglichst hohe Leistung an jedem Ladestandort zu jedem Zeitpunkt günstig zu beziehen (z. B. 32 Ampere)? = Branchenauftrag: kostengünstigen Strom ausfallsicher zu jedem Zeitpunkt zu liefern (heute max. 16 Ampere) 16 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

17 Hausanschlüsse mit hoher Leistung verteuern das Netz 32 A 32 A 32 A 32 A Achtung Trend zur Autarkie: dezentrale Produktion führt evtl. zu geringeren Nutzung des Netzes und steigende Netzkosten pro Benutzer 17 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

18 Wie Leistungsspitzen / Überlastung vermieden werden können Leistung (Strom) Auto 2: Energie Auto 3: Energie Sicherung/Leistungsbegrenzung! Die Fahrer der E-Autos müssten sich absprechen?!? 3 E-Autos laden ohne Probleme ~ 16 Ampere Auto 1: Energie Auto 1: Energie Auto 2: Energie Auto 3: Energie Auto 1: Energie Auto 2: Energie Auto 3: Energie Zeit 18 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

19 Am Ende entscheidet der Kunde Was ist der Kunde bereit für den Netzausbau zu bezahlen, damit er schneller zu Hause laden kann? Als Netzbetreiber empfehlen die EKZ beim Hausanschluss die Ladung von E-Autos auf 16 Ampere zu begrenzen, besonders da 90% der Ladungen über Nacht ohne zeitlichen Druck erfolgen. Anforderung: Nicht mehr als 16 Ampere an jedem Ladestandort zu jedem Zeitpunkt günstig zu beziehen = EKZ Staatsauftrag: kostengünstigen Strom ausfallsicher zu jedem Zeitpunkt zu liefern 19 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

20 Agenda 1. Businesspläne wo sind sie? 2. Energieeffizienz angewandt 3. Schnelles Tanken verteuert das Netz 4. Beschleuniger für Smart Home und Smart Grid 20 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

21 Elektroautos sind willkommene steuerbare Lasten Beispiele gesteuertes Laden E-Autos Überschüssiger Solarstrom Vermiedene zusätzliche Leistungsspitze Elektrische Leistung Stromverbrauch Gesteuertes Laden Tageszeit 21 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

22 Herausforderung: Steuerung von mobilen Verbrauchern und Massenspeichern Wo soll die Intelligenz eingebaut werden? Smart Ladestationen Smart Auto Smart Gebäude Ca. 90 % der Ladungen erfolgen zu Hause über Nacht (Sleep & Charge) Ca. 10 % an öffentlichen/semi-öffentlichen Stationen (Work & Charge) 22 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

23 Lastmanagement über Intelligenz in der Ladeinfrastruktur wird teuer Intelligenz an allen Ladepunkten verteuert die Infrastruktur signifikant. Für öffentliche Ladeinfrastruktur: Aufbau von Identifizierungs- und Clearing-Systemen unter den Energieversorgern 23 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

24 Pilot IBM und ZHAW: Lastmanagement über Intelligenz im Auto Ladevorgang wird über Intelligenz im Auto gesteuert Bedienung über Smart Phone und Applikation-Interface Laststeuerung durch Energieversorger Laststeuerung im Abstimmung mit fluktuierenden Solarenergie Bit.ly/ibmekz 24 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

25 Lastmanagement über Smart Home Infrastruktur: optimiertes Energiemanagement im Gebäude Internet Elektroboiler Speicher Stromzähler Gateway Gateway Wärmepumpe IT Netz Stromnetz Smart Home Infrastruktur kann für das Lastmanagement des Elektroautos sowie der anderen Lastträger im Gebäude eingesetzt werden. 25 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

26 Gute Fahrt! 26 Stromversorger: Kein Geschäft aber trotzdem dabei / Riccardo Wahlenmayer /

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