Strategischer Schulterschluss

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1 Neu ganz gross: Auflage Ex. 9. ApRiL 2010 Nr Jahrgang interview Die IG Freiheit wehrt sich gegenbürokratie und Gesetzesflut: Interviewmit IG-Präsident PeterSpuhler. 3 Kmu-pORtRAit Die CreametalAGerleichtertden Metallbau: IhreSchweisslehrenwerden international ausgezeichnet. 11 ScHWeRpunKt Ob Fahrzeuge, Maschinen oder Immobilien: Leasing wirdfür Firmen zur Finanzierungs-Alternative AZA 3001Bern die meinung Sgv-FRÜHJAHRS-medienKOnFeRenZ Klares Nein zur Schnüffelei der Billag und staatlicher Bevormundung in Form eines Präventionsgesetzes. MehrRespektfürdieKMU Hans-UlrichBigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv Strategischer Schulterschluss Der Schweizerische Gewerbeverband sgv verfügt als mit Abstand grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft seit mehr als hundert Jahren über eigene Publikationsorgane. Die «Schweizerische Gewerbezeitung sgz» und ihr französischsprachiges Pendant «Journal des arts et métiers jam» verleihen den Schweizer KMU eine kraftvolle Stimme. Die Print-Medien des sgv erreichen die Entscheidungsträger in Wirtschaft, Politik und Verwaltung ebenso wie Führungskräfte in den KMU ganz direkt und ohne Streuverluste. Dies sowohl auf eidgenössischer wie auch auf kantonaler Ebene. Die Medien des sgv unterscheiden sich dabei deutlich von den meisten anderen Publikationen im Schweizer Blätterwald, indem sie pointiert bürgerlich und wirtschaftsnah berichten. Sie tun dies bewusst aus der Optik des liberalen Gedankenguts was in der heutigen Medienlandschaft der Schweiz eine Seltenheit ist. Der strategische Vorteil in der Kommunikation des sgv liegt in unserer Organisationsstruktur. In einer direkten Kommunikationslinie «sgv Kantonale Gewerbeverbände Bezirks-/Lokale Gewerbeverbände» erreichen wir die Basis bis hin zum Stammtisch. Was liegt also näher, als sich diese einzigartige Ausgangslage zu Nutze zu machen? Wir haben im sgv in Zusammenarbeit mit den Kantonalen Gewerbeverbänden diesen herausfordernden Schritt gewagt. Mit der vorliegenden Ausgabe der sgz bzw. des jam wurde neu eine Mitgliederzeitung konzipiert, die mit einer Auflage von über Exemplaren gratis an alle KMU und Mitglieder der Kantonalen Gewerbeverbände verteilt wird. Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen auf der sgv-geschäftsstelle sowie dem externen Projektleiter Urs Lüdi ganz herzlich, die mit einer eigentlichen Parforce-Leistung in den letzten Monaten diesen strategischen Schritt in der sgv-kommunikation möglich gemacht haben. Ich freue mich aber auch ganz besonders über die Unterstützung aller Kantonalen Gewerbeverbände, die dieses Medienprojekt tatkräftig mittragen. Mit dem Start der neuen «Schweizerischen Gewerbezeitung sgz» und des «journal des arts et métiers jam» haben die Gewerbeverbände und damit die gesamte KMU-Wirtschaft auf allen Stufen einen eindrücklichen Schulterschluss vollzogen. Die Message gegen aussen ist dabei eine klare: Die KMU sind das Rückgrat der Schweizer Volkswirtschaft und kommen ihrer sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung ohne viel Aufhebens fern der Abzockerei, dafür mit umso mehr Bodenhaftung nach. sgv-präsident Edi Engelberger ist besorgt: Immer neue Auflagen, Abgaben und Gebühren machen den KMU das Leben schwer. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv kämpft entschlossen gegen immer neue Belastungen für kleine und mittlere Unternehmen. Anlässlich seiner Frühjahrs-Medienkonferenz in Bern forderte sgv-präsident Edi Engelberger den Bundesrat auf, sich tatsächlich zur Entlastung der KMU zu bekennen und ungerechtfertigte Abgaben wie etwa die Doppelbelastung durch Billag-Gebühren abzuschaffen. Die KMU spielten eine wichtige Rolle als Konjunkturpuffer der Staat müsse sie arbeiten lassen statt ihnen zusätzliche Bürden aufzuhalsen. «Die Schweiz fährt fort, den Sozialstaat massiv auszubauen», hielt Edi FinAnZieLLe SeSSiOnSBiLAnZ Happige Zusatzbelastungen durch neue Ausgaben Parlament in grosser Spendierlaune Die eidgenössischen Räte verabschiedeten in der Frühjahrssession 2010 zwölf Vorlagen definitiv.der Schweizer Volkswirtschaft verursachen diese Beschlüsse Zusatzkosten von etwa 950 Millionen Franken; zählt man die bekräftigte Erhöhung der Mehrwertsteuersätze dazu, ergeben sich sogar 2 Milliarden. Die vom sgv ermittelten Zusatzbelastungen beziehen sowohl reale Kosten wie qualitative Konsequenzen ein. Während diesmal sieben Vorlagen keine allzu grosse fiskalische Bedeutung haben, wirken sich fünf massiv aus. Die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes erhöht die ALV- Engelberger fest. Nach der Abstimmung über den BVG-Umwandlungssatz versuche der Bundesrat «im Chor mit den Linken und den Gewerkschaften» den «Schwarzen Peter» der Wirtschaft zuzuschieben.dabeiwäre statt Schuldzuweisungen «Respekt gegenüber der von der gewerblichen Wirtschaft erbrachten Leistungen» gefragt, sagte FDP-Nationalrat Engelberger. Anders als die so genannten «Abzocker» nämlich nehme die KMU-Wirtschaft seit Jahr und Tag ihre gesellschaftspolitische und soziale Verantwortung wahr, indem sie Arbeitsplätze erhalte und neue schaffe. «Als Dank dafür werden unsere Abgabe von 2 auf 2,2 Lohnprozente und führt ein Solidaritätsprozent für besser Verdienende (ab Franken Jahresgehalt) ein. Das führt zu 646 Millionen Zusatzkosten; dazu kommen noch etwa 25 Millionen für buchhalterische Anpassungen und Verwaltungsaufwände in den Unternehmen. Die Änderung des Bundesgesetzes über die Sanierung der Invalidenversicherung sieht einen Transfer von 5 Milliarden Franken aus dem AHV- Fonds in den neuen IV-Fonds vor. Sie tritt mit der Erhöhung der Mehrwertsteuersätze für die Finanzierung der IV in Kraft, welche die Wirtschaft mit KMU vom Staat mit immer mehr fiskalischen und administrativen Belastungen zur Kasse gebeten.» Weg mit der Billag-Schnüffelei Als konkrete Beispiele für die «Abzockerei» des Staates an den KMU nannte sgv-direktor Hans-Ulrich Bigler die nicht nur in KMU-Kreisen äusserst unbeliebten Gebühreneintreiber der Billag. Gewerbler und deren Mitarbeiter bezahlten schliesslich seit jeher ihre privaten Radio- und TV- Gebühren. «Dass die Billag nun die KMU doppelt zur Kasse bittet, ist unannehmbar», stellte Bigler unmissverständlich fest «zumal eine KMU etwa 1,1 Milliarden belasten. Die administrative und buchhalterische Umstellung kostet dann auch wieder 85 Millionen. Die im BVG vorgenommene Stärkung und Kantonalisierung der Aufsicht der Pensionskassen schafft tendenziell zusätzliche Behörden auf kantonaler Stufe, was wiederum eine Erhöhung der Staatsausgaben bedeutet. Die Erhöhung wird auf 40 Millionen Franken geschäzt. Der Bundesbeschluss über die Teilnahme der Schweiz an den EU-Bildungs-,Berufsbildungs- und Jugendprogrammen schafft eine Agentur, die jährliche Zusatzkosten von 4,8 Millionen generiert. weder TV schauen noch Radio hören kann». Der sgv fordert ein sofortiges Ende der Schnüffelei von Billag-Mitarbeitenden in den Betrieben. Auf der Website des sgv stehen als Hilfe an die KMU im Kampf mit der Billag Musterdokumente zum Download bereit, mit deren Hilfe KMU-Betriebe den Billag-Inspektoren Hausverbote erteilen können. Bitte keine Bevormundung Staatliche Exzesse in der Gesundheits- und Lebensmittelpolitik machten den KMU zusätzlich zu schaffen, erklärte sgv-chefökonom Rudolf Horber mit Blick auf die zunehmend unsinnigen Vorschiften der Gesundheitsbürokratie im Land. Der sgv unterstütze sinnvolle Präventionsmassnahmen. Dies allerdings nur dann, wenn sie gezielt eingesetzt würden und auf Selbstverantwortung basierten. «Staatliche Bevormundungen durch ein neues Präventionsgesetz oder ein sogenanntes Choices Label für Lebensmittel lehnen wir entschieden ab.» Dies insbesondereauch darum, weil in der Schweiz anders als im Ausland «alle diese zum Teil unnötigen und unsinnigen Vorschriften und Regeln mit helvetischer Akribie und übertriebenem Perfektionismus angewandt und umgesetzt» würden. Zu diesem Zweck werdeeine staatliche Bürokratie aufgebaut, die verursacht durch massiv steigende Staatsausgaben wiederum zu einer Erhöhungder Staatsquote und damitzuzusätzlichenbelastungen auch für KMU führe. En BERICHT AUF SEITE 4 LinKS Die Verlängerung des Gentechmoratoriums fügt dem Forschungsstandort Schweiz erheblichen Schaden zu. Wegen der Unsicherheit über die Zukunft droht die Schweiz den Anschluss im Bereich der grünen Gentechnik zu verlieren. Drei Jahre, ohne in die Forschung und Entwicklung zu investieren und ohne Umsätze zu generieren, bedeuten wieder volkswirtschaftliche Verluste von ca. 250 Millionen Franken. Im Übrigen wird die systematische Sammlung des Bundesrechts um 43 Seiten länger Sc Redaktion: Telefon Fax Internet: - Inserate: Telefon

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3 Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 Diese Woche 3 RostigeR PaRagRaPh Die IG Freiheit wehrtsich gegen Bürokratie und Gesetzesflut. IG-Präsident Nationalrat PeterSpuhler spricht im Interview Klartext: «Jemand muss Politik und Verwaltung auf die Finger klopfen.» ImKampfgegenunnötigeGesetze Peter Spuhler ist nicht nur erfolgreicher Unternehmer und Nationalrat. Er ist auch Präsident der IG Freiheit, einer überparteilichen Vereinigung, welche sich dem Kampf gegen staatliche Bürokratie und die Gesetzesflut verschrieben hat. Jedes Jahr zeichnet die IG Freiheit das dümmste und unnötigste Gesetz mit dem «Rostigen Paragraphen» aus. gewerbezeitung: Peter Spuhler, wer ist die IG Freiheit? n Peter spuhler: Die IG Freiheit ist eine überparteiliche Vereinigung, welche von Politikern und UnternehmernimHerbst2006 gegründet worden ist. Unser Verein zählt bereits rund 2500 Mitglieder aus der ganzen Schweiz. Der Zustrom ist enorm: Täglich können wir zwei bis drei Neumitglieder begrüssen! Es sind also auch Exponenten anderer Parteien mit dabei? n Ja, unser Vorstand ist breit abgestützt. Mit Christian Lüscher, Otto Ineichen, Walter Müller und ChristianSteinmann haben wir prominente Freisinnige in unseren Reihen. Seitens der CVP engagieren sich Gerhard Pfister und Thomas Müller. Und aus meiner Partei, der SVP, sind Toni Brunner,Jean-François Rime,Martin Baltisser und Gregor Rutz im Vorstand der IG Freiheit. Welche Ziele verfolgt die IG Freiheit? n Unser oberstes Ziel ist es, die Gesetzes- und Verordnungsflut einzudämmen. In Bundesbern herrscht ein unglaublicher Aktivismus. Ich muss den Kopf schütteln, wenn ich daran denke, was wir nur schon in der Frühjahrssession wieder alles an Gesetzen beschlossen haben. Das ärgert mich als Unternehmer, denn all diese Gesetze schränken unsere Freiheit ein und behindern die Wirtschaft gerade auch die KMU. Die IG Freiheit ist der Meinung, dass die Freiheit des einzelnen Bürgers zu schützen ist. Wir kämpfen auch für mehr unternehmerische Freiheit. Es geht nicht an, dass jeder hinterste Lebensbereich mit einem Gesetz oder einer Verordnung geregelt wird. Wir stehen ein für mehr Selbstverantwortung und auch für den gesunden Menschenverstand. Alle Parteien und Verbände behaupten, gegen Bürokratie anzukämpfen. Braucht es da überhaupt eine IG Freiheit? n Ja, leider die IG Freiheit ist nötiger denn je. Die Gesetzesproduktion läuft auf Hochtouren: Pro Jahr verabschieden wir gegen 7000 Seiten Gesetze und Verordnungen. Allein im Januar 2010 sind 400 neue oder abgeänderte Erlasse in Kraft getreten. Ich staune immer wieder,welche Beschlüsse in Bundesbern gefällt werden: Wir beschlossen 2009 im Nationalrat ein Verbot von Glühbirnen obwohl Stromsparlampen aufgrund ihres Quecksilbergehalts bei Umweltschützern heftig umstritten sind. «es geht nicht an, Dass DeR hinterste LebensbeReichmit einem gesetz geregelt WiRD.» Ab und zu sind die Änderungen auch einfach absurd: So wurde etwa per 1.Januar in der Verordnung über das Personal der Reinigungsdienste der Ausdruck «Reinigungspersonal» durch «Unterhaltsreinigungsperso- Erfolgreicher Unternehmer, Nationalrat und Präsident der IG Freiheit: Peter Spuhler. ANZEIGE nal» ersetzt. Das ist ja wirklich nur noch Bürokratie. Den Parteien fehlen oft die Ressourcen, sich um solche Fragen zu kümmern. Darum braucht es die IG Freiheit, welche den Politikern, aber auch der Verwaltung immer wieder auf die Finger klopft. Erhalten Sie auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung oder aus der Wirtschaft? n Ja, sogar sehr oft. Praktisch täglich erhalten wir Mails von Mitgliedern, welche uns unsinnige Gesetze oder auch Probleme mit Verwaltungsinstanzen melden. Diese wertvollen Inputs greifen wir auf und versuchen wenn immer möglich, die Betroffenen politisch zu unterstützen. In den vergangenen Monaten haben sich verschiedene Sport- und Fussballclubs bei uns gemeldet und uns gebeten, politisch aktiv zu werden. Bundesrat Leuenberger hat per 1. April 2010 eine obligatorische Kindersitzpflicht bis zum Alter von 12Jahren verordnet. Nun haben beispielsweise Fussballclubs das Problem, dass sie für Auswärtsspiele ihrer E- oder F-Junioren rund 12 bis 15 Kindersitze benötigen, welche kompatibel sind mit dem Mannschaftsbus. Da kommen rasch Kosten von mehreren Tausend Franken zusammen: Aufwendungen, die für einen kleinen Clubkaum tragbar sind.dafürhaben wir Bundesrat Moritz Leuenberger übrigens für den «Rostigen Paragraphen 2010»nominiert. Was wollen Sie denn mit diesem «Rostigen Paragraphen» erreichen? n Wir wollen sensibilisieren. Wir wollen die Politiker, aber auch die Verbände und die Verwaltung darauf aufmerksam machen, wie viele unsinnige und unnötige Gesetze immer wieder beschlossen werden. Die Verleihung des «Rostigen Paragraphen» findet im Zürcher Kaufleuten statt und wird vom Privatsender Star TV übertragen. So erreichen wir ein grosses Publikum und gelangen auch an Zuschauer,welche sich sonst nicht mit politischen Fragen auseinandersetzen würden. Gerade bei jungen Leuten ist die IG Freiheit übrigens sehr beliebt. So wurde unsere letztjährige Petition für offene Tankstellen-Shops zu einem grossen Teil von jungen Frauen und Männern unterzeichnet. Um was ging es denn bei dieser Petition für offene Tankstellen-Shops? n Die Situation ist absurd: Tankstellen dürfen während 24 Stunden Benzin verkaufen und dafür auch Mitarbeiter anstellen. Ebenso dürfen sie rund um die Uhr einen Kiosk betreiben. Auch dafür dürfen sie Personal anstellen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) will nun aber,dass Produkte, welche nach behördlicher Definition nicht dem Kiosksortiment zuzuordnen sind also z.b. Abfallsäcke oder Deodorants, in der Zeit von 1 bis 5 Uhr nicht verkauft werden dürfen. Von 1 bis 5 Uhr müssen die Tankstellen die entsprechenden Gestelle mit einem Rollladen verschliessen. Damit wir uns richtig verstehen: Wir sprechen hier von etwa zwei Dutzend Shops in der ganzen Schweiz es sind nur wenige Tankstellen an stark frequentierten Hauptverkehrsachsen betroffen. Andernorts würde so ein Shop auch nie rentieren. Um gegen diese Verwaltungsbürokratie anzukämpfen, haben wir mit besagter Petition innert weniger als zwei Monaten über Unterschriften gesammelt. Zudem hat SE- CO-Vertreter Serge Gaillard den «Rostigen Paragraphen 2009» erhalten. Interview: Gerhard Enggist LinK zur PeRson Der Thurgauer Unternehmer Peter Spuhler wurde 1959 in Sevilla geboren, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Als Chef der im Schienenfahrzeugbau tätigen Stadler Rail Group beschäftigt er gut 2400 Mitarbeitende. Seit 2006 ist Spuhler Mehrheitsaktionär der Aebi Gruppe (Burgdorf), die er 2007 mit der deutschen Schmidt Gruppe fusionierte. Dadurch entstand eine Unternehmensgruppe mit rund 1700 Mitarbeitern, die Landwirtschafts-, Kommunal- und Winterdienstfahrzeugeherstellt. Seit 1999 sitzt Peter Spuhler für die SVPim Nationalrat.

4 4 Gewerbe aktuell Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 «Unsere KMU kämpfen auch in der Wirtschaftskrise mit immer höheren und zum Teil ungerechtfertigten Abgaben», stellte sgv-direktor Hans- Ulrich Bigler an der sgv-frühjahrs- Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerbeverbandes in Bern fest. Die administrative Belastung nehme laufend zu. Neu würden die KMU von Inspektoren der Billag heimgesucht, die sich bei ihren «Untersuchungen» nicht einmal mehr richtig zu erkennen gäben. Bekanntlich verschickt die Billag seit Anfang 2009 Massenbriefe an bis zu Unternehmungen. Die Inkassomaschinerie läuft rückwirkend auf fünf Jahre. «Eines ist klar», sagte der sgv-direktor: «Unsere KMU sollen doppelt zur Kasse gebeten werden.» Die Gewerbetreibenden und die Mitarbeiter in den Betrieben zahlen bereits als Privatleute Radio- und TV- Gebühren. «Dass nun zusätzlich in den Betrieben ein zweites Mal bezahlt werden soll, ist für den sgv nicht nachvollziehbar zumal ein KMU weder TV schauen noch Radio hören kann.» In einer Resolution forderte der sgv daher bereits im vergangenen Januar, dass sich der Bundesrat endlich zur administrativen Entlastung der KMU bekennen und ungerechtfertigsgv-frühjahrsmedienkonferenz Der sgv schaltet Muster für Hausverbot gegen Billag-Schnüffler auf seiner Website auf. Betriebsinhaber können diese herunterladen und am Firmeneingang aushängen. Hausverbotfür Billag-Schnüffler sgv-direktor Hans-Ulrich Bigler spricht Klartext: «Die Billag-Schnüffelei muss endlich ein Ende haben.» te Gebühren abschaffen solle. Die KMU müssten von dieser doppelten Gebührenbelastung befreit werden. «Gebührenforderungen dürfen zudem nicht rückwirkend auf mehrere Jahre eingefordert werden», so Bigler, «damit unserekmu vonder vielseits gerühmtenrechtssicherheit auch effektiv profitieren können.» die üblen methoden der billag Der sgv steht sowohl in Gesprächen mit dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) wie auch mit der Billag. «Das Bakom wäre heute bereits fähig, die Forderungen nach Gebührenbefreiung der KMU umzusetzen, indem es eine entsprechende Änderung der Radio- und TV-Verordnung anstreben würde», sagte Bigler. Auch die Fünfjahresfrist könnte das Bakom auf diesem Wege ändern. Der sgv habe sich mit der Billag mündlich einigen können, dass diese keine Radio- und TV-Gebühren mehr in Rechnung stelle, die vor dem 1. Januar 2009 entstanden seien. Obschon versprochen, fehle eine schriftliche Bestätigung von Billag VR- Präsident Werner Marti jedoch bis heute. Um die Forderungen des sgv durchzusetzen, wurden in der Frühlingssessionverschiedene parlamentarische Vorstösse eingereicht, die anzuschlagen A3 oder in Postergrösse Billag-Kontrolleure hier unerwünscht Wir erlassen an sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates der Billag, an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Billag, an alle Inspektorinnen und Inspektoren der Billag sowie an sämtliche Beauftragte oder anderweitig in einem Vertragsverhältnis zu der Billag stehenden Personen folgendes generelles Hausverbot Dieses Hausverbot erstreckt sich auf alle unsere Räumlichkeiten, auf sämtliches umliegendes Gelände und auf alle unsere Fahrzeuge. Es ist den oben erwähnten Personen unter Androhung von Straf- und Kostenfolgen im Zuwiderhandlungsfalle untersagt, das in unserem Besitz stehende Areal zu betreten oder durch beigezogene Dritte betreten zu lassen. Mittels solcher Plakate sie stehen auf der sgv-website zum Download bereit können Betriebe den Billag-Inspektoren Hausverbote erteilen. manifestation in bern GastroSuisse ruft am 19.April zur Demo auf. Gefordert werden gleich langespiesse in Sachen Mehrwertsteuer. Das Gastgewerbe demonstriert allesamt auf die Umsetzung der vom sgv beschlossenen Resolution zielen. Die auf Provisionsbasis arbeitenden Billag-Inspektoren verhielten sich unkorrekt und wahrscheinlich illegal. «Diese sogenannten Aussendienstmitarbeiter der Billag», schilderte Bigler anhand konkreter Beispiele, «dringen in die Betriebe ein, verstricken das Personal in Gespräche und suchen nach Radio- und TV-gebührenpflichtigen Geräten.» Absolut störend dabei sei die Tatsache, dass die Inspektoren sich nicht oder nicht ausreichend zu erkennen geben. «Im Strafrecht sind solche Ermittler als verdeckte Ermittler bekannt. Sie werden bei besonders schweren Straftaten eingesetzt, und ihr Einsatz unterliegt einer spezialisierten Gesetzgebung.» «Der sgv stellt fest, dass die Billag grundsätzlich nicht ermächtigt ist, einen Aussendienstpool von Mitarbeitenden zu beschäftigen. Die Billag Das Schweizer Gastgewerbe hat genug von den ungleichen Spiessen zwischen Restaurations- und Takeaway-Betrieben in Sachen Mehrwertsteuer. Für Montag, den 19. April (10 bis 14 Uhr), ruft GastroSuisse-Zentralpräsident Klaus Künzli seine Mitglieder darum zur Manifestation auf dem Berner Bundesplatz auf «Teilnahme ist Ehrensache». Gleichentags lanciert GastrosSuisse eine eidgenössische Volksinitiative «Schluss mit der MWSt-Diskriminierung des Gastgewerbes!». Mit einem Grossaufmarsch und Umzug durch die Berner Innenstadt gestartet wird um beim Bärengraben, die Manifestation ist für 11 Uhr auf dem Bundesplatz geplant soll der Politik klargemacht werden, dass sich das Gastgewerbe «nicht mehr länger diskriminieren und benachteiligen» lässt. «Wirtinnen und Wirte,Hotelières und Hoteliers, auf nach Bern, wir kämpfen!», betitelt Künzli seinen Aufruf zur Grossdemo. Mit gegen meist kleinen Unternehmen und Beschäftigten, darunter rund Lernende, ist das Gastgewerbe eine der wichtigsten gewerblichen Branchen, einer der grössten Arbeitgeber und der bedeutendsten Ausbildner. In Europa hat keine gesetzliche Kompetenz für ihre Inspektorentätigkeit. Sie handelt somit ohne Rechtsgrundlage.» Der sgv fordert deshalb, dass die Billag ihr Nachspionieren, das notabene von den Gebührenzahlern finanziert werde, umgehend beendet und das dadurch gewonnene Geld den Gebührenzahlern vergütet. hausverbote für billag-schnüffler Zu diesem Zweck schaltete der sgv auf seiner Internetseite ein Hausverbot für alle Billag-Mitarbeitenden und einen entsprechenden Musterbrief auf. Beide Papiere können von den Betrieben, aber auch von Privatpersonen heruntergeladen werden. «Der sgv fordert unmissverständlich: Mit den Machenschaften der Billag- Schnüffler muss endlich Schluss sein», sagte Bigler. Mit Werner Marti habe der sgv sich diesbezüglich versucht zu einigen, bisher allerdings ohne Erfolg. werde dieses volkswirtschaftliche Gewicht der Gastrobranche breit anerkannt, hält GastroSuisse mit Blick auf den Nachbarn Frankreich und viele weitere europäische Staaten fest. Insofern sei es höchste Zeit, zu handeln, schreibt das «GastroJournal». links aus den verbänden Thurgauer Gewerbe ist sehr gut im Schuss Anlässlich der 118. Delegiertenversammlung des Thurgauer Gewerbeverbandes konnte Verbandspräsident Peter Schütz mit grosser Erleichterung festhalten, dass sich der durch den Wirtschaftseinbruch angerichtete Schaden in Grenzen hält. «Viele Thurgauer Betriebe haben die Krise schadlos überstanden. Andere wurden hart getroffen, sehen aber mittlerweile wieder Licht am Ende des Tunnels. Grundsätzlich hellt sich die Stimmung wieder auf», meinte Schütz. Nachdem sich der Thurgau als Wohnkanton prächtig entwickelt habe, gehe es nun darum, auch als Wirtschaftskanton Fortschritte zu machen. Dazu gelte es insbesondere zum Gewerbe Sorge zu tragen und dieses durchgünstige Rahmenbedingungen zu fördern. Die stetig steigende administrativebelastung der Betriebe bezeichnete Präsident Schütz als «gewaltige Ressourcenverwschendung, die es dringend einzudämmen gilt». Neue Steuern und Gebühren seien konsequent zu bekämpfen. Das Gewerbe Thurgau unterstützt hier insbesondere die Aktivitäten des sgv gegen die Exzesse der Billag und der Pro Litteris. Es gelte auch, energisch für sichere und finanziell tragbare Sozialwerke einzutreten. Sorge bereitet dem Thurgauer Gewerbe, dass es trotz hoher Arbeitslosigkeit in verschiedenen Branchen nach wie vor sehr schwierig sei, ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte zu rekrutieren. Praktisch oppositionslos stimmte die Versammlung einer Erhöhung des Mitgliederbeitrags um 15 Franken zu, mit welcher die Durchschlagskraft sowohl des kantonalen als auch des Schweizerischen Gewerbeverbandes gestärkt werden soll. SW begrüsst Lockerung Schweizer Werbung (SW), die Dachorganisation der kommerziellen Kommunikation, begrüsst den Entscheid des Bundesrates zur Lockerung der Werberegelungen für private Radio- und TV-Stationen. Ab dem 1. April dürfen die privaten Radio- und TV-Sender mehr Werbung ausstrahlen. Grundsätzlich sind die TV-Sender nicht mehr verpflichtet, bei Werbeunterbrechungen zeitliche Mindestabstände einzuhalten. Zudem können einzelne Spots während der Übertragung von Sportereignissen ausgestrahlt werden. Es muss dabei jedoch wie bis anhin erkennbar bleiben, dass es sich um kommerzielle Botschaften handelt. Holzbau-GAV gilt für alle Der Bundesrat hat die Zusatzvereinbarung 2010 zum Gesamtarbeitsvertrag (GAV)Holzbau für allgemein verbindlich erklärt. Die Zusatzvereinbarung ist per 1. April 2010 in Kraft getreten. Im Zentrum steht dabei die Erhöhung der Mindestlöhne um ein Prozent. Mit der Zusatzvereinbarung 2010 gilt die Teuerung unverändert per 31. August 2008 als ausgeglichen. Die Spesenregelung gilt unverändert weiter. Für Holzbau- Unternehmen, welche die Löhne bereits Anfang 2010 entsprechend der Zusatzvereinbarung angepasst haben, besteht mit der Inkraftsetzung der Zusatzvereinbarung kein Handlungsbedarf. Spiritsuisse Die Schweizerische Vereinigung der Markenspirituosen (SVM) ändert ihren Namen und heisst nun Spiritsuisse. Ihr Ziel ist es, insachen Förderung eines verantwortungsbewussten Konsums von alkoholischen Getränken zum massgeblichen Verband der Anbieter im Bereich der Spirituosen zu werden. Mit ihren gegenwärtig neun Mitgliedern vereinigt sie schon 50 Prozent der inder Schweiz vertriebenen Spirituosen. worte der woche «Viele Staaten stehen nahe am Bankrott. Die Schweiz gilt als Steueroase und wird entsprechend attackiert. Anstatt ihre Wüsten zu bewässern, wollen die ausländischen Finanzminister die Oase Schweiz trockenlegen. Die EU macht Druck auf den automatischen Informationsaustausch und auf eine zentrale Steuerpolitik mit einer materiellen Harmonisierung. Deshalb müssen wir ein Abwehrdispositiv aufbauen, und zwar auf der Basis von versteuerten Geldern.» FDP-Nationalrat Philipp Müller, Reinach AG impressum herausgeber/verlag: Schweizerischer Gewerbeverband sgv Schwarztostrasse 26, Postfach 8166, 3001 Bern Tel www.sgv-usam.ch herausgeber: Hans-Ulrich Bigler, Direktor - verlagsleiter: Urs Wyler redaktion: Schwarztorstrasse 26, 3007Bern -Tel Patrick M. Lucca (Chefredaktor) -GerhardEnggist, Raphael Suter (Assistent) anzeigen: Publicitas Publimag AG,Seilerstrasse 8-Postfach,3001 Bern - Tel leitung: Alfred Blaser herstellung: St.Galler Tagblatt AG - auflage: Exemplare Der Abonnementspreis istimmitgliederbeitrag inbegriffen

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6 6 wirtschaft&politik Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 GesUNdheit UNd prävention Neue Studie weistnach, dass die Alkoholreklame keinen Einfluss auf den Konsum der Jugendlichen hat. sgv will mehr Selbstverantwortung. WerbungbringtkeineKunden Diese Tatsache schleckt leider keine Geiss weg: Es kommen je länger, je mehr gesetzliche Massnahmen auf uns zu, die unter dem Vorwand der Volksgesundheit die Bürgerinnen und Bürger bevormunden. Das jüngste und echt krasse Beispiel dafür ist der Entwurf für ein Bundesgesetz über Gesundheitsprävention und -förderung. Wer die umfassende Fürsorge von«mama Staat» nicht einfach für gottgegeben hinnimmt, der stellt sich die Frage nach den wissenschaftlichen Grundlagen dieser restriktiven Massnahmen. klares resultat Ein wichtiger Aspekt dieser Problematik ist der Einfluss der Alkoholwerbung auf den Konsum der Jugendlichen. Die betroffene Branche hat sich unter der Federführung des sgv näher mit den Auswirkungen befasst und eine Studie in Auftrag gegeben. Diese wurde kürzlich unter der Leitung des Psychologen Dr.Stefan Poppelreuter von der renommierten TÜV Rheinland Impuls GmbH durchgeführt. «Das Resultat ist klar und entspricht den Erfahrungen in anderen europäischen Ländern: die Werbung für alkoholische Getränke beeinflusst den Konsum der Jugendlichen nicht», fasst der Wissenschafter zusammen. risiko statt Giesskanne Anlässlich einer Medienkonferenz zur Vorstellung der Studie plädierte sgv- Direktor Hans-Ulrich Bigler für eine risikogruppenspezifische Präventionspolitik und erteilte allen Giesskannenbzw. Rasenmähervorschriften eine klare Absage. Diese führten «nicht nur zueiner Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit der gesamten Bevölkerung, sondern sind auch Gift für die Wirtschaft und vor allem für die KMU». Als negative Beispiele geisselte Bigler die Exzesse in der Lebensmittelpolitik, einen übertriebenen Passivrauchschutz und das neue Präventionsgesetz. Poppelreuters sorgfältig recherchierte Studie Ein Haus wird gebaut: Gerüstbauer, Maurer, Baumeister leisten ihre Arbeit. Was passiert nun, wenn der Auftraggeber zahlungsunfähig wird? Dank der Schweizer Lösung können Bauhandwerker ein Pfandrecht eintragen und ihre Leistungen bei einer Zwangsversteigerung bezahlen lassen. Wie funktioniert dies? Bauhandwerker,welche Material auf einem Grundstück verbaut und insofern zu dessen Mehrwert beigetragen haben, werden oftmals nach Vertrag erst nach einiger Zeit entschädigt. Zwischen dem Ausführen der Arbeiten und dem Zahlungszeitpunkt tragen sie ein höheres Risiko. Das Bauhandwerkerpfandrecht bietet für diese Zwischenzeit einen besonderen Schutz für den Bauhandwerker, damit er keinen Verlust erleidet. Ohne ihn werden seine Leistungen durch Einbau sofort Bestandteil desbebauten Grundstückes.Das Zivilgesetzbuchschafft aber mit seiner Bestimmung in Art. 837 Abs.1 Ziff. 3eine Möglichkeit für BauhandhaNdwerkerpfaNdrecht Die ausgeklügelteschweizer Lösung schützt die Baubranche Die einfache Risikoreduzierung Jugendliche bestimmen ihre Trinkgewohnheiten weitgehend selbst die Werbung spielt dabei keine wichtige Rolle. werker, ihre Ansprüche durchzusetzen, indem es ihnen ein Pfandrecht gibt. anspruchund Voraussetzungen Der Anspruch auf die Errichtung des Pfandrechtes entsteht mit Abschluss des Werkvertrages und erlischt drei Monate nach Vollendung der Arbeit. Der Anspruch besteht auch für Subunternehmer, unabhängig davon, ob der Grundeigentümer vom Nachunternehmer etwas wusste oder dies im Vertrag mit dem Generalunternehmer sogar ausgeschlossen hat. Keinen Anspruch haben jedoch Lieferanten von Baumaterialien bzw. Sachen, es sei denn diese wurden speziell für den Bau hergestellt oder sind nur noch schwer verwertbar. Die Voraussetzung für die Errichtung desbauhandwerkerpfandrechtes ist, dassdie Arbeit oder Lieferung das zu belastende Grundstück betreffen muss.der Eintrag darf nicht erfolgen bzw. muss gelöscht werden, wenn der Grundeigentümer hinreichende Sicherheitengeleistet hat. Bei öffentlichen Grundstücken (Bund, Kanton, Gemeinde) hat das Bauhandwerkerpfandrecht keine Gültigkeit. Um das Bauhandwerkerpfandrecht gerichtlich geltend machen zu können, muss dieses mittels Formular beim Bezirksgericht (je nach Kanton), in dessen Zuständigkeitsbereich sich die Liegenschaft befindet, angemeldet werden. Dieses Gesuch muss innerhalb von drei Monaten nach «gebrauchsfertiger» Fertigstellung der auszuführenden Arbeiten erfolgen. Dem Gesuch um Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechtes sind alle diese Angelegenheit betreffenden Unterlagen wie Werkvertrag, Rechnungen, Schlussabrechnung, Arbeitsrapporte etc. beizulegen. Sie werden Ihnen nach Abschluss des Verfahrens zurückgegeben. Gleichberechtigung für «kleine» Das Bauhandwerkerpfandrecht ist für die Stabilität der Verträge im Bau sehr wichtig. Entsprechend bedeutsam ist habe klar aufgezeigt, dass «generalpräventivemassnahmen die Ziele in der Regel nicht erreichten, sondern vielfach die Falschen treffen würden, ohne dabei jedoch das eigentliche Problem zu lösen.» Hier die wichtigsten Ergebnisse der Studie: die alkoholwerbung wird als langweilig beurteilt 83% der befragten Jugendlichen finden die Werbung für alkoholische Getränke eher langweilig und wenig unterhaltsam. 90% der Jugendlichen geben an, dass die Werbung ihr Verhalten nicht beeinflusst Die Hälfte der befragten Jugendlichen (50,6%) erklären, nie Produkte zu kaufen, die sie in der Werbung gesehen haben, während 40% von ihnen nur dann aufgrund der Werbung ein Produkt ausprobieren, wenn dieses ihnen innovativ und besonders interessant scheint. Desgleichen sagen 77% von ihnen, Werbung rege Jugendliche nicht oder kaum zum Konsum von alkoholischen Getränken an, und 90% der Befragten erklären, die Werbung habe keinen Einfluss auf ihre Trinkgewohnheiten. der einfluss der Gleichaltrigen ist ausschlaggebend. Auf die Frage, was ganz allgemein das Verhalten der Jugendlichen gegenüber alkoholischen Getränken beeinflusse, wird an erster Stelle (mit 85%) die Rolle der Altersgenossen, des Freundeskreises erwähnt, was auch von anderen Studien bestätigt wird.der Einfluss der Eltern und Geschwister kommt erst an zweiter Stelle (mit 65% resp. 62%). die eltern machen sich ein falsches Bild vom konsum ihrer kinder. Die Eltern sind sich zwar der Rolle der Gleichaltrigen als Faktor für die Beeinflussung des Konsums von alkoholischen Getränken besser bewusst als ihre Kinder, doch sie unterschätzen Gründe wie «Fun» oder geschmackliche Attraktivität. Die Eltern haben die Tendenz, «äussere» Gründe für den Alkoholkonsum ihrer Kinder verantwortlich zu machen. Ebenso sind die Eltern der Meinung, die Jugendlichen beziehen den Alkohol vor allem aus dem elterlichen Keller oder Kühlschrank; dabei kaufen die Jugendlichen ihre alkoholischen Getränke viel häufiger im Laden. Sie sind auch überzeugt davon, dasssichihre Kinder der Auswirkungen, besonders der potenziell negativen Auswirkungen, des Alkoholkonsums bewusst sind, was jedoch nur bedingt zutrifft. Die Eltern betrachten sich zu 74%als wichtigsten Beeinflussungsfaktor, was den Alkoholkonsum ihrer Kinder angeht, noch vor den Altersgenossen. Entsprechend sind sie der Meinung, sie seien in erster Linie (87%) verantwortlich für die Prävention, während nur 10% von ihnen finden, der Handel müsse die führende Rolle in Sachen Prävention übernehmen. Ihnen zufolge tragen die Hersteller und Politiker nicht die Hauptverantwortung für die Prävention. werbeverbote sind kein präventionswerkzeug. Obschon die Rolle der Werbung als Einflussfaktor auf den jugendlichen Alkoholkonsum vonden Eltern doppelt so hoch eingeschätzt wird wie von den Jugendlichen selbst, finden beide Gruppen, nur verhaltensorientierte Präventionsmassnahmen seien effizient, was in flagrantem Widerspruch zur offiziellen Politik steht. Daraus lässt sich folgern, dass die Werbung nicht präventionsrelevant ist. Denn Tatsache ist nicht nur,dass sich Konsumniveau und Werbeausgaben in der Schweiz und in ihren Nachbarländern seit Jahren in diametral entgegengesetzten Richtungen entwickeln, sondern auch, dass sowohl die Jugendlichen als auch ihre Eltern Massnahmen wie Werbeverbote als wenig glaubwürdig beurteilen. Lu Studienautor Stefan Poppelreuter: «Die Eltern müssen ihre Verantwortung wahrnehmen.» die Tatsache, dass das Gesetz die Subunternehmer gleich wie Generalunternehmer behandelt. Zwar wurden in der letzten ZGB-Revision Stimmen dagegen laut, doch der Einsatz mehrerer Experten, darunter Professor Rainer Schumacher, machte es sogar möglich, die Subunternehmer im Gesetz ausdrücklich zu erwähnen. Das Bauhandwerkerpfandrecht hat vor allem eine präventive Wirkung. Es soll den Bauherren einen Anreiz geben, alle im Bau involvierten vollständig und pünktlich zu bezahlen. Das einzigartige schweizerische Modell des 100-jährigen Bauhandwerkerpfandrechtes ist eine Erfolgsgeschichte. sc fachbuch Rainer Schumacher,Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Auflage, Schulthess-Verlag, Zürich, Fr Nachlese Herz für Copains Das Mehr- sprachen- Land Schweiz muss zur französischen Sprache Sorge tragen. Deshalb rüttelt auch niemand an der aktiven Mitarbeit in der Internationalen Organisation der Frankophonie, der fast 70 Länder angehören. Doch ein vernünftiges Mass ist auch in diesem Bereich angezeigt. Entsprechend hat der Bund in seiner Botschaft zum Frankophoniegipfel, der vom 20. bis 24. Oktober in Montreux stattfindet, den bewussten Verzicht auf jeden Luxus angekündigt. Das Parlament kürzte trotzdem den beantragten Kredit wohlweislich von 35 auf 30 Millionen Franken. Doch auch das reicht für allerlei Pläsierchen. Allein der Armeeeinsatz à la WEF Davos kostet vier Millionen Franken, weitere 2,5 Millionen Franken sind für die standesgemässe Verpflegung der rund 3000 Gäste reserviert. Und weil man im Departement der Genferin Calmy-Rey nicht nur die Sprache und Kultur, sondern auch die Copains pflegen möchte, erging der Organisationsauftrag satte drei Milliönchen ohne öffentliche Ausschreibung an die Genfer Agentur Publicis. Begründung des unschönen Vorgehens: Die Zeit sei zu knapp für ein ordentliches Verfahren gewesen. «Altersfalle» schnappt zu Als der sgv im Abstimmungskampf zur Senkung des Umwandlungssatzes darauf hinwies, dass nur ein Ja die Unterdeckung der Pensionskassen verhindern könnte, erhielt er Prügel sogar aus Teilen des bürgerlichen Lagers. «Sozialabbauer» und «Kapitalistenknechte» waren im von «Blick» & Co. inszenierten Schimpfkonzert noch die netteren Ausdrücke. Und siehe da: Kaum zwei Wochen nach der Abstimmung handeln die ersten Unternehmen und zwar voll im Sinne der vom sgv angekündigten Massnahmen. Der Umwandlungssatz bleibt zwar im obligatorischen Bereich gleich, doch im Überobligatorium wird ergesenkt. Vorgemacht haben es grosse Arbeitgeber wie der Bund und Roche. Noch weiter gehen die Migros und die SBB, die das Rentenalter hinaufsetzen. Sogar die für ihre Privilegien berühmte SRG sieht sich gezwungen, die Frühpensionierung weniger attraktiv zu machen. Weitere Firmen müssen bald folgen, denn der «Altersfalle» der Überalterung der Pensionskassenmitglieder lässt sich eben nicht mit rötlicher Ideologie und Lügen-Slogans wir «Rentenklau» entrinnen. Verkehrte welt Das Bröckeln des Bankgeheimnisses stoppt die Steuerflucht nicht etwa, sondern fördert sie sogar: «Dass das Bankgeheimnis brüchiger geworden ist, führt nur dazu, dass die Auswanderung beschleunigt wird», kommentiert die renommierte französische Wirtschaftszeitschrift «Capital». Wohnen die Franzosen, die Geld in der Schweiz verstecken, neu in Genf oder Verbier statt in Paris, sind sie vor ihren Behörden in Sicherheit. Attacken auf das Bankgeheimnis erwiesen sich laut der Zeitung «Sonntag» sogar als Werbung für den Wohnort Schweiz: Dieser überraschende Effekt zeigt sich auch bei den Deutschen. «Ich kann diesen Trend bestätigen», sagt der Schwyzer Landammann und Finanzdirektor Georg Hess.«Ich hatte Gespräche mit Deutschen, die nun in Erwägung ziehen, hierherzuziehen. Einige wirklich Vermögende sind bereits gekommen.» Fazit des CVP-Politikers: «Die Jagd auf Reiche und der Trend zum gläsernen Bürger wirken sich für deren Heimatländer zunehmend kontraproduktiv aus.»

7 Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 wirtschaft&politik 7 UMwEltrEcht Klammheimlichbetreibt der Bundesrat die Ratifizierung der Aarhus-Konvention. Die Konsequenzen eines solchen Schrittes wärenfür die Schweiz verheerend fremde Richter hätten noch mehr zu sagen. ArgeVerharmlosungspolitikinAarhus Aarhus (hier das Rathaus) als Symbol für ein verfehltes Abkommen. Man stelle sich vor: Der Kanton Thurgau baut eine Landstrasse.Selbstverständlich wird er vor dem Bau die nötige Information zu den Auswirkungen auf Mensch und Natur in geeigneter Weise der Bevölkerung zugänglich machen. Im Thurgau ist dies so üblich. Falls Private oder Organisationen Fragen haben, können sie amtlich oder öffentlich vorgehen. Die Schweiz kennt mit dem Umweltschutzgesetz (USG), dem Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ) und sogar mit dem Bundesgesetz über dasverwaltungsverfahren (VwVG) verschiedene Möglichkeiten dafür. Schliesslich haben wir noch die allgemeine politische Diskussion. absurde szenarien Man stelle sich nun weiter vor, dass eine bestimmte Umweltschutzorganisation in einem fernen europäischen oder zentralasiatischen Land versucht, Informationen zum Strassenbau im Thurgau zu erhalten. Sie interessiert sich insbesondere für ganz bestimmte Berechnungen. Der Kanton Thurgau weist die Anfrage zurück,denn die Organisation sei nicht direkt vom Strassenbau betroffen und die gewünschte Information enthalte vertrauliche Angaben. Nun klagt diese Umweltschutzorganisation ihr vermeintliches Recht ein; der Thurgau verliert und muss die Kosten der Gerichtsverhandlungen tragen. Ein unmögliches Szenario? Nicht ganz. Falls die Schweiz die Aarhus-Konvention ratifiziert, ist dies noch schnell möglich. Der Bundesrat scheint bereit, eine solche Entwicklung in Kauf nehmen zu wollen. problem für Betriebe «Für unsere Betriebe sind viele Punkte der Aarhus-Konvention höchst problematisch», sagt sgv-direktor Hans- Ulrich Bigler. Zwar richte sie sich an die Kantone, doch wer einmal an einem Projekt von der öffentlichen Hand beteiligt ist, unterliege ihren Vorschriften. «Wenn eine Firma beispielsweise spezifische Daten, Berechnungen und Pläne zum Teil des Umweltverträglichkeitsberichtes macht oder als Offerte dem Kanton zustellt, muss sie damit rechnen, dass diese Daten bekannt gegeben werden. Und zwar an die Allgemeinheit und sogar an die ausländische Konkurrenz», kritisiert Bigler. Denn einen direkten Anspruch auf die Information müsse von den Anfragern nicht nachgewiesen werden die Auskunft haben die Schweizer Behörden kostenlos oder zu geringen Kosten zur Verfügung zu stellen. Die Amtsstellen müssten so auf Kosten der Steuerzahler personell verstärkt werden, was indirekt wieder zu einer Belastung des Wirtschaftsstandortes und damit der Betriebe führt. Die Bundesverwaltung verharmlost das Ganze und sagt: «Auf der Ebene des Bundes führt die Annahme der Konvention zu geringen Anpassungen im Umweltschutzgesetz. Die Kantone ihrerseits werden verpflichtet, das Recht auf Zugang zu Umweltinformationen zugewähren.» Der Gewerbedirektor ärgert sich über das klammheimliche Vorgehen der Landesregierung: «Wieder einmal wird versucht, eine einschneidende Änderung desrechts vorzunehmen, ohne diebreite Öffentlichkeit zu konsultieren. Zwar fand eine Vernehmlassung statt, doch die Informationen zu den konkreten Auswirkungen der Ratifizierung flossen eher spärlich. Unterdrückt wurde gar die Tatsache, dass Länder, welche die Konvention bereits ratifiziert haben, grosse Mühe mit ihrer Umsetzung haben. Aarhus führt zu Mehrkosten, adminis- DiE aarhus-konvention 1998 unterzeichnete die Schweiz im dänischen Aarhus das «Übereinkommen über den Zugang zu Informationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten». Bis heute haben 44 Staaten und die EU das Abkommen ratifiziert. Es setzt folgende Instrumenteein: n Die Behörden sind verpflichtet, die Öffentlichkeit über die Umweltbelastungen und den Erfolg von Umweltschutzmassnahmen zu informieren. Jede privateoder juristische Person hat das Recht, amtliche Umweltinformationen einzusehen. trativer Belastung, Verzögerungen und rechtlicher Unsicherheit. Diese ist so gross, dass sich in Österreich sogar Umweltverbände gegen die Konvention aussprechen.» Unterschlagen werde auch ein wichtiger Zusatz: Die Konvention wirdweiterentwickelt. Das heisst, sie kann ihre Vorschriften verschärfen, bestimmte Gerichte einführen oder sogar verlangen, dass Unternehmen alle möglichen Daten preisgeben. Henrique Schneider n Die Beteiligung der Öffentlichkeit an Entscheidungsverfahren: Jede privateoder juristische Person hat das Recht, Stellung zu Vorhaben zu nehmen, welche Auswirkungen auf die Umwelt haben. n Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten. Wichtig ist dabei, dass diejenigen, die um Informationen anfragen, keine Parteistellung erlangen. Deswegen und im Zusammenhang mit dem dritten Punkt (Gerichte) könnte jeder klagen, ohne befürchten zu müssen, die Prozesskosten zutragen. Kurzgesagt: Alle können sich einmischen, gratis vor Gericht gehen und so Projekteverzögern.

8 8 service&beratung Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 aktueller test neuer VW-Transportermit Allradantrieb Der zuverlässigegeschäftspartner In diesen Tagen ist der VW-Transporter inseiner jüngsten Version auch mit Allradantrieb «4Motion» lieferbar. Die sgz konnte sich bereits vorgängig mit der perfektionierten Technik auseinandersetzen. Die aufgefrischte Front der intern «T5» genannten Baureihe tragen auch die Allradversionen zur Schau. Der Kastenwagen und der Kombi mit verglasten Seiten stehen in zwei Radständen und drei Dachhöhen zur Wahl. Serienmässig ist die Schiebetür rechts.zudem ist der VW T5 als Pritschenwagen, Chassis-Kabine und Chassis-Doppelkabine ab Werk in zahlreichen Varianten bestellbar. Als Einsteigerversion ist ein 2-Liter- Benziner mit 118 PS verfügbar.wichtiger erscheinen jedoch die wirtschaftlichen Turbodiesel mit ebenfalls 2Litern Inhalt und vier Leistungsstufen. Die drei schwächeren Versionen besitzen einen Abgasturbolader mit variabler Geometrie, derweil die 180-PS-Maschine von zwei Turboladern befeuert wird. Erstmals sorgt in den 140- und 180-PS- Ausführungen auf Wunsch ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe ( Franken) für höheren Komfort. Der Fahrer kann die Schalterei der elektronischen Steuerung überlassen oder selbst Hand anlegen. So ausgerüstet, hat die Konkurrenz dem VW-Transporter nichts Vergleichbares entgegenzusetzen. Erste Fahrten mit der 140-PS-Version und voller Zuladung (700 kg)zeigten ein erfreuliches Bild. Der Kastenwagen fährt auf der Autobahn wie auf Herausforderung für die Konkurrenz: VW-Transporter 4Motion. Schienen und zeigt sich auch auf normalen Strassen echt agil. Die Vorteile des Allradantriebs kommen erst zum Tragen, wenn die Fahrbahn klitschnass oder gar schneebedeckt ist. Dann entscheidet die Haldex- Kupplung der vierten Generation in wenigen Millisekunden, wie viel Kraft nach vorne und hinten geleitet werden kann, ohne dass ein Rad den Halt verliert. Die ergonomische Innenraumgestaltung macht die Bedienung des robusten Arbeitskollegen einfach. Viele Ablageflächen helfen mit, Ordnung zu halten. Obwohl in der Basisausstattung alle sicherheitsrelevanten und zudem einige Komfortmerkmale vorhanden sind, ist die Optionenliste lang, so dass jeder spezifische Wunsch erfüllt werden kann. Roland Hofer LinK versicherungsratgber Ist der vertragliche Schutz nochaktuell? Frühlingsputz auchimdossier nötig Andreas Althaus, der Autor dieses Ratgebers, beantwortetgerne Ihre Fragen. Seit 30 Jahren sammelt er in verschiedenen GesellschaftenErfahrungen im Versicherungsbereich für Betriebe. Althaus arbeitet bei der Mobiliar. Fragen sind zu richtenan: Mit dem Frühlingserwachen kommt oft das grosse Reinemachen. Herausgeputzt präsentiert sich die Gewerbezeitung in ihrem neuen Kleid. Auch Versicherungsdossiers brauchen ab und zu einen Frühlingsputz: Aufräumen, wegwerfen und neu ordnen hilft. Aber dies genügt häufig nicht: Über die Zeit entstehen im Versicherungsschutz Überschneidungen, Unterdeckungen oder Lücken. Diese müssen laufend den wechselnden Gegebenheiten und persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Lösungen anpassen Deshalb: Überlegen Sie, was sich bei Ihnen im betrieblichen und privaten Bereich in den letzten Monaten oder gar Jahren verändert hat. Vergleichen Sie Ihre Erkenntnisse mit Ihrem Versicherungsschutz.Im Internet finden Sie zur Unterstützung Versicherungssummenrechner und Versicherungs- Checks.Wenden Sie sich an IhreBeraterin oder Ihren Berater.Zusammen finden Sie die passenden Lösungen für Ihre Versicherungs- und Vorsorgebedürfnisse. Hier einige Hinweise, was Sie besonders beachten sollten. Hand aufs Herz haben Sie sich überlegt, dass nach einem Totalschaden durch Feuer, Wasser oder Diebstahl im Betrieb oft die gesamte Infrastruktur neu beschafft werden muss: Maschinen, Geräte,Apparate, Lagerbestände bis hin zum Brieföffner und Kugelschreiber. Entspricht der Preis solcher Anschaffungen noch Ihrer aktuellen Versicherungssumme? Wenn nicht, besteht eine Unterversicherung. Ist Ihr Betrieb aufgrund eines Schadenfalls nicht mehr in der Lage,Kundenwünsche wie gewohnt zu erfüllen, müssen Sie unter Umständen extern produzieren lassen. Das führt zu Mehrkosten vor allem wenn Sie die Lohnzahlungen weiterführen müssen, obwohl Sie die Arbeitskräfte vorübergehend nicht beschäftigen können. Sichern Sie sich deshalb ausreichend gegen das Risiko des Betriebsunterbruchs ab. aufgepasst beim Hausrat Oft stellt man erst beim Frühlingsputz fest, wie viel man besitzt. Anfangs ist der Hausrat überschaubar. Mit den Jahren kommen mehr und vielleicht auch wertvollere Möbel, Küchengeräte, Kleider usw. hinzu. Prüfen Sie die Versicherungssumme Ihrer Hausratversicherung und gehen Sie bei der Berechnung von einem Totalschaden aus: Zum Beispiel nach einembrand müssen SiealleGegenstände, vom Sofa über die Bettwäsche bis hin zur Zahnbürste und den Socken neu anschaffen. geldtipp Das Thema Geld nicht verdrängen Über Geld spricht man nicht, denn Geld ist für viele entweder zu kompliziert, zu abstrakt, zu unwichtig oder schlicht zu unmoralisch, wie aus verschiedenen Studien zur Psychologie des Geldes hervorgeht. Fast die Hälfte der Bevölkerung meidet dieses Thema deshalb völlig. Und viele andere kümmern sich zwar um ihre privaten Finanzen, verpassen aber mangels Engagement und Selbstvertrauen immer wieder erhebliche Chancen. Nicht einmal jeder Fünfte plant seine Finanzen aktiv und erfolgreich, zeigen diese Untersuchungen. Aus den Augen ist aber hier nicht aus dem Sinn. Die Vermeidung oder Verdrängung des Themas Geld ist zweifellos keine geeignete Strategie,umdie damit verbundenen Probleme zu lösen. Wenig zweckmässig ist es ebenfalls, die Geldangelegenheiten einfach an den Ehepartner, gute Bekannte oder den Finanzberater zu delegieren. Weit besser ist es, das Reden über Geld zu enttabuisieren und das Wissen über Geldangelegenheiten zu mehren. Mit regelmässigen Geldtipps will die sgz künftig einen Beitrag dazu leisten. fg grüner daumen Kampfdem Riesenbärenklau Der Riesenbärenklau hat sich in den letzten Jahren inder Schweiz stark ausgebreitet. Das giftige Gewächs, das im 19. Jahrhundert aus dem Kaukasus nach Europa als Zierpflanzeeinge- führt wurde, sollte unbedingt noch vor dem Blühen bekämpft werden. Am besten wird dabei zur Hacke gegriffen. Die Knospen sind dicht unter der Erdoberfläche zu finden. Ausgegrabene Pflanzen sollten auf einer Folie ausgebreitet in die Sonne gelegt werden, damit sie vertrocknen. Werdas Ausgraben verpasst, wird schon im Juni gewaltige Blütenstängel sehen, die eine Höhe von bis zu vier Meter erreichen können. Tückischer Feind aus dem Kaukasus: der Riesenbärenklau.

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11 Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 KmU-Porträt 11 CreametaL ag Berner Metallbauer haben als Gerätetüftler den Neuanfang gewagt. IhreErfindungen erleichtern den Geländer-, Pfosten- und Rahmenbau und sorgenauch bei kniffligen Bohrarbeiten für einen Zeitgewinn. DerMetallbauwirdrationalisiert Metallbauer Daniel Ivanovic von der Karl Zimmermann AG installiert die Schweisslehre Crea-Swiss für den Rahmenbau. Das Creametal-Team zeigt stolz die ausgezeichnetecrea-fix (v.l.n.r.): Jürg Schlechten, Supportund Verkauf, Rolf Stiefenhofer, Technik und Verkauf, Thomas Zimmermann, Geschäftsführer,Sandra Sulja, Sekretariat, und Markus Hofer, Marketing und Verkauf. Schweissarbeiten sind selbst für die geübtesten Metallbauer nicht nur wegen der dabei freigesetzten Hitze schweisstreibend. Beim Zusammenfügen zweier Metallstücke ist höchste Präzision gefragt, sowohl beim Abmessen als auch beim Aneinanderschweissen. Die Vorgaben müssen auf den Millimeter genau eingehalten werden, damit die Teile optimal zusammen passen.eine solche Topleistung wird aber besonders dann zum nur schwer lösbaren Unterfangen, wenn zwei der Teile schräg aneinandergeschweisst werden müssen. «Die Metallbauer haben es sich deshalb angeeignet, für jede knifflige Schweissaufgabe inzeitraubender Vorarbeit eine provisorische Halterung anzubringen», erklärt Thomas Zimmermann, selbst gelernter Metallbauer. «Da die Schablone je nach Winkel ganz unterschiedlich angebracht werden muss, wurde sie fast immer nach getaner Arbeit entsorgt.» Verstellbare Schweissvorrichtungen Jahrelang waren auch die Arbeitsabläufe immetallbauerbetrieb seiner Familie, der Karl Zimmermann AG im Berner Mattequartier,zeitraubend und umständlich. Bis Thomas Zimmermann, Sohn des Werkstattbesitzers, Mitte der Neunzigerjahre damit begann, stets neu verstellbare Schweissvorrichtungen zu entwickeln. Sein Vater Hans und sein Bruder Karl halfen tatkräftig mit. «Uns hat gestört, mit welchem Aufwand Geländer hergestellt werden Deutscher Bundespreis für Innovation Crea-Fix Ausgezeichnete Erfindung Die neueste Innovation der Creametal AG heisst Crea-Fix. Die Pfostenschweisslehre ist nicht nur ein Verkaufsschlager in den ersten Wochen nach dem Markteintritt konnte die Firma allein in der Schweiz 58 Lehren verkaufen, sondern auch eine preisgekrönte Innovation. «Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat uns dafür Anfang Jahr eine Goldmedaille verliehen», sagt Thomas Zimmermann. «Den Bundespreis 2010 für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk.» Bereits der zweite Bundespreis Es ist bereits der zweite Bundespreis für Thomas Zimmermann und sein Team, 2005 erhielten sie die gleiche Auszeichnung für das Bohrcenter Crea-Drill. «Es war ein tolles Gefühl, wieder als Sieger auf der Bühne zu stehen», sagt Zimmermann.«Die Anerkennung im Saal wargross,die Schweizer Nationalhymne wurde aber nicht gespielt», erzählt er lachend. Crea-Fix ist eine Universalschweissvorrichtung für Kopf-, Fuss- und Stirnplatten sowie Handlaufschalen. «Mit der Pfostenschweisslehre können Metallbauer schnell und rationell Platten undhandlaufschalen anschweissen», erklärt Creametal-Marketingleiter Markus Hofer. Die Lehre sei universell für Geländerpfosten, Stützen und kleinere Träger im Metallbau geeignet. «Mit Hilfe der fest montierten Massskalen können alle Anschläge der Crea-Fix auf die gewünschten Werte eingestellt werden. Die Platten können symmetrisch oder auch aussermittig positioniert werden.» Winkel direkt ablesen LINKS müssen», erklärt Thomas Zimmermann.InmonatelangerTüfteleientwickelten sie die Geländerlehre Crea- Star,welche für alle Bauteile einsetzbar ist, die eine Stabteilung benötigen. «Die Ausleger für Ober- und Untergurt sind verstellbar, sodass die Staketen immer zentrisch liegen fest fixiert in den Drehtellern», stellt Zimmermann das Prinzip vor. Die mühsame Rechnerei fällt somit weg. «Mit Hilfe des patentierten Scherensystems wird die Teilung eingestellt. Die Stababstände zwischen den Stäben sind gleich, Summenfehler ausgeschlossen.» Die Arbeitsvorbereitung reduziert sich auf ein Minimum. «Die Produktionszeiten lassen sich mit der Geländerbau-Schweisslehre Das Einrichten des Gerätes sei wirklich einfach. «Die Schweisslehre wird je nach Grösse und Position des Pfostens zur Platte eingestellt», so Hofer. «Dabei können die Masse direkt abgelesen werden.» Auch der Steigungswinkel, in dem die beiden Metallstückeaneinandergeschweisst werden sollen, lässt sich einfacheinstellen undsogleich ablesen. Die Aufnahme der Platte ist von 0bis 90 Grad verstellbar. Zur Präsentation nach Schweden Thomas Zimmermann rechnet damit, dass die Nachfrage der Metallbauer nach der neuen Erfindung erst dann richtig einsetzt, wenn die Fachpresse Artikel über den gewonnenen Bundespreis veröffentlicht. «Unser österreichischer Händler hat vor einigen Tagen die erste Anfrage erhalten», sagt Zimmermann. Der Chef-Tüftler will nun das Gerät in ganz Europa heutigen und potenziellen künftigen Kunden präsentieren. Die Vorführungen übernehmen die Berner Mitarbeiter in der Tat meist gleich selber. Sowird Thomas Zimmermann demnächst den Crea- Fix in den Firmenwagen einladen und zu einer Präsentation nach Schweden fahren. met um 30 bis 50 Prozent reduzieren», schätzt Thomas Zimmermann. Einen Zeitgewinn,den heute Hunderte Metallbauer im In- und Ausland zu schätzen wissen. «Wir haben sogar Kunden in Russland, Israel und Amerika», verrät der Chef-Tüftler. Im Familiengebäude geblieben «Die Idee war so erfolgreich, dass wir 1997 eine eigene Unternehmung gründen konnten: die Creametal AG, die sich ganz auf die Entwicklung von Hilfsgeräten für den Metallbau spezialisiert hat. Der Betrieb umfasst heute fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.» Sitz der Firma blieb stets das Familiengebäude. Die Büros befinden sich im vierten Stock, als Testlaboratorium dienen die Produktionsräume der Karl Zimmermann AG,die heute von Karl Zimmermanns Bruder geführt wird. «Bei unseren Produktentwicklungen orientieren wir uns ausschliesslich an den Anforderungen aus der Praxis», erklärt Thomas Zimmermann. «Wir optimieren die Prototypen deshalb im Metallbaubetrieb meines Bruders. Zudem erprobten Testunternehmen die Lehren in der Praxis.» Konkurrenzfähig bleiben Crea-Star ist mittlerweile nur eines von mehreren Creametal-Geräten, welche es den KMU-Betrieben ermöglichen, auch bei kniffligen Aufträgen konkurrenzfähig mit der Industrie zu bleiben. Mit Crea-Star sowie weiteren Innovationen wie Crea-Swiss, der Schweisslehre für Rahmenbau, Crea- Drill, dembohrcenterfür Metallbau, sowie dem Anfang Jahr auf den Markt gebrachten Crea-Fix, einer Pfosten-Schweisslehre(siehe unten), können selbst Lehrlinge im ersten Ausbildungsjahr Schweissarbeiten präzise und schnell ausführen. «Wer weiss, obdie Produktionsaufträge ohne diese Geräte nicht an KMU, sondern an Industriebetriebe oder Anbieter aus Billiglohnländern erteilt würden», sagt Zimmermann. «Wir wollen verhindern, dass Industrieroboter das Handwerk der Metallbauer verdrängen.» Kauf manchmal erst nach Jahren Thomas Zimmermann weiss, dass sich viele Handwerker mit der Anschaffung von neuen Arbeitsgeräten schwertun. Erst recht, wenn die Verkaufspreise wie bei den Creametal- Vorrichtungen im fünfstelligen Bereich liegen. Manche Metallbauer kauften daher den Crea-Swiss oder den Crea-Star erst Jahre nachdem sie an einem der Messeauftritte Zimmermanns Team getroffen haben. Einige Werkstattverantwortliche hätten erst in jüngster Zeit realisiert, dass die Rationalisierung von Standardaufgaben für einen Metallbaubetrieb überlebenswichtig ist. Andere würden sich dagegen zum Kauf entschliessen, weil ein frisch zum Team gestossener Metallbauer zuvor mit einem Creametal-Gerät gearbeitet habe. Die Innovationen aus dem Berner Mattequartier geniessen in der Metallbaubranche jedenfalls einen guten Ruf. Schock beim Überraschungsbesuch Dass die Kunden auch wirklich zufrieden sind, überprüfen Thomas Zimmermann und seine Mitarbeiter bevorzugt vorort. «Bei uns ist es üblich, dass wir ein Jahr nach Auslieferung unserer Geräte den Kunden einen Überraschungsbesuch abstatten und gemeinsam mit ihnen erörtern, ob die von ihnen erhofften Vorteile tatsächlich eingetroffen sind.» Einmal hat er mit anhören müssen, wie ein Chef das ausgelieferte Creametal-Gerät als ineffizient bezeichnet habe. «Zu meiner Erleichterung widersprachen ihm aber seine Mitarbeiter und erklärten dem verdutzten Chef, wie sehr unsere Erfindung ihren Arbeitstag erleichtert hat.» Matthias Engel Die Pfostenschweisslehre Crea-Fix wurde innerhalb weniger Tage 58 Mal verkauft. das UNterNehmeN Die CreametalAGist aus der Karl Zimmermann AG, einem Stadtberner Metallbauunternehmen mit 30 Mitarbeitern, hervorgegangen. Tochterfirma ist die CREAMETAL InnovativeWerkzeugeGmbH in Deutschland. Die Gerätewerden von Drittfirmen produziert immer in der Schweiz.

12 12 SCHWERPUNKT Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 flottenleasing Firmenfahrzeugewerden meistgekauft. Immer mehr KMU entdecken alternativefinanzierungsformen. Potenzial für Full-Service-Leasing Der Eindruck täuscht: Die Krise verlangsamt das Flottenwachstum. Foto: AUDI Beim Outsourcing von Fahrzeugflotten-Leistungen ist bei Schweizer Unternehmen im Vergleich zum EU- Raum noch ein grosses Potenzial für Full-Service-Leasing vorhanden. In der Schweiz ist der Kauf von Firmenfahrzeugen nach wie vor die Hauptfinanzierungsmethode.58Prozent der Schweizer KMU kaufen ihre Flotte, bei den Grossunternehmen sind es sogar 68 Prozent. Dies ist das Resultat der Studie Corporate Vehicle Observatory CVO, die seit 2003 auf Initiative der BNP Paribas und ihrer Tochtergesellschaft Arval, einer Spezialistin für Full-Service-Leasing und Flotten-Management, bei 300 Schweizer Flottenbesitzern durchgeführt wird. Leasingverband mit Entwicklung zufrieden Während in den EU-Ländern dieser Anteil nur bei rund einem Drittel liegt, will in der Schweiz sogar ein Drittel der befragten Unternehmen ihren Kaufanteil in den kommenden Jahren noch erhöhen. Den hohen Kaufanteil erklärt Arval mit der kürzeren Tradition von Leasing (mit Kaufrecht) und Full-Service-Leasing in der Schweiz. Der Schweizerische Leasingverband zeigt sich trotz dieser Entwicklung nicht unzufrieden: Immer mehr Unternehmen, zunehmend auch KMU, entdeckten das Flottenleasing und vor allem auch das Flottenmanagement, schreibt der Verband im Jahresbericht Erstmals überstieg das Neugeschäft der Verbandsmitglieder 2008 die Milliardengrenze und das Volumen stieg auf 1,9 Mrd. Franken. Dies entsprach neu abgeschlossenen Verträgen sowie einem Bestand von Verlangsamtes Wachstum Generell ergab die CVO-Erhebung im vergangenen Jahr,dass Unternehmen in der Schweiz und Europa zwar ihre Firmenflotten auch in der Krise weiterhin vergrössern wollten, allerdings mit verlangsamter Tendenz: 2008 wurden Zuwachsraten um bis zu einem Drittel innerhalb der kommenden drei Jahre vermeldet, 2009 beliefen sich die Schätzungen noch auf 3bis 13 Prozent. Patrick Gunti ImmobILIENLEaSINg Bei gewerblichen Liegenschaften ist Leasing ein Nischenprodukt. Dabei solltejeder Finanzchef einer Unternehmung alle wichtigen Finanzierungsarten als Möglichkeit prüfen. DiealternativeImmobilienfinanzierung Immobilienleasing ist in der Schweiz noch zu wenig bekannt als alternative Immobilienfinanzierung. Zwar ist diese Geschäftsform in der Schweiz seit den 1970er-Jahren bekannt. Doch hat sich Immobilienleasing nie auf breiter Front durchgesetzt. Gemessen am Total der Finanzierungen für gewerbliche und industriell genutzte Liegenschaften ist Leasing auch heute noch ein Nischenprodukt. Welche Immobilien werden geleast? Nach der Statistik des Schweizerischen Leasingverbandes (SLV) sind es vor allem Bürohäuser, Hotels, Parkhäuser,Logistikzentren und Produktionsgebäude. Das Investitionsvolumen im Einzelfall beträgt dabei zwischen 5 und über 100 Millionen Franken. Es gibt Leasinggesellschaften, welche Immobilien erst ab 10 Millionen Franken finanzieren. Dies hängt mit dem nicht unerheblichen Aufwand zusammen, welcher bei jedemeinzelnen Geschäft beider Leasinggesellschaft anfällt. Immobilienleasing ist kein Massengechäft, sondern eine Finanzierungslösung im Einzelfall. von Markus Hess, Geschäftsführer des Schweizerischen Leasingverbandes* Wer sind die Leasingnehmer? Immobilienleasing wurde ursprünglich vor allem von grossen internationalen Konzernen meist US-amerikanischen Ursprungs für die Finanzierung ihrer Europa-Zentralen eingesetzt. Nach und nach entdeckten aber auch die einheimischen Unternehmen, dass Leasingfinanzierungen vor allem helfen können, die Eigenmittel zu schonen. Bei herkömmlichen Immobilienfinanzierungen werden weit grössere Beträge langfristig gebunden, welche dann in der Produktion fehlen. In den umliegenden Ländern, vor allem in Österreich und Deutschland, ist das Kommunalleasing weit verbreitet. Dies hängt mit den knappen Mitteln der dortigen öffentlichen Haushalte, namentlich auf der Stufe der Städte und Kommunen, zusammen. Die dortigen öffentlichen Finanzchefs haben aber auch erkannt, dass der Leasing-Slogan «Pay as you earn»mehr ist als gute Werbung: Die Nutzungeines Gutesaus denerwirtschafteten Erträgen zu finanzieren, macht bei vielen Objekten wirtschaftlich Sinn,auch wenn sie einer öffentlichen Infrastruktur dienen. Dies wäre ein guter Grund, auch hierzulande Leasingfinanzierungen durch die öffentliche Hand vermehrt in Betracht zu ziehen. Nachdem unsere Gemeinwesen dank ihrem im internationalen Vergleich meist hervorragenden Rating jedoch am Kapitalmarktzukonkurrenzlosen Preisen Geld aufnehmen können, wird bei Neuinvestitionen kaum über Alternativen wie das Immobilienleasing nachgedacht. Zu betonen ist, dass die normalen Leasinggeschäfte nichts mit den Geschäftsmodellen zu tun haben, welche derzeit in der Presse kritisch dargestellt werden. Während der US- Präsidentschaft von Ronald Reagan wurden in den USA Steuererleichterungen für Leasinginvestitionen eingeführt, welche heute längst nicht mehr gelten. Die Gesetzesnovelle hatte aber zu den heute kritisierten internationalenfinanzierungsgeschäften geführt, welche mit dem klassischen Leasing nicht vergleichbar sind. Leasingnehmer sind in der Schweiz nach wie vor zur Hauptsache Unternehmen, denen die Nutzung einer Immobilie wichtiger ist als der Eigentumserwerb, oder die in Bezug auf Standort und Objekt eine gewisse Flexibilität wünschen. Gleichzeitig haben die Finanzchefs dieser Betriebe ihre Hausaufgaben gemacht und festgestellt, dass eine Leasingfinanzierung untereinbezugder Kosten und der Höhe des blockierten Eigenkapitals bei einer herkömmlichen Finanzierung sehr vorteilhaft sein kann. Was sind die Vorteile von Immobilienleasing? In wirtschaftlicher Hinsicht bietet Immobilienleasing für Leasingnehmer gerade in der heutigen Zeit erhebliche Vorteile: Die Schonung der Eigenmittel gepaart mit der langfristigen Anbindung historisch tiefer Zinssätze sprechen eine deutliche Sprache. Jeder Finanzchef einer Unternehmung muss heute für Investitionen eine Leasingfinanzierung als Objektfinanzierung prüfen. Das gilt nicht nur für Fahrzeuge und Maschinen, sondern auch für Immobilien. Nur dann kann er sicher sein, alle wichtigen Finanzierungsarten geprüft zu haben. * Partner von Kellerhals Anwälte Zürich, Basel und Bern Link

13 Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 schwerpunkt 13 FlottenleasinG In der Krisenzeit sind Fahrzeugleasing oder Outsourcing des Flottenmanagements für viele Unternehmen zum Thema geworden. FirmenwagenbleibteinStatussymbol Der Firmenwagenhat als Statussymbol weiterhin eine hohe Bedeutung. Firmenfahrzeuge werden in der Schweiz weiterhin mehrheitlich gekauft und nicht geleast. In der Krisenzeit sind Fahrzeugleasing oder Outsourcing des Flottenmanagements jedoch für viele Unternehmen zum Thema geworden, wie Marcel Evers, Managing Director der Arval (Schweiz) AG, iminterview erklärt. Gewerbezeitung: Herr Evers, welche Spuren hat die Wirtschaftskrise im Fahrzeug-Flottenmanagement hinterlassen? n Marcel evers: Es lässt sich generell feststellen, dass weniger Investitionen in teure Dinge getätigt werden. Für Fahrzeugflotten bedeutet dies, dass die Autos nicht mehr wie sonst nach 24 oder 36 Monaten ausgetauscht werden, sondern dass die Wagen einige Monate länger gefahren werden. Wir empfehlen unseren Kunden, die Fahrzeuge länger als ver- FOTO: BMW AG wollen, dass sie damit etwas verdienen. Im Rahmen des Kostenvergleichs ist für viele Unternehmen das Thema Outsourcing des Flottenmanagements zum Thema geworden, weil sich mit den all-inclusive-angeboten eines Full-Service-Leasing die Kosten optimieren lassen. Die Automobilbranche war und ist von der Krise mit am stärksten betroffen. Wie haben die Hersteller im Leasing-Bereich reagiert? Gab es neue Angebote, tiefere Preise, Rabatte? n Die verschiedenen Automobilhersteller haben hier unterschiedliche Strategien verfolgt und zum Teil Rabatte erteilt oder die Zinsen gesenkt. Auffallend war, dass erstmals auch die grossen deutschen Hersteller bereit waren, Rabatte zu geben. Grundsätzlich muss man festhalten, dass es auch für die Autohersteller im vergangenen Jahr nicht immer leicht war, von den Banken Kredite zu erhalten.entsprechend haben auch sie sich die Frage gestellt, ob sie mehr in den Verkauf oder mehr in die Entwicklung investieren wollen. welches Sparpotenzial in ökonomischem Fahrverhalten, Unfallverhütung und Modellen mit geringerem CO 2 -Ausstoss steckt. Erst jedes fünfte Unternehmen in der Schweiz setzt heute auf entsprechende Modelle, wie die von Arval jährlichdurchgeführte Studie «Corporate Vehicle Observatory CVO» ergeben hat. Einerseits geniesst das Thema bei den Managern nicht oberste Priorität, andererseits gilt es auch viele Fragen zu klären: Welche Autos? Was sind die Selektionskriterien hinsichtlich Treibstoff- und Motorenart? Wer darf welche Wagen fahren und zu welchem Zweck? Und letztlich ist es auch eine Kulturfrage.Der Firmenwagen als Statussymbol hat hierzulande immer noch einen hohen Stellenwert. Dies zeigt auch die in der CVO verbreitet geäusserte Absicht, in den nächsten zwei Jahren zwar auf kraftstoffsparende Fahrzeuge umzustellen (58 Prozent), aber nicht auf kleinere Modelle zu wechseln (25 Prozent). Wie hoch ist der Anteil von firmeneigenen Flottenfahrzeugen am Total aller in der Schweiz pro Jahr verkauften Autos? n In der Schweiz sind derzeit rund 4,3 Mio. Fahrzeuge immatrikuliert, ANZEIGE davon sind ungefähr Firmenwagen. Die durchschnittliche Flotte eines Schweizer Unternehmens umfasst 10 bis 20 Fahrzeuge. Wie hoch ist der Anteil der Unternehmen, die das Management ihrer Fahrzeugflotten outsourcen? n Wir gehen davon aus, dass ca Fahrzeuge in einem Full-Service-Leasing sind und im Rahmen des Finanzleasing-Geschäfts nochmals bis Die restlichen Fahrzeuge wurden gekauft. Der Kauf ist also die hauptsächlich angewandte Methode der Fahrzeugfinanzierung in der Schweiz, im Gegensatz zum EU-Raum, wo der Kauf-Anteil nur rund ein Drittel beträgt, der Full-Leasing-Anteil jedoch bis fast die Hälfte. Was sind die Hauptgründe der Firmen, ihre Flotte komplett auszulagern? n Gemäss unserer CVO-Studie geben 32 Prozentder Befragten die monatlichen Fixkosten als wichtigsten Grund für dieses Finanzierungs- und Service-Modell an. Weiter genannt werden der tiefere Verwaltungsaufwand (13 Prozent) und die Kostensenkungsmöglichkeiten (12 Prozent). Grosser Beliebtheit erfreuen sich dieserviceleistungen beim Full- Über arval Arval, eine Tochtergesellschaft des französischen Finanzdienstleisters BNP Paribas, ist eine führende europäische Spezialistin für Full-Service-Leasing und Flotten- Management und verwaltet in 39 Ländern rund Firmenwagen. Mit ihren über 4000 Mitarbeitenden hat Arval ein umfassendes Know-howund Controlling bei einfachen Prozessen aufgebaut. In der Schweiz beschäftigt die Arval(Schweiz) AG mit Sitz in Cham (ZG) und Gland (VD) über 50 Mitarbeitende. Service-Leasing, wo Wartung und Reparatur, 24-Stunden-Pannen- und Abschleppdienst, Reifenservice, Ersatzfahrzeug, Tankkarten-Management und Versicherungsleistungen rege genutzt werden. Wie viele Unternehmen und Fahrzeuge hat Arval in der Schweiz unter Vertrag? n Wir betreuen in der Schweiz rund 350 Kunden mit insgesamt rund 6000 Fahrzeugen. Interview: Patrick Gunti Marcel Evers, Managing Director Arval (Schweiz) AG. FOTO ArVAL einbart zu fahren. Die durchschnittliche Vertragsverlängerung ist von 19 auf 22 Monate gestiegen. Diese längeren Einsatzzeiten sind heute möglich, da alle Flottenfahrzeuge einen hohen Standard aufweisen. Haben Unternehmen, die bisher vorwiegend einen Kauf bevorzugt haben, vermehrt auf Leasing umgestellt? n Die Frage nach Kauf oder Leasing stellt sich nicht nur in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Überlegungen, ob man etwas Neues ausprobieren oder das Alte behalten will, werden immer angestellt. Natürlich wurden Kosten überprüft, verglichen und reduziert. Grundsätzlich haben wir konstatiert, dass sich die potenziellen Kunden vermehrt Gedanken machen und Informationen einholen, die Investitionen in den Fuhrpark aber für später planen, weil sie das vorhandene Geld heute so anlegen Hat eine Verschiebung hin zu kleineren und kosteneffizienteren Fahrzeugen stattgefunden und welche Rolle spielt dabei das Image? n Der öffentliche Druck ist ganz klar da, und es gibt auch Firmen, die darauf achten. Hinter einen schnellen Wechsel setze ich aber ein Fragezeichen. Ich gehe davon aus, dass die Umstellung im privaten Bereich schneller vor sich gehen wird als im geschäftlichen. Oftmals wird sowohl von Unternehmen als auch deren Lenkern noch deutlich unterschätzt, Gesprächspartner Der 40-jährige Marcel Evers ist seit Oktober 2007Managing Director der Arval(Schweiz) AG. Evers absolvierte die Hotelfachschule und lernte dabei alles über Dienstleistungen stieg er bei der holländischen Autoleasing- Gesellschaft Arma ein, wo er bis zur Übernahme von Arma durch Arval 2004 inverschiedensten Bereichen tätig war wurde er Business Unit Manager Arval Holland, ehe er seine heutige Funktion antrat.

14 14 inserate Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 Spass am Lesen! Viele weitere aktuelle Informationen über gewerbliche Themen und den sgv finden sie unter:

15 Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 schwerpunkt 15 Der Bau einer Geschäftsimmobilie setzt grossen Eigenmittelbedarf voraus Immobilienleasing ist eine mögliche Alternative. Foto: PixElio Gut rechnen, dann erst leasen: Unternehmen, die die Finanzierungsform Leasing wählen, müssen über eine solide finanzielle Struktur verfügen. ImmobIlIenleasIng Entscheidend sind solide finanzielle Struktur und guter Standort. LiquiditätdesUnternehmensschonen Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten wollen Unternehmen ihre Liquidität schonen. Werden aber trotzdem neue Büroflächen, Produktionshallen oder Lagerräume benötigt, ist das Immobilienleasing eine gute Alternative. Viele in den letzten Jahren stark gewachsene Unternehmen stehen vor dem Problem der räumlichen Verzettelung mit all ihren Nachteilen. Durch das Wachstum mussten immer neue Büro- und Produktionsflächen zugemietet oder zugekauft werden. Da drängen sich Planung oder Kauf neuer und bestehender Geschäftsimmobilien auf, dieganzauf diespezifischen Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet sind und dessen nachhaltige Entwicklung sichern. grosser eigenmittelbedarf Auch heute noch werden die meisten Kauf- oder Neubaufinanzierungen mit einem Hypothekarkredit verwirklicht. Zwar bewegen sich die Zinsen derzeit auf einem sehr tiefen Niveau, an der grossen finanziellen Belas- tung, dass ein beträchtlicher Teil des benötigten Gesamtkapitals aus Eigenmitteln beigesteuert werden muss, ändert dies aber nichts.wer trotzdem auf einen steigenden Raumbedarf reagieren, aber seine Liquidität schonen will, für den kann das Immobilienleasing eine lohnende Alternative sein. auf was der leasinggeber achtet Das Immobilienleasing unterscheidet sich nicht vonanderen Leasingarten wie beispielsweise dem Leasing eines Neuwagens: Der Leasinggeber stellt dem betreffendenunternehmen das benötigte Kapital für den Bau einer neuen Geschäftsimmobilie oder den Erwerb eines Gebäudes zur Verfügung. Während der Leasingnehmer während der gesamten Vertragsdauer den vollen Nutzen der Liegenschaft hat und für deren Unterhalt und die Instandhaltung verantwortlich ist, bleibt der Leasinggeber juristischer Eigentümer des Objekts. Das Unternehmen ersetzt dem Leasinggeberdie Kosten für das Kapital, das eramkapitalmarkt aufgenommen hat, bezahlt ihm eine Prämie und leistet Amortisationen. SämtlicheBetriebs- und Nebenkosten, Versicherung, Instandhaltung und Instandsetzung sind nicht Bestandteil der Leasingrate. AmVertragsende hat das Unternehmen die Möglichkeit, die Liegenschaft zum festgelegten Restwert zu erwerben. Möglich ist aber auch eine Verlängerung des Leasingvertrages oder das Objekt kann beim Leasinggeber belassen werden. solide finanzielle struktur, guter standort Unternehmen, die diese Finanzierungsform wählen, müssen über eine solide finanzielle Struktur verfügen, sonst wird der Leasinggeber, der die Finanzierung des Objekts zu 100 Prozent übernimmt und damit ein erhöhtes Risiko trägt, die Finanzierung nicht übernehmen. Der Leasinggeber achtet ausserdem darauf, dass sich ein zu finanzierendes Objekt an einem wirtschaftlich interessanten Standort befindet, damit er es im schlimmsten Fall bestmöglich verwerten kann. «sale-and-lease-back» als alternative Die am häufigsten angewandte Variante des Immobilienleasings ist das sogenannte «build-and-lease»-verfahren, bei dem der Leasinggeber ein Grundstück erwirbt, das Gebäude nach den Plänen und Bedürfnissen des Kunden erstellen lässt und es ihm anschliessend verleast. Interessant ist aber auch die Möglichkeit des sogenannten «sale-and-lease-back»: Bei dieser Finanzierungsvariante verkauft der Leasingnehmer ein bestehendes Objekt an eine Leasinggesellschaft und least es anschliessend wieder zurück. Zahlreiche Vorteile Bei beiden Varianten wird die Liquidität des Unternehmens geschont, das Eigenkapital kann in das Kerngeschäft des Unternehmens investiert werden und die Bilanzkennzahlen werden positiv beeinflusst. Was Unternehmen bei der Form des Immobilienleasings neben der langfristigen Finanzierung ebenfalls schätzen, ist die stabile und sehr gut planbare Finanzierung. wachstumspotenzial In der Schweiz ist das Modell des Immobilienleasings noch nicht sehr verbreitet betrug das Volumen der neu abgeschlossenen Leasingverträge 202 Mio. Franken, der Bestand abgeschlossener Verträge 901 Mio. Franken, wie dem Jahresbericht des Schweizerischen Leasingverbandes SLVzuentnehmen ist. Gemessen an den im Berichtsjahr insgesamt getätigten Finanzierungen für Immobilien sei dies immer noch eine sehr bescheidene Zahl, schreibt SLV-Präsident Thomas Mühlethaler.Es mehrten sich allerdings die Anzeichen, dass der Effekt der Schonung von Eigenkapital immer mehr gerade für Immobilien erkannt werde. Patrick Gunti

16 16 Schwerpunkt Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 LeaSingmarkt Schweiz Rund 20 Prozent weniger Neugeschäfte:Die Branche kann sich der Krise nicht entziehen. ImGleichschrittmitderWirtschaft Noch liegt kein endgültiges Zahlenmaterial für die Entwicklung des Leasingmarktes in der Schweiz im vergangenen Jahr vor, dennoch zeigt sich klar,dass sich der Leasingmarkt dem rezessiven Umfeld nicht entziehen konnte. «Leider hat auch die Leasingbranche ganz im Gleichschritt mit der Wirtschaft über alle Sparten gesehen und konsolidiert betrachtet circa 20 Prozent weniger Neugeschäfte ab- Weniger Neugeschäfte:Auchdie Leasingbranche bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren. geschlossen», erklärt Markus Hess, Geschäftsführer des Schweizerischen Leasingverbandes SLV auf Anfrage. Allerdings gilt es zu differenzieren: Während in einzelnen Bereichen wie zum Beispiel bei Flugzeugen, Schiffen und Rollmaterial eigentliche Einbrüche zu verzeichnen gewesen seien, habe der Bereich der Personenwagen etwa 1Prozent zugelegt, so Hess. Insbesondere die Konsumenten scheinen seiner Ansicht nach optimistisch Foto: Pixelio in die Zukunft zu blicken. Die Zahlen sind noch nicht definitiv,basieren aber auf einem Meldestand der SLV- Mitglieder von 95 Prozent und können deshalb durchaus als repräsentativ gewertet werden. alternative zum Bankkredit Hess unterstreicht die Bedeutung von Leasingfinanzierungen für Unternehmen: «Die Bedeutung des Leasinggeschäftes als Objektfinanzierung und damit Alternative für Bankkredite hat sich in den letzten Jahren sehr erfreulich entwickelt. Innerhalb von zehn Jahren wurde das Leasingvolumen verdoppelt.» Schonung der eigenmittel Ein Finanzchef, und zwar auch ein solcher in einem mittelständischen Unternehmen, werde sich heute immer auch eine Leasingfinanzierung überlegen müssen, wenn er alle wesentlichen Finanzierungsgrundlagen für den Investitionsentscheid gehörig zusammentrage, zeigt sich der SLV- Geschäftsführer überzeugt. «Da meist der ganze Anschaffungspreis über Leasing finanziert werden kann, schont Leasing die Eigenmittel der Unternehmenenorm. Und dies ist gerade in der heutigen Zeit so wichtig.» Optimistischer Blick in die zukunft Die weitere Entwicklung beurteilt Hess positiv: «Mit Leasingverträgen lassen sich die historisch tiefen Zinssätze mittel- und langfristig anbinden. Denn bei Investitionsgütern wird der Leasingvertrag in der Regel auf eine feste Laufzeit mit festen Konditionen abgeschlossen. Ich kann mir sodann vorstellen, dass auch die Banken Leasing neu entdecken werden. Sie können Dank dem Eigentum an den Leasingobjekten das Leasinggeschäft als gedeckten Kredit betrachten, der kaum mehr mit weiteren Eigenmitteln zu unterlegen ist.» Dies müsste den Banken bei den neuen Eigenmittelanforderungen von Nationalbank und FINMA gelegen kommen, erklärt Hess und folgert daraus, dass dies wiederum dem Finanzierungsleasing zusätzlichen Schwung verleihen müsste.«alles in allem nehme ich an, dass im kommenden Aufschwung Leasing zu den Gewinnern zählen wird.» privathaushalte: Leasingverträge mit stabilem Volumen Eine erste Bilanz zum Jahr 2009 hat auch die Zentralstelle für Kreditinformationen ZEK gezogen, die schweizerische Evidenzzentrale für Bonitätsinformationen aus Kreditgeschäften der privaten Haushalte.Demnach ist das Kredit- und Leasingvolumen in der Schweiz im vergangenen Jahr stabil geblieben. Die Zahl der neu abgeschlossenen Leasingverträge sei im Berichtsjahr um 4,4 Prozent auf rund gestiegen, heisst es in einer Mitteilung. Das Volumen legte jedoch nur um 0,1 Prozent zu. Ende 2009 belief sich der Gesamtbetrag der Leasingverträge auf 7,251 Mrd. Franken, was einem minimen Rückgang von 0,1 Prozent entsprach. Gemäss ZEK wurden in erster Linie Konsumgüterund kleinere Investitionsgüter-Leasingverträge mit Gewerbetreibenden registriert. konsumkredite steigen auf 8,136milliarden Die Zahl der neu abgeschlossenen Konsumkredite nahm 2009 gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf rund Verträge ab. Das Volumen der neu abgeschlossenen Konsumkredite stieg nach ZEK-Angaben um 0,7 Prozent auf 4,378 Mrd. Franken. Insgesamt waren per Ende 2009 bei der Zentralstelle rund Konsumkredite im Betrag von8136 Mrd. Franken (7,928 imvorjahr) registriert. grosse mehrheit mit einem laufenden Vertrag Der Anteil der Konsumenten mit mehr als einem laufenden Vertrag sei seit Jahren praktisch unverändert, heisst es weiter. 81,1 Prozent aller erfasstenpersonen hatten einen Vertrag laufen, 15,3 Prozent zwei Verträge und 3,6 Prozent mehr als zwei Verträge. Patrick Gunti publireportage Mieten statt kaufen: Professionelle IT-Infrastruktur ist auch für KMU erschwinglich Man least ein Auto, statt es bar zu bezahlen. Man mietet eine Wohnung, statt in Eigentum zu investieren Privatpersonen nutzen das Prinzip «mieten statt kaufen» rege. Nun ist der Trend auch immer häufiger in der IT-Welt zu beobachten. Sogenannte «Hosted Services» verfolgen das gleiche Grundprinzip: IT- Infrastruktur, sprich Hard- und Software, wird nicht angeschafft, sondern als Service gemietet oder abonniert. Ein Unternehmer muss sich in der Regel auf sein Kerngeschäft konzentrieren und hat kaum Zeit, sich mit der Büroinfrastruktur wie Telefonie und IT zu beschäftigen. Er muss sich darauf verlassen können, dass alles einwandfrei funktioniert und die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Es empfiehlt sich also für ein KMU, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen,die IT auszulagern und in Experten-Hände zu geben. Sorglos IT nutzen bei transparenten Kosten Genau diese Experten-Hände machen aus, wofür «Hosted Services» steht: extern betreute, bewirtschaftete und stets aktualisierte IT-Dienstleistungen. Bei Problemen oder wenn die Leistungen ausgebaut werden sollen, ist der Rundum-die-Uhr-Support nicht weit. Für KMU dabei nicht unwesentlich ist die transparente Kostenstruktur.Der Support und sämtliche Betreuungsaufgaben sind im meist fixen monatlichen Abonnementspreis enthalten. Zudem gibt es bei den meisten Hosted Services verschiedene Abonnemente mit verschiedenen Leistungsmerkmalen. Ein Unternehmer kann also genau das Angebot wählen, das GehosteteTeamdokumentenablagen ermöglichen mobiles Arbeiten. seinen Bedürfnissen am besten entspricht, und bezahlt nur, was er wirklich braucht. Die Kosten für die IT werden so budgetierbar und das Risiko von unkalkulierbaren Kosten entfällt. Flexibel und mobil dank Hosted Exchange Unter den Begriff «Hosted Services» fallen zahlreiche Dienste. So zum Beispiel der immer beliebtere Service Hosted Exchange die Basis für das mobile Büro. Dabei wird ein externer Server «gemietet». Auf diesem sogenannten Exchange Server sind alle Outlook-Daten wie s, Termine, Kontakte sowie Notizen und Aufgaben abgelegt. Die mobilen Geräte wie Handys oder Notebooks greifen auf den Exchange Server zu und holen sich von dort ihre Informationen. So hat zum Beispiel ein Arzt auch während den Hausbesuchen seine Termine im Griff und kann bei Bedarf gleich vor Ort eine dringende Medikamentenbestellung per an seine Praxisassistentin schicken. Zusammenarbeit über Firmengrenzen hinweg Der neuste Trend bei KMU allerdings noch wenig verbreitet ist eine gehostete Teamdokumentenablage. Dabei ist die gesamte Teamablage auf einem extern gemieteten Server abgelegt.alle Mitarbeitenden haben von überall via Internet Zugriff auf diese Teamablage und können die Dokumente bearbeiten. So ist sichergestellt, dass stets alle über die aktuellste Version eines Dokuments verfügen. Eine als Hosted Service angebotene Teamdokumentenablage eignet sich daher besonders für KMU mit mehreren Standorten, mit Mitarbeitenden, die oft von zu Hause oder unterwegs arbeiten, oder für KMU, die in Projekten mit Teilnehmern anderer Firmen arbeiten. Datensicher gespeichert auf externem Server Bei all den Services erfolgt der Zugriff auf die Daten über eine sichere Internetverbindung. Dasist zentral. Denn die (Daten-)Sicherheit ist das Aund Ofür KMU bei der Wahl ihrer IT.Doch nebst Zugriffund Übermittlung der Daten sollte auch die Ablage selber sicher sein. EinArzt kann es sich zum Beispiel nicht erlauben,dass ganze Krankengeschichten seiner Patienten verloren gehen. Bisher hat erdiese Daten womöglich auf einer externen Festplatte oder anderen Speichermedien gesichert. Doch diesind nicht vor Verlust oder Diebstahl geschützt. Hier kann einonline Backup Abhilfeschaffen. Dabei werdendie Daten automatisch und regelmässig auf einem externen Server gespeichert. Wenn nun die externe Festplatte mit denkrankenakten kaputt geht, hatder Arzt immer noch alle Daten auf seinem Online Backup zur Verfügung und kann von überall via Internet auf diese zugreifen. Professioneller Internetauftritt Bereits weit verbreitet ist das sogenannte Webhosting. Wer im Internet präsent sein möchte, braucht einen eigene Homepage. Deren Inhalte müssen auf einem Server hinterlegt werden, damit sie für alle Internet-nutzer ersichtlich sind. Beim Webhosting wird also ein solcher Webserver von einem externen Anbieter zurverfügung stellt. In der Regel beinhalten seriöse Webhosting-Angebote auch gleich -Konten, damit die Firmenadressefür sgleich lautet wie die Homepageadresse (beispielsweise und Fazit Mit Hosted Services kann ein KMU für wenig Geld professionelle IT «abonnieren» und bleibt dabei äusserst flexibel. Denn die meisten Dienstleistungen können individuell auf die Bedürfnisse des KMU abgestimmt und bei Bedarf ausgebaut oder reduziert werden. Beim Entscheid für einen Hosted Service sollte sich ein Unternehmer daher immer zuerst fragen, was er wirklich braucht, und sich dann das passende Angebot aussuchen. Monica Dell Anna, Leiterin Produktentwicklung bei Swisscom (Schweiz) AG, Geschäftsbereich KMU

17 Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 kommunikation 17 emotional SeLLinG Nurwer feinfühlig ist, hat bei einem Verkaufsgespräch Erfolg. Das istdie Hauptbotschaftdes wohl bekanntestenschweizer Kommunikationstrainers HarryHolzheu. AufdieGrundeinstellungkommtesan Erfolgreiches Verkaufen fängt mit einem Lächeln an Der Kommunikationstrainer muss Allrounder sein. Holzheu verkauft sich auch selbst gut Harry Holzheu ist freiberuflicher Kommunikationstrainer und Business Coach für Spitzenführungskräfte. Er leitet die Firma Harry Holzheu AG, Wirksame Kommunikationsresonanz, in Zürich. Auch als 75-Jähriger hält er noch regelmässig Vorträge und schreibt Fachbücher und Fachartikel über Kommunikation und Verkauf. Gelernter Spediteur Der in Wollishofen geborene «Zürihegel» absolvierte nach seiner Schulzeit eine Berufslehre als Spediteur und war begeisterter Rennruderer beim Seeclub Zürich. Nach seiner Grundbildung verbrachte er anderthalb Jahre in Manchester. Hier war in einer kleinen Schokoladefabrik als «Student Trainee» tätig, um sein Englisch zu verfestigen. Weitere drei Jahrelang arbeitete er in Norwegen, wo er in einer Kühlschrankfabrik die Qualitätskontrolle ausführte. Erst dann kehrte er in die Heimat zurück und bewarb sich bei IBM Schweiz als Verkäufer von elektrischen Schreibmaschinen. Schon in dieser Funktion konnte er grosse Verkaufserfolge verbuchen, weil er in der Kommunikation von Mensch zu Mensch dem emotionalen Bereich grösste Bedeutung zumass. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte er seine Verkaufsphilosophie des Emotional Selling. Die Verkaufskanone Nach sieben Jahren wurde er bei IBM zum Sales Manager befördert. Nach weiteren drei Jahren ging er zu Phi- Für Harry Holzheu istklar: «Jemanden, den man nicht mag, kann man vonnichts überzeugen.» lips Schweiz, wo er dieselbe Funktion zehn Jahre lang innehatte. In dieserzeitkonnte er den Marktanteil bei Philips Schweiz von Diktiergeräten von 5auf über 50 Prozent steigern. Wieder waren Aspekte wie Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit für den enorm erfolgreichen Vertrieb der Produkte massgebend. Schon während seiner Zeit bei Philips begann Holzheu, Verkaufstrainings durchzuführen etablierte er sich als selbständiger Verkaufstrainer. Bald verhalf er Vertriebsleuten von mittleren bis grossen Unternehmen zu bedeutenden Verkaufserfolgen und machte sich mit seinem Emotional Selling einen Namen. Später entwickelte er sich weiter und begann, Rhetorik- und Kommunikationstrainings in Deutsch und Englisch durchzuführen. Auch hier betonte er die Elemente wie Authentizität, Natürlichkeit, Glaubwürdigkeit und Begeisterungsfähigkeit. Er führte seine Klienten in kurzer Zeit zum freien und unbeschwerten Vortragen, was aus seiner Sicht bedeutend wirksamer ist als nur Folien zu zeigen und zukommentieren. Grössere Wirkung erzielen Heute ist Harry Holzheu nach über vierzig Berufsjahren der Doyen der Branche für wirksame Führungs- und Verkaufskommunikation in deutscher und englischer Sprache. Ercoacht und begleitet einerseits namhafte Spitzenführungskräfte, arbeitet aber andererseits immer wieder mit bescheidenen KMU-Patrons zusammen. Ob in Weltfirmen oder in KMU stets bringt er den Entscheidungsträgern bei, wie sie mit ihren Auftritten eine grössere Wirkung erzielen können. Eine seiner Hauptaussagen lautet dabei: «Jemanden, den man nicht mag, kann man von nichts überzeugen.» Holzheu tritt nach wie vor regelmässig in Radio und Fernsehen auf und verfasst Fachartikel und Bücher. In diesem Monat ist sein neuester Ratgeber «Vertrauen gewinnen Empathie und Offenheit in der Führungsund Verkaufskommunikation» erschienen. ME Manchmal macht Einkaufen einfach keinen Spass. Genervt hetzt man durch die Einkaufspassage und grübelt herum, warum die Gattin so mürrisch ist und der Briefträger immer so viele Rechnungen bringt. Zu allem Elend beginnt es auch noch zu regnen.schnell ist man völlig durchnässt. Und da soll man noch in den Laden rein, um endlich jenes Gerät zu kaufen, auf das sich die ganze Familie schon lange freut, aber das eigentlich zu teuer und gar nicht nötig ist. Wetten, dass man gleich einem arroganten Verkäufer gegenübersteht, der einem das teuerste Modell aufschwatzen will? Schon diese Türglocke ist so schrecklich schrill! Ärger verfliegt in Sekunden Sekunden später ist der gröbste Ärger verflogen, wurde man doch von der Verkäuferin und vom Verkäufer freundlich begrüsst und durfte sogar die durchnässte Frühlingsjacke abgeben. Irgendwie nett hier. Dabei müssen doch der Chef und sein Verkaufsteam gleich mehrere Kunden gleichzeitig bedienen, jetzt so kurz vor Ladenschluss. Wer bei Hektik und stürmischem Regenwetter gut gelaunt bleibt, ist vermutlich einer jener in der Schweiz so selten zu findenden Frohnaturen. Gut möglich aber auch, dass sich die sympathische Verkaufsleiterin und der nette Geschäftsinhaber in solchen Momenten ganz einfach an Harry Holzheu erinnern. Jener Zürcher Kommunikationstrainer bringt seit Jahrzehnten Spitzenführungskräften und KMU-Patrons bei, dass eine positive Grundeinstellung in jeder Geschäftssituation den Verkaufserfolg steigert. erster blickkontakt entscheidet «Es ist wichtiger, wie Sie wirken, als was Sie sagen», erklärt der Business Coach seinen Hauptgrundsatz des Emotional Sellings. «Ihre positive Einstellung überträgt sich auf Ihre Gesprächspartner und wirkt öffnend.» Ob der Kunde sein Gegenüber aber überhaupt als freundlich wahrnehme,entscheide sich bereits in den ersten drei Sekunden. «Schauen Sie Ihrem Kunden in die Augen und lassen Sie ihn Ihre Zuneigung erkennen», rät er. Dieses Phänomen der «Gefühlsübertragung» sei früher noch als spirituell oder gar esoterisch bezeichnet worden. Seit der Entdeckung der sogenannten Spiegelneuronen kann Holzheu aber auf wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen. Die Spiegelnervenzellen scheinen nämlich für das innere Imitieren fremder Aktionen zuständig zu sein. «Gefühle werden gemäss den neuesten Forschungsergebnissen zwar nicht übertragen, wohl aber erkannt und reproduziert», so der Kommunikationsexperte. Bei einem freundlichen Verkäufer fühle sich ein Kunde auf Anhieb wohl. Meistens würden die Kundinnen und Kunden mit der Zeit auch selbst eine positive Einstellung einnehmen. Selbst wenn jemand negativ eingestellt sei, könne er über kurz oder lang «auftauen». Holzheu ist sich sicher: «Mit einer positiven Einstellung wenn sie stark genug ist können Sie den grössten Griesgram verzaubern!» einstiegsfragen vermeiden DaS neue buch In «Vertrauen gewinnen Empathie und Offenheit in der Führungs- und Verkaufskommunikation» zeigt Holzheu, wie verloren gegangenes Vertrauen wieder aufgebaut werden kann. Entscheidend ist der Persönlichkeits-Code, mit dem das eigene Verhalten weiterentwickelt werden kann. Der Verkaufstrainer lehnt es ab, die Kunden mit Fragen zur Kaufabsicht zu überrumpeln. «Stellen Sie nicht gleich nach der Begrüssung die üblichen Einstiegsfragen», sagt der 75-Jährige.«Damit zwingen Sie dem Gesprächspartner Ihr Gesprächsthema auf und verhindern so einen ersten, persönlich-angenehmen Kontakt.» Der Kunde solle das Gespräch bestimmen. Er werde das Gespräch früh genug auf die Produkte beziehungsweise auf die Dienstleistungen lenken,die er sich gönnen möchte.allenfallls könne man nach einigen Minuten immer noch Fragen stellen wie «Was kann ich für Sie tun?» oder «Haben Sie einen bestimmten Wunsch?» kmu glauben zu wenig an sich Erst in der dritten Phase der Bewegung gelte es, vorbereitete und logische Antworten ins Verkaufgespräch einzubringen. Was einfach tönt, scheint nicht vielen Unternehmern zu liegen. «Die Schweizer Patrons heben ihre Stärken zu wenig hervor», bemängelt Holzheu. «Verwenden Sie Ihre Unique Selling Proposition (USP), den der Konkurrenz überlegenen Wettbewerbsvorteil Ihres Produktes, aktiv, umkunden anzuwerben», rät der Zürcher. Allerdings müsse die beste USP hinten anstehen, wenn der Kunde andere Fragen hat. «Zählen Sie keine noch so überragenden technischen Fakten auf, wenn der Kunde über das richtige Design rätselt», empfiehlt Holzheu. «Und vermeiden Sie, dass der Preis Ihr einziges Verkaufsargument ist.» Einerseits könnten die Konkurrenten nirgends so einfach mithalten wie beim Preis,andererseits sei die Kundschaft vielfach durchaus bereits, für einen Mehrwert mehr zu bezahlen. «Bieten Sie Ihren Kunden den totalen Service. Erfüllen Sie also nicht nur die im Vertrag festgehaltenen Garantien qualitativ und zeitlich, sondern erbringen sie auch zusätzliche Leistungen.» Jeder mitarbeitende ist ein unternehmer Doch auch nach erfolgreichem Verkaufsabschluss sei vor allem das sympathische Auftreten wesentlich, die Kundschaft störe sich oftmals an kleinsten Details. Harry Holzheu schliesst sich da selber nicht aus.«als die elektrische Steuerung meiner Garage nicht richtig funktionierte, kam dreimal ein anderer Monteur bei mir vorbei», erinnert sich. Gestört hat ihn bei den Handwerkerbesuchern aber nicht etwa die Tatsache,dass die Problemsuche so viel Zeit in Anspruch nahm, sondern das Benehmen der Männer.«Keiner der drei Arbeiter hat mir Grüezi gesagt», ärgert er sich noch heute. «Damit haben die Aussendienstmitarbeiter jenes Bild, das ich von jener Firma habe, negativ beeinflusst.» Die ganze Belegschaft müsse daher das Prinzip des Emotional Sellings ausleben.«alle Mitarbeitenden müssen in jeder Situation darum bemüht sein, sich aus innerem Antrieb für die eigene Firma und somit für die Kundschaft einzusetzen», fasst Harry Holzheu zusammen. Matthias Engel Link

18 Markt&Events Gewerbeausstellungen Kanton Aargau WYNAexpo aargau Süd Handwerker-und Gewerbeverein Oberwynental 29. April bis 2. Mai 2010 MUGA bis 6. Juni 2010 Kanton Appenzell AR GewaWalzenhausen 16. bis 18. April 2010 Gewerbeausstellung Urnäsch 14. bis 16. Mai 2010 Kanton Bern AGA 2010 Gewerbeverein Aaretal 9. bis 11. April 2010 Gewerbe OBA Gewerbeverein Oberes Bürenamt Sporthalle Diessbach b. Büren 9. bis 11. April 2010 HGV Melchnau Schulanlage Melchnau 16. bis 18. April 2010 Kanton Zürich GeWa2010 Gewerbeverein Turbenthal 30. April bis 2. Mai 2010 Rüga 2010 Rümlang 30. April bis 2. Mai Agenda Messen Personal Swiss Fachmesse für Personalmanagement Messe Zürich 13. und 14. April 2010 ImmoExpo Basel Eigenheim- und Immobilienmesse Messe Basel 16. bis 18. April 2010 easyfairs Verpackung Schweiz Messe Zürich 21. bis 22. April 2010 Diese Rubrik steht allen sgz- Inserenten und Gewerbevereinen kostenlos offen. Anmeldung von Einträgen: Baumesse für Aargau und Zürich Die 5. Messe Bauen+Wohnen vom 15. bis 18. April 2010 findet zusammenmit dernab-eigenheim-messe im AusstellungsgeländeTägerhard in Wettingen statt. Die Ausstellungsfläche und das Angebot der insgesamt 300 Ausstellerrund um Neubau, Renovation, Wohnen, Garten und Immobilien sind erneut gewachsen. Für Hausbauer und Eigenheimbesitzer sind die Kantone Aargau und Zürich hoch attraktiv und die Bauen+Wohnen deckt mit ihrem breiten Angebot ein grosses Bedürfnis ab. «Ein Messebesuch lohnt sich immer» so Messeleiter MarcoBiland. «Mankommt oft mit festen Vorstellungen an die Messe und geht mit neuen Ideen und besseren Lösungen nach Hause.» Der tiefe Hypothekarzins dürfte auch 2010 zu einer hohennachfrage beim Wohneigentum führen. Daher bietet der als Messe in der Messe veranstaltete Immobilienevent der Neuen Aargauer Bank die ideale Ergänzung. Junge Gärtner pflanzen um die Wette An der Bauen+Wohnen 2010 wird die 4. Aargauer Berufsmeisterschaft der Landschaftsgärtner ausgetragen. Die fähigsten Aargauer Junggärtnerinnen und -gärtner werden in sechs Zweierteams gegeneinander antreten und stellen ihr berufliches Geschick vor dem Publikum unter Beweis. Die regionale Energieberatungsstelle und die Fachstelle Energie des Kantons Aargau werbenmit dersonderschau «Energie»für behagliches Wohnen, niedrige Heizkosten und nachhaltige Wärmedämmung. Zahlreiche Aussteller stellen ihre Dienstleistungen, Technologien und innovativen Produkte vor. Mobile Raumzelle SELF Erstmals in Wettingen gezeigt wird das mobile 2000-Watt-Haus SELF, eine wasser- und energieunabhängige Raumzelle für zwei Personen. Sie beweist eindrücklich, wie mit begrenzten Ressourcen und mit Solarenergie umgegangen werden kann. Industriedesigner der Zürcher Hochschule der Künste habenzusammen mitderempa und Industriepartnern das Projekt umgesetzt. Die eingebauten Materialien und Systeme können im erlebnisreichen, futuristischen Multifunktionscontainer auf Herz undnierengeprüft werden. Ob einfach, klassischoder luxuriös in densechshallen undaufdemgrossen Freigelände des Messegeländes Tägerhard drehtsich allesum daszuhause. Die drei Sonderschauen Feng Shui, Energie und SELF,die Gärtner-Meisterschaft sowie zahlreiche Fachreferatekomplettieren das attraktive Messeangebot. LINK AngeTIPPt Lafers liebste Grillgerichte Grillen verkörpert Johann Lafers kulinarische Philosophie: eine ursprüngliche Küche, die beste, saisonale Zutaten in Genüsse verwandelt. Vor allem aber versteht der als TV-Koch berühmte Steirer (Star u. a. in «Lanz kocht») Grillen als geselliges Vergnügen, das sich nicht auf ein einziges sommerliches Fest beschränken sollte. Deshalb bietet er Grill- und Beilagenrezepte für jeden Anlass: Da gibt es Seeteufel-Saté-Spiessli für den eleganten Abendanlass und das Poulet für die zwanglose Bierparty.Ein Plus des mit vielen praktischen Hinweisen gespickten Buches: Alle Gerichte lassen sich dank ausführlicher Beschreibungen einfach nachmachen. Wer eigene Grillkreationen à la Lafer entwickeln möchte, findet zudem Grundrezepte für Marinaden und Gewürzmischungen. Das Buch Johann Lafer: «Mein Grillbuch», 192 Seiten, mit ca.100 Fotos. Fr.35.90; ISBN: Varazze für Raschentschlossene publireportage Früh reservieren lohnt sich Die Casa Henry Dunant im ligurischen Varazze geht in eine weitere erfolgreiche Saison. Seit März 2010 ist die Prachtsvilla nun ausgestattet mit einer neuen Küche wieder offen. Wer sich einen der begehrten Plätze sichern will, sollte sich beeilen und demnächst buchen. Freie Termine finden Sie auf dieser Seite. Die Casa Henry Dunant, wunderschön gelegen in Varazze an der ligurischen Küste, ist das geschenk des Schweizerischen gewerbeverbands sgv an die Schweizer berufsjugend. Das idyll im nahen italien hat sich zunehmend auch für die Durchführung von Seminaren etabliert. aber auch Sportbegeisterte haben die Casa entdeckt. Seit der Saison 2008 steht den Casa-gästen in der nahen umgebung der Villa (zwischen Varazze und Cogoleto) sowohl ein Hallen- als auch ein aussenplatz (Sand) zur Verfügung, um auf roger Federers Spuren zu wandeln. Der platz bietet eine einmalige gelegenheit,in einer traumhaften umgebung eine gute Form aufzubauen. und das zu unschlagbar günstigen Konditionen. aberauchdenradbegeisterten bietet Varazze beste Möglichkeiten: in der umgebung gibt es jede Menge toller radstrecken in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Nicht von ungefähr ist Varazze immer wieder etappenort des giro d italia Jede Menge guter Gründe an guten gründen, in der Casa in Varazze projektwochen und Seminare durchzuführen oder aber auch nur eine erholungsphase einzuschalten, fehltesnicht. einmaliges ambiente an der ligurischenküste zweckmässige Schulungsräume Casaund parkzum Verlieben hervorragende italienischschweizerische Küche nordisch Schlafen in Mehrbettzimmern (rollstuhlgängig) optimale betreuung durch die Herbergsleitung eigener badestrand faire pensionspreise Überraschen Sie Ihre Familie Damit längst nicht genug: Überraschen Sie dochihre Familie oderihre Freunde mit einem kurzfristig geplanten aufenthalt am ligurischen Meer. Verbinden Sie ihre Ferien mit einem besuch im nahe gelegenen Savona (wichtigs- ter umschlagshafen für bananen) oder im 25 Kilometer entfernten genua zum Shopping, zum Museumsbummel oder zum besuch des grössten aquariums in europa. Spazieren Sie auf dem Fussgängerweg dem Meer entlang ins Städtchen Varazze. erkunden Sie die Casa und deren umgebung für einen ihrer nächsten geschäftsanlässe (ausflug, Seminar usw.), und lassen Sie sich von unserem Küchenchef aus seiner brandneuen Küche kulinarisch verwöhnen! bei einer raschen buchung sichern Sie sich das für Sie schönste Zimmer! Für weitere Infos/Fotos besuchen Sie unsere Homepage unter oder wenden Sie sich an die Stiftung Casa Henry Dunant, U. Wyler,Geschäftsführer Schwarztorstr. 26, 3001 Bern Tel , Fax Freie Termine 2010 Woche von bis Freie Plätze April 17. April April 24. April April 1. Mai Mai 11. Mai Mai 22. Mai Mai 29. Mai Juni 3. Juli September 25. September Oktober 23. Oktober Oktober 30. Oktober 65 Wichtig: Für Einzelpersonen oder Familien gibt es eventuell eine Möglichkeit, auch ausserhalb der freien Termine ein Zimmer zu reservieren!

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20 20 Letzte Schweizerische Gewerbezeitung 9.April 2010 KoLUMNe Kopf der WoCHe NichtmitdenWölfenheulen Die jüngere Vergangenheit hat der Schweizer Bevölkerung schmerzlich vor Augen geführt, dass sich die Politik schwertut, strategisch langfristig zu denken und zu handeln. Wäre dem nicht so, wir wären nicht derart auf dem linken Fuss erwischt worden betreffend die Herausforderungen rund um den Finanzplatz Schweiz. Spätestens nach dem Vorfall rund um nachrichtenlose Vermögen auf Schweizer Banken hätte der Bürger wohl erwartet, dass u.a. der Bundesrat, die Bankiervereinigung, in Zusammenarbeit mit der Diplomatie sowie den wichtigen kantonalen Finanzdirektoren, der economiesuisse und anderen Denkfabriken gemeinsam eine Strategie entwickeln würden, zur mittel- und langfristigen Verteidigung des Finanzplatzes Schweiz. Die Politik dachte damals offenbar, dies sei Sache der Banken, und diese wiederum meinten wohl, es sei der Politik zu überlassen Die Lehre daraus muss lauten: Es geht nur gemeinsam, in weiser Voraussicht und dies beizeiten. Will man erfolgreich Strategien entwickeln, ist unabdingbar, zuerst einmal verschiedene Szenarien zu denken und dabei den sogenannten «worst case», also das schlimmstmögliche Szenario, den schlimmstmöglichen Fall schonungslos zu formulieren. Erfolgt die Lageanalyse unsauber, wird man immer ein falsches Fazit ziehen und entsprechend die falschen Mittel und Massnahmen einleiten oder gar so tun, als könne man vorerst weiterfahren wie bisher. Mit professionellem Risikomanagement hat solches (Nicht-)Handeln allerdings wenig zu tun, schon eher mit der Unfähigkeit, sich kommenden Gefahren und Herausforderungen zu stellen. Doris Fiala, Zürcher FDP-Nationalrätin, über das professionelle Risikomanagement zugunsten der Schweiz. Über weite Strecken prägen der Wunsch nach Machterhalt die Agenda der politischen Parteien. Die Politik blockiert damit nicht nur sich selbst, sondern die Lösungsfindung für die grossen anstehenden Probleme des 21.Jahrhunderts. In den Diskussionen, welche Strategien unser Land zur Verteidigung seiner Interessen verfolgen sollte, wird das täglich klar. Es geht oft mehr um Wähleranteile als um die Verteidigung unseres Wohlstandes bzw. gute Rahmenbedingungen für erfolgreiches wirtschaftliches Wirken. Besonders beschämend ist es, wenn sich heute der Werk- und der Bankenplatz Schweiz auseinanderdividieren oder gar gegeneinander ausspielen. Dabei Alte Symbole helfen der Schweiz nicht weiter wir sind auf dem besten Wege zuverspielen, was wenige Generationen hart erarbeitet haben. Im 4. Quartal 2009 ist der Geschäftsgang in der Schweizer Industrie wiederum negativ ausgefallen, wenn auch weniger deutlich als in den Vorquartalen. Es gibt aber auch Lichtblicke. So nahmen etwa die Auftragseingänge wieder leicht zu. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal mussten die Schweizer Unternehmen (ohne Baugewerbe) im 4. Quartal 2009 einen Rückgang der Produktion um 1,1 Prozent verbuchen. Unter den Branchen war der Rückgang beim Maschinenbau, in der Lederverarbeitenden Industrie, in der Textilindustrie,beim FahrzeugzaHLeN der WoCHe Auftragseingänge ziehen an Quelle: Bundesamt für Statistik Index der Auftragseingänge im 2. Sektor (ohne Bau) bedingen sie sich gegenseitig. Wir brauchen die Arbeitsplätze aller Branchen, von den Banken über die Industrie bis hin zum Tourismus. Wir brauchen zudem die Grossen, global Agierenden, und genauso brauchen wir die KMU. Es wäre höchste Zeit, das zu erkennen und sich darauf zu konzentrieren, wie wir uns gemeinsam dem internationalen Wettbewerb stellen, anstatt uns gegenseitig mit Vorwürfen zu überhäufen. Wohlstand ist nicht gottgegeben. Die Schweiz gehörte einst zu den Armen Europas. Wir sind auf dem besten Wege zu verspielen, was wenige Generationen hart erarbeitet haben. Besonders deutlich zeigen sich die Grabenkämpfe aufgrund parteipolitischer Interessen in der Sicherheitspolitik. Auch hier tut man sich schwer, zugunsten des Landes weitsichtiges Risikomanagement zu leben. Wenn man auch längst erkannt hat, dass heute neue Risiken unser Land herausfordern, dass symmetrische Bedrohungslagen vorerst der Vergangenheit angehören, so ist man dennoch unfähig, das Fazit schonungslos zu ziehen und Parteipolitik zugunsten der Sicherheit als zweitrangig zu betrachten. Terrorismus, Cyber Crime, organisiertes Verbrechen und Menschenhandel, Pandemien und Klimawandel stellen die neuen Risiken dar. Die Gefahren rund um Ressourcenkonflikte und Naturkatastrophen sowie umweltbedingte Migration machen deutlich, dass wir über traditionelle und abgeschottete Überlegungen hinausdenken müssen, wollen wir Risikomanagement betreiben, welches diesen Namen verdient. Solange jedoch der Begriff «Kooperation» konservativen politischen Kreisen bereits die Nackenhaare stellt, dürfte es schwierig sein, die richtigen Schritte einzuleiten. Solange wir nicht akzeptieren, dass Sicherheit heute allenfalls mehr Polizei- und etwas weniger klassische Armeekräfte erfordert, solange werden wir sicherheitspolitisch wenig überzeugend agieren. Und solange namhafte Politiker lieber Probleme bewirtschaften zugunsten Machterhalt und Wähleranteilen, als gemeinsame Lösungen einzuleiten, so lange wird die Bevölkerung an der Glaubwürdigkeit unseres Handelns zu Recht zweifeln. Verliererin ist dann unsere Wirtschaft, verlustig geht unser Wohlstand. Finanzplatz, Werkplatz, Sicherheitspolitik Verschiedene Problemfelder, gleiche Symptome: Die Schweiz hat teilweise verlernt, mit aktuellen Bedrohungen adäquat umzugehen und gemeinsam für Wettbewerbsfähigkeit einzustehen, anstatt sich in parteipolitischen Auseinandersetzungen zu verheddern. Wir schiessen uns zu oft selbst ins Knie und heulen mit den Wölfen. Die kommende Generation wird sich in wenigen Jahren die Augen reiben, was ihre Vorfahren verspielt haben, gelingt es nicht schnellstens, sich für gemeinsames Verteidigen und Handeln aufzuraffen. sgv bau und in der Metallindustrie am grössten. Deutliche Zunahmen verzeichneten hingegen die Chemische Industrie, die Branche «Kokerei, Mineralölverarbeitung» und der Bergbau. Parallel zur Produktion entwickelten sich auch die Umsätze rückläufig ( 4,3%). Deutlich besser sieht es bei den Auftragseingängenaus. Diese verbesserten sich im Berichtsquartal um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dieses positive Resultat ist vorwiegend auf die Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen. Auf der Branchenebene gingen die Bestellungen vor allem bei der «Elektro-, feinmechanischen Industrie» und beim Bergbau ein. Die grössten Einbussen verzeichneten das «Papier-, Verlags-, Druckgewerbe» und die Textilindustrie. Trotz stärkeren Bestelleingängen verringerten sich die Auftragsbestände merklich ( 11,1%). Auch die Fertigwarenlager nahmen deutlich um 11,2% ab. Nichtsdestotrotz scheint das Schlimmste überstanden zu sein. doris LeUtHard Es riecht stark nachweissbuch «Weiterbildung spielt für den Einzelnen, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft eine wichtige Rolle.Die beschleunigten gesellschaftlichen undwirtschaftlichenveränderungen erfordern, dass Qualifikationen und Wissen ständig angepasst und erweitert werden.» Gleich zweimal wird die Wirtschaft ausdrücklich erwähnt in diesem Text auf der Einstiegsseite «Weiterbildung» des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie BBT. Klingt gut. Doch dann dies: Bundespräsidentin Doris Leuthard, oberste Schirmherrin über die Bildung im Land, ernennt eine Expertenkommission «Weiterbildungsgesetz». Vertreter der Wirtschaft sucht man vergebens unter den zehn Köpfen, die das neue Gesetz vorbereiten sollen. Unter Leitung von Ständerat Hansruedi Stadler soll die Kommission bis 2011 einen Vernehmlassungsentwurf für ein Weiterbildungsgesetz erarbeiten. Das Vizepräsidium übernimmt BBT-Direktorin Ursula Renold. Die weiteren Kommissionsmitglieder vertreten den Bund, die Kantone sowie den Weiterbildungsbereich: Hans Ambühl, Generalsekretär, Schweiz. Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK; Jean-Pierre Brügger, Generaldirektor, Centre interrégional de formation des Montagnes neuchâteloises CIFOM, La Chaux-de-Fonds, und Präsident Interkantonale Konferenz für Weiterbildung IKW; Prof. Dr.BernhardEhrenzeller,Lehrstuhl am Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis an der Universität St. Gallen; Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner, Lehrstuhl am Institut für Strategie und Unternehmungsökonomik der Universität Zürich; Dr. Jacqueline Monbaron, Leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin, Departement Erziehungswissenschaften, Universität Freiburg; Vreni Müller-Hemmi, ehemalige Präsidentin Forum Weiterbildung; Jürg Burri, Vizedirektor Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF; Martin Kaiser-Ferrari, Vizedirektor Bundesamt für Sozialversicherungen BSV. Kein einziger Vertreter der Wirtschaft respektive der Organisationen der Arbeitswelt (OdA) ist also im «Weisenrat» vertreten, der sich um die Zukunft der Weiterbildung kümmern soll. Stattdessen lauter «Experten» aus dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm. Dies lässtungute Erinnerungen an das unsägliche «Weissbuch» vom vergangenen Sommer aufkommen. Renolds Vize Hugo Barmettler begründet die höchst einseitige Zusammensetzung der Kommission mit der Anzahl Interessenten. Alle zu berücksichtigen hätte eine effiziente Kommissionsarbeit verunmöglicht. Das mag stimmen die Unausgewogenheit der Kommission und ihre Theorielastigkeit erklärt es aber nicht. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundesrätin Leuthard hatten der Schweizerische Gewerbeverband sgv, der Arbeitgeberverband sowie die Gewerkschaft Travail Suisse unlängst den ungenügenden Einbezug der Wirtschaft bei der Steuerung des Bildungssystems bemängelt. Und sie verlangten, dass Praxisnähe und Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt im Bildungssystem erhalten bleiben. Genützt hats offenbar wenig. Vielleicht sollten die OdA der Bildungsministerin einen Weiterbildungskurs schenken: «Wie setze ich Lippenbekenntnisse in die Tat um» Gerhard Enggist

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