Logotherapie und Langzeitarbeitslosigkeit. Abschlussarbeit für die Ausbildung in Logotherapie und existenzanalytischer Beratung und Begleitung

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1 1 Logotherapie und Langzeitarbeitslosigkeit Abschlussarbeit für die Ausbildung in Logotherapie und existenzanalytischer Beratung und Begleitung Juli 2007 eingereicht bei Susanne Jaeger-Gerlach und Helmut Dorra angenommen am......von: Susanne Jaeger-Gerlach angenommen am......von: Helmut Dorra von Karl-Heinz Tuttlies Breitehornweg Berlin

2 2 Zusammenfassung (Langzeit-) Arbeitslosigkeit ist insbesondere nach der Wende in der ehemaligen DDR ein gravierendes gesellschaftliches Phänomen. Hilflosigkeit entsteht bei Betroffenen und Beratern, weil ein Gefühl von Ausweglosigkeit, von Perspektivlosigkeit sich entwickelt, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraumes kein neuer Job gefunden wird. Der daraus entstehenden existentiellen Orientierungslosigkeit kann durch Logotherapie wirksam begegnet werden. Logotherapie kann eine Antwort auf drohendes Burn-out (Beraterseite) sein und Sinnfindung bei den von Arbeitslosigkeit Betroffenen. Schlüsselwörter: Soziale Arbeit Arbeitslosigkeitsneurose Burn-out Sinnfindung Orientierungslosigkeit Existentielles Provisorium Summary Abstract in englischer Sprache (Long term) unemployment is a serious social problem especially in the former German Democratic Republic (GDR) rising rapidly there after the German re-union. If a new job cannot be found within a certain period of time, a feeling of having no hope or any positive perspective emerges in the person concerned. The arising helplessness is hitting both, person concerned and social counsel. Logotherapie is an effective tool to face existential disorientation and burn-out syndromes by assisting to find new interest in life. Keywords Social work Unemployment neurosis Burn-out Disorientation Existential interim solution

3 3 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 5 2. Hauptteil 2.1. Definition von Arbeit Arbeitslosigkeit in Deutschland/Berlin Phänomen Langzeitarbeitslosigkeit Folgen der Arbeitslosigkeit individuell/familiär und volkswirtschaftlich Vom Sinn der Arbeit Die Arbeitslosigkeitsneurose Sinn Beispiele Logotherapie als Prävention/Lebenshilfe Methoden der Logotherapie und Existenzanalyse Selbstdistanzierung und Selbsttranszendenz Entfremdung der sozialen Arbeit Schluss Literaturteil 30

4 4 Es gibt nichts auf der Welt, das einen Menschen so sehr befähigte, äußere Schwierigkeiten oder innere Beschwerden zu überwinden, - als: das Bewusstsein, eine Aufgabe im Leben zu haben. Viktor Emil Frankl im Ghetto Theresienstadt

5 5 1. Einleitung Als Sozialarbeiter einer Tagesstätte für wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen in Berlin-Neukölln habe ich seit fast 13 Jahren mit Langzeitarbeitslosen beraterisch zu tun. Es ist ein sogenanntes niedrigschwelliges Angebot. Dies bedeutet konkret, dass die Menschen, die in die Tagesstätte kommen, in erster Linie eine basale Versorgung erhalten. Dazu gehören: warmes Essen alkoholfreie Getränke die Möglichkeit die Kleidung zu waschen und zu trocknen Pflege sozialer Beziehungen einen Ort, um zur Ruhe zu kommen Diese basalen Angebote sind kostenlos, lediglich für Kaffee und Wäschewaschen werden kleine Geldbeträge erbeten, wenn der Betreffende über eine Einnahmequelle verfügt. Dreiviertel der Besucher nehmen auch das sozialarbeiterische Angebot der Beratung in Anspruch (Soziale Beratung in der Hauptsache, Beratung nach dem Sozialgesetzbuch 2 Hartz IV -, Hilfe zur Alltagsbewältigung u.s.w.). 40% der Besucher sind seelisch erkrankt; 95% haben keine reguläre Arbeit. Da aus meiner Erfahrung die meisten von ihnen auch zukünftig keine Arbeit bekommen werden was systemisch und individuell begründet ist - ist es für mich eine Herausforderung, diesen Menschen neben der klassischen Sozialarbeit ergänzend durch Logotherapie zu helfen, damit sie trotzdem sinnvoll leben und Ja zum Leben sagen können, obwohl sie in der bundesrepublikanischen Leistungsgesellschaft auf Dauer oder für noch sehr lange Zeit ausgegrenzt bleiben Definition von Arbeit Ich definiere Arbeit als Erwerbstätigkeit, welche in unserer Gesellschaft dazu dient den Lebensunterhalt ganz oder teilweise durch bezahlte Arbeit zu bestreiten. Die alternativen Formen von Arbeit, z.b. Ehrenamt oder unbezahlte Haus- und Familienarbeit, sind nicht Gegenstand meiner Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Definition von Arbeit war in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten nie gleich. Henry Ford beispielsweise bezeichnete 1923 die Arbeit als Eckstein, auf dem die Welt ruht, sie ist die Wurzel unserer Selbstachtung (Engler, Wolfgang Seite 21).

6 Arbeitslosigkeit in Deutschland/Berlin Im April 2007 waren Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet (Quelle: Apr 07 Mär 07 Feb 07 Arbeitslose in Arbeitslosenquote in % 9,5 9,8 10,1 Soz.vers.pfl. Beschäftigte in Erwerbstätige in Dabei werden viele nicht mitgezählt, grotesker Weise zum Beispiel die ca Euro- Jobber, obwohl sie lediglich einen Mehrbedarfszuschlag in Höhe von 1 bis 2 pro geleisteter Arbeitsstunde bei 20 bis 30Stunden Arbeit pro Woche erhalten.(quelle: 16 Absatz 3 Sozialgesetzbuch 2 und Marburger, Horst, Seite 30) Im übrigen erhalten diese Arbeitskräfte Arbeitslosengeld 2. Aber auch Menschen, meistens Frauen, die im Haushalt und in der Kindererziehung zwangsläufig agieren, weil sie keine Tätigkeit finden, werden in der Arbeitslosenstatistik nicht erfasst. Von den Folgen der Arbeitslosigkeit betroffen sind natürlich viel mehr Menschen, da nicht alle Arbeitslosen Singles sind. Schätzungen gehen von 6 bis 7 Millionen betroffenen Menschen deutschlandweit aus, weil bei Arbeitslosigkeit des Haushaltsvorstandes Ehepartner und Kinder ebenfalls betroffen sind. In Berlin waren im April 2007 insgesamt Personen arbeitslos gemeldet. Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in den letzten 15 Jahren kann man der folgenden Statistik entnehmen. (Quelle: Internet/DGB Regionaldirektion Berlin Brandenburg). Arbeitslose absolut Jahr Jan Feb März April Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez *

7 Phänomen Langzeitarbeitslosigkeit Laut einer Definition der OECD versteht man unter Langzeitarbeitslosen jene Personen, die ein Jahr oder länger ununterbrochen arbeitslos sind (Kleinhenz, Gerhard, S.107 ff) Zu den Langzeitarbeitslosen gehören in Berlin Personen; dies sind 43,8% der Gesamtarbeitslosen in der Stadt. (Quelle: Internet/DGB Regionaldirektion Berlin Brandenburg). Vor 1980 waren die meisten Arbeitslosen nur kurzfristig ohne Arbeit; die Anzahl von Langzeitarbeitslosen nimmt europaweit zu, auch dann, wenn die Konjunktur sich erholt waren 48% der Arbeitslosen in Europa langzeitarbeitslos (Quelle: Internet/Ruckstuhl, Astrid: Ursachen und Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit, Online Publications). Langzeitarbeitslosigkeit ist ein spezifisches europäisches Problem, da beispielsweise in den USA die Quote der Langzeitarbeitslosen im gleichen Jahr bei lediglich 7% lag ( Ruckstuhl, Astrid) Folgen der Arbeitslosigkeit/Langzeitarbeitslosigkeit individuell/familiär und volkswirtschaftlich Jeder Arbeitslose spürt sehr schnell die wirtschaftlichen Probleme, die aus den geringeren monatlichen Einnahmen resultieren. Besonders hart trifft es diejenigen, die zuvor durchschnittlich verdienten (laut dem Statistischen Bundesamt Deutschland betrug der monatliche Bruttodurchschnittsverdienst im Jahre 2005 bei den Arbeitern im produzierenden Gewerbe in den alten Bundesländern 2.542,00, bei den Angestellten im produzierenden Gewerbe 3.538,00 ; in den neuen Bundesländern lag 2005 der Bruttoverdienst der Arbeiter bei 1960,00 und die Angestellten bekamen 2626,00 ) und nach einem Jahr des Bezuges von Arbeitslosengeld 1 dann monatlich 345,00 Arbeitslosengeld 2 (Regelleistung für eine Einzelperson/Haushaltsvorstand) zuzüglich angemessener Bruttowarmmiete erhalten. Die Abschaffung eines sogenannten Armutsgewöhnungszuschlages für diesen Personenkreis von maximal 160,00 monatlich im ersten Jahr und maximal 80 monatlich im zweiten Jahr des Arbeitslosengeld-2-Bezuges ( 24 Sozialgesetzbuch 2) wird zur Zeit in den Parteien diskutiert. Auch hier wünschen sich einige eine Streichung dieses Zuschlages, um Geld zu sparen. Die These, dass jeder Arbeitnehmer nur noch 12 Monate von Hartz IV, und somit von der drohenden Armut entfernt ist, ist also keine Polemik, sondern bittere Wahrheit. Der größte Teil, der von mir betreuten Langzeitarbeitslosen, erhält jedoch sowieso seit 5 bis 10 Jahren früher in Form von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe die jetzige Regelleistung von lediglich 345,-- zuzüglich angemessener Warmmiete. Von der Regelleistung muss dann noch der elektrische Strom bezahlt werden (30 werden bei der Bemessung der Regelleistung monatlich für elektrischen Strom bei einer Einzelperson vorgesehen ), so dass tatsächlich nur etwas 10 täglich zur Verfügung stehen. Davon müssen aber auch Beträge für Kleidung, Hausrat etc. angespart werden.

8 8 Bevor das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) mit Wirkung ab reformiert wurde (heißt jetzt SGB XII), bekamen die Sozialhilfeempfänger neben dem sogenannten Regelsatz in Höhe von monatlich 296,00 zweimal im Jahr eine Bekleidungsgeldpauschale, deren Höhe vom Geschlecht und vom Alter abhängig war. Was der Regelsatz beinhaltet, war in der Regelsatzverordnung aufgeführt. Dazu gehörten Nahrungsmittel, Stromkosten, kleinere Reparaturen, Aufwendungen für kulturelle Veranstaltungen, Tabak und Bier in kleinen Mengen. Auch konnten einmalige Leistungen beantragt werden, wenn ein besonderer Bedarf bestand - beispielsweise die Neuanschaffung einer Waschmaschine, eines Kühlschranks etc.-. Die Richtigkeit des besonderen Bedarfs wurde in den letzten Jahren der Gültigkeit des BSHG durch Außenprüfer, die angemeldet oder unangemeldet in die Haushalte kamen, überprüft. Häufiger hatten Klienten beispielsweise ein neues Bett und Bettwäsche beantragt und das Geld dann für anderes ausgegeben(insbesondere Süchtige deckten damit ihren Alkohol- oder Drogenkonsum). Dieser Missbrauch war aus der Sicht der Wohlfahrtspflege prozentual jedoch recht gering. Dieses Sparen durch die Hartz-4-Gesetzgebung auf Kosten der Armen führt m.e. nun dazu, dass immer mehr Menschen uns in unserem Lebensumfeld begegnen, denen man alleine an der Kleidung ansieht, dass sie arm sind. Die Praxis beweist, dass die Regelleistung ausreicht, um Lebensmittel zu kaufen und sich ausreichend zu ernähren. Für einmalige Anschaffungen reicht das Geld meistens nicht. Es zeigt sich jedoch auch, dass Menschen darüber hinaus Bedürfnisse haben z.b. Mobiltelefone, Pay-TV, Genussmittel und Drogen und durch den Erwerb dieser Konsumgüter nicht mehr ausreichend Geld zur Verfügung haben, um sich angemessen zu ernähren. Diesen Personenkreis trifft man dann in den Suppenküchen und Essensausgabestellen. Viele der mir bekannten Langzeitarbeitslosen strukturieren ihren Alltag mit dem Fernsehprogramm und sind daher auch verstärkt den Werbebemühungen der Firmen ausgesetzt. Oft versuchen diese Menschen auch durch Teilnahme am Konsum die Situation der Arbeitslosigkeit zu kompensieren. Wer als Arbeitnehmer Schulden gemacht hat, bekommt nun richtig große Probleme, da eine Tilgung spätestens mit Bezug von Arbeitslosengeld 2 nicht mehr möglich ist. Rechtsanwälte und Inkassofirmen malträtieren die arbeitslosen Schuldner mit Mahnungen, Zinsen, Mahnbescheiden, Vollstreckungsbescheiden und Vollstreckungsaufträgen an Gerichtsvollzieher und verlangen dafür saftige Gebühren nach dem RVG ( Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ). Die Schulden steigen dadurch unnötig an. Durch das Auflaufen von Zinsen und Gebühren kommt es nicht selten vor, dass diese sogenannten Nebenforderungen nach Jahren höher ausfallen als die Hauptforderung. Oft überweisen die Schuldner kleine Beträge, die jedoch nur die Nebenkosten decken, eine Tilgung findet nicht statt. Aufgrund der Arbeitsüberlastung der Schuldnerberatungsstellen bieten privatwirtschaftliche Personen ihre Hilfe an, die jedoch zusätzliches Geld kosten. Unwirtschaftliches Verhalten führt zu existentiellen Schwierigkeiten, beispielsweise zu Miet- und Energieschulden, bis hin zum Wohnungsverlust.

9 9 Es entsteht bei sehr vielen Betroffenen schnell eine Egalitätshaltung, da die Erfahrung die ist, dass die monatliche Geldleistung in Form Arbeitslosengeld 2, Rente oder Grundsicherung im Alter alle Male nicht ausreicht und es daher sowieso egal zu sein scheint, wenn kein Geld mehr vorhanden ist. Ein Verhungern in Berlin wird durch eine vorhandene Hilfeinfrastruktur von Suppenküchen, Wärmestuben und Essensausgabestellen wohl verhindert, jedoch werden dadurch immer mehr Betroffene daran gewöhnt, sich versorgen zu lassen und die Geldleistungen als Leistungen für alles, außer für Lebensmittel, zu betrachten. Die gesamtfiskalischen Kosten der registrierten Arbeitslosigkeit betrugen im Jahr Mrd. in Form von sozialen Transferleistungen (Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern 2,3 und 12), Einnahmeausfälle bei den Rentenversicherungen und Krankenkassen und Steuermindereinnahmen (Quelle: Internet/Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit). Nicht berücksichtigt sind die niedrigeren Einnahmen des Handels und der Wirtschaft aufgrund der geringen Kaufkraft bei den betroffenen Menschen. Die Betroffenen entwickeln Selbstzweifel, da Arbeit in Deutschland trotz hoher Arbeitslosigkeit seit vielen Jahren immer noch einen sehr hohen Stellenwert hat und somit der Arbeitsplatzinhaber von den meisten höher geschätzt wird als der arbeitslose Mensch. Nach dem Motto : Hast Du was, bist Du was ist der Arbeitslose der Verlierer. Die allgegenwärtige Werbung im Fernsehen, Hörfunk, Zeitung und im öffentlichen Raum und die Erkenntnis des Arbeitslosen, all diese Güter nicht erwerben zu können, lassen den Betroffenen selber glauben, er sei ein Versager. Die Kompensation der alltäglichen Frustration durch Konsum ist mangels monetärer Mittel sehr reduziert. Das soziale Umfeld, der von mir betreuten Langzeitarbeitslosen rekrutiert sich überwiegend ebenfalls aus Arbeitslosen. Schnell verliert man den Anschluss an die Welt der Arbeitenden. Und diese sehen nur wenige gemeinsame Berührungspunkte mit den Arbeitslosen. Die arbeitslosen Menschen fühlen sich als Versager, da sie anscheinend die Vorgaben - z.b. Qualifikation, Flexibilität, Mobilität, Lebensalter, Fitness etc. - nicht (vollständig) erfüllen. Allerdings wären viele sowieso arbeitslos, da es keine ausreichende Zahl offener Stellen gibt (laut dem Statistischen Bundesamt Deutschland waren im Mai 2006 lediglich offene Stellen gemeldet; dem standen im gleichen Monat arbeitslos gemeldete Personen gegenüber.). Politik und ihre Medien verstehen es m.e. vortrefflich den Menschen ihre Arbeitslosigkeit als ganz privates Problem zu verkaufen, obwohl systemische Gründe - z.b. Globalisierung und das Wesen der kapitalistischen Wirtschaftform als solches die Hauptverantwortung tragen. Längere Arbeitslosigkeit führt auch zu einem beruflichen Kompetenzverlust.

10 10 Es gibt Berufe, insbesondere in der Technik und in der Informatik, in denen längere Arbeitslosigkeit die bisher erworbenen Fähigkeiten wertlos machen, da die Entwicklung in der jeweiligen Branche mit einer rasanten Geschwindigkeit fortschreitet, so dass der durch viele Jahre Ausbildung oder Studium erworbene Berufsabschluss der Bewerber bei den Personalleitern keinen Wert mehr hat. Tragisch ist diese Tatsache bei jungen Menschen, die ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen haben und innerhalb weniger Jahre keine Anfangsbeschäftigung finden. Sie konkurrieren dann mit geringer Qualifizierten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, beispielsweise im Verkauf, in der Hoffnung bald eine adäquate Stelle zu finden. Wird diese Stelle nicht gefunden, sind für die Betroffenen die Jahre für Ausbildung und Beruf vergeudet, auch volkswirtschaftlich ist dies unsinnig, weil insbesondere universitäre Ausbildungen der Allgemeinheit hohe Kosten verursachen. Bei Langzeitarbeitslosen kommt hinzu, dass Schlüsselqualifikationen im Laufe der Jahre verloren gehen. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Frustrationstoleranz um nur einige zu nennen gehen teilweise, manchmal auch gänzlich, verloren. Schon 1985 stellte man in einer Studie an 124 Männern fest, dass nur 5% der Langzeitarbeitslosen ihrer Situation positive Aspekte abgewinnen konnten und keine Anpassung an die Situation erfolgt, sondern die Schwierigkeiten mit der Dauer der Langzeitarbeitslosigkeit zunehmen; 52,6% der Probanden wurden als depressiv, 12,3% als schwer depressiv eingestuft.( Greven, Klaus: Längerfristige Arbeitslosigkeit und ihre psychischen und psychosozialen Folgen, Offsetdruckerei Aachen,1985). In einer von Soziologen (Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld, Hans Zeisel) durchgeführten Studie- Die Arbeitslosen von Marienthal -, die zwar bereits 1933 durchgeführt wurde, aber nach wie vor Aktualität besitzt, wurden 69% der von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien als resigniert eingestuft; 8% galten als gebrochen und nur 23% waren ungebrochen.( Jahoda, Marie u.a., Seite 74 ). Diese Studie ist ein klassisches Werk der modernen Soziologie, welche 1933 publiziert wurde und im gleichen Jahr den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zum Opfer fiel. Erst 1960 gab es wieder eine neue Auflage in deutscher Sprache; Die beiden erwähnten Studien zeigen m.e. die gravierenden und dramatischen psychosozialen Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit gut auf Vom Sinn der Arbeit Für Viktor E. Frankl ist Arbeit ein schöpferischer Wert. Für ihn sind drei Wertekategorien für die menschliche Existenz bedeutend. Es sind die von ihm auch benannten Hauptstraßen zum Sinn. Diese sind: - schöpferische Werte - Erlebniswerte - Einstellungswerte (Frankl, Viktor E.: Ärztliche Seelsorge, 10. ergänzte Auflage, Seite 60/61)

11 11 Zu den schöpferischen Werten zählen die alltägliche Arbeit, Studium oder Schule, die Familienarbeit, Pflege von Familienangehörigen, das Besorgen des Haushaltes u.s.w.. Die Erlebniswerte sind beispielsweise Reisen, Theaterbesuche, Romane, Begegnungen mit Menschen, Naturerlebnisse. Dort wo schöpferische Werte und Erlebniswerte nicht mehr möglich sind, hat der Mensch die Möglichkeit der Einstellungswerte. Sie sind erforderlich, wenn das Individuum mit einem unabänderlichen Schicksal (z.b. Krebserkrankung, Tod eines ihm Nahestehenden, Behinderung, Inhaftierung) konfrontiert wird. Durch diese dritte Wertekategorie, wird der Sinnlosigkeit im Leben etwas entgegengesetzt. Das Leben des Menschen behält einen Sinn.solange er atmet; solange er bei Bewusstsein ist, trägt er Verantwortung gegenüber Werten und seien es auch nur Einstellungswerte. (Frankl, Viktor E.: Ärztliche Seelsorge, 10. ergänzte Auflage, Seite 61) Das größte Werk, an dem wir täglich arbeiten, ist die Bewältigung des Lebens (Khinast,G., Seite 144). Nunmehr möchte ich, da sich diese Arbeit schwerpunktmäßig mit dem Phänomen der Arbeitslosigkeit beschäftigt, zurückkehren zu den schöpferischen Werten. Diese werden verwirklicht: a) durch Setzen einer Tat: der Aktive verändert die Welt b) durch Schaffen eines Werkes: der Kreative bereichert die Welt (Längle) (Frankl, Die Sinnfrage in der Psychotherapie, Seite 90) Der Mensch hat aus der Sicht von Frankl in der beruflichen Arbeit die Möglichkeit der Sinnerfüllung, unabhängig vom konkreten Beruf. In den Fällen, wo der konkrete Beruf kein Gefühl der Erfüllung aufkommen lässt, liegt die Schuld am Menschen, nicht am Beruf. ( Frankl, V.E.: Ärztliche Seelsorge, S. 122 ) Diese radikale Behauptung interpretiere ich dahingehend, dass Frankl den Menschen immer wieder auffordert, sein Leben zu gestalten, sich also zu entscheiden. Der Philosoph Karl Jaspers hält menschliches Sein immer für entscheidendes Sein. Ich selber hatte in der Vergangenheit berufliche Tätigkeiten, die auf dem ersten Blick für mich nicht besonders sinnvoll erschienen. So hatte ich vor ca. 30 Jahren immer am Wochenende etwa ein Jahr lang eine Bank bewacht, um durch den Hinzuverdienst meinen Führerschein und einen langen Urlaub in Skandinavien zu realisieren. Diese materiellen Ziele reichten mir jedoch nicht aus, überwiegend sitzend die Zeit totzuschlagen. Allerdings gab es in der Bank eine Bücherei, bestückt mit Klassikern der Weltliteratur. Die Nutzung dieser Bücherei motivierte mich, meine Arbeitsstelle aufzusuchen; ich kam also primär zum Lesen in die Bank, das Bewachen lief nebenher.

12 12 Ein Fabrikarbeiter, der beispielsweise am Produktionsband steht, kann dieser Beschäftigung Sinn geben, weil die Bezahlung das Realisieren seiner Träume beispielsweise möglich macht. Oft ist eine monotone, schlecht bezahlte Arbeit für einen Mitmenschen besser zu ertragen als die Dauerarbeitslosigkeit. In meiner Praxis begegneten mir häufiger Minijobber, die von ihrer Arbeit auf eine Weise erzählten, als würden sie eine Vollzeittätigkeit ausüben. Wie sich durch Nachfragen herausstellte waren sie in Wirklichkeit für wenige Tage 2 bis3 Stunden täglich beschäftigt. Mit Stolz erzählten sie, dass sie gerade von ihrer Arbeit kämen. Viele demonstrierten ihre Rückkehr in die Arbeitswelt durch Tragen der Arbeitskleidung in ihrer Freizeit, wie sie bei vielen Handwerksberufen gängig ist (Blaumann bspw.). Eventuell jedoch kann die berufliche Tätigkeit, wenn diese monoton ist, schlecht bezahlt wird und wenige oder keine Spielräume zulässt, um der Angelegenheit eine persönliche Note zu verleihen, sehr frustrierend sein. Leichter hat es dann natürlich ein Arzt, abgesehen davon, dass Ärzte generell ein gutes Ansehen in unserer Gesellschaft haben, der die Freiräume besitzt durch das Persönliche, das Menschliche seine Einzigartigkeit zu beweisen und Sinnerfüllung zu finden. Viele Arbeitnehmer unterliegen heute vermehrt einer Vielzahl von Vorschriften, die der Standardisierung der Arbeit dienen und das Individuum in den Hintergrund treten lassen. Das klassische Beispiel für mich ist die Kassiererin beim Supermarkt. Da ist es egal, unter welchen Namen der Lebensmittelmarkt firmiert. Die Arbeitsabläufe sind in gleicher Weise vereinfacht und standardisiert. Der menschliche Intellekt ist nicht mehr wirklich gefordert; früher musste die Verkäuferin die Preise im Kopf haben und addierte die Posten ohne technische Hilfen. Die Standardisierung führt beispielsweise in der Kommunikation immer häufiger zu Worthülsen, deren Verwendung vom Management angeordnet wird (in Kaufhäusern wünschen mir alle Mitarbeiter generell einen schönen Tag, auch dann, wenn ich mich und der Verkäufer ärgerten; eine Telekommunikationsfirma, der ich schriftlich kündigte, bedankte sich für mein Kündigungsschreiben. u.s.w.). Auch als Sozialarbeiter bin ich zunehmend der Standardisierung von Arbeitsabläufen ausgesetzt, allerdings kann ich Frankl`s Meinung teilen und bin dankbar für die Möglichkeit meine Einzigartigkeit im Beruf einzubringen. Frankl sieht die Grenzen der möglichen schöpferischen Wertverwirklichung durch Arbeit und akzeptiert bestimmte Arbeit als bloßes Mittel zum Zweck, nämlich zum Zwecke des Gelderwerbes ( Frankl, V.E.: Ärztliche Seelsorge, S. 124 ). Diese Menschen müssen Sinnverwirklichung außerhalb der Arbeit finden. Dass Arbeit wegen ihrer zunehmenden Entfremdung für viele Menschen jedoch nur Zweck zum Gelderwerb sein kann, möchte ich hier festhalten, denn es rückt die von vielen Arbeitslosen erstrebte Teilhabe am Arbeitsleben in ein differenzierteres Licht, da es Arbeit als solches entmystifiziert. Es stellt sich also durchaus die Frage, ob das, was der Arbeitslose heute anstrebt, so wertvoll ist, um wirklich realisiert zu werden. Viele meiner Klienten haben Professionen, die nicht (mehr) nachgefragt sind oder sind Ungelernte. Wie sieht der Arbeitsmarkt in unserem Lande für diese Menschen konkret aus?

13 13 Putzen im Akkord in einer Reinigungsfirma? Bauhelfer für die Knochen- und Drecksarbeit auf den Baustellen für wenig Geld, bei jedem Wetter und dem Risiko zu verunfallen? Mitarbeiter einer Drückerkolonne oder Telefonist in einem Call-Center mit der Aufgabe, den Leuten etwas zu verkaufen, was die nicht wirklich wollen und brauchen? Für wesentlich weniger Geld befristet den gleichen Job machen wie die anderen in der Firma, die allerdings gutes Geld und gute Konditionen haben, weil sie schon so lange da sind und durch Tarifverträge geschützt sind? Auf Dauer eine Arbeit auszuüben, die lediglich das Existenzminimum sichert, ist m.e. eine moderne Form von Sklaverei und jeder Mensch sollte sich überlegen, ob er sich dieser Ausbeutung widerstandslos aussetzt, da auf der anderen Seite sehr viele Menschen in unserem Land im Wohlstand leben, oft auch dafür andere für sehr wenig Geld - arbeiten lassen. Vor einigen Jahrzehnten schon stellte Viktor E. Frankl fest: Die natürliche Beziehung des Menschen zu seiner beruflichen Arbeit als dem Felde möglicher schöpferischer Werteverwirklichung und einzigartiger Selbsterfüllung erleidet durch die herrschenden Arbeitsverhältnisse vielfach eine Verbiegung. (Frankl, V., Ärztliche Seelsorge, Seite 123) Die Arbeitslosigkeitsneurose V.E. Frankl stellt fest, dass Arbeitslosigkeit die Betroffenen apathisch, zunehmend interesseund initiativlos macht ( Frankl, V.E.: Ärztliche Seelsorge, S. 124). Die Apathie verhindert die Annahme von Hilfe, der Arbeitslose fühlt sich nicht ausgefüllt, er fühlt sich unnütz, weil unbeschäftigt ( Frankl, V.E.: Ärztliche Seelsorge, S. 125) Weil er keine Arbeit hat, meint er, sein Leben habe keinen Sinn. ( Frankl, V.E.: Ärztliche Seelsorge, S. 125) Die Apathie verwundert mich nicht, ich finde sie ist stimmig, weil der Arbeitnehmer eben Arbeitnehmer und nicht Unternehmer ist. Er hat diesen Status gewählt, weil es ihm bisher zusagte eine Arbeit zugewiesen zu bekommen. Ein Unternehmer, der beispielsweise in Konkurs geht oder dessen Geschäft überhaupt nicht läuft, gründet eher ein neues Unternehmen, es ist Teil seines Selbstverständnisses, aktiv zu sein und sich selber zu kümmern. Die empfundene Leere des arbeitslosen Menschen führt zu einer von Frankl sogenannten Sonntagsneurose in Permanenz. Die daraus resultierende neurotische Entwicklung führt dazu, dass der Arbeitslose alles Negative in seinem Leben auf die Arbeitslosigkeit reduzieren kann. Sein Leben sieht der Arbeitslose als ein Provisorium, er möchte nicht gefordert werden, weil er von sich selber ja auch nichts fordert. Dieses provisorische Leben sehe ich sehr häufig in der Sozialeinrichtung, in der ich beruflich tätig bin. Dort treffen sich Menschen seit Jahren und spielen stundenlang immer Karten. Sie gehen einer Freizeitbeschäftigung nach, allerdings nicht nach der Arbeit oder am

14 14 Wochenende, sondern stets. Diese Menschen erscheinen pünktlich - wie zur Arbeit und beenden auch pünktlich dieses Kartenspiel, welches lediglich durch die Essenseinnahme oder andere Angelegenheiten unterbrochen wird. Kommt ein Mitspieler zu spät, kann es sein, dass er nicht mehr in die Runde aufgenommen wird, so wie ein Arbeiter oder Angestellter, der verspätet zur Arbeit erscheint, sanktioniert wird. Das Beenden des Spiels weist Parallelen auf zur Beendigung der Arbeit. Der Arbeitsplatz wird aufgeräumt; entspannt verlässt man den Ort und verabredet sich fürs nächste Treffen oder teilt den Mitspielern mit, dass man das nächste Mal nicht erscheinen kann, weil es zwingende Gründe dafür gibt. In der Lebensberatung klagen diese Menschen über das Fehlen einer Arbeitsstelle. Sie erwarten, dass eine Institution, zum Beispiel das Arbeitsamt oder das Jobcenter, ihnen eine Stelle zuweist. Eigeninitiative fehlt meistens, weil man der Frustration entgehen möchte, die man hat, wenn eine telefonische oder schriftliche Bewerbung nicht zum Erfolg führt. Sehr sparsam sind die Bemühungen und sie werden nicht sinnvoller, wenn das Amt den Nachweis von Bewerbungsbemühungen einfordert und dies standardisiert (20 Bewerbungsnachweise im Monat). Dieses Beschäftigungsprogramm wurde bis vor kurzem mit der Zahlung einer Bewerbungspauschale für jede nachgewiesene Bewerbung versüßt. Der Sinn tätig zu werden war für viele dann, die Bewerbungspauschale als zusätzliche Einnahme zu verbuchen, da die Kosten der tatsächlichen Bewerbungen wesentlich geringer waren. Die Erfahrung, dass man sucht und nicht findet, macht die Betroffenen apathisch. Sie befinden sich in einer Warteposition Sinn Sprachwissenschaftlich gesehen bedeutet das Wort SINN reisen, unterwegs sein. Viktor E. Frankl vertritt die Auffassung, dass neben dem Streben nach Lust und dem Streben nach Macht und die Existenz dieser Strebungen verneint er keinesfalls - es ein Humanum ist, nach Sinn zu streben. Es gibt einen Willen zum Sinn, das heißt, dass der Mensch im Grunde genommen danach strebt, in seinem Leben einen Sinn zu finden beziehungsweise diesen Sinn zu erfüllen. (Ärztl. Seelsorge, Seite 235) Auch ich kann auf Grund meiner eigenen Erfahrung und Beobachtung bestätigen, dass dem auf Lust und Macht reduzierten Menschen etwas fehlt. Und das Fehlen zeigt sich durch ein von Frankl sogenanntes existentielles Vakuum. In Abgrenzung zu Freud und Adler stellt Viktor E. Frankl fest, dass Das In-Frage-Stellen des Lebenssinns niemals an sich etwa der Ausdruck von Krankhaften am Menschen sei; es ist vielmehr Ausdruck des Menschseins schlechthin Ausdruck nachgerade des Menschlichsten im Menschen (Ärztliche Seelsorge, Seite 39). Nur der Mensch stellt die Frage nach dem Sinn; Tiere können beispielsweise Freude und Angst haben, Gefühle, die wir als Menschen ebenso haben, aber sie stellen nie die Frage nach dem Sinn ihres Daseins (Ärztliche Seelsorge, Seite 40). Der Sinn ist subjektiv und auch relativ und die Person wird durch das Leben in eine subjektive Situation hineingestellt, welche wiederum einmalig und einzigartig ist (Ärztliche Seelsorge, Seite 55).

15 15 Sinn kann nicht durch den Berater, Therapeuten oder Arzt gegeben werden, er muss vom Individuum selber und selbständig gefunden werden (Ärztliche Seelsorge, Seite 82). Das Leben hat einen Aufgabencharakter, der Mensch ist ein vom Leben Befragter, der sein Leben zu verantworten hat (Ärztliche Seelsorge, Seite 82). Das Motto lautet also sehr verkürzt: Das Leben fragt, der Mensch antwortet. Dies wird auch als kopernikanische Wendung bezeichnet (Frankl, Die Sinnfrage in der Psychotherapie, Seite 88; Hirschberger, Seite 181/182), denn die Frage des betroffenen Menschen lautet nicht mehr Was habe ich vom Leben noch zu erwarten, sondern nur mehr : Was erwartet das Leben von mir? Wir sind vom Leben also angefragt. Welche konkrete Forderung der Stunde wartet auf uns? Wir können antworten durch ein Tun, also durch Setzen einer Tat oder dem Schaffen eines Werkes (Frankl, Die Sinnfrage in der Psychotherapie, Seite 90). Durch die Sinnverwirklichung - das Beantworten und Verantworten des Lebens - kommt es zur Werteverwirklichung und zwar auf dem Hindergrund der Wirklichkeit. Die Wege zum Sinn - auch Hauptstraßen zum Sinn genannt - sind für V.E. Frankl:, wie bereits zuvor ausgeführt: schöpferische Werte Erlebniswerte Einstellungswerte z.b. Arbeit, Schule, Universität z.b. ein Theaterbesuch, Liebe z.b. bei Krankheit, Arbeitslosigkeit Ein Mensch, der ausschließlich arbeitet (schöpferische Werte) hat einen Mangel bei den Erlebniswerten, die zu kurz kommen. Es ist aber wichtig, dass eine Ausgewogenheit zwischen schöpferischen Werten und Erlebniswerten existiert. Schon das Alte Testament wusste im 2. Buch Mose (Exodus), Kapitel 20, Verse 8 und 9: Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Dieses Sabbatgebot findet man auch im 5. Buch Mose (Deuteronomium), Kapitel 5, Verse Diese Worte, seit vielen Jahrtausenden tradiert, haben auch heute Bestand, obwohl ökonomische Interessen dagegen votieren und das Wesen des Sonntages als Tag der Ruhe und Besinnung - zunehmend mehr verändern, indem beispielsweise immer häufiger Einkaufszentren am Sonntag geöffnet haben. Der Homo oeconomicus will, dass der Mensch sonntags sein Geld ausgibt und dafür die neuen Hallen der Glückseligkeit aufsucht, Sinnfindung durch Konsum wird vorgegaukelt und der Langzeitarbeitslose kann da mangels Kaufkraft nicht Schritt halten, er ist ausgegrenzt, hat aber die Chance nach dem zu suchen, was man nur außerhalb der Konsumtempel finden kann und daher ist es möglich aus der erzwungenen Arbeitslosigkeit einen Gewinn für sich zu verbuchen. Wenn man als Betroffener sonntags arbeiten muss, so sollte ein anderer Wochentag als Ruhetag dienen, um sich selber zu finden und den wirklich wichtigen Fragen des Lebens nachzuspüren. Viele Arbeitnehmer haben aus meiner Erfahrung große Probleme damit, sie müssen unbedingt arbeiten, damit das existentielle Leeregefühl nicht aufkommt. Wenn schon am Wochenende nicht gearbeitet wird, sind beispielsweise Weiterbildungen oder das Stählern

16 16 des Körpers durch Sport angesagt. Kommt es am Sonntag oder an den Feiertagen zu einem existentiellen Vakuum, so spricht man auch von einer Sonntagsneurose. Das Gegenstück zum Workaholic ist der Hedonist. Er strebt nach Sinnenlust und Genuss. Das Leben ist aber nicht nur Party, auch wenn es manchmal so scheint. Drängender wird das Fragen des Lebens, wenn wir erkranken, einen geliebten Menschen verloren haben, arbeitslos werden, Scheidung erleben oder vom nahenden Tod wissen. Aber auch hier hat der Mensch die Freiheit zu antworten. Gefordert werden eine neue Einstellung zu jeweiligen Schicksalsschlägen. Dabei ist festzustellen, dass der Mensch nicht nur eine einzige Option hat, auch wenn dies den Anschein macht. Wer in diesem Zusammenhang vom Sinn redet, kommt nicht umher, die von Alfried Längle entwickelte Sinnerfassungsmethode zu erwähnen, da sie ein hervorragendes Instrumentarium zur Sinnfindung darstellt. Vier Stufen, welche sich auf die vier Grunddimensionen - Dasein können, - Wertsein mögen, - Sosein dürfen, - Sinnvolles wollen, menschlicher Interaktion mit der Welt beziehen, hat die sogenannte Sinnerfassungsmethode (SEM). Wahrnehmen Was ist faktisch, was nehme ich wahr? Oft reden wir uns etwas ein und stellen bei genauer Betrachtung und im Gespräch mit anderen fest, dass es sich nicht wirklich so verhält. Illusionen und Wünsche erkennen, das Tatsächliche klar und deutlich sehen, also genau hinschauen und wahrnehmen ist hier erforderlich. Wieso nehme ich die Situation nicht ebenfalls so wahr wie ein anderer Mensch? Hat diese Situation für mich Aufgabencharakter? Der zweite Schritt betrifft das Fühlen. Hier kommt es auf das Fühlen der Wertigkeiten an; es entsteht eine Rangordnung der wahrgenommenen Tatbestände und Möglichkeiten, da diese unterschiedliche Prioritäten für den jeweiligen Menschen aufweisen. Von welchem Wert fühle ich mich angesprochen? Denken (dritter Schritt) heißt in diesem Sinne Stellungnahme und Entscheidung. Die Entscheidung ist erforderlich, um dann in die Tat umgesetzt zu werden. Der Mensch kann ihm Wertvolles und Wichtiges erkennen und doch nicht entsprechend sich entscheiden. Die Fragen beziehen sich auf die Freiheit der Entscheidung (Muss ich es tun oder nicht?), auf die Verantwortung(Kann ich das verantworten wofür ich mich entscheide?), die Wirklichkeit (Ist die Entscheidung für mich stimmig?)und die Zukunft (Was für Folgen hat mein Tun?). Durch das Handeln werden Sinnmöglichkeiten verwirklicht.

17 17 Der Mensch muss tun, wozu er sich entschieden hat; die ersten drei Schritte galten der Besinnung, nun öffnet sich das Individuum wieder der Welt durch ein Sich-Einlassen auf die Situation und im Engagement für eine Sache oder einen Menschen. (Khinast, Seite ) Beispiele: Herr D., Mitte 50 Jahre alt, gelernter Fachverkäufer in der Textilbranche, ist seit vielen Jahren arbeitslos. Er kommt seit einigen Jahren an drei Tagen in der Woche in die Teestube und spielt unterschiedliche Kartenspiele in einer ihm vertrauten Gruppe. Herr D. legt großen Wert darauf früh morgens aufzustehen, so als würde er zur Arbeit gehen. Er frühstückt zu Hause und liest in der Zeitung; so machte er das auch, als er noch Arbeit hatte. Er begründet dieses Verhalten damit, dass er im Falle einer Arbeitsaufnahme hinsichtlich der Pünktlichkeit diese nicht verlernt haben wolle. Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sieht Herr D. keine Alternative zum erlernten Beruf. Eine Qualifizierungsmaßnahme vor einigen Jahren absolvierte er engagiert und ist immer noch sehr enttäuscht, dass er danach keine Stelle fand. Herr D. könnte nach eigenen Bekunden eine Rente wegen geminderter Erwerbsfähigkeit beantragen, wartet jedoch, damit die bescheidenen Beiträge zur Rentenversicherung durch den Arbeitslosengeld 2-Bezug die zu erwartende Rente erhöht. Sein ungepflegtes Äußeres entspricht nicht den Vorstellungen, die man von einem Bekleidungsverkäufer im allgemeinen hat. Herr D. ist kontinuierlich bemüht, seinem Alltag eine Struktur zu geben. Er weiß in der Regel schon am Morgen wo er an diesem Tag hingehen wird und was er dort zu erwarten hat. Da er sich mit ebenso von Arbeitslosigkeit Betroffenen trifft, fühlt er sich nicht als Versager, er ist unter Seinesgleichen und es entsteht keine Verunsicherung hinsichtlich seiner Einstellung zum Leben. In früheren Jahren flüchtete Herr D. in den Alkoholkonsum. Da in der Tagesstätte allgemeines Alkohol- und Drogen verbot besteht, kam er dann über mehrere Jahre nicht. Herr B., Mitte 50 Jahre alt, ist ebenfalls viele Jahre arbeitslos; er leidet unter anderem an einer chronischen Depression und bekommt Medikamente mit starken Nebenwirkungen. Da er einen Führerschein besitzt, flexibel, belesen und freundlich ist, hatte er bis vor wenigen Jahren noch diverse Gelegenheitsarbeiten gefunden. Weil er seit einigen Jahren für sich keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt mehr sieht, versucht er für sich Sinnvolles zu machen, indem er in der Fahrradwerkstatt eines Sozialprojektes seit über einem Jahr Fahrradanhänger baut. Dabei ist es ihm wichtig, dass er alleine arbeitet und ihn keiner unter Zeitdruck setzt und er seine an Perfektionismus grenzenden Vorstellungen hinsichtlich der handwerklichen Leistung realisieren kann. Diese Arbeit macht er sehr diszipliniert und hat Kontakte zu Gleichgesinnten geknüpft. Anfänglich wollte er diese Fahrradanhänger vermieten und dadurch ein Zusatzeinkommen erzielen. Diese Idee verfolgt er nun nicht weiter. Zur Zeit nutzt dieser Mensch seine freie Zeit, um mit dem Fahrrad regelmäßig nach Polen zu fahren und sich dort umzuschauen. Auch ist er auf der Suche nach alternativen Landprojekten, in denen er arbeiten und leben möchte. Dies ist kein wirklich neues Thema und in biographischen Gesprächen erfährt man, dass Herr B. eine schwierige Kindheit durchlebte, das schwarze Schaf in der Familie war und dies als Begründung nennt, wenn die fehlenden familiären Kontakte thematisiert werden.

18 18 Auch konsumiert Herr B. seit vielen Jahren Cannabis. Dieser Konsum, der nur phasenweise stattfindet, wird von seiner Neurologin problematisiert. Er hat nach eigenem Bekunden jedoch nicht die Kraft auf Dauer damit aufzuhören. Die Beantwortung seiner Sinnfragen erhält er in erster Linie durch die Lektüre von Ratgebern, die er im Buchhandel kauft und buddhistische Meditation; des weiteren nimmt er Einzelberatungstermine in der Tagesstätte in regelmäßigen Abständen wahr. Herr F., Anfang 50 Jahre alt, ledig, in Berlin geboren, Alkoholiker. Viele Jahre lebte Herr F. auf der Straße. Vor ein paar Jahren bat er die Tagesstätte um Mithilfe zwecks Anmietung einer Wohnung. Eine solche wurde gefunden und spärlich möbliert. Herr F. hatte schon eine Vielzahl von Haftstrafen wegen alkoholbedingter Gesetzesübertretungen hinter sich und wollte nun einen Schlussstrich ziehen. Vor einigen Jahren hörte F. auf, hochprozentigen Alkohol zu trinken, er trank Bier und definierte sich daher als nicht alkoholkrank. Eine neuerliche Entgiftung lehnte er ab, obwohl ein praktischer Arzt dies als Voraussetzung für die Behandlung einer gravierenden Kreislauferkrankung einforderte. Zu einer angeleiteten Selbsthilfegruppe ging er nur einmal und begründete das damit, das die Mitglieder dieser Selbsthilfegruppe nach dem Meeting tranken. Mit 15 Jahren fing F. an zu arbeiten (Bau, Umzugsfirmen), er absolvierte keine Lehre. Aufgrund eines Sprachfehlers erlebte dieser Mensch häufiger Ablehnung. Er achtete nicht auf Körperhygiene, wusch sich und seine Kleidung nicht. Immer wieder musste er dazu vom Berater angehalten werden. Aufgrund der gewachsenen, guten Beziehung zwischen F. und dem Berater war dies nur möglich; familiäre Bindungen gab es nicht zu seiner in der Stadt lebenden Schwester. In den letzten 20 Jahren lebte Herr F. primär von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe. Trotzdem fand er immer wieder kleinere Beschäftigungen von kurzer Dauer und für sehr wenig Geld. Ein Rentenantrag wegen Erwerbsminderung war keine Perspektive für den Klienten, da die Rente sehr gering ausfallen würde aufgrund der wenigen und geringen Rentenversicherungsbeiträge. Auch hatte F. keine realistische Einschätzung von seiner wirklichen Leistungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt und so fielen wir immer wieder in die erste Phase der Sinnerfassungsmethode zurück, um die Realitäten zu betrachten. Zur Zeit des Aufsuchens einer Alkoholiker-Selbsthilfegruppe kam auch die Willensstärkungsmethode zum Einsatz. Die Paradoxe Intention eignete sich sehr für diesen Menschen, da er zum Humor einen Zugang hatte. F. spürte das Gemochtwerden trotz seiner gravierenden Verwahrlosung, er wurde in seiner Schwäche angenommen und fand praktische und lebensberaterische Hilfen. Herr G., Anfang 40 Jahre alt, ist trockener Alkoholiker, ohne abgeschlossene Ausbildung und langzeitarbeitslos. Die Arbeitslosigkeit gibt G. seit drei Jahren die Möglichkeit intensiv in Selbsthilfegruppen zu sein und sich dort ehrenamtlich zu engagieren, Beratungsangebote zu nutzen und sich endlich mit sich selber sehr intensiv auseinander zu setzen. Inzwischen ist er seit einem 3/4 Jahr regelmäßig stundenweise (20 bis 40 Stunden im Monat) als Umzugshelfer tätig. Nach drei Jahren Trockenheit traut sich dieser Mensch nun den Beginn einer Umschulung zu und hat die notwendigen Schritte in die Wege geleitet. Das Beratungsangebot war diesem Klienten wertvoll, da er Vieles nicht in der Selbsthilfegruppe aussprechen konnte. Dieses Votum gab Herr G. von sich aus ab. Die Beratungen hatten lange Zeit einen wöchentlichen Turnus; nach zwei Jahren erfolgten die Beratungen nur noch bei Bedarf alle paar Wochen.

19 19 Frau G. wurde Anfang der 50-er Jahre in Berlin geboren und wuchs bei ihrer Großmutter in Berlin-Neukölln auf. Als Jugendliche siedelte sie nach Niedersachsen zu ihrer Mutter um und verließ dort vorzeitig das Gymnasium, um eine Verkäuferlehre zu absolvieren. Ihre Mutter hatte immer wieder neue Männerbekanntschaften und Frau G. musste gegenüber diesen Männern sich wie eine Stieftochter verhalten. Vor ca. 10 Jahren wanderte Frau G. nach Kanada aus und bewohnte eine Eigentumswohnung, die zur Hälfte von ihr bereits bezahlt war. Vor fünf Jahren musste sie diese Eigentumswohnung zu sehr schlechten Konditionen verkaufen und lebte seitdem in einem Wohnmobil auf einem Campingplatz. Ihren Lebensunterhalt bestritt Frau G. in Kanada durch den Verkauf von Werkzeugen auf Wochenmärkten. Sie zahlte jedoch in keine Sozialkasse Kanadas ein und hatte auch keine Krankenversicherung. Sie wurde mehrere Male zur Ausreise aufgefordert. Mehrere Anträge auf Wiedereinreise dauerten sehr lange (einmal 20 Monate), da die kanadischen Behörden offensichtlich kein Interesse an Einwanderern wie Frau G. hatten. In Berlin lebte Frau G. in Notunterkünften und lehnte das Anmieten einer Mietswohnung ab, ebenso lehnte Frau G. die Betreuung in einem Frauenwohnprojekt ab. Die kanadischen Behörden wussten von den Lebensumständen in Berlin. Frau G. war der Auffassung, dass eben genau diese Lebensumstände den kanadischen Behörden keine andere Entscheidung erlaubten als die, sie wieder auf Dauer nach Kanada einreisen zu lassen. Frau G. sparte alles Geld was sie vom Jobcenter bekam für Gebühren der kanadischen Botschaft und Flugkosten; sie trinkt nicht und raucht nicht und ist materiell sehr bescheiden. Sehr belastend war für diese Klientin das sehr lange Warten auf die Wiedereinreisegenehmigungen. Einmal musste sie 20 Monate warten, ein weiteres Mal 1 Jahr. In dieser Zeit bedurfte diese Frau entlastender Gespräche. Sie führte diese Gespräche nur mit professionellen Helfern. Diese versuchte sie zu funktionalisieren, was ihr häufiger auch gelang. Sie hatte große Probleme ihre Wünsche aufzugeben. Da sie auf Dauer nicht bereit war zu kooperieren, lehnten wir zum Schluss weitere Beratungen ab. Sie kam trotzdem in die Tagesstätte, nutzte das Basisangebot, und versuchte in kleinen Schritten das Vertrauen der Sozialarbeiter zurückzugewinnen. Herr H. ist Mitte 50 Jahre alt und kommt aus einer Stadt an der niedersächsischen Nordseeküste. In Hamburg studierte er Kunstgeschichte und machte einen Abschluss als Magister. In seiner Geburtsstadt lebte er lange Zeit mit einer Frau zusammen ohne verheiratet zu sein. Aus dieser Beziehung gingen zwei Kinder hervor, an denen der Klient sehr hängt. Mit Beendigung der Beziehung ging Herr H. nach Berlin, weil er hoffte, dass dieser Abstand für ihn seelisch förderlich wäre. Hier lebte er von Arbeitslosenhilfe, später Arbeitslosengeld 2 und wohnte längere Zeit in einer Pension. Aufgrund einer endogenen Depression war er zwei Male in den letzten 2 Jahren in stationärer Behandlung. Er zeigte wenig Kooperation hinsichtlich seiner seelischen Erkrankung. Das Aufsuchen einer Fachärztin für Psychiatrie kam für ihn nur als letzte Möglichkeit infrage. In den Krankenhäusern blieb er immer nur kurze Zeit; die Möglichkeit der Anbindung an eine im Bezirk vorhandene Tagesklinik lehne er ab. Auch nahm er keine Medikamente, die ihm von der Klinik empfohlen wurden. Er suchte erfolglos nach einer Anstellung in einem Antiquariat, einer Galerie oder in einem Geschäft für Bildeinrahmungen durch persönliches Vorsprechen.

20 20 Die Grundhaltung, die dieser Mensch jedoch aus meiner Sicht repräsentierte, war die, dass es auch ohne Arbeit geht. Frau T. ist Mitte 50 Jahre alt, sie hielt sich von Geburt an immer in Neukölln auf, lebt mit einem an einer chronischen Psychose erkrankten Mann seit Anfang der siebziger Jahre - nicht verheiratet - zusammen. Selber befindet sie sich seit vielen Jahren in psychiatrischer Behandlung aufgrund einer chronischen Depression. Eine gemeinsame Tochter, an der Frau T. sehr hängt, ist drogenabhängig und zog mit ihrem Lebenspartner und einem gemeinsamen Kind in einen der Ostteile Berlins. Diese räumliche Ferne ist für Frau T. schwer zu ertragen. Die Hartz-4-Reform führte Frau T. in die Teestube (meistens sonntags), da sie und ihr Lebensgefährte bisher von Sozialhilfe lebten und sie nun Hartz-4-Empfängerin wurde. Das basale Lebensmittelangebot, die Beratung und die Kleiderkammer wurden von ihr kontinuierlich genutzt. Die Gespräche taten ihr sichtlich gut, denn meistens verließ sie die Tagesstätte in einem entspannten und heiteren Zustand. Der Versuch, Frau T. an ein geeigneteres Projekt für psychisch Kranke zu vermitteln (Tagesstätte für psychisch Kranke im Wohnbezirk; dort geht es ruhiger zu als in meiner Tagesstätte, weil es wesentlich weniger Besucher je Öffnungseinheit gibt und mehr Personen, teilweise mit Zusatzqualifikationen, sich um die Besucher kümmern ), scheiterte, weil sie sich eigentlich nicht für psychisch krank hält, obwohl sie seit Jahren regelmäßige Termine bei einer Psychiaterin hat und auch pharmakologisch behandelt wird. Der Lebensgefährte weigert sich, das Sozialamt aufzusuchen, den Zutritt von Behördenmitarbeitern verweigert er ebenso. Für diesen Menschen wurden mehrere Anträge beim Sozialamt gestellt, er selber kam jedoch nie in die Tagesstätte und telefonierte auch nicht mit den Mitarbeitern der Tagesstätte, sondern beauftragte seine Lebensgefährtin. Frau T. selber hatte große Schwierigkeiten, die Arbeitsagentur aufzusuchen. Die Vorstellung von langen Warteschlangen beängstigte sie sehr. Auch sah sie realistischerweise keine berufliche Perspektive (sie hatte eine Verkäufer-Lehre im Blumenhandel absolviert und danach von staatlichen Transferleistungen gelebt). Sie fand durch uns Unterstützung, weil vieles sie betreffend oder ihren Lebensgefährten betreffend auch schriftlich gemacht werden konnte. Das Verhältnis zwischen Frau T. und ihrem Lebensgefährten war zeitweise extrem gespannt. So kam es zu einem tätlichen Angriff der Frau, welche mit einem Messer den Lebensgefährten an der Hand verletzte, sodass Feuerwehr und Polizei kommen mussten. Frau T. kommt von ihrem Lebenspartner nicht richtig los, die Trennung ist nur Thema, weil sie sich oft überfordert und allein gelassen fühlt. In der Tat ist Frau T. in dem bestehenden familiären Gebilde (Lebensgefährte und rauschgiftsüchtige Tochter mit Lebensgefährten und gemeinsamer Tochter) der Leistungsfähigste. Anläufe hinsichtlich der Anmietung einer eigenen kleinen Wohnung im Kiez scheiterten an der kontinuierlichen Mitwirkung der Klientin. Das Strafverfahren wegen der Körperverletzung gegenüber ihrem Lebensgefährten wurde nach einer Stellungnahme von uns vom Amtsgericht eingestellt. Aufgrund ihrer Lebensgeschichte und ihrer seelischen Erkrankung bedarf diese Frau sehr langer Begleitung. Alle Beispiele sind für mich nachvollziehbare Reaktionen - Antworten im Sinne von:

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