MESSE CHECK. Tipps und Checklisten für den nachhaltig erfolgreichen Messeauftritt

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1 MESSE Erfolgs CHECK Tipps und Checklisten für den nachhaltig erfolgreichen Messeauftritt

2 VORWORT Der fairform-messeerfolgscheck richtet sich an Unternehmen oder Institutionen, die Messeauftritte als grundlegende und bewährte Maßnahme in ihren Kommunikations- und Marketingmix einbeziehen. Vor allem für Marketingleiter und den Messe-Projektverantwortlichen bietet er gute Hinweise dafür, wie ein Messeauftritt kommunikativ und wirtschaftlich ein Erfolg werden kann. Aufgrund der Komplexität und Unterschiedlichkeit von Messeauftritten und der damit verbundenen Kommunikations- und Unternehmensziele können die Hinweise und Checklisten nur eine grundsätzliche Orientierung bieten. Die Mitarbeiter der fairform GmbH beraten Sie gern weiterführend und unverbindlich. t.: INHALTSVERZEICHNIS S.4 VERANTWORTLICHE UND ABSTIMMUNGSABLÄUFE S.5 ZIELE DEFINIEREN s.6 MESSE RICHTIG AUSWÄHLEN S.7 STRATEGISCHE PLANUNG MESSEAUFTRITT UND kommunikation S.8 MESSESTAND S.10 VORFELDKOMMUNIKATION UND WERBUNG S.11 TERMINKOORDINATION S.12 ERFOLGSFAKTOR STANDPERSONAL S.20 Nach der Messe S.21 KLEINIGKEITEN S. 3

3 VERANTWORTLICHE UND ABSTIMMUNGSABLÄUFE Eine Messeteilnahme ist ein komplexes Vorhaben, in dessen Verlauf nicht nur einzelne Planungsaufgaben auflaufen, sondern auch strategische Entscheidungen getroffen werden müssen. Wählen Sie unternehmens- oder institutionsintern eine Projektleiterin oder einen Projektleiter aus, die oder der diesem Aufgabenbereich gewachsen ist, das Unternehmen und seine Zielsetzungen gut kennt und in der Lage ist, im Bedarfsfall ein Team anzuleiten. Ideal ist jemand, der schon einmal Messeerfahrung sammeln konnte. Gleich zu Beginn des Projektes sollten Sie Entscheidungswege und Verantwortlichkeiten klären. Welche Person oder Gruppe trifft finale Entscheidungen worüber? Wer hat welche Zeichnungsbefugnisse, welche Mitarbeiter sollen / können wofür ins Projekt einbezogen werden? Was genau erwarten Sie von der Projektleitung? Im gleichen Zuge sollte ein regelmäßiges Abstimmungsmeeting im Kalender eingetragen und durchgeführt werden. ZIELE DEFINIEREN Was wollen Sie mit dem Messeauftritt erreichen? Wen möchten Sie ansprechen und erreichen, wer ist also Ihre Zielgruppe? Geht es Ihnen eher darum, bestehenden Kunden etwas zu präsentieren oder aus einer breiten Masse Neukunden zu akquirieren? Zielen Sie auf die generelle Wirkung gegenüber der Öffentlichkeit, vor allem der Presse? Nur das diffuse Gefühl, auf diese Messe gehen zu müssen, weil jeder aus der Branche es tut, sollte als Basis nicht ausreichend sein. Definieren Sie genau, welche kommunikativen und wirtschaftlichen Ziele Sie erreichen wollen und können. Setzen Sie realistische Erwartungen an und versuchen Sie, diese zu quantifizieren. Mit wie vielen (potentiellen) Kunden wollen Sie sprechen? Welche Wirkung wollen Sie genau erzielen? Wie viele Leads (Kontakte potentieller Kunden) wollen Sie einsammeln? >> Eine genaue Zielsetzung ist der Ausgangspunkt für die richtige Wahl der Mittel, um sein Ziel auch zu erreichen. S. 5

4 MESSE RICHTIG AUSWÄHLEN Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen können aus budgetären Gründen nur an einer sehr begrenzten Zahl von Messen teilnehmen. Sie sollten daher sichergehen, dass Sie auf der ausgewählten Messe Ihre Zielgruppe in ausreichender Zahl und möglichst ohne Streuverlust antreffen. Klären Sie, ob Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Institution auf einer internationalen, nationalen oder regionalen Messe präsentieren sollten. Sind Fachmessen, Publikumsmessen oder gemischte Themenmessen sinnvoll? Dabei ist Messe nicht gleich Messe: Es gibt Messen mit Ausstellungen, Kongresse, Symposien oder Begleitausstellungen zu Events. Bewertungskriterien liefern Ihnen Ausstellungsstatistiken und Besucherreports. Fragen Sie bei Ihrem Branchenverband nach dessen Bewertung oder sprechen Sie ruhig andere Unternehmen auf deren Erfahrungen mit der Messe an. >> Ideal ist es, wenn Sie die Veranstaltung selbst besuchen und die Besucherstruktur bewerten können. So sehen Sie auch, wie sich Mitbewerber präsentieren. STRATEGISCHE PLANUNG MESSEAUFTRITT UND KOMMUNIKATION Ein Messeauftritt sollte möglichst in Ihr generelles Kommunikations- und Marketingkonzept integriert sein. Er setzt oft eine wichtige Marke innerhalb einer Kampagne und kann so z. B. als Auftakt, Höhepunkt oder Finale eingesetzt werden. Wollen Sie besondere Produkte oder Leistungen für den Auftritt entwickeln oder besonders attraktive Angebote schnüren? Bedenken Sie, dass Sie nur ausreichend Besucher auf die Messe und an Ihren Stand ziehen können, wenn Sie zuvor alle Kommunikationskanäle entsprechend nutzen. >> Die bloße Anwesenheit auf der Messe reicht als Magnetwirkung nicht aus. Nutzen Sie die einmalige Chance, Ihren Kunden und Interessenten ein Live-Erlebnis bieten zu können und machen Sie Ihnen entsprechend Lust darauf, Sie zu besuchen. Überlegen Sie dabei genau, was als Anreiz dienen kann und in der normalen Kommunikation und im normalen Kontakt vor dem Messezeitpunkt nicht erhältlich oder so zu bekommen ist. S. 7

5 MESSESTAND Aus Ihren vorherigen Festlegungen wissen Sie nun, was genau Sie kommunizieren und erreichen wollen. Bei der Planung Ihres Messestandes sollten Sie dies nun immer im Hinterkopf haben und darauf achten, dass der Stand kundenorientiert gestaltet ist. Dabei spielt die verständliche Darstellung Ihrer Leistungen und Produkte eine ebenso große Rolle, wie die weithin sichtbare Anbringung Ihres Logos. Benutzen Sie Begrifflichkeiten, die zweifelsfrei für Ihre Zielgruppe erklären, was Sie anbieten und wer Sie sind. Prüfen Sie dies evtl. mit geeigneten Testpersonen. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Kernpunkte. Ihr Kunde oder Interessent erwartet auf der Messe ein Live-Erlebnis. Geben Sie ihm die Möglichkeit, Ihre Produkte und Leistungen zu testen, wenn es geht anzufassen oder audiovisuell zu erleben. Geizen Sie nicht mit Informationen und entsprechendem Material. Vor dem Design des Standes steht immer die funktionale Überlegung: welche Elemente werden benötigt, um Publikum anzuziehen und es zum Bleiben anzuregen? Welche funktionalen Bereiche werden benötigt (Besprechungsräume, Küche, Bar, Lager, Loungebereich, Displays oder Flächen zur Produktpräsentation )? Legen Sie so frühzeitig wie möglich die Standgröße und Platzierung fest und optionieren Sie die passende Fläche beim Messeveranstalter. Der Messeveranstalter berät Sie gern im Hinblick auf die Hallenstruktur und die Position von Mitbewerbern oder geeigneten Nachbarn. Wählen Sie rechtzeitig einen geeigneten Messebau-Partner aus. Hier sollten Sie drei Unternehmen auswählen, mit denen Sie ausführliche Briefinggespräche führen möchten. >> Jedes Briefinggespräch kostet Zeit und damit Ihr Geld. In der Regel werden einfache Standkonzepte auf Basis von Systemmaterial kostenlos erstellt, bei individuellen Entwürfen und Planungen hingegen, an dem Messedesigner viele Stunden sitzen, wird oft ein Honorar fällig. Klären Sie dies vorab mit dem Messebauer. Achten Sie bei der Standgestaltung darauf, den Zugang zu Ihrem Stand soweit es geht zu ermöglichen und vermeiden Sie Barrieren, die die Hemmschwelle erhöhen, Ihren Stand zu betreten. Ihr Messebauer kann Sie hierzu beraten. Infos und Planungschecklisten zur Messeorganisation bietet Ihnen auch der fairform-messeplanungscheck S. 9

6 VORFELDKOMMUNIKATION UND WERBUNG Vertrauen Sie nicht allein darauf, dass Sie auf der Messe vorbeischlendernde Besucher auf Ihren Stand ziehen können. Laden Sie aktiv Ihre Kunden, Kontakte und Interessenten ein. Nutzen Sie dabei alle Adressen, über die Sie verfügen oder kaufen Sie ggf. neue hinzu. Binden Sie die Einladungen in Ihre aktuelle Kampagne ein oder entwickeln Sie eine auf die Messeteilnahme zugeschnittene Werbeaktion. Beziehen Sie dabei folgende Werkzeuge ein: Anzeigen, postalische Einladungen, s, Mitteilungen online (auf Website und in Netzwerken) Pressemeldungen und redaktionelle Beiträge. Arbeiten Sie mit Gratis- oder vergünstigten Messekarten, Gewinnspielen oder Angebotspaketen zur Messe. Setzen Sie gezielt Telemarketing ein. Dies können Ihre Vertriebs- oder Beratungsmitarbeiter übernehmen oder Sie setzen ein geeignetes Telemarketingunternehmen ein. TERMINKOORDINATION Strukturieren Sie bereits frühzeitig die Messetage und legen Sie Gesprächs-Terminpläne an. Dies ist auch eine wichtige Orientierung für die Planung des Stand-Teams und der Belegung der Besprechungsräume. Setzen Sie die Gesprächsdauer nicht zu knapp an und bauen Sie Zeitpuffer und Pausen ein. Vereinbaren Sie mir Ihren wichtigsten Kunden und Kontakten so früh wie möglich die Termine. Bieten Sie ein Online-Terminbuchungstool oder einen Online-Terminkalender an. Legen Sie eine Vorgehensweise fest, wenn doch mal jemand warten muss oder Termine durcheinander geraten. Sorgen Sie dafür, dass sich der Besucher trotzdem wohl und beachtet fühlt. >> Auch hier gilt: gut gebrieft ist halb gewonnen. Ein freundlicher Anruf motiviert unvergleichbar mehr zum Besuch, als viele andere Mittel. Sie haben Mitarbeiter, die interessante Vorträge halten oder Workshops bestreiten können? >> Qualifiziertes Personal ist unbezahlbar gute Werbung. Versuchen Sie, Ihre Mitarbeiter als Redner auf den messebegleitenden Kongressen und Symposien zu platzieren oder bieten Sie sie als Workshop-Trainer oder Tourguide an (ggf. kostenpflichtig). Ihr Branchenfachverband ist hier meist ein guter Partner und kann Sie beraten oder entsprechend einbinden. S. 11

7 ERFOLGSFAKTOR STANDPERSONAL GESCHULTES STANDPERSONAL Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, Hostessen, Promoter und Servicekräfte ausführlich. Informieren Sie zu Ihren Produkten, Services und Leistungen. Gehen Sie dabei vor allem von der Erwartungshaltung des Messebesuchers aus. Was wird er wissen wollen? Welche Situationen muss das Standpersonal bewältigen? Über welche Fallstricke sollten alle Bescheid wissen? Schulen Sie außerdem das richtige Verhalten auf dem Messestand. Sagen Sie allen Beteiligten klar, was Sie erwarten und wie Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Institution dargestellt wissen möchten. Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Teil Teambriefing. Gut geschultes Personal vermittelt ein positives Unternehmensimage und handelt vor allem sicher und motiviert. Je mehr Zeit Sie im Vorfeld in die Schulung aller Beteiligten investieren, umso reibungsloser läuft der Messeauftritt und Sie verlieren keine wertvolle Zeit (und Geld) durch unsicheres oder falsches Handeln und ständige Nachfragen. Außerdem festigt die gemeinsame Schulung den Teamzusammenhalt. MOTIVIERTES STANDPERSONAL Sie wissen jetzt: Wer gut geschult und damit sicher ist, ist auch motivierter. Aktives, motiviertes Standpersonal ist der wichtigste Erfolgsfaktor auf Ihrem Stand. Motivation entsteht durch gute Information, aber auch durch Wertschätzung oder Belohnung. >> Überlegen Sie, womit Sie Ihre Top-Leute motivieren können. Die Klaviatur hier ist breit: Von der Wahl der Anreise und des Hotels bis hin zu kleinen Aufmerksamkeiten, gutem Teamcatering, Karten für die Messeparty oder einer Gratifikation bei guter Messeleistung. Wichtig und am besten vor und nach der Messe sind Mitarbeitergespräche mit dem Vorgesetzten oder der Unternehmensleitung, in denen eine konkrete Zielvereinbarung besprochen und nach Messeende ein Fazit gezogen wird. Das letzte Teambriefing vor der Messe sollte idealerweise auf dem fertigen Messestand stattfinden, damit das Personal sich mit den Gegebenheiten anfreunden kann. Planen Sie bei größeren, komplexeren Ständen einen Testlauf des Messebetriebes ein, in den Sie die Mitarbeiter einbeziehen. S. 13

8 TEAMBRIEFING / ROADMAP Ergänzend zur Schulung sollten Sie an alle Mitarbeiter ein Teambriefing aushändigen. Man nennt diese Informationssammlung auch Roadmap, weil sie ein guter Wegweiser durch den gesamten Messeauftritt ist. Ein solches Teambriefing ist bei Personaländerungen kurz vor der Messe ein wertvolles Instrument, um schnell eine andere Mitarbeiterin / einen anderen Mitarbeiter einzuweisen. Im Teambriefing enthalten sein sollen: Die wichtigsten Infos zu den Produkten, Leistungen, Services, (techn.) Spezifikationen, Angebote, Bezugsquellen usw. Erklärungen zum Unternehmen, zur Unternehmensphilosophie, zum Claim / Slogan und zur aktuellen Kampagne usw. (Was tun wir, wie stellen wir uns dar, welche Formulierungen benutzen wir dabei und warum?) Wichtige Daten und Adressen wie Tel.-Nr. der Standleitung, Lieferanschrift, Messestand-Nr., Ausstellungsort und Veranstalter, Öffnungszeiten der Messe, Daten von Standparty o. ä., örtlicher Taxiruf, Notrufnummern Alle Rufnummern / Kontaktdaten der Messestand-Teammitglieder sowie von wichtigen Dienstleistern. Jeder Ihrer Mitarbeiter muss in der Lage sein, jeden Kollegen telefonisch zu erreichen. Für die Projektleitung: Adressen möglicher Beschaffungsquellen in der unmittelbaren Umgebung. Detaildaten zu Flügen, Zugverbindungen, Hotelzimmern Geländeplan Messegelände und Hallenplan der Messehalle, in der der eigene Stand steht, evtl. Verkehrsverbindungen Als verbindliche Richtschnur für Verhalten und Zielsetzungen: Verhaltensregeln auf dem Stand (evtl. detaillierte Empfehlungen anhand eines Beispiels) Kommunikation / Krisenkommunikation / Infos zu anderen Geschäftsbereichen Dresscode Aufgabenverteilung Wer macht was und ist wofür verantwortlich? Was macht die Standleitung, welche Aufgaben haben die Servicekräfte, was wird von den Unternehmensmitarbeitern erwartet? Schaffen Sie klare Zuständigkeiten. Wer leitet das Team, wer kümmert sich um Prospekte, Werbematerial und Give-Aways, um eine ordentliche Präsentation, staub- und fingerabdruckfreie Displays? Wer ist fürs Catering verantwortlich? >> Planen Sie rechtzeitig und lassen Sie der Standleitung Zeit, das Team kennen zu lernen und Aufgaben zu verteilen. Die Mitarbeiter müssen das verfügbare Info- und Werbematerial kennen, um damit arbeiten zu können. S. 15

9 Gesprächsleitfaden / Messekontaktformular Richtlinien und Vorlagen zur Erfassung von Kundendaten: Bereiten Sie einen A4-Gesprächsbogen vor, auf dem alle wichtigen Details zum Kontakt erfasst werden können. Fügen Sie oben links die Kontaktfeld der Firma, Name, Anschrift, Telefon ein. Alternativ kann hier die Visitenkarte des Kontaktes angetackert werden. Fügen Sie weitere Felder für Funktion, Abteilung, Branche und Kontaktart (Kunde, Lieferant, Partner, ). Nützlich ist auch eine Spalte, die Datum, Uhrzeit und Dauer des Gesprächs festhält. Halten Sie ausserdem fest: Was war das Anliegen des Kunden, an welchem Produkt / an welcher Leistung war er interessiert? Wird Informationsmaterial gewünscht, und wann besteht der Bedarf? Soll es elektronisch oder postalisch übermittelt werden? Wurde ein Auftrag abgeschlossen und, wenn nein, warum nicht? Legen Sie alles, soweit möglich, in leicht ankreuzbaren Formularfeldern an. Das Formular sollten Sie gleich nach dem Ausfüllen in einen Ordner ablegen und am Ende der Veranstaltung an den Vertrieb übergeben. Jeder Vertriebsmitarbeiter sollte eine eigene Mappe haben, in die er seine Kontakte einlegen kann. >> Ideal ist es, wenn die Adressen noch am Abend oder spätestens gleich nach der Messe in entsprechende Datenbanken eingepflegt werden. KOMMUNIKATIONSTIPPS Vergewissern Sie sich in den Schulungen, dass alle Mitarbeiter über höfliche Umgangsformen verfügen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihr Standpersonal in der Lage ist zu erkennen, welche Wünsche der Besucher hat und aktiv auf ihn zugehen kann. >> Die Wahl der Ansprache ist dabei entscheidend. Auf den Satz Guten Tag, kann ich Ihnen helfen? gleich nach Betreten des Standes werden die meisten Besucher antworten, dass sie sich nur umschauen möchten und gehen dann meist rasch weiter. >> Besser ist: kurz warten, dem Besucher Zeit zum Umschauen geben und dann konkret fragen: Kann ich Ihnen das Produkt XY zeigen? Wir haben da ein paar sehr interessante Innovationen Kann ich Ihnen unsere Leistung ABC kurz erläutern? Haben Sie eher Interesse an Leistung EFG? Ein guter Einstieg ist auch das Anbieten von Getränken oder Knabbereien. Blickkontakt und aktive Ansprache ist stets wichtig. Buchen Sie ggf. ein Kommunikationstraining. Achten Sie darauf, dass die Mitarbeiter sich in besucherschwachen Phasen nicht zu Grüppchen zusammenstellen und miteinander reden. Die Gefahr besteht, dass der Besucher niemanden anspricht, weil er nicht stören will. S. 17

10 ABENDLICHE BILANZ UND MANÖVERKRITIK Setzen Sie sich, soweit möglich, mit dem Team zusammen, sobald die Besucher die Hallen verlassen haben und lassen Sie den Tag Revue passieren. Fragen Sie ab, wie die Stimmung allgemein war, wer konkret welche (wichtigen) Kontakte gemacht hat, ob sich Neuigkeiten ergeben haben, wie der Ablauf geklappt hat und ob es irgendwo Verbesserungsbedarf gibt. Bei sehr leistungsorientierten Mitarbeitern kann man einen Tagessieger für die meisten oder besten Kontakte ausrufen. >> Sie erhöhen generell die qualitative Leistungsbereitschaft durch diese abendliche Abfrage und geben gleichzeitig ein sehr unmittelbares Lob- / Tadel-Feedback. Heben Sie immer hervor, was positiv war. Besprechen Sie den folgenden Tag, legen Sie nochmal ganz klar fest, wer wann zu erscheinen hat und welche Besonderheiten zu beachten sind. Falls sinnvoll, können Sie auch ein Tagesziel festlegen. Dabei sollten Sie die Besucherstruktur und -frequenz der einzelnen Messetage im Auge behalten. S. 19

11 NACH DER MESSE ABSCHLUSSBERICHT und Dank Umso ausführlicher und detaillierter Sie den Abschlussbericht für diesen Messeauftritt gestalten, desto weniger Zeit werden Sie in der Planungsphase im nächsten Jahr benötigen. Evaluieren Sie im Laufe der nächsten 12 Monate die Ergebniszahlen zum Messeerfolg. NACHBEREITUNG Zunächst: Loben Sie die Mitarbeiter für ihren Einsatz auf der Messe. Führen Sie ggf. Personalgespräche durch. Machen Sie jedoch auch klar: Die Messe ist erst abgeschlossen, wenn die Nachbereitung erfolgreich durchgeführt wurde. Das bedeutet: Erfassen und qualifizieren Sie die auf der Messe gesammelten Kontakte, um sie zügig in der Nachbereitung nutzen zu können. An alle Kontakte, die Infomaterial geordert haben, wird dies nun versendet. >> Achten Sie auf persönliche Ansprache und die richtigen Informationen. Fassen Sie nach: per Telefon, per , per Post-Mailing Machen Sie Vorgaben an Ihre Mitarbeiter, welche Erfolgsquote Sie aus dem Adresspool erwarten und achten Sie darauf, dass entsprechend gezielt nachgefasst wird. Geben Sie Pressemeldungen zu Ihrem Messeteilnahme-Fazit heraus. KLEINIGKEITEN LAST BUT NOT LEAST: Es ist wichtig, vorab alle Abläufe genau zu durchdenken und alle Kleinigkeiten einzupacken, deren Besorgung später viel Zeit und Aufwand zum ungünstigsten Zeitpunkt in Anspruch nimmt. Ein teurer Vertriebsmitarbeiter sollte seine Zeit zielgerichtet mit Neukundenakquisition auf dem Stand verbringen, statt auf der Suche nach einem Tacker oder Kopfschmerztabletten durch die Geschäfte einer unbekannten Umgebung zu tingeln. Solche Kleinigkeiten sind z. B. Tacker mit Klammern Taschentücher, Küchentücher, erste Hilfe-Set (mit Desinfektion, Pflaster, Kopfschmerztabletten, ) Handcreme Minz-Pastillen (kein Kaugummi) Kamm, Fusselbürste Stifte, Schreibblocks, Büroklammern, Post-Its, Klebefilm... Spülmittel und Glasreiniger Traubenzucker, kleine Snacks und so weiter. Fragen Sie die Kontakte, die Sie eingeladen haben, die aber nicht gekommen sind, ob dies durch persönliche Termine kompensiert werden kann / soll. Finden Sie heraus, warum die Kontakte nicht gekommen sind. S. 21

12 Gesprächsnotiz Adresse / Visitenkarte Hier Visitenkarte antackern Titel, Vorname, Name Firma Straße, Hausnummer Landeskürzel, PLZ, Ort Telefon Zusatzinformationen Um welche Ebene / Abteilung handelt es sich einen bereits erfassten Kontakt und es soll nur ein datenabgleich erfolgen die Geschäfts- oder Unternehmensleitung einkauf / Beschaffung / Finanzen Marketing / Vertrieb Wenn für Sie relevant: Handelt es sich um einen Kunden einen Kooperationspartner einen Dienstleister / Lieferanten eine Agentur / Vermittler / Generalauftragnehmer sonstiges Wer hat das Gespräch geführt? jawor anyruc heleck philwen janbor norhab donfin chrmoh sebhaa jesbra Um welche unserer Leistungen ging es? Produkte Service Für Branche Produke A Service A Branche 1 Produkt B Service B Branche 2 Produkt C Service C Branche 3 Service D Branche 4 Service E Details / Ergänzung Boxen mit den Namenskürzeln der Vertriebs-MA helfen, später schnell und einfach ankreuzen zu können. Ankreuz-Boxen mit den Produkten, Services oder Leistungsbereichen erleichtern die Inhaltsangabe zum Gespräch. S. 23

13 fairform ist der perfekte Partner für Messe- und Ausstellungsbau vom kleinen Modulstand bis zum Großprojekt für Veranstalter. Dabei stehen wir Ihnen überall in Deutschland und weltweit als Dienstleister für Planung, Standbau und Umsetzung mit mehr als 30 Jahren Erfahrung zur Verfügung. Wir bieten Ihnen schnelle Planung und kurzfristige Umsetzung attraktives Design mit hochwertigen Oberflächen und individuellen Elementen wirtschaftlichkeit und budgetfreundliche Paketangebote kompetente und umsichtige Beratung versierte und zuverlässige Projektabwicklung 30 Jahre Erfahrung auf relevanten deutschen und vielen internationalen Messeplätzen plus ein globales Netzwerk Wir freuen uns auf Ihr Projekt! MESSEBAU AUSSTELLUNGSBAU attraktives Design wirtschaftliche Lösungen schnelle Planung und Umsetzung fairform GmbH Lichterfelder Weg Berlin www. fairform.de

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