Medienkonzept der Grundschule zur Schnippenburg. Stand Februar 2012

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1 1 Medienkonzept der Grundschule zur Schnippenburg Stand Februar 2012

2 2 Medienkonzept der Grundschule zur Schnippenburg Inhalt 1. Medienerziehung 1 2. Neue Medien Ausstattung Zielsetzungen Methodisch-Didaktische Überlegungen 3 3. Traditionelle Medien 4 4. Ausblick 5

3 3 1. Medienerziehung Die Vorstellungswelt und Freizeitgewohnheiten der Kinder werden von zahlreichen verschiedenen Medien beeinflusst. Deshalb müssen die Schülerinnen und Schüler auf einen kritischen und besonnenen Umgang mit Medien vorbereitet werden und Erfahrungen gewinnen, die die scheinbare Objektivität der Medien in Frage stellen. Auch die gestalterischen Möglichkeiten der Medien sollten bewusst im Unterricht genutzt werden. Medienkompetenz bezeichnet nach Dieter Baacke die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen. 1 Für das Leben in unserer Medien- und Informationsgesellschaft wird der kompetente Umgang mit Medien aller Art zunehmend zu einer wichtigen Schlüsselqualifikation. Erziehung und Bildung müssen daher Heranwachsende dabei unterstützen, selbstbestimmt, kompetent, kreativ, kritisch und sozial verantwortlich mit Medien umzugehen" Neue Medien Der Umgang mit dem Computer spielt außerschulisch bereits eine große Rolle im Leben vieler Kinder. Um unsere Schüler auf ein Leben in der Informationsgesellschaft vorzubereiten, berücksichtigen wir diese Lebenswirklichkeit und haben als Ziel die Schlüsselqualifikation Medienkompetenz anzubahnen, so dass eine sinnvolle Nutzung ohne Fremdanleitung gelingt. Die private wie berufliche Zukunft der Kinder ist ohne IT-Kenntnisse nicht denkbar, denn in nahezu allen Aufgabenbereichen erhält die Professionalisierung im Umgang mit dem Computer einen immer höheren Stellenwert. Jeder Schüler unserer Schule soll bis zur vierten Klasse grundlegende Medienkompetenzen erwerben, weshalb die Medienkompetenzen systematisch aufgebaut werden müssen. Die Kompetenz, aus der Flut der zur Verfügung stehenden Informationen relevantes Wissen auszuwählen, stellt hierbei eine zentrale aufzubauende Fähigkeit dar. Im Unterricht selbst bietet der Computereinsatz zusätzliche Möglichkeiten der inneren Differenzierung und trägt somit zu einer Individualisierung des Unterrichts bei. 1 vgl. BAAKE: Medienkompetenz. Tübingen, Niemeyer Verlag 1999, S vgl. TULODZIECKI: "Medienkompetenz als Aufgabe von Unterricht und Schule" [ Stand

4 4 2.1 Ausstattung Die Grundschule zur Schnippenburg verfügt über einen Rechner im Sekretariat, der für Verwaltungsaufgaben von der Schulleitung und der Sekretärin genutzt wird. Im Lehrerzimmer befindet sich ein zweiter internetfähiger Rechner, der von Kollegen für dienstliche und unterrichtliche Zwecke genutzt werden kann. Beide Rechner sind jeweils mit einem Drucker verbunden. Der Computer im Rektorenzimmer kommuniziert zudem mit dem Kopierer, so dass hier kostengünstige Schwarzweißkopien gedruckt werden können. Vereinzelnd stehen in den Klassenräumen internetfähige Rechner für die Schüler bereit. Der Computerraum-Raum ist darüber hinaus mit 10 inernet- und netzwerkfähigen Rechnern ausgestattet. Für den Fachunterricht stellt die Grundschule zur Schnippenburg neben der Standardsoftware von Microsoft-Betriebssystemen wie WORD, Excel, Paint, etc. ein Angebot der Lernsoftware Lernwerkstatt Mühlacker [alle Fächer] bereit. Die Einrichtung von Antolinklassen übernehmen die jeweiligen Klassenlehrer. 2.2 Zielsetzungen Grundschüler sollten in ihrer altersgerechten Nutzungskompetenz dahingehend gefördert werden, dass sie befähigt sind, den Computer und das Internet rational und kritisch als Arbeitsmittel bedienen zu können. Nur wenn die Schüler eine altersgemäße Nutzungskompetenz erwerben, können sie Möglichkeiten und Grenzen des Mediums erkennen und für sich nutzen. Daher werden die so genannten neuen Medien an unserer Schule mehr und mehr zu einem selbstverständlichen Werkzeug im Unterricht. Das Medienkonzept der Grundschule zur Schnippenburg sieht vor, dass alle Schüler den Umgang mit den Neuen Medien erlernen. Grundlegende Ziele des Konzepts sind: Handhabung des Computers: Computer starten und herunterfahren, Programme starten und beenden. Umgang mit dem Internetbrowser (Öffnen und Schließen der Browserfenster, Eingabe von Web-Adressen, Eingabe von Schlüsselwörtern in Kinder-Suchmaschinen) Die Eingabeinstrumente Tastatur und Maus nutzen. Umgang mit weiteren Peripheriegeräten (Dokumente drucken). Sinnvolle Einbindung der Arbeit mit den neuen Medien in den Fachunterricht. Anstreben eines wechselseitigen Zusammenspiels von Medien- und Methodenkompetenzen (z. B. Gestaltung von Präsentation und Vortragstechnik).

5 5 Computer als Arbeits-, und Übungsmittel selbständig und in Zusammenarbeit mit anderen nutzen. Textverarbeitung: einfache Zeichen- und Absatzformatierungen durchführen (Schriftgröße, -farbe, -art, Zeilenabstand, Unterstreichungen etc.), Bilder einfügen, einfache Tabellen erstellen, kleine Zeichnungen mit Hilfe der Auto-Formen (Pfeile, Legenden, etc.) anfertigen. 2.3 Methodisch-didaktische Überlegungen Um die oben genannten übergeordneten Ziele des Einsatzes der Neuen Medien zu erreichen, ergibt sich folgender curricularer Aufbau zum Einsatz des Computers im Unterricht. Die Organisation und unterrichtliche Umsetzung obliegt dem Klassenlehrer. Am Ende der vierten Klasse wird den Schülern der Computerführerschein ausgehändigt (s. Anhang). Zudem werden mit der Lerngruppe Regeln zur Arbeit im Internet vereinbart. Jahrgänge 1 / 2 Betriebssystem hochfahren und beenden Umgang mit der Maus (Navigieren auf dem Desktop, Klick und Doppelklick) Umgang mit der Tastatur (erste Orientierung auf der Tastatur, Kenntnis wichtiger Tasten und deren Funktionen: Großschreibung von Buchstaben mit der Umschalttaste, Leer-, Eingabe-, Rück-, Entfernen- und Escape-Taste) Programm Lernwerkstatt kennen lernen und benutzen Erster Umgang mit Word: mit der Tastatur Buchstaben fertigen und kleine Texte am PC selbst erstellen Eigene kleine Werke gestalten und speichern PC als Informationsmedium kennen lernen Jahrgänge 3 / 4 Dateien / Dokumente anlegen und speichern -Programme (Antolin oder Lernwerkstatt) zur Kommunikation nutzen Fachbegriffe unterscheiden können: Programm, Datei, Laufwerk, Festplatte, USB- Stick

6 6 PC kompetent als Medium zum Schreiben, Gestalten und Verwalten von Texten nutzen Umgang mit Word erweitern (markieren, ausschneiden, kopieren, einfügen, formatieren) Erste Forscher- und Rechercheaufträge mit Hilfe des Internets erfüllen Kooperieren mit Mitschülern Kinderseiten im Internet kennenlernen (z.b. Hamsterkiste, Geolino, Blinde Kuh) und nutzen Zusätzlich wird Schülern der Klassen drei und vier an unserer Schule eine Computer-AG angeboten. Die Inhalte der Arbeitsgemeinschaft vertiefen die oben genannten angestrebten Kenntnisse und Fähigkeiten der Schüler. Zusätzlich wird hier ein ausrangierter Pentium-100 geöffnet und die Hauptkomponenten ausgebaut, benannt, funktionell erläutert und wieder eingebaut. Die Schüler können selbst Handanlegen und die einzelnen Hardware- Komponenten wie Grafikkarte, Soundkarte, Hauptplatine mit Arbeitsspeicher, Prozessor und Netzteil untersuchen, aus- und wiedereinbauen. Angebote wie das Erstellen eigener Visitenkarten, das Gestalten des eigenen Stundenplans und das Entwerfen einer Geburtstagseinladung lassen den Schülern viel Freiraum für die eigene Kreativität und schulen zugleich den Umgang mit verschiedenen Arbeitsprogrammen wie Word und Paint. Das Einfügen und Bearbeiten von Tabellen, Grafiken und Cliparts wird so spielerisch geübt und erprobt. Eine Internet-Rallye erfordert die zielgerichte Informationssuche. Die Internet-Suchmaschine Blinde- Kuh dient hierbei als Arbeitsmittel. 3. Traditionelle Medien Die neuen Medien tragen wesentlich zum modernen Profil unserer Schule bei, sind aber nur eine Kategorie von Werkzeug neben vielen anderen wie Filme, Bücher, außerschulische Lernorte etc., die von Kindern und Kollegen unserer Schule genutzt werden. Den Schülern stehen zahlreiche Lehrbücher zur Verfügung, die in den letzten Jahren teilweise neu angeschafft wurden, zum Teil aber noch ersetzt werden müssen. Darüber hinaus wird vielfältiges,

7 7 aktuelles Material in den Unterricht einbezogen (wie bspw. Zeitungen, Kassetten, Cds, DvDs oder Videos). Die Klassenräume sind mit CD- und Kassettenrekordern ausgestattet. Auf jedem Flur befindet sich mindestens ein OH-Projektor, den die Kollegen gemeinsam nutzen. Die Schülerbibliothek ist mit Material für die Recherche für Schüler gut ausgestattet und bietet zudem eine gemütliche Atmosphäre zum Schmökern. Betreut wird die Bücherei durch Eltern, die montags und mittwochs von 7.45 Uhr bis 8.00 Uhr das Entleihen der Bücher organisieren. In der Schulbücherei steht zudem ein Fernseher mit Videorekorder und DVD-Player zur Verfügung. 4. Ausblick Um eine häufigere und effizientere Einbindung des Computers in die tägliche Unterrichtsorganisation zu gewährleisten, benötigen wir leistungsstärkere und zusätzliche Rechner, damit im besten Falle jeder Klassenraum mit einigen internetfähigen Rechnern ausgestattet werden kann. Gerade die Schüler der unteren Jahrgangsstufen sind noch nicht in der Lage, selbstständig im Computerraum zu arbeiten. Momentan verfügt die Grundschule zur Schnippenburg hauptsächlich über Rechner die durch Sachspenden bereitgestellt wurden. Verhandlungen mit der Gemeinde werden von der Schulleitung geführt. Das Konjunkturpaket II brachte lediglich einen Laptop für das Rektorenzimmer hervor [Stand August 2011]. Im Januar 2012 stellt die Gemeinde Ostercappeln der Grundschule zur Schnippenburg zehn neue Desktop-Rechner inklusive Tastaturen und Computer-Mäusen zur Verfügung. Die neuen Rechner werden im Computerraum installiert. Die jetzt ehemaligen Rechner des Computerraumes werden in den Klassenräumen aufgestellt [Stand Februar 2012].

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