Klimafreundliche Ernährung Saisonal, regional und am besten vegetarisch

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1 Klimadialog Bregenz - Newsletter September 2010 Klimafreundliche Ernährung Saisonal, regional und am besten vegetarisch Wer seine Ernährung klimafreundlich gestaltet, spart jede Menge CO 2. So lassen sich bei einer gemüsereichen Kost, viel Obst, viel Getreide, wenig Fleisch und der Umstellung auf Bio-Lebensmittel bis zu 40 % der durch Ernährung verursachten CO 2 -Äquivalente einsparen! Und als kleinen Bonus für die Anstrengungen lebt mann/frau dann auch noch gesünder! Fleisch- und Milchprodukte oder doch lieber Gemüse? Der größte Anteil an Treibhausgasen bei der Ernährung entsteht durch die Erzeugung tierischer Lebensmittel. Zur Produktion von Fleisch- und Milchprodukten müssen viel mehr Energie, Ackerflächen, Wasser und Dünger aufgewendet werden, als für pflanzliche Nahrungsmittel. Insbesondere Rindfleisch ist äußerst klimarelevant, da hier auch große Mengen Methan freigesetzt werden und Methan ist ein Klimagas, das 23mal klimaschädlicher wirkt als CO 2. Bewusst weniger Fleisch essen oder vielleicht wöchentlich einen vegetarischen Tag einzulegen schont nicht nur das Klima sondern auch die Gesundheit. So empfehlen Ärzte und Ernährungswissenschafter schon seit Jahren eine Verringerung des Fleischkonsums. Zwei mal Fleisch oder Wurst pro Woche reichten eigentlich völlig aus Wichtig ist auch, nur so viel Fleisch- und Milchprodukte einzukaufen, wie auch konsumiert werden können. Lieber einmal ein bisschen zu wenig im Haus haben, als verdorbene Waren wegschmeißen zu müssen. Dieser Tipp ist nicht an den Haaren herbeigezogen, denn pro Jahr landen in Österreich Lebensmittel im Wert von 100 Millionen Euro im Müll. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien hervor. Demnach bestehen bis zu zwölf Prozent unseres Hausmülls aus original verpackten oder angebrochenen Lebensmitteln. Regional und saisonal oder international? Im Supermarkt gibt es mehr oder weniger das ganze Jahr über das gleiche Angebot. Erdbeeren, Weintrauben, Blattsalate und Tomaten sind auch im Winter erhältlich. Dass die im beheizten Glashaus produzierten Tomaten nicht wirklich nach den sommerlich Sonnengereiften schmecken, wird beim Einkauf gerne verdrängt. Zum schlechten Geschmack kom-

2 men noch die Auswirkungen auf das Klima: Besonders die Beheizung der Glashäuser in der kalten Jahreszeit wirkt negativ auf die Klimabilanz: So ist die Produktion bis zu 60-mal energieintensiver als im Freiland, da zum Heizen meist Öl oder Gas verwendet wird. Aber auch für importierte Obst und Gemüsearten gilt: je ferner das Herkunftsland, umso stärker sind die ökologischen Auswirkungen. Auch Geschmack und Nährstoffgehalt bleiben durch frühzeitige Ernte und lange Transportwege auf der Strecke. Achten Sie daher beim Einkauf auf die Herkunftsbezeichnung auf der Verpackung. Greifen Sie lieber zu saisonalen Produkten aus der Region! Eine an die Jahreszeiten angepasste Ernährungsweise hat auch ernährungsphysiologische Vorteile: Im Winter haben Kraut, Kartoffeln, Karotten und Co einen hohen Vitamingehalt. Saisonales Obst & Gemüse bietet eine geschmackvolle Abwechslung über das Jahr: Erdbeerzeit, Früchtesommer, Kürbisherbst und Winterkraut. Da schmeckt man die Saison! Ist Bio wirklich besser? Bio-Lebensmittel sind nochmals klimafreundlicher als saisonale, konventionell hergestellte Nahrungsmittel, da sie ohne künstlichen Dünger und Pflanzenschutzmittel auskommen, deren Herstellung besonders viel Energie verbraucht. Ökologische Landwirtschaft verursacht bis zu 30 Prozent weniger Treibhausgase als Konventionelle. Darüber hinaus schmecken biologisch hergestellte Lebensmittel einfach besser, da ihnen die benötigte Zeit zum Wachsen und Reifen gewährt wird. Dass sie auch gesünder sind, zeigen messbare Unterschiede, wie sie auf der Homepage der Ländle GmbH veröffentlicht sind (http://www.laendle.at/site/1) : Höherer Anteil an Vitamin C Höherer Anteil an Trockensubstanzen Höhere Werte bei Kalzium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Eisen und Kupfer Höherer Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Biomilch Höherer Gehalt an Salizylsäure in Biogemüse (beugt Schlaganfall und Herzinfarkten vor)

3 Fehlen noch die richtigen Ideen für klimafreundliche Gerichte? Wir möchten Ihnen 2 Kochbücher vorstellen, die Sie auch in der Stadtbücherei Bregenz entleihen können: 1. Umweltfreundlich vegetarisch Genussrezepte mit CO 2 Berechnungen Von Bettina Goldner (Hädecke Verlag) familientaugliche, vegetarische Rezepte, alle nach ihrer Umwelt- und Klimafreundlichkeit ausgewählt und dabei auch noch vitaminreich, cholesterinarm und lecker. Mit umfangreichen Informationen zum Thema Klimawandel und Ernährung und hilfreiche Tipps zu einer klimafreundlichen Ernährung. 2. Das Klimakochbuch Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen Von der BUNDjugend (Franck-Kosmos Verlag) Das Buch wurde von verschiedenen Autoren aus der BUNDjugend verfasst und zeigt, dass man weder auf Geschmack noch auf Abwechslung verzichten muss, um sich umwelt- und klimafreundlich zu ernähren. Die beiden Bücher stehen in der Stadtbücherei Bregenz, Gerberstraße 4 zum Ausleihen bereit Öffnungszeiten: Montags, Mittwochs und Freitags von 10:00 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10:00 bis 13:00 Uhr Telefon : 05574/ Sie wollen ihre Lebensmittel klimafreundlich in Bregenz einkaufen Bauernmarkt: Der Bauernmarkt bietet Ihnen regionale bäuerliche Produkte und Spezialitäten, die sich am Verlauf des Jahres orientieren. Deshalb gibt es beispielsweise keine Mangos oder Bananen, kein Gemüse aus fernen und nahen Ländern oder auch keine Erdbeeren zur Weihnachtszeit. Die regionale Erzeugung saisonaler Produkte aus unserer Heimat steht hier an erster Stelle.

4 Jeden Freitag, Uhr in der Kaiserstraße Bio-Stände: Irene Stadelmann, Familie Greussing, Hans-Peter Bruchmann Bregenzer Wochenmarkt: Ob frisches Obst, knackiges Gemüse, bunte Blumen und Pflanzen, duftendes Brot oder fangfrischer Bodensee-Fisch: auf dem Bregenzer Wochenmarkt findet man alles, was das "Markt-Herz" begehrt. Oberste Marktprämisse: Qualität steht vor Quantität! Deshalb sind auf dem Wochenmarkt ausschließlich saisonale Produkte zu finden. Jeden Dienstag und Freitag, 8.00 bis Uhr, Kornmarktplatz Jeden Donnerstag, 8.00 bis Uhr, Clemens-Holzmeister-Gasse Bio-Fachgeschäfte Eine breite Auswahl von Bio-Produkten finden Sie auch in folgenden Bregenzer Fachgeschäften: Bio-Store, Montfortstraße 3, Bregenz, Tel: / Keimling, Montfortstraße 1, Bregenz, Tel:05574 / 46307, Naturkost Hämmerle, Kirchstraße 3, Bregenz, Tel: / BioBäckerei Gunz, Rathausstraße 1, Bregenz, Tel: / Ländle Gemüse Kiste Oder Sie abonnieren zum Beispiel die Ländle Gemüse-Kiste: Die Kiste beinhaltet ein wöchentliches Abonnement von Frischgemüse, garantiert aus Vorarlberger Böden, verantwortungsvoll von den Gemüsebaubetrieben der Familie Vetter aus Lustenau und der Familie Kühne aus Meiningen produziert. Die Ländle Gemüsekiste ist als Standardkiste und als Familienkiste (ca. 1/3 mehr Inhalt) erhältlich. Informationen gibt es unter oder bei Werner und Daniela Fessler A-6832 Sulz, Im Wäsle 9 Tel Mobil Klimafreundliche Einkauf- und Ernährungstipps Beim Fleisch auf Bioqualität achten und grundsetzlich weniger (Rind-)Fleisch essen Milchprodukte wie Milch, Sahne, Butter öfter mal durch pflanzliche Alternativen (Margarine, Soja) ersetzen. Biolebensmittel kaufen Obst und Gemüse der Saison und vor allem aus der Region (Ländleprodukte) kaufen. Wochenmarkt nutzen. Sich angewöhnen im Supermarkt immer auf das angegebene Herkunftsland zu achten.

5 Gering verarbeitete und wenig verpackte Lebenmittel kaufen. Kein Einweg- oder Wegwerfgeschirr benutzen Fisch mit MSC-Siegel (Marine Stewardship Council = Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei) oder aus Ökokultur kaufen (Bioqualität) Mit dem Rad oder zu Fuß einkaufen gehen und immer auch eine Tasche dabei haben. Leitungswasser statt abgefülltes Mineralwasser trinken. Reste verwerten und keine Lebensmittel wegwerfen. Betriebsbesichtigung des Campingplatzes Mexico Im Rahmen des Klimadialogs Bregenz (KliB 2.0) besteht am Freitag, den 10. September für alle Interessierten die Möglichkeit den Campingplatz Mexico zu besichtigen. Das kleine Familienunternehmen, welches bereits seit 25 Jahren betrieben wird, ist seit gut zehn Jahren ökologisch orientiert und zertifiziert: seit 2001 als Ecocamping und seit 2005 nach dem EU-Umweltzeichen. Ecocamping steht für Umweltmanagement auf dem Campingplatz. Dies umfasst die Nutzung von Solarenergie für die Wasseraufbereitung, die Verwendung biologisch verträglicher Reinigungsmitteln und die generelle Verminderung bzw. Vermeidung von Abfällen. Außerdem wird auf den Wasser- und Stromverbrauch geachtet und ö- kologisch produzierte Getränke und Lebensmittel werden verkauft. Das Umweltmanagement des Bregenzer Campingplatzes soll zeigen, wie der CO 2 - Ausstoss in einem kleinen Unternehmen reduziert werden kann. Denn im Mittelpunkt des Klimadialogs stehen die Thematik bzw. Problematik des CO 2 -Ausstosses und die Chancen zur Einsparung. Im Anschluss an die Besichtigung des Campingplatzes lädt die Familie Heiler zu einem kleinen Umtrunk im Bistro ein. Kommen Sie umweltfreundlich: mit dem Rad oder Stadtbus (Linie 2, Haltestelle Victoria / Hechtweg). INFO Freitag, 10. September: Besichtigung Campingplatz Mexico,Treffpunkt: Hechtweg 4, um 17:00 Uhr beim Eingang. Anmeldung unter Tel.: oder Weitere Infos unter 16. September September 2010 Europäische Mobilitätswoche und Autofreier Tag am 22. September

6 MOBILWoche 2010 Umsteigen, Umwelt entlasten & Kosten sparen! Ziel der MOBILWoche ist es, auf Alternativen zur Auto- Mobilität aufmerksam zu machen. Dazu finden im Rahmen der Woche und um den traditionellen Autofreien-Tag zahlreiche Aktionen und Angebote statt. Bregenzer Radtag: 17. September am Leutbühel: Im Rahmen der MOBIL Woche findet in Bregenz am Freitag den 17. September ein Radtag statt. Interessierte erfahren hier viel Nützliches und Unterhaltendes zum Thema Rad. So steht zum Beispiel ein Fahrradsimulator des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zur Verfügung, der reale Gefahrensituationen nachbildet und richtiges gefahrlos üben lässt. Radhändler und Experten stehen für Fragen rund ums Rad zur Verfügung und präsentieren viel nützliches Zubehör. Auf alle wartet ein Segway- Geschicklichkeitsparcours, das Test-Fahren mit Sonderrädern der Lebenshilfe Vorarlberg und Informationen zum GIB Projekt Gemeinsam in Bregenz - Gemeinsam für Bregenz. Plan-b zeigt eine Ausstellung zum Thema Fahrrad, Einradfahrer führen am Nachmittag ihr Können vor und vieles mehr. Integra bietet einen innovativen Putzservice an: Für einen Unkostenbetrag wird jedes Rad auf Hochglanz poliert. Wann? Wo? 17. September 2010 ab 9:00 Uhr Leutbühel in Bregenz MOBILWOCHEN-TICKET UM 10 EURO Zur MOBILWoche bietet der Verkehrsverbund ein eigenes MOBILWochen-Ticket an: Um 10 Euro kann man im Zeitraum der MOBILWoche in ganz Vorarlberg mit Bus und Bahn unterwegs sein. Erhältlich ist das Ticket in allen Verkaufsstellen, bei den Automaten und in den Bussen. klima:aktiv mobil Tour macht Station im Bregenzer Seestadtareal Donnerstag, 30. September und Freitag 1. Oktober Mit der klima:aktiv mobil Tour will das Lebensministerium Lust auf alternative Mobilität machen und zeigen, dass die neue Art der Beweglichkeit richtig Spaß machen kann. Die Tour macht dabei für zwei Tage Station in Bregenz. Besucher können ausgiebig Elektro-, Erdgas- oder Hybridautos aber auch einspurige Mobilität wie Elektrofahrräder, E-Scooter o- der auch Lastenfahrräder testen. Dazu gibt es jede Menge Informationen zu klimaschonender Mobilität und zu den Förderprogrammen für Betriebe, Gemeinden und Privatpersonen. Weitere Infos auch unter Amt der Landeshauptstadt Bregenz, Dienststelle Umweltschutz, Belruptstraße 1, 6900 Bregenz, Tel.: 05574/ , Mail: Homepage:

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