Grüne(re) Logistikkonzepte Klimaschutz braucht Partner

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1 SYSTAIN CONSULTING Grüne(re) Logistikkonzepte Klimaschutz braucht Partner Dr. Michael Arretz Anke Nowicki 25. Juni 2009

2 Gliederung 1 Klimawandel Ursachen und Folgen 2 Klimaschutz CO 2 PERATION: ein Projekt mit GROUP7 3 Klimaschutz Systematisches Management Seite 2

3 Die verkehrsbedingten Umweltbelastungen sind vielfältig CO 2, SF 6, CH 4, N 2 O, HFCs, PFCs Öl, Erdgas, LPG Treibhausgase Ressourcenverbrauch Feinstaub Umweltbelastungen durch den Verkehr Ozonbildung Flächenverbrauch Stickstoffbelastung Seite 3

4 Die CO 2 Konzentration in der Atmosphäre steigt seit 1960 dramatisch an Seite 4

5 CO 2 -Umrechnungsfaktor für Klimabilanz * 1) Bestandteile: 1 Atom Kohlenstoff (C), 2 Atome Sauerstoff (O = ½O 2 ) 2) Summenformel: 3) Strukturformel: 4) Molare Massen: C = 12 g/mol, ½O 2 = 16 g/mol, CO 2 = 44 g/mol 5) Aus 4) ergibt sich für CO 2 ein Anteilsverhältnis von 1 : 1,3 : 3,67 (C : ½O 2 : CO 2 ) 6) Der Kohlenstoffanteil in fossilen Brennstoffen liegt bei ca. 85% 1 kg fossilen Brennstoff = ca. 850 g Kohlenstoff (C) 7) Dichte von verschiedenen fossilen Brennstoffen: 7.1) Dieselkraftstoff = ca. 845 g /Liter 7.2) Ottokraftstoff = ca. 750 g /Liter 7.3) Schweröl = ca g/liter Beispielrechnung für Diesel CO 2 C O O - Ein Liter Diesel hat eine Masse von ca. 845 g (siehe 7.1) - Da der Masseanteil von Kohlenstoff in fossilen Brennstoffen bei ca. 85% liegt (siehe 6), enthält ein Liter Diesel ca. 718,25 g Kohlenstoff. - Entsprechend dem unter 4) ermittelten Kohlenstoffanteil für CO 2 entstehen bei vollständiger Oxidation von einem Liter Diesel: 718,25 g C * 3,67 g CO 2 /g C= *für Diesel (ohne Emissionen bei Förderung und Raffinierung 2,6 kg CO 2 / Liter Diesel * 1 Mol = * Teilchen (Avogadrosche Zahl) ** Dieser Wert schwankt mit der Kraftstoffdichte Seite 5

6 CO 2 PERATION Partnerschaft in der textilen Beschaffungskette 1. Handelsunternehmen Witt Weiden / Oberpfalz Multichannel, Hauptvertriebsweg Katalog (Distanzhandel) Anbieter qualitativ hochwertiger Textilien für die Kundengruppe 50plus Zielgruppe mit hohen ökologischen Ansprüchen an Kleidung 2. Logistikdienstleister GROUP7 Weltweit operierender Logistik- und Speditionspartner mit 195 internationalen Stützpunkten u. 7 deutschen Niederlassungen 3. Logistikpartner Enco in der Türkei und M+R Spedag in Thailand 4. als Beratungsdienstleister für nachhaltiges Management Ziel ist die Reduktion der CO 2 -Emissionen um 20% in 5 Jahren für 2 Beschaffungsmärkte Seite 6

7 CO 2 -Einsparpotenzial 1: Die Türkeiverkehre - Ökologische Effizienz für vier Relationen kg CO 2 -Emissionen je t Fracht pro Strecke München/ Weiden Istanbul Seite 7

8 90% der Transporte sind kombinierte Verkehre kg CO 2 -Emissionen je t Fracht pro Strecke Anteil der Transporte in % 10% % 46 46% 0% Der kombinierte Verkehr Fähre - Zug - LKW sollte deutlich ausgebaut werden, um weitere CO 2 - Minderungspotenziale zu erschließen Seite 8

9 CO 2 -Einsparpotenzial 2: Verlagerung von Warenflüssen vom Flugzeug auf das Schiff 15mal höhere CO 2 -Emissionen bei Lufttransport aus Bangkok Seite 9

10 CO 2 -Einsparpotenzial 3: Nachläufe von München nach Weiden Absolute CO 2 - Emissionen (in kg) der LKW im Vergleich - auf der Strecke MUC-Weiden entsteht die Hälfte der Emissionen kg 14% kg 12% kg 35% 150kg 1% kg; 38% MAN 40t MUC- Weiden EURO V HH- Weiden EURO III HH- Weiden IVECO 7,5t MUC- Weiden Sprinter 3,5t MUC- Weiden Einsatz von CO 2 -sparenden Fahrzeugen auf der Strecke München - Weiden Seite 10

11 Bei ökologischer Optimierung kommt es zu Zielkonflikten Verlagerung von Luftfracht Zuverlässige Abwicklung Einsatz von Erdgasfahrzeugen Zuverlässige Abwicklung Kosten Ökologische Optimierung Zeit Kosten Ökologische Optimierung Zeit Zielkonflikte lassen sich mit einem partnerschaftlichen Ansatz lösen Seite 11

12 Die Maßnahmen erstrecken sich v.a. auf die Handlungsfelder logistische Optimierung, Verlagerung u. Qualifizierung 1. Verlagerung Erhöhung der Anteile Seetransporte Ausbau des Anteils kombinierter Verkehre Prüfung alternativer intermodaler Transportoptionen Technische Optimierung Gezielter Einsatz von Telematik- und Navigationstechniksystemen Flottenmanagement (Reduzierung Durchschnittsalter) Nutzung alternativer Antriebsformen Prüfung Einsatz von Erdgasfahrzeugen Minderung der CO 2 Emissionen um 20% in 5 Jahren 5. Qualifizierung Logistische Optimierung Konsolidierung vor Ort Sendungsverdichtung Einkalkulierung von längeren Transitzeiten Entschleunigung 4. Lieferantenentwicklung Logistik Mitarbeiterschulungen in den beteiligten Unternehmen interne Kommunikation zur Einbindung von Mitarbeitern Seite 12

13 Zusammenfassung: Mit dem Carbon Footprint erfolgreich Klimaschutz betreiben Klimaschutz erfordert nachhaltigen Ressourceneinsatz Der Carbon Footprint ist auf die Logistik anwendbar Der Carbon Footprint ist ein verlässlicher Parameter zur Bewertung von Umweltbelastungen und zur Steuerung von Verbesserungsprozessen Klimaschutz braucht Partner Seite 13

14 The Triple Win Way umfassend Nutzen stiften durch aktives Management Energieeffizienz in der Lieferkette Nutzen Nutzen Nutzen Umwelt Geringere CO 2 -Emissionen Handel Neue Marktchancen schaffen Partnerschaft Logistik Dienstleister Energiekosten senken Bei der Optimierung des Product Carbon Footprints wirken Lieferant und Handelsunternehmen zusammen Seite 14

15 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Gerne stehen wir für Fragen zur Verfügung! GmbH Dr. Michael Arretz GROUP7 AG Anke Nowicki Seite 15

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