Konzept. für das Geoportal des WAZ Nieplitz. erstellt von: CWSM GmbH Software Solutions Nachtweide Magdeburg

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1 Konzept für das Geoportal des WAZ Nieplitz erstellt von: CWSM GmbH Software Solutions Nachtweide Magdeburg Verantwortlicher Bearbeiter: Dr. Wolfgang Bischoff Magdeburg, den CWSM GmbH Software Solutions - Nachtweide Magdeburg CWSM GmbH Software Solutions - Danziger Strasse Berlin

2 Seite 2 1. Vorbemerkung Im Rahmen der RICHTLINIE 2007/2/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 14. März 2007zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) wird im WAZ Nieplitz ein Geoportal aufgebaut. Das Konzept für das Geoportal des WAZ Nieplitz enthält die Dokumentation der IT- bezogenen Anforderungen an ein Geoportal und berücksichtigt dabei die speziellen Randbedingungen im Verband sowie der Richtlinien., die im Inspire Gesamtkonzept ausführlich beschrieben sind. Das Konzept dient dem WAZ Nieplitz als Dokumentation für das aufzubauende System und beinhaltet zugleich Erläuterungen zur Nutzung des Portals. Die Anforderungen an das Geoportal sind folgende: Bereitstellung von Geodaten des WAZ Nieplitz über WebGIS an User im Internet unter Nutzung gängiger Browser ohne Zugangsbeschränkung Bereitstellung von Geodaten des WAZ Nieplitz über WebGIS an User im Internet und Intranet unter Nutzung spezieller Browser mit Zugangsbeschränkung Bereitstellung von Daten unter Nutzung von Web Map Services Bereitstellung der Metadaten nach ISO Einbeziehung von Daten aus anderen Geoportalen unter Nutzung von WMS und WFS 2. Begriffserklärungen Im folgenden werden die Begriffe erklärt, die im vorliegenden Konzept genutzt werden: a) Geodaten Alle Daten mit direktem oder indirektem Bezug zu einem bestimmten Standort oder geografischen Gebiet; b) Geodatensatz Eine identifizierbare Sammlung von Geodaten c) Geodatendienste mögliche dazugehörige Formen der Verarbeitung der in Geodatensätzen enthaltenen Geodaten oder der dazugehörigen Metadaten mit Hilfe einer Computeranwendung; d) Geo-Objekt die abstrakte Darstellung eines Phänomens der Realwelt in Bezug auf einen bestimmten Standort oder ein geografisches Gebiet; e) Metadaten

3 Seite 3 Informationen, die Geodatensätze und Geodatendienste beschreiben und es ermöglichen, diese zu ermitteln, in Verzeichnisse aufzunehmen und zu nutzen; f) Interoperabilität im Falle von Geodatensätzen ihre mögliche Kombination und im Falle von Diensten ihre mögliche Interaktion ohne wiederholtes manuelles Eingreifen und in der Weise, dass das Ergebnis kohärent ist und der Zusatznutzen der Datensätze und Datendienste erhöht wird g) WMS Die Spezifikation des (WMS) Web Map Service wurde vom Open Geospatial Consortium (OGC) verfasst. Darin sind die Parameter beschrieben, die bei einer Anfrage benannt werden müssen oder können. Weiter ist darin festgelegt, wie der WMS-Server aus einer solchen Anfrage den Ausschnitt und gegebenenfalls die inhaltliche Aufbereitung der Karte erzeugen soll. Gemäß der Spezifikationen des OGC kann ein WMS-Server die angeforderten Karten aus Rasterdaten oder Vektordaten visualisieren. Im Sinne eines verteilten Geoinformationssystems (GIS) besitzt ein WMS nur die Fähigkeit zur Auskunft der notwendigen Metainformation, zur Visualisierung dieser Geodaten und für eine allgemeine Abfrage der zugrundeliegenden Sachdaten. Das Ergebnis, also die Karte, wird vom WMS in der Regel in einem einfachen Raster-Grafikformat zurückgegeben.. Daher kann der Nutzer einen Web Map Service grundlegend über seinen Webbrowser ansprechen, in dem die Karte dann angezeigt werden kann. Somit ist der Web Map Service Bestandteil eines Web GIS. h) WFS Unter einem Web Feature Service (WFS) versteht man den internetgestützten Zugriff auf Geodaten innerhalb eines verteilten GIS. Der WFS beschränkt sich dabei ausschließlich auf Vektordaten, wie sie in Datenbanken abgelegt werden können. Im Rahmen der Spezifikationen des OpenGIS Consortium (OGC) ermöglicht ein WFS den Zugriff auf geographische Features in Datenbanken und gibt das Ergebnis mindestens als unabhängiges Dateiformat Geography Markup Language (GML) zurück. Unter einem Feature versteht man hierbei die allgemeine Abstraktion eines realen Faktums ("real world phenomenon"). Ein Feature Type ist die Darstellung mithilfe eines Namens, weiteren Attributen und, bei geographischen Feature Types, mit einer Geometrie. Beispielsweise enthält eine Datenbank Feature Types des Typs "Haltung". Eine Instanz eines Features (eine Feature Instance) ist damit dann eine konkrete Haltung.

4 Seite 4 3. Anforderungen an das Geoportal In den Inspire Richtlinien sind eine Reihe von Grundsätzen und Anforderungen definiert, denen ein Geoportal vollständig oder in wesentlichen Teilen entsprechen muss. Die Anforderungen betreffen folgende Dienste: a) Suchdienste, die es ermöglichen, auf der Grundlage des Inhalts entsprechender Daten nach Geodatensätzen zu suchen und den Inhalt der Daten anzuzeigen; b) Darstellungsdienste, die es zumindest ermöglichen, darstellbare Geodatensätze anzuzeigen, in ihnen zu navigieren, sie zu vergrößern/verkleinern, zu verschieben, Daten zu überlagern sowie Informationen aus Legenden und sonstige relevante Inhalte von Metadaten anzuzeigen; c) Download-Dienste, die das Herunterladen von und, wenn durchführbar, den direkten Zugriff auf Kopien vollständiger Geodatensätze oder Teile solcher Sätze ermöglichen; d) Transformationsdienste zur Umwandlung von Geodatensätzen, um Interoperabilität zu erreichen e) Dienste zum Abrufen von Geodatendiensten (WMS/WFS )

5 Seite 5 4. Grundsätzlicher Aufbau des Geoportals Im Bild 1 ist der grundsätzliche Aufbau des Geoportals für den WAZ Nieplitz dargestellt. Bild 1. Geoportalstruktur Alle Geodatensätze des Portals werden in einer zentralen Oracle - Datenbank gehalten. Die Geodatensätze beinhalten sowohl Informationen zum Typ und der Lage grafischer Objektdaten als auch deren assoziierte Attribute (Sachdaten). Die Daten werden über spezielle professionelle GIS- Arbeitsplätze mit CAD Funktionalität eingepflegt oder können per Importwerkzeugen direkt eingelesen werden (z.b. ALK und ALB Daten über entsprechende Konverter). Die CAD- Arbeitsplätze sind kein integrierter Bestandteil des Geoportals und werden in einem gesondertem Kapitel beschrieben. Das Geoportal besteht aus zwei funktionellen GIS- Servern:

6 Seite GIS Server für die internen User und für eingeschränkte Nutzung im Internet Dieser GIS- Server wird durch den WEBGIS- Server Autodesk MapGuide 6.5 und SAGis web realisiert. SAGis web ist ein offenes modulares geografisches Informationssystem für Kommunen, Stadtwerke und Zweckverbände und dient der Verwaltung von geografischen Informationen und Sachdaten. Der Anwender ist in der Lage, ALK-, ALB- und ATKIS Daten sowie z.b. Informationen zu Grünflächen, Bäumen, Bebauungsplänen, Straßen, Verkehrszeichen, Ver- und Entsorgungsleitungen miteinander zu verbinden und auszuwerten. SAGis web setzt Themen in Beziehung und ermöglicht so die Sicht auf komplexe Zusammenhänge zwischen verschiedenen Arbeitsfeldern. SAGis web beinhaltet einen zentralen Geodatenserver, auf dem alle Grafikdaten und Sachdaten in einer offenen Datenbank verwaltet werden. SAGis web erfüllt die Forderungen des Open Geospatial Consortium (OGC) Standards! In Verbindung mit Autodesk MapGuide wird auf die Sach- und Grafikobjekte mittels Webbrowser zugegriffen. SAGis web ist eine komplette GIS- Lösung, die zur Erstellung und Bearbeitung von grafischen Geo- und Sachdaten nicht zwingend CAD - Werkzeuge benötigt. Alle Grafik- und Sachdaten lassen sich z.b. mit dem Internetexplorer anlegen, bearbeiten und löschen! Über die Datenbankschnittstelle ist es möglich, mit CAD- Werkzeugen wie AutoCAD Map, Autodesk Topobase oder SAGis netz direkt auf die Datenbank zuzugreifen, grafische Geo- und Sachdaten zu bearbeiten und in die Datenbank zurück zu schreiben. SAGis web ist modular mit unterschiedlichen Fachschalen aufgebaut und gestattet eine spezifische, den jeweiligen Bedürfnissen des Anwenders angepasste Konfiguration. SAGis web ist durch seine offene Struktur zur Zusammenarbeit mit anderen GIS- Lösungen prädestiniert. So lassen sich z.b. ArcView oder Geograt- Projekte problemlos integrieren. SAGis web wurde in enger Zusammenarbeit mit Kommunen, Stadtwerken, Zweckverbänden und Ingenieurbüros entwickelt und berücksichtigt die besonderen Anforderungen, die von diesen Mitarbeitern an das System gestellt werden. SAGis web ist auch für sehr große Datenmengen geeignet und gestattet aufgrund seiner intelligenten leistungsfähigen Module den sekundenschnellen Aufbau der grafischen Informationen. Auch mit Rastergrafik kommt SAGis web sehr gut zurecht. So werden z.b. Luftbilder mit mehreren 100 MB in wenigen Sekunden mit guter Auflösung dargestellt. Im Geoportal dient der SAGis web Server für die Bearbeitung der Daten durch autorisierte User. Das sind vor allem die berechtigten Mitarbeiter des WAZ Nieplitz, welche über das firmeninterne Intranet auf die Daten zugreifen.

7 Seite 7 Im Bild 1 ist ersichtlich, dass auch über das Internet auf den SAGis- Server zugegriffen werden kann. Die- se User sind vor allem Dienstleister und spezielle, vom Betreiber autorisierte User, die über Anmeldena- men und Passwort auf die Daten zugreifen. Diese User sind in der Lage, Daten zu editieren. Im SAGis web sind mehrere unterschiedliche Projekte darstellbar, die über User- und Rechteverwaltung zugänglich sind. Die Funktionalität geht teilweise weit über die per Inspire geforderten Grundsätze hinaus. Folgende Basisfunktionalitäten sind verfügbar: Objekterzeugung, Bearbeitung und Editieren von Sach- und Geometriedaten, Maßstabsgerechte Anzeige der räumlichen Informationen Freie und feste Zoomstufen, Panfunktion Separates Übersichtsfenster mit verschiedenen Zoomfunktionen Maßstabsabhängige Zu- und Abschaltung von Themen und Anzeigen Maßstabsgerechte Ausgabe bis A0 im Webbrowser mit Voransicht, beliebige Formate definierbar, konfigurierbare Druckstempel Analyse- / Verschneidungsfunktion (z.b. Zeige alle Leitungen, die eine oder mehrere ausgewählte Objektflächen schneiden Intelligente Objektsuche über Mehrfachselektion Objektabhängige Anzeigedialoge für verknüpfte Sachdaten Online - Flächenberechnung für alle Flächenthemen Vermessungsroutine, Flächenberechnungsroutine für editierbare Flächen sowie ALK- Flächen Pufferzonengenerierung Bemaßungsfunktion Redlining Selektion über Einzel- oder Mehrfachauswahl Setzen von Infopunkten und Textinformationen innerhalb der Karten mit Bearbeitungshinweisen Berichtsgenerator zur komfortablen Berichtserstellung für Grafik und Sachdaten, Erzeugung im PDF- Format Druckfunktionen mit Voransicht und editierbaren Beschreibungsfeldern Komfortable Druckaufbereitung, Nutzung von Windows Standarddruckern Speicherung unterschiedlichster Ansichten zum schnellen Wiederauffinden Excel Export der Sachdaten aus ausgewählten Fachschalen Erstellung von Ergebnislisten mit umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten Listendruck über Windows Standarddrucker Anbindung von Dokumenten z.b. im Autodesk DWF- Format

8 Seite 8 Projektverwaltung Benutzerverwaltung/ Administration Anwender können über Such- und Verschneidungsroutinen Ergebnislisten erstellen. Diese Ergebnislisten können konfiguriert untereinander verschnitten werden, die Ergebnisse werden mit dem kostenfreien Tool SAGis ELI in Excel importiert und ausgewertet. Wird eine Suche über die Datenbank ausgeführt, können die Suchergebnisse dauerhaft in eine Ergebnisliste überführt werden, die zu einem späteren Zeitpunkt mit den Zusatzwerkzeugen SAGis ELI, SAGis ISY oder SAGis ALB-A ausgewertet werden können. Die Ergebnislisten bieten über diesen Weg eine komfortable Möglichkeit, um große Mengen von Sachdaten von bis zu Objekten in Microsoft Excel zu überführen Einschränkung: SAGis web ist nur mit Internet Explorer nutzbar und erfordert ein kostenfreies Active X auf dem Client, das von dem SAGis web Server zur Verfügung gestellt wird. Im WAZ Nieplitz werden im SAGis web Server folgende Daten und Fachschalen zur Verfügung ge- stellt. Amtliche Liegenschaftskarte (ALK) Amtliches Liegenschaftsbuch (ALB) Luftbilder als Raster Katalog Daten Abwasserfachschale mit Haltungen Schächten Hausanschlüssen Befahrungsvideos Schadenspunkten und Schadensklassen Sonderbauwerken Trinkwasserfachschale mit Leitungen Hausanschlüssen Objekten (Schieber, Hydranten, Anschlusspunkte etc) Darüber hinaus werden maßstabsabhängig Topografische Karten des Landesvermessungsamtes per WMS integriert.

9 Seite 9 Der SAGis web Server kann weiterhin die Daten per WMS als OGC- Dienst für andere Geoportale zur Verfügung stellen. Im einzelnen können standardmäßig folgende Sachdaten aufgenommen werden: Abwasser - Haltung: Schacht:

10 Seite 10 Schacht allgemein Schachtunterteil Innenschutz

11 Seite 11 Abgänge Anschlusspunkt Abwasser Anschlussleitung Abwasser

12 Seite 12 Druckleitung Abwasser Trinkwasser Trinkwasserleitung allgemein Trinkwasserleitung Lage Trinkwasserleitung Verwaltung

13 Seite 13 Trinkwasserleitung Objekte Hydrant allgemein Hydrant Schild

14 Seite 14 Hydrant Prüfung Trinkwasserobjekt allgemein Trinkwasserobjekt allgemein mit Objektart

15 Seite GIS Server für die externen User und für uneingeschränkte Nutzung im Internet Dieser GIS- Server wird mit dem WebGIS Server Autodesk MapGuide Enterprise realisiert. Autodesk MapGuide Enterprise bietet als leistungsstarke webgestützte Geodaten-Plattform neueste Funktionen für die rasche, einfache und kostengünstige Bereitstellung von Geodaten. Autodesk MapGuide Enterprise basiert auf MapGuide Open Source, lässt sich einfach implementieren und bietet flexible Entwicklungsoptionen. Die Lösung arbeitet perfekt mit dem Autorenwerkzeug Autodesk MapGuide Studio zusammen, welches seit der Version 2010 im Produktumfang enthalten ist. Autodesk MapGuide basiert auf einer Client-/Server-Technologie, die ermöglicht, dass eine beliebige Anzahl von Anwendern die Daten über einfache Internet-Browser nutzen können. Die Software unterstützt die Browser Internet Explorer, Firefox und Safari und ist auf den Betriebssystemen Microsoft Windows und Linux lauffähig, so dass sie in nahezu jede IT-Infrastruktur eingebunden werden kann. Die Benutzer können auf Zeichnungen, Karten und Geodaten im lokalen Netzwerk (Intranet) sowie im World Wide Web (Internet) zugreifen. Dabei nutzt Autodesk MapGuide intelligente Dokumente und dynamische Vektordaten - im Gegensatz zu statischer pixelbildbasierender Abfrage- und Darstellungssoftware. Die Daten können auf mehreren Servern liegen und aus verschiedenen Grafikformaten und Datenbanken stammen. MapGuide kann auf eine Vielzahl von GIS-, CAD- und Rasterbild-Dateiformate sowie relational-räumliche Datenbanken direkt zugreifen (z. B. DWG, SHP, Oracle8i Spatial, Access, usw.). Die Funktionalität dieses WebGIS Servers ist auf die offene Nutzung der Geodaten spezialisiert. Für den Nutzer gibt es keinerlei Zugriffsbeschränkungen im Internet, außerdem können beliebige Webbrowser benutzt werden. Dieser GIS - Server hat Zugriff auf die gleichen Geodatensätze wie der SA- Gis Server, es ist somit eine Konsistenz zwischen internen und externen Userdaten gewährleistet. Da im Internet für den öffentlichen Zugriff eine Reihe von Daten des WAZ Nieplitz aus Datenschutzgründen nicht zur Verfügung gestellt werden sollen (und dürfen), werden hier nur eingeschränkte Datensätze angezeigt. Eine Bearbeitung der Daten ist grundsätzlich ausgeschlossen, der Webbrowser dient als reiner Viewer. Folgende GIS- Basisfunktionalitäten sind integriert. Maßstabsgerechte Anzeige der räumlichen Informationen Freie und feste Zoomstufen, Panfunktion Separates Übersichtsfenster mit verschiedenen Zoomfunktionen Maßstabsabhängige Zu- und Abschaltung von Themen und Anzeigen Maßstabsgerechte Ausgabe im Webbrowser

16 Seite 16 Objektabhängige Anzeigedialoge für verknüpfte Sachdaten Online - Flächenberechnung für alle Flächenthemen Vermessungsroutine, Flächenberechnungsroutine für editierbare Flächen Pufferzonengenerierung Redlining WMS/WFS Dienstenutzung WMS/WFS- Dienste Bereitstellung In der gemeinsamen Beratung bei WAZ Nieplitz am wurden folgende Themen festgelegt, die im öffentlichen Geoportal zur Verfügung stehen: Maßstabsabhängige Topografische Karten des Landesvermessungsamtes, eingebunden über WMS Dienst Abwassernetz ohne Schadensdokumentation, Schadenspunkte und Videobefahrungen Trinkwassernetz Bereitstellung der Metadatensätze gemäß ISO (jeweils einen Metadatensatz für Abwasser und einen für Trinkwasser) 5. Datenerfassung 5.1. Netzdaten, ALK/ALB Die Datenerfassung bzw. übertragung in das Portal erfolgt über folgende Komponenten: a) Für das Trinkwassernetz mit SAGis netz b) Für das Abwassernetz mit SAGis netz oder alternativ mit dem integrierten ISYbau- Konverter (Isybau Format 1996 bzw. 2001). Mit dem in SAGis netz integrierten ISYbau Konverter können Isybau Bestandsdaten K und LK eingelesen werden. c) Für die ALK Daten im EDBS- Format (Erstabgabe und Differenzdaten) SAGis EDBS d) Für die ALB Daten im WLDGe Format (Erstabgabe und Differenzdaten) SAGis ALB Im Bild 2 sind die Softwarewerkzeuge und das Zusammenwirken dargestellt.

17 Seite 17 Bild 2: Werkzeuge zur Datenerfassung Die ALB- und ALK- Daten werden direkt in die Oracle Datenbank importiert, die Netzdaten werden mit SAGis netz in die Datenbank geschrieben. Wenn in der Kanalfachschale neben Bestandsdaten nach Isybau K und LK auch Befahrungsdaten, Schadenspunkte, Sanierung usw. eingepflegt werden sollen, ist hierzu der separat erhältliche ISYbau- Konverter SAGis ISY zu benutzen. Die ALK und bei Bedarf die verknüpften ALB- Daten können nach dem Import in die Datenbank ebenfalls in SAGis netz geladen und als Referenz für die Bearbeitung des Abwasser- und Trinkwassernetzes genutzt werden. Nach dem ALB- Import kann die Straßentabelle aufgebaut und für Sachdatenfelder der GIS- Objekte genutzt werden. Für den Import der Straßentabelle ist eine Zuordnung zu dem jeweiligen Bundesland, Regierungsbezirk, Kreis und zur Gemeinde notwendig. Liegen die Informationen in ASCI- Dateien in Listenform vor, so lässt sich die Straßentabelle problemlos in SAGis netz importieren. Die Listen müssen folgendermaßen aufgebaut sein: Bundesland 2 Stellen, Regierungsbezirk 1 Stelle, Kreis 2 Stellen, Gemeinde 3 Stellen, Straße 5 Stellen Struktur BL,R,KR,GEM,STRAß Format nn,n,nn,nnn,nnnnn Nach Angabe der jeweiligen Kennnummern für Bundesland, Regierungsbezirk, etc. werden die entsprechenden Namen angegeben. Damit ergibt sich folgender Aufbau der Zeilen in den Listendateien: Bundeslandnn,Bundesland Regierungsbezirk nn,n,regierungsbezirk

18 Seite 18 Kreis nn,n,nnn,kreis Gemeinde nn,n,nn,nnn,gemeinde Straße nn,n,nn,nnn,nnnnn,straßenname Für die Bedienung von SAGis netz wird auf das Handbuch SAGis netz Dokumentation verwiesen Metadaten Für die Erfassung der Metadaten wird das Tool des Landesvermessungsamtes Brandenburg genutzt. Dieses Tool ist ab Mai 2010 online im Internet zur Verfügung. Dabei sind folgende Standards zu beachten: Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen zur Metadatenbeschreibung - je nach Art der Ressource - ist es notwendig geworden, das BE/BB-Profil der Version 1 aufzuteilen. Die Teile 1 und 2 berücksichtigen die Festlegungen seitens INSPIRE, der Teil 3 spiegelt das bisherige BE/BB-Profil der Version 1 in aktualisierter Form wider: Teil 1: BE/BB-Profil der ISO mit INSPIRE - Daten ("dataset", "series") Teil 2: BE/BB-Profil der ISO 19115/19119 mit INSPIRE - Dienste ("service") Teil 3: BE/BB-Profil der ISO z.b. Anwendungen ("application") Neben diesen drei Hauptdokumenten beinhaltet das BE/BB-Profil noch die "Zuordnungsübersicht der Me- tadaten" und Muster-Dateien im XML-Format zu den unterschiedlichen Ressourcen, um die Anwendung des BE/BB-Profils zu veranschaulichen. Da der Harmonisierungsprozess zwischen OGC, ISO und INSPIRE noch nicht abgeschlossen ist, und auch das Dokument zur "Daten-Dienste-Kopplung" nicht in Endfassung vorliegt, sind in der Version 2.x.x - insbesondere im Teil 2 - noch einige offene Punkte dokumentiert. Bild 3: Metadatenabbildung

19 Seite 19 Gemäß Absprache vom werden durch einen Dienstleister 2 Metadatensätze nach ISO aufgenommen (1 x Abwasser, 1x Trinkwasser) und an das LGB im XML- Format übergeben. Die Gültigkeit der Daten kann über die Online Validierung geprüft werden Schnittstellen SAGis web und SAGis netz stellen diverse Schnittstellen für den Import- / Export bzw. direkten Zugriff zur Verfügung. Bild 4: Schnittstellen Die Grafik bildet alle verfügbaren Schnittstellen ab. Einige Schnittstellen sind optional und können geson- dert erworben werden. Integrierte Schnittstellen (bidirektional) Shape Excel DWG/DXF ArcInfo DGN MapInfo GML ISYBAU K, LK WMS/WFS

20 Seite 20 Import: Rasterdaten div. Formate (TIFF, MrSID, JPEG, GeoTIF ) Geograt Export PDF Import / Export mit kostenpflichtigen Zusatztools ALB/ ALK (ab 2011 ALKIS) Archikart ISYBAU K,LK, H, EY, LH, S inkl. Plausibilitätsprüfung 6. Geoportalserver und Internetanbindung 6.1. Konfiguration des Geoportalservers Das Geoportal nach Bild 1 wird auf einer gemeinsamen Serverhardware abgebildet. Der Geoportalserver wird mit Windows 2008 Server (64 Bit) unter Nutzung der Hyper-V- Option genutzt. Bild 5: Hyper V - Funktionalität Hyper-V stellt das Hostsystem als Rootsystem um, welches direkt auf den Hypervisor aufbaut. Die Rootpartition verwaltet dann die Child-Partitionen, in welchen die Gastsysteme operieren. Virtualisierte Systeme haben dabei keinen direkten Zugriff auf die Hardwareressourcen. Sie besitzen lediglich eine Sicht auf die virtualisierten Ressourcen. Allerdings kann mit Pass Through ein beschleunigter Zugriff auf die Datenträger des Hostsystems stattfinden.

21 Seite 21 Vorteile: Komplette Isolierung der einzelnen Systeme Sicherheitsfunktionen der Hardwareebene können benutzt werden z. B. Data Execution Prevention (DEP) Hyper-V unterstützt Network Address Translation (NAT) und Network Access Protection (NAP) Verwaltung über die Microsoft Management Console (MMC) Im Cluster-Betrieb kann der Hyper-V eine sogenannte Live-Migration vornehmen (Maschinen im Betrieb von einem Server zum nächsten umziehen) und im Fail-Out-Fall Maschinen nahtlos weiter betreiben Host kann ein Windows 2008 Core Server sein Hyper-V kann einem Gastsystem bis zu vier Prozessoren zuweisen und sowohl 64-Bit- als auch 32-Bit- Systeme darstellen. Eine Hardwareverwaltung verteilt dynamisch die vorhandenen Ressourcen an die Gastsysteme. Des Weiteren wird durch ein Loadbalancing der Netzwerktransfer gesteuert. Durch einen Snapshot können Systeme abgelegt werden und damit auch als Backup funktionieren Der SAGis web Server und die Oracle Datenbank werden auf einer virtuellen Maschine unter Windows 2003 Server, der MapGuide Enterprise Server auf einer zweiten virtuellen Maschine installiert, die beide unter dem virtuellen Root des Windows Servers per Hypervisor verwaltet werden. Bild 6: Konfiguration des Geoportals Das Portal mit den virtuellem Server wird auf einer Hardware mit folgender Konfiguration abgebildet: HP DL 380 G6 Quad Core Prozessor 5000 Serie 16 GB RAM 4 x 147 GB Festplattenkapazität im RAID 5

22 Seite Internetanbindung Die Internetanbindung erfolgt über ein DSL- Anschluss, der eine Downloadgeschwindigkeit bis 16 MBit/s und ein Upload bis 1 MBit/s gestattet. Die Werte wurden per Messung ermittelt. Da der Geodatenserver die Daten an die Internetuser per Upload bereitstellt, kann es bei einer mehreren parallelen Anfragen zu Performanceverlust kommen, da pro Abfrag für einen Geodatensatz zwischen 50 bis 200 KB gesendet werden. Nach einem Testzeitraum muss entschieden werden, ob eine Alternative wie V- DSL zu Einsatz kommen muss. PC im Intranet Geoportalserver Firewall Bild 7: Internetanbindung Der Geoportalserver verfügt über zwei Netzwerkkarten (1 GBit/s), von denen eine dem internen Netz und eine mit einer öffentlichen IP- Adresse für den Internetzugang konfiguriert wird. Die Zugangssicherheit wird über die Firewall mittels dedizierter Portfreigabe geregelt. Das interne Netz hat gegenwärtig eine öffentliche A- Netzadresse (10.xxx.xxx.xxx). Die PC s erhalten ihre IP- Adressen per DHCP automatisch zugewiesen. Zur ordnungsgemäßen Funktion des Geoportalservers ist es erforderlich, das interne Netz auf eine public Adresse ( xxx.xxx) umzustellen.-

Konzept. für das Geoportal des WAZV Werder. erstellt von: CWSM GmbH Software Solutions Nachtweide 95. 39124 Magdeburg. Magdeburg, den 30.11.

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