Auswirkungen der europäischen und nationalen Wirtschaftspolitik auf den Tourismus. Martin Bartenstein / Krems

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1 Auswirkungen der europäischen und nationalen Wirtschaftspolitik auf den Tourismus Martin Bartenstein / Krems

2 Lissabon-Ziel der EU die Union bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu machen einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen. Europäischer Rat in Lissabon, März

3 Wirtschaftswachstum im Vergleich Kanada: +3,0 % Russland: +6,4 % USA: +4,4 % EU-25: +2,2 % China: +9,5 % Japan: +2,6 % Mexiko: +4,2 % Afrika: +4,5 % Indien: +6,9 % Brasilien: +4,5 % Australien: +3,6 % g l o b a l e s W a c h s t u m : 5 % Quellen: OECD 12/2004, WIFO, IWF 9/2004; Bank of Japan, 2005; Forschungszentrum für Entwicklung (China), 2005; Finanzminister Chidambaram (Indien) für Wirtschaftsjahr 2004/05. 3

4 Arbeitslosenquote 2004 (in % der Erwerbspersonen) Arbeitslosenquote 2004 (in % der Erwerbspersonen) 12,0 10,0 9,3 9,5 9,6 8,6 8,8 7,8 8,0 8,0 6,3 6,7 6,0 5,4 4,2 4,5 4,5 4,7 4,7 4,0 2,0 0,0 Quelle: Eurostat, 2004; **Wert für Griechenland und Italien ,8 4 Luxemburg Österreich Irland Niederlande Großbritannien Dänemark Schweden Portugal Belgien EU 15 Italien ** Finnland Griechenland ** Deutschland Frankreich Spanien

5 Beschäftigungsquote der älteren Arbeitnehmer (55 64 Jahre) 5 23,5 24,6 26,9 28,1 28,9 30,0 30,3 30,4 32,5 36,8 39,5 40,2 40,8 42,1 42,3 44,1 44,7 44,8 49,0 49,6 50,4 51,1 52,3 55,5 60,2 68,6 Finnland Zypern Portugal Estland Vereinigtes Königreich Dänemark Schweden 80,0 70,0 60,0 50,0 40,0 30,0 20,0 10,0 Slowenien Slowakische Republi k Polen 0,0 Belgien Ungarn Luxemburg Italien Österreich Malta Frankreich Deutschland Europäische Union 25 Spanien Griechenland Tschechische Republik Lettland Litauen Niederlande Irland

6 Dienstleistungsfreiheit Bedeutung: 70 % des BIP und der Arbeitsplätze im DL-Sektor Österreich: positive DL-Bilanz (2003: +1,62 Mrd. ) Herkunftslandprinzip als Bauprinzip der DL-RL - garantiert den Unternehmen die Freiheiten des Binnenmarkts in der EU Liberalisierung im DL-Bereich bringt bis zu neue Arbeitsplätze in Europa 3 Säulen: DL-RL, Berufsanerkennungs-RL, Entsende-RL wichtige Punkte in den Verhandlungen: - Sicherstellung der Daseinsvorsorge - kein Sozialdumping - Aufrechterhaltung österreichischer Qualitäts-, Umwelt- und Konsumentenschutzstandards 6

7 60,2 59,6 59,2 61,2 65,6 61,9 60,0 61,3 56,8 53,4 55,3 56,3 49,5 52,1 51,4 50,5 48,8 61,1 58,1 59,8 2003/ Entwicklung der Nächtigungen Sommer Winter / / / / / / / / / Winter Sommer Quelle: Statistik Austria, in Mio.

8 Entwicklung der Umsätze 6,45 6,80 6,85 Sommer 7,50 7,27 8,43 7,13 7,68 6,44 6,33 6,95 Quelle: WIFO, ,00 8,58 8,58 8,88 Winter 9,10 in Mrd. Euro 9,39 9, / / /02 Sommer 1995/ / / / / / Winter Sommer

9 Entwicklung der Ankünfte 14,5 14,4 13,8 14,2 13,7 13,7 11,7 10,6 11,1 10,2 10,3 10,1 12,1 14,8 14,6 12,4 12,7 15,3 13,2 15,3 2003/ / /02 in Mio. Sommer 1994/ / / / / / /01 Quelle: Statistik Austria Winter Sommer Winter

10 Woher kommen unsere Gäste? Nächtigungen nach Herkunftsländern 2004 Österreich 26,7% 117,2 Mio. Niederlande 7,4% Schweiz 3,0% GB 2,9% Italien 2,6% Deutschland 43,5% USA 1,2% Belgien 1,9% Frankreich 1,5% Sonstige 9,4% Quelle: Statistik Austria 10

11 Anteile der Bundesländer Verteilung der Nächtigungen nach Bundesländer (Kalenderjahr 2004) 117,2 Mio. Salzburg 18,9% Kärnten 11,0% Steiermark 8,1% Vorarlberg 6,8% Wien 7,2% Tirol 35,4% NÖ 5,0% OÖ 5,6% Burgenland 2,0% Quelle: Statistik Austria 11

12 Entwicklung der direkten und indirekten Wertschöpfung (in Prozent am BIP) Tourismus Tourismus und Freizeitwirtschaft 16,2 16,6 16,3 16,5 16,4 8,5 8,8 8,8 9,1 9, Quelle: TSA (Berechnung 03/2005) 12

13 Beschäftigungszuwachs im Tourismus Unselbständig Beschäftigte im Beherbergungs- und Gaststättenwesen 1998 bis

14 Tourismusrelevante Änderungen der Steuerreform Änderung des Einkommenssteuer- und Lohnsteuertarifs mit günstigeren Staffelungen 2. Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 34 auf 25 % 3. Einführung der Gruppenbesteuerung 4. Seit sind Essensgutscheine bis zu einer Höhe von 4,70 EUR pro Arbeitstag steuerfrei 5. Schaumweinsteuer mit auf Null gesetzt 6. Senkung der Biersteuer 14

15 Entwicklung der Handelsbilanz Exporte und Importe in Mrd. EUR 90 89, ,3 74,9 78,7 69,7 77, ,1 74,3 78,9 89, ,5 51,8 57, ,2 56,3 60, , Importe Exporte Quelle: Statistik Austria; Daten für 2004 vorläufig. 15

16 Entwicklung der FDI mit Österreich-Bezug Aktive Direktinvestitionen Passive Direktinvestitionen Quelle: OeNB, 2004; Daten für 2003 vorläufig. 16

17 Entwicklung von Steuer- und Abgabenlast sowie Budgetsaldo ,4-2,3 42,8-1,5 44,8 0,3 43,7-0,2 43,1-1,1 42,8-1,3 41,7-1,9 40,6-1,7 4,5 3,5 2,5 1,5 0,5-0,5-1,5-2,5 Steuerlast Budgetsaldo Quelle: Statistik Austria, BMF,

18 Starkes Wachstum der F&E-Ausgaben 3,5 3 2,5 2 1,5 F&E-Quote gemessen in % des BIP 1,91 1,95 2,07 2,19 2,19 1,78 1,57 1,62 1,71 2,25 2, , Quelle: Statistik Austria,

19 Hemmnisse für das Wirtschaftswachstum in Europa Rohölpreisentwicklung /2004 in $/b Wechselkursentwicklung $ / Quelle: OPEC, Quelle: EZB, OeNB, 2004.

20 Wie sieht das Ausland Österreich? NZZ vom : Österreich ein Erfolgsmodell Die neue Geschichte Österreichs ist eine Erfolgsgeschichte, wirtschaftlich und sozial, politisch und auch kulturell.... Das Land gehört heute zu den reichsten Ländern der Welt, die Arbeitslosigkeit ist mit 4,5 % vergleichsweise gering, am Wohlstand hat die gesamte Bevölkerung teil. 20

21 Wie sieht das Ausland Österreich? managermagazin 3/2005: Vergleich der Wirtschaftsstandorte Ö - D: Das in Deutschland populäre Klischee vom liebenswerten, aber etwas rückständigen Alpenvölkchen hat mit der Realität nichts mehr zu tun. In vielerlei Hinsicht hat die Austro-Ökonomie die Bundesrepublik überholt. Ob Wachstum, Investitionen, Beschäftigung oder Staatsfinanzen Österreich hat die besseren Zahlen. 21

22 Wie beurteilt der IWF die Reformwilligkeit in Österreich? Since the turn of the decade a strategic policy shift has made Austria a showcase of reforms and placed it at the forefront of the European Union. Internationaler Währungsfonds 10. Mai

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