Government. Überraschung Microsoft hat dem Bundestag angeboten, den Quellcode von Windows in Augenschein zu nehmen. Lesen Sie die Hintergründe auf

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1 Government DIE ZEITUNG FÜR IT-GESTÜTZTE VERWALTUNG VON KOMMUNE UND STAAT 7,50 Deutschland ISSN NEU! Abonnieren Sie auf S. 30 C O M P U T I N G Nr. 01/ Dezember 2001 KOMMUNE & STAAT Konkurrenz die Beschaffungsplattform des Bundes, soll nun auch Ländern und Kommunen offenstehen. Die Folgen im Überblick. Seite 3 BRANCHE & INNOVATION Überraschung Microsoft hat dem Bundestag angeboten, den Quellcode von Windows in Augenschein zu nehmen. Lesen Sie die Hintergründe auf PRAXIS & LÖSUNGEN Leitfaden Projektmanagement kann helfen, Ziele schneller und effizienter zu erreichen. Hilfestellung kommt aus dem Hause Schily. RECHT & SERVICE Pfadfinder Jeder hinterläßt Spuren in den Datennetzen: Droht Das Ende der Anonymität? eine Studie des BSI. Seite 11 Seite 21 Seite 31 IN DIESER AUSGABE KOMMUNE & STAAT EU & egovernment Welche Staaten prägen die Entwicklung der elektronischen Verwaltung? Und in welchen Bereichen geht es am besten voran? Eine Bestandsaufnahme unter globalen Aspekten. Seite 4 BRANCHE & INNOVATION Mehr Druck Das papierlose Büro bleibt eine Vision. Herkömmliche Drucker, Kopierer oder Faxgeräte werden durch Multifunktionsgeräte ersetzt. Es gilt, für die jeweiligen Anforderungen, das richtige Gerät zu finden. Seite 12 PRAXIS & LÖSUNGEN eunterschrift Ist eine Kündigung per rechtlich wirksam? Die Kölner Rechtsanwältin Dr. Patrizia Iwansky beschäftigt sich in einem Exklusivbeitrag für Government Computing mit Auswirkungen der digitalen Signatur auf die Rechtssicherheit. Seite 22 RECHT & SERVICE Digitale Volkszählung Erstmals wird in Deutschland ein Versuch gemacht, die Volkszählung der üblichen Art durch Datenabgleich zu ersetzen. Seite 33 Rubriken egovernment-termine, Ausschreibungen der Öffentlichen Hand, redaktionell erwähnte Unternehmen, Impressum ab Seite 34 Ende November tagte in Brüssel die Europäische Kommission. Unter dem Arbeitsmotto Conference on egovernment from policy to practice hatte es sich das Gremium zur Aufgabe gemacht, auf hoher politischer Ebene die egovernment-entwicklung in Europa voran zu treiben. Auf der Konferenz gaben die Minister in einer gemeinsamen Erklärung bekannt, dass dem Thema egovernment eine noch höhere Priorität als bisher eingeräumt werden müsse, wenn die Entwicklung Europas zur Informationsgesellschaft voran getrieben werden solle. Die Erklärung enthielt folgende Kernaussagen: Es müsse untersucht werden, wie IT- Technologien helfen könnten, demokratische Prozesse weiter zu entwickeln. Dies gelte besonders für die nächsten europäischen Parlamentswahlen; Eine Konzentration auf wenige Service Provider und Hersteller müsse vermieden werden. Bürger und Industrie müssten wählen können, von wem sie welche Dienstleistungen haben wollten; egovernment verlange eine Anpassung der Öffentlichen Verwaltung. Es sei darauf zu achten, dass neue interne Strukturen entstünden; Das Vertrauen in die Sicherheit der angebotenen Dienste müsse stets gewährleistet werden. Für die Umsetzung dieser Ziele besonders wichtig, war die Vorstellung der Konferenz der Europäischen Kommission EU fordert Priorität für egovernment ein Gipfeltreffen. Hochrangig besetzt diskutierte die Conference on egovernment der EU-Kommission die Entwicklung der europäischen egovernment-initiative und gab Empfehlungen für die nächsten Schritte. EXPERTENRUNDE. Erkki Liikanen (Mitte) auf einer Podiumsdiskussion in Brüssel, auf der die weitere Entwicklung von egovernment diskutiert wurde ersten europäischen Benchmark-Studie zu europäischen egovernment-dienstleistungen (siehe dazu auch Seite 4). Gleichzeitig gab die Kommission mit ihrer neuen Initiative eeurope-preis für innovative elektronische Behördendienste den Startschuss, die Bemühungen nationaler, regionaler und kommunaler Verwaltungen in Europa, Technologien der Informationsgesellschaft zur Verbesserung der Qualität ihrer Dienstleistungen einzusetzen, zu unterstützen. Der Preis wird wesentlich zur Förderung vorzüglicher Leistungen im Öffentlichen Sektor und zur gegenseitigen Anerkennung und Übernahme vorbildlicher Verfahren beitragen, erklärte Erkki Liikanen. Insgesamt hatten sich 282 Verwaltungen beworben. Aus diesen wählte die Jury schließlich 60 aus, die ihre Projekte auf der Konferenz vorstellen konnten. Darunter auch einige deutsche. Brigitte Zypries: Unsere Modellprojekte sind gute Beispiele für die Entwicklung bürgerfreundlicher und effizienter Internet-Dienstleistungen. Die Kommission hatte Minister und hochrangige Beamte aus den Mitgliedsstaaten der EU, den EFTA-Staaten und jenen Ländern eingeladen, die sich um eine Aufnahme in die EU bemühen. Entsprechend präsentierte sich die Teilnehmerliste. Anwesend waren auch Erkki Liikanen, der europäische Kommissar für die Informationsgesellschaft, Luc van der Bossche und Rik Daems, die belgischen Minister für die Öffentliche Verwaltung und Telekommunikation, sowie Staatsekretärin Brigitte Zypries vom Bundesinnenministerium. mk KOMMENTAR von Manfred Klein Government Computing egovernment- Goldrausch? Der Kongress in Brüssel hatte noch nicht begonnen, da meldeten sich schon die Kritiker zu Wort. Die Marktforscher der Gartner Group konstatierten, die Regierungen Europas würden sich im egovernment-goldrausch befinden. Sie hätten jedoch weder eine klare Vorstellung, welche Online-Dienste die Bürger sich wünschten, noch wie sich ein echter Mehrwert für diese realisieren lasse. War das nun nur ein kluger Marketing-Trick, um im Vorfeld des Kongresses Das Internet ist kein politisches Allheilmittel für die eigene Sache zu werben? Oder steckt doch mehr dahinter? Sicher, die geplatzte ecommerce- Blase und die Krise am Neuen Markt machen misstrauisch. Ebenso gewiss ist, dass egovernment allein, die Entwicklung demokratischer Prozesse nicht voran treibt wie es die Kommission annimmt. Das Internet ist kein Allheilmittel. Wer ein stärkeres politisches Engagement wünscht, muss auch die politischen Strukturen selbst erneuern. Sicher ist aber, dass egovernment zu einem wichtigen Standortfaktor für die Industrienationen wird. Mit der von der EU-Kommission durchgeführten Benchmark-Studie und dem neu ins Leben gerufenen egovernment- Wettbewerb ist Europa auf dem richtigen Weg, dem beklagten Mangel abzuhelfen. DataM-Services GmbH, Würzburg PVSt, Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, B bestellen: GovcomUpdate der aktuelle Newsletter per Jetzt BMWi startet MobilMedia -Wettbewerb Strategische IT-Förderung Multimedia-Anwendungen sind für egovernment und Industrie unentbehrlich. Ohne sie ist zum Beispiel attraktives elearning nicht möglich. Um die Entwicklung dieser Schlüsseltechnologie voran zu treiben, rief das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) deshalb den Technologiewettbewerb MobilMedia ins Leben. MobilMedia soll Entwicklung und Erprobung mobiler Multimediadienste beschleunigen und neue Märkte und Beschäftigungsfelder erschließen. Der Wettbewerb richtet sich besonders an kleine und mittelständische Unternehmen. Hier sollen Best Practice-Beispiele entstehen und unternehmerisches Engagement verstärkt werden. Das BMWi will so sicherstellen, dass der Mittelstand in dieser Technologie international nicht den Anschluss verliert und stellt für die Förderung 15 Millionen Mark zur Verfügung. Projekte können ab sofort bis zum 15. Januar 2002 eingereicht werden. mk Nationale Strategie notwendig Überregionale Standards notwendig Kooperation unter Kommunen notwendig Mangel an qualifiziertem Personal Fehlende rechtliche Rahmenbedingungen Quelle: DStGB & PWC Juli 2001 egovernment 2001 in Deutschland % 68 % 80 % 77 % 89 % Government Computing BESTANDSAUFNAHME. PriceWaterhouseCoopers hat für den deutschen Städte- und Gemeindebund die 200 größten Städte in der Bundesrepublik befragt.

2 KOMMUNE & STAAT GOVERNMENT COMPUTING AUSGABE Wettlauf egovernment ist ein wichtiger Standortfaktor, erklären die Vereinten Nation. Können die Länder der EU in diesem Wettbewerb mithalten? Missmanagement Die Bilanz ist katastrophal. Viele Behörden bekommen ihre IT-Projekte nicht in den Griff. Das gefährdet auch die BundOnline-Initiative. Seite 6 Bildungsinitiative Viele Schulen haben Computer. Aber es fehlt am Projektmanagement und didaktischen Konzepten. NRW zeigt wie es geht. Seite 8 Kooperation Leipzig kämpft wie viele Städte mit leeren Kassen. IBM als Partner macht egovernment dennoch möglich. Seite 4 Seite 10 Internet-Beschaffungsplattform des Bundes Konkurrenz für Wirtschaft? KOMMUNE & STAAT Verantwortlicher Redakteur: Manfred Klein Tel / , Fax / Offerte. Der Bund will mit dem Angebot, seine elektronische Beschaffungsplattform auch Ländern und Kommunen zur Verfügung zu stellen, teure Mehrfachentwicklungen vermeiden und über die damit erzielte größere Nachfrage weitere Kostensenkungen realisieren. Doch bis es soweit ist, müssen noch einige Probleme gelöst werden. Zusehends entwickelt sich die Öffentliche Hand beim eprocurement zum Motor der Entwicklung. Warum das so ist, macht ein Blick auf die Finanzvolumina der Öffentlichen Hand schnell deutlich. So geben Bund, Länder und Gemeinden jedes Jahr die gigantische Summe von über 255 Milliarden Euro für ihre verschiedenen Beschaffungsvorhaben aus. Damit ist der Publik Sector mit weitem Abstand Deutschlands größter Auftraggeber. Allein das Bundesbeschaffungsamt in Bonn, als zweitgrößter Einkäufer des Bundes, vergibt jährlich Aufträge in einer Größenordnung von nahezu 180 Millionen Euro. Sparen mit eprocurement Die Einsparungspotenziale die sich mit modernen eprocurement- Systemen bei diesen Summen erzielen lassen, bewegen sich aktuellen Studien zufolge schnell in Milliardenhöhe. Erst vor wenigen Wochen hat die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durch die KPMG Consulting AG erstellte Studie Chancen und Risiken inverser Auktionen im Internet für Aufträge der öffentlichen Hand nachgewiesen, dass auch diese spezielle Variante ein erhebliches Kosteneinsparungspotenzial aufweist. Die möglichen Ersparnisse bewegen sich in solchen Regionen, dass Bundeswirtschaftsminister Werner Müller erklärte, er sei entschlossen, dieses Marktinstrument zu nutzen. Vor diesem Hintergrund macht es also durchaus Sinn, wenn wie Staatssekretärin Brigitte Zypries auf dem Kongress Moderner Staat erklärte der Bund im Rahmen seines Projektes Öffentlicher Online eine zentrale Beschaffungsplattform aufbauen will. Und noch mehr Sinn macht es, diese Plattform dann auch den Vergabestellen der Länder und der Kommunen zur Nutzung anzubieten, wie es Brigitte Zypries auf dem Kongress tat. Werden doch durch diesen Schritt Mehrfachentwicklungen vermieden und gleichzeitig die öffentlichen Einkäufe gebündelt, was wiederum die Beschaffungskosten erheblich drücken könnte. Brigitte Zypries dazu weiter: Nicht jede Behörde muss das Internet neu erfinden. Für zahlreiche kleinere Verwaltungen oder Kommunen würde dies bis auf weiteres auch finanziell gar nicht machbar sein. Vorteile für die Wirtschaft ÜBERZEUGT. Staatsekretärin Brigitte Zypries glaubt fest an den Erfolg der Internet-Beschaffungsplattform des Bundes Aber auch für die Wirtschaft liegen die Vorteile einer solchen Plattform auf der Hand: Über einen zentralen Einstieg in die Ausschreibung der gesamten Öffentlichen Verwaltung in Deutschland kann man sich nicht nur das Wälzen zahlreicher Amtsblätter ersparen. Wenn alle Ausschreibungen über eine Internet-Plattform zugänglich werden, entfällt auch die mühselige Beschäftigung mit den diversen Formalien, so Zypries auf dem Kongress weiter. Mit der technischen Umsetzung dieser Vorstellungen wurde das Bundesbeschaffungsamt betraut. In der Pflicht Dieses wiederum hat sich mit dem Projekt nach eigenen Worten die Verpflichtung auf die Fahnen geschrieben, ein Verfahren mit ganzheitlichem Ansatz für den öffentlichen Verkauf zu entwickeln. Die Plattform soll gleichermaßen auf alle Vergabestellen von Bund, Ländern und Gemeinden übertragbar sein. Das Bundesbeschaffungsamt erklärt dazu weiter, es arbeite mit Hochdruck daran, um mit dem Projekt die für alle Vergabestellen äußerst schwierige, gesetzeskonforme digitale Signatur und die benötigten Verschlüsselungstechniken flächendeckend zur Verfügung stellen zu können. Inzwischen sind die Entwickler so weit, dass sie sich an die Umsetzung der von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller für das kommende Wahljahr angekündigten Pilotprojekte machen können. So sollen das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie das Bundesbeschaffungsamt des Inneren selbst, das Verfahren nach den Vergaberegeln VOL, VOF und VOB testen. Die Teilnahme weiterer Behörden befindet sich Auskunft des Bundeswirtschaftsministeriums in Vorbereitung. Ob die Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens allerdings so problemlos über die Bühne gehen wird, wie es die Verantwortlichen wünschen werden, ist unter Experten noch umstritten. Denn viele von ihnen glauben, dass die Anforderungen an die geplante Beschaffungsplattform vor allem im Bereich der digitalen Signatur und der Verschlüsselung viel zu komplex sind, um noch mit einem vernünftigen Aufwand bewältigt werden zu können. Plattform mit Problemen Hinzu kommt die nach wie vor ungelöste Frage, wie die Plattform an Ausschreibungen anzupassen sei, die wegen ihres Finanzvolumens europaweit ausgeschrieben werden müssen. Eine verbindlicher europäischer Standard ist nämlich entgegen allen Versicherungen vorläufig nicht in Sicht. Und trotz der objektiven Vorteile einer Gemeinschaftslösung wollen einige Bundesländer offenbar nicht warten, bis alle Test erfolgreich abgeschlossen sind. Da hilft es auch nicht, wenn man im Bundesinnenminiserium betont, den Ländern und Kommunen entstünden bei der Nutzung der Bundesplattform keine Kosten außer den Einwahlgebühren. Man überlege zwar, ob später eine Lizenzgebühr für die Nutzung der BundOnline- Plattform erhoben werde, doch würde diese noch immer deutlich unter den Kosten einer Eigenentwicklung liegen. Wirklich dramatisch könnte das Projekt für die Anbieter privatwirtschaftlicher Plattformen werden. Viele haben in den letzten Jahren Know-how aufgebaut, das nun plötzlich wertlos zu werden droht. Aus dem Innenministerium heißt es dazu, behaupten würden sich jene Unternehmen, die spezifische Dienste, wie spezielle Recherchen, anbieten könnten. mk PROJEKTVERLAUF ERFOLG IN VIER PHASEN Das Beschaffungsprojekt des Bundesbeschaffungsamtes gliedert sich in vier Teilprojekte, die hier kurz vorgestellt seien. Eine umfangreiche Korrespondenz war bisher die Grundlage jedes Beschaffungsvorgangs. Das soll sich mit der Einführung des ersten Teilprojekts ändern. Dann sollen Behörden ihren Bedarf via virtuellen Marktplatz kommunizieren können. Phase zwei sieht soll die vollständige elektronische Bearbeitung der Ausschreibung vor. Dieses Modul soll schon die Planung der Behörden verbessern, da über das elektronische Bedarfsmanagement auch größere Posten ausgeschrieben werden sollen. Davon versprechen sich die Verantwortlichen die Einsparung weiterer Prozesskosten. Das dritte Teilprojekt soll die Kommunikation mit der Industrie optimieren. Nach Abschluss des Projekts können Unternehmen ihre Angebote direkt auf elektronischem Wege übermitteln. Dabei muss ein hoher Aufwand bei Verschlüsselung und Kryptografie getrieben werden, um Vertraulichkeit, Authentizität und Identität der Angebote automatisch prüfen zu können. In der letzten Ausbaustufe soll dann jede Behörde ihren Bedarf per Mausklick ordern können, vom Beschaffungsamt geprüfte Lieferanten führen den Auftrag dann sofort aus. mk Interview Beschaffungsplattform des Bundes im Zeitplan Revolution. Auf dem Kongress Moderner Staat kündigte Staatssekretärin Brigitte Zypries an, die Beschaffungsplattform des Bundes auch Ländern, Kommunen und Gemeinden zur Verfügung stellten zu wollen. Government Computing sprach mit der Projektverantwortlichen beim Bundesbeschaffungsamt über die Fortschritte des Projekts. GovCom: Frau Elschner, welche Ziel verfolgen Sie bei der Entwicklung der Beschaffungsplattform? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen? Elschner: Technisch gesehen ist für mein Team und mich die flächendeckende Einführung der digitalen Signatur und der Verschlüsselungstechniken eine große Herausforderung. Dies sind jedoch nur die Mittel zum Zweck. Mit Öffentlicher Online präsentieren wir einen innovativen und umfassenden Lösungsansatz. Erstmals erfolgt im öffentlichen Einkauf die gesamte Kommunikation über das Internet. Von der ersten Bedarfserfassung bis zur Auslieferung wird alles online abgewickelt. Denkt man an unser herkömmliches, langwieriges Vergabeverfahren, wo am Ende schon mal Ordner voller Papiere zusammenkommen, kann man von einer kleinen Revolution der öffentlichen Beschaffung sprechen. Unser Projekt garantiert nicht nur Schnelligkeit. Wir machen den öffentlichen Einkauf transparenter und kostengünstiger. GovCom: Kritiker werfen dem Ansatz des Bundes vor, er sei aus technischen Gründen nicht umsetzbar, weil der Aufwand nicht mehr zu handhaben sei. Wie schätzen Sie das Problem ein? Elschner: Dass Sicherheit und Vertraulichkeit besonders bei öffentlichen Aufträgen eine hohen Stellenwert haben, ist im Gesetz verankert und auch von allen Beteiligten gewünscht. Außerdem halten wir uns bei der Realisierung von Öffentlicher Online an die Richtlinien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Für alle IT-Projekte des Bundes ist dies ein sinnvolles Muss. Der damit verbundene Aufwand hat bisher für uns kein Problem dargestellt. Wir sind im Zeitplan und gehen Ende Januar 2002 mit der ersten Ausschreibung online. MONIKA ELSCHNER. National expert für Deutschland bei der EU GovCom: Wenn europaweit ausgeschrieben werden muss, dann müssen auch die verschiedenen nationalen Systeme kompatibel sein. Welche Lösungen werden hier diskutiert? Elschner: Zu genau diesem Thema hat die EU in diesem Monat ein Expertengremium eingesetzt. Es freut mich, dass ich als national expert für Deutschland in diese Runde berufen wurde. Mit vielen meiner europäischen Kollegen erarbeiten wir gemeinsam eine richtungsweisende eprocurement-studie aus. Das Thema europäische Kompatibilität ist also in Angriff genommen. GovCom: Das Angebot von Staatsministerin Brigitte Zypries, die Plattform des Bundes auch für Länder, Gemeinden und Kommunen zu öffnen, ist da so technische Doppelentwicklungen verhindert würden sinnvoll. Ist auf Grund der föderalen Struktur der Bundesrepublik eine einheitliche Lösung überhaupt möglich? Elschner: Eine einheitliche Lösung kann natürlich nicht erzwungen werden. Viele Länder haben aber mittlerweile ihre eigenen Aktivitäten eingestellt und warten auf unser Produkt. Wir sind mit unserem Projekt auch im KoopA ADV vertreten, dem Kooperationsausschuss von Bund, Ländern und Kommunen. Ziel des Ausschusses ist es, im Rahmen der Kieler Beschlüsse Doppelentwicklungen zu vermeiden und so Kosten und personelle Ressourcen optimal einzusetzen. Wir sind beispielsweise mit den Ländern NRW, BW und Saarland schon in intensiven Gesprächen. Auch viele Städte und Kommunen haben Interesse an unserem Projekt angemeldet. Wir finden diese Entwicklung erfreulich, natürlich auch sinnvoll, und rechnen mit weiteren Anfragen. GovCom: Einige private Anbieter von Beschaffungsplattformen behaupten, sie könnten Beschaffungen bereits juristisch konform durchführen. Würden diese durch eine eigene Plattform des Bundes nicht vom Markt gedrängt? Elschner: Anfang 2001 haben wir im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung Unternehmen gesucht, die unser Projekt umsetzen. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Anbieter am Start, die unsere Anforderungen umsetzen konnten. Ob die mittlerweile vorhanden Beschaffungsplattformen juristisch konform sind, müsste noch überprüft werden. Einige Anbieter verlangen beispielsweise für Verdingungsunterlagen eine Pauschale von 20 bis 30 Mark. Dies ist eigentlich mit der Verdingungsordnung für Leistungen nicht in Einklang zu bringen. Hier ist nur vorgesehen, den Unternehmen tatsächliche Vervielfältigungskosten in Rechnung zu stellen. Das Interview führte Manfred Klein

3 4 GOVERNMENT COMPUTING EUROPA KOMMUNE & STAAT AKTUELL egovernment in der Europäischen Union PRAG SETZT AUF EGOVERNMENT Nicht nur die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union setzen verstärkt auf die Möglichkeiten von egovernment. Auch jene Staaten, die hoffen im Zuge der Osterweiterung in Kürze in die EU aufgenommen zu werden, unternehmen hier beträchtliche Anstrengungen. Diese Länder haben klar erkannt, dass nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems, entsprechende Weichenstellungen unabdingbar sind, wenn der Anschluss an die westlichen Industrienationen bewältigt werden soll. Als Beispiel für diese Entwicklung sei hier deshalb kurz das entsprechende Programm der tschechischen Regierung vorgestellt. Die Republik Tschechien veröffentlichte 1999 unter dem Titel The Road to an Information Society ein Strategiepapier, das die geplante Vorgehensweise beschrieb. Verständlicherweise widmet sich das Papier relativ ausführlich der Problematik der Anpassung bestehender Rechtsvorschriften an die einschlägigen EU-Normen. Der Bericht hält fest, dass die Situation allgemein im Bereich der Informationstechnologie ziemlich unproblematisch sei. Mit Ausnahme derjenigen Vorschriften zum Schutz persönlicher Daten. Das Strategiepapier empfiehlt deshalb entsprechende Maßnahmen. Allerdings fordert das Green Paper on ecommerce aus diesem Jahr die Festlegung minimaler Garantien für den Austausch von elektronischen Dokumenten. Welchen Problemen sich die junge Demokratie bei der Verwirklichung ihres egovernment-programms auch immer gegenüber sieht, ehrgeizig ist das Vorhaben alle Mal. So sollen bereits in diesem Jahr alle Schulen des Landes, alle Büchereien, die Postämter und alle sonstigen öffentlichen Einrichtungen über einen Internet-Zugang verfügen. Gleiches soll für sämtliche Behörden gelten. Ebenfalls Ende 2001 soll sich jeder Bürger elektronisch identifizieren können, um auf die Online-Dienste der Behörden zugreifen zu können. mk Alle reden von egovernment. Auch die Vereinten Nationen. So widmet der anlässlich des von den Vereinten Nationen kürzlich veranstalteten Kongresses Conference on Trade and Development herausgegebene Bericht dem Thema zwei ausführliche Kapitel, obwohl die Autoren erklären, das Thema habe eigentlich nur indirekt mit ecommerce zu tun. Gleichzeitig betonen sie jedoch, dass bereits die nächste Ausgabe des Electronic Commerce and Development Reports sich eingehender mit egovernment befassen werde. Die Verfasser der beiden Kapitel kommen in ihren Ausführungen zu folgendem Ergebnis: Behörden im Umbruch Das Internet schaffe völlig neue Möglichkeit die Strukturen des öffentlichen Sektors besser zu organisieren und die Dienstleistungen der Öffentlichen Hand transparenter und effizienter zu gestalten. Gleichzeitig könnten die so angebotenen Dienstleistungen den Bürger wieder mehr in den Mittelpunkt rücken und die Arbeit der Regierungsinstitutionen kundenfreundlicher gestalten. Darüber hinaus würden sich dem öffentlichen Sektor, der in den meisten Ländern wenn in diese Betrachtung Regionalverwaltungen und -Parlamente mit einbezogen würden auch als Wirtschaftsfaktor alle anderen Wirtschaftsbereiche weit hinter sich lasse, dramatische Einsparpotenziale in fast allen Bereichen eröffnen. Diese reichten vom Beschaffungs- bis zum Personalwesen. Doch könnten mit egovernment nicht nur Ressourcen besser genutzt werden, gleichzeitig ließe sich die Qualität der dem Bürger angebotenen Dienstleistungen deutlich verbessern. Wer hat die Nase vorn? Wettbewerb. egovernment wird das Verhältnis von Staat und Bürger revolutionieren und zum entscheidenden Standortvorteil. Inzwischen beschäftigen sich auch die Vereinten Nationen mit dem Thema. Neben der allgemeinen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, gebe es jedoch noch einen weiteren Grund auf egovernment zu setzen. Zum einen würden entsprechende Projekte für die Unternehmen des jeweiligen Landes einen deutlichen Anreiz schaffen, sich ebenfalls mit entsprechenden Technologien auseinanderzusetzen. Bereits dies würde die ökonomische Leistungsfähigkeit des Landes verbessern. Zum anderen, so die Autoren, erhöhe eine attraktive Politik hier die Anreize für ausländische Investoren. Zusammenfassend halten die Verfasser fest: Wenn für die so genannte Old Economy eine effiziente Verwaltung der Schlüssel zum Erfolg war, dann ist eine gute egovernment-verwaltung entscheidend für den Erfolg der New Economy. Hindernisse allenthalben Quelle: Eurobarometer (Februar 2001) 42 AUFHOLJAGD. In vielen Bereichen konnte Deutschland Versäumtes aufholen 8 egovernment-dienstleistungen online Informations- und Downloadangebote Anfragen Formularübermittlung 39,9 Angaben in Prozent der Gesamtzugriffe , , DK D EL E F I NL A FIN S UK Ø 58 Nun stellt sich die Frage, weshalb bei all diesen Vorzügen, umgesetzte egovernment-konzepte nicht schon längst überall auf der Welt die Regel sind. Die Autoren listen hier eine ganze Reihe von Gründen auf. Ihrer Meinung nach setzen viele Regierungen die Verfügbarkeit möglichst vieler Internetseiten bereits mit egovernment gleich. Ebenfalls weit verbreitet sei die Vorstellung, eine Regierung betreibe bereits dann egovernment, wenn jeder Beamte und Verwaltungsangestellte einen Computer auf seinem Schreibtisch stehen habe. Hinzu kämen unterschiedliche Akzeptanzprobleme bei einigen Behörden und Verwaltungen. Auch dafür sei ein ganzes Bündel von Ursachen verantwortlich, so die Studie der Vereinten Nationen. Zum einen erkläre die Komplexität zahlreicher verwaltungstechnischer Aufgaben diese Zurückhaltung. Viele Behörden wickelten Aufgaben ab, von deren Durchführung nicht nur ein großer Personenkreis betroffen sei etwa bei der Steuerverwaltung; andere seien mit sensiblen politischen oder gesellschaftlichen Funktionen betraut und wieder andere müssten ihre Ergebnisse unterschiedlichen Verwaltungsebenen etwa einem Regionalparlament zur Verfügung stellen. In allen diesen Fällen lege die verantwortliche Behörde unbedingten Wert auf eine absolute Zuverlässigkeit der eingesetzten Verfahren. Elektronischen Methoden werde hier nicht immer das entsprechende Vertrauen entgegen gebracht. Eine weitere Ursache sei in dem Umstand begründet, dass Regierungs- und Verwaltungsstellen sicher gehen müssten, dass ihre Informationen allen Bürgern gleichermaßen zur Verfügungen stehen. Heute sei es so, dass selbst in vielen entwickelten Ländern, Internet-Zugänge nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen würden. Logischerweise leiten die Autoren aus dieser Tatsache die eigentlich selbstverständliche Handlungsempfehlung für Regierungen ab, jedem Bürger den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Aber natürlich gibt es in den Verwaltungen selbst ebenfalls Widerstände zu überwinden. Auch darauf gehen die Verfasser ein. Schon die typische hierarchische Organisationsform der klassischen Behörden behindere den Einsatz der prinzipiell flacher angelegten Organisationsformen des Internets. So sei die steigende Transparenz nicht nur unter juristischen Aspekten mitunter bedenklich. Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit müssten hier erst durch eine entsprechende Anpassung der juristischen und technischen Rahmenbedingungen garantiert werden. Und natürlich sei es auch so, dass das bürokratische Establishment die durch den Einsatz von egovernment ausgelösten Veränderungen als Gefahr empfinden. So kommen die Vereinten Nationen denn auch zu dem Schluss, dass die Verantwortlichen in den verschiedenen Ländern zwar erkannt hätten, dass egovernment ein wesentlicher Bestandteil einer jeden erfolgreichen Wirtschaftspolitik ist, das sei jedoch nicht genug. Wesentlich sei nun die Entwicklung und Umsetzung einer tragfähigen Strategie und die Definition von Zielen, an denen der erzielte Fortschritt auch definitiv gemessen werden könne. Down under ist Spitze 41 In diesem Prozess sind die einzelnen Staaten jedoch unterschiedlich weit fortgeschritten. Einen Spitzenplatz räumen die Analysten , GOVERNMENT COMPUTING der Vereinten Nationen zum Beispiel Australien ein, da das Land bereits bis zum Ende dieses Jahres beabsichtige alle internetfähigen Dienstleistungen der Bundesregierung online bereit zu stellen. Andere Staaten der G7-Gruppe schneiden hier deutlich schlechter ab. So kann Deutschland im UN- Report nur einen mittleren Platz belegen. Hier muss aber einschränkend gesagt werden, dass die verwendete Quelle bereits aus dem Jahr 2000 stammt, obwohl der Report selbst im November 2001 veröffentlicht wurde. Die Initiative BundOnline 2005 wurde offensichtlich bei der Auswertung noch nicht berücksichtigt. Allerdings kommt eine aktuelle Studie der Markforscher von IDC zu einem ganz ähnlichen Ergebnis. Unter dem Titel egovernment Services in Europe Where are the Opportunities? kommt die Studie zu dem Schluss, dass Finnland, Frankreich, Italien und Spanien beim egovernment die Nase vorne hätten. Grund genug also, einmal einen Blick über die Schlagbäume Europas zu tun. Da wir aus Platzgründen nicht alle Entwicklungen auf einmal kommentieren können, setzt Government Computing diesen Bericht in lockerer Folge fort. wwww.unctad.org/ecommerce/ 8 Europäische Kommission diskutiert egovernment-entwicklung Die Anstrengungen verstärken Ministerrunde. Auf dem Kongress der Europäischen Kommission wurde in der belgischen Hauptstadt auf hoher politischer Ebene die erste Benchmark-Studie zur Entwicklung des egoverments in Europa präsentiert. Fazit: Es bleibt noch viel zu tun, doch die bisherigen Entwicklungen zeigen nun erste Erfolge. Eine am 30. November auf dem Kongress der Europäischen Kommission in Brüssel vorgestellte Studie mit dem Titel Conference on egovernment from policy to practice kommt dagegen schon zu einer wesentlich optimistischeren Einschätzung, als die Studie der Vereinten Nationen. Die Untersuchung Web-based Survey on Electronic Public Services erlaubt zum ersten Mal einen Überblick über die Verfügbarkeit von Dienstleistungsangeboten der Öffentlichen Hand im Internet. Dabei erfasst die Untersuchung alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Besonders erfolgreich schnitten bei den Marktforschern von Cap Gemini, Ernst & Young die Staaten Irland, Finnland, Schweden, Dänemark, Spanien und Großbritannien ab. Das Ergebnis der Untersuchung steht also im Einklang mit den Erhebungen von IDC (Seite 5). Allerdings zeigt ein Blick auf die Details der Bestandsaufnahme der Europäischen Kommission, dass Deutschland bei vielen Angeboten was Umfang und Verfügbarkeit der via Internet angebotenen Behördendienstleistungen angeht den Abstand zu den führenden europäischen Nationen inzwischen nicht nur verringern konnte, sondern in vielen Bereichen bereits zur Spitzengruppe gehört. Dazu zählen unter anderem alle Dienste im Bereich der Steuer- und Sozialabgaben sowie die Online-Angebote für Stellensuchende. Im Einzelnen untersuchte die Autoren der EU-Studie Web- Angebote der Nationalregierungen sowie von regionalen und lokalen Regierungen und Verwaltungen. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, wo die einzelnen Staaten der Europäischen Union bei der Entwicklung von egovernment aktuell stehen. Dazu erstellten die Autoren einen Katalog von 20 grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen, deren Umsetzung und Verfügbarkeit im Internet geprüft wurde. Die untersuchten Angebote reichten von der elektronischen Fahrzeuganmeldung, über die Immatrikulation an Universitäten und höheren Schulen bis hin zur Einkommenssteuererklärung und zu den Beschaffungsseiten der Öffentlichen Hand. Anhand dieses Katalogs ermittelte die Untersuchung quantitative Aussagen über die Verfügbarkeit dieser Angebote im Internet. Gleichzeitig überprüften die Autoren, welchen Entwicklungsstand die untersuchte Web-Seite vorweisen konnte. Hier reichte die Spannweite von der einfachen Webpräsenz bis zur vollständig elektronisch abgewickelten Interaktion zwischen Bürger und Behörde. Als Gesamtergebnis kam die Untersuchung zu folgender Einschätzung: Im Bereich Government-to-Business erreichten die Staaten der Europäischen Union mit insgesamt 53 Prozent ein signifikant höheres Ergebnis als bei den Angeboten für die Bürger. Hier erzielten die Mitgliedsstaaten nur ein durchschnittliches Ergebnis von 39 Prozentpunkten. Eine Ausnahme von dieser allgemeinen Regel machten nur die Benelux-Länder. In diesen Staaten weisen die für die Bürger bestimmten Online-Dienste KONGRESS. Die Europäische Kommission in Brüssel der Öffentlichen Hand einen überdurchschnittlichen Entwicklungsstand auf. Die besten Werte bei den Dienstleistungen erzielten die untersuchten Staaten bei der Online-Steuererklärung und bei elektronischen Angeboten im Bereich der Sozialabgaben. Im Durchschnitt erreichten die Länder hier einen Wert 62 Prozent. Am unteren Ende der Skala finden sich Dienste wie die Antragsstellung für amtliche Dokumente und Ausweise. Diese sind in allen Ländern Europas bislang am wenigsten entwickelt. Es bleibt also noch einiges zu tun, bis das vereinte Europa seinen Bürgern ein vorbildliches und in allen Belangen voll entwickeltes egovernment anbieten kann. Die Ministerrunde des Brüsseler Kongresses erklärte zum Abschluss der Veranstaltung, dass egovernment eine höhere Priorität in den Mitgliedsländern der EU bekommen sollte. Sie forderte insbesondere die Stärkung der demokratischen Prinzipien im egovernment, einen ungehinderten Zugang aller Bürger zum Internet und einen radikalen Wandel in der Einstellung der öffentlichen Verwaltungen. Ein effektives egovernment erfordere neue interne Strukturen, verändere die Anforderungen an die Mitarbeiter und deren Ausbildung sowie deren Arbeitsbedingungen. Auch müsste in den nächsten Jahren das Vertrauen in die angebotenen Dienste verstärkt und deren Sicherheit weiter erhöht werden. mk information_society/eeurope/ egovconf/index_en.htm

4 E U R O PA KOMMUNE & STAAT 5 Wir wünschen allen FAVORIT -OfficeFlow Anwendern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen gelungenen Rutsch ins Neue Jahr. Frankreich egovernment parle français O hne Zweifel gehört die Grand Nation in Europa zu den Vorreitern beim egovernment. So verwundert es nicht, dass auch der letzte IDC-Report Frankreich zu den europäischen Ländern zählt, die hier am weitesten fortgeschritten sind. Auch die Ende November bekannt gewordene Anordnung aus Paris, adressiert an die französischen Verwaltungen, möglichst nur Open Source-Software einzusetzen, passt in dieses Bild. Auch wenn man sich darüber streiten mag, ob dieses Bekenntnis notwendig war. Die Grundlage für den Erfolg beim egovernment legte man in Frankreich bereits Zu einem Zeitpunkt also, als in Deutschland zum gleichen Thema nicht viel mehr als wohlklingende Lippenbekenntnisse zu vernehmen waren. In diesem Jahr verabschiedete das französische Parlament nämlich bereits PAGSI Programme d'action gouvernemental pour la société de l'information. Das Programm legt detailliert fest, wie der Weg Frankreichs in die Informati- onsgesellschaft aussehen soll. In dem Arbeitspapier Préparer l'entrée de la France dans la société de l'information definierte die französische Regierung jeden Schritt für die Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens. Dabei will man sich in Frankreich auf sechs Kernbereiche konzentrieren. Der erste Bereich ist der des Bildungswesens. Detailliert wird hier festgelegt, wie der Einsatz der neuen Medien in Schulen und Hochschulen des Landes vonstatten gehen soll. Schnell wurde nach einer Bestandsaufnahme erkannt, dass die bislang im Internet verfügbaren Dokumente in französischer Sprache nicht nur völlig unzureichend waren, sondern auch dem französischen Selbstverständnis nicht entsprachen. In einem zweiten Schritt werden deshalb die Rahmenbedingungen definiert, nach denen multimediales Material zu erstellen sei. Den Verfassern des Arbeispapiers ging es hier nicht nur um das kulturelle Erbe Frankreichs, sondern auch um die Nutzung des Internets als künstleri- sches Medium. Bereits der dritte Punkt befasst sich ausschließlich mit dem Thema egovernment. Hier wurde nicht nur festgelegt, dass jeder französische Staatsbürger Zugang zum Internet haben sollte. Gleichzeitig wurden die Ministerien dazu verpflichtet, bis 1998 einen Plan zu entwickeln, wie ihre Präsenz im Internet aussehen soll. Punkt vier und fünf widmen sich dem Einsatz digitaler Technologie in den französischen Unternehmen und geben entsprechende Handlungsempfehlungen für Politik und Unternehmensführung. Punkt sechs schließlich befasst sich ausschließlich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren notwendigen Anpassungen. Im August diesen Jahres veröffentlichte die französische Staatsregierung einen ersten Bericht zu den Ergebnissen ihrer Anstrengungen. Die Bilanz konnte sich sehen lassen. So waren zu Beginn des Schuljahres 2000 bereits 98 Prozent aller französischen Mittel- und Hochschulen am Netz. Weiter konnte der Kapitalfluss an Venture Capital in die Industrie deutlich erhöht werden. Standen im Jahr 1998 rund 137 Millionen Euro zur Verfügung, erhöhte sich diese Summe im Jahr 2000 bereits auf über 152 Millionen Euro. Mit der Folge, dass im Jahr 2000 bereits dreiviertel des französischen Mittelstands das Internet für seine Geschäfte aktiv nutzte. Gleichzeitig stieg die Anzahl von Regierungswebseiten binnen eines Jahres von im Juli 2000 auf über 3 500Seiten im Mai dieses Jahres an. mk gezogen werden. Jeder Bürger soll in die Lage versetzt werden sowohl was die technische Infrastruktur als auch seine Kenntnisse betrifft an der Informationsgesellschaft teilnehmen zu können. Die technische Infrastruktur sollte zu einem international konkurrenzfähigen Hochleistungsnetz ausgebaut werden. Im aktuellen Bericht des Beratergremiums der finnischen Regierung konnte im Jahr 2000 eine vorläufige Zwischenbilanz gezogen werden. In dem Bericht heißt es, die Bemühungen hätten zu großen Fortschritten auch im öffentlichen Bereich geführt. Allerdings haben auch die Finnen längst nicht alle Probleme gelöst. So kritisieren die finnischen Internetweisen, dass die Anbieter von Anwendungssoftware und Web-Inhalten noch längst nicht internationales Niveau erreicht hätten. Und auch in Finnland kämpft man mit dem Mangel an qualifiziertem IT-Personal und einer unterdurchschnittlichen Anzahl an Firmenneugründungen im Hochtechnologiebereich. Ebenfalls als verbesserungswürdig schätzten die Experten die Situation des finnischen Mittelstands ein. mk Finnland Mehr als nur Nokia F innland zählt bekanntermaßen ebenfalls zu den führenden Nationen bei der Umsetzung von egovernment. Bekannt geworden ist in letzter Zeit vor allem die elektronische ID-Karte. Sie ermöglicht den finnischen Bürgern nicht nur den direkten und vor allem weitweiten Zugriff auf staatliche Dienstleistungen einzige Voraussetzung ist ein internetfähiger PC mit einem Kartenlesegerät sondern dient in den Staaten der europäischen Gemeinschaft auch als klassischer Personalausweis. Ohne das Für und Wider der damit verbundenen Sicherheitsaspekte hier diskutieren zu können eine Diskussion, die in Deutschland zweifellos erbittert geführt würde bleibt festzuhalten, dass auch Finnlands Weg ins egovernment von langer Hand vorbereitet wurde. Schon in den frühen 90er Jahren des vergangenen Jahrhundert war sich die finnische Politik darüber im Klaren, dass die elektronischen Medien und insbesondere das Internet den Schlüssel zu einer umfassenden Reform von Wirtschaft und Öffentlicher Verwaltung darstellen. Das finnische Finanzministerium startete bald danach ein Projekt, das eine umfassende Strategie für Finnlands Entwicklung zur Informationsgesellschaft entwickeln sollte. Das Ergebnis lag bereits im Dezember 1994 unter dem Titel Finland s way to the Information Society the National Strategy and its Implementation vor. Auf dieser Basis formulierte die Regierung im Januar 1995 eine Absichtserklärung, die nachfolgende Schwerpunkte definierte. Informationstechnologie und IT-Netzwerke sollten sowohl den privaten wie auch öffentlichen Bereich modernisieren. Die Informationstechnologie sollte zu einem wichtigen Faktor der finnischen Wirtschaft werden. Ein Vorhaben, das wie das Beispiel Nokia zeigt, erfolgreich umgesetzt werden konnte. Entsprechendes technologische Knowhow sollte auf breiter Basis heran- Österreich Tua felix Austria W eniger spektakulär, fast im Verborgenen, aber nicht minder nachhaltig, als bei der Avantgarde des egovernments, vollzieht sich der Wandel zur Informationsgesellschaft in Österreich. Die Alpenrepublik hat erst im Juni dieses Jahres mit eaustria ein entsprechendes Strategiepapier aufgesetzt. Gleichzeitig aber auch eine Stabsstelle für den Einsatz der IuK-Technologien gegründet, die direkt dem österreichischen Bundeskanzler und seinem Vizekanzler untersteht. Damit ist die Wiener Regierung Deutschland einen entscheidenden Schritt voraus. Die Initiativen laufen sich nicht einem Geflecht verschiedenster Zuständigkeiten wie sie für das sehr viel föderaler organisierte Deutschland unvermeidlich sind zu Tode. Trotz des späten Starts sind bereits alle Verwaltungseinheiten im Internet ver- treten. Auch wenn Informationsgehalt und Transaktionsmöglichkeiten sicher noch nicht in allen Fällen den Vorstellungen der Verantwortlichen entsprechen, so werden diese doch sukzessive weiter ausgebaut. In besonderem Maße setzt man in Österreich bei der Umsetzung der nationalen egovernmentstrategie auf Sicherheit. Dabei spielt vor allem der neue Personalausweis im Scheckkartenformat eine wichtige Rolle. Mit diesem werden in Kürze für die Bürger jenseits des rot-weiß-roten Schlagbaums viele digitale Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Dass in Österreich bereits vieles schon vor der egovernment-initiative der Bundesregierung erreicht wurde, zeigt das Projekt ejusitice. Bereits zu Zeiten der großen Mainframes gestartet, wurde es vor wenigen Jahren auf die OpenJustice-Lösung von!t!!!systems! IBM umgestellt. Das nun mit moderner Java-Technologie arbeitende System erlaubt mittlerweile den automatisierten Rechtsverkehr zwischen Justiz und niedergelassenen Rechtsanwälten. In diesem Jahr werden vermutlich weit über 1,6 Millionen Eingaben über die Anwendung erfolgen; in der Hauptsache Mahnbescheide und Klagen an die Bezirksgerichte. Die Einsparungen, die dadurch inzwischen erzielt werden konnten, belaufen sich auf mehrere Millionen Schilling. Glaubwürdigen Aussagen österreichischer Experten zufolge, würden deutsche Juristen ebenfalls gerne mit einem solchen System arbeiten allerdings stehen der schnellen Einführung hier die Zuständigkeiten der einzelnen Bundesländer im Wege. In Österreich wurde das Projekt einfach per Erlass aus dem Bundesjustizministerium auf den Weg gebracht. mk Infos unter:

5 6 GOVERNMENT COMPUTING BUND KOMMUNE & STAAT AKTUELL Rechungshof prangert Mittelverschwendung bei IT-Projekten an GLÄSERNE PATIENTEN Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder warnen vor einem Pflicht-Gesundheitspass, wie ihn Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ins Gespräch gebracht hat. Die Datenschützer: Es sei das ureigenste Recht des Patienten selbst zu entscheiden, wem er sensible Daten anvertraut und in welchem Umfang er das tut. Das Abspeichern von Gesundheits- und Krankeninformationen in einer zentralen Datei würde ein umfassendes Krankheitsregister von annähernd 90 Prozent aller Menschen in Deutschland schaffen. Ein so umfangreiches Register stellt, nach Meinung der Datenschützer, auch unabhängig von einer geplanten Vorlagepflicht ein unkalkulierbares und inakzeptables Gefährdungspotenzial für einen Missbrauch dieser persönlichen Daten dar. Nur durch eine freiwillige Nutzung der Patientenkarte sei ein Schutz sensibler Informationen zu gewährleisten, so die Experten weiter. mk BMWI MISSIONIERT LANDBEVÖLKERUNG Wer bei der Aktion Mission Internet des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie an kirchliche Missionierungpläne denkt, liegt so falsch nicht. Im Rahmen der Initiative der Bundesregierung Internet für alle hat sich die Aktion die Förderung der Internetnutzung in ländlichen Gebieten auf die Fahne geschrieben. Laut Pressemitteilung konnten die Missionsteams mit ihren Internetmobilen bereits vielen Erstnutzern die Schwellenangst vor dem Medium Internet nehmen. Zielgruppe waren Frauen, Jugendliche, Senioren und Erwerbslose, denen in Zusammenarbeit mit ländlichen Kirchengemeinden das Internet näher gebracht wurde. Die Teilnehmer konnten sich mit Suchmaschinen, Links und - Adressen vertraut machen. Wie es auf dem Land um die Versorgung mit T-DSL-Anschlüssen steht, war der Pressemitteilung nicht zu entnehmen. mk Gefahr für egovernment Misserfolg. Viele Behörden bekommen das komplexe Management ihrer IT-Projekte nicht in den Griff. Experten schätzen, dass rund 50 Prozent aller Projekte aufgegeben werden müssen. Eine Erfolgsquote, die den Umbau zum Schlanken Staat gefährdet. Offensichtlich gibt es eine Wahrheit hinter der Wahrheit. Hier die Festtagsreden, dort die weniger überzeugend wirkende Realität. Wie sonst wäre zu erklären, dass der Bundesrechnungshof in seinem Jahresbericht 2001 das IT-Management mehrerer Bundesbehörden kritisierte. Dabei ist die Liste der Verfehlungen lang. So kommentiert der Bundesrechnungshof das zentrale IT-Bestandsverzeichnis des Bundes folgendermaßen: Die Bundesverwaltung führt kein zentrales Verzeichnis über die eingesetzte Informationstechnik, das den geltenden Richtlinien entspricht. Die Folgen beschreibt der Bundesrechnungshof so: Das vorgeschriebene zentrale IT-Bestandsverzeichnis erlaubt in seinem derzeitigen Zustand keinen Überblick über die IT-Ausstattung des Bundes. Es ist zu befürchten, dass durch die fehlenden Informationen unnötige, kostenintensive Doppel- und Mehrfachentwicklungen nicht rechtzeitig erkannt und beim Erwerb von Software-Lizenzen überhöhte Beträge gezahlt werden. Abschließend fasst der Bericht die Situation mit diesen Worten zusammen: Entgegen dem ursprünglichen Ziel kann das IT-Bestandsverzeichnis nicht für übergeordnete, koordinierende und planerische Entscheidungen genutzt werden. Mängel über Mängel Mit einer so schlechten Beurteilung muss aber nicht nur der Bund leben. Ähnlich kritisch werden die IT-Projekte der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beurteilt. Hier rügten die Prüfer: Die Bundesanstalt betreibt in den letzten Jahren das IT- Projekt Workflowmanagement, um die große Anzahl an Genehmigungs und Zahlungsvorgängen besser abwickeln zu können. Sie schloss dabei mehrere Verträge erst, nachdem die Programmierarbeiten schon begonnen hatten. Auch gab die Bundesanstalt bei mehreren Einzelprojekten noch zusätzliche Anforderungen erst nach Beginn der Programmierarbeiten in Auftrag. Die Folgen dieser verfehlten Projektleitung bringt der Bundesrechnungshof lapidar so auf den Punkt: Für den Dauereinsatz von Programmierern einer Fremdfirma für das Tagesgeschäft entstanden der Bundesanstalt Mehrkosten von mindestens 1,2 Millionen Mark. Weitere vermeidbare Mehrkosten von rund Mark enstanden infolge der verspäteten Beschaffung eines Großrechners. Professionelle Geldvernichtung... Und die Liste ließe sich beinahe beliebig fortführen. Bedacht werden das Bundesministerium der Verteidigung ebenso wie die Bundesversorgungsanstalt. Und auch hier wurden vergleichbare Fehler begangen. So wendet das Bundesverteidigungsministerium für Planung, Erstellung und Betrieb seiner IT-Infrastruktur jährlich eine zweistellige Millionensumme auf. Bei der Überprüfung dieser Ausgaben stellte der Bundesrechnungshof fest, dass der Versuch des Bundesverteidigunsgministeriums, dienststellenübergreifende Liegenschaftsnetze einzuführen und sie zentral über das Fernmeldesystem der Bundeswehr zu betreiben, sich nicht habe durchsetzen lassen. Der Bundesrechnungshof ging auf die Ursachen der Fehlplanung nicht näher ein. Er kritisierte lediglich, dass die organisatorischen Mängel beseitigt werden müssten und forderte, dass die Leitung des Hauses bei der Problemlösung beteiligt werden solle. Der Verdacht, dass darüber hinaus auch interne Rivalitäten das Projekt scheitern ließen drängt sich allerdings auf.... durch fehlerhaftes Management Besonders peinlich sind allerdings die Organisationsmängel bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder. Hier fasst der Rechnungshof die Situation so zusammen: Seit 14 Jahren hat die Versorgungsanstalt mit dem IT-Projekt Integrierte Sachbearbeitung Versicherung und Leistung ihre Informationstechnik zu modernisieren versucht und hierfür mehr als 100 Millionen Mark aufgewendet. Eine den Aufgaben ihrer Leistungsabteilung angemessene informationstechnische Unterstützung konnte sie bislang nicht bereitstellen. Für die Verantwortlichen besonders unangehm muss die abschließende Feststellung des Rechnungshofes ein. Dieser nimmt nämlich für sich in Anspruch wiederholt Wege zur Lösung des Problems aufgezeigt zu haben. Außerdem habe er darauf gedrängt wenn auch vergeblich die IT der Behörde schneller angemessen zu modernisieren. Offensichtlich wußte sich der Bundesrechnungshof in diesem besonders schweren Fall nicht anders zu helfen, als das Bundesministerium der Finanzen als Aufsichtsbehörde der Anstalt, aufzufordern umgehend dafür zu sorgen, dass mit fundierten Untersuchungen Art und Umfang der notwendigen Umstrukturierungen der IT festgestellt werden. Zeitgemäßes Projektmanagement Nun ist die Lage vielleicht nich ganz so düster, wie die Litanei der Mängel sie suggerieren mag. Immerhin unternimmt zum Beispiel das Bundesministerium der Verteidigung im Augenblick große Anstrengungen, seine IT-Verwaltung tiefgreifend zu reorganisieren. Genannt sei hier nur die Gründung einer eigenständigen GmbH, die sich nur mit der SAP-Installation im Ministerium befassen soll und die ihre Dienste auch der Wirtschaft anbieten soll. Das honoriert auch der Bundesrechnungshof. Eines bleibt aber trotz positiver Aspekte festzuhalten: Das ungenügende Projektmanagement vieler Behörden belastet nicht nur die Steuerzahler. Es gefährdet darüber hinaus auch die erfolgreiche Umsetzung der BundOnline 2005-Initiative der Bundesregierung. Eine Zahl mag das verdeutlichen: Das Marktforschungsinstitut Kienbaum schätzt, dass 50 Prozent aller IT-Projekte der Öffentlichen Hand scheitern. Eine Erfolgsquote, die in der Wirtschaft völlig undenkbar wäre. Als Grund der unerfreulichen Bilanz nennen die Analysten gravierende Defizite des Öffentlichen Sektors in der Kostenorientierung. Der Einwand, der unreflektierte Transfer privatwirtschaftlicher Methoden in den Öffentlichen Sektor berücksichtige nicht ausreichend die spezifischen Bedingungen staatlichen Handelns treffe zwar zu. Diese Erkenntnis dürfe aber nicht den Blick dafür verstellen, dass der Staat die Kostenfrage noch immer unzureichend beantworte. Um hier eine Verbesserung zu erreichen, muss die Öffentliche Hand allerdings schnell ihr Projektmanagement im IT-Bereich verbessern. Der entsprechende Praxisleitfaden des BMWi ist dazu ein erster Schritt (siehe dazu auch den Bericht auf Seite 21). mk Interview BMWi setzt auf Inverse Auktionen Startschuss. Unter dem Titel Chancen und Risiken inverser Auktionen im Internet für Aufträge der öffentlichen Hand untersuchte die KPMG Consulting AG im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums die Möglichkeiten der Online-Beschaffung. Das Ergebnis war für viele überraschend. Als Reaktion auf die Studie erklärte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, der Bund wolle sich das Einsparungspotenzial inverser Auktionen nicht entgehen lassen. Government Computing sprach mit Alexander Schmid, der die Studie betreute. GovCom: Herr Schmid, inverse Auktionen sind nach geltendem Vergaberecht nicht zulässig. Wo sehen Sie bei einer Anpassung der Rechtslage größere Probleme? Schmid: Ich sehe das nicht so sehr als juristisches Problem. Denn der notwendige Rechtsrahmen besteht. Problematisch ist die Auslegung, was ich gerne als Problem der Messlatte bezeichne. Die Anforderungen an die elektronisch durchgeführte inverse Auktion liegen ungleich höher als bei den üblichen Verfahren. Gelegentlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen und darüber die Vorteile, die sich aus dem Einsatz inverser Auktionen für die öffentliche Hand ergeben können, aus den Augen verloren. GovCom: Kritiker behaupten, die inverse Auktion sei ungeeignet für Beschaffungsvorhaben der Öffentlichen Hand, weil die Vertraulichkeit nicht gewährleistet sei. Bei der Auktion lässt sich der Bieter jedoch auf elektronischem Wege unkenntlich machen. Unabhängige Plattformanbieter bieten diese Funktion schon an. Schmid: Das ist richtig. Dennoch fordert das Vergaberecht, dass ein Bieter auch keine Kenntnis der Preise der Wettbewerber erhält. Kritiker halten zudem dagegen, dass die Daten bei einem elektronischen Angebot frei zugänglich auf dem Server des Plattformbetreibers liegen sei das nun ein privates Unternehmen oder eine Behörde. GovCom: Das gilt doch auch entsprechend für die gebräuchlichen Verfahren einer analog durchgeführte Ausschreibung. Schmid: Ja, aber da liegt das Angebot verschlossen im Umschlag und es ist verhältnismäßig leicht nachzuprüfen, ob der Umschlag vorher geöffnet wurde oder nicht. Genau das meine ich aber auch mit der doppelten Meßlatte. Technisch ist es vielleicht für einen Mitarbeiter der Verwaltung möglich, sich Zugang zu den verschlüsselten Daten auf dem Server zu verschaffen und die Informationen missbräuchlich zu verwenden. Die Frage ist, warum soll hier nicht auch erst einmal eine interne Organisationsanweisung verbunden mit einem Passwortschutz die Zugriffsrechte auf diesen Server regeln? Ein anderes Problem, das sich inversen Auktionen in den Weg stellt, sind die technischen Schwierigkeiten mit der digitalen Signatur. Von rechtlicher Seite sind die Regelungen zur digitalen Signatur gegeben. Nur jetzt müssen die Anbieter nachziehen. Eine Standardisierung der verschiedenen Verfahren wäre hier sehr förderlich. GovCom: Wie könnte eine solche Standardisierung aussehen? Schmid: Im Augenblick laufen verschiedene Entwicklungsvorhaben von unterschiedlichen Signatur-Anbietern. Alle werden versuchen, ihren eigenen Standard durchzusetzen. Die Folge ist, dass sowohl Hersteller, wie auch die Beschaffungsstellen selbst nur schwer einschätzen können, was sich wohl durchsetzen wird. Da diese Probleme aber nicht typisch für die inverse Auktion sind, sondern für den rechtsverbindlichen, digitalen Geschäftsverkehr allgemein gelten, lenken sie oft von den Vorteilen und Möglichkeiten ab. GovCom: Wie sehen denn nun diese Vorteile aus, auf die Wirtschaftsminister Werner Müller nicht verzichten will? Schmid: Die möglichen Preisvorteile, die sich aus den Fallbeispielen in den USA ergeben, die wir in unserer Studie anführen, liegen etwa zwischen 5 und 15 Prozent für geeignete Güter und Leistungen. Die Abschätzung der Einsparungen bei den Prozesskosten fällt wesentlich schwerer. Hinzu kommt, dass wegen der Komplexität der notwendigen, organisatorischen Vorarbeiten, es für eine einzelne Beschaffungsstelle nicht so einfach ist, auf den Startknopf zu drücken. Damit trifft das Verfahren auf ganz klassische Innovationshemmnisse. GovCom: Was heißt das für die geplanten Pilotprojekte des BMWi? Schmid: Ich glaube, dass das Bundeswirtschaftsministerium die Diskussion sehr gut führt. Sie nehmen sowohl an der technischen wie an der juristischen Front äußerst innovative Positionen ein. Gleichzeitig bestimmen sie die öffentliche Diskussion als Meinungsführer. Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung wird sein, dass die Pilotprojekte von ganz oben unterstützt werden. Was aber auch bedeutet, dass von oben eine Toleranz für Fehler eingeräumt wird. Bei den Pilotprojekten wird man notwendigerweise Fehler machen. Diese Erfahrungen müssen dann in die folgenden inversen Auktionen der Öffentlichen Hand einfließen, um den Prozess zu optimieren. Ich gehe davon aus, dass wir schon nach dem ersten Quartal des nächsten Jahres über einen breiteren Erfahrungsschatz verfügen werden. Das Interview führte Manfred Klein Das BMWi nimmt eine sehr innovative Position ein. Alexander Schmid Publikationen/Publikationen.jsp

6 8 GOVERNMENT COMPUTING LAND KOMMUNE & STAAT AKTUELL SCHULMEISTER MIT LAPTOPS Mit einer Studie will man es bei der e-nitiative nicht bewenden lassen. So fand Ende November in Düsseldorf die Auftaktveranstaltung der Initiative Lernen mit Laptops Förderung des selbstorganisierten und eigenverantwortlichen Lernens statt. Mit dieser Veranstaltung wollte das nordhein-westfälische Netzwerk für Bildung nach eigenem Bekunden die Initialzündung zu einer nachhaltigen Diskussion darüber geben, wie Laptops im Unterricht den Einsatz neuer Medien fördern können. Die Verantwortlichen machten deutlich, dass die Frage des Lernens mit Notebooks weniger eine technische, denn eine pädagogische sei. Darüber hinaus bestehe durch den Einsatz dieser Geräte die Möglichkeit, das traditionelle Unterrichtskonzept, das immer noch sehr auf der lehrerzentrierten Belehrung basiere, weiter zu entwickeln. Wenn dies gelinge, dann sichere dies auch die Zukunftsfähigekeit des Landes. mk BREMEN LERNT JUST IN T.I.M.E. Auch die Hansestadt Bremen hat mit ihrem Initiative Bremen in T.I.M.E. eine Bildungs- und Qualifizierungsoffensive gestartet. Zentrales Anliegen des Programms ist, die Verstärkung der Medienkompetenz und die Ausweitung der Fähigkeiten, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien effektiv zu nutzen. Für den Schulbereich bedeutet das, so die Verantwortlichen, dass binnen kurzer Zeit in allen Schulen aller Schulstufen Multimedia-Arbeitsplätze umfassend zum Einsatz kommen. Zur Unterstützung dieses Vorhabens gründeten die Stadtväter im Sommer die LernMit GmbH. Dieses Kooperationsprojekt zwischen dem Senator für Bildung und Wissenschaft sowie der Bertelsmann Stiftung soll die flächendeckende technische und pädagogische Integration der neuen Medien weiter voran treiben. Die ersten Früchte ihrer Arbeit erntete die Gesellschaft Mitte November, als sie drei Bremer Schulen für deren IT-Konzepte auszeichnen konnte. mk Nordrhein-Westfalen Schulen auf dem Prüfstand IT-Budget. Offiziell sind alle Schulen Deutschlands im Internet. Doch bei der Konzeption für den multimedialen Unterricht geeigneter IT-Netze sind die meisten Schulträger überfordert. Eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen schuf nun die Grundlagen, um diese Lücke zu schließen. Deutschlands Schulen sind alle im Netz. Heißt es. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Richtig ist, dass alle interessierten Schulen inzwischen online sind. Aber auch dort beschränkt sich der Internet-Zugang in vielen Fällen auf einen einzigen Rechner, der zumeist im Lehrerzimmer seinen Platz findet. Und in den Fällen, in denen Schulen über einen nennenswerten Anteil an Computern verfügen, überwiegen oft die liebevollen Bastellösungen. Multimediafähige Rechner in ausreichender Zahl, mit denen sich tragfähige pädagogische Konzepte umsetzen ließen, sind häufig die Ausnahme und nicht die Regel. Richtwert nicht erfüllt Dass diese Einschätzung keinesfalls zu pessimistisch ist, belegt auch eine Untersuchung der Europäischen Kommission. Danach steht Deutschland bei der Ausstattung seiner Schulen mit moderner IT-Infrastrukturen im europäischen Vergleich keinesfalls auf einem Spitzenplatz. So sind in Europa inzwischen neun von zehn Schulen am Netz. Im Durchschnitt müssen sich in Europa 12 Schüler einen Offline-PC und 24 einen Rechner mit Internet-Zugang teilen. In Deutschland dagegen müssen mit einem PC 15 Eleven auskommen. Und nur die Hälfte aller in den Schulen installierten Computer ist auch ans Internet angeschlossen. Dagegen empfiehlt die Europäische Kommission als Richtwert ein Verhältnis Schüler zu PC von 5:1. Damit nicht genug. Immer noch haben die Schulbehörden beim Aufbau von IT-Infrastrukturen nur die Anschaffungskosten im Blick und nicht wie es sinnvoll wäre die Gesamtkosten, die durch Wartung, Ersatzteile und notwendigen Support über die Laufzeit der Anlegen hinweg entstehen. Ebenfalls bleiben oft Überlegungen auf der Strecke, wie die neuen Medien in pädagogische Konzepte einzubinden sind. Im Ergebnis führen die genannten Probleme meist zu nicht genutzten Computersystemen in den Schulen. Entweder weil das Geld fehlt, sie zu betreiben, oder weil niemand daran dachte, ein pädagogisches Konzept zu entwickeln, das Schüler und Lehrer motiviert, mit dem Medium auch zu arbeiten. Um diesen Problemen abzuhelfen, gab die e- nitiative.nrw Netzwerk für Bildung, eine gemeinsame Initiative der Landesregierung und der Kommunen in Nordrhein-Westfalen, bei der Ingenio Deutschland e-learning GmbH eine Studie mit dem Titel Multimediafähige Lernnetzwerke in den Schulen des Landes NRW in Auftrag. Im Rahmen der Untersuchung wurde zunächst an vier verschieden Schultypen untersucht wurden eine Grundschule, eine Hauptschule, ein Gymnasium sowie ein Berufskolleg eine umfassende Erfassung des Ist-Zustands durchgeführt. Diese Erfassung bezog sich nicht nur auf die technische Ausstattung, besonderen Wert legten die Autoren der Studie darauf, die jeweiligen pädagogischen Ziele zu beschreiben. Die Auswertung der Studie kam zu folgenden Ergebnissen. Die Grundlagen fehlen ZUKUNFTSAUSSICHTEN. Bis der Unterricht in Deutschlands Schulen und Universitäten so aussieht, werden noch einige Jahre vergehen. Nordrhein-Westfalen ist jetzt einen großen Schritt weitergekommen. In allen untersuchten Schulen waren wenige bis keine Dokumentationen zur Ausstattung der PCs und des Netzwerks vorhanden. Verantwortlich dafür sei, so die Autoren, die Überbelastung der verantwortlichen Lehrkräfte, denen neben Wartung und Administration kaum noch Zeit für die Dokumentation bleibe. Gleichzeitig stelle dieses Manko jedoch eine erhebliche Gefahr für eine kontinuierliche Administration dar. Zudem sei eine ausführliche Dokumentation die Grundlage jeder vernünftigen Planung und damit ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, die Kosten für Einrichtung und Unterhalt des schulischen Netzwerks zu optimieren. Erstaunliches Ergebnis An den vier ausgewählten Schulen wurden darüber hinaus die Anschaffungs- und Betriebskosten für unterschiedliche Betriebs- und Netzwerksysteme genauer unter die Lupe genommen. Analysiert wurden Windows, Novell, Mac, Linux und Solaris. Dabei kommt die Studie zu einem weiteren erstaunlichen Ergebnis. Dazu Katja Angerhöfer, verantwortlich für die Durchführung der Studie bei Ingenio: Ein wichtiges Anliegen der Studie ist es, den Blick für die Gesamtkosten einer schulischen Technikinvestition zu schärfen. In der Umsetzung bildungspolitischer Direktiven und der Forderungen der freien Wirtschaft wurden zwar die Anfangsinvestitionen für Computer in Schulen gestärkt, den Folgekosten wurde dabei aber wenig Beachtung geschenkt. Spricht man von dem Konzept der Total Cost of Ownership der IT sollten im schulischen Umfeld folgende große Kostenfaktoren Beachtung finden: Anschaffungskosten für Hardware, Software, aktive/passive Netzwerkkomponenten, Reparaturund Ersatzteilkosten, Neuanschaffung nach Abschreibung, Kosten für Wartung und Support, Fortund Weiterbildungskosten, Software- und Contentkosten, Kosten für bauliche Maßnahmen und Internetverbindungsgebühren. Vorgehensweise Um diese verschiedenen Kostenblöcke in der Untersuchung erfassen und bewerten zu können, wurden für jeden Praxisfall an Hand der pädagogischen Ziele eine Ausstattungsplanung vorgenommen. Diese ergab, so Katja Angerhöfer, dass sich die Anschaffungsskosten zwischen PC-Systemen hier Windows, Novell, Mach und Linux und Server/Thin-Client-Systemen hier unter Solaris nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Für alle vier Schulen wurde dann eine Gesamtkostenrechnung erstellt und überprüft. Das Fazit fasst Katja Angerhöfer so zusammen: Während die Folgekosten für Fort- und Weiterbildung, Content- und andere Software, bauliche Maßnahmen und Internetverbindungen für alle Systeme annähernd vergleichbar sind, ließ sich bei den Wartungsund Administrationskosten ein erheblicher Unterschied feststellen. Nach Meinung von Katja Angerhöfer liegt dies in der Beschaffenheit der Computersysteme. Während bei PC-Systemen, auch in einem Server-Client-Netzwerk, jeder Client über eigene Komponenten verfügt, beinhaltet ein Server/ Thin-Client-System am Arbeitsplatz eigentlich keine Komponenten mehr sieht man von Bildschirm, Tastatur und Maus ab. Dies vereinfache die Einführung von Fernwartungsstrategien und zentraler Software-Installationen. Der Aufwand für die Konfiguration der einzelnen Arbeitsplatzrechner entfalle und auch der Reparaturbedarf sinke. Dies führe in der Konsequenz zu deutlich niedrigeren Folgekosten. mk projekte_medienplanung.php Interview Technik braucht Planung Bildungsinitiative. Roland Berger, Geschäftsführer der e-nitiative.nrw Netzwerk für Bildung, zu den bildungspolitischen Konsequenzen der Studie Multimediafähige Lernnetzwerke in den Schulen des Landes NRW. GovCom:Herr Berger, welche Zielsetzung verfolgt Nordrhein-Westfalen mit der Initiative? Berger: e-nitiative ist eine gemeinsame Initiative der Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden. Ziel ist es, das Lernen mit den neuen Medien in den Schulen alltäglich werden zu lassen. Dafür soll e-initiative die Voraussetzungen schaffen. GovCom: Welche Probleme treten dabei auf und wie helfen Sie, diese zu lösen? Berger: Die technische Infrastruktur ist eher ein untergeordnetes Problem. Die Initiative konzentriert sich daher anders als Schulen ans Netz nicht primär auf den technischen Aspekt, sondern auf die Qualität des Unterrichts. Daher ist es auch wichtiger ein dezentrales Beratungs- und Qualifizierungssystem aufzubauen, dass Lehrkräften und Schulträgern hilft, die neuen Medien im Unterricht zu nutzen. GovCom: Bieten Sie für diesen Umbau des Schulsystems auch didaktische Hilfen an? Berger: Ja, wir helfen mit den e- Teams.nrw, wenn es zum Beispiel darum geht, wie man die neuen Medien in bestimmten Fächern am besten einsetzen kann. Wir zeigen, welche Software es in diesem Bereich gibt und welche didaktischen Schritte beim Einsatz beachtet werden müssen. GovCom: Wie werden Ihre Angebote angenommen? Berger: Die Nachfrage nach den von uns angebotenen Fortbildungsangeboten ist sehr groß. Aber es gibt sicher noch Verbesserungspotenziale. Deshalb integrieren wir zusammen mit den Bezirkregierungen die neuen Medien verstärkt in die Fachfortbildungen der Lehrkräfte. GovCom: Die Studie berücksichtigt nur vier Schulen. Sind da aussagekräftige Schlüsse noch möglich? Berger: Wir wollten keine empirisch valide Studie über einen repräsentativen Querschnitt, sondern wir wollten an ausgewählten Beispielen exemplarische Modellrechnungen aufzeigen. Und das Ergebnis, dass nicht die Anschaffungskosten, sondern die Betriebskosten den größten Kostenblock ausmachen, ist ROLAND BERGER, arbeitet daran, dass das Lernen mit Neuen Medien bald zum deutschen Alltag gehört mehr als praxisrelevant. Darauf müssen sich alle Schulträger einstellen. GovCom: Welche Konsequenzen zieht man in Nordrhein-Westfalen aus der Studie? Berger: Die Konsequenz aus der Studie lautet: Wir müssen weg von der zufälligen Ausstattung der Schulen mit Informationstechnologie. Wir müssen erreichen, dass schon die Planung professionalisiert wird. Wir haben dazu eine Broschüre veröffentlicht, in der die notwendigen Schritte erläutert werden. Parallel dazu führen wir mit den kommunalen Spitzenverbänden Veranstaltungen für die Schulträger durch. Diese stehen unter dem Motto Technik braucht Planung. Erfolgreich werden wir aber nur sein, wenn wir mit der Industrie zu einer noch besseren Zusammenarbeit im Bereich der Public Private Partnership kommen. GovCom: Worauf ist bei der Planung eines IT-Konzepts in Schulen zu achten? Berger: Zuerst muss die Schule klären, was sie will und was schon an Ausstattung zur Verfügung steht. Schwerpunkt ist die Überlegung, welche Ausstattung das pädagogische Konzept braucht. Nach dieser Bestandsaufnahme ist der Schulträger meist in der Lage, ein tragfähiges Medienkonzept zu entwickeln. Fragen dazu beantworten wir in der Broschüre. Jedem Schulträger muss klar sein, dass die Folgekosten mit eingeplant werden müssen. Da auf Wartung und Support ein wesentlicher Anteil entfällt. Deshalb verhandeln das Land Nordrhein-Westfalen und die kommunalen Spitzenverbände, die Einrichtung eines Firstund Second-Level-Supports. Hier hoffen wir bis zum Frühjahr einen erheblichen Schritt weiter zu sein. GovCom: Schafft die Studie die Basis für eine Zusammenarbeit zwischen einzelnen Bundesländern? Berger: Wir haben mit Niedersachsen, mit Rheinland-Pfalz und mit Bayern darüber gesprochen Projekte durchzuführen. Gleiches gilt für den Bund. Hamburg zeigt Interesse unsere Broschüre auf die dortigen Verhältnisse zu übertragen. GovCom: Welche Projekte planen Sie im nächsten Jahr? Berger: Wir sind bei den Themen Ausstattung, Infrastruktur und Hilfen für kommunale Schulträger sicher gut positioniert. Jetzt kommt es darauf an, die Qualität der Anwendungen in den Schulen zu erhöhen. Darauf werden wir uns im nächsten Jahr konzentrieren. Das Interview führte Manfred Klein

7 KOMMUNE & STAAT VIP-FORUM GOVERNMENT COMPUTING egovernment-projekte im Vergleich Immer anders und doch ähnlich Jahresbilanz. Was wurde in den letzten zwölf Monaten erreicht und wohin soll die Reise im kommenden Jahr gehen? Der Versuch einer Bilanz über zwei Städte und ein Bundesland. Das alte Jahr neigt sich seinem Ende zu. Da liegt es eigentlich auf der Hand, einmal nachzufragen, was Städte und Länder in diesem Jahr in Sachen egovernment bewegt haben und was sie im kommenden Jahr erreichen wollen. Das Ergebnis dieser kleinen Bestandsaufnahme ist sicher nicht repräsentativ. Um so erstaunlicher ist aber, wie viele Gemeinsamkeiten sich doch zeigen. So scheint der Weg zu Bürgerportal und Virtuellem Rathaus vorgezeichnet. Wer umfangreiche Dienstleistungen im Internet anbieten will, ist schon im Sinne der Kundenfreundlichkeit gezwungen, seine Angebote gebündelt zu präsentieren. Weitere Gemeinsamkeiten sind das Interesse an einer funktionierenden Online-Beschaffung. Ein anderes Thema ist die Ausstattung der Schulen mit IT. Hier zeigen sich jedoch auch Unterschiede. In Nordrhein-Westfalen sind sicher auch noch nicht alle Schulen am Netz, doch zeigt der Schulterschluss zwischen Land und kommunalen Spitzenverbänden über das Bindeglied e-nitiative.nrw, dass man hier ein überregionales Konzept verfolgt. Anders als die Stadt München, die zwar enorme Summen investiert, aber über ein solches Netzwerk nicht verfügen kann. Vorbildlich das Modell der Stadt Köln, den Posten eines CIO zu vergeben. So werden Investitionsruinen, wie sie viele IT- Projekte der Öffentlichen Hand kennzeichnen, vermieden. mk München investiert massiv in die IT-Ausstattung seiner Schulen NRW setzt die Möglichkeiten des Internets konsequent um München konnte im vergangenen Jahr eine Reihe wichtiger Projekte erfolgreich auf den Weg bringen. Dazu gehört der Aufbau und Betrieb eines ständig wachsenden Informationsangebotes im Internet mit dem Schwerpunkt Online-Dienste für das Virtuelle Rathaus. Die Internet-Präsenz dient hier vornehmlich der Information, Kommunikation, Interaktion, Transaktion und Partizipation zwischen Bürger, Verwaltung und der Wirtschaft auf elektronischem Wege. Da Online-Behördengänge Kosten, Zeit und Wege sparen, von Öffnungszeiten unabhängig machen und gleichzeitig Service und Qualität verbessern sowie beschleunigte Verfahrensabläufe innerhalb der Verwaltung erzeugen, erfreuen sie sich in München einer sehr guten Akzeptanz. Allein in diesem Jahr wurden fast 24 Millionen Zugriffe gezählt mit steigender Tendenz. Zum anderen wurde im Dezember 2000 das Ratsinformationssystem, mit dem die Arbeit des ehrenamtlichen Stadtrates durch Informationsund Kommunikationsmöglichkeiten unterstützt wird, in den Echtbetrieb genommen. In enger Abstimmung mit den Vertretern des Stadtrates wurden aus den bisherigen Erfahrungen des Echtbetriebes Maßnahmen entwickelt, um das System in puncto Ausfallsicherheit, Geschwindigkeit und Einfachheit in der Benutzerführung zu optimieren. Des weiteren wurde der Aufbau eines zentralen Informations-Management- und Analyse-Systems (ZIMAS) gestartet. ZIMAS soll statistische Daten verschiedenster Quellen in einem zentralen Daten-Warenhaus aufbereiten und allgemein zugänglich machen. Das System dient darüber hinaus als Steuerungs- und Planungsinstrument für den Stadtrat und den Münchner Oberbürgermeister. Das Projekt ist derzeit in der Pilotphase, der Echtbetrieb ist für das Jahr 2003 vorgesehen. Für das neue Jahr plant München den sukzessiven Aufbau eines Intranets, auf das die gesamte Verwaltung zugreifen kann. Damit sollen lange Wege und Wartezeiten, unnötiger Papierkrieg und aufwendige Kopierarbeiten vermieden und das Gesamtwissen der Verwaltung besser genutzt werden. Die Bürger werden vom Intranet durch kürzere Bearbeitungszeiten und indirekt durch Kosteneinsparungen profitieren, zudem wird das Projekt Schulen ans Netz der Landeshauptstadt München sämtliche allgemein- und berufsbildenden Schulen sowie Kindertagesstätten mit IT-Technik ausstatten. Es Wir investieren über 103 Mio Euro in die Schulen. Dr. Ernst Wolowicz Leiter des Direktoriums und des Büros des Münchener OB handelt sich dabei um 720 Einzelprojekte in fünf unterschiedlichen Fachbereichen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Der pädagogische Bildungsprovider MUSIN unterstützt rund 200 Schulen mit Internetanwendungen und Fortbildungen. Das städtische Investitionsprogramm für die Ausstattung und Vernetzung der Schulen beläuft sich auf konkurrenzlose 103 Millionen Euro. Darüber hinaus ist geplant, den Internetauftritt der Landeshauptstadt München mit den Hauptbereichen Bürger, Wirtschaft und Virtueller Marktplatz in ein Internet-Portal zu überführen. Dabei soll die gesamte Stadtgesellschaft abgebildet werden und nicht nur einzelne Bereiche. Nordrhein-Westfalen hat die Möglichkeiten des Internets frühzeitig erkannt und konsequent zur Verbesserung der Information und Kommunikation genutzt. So hat die Landesverwaltung bereits Mitte der neunziger Jahre mit dem Aufbau eines umfassenden Informationsangebotes begonnen. Derzeit bieten rund 250 Behörden und Einrichtungen eigenständige Informationsangebote an, auf die monatlich etwa 6,5 Millionen Zugriffe erfolgen. Im Vordergrund des öffentlichen Interesses an egovernment stehen Verfahren, bei denen die Bürger interaktiv und unabhängig von Öffnungszeiten Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen können. Die Landesverwaltung hat den Schwerpunkt ihrer egovernment-aktivitäten deshalb auf die Realisierung solcher Verfahren gelegt. Trotz bestehender rechtlicher, technischer und organisatorischer Hindernisse konnten schon viele Vorhaben umgesetzt werden. So wurde unter anderem eine elektronische Antragstellung im Rahmen des Lehrereinstellungsverfahrens, bei der Übermittlung von Einkommenssteuererklärungen, im gerichtlichen Mahnverfahren und im Rahmen der Wirtschaftsförderung realisiert. Verwendung finden dabei elektronische Signaturen und Verschlüsselungsverfahren in Verbindung mit Web- Formularen. Daneben gibt es Aktivitäten der Landesverwaltung, die öffentliche Beschaffung durch die Möglichkeiten des Internets für eine Effizienzsteigerung zu nutzen. Da die häufigsten Kontakte zwischen Verwaltung und Bürger auf der kommunalen Ebene stattfinden, hat das Land frühzeitig die Entwicklung eines Virtuellen Rathauses gefördert. Im Projekt Virtuelles Rathaus Hagen werden erste Transaktionsanwendungen wie die Meldeauskunft oder der Zugriff auf Liegenschaftsdaten realisiert. Das heißt, dass rechtsverbindliche qualifizierte elektronische Signaturen und Bezahlfunktionen eingesetzt werden. Diese Dienste sollen in den nächsten zwei Jahren mit Unterstützung des Landes erheblich ausgebaut werden. Für die Gemeinden des Landes besteht die Möglichkeit, an dieser Lösung zu partizipieren. Wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von egovernment ist es, Vertrauen in die Sicherheit zu schaffen. Die Landesverwaltung hat deshalb mit dem Sicherheitskonzept Kommunikation NRW notwendige Sicherheitsstandards festgelegt. Wir werden das Internet zur Effizienzsteigerung nutzen Dr. Fritz Behrens Innenminister von Nordrhein-Westfalen Die im Jahr 2001 eingeleiteten Maßnahmen werden im kommenden Jahr fortgeführt. So ist beabsichtigt, den Einsatz elektronischer Signaturen auszubauen. Hierzu soll die bestehende Sicherheitsinfrastruktur erweitert und an die bundesweite Verwaltungs-PKI angeschlossen werden. Damit wird es möglich, nicht nur innerhalb der Landesverwaltung, sondern auch mit anderen Verwaltungen und Stellen außerhalb der öffentlichen Verwaltung sicher zu kommunizieren. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Erprobung der qualifizierten elektronischen Signatur sowie der Online-Bezahlfunktionen in konkreten Pilotprojekten, die rechtsverbindliche Signaturen sowie Bezahlfunktionen erfordern. Köln überträgt CIO die Projekt- Verantwortung für egovernment Die e-nitiative.nrw: Medienkompetenz ist das Ziel Die Einführung von egovernment ist eine hochkomplexe Aufgabe, die auch organisatorisch entsprechend verankert werden muss. Köln hat daher als erste deutsche Großstadt einen Chief Information Officer (CIO) eingesetzt, um diese Management-Funktionen für das egovernment zu bündeln. Die Berufung eines CIO alleine garantiert aber noch nicht den Erfolg. Gerade in der aktuellen egovernment-euphorie besteht die Gefahr einer Diskrepanz zwischen zu hohen Erwartungen auf der Führungsebene und dem, was letzlich machbar, bezahlbar und auch organisatorisch umsetzbar ist. Um dieser Gefahr zu begegnen, wurde in Köln ein Steuerungskreis für Organisation und Informationstechnik (StOIT) eingerichtet, in dem alle wichtigen Entscheidungsträger für Organisation, Informationstechnik, Finanzen und Personal vertreten sind. Dieses Gremium verabschiedet die Gesamtstrategie und entscheidet über Projekte von stadtweiter Bedeutung. Ihm wird regelmäßig über den Stand der egovernment- Projekte berichtet. Damit bleibt egovernment auch wirklich Chefsache und nicht nur Aufgabe eines CIO. Ziel der egovernment-strategie in Köln ist die Verbesserung der Kommunikation mit Bürgern, Unternehmen, Verbänden und Vereinen, aber auch in der Verwaltung und zu den Mandatsträgern. Darin unterscheidet sich die Vorgehensweise der Stadt Köln deutlich von anderen Städten, die hauptsächlich auf Online-Transaktionen setzen. Folglich liegen im Jahr 2002 auch die Schwerpunkte beim weiteren Ausbau des Internet- Auftritts zum Stadtportal, der Aufnahme des Testbetriebs für ein Call-Center und der Anbindung der Bürger- und Fachämter an das Call- Center. Ebenso wird das Intranet zu einem personalisierten Wissensportal für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterentwickelt. In Pilotversuchen soll der Einsatz von Dokumenten- und Vorgangsmanagementsystemen intensiv getestet werden, um die innerstädtische Kommunikation zu verbessern. Auch die Mandatsträger werden mit dem Ratsportal, das 2002 online geht, in die Lage versetzt, von jedem beliebigen Internetzugang aus, über ein persönlich konfiguriertes Portal auf Informationen aus der Verwaltung und dem Internet zuzugreifen. Später sollen auch politische Abstimmungsprozesse mobil durchgeführt werden können. In Köln ist egovernment Chefsache Andreas Engel Chief Information Officer (CIO) der Stadt Köln Im Bereich der elektronischen Beschaffung setzt Köln auf Public-Private-Partnership. Mit einem privaten Marktplatzbetreiber werden die Voraussetzungen geschaffen, den gesamten Einkaufsprozess der Stadtverwaltung von der Ausschreibung bis hin zur Logistik der Lieferung auch unter Einsatzes des Internets abwickeln zu können. Das primäre Ziel all dieser Maßnahmen ist die möglichst optimale Verbesserung aller persönlichen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten und damit der Dienstleistungsqualität insgesamt. Denn dieser Faktor entscheidet letztlich allein über Erfolg oder Misserfolg jeder egovernment-strategie. Die jüngst veröffentlichte Pisa- Studie hat den deutschen Schulen schlechte Noten erteilt. Nicht nur Experten wissen längst um die Notwendigkeit, Schüler zu selbstständigem Lernen zu motivieren die Grundvoraussetzung dafür, in unserer immer komplizierteren Welt, in der sich die Halbwertszeit des Wissens immer mehr verkürzt, zurecht zu kommen. Zu den gefragten Skills gehört unabdingbar die Fähigkeit mit neuen Medien umzugehen. Und dies in einer Weise, die über das rein technische Handling hinaus befähigt, sich ihrer gezielt und kritisch als Werkzeug zu bedienen. Das Stichwort ist Medienkompetenz. Sie zu vermitteln, dafür ist die e-nitiative.nrw Netzwerk für Bildung 1999 von der Landesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden in NRW ins Leben gerufen worden. Bis Ende 2004 wollen Stadt und Land die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das Lernen mit neuen Medien zum Unterrichtsalltag in den Schulen wird. Das e im Namen der e- nitiative.nrw steht damit gleichzeitig für electronic wie für education. Letztere ist Grundvoraussetzung für das egovernment. Denn nur informations-mündige Bürger können den Weg hin zur virtuellen Verwaltung mit vollziehen. Das noch vorherrschende Misstrauen vieler Bundesbürger gegenüber dem egovernment, das eine internationale Vergleichstudie vor kurzem zu Tage gefördert hat, macht deutlich: es gibt noch viel zu tun. Einiges hat die e-nitiative.nrw in diesem Jahr schon geschafft. Als erstes Flächenland sind im Rahmen der e-nitiative.nrw und in Kooperation mit der Telekom bis Anfang des Jahres alle Schulen in NRW ans Netz gegangen. Schulträger und Schulen wurden bei der Ausstattung der Schulen mit PCs und Hardware unterstützt. Für die Planung, die der Technik notwendigerweise vorausgehen muss, hat die e-nitiative.nrw einen Leitfaden entwickelt, der allen Schulen und Schulträgern zur Verfügung gestellt worden ist. Darüber hinaus wurde das Qualifizierungsangebot für Lehrer erweitert zusätzliche Fortbildungen vereinbarte die e-nitiative.nrw mit Intel. Das sind nur einige Stichpunkte zu den Aktivitäten von e-nitiative.nrw Ein Problem ist die Frage der Wartung der Computer und Netzwerke in den Schulen, die oftmals über eine heterogene IT-Ausstattung verfügen, deren technische Betreuung häufig in den Händen einzelner engagierter Optimale Starchancen für die Informationsgesellschaft Roland Berger Geschäftsführer e-nitiative.nrw Netzwerk für Bildung Lehrer liegt. Das ist kein zukunftsfähiges Modell. Stadt und Land sind dabei, eine Vereinbarung über den Support zu finden. Wir, die e-nitiative.nrw, suchen durch Projekte mit einzelnen Unternehmen auch nach Lösungen für den Support. Im nächsten Jahr wollen wir die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft intensivieren. Im Vordergrund wird nicht die Frage der Ausstattung der Schulen stehen, denn sie kann nur Mittel zum Zweck sein. Unser Anliegen ist die Verbesserung der Unterrichtsqualität in dem Sinne, dass die Schüler lernen, selbstständig zu arbeiten, um optimale Startchancen auf dem Weg in die Informationsgesellschaft zu haben.

8 10 GOVERNMENT COMPUTING KOMMUNE KOMMUNE & STAAT KOOPERATION Public Private Partnership WIN-WIN SITUATION Mit der Public Private Partnership-Lösung erhält Leipzig eine klar definierte, moderne IT-Infrastruktur, die sonst nicht zu finanzieren gewesen wäre. Die Stadtverwaltung hat ihr Ziel, eine tragfähige Basis für die Schaffung einer ecity bereitzustellen, faktisch erreicht. Die Verwaltungsvorgänge können wesentlich effizienter gestaltet werden und die Bürger werden künftig Verwaltungsdienstleistungen über das Internet abrufen können. egovernment ist damit nicht mehr nur eine hohle Formel, sondern wird in Leipzig schon bald zur Selbstverständlichkeit gehören. Denkbar ist sogar, dass bestimmte Gebühren sinken, weil mit Rationalisierungseffekten gerechnet werden kann. Diese Kooperation zwischen IBM und der Stadt Leipzig trägt und darauf sind alle Beteiligten stolz bundesweiten Modellcharakter. Sie ist eine wirtschaftlich ebenso wie technologisch interessante Alternative zu herkömmlichen Investitionskonzepten und sie ist insbesondere von Vorteil, wenn infolge unsicherer Haushaltslage die Investitionssicherheit bedroht ist. Die Vorteile liegen in den für die Datenverarbeitung langfristig vereinbarten und vertraglich abgesicherten Budgets. Das ist auch in Leipzig erkannt worden. Die politische Zustimmung war groß, es gab bei der Abstimmung im Rat der Stadt keine Gegenstimmen und nur wenige Enthaltungen. Bei aller Euphorie muss eines jedoch klar sein: Die ecity Leipzig wird nicht von heute auf morgen realisiert werden können. Strategisch sorgfältig vorbereitete und durchgeplante egovernment- Konzepte brauchen Zeit. Die Frage, ob sich alle Prozesse digital abwickeln lassen, kann dabei noch nicht endgültig entschieden werden. Der Kooperationsvertrag ist auf sechs Jahre mit einer Option auf weitere vier Jahre angelegt. Wenn am Ende der ersten sechs Jahre 70 Prozent der Verwaltungsleistungen angeboten werden können, ist dies eine durchaus beachtliche Leistung ob allerdings jemals 100 Prozent erreicht werden können, ist sehr zu bezweifeln. Dafür sind die Geschäftsprozesse einer Kommune einfach zu vielfältig. Leipzig auf dem Weg zur ecity Partnerschaft. Städte und Gemeinden, die Schulen mit PCs ausstatten müssen oder ihren Bürgern mehr als nur eine Website bieten wollen, stoßen in Zeiten leerer Kassen schnell an die Grenzen der Machbarkeit. Public Private Partnership bietet einen Ausweg. Nach den Schätzungen der Unternehmensberatung Mummert & Partner könnten Länder und Kommunen durch die Einführung elektronischer Beschaffungslösungen Einsparungen in Milliardenhöhe realisieren, die Verwaltungskosten ließen sich halbieren, Einkaufspreise um bis zu 30 Prozent senken. Obwohl sich mittlerweile immer mehr Städte und Kommunen mit erheblichem Ehrgeiz dem Thema zuwenden, fehlt jedoch vielerorts eine durchgängige strategische Ausrichtung der Einzelaktivitäten. Der IBM Geschäftsbereich Public, geht davon aus, dass Regierungen, Städte und Gemeinden in diesem Jahr weltweit 105 Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Informationstechnologie investieren. Wichtigstes Ziel dieser Investitionen sollte es dabei grundsätzlich sein, die Effizienz der öffentlichen Verwaltung nach innen wie nach außen gleichermaßen zu steigern. Private Partnership Doch die Einführung computergestützter Verwaltungsabläufe und die Bereitstellung digitaler Dienste kostet nicht nur Geld, sie verlangt auch Know-how und ständige Pflege. Aufgaben, die Öffentliche Verwaltungen oft nicht im Alleingang bewältigen können. Die Stadt Leipzig hat sich deshalb dazu entschlossen, innerhalb einer Public Private Partnership- Initiative mit IBM die Datenverarbeitung an einen externen Dienstleister zu übergeben. Die Leipziger Computer und Systemhaus GmbH (LeCoS), an dem die Stadt mit 49 Prozent und IBM mit 51 Prozent beteiligt sind, wird in dieser Rolle die kommunale Datenverarbeitung komplett übernehmen. Ziel ANSICHTSSACHE. In Leipzig trifft nicht nur in der Architektur ständig Altes auf Neues. Auch die Stadtverwaltung verbindet gewachsenen politischen Führungsanspruch mit modernem Management gerade wenn es um Informationstechnologie geht. ist es, öffentliche Leistungen durch Informationstechnologie effizienter, kostengünstiger und bürgernah zu erbringen. Weiter wollen die Partner künftige Potenziale elektronischer Verwaltungsdienstleistungen erschließen und auch zusammen vermarkten. Das Modell ist nicht neu, doch in seiner Konsequenz ziemlich einmalig. So gründete Bremen mit der damaligen Debis eine GmbH, die jedoch nur ausgewählte Dienstleistungen anbietet. Im Gegensatz dazu wurde in Leipzig ein komplettes Paket geschnürt. Mit der vollständigen Übernahme der etwa 100 Mitarbeiter der städtischen IuK-Abteilung durch LeCoS wurden nicht nur alle Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen, sondern auch dafür gesorgt, dass das bestehende Wissen der kommunalen IuK-Experten nach wie vor zur Verfügung steht. Weiterer Vorteil: LeCoS kann einerseits das gesamte Vertriebsnetz der IBM nutzen, andererseits können die spezielle Expertise, Produkte und Dienstleistungen von LeCoS auch durch die IBM vermarktet werden. Die Partner versuchen also, mit neuen Konzepten das Projekt auf solide Beine zu stellen. Denn viele Outsourcing-Projekte im kommunalen Bereich sind bisher an der Heterogenität der Verwaltung und den dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten gescheitert. LeCoS und die Stadt Leipzig haben in ihrem Gesellschaftervertrag einen weniger konfliktanfälligen Weg gewählt: Bestandteil des gemeinsamen Vertrages sind Entwicklungsoder Betreuungskontingente, die auf der Grundlage des Ist-Zustandes festgelegt wurden. Dadurch sind die Kosten zu jedem Zeitpunkt klar definiert. Die Stadt kann also den Preis für die Dienstleistung Datenverarbeitung immer auf dem selben Niveau halten, indem sie einfach die zuvor festgelegten Kontingente nicht überschreitet. Neue Projekte oder Dienstleistungen sind für die Le- CoS dann echte Zusatzgeschäfte. Der Aufgabenbereich von LeCoS ist genau festgelegt. Er umfasst die Betreuung der PCs, den Betrieb eines kompletten Rechenzentrums und die Betreuung aller Verfahren. Ausserdem sichert der Dienstleister den gesamten Telekommunikationsbetrieb ab. Im Bereich der großen Verfahren betreut LeCoS die Anwendungsentwicklung und die Entwicklung von Lösungen auf der Basis von Lotus Notes. Dafür hat das Unternehmen ein neues technisches Konzept entwickelt, das ab Sommer 2001 umgesetzt wird. Hierzu gehören unter anderem eine zentrale Administration und der Aufbau von Server-Farmen, um die bestehende, veraltete DV-Landschaft abzulösen. Auch die Wiederbeschaffungszyklen sind vertraglich abgesichert: So liegt der Abschreibungs- und Erneuerungszyklus für PCs beispielsweise bei drei bis vier Jahren. Darüber hinaus sollen im Rahmen der Kooperation innovative IT-Produkte und Dienstleistungen für die elektronische Abwicklung von Verwaltungsprozessen, dem eigentlichen Herz von egovernment, entwickelt werden. Bestandteil hiervon sind unter anderem Services für Branchenportale, branchenspezifische eprocurement Lösungen oder Instrumente für die Online-Verwaltung. In Planung sind auch neue elektronische Bürgerdienste wie das virtuelle Rathaus und Dienstleistungen für umliegende Kommunen. Sensible Daten bleiben Natürlich geht nichts ohne die Einwilligung der Stadtverwaltung. Hierzu wurde innerhalb der Verwaltung eigens eine Abteilung gebildet, die den IT-Einsatz koordiniert und überwacht. Im übrigen besteht zwischen LeCoS und der Stadt ein ganz normales Dienstleistungsverhältnis. Das heißt, die Stadt wird beraten und entscheidet am Ende selbst, welchen Weg sie einschlägt. Außerdem wurde von den beteiligten Partnern ein Aufsichtsrat gegründet, in dem jeweils drei Vertreter der Stadt und der IBM sitzen. Ein weiteres wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist der Zugriff auf sensible Daten. Eine Herausforderung, vor die die öffentlichen Verwaltungen im Hinblick auf die Einführung virtueller Rathäuser, egovernment und ebusiness immer wieder stehen. Um hier Probleme und rechtliche Unsicherheiten von vorn herein zu vermeiden, wurden von Beginn an intensive Gespräche mit dem sächsischen Datenschutzbeauftragten geführt. Mit der Folge, das die Datenbestände höchsten Sicherheitsstandards unterliegen und im Besitz der Stadt verbleiben. Außerdem hat in allen sensiblen Bereichen die Stadtverwaltung eine Aufsichtspflicht gegenüber dem Mitarbeitern von LeCoS. Das Unternehmen betreibt also nicht etwa eigenständig und im Auftrag der Stadt die Datenverarbeitung, sondern stellt nur die dafür notwendigen, aufwändigen IT-Dienstleistungen bereit. mw DER AUTOR Michael Woydich ist Dipl.- Wirtschafts-Ingenieur und seit August 2000 Direktor des Geschäftsbereichs Öffentlicher Dienst Deutschland, Österreich, Schweiz bei der IBM Deutschland GmbH Geoinformationssysteme für Kommunen Luftbildauswertung im Webbrowser DISTA im Detail Überblick. Seit Jahresende liegt die Digitale Stadtgrundkarte (DISTA) für Augsburg vor. Die Verfügbarmachung für die ganze Stadtverwaltung war der nächste Schritt. Die Nutzung der Rauminformation verfolgt das Ziel, die Verwaltung transparenter und schneller zu machen. Um den Einstieg ins e-government zeitnah und mit optimaler Wirkung umzusetzen, entschieden sich die Verantwortlichen im Frühjahr 2001 für den Einsatz des SICAD Internet Map Service. Durch diese Technologie zur Beauskunftung und Präsentation der Geoinformationen im Web ist nun der Zugriff auf die DISTA über alle rund vernetzten Standard-PCs möglich. Der zugriff erfolgt online über einen Standard- Browser. Die ALB-Abfrage, die aus der Verknüpfung der Sachinformationen des Automatisierten Liegenschaftsbuchs (ALB) sowie allen zugehörigen Geoinformationen resultiert, ist die erste Anwendung auf der DISTA. Hier kann der Nutzer wahlweise über den digitalen amtlichen Stadtplan, die Adresse oder aber die Gemarkung und das Flurstück einsteigen. Mit der Benutzerverwaltung WebDD des SICAD-Partnerunternehmens BARAL wird zwischen Standard-Usern und den Zugangsberechtigten für die erweiterte ALB- Abfrage differenziert. Anhand der zwölf thematischen Ebenen im SI- CAD-IMS, welche die verschiedenen Inhalte der DISTA abbilden, kann der Nutzer die für ihn relevanten Informationen selektieren und auf Knopfdruck abrufen. Mit der DISTA sowie deren Online-Verfügbarkeit via SICAD-IMS entfallen in Augsburg die Wege zur Informationsbeschaffung. Bereits die alte analoge Stadtgrundkarte wurde von zahlreichen Fachämtern der Stadtverwaltung sowie verschiedenen externen Anwendern genutzt; über 70 Themenkarten wurden auf dieser Basis abgeleitet. Durch die DISTA eröffnen aber völlig neue Möglichkeiten. Mit DISTA als Raumbezugsbasis können beliebige Fachanwendungen und Rauminformationen digitalisiert und in ein umfassendes Kommunales Rauminformationssystem (KRIS) eingebunden werden. Seit der Implementierung steigen kontinuierlich weitere Nutzer mit ihren bestehenden Fachanwendungen und völlig neuen Einsatzbereichen ein. So markiert die Lösung den Auftakt für digitale Planungübersichten, Stadtbesitzkarten und Bodenrichtwertkarten. Auch Luftbildüberlagerungen oder die graphische Bearbeitung und Darstellung von Schulwegmessungen und Schallemissionen aus dem Straßenverkehr werden möglich. Durch die Zusammenführung bereits bestehender Daten können zudem neue Kartenprodukte generiert werden. Die Verantwortung für die Fachdaten also deren inhaltliche Qualität, Genauigkeit und Aktualität liegt nach wie vor bei den Fachämtern. Diese können sich so auf ihre spezifischen Kernaufgaben konzentrieren, während ihnen das Vermessungsamt die Zusammenführung, Verfügbarmachung und Präsentation als professionelle Dienstleistung anbietet. Nach den jüngsten Erfahrungen von Armin Weser, GIS-Koordinator und Bereichsleiter Geoinformation im Stadtvermessungsamt Augsburg, liegt der Schlüssel für die organische Entwicklung und intensivierte Nutzung der GIS-Lösung im Intranet in deren Offenheit und zwar im Sinne einer offenen Technologie ebenso wie eines offenen Dialoges mit allen bestehenden und neuen Anwendern. Der Bereich Geoinformation des Stadtvermessungsamtes zeichnet Quelle: Sicad Geomatics DARSTELLUNGSOPTION. Die Überlagerung eines Luftbildes mit der DISTA ist nur eine von vielen Möglichkeiten der Informationsgewinnung GOVERNMENT COMPUTING für die Erfassung und Fortführung der DISTA verantwortlich. Mit diesem Kartenwerk verfügt Augsburg über eine dynamische Raumbezugsbasis in einheitlicher digitaler Form. Als technologisches Fundament für den Aufbau, die Haltung sowie die Aktualisierung und Fortführung der digitalen Stadtgrundkarte dient das Geographische Informationssystem SICAD/open. Angesichts eines Datenbestandes von über 4 Miollionen graphischen Objekten ermöglicht diese raumbezogene IT-Lösung das stabile und performante Management der Geoinformationen. Laut GIS-Koordinator Weser entfällt durch die Realisierung der DI- STA die bisher häufige Mehrfachfachhaltung und Mehrfachaktualisierung. Durch unsere digitale Kartenbasis mit ihrer hohen Informationsdichte verfügen alle Nutzer über den besten Wissensstand für die zu treffenden Entscheidungen. mk

9 BRANCHE & INNOVATION GOVERNMENT COMPUTING AUSGABE Amtlicher Druck Die Schreibmaschine ist längst out jetzt kommt die nächste Generation von Druckern und Kopierern: Multifunktionsgeräte. Seite 12 Ehrgeiziges Ziel Mit Kooperationen will SAP den Marktanteil seiner Produkte auch bei kleineren und mittleren Kommunen auf 40 Prozent bringen. Seite 17 Sicherer Zugriff Durchschnittlich 180 Directories nutzen große Organisationen. DirX Meta-Solutions bringen den Überblick. Seite 18 Digitale Zukunft Die elektronische Signatur ist Gesetz und nun? Vier Experten diskutieren die Probleme der praktischen Umsetzung. Seite 19 Microsoft erlaubt Bundestag Zugriff auf Windows-Quellcode Der Blick ins Allerheiligste BRANCHE & INNOVATION Verantwortlicher Redakteur: Gerald Viola Tel / , Fax 0821 / Punktsieg. Die nicht immer objektiv geführte Auseinandersetzung um die anstehende IT-Neuausstattung des Deutschen Bundestags geht in die nächste Runde, nachdem Microsoft nun den Quellcode von Windows offenlegen will. Die Diskussion darüber, ob der Deutsche Bundestag künftig mit Linux-basierten Systemen oder wie gehabt mit Microsoft-Produkten arbeiten solle, wurde in den letzten Wochen immer mit großer Heftigkeit geführt. Bald waren in die Auseinandersetzung auch Politiker und Parlamentarier verwickelt. So forderte der SPD-Abgeordnete und Vorsitzende des Unterausschusses Neue Medien im Ausschuss für Kultur und Medien, Jörg Tauss, den Bundestag zur Microsoft-freien Zone zu erklären. Als Begründung verwies er wie andere Microsoft-Kritiker auch auf die seiner Meinung nach ungenügende Sicherheit der Produkte aus Redmond. Anhänger des Linux-Lagers erklärten ihrerseits immer wieder, dass die freie Software einem marktbeherrschenden Unternehmen gegenüber eine faire Chance haben müsse und forderten den Bundestag auf, die Entscheidung zur IT-Ausstattung seiner Mitarbeiter unter entsprechenden Gesichtspunkten zu treffen. Eine Vorgehensweise, die dem eigentlich Microsoft vorgeworfenen massiven Lobbying nicht ganz unähnlich ist. In dieser Medienschlacht weitgehend unbemerkt blieb, dass der Bundestag bereits am 9. November einem Antrag der SPD und der Grünen zugestimmt hatte, der vorsieht, die Entwicklung von Open Source-Produkten und deren Einsatz in der Öffentlichen Hand politisch zu fördern. Laut diesem Beschluss sollen Open Source-Produkte überall dort eingesetzt werden, wo dadurch Kosten eingespart werden könnten. Verschärft wurde die Situatiion noch durch die Entscheidung der französischen Regierung, ihren nachgeordneten Behörden vorzuschreiben, wann immer möglich Open Source-Produkte einzusetzen. Microsoft sah sich angesicht dieser Entwicklung zusehends mit dem Rücken zur Wand und reagierte mit einem für viele völlig überraschenden Befreiungsschlag das Unternehmen bot dem Deutschen Bundestag den Quellcode zur WEIHNACHTSGABE. Mit der überraschenden Freigabe des Windows-Quellcodes erzielte Microsoft einen überraschenden Sieg nach Punkten Einsicht an. Microsoft wollte damit vor allem denjenigen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die behaupten, in Windows seien etwa mit Diskkeeper Programme verborgen, die die Sicherheit öffentlicher Anwendungen gefährden würden. Von Microsoft hieß es zur Preisgabe des Quellcodes: Vor dem Hintergrund der in verschiedenen Gremien des Deutschen Bundestags geführten Diskussion um angebliche versteckte Funktionalitäten im Windows-Betriebssystem hat Microsoft dem Präsidium und der IuK-Kommisssion des Bundestags sowie dem Bundesministerium des Innern den Zugriff auf den Windows- Quellcode angeboten. Kurt Sibold, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft, erklärte dazu weiter: In der Politik wächst die Forderung nach erhöhter Transparenz im Bereich des Quellcodes, um das Vertrauen der Nutzer in die Integrität der Produkte sicherzustellen. Deshalb ermöglicht Microsoft jetzt auch Regierungsinstitutionen in verstärktem Maße den Zugang zum Windows-Quellcode. Wenn der Bundestag von diesem Angebot Gebrauch machen würde, so Sibold weiter, würde dies auch das Ende vieler unbegründeter Spekulationen bedeuten. Den Kritiker ist das allerdings nicht genug. Sie verweisen nun darauf, dass eine Sichtung des Codes ohnehin wegen seines Umfangs nicht möglich sei. Warum das für den sicher auch nicht kleinen Umfang von Linux nicht gelten soll, wird allerdings verschwiegen. Sieht man einmal von dem Umstand ab, dass dieses Gebaren den Anschein erweckt, als würde einer erfüllten Forderung einfach eine weitere nachgeschoben, scheint es, als hätte Microsoft mit diesem Einwand gerechnet. So verweist der Hersteller ausdrücklich darauf, dass die Lizenzierung des Quellcodes auch Werkzeuge umfasse, mit denen sich der Ablauf der Programmroutinen Schritt für Schritt verfolgen lasse. Hinzu kommt, dass Microsoft mit der Kooperation mit dem österreichischen Innenministerium einen weiteren Punktsieg für sich verbuchen kann. Immerhin verspricht das Ministerium durch die Quellcode-Einsicht eine bessere Reaktion auf die beklagten Sicherheitslücken. Bleibt beim aktuellen Stand der Entwicklung nur zu hoffen, dass die Diskussion künftig weniger emotional geführt wird. Möge der Bessere gewinnen. mk AKTUELL SCHILY SOLL AUF LINUX- SERVER SETZEN Nachdem gelungenen Coup von Microsoft stehen dem Hersteller aber schon wieder Probleme mit der Öffentlichen Hand ins Haus. So soll eine Studie der Berliner Infora Unternehmensberatung GmbH, die diese im Auftrag des Bundesinnenminiseriums durchführte, dem Ministerium empfehlen, die Behörde auf Linux-Server umzustellen. Unter Berücksichtigung von wirtschaftlichkeits- und Nutzwertspekten sei eine gemischte IT-Infrastruktur am sinnvollsten. Von einer Umstellung auf Linux bei den Desktops raten die Autoren der Studie aber vorläufig noch ab. Auf der anderen Seite verlangen einige US-Bundesstaaten, die dem Kompromiss mit Microsoft in den USA nicht zugestimmt haben, dass der Hersteller aus Redmond in seinem Betriebssystem Windows XP wieder Java unterstützt. Darüber hinaus soll die Softwareschmiede seine Office-Suite Linux-kompatibel machen und dazu verpflichtet werden, seine Büro-Anwendungen auch für die Mac-Plattform weiterhin zu produzieren. mk Interview Der Quellcode ist keine Feierabendlektüre Punktsieg. Kurt Sibold, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, überraschte mit der Ankündigung, dem Bundestag eine Einsicht des Quellcodes von Windows zu gestatten. Government Computing sprach mit ihm über die Hintergründe. GovCom: Herr Sibold, inwiefern wurde der Entschluss von Microsoft dem Deutschen Bundestag den Windows-Quellcode offen zu legen, von der Entscheidung der französischen Staatsregierung, wann immer möglich Open Source-Produkte einzusetzen, beeinflusst? Sibold: Das Angebot, unseren Quellcode zu nutzen, existiert ja schon seit geraumer Zeit. Seit Jahren nutzen Unternehmen und akademische Einrichtungen auf der ganzen Welt darunter auch mehrere Universitäten in Deutschland unseren Source Code. Mit der Shared Source-Initiative haben wir vor einigen Monaten sowohl den Umfang des Programms selbst, als auch den Kreis derjenigen, die daran teilnehmen können, erheblich erweitert. Insofern war der Wunsch der Bundestagsverwaltung nach Transparenz unserer Quellcodes für uns verständlich und Ausschlag gebend für dieses Angebot. GovCom: Was wollen Sie gegen den zunehmenden Widerstand, der Microsoft bei den öffentlichen Institutionen entgegenschlägt, unternehmen? Sibold: Als zunehmenden Widerstand würde ich es nicht bezeichnen, dass die technisch und logistisch anspruchsvollsten Projekte der Öffentlichen Hand mehr und mehr auf der Basis von Microsoft- Technologie und mit Microsoft als Projektpartner realisiert werden. Und insgesamt wächst die Zahl der Projekte bei Bund und Ländern derzeit rapid. Dies geschieht aus gutem Grund: Unsere Plattform wird von den meisten IT-Fachleuten in den Behörden als besonders sicher, stabil, flexibel und kostengünstig beurteilt. Natürlich müssen wir bei unseren Behördenkunden genauso viel Argumentationsarbeit also im Sinne von Verkaufen leisten, wie im privaten oder Unternehmens- Sektor. Aber die Tatsache, dass bei öffentlichen Ausschreibungen besonders genau hingesehen wird, hilft uns enorm. Schließlich handelt es sich um den sinnvollen Umgang mit Steuergeldern. Da geht es um Fragen wie: Was bekomme ich für mein Geld, ist das Ganze zukunftssicher, gibt es durch die Einführung Behörden übergreifender Services synergetische Spareffekte und so weiter? Da haben praktische Gründe immer den Vorrang vor ideologischen Überlegungen. GovCom: Wird die Möglichkeit auf den Quellcode zuzugreifen allen EU-Regierungen eingeräumt oder erhalten andere Regierungen den Zugriff nur auf Anfrage? An welche Bedingungen ist die Einsicht des Quellcodes gebunden? Sibold: Prinzipiell hat jede Behörde in der EU auf dieses Programm Zugriff. Aber die Frage ist berechtigt, denn es gibt schon ein paar Voraussetzungen, wie etwa den pfleglichen Umgang damit, die Zusicherung, den Quellcode nicht unautorisiert weiterzugeben. Und natürlich macht das Alles nur Sinn, wenn die entsprechenden Gremien oder Institutionen über die fachliche Qualifikation verfügen, denn Source Code-Listen sind nicht gerade eine entspannende Feierabendlektüre. Deshalb bieten wir in unserem Shared Source-Programm nicht nur den Quelltext selbst an, sondern auch spezielle Werkzeuge und Schulungen, die den Umgang mit dieser Materie vereinfachen. GovCom: Auf welche Personengruppen wird der Zugriff auf den Windows-Quellcode beschränkt und warum? Sibold: Wie gesagt, sinnvoll ist der Source Code nur in der Hand von besonders gut qualifizierten Spezialisten. Den BSE-Test macht ja auch nicht der Endverbraucher auf dem Küchentisch, sondern vertraut im Wesentlichen auf die Empfehlungen der dafür eingesetzten Organe der Länder und der Regierung. Ich kann mir vorstellen, dass das Shared Source-Programm bei der IuK-Kommission des Bundestages und dem BSI als Behörde des Innenministeriums sehr gut aufgehoben ist. GovCom: Das österreichische Bundesinnenministerium erhält als erste europäische Regierungstelle den Quellcode von Windows. Wie hat man in Wien auf den Vorstoß von Microsoft reagiert? Sibold: Es war nicht nur ein Vorstoss seitens Microsoft. Es haben sich hier vielmehr zwei Interessen ideal getroffen. Wir haben unser Angebot für ein Mehr an Transparenz gemacht und das BMI hat sofort auch genügend sinnvolle Möglichkeiten für die Verwendung des Quellcodes gefunden. Das Ministerium erwartet sich durch den Einblick in den Quellcode von Windows XP ein besseres Verständnis bei Sicherheitsfragen, die Netz- und IT-Einrichtungen betreffen. Kunden wie dem Ministerium für Inneres erschließt sich auf diese Weise ein besseres Verständnis für unsere Plattform. So sind sie in der Lage, die Sicherheit ihrer Netze besser zu schützen und Softwareanwendungen individuell anzupassen. GovCom: Welche Erwartungen verbinden Sie mit Ihrer Initiative? Welche Reaktion des Bundestags erwarten Sie? Sibold: Unser Angebot liegt auf dem Tisch und natürlich würden wir uns sehr darüber freuen, wenn der Bundestag davon Gebrauch machen würde. Denn hier liegt für uns die Möglichkeit, die unserer Meinung nach ungerechtfertigten Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und Privatsphäre in unseren Produkten ein für allemal aus dem Weg zu räumen. KURT SIBOLD. Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft GovCom: Kritiker wenden ein, die Offenlegung würde nichts bringen, da eine Sichtung der Millionen von Programmzeilen ohnehin nicht möglich sei. Sie argumentieren, eine bloße Offenlegung sei keine Open Source-Politik. Sibold: Die Open Source-Anhänger bewegen sich mit diesem Einwand auf sehr dünnem Eis, denn die Verfügbarkeit des Quellcodes von zum Beispiel Linux ist eines ihrer eigenen Hauptargumente. Ohne vernünftige Code-Management Werkzeuge haben heute ja schon Programmierer viel kleinerer Projekte enorme Schwierigkeiten, die Übersicht zu behalten. Gerade deswegen haben wir diese Werkzeuge und entsprechende Trainings in unsere Angebote eingearbeitet. Zum zweiten Teil Ihrer Frage: Eine Open Source- Politik im Sinne der GPL wird auch gar nicht von uns angestrebt. Denn wir wollen die Entwicklung unserer Produkte an einem vielfältigen Markt ausrichten, der den privaten Computernutzer, den Power-User und auch hochkarätigen IT-Spezialisten bedient Softwareentwickler oder IT-Firmen allein in Deutschland vertrauen unter anderem auf die Konsistenz der Windows-Plattform, auf deren Basis sie ihre Geschäfte machen. Das Interview führte Manfred Klein

10 12 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT BRANCHE & INNOVATION Modernen Drucker bieten heute weit mehr als in der Vergangenheit und ermöglichen es, kleinere Druckaufträge im Haus zu produzieren. Noch vor einigen Jahren hätte man den Druck einer Broschüre, eines Flyers oder der Visitenkarten an eine Druckerei vergeben müssen. Heute geht es in erster Linie nicht mehr primär um technische Daten und Faktoren wie Seitenleistung, Druckauflösung oder Farbqualität sind fast schon in den Hintergrund gerückt. Was heute im Vordergrund steht, sind Drucklösungen es geht in erster Linie um die Realisierung von Aufgaben in speziellen Systemumgebungen. Die Trends In den vergangenen Jahren waren für die verschiedenen Druckaufgaben im Büro verschiedene Geräte notwendig: Kopierer, Fax, Drucker, Scanner. Doch die Grenzen sind längst aufgeweicht zwischenzeitlich geht der Trend zum Multifunktionsgerät, echte Alleskönner, die sämtliche benötigten Funktionen bereits integriert haben. So gut wie alle Hersteller haben Geräte dieser Art im Sortiment. Nicht vergessen werden dürfen dabei auch der Preisvorteil gegenüber den Einzelkomponenten und die Platzeinsparung. Eine andere Tatsache ist: Der Mensch nimmt seine Umwelt in Farbe wahr. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn farbige Publikationen dem schwarz-weiß Gedruckten den Rang ablaufen. Dies ist auch wissenschaftlich längst untermauert: Farbige Publikationen finden mehr Leser, die Lesegeschwindigkeit wird erhöht und schließlich: Die Verständlichkeit des Textes wird um fast 75 Prozent gesteigert. Schließlich: Der Einzeldrucker am Arbeitsplatz ist out, gefragt sind Netzwerkdrucker, bei denen die Anwendersoftware bereits integriert ist und die sich dadurch auch als Inhouse-Druckereien einsetzen lassen. Auch die Nadeldrucker sind zum langsamen Aussterben verurteilt: Durch intelligente Drucklösungen werden vorgedruckte Formulare, aber auch Durchschläge überflüssig, zudem werden Laserdrucker zunehmend günstiger. Informationsbedarf Printer/Kopier/Weiterverarbeitung Druck in den Amtsstuben Modernisierung. Schreibmaschinen sind in den Ämtern seltener geworden der Computer hat auch hier längst Einzug gehalten. Doch obwohl der Trend hin zur elektronischen Publikatikion geht, ist es bis zum papierlosen Büro noch ein weiter Weg. Daraus resultiert: Gute, leistungsfähige Drucker und Kopierer sind nach wie vor gefragt. Seit Jahren kennt die Fieberkurve für den Informationsbedarf nur einen Weg: den nach oben. Dieser Datenberg muss sinnvoll gesammelt, aber auch archiviert werden und zwingt Hersteller und Anwender dazu, die traditionellen und oft veralteten Arbeitsprozesse neu zu überdenken. In der Vergangenheit war es üblich, zuerst zu drucken und die Informationen anschließend zu verteilen. Der bessere Weg weil billiger und schneller: Zuerst digital verteilen und dann wenn wirklich notwendig drucken. Die heutige Vielfalt an Druckern stellt Kaufentscheider vor zwei wichtige Fragen: Einerseits muss das ideale Gerät für die individuellen Bedürfnisse gefunden werden, andererseits müssen die Druckkosten so gering wie möglich gehalten werden. Zu den relevanten Entscheidungskriterien beim Druckerkauf zählen Anschaffungspreis, Schnelligkeit, Effizienz und Verlässlichkeit. Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob es sich um ein Modell für einen Arbeitsplatz, einen professionellen Drucker für ein Team oder um einen hochleistungsfähigen Netzwerkdrucker für eine Abteilung handelt. Das Hauptaugenmerk bei der Kaufentscheidung muss auf der Produktivität der Nutzer liegen, rät Martin Stolle, Category Manager für monochrome LaserJets bei Hewlett-Packard. Obwohl im Zuge der fortschreitenden Vernetzung immer mehr Informationen hauptsächlich digitaler Natur sind, wächst das Papiervolumen weiter an. Der Grund dafür ist das Leseverhalten der Nutzer: Digitale Informationen werden je nach Bedarf ausgedruckt, um sie in Ruhe zu lesen oder sie mit Notizen ergänzen zu können. Die durchschnittliche Seitenzahl einer ausgedruckten bewegt sich dabei zwischen einer und zwei DIN A4-Seiten. Ausdrucke haben aber eine geringe Halbwertszeit: Nachdem der Nutzer sie gelesen hat, wirft er sie in der Regel nach kurzer Zeit wieder weg. Je geringer also die Kosten sind, um so weniger fallen die weggeworfenen Seiten ins Gewicht. Allerdings ist das Gerät mit dem günstigsten Seitenpreis nicht immer das betriebsgünstigste. Zwar muss der Preis pro Papierseite in die Druckkostenkalkulation einbezogen werden, aber er reflektiert nur einen Bruchteil der Druckkosten. Zieht man leddiglich den Preis pro Seite ins Kalkül, erlaubt dieser Wert allein noch keinerlei verlässliche Aussagen über die gesamten Druckkosten. Bildlich gesprochen machen Hardware und die Zubehör- Kosten nur jenen Teil des Eisbergs aus, der über die Wasseroberfläche ragt, erklärt Martin Stolle. Um bei der Kalkulation der Druckkosten keinen Schiffbruch zu erleiden, muss man also den Eisberg als Ganzes betrachten. Der Preis pro Seite entpuppt sich bei genauer Betrachtung als Variable, die Schwankungen unterworfen ist. Der Grund: Sie hängt selbst von anderen Faktoren ab, wie beispielsweise vom Abstand zum Arbeitsplatz der Mitarbeiter. Geschwindigkeit, Aufwärmzeit oder Fehler durch unsachgemäße Bedienung sind weitere Faktoren, die den geringen Preis pro Seite als alleinigen Garant für günstige Druckkosten ins Reich der Märchen verweisen, so Martin Stolle. Kostentransparenz Was also kostet ein Drucker tatsächlich im Gebrauch und wie setzen sich die Druckkosten zusammen? Eine Studie von Hewlett-Packard kommt zu folgendem Ergebnis: Der Einkaufspreis der Hardware stellt Schwerpunktthema in dieser Ausgabe Drucker & Co. SCHNELL & SAUBER Die Vorteile der neuen Hochleistungsdrucker....Seite 14 BINDEN & HEFTEN Die eigene Hausdruckerei spart Kosten und Zeit....Seite 15 FAX & SCAN Kopieren allein reicht nicht mehr. Multifunktionsgeräte in der Behörde Seite 16 mit 15 Prozent nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten dar, der Total Cost of Ownership (TCO), die während der Lebenszeit eines Druckers anfallen. Mit 30 Prozent schlägt Zubehör wie Papier, Toner, Tintenpatronen oder Versorgungsenergie zu Buche. 25 Prozent entfallen auf Wartung und Services, 20 Prozent auf IT-Support, Schulungen oder Help Desk-Anrufe und immerhin noch zehn Prozent auf Nichtverfügbarkeit. Diese Aufschlüsselung berücksichtigt aber noch nicht den größten Posten der Rechnung: die Mitarbeiterkosten. Trotzdem macht diese Studie deutlich, wo sich Kostenfallen auftun können. Doch gerade weil die Mitarbeiterkosten die höchsten Unternehmenskosten darstellen, müssen sie in eine stimmige Druckkostenkalkulation einbezogen werden, fordert Martin Stolle: Ein Drucker ist eine Maschine, die zu möglichst geringen Kosten etwas herstellen soll. Um diese Kosten zu ermitteln, müssen alle beeinflussenden Faktoren, also auch die Mitarbeiterkosten mit einbezogen werden. Fazit: Ein schneller Arbeitsplatzdrucker mit kurzer Aufwärmzeit ist die kostensparendste Lösung. vio Der Toner ist eine wichtige Komponente im präzise aufeinander abgestimmten Prozess der Druckbilderzeugung. Dabei spielen sowohl elektromagnetische Eigenschaften zur Übertragung des Toners auf die Drucktrommel und schließlich auf das Papier, wie auch mechanische Eigenschaften eine wesentliche Rolle. Viele Druckerhersteller kämpfen in den letzten Jahren mit der sogenannten Tonerpiraterie: Gefälschte Refiller-Produkte werden in der Originalverpackung wieder in den Handel gebracht. Ein wichtiger Anwenderhinweis: Sollten durch ungeeignetee Verbrauchsmaterialien bei Kyocera Mita ECOLaser- Druckern Schäden auftreten, kann der sonst übliche zwei-jährige Garantieanspruch entfallen. Die extrem niedrigen Druckkosten von unter einem Pfennig sowie der ökologische Vorteil der ECO- SYS-Technologie besteht darin, dass die amorphe Siliziumtrommel und Entwicklereinheit langlebige Komponenten sind und Toner das einzige schützende Verbrauchsmaterial darstellt. Folglich ist die richtige Zusammensetzung des Toners enorm wichtig. Falsche Toner sind völlig ungeeignet und können die Lebenszeit mechanischer Teile wie Entwicklereinheit oder Trommel erheblich verkürzen. Die Herstellung des Originaltoners von Kyocera Mita erfolgt nur in Eigenproduktion hierbei kontrollieren und optimieren wir die Tonerqualität ständig. Nur Originaltoner erfüllen alle Anforderungen, um Anwendern auf Dauer die bestmögliche Qualität und Dokumentenechtheit der Ausdrucke zu gewährleisten. Seit 1987 hat der Bundesanstalt für Materialforschung und prüfung (BAM) und die Papier-Technische Stiftung allen Kyocera Mita Seitendruckern in Verbindung mit dem Originaltoner Tonerprüfungszeugnisse zur Dokumentenechtheit ausgestellt. Somit eignen sich unsere Tonerprodukte zum Ausdruck von Urkunden in Behörden und Ämtern. Wir garantieren die in den technischen Spezifikationen angegebene Druckseitenkapazität des Tonerinhaltes (bei 5 % Schwärzung). Ebenso sichern wir zu, dass unsere Toner keine giftigen oder gefährlichen Substanzen enthalten. Details stehen in den Sicherheitsdatenblättern der Druckermodelle. Leere Tonerbehälter und Resttonerbehälter werden im Rahmen unseres Umweltkonzeptes entsorgt. Bereits seit 1991 bietet Kyocera Mita in Deutschland ein kostenfreies Rücknahmesystem für die Verbrauchs und Verpackungsmaterialien an. Ein Anruf genügt und die Entsorgungsbehälter beim Kunden werden innerhalb von fünf Tagen gegen leere getauscht. Fazit: Nur mit Original Toner können Funktion der Drucker sowie Dokumentenechtheit gewährleistet werden. produkte/index.htm umwelt/index.htm THOMAS SCHÄFERS. Leiter Produkt Management, Kyocera Mita Deutschland Das Streitgespräch Originaltoner oder Rebuild-Kartusche Argumente. Druckerhersteller legen Wert darauf, dass in ihren Geräten auch der etwas teurere Toner mit dem eigenen Logo verwendet wird. Government Computing bat zwei Experten um eine Stellungnahme. Um es klar und deutlich zu sagen: Rebuild-Kartuschen sind nicht schlechter als das Original des Druckerherstellers. Dafür bieten sie eine Kostenersparnis von 30 bis 50 Prozent und da kann im Laufe eines Jahres ein schönes Sümmchen zusammen kommen. Diese Aussage gilt ausdrücklich nur für Rebuildkartuschen, nicht aber für Refill-Kartuschen. Refill heißt: Die gebrauchte Kartusche wird ohne Komponentenwechsel einfach nur mit Toner wieder aufgefüllt. Im Drucker kann sie zu erhöhtem Verschleiss und zu schlechten Druckergebnissen führen. Rebuild heißt: Die Kartusche wird demontiert, gereinigt, die Verschleissteile werden ersetzt, Toner wird eingefüllt und in unserem Unternehmen werden dann 50 bis 200 Seiten Testausdrucke gemacht. Nur wenn keine Fehler auftreten, wird die Kartusche an den Kunden ausgeliefert. Das Auswechseln der Verschleissteile erklärt übrigens die Preisunterschiede zwischen Refill und Rebuild- Kartuschen, denn abgesehen von der Arbeitszeit entstehen jeweils Kosten von 30 bis 100 Mark für das Wechseln der Zahnräder, der Fotoleitertrommel, des Abstreifers und gegebenenfalls der Magnetwalze und das Recovery Plate. Wichtig ist darüber hinaus der kompatible Toner. Unsere Lieferanten in Großbritannien haben eigene Entwicklungsabteilungen, die für jeden Laserprinter eigene Tonerformulierungen herstellen. Gerade durch diese Spezialmischungen haben in den USA die Recycling-Kartuschen mittlerweile einen Marktanteil von 35 bis 40 Prozent, während der Anteil in der Bundesrepublik derzeit bei etwa 5 bis 10 Prozent liegen dürfte Tendenz steigend. Natürlich sind die Druckerhersteller von der Entwicklung nicht begeistert, denn in den Zeiten knapper Hardwaremargen versucht man natürlich, diese Margenverluste über die Verbrauchsmaterialien wieder zu egalisieren. An der Qualität der Recycling-Kartuschen zweifeln Printer-Hersteller übrigens auch nicht mehr. Ein großer Produzent hat seine Garantiebedingungen angepasst. Die Gewährleistung erlischt nur, falls eine Kartusche zum Defekt geführt hat. Qualitäts-Recycler unterhalten für diese Fälle eine Versicherung. In zehn Jahren musste diese Versicherung bei uns ein einziges Mal einspringen. Leider macht uns vor allem das Nichtwissen um den Unterschied zwischen Rebuild und Refill die Geschäfte mit der Öffentlichen Hand sehr schwer. Die billigsten Angebote können hier natürlich von den Refillern gemacht werden, und bei Beanstandungen kommt dann auch unsere Branche durch diese Refill- Produkte in Mißkredit. Einen Ausweg sehe ich nur darin, dass bei den Ausschreibungen von den Verantwortlichen der Austausch der Verschleisskomponenten gefordert wird. WOLFGANG HULBERT. Verantwortlich für die Produktion bei Hulbert & Schlosser GbR Toner-Refill

11 14 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT BRANCHE & INNOVATION Drucker im Überblick Schnell wirtschaftlich sauber Flexibilität. Im Vordergrund stehen bei den Druckern aller Hersteller heute die Produktivität der Anwender, die Integration in bereits bestehende Arbeitsprozesse und ein einfacher, zuverlässiger Betrieb bei gleichzeitig niedrigen Gesamtkosten. Als tägliches Werkzeug muss das Gerät darüber hinaus leicht zu bedienen sein. Die Arbeitswelt ist einem rasanten Wandel unterworfen, traditionelle Strukturen werden aufgebrochen und das Internet erobert das private Umfeld ebenso schnell wie die geschäftlichen Prozesse. Mit dem Wandel wird das bedruckte Papier nicht verdrängt, sondern nur anders genutzt. Papier ist effizient, da Inhalte einfach zu lesen und gut zu verstehen sind. Etwas Schwarz auf Weiß zu haben, überzeugt auch heute immer noch mehr als die Informationen auf dem Bildschirm. Allerdings geht der Trend weg vom Ausdruck beim Absender einer Information hin zum Drucken beim Empfänger. Briefe, Berichte, Pläne, Präsentationen oder Traininigsunterlagen werden als empfangen oder im Web kommuniziert und selektiv ausgedruckt. Damit verbindet sich der Vorteil der Lesbarkeit und Überzeugungskraft des Mediums Papier mit der Aktualität der digitalen Kommunikation. Zudem werden die Anwender wesentlich flexibler. vio Hewlett-Packard Kyocera Mita Ricoh Das All Inclusive Package von Hewlett-Packard macht Sinn: Verwaltungen haben zukünftig die Möglichkeit, die neuen monochromen Netzwerkdrucker und das HP- Supportpack in einer Box zu erwerben. Das hat den Vorteil, dass die Kunden die Gewährleistung nicht mehr zusätzlich einkaufen müssen, wie dies beim Kauf von Druckern bisher üblich ist. Das HP-Supportpack hat eine Laufzeit von drei Jahren und deckt alle anfallenden Service-Kosten. Mit diesem All Inclusive Package-Modell unterstreicht Hewlett-Packard seine Kompetenz als bedürfnisgerechter Dienstleister. Im All Inclusive Package liegt den HP Laserjets 4100 direkt in der Verpackung der Support-Vertrag und eine Registrierungskarte bei. Sobald der Kunde diese ausgefüllt eingesandt hat, bekommt er in den Hardware-Support, der den Unternehmen die Sicherheit minimaler Ausfallzeiten und transparenter Kosten bietet. Bei Schwierigkeiten ist eine umgehende Beratung per Hotline möglich, sollte der Schaden größer sein, ist am anderen Tag der Servicetechniker vor Ort. Das All Inclusive Package umfasst Einzelteile ebenso wie die Arbeitsstunden und Reisekosten der HP-Techniker. Auf diese Weise profitieren Behörden von einer größeren Produktivität ihres Laserdruckers und haben die Gewissheit, die Druckleistung voll ausschöpfen zu können. Der Arbeitsplatzdrucker FS-1050 von Kyocera Mita druckt in einer Qualität von dpi und verfügt über eine Vielzahl von neuen Leistungsmerkmalen, die bisher lediglich Teamdrucker aufwiesen. So ist der Druckercontroller des FS standardmäßig mit einem integrierten 200 MHz schnellen PowerPC Risc Prozessor ausgestattet. Das Gerät verfügt über ein gut sichtbares LCD-Display, eine USBsowie eine parallele Schnittstelle. Optional kann eine serielle oder Netzwerk-Schnittstelle nachgerüstet werden. Darüber hinaus kann der FS-1050 auf einer optionalen CompactFlash-Karte bis zu 16 MB speichern. Durch eine Speichererweiterung auf insgesamt 144 MB lässt sich eine schnelle RAM-Disk einrichten, in der Druckerdaten temporär gespeichert werden können. Das Gerät ist mit einer 250-Blatt-Universalkassette ausgestattet, die unterschiedliche Formate wie A4, A5, B5, Letter, Legal sowie das universelle Format Custom ( g/m 2 ) unterstützt. Der Drucker verfügt mit der Universalzufuhr standardmäßig über einen Papiervorrat von 300 Blatt, auf den man aus zwei unabhängig zu steuernden Papierzuführungen zugreifen kann. Der Drucker unterstützt zudem den manuellen Duplexdruck. Ein Netviewer ermöglicht eine einfache Überwachung und Steuerung des FS-1050 sowie der im Netz zu verwaltenden Geräte. Durch zahlreiche Emulationen wie beispielsweise HP Laserjet (PCL 6 und Postscript II) sind auch verschiedene Systemumgebungen kein Problem. Wenn man der Aussage von Ricoh glauben darf, dann ist der Ricoh Aficio AP3800C der schnellste Farblaserdrucker der Welt und setzt mit 28 Seiten pro Minute neue Maßstäbe im Farbdruck. Sein Rekordtempo resultiert aus dem Zusammenspiel der Hochgeschwindigkeitsdruckeinheit und dem Controller. Darüber hinaus unterstützt das Gerät den Netzwerkbetrieb und bietet diverse Endverarbeitungsfunktionen. Für den brillanten Farbdruck sorgt das Tandem-Trommelsystem, bei dem vier linear angebrachte Fotorezeptoren die einzelnen Farben in Folge drucken. Benutzerspezifische Anforderungen deckt der Aficio AP3800C auch bei der Dokumentenzufuhr und der Weiterverarbeitung ab. Er bietet eine Duplexfunktion und verarbeitet Formate von A6 bis zum A3- Überformat. Verschiedene Magazine, darunter ein Großraummagazin für Blatt, halten eine Gesamtkapazität von bis zu Blatt vorrätig. Für die professionelle Endverarbeitung im hochvolumigen Bereich stehen optional Heft- und Lochereinheiten zur Verfügung. Eine Mailbox mit vier Fächern erlaubt es, die fertigen Drucksätze nach Anwendern zu sortieren. Das neue Druckermodell wurde speziell auf den Einsatz in Netzwerken zugeschnitten. Es erlaubt nicht nur die Steuerung weiterer Ausgabeeinheiten im Netz sowie eine plattformunabhängige Druckauftragskontrolle, sondern unterstützt auch neueste Schnittstellentechnologien wie EE1394 (Fire Wire). OKI Lexmark Minolta Die Firma OKI will mit dem OKI- Office neue Akzente bei multifunktionalen Systemen setzen. Galten Übertragungszeiten von drei Sekunden für eine Standardseite bisher als ausgezeichnetes Attribut eines Abteilungsgerätes, so schafft OKI mit dem neuen System den Leistungstransfer in die Kompaktklasse. Sehr gut dimensioniert ist auch der für 130 Seiten ausgelegte Sende- und Empangsspeicher von zwei MB Dual Access, die parallele Vorbereitung neuer Faxaufträge, während bereits laufende Arbeitsgänge noch abgewickelt werden. Die automatische Fehlerkorrektur ECM (Error Correction Mode) und die 100-Blatt-Papierkassette prägen die neue Produktära. Zusammen mit der Unimessage Software wird nicht nur die Faxfunktionalität vom PC aus vollständig abgebildet, sondern auch die Kopier-, Scann- und Druckerfunktionen erhalten damit einen Mehrwert. So kann beispielsweise durch die OCR-Funktion gescanntes Textmaterial in weiterverarbeitungsfähige Dokumente umgewandelt werden. Die Kopiergeschwindigkeit von acht Kopien pro Minute sowie die Möglichkeit der Vergrößerung oder der Verkleinerung sind speziell auf den Bedarf im dezentralen Büroeinsatz abgestimmt. Für Sparsamkeit im Unterhalt sorgt neben der minimalen Leistungsaufnahme von unter 0,5 Watt im Standby-Modus auch die Möglichkeit, die Tonereinheit getrennt von der Bildtrommel zu erneuern. Strom- und Verbrauchsmaterialkosten liegen somit auf niedrigstem Niveau. Die spezielle OKI-Technologie sorgt für Wirtschaftlichkeitsperfomance. Mit dem W820 stellt Lexmark einen neuen A3-Arbeitsgruppendrucker vor, der bis zu 45 Seiten pro Minute druckt. Gerade in Abteilungen, die zwischen großen Druckaufträgen auch einzelne Seiten drucken, reduziert die kurze Zeit bis zur Ausgabe der ersten Seite die Wartezeit an den Druckern. Durch die umfangreichen Finishing- und Papierhandhabungs-Optionen können Arbeitsgruppen ihre Dokumente in A3 und A4 jetzt noch effizienter und schneller erstellen. Der 350- MHz-Prozessor sorgt für die schnelle Druckaufbereitung. So können beispielsweise Mailings und andere Produktionen mit wechselnden Daten in hoher Druckgeschwindigkeit erstellt werden. Beim Einsatz in mittleren bis großen Abteilungen zeigt der Drucker bei umfangreichen Druckaufträgen seine Stärken. Für die zügige Verarbeitung stehen umfangreiche Finishing-Optionen, wie mehrere Heftpositionen, Funktionen zum Lochen (4-fach-Lochung) und Offset-Stapeln zur Verfügung. Mit bis zu sechs Zuführungen kann eine ganze Abteilung die unterschiedlichsten Dokumente drucken: Briefbogen Seite eins und Seite zwei, Standard- oder farbiges Papier, A3- Papier, aber auch Etiketten und Folien, ohne ständig das Papier wechseln zu müssen. Die Zuführung, die für bis zu Blatt ausgelegt ist, vereinfacht die Verarbeitung großer Druckvolumen erheblich. Der Lexmark W820 druckt mit einer Auflösung von 600 x 600 dpi Texte gestochen scharf. Für den Ausdruck von Bildern und Grafiken steht außerdem der IQ-Bildqualitätsmodus zur Verfügung. Auch Minolta stellt mit seinen Systemen CF1501 und CF2001 eine interessante Alternative für die Produktion von Farbseiten vor. Die Systeme werden mit Hilfe einer Output-Analyse durch Minolta individuell an die Bedürfnisse des jeweiligen Büros angepasst. Entscheidende Faktoren sind dabei der Bedarf an Schwarz-weiß- und Farbdokumenten. Ist das Outputvolumen entsprechend hoch, amortisiert sich das Minolta-System in relativ kurzer Zeit. Der Preis für eine Farbseite liegt in diesem Fall bei rund 0,20 Mark. Bei der von Minolta entwickelten Tandem-Techologie sind Papierweg und Druckbilderzeugung voneinander getrennt. Bis zu 20 Farbseiten pro Minute werden so produziert. Das CYMK-Tonerbild wird in den vier Grundfarben des Farb- Outputs auf ein Transferband übertragen, bevor es auf das Papier gebracht wird. Transferband und Papierweg sind unabhängig voneinander und berühren sich nur einmal zur Übertragung des Tonerbildes. Die beiden Minolta-Systeme können aber nicht nur als Netzwerkdrucker, sondern auch als Kopierer und Scanner eingesetzt werden und unterscheiden automatisch zwischen Schwarz-weiß und Farbe. Zahlreiche Funktionen wie Lochen, Sortieren und Heften vervollständen den Auftritt als Allrounder. Die LED- Einheiten, mit denen die Bildtrommeln belichtet werden, sind gegenüber äußeren Einflüssen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit relativ unempfindlich und verwenden keine beweglichen Teile.

12 BRANCHE & INNOVATION SCHWERPUNKT GOVERNMENT COMPUTING Xerox Document Binder 120 Mit dem Xerox Document Binder ist es möglich, in zwei Minuten das erste fertige Exemplar von professionell gebundenen Dokumenten in Händen zu halten. Im Online-Betrieb arbeitet dieses Gerät mit verschiedenen Xerox-Kopiersystemen und unterstützt die Kopiergeschwindigkeit der angeschlossenen Systeme in vollem Umfang. Der Einsatz im Offline-Betrieb ist ebenfalls möglich. Nach dem Kopieren werden die Dokumente im Format DIN A4 durch eine Thermo-Klebebindung verarbeitet. Für den guten Eindruck bieter der Xerox Docoment Binder 120 allen Hausdruckereien, CopyShops oder Abteilungen neue Verfahren. So ist es nun möglich, vor Ort einfach und schnell zu produzieren. Egal, ob Angebotsmappen, Quartalsberichte, Schulungsunterlagen oder Präsentationsmappen die Fertigung muss nicht mehr extern vergeben werden. Dadurch spart man Zeit und natürlich auch Kosten, zudem sind die Weiterverarbeitung Dokumente aus der Hausdruckerei Inhouse. Mit modernen Technologien können Dienstanweisungen oder Handbücher direkt im Amt erstellt werden. Das ist sinnvoll, wenn sich die Inhalte häufig ändern. Denn mit der eigenen, kleinen Hausdruckerei kann auf derartige Anforderungen schnell und flexibel reagiert werden. Darüber hinaus ist man nicht von aktuelle Kapazitäten der Druckerei abhängig. Für die Ausstattung der Kopierer und der weiteren benötigten Geräte ist es unumgänglich, sich schon im Vorfeld Gedanken über das Endprodukt zu machen, denn wenn gefaltete Broschüren hergestellt werden sollen, empfiehlt sich die Investition in einen A3-fähigen Kopierer oder Drucker. Auch wird dann meist eine zusätzliche Falzeinrichtung benötigt. Zudem ist für den Kopierer Dokumente ohne Umwege immer auf den aktuellsten Stand. Standardmäßig gibt es für den Xerox Document Binder 120 eine große Auswahl an Bindemappen: viele Farben, diverse Materialien und Rückenstärken von 1,5 bis 14 Millimetern. So ist für fast jeden Gebrauch die richtige Mappe erhältlich. Das Gerät ist mit zwei Behältern für jeweils 150 Bindemappen ausgestattet. Nachgeladen wird während des Bindevorgangs, das heisst, die Produktion muss nicht unterbrochen werden. Gebunden werden Bücher mit einer Stärke bis 120 Blatt. Fehlende Seiten lassen sich später manuell einfügen. Die Thermobindung selbst ist geruchlos und sauber. Es finden sich keine Klebstoffreste an den fertigen Seiten oder Bindemappen und ein Beschneiden der Seiten nach dem Bindevorgang ist nicht nötig. Das Aussehen ist durchaus mit einem Buch vergleichbar und selbst bei häufigem Gebrauch lösen sich die gebundenen Dokumente nicht auf. Passend zu den Bindemappen bietet Xerox übrigens auch eine Auswahl aus verschiedenen Deckblättern, die mit diversen Motiven bedruckt sind. Auch die Bedienung ist relativ der Anschluss einer weiteren Papierzuführung meistens sinnvoll, um für Deckblätter andere Papiersorten einsetzen zu können. Sollen die Broschüren geheftet oder gebunden werden? Diese Frage muss im Vorfeld beantwortet werden, damit beim Kauf keine Fehlentscheidung getroffen wird. einfach: Ausgestattet mit zwei gut lesbaren 40-Zeichen Displays unter anderem mit einem Gerätediagramm wird man Schritt für Schritt durch das Programm geführt. Das Ausgabefach fasst bis zu 100 Bücher. Die Aufnahmekapazität ist abhängig von der Rückenstärke der Bücher. Der Anwender wird rechtzeigtig durch einen Signalton darauf aufmerksam Und zudem entscheidet letztlich die Anzahl der produzierten Drucksachen darüber, ob man mit einer Anzahl unterschiedlicher Einzelgeräte für die verschiedenen Funktionen besser fährt, oder eine Maschine hinter den Kopierer stellt, die eine Vielzahl der Dienstleistungen erbringen kann. vio gemacht, dass die Aufnahmekapzität erreicht ist. Falls ein Kunde mit einem Xerox- Produkt nicht zufrieden ist, kann er dieses kostenlos gegen ein anderes Xerox-Produkt gleichen Tpys und Alters austauschen. Die Garantie gilt drei Jahre ab Neuinstallation, sofern beim Kauf ein Wartungsvertrag abgeschlossen wurde. AKTUELL AUTOS MIT AUSDRUCK Die Pentax Technologies Corporation verzeichnet nach eigenen Angaben seit der Markteinführung vor einem Jahr stark wachsende Umsätze mit dem Pentax PocketJet, einer portablen Lösung für den Thermodirektdruck in Fahrzeugen. Vor allem Außendienstler, Techniker und Polizeibeamte bevorzugen im Behördenbereich die mobilen Druckmöglichkeiten. Die Absatzsteigerung führt General Manager Martin Mogendorff vor allem darauf zurück, dass das Set an ganz spezifische Anforderungen in Fahrzeugen angepasst werden kann. Das Standardset wurde für Einsatzbereiche entwickelt, bei denen sowohl im Fahrzeug wie auch vor Ort gedruckt wird. Das benutzerdefinierte Set wurde den spezifischen Anforderungen von Streifenpolizisten angepasst, die nur im Fahrzeug drucken. vio RECYCLINGPAPIER Die Qualität von Recyclingpapier mit dem blauen Umweltengel lässt nichts zu wünschen übrig. Das ergab eine vom Öko-Institut herausgegebene Studie Einsatz von Recyclingpapier im Bürobereich, bei der die Praxiserfahrungen von sechs Großunternehmen ausgewertet wurden. Recyclingpapier sei fast genauso weiß wie Frischfaserpapier, die Reißfestigkeit und Lichtbeständigkeit wurde enorm verbessert, seine Schwermetallbelastung liege weit unter den Grenzwerten. vio ACCURAT DER NAME VERPFLICHTET Entgeltabrechnung mit ACCURAT Multipers, PAISY, SAP R/3 Outsourcing (Teil-, Full-Service) Personalinformationssystem ACCURAT Office Application Service Providing Branchentemplates (branchenspezifische Entgeltabrechnung) Als Tochter der AC-Service AG, einem international tätigen IT-Unternehmen, wickeln wir monatlich über Entgeltabrechnungen für ca Kunden ab. Erfahrung, Know-how und vorgenerierte Lösungen für Ihre Branche machen uns zu einem zuverlässigen Partner. Als einer der führenden Abrechnungsdienstleister Deutschlands fühlen wir uns verpflichtet zu halten, was unser Name verspricht. ACCURAT: pünktlich, korrekt und diskret. Telefon ACCURAT o , Internet: Ein Geschäftsbereich der AC-Gruppe.

13 16 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT BRANCHE & INNOVATION Kopierer im Überblick Vervielfältigen ist nicht genug Multifunktional. Die digitale Revolution hat auch die Technik von Kopiergeräten stark beeinflußt. Top- Qualität in schwarz-weiß und Farbe sowie viele sinnvolle Zusatzfunktionen sind dadurch möglich geworden. Das Ergebnis sind multifunktionale Kopier- und Drucksysteme, die verschiedensten Anforderungen gerecht werden. Er ist aus dem Büro nicht mehr wegzudenken: Der Kopierer. Längst haben sich diese Geräte ihren festen Platz in jeder Grundausstattung erobert allen Prophezeiungen des papierlosen Büros zum Trotz. Tatsächlich steigt aber der Kopierbedarf stetig und ständig. Dabei wachsen auch noch die Anforderungen, die von den Anwendern an diese Geräte gestellt werden. Verschiedene Hersteller tragen dieser Tatsache Rechnung und haben Kopiergeräte entwickelt, die einer Vielzahl von Anforderungen im Büro und in der Abteilung gewachsen sind, und die sich vor allemdurch Robustheit im täglichen Betrieb auszeichnen. Mit den entsprechenden Geräten wird den Mitarbeitern in der Öffentlichen Verwaltung die tägliche Arbeit wesentlich erleichtert. Denn durch schnellere Verarbeitung gerade von Massendokumenten können diese effektiver in die verschiedenen Abteilungen oder direkt zum Bürger geliefert werden. vio Xerox Toshiba Konica Vorreiter im Bereich des Kopierens war zweifelsohne die Firma Xerox. Deren neue Serie von Hochleistungssystemen nennt sich Xerox Gerade die Anwender mit hohem Auftragsaufkommen, die also Jobs mit einer großen Auflagenhöhe realisieren müssen, profitieren ganz besonders von diesen Hochleistungskopierern mit ihrer Ausgabegeschwindigkeit von 120 Seite pro Minute, verspricht der Hersteller seinen Kunden. Zahlreiche Organisationen sind im Bereich der Erstellung von Dokumenten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen konfrontiert: unterschiedliche Vorlagen, Berichte mit Deck- und Registrierblättern, Präsentationen, verschiedene Materialien oder Produktund Schulungshandbücher, die geheftet oder gebunden werden müssen. Der Xerox 5900 erledigt solche Aufträge ohne Unterbrechung in einem einzigen Arbeitsgang. Die einzelnen Aufräge lassen sich über einen bedienerfreundlichen Farbmonitor programmieren. Mit dem optional erhältlichen Paginator ist es möglich, Seitenzahlen und Kurztitelangaben in die Dokumente einzufügen. Dies ist besonders interessant bei Referenz- oder vertraulichen Dokumenten. Der Xerox Imposer erweitert den Xerox 5900i um drei zusätzliche Fächer für noch eine größere Flexibilität in der Endfertigung. Eine Verarbeitung von 150 Vorlagen in einem einzigen Durchlauf ist für diese Geräteklasse kein Problem. Bereits auf der CeBit 2001 prästentierte Toshiba die beiden Geräte Document Manager e-studio 35 und 45. Die multifunktionalen Geräte sind Drucker, Kopierer und Fax in einem. Auch der -verkehr lässt sich über die beiden Alleskönner abwickeln. Mit 35 oder 45 Seiten pro Minute und einer Auflösung von mal 600 dpi eignen sie sich besonders für den Einsatz als multifunktionales Abteilungs system für vielfältige Anwendungsbereiche. Die verschiedenen Funktionen lassen sich modular aufrüsten und können dem Bedarf der Anwender angepasst werden, so dass auch die Investitionssicherheit gewährleistet ist. Die erste Seite liegt bereits nach 3,6 Sekunden vor. Die Aufwärmzeit liegt bei 30 Sekunden und die maximal fünffache Papierversorgung sorgt für den permanenten Nachschub. Die vier Papierkassetten fassen insgesamt Blatt. Zusätzlich lassen sich weitere hundert Blatt über den Direkteinzug zuführen. In der elektronischen Warteschlange können bis zu fünf Kopieraufträge gleichzeitig bearbeitet werden. Ebenso bietet die 4,3 GB-Festplatte genügend Platz für weitere Jobs. Bis zu 24 Dokumente mit je 100 Seiten können hier gespeichert und jederzeit abgerufen werden. So lassen sich umfangreiche Veröffentlichungen, die einmal eingescannt wurden, erneut ausdrucken. Hausdruckereien fordern zwischenzeitlich verstärkt sinnvolle Varianten zur Endverarbeitung. Eine hohe Produktivität garantiert das digitale Kopier- und Drucksystem Konica 7165 mit einer Geschwindigkeit von 65 DIN A4-Seiten pro Minute. Durch seinen 64 MB-Speicher bietet das Gerät im Kopiermodus die Möglichkeit, bis zu 175 Seiten einzuscannen und anschließend abarbeiten zu lassen. Ist der erste Kopierjob im Speicher, können darüber hinaus noch vier weitere reserviert und im Anschluss produziert werden. Damit kann eine optimale Auslastung der Maschine erzielt werden. Sollte mitten in der Arbeit der Toner zu Neige gehen, kann während der Produktion ohne Unterbrechung nachgefüllt werden. Konica nennt das Toner Loading on the fly. Bereits im Kopiermodus sind Funktionen wie die Broschürenfertigung nutzbar, doch die gesamte Palette der Funktionalität wird erreicht, wenn das digitale Kopiersystem im Netzwerk eingebunden und auch als Drucker benutzt wird. Hierzu ist der Printcontroller IP-511 mit dem Document Production System lieferbar. Der PCL-Controller kann optional auch mit PostScript arbeiten. Aus der Anbindung an das Netzwerk mit dem Printcontroller IP-511 ergibt sich ferner die Möglichkeit, das digitale Kopier- und Drucksystem als Scanner zu nuzten. Ricoh Canon Lexmark Mehr Effizienz in der Abwicklung großformatiger Druckaufträge professioneller Anwender bieten die neuen Ricoh-Kopiersysteme FW770 und FW780, die jetzt in den Markt eingeführt werden. Mit ihrem Leistungsspektrum werden die Nachfolger der Ricoh-Großformatkopierer FW750 und FW760 den vielschichtigen Anforderungen im Entwicklungs-, Architektur- und Designbereich gerecht. Die Ricoh-Systeme sind einfach zu bedienen und verarbeiten Formate bis DIN A0. Dank der Kompaktbauweise lassen sich die Großformatkopierer bei Bedarf auch in der Raummitte eines Büros platzieren in der Nähe des jeweiligen Arbeitsbereiches. Dirk Bader, Gruppenleiter Produkt Marketing s/w: Mit beiden Modellen erledigen Anwender selbst komplexe Kopieraufgaben bis zum A0-Format einfach und bequem. Beide Geräte überzeugen mit einer Ausgabeleistung von 3, 6 Metern pro Minute und einer Aufwärmzeit unter drei Minuten. Beide Ricoh-Systeme erreichen mit vierzehn Helligkeitsabstufungen sehr gute Druckergebnisse. Zur weiteren Qualitätsoptimierung trägt ausserdem ein speziell entwickeltes Tonersystem bei, das eine Feindosierung des Toners auf die jeweilige Papierqualität abstimmt. Nach Aussage des Unternehmens markiert der ir5000 den Anfang einer neuen Generation digitaler Systeme von Canon und stellt den Eintritt in ein neues Produktkonzept dar. Als Komplettlösung für das Drucken (Network Imaging) und Kopieren (Local Imaging) kam er im vergangenen Oktober auf den Markt. Herzstücke des ir5000 sind der Image Server und der OneChip-Controller. Der Image Server besteht aus einem 128 MB RAM-Arbeitsspeicher und einer 5,1 GB-Festplatte. Als zentrales Speicher- und Steuermedium gewährleistet er unter anderem das Verwalten und Steuern aller Kopier-, Druck- und Sendejobs sowie das Kombinieren von verschiedenen Daten oder Dateiformaten untereinander. Eine weitere nennenswerte Funktion ist das Bereitstellen und Verwalten von persönlichen Mailboxen. Der ir5000 überzeugt durch Schnelligkeit: 50 DIN A4- oder 30 DIN A3-Seiten druckt das Gerät in der Minute. Zur Verfügung stehen ihm dafür Blatt Papier. Als Netzwerksystem lassen sich auch die Finishing-Funktionen des ir5000 vom Arbeitsplatz per Mausklick steuern. Vom Zuordnen über das Falzen bis hin zum Heften von kompletten Broschüren werden alle Jobs auf Wunsch des Anwenders fertiggestellt. Eine weitere Arbeitserleichterung: Sogar das automatische Lochen kann programmiert werden. Der Lexmark X7500 verfügt über umfangreiche Kopierfunktionen, auf die der Anwender so der Hersteller einfach und bequem über das Touch-Screen-Panel zugreifen kann. Funktionen wie Heftrandverschiebung, Randlöschung, Broschürenmodus, Vergrößerung und Verkleinerung sowie ein Zoombereich von 25 bis 400 Prozent erleichtern die sinnvolle Verarbeitung der Unterlagen. Darüber hinaus ermöglicht die multifunktionale Erweiterung die Bearbeitung von Unterlagen bis zum Format DIN A3. Da die Abdeckung des Vorlagenglases mit einem zweiten Gelenk versehen ist, kann bei Auflage eines Buches oder dickeren Originals die Abdeckung dennoch problemlos geschlossen werden. So ist die beste Kopierqualität auch bei umfangreicheren Unterlagen gewährleistet. Die Bedienung ist so gestaltet, dass der Anwender intuitiv durch die veschiedenen Ebenen geführt wird. So können sich temporäre, aber auch permanente Scan-Profile unmittelbar über das Touch Screen- Panel ausgewählen lassen. Die virtuelle alphanumerische Tastatur erlaubt es darüber hinaus, die - Adressen direkt am Kopiergerät einzugeben. Für die richtige Verbindung zum Basisdrucker sorgt die integrierte Fast Ethernet 10/100Base TX-Schnittstelle. Der Lexmark X7500 verfügt über einen eigenen 350-MHz-Prozessor, 128 MB Speicher und ist mit einer eigenen integrierten Festplatte ausgestattet.

14 BRANCHE & INNOVATION MARKT & TRENDS GOVERNMENT COMPUTING Strategie. Das Ziel ist fest vorgegeben : SAP will bis 2006 einen Marktanteil von mindestens 40 Prozent bei kleinen und mittelgroßen Kommunen erreichen. Auf zwei Wegen soll der Durchbruch geschafft werden. H.R. Software Kooperationen sollen Marktanteile erobern SAP will endlich die Kommunen knacken Der jüngste Coup: Kommunen und Landkreise in Niedersachsen und Sachsen- Anhalt können über den ASP-Vertrag mit der KSN (Kommunales Systemhaus Niedersachsen) und deren Gesellschafter SAP-Projekte realisieren. Der bundesweit erste Vertrag im Application Service Providing (ASP) begründet eine Zusammenarbeit in Vertrieb, Marketing und Projektdurchführung. Der Hintergrund: Während SAP in Deutschland mit der Branchenlösung mysap Public Sector bei nahezu 50 Prozent der Kommunen über Einwohner präsent ist, soll nun die SAP-Lösung auch für mittlere und kleine Kommunen attraktiv gemacht werden. Diese Strategie der SAP zielt auf eine Allianz mit kommunalen Rechenzentren. Thomas Schild, Marketing Public Services: Die Kooperation mit der KSN ist ein erster Meilenstein in diesem Marktsegment. Durch dieses Softwaremietmodell können Kunden kostengünstig und ohne großen finanziellen und administrativen Aufwand SAP-Projekte initiieren. Die Zusammenarbeit der KSN mit der PriceWaterhouse- Coopers Unternehmensberatung soll Synergieeffekte wecken, die effiziente, zeitnahe und kostengünstige Einführungen der SAP-Lösungen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ermöglichen. Thomas Schild unterstreicht: Darüber hinaus partizipieren die Kunden durch die Zusammenarbeit der KSN mit der Datenzentrale Baden-Württemberg an Praxiserfahrungen. Stadt Braunschweig setzt Personalmanagementsystem ein Die rund Personalfälle der Stadt Braunschweig werden seit Herbst mit dem Personalmanagement System Best!InfoPlan von H.R. Software bearbeitet. Wir haben uns für Best!Info- Plan entschieden, weil das System benutzerfreundlich ist und sich sehr gut unseren Anforderungen anpassen lässt, sagt Maik Jäger, TuI-Koordinator des Personalamtes der Stadt Braunschweig. Das webbasierte Personalmanagementsystem des Düsseldorfer Unternehmens wurde speziell für die Öffentliche Verwaltung und das Gesundheitswesen entwickelt. Best!InfoPlan umfasst die Module Personalwirtschaft, Stellenwirtschaft, Personalkostenplanung, Workflow und Berichtswesen. Die Umstellung fand im Rahmen einer Verwaltungsreform statt. Die Software schafft Transparenz in den Organisationsstrukturen und ermöglicht neben der aktuellen Einschätzung des Mitarbeiterpotenzials auch die gezielte Planung von Personalentwicklungsmaßnahmen. Die individuellen Analysen und Berichte lassen sich aus der Personaldatenbank bedienerfreundlich erstellen, Kapazitäten können geplant und Weiterbildungsbedarf ermittelt werden. Ergebnisse lassen sich anschaulich durch Organigramme darstellen. Berichtssysteme oder eine Kalenderfunktion sind zusätzliche Features des Programms. vio BÜNDNIS. Egon Hartmann (SAP SI), Lars Landwerkamp (All for One) und Karl-Josef Errens (ivl) unterzeichneten den Vertrag Der zweite Versuch die Kommunen zu knacken ist die Zusammenarbeit zwischen All for One, SAP SI und ivl. Hier wurde anläßlich des SAP-Kongresses Kommunalverwaltungen der gemeinsame Vertrieb der Branchenlösung SAP.readytowork- Smart Solution vertraglich fixiert. Mit regionalen Rechenzentren und Beratungsunternehmen als Implementierungspartner soll die PSI AG Komplettlösung für kleine und mittelgroße Städte und Gemeinden (bis Einwohner) an den Bürgermeister gebracht werden. Kalkulierbare Einführungskosten und die Möglichkeit des Outsourcings von Soft- und Hardware sollen die kommunalen IT-Entscheider überzeugen. Hardware-Partner für Smart Solution sind Fujitsu Siemens und Hewlett-Packard. vio Eine Million Euro für Maut-Projekt Die PSI AG wird das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) bei der Einführung der neuen Lkw-Maut unterstützen. Hierzu wurde PSI beauftragt, sowohl den personellen Aufbau als auch die Umsetzung des Vorhabens durch Beratungs- und Projektmanagementleistungen zu unterstützen. Das Beratungsprojekt hat ein Gesamtvolumen von über einer Million Euro und eine Laufzeit bis Ende Das Bundeskabinett hatte am 15. August 2001 den Gesetzentwurf zur Einführung von streckenbezogenen Gebühren für die Benutzung von Bundesautobahnen mit schweren Nutzfahrzeugen (Lkw-Maut) ab Anfang 2003 beschlossen. Zur Umsetzung des neuen Gesetzes führt das Bundesamt für Güterverkehr das Projekt Administrative Umsetzung des Gesetzgebungsvorhabens Einführung von streckenbezogenen Autobahnbenutzungsgebühren für schwere Nutzfahrzeuge in Deutschland durch. PSI erbringt innerhalb dieses Projektes Beratungs- und Projektmanagementleistungen, die neben der Unterstützung der Projektleitung die konzeptionelle Beratung zur Einführung der Maut bis zum Systemstart beinhalten. Die PSI AG entwickelt auf der Basis eigener Software individuelle Lösungen für das Ressourcenmanagement in den Bereichen Energie, Güter und Informationen. Das Unternehmen wurde 1969 gegründet und beschäftigt Mitarbeiter in zwölf deutschen und fünf ausländischen Standorten. vio NACHRICHTEN PC-WARE: IN SECHS MONATEN DAS VORJAHRES-ERGEBNIS ÜBERTROFFEN Der Leipziger IT-Dienstleister PC- Ware hat stolze Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2001/2002 (1. April bis 30. September) bekanntgegeben. Danach hat das Unternehmen bereits nach einem halben Jahr das komplette Vorjahresergebnis deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) hat sich von 0,9 Millionen Euro im Halbjahr 2000/2001 auf 3,5 Millionen GROSSKUNDENGESCHÄFT BESCHLEUNIGT SICH Euro verbessert. Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr hatte der Gewinn bei 2,6 Millionen Euro gelegen. Der Halbjahresumsatz ist im Vergleich zu 2000/2001 von 61 auf 158 Millionen Euro angewachsen. Laut Vorstandschef Knut Löschke resultiert dieses gute Ergebnis vor allem aus der erfolgreichen Integration der Europa-Töchter des USamerikanischen Unternehmens Programmer s Paradise. koe Dell meldet Umsatz- und Gewinnzahlen für das dritte Finanzquartal, die im oberen Bereich der vom Unternehmen Mitte August bekannt gegebenen Prognosen liegen. Im Berichtszeitraum konnte Dell seinen Marktanteil auf ein neues Rekordniveau steigern. Die Zahl der ausgelieferten Server, Speicherprodukte und Workstations wuchs um insgesamt 20 Prozent. Durch seine Kostenstruktur konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben seinen Anteil am Weltmarkt um drei Prozentpunkte steigern und gleichzeitig Marge und Rohgewinn erhöhen. Dell war demnach der einzige unter den zehn führenden Computerherstellern, der in diesem Quartal nach Stückzahlen zulegen konnte. Nach Angaben von Analysten gewann Dell vier Prozentpunkte Server-Weltmarktanteil hinzu, sieben in den USA. Dell konnte 18 Prozent mehr Notebooks absetzen. Zwei Quartale in Folge hält Dell damit weltweit den ersten Platz in dieser Kategorie. vio UNIVERISTÄTSKLINIKUM ULM ARCHIVIERT PERSONALDOKUMENTE MIT CEYONIQ ELSA FUNKT PREISWERTER IM NETZWERK ELSA senkt die Preise für die professionellen Funknetzwerklösungen ELSA LANCOM Wireless und ELSA AirLancer. Bedingt durch die zunehmende Verbreitung von Wireless LAN(WiFi)-fähigen Endgeräten und die dadurch steigenden Stückzahlen können nun die Funknetzwerk-Adapter für die schnelle, und flexible Vernetzung von Büros und Unternehmen günstiger angeboten Das Universitätsklinikum Ulm hat sich erneut für den Einsatz einer Softwarelösung der CEYONIQ Healthcare GmbH entschieden. Hierbei wird im Personalbereich ein neues Projekt realisiert und im ersten Schritt die bereits vorhandenen Personalbelege und -dokumente es handelt sich rund 2,5 Millionen Blatt eingescannt und unter mysap.comtm archiviert. Im zweiten Schritt sollen alle neuen, personalrelevanten Dokumente gescannt und mit den entsprechenden Workflow-Funktionalitäten automatisch weitergeleitet und bearbeitet werden. Ausschlaggebend für die Entscheidung des Universitätsklinikums war die bereits in der Vergangenheit erfolgreich bewältigte Realisierung eines digitalen Patientenarchivs mit Anbindung an mysap.comtm. CEYONIQ Healthcare GmbH, mit Hauptsitz in Augsburg, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der CEYONIQ AG, Bielefeld, und entwickelt vor allem Content Lifecycle Management für das Gesundheitswesen. vio werden. Zudem hat ELSA für alle Produkte der LANCOM Wirelessund AirLancer-Serie die Preise im Zuge der Euro-Umstellung nach unten gerundet. ELSA bietet ausschließlich die sicherere Verschlüsselung nach dem WEP128-Standard an. Die Funk-Netzwerkkarte AirLancer MC-11 kostet jetzt 149, die Basisstation LANCOM Wireless L-11 noch 549. vio Professionelle Scanner von EPSON Für professionelles Dokument Management Erfolg braucht Experten EPSON GT DocuWare The Standard for Document Solutions Ihr kompetenter Partner für elektronische Archivierung und Dokument Management A3-Flachbett-Farbscanner incl. 100 Seiten Einzelblatteinzug, bis 600x1200 dpi, Duplex-Scan, bis über 30 Seiten/min. EPSON GT-1640XL A3-Flachbett-Farbscanner, opt. 30 Seiten Duplex-EBE, bis 1600 x 3200 dpi, mit opt. A3-Durchlichteinheit auch für Dias und Röntgenbilder geeignet. Mit DocuWare geht vieles leichter, sinnvoller und vor allem schneller. DocuWare übernimmt die Verwaltung aller im Betrieb anfallenden kaufmännischen und technischen Belegen (mit Fremdformatverwaltung). Die Ablage von gedruckten Dokumenten ins Archiv erfolgt vollautomatisch. Eingangsbelege werden gescannt und je nach Möglichkeit mittels Barcode ebenfalls automatisch oder manuell im Archiv abgelegt. Wichtig! Nach dem Drucken oder Scannen stehen die Dokumente sofort allen zugriffsberechtigten Mitarbeitern zur Verfügung. Die Suche nach Dokumenten gestaltet sich schnell und einfach. Binnen Sekunden sind beliebige Dokument bzw. auch ganze Vorgänge auffindbar. Nutzen Sie die Vorteile von DocuWare und senken Sie Ihre Kosten! Wernberger Str Pfreimd Tel. (09606) EPSON Prestige Partner Business Select Solutioncenter für Netzwerke, Drucker und Dokument Management Systeme

15 18 GOVERNMENT COMPUTING MARKT & TRENDS BRANCHE & INNOVATION AKTUELL Siemens DirXmeta Role KOOPERATION Die PC-Ware Information Technologies AG und die ekom21 GmbH, ein Zusammenschluss kommunaler Rechenzentren, kooperieren im Bereich egovernment. Auf der Messe Moderner Staat in Berlin unterzeichneten der Vorstandsvorsitzende des Leipziger IT-Dienstleisters, Dr. Knut Löschke, und ekom21-geschäftsführer Gerhard Veit eine entsprechende Absichtserklärung (Letter of Intent). Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Vermarktung der egovernment-produkte und -Dienstleistungen der ekom21 GmbH durch PC-Ware Information Technologies AG.vio DMS FÜR RENTE Das Polish Post Accounting Center hat Océ Document Technologies den Auftrag erteilt, ein System zum kompletten Dokumentenmanagement für Rentenversicherungsbelege zu liefern. Die Lösung beinhaltet die Erfassung, Erkennung und Archivierung von täglich mehr als Rentenauszahlungsbelegen. Damit handelt es sich um eine der weltweit größten zentralen DMS-Anwendungen überhaupt. vio BIOMETRISCH SICHER Das deutsche Unternehmen Utimaco beliefert die niederländische Justiz mit biometriebasierten Sicherheitslösungen Arbeitsplätze sollen mit der so genannten SafeGuard Biometrics-Technik geschützt werden. Auftragswert: rund 2,5 Millionen Euro, nach Angaben des Unternehmens der bisher größte Auftrag für diese Technik. vio Die Kosten, die durch dieses arbeitszeitintensive Zugriffsmanagement entstehen, sind erheblich. Siemens präsentierte nun mit DirXmetaRole eine Erweiterung der DirX-Produktfamilie, die eine plattformübergreifende, rollenbasierte Zugriffsverwaltung für verschiedene IT-Systeme erlaubt. Den Mitarbeitern können verschiedene Rollen zugewiesen werden, die ihnen den Zugriff auf vorab definierte Ressourcen ermöglichen. Im täglichen Betrieb funktioniert das Zusammenspiel der DirX Solutions beispielsweise so: Ein Meta Directory führt alle Verzeichnisse eines Unternehmens in einem Meta-Datenpool zusammen, gleicht sie ab und bietet einen aktuellen Datenbestand für Anwender und Administratoren. Die Personalabteilung erfasst also unter anderem den Namen des neuen Mitarbeiters ein einziges Mal. Der Administrator kann nun diese Information an den Exchange-Server senden. Dieser erzeugt daraus einen -account und gibt dessen Daten wieder an das Meta-Directory zurück. Damit hat der Administrator in einem Verzeichnis auch diese Information. Auf gleichem Weg kann die Telefonanlage Rechteverwaltung vereinfacht Verzeichnisdienste. Wenn ein neuer Mitarbeiter in eine Behörde kommt, dann ist alles klar: Die Personalabteilung erfasst seine Daten, der Administrator weist ihm seine Zugriffsrechte zu. Prima! Und wenn nach jahrelanger Tätigkeit der Mitarbeiter ausscheidet, beginnt für den IT-Verantwortlichen das Rätselraten: Welche Rechte des Mitarbeiter müssen eigentlich gelöscht werden? Hier droht ein Sicherheitsrisiko. die Rufnummern- und Rechtezuteilung übernehmen und ebenfalls ins Meta Directory zurückmelden. Mittels Provisioning hat der Administrator also die Zuweisung und Verwaltung von User-Accounts und die damit verbundene Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Daten, Server, Laufwerke und Anwendungen innerhalb einer Verwaltung im Griff. Rückmeldung Dr. Bochum von Siemens ICN erläutert: Die Zugriffsrechte zu Anwendungen werden wie bisher in diesen festgelegt. Die Daten des Benutzers, der diese Zugriffsrechte erhält, müssen allerdings nicht mehr neu eingegeben werden. Damit kann es nicht mehr zu Tippfehlern beispielsweise im Namen kommen, auch die Verwechslung von Vor- und Nachnamen ist ausgeschlossen. Neu ist, dass die Benutzerdaten oder die -adresse dann wieder ins Meta Directory zurücksynchronisiert werden und in einer zentralen Datenbank dem Administrator und den Kollegen (Adress- oder Kommunikationsverzeichnis) zur Verfügung stehen. Diese Kombination eines Meta Directories mit Provisioning bietet Die Herausforderung nur die DirX Produktfamilie. Ein wesentlicher Vorteil dieser zentralen Verwaltung kommt vor allem beim Ausscheiden eines Mitarbeiters ins Spiel: Der Administrator setzt im Datensatz des Mitarbeiters nur ein Häkchen vor das Feld Mitarbeiter ist ausgeschieden und schon werden alle Zugriffsrechte gelöscht. Die -adresse wird dabei geregelt nach individuell möglichen Vorgaben für begrenzte Zeit umgeleitet. Das ist nur ein Beispiel, um zu zeigen, dass bei einer Fülle von wählbaren Definitionen und Einstellungen, die Verknüpfungen des Meta Directories mit den Anwendungen im Einzelfall abweichend geregelt werden können. DirXmetaRole steuert nun den Zugang der Benutzer zu den Applikationen über vorab definierte Rollen. Zugriffsberechtigungen müssen also nicht mehr für jeden Anwender individuell vergeben werden. Dennoch bleiben die Rollen flexibel und dynamisch, da jeder Rolle änderbare Parameter enthalten kann. Ein Beispiel: Olaf Müller wechselt als Sachbearbeiter eines Ministeriums von Bonn nach Berlin. Die Rolle Sachbearbeiter behält er im System bei, nur der Parameter Ort wird von Bonn auf Berlin geändert. Sein Zugriff auf die entsprechenden Anwendungen in der Hauptstadt wird automatisch freigegeben. Return of Investment Die Anwendungsbereiche Quelle: Siemens AG GOVERNMENT COMPUTING VERWALTER. Die DirX Produkte machen nicht nur dem Administrator das Leben leichter, sie sparen auch Zeit bei der Systemverwaltung und damit Kosten. Darüber hinaus erhöhen sie die Sicherheit im Behördennetz Neben den eindeutigen Sicherheitsvorteilen im Datenmanagement der Behörde, spielen natürlich auch die Kosten eine wesentliche Rolle. Dr. Bochum: Der Einsatz ist ab 500 Mitarbeitern auf jeden Fall sinnvoll. Bei der Siemens AG, ICN (weltweit Mitarbeiter) wurde der Return of Investment nach zwei Jahren erreicht. Das deutsche Bundesinnenministerium setzt DirX Solutions bereits ein. Die kanadische Regierung erzeugt damit ein Behördenverzeichnis mit allen Mitarbeitern und deren Zuständigkeit aktuell für die offiziellen Web-Angebote und senkte damit die Anzahl der gedruckten Verzeichnisse von über auf jährlich. Ersparnis pro Jahr: Mehr als Euro. Welches Sparpotenzial sich hier eröffnet, wird klar, wenn man sich einmal vor Augen führt, dass große Organisationen bis zu 180 Directories aller Art nutzen. vio Quelle: Siemens AG GOVERNMENT COMPUTING Unisys Elektronischer Aktenlauf Geburtstag. Vor fünf Jahren setzte das österreichische Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten (BmaA) als erste Bundesbehörde mit Hilfe von IT-Dienstleister Unisys den elektronischen Akt ein. Ein Schritt, der Verwaltungsreform und egovernment entscheidend beeinflusste. Ohne ihn wäre die heutige Verwaltungsreform wohl kaum denkbar die Rede ist vom elektronischen Akt, kurz ELAK. Mittlerweile ist er anerkannte Basis vieler egovernment-anwendungen und Bestrebungen. Seine bundesweite Einführung ist im österreichischen Regierungsprogramm bis 2003 geplant, bis 2005 sollen dann die wichtigsten Dienstleistungen der Verwaltung via Internet zugänglich sein. Seinen Erfolg begründete die ELAK im November 1996 im BMaA. Unisys rollte dort den ersten elektronischen Aktenlauf in einer österreichischen Bundesbehörde aus. Viele Ziele der Verwaltungsreform wurden mit diesem ersten ELAK bereits vorweggenommen, so vor allem Prozessoptimierung und Ressourceneinsparung. Die Bearbeitungszeiten der Geschäftsfälle haben sich auf jeden Fall wesentlich verkürzt: dauerte es früher oft ein bis zwei Tage, bis ein Papierakt den zuständigen Referenten erreichte, so hat der Bearbeiter die elektronischen Unterlagen heute in Sekundenbruchteilen am Bildschirm. Die Durchlaufzeit eines Aktes im BMaA konnte von durchschnittlich vierzehn auf drei Tage und damit um nahezu 80 Prozent verringert werden, verweist Magister Gerhard Milletich, IT-Leiter des BMaA, auf die konkreten Resultate. Den Beamten ihrerseits brachte ELAK eine wesentliche Steigerung ihrer Arbeitsqualität, nicht zuletzt durch den verbesserten Informationszugang mit Hilfe des integrierten Dokumentenmanagementsystems. Auch erhöhte sich die Transparenz erheblich, denn nun ist genau feststellbar, wo und in welchem Status sich ein Akt gerade befindet. vio GERHARD MILLETICH. Torte zu fünf Jahren ELAK für den IT-Verantwortlichen Neues Forum dmmv entdeckt egovernment Der Deutsche Muldimedia Verband will mit seinem neuen dmmv Forum egovernment bei der Erschliessung dieses Marktes, beim Kontaktaufbau mit der Verwaltung und bei der Implementierung von egovernment Unterstützung anbieten. Das Forum soll dazu Personen aus Unternehmen und Verwaltung zusammenführen, die praktische Erfahrungen in diesem Bereich haben. Unterstützung leisten dabei Vertreter verschiedener Microsoft Dem Euro auf die Sprünge helfen Universitäten, die sich zu einem Netzwerk zur Förderung des Wissensaustausches im Bereich egovernment zusammengeschlossen haben. Für Unternehmen ergibt sich dabei die Möglichkeit, über das Thema fundierte Einsichten und Erkenntnisse zu erhalten. Das erste Treffen wird voraussichtlich im Februar 2002 stattfinden. Anmeldung: 0211/ , oder per Fax 0211/ , vio Um die Anpassung der Office- Programme Word und Excel 2002 an den Euro zu erleichtern, entwickelte Microsoft spezielle Smarttags. Damit steht, neben dem bereits in die XP-Version von Excel integrierten Add-In zur Euro-Umrechnung, ein weiteres Tool zur Verfügung, das Benutzer beim nahtlosen Übergang auf den Euro unterstützt. Das Programm ermöglicht die automatische Erkennung und Umrechnung der zwölf in der europäischen Währungsunion vereinigten Landeswährungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob vom Euro in eine Landeswährung, oder etwa von spanischen Peseten in Euro gerechnet wird. Die Umrechnungsergebnisse werden entsprechend den Rundungsregeln des Europäischen Rates aboder abgerundet. Allerdings unterstützt der Smarttag keine direkte Umrechnungen zwischen den zwölf Landeswährungen. Das kleine Programm steht kostenlos auf den Web-Seiten von Microsoft. Auch das ältere, noch in vielen Behörden eingesetzte Office Paket ist wie sein Nachfolger aus der XP-Familie Euro-fähig, beherrscht aber die Umrechnung griechischer Drachmen in den Euro nicht. Diesem Manko kann man ebenfalls mit einem Download abhelfen. Was viele nicht wissen, auch Betriebssysteme müssen den Euro beherrschen. Das ist für die korrekte Bildschirmdarstellung des Euro-Zeichens und beim Ausdrucken wichtig. Wer seine alten Betriebssysteme aus der Windows 95- und 98-Familie noch keiner Frischzellenkur unterzogen hat, findet auch die entsprechendenn Downloads. Das gilt auch für ältere NT-Versionen. mk Support/euro.htm MELDUNGEN IN KÜRZE INFORMATIONS- UND DATENTECHNIK BREMEN GMBH Macht Risikomanagement in der öffentlichen Verwaltung Sinn? Eine Antwort hierauf lieferte der Vortrag von H. Grundmann (RMCE RiskCon GmbH & Co.KG) auf der Hausmesse der Informations- und Datentechnik Bremen GmbH (ID Bremen). Die ID Bremen, ein Gemeinschaftsunternehmen der T-Systems und der Hansestadt Bremen, Das Softwareunternehmen Brokat Technologies AG war einmal eine der Erfolgsgeschichten im ecommerce. Nun hat das Unternehmen beim Amtsgericht Stuttgart die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Spezialist für elektronisches Bezahlen im Internet, erklärte, dass die Überschuldung bot Fachleuten aus der Öffentlichen Verwaltung neben Referaten zu aktuellen Technologie-Themen einen Einblick in ihr Leistungsspektrum. In der angeschlossenen Fachausstellung präsentierten das Unternehmen und seine Partner ihre derzeitigen Projekte und Vorhaben zu Beratung, Entwicklung und Betrieb von IT-Lösungen. vio BROKAT BEANTRAGT INSOLVENZVERFAHREN GARTNER DATAQUEST SIEHT RÜCKGANG Gartner Dataquest stellte einen 21- prozentigen Rückgang im europäischen Servermarkt fest. Laut einer aktuell veröffentlichten Studie von sind die Umsätze im westeuropäische Servermarkt im dritten Quartal 2001 um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. GLASFASERNETZ MIT 1,2 TERABIT/S Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Uwe Thomas, hat im Heinrich-Hertz-Institut in Berlin zum Abschluss des BMBF-Förderschwerpunkts KomNet ein Experiment zu optischen Hochleistungsnetzen als Basis für das Internet der Zukunft erfolgreich gestartet. Bei diesem Versuch wurden verschiedene Glasfasernetze mit neuester nicht beseitigt werden konnte und dass es dafür auch keine realistischen Aussichten gebe. Das operative Geschäft soll von der Brokat efinance Technologies weiter geführt werden, deren Ausgliederung war am 12. November von der außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen worden. vio Der deutsche Markt musste einen in diesem Bereich insgesamt einen Umsatz-Rückgang von 15 Prozent hinnehmen. Die Marktführer in Deutschland seien (in dieser Reihenfolge) Compaq Computer, Fujitsu Siemens, Hewlett-Packard, IBM und Dell Computer. vio Übertragungs- und Netztechnologie zusammengeschaltet. Zum ersten Mal konnte auf einer Standard- Glasfaser Daten mit 1,2 Terabit pro Sekunde von Stuttgart nach Berlin übertragen werden. Die enorme Übertragungsleistung demonstrierte nach den Angaben von Staatssekretär Uwe Thomas die führende Position deutschen Kommunikationsforschung. vio

16 BRANCHE & INNOVATION TRENDS GOVERNMENT COMPUTING Noch zu viele Hindernisse Die elektronische Signatur Hürdenlauf. Die elektronische Signatur wurde in diesem Jahr in der Bundesrepublik Gesetz und der Unterschrift rein rechtlich gleichgestellt. Und damit begannen die Probleme. Denn offenbar bleibt der große Ansturm der Bürger auf die digitalen Unterzeichnungsmöglichkeiten aus. Experten hatten diese Entwicklung vorausgesehen und vor allem immer die Vorteile der esignatur für die Unternehmen im Geschäftsverkehr untereinander und mit den Behörden unterstrichen. Auch im Bereich Government to Government kann die digitale Signatur etliche Verwaltungsvorgänge zumindest in Pilotprojekten deutlich beschleunigen und vereinfachen. Allerdings ist mit der gesetzlichen Grundlage erst die Voraussetzung für die zukünftigen Entwicklungen geschaffen worden. Ein Personalausweis, der gleichzeitig als Signaturkarten genutzt werden kann wie es in Finnland ermöglicht und in Malaysia Zug um Zug eingeführt wird ist in Deutschland über das Stadium der Diskussion noch nicht hinausgekommen. Die Ausstattung der Geldkarte von Banken und Sparkassen als Signaturkarte wird zumindest derzeit noch zu keiner einheitlichen Lösung führen. Damit zeichnet sich ab, dass die Gesetzesgrundlage zwar geschaffen ist, dass aber wohl noch weitere Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um esignatur zum Alltag werden zu lassen. Government Computing stellte vier Experten die Frage Was muss geschehen, damit sich die elektronische Signatur auf breiter Basis durchsetzen kann? vio Förderlich wäre eine Kooperation mit Handel und Banken Vertrauen in neue Technologien stärken Nach jahrelanger Diskussion ist seit dem 16. November 2001 mit der Verabschiedung der Signaturverordnung (SigV) die rechtsgültige digitale Signatur zumindest de jure endgültig Realität geworden. Trotzdem lassen Anwender und Anwendungen noch auf sich warten. Es stellt sich also die Frage, was einer zügigen Verbreitung der Elektronischen Signatur im elektronischen Rechtsverkehr förderlich wäre und was als Hindernis wirkt. Förderlich wären sicherlich große staatlich unterstützte Projekte, die einer breiten Öffentlichkeit über Information und einen echten Mehrwert den Zugang zur neuen Technik ermöglichen. Vielgenannte Beispiele hier sind Behördengänge per Internet, die elektronische Steuererklärung und die Abgabe seiner Stimme bei Wahlen auf elektronischem Wege. Solcherlei Maßnahmen müssten, ähnlich der aktuellen Situation beim Euro, beworben und mit entsprechenden Informationskampagnen begleitet werden. Begrüssenswert wäre eine Kooperation mit Handel und Banken, denn durch nur eine elektronische Signatur, entsteht erst der Mehrwert für den Bürger. Denn dieser hat ja auch nur eine handschriftliche Signatur und einen Personalausweis sowohl für private als auch für dienstliche Zwecke. Die Kosten sind im Vergleich zum Nutzen zu hoch Holger Woznitza Materna GmbH, Leiter Account Management Öffentliche Verwaltung Zu den klaren Blockaden, die heute einer Verbreitung der elektronischen Signatur gegenüberstehen, gehören die im Vergleich zum Nutzen wesentlich zu hohen Kosten einer Signatur. Warum sollte ein Bürger rund 100 bis 150 Mark jährlich für etwas ausgeben, für das sich Stand heute kaum Anwendungen finden? Und auch der komplexe Prozess, der mit der Beantragung einer digitalen Signatur verbunden ist, schreckt geradezu ab. Hinzu kommt noch eine für den normalen Anwender schwierige Installation, bei der Hardware, wie Software in Betrieb genommen werden müssen. Neben diesen praktischen Problemen trägt auch die anhaltende Diskussion über mangelnde Interoperabilität der Lösungen verschiedener Anbieter oder gar bei Blick auf eine grenzüberschreitende Nutzung nicht zur Akzeptanz bei. Hier sind dringend akzeptanzsteigernde Maßnahmen und klar erkennbare Strategien der Anbieter notwendig. Nur so kann das für die Verbreitung erforderliche Vertrauen der Anwender in digitale Signaturen entstehen. Als problematisch muss weiterhin angesehen werden, dass mit der digitalen Signatur die Beweislast bei einem Missbrauch beim Anwender liegt, womit er sich in einem technisch hochgradig komplexen Feld in einer schlechteren Situation befindet, als mit einer ganz gewöhnlichen handschriftlichen Unterschrift. Letztere hat eine lange Entwicklung hinter sich und liegt im Erfahrungsschatz von jedermann. Insgesamt gesehen sind die Schaffung von Anwendungen mit echtem Mehrwert, die Erzeugung von Vertrauen durch Information und eine mehr pragmatisch ausgerichtete Umsetzung bei der elektronischen Signatur zentrale Punkte, damit die Signatur sich auf breiter Basis durchsetzen kann. Um die Frage Was muss geschehen, damit sich die elektronische Signatur auf breiter Basis durchsetzen kann? zu beantworten, muss man sich zunächst fragen, was die Voraussetzungen dafür sind, dass sich eine neue Technologie am Markt durchsetzt. Um hohe Akzeptanz zu erzielen, sollte man: Vertrauen in neue Technologien stärken und einfach integrierbare Verfahren zur Optimierung gängiger Wirtschaftsprozesse durch elektronische Signaturen bereitstellen Denkt man zurück an die ersten Buchbestellungen im Internet, so stellt man fest: Was damals mit sehr viel Skepsis betrachtet wurde, ist heute eine ganz alltägliche, nicht mehr weiter beachtete Handlung. Dazu beigetragen haben vereinfachte Prozeduren, höhere Sicherheitsstandards und der nicht zu leugnende Nutzen für den Einzelnen. Ebenso sollte der Weg für die elektronische Signatur bereitet werden. Schritt für Schritt gilt es erfolgreiche Beispiele aufzuzeigen, ohne gleich im Rundumschlag sämtliche Verwaltungen, Unternehmen und alle Bürger zur elektronischen Kommunikation zu zwingen. Erste Maßnahmen sollten darin bestehen, die Verwaltungen untereinander elektronisch unter Einbindung elektronischer Signaturen kommunizieren zu lassen. Dies schließt natürlich auch die Integration von Technologien zur Verund Entschlüsselung (PKI) mit ein. Im gleichen Schritt kann die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung elektronisiert werden. Die Erfolgsaussichten sind dort mehr als ausgezeichnet. Zwei Gründe sprechen dafür. Die Wirtschaft wird zum einen aufgrund aktueller Gesetzesänderungen, wie dem neuen Umsatzsteueränderungsgesetz, die Integration der elektronischen Signaturen kurzfristig vorantreiben. Zum anderen sind durch die Umstellung, beispielsweise des Rechnungsversands von Post auf -zustellung, Kosten von bis 80 Prozent zu sparen. Der Nutzen ist das, was überzeugt. Wenn diese Prozesse reibungslos ablaufen, werden sich auch die Bürger wie von alleine der neuen Technologie nicht mehr verschließen. Bleibt noch die Frage, was die Wirtschaft zur zügigen Umsetzung beitragen kann. Hier sind von den Herstellern Technologien gefordert, die als unabhängige Module einfach an Die Erfolgsaussichten sind mehr als ausgezeichnet Judith Balfanz Authentidate International AG Leiterin Marketing die bestehenden IT-Infrastrukturen angedockt werden können. Kein Unternehmen und keine Verwaltung wird sämtliche Software erneuern, nur um die elektronischen Signaturen und die PKI-Funktionalitäten zu integrieren. Darüber hinaus sind auch Lösungen gefragt, die zentral an nur einer einzigen Stelle im Unternehmen integriert werden müssen und dort im Prinzip unbemerkt ablaufen. Nur dann können der Schulungsaufwand reduziert und Akzeptanz beim Nutzer erhöht werden. Nicht zuletzt wäre zu wünschen, dass Wirtschaft und Verwaltung den Mut beweisen in neue Technologien und innovative, junge Unternehmen zu investieren. Eine technologische Lücke wird gerade beseitigt Heute noch Pilotprojekt morgen selbstverständlich Unbestritten ist, dass die elektronische Signatur ihren Boom noch vor sich hat. Auch wenn sie inzwischen bei der Gültigkeit im Rechts- und Geschäftsverkehr der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt ist, sind noch einige Hürden zu nehmen. Zum einen ist das Sicherheitsbedürfnis nicht so stark ausgeprägt, dass elektronische Signaturen viel nachgefragt werden. Auch fehlen noch Anwendungen, bei denen der Umgang mit der elektronischen Signatur und deren Vorteile auf breiter Basis und im Alltag erfahren werden können. Erst wenn der Einsatz der elektronischen Signatur so selbstverständlich erfolgt, wie der Gebrauch der eigenen Unterschrift, wird sich ein Massenmarkt eröffnen. Eines der größten Hemmnisse für die flächendeckende Verbreitung der elektronischen Signatur ist die noch fehlende Zusammenarbeit der bestehenden Standards von Zertifizierungsdienste-Anbietern. Dies wird jedoch bald beseitigt sein. Die Arbeitsgemeinschaft TrustCenter der Trustcenter-Betreiber T7 e.v. hat am 28. September 2001 zusammen mit der TeleTrusT Deutschland e.v. eine gemeinsame Spezifikation für den Industriestandard ISIS (Industrial Signature Interoperability Specification) - MTT (MailTrusT) verabschiedet. Arbeiten Anbieter gemäß diesem technischen Standard, kann mit ein und derselben Signaturkarte auf Zertifikate gegenseitig zugegriffen werden, und ein Austausch von elektronisch signierten und verschlüsselten Dokumenten erfolgen. Mit diesem Projekt zur Interoperabilität wird eine technologische Lücke geschlossen. ISIS-MTT 1.0 stellt eine wichtige Grundlage für den übergreifenden und durch gehenden elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehr dar. Zur Verbreitung der elektronischen Signatur werden auch neue steuerliche Anforderungen (StÄndG 2001) beitragen. So wurde in das UStG eine Bestimmung aufgenommen, die den Vorsteuerabzug aus elektronischen Rechnungen ermöglicht. Dies wird ab dem nur möglich sein, wenn diese mit einer qualifizierten Signatur mit Anbieterakkreditierung versehen sind. Auch der Bundesgerichtshof lässt künftig das Einreichen von Dokumenten auf elektronischem Wege zu, so das Ziel eines Pilotprojektes der Bundesregierung, das vom Kabinett am 7. November 2001 beschlossen wurde (www.bundesregierung.de/ dokumente / Artikel / ix_61772.htm). Der elektronische Rechtsverkehr soll Noch fehlen die Anwendungen für die breite Basis Michael Leistenschneider DATEV eg Vorstandsmitglied für Verfahren nach der Zivilprozessordnung, der freiwilligen Gerichtsbarkeit, der Grundbuchordnung und der Schiffsregisterordnung gelten. Die Verordnung sieht vor, dass vorbereitende Schriftsätze und deren Anlagen, für welche die Schriftform erforderlich ist, als elektronische Dokumente beim Bundesgerichtshof eingereicht werden können. Formerfordernis ist u. a., dass das Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen ist und die von DATEV vertriebene Software GERVA (gesicherter elektronischer Rechtsverkehr mit Attributen) oder ein hierzu kompatibles Produkt verwendet wird. Das eigentliche Herz der elektronischen Signatur schlägt in Darmstadt im Trustcenter der Deutschen Post Signtrust. Das Gebäude ist ein Hochsicherheitsbereich, in dem die Daten der Kunden gespeichert sind und die digitale Identität in einen kleinen Chip verpackt wird. Die Teilnehmer an dieser Form des multimedialen Datenaustausch haben sich hier registrieren lassen und in einer Filiale der Deutschen Post persönlich ausgewiesen, um ihre Angaben zu verifizieren. Nur wenige Mitarbeiter dürfen die Räume betreten, in denen so genannte private und öffentliche Schlüssel für die Anwender generiert werden. Auf ihnen beruht die Technik der elektronischen Signatur. Jeweils ein Paar dieser mathematischen Schlüssel ist notwendig, um die elektronische Unterschrift und die Möglichkeit der Verschlüsselung von Nachrichten zu nutzen. So lässt sich die vom Absender mit seinem privaten Schlüssel erstellte Signatur nur mit dem öffentlichen Schlüssel des Absenders beim Empfänger zuverlässig überprüfen. Was sich hochtechnisch anhört, beschränkt sich in der Praxis auf wenige Handgriffe. Nach Verfassen der schiebt der Benutzer seine Signaturkarte in den Chipkartenleser. Die mitgelieferte Software erkennt den Benutzer und stellt dem - Programm die Funktion elektronisch signieren und optional verschlüsseln zur Verfügung. Signieren und dann Versenden lässt sich die Nachricht jedoch erst mit der Eingabe einer geheimen, nur dem Besitzer bekannten PIN. Durch eine mathematische Funktion wird beim Verschicken ein für die Mail individueller Zahlencode berechnet (Hash-Wert). Jede noch so kleine Änderung der Nachricht würde diesen Wert verändern und dies dem Empfänger ersichtlich machen. Dieser braucht zum Prüfen der Signatur ebenfalls die entsprechende Software. Nach Erhalt einer elektronisch signierten prüft das Programm automatisch den benötigten öffentlichen Schlüssel beim Signtrust-Verzeichnis Dienst, um die Identität des Absenders festzustellen. SIGNTRUST MAIL stellt dabei die Gültigkeit der verwendeten Signatur fest. Da jedes Schlüsselpaar nur einmal vergeben wird, kann eine signierte damit eindeutig dem Versender zugeordnet werden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit: Die Chip-Karte enthält neben dem Schlüssel zum Signieren einen weiteren zum Verschlüsseln von Was hochtechnisch klingt, beschränkt sich in der Praxis auf wenige Handgriffe Peter Menzner Deutsche Post Signtrust GmbH Vertriebsleitung Nachrichten und Daten. So lassen sich diese vor den Augen Unbefugter schützen. Im Nürnberger Pilotprojekt ist die Signaturkarte gleichzeitig mit einem integrierten Geldchip ausgestattet. Das bedeutet, dass anfallende Verwaltungsgebühren auch bequem vom heimischen Computer beglichen werden können. Was heute noch in Pilotprojekten erprobt wird, wird für die künftigen Generationen selbstverständlich sein. Die Jugend setzt bereits in Esslingen am Neckar Maßstäbe. Hier fand mit Unterstützung der Deutschen Post Signtrust die weltweit erste signaturkartengestützte Wahl zu einem öffentlichen Gremium über das Internet statt.

17 20 GOVERNMENT COMPUTING NAMEN & NACHRICHTEN BRANCHE & INNOVATION IBM Erwin Staudt Impulsgeber für IMU-Beirat der Uni Mannheim Erwin Staudt, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland wurde in den Beirat des Instituts für Marktorientierte Unternehmensführung der Uni Mannheim berufen, dem unter anderem Hans Riedel (Vorstand für Marketing und Vertrieb der Porsche AG) und Holger Reichard(Vertriebsvorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG) angehören. Ich bin gespannt auf diese Funktion an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, so der 53-Jährige, der nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Stuttgart und Freiburg und dem Examen als Diplom-Volkswirt seit 1973 der IBM angehört und seit dem 1. November 1998 an der Spitze der IBM Deutschland steht. Erfreut zeigen sich die beiden wissenschaftlichen Direktoren des Instituts, Professor Dr. Hans H. Bauer und Professor Dr. Christian Homburg, über das TICKER Engagement Staudts im IMU- Beirat. Wir verstehen uns als Plattform für anwendungsorientierte Forschung und sind uns sicher, dass Herr Staudt mit seinem Wissen und seiner Erfahrung als Top-Manager ein wichtiger Impulsgeber für uns sein wird, betonen die beiden Inhaber der Lehrstühle für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der Universität Mannheim. vio ERWIN STAUDT ist Mitglied im Wissens- Pool für Manager. Das IMU war 1999 aus dem Institut für Marketing hervorgegangen SNIFFER HOFFT AUF GRÖSSERE MARKTANTEILE Martina Schäfer ist Regional Director CEUR bei Sniffer Technologies, einem Geschäftsbereich von Network Associates, Inc. Dieses Unternehmen zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von Netzwerksicherheits- und Netzwerkmanagement-Lösungen für das ebusiness. Martina Schäfer verantwortet als Regional Director in den Ländern Zentraleuropas die Geschäftsentwicklung von Sniffer Technologies. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der verstärkten Marktdurchdringung. Von 1994 bis 1998 war die 40- Jährige als Country Manager BREKO ERWEITERT VORSTAND Auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften e.v. (BREKO) wurde der Vorstand um zwei neue Mitglieder erweitert. Gewählt wurden Tomas Eilers (EWE TEL) und Hans-Helmut Hilgers (htp). Mit der Vergrößerung des Vorstandes wurde der zufriedenstellenden Entwicklung der City- und Regio-Carrier Rechnung getragen und die Führungsriege des Verbandes ergänzt. Die norddeutschen Mitgliedsunternehmen erhalten damit ein deutliches Gewicht innerhalb des BREKO. Der 42-jährige Diplomingenieur Tomas Eilers ist bereits seit dem KEITH HOLMS NEUER CEO BEI POINT Central Europe für den Direktvertrieb bei Network General Corporation (heute: Sniffer Technologies) zuständig gewesen. Dieses Unternehmen wurde bereits 1998 als ein eigenständiger Geschäftsbereich nach eigenen Angaben gewinnbringend in die Network Associates eingegliedert. Martina Schäfer kann sich inzwischen auf mehr als zehn Jahre internationale Berufserfahrung im Management, Marketing und Vertrieb verschiedener IT-Unternehmen stützen, zuletzt als Internet Strategy Director CER, Financial Services, bei INTEL. vio 1. September 2001 Geschäftsführer der EWE TEL GmbH (Oldenburg). Zuvor war er elf Jahre für die EWE TEL-Muttergesellschaft, den Energiedienstleister EWE Aktiengesellschaft, tätig. Dort leitete er mehr als sieben Jahre die EWE-Betriebsabteilung Norden. Hans-Helmut Hilgers (40) ist seit dem Jahresanfang Geschäftsführer der htp-hannovers Telefon Partner GmbH. Der Diplomingenieur gehört dem Unternehmen seit September 2000 an. Bereits in seinen vorgehenden beruflichen Stationen war er unter anderem als Geschäftsführer und Niederlassungsleiter in der Telekommunikation tätig. vio Point Information Systems, der Anbieter von CRM-Lösungen, ernannte Keith Holmes (38) zum Chief Executive Officer. Bisher bekleidete Keith Holmes, der seit 1998 bei Point ist, die Position des Vice President Research & Development. Bevor er zu Point wechselte, war Keith Holmes vierzehn Jahre lang bei IBM tätig, wo er unterschiedliche Führungspositionen in den USA, UK, Belgien und Irland inne hatte. Dort zeichnete er für die Entwicklung der IBM-CRM-Lösung für die Versicherungsindustrie verantwortlich. Keith Holmes: Point verzeichnet vor allem ein kräftiges Wachstum und große Erfolge in Branchen wie zum Beispiel der Telekommunikation und der Call Center-Dienstleistungen. vio SuSE Linux AG Mit Gerhard Burtscher ist das Führungsteam jetzt komplett Mit Gerhard Burtscher übernahm Anfang Dezember ein erfahrener IT-Manager den Vorstandsvorsitz (Chief Executive Officer, CEO) sowie die Führung der fünf neu aufgestellten SuSE Business Units. Johannes Nussbickel, der während der Neuausrichtung der Unternehmensgruppe im Juli zusätzlich die Aufgaben des CEO übernommen hatte, leitet wie zuvor als Chief Financial Officer (CFO) die Bereiche Finanzen und Administration. Gerhard Burtscher (52) ist seit mehr als zwanzig Jahren in der ITund Telekommunikationsbranche tätig. Er begann seine Laufbahn im Marketingbereich der Nixdorf Computer AG und bekleidete in der Folge leitende Positionen bei Texas Instruments, Digital Equipment, MIPS Technologies, Silicon Graphics und Siemens-Nixdorf. Schwerpunkte waren immer Marketing, Vertrieb und Controlling. Seit 1995 befasste er sich mit dem Aufbau europäischer Tochterunternehmen international tätiger Technologieanbieter. vio MACH AG Neue Firmenzentrale und neue Pläne Einweihung. Ein stolzer Tag für die Vorstände der MACH AG, Dr. Jan Müller-Ontjes und Dr. Margrit Müller-Ontjes. Sie feierten jetzt die Eröffnung ihrer neuen Firmenzentrale in Lübeck und stellten die Weichen für die Zukunft. Vorstandsvorsitzender Jan Müller-Ontjes bei der Eröffnung der neuen Unternehmenszentrale in der Hansestadt: Wir wollen im kommenden Jahr die Hinwendung zu Internet-basierten-Anwendungen konsequent weiterführen und unser Produktangebot beträchtlich ausweiten. Das Software- und Beratungshaus will seine Kernkompetenz für Finanzmanagement, Controlling und Logistik in Zukunft um weitere wichtige Bereiche der Prozessunterstützung ergänzen. So kündigte das Unternehmen für die kommende Ce- BIT im März 2002 interessante Produktneuheiten an. Hierzu zählen laut Müller-Ontjes eine virtuelle Marktplatzlösung, ein Web-basiertes Personalmanagementsystem sowie neue Web-Komponenten im Finanzmanagement. Mit den Produktneuheiten will das Unternehmen seine Kompetenz für die Bereiche ecommerce und egovernment erhöhen und zudem GERHARD BURTSCHER übernimmt die CEO-Aufgaben von Johannes Nussbickel (Foto oben) EINZUG. Hier werden die Lösungen entwickelt: Die Firmenzentrale der MACH AG in Lübeck (oben). Die Vorstände Jan und Dr. Margrit Müller-Ontjes (links) das eigene Angebot komplettieren. Deswegen treibt MACH die Produktentwicklung für ein neues Personalmanagementsystem intensiv voran. Die Software soll alle Bereiche modernen Personalmanagements umfassen, vollständig Webbasiert sein und komplett in betriebswirtschaftliche Systeme integriert werden. Das System deckt nach den derzeitigen Planungen die Bereiche Personalverwaltung, Personalbewirtschaftung, Personalentwicklung und Fortbildungsplanung umfassend ab. Mit der Bereitstellung eines virtuellen Markplatzes will das Unternehmen eine weitere Angebotslücke schließen. Im Zusammenwirken mit bestehenden Softwarelösungen von MACH werden mit dem neuen Produkt alle Prozesse der elektronischen Beschaffung im öffentlichen Bereich umfassend unterstützt. Auf dem jeweiligen Marktplatz stehen dann den jeweiligen Bedarfsträgern über die Intra- oder Internet-Kataloge die Waren und die Dienstleistungen zum direkten Abruf bereit. Der Bedarfsmelder füllt seinen Warenkorb auf der Grundlage von Verträgen mit Auftragnehmern, die im Beschaffungsverfahren ausgewählt wurden. Verschiedene Bestellungen einer Organisation können so komfortabel gebündelt und Mengeneffekte erzielt werden. Viele Großkonzerne nutzen die Vorteile von Internet- Marktplätzen wegen der Rationalisierungspotenziale bereits mit Erfolg, sagt Müller-Ontjes. Unser Produkt ist auf die Besonderheiten der Öffentlichen Hand zugeschnitten und kann helfen, Einsparpotenziale im Einkauf zu realisieren. Zur Eröffnung der neuen Firmenzentrale veranstaltete die MACH AG ein umfassendes Informationsforum zum Thema Innovatives Management Eingeladen waren rund hundert Führungskräfte aus öffentlichen Verwaltungen und Dienstleistungsunternehmen. Mit Diskussionen, Workshops, Ausstellungen und Präsentationen informierte das Unternehmen rund um die Aufgabengebiete Prozess-, Finanz-, Organisations- und Verwaltungsmanagement. Die Forums- inform. AG veranstaltung wurde von Ulrich Lorenz, Staatssekretär im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein sowie dem Präses der Industrie- und Handelskammer, Hans Georg Rieckmann, eröffnet. vio FIRMENPROFIL DIE MACH AG mit Stammsitz in Lübeck ist in Deutschland für den öffentlichen Bereich einer der führenden Anbieter von Software für Rechnungswesen, Controlling, Informationsmanagement und Unternehmenssteuerung. Die Kunden sind Öffentliche Verwaltungen und Dienstleistungsunternehmen. Als Full-Service- Anbieter offeriert MACH neben seiner Software ein umfassendes Portfolio an Dienstleistungen, wie IT-Beratung, IT-Administration, Projektbegleitung sowie Schulung und Entwicklung. MACH hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 14 Millionen Mark erwirtschaftet. Zu den Kunden von MACH zählen neben zahlreichen Bundes- und Landesbehörden (Bundesministerium des Innern, Polizei in Nordrhein- Westfalen) auch wissenschaftliche Forschungseinrichtungen (ifo-institut für Wirtschaftsforschung) sowie Dienstleistungsunternehmen (Advance Bank). Ex-Minister soll Türen öffnen Die Kölner IT-Beratungsgesellschaft inform. AG wächst nach der Akquisition von Notes Development GmbH weiter. Zum Jahresbeginn eröffnet inform. zwei neue Standorte in München und Stuttgart. Das Unternehmen erweitert den Vorstand. Der ehemalige Bundesminister Gerhart Baum wird den Aufsichtsrat leiten. Die Expansion finanziert inform. im Wesentlichen aus Eigenkapital. Das Unternehmen will mit den beiden neuen Filialen vor allem den süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Markt erschließen. "Nah bei den Kunden zu sein ist unsere klare Strategie", sagt Uwe Moysies, Vorstandsvorsitzender der inform. AG. Insgesamt stellt der Spezialist für Kommunikationslösungen 23 Berater an den neuen Standorten ein. Für die Expansion wurden erfahrene Experten in den Vorstand geholt: Hilarius Dreßen (40) und Jörg Klein (39). Sie kommen direkt aus der Service-Organisation des Branchenprimus IBM/Lotus, wo sie als Mitglieder der Geschäftsführung für das operative Geschäft zuständig waren. inform. AG ist in den vergangenen Jahren nach eigenen angaben erfolgreich gewachsen: In 2000 konnte das Unternehmen eine Wachstumsrate von 150 Prozent vorweisen, 2001 waren es entgegen dem Trend 50 Prozent. "Und diese Marke werden wir mit den neuen Standorten auch 2002 garantieren", verspricht Vorstandsvorsitzender- Moysies zuversichtlich. Überdies setzt inform. auf professionelle Beratung und ein umfangreiches Netzwerk seines neuen Aufsichtsrates. Der künftige Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bundesminister a.d. Gerhart Baum, verfügt über ausgezeichnete Kontakte zu Großunternehmen. "Ich finde es spannend, jungen, innovativen Unternehmen Türen zu öffnen", bemerkt der FDP-Politiker. Baum war Ende der Siebziger Jahre Bundesinnenminister. Heute arbeitet der 69jährige als Wirtschafts- und Fachanwalt für Luftfahrtrecht. Er vertritt die Opfer von Flugzeug-Unglücksfällen wie dem Concorde-Absturz bei Paris und der Katastrophe von Ramstein. Unternehmensberater Dr. Rolf Levedag, der zuletzt als Deutschlandchef der Investmentbanktochter der National Westminster Bank tätig war, und Jochen Hense von der Düsseldorfer Interfinanz komplettieren den Aufsichtsrat. vio

18 PRAXIS & LÖSUNGEN GOVERNMENT COMPUTING AUSGABE Smart & clever Hypride Verfahren zur digitalen Verschlüssung finden häufig bei s in Verbindung mit Firewalls Verwendung. Seite 24 Prestigeprojekt Ist die digitale Signatur letzlich nur ein Prestigeprojekt oder eine längst überfällige Reform? Merten Slominsky gibt Antwort. Seite 25 Schnee von gestern Schlange zu stehen ist dank egovernment bald unnötig. Ein Beitrag von Peter Blaschke, SBS, informiert über dieses Thema. Seite 26 ELViS lebt! Das elektronische Vergabesystem ELViS von subreport schöpft alle Vorteile der digitalen Vergabe vollständig aus. Mehr darüber auf Seite 28 Praxis-Leitfaden IT-Projekte sicher managen PRAXIS & LÖSUNGEN Verantwortlicher Redakteur: Jürgen Sprenzinger Tel / , Fax 0821 / Zielsetzung. Ins Projektmanagement sind die Organisation, Planung, Steuerung und Überwachung aller Aufgaben und Ressourcen integriert, die für die Erreichung der Ziele notwendig sind. Einen Praxisleitfaden stellt die Stabs- PROJEKTPLANUNG STRUKTURPLAN: Was ist alles zu tun? ABLAUFPLAN: In welcher Reihenfolge müssen die Arbeitspakete abgearbeitet werden? ZWISCHENSTADIEN: Welche wesentlichen Ergebnisse müssen bis wann vorliegen? RESSOURCENPLANUNG: Sind die Ressourcen ohne Überlastung vorhanden? KOSTENPLANUNG: Wie hoch sind die Kosten, die die einzelnen Arbeitspakete verursachen? RISIKOANALYSE: Was könnte das Projekt gefährden und welche geeigneten Maßnahmen sind dagegen zu treffen? Projektmanagement ist eine Führungsaufgabe und ihr Beitrag zum Erfolg eines Projektes ist nicht zu unterschätzen. Es stellt sich in erster Linie die Frage: Wie wird ein Projekt initiiert? Sachgerecht kann man dieses Problem nur durch ein schriftliches Verfahren lösen. Ziel sollte sein, nur solche Projekte zu initiieren, für die auch genügend Ressourcen zur Verfügung stehen und die der Strategie der Behörde entsprechen. Nur eine derart angelegte Projektsteuerung garantiert den sachgerechten Ressourceneinsatz. Hier lautet die Empfehlung, dass die Organisation für ein solches Verfahren abgestuft sein sollte: Der Antragsteller formuliert den Projektantrag und legt den Antrag bei der Projektservicestelle vor. Die Projektservicestelle, in der Regel das Organisations- oder Haushaltsreferat, prüft darauf hin die eingehenden Anträge, beteiligt gegebenenfalls weitere Organisationseinheiten, klärt die offenen Punkte ab, formuliert Beschlussempfehlungen und nimmt Beratungsfunktionen gegenüber dem Antragsteller wahr. Das Bewilligungsgremium entscheidet über die Projektdurchführung, legt die Prioritäten für die Projekte in der Warteschlange fest und erteilt gegebenenfalls den Projektauftrag. Allerdings empfiehlt es sich, diesen Aufwand in Hinsicht auf die Organisation vertretbar schlank zu halten und dieses Verfahren nur bei großen und kapazitätsintensiven Projekten vollständig durchlaufen zu lassen. Die Kriterien für die Klassifizierung der Projekte sollten behördenspezifisch festgelegt werden. Als Kriterien könnten beispielsweise in Frage kommen: Der Gesamtaufwand der finanziellen Kosten Personentage Die Reichweite des Projektes gemessen an der Zahl der betroffenen Fachbereiche Die Bedeutung des Projektes gemessen an den jeweiligen Zielen der Behörde. Eine Bildung von mehr als drei Projektklassen sollte vermieden werden. Zieldefinition Unter einem Ziel versteht man einen angestrebten Zustand oder eine in Zukunft erwünschte Wirkung. Ziele beschreiben also zukünftige Ereignisse, die durch bestimmte Maßnahmen oder Lösungen erreicht werden. Überträgt man dies auf ein erfolgreiches Projektmanagement, dann bedeutet dies: Damit im Rahmen der Projektdurchführung später keine Unklarheiten hinsichtlich der Projektzielsetzung auftreten, sollte die Zielsetzung des Projektes bei Projektstart ausdrücklich mit dem Lenkungsausschuss kommuniziert und entsprechend abgestimmt werden. Wirksame Ziele müssen einige Forderungen erfüllen und klar definiert sein: Strategieverträglichkeit: Sie dürfen der Strategie der Behörde nicht widersprechen Messbarkeit: Ziele müssen so formuliert sein, das die Kriterien, an denen das Ziel definiert wird, von vorne herein bekannt sind. Realisierbarkeit: Ziele müssen im Rahmen des konkreten Projektes beeinflusst werden können und dürfen nicht außerhalb des Kompetenzbereiches des Projektverantwortlichen liegen. Vollständigkeit: Alle Ziele sollen bekannt sein. Widerspruchsfreiheit: Ziele dürfen sich nicht widersprechen. Lösungsneutralität: Die Wege zum jeweiligen Ziel müssen vielfältig sein und müssen unterschiedliche Lösungen zulassen. Redundanzfreiheit: Identische Ziele sollten nicht mehrfach durch unterschiedliche Begrifflichkeiten verfolgt werden. Relevanz: Ziele müssen für das jeweilige Teilprojekt maßgeschneidert sein. Aktualität: Ziele müssen sich permanent an eine aktuelle Situation anpassen lassen. Projektorganisation Für die Projektorganisation hat sich in der Praxis eine hierarchische und mehrstufige Gremienorganisation bewährt. Der Projektleiter beispielsweise koordiniert und organisiert die Projektarbeit und hat dabei aber auch auf Schnittstellen zu anderen Projekten und zur Gesamtorganisation zu achten. Zudem trägt er die Gesamtverantwortung. Die wichtigste Aufgabe des Projektleiters ist es, bereits beim Projektstart die Ziele des Projektes zu konkretisieren und im Rahmen eines Projektplanes mit dem Lenkungsausschuss detailliert abzustimmen. Das Projektteam wiederum ist für den operativen Ablauf des Projekts zuständig. Die Mitarbeiter erstatten dem Projektleiter Bericht über den Fortgang des Projekts und sind verpflichtet, ihn umgehend über den Fortschritt des Projektes, aber auch über Probleme, etwa durch drohende Terminverzögerungen, umgehend zu unterrichten. Der Lenkungsausschuss schließlich überwacht als Kontroll- und Entscheidungsgremium die Projektdurchführung und tritt immer dann zusammen, wenn wichtige Zwischenziele erreicht wurden. Mitglieder des Lenkungsausschusses sind in der Regel Vertreter der Leitungsebene oder die Auftraggeber. Die Personalvertretung sowie Mitarbeiter, für deren Arbeitsbereiche sich Auswirkungen auf die Ergebnisse eines Projekts ergeben, sollten ebenfalls dem Lenkungsausschuss angehören. Aber auch externe Auftraggeber wie eine Unternehmensberatungen, können beratend im Lenkungsausschuss vertreten sein. Sachgerechte Integration Bei der Konzipierung einer Projektorganisation geht es darum, Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung auf die Mitarbeiter zu verteilen und zwar zielgerichtet. Die Handlungsfreiräume und die Verfügbarkeit aller Projektbeteiligten sollten hier definiert sein. In der Praxis haben sich drei gängige Modelle bewährt, wobei die Weisungskompetenz und die Verfügbarkeit der Projektmitarbeiter jeweils unterschiedlich ist. Man unterscheidet dabei die reine Projektorganisation, bei der es sich um eine Zusammenfassung und -durchführung in einer neu zu bildenden Organisationseinheit mit Freistellung der Mitarbeiter aus der Linienorganisation handelt. Matrix-Projektorganisation, wobei die Durchführung des Projekts der Linienorganisation, die eigentliche Führung aber der temporär eingerichteten Matrix-Organisation übertragen wird. Auf diese Weise entstehen zwei sich überlappende Weisungssysteme, bei denen die Projektleitung aus der Linienorganisation herausgegliedert wird und die anderen Projektmitarbeiter bei ihrem bisherigen Unterstellungsverhältnis bleiben. Die Matrix-Instanz entscheidet das Was bis wann, die Linieninstanz trifft die Verfahrensentscheidung, also das Wie. Das sich überlappende Weisungssysteme bereiten in der Praxis Schwierigkeiten, so dass Auftrags- und Weisungsverhältnisse permanent abgestimmt werden müssen. Einfluss-Projektorganisation. Hier liegen Projektführung und -Durchführung in vollem Umfang in der Linienorganisation. Es gibt lediglich einen Projektkoordinator. Dieses Modell lässt sich relativ leicht realisieren, da die bestehende Organisation nur minimal beeinflusst wird. Die Linieninstanzen behalten die volle Kompetenz. Vergabevorschriften PROJEKT KICK-OFF Der Projektleiter eröffnet die Sitzung, stellt sich vor und informiert dabei über seine relevanten Erfahrungen in der Vergangenheit Der Projektleiter stellt das inhaltliche Projektziel vor Jedes Teammitglied stellt sich vor, schildert seinen Werdegang, aber auch die Erfahrungen, die es aus früheren ähnlichen Projekten einbringen kann Der Projektleiter informiert über weitere Details zum Projekt und geht dabei auf die Wünsche der Teammitglieder ein. Dazu gehören Informationen über Aufgaben und Befugnisse von Instanzen und Gremien aus der Projektorganisation (Auftraggeber, Entscheidungsgremien und so weiter) Der Projektleiter informiert über weitere Details zum Projekt und geht dabei auf die Wünsche der Teammitglieder ein. Dazu gehören Informationen über Aufgaben und Befugnisse von Instanzen und Gremien aus der Projektorganisation (Auftraggeber, Entscheidungsgremien und so weiter) Die weitere Vorgehensweise wird vereinbart. Dazu gehören Terminabsprachen oder Tagespunkte Die Sitzung sollte eine Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten Vom Projektleiter diktierte Spielregeln für die Zusammenarbeit Inhaltliche Diskussionen über die Vorgehensweise innerhalb des Projekts. Dazu sollte ein eigener Planungs-Workshop stattfinden Der Projektleiter sollte sich nicht zu stark in den Vordergrund stellen und besser gezielt auf die Wünsche und Fragen der Teamteilnehmer eingehen Im Rahmen eines Projektes kann es durchaus notwendig werden, für den Einkauf externer Beratungsund Unterstützungsleistungen oder Beschaffungsmaßnahmen von Softund Hardware Vergabeverfahren durchzuführen. Für die Vergabe öffentlicher Aufträge gelten grundsätzlich die Bestimmungen der VOL Teil A, nach deren Grundsätzen ( 2 VOL/A) im Falle einer Leistungsvergabe kein Unternehmen diskriminiert werden darf. Je nach Art des Vergabeverfahrens kann es einen Zeitraum von bis zu vier Monaten ab Veröffentlichung in Anspruch nehmen. Der zeitliche Aufwand für die Erstellung von Leistungsbeschreibung und Pflichtenheft muss ebenfalls berücksichtigt werden. Projektstart Die erste offizielle Sitzung des Projektteams (Projekt-Kick-off) soll den Teammitgliedern Gelegenheit geben, sich über das Projektziel zu informieren und sich gegenseitig kennen zu lernen. Um die direkte Kommunikation im Projektteam sicherzustellen, sollte jedem Teammitglied klar sein, wer von den einzelnen Projektmitarbeitern welche Erfahrungen und welches Know-how mit einbringt. Dies kann sich auch für Themen als wichtig erweisen, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Projekt stehen, da oftmals Wissen aus angrenzenden Bereichen für die Lösung möglicherweise auftretender Probleme nützlich sein kann. Im Verlauf des Projekt-Kick-off sollten deshalb auch die Rollen der einzelnen Teammitglieder gründlich geklärt werden, zudem sollte unbedingt ein gemeinsamer Informationsstand für alle Mitarbeiter hergestellt werden. Dazu zählen auch die Inkenntnissetzung über das exakte Projektziel sowie den dazu gehörenden Rahmenbedingungen. jü

19 22 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT PRAXIS & LÖSUNGEN Zukunftsmusik Steuererklärung per ? Rechtswirksamkeit. Nachdem die Kommunikation per in fast allen Bereich des privaten und geschäftlichen Alltags Einzug gehalten hat, stellt sich vielfach die Frage, was die Abgabe einer solchen elektronischen Erklärung Wert ist oder besser noch, welche Rechtswirkungen sie auslösen kann. Ist der Ausspruch einer Kündigung per möglich? Kann die Steuerklärung per eingereicht werden? Können Verträge wirksam per geschlossen werden? Bei der Klärung dieser Fragen ist zu unterscheiden, ob die fragliche Erklärung schriftlich abgegeben werden muss, oder ob auch die mündliche Erklärung bereits Rechtswirksamkeit erzeugt. Verträge können zum Beispiel auch mündlich oder juristisch gesprochen: formfrei abgeschlossen werden. Ein Vertragsabschluss per ist daher grundsätzlich auch wirksam. Problematisch wird es erst dann, wenn eine der Vertragsparteien den Vertragsschluss bestreitet. In dem Fall kommt es auf die Eignung der Vorlage der als Beweis vor Gericht an und diese Eignung ist nicht ohne weiteres zu bejahen. Allein der Ausdruck einer empfangenen oder abgegebenen gibt kein Zeugnis darüber ab, ob der im Kopfteil der angegebene Empfänger oder Absender auch der richtige ist. Schließlich kann auch ein Dritter den -account des Absenders oder Empfängers benutzt haben. Die -erklärung kann also nicht eindeutig einer Person zugeordnet werden. Diesem Problem kann mit dem Einsatz einer digitalen Signatur begegnet werden, da durch die digitale Signatur eine eindeutige Identifizierung vorgenommen werden kann. Zusätzlich steht oft in Frage, ob die digitale Willenserklärung nachträglich verändert worden ist. Auch dieses kann durch Verwendung einer digitalen Signatur festgestellt werden, denn im Fall von Manipulationen stimmt die vorliegende Erklärung nicht mehr mit der Signatur überein. Mit einer digitalen Signatur kann also zuverlässig festgestellt werden, wer die signierte Erklärung abgegeben hat (Urheberschaft) und ob die Erklärung nach Signierung verändert wurde (Authentizität). Die digitale Signatur Was ist aber eigentlich eine digitale Signatur? Eine digitale Signatur entspricht Daten in elektronischer Form, die anderen elektronischen Daten beigefügt oder logisch mit ihnen verknüpft sind und die zur Authentifizierung dienen (so die Legaldefinition des Gesetzes in 2 SigG). Nicht-technisch gesprochen ermöglicht es die digitale Signatur, den Ersteller einer elektronischen Nachricht zweifelsfrei zu identifizieren. Darüber hinaus ist die digitale Signatur eine Art elektronisches Siegel, mit dem die Daten vor Manipulationen geschützt werden. Sicherheitsgrade Die digitale Signatur kann in verschiedenen Sicherheitsgraden erzeugt werden: als einfache und als qualifizierte digitale Signatur. Als rechtswirksam anerkannt gelten insbesondere qualifizierte digitale Signaturen. Das sind solche, die eindeutig einer Person (dem Signaturschlüssel-Inhaber) zugeordnet sind und seine Identifizierung ermöglichen. Signaturschlüssel-Inhaber ist jeweils die Person, die einen Signaturschlüssel besitzt und der die zugehörigen Signaturprüfschlüssel durch ein qualifiziertes Zertifikat zugeordnet ist. Ein Zertifikat ist eine elektronische Bescheinigung, mit der der Signaturprüfschlüssel einer Person zugeordnet und die Identität dieser Person bestätigt wird. Die vom Signaturschlüssel-Inhaber erstellte Signatur wird sodann mit den Daten, die sie signiert so verknüpft, dass eine nachträgliche Veränderung der Daten erkannt werden kann. Durch das qualifizierte Zertifikat kann der Signaturschlüssel-Inhaber und damit der Erzeuger der Nachricht eindeutig festgestellt werden. Die besondere Sicherheit der digitalen Signatur resultiert außerdem daher, dass ein Zertifizierungsdienst nur bei Erfüllung einer Reihe von Voraussetzungen betrieben werden darf. So ist es notwendig, die für den Betrieb eines solchen Dienstes erforderliche Zuverlässigkeit zu besitzen sowie das Bestehen einer Haftpflichtversicherung in gesetzlich bestimmter Höhe nachzuweisen. Auch ist bestimmt, was ein qualifiziertes Zertifikat enthalten muss und dass der Nutzer über bestimmte von ihm einzuhaltende Sicherheitsvorschriften zu unterrichten ist. Um Fälschungen auszuschließen müssen qualifizierte Zertifikate jederzeit sperrbar sein. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass auch die Produkte für elektronische Signaturen bestimmten Anforderungen des Signaturgesetzes genügen müssen. So sind Fälschungssicherheit beziehungsweise die einfache Erkennbarkeit aufgetretener Verfälschungen eine zwingende Eigenschaft sicherer Signaturprodukte. Zertifizierungsdiensteanbieter haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich einem freiwilligen Akkreditierungsverfahren vor der Regulierungsbehörde zu unterziehen. Sie erhalten dann ein Gütezeichen der zuständigen Behörde. Mit diesem wird der Nachweis der umfassend geprüften technischen und administrativen Sicherheit für die auf ihren qualifizierten Zertifikaten beruhenden elektronischen Signaturen zum Ausdruck gebracht. Akkreditierte Zertifizierungsdiensteanbieter sind z.b. die Deutsche Post Signtrust GmbH, die Medizon AG oder die Datev e.g. (Alle akkreditierten Zertifizierungsdiensteanbieter können auf den Webseiten der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation unter der Adresse eingesehen werden). Von der Rechtswirkung her werden Zeitstempel digitalen Signaturen gleich gesetzt. Mit einem Zeitstempel kann der Zeitpunkt der Abgabe einer elektronischen Erklärung sicher dokumentiert werden. Dieses ist in allen Bereichen, in denen es auf die Einhaltung von Fristen ankommt von unschätzbarem Beweiswert, so zum Beispiel in Gerichtsverfahren, in Steuerangelegenheiten oder Baugenehmigungsverfahren. Zeitstempel werden häufig mit digitalen Signaturen verbunden, so dass nicht nur der Erklärende, sondern auch der Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung eindeutig ermittelt werden können. Akkreditierter Zertifizierungsdiensteanbieter für Zeitstempel ist bisher allein die AuthentiDate International AG mit Sitz in Ratingen. Einsatzmöglichkeiten Mit dem Gesetz zur Anpassung der Formvorschriften des Privatrechts und anderer Vorschriften an den modernen Rechtgeschäftsverkehr, das am in Kraft getreten ist, wurde die rechtliche Anerkennung der digitalen Signatur in bestimmten Einsatzbereichen festgeschrieben. Digitale Signaturen können danach überall dort eingesetzt werden, wo das Gesetz keine besonderen Anforderungen an die Formerfordernisse stellt oder dort, wo das Gesetz die Schriftform fordert und nicht gesetzlich bestimmt ist, dass ausnahmsweise die elektronische Form mit der Schriftform nicht gleichgesetzt werden kann ( 126 III BGB). In diesen Fällen kann die Verwendung einer qualifizierten digitalen Signatur die Schriftform ersetzen. Elektronisch unterzeichnete Verträge sind danach wirksam, wenn die Parteien jeweils ein gleichlautendes Dokument mit einer qualifizierten digitalen Signatur versehen. Wenn keine Schriftform oder die elektronische Form verlangt wird, kann auch eine einfache digitale Signatur verwendet werden. Eine Reihe von Erklärungen dürfen dagegen nicht in elektronischer Form abgegeben werden. So gilt im Arbeitsverhältnis, dass Arbeitszeugnisse sowie die Kündigung des Arbeitsverhältnisses auf herkömmlichen Papierwege erfolgen müssen. Das Arbeitszeugnis soll schließlich auch noch Dritten vorgelegt werden können und da sieht eine Unterschrift auf Papier doch nach mehr aus. Die Kündigung muss sicher zugehen können, auch hier geht man davon aus, dass nur der herkömmliche Übermittlungsweg den rechtzeitigen Zugang beim Empfänger garantiert. Auch Bürgschaftserklärungen, unterhaltssichernde Leibrentenversprechen, Schuldversprechen oder -anerkenntnis können gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch nicht in elektronischer Form abgegeben werden. Die Abgabe derartiger Erklärungen in elektronischer Form würde dem Schutzzweck der betroffenen Vorschriften widersprechen, mit denen die leichtfertige Abgabe von Erklärungen mit erheblichen finanziellen Auswirkungen verhindert werden soll. Dem gemäß kann ein Verbraucherkredit nicht in elektronischer Form abgeschlossen werden. Erklärungen in Zivil- oder Verwaltungsprozessen sowie in Verfahren der Freiwilligen Gerichtsbarkeit können in Zukunft vielfach in elektronischer Form abgegeben werden Voraussetzung ist aber, dass die Gerichte auch auf den Empfang elektronischer Erklärungen eingerichtet sind. Dieses ist derzeit häufig nicht der Fall, da die deutschen Behörden nicht immer ausreichend mit Computern sind. Daher wurde auch in 130a Abs. II ZPO bestimmt, dass die Bundesregierung und die Landesregierungen den Zeitpunkt, von dem an elektronische Dokumente bei den Gerichten eingereicht werden können, durch Rechtsverordnung bestimmen werden. Bevor diese Bestimmung ge- Schwerpunktthema in dieser Ausgabe esignatur SPHINX Pilotprojekt des BSI für mehr Datensicherheit.....Seite 23 CLEVER & SMART Firewalls weisen signierte s immer wieder ab....seite 24 STUFENWEISE Die Signatur unterscheidet drei Sicherheitsstufen...Seite 26 JURISTISCH Nicht alles kann digital unterzeichnet werden....seite 27 troffen wird, ist die Einreichung elektronischer Schriftsätze bei Gericht daher nicht möglich. Eine solche Bestimmung wurde für ein Pilotprojekt am 7. November 2001 beschlossen, sodass künftig das Einreichen elektronischer Dokumente für bestimmte Verfahren beim Bundesgerichtshof zugelassen ist. Hierbei müssen die im Gesetz normierten technischen Anforderungen eingehalten werden. Insbesondere ist hierbei wichtig, dass die verwendeten digitalen Signaturprodukte mit denen beim BGH verwendeten kompatibel sind. Das elektronisches Dokument gilt als eingereicht und bei Gericht zugegangen, sobald die für den Empfang bestimmte Einrichtung des Gerichtes es aufgezeichnet hat ( 130a Abs. III ZPO). Damit wird das Übermittlungsrisiko aber dem Absender, nicht dem Empfänger angelastet. pi FAZIT Zusammenfassend kann man sagen: Die digitale Signatur kann heute in weiten Bereichen des Alltagslebens verwendet werden. Insbesondere hält sie Einzug in den Bereich des ecommerce, des Kaufs und Verkaufs über das Internet. Es ist für den Anbieter von Waren über das Internet sicherer, eine digital unterzeichnete Bestellung zu erhalten, als eine reine Bestellung per , die später keinem Absender mehr zweifelsfrei zugeordnet werden kann. Durch die eindeutige Identifikation des Bestellers lassen sich Rechnungsansprüche wesentlich leichter durchsetzen. Dies kann einen Anstieg des elektronischen Geschäftsverkehrs bedeuten, denn so mancher mag sich, scheuen, seine Bank- oder Kreditkartendaten elektronisch zu übermitteln ist der Besteller jedoch eindeutig identifizierbar, ist das Bestehen auf Vorauskasse für die Versandhändler nicht mehr zwingend notwendig, und sie werden deshalb eher bereit sein, auf Rechnung zu liefern. pi Expertenmeinung Mit Schwung in die digitale Signatur Schub. Die digitale Signatur als elektronische Form der persönlichen Unterschrift braucht noch mehr Schub, um sich als erforderliches Sicherheitsinstrument für die Kommunikation im Internet durch setzen zu können. Dies ist das Ergebnis eines Symposiums, das vom Institut für Telematik in Trier veranstaltet wurde. Der Expertengipfel war sich einig: Die gesetzliche Grundlage sei geschaffen, die technischen Voraussetzungen seien längst vorhanden jedoch fehle bislang die breite Nutzung der digitalen Signatur und damit auch die Marktdurchdringung. Unter der Leitung von Institutsdirektor Professor Christoph Meinel diskutierten in Trier Größen aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft über die Chancen und Risiken der elektronischen Signatur. Als probelmatisch erwiesen sich dabei die technischen Systeme zur Überprüfung der elektronischen Unterschrift. Die Verständigung der Systeme untereinander ist noch nicht gewährleistet. Einige Referenten sprachen sich für den Ausbau so genannter Public Key-Infrastrukturen aus. Dabei handelt es sich um Systeme, die mit einem öffentlichen und einem privaten elektronischen Schlüssel arbeiten und die maximale Sicherheit für die Nachrichtenübermittlung und digitale Signaturen garantieren. Die rechtliche Anerkennung solcher Systeme sei zwischenzeitlich geklärt, allerdings sei die Umsetzung in die Praxis noch verbesserungsbedürftig. Dr. Ulrich Sandl vom Bundeswirtschaftsministerium erklärte die Schritte, die in Kürze zur Einführung eines einheitlichen Standards für digitale Signaturen unternommen werden müssten. Vorhandene Nutzungsbarrieren sollten abgebaut werden, wobei das Sicherheitsbedürfnis bei den Nutzern von Online-Kommunikatio allerdings noch nicht sehr ausgeprägt sei. Bernhard Hensel vom Dateninformationszentrum Rheinland-Pfalz, dass noch immer eine gewisse Zurückhaltung gegenüber digitalen Signaturen zu beobachten sei und die erforderlichen Mehrkosten zur Einführung des egovernment in Höhe von sechs Millionen Mark pro Jahr bislang noch in keinem Etat budgetiert seien. Michael Leistenschneider vom Steuerberatungsdienstleister DATEV gab sich hinsichtlich eines Signaturbooms Anfang 2002 zuversichtlich und meinte, künftig müssten Online-Rechnungen sämtlich für den Vorsteuerabzug digital unterschrieben werden. Das universitätsnahe Institut für Telematik, das als eingetragener gemeinnütziger Verein arbeitet, ist in seiner Ausrichtung in Deutschland einmalig. Nach nur drei Jahren Arbeit kann es bereits auf über 70 Fachbeiträge zu internationalen Konferenzen, zwei Patente und drei Promotionen verweisen. Das Team um Professor Meinel entwickelt anwenderfreundliche, praxistaugliche Hightech-Lösungen. mcommerce, Internet/Intranet, Sicherheit der Datenkommunikation in offenen Netzen, Telemedizin, elektronisches Publizieren, Systementwurf und -analyse sind die derzeitigen Tätigkeitsbereiche des international beachteten Spitzenforschungsinstitutes, das mit der Fraunhofer-Gesellschaft verbunden ist. Das Institut für Telematik ist unter anderem auch Mitglied der Initiative D21. jü

20 PRAXIS & LÖSUNGEN SCHWERPUNKT GOVERNMENT COMPUTING AKTUELL ZERTIFIZIERUNGSSTELLEN Trust Center oder Zertifizierungsstellen werden immer dann benötigt, wenn man für eine nicht mehr überschaubare Anzahl von Teilnehmern asymmetrische Kryptoverfahren für die digitale Signatur oder für die Verschlüsselung einsetzen will. Solche Verfahren setzen bei der Signaturbildung oder Verschlüsselung einen anderen Schlüssel als bei der Signaturprüfung oder Entschlüsselung voraus. Dazu wird benutzerbezogen ein Paar korrespondierender Schlüssel erzeugt. Ein Schlüssel, der so genannte öffentliche Schlüssel, wird öffentlich bekanntgegeben. Der andere Schlüssel, der so genannte private Schlüssel, muss absolut geheim gehalten werden. Mit dem privaten Schlüssel kann eine digitale Signatur erzeugt oder ein Text entschlüsselt, mit dem zugehörigen öffentlichen Schlüssel verifiziert oder verschlüsselt werden. Will man nun die Echtheit der öffentlichen Schlüssel und die sichere Zuordnung zu den jeweiligen Personen sicherstellen, bedarf es der bereits erwähnten Trust Center oder Zertifizierungsstellen, die wiederum die Zuordnung einer Person zu einem öffentlichen Schlüssel durch ein Zertifikat bestätigen. Trust Center können zu dieser Leistung zusätzlich die Schlüsselaufbewahrung als weitere Dienstleistung anbieten, wenn die kryptografischen Schlüssel für die Verschlüsselung eingesetzt werden sollen. jü EINIGE AUFGABEN DER ZERTIFIZIERUNGSSTELLEN Schlüsselgenerierung: Es sind für die Zertifizierungsstelle und ggf. für die Teilnehmer Schlüsselpaare zu generieren. Schlüsselzertifizierung: Die Teilnehmerdaten, der korrespondierende öffentliche Schlüssel und weitere Daten werden zu einem Zertikat zusammengefasst und von der Zertifizierungsstelle digital signiert. Personalisierung: Das Zertifikat und gegebenenfalls öffentlicher und privater Schlüssel werden auf eine Signaturkomponente (Chipkarte) übertragen. jü Pilotprojekt Sphinx Sichere Verschlüsselung ermöglicht schnellen Datenverkehr Veränderung. In den Zeiten zunehmenden Datenverkehrs via Internet richten sich neben den Wirtschaftsunternehmen im wachsenden ebusiness-bereich auch vermehrt Behörden und andere öffentliche Institutionen auf den Online-Datenaustausch ein. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mit dem Pilotprojekt Sphinx Ziele und Anforderungen definiert, nach denen neue Software überprüft werden soll. Die Frage ist, ob die Anwendungen den -verkehr sicherer machen und ob die verschiedenen Verschlüsselungstechnologien miteinander kommunizieren können. Darüber hinaus stehen pragmatische Aspekte wie die Anwenderpraktikabilität und der Aufwand für die Einführung solcher Verschlüsselungstechnologien auf dem Prüfstand. Erst nach gründlichen Tests seitens des Bundesamtes und dem endgültig positiven Bescheid der Eignung erhält der Hersteller der eingereichten Lösung die Freigabe zum Einsatz der Software in der Öffentlichen Verwaltung. Absicherung Der cv cryptovision gmbh wurde jetzt als eines von wenigen Unternehmen eine solche Eignung bescheinigt. Mit ihrem Produkt cv act s/mail für Novell GroupWise ist cryptovision nach eigenen Angaben das erste Unternehmen, das für die Novell-Software die Freigabe erhielt. Die in enger Kooperation mit Novell entwickelte Software-Lösung dient der Absicherung des gesamten -datenverkehrs. Vor allem in Institutionen der Öffentlichen Hand wird das neue Produkt Anwendung finden, denn viele Verwaltungen und Behörden haben Novell GroupWise als Standard installiert. Das Unternehmen hat mit cv act s/mail alle Anforderungen im Rahmen des Pilotprojekts Sphinx erfüllt, die beim -versand die Vertraulichkeit, Authentizität und die Integrität der versendeten Daten garantieren. Dabei dient die Verschlüsselung der der Vertraulichkeit, während die digitale Signatur Integrität und Authenzität gewährleistet. Beim Verschlüsselungsverfahren wird die elektronische Post in einem geschlossenen Briefumschlag verpackt, der nur vom rechtmäßigen Empfänger geöffnet werden kann. Eindeutige Identifizierung Damit aber auch der Absender eindeutig identifizierbar ist, wird die Mail zusätzlich mit einer digitalen Unterschrift versehen. Selbst bei nicht verschlüsselten s kann durch die digitale Signatur nachvollzogen werden, ob sie unterwegs unberechtigt eingesehen oder sogar verändert wurde. Das bedeutet gleichfalls, dass jede Übereinstimmung der Signatur zwischen Absender und Empfänger den Absender für den Inhalt verantwortlich macht. Er ist als Verfasser dann eindeutig identifiziert. Das bietet gerade in der externen elektronischen Kommunikation mit den Bürgern einen entscheidenden Vorteil. Die Spinx-zertifizierte Software cv act s/mail sorgt für einen neuen Sicherheitsstandard im Bereich des Datenverkehrs der Öffentlichen Hand. Mit einigen Behörden und Städten werden derzeit bereits Detailgespräche geführt, weitere haben ihr Interesse schon bekundet. Im August dieses Jahres hatten sich bereits NRW-Finanzminister Peer Steinbrück und der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Joachim Poß, direkt beim Gelsenkirchner Unternehmen über diese Technologie informieren lassen. jü Digitale Signatur Anonym und dennoch ganz eindeutig WENN SIE WÜSSTEN, WER BEI IHNEN EIN- UND AUSGEHT Noch gilt die elektronische Unterschrift nicht überall als rechtlich anerkanntes Gegenstück zur echten Unterschrift einer Person. Doch in der Praxis werden im Internet bereits diverse Verfahren angewendet und akzeptiert, die in der Lage sind, digitale Signaturen eindeutig einem Absender zuzuweisen. Die elektronische Signatur ist der Versuch, sich auch im anonymen Internet eindeutig ausweisen zu können. Die Anwendungsgebiete liegen bei Online- Einkäufen oder beim Versenden von s mit sensiblem Inhalt. Will der Absender einer digital unterschreiben, dann benötigt er einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Beim Versenden einer signiert der Absender diese mit seinem privaten Schlüssel, also dem elektronischen Gegenstück zu seiner echten Unterschrift. Der Empfänger wiederum prüft die Echtheit des Absenders, indem er die Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Absenders decodiert. Läßt sich die Unterschrift so verifizieren, ist die Nachricht eindeutig vom Absender und außerdem nach dem Signieren nicht mehr nachträglich geändert worden. Zertifizierungsstellen 1998 wurde die Deutsche Telekom von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post mit dem Aufbau einer obersten Zertifizierungsstelle in Mainz beauftragt. Zertifizierungs-Stellen werden künftig Kennungen an Personen oder Firmen vergeben, die sich dort zuvor persönlich ausgewiesen haben. Dazu bestimmte das Multimediagesetz von August 1997 im Artikel 7, daß die Anbieter für die Vergabe der Signaturen eine Lizenz bei öffentlichen Stellen beantragen müssen. In den kommenden Jahre sollen die Zertifizierungsstellen von öffentlichen Institutionen, Unternehmen oder Verbänden betrieben werden. Sie verkaufen dem Computernutzer ein Paar individueller Schlüssel zur Dokumenten- Kennzeichnung. Sicherheitslöcher Doch befindet sich die digitale Unterschrift auch im Kreuzfeuer der Kritik. So haben beispielsweise Wissenschaftler an der Universität Bonn Sicherheitslücken in verschiedenen Signaturprodukten entdeckt. Bereits im September 2000 konnten Forscher an der Universität Bonn einen Virus (Trojaner) programmieren, der in der Lage war, die Sicherheitsvorkehrungen bei verschiedenen Signierprodukten außer Kraft zu setzen. Der Virus las nicht nur die PIN-Codes aus, sondern machte es sogar möglich, ein signiertes Dokument nachträglich zu manipulieren. Aber auch ein bereits zertifiziertes Dokument konnte durch den eingeschleusten Schädling überlistet werden. Die Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse erstmals im Mai diesen Jahres auf einem Kongress dem BSI vorgestellt und erklärt, mit welchen Methoden sie während ihrer Forschungsarbeit die von der Deutschen Post AG und der Deutschen Telekom AG verwendete Software knacken konnten. Lediglich ein einziges Produkt erwies sich seinerzeit gegen einen Angriff von außen resistent. jü WORTWEISER REGULIERUNGS- BEHÖRDE Nach den Regelungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG), seit dem 1. August 1996 in Kraft, wurde die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post als Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft mit Sitz in Bonn errichtet. MC&LB EXORCIST ist nur eines von vielen Computerviren, die IT-Manager in den Wahnsinn treiben. Sie zerstören Dokumente und manipulieren die Software. Dabei haben Ihre Daten doch einen Schutzengel:TREND MICRO.Wir bewahren Ihr System vor malicious codes mit serverbasierten VirusWalls, die rund um die Uhr für Sie arbeiten.wozu sich also noch länger quälen? Zum Teufel mit den Viren.

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