REPORT. Siegen. Lernen im Ausland: Praxis für den Beruf. Konjunkturumfrage vorgelegt. E:biz: Besserer Schutz im Internet

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1 11/ JAHRGANG A 4791 IHK Vollversammlungswahl 2010 INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER SIEGEN WIRTSCHAFTS SIEGEN OLPE WITTGENSTEIN Lernen im Ausland: Praxis für den Beruf 2 Konjunkturumfrage vorgelegt 24 E:biz: Besserer Schutz im Internet 56 Siegen

2 germanappeal.com _ fotolia.com Sauberer geht nicht! Wir sorgen für saubere Straßen. Leidenschaftlich gern. Für den ersten Eindruck bei Ihren Kunden gibt es keine zweite Chance. Dank modernster Technik und unseres speziell geschulten Personals erwarten Sie bei uns hervorragende Waschergebnisse. Cologne Truck Wash bietet auch in Ihrer Nähe einen verkehrsgünstig gelegenen Standort. A45 Wilnsdorf Informieren Sie sich telefonisch unter der Rufnummer (+49) über unsere günstigen Tarife am Standort Wilnsdorf oder besuchen Sie unsere Internetseite. Lassen Sie sich überzeugen! 24h Weitere Informationen zu unseren Standorten sowie zum Thema Technik und Umwelt erhalten Sie auf: Fünf Standorte, ein Ziel felgenreine Sauberkeit. A4 Köln-Eifeltor Cologne Truck Wash (SVG-Hof) Am Eifeltor 1 D Köln Ausstattung: 5-spurige Anlage, inkl. Siloanlage für Außenwäsche Info-Telefon: (+49) A59 Cologne Truck Wash Ettore-Bugatti-Str. 49 D Köln Porz-Gremberghoven Ausstattung: 2-spurige Anlage Info-Telefon: (+49) A3 Ransbach-Baumbach Cologne Truck Wash (Maxi-Autohof) Reimersheck 4 D Mogendorf 24h Ausstattung: 4-spurige Anlage, inkl. Siloanlage für Außenwäsche Info-Telefon: (+49) A45 Wilnsdorf Cologne Truck Wash (Maxi-Autohof) Elkersberg 6 D Wilnsdorf 24h Ausstattung: 4-spurige Anlage, inkl. Siloanlage für Außenwäsche Info-Telefon: (+49) A7 Lohfeldener Rüssel Cologne Truck Wash (SVG-Autohof) Alexander-von-Humboldt-Straße 1 D Lohfelden Ausstattung: 5-spurige Anlage, inkl. Siloanlage für Außenwäsche Info-Telefon: (+49) h 24h

3 In dieser Ausgabe Liebe Leser, Azubis lernen ein anderes Land, einen anderen Betrieb und neue Leute kennen. Immer mehr heimische Firmen senden ihren Nachwuchs während der Lehre in Tochterfirmen oder ermöglichen ihm anderweitig ein Auslands-Praktikum. Dadurch wird die Ausbildung interessanter und abwechslungsreicher. Zusätzlich lernen die jungen Leute neue Arbeitsmethoden, Techniken und einen anderen Führungsstil kennen. Nicht zu verachten ist auch der Motivationsschub, der dadurch gelingt. Lesen Sie unsere Titelgeschichte Ausbildung im Ausland: Praxis für den Beruf ab Seite 2. Unternehmen hoffen auf Wachstum, das belegt die Konjunkturumfrage der IHK Siegen auf Seite 24. Die Konjunktur in Siegen- Wittgenstein und Olpe kommt nur langsam aus dem Keller. Der Klimaindikator, der von Januar 2007 bis Januar 2009 von 131 auf 70 Punkte abstürzte, ist in der Herbstumfrage erstmals wieder gestiegen. Anschließend möchten wir auf Seite 34 in unserem Gastronomie-Porträt ein etwas anderes Restaurant vorstellen. Die Elsässer Stubb in der Siegener Oberstadt repräsentiert das Elsass quasi direkt vor der Haustür. Inhaber Frank Touloumis-Heep ist mit Herzblut bei der Sache. Seinen Beruf Koch hat er zur Berufung gemacht. Gemeinsam mit Konstantin Touloumis leitet der 39-Jährige ein Restaurant, an dass so mancher Siegerländer sich erst einmal gewöhnen musste. Denn in der Speisekarte befindet sich die eine oder andere Extravaganz. Mit dem Thema Marketing geht es auf Seite 48 weiter, denn im Bereich der Dienstleistungen unterliegt es ganz speziellen Herausforderungen. Die Nachfrager begegnen den Serviceangeboten mit immer größerer Skepsis. Damit die Vermarktung aber erfolgreich wird, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Welche das genau sind, erläutert Ulf Lück, Geschäftsführer der Conception Werbung und Marketing GmbH aus Siegen. Unsere Rubrik E:biz beschäftigt sich im Anschluss auf Seite 56 mit den Markennamen im Internet. Der Adressraum im World-Wide-Web ist begrenzt. Für Unternehmen wichtig: Voraussichtlich zum Jahreswechsel können Betriebe ihre Marke oder ihren Unternehmensnamen als sogenannte Top Level Domain registrieren. Wer dann zuerst kommt, malt zuerst, weiß Ihre Redaktion Industrie- und Handelskammer SIEGEN OLPE WITTGENSTEIN Ausgabe November 2009 Titelgeschichte Lernen im Ausland: Praxis für den Beruf 2 Aktuell Ernst-Schneider-Preise vergeben 10 Vernissage in der IHK-Galerie zog Gäste an 14 Handelsforum gab tiefe Einblicke 16 IHKs starten Informations- und Qualifizierungsoffensive 18 Bewerbungen für IHK-Vollversammlungswahl willkommen 20 Bekanntmachungen 22 Berichte IHK-Konjunkturumfrage vorgelegt 24 Neue Bürgermeister im Amt 26 Rückgang auf dem Lehrstellenmarkt 28 IAA: Messe mit Rückenwind 30 Die Elsässer Stubb tischt auf 34 Marketing: Kunden binden Kunden finden 48 Dicke Luft durch den Verkehr? 52 Mitarbeiterkapitalbeteiligung als Chance 54 E:biz: Besserer Schutz im Internet 56 Wirtschaft in der Region 38 Firmenporträt SAB Sägewerksanlagen 44 Nachrichten für die Praxis 58 Auszeichnungen, Jubiläen und Geburtstage 63 Recyclingbörse 64 Bücher 64 Technologiebörse 64 Kooperationsbörse 65 Unternehmensnachfolgebörse 66 Handels- und Genossenschaftsregister 67 Kultur 78 Kommentiert Notiert 80 Impressum 80 10/09 Die IHK Siegen online:

4 Praxis fü Name: Pr den Beru den Beruf nd Adresse: Ausland fü

5 r LERNEN IM AUSLAND Azubis lernen ein anderes Land, einen anderen Betrieb und neue Leute kennen. Immer mehr heimische Firmen senden ihren Nachwuchs während der Lehre in Tochterfirmen oder ermöglichen ihm anderweitig ein Auslands-Praktikum. Dadurch wird die Ausbildung interessanter und abwechslungsreicher. Zusätzlich lernen die jungen Leute neue Arbeitsmethoden, Techniken und einen anderen Führungsstil kennen. Nicht zu verachten ist auch der Motivationsschub, der dadurch gelingt.

6 Name: Ko ünstige chkeit fürfü Kostengün Möglichk den den Einstieg European College Erfahrungen in London Auf ein Angebot des European College of Business and Management (ECBM) können die Unternehmen aus Siegen- Wittgenstein und Olpe zurückgreifen. Für Firmen, die den Einstieg in die Auslandsausbildung wagen möchten, eine ideale und zugleich kostengünstige Möglichkeit. Mit dabei ist auch die Gedia Gebrüder Dingerkus GmbH in Attendorn. Unsere kaufmännischen Auszubildenden werden mit der Anwendung der englischen Sprache in ganz unterschiedlichen Situationen konfrontiert, erläutert Tanja Wiese aus dem Bereich Personalwirtschaft im Unternehmen. Sie können ihre bereits erlernten Kenntnisse über Präsentationen, Geschäftskorrespondenz oder auch Small-Talk anwenden und vertiefen. Großen Wert legen wir ebenso auf die Förderung von Softskills. So wird die Unterbringung in Gastfamilien sicherlich einen großen Beitrag hierzu leisten. Ähnlich sieht es bei der Ejot Holding GmbH & Co. KG in Bad Berleburg aus. Sprachkenntnisse werden immer wichtiger für unsere Mitarbeiter. Ohne ein gutes Englisch kommen auch unsere kaufmännischen Auszubildenden nicht mehr aus, meint Geschäftsführer Winfried Schwarz. Der Aufenthalt in London gibt ihnen die Möglichkeit, die erlernte Fremdsprache vor Ort auszuprobieren. Deshalb wollen wir zukünftig möglichst alle kaufmännischen Auszubildenden an diesem Programm teilnehmen lassen. Der Staat fördert Auslandsaufenthalte auf vielfältige Weise. Um das Förderangebot für Arbeitgeber transparenter zu machen, hat die IHK Siegen vor einem halben Jahr die neue Servicestelle Internationalisierung geschaffen. Gleichzeitig möchte Jutta Rathmann, die die Stelle von Anfang an betreut, die betrieblichen Azubis für einen Ausbildungsabschnitt im Ausland begeistern. Denn leider werden in Siegen- Wittgenstein und Olpe die Austauschprogramme noch viel zu selten genutzt. Für Studierende ist es schon fast selbstverständlich, im Rahmen eines Auslandssemesters den eigenen Horizont fachlich, sprachlich und kulturell zu erweitern, meint die 39-Jährige. Bei Auszubildenden sind Auslandsaufenthalte jedoch bisher die Ausnahme. Das ist schade. Liegen doch die Vorteile sowohl für die Lehrlinge als auch für die Arbeitgeber klar auf der Hand. Hinzu kommt, dass die Rah- menbedingungen für einen Ausbildungsabschnitt im Ausland durch die Reform des Berufsbildungsgesetzes im Jahr 2005 wesentlich erleichtert wurden. So können Jugendliche heutzutage maximal ein Viertel ihrer Lehre im Ausland verbringen. Empfehlenswert ist eine Mindestdauer von drei Wochen. Lediglich die Befreiung von der Berufsschulpflicht muss beachtet und der Unterrichtsstoff eigenständig nachgeholt werden. Ein Auslandsaufenthalt empfiehlt sich für leistungsstarke Azubis mit Grundkenntnissen in der Sprache des Ziellandes. Ein günstiger Zeitpunkt ist nach der Zwischenprüfung beziehungsweise nach dem ersten Teil der Prüfung bei Berufen mit gestreckter Abschlussprüfung. Besonders gefragt sind Länder wie England, Frankreich oder Spanien, berichtet Jutta Rathmann. Aber auch für andere europäische Länder wie Norwegen oder die Niederlande gibt es interessante Projekte. So kooperiert zum Beispiel die IHK Aachen seit Jahren mit dem European College of Business and Management (ECBM) in London. Ein Angebot, auf das auch Betriebe aus Siegen-Wittgenstein und Olpe zugreifen können. Für Unter- 4

7 nehmen, die den Einstieg in die Auslandsausbildung wagen möchten, quasi eine ideale und zugleich kostengünstige Möglichkeit. Vor Ort nehmen die jungen Leute an einem dreiwöchigen Intensivkurs in London teil. Mit dazu gehört eine interkulturelle Vorbereitungsphase sowie eine abschließende Projektarbeit. Kostenpunkt für das Ganze inklusive Kost und Logis in Gastfamilien: 1750 Euro. Davon können 878 Euro aus dem Fördertopf der Europäischen Union ( Leonardo da Vinci -Programm) übernommen werden. Ähnliche Intensiv-Schulungen in Spanien bietet die IHK Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Auslandshandelskammer in Madrid an. Ganze Gruppenaustausch-Programme laufen über das Deutsch-Französische Sekretariat in Paris. Wir als IHK informieren die Betriebe über Fördermöglichkeiten und beraten über die übrigen Rahmenbedingungen des Auslandsaufenthaltes, erklärt Jutta Rathmann. Außerdem können wir die Betriebe bei der Suche nach einem geeigneten Auslandspartner unterstützen, zum Beispiel wenn ein Unternehmen über keinen eigenen Standort im Ausland verfügt, seinem Auszubildenden aber dennoch ein Praktikum in einem anderen Land ermöglichen möchte. Mithilfe des Praktikums möchten wir unseren Auszubildenden fremde Kulturen näherbringen und ein Stück Lebenserfahrung ermöglichen, erläutert Gabi Laabs aus der Personalabteilung von Dango und Dienenthal. Europakaufmann Kolleg bietet Ausbildung Seit diesem Jahr bietet das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein eine Zusatzausbildung zum Europakaufmann an. Sie richtet sich in erster Linie an Schüler, die schon in einem Ausbildungsverhältnis stehen. Die Schüler werden gezielt mit den Themen und Aufgaben des Außenhandels vertraut gemacht und intensivieren ihre berufsbezogenen Sprachkenntnisse in Englisch und einer weiteren Fremdsprache, erläutert Schulleiter Karl-Heinz Bremer. Grundsätzlich ist die Ausbildung zum Europakaufmann bildungsgang-übergreifend. Sie empfiehlt sich besonders für Schüler, die in einem Ausbildungsverhältnis zum Industriekaufmann stehen. Die Dauer der Ausbildung beträgt zwei Jahre und umfasst 240 Unterrichtsstunden. Ergänzend dazu besteht die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum oder eine berufsbezogene Schulung zu vermitteln. Informationen und Anmeldeunterlagen sind unter abrufbar. 5

8 de Kulturenen und ein Stück und ein Stück Name: Fremde Lebenserfahrung Lebenserfahrung World-Wide-Web Hilfe aus dem Netz Die IHK Aachen betreut Angebote zur beruflichen Qualifizierung im Ausland. In Kooperation mit der IHK Siegen können heimische Firmen sich dieses Angebot zunutze machen. Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung informiert über Aktionsprogramme und Initiativen der Europäischen Union. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung setzt sie Projekte in Deutschland um. Die Organisation bietet Gruppen-Austauschprogramme für Großbritannien, Norwegen und die Niederlande an. Auch hier ist eine Förderung möglich. Die Teilnehmerzahl liegt bei mindestens zehn Personen. Das Deutsch-Französische Sekretariat unterstützt Gruppen ab zwölf Personen bei einem Frankreich- Aufenthalt im Rahmen der Ausbildung. Die IHK Siegen hilft mit ihrer Servicestelle Internationalisierung den Firmen vor Ort. Ansprechpartnerin im Haus ist Jutta Rathmann (Telefon: 0271 / oder Ein Betrieb, der sich in diesem Bereich schon seit zwei Jahren engagiert, ist die Dango & Dienenthal Maschinenbau GmH in Siegen. Als exportorientiertes Unternehmen produziert die Firma Spezialmaschinen für die metallurgische Industrie. Dazu gehören Hochöfen, Stahl- und Ferrolegierungswerke, aber auch ganze Schmiedebetriebe. 22 Azubis sind momentan in der gesamten Gruppe aktiv. Zwei von ihnen reisen pro Jahr vier Wochen in eine Tochtergesellschaft nach Johannesburg (Südafrika) oder in eine Pekinger Niederlassung (China). Voraussetzung dafür sind besonders gute Leistungen in Theorie und Praxis. Gleichzeitig müssen die Auszubildenden mindestens 18 Jahre alt sein und sich durch gute Sprachkenntnisse sowie ein gutes Standing im Betrieb auszeichnen. Mithilfe des Praktikums möchten wir unseren Auszubildenden fremde Kulturen näherbringen und ein Stück Lebenserfahrung ermöglichen, die sie sowohl beruflich als auch persönlich weiterbringt, erläutert Gabi Laabs aus der Personalabteilung die Beweggründe des Unternehmens. Natürlich erfolgt dadurch auch eine engere Bindung an die Firma. Kontakte zu ausländischen Kunden werden erleichtert, und die Auszubildenden erhalten einen Motivationsschub. So geschehen bei Carina Schröder (Ausbildung zur Industriekauffrau) und Carsten Gronemeyer (Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker). Beide haben unabhängig voneinander sehr gute Erfahrungen im Ausland gemacht. Natürlich musste ich am Anfang mit Unsicherheiten und Ängsten kämpfen, gibt Carina Schröder im

9 Interview mit dem WIRTSCHAFTS unumwunden zu. Wie komme ich mit den Leuten klar, und verläuft auch wirklich alles nach Plan? Doch schon kurz nach der Ankunft in Peking habe sie diese Bedenken über Bord geworfen. Das Ergebnis: mehr Selbstbewusstsein und ein leichterer Umgang mit der Sprache. Punkte, die Carsten Gronemeyer ebenso bei sich beobachtete. Hinzu kam, dass Südafrika in Sachen Technik nicht ganz so spezialisiert ist wie die Bundesrepublik, meint der 20-Jährige. Zwischendurch war immer wieder Improvisationstalent in der Fertigung gefragt. Eine Sache, die mir natürlich anschließend in Deutschland zugute kam. Ähnlich erfolgreich laufen die Auslandsaufenthalte in der Egon Großhaus GmbH & Co. KG. Das mittelständisch geführte Familienunternehmen stellt sich an seinen beiden Standorten Lennestadt-Bonzelerhammer und Györ (Ungarn) immer neuen Herausforderungen. Seit über 70 Jahren gilt die Firma in der Stanz-, Feinstanz- und Stanzbiegetechnik unter den Metall verarbeitenden Zulieferern als zuverlässiger Partner. Doch die Welt rückt immer näher zusammen, die Internationalisierung schreitet voran. Egon Großhaus reagiert seit dem vergangenen Jahr mit dem Versenden seiner Industriekaufleute-Azubis in die Auslandsniederlassung. Für drei Wochen werden die jungen Menschen in Györ quasi ins kalte Wasser geschmissen und erlernen Die Welt rückt immer näher zusammen, die Internationalisierung schreitet voran, meint Tilo Schneider, Personal-Abteilungsleiter bei der Firma Großhaus in Lennestadt. VERLOSUNG Mitarbeiter können Fremdsprachenkurs gewinnen! Gemeinsam mit dem Ceran-Zentrum in Spa verlost der WIRTSCHAFTS einen einwöchigen Sprachkurs inklusive Kost und Logis in Belgien. Vollständig in eine Fremdsprache einzutauchen, versetzt so manchen in Unbehagen. Woher die Zeit nehmen?, heißt es dann oft, um sich mit dieser Idee gar nicht erst befassen zu müssen. An diesem Punkt setzt das Konzept der Ceran-Zentren (www.ceran. com) in Belgien, Frankreich und England an. Die Sprachenschule basiert auf dem ständigen Austausch zwischen Sprachtrainer und Teilnehmer. Die einwöchigen Kurse beinhalten über 35 Stunden Intensivunterricht das Erlernte wird durch über 35 Stunden Praxisübungen zusammen mit einem Sprachtrainer gefestigt. Gemeinsam mit dem Ceran- Zentrum in Spa verlost der WIRTSCHAFTS- einen einwöchigen Sprachkurs (Englisch, Französisch, Deutsch oder Niederländisch) inklusive Kost und Logis in Belgien im Wert von 2520 Euro. An der Verlosung können nur Unternehmen und Privatpersonen aus den Kreisen Siegen- Wittgenstein und Olpe teilnehmen. Für Betriebe natürlich auch eine Art Motivationsinstrument, wenn sie den Kurs an gute Azubis oder verdiente Mitarbeiter weiterverschenken. Bewerbungen sind bis zum 30. November 2009 möglich. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Interessenten sollten sich mit einer Postkarte bei folgender Adresse bewerben: IHK Siegen, Redaktion WIRTSCHAFTS-, Koblenzer Str. 121, Siegen. Auf diesem Weg können Sie natürlich auch Lob oder Kritik an Ihrem regionalen Wirtschaftsmagazin loswerden. 7

10 lle Kompetenz Kompetenz Name: Interkulturell nen erlernen interkulturelle Kompetenz, erzählt der Personal-Abteilungsleiter Tilo Schneider mit einem Lächeln. So geschehen bei Dorothea Kühnert. Die 23- Jährige vertrat im vergangenen Jahr eine ungarische Verwaltungsmitarbeiterin während ihres Sommerurlaubs. Zusätzlich half die damalige Auszubildende, ein Hochregallager zu optimieren. Für mich waren die Unterschiede zwischen der deutschen und der osteuropäischen Arbeitskultur besonders spannend, erinnert sich Dorothea Kunert an ihren Ungarnaufenthalt zurück. Danach weiß man als Mitarbeiter zu schätzen, was man vor Ort in Deutschland hat. Eine ganz eigene Erfahrung, die ich jedem jungen Menschen nur empfehlen kann, wenn sich ihm die Möglichkeit dazu bietet. Ähnliche Erlebnisse machte auch Kirsten Entrup. Sie fühlt sich seit dem Ungarn-Besuch viel enger mit dem Lennestädter Haus verbunden und meint, sich besser in interne Arbeitsabläufe hineinversetzen zu können. Wenn man als Unternehmen in einem solchen Fall überhaupt von Kosten und Nutzen sprechen sollte, so liegen die Ausgaben in Zeiten von Billigfliegern absolut niedrig, meint Tilo Schneider. Sein Vorteil ist, dass die Firma in Ungarn eine Dienstwohnung hat, die in solchen Fällen zum Einsatz kommt. Doch selbst ein gutes Hotel ist in Györ schon günstig zu haben. Im Gegenzug ist der Nutzen der Auslandsbesuche für Betriebe riesig, zeigt sich der Personal-Abteilungsleiter überzeugt. Neben dem ganz pragmatischen Nutzen zum Beispiel der Urlaubsvertretung können die jungen Leute ihre Erfahrungen anschließend gewinnbringend in Deutschland einsetzen. Sie werden selbstständiger, und das kommt natürlich der Firma zugute. Insgesamt durchlaufen momentan bei dem 500 Mitarbeiter starken Unternehmen rund 40 Azubis eine Lehre. Nach Ungarn reisen zurzeit nur die Industriekaufleute. Doch Tilo Schneider kann sich durchaus vorstellen, dass schon bald auch Lehrlinge zum Zuge kommen, die eine gewerblich-technische Ausbildung machen. Andreas Schuchardt: Der Blick über den Tellerrand Auf der einen Seite möchte die SMS Siemag AG die Kundenorientierung ihrer Mitarbeiter vorantreiben. Auf der anderen Seite soll die interkulturelle Kompetenz gefördert werden. Nicht verwunderlich also, dass das Unternehmen unter anderem mit Sitz in Hilchenbach-Dahlbruch schon seit einiger Zeit pro Jahr fünf Auszubildenden den Blick über den Tellerrand gewährt. Andreas Schuchardt, von der technischen Berufsausbildung, sprach mit dem WIRTSCHAFTS über das Firmen-Engagement in China, Amerika und Italien. Welche Vorteile haben Betriebe Ihrer Meinung nach, wenn sie ihre Auszubildenden ins Ausland schicken, und wo liegen in etwa die Kosten? Auch in 2008 konnten wir wieder fünf ausgewählten Auszubildenden einen mehrwöchigen Auslandsaufenthalt in China, Italien und den USA ermöglichen. Damit erhöhen wir als Unternehmen die interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenz unserer jungen Mitarbeiter, die sich später im Umgang mit unseren internationalen Kunden und Partnern wieder gut einbringen lässt. Bei den Auslandseinsätzen suchen wir vorrangig nach Win-Win- Situationen. Das heißt, wir führen eigentlich einen Mitarbeiteraustausch mit unseren Partnern im Ausland durch. Jede Firma übernimmt dann nur die Kosten für Unterkunft und Transfer des jeweiligen Auszubildenden vor Ort. Die Lebenshaltungskosten der Auszubildenden werden über die Dienstreise-Richtlinien der einzelnen Entsendeunternehmen abgedeckt. Was würden Sie Unternehmen raten, die noch gar keine Erfahrungen mit einem Praktikum in einem anderen Land haben? Wir empfehlen, Kontakte mit den jeweiligen Kunden im Ausland oder auch mit den zuständigen IHKs aufzunehmen. Sie helfen gerne und unterstützen bei der Beantragung eventueller Fördergelder, zum Beispiel bei den unterschiedlichen Förderprogrammen der EU. Andreas Schuchardt ist bei der SMS Siemag AG für die technische Berufsausbildung zuständig. Gibt es Dinge, die besonders beachtet werden müssen, zum Beispiel weil dort Probleme auftreten können? Motivierte und engagierte Auszubildende, die bisher mit wachem Geist durch ihre Ausbildung gegangen sind, stellen eine wesentliche Grundvoraussetzung für den Auslandsaustausch dar. Wichtig ist es natürlich auch, eine gute Vorbereitung beziehungsweise Organisation sowie verlässliche Ansprechpartner im Ausland zu haben. Nicht zu vergessen ist der Gesundheitsschutz, das heißt alle notwendigen Schutzimpfungen vorher vorzunehmen und den Auszubildenden wichtige Gesundheits- und Hygieneinformationen für das Ausland mit auf den Weg zu geben. Probleme und Unzulänglichkeiten unterschiedlicher Art können natürlich immer mal auftreten. Wir denken, das ist dann aber - wie im späteren Berufsleben nichts, was uns aus dem Gleichgewicht bringen sollte. 8 11/09

11 Sparkassen-Finanzgruppe Stefan und Christoph Rothenpieler Geschäftsführende Gesellschafter Rothenpieler-Unternehmensgruppe GUT für unser Geschäft. Innovative Dienstleistungen und exzellenter Kundenservice die Sparkasse Siegen und Rothenpieler. Das passt!

12 Aktuell System-Hallen LKW-/PKW-Garagen Carports (3,9 C./Min.) Ernst-Schneider-Preise 2009 Wirtschaft ist eine Schlüsselgröße für die Gesellschaft Koblenzer Straße 1, Siegen Telefon 02 71/ , Fax -128 Immobilien-Beratung Friedrich GmbH Wirtschaftsautoren müssen komplizierte Sachverhalte recherchieren, die Ergebnisse vermitteln und nach Möglichkeit auch noch vor Fehlentwicklungen wirtschaftlicher Entscheidungen warnen. Besonders gelungene Beispiele zeichnete der Ernst-Schneider-Preis aus. Unter den 450 Gästen, die die beeindruckende Rolltreppe hinauf ins Porsche Museum nahmen, befanden sich viele prominente Journalisten. Peter Boudgoust, der Intendant des Südwestrundfunks, war ebenso zur Verleihung des Ernst-Schneider-Preises erschienen wie Dr. Willi Steul, der Intendant des Deutschlandradios und Peter Hirz, Geschäftsführer von Phoenix. Sie standen in dem schneeweißen Museum zwischen den glänzenden Symbolen deutscher Automobiltechnik und unterhielten sich über den Stand der Wirtschaftsberichterstattung. Christian Rach, der Hamburger Sternekoch, war wegen der Nominierung seines RTL- Beitrages ebenso angereist wie 25 erwartungsvolle Autoren. Und zwischendrin die Hauptgeschäftsführer von DIHK und IHKs, zahlreiche Unternehmer, Chefredakteure von Zeitungen und Redakteure öffentlichrechtlicher und privater Medien. Das Thema des Abends war die Finanz- und Wirtschaftskrise. An ihr werde deutlich, wie stark Journalisten heute gefordert seien, sagte Dr. Walter Richtberg, der Vorsitzende des Ernst-Schneider-Preis e.v. Wirtschaftsautoren müssten komplizierte Sachverhalte recherchieren, die Ergebnisse vermitteln und nach Möglichkeit auch noch vor Fehlentwicklungen wirtschaftlicher Entscheidungen warnen. Peter Boudgoust und Dr. Herbert Müller, Präsident der gastgebenden IHK Region Stuttgart, stimmten zu, dass Wirtschaft eine Schlüsselgröße für das Wohlergehen der Gesellschaft sei. Die Medien hätten vor Beginn der Krise nicht immer genau hingeschaut, danach jedoch besonnen reagiert. Als Krisenbeschleuniger könne man sie nicht bezeichnen, so das Fazit eines kurzen Gedankenaustausches, bevor Michael Antwerpes die nominierten Beiträge in Einspielern vorstellte. Diese Arbeiten waren von prominent besetzten Fernseh-, Hörfunk- und Pressejurys aus über tausend Einsendungen ausgewählt worden. Beteiligt hatten sich an der 38. Ausschreibung Journalisten von Spiegel, FAZ, Stern, Zeit, regionalen Zeitungen sowie öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern. Alle Beiträge vermittelten auf hohem Niveau wirtschaftliche Zusammenhänge. Antwerpes unterstrich in seiner Moderation das Renommee des höchstdotierten deutschen Preises für Wirtschaftsjournalismus und stellte den Qualitätsanspruch heraus, der den Ernst-Schneider-Preis zu einer unter Journalistenkollegen äußerst begehrten und angesehenen Auszeichnung mache. Mitglieder der Jurys verkündete unter anderem folgende Gewinner des Ernst- Schneider-Preis 2009: Wirtschaft in regionalen Printmedien (Michael Ohnewald, Stuttgarter Zeitung), Wirtschaft in überregionalen Printmedien (Kerstin Kohlenberg und Wolfgang Uchatius, Die Zeit), Hörfunk Große Wirtschaftsendung (Benjamin Großkopff und Arne Meyer, NDR) sowie Fernsehen Große Wirtschaftssendung (Rebecca Gudisch und Tilo Gummel, WDR) /09

13 Wir fördern Ihr Unternehmen. Die NRW.BANK fördert kleine und mittlere Unternehmen mit zinsgünstigen Krediten, Darlehen zum Ausgleich mangelnder Sicherheiten und zur Stärkung des Eigenkapitals sowie mit Eigenkapital-Finanzierungen. Fragen Sie Ihre Hausbank oder direkt uns: Tel (Rheinland) oder (Westfalen-Lippe).

14 Aktuell Forderungsmanagement Verborgene Finanzmittel heben Euro Umsatz pro Tag und einer Forderungsreichweitenreduzierung von 45 auf 30 Tage werden immerhin 1,5 Millionen Euro einmalig freigesetzt. Der andere Effekt schlägt sich im Finanzergebnis nieder. Denn Kapital, das sich noch beim Kunden befindet statt im eigenen Unternehmen, muss ersetzt werden zum Beispiel durch einen Kontokorrentkredit. Das kostet. Schließlich verlangt die Bank für jeden Tag, an dem sie das Geld als Ersatz für die noch nicht vereinnahmten Umsätze zur Verfügung stellt, Zinsen. Zinsen, die der Lieferant nicht zahlen müsste, wenn sein Geld statt beim Kunden schon in seinem Besitz wäre. Kapital ist nicht zuletzt als Folge der Finanzkrise nach wie vor knapp und teuer. Umso mehr ein Grund, die betrieblichen Finanzen gerade in Zeiten wie diesen unter die Lupe zu nehmen. Wir sorgen für gekühlte Frische für Essen und Trinken und ein angenehmes Klima Gewerbe-Kälteanlagen Gewerbe-Kühlmöbel Klimaanlagen Wärmerückgewinnung Industrie-Kühlanlagen Kundendienst mit Sachverstand Hermann KÄLTE- UND KLIMATECHNIK Zum Ellenborn Kirchhundem Telefon 02723/23 72 Fax 02723/ Eine Kreditklemme für Unternehmen gibt es derzeit entgegen häufig geäußerter Befürchtungen wohl nicht. Aber verschärfte Kreditvergabebedingungen schon. Diese können sich zum einen in höheren Anforderungen an die Kreditwürdigkeit von potenziellen Schuldnern äußern und zum anderen an den Kreditzinssätzen ablesbar sein. Denn die historisch niedrigen Leitzinssätze der Notenbanken kommen bislang nicht wirklich bei den Kreditnehmern an. Im Gegenteil. In Krisenzeiten schlagen die Geschäftsbanken gerne noch eine Risikoprämie auf die Sollzinsen drauf. Kapital ist also nicht zuletzt als Folge der Finanzkrise nach wie vor knapp und teuer. Umso mehr ein Grund, die betrieblichen Finanzen gerade in Zeiten wie diesen unter die Lupe zu nehmen. Zumeist nämlich schlummern in den verborgenen Winkeln einer Unternehmensbilanz Finanzmittelpotenziale, die den externen Finanzierungsbedarf deutlich zu vermindern in der Lage sind. Typischer Fall: Forderungen. Es kann durchaus lohnenswert sein, die Forderungsreichweite, also den durchschnittlichen Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang, auf Verbesserungsmöglichkeiten zu untersuchen. Denn es gilt: Je kürzer dieser Zeitraum, desto besser. Aus einer Forderungsreichweitenreduzierung ergibt sich nämlich in zweierlei Hinsicht ein finanzwirtschaftlicher Beitrag. Einerseits führt eine dauerhafte Kürzung der Forderungsreichweite zu einem Cashfloweffekt, da Forderungen in Zahlungsmittel umgewandelt werden. Deutlich wird dies insbesondere, bei Interpretation der Forderungsreichweite als die Anzahl der Umsatztage, die im Forderungsbestand durchschnittlich gebunden sind. Bei beispielsweise DIHK-Konjunkturumfrage Wirtschaft nimmt Wende Die deutsche Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet. Das zeigt die Konjunkturumfrage Herbst 2009, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin vorgestellt hat. Deutschland sei auf dem Weg raus aus der Krise, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, der gemeinsam mit DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier die Ergebnisse der Untersuchung erläuterte. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts dürfte sich in diesem Jahr auf 4,8 Prozent belaufen, berichtete Wansleben. Die Einschätzungen der Unternehmen lassen darauf schließen, dass die Konjunktur zwischenzeitlich deutlich an Fahrt gewonnen hat. Für das Jahr 2010 rechnen wir mit einem Wachstum von rund 2 Prozent. An der Umfrage beteiligten sich mehr als Firmen. Erfreulich viele davon hätten eine verbesserte Geschäftslage und insbesondere beim Export auch aufgehellte Erwartungen gemeldet, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen kehre allmählich zurück. Selbst die Industrie, die nach wie vor zum Teil hart gebeutelt ist, rechnet mit deutlichen Verbesserungen allerdings gerade in diesem Sektor auf niedrigem Niveau. Angesichts der Beschäftigungspläne erwartet der DIHK, dass der Arbeitsmarkt auch in den kommenden Monaten relativ robust bleiben wird. Nach seinen Prognosen wird sich die Arbeitslosigkeit im Jahresmittel 2009 gegenüber dem Vorjahr um rund auf dann 3,45 Millionen erhöhen. Für 2010 geht die Spitzenorganisation der deutschen Industrieund Handelskammern zwar von einem weiteren Anstieg auf durchschnittlich 3,9 Millionen Arbeitslose aus. Allerdings ist nach Worten von Martin Wansleben im späteren Jahresverlauf eine Trendumkehr zum Besseren zu erwarten /09

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