Europäischen Sozialfonds. und des. Landes NÖ. des. Arbeitsmarktservice NÖ, arbeitet im Auftrag des. Die Arge Chance

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1 Die Arge Chance arbeitet im Auftrag des Arbeitsmarktservice NÖ, des Landes NÖ und des Europäischen Sozialfonds 20 Jahre Arge Chance

2 Mit vorliegender Festschrift wollen wir das 20-jährige Bestehen des Vereins Arge Chance feiern. Es ist ein bunter Strauß an Beiträgen und Grußworten, Lob und auch eine reich bebilderte Leistungsschau. Diese Buntheit ist nicht nur in Kauf genommen worden, sondern spiegelt auch die große Bandbreite des Lebens im Verein Arge Chance wider und ist somit ein eigentliches Ziel dieser kleinen Festschrift. Danke an alle, die einen Beitrag für diese Festschrift geleistet haben. 1

3 20 Jahre Verein Arge Chance 20 Jahre Verein Arge Chance, 20 Jahre Beschäftigungsprojekt Arge Chance ist für den Verein, seine FunktionärInnen und MitarbeiterInnen ein Anlass mit Freude und Stolz auf das Erreichte zurückzuschauen. 901 arbeitslose Menschen hat der Verein in seinen drei sozialökonomischen Betrieben Brunn am Gebirge, Schwechat und Ökogarten Mödling in diesen 20 Jahren im Auftrag des und in Zusammenarbeit mit dem AMS vorübergehend beschäftigt und betreut und ihnen damit und dadurch den Einstieg bzw. den Wiedereinstieg in den regulären Arbeitsmarkt erleichtert und vielfach überhaupt erst ermöglicht. Die Mischung aus Arbeit und Hilfe, aus fachlicher Weiterbildung, Erwerb arbeitskultureller Grundfertigkeiten, Unterstützung bei Bewältigung privater Probleme im Um- und Vorfeld der Arbeitswelt, diese intelligente und individuelle Kombination aus eigenem Tun und Wollen der Betroffenen, aus Organi sation der Arbeit und der einzelnen Arbeitsplätze durch die Schlüsselkräfte und ProjektleiterInnen und die professionelle psychosoziale Betreuung, die ebenfalls durch die MitarbeiterInnen des Vereins Arge Chance erbracht wird, ist der Grund, warum viele der arbeitslosen Menschen, die in einem der drei (sozialökonomischen) Betriebe des Vereins Arge Chance als Transitkräfte für rund ein dreiviertel Jahr gearbeitet haben und betreut wurden, wieder so richtig ins Erwerbsleben zurückkehren bzw. einsteigen konnten. Diese Mischung ist es auch, die Arge Chance zu einem ganz besonderen Betrieb, eben einem sozioökonomischen macht. Und diese Mischung in Kombination mit den erreichten Erfolgen bei der Integration von arbeitslosen und größtenteils auch schon sehr arbeitsmarktfernen Menschen ist wiederum der Grund, warum das AMS dieses Projekt seit der Projektvorbereitung, die 1990 im Rahmen der Stadtgemeinde Mödling begonnen hat, begleitet und bis heute maßgeblich finanziert. 2 Gemeinsam mit der Ambition des Vereines und vor allem von Günther Rieck, des Mannes der ersten Stunde, der nun als Manager mit Herz einen soziales Engagement und ökonomische Rationalität zusammenführenden Betrieb leitet, liegt darin auch der Grund, warum das AMS die Ausweitung dieses sozioökonomischen Betriebes auf drei Standorte und von 10 Arbeitsplätzen auf rund 50 in den letzten 20 Jahren mitgetragen hat. Mitgetragen hat das AMS dieses Projekt nicht, weil das AMS so lieb ist und andere liebe Menschen unterstützt, sondern vor allem deswegen, weil dieser Weg auch wenn er auf den ersten Blick teuer erscheint und auch wirklich nicht billig ist (in diesen zwanzig Jahren haben wird rund 11,3 Millionen Euro, also im Schnitt Euro pro Person in den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt investiert) ökonomisch und politisch und natürlich auch menschlich gesehen der billigste Weg ist, um individuelle Langzeitarbeitslosigkeit nachhaltig zu bekämpfen, um Menschen eine Chance zu geben, sich ihren Lebensunterhalt in solchen Projekten und besonders nach solchen Projekten dauerhaft selbst zu verdienen. Und genau dadurch und deswegen sind solche Beschäftigungsprojekte nicht nur eine zutiefst humane und anständige Antwort der Gesellschaft an Langzeitarbeitslose, sondern auch, wenn die Kosten und Integrationsquote in Einklang stehen (und darauf achten wir im AMS schon sehr genau, das weiß gerade der Verein Arge Chance im Augenblick sehr genau, weil wir zur Zeit gemeinsam dabei sind, die Integrationsquoten,

4 die früher deutlich über 40 % waren, in den letzten Jahren aber etwas nachgelassen haben, wieder nach oben zu treiben ), eine kostengünstige. Warum, so könnte die Leserin, der Leser fragen, schreibt der von kostengünstig, wenn wir oben lesen, dass das dem AMS pro TeilnehmerIn im Durchschnitt Euro kostet? Was glauben Sie, was es kostet, einen zum Beispiel 30-Jährigen, der nicht mehr ins richtige Arbeitsleben zurückkehren kann bzw. zurückkehrt, bis zu seinem Lebensende zu versorgen! Dabei müssen wir in Rechnung stellen, dass er keine Pensions- und Krankenversicherungsbeiträge einzahlt, aber Leistungen erhält, denn verhungern lassen wir, lassen Sie ihn ja auch nicht. Also einfache Antwort: Ein Vielfaches dieser Euro und daher schafft Arge Chance, wie alle anderen sozialökonomischen Betriebe auch (unter der oben genannten Voraussetzung des ausgewogenen Verhältnisses Kosten und Integrationsquote), soziale Anliegen mit ökonomischer Vernunft in Einklag zu bringen und einzelnen Menschen zu helfen und der Gesellschaft und dem Staat dadurch und deswegen langfristig Geld sparen zu helfen. An dieser Stelle und vor diesem Hintergrund darf ich auch im eigenen und namens des AMS NÖ und der regionalen Geschäftsstellen Mödling, Schwechat und Bruck an der Leitha dem Verein, seinem Vorstand und seinen MitarbeiterInnen, die sich als Schlüsselkräfte um die betriebswirtschaftliche Führung des Projektes ebenso bemühen (sie müssen die Aufträge, wie jedes andere private Unternehmen auch, auf dem Markt gewinnen, sie müssen die Arbeit wirtschaftlich organisieren), wie sich um die einzelnen Transitkräfte (und deren Sorgen und Probleme) kümmern, ganz herzlich für Ihre gute Arbeit und die gute Zusammenarbeit danken und Ihnen zum Zwanziger gratulieren. Einen ganz besonderen Dank möchte ich dem Leiter dieses Projektes, Herrn Rieck, sagen ein Mensch alleine macht nie den ganzen Erfolg einer Einrichtung aus aber die Arge Chance wäre nicht, was sie heute ist und wie sie heute ist, ohne Günther Rieck. In diesem Sinne wünschen wir ihm und dem Verein Arge Chance noch viele schaffensreiche Jahre. Mag. Fakler, Landesgeschäftsführer AMS-NÖ 3

5 Vorwort In Niederösterreich ist es uns besonders wichtig, dass jede und jeder, der Hilfe und Unterstützung benötigt, diese auch erhält. Dabei ist der Verein Arge Chance als sozialökonomischer Beschäftigungsbetrieb ein wichtiger Partner für das Land NÖ, wenn es darum geht, Menschen bei ihrer beruflichen Integration zu unterstützen. Der Verein Arge Chance bietet bereits seit 20 Jahren erwerbslosen Menschen Arbeitsplätze und Arbeitstrainings an und hilft ihnen damit, am Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können. Die ihnen anvertrauten Menschen können dabei Fähigkeiten in unterschiedlichsten Bereichen erwerben ganz nach ihren individuellen Potenzialen und Stärken. Die Möglichkeiten reichen hier von Grünraumgestaltung und pflege über Gemüse- und Kräuteranbau bis hin zu handwerklichen Fertigkeiten bei Metall-, Tischler- und Holzarbeiten oder auch im textilen Bereich bei Bügel- und Näharbeiten. Doch die Betreuung erwerbsloser Menschen durch den Verein Arge Chance geht weit über die Vorbereitung auf den beruflichen Alltag hinaus: Hier können Menschen ihre Potenziale erkennen, hier finden Menschen auch Ansprechpersonen für ihre persönlichen Probleme und Fragestellungen, hier finden Menschen wieder Zuversicht, Lebensmut und soziale Anerkennung. Integration beinhaltet für die Menschen, die Unterstützung bei der Arge Chance gefunden haben, nicht nur die Integration am Arbeitsmarkt, sondern auch eine Re-Integration in die Gesellschaft. Und das macht die Arbeit des Vereins Arge Chance so wertvoll. Ich bin stolz darauf, welch vorbildliche Arbeit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins Arge Chance leisten, und ich möchte dem gesamten Team anlässlich des 20-jährigen Bestehens dieser so wichtigen Einrichtung meinen aufrichtigen Dank für das großartige Engagement aussprechen. LR Mag. Barbara Schwarz Landesrätin für Soziales, Arbeit und Familie 4

6 Zum Jubiläum Die Verbindung der Stadt Mödling zur Arge Chance reicht noch vor deren Gründung im Jahre 1991 zurück. Denn bereits im Oktober 1990 hatte die Stadtgemeinde die Trägerschaft übernommen und somit eine wichtige Voraussetzung für die Vereinsgründung geschaffen. Die damalige Mödlinger Sozialstadträtin Eva Blaschka war dann auch bis 1994 erste Obfrau. Die nunmehr 20jährige Erfolgsgeschichte der Arge Chance beweist, dass diese Institution einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft leistet. Denn sie bietet Menschen, die lange ohne Beschäftigung waren, die Möglichkeit, in einem sozialen Umfeld wieder einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Diese auf ein Jahr befristete Beschäftigung soll auch als Vorbereitung zum Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt dienen. Neben verschiedenen handwerklichen Beschäftigungen betreibt die Arge Chance seit 2007 auch den Ökogarten. Am Areal der ehemaligen Mödlinger Gärtnerei Vintze produzieren über zehn MitarbeiterInnen Biogemüse und Kräuter, die vor Ort zum Verkauf angeboten werden. Ich freue mich, dass sich dieses schöne Projekt in Mödling bestens etabliert hat und auch von unserer Bevölkerung als umweltgerechte und regionale Einkaufsmöglichkeit genutzt wird. Darüber hinaus besteht zwischen der Stadtgemeinde Mödling und der Arge Chance eine regelmäßige Zusammenarbeit zur Abdeckung saisonal anfallender Arbeiten. Zum nunmehrigen 20. Geburtstag darf ich der Arge Chance und allen ihren MitarbeiterInnen und FunktionärInnen herzlich gratulieren. Ihrem persönlichen Engagement ist der Erfolg dieser Institution zu verdanken. Mit jedem Menschen, der durch ein geregeltes Berufsleben wieder Selbständigkeit und Selbstbestimmung erlangt hat, haben Sie einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Österreich geleistet. Als Stadtgemeinde Mödling werden wir auch weiterhin immer wieder die Zusammenarbeit mit der Arge Chance suchen und diese vorbildliche Sozialeinrichtung unterstützen. In diesem Sinne wünsche ich dem Verein und seinen Beschäftigten auch weiterhin viel Erfolg, Freude an der Arbeit und gutes Gelingen. Mit herzlichen Grüßen Ihr Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner 5

7 ARGE Chance in Schwechat Schwechat ist seit 2006 Standort für die ARGE Chance, seit 2007 ist der Treffpunkt in einem renovierten Haus in der Sendnergasse untergebracht. Die Stadtgemeinde unterstützte das Projekt von Beginn an; einerseits durch eine jährliche Subvention in Höhe der anfallenden Kommunalsteuer, andererseits durch Arbeitsaufträge für die KlientInnen. Das vor allem auch, weil Initiativen, die darauf abzielen, Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, von großer gesellschaftspolitischer Bedeutung sind. Das Angebot der ARGE Chance wird von der Stadtgemeinde immer wieder in Anspruch genommen. Ich sehe es nämlich als eine wichtige Aufgabe der Politik an, die Voraussetzungen für das gedeihliche Zusammenleben der Menschen zu schaffen. Für mich ist daher die Unterstützung sozialökonomischer Projekte, wie die ARGE Chance eines darstellt, eine Verpflichtung, die auch Ausdruck der Solidarität mit jenen ist, die dem herrschenden Druck am Arbeitsmarkt ohne Hilfe nicht standhalten können. Damit kann auch Tendenzen wirkungsvoll begegnet werden, die darauf abzielen, diesen Druck immer weiter zu erhöhen. Die ARGE Chance leistet seit 20 Jahren wertvolle Arbeit. Dafür gebührt allen jenen Dank, die an dem Projekt beteiligt sind. Ich wünsche der Initiative auch für die Zukunft das Allerbeste. NR Hannes Fazekas Bürgermeister 6

8 Eine Chance für Brunn Brunn am Gebirge, ein Ort am Rande der Großstadt, ist wegen seiner günstigen Lage zum beliebten Wohnort für gestresste Großstädter geworden. Gleichzeitig ist er dank seiner günstigen Verkehrsanbindung ein begehrter Sitz für Wirtschaftstreibende. Ein Ort, in dem es an Geld nicht mangelt, sollte man meinen. Doch auch hier gibt es mehr Menschen, als man glaubt, denen es finanziell nicht so gut geht, die keinen Job haben. Dafür gibt es viele Gründe, wichtig ist jedenfalls, dass man zurück findet in den beruflichen Alltag, und professionelle Hilfe ist da oft unumgänglich. Der Verein Arge Chance hat es sich seit mittlerweile 20 Jahren zur Aufgabe gemacht, diese Menschen zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu fördern, ihnen überbrückend Arbeit zu geben, um sie schlussendlich wieder in ein reguläres Dienstverhältnis zu vermitteln. Besonders erfreulich ist für mich die Tatsache, dass von den vier Standorten des Vereins gleich zwei in Brunn am Gebirge sind. Der sogenannte Treffpunkt Brunn hat seinen Sitz seit 1999 bei uns in der Steinböck-Straße und ist gleichzeitig der größte Standort mit der höchsten Mitarbeiterzahl; von der Gartenarbeit bis hin zur Gartengestaltung werden Holz-, Maler- und Anstreicherarbeiten sowie Transporte, Räumungen, Übersiedlungen und verschiedenste Dienstleistungen offeriert. Daneben gibt es den Shop in der Gattringer-Straße, er wurde im Jahr 2009 eröffnet. Hier werden selbst erzeugte Produkte verkauft sowie ein Näh- und Bügelservice angeboten. Die Auftragslage ist hervorragend, die Nachfrage nach Dienstleistungen ist groß, die produzierten Erzeugnisse kommen sehr gut an. Ich freue mich für die Menschen, denen ein Wiedereinstieg ins Berufsleben gelungen ist gleichermaßen wie für das Team der Arge Chance, das ihnen seit 20 Jahren mit Tatkraft, Engagement und viel Menschenliebe zur Seite steht. Vielen Dank dem Team der Arge Chance! Dr. Andreas Linhart Bürgermeister 7

9 Vorstand Als langjähriger Obmann des Projektes ( ) darf ich, im Namen aller ehemaligen und aktiven Vorsitzenden und Ausschussmitglieder, einige Zeilen zum Jubiläum hier einbringen. ARGE CHANCE ein sozialökonomisches Projekt im Tagesablauf ein mittlerer Betrieb. Ein Vorstand als Trägerverein, ein Geschäftsführer, die Schlüsselkräfte, die SozialarbeiterInnen und natürlich die TransitmitarbeiterInnen (letztere maximal 1 Jahr im Team) müssen gemeinsam das gesteckte Ziel die Wiedereingliederung in die Arbeitswelt erreichen. Zusammenarbeit, Kooperation, Information, Verlässlichkeit, Teamfähigkeit usw. müssen hier passen. Jährliche Ansuchen bzw. Bewilligung der Fördermittel, jährliche Kontrolle der Finanzen und Berichterstattung über die erfolgte Unterbringung der Arbeitnehmer sind auszuarbeiten. Der Erfolgsdruck, um gesteckte Ziele zu erreichen gleichzeitig immer Sorge um die finanziellen Mittel für das nächste Jahr formten und prägten das Team. Aufgrund der positiven Entwicklung des Projektes in den 20 Jahren war ein 3-maliger Ortswechsel notwendig. Die Angebotserweiterung erfolgte durch neue Standorte. Zur täglichen Arbeit im Projekt war hier oft wochenlang zusätzlicher Aufwand nötig. Wenn daher in den 20 Jahren nicht die Zusammenarbeit im Projekt zwischen ALLEN Personen, egal ob ehrenamtlich oder beschäftigt, hervorragend funktioniert hätte wäre das alles nicht bzw. nicht so lange möglich gewesen. So ein Jubiläum bietet daher die Gelegenheit sich zu bedanken.» Bei den jeweiligen Mitgliedern des Vorstandes im Besonderen bei DI. Franz Seywerth für die kollegiale, sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit im Projekt.» Beim TEAM hier vor allem beim Geschäftsführer Günther Rieck und den Standortleitern.» Bei den Fördergebern für die Zusammenarbeit, auch in den finanziell schwierigeren Jahren.» Auch im Namen der zugewiesenen Transitkräfte bei den regionalen AMS-Stellen.» Letztlich bei den Standortgemeinden für die jeweilige Unterstützung. Dem derzeitigen Team wünsche ich weiterhin Erfolg für die Zukunft und alles Gute! Franz Fürst Leiter der Arbeiterkammer Mödling 8

10 Obmänner und Obfrauen von 1991 bis 2011 Fr. Eva Blaschka 1991 bis 1994 Hr. Franz Fürst 1994 bis 2010 Hr. Norbert Kerschbaum 2010 bis 2011 Fr. Gabriele Schiener ab 2011 Derzeitiger Vorstand: Obfrau: Gabriele Schiener Schriftführer Stv.: Elisabeth Feischl Obfrau Stv.: DI Franz Seywerth Kassierin: Evelyne Buchleitner Schriftführer: Norbert Kerschbaum Kassierin Stv.: Franz Kornberger 9

11 Geschäftsführung Vorweg ist es mir ein großes Anliegen, allen zu danken, die dazu beigetragen haben, dass es diesen Anlass gibt, das 20(!)-jährige Bestehen des Vereins Arge Chance. Mein Dank geht zunächst an das Arbeitsmarktservice NÖ. Ohne die finanzielle und auch ideelle Unterstützung der Förderabteilung der früheren Arbeitsmarktverwaltung mit dem damaligen Abteilungsleiter Hrn. Mag. Fakler an der Spitze, dem aktuellen Leiter der Förderabteilung im AMS- NÖ, Hrn. Mag. Danler, und den RegionalbetreuerInnnen in der Förderabteilung, für uns ist das Fr. Petra Eisner, gäbe es diesen Verein nicht. Danke auch an das Land NÖ mit der jetzigen Leiterin im Sozialressort, Fr. LR Mag. a Schwarz, das uns jedes Jahr kräftig unterstützt und die Bedeutung unserer Arbeit für die KlientInnen unterstreicht. Danke auch für die finanzielle Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds, der seit vielen Jahren den Beschäftigungsbetrieb erheblich kofinanziert. Danke an die Gemeinden Mödling, Brunn am Gebirge und Schwechat, die für unsere Anliegen bei unseren Standorten immer ein offenes Ohr haben. Jeder Verein braucht auch immer Menschen, die bereit sind, als Vorstand für die Interessen und Ziele einzutreten, danke an unsere aktuelle Vereinsobfrau, Fr. Gabriele Schiener, und ihre VorgängerInnen Fr. Eva Blaschka, Hrn. Franz Fürst und zuletzt Hrn. Norbert Kerschbaum. Jemand muss natürlich auch die Arbeit tun, welche die Unterstützung der SubventionspartnerInnen ermöglicht. In erster Linie die Betreuungsarbeit, und so denke ich voller Hochachtung an die KollegInnen und Kollegen, die die Mühen auf sich nehmen und mit ihrem Können und ihren Fähigkeiten unsere KlientInnen begleiten. Danke für das Mitdenken und Mitleiten der Arge Chance. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen unsere KlientInnen, von 10 ihnen können wir sehr viel lernen und ihre Qualitäten wollen wir bestmöglich fördern. Danke an die vielen fleißigen Hände, die überall anpacken und ohne die letztlich gar nichts geht. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang nicht geglaubt habe, dass wir es bis zu einem 20. Jubiläum bringen werden. Wir hofften jedes Jahr noch für ein weiteres Jahr gefördert zu werden. Der Blick in die Vergangenheit und auch Gegenwart wird in

12 dieser Festschrift durch Bilder und Beiträge dargestellt, was aber ist mit der Zukunft des Vereins Arge Chance. Bei einer derartigen Erfolgsgeschichte, wie es der Verein Arge Chance ist, stellt sich natürlich auch die Frage nach der Zukunft der Arbeit der Arge Chance. Sollten wir uns nicht einfach auf unseren Lorbeeren ausruhen? Was kann man denn überhaupt noch gewinnen? Es gibt tatsächlich noch viel zu tun. Klar ist, der Vereinszweck besteht in der, ich zitiere die Satzung,.. Beratung und Betreuung von erwerbslosen oder sonst sozial benachteiligten Personen mit dem Ziel, eine (Re) Integration in den regulären Arbeitsmarkt und eine soziale Stabilisierung zu unterstützen. Wir sind gemäß Vereinsstatut verpflichtet, Menschen bestmöglich zu unterstützen, das bedeutet wiederum, dass wir offen sein sollen für alle weiteren thematischen Entwicklungen. Unsere Arbeitsbereiche orientieren sich an den Bedürfnissen der KlientInnen, entsprechend ist auch die begleitende sozialpädagogische Betreuung ausgerichtet und wird durch neue Erkenntnisse laufend verbessert. Wir wollen auch in Zukunft unsere KlientInnen verstehen, bestmöglich auf sie eingehen und ein vielfältiges Unterstützungsportfolio anbieten. Wir müssen auch in Zukunft kreativ sein und manches unter einen Hut bringen. Wir werden uns nicht fürchten, die Trampelpfade alter Lösungen zu verlassen, und damit wird auch die Erfolgsgeschichte der Arge Chance weitergehen. Packen wir es gemeinsam an! Betriebsausflug 2010 zum Neusiedler See Großer Wert wird auf die Fortbildung für die MitarbeiterInnen gelegt 11

13 Geschichte Anfang 1990 Erste Gespräche zur Schaffung einer Hilfseinrichtung mit VertreterInnen des Arbeitsamtes Mödling (Fr. Gerlinde SYPAL, Hr. Alfred BENEDIK) und Hrn. Viktor KRZIWANEK. Die ursprüngliche Idee, die Schaffung einer Beratungsstelle, wurde abgelehnt, für die Errichtung eines Beschäftigungsprojektes aber wurden Fördermittel von der Arbeitsmarktverwaltung NÖ in Aussicht gestellt. Die Stadtgemeinde Mödling übernimmt die Trägerschaft einer Projektvorbereitung und stellt Hrn. Viktor Krziwanek für 7 Monate an Vereinsgründung bei der BH Mödling wird angezeigt : Der Verein wird mittels Bescheid nicht untersagt Erste Anstellung von TransitmitarbeiterInnen Wechsel im Vorstand (neuer Obmann Hr. Fürst) und Geschäftsführung (Hr. Rieck) Übersiedlung nach Gumpoldskirchen in ein Areal der Fa. Klinger, Am Kanal 8-10 Erstmalige Kofinanzierung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) 1999 Steinböckstr Wegen Abbruch des eingemieteten Objekts Übersiedlung nach Brunn am Gebirge, Johann Erstmals unterstützt uns das Land NÖ als weiterer Subventionsgeber Erstmalige Beschäftigung von Frauen als TransitmitarbeiterInnen Flüchtlingsbetreuung 2006 Zusätzliche Etablierung einer Beratungsstelle zur Projektstart ab April am neuen Standort Schwechat, ab Juni Aufnahme von TransitmitarbeiterInnen 2007 Anmietung und Aufbau des neuen Standortes Ökogarten Mödling seit : durch ESF-Projekte 12 TeilnehmerInnenplätze im Ökogarten Eröffnung des Shops in Brunn, Leopold Gattringerstr. 5 Start des zentralen Büros in Mödling, Bahnstraße 4 12

14 Unser Leitbild Der Verein ARGE CHANCE ist ein vom AMS, Land NÖ und ESF geförderter sozialökonomischer Beschäftigungsbetrieb, der erwerbslosen Menschen Arbeitsplätze und Arbeitstrainingsplätze sowie soziale Betreuung auf Zeit bietet. Unsere Ziele sind» die Integration der bei uns Beschäftigten in den Arbeitsmarkt» das Angebot sozialer Betreuung» die Erwirtschaftung eines Teils der Kosten Wir bieten unseren KundInnen vielfältige Dienstleistungen und Produkte in folgenden Arbeitsbereichen:» Grünraumgestaltung und -pflege» ökologischer Gemüse- und Kräuteranbau» Wohnungs- und Gebäudesanierungen» Übersiedlungen und Transporte» Metall-, Tischler- und Holzarbeiten» Bügel-, Näh- und Reinigungsarbeiten SozialarbeiterInnen und OutplacerInnen unterstützen unsere MitarbeiterInnen durch individuelle Beratung und Begleitung; kompetente Fachkräfte erhöhen durch fachgerechte Anleitung deren berufliche Qualifikation. Dadurch werden neue Wege und Perspektiven aufgezeigt und ein möglicher Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, durch unsere Dienstleistungen und Produkte unseren KundInnen die Effektivität und den Nutzen von sozialökonomischen Betrieben näher zu bringen. Wir wollen Chancen bieten, Grenzen aufbrechen, Menschen individuell unterstützen, motivieren und ermutigen, damit Veränderung stattfinden kann. Arge Chance Unser Umgang ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen. Unsere Kommunikation zeichnet sich durch Offenheit, Transparenz und Authentizität aus und wird durch einen kooperativen Führungsstil unterstützt. Unser Betrieb unterzieht sich laufend dem Prozess der Evaluierung und der Qualitätssicherung. 13

15 Standort Brunn/Gebirge Nach der Projektvorbereitung ab Oktober 2010 erfolgte im Jahre 1991 der Projektstart mit 10 KlientInnen in Mödling. Als Werkstatt diente ein ehemaliger Bastlerladen in der Duursmagasse. Schon bald waren die räumlichen Grenzen erreicht, sodass man im Jahr 1995 nach Gumpoldskirchen in Räumlichkeiten der Firma Klinger ausweichen musste. Durch die laufende Erweiterung des Betriebes bzw. durch den Abriss des Objekts in Gumpoldskirchen war aber bereits im Jahr 1999 eine neuerliche Verlegung des Standortes erforderlich. Seit 1999 befindet sich nun der Standort in 2345 Brunn am Gebirge, Johann Steinböckstraße 2. Grundsätzlich bietet der Standort Brunn 26 Arbeitsplätze für TransitmitarbeiterInnen an, wobei die Geschlechteraufteilung ca. 1/3 weibliche und 2/3 männliche TransitmitarbeiterInnen beträgt. Zur Anleitung unserer TransitmitarbeiterInnen steht neben sechs ArbeitsanleiterInnen und einer Fachkraft für die Arbeitsbereiche ein diplomierter Sozialarbeiter für die soziale Betreuung zur Verfügung. Im Bereich des Outplacements ist die Unterstützung durch den Standortleiter, welcher ebenfalls über eine sozialarbeiterische Ausbildung verfügt, gewährleistet. Unsere MitarbeiterInnen kommen eher aus dem handwerklichen Bereich bzw. aus dem HelferInnenbereich, verstärkt werden auch KlientInnen über 50 Jahre angesprochen. Durch die neue Verkaufstätigkeit im Shop sowie die forcierten Bügel- und Näharbeiten erweiterten wir unser Angebot für die Zielgruppe Frauen entscheidend. Die Beschäftigungsmöglichkeiten am Standort in Brunn gliedern sich in die Malerei, die Tischlerei, den Grünraumbreich sowie Übersiedlungen bzw. Räumungen. Der Arbeitsbereich der Malerei befasst sich mit jeglichen Malerarbeiten vom Ausmalen von Wohnungen über Lackierarbeiten von Fenstern und Türen bis hin zur Erledigung von Streich arbeiten an Holzteilen, wie z. B. Zäunen oder Gartenhäusern. Im Tischlereibereich steht eine maschinell relativ gut ausgestattete Werkstätte zur Verfügung. Hauptsächlich werden hier Arbeiten im Bereich der Bautischlerei erledigt. Beispiele wären Pergolen, Beschattungen sowie Zäune. Weiters werden Reparatur- und Montagearbeiten durchgeführt. In geringem Ausmaß werden auch einfache Möbelstücke, wie Kästen oder Tische, hergestellt, gelegentlich auch alte Möbelstücke restauriert. Der Grünraumbereich stellt den umfassendsten Arbeitsbereich am Standort Brunn am Gebirge dar. Auch hier sind wird maschinell gut ausgerüstet, wodurch ein großes Spektrum an Arbeiten erledigt werden kann. Die Pflege von Gärten, das Bepflanzen sowie Neu- und Umgestalten von Grünanlagen gehört zum Betätigungsfeld unserer Gärtner. Weiters sind wir für Kommunen im Bezirk Mödling tätig. Beispielsweise pflegen wir Straßenzüge der Stadt Mödling bzw. sind wir regelmäßig für die Gemeinden Maria Enzersdorf und Brunn am Gebirge im Einsatz. Für Übersiedlung und Räumungen stehen uns Pritschen bzw. Planenfahrzeuge zur Verfügung. In der kalten Jahreszeit, in der ein Einsatz im Freien nicht möglich ist, beschäftigen wir uns mit Recyclingarbeiten. Dabei sammeln wir nicht mehr gebrauchsfähige Paletten bzw. 14

16 Einwegpaletten. Diese werden zerlegt, entnagelt und je nach Qualität zu Anzündholz bzw. Nützlingshotels verarbeitet. Insgesamt sind vier Transitplätze und eine Schlüsselkraft als Arbeitsanleiterin im Shop tätig. Neben der Verkaufstätigkeit unserer eigenen Produkte und der Informationstätigkeit über unsere Aktivitäten werden auch Nähund Bügelarbeiten angeboten. Zusätzlich wird auch über andere Sozialprojekte in NÖ informiert und deren Produkte werden mitverkauft. Zusätzlich konnte im Jahr 2009 unser Shop als neuer Arbeitsbereich in der L. Gattringerstraße 5 in Brunn am Gebirge eröffnet werden. Im Shop werden hauptsächlich über individuelle Teilzeitvereinbarungen Frauen beschäftigt, welche wir sonst mit unseren anderen Angeboten nicht ansprechen konnten. 15

17 Ökogarten Mödling Im Sommer 2006 erfuhren MitarbeiterInnen der ARGE CHANCE von der geplanten Verpachtung einer alten Gärtnerei in Mödling. Die ehemalige Gärtnerei VINTZE, seit den 1920ern von der Familie VINTZE betrieben, suchte aufgrund fehlender NachfolgerInnen in der Familie nach Pächtern. Nach mehreren Gesprächen und Begehungen wurde die bestehende Gärtnerei ab vom Verein ARGE CHANCE langfristig gepachtet. Der Ökogarten Mödling befindet sich im südlichen Teil von Mödling zwichen Friedhof und HTL. Besonders wichtig ist die Lage am Fuße des Eichkogels, eines der wichtigsten Naturschutzgebiete Mitteleuropas. Da das am Pachtgrund gelegene Wohnhaus nicht gemietet werden konnte, mussten wir eine neue Infrastruktur für MitarbeiterInnen und TeilnehmerInnen aufbauen. So wurde aus einem desolaten Nebengebäude, welches von der Gärtnerfamilie als Floristikkammerl und Verkaufsraum genutzt wurde, durch Generalsanierung ein Büro für vier MitarbeiterInnen geschaffen. Im angrenzenden Gewächshaus wurden die sanitären Anlagen untergebracht. Ein einsturzgefährdeter Holzschuppen wurde abgetragen. An diesem Platz wurde ein neues Holzhaus aufgestellt, in welchem Aufenthaltsräumlichkeiten für TeilnehmerInnen sowie Verkaufsraum und Werkzeugraum untergebracht sind. Ebenfalls einsturzgefährdet waren zwei alte Gewächshäuser, welche bis auf die Grundmauern abgetragen wurden. Darin befindet sich heute der sehr beliebte Ruinengarten, in welchem aus Natursteinen Trockensteinmauern errichtet wurden, welche Hochbeete eingrenzen. In diesen Beeten wachsen verschiedenste Kräuter und Stauden. In den Trockensteinmauern wurde schon so manche Eidechse erspäht, auch die mittlerweile sehr selten gewordene Smaragdeidechse. Die einfachen Arbeiten in und mit der Natur eigneten sich von Anfang an für sozial ausgegrenzte Personen, welche neben (dem Problem) der Arbeitslosigkeit auch noch andere Einschränkungen haben. So wurden für zwölf TeilnehmerInnen Betätigungsfelder gefunden. Eine diplomierte Sozialarbeiterin, zwei ArbeitsanleiterInnen und ein Standortleiter kümmern sich um den Alltag im Ökogarten, die TeilnehmerInnen und die Gemüsekulturen. Ab dem ersten Tag der Übernahme wurde die gesamte Gärtnerei auf ökologische Gemüseproduktion umgestellt. Sämtliches Gemüse wird im Ökogarten im Freiland erzeugt. Die Jungpflanzenanzucht erfolgt in solarbeheizten Gewächshäusern. Die Hauptkultur unserer Produktion ist der Paradeiser. In alter Tradition werden im Freiland rund Pflanzen kultiviert. Zwischen 30 und 45 verschiedene Sorten werden jährlich erzeugt. Diese zum größten Teil alten Sorten erfreuen sich ja nicht nur im Ökogarten Mödling immer größerer Beliebtheit. Sortenbeispiele sind Ochsenherz, Berner Rose, Große Wiener Stummerer, Honigparadeiser und Goldene Königin. Außer den Paradeisern werden auch noch folgende Gemüsearten, meist in verschiedensten Sorten, erzeugt: Radieschen, Spinat, Kohlrabi, Zucchini, Paprika, Melanzani, Salat, Gurken, Lauch, Knollensellerie, Knollenfenchel, Rote Rüben, Karotten, Zwiebel, Erdäpfel, Schalotten, Fisolen, Mangold, Zuckererbsen, Rettich, Kürbis und natürlich viele verschidedene Kräuter, wie z. B. sieben Sorten von Basilikum oder Raritäten wie Winterheckenzwiebel oder Schnittknoblauch. Außerdem wurde mit der Anlage einer Beerenkultur begonnen, welche jedes Jahr um neue Sorten erweitert wird. 16

18 Einen besonders wichtigen Teil des Projektes ÖKOGARTEN stellt die Direktvermarktung unserer Produkte dar. Dabei erleben zum einen die TeilnehmerInnen durch den Verkauf der von ihnen produzierten Lebensmittel den Wert ihrer Arbeit mit und zum anderen die KundInnen einen respektablen Zugang zu ökosozialem Gemüse. 17

19 Standort Schwechat Nach der Planungsphase begannen im Mai 2006 die Umbauarbeiten der Räumlichkeiten am Standort Schwechat. Die angemietete leere Halle wurde innen mit Büroräumen, Sozialräumen und den nötigen Sanitärräumen in Eigenregie umgebaut, sodass ein funktionierender Projektbetrieb möglich ist. Bis zum Juni 2006 wuchs das Team auf drei Schlüsselarbeitskräfte: eine Standortleitung, die zugleich für Sozialarbeit zuständig war, und zwei ArbeitsanleiterInnen. Gemeinsam mit vier TransitmitarbeiterInnen wurde die Fertigstellung des Standortes vorangetrieben. Im Sommer 2006 wurden die ersten Aufträge angenommen, vorwiegend im Bereich Grünraumarbeiten. Umbauarbeiten Halle Schwechat Mit Beginn 2007 war die vorgesehene Anzahl von zwölf TransitmitarbeiterInnen erreicht, wobei zehn davon vom AMS Schwechat und zwei vom AMS Bruck/Leitha besetzt wurden. Im Juni 2006 wurde einer der Transitmitarbeiter als fest angestellte Fachkraft übernommen. Die offizielle Eröffnung des Standortes Schwechat fand im Juni 2007 statt. Mit Beginn 2010 fand im Zuge der Umstrukturierung des Vereins Arge Chance auch in Schwechat eine teilweise Um- und Neubesetzung der Schlüsselarbeitskräfte statt. Dabei wurden die Funktionen Standortleitung und Sozialarbeit auf zwei Schlüsselarbeitskräfte aufgeteilt. Weiters gibt es zwei ArbeitsanleiterInnen, zwei Fachkräfte und wie gehabt Plätze für 12 TransitmitarbeiterInnen. Seit dem Herbst 2010 gehören zu unserem Team auch die beiden Katzen Pünktchen und Kingsley, welche für die Arbeitsbereiche Nagetierabwehr vor Ort, Controlling und MitarbeiterInnenmotivation zuständig sind. 18 Im Bereich Grünraum wird Gartenpflege und Gartengestaltung angeboten. Die Arbeiten reichen von Rasen mähen und Hecken schneiden, Unkraut jäten und Laub kehren bis zu gestalterischen Tätigkeiten wie Bepflanzung und Verlegen von Fertigrasen. Dazu stehen uns mehrere Rasenmäher, Motorsägen und vielerlei Gartengeräte zur Verfügung. Betonarbeiten und Zaunsanierung Im Arbeitsbereich der Sanierung werden Abbrucharbeiten, Renovierungsarbeiten, Bauarbeiten und Montagearbeiten unterschiedlichster Art durchgeführt. Metallarbeiten Der Arbeitsbereich Metall umfasst einen Großteil allgemeiner Schlosserarbeiten. Mittels der Grundfertigkeiten der Metallbearbeitung werden Ausbesserungsarbeiten gemacht und hauptsächlich aus Stahl Einzelstücke angefertigt. Die Transit - arbeitskräfte lernen dabei unter anderem die Handhabung der Kaltkreissäge, der Ständerbohrmaschine, des Winkelschleifers und des Schleifbocks und stellen beispielsweise Zäune, Firmentafeln, Kanalabdeckungen, Treppen und Podeste sowie Balkone her. Recycling Recycling ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Wir sind darum bemüht, so viele Abfälle wie möglich weiter zu verwerten. So werden aus Einwegpaletten Anzündholz und ein selbst entwickelter Obstbaumschutz hergestellt. Für Transporte und sonstige Dienstleistungen stehen uns zwei Pritschen mit Doppelkabinen und ein Kombi-PKW zur Verfügung.

20 Alle Arbeitsaufträge werden je nach den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und nach Absprache mit unseren Kunden rasch und zuverlässig durchgeführt. Unsere Kunden kommen aus dem privaten, dem gewerblichen und dem öffentlichen Sektor. Viele von ihnen beauftragen uns seit Anfang des Bestehens unseres Standortes in Schwechat. 19

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