GZA/PP 8048 Zürich 27. Jahrgang Donnerstag, 13. Februar 2014 Nr. 7

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1 GZA/PP 8048 Zürich 27. Jahrgang Donnerstag, 13. Februar 2014 Nr. 7 Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel , Fax Dank einer einzigen Stimme wiedergewählt Freud und Leid bei den kleinen Parteien im «Zürich West»-Gebiet: Die CVP verliert ihren einzigen Sitz im Kreis 4+5 und die SD scheitern an der 5-%-Hürde. ie AL hingegen holt einen zusätzlichen Sitz und die VP ist dank einer einzigen timme aus dem Kreis 9 och im Gemeinderat. Thomas Hoffmann Ähnlich wie auf gesamtstädtischer Ebene präsentieren sich die Resultate im Verteilgebiet von «Zürich West». Gewinner sind hier die FDP (+1 Sitz im Kreis 3) sowie die Alternative Liste (AL) und die Grünen (je +1 im Kreis 9). Hingegen verlieren die SVP im Kreis 3, die CVP im Kreis 4+5 und die Schweizer Demokraten (SD) im Kreis 9 je einen Sitz. Der Reihe nach. Kreis 9: zwei Sieger, zwei Verlierer Grosse Verschiebungen gibt es in keinem der drei Wahlkreise. Am stärksten sind sie im Kreis 9. Die SP verliert einen ihrer 5 Sitze, der bisherige Pascal Lamprecht wird abgewählt. Ebenfalls abgewählt ist Christoph Spiess von den Schweizer Demokraten, weil seine Partei in keinem Wahlkreis 5 % erreicht. Das wäre nötig, um ins Parlament einziehen zu können. Bei den letzten Wahlen war dies der SD im Kreis 12 gelungen, wo sie jetzt nur noch auf 2,2 % kommt. «Ich bin einigermassen fassungslos», gesteht Oberrichter Spiess, der keine Anhaltspunkte für den Einbruch sieht. «Wir hatten im Vorfeld das Gefühl, dass unsere Politik einen guten Gemeinderat Gerhard Bosshard (rechts) hat gut lachen: In seinem Wahlkreis 9 kam die EVP auf exakt 5,00 Prozent und ist somit weiterhin im Parlament vertreten. Hier gratuliert ihm der höchste Zürcher, Martin Abele von den Grünen aus dem Kreis 3, der ebenfalls wiedergewählt wurde. Foto: Lorenz Steinmann Zuspruch erhält, so eine Ohrfeige haben wir nicht erwartet.» Die SD war schon zweimal nicht im Parlament vertreten: und Ob die Partei in vier Jahren einen neuen Anlauf unternimmt, lässt Spiess offen. Gewinner sind im Kreis 9 die AL, die mit der 24-jährigen Christina Schiller einen Sitz holt, und die Grünen, die mit einem bekannten Gesicht einen zweiten Sitz erobern: Katharina Prelicz-Huber (54), ehemalige Gemeinde-, Kantons- und Nationalrätin. Das glücklichste Lachen sieht man am Wahlsonntag allerdings bei Gerhard Bosshard von der EVP. Im Kreis 9 holt seine Partei 8616 Stimmen exakt 5,00 %. Eine einzige Stimme weniger, und die EVP wäre nicht mehr im städtischen Parlament vertreten gewesen. «Jeder, der mich auf seine Liste gesetzt hat, kann jetzt sagen, dass ich ihm meine Wahl verdanke», lacht Pfarrer Bosshard. Ausschlaggebend sei die Absprache zwischen EVP und EDU gewesen. Die EDU trat im Kreis 9 nicht an, die EVP verzichtete dafür im Kreis 12. «Wir haben wohl 0,2 % der Stimmen EDU-Wählern zu verdanken», meint Bosshard, «das war matchentscheidend.» Ob die Stimmen im Kreis 9 Kommentar auf Seite 3 Fortsetzung auf Seite 5 Die Gemeinderäte für Kreis 3: 15 Mitglieder SP 5 Sitze (2010: 5 Sitze): Rebekka Wyler, Mark Richli, Barbara Wiesmann (neu), Andreas Edelmann, Hans Urs von Matt. SVP 2 (3): Roger Liebi, Roland Scheck. FDP 2 (1): Cäcilia Hänni-Etter, Raphaël Tschanz (neu). Grüne 2 (2): Martin Abele, Markus Kunz. GLP 2 (2): Isabel Garcia, Adrian Gautschi. CVP 1 (1): Markus Hungerbühler. AL 1 (1): Walter Angst. Kreis 4+5: 13 Mitglieder SP 5 Sitze (2010: 4 Sitze): Min Li Marti, Katrin Wüthrich, Peter Küng, Patrick Hadi Huber, Urs Helfenstein (neu). SVP 1 (1): Stefan Urech (neu). FDP 1 (1): Elisabeth Schoch (neu). Grüne 2 (2): Karin Rykart Sutter, Markus Knauss. GLP 2 (2): Gian von Planta, Guido Hüni. CVP 0 (1). AL 2 (2): Niklaus Scherr, Ezgi Akyol (neu). Kreis 9: 16 Mitglieder SP 4 Sitze (2010: 5 Sitze): Davy Graf, Christine Seidler, Alain David Sangines, Nicolas Esseiva. SVP 4 (4): Samuel Balsiger, Roger Bartholdi, Rolf Müller, Margrit Haller. FDP 2 (2): Albert Leiser, Marcel Müller (neu). Grüne 2 (1): Matthias Probst, Katharina Prelicz-Huber (neu). GLP 1 (1): Markus Baumann (neu). CVP 1 (1): Mario Mariani. AL 1 (0): Christina Schiller (neu). EVP 1 (1): Gerhard Bosshard. SD 0 (1). (ho.) Kein zweites Neu-Oerlikon Ein totes Schlafquartier auf dem Freilagerareal? Die Zürcher Freilager AG winkt ab. Sie plant auf den Quadratmetern ein lebendiges Quartier mit 1000 Wohnungen und Gewerbe. Seite 3 Kubaner kommt in Wiedikon an Die Natur in all ihren Formen faszinieren den Künstler Geordanis Aguilera Horta. Seine Ausstellung «Ankommen» kann man noch bis zum 5. März im Wiediker Kulturmarkt bestaunen. Seite 8 Ein Wechselbad der Gefühle C. B. Stoll war Schuhputzer, Fotomodell und Werber und der Vielreisende landete auch in Albisrieden. Nun liegt sein Roman über die Lebensmittelindustrie vor und liefert aufklärerische Unterhaltung. Letzte Seite Liebe Wählerinnen und Wähler des Kreises 9 Dank Ihrer Unterstützung wurde ich für eine weitere Legislatur in den Zürcher Gemeinderat gewählt. Ich möchte mich bei Ihnen herzlich für dieses Vertrauen, welches Sie mir mit Ihrer Wahl als Vertreter des Kreises 9 in den Rat entgegenbringen, bedanken. Ich werde alles daran setzen, meine Wahlversprechen wie Sicherheit für die Bevölkerung, Tramlinienführung 2 und der haushälterische Umgang mit den städtischen Finanzen in der nächsten Legislaturperiode auch aktiv anzugehen und Sie kompetent zu vertreten. Rolf Müller, Gemeinderat SVP 9 Cäcilia Hänni-Etter Ihr FDP-Team im Gemeinderat dankt für die Unterstützung! FDP Zürich 3 Raphaël Tschanz Liebe Wählerin, lieber Wähler Dank Ihrer Stimme konnten wir die vier Gemeinderatssitze im Kreis 9 verteidigen. Für dieses meinen Kollegen und mir entgegengebrachte Vertrauen meinen herzlichen Dank. Liebe Wählerin, lieber Wähler Dank Ihrer Stimme ist es wieder möglich, den Kreis 9 im Gemeinderat durch die EVP zu vertreten. Für dieses mir und meinen Kollegen entgegengebrachte Vertrauen danke ich Ihnen herzlich. Gerhard Bosshard

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3 A K TUELL Zürich West Nr Februar IN KÜRZE Aemtler-Schulhaus Die beiden Betreuungsprovisorien auf der denkmalgeschützten Schulanlage Aemtler sollen einem neuen Betreuungsgebäude weichen. Das Team von Camponovo Baumgartner Architekten, Zürich, hat den Architekturwettbewerb für das neue Betreuungsgebäude für sich entschieden. Der Bau soll 2018 bezugsbereit sein. Steuerwettbewerb Die Steuerbelastung für die Einwohnenden des Kantons Zürich ist 2012 gesunken. Zurückzuführen ist dies vor allem auf den Ausgleich der kalten Progression. Die Einkommenssteuerbelastung im Kanton Zürich liegt gemäss dem neuesten Steuerbelastungsmonitor der Finanzdirektion nur noch knapp über dem nationalen Durchschnitt. Zürich hat sich damit in der Gesamtindex-Rangliste der Kantone um sechs Plätze auf den zehnten Rang verbessert. Neue Prorektorin Der Fachhochschulrat hat die Professorin Barbara Fäh zur neuen Prorektorin der Abteilung Ausbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich ernannt. Die Erziehungswissenschaftlerin tritt auf Beginn des Herbstsemesters 2014/15 die Nachfolge von Hans-Jürg Keller an, der Ende 2013 von seinem Amt zurückgetreten ist. Bahnhofstrasse Im März beginnt die dritte Bauetappe an der Bahnhofstrasse vom Paradeplatz bis zur Talstrasse, im Juni folgt die Strecke von der Uraniastrasse bis zum Bahnhofplatz. Die neue Bahnhofstrasse ist im November fertig. Am Donnerstag, 25. Februar, orientieren Stadträtin Ruth Genner und die Projektverantwortlichen um 18 Uhr im UBS-Konferenzgebäude, Nüschelerstrasse 9, über die bevorstehenden Bauarbeiten. Gutes Geschäftsjahr Die Zürcher Kantonalbank erhöhte im Geschäftsjahr 2013 ihren Bruttogewinn um 2,5 Prozent auf 877 Mio. Franken, den Konzerngewinn um 7,2 Prozent auf 797 Mio. Franken. Dieses erfreuliche Jahresergebnis gestattet eine Gewinnausschüttung an den Kanton und die politischen Gemeinden von 369 Mio. Franken und die Stärkung der Eigenkapitalbasis mit einem Gewinnrückbehalt von 428 Mio. Franken. Zusammenschluss Die Trägerschaft der Careum Weiterbildung AG wird seit Januar erweitert durch die Stiftung Diakoniewerk Neumünster Schweizerische Pflegerinnenschule, die das Spital Zollikerberg, das Alterszentrum Hottingen & Rehalp und die Residenz Neumünster Park betreibt. Careum Weiterbildung entstand 2012 aus dem Zusammenschluss von Institutionen, die sich in der Weiterbildung von Berufsleuten im Gesundheitswesen engagieren. Flanieren auf der Marktgasse: Im Erdgeschoss sollen zahlreiche Gewerbler ihre Ware feilbieten. Auf dem Freilagerareal soll ein zweites Neu-Oerlikon verhindert werden Ein totes Schlafquartier auf dem Freilagerareal? Die Zürcher Freilager AG winkt ab. Sie plant auf den Quadratmetern ein lebendiges Quartier mit Wohnungen und Gewerbe. Rebecca Wyss Die Zürcher Freilager AG rührt mit der grossen Kelle an: 800 Mietwohnungen, 200 Studentenzimmer, zahlreiche Büros, Läden, Praxisräume, Restaurants, Gewerberäume und Ateliers sollen bis 2017 auf dem alten Zollfreilagerareal entstehen. Das für 500 Millionen Franken. Seit Mai 2013 arbeiten sich bereits schwere Baumaschinen durch den Boden. Bald starten die Arbeiten an den ersten Neubauten, die neben den bestehenden Gebäuden hochgezogen werden. Auch wenn auf dem Areal noch kaum etwas vom grossen Wurf zu sehen ist, liessen Jean-Claude Maissen, CEO der Zürcher Freilager AG, und Verkehrsberuhigung: Ja! Bürokratie: Nein! Marcel Schönbächler Seit dem 2. Dezember 2013 gilt das Nachtfahrverbot «Innerer Kreis 5» (Gebiet innerhalb des Perimeters Langstrasse, Limmatstrasse und SBB-Gleisanlagen). Dies bedeutet, dass der motorisierte Verkehr im Kreis 5 von 22 Uhr bis 3 Uhr verboten ist. In diesem Zeitfenster dürfen fortan nur noch Anwohner, Inhaber von Gewerbebetrieben und Mieter von Parkplätzen in das bezeichnete Gebiet hineinfahren. Allerdings benötigen sie eine Zufahrtsbewilligung, die 30 Franken pro Jahr kostet. Begrüssenswert ist das neue Verkehrsregime insoweit, um dem Suchund Schleichverkehr im betroffenen Gebiet einen Riegel zu schieben. Denn in den Nachtstunden, vor allem am Donnerstag, Freitag und Samstag, war zuweilen eine stetige Verkehrszunahme mit den damit verbundenen Emissionen zu verzeichnen. Das Nachtfahrverbot hat sich in dieser Hinsicht bereits als äusserst effektiv, zeitgemäss und nachhaltig erwiesen. Dieses Verkehrsregime, das zu einer willkommenen Verkehrsberuhigung im Kreis 5 geführt hat, soll wie die anderen sieben Sperrzonen bzw. Nachtfahrverbote, die es in der Stadt Zürich gibt (beispielsweise sei die Nachtfahrverbotszone «Langstrasse Markus Peter von Markus Meili, Markus Peter Architekten AG kürzlich das Projekt im nahen GZ Bachwiesen aufleben. An der Informationsveranstaltung «Bauen ermöglichen, Erholungsraum erhalten» der FDP Zürich informierten diese die Quartierbevölkerung über den Stand der Dinge, während die «Zürich West»-Redaktorin Pia Meier kritisch den Finger auf unklare Stellen hielt. AUS DEM GEMEINDERAT «Eigentlich sollten diejenigen zahlen, die Parksuch- und Schleichverkehr verursachen» Marcel Schönbächler, Gemeinderat CVP Zone Ost/West» erwähnt) keineswegs infrage gestellt werden. Grundsätzlich abzulehnen ist hingegen die geltende Regelung, wonach die Anwohnenden, die Gewerbetreibenden sowie die Mieter von Parkplätzen (auch Inhaber der blauen Zone!) für die Zufahrt in die Sperrzone eine periodisch zu erneuernde Zufahrtsbewilligung lösen müssen, für die eine Ausstellgebühr von 30 Franken verlangt wird. Es erscheint ungerecht, dass die Vorgenannten dafür zahlen sollen, Visualisierung: zvg. Auf der Suche nach Gewerblern So nahm diese Befürchtungen eines zweiten Neu-Oerlikons auf, bei dem auf dem ehemaligen Industriequartiergebiet ausschliesslich Wohnungen gebaut wurden. Die Folge: Am Ende entstand ein Schlafquartier. Maissen winkte ab. Man habe 1300 Quadratmeter Bürofläche eingeplant. Hinzu kämen fast 6000 Quadratmeter, die für Gewerbe und Verkauf vor allem im Erdgeschoss der bestehenden Bauten entlang der Flurstrasse reserviert seien. Geplant sind laut Maissen nicht nur ein Restaurant, ein Café, eine Bäckerei und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch ein Kindergarten und eine Kinderkrippe. «Wir werden die Fehler von Neu-Oerlikon vermeiden», versprach er. Man sei nun auf der Suche nach Interessenten. «Es ist schwierig, solche zu finden. Alle grossen Gewerbetreibenden sagen uns, dass es im Quartier schon alles hat.» Daher sei man auch an kleineren Betrieben interessiert. Diesen will man entgegenkommen: «Wir sind bereit, mit dem Preis runterzugehen, um genügend Gewerbe auf dem Areal anzusiedeln.» Keine gemeinnützigen Wohnungen Pia Meiers Frage nach gemeinnützigen Wohnungen verneinte der Architekt Peter. Man gebe aber ein Gebäude günstiger ab, 200 Studentenzimmer seien ebenfalls geplant. Man wolle eine heterogene Mieterschaft. «Es gibt für jedes Portemonnaie etwas», betonte er. Im Durchschnitt zahlt ein Mieter für eine 2 ½-Zimmer-Wohnung 1500 bis 1700, für 3 ½ Zimmer 2100 bis 2600 Franken. Die Vermarktung der Wohnungen startet laut Maissen Weitere Infos zum Freilager-Areal: dass letztlich Nichtzufahrtsberechtigte das Quartier nicht befahren dürfen. Grundsätzlich sollte man ja diejenigen zur Kasse bitten, die den ungewollten Parksuch- und Schleichverkehr verursachen. Zudem muss die Ausstellung der Bewilligung zwecks Überprüfung der Zufahrtsberechtigung inklusive der damit verbundenen Administrativkosten als übertriebener Bürokratismus eingestuft werden. Eine entsprechende Überprüfung der Berechtigung wäre insbesondere auch unter Zuhilfenahme polizeilicher Mittel (bei allfälligen Kontrollen) ohne Weiteres zu gewärtigen. Erfreulicherweise hat der Gemeinderat am 22. Januar ein CVP-Postulat einstimmig dem Stadtrat überwiesen, wonach dieser nun aufgefordert ist, die Zufahrt für sämtliche Zufahrtsberechtigten (also alle Anwohnenden, Gewerbetreibenden, Parkplatzinhabende) in alle Fahrverbotszonen der Stadt Zürich ohne gebührenpflichtige Zufahrtsbewilligung zu ermöglichen. Der Ball liegt nun beim Stadtrat, der hoffentlich das von allen Parteien geteilte Anliegen der CVP und auch der breiten Bevölkerung umsetzen wird! Marcel Schönbächler sitzt seit 2010 für die CVP 4+5 im Gemeinderat. Der Jurist ist stellvertr. Fraktionschef und Mitglied der Velowegkommission. Er wohnt im Kreis 5 und präsidiert den FC Montagssport. AUF EIN WORT Andreas J. Minor Was ist in Winterthur anders als in Zürich? In Winterthur jubelt die SVP: Ihr Kandidat Josef Lisibach hat ein kleines Wunder vollbracht. Er hat die Bisherige Pearl Pedergnana von der SP klar besiegt. Nach zwölf Jahren zieht nun wieder ein SVP-Politiker in die Winterthurer Exekutive ein. Mit seinem Einzug in die Winterthurer Stadtregierung verschiebt sich zudem das politische Gewicht: Die Bürgerlichen verfügen nun in der Exekutive über eine Mehrheit. Die angestrebte Wende ist geglückt. Nachdem die beiden SVP-Kandidaten Nina Fehr Düsel und Roland Scheck in Zürich zwar den Sprung ins Stadtparlament mit guten bis sehr guten Resultaten geschafft haben, ihr Ziel, in die Stadtregierung einzuziehen, jedoch äusserst klar verfehlt haben, stellen sich einige Fragen: Tickt Zürich wirklich so anders als Winterthur? Was sind die Gründe für den Erfolg in Winterthur? Kann die Stadtzürcher SVP diesen Erfolgsweg für sich kopieren, um beim nächsten Urnengang ihr seit langem angestrebtes Ziel, wieder im Zürcher Stadtrat vertreten zu sein, zu erreichen? Die Ausgangslage der Winterthurer und der Stadtzürcher SVP war vergleichbar: In Winterthur ging die SVP als wählerstärkste Partei, in Zürich als zweistärkste in den Wahlkampf. Dass es dennoch wieder nicht reichte, lag an den Kandidaten. Roland Scheck konnte die Wählerinnen und Wähler offensichtlich trotz seiner langjährigen Arbeit im Gemeinderat nicht durch grosse Dossierkenntnis und konsensorientiertes Politisieren überzeugen. Nina Fehr Düsel hatte da als Newcomerin einen wesentlich härteren Start. Mit ihrem guten Resultat bei den Gemeinderatswahlen hat sie es geschafft, auf Anhieb ins Stadtparlament zu kommen. Das war sicher ihr wichtigstes Ziel. Dass sie den Einzug in den Stadtrat nicht geschafft hat, lag daran, dass sie in der Dossierkenntnis noch nicht über den hohen Stand eines Josef Lisibach verfügt. Doch was nicht ist Täter festgenommen nach Messerstecherei Vergangenen Freitag kam es im Kreis 5 zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen. Dabei wurde einer der Beteiligten mit einer Stichwaffe schwer verletzt. Der mutmassliche Täter wurde festgenommen. (zw.) ANZEIGEN Die Grünliberalen freuen sich über das ausgezeichnete Wahlresultat und möchten sich bei ihren Wählerinnen und Wählern ganz herzlich für das ausgesprochene Vertrauen bedanken. Die Wiedergewählten vom Kreis 3, Isabel Garcia und Adrian Gautschi, sowie Gian von Planta und Guido Hüni vom Kreis 4/5 und auch der neu gewählte Markus Baumann vom Kreis 9 freuen sich darauf, sich in der nächsten Legislaturperiode weiterhin für ein gesundes Quartier einsetzen zu dürfen. Natürlich glp!

4 ANZEIGEN Stadt Zürich Nr Februar 2014 WAHLEN 2014 FDP und AL, die Siegerparteien: Der frischgebackene FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger, Michael Baumer (Präsident FDP Zürich) und Stadtrat Andres Türler, der mit Stimmen das beste Resultat erzielte. AL-Stadtrat Richard Wolff (rechts) schaffte mit dem 7. Platz ein solides Resultat, Alec Recher und Isabel Maiorani gratulieren. Fotos: Lorenz Steinmann, Lisa Maire Leutenegger erobert zweiten FDP-Sitz zurück Die Stadtratswahlen boten wenig Überraschendes. Alle Bisherigen wurden wiedergewählt. Und die frei werdenden Sitze holten die «Favoriten» Raphael Golta (SP) und Filippo Leutenegger (FDP). Pia Meier Nach einem relativ fairen und ruhigen Wahlkampf herrschte am vergangenen Sonntag lange Zeit Funkstille, bis feststand, wie sich der Stadtrat in der Legislatur 2014 bis 2018 zusammensetzt. Corine Mauch (SP) verteidigte das Stadtpräsidium souverän, Andres Türler (FDP) toppte alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten mit einem Glanzresultat und Gerold Lauber schaffte seine Wiederwahl trotz anderer Vorhersagen klar. Auch André Odermatt (SP) geriet nie in Gefahr abzurutschen, ebenso wenig Daniel Leupi (Grüne) und Claudia Nielsen (SP). Auch Richard Wolff (AL), den viele nicht mehr im Stadtrat sahen beziehungsweise sehen wollten, schaffte es. Mit Raphael Golta (SP) verteidigte die SP den Sitz des abtretenden Martin Waser. Dank Filippo Leutenegger (FDP) holten die Bürgerlichen den im 2013 verlorenen Sitz zurück. Er bekam sogar mehr Stimmen als Golta. Markus Knauss (Grüne) schaffte es nicht. Nicht nur die SPler rätselten bereits am Sonntag über die Departementsverteilung. Eines waren sie sich sicher: Das Tiefbaudepartement darf nicht an Leutenegger gehen. Langes Warten auf die Resultate. Gemeinderatspräsident Martin Abele (Grüne, ganz links) kontrolliert, Autorin Dora Koster (in Rot) übergibt Finanzchef Daniel Leupi Blumen, Kathrin Leutenegger herzt ihren Bruder Markus Knauss und Nina Fehr Düsel sind geschlagen. Corine Mauch triumphiert, Raphael Golta, Claudia Nielsen und André Odermatt (Bild Mitte) runden das gute SP-Resultat im Stadtrat ab. Die SVP-Politiker mit Thomas Düsel, Nina Fehr Düsel, Roger Liebi und Christoph Mörgeli freuen sich über die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative. Gerold Lauber (l.) gehörte dem «Top 5»-Team an immerhin ergab sich nun ein bürgerliches «Top 3»-Resultat. Was wohl André Odermatt mit PR-Leiter Robert E. Gubler zu besprechen hatte? Auch im Stadthaus: Samuel Dubno (GLP) mit Tochter Yael, Markus Hungerbühler (CVP), Roland Scheck (SVP). REGIONALER PARTNER: Stadel: Garage Martin Leu, Kaiserstuhlerstr. 16, Zürich: Emil Frey AG Garage Zürich Nord, Thurgauerstrasse 35, LOKALER PARTNER: Glattbrugg: Rhomberg Garagen AG, Oetwil am See: Garage Joos & Co., Zürich: Binzmühle-Garage GmbH, Zürich: Garage Preisig,

5 POLITIK Zürich West Nr Februar Dank einer einzigen Stimme wiedergewählt Fortsetzung von Seite 1 nachgezählt werden, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Knapp war es bereits vor vier Jahren, da gaben 15 Stimmen den Ausschlag, die EVP kam auf 5,01 %. Kreis 4+5: Sitz von CVP zu SP Im Kreis 4+5 hat die CVP ihren Sitz verloren. Marcel Schönbächler, der für seinen Vater Robert nachgerückt war, nimmt es sportlich: «Bereits vor vier Jahren habe ich den Sitz nur dank eines Restmandats halten können.» Daher habe man mit diesem Resultat rechnen müssen. «Aber schade ist es natürlich, ich hätte mich gern weiterhin im Rat engagiert.» In seiner letzten Gemeinderatskolumne im «Zürich West» (Seite 3) geht Schönbächler auf das Nachtfahrverbot im inneren Kreis ein. Den CVP-Sitz holt sich die SP mit Urs Helfenstein. Damit erobert die SP 4+5 die im Gegensatz zur Stadtpartei ihren Wähleranteil steigerte den fünften Sitz zurück, den sie vor vier Jahren verloren hat. Die FDP überholt beim Wähleranteil (von 6,6 auf 8,8 %) die SVP (von 11 zurück auf 8,5 %). Möglicher Grund: SVP-Fraktionschef Mauro Tuena kandidierte nun im Kreis 10. Kreis 3: Sitz von SVP zu FDP Die FDP legt im Kreis 3 deutlich zu, steigert ihren Wähleranteil von 8,1 auf 10,5 % und erobert mit Raphael Tschanz einen zweiten Sitz. Dies auf Kosten der SVP, die einen Sitz verliert, jenen der ehemaligen Gemeinderatspräsidentin Marina Garzotto, die nicht mehr antrat. Bei der SP geht das Wahlkalkül nicht auf. Sie setzt Barbara Wiesmann (neu) weit nach vorn zwischen ihre bisherigen Gemeinderäte. Das Resultat: Wiesmann wird zwar gewählt, aber der bisherige Duri Beer muss über die Klinge springen. > Wahl- und Abstimmungssonntag. Die Sitzverteilung im Stadtzürcher Parlament in den kommenden vier Jahren. Nicht mehr vertreten sind die Schweizer Demokraten, sie hatten 2 Sitze. Die +/-Angaben beziehen sich auf die Sitzveränderung im Vergleich zu den letzten Wahlen im Jahr Grafik: Liechti Bei der AL 4+5 verteidigt Ezgi Akyol (links) den Sitz von Alec Recher. Foto: Lorenz Steinmann CVP-Stadtpräsident Markus Hungerbühler wird im Kreis 3 gewählt, aber die CVP 4+5 verliert ihren Sitz. Erzielten beide das beste Resultat in ihrer Kreispartei: Min Li Marti bei der SP 4+5 und Albert Leiser bei der FDP 9. Fotos: Lisa Maire Mehr Volumen und Ausstrahlung? Im Februar: 20% Rabatt auf die gesamte Volume-Filler-Linie von Eucerin albis-apotheke gmbh Herr Michael Spycher albis-apotheke gmbh Albisriederstrasse 330, 8047 Zürich, Telefon Bon gültig % Rabatt Tages- oder Nachtpfle g e, je 50 ml, oder Augenpflege, 15 ml Das Brockenhaus in Zürich-Oerlikon mit Secondhand Artikeln und günstiger Neuware. Brockenhaus, Räumungen und Umzüge Ein Integrationsprogramm der Robert-Maillart-Strasse 14 I 8050 Zürich-Oerlikon t I

6 ANZEIGEN Stadt Zürich Nr Februar 2014 A K TUELL Sport im Vorschulalter Die Sportmöglichkeiten in der Stadt Zürich sind fast endlos. Einige Angebote richten sich an die Jüngsten, denn schon in ganz jungem Alter ist Bewegung wichtig. Wächst man in einem aktiven Umfeld auf, ist die Chance gross, dass man sich auch im erwachsenen Alter noch gerne sportlich betätigt. Die Broschüre «Sport im Vorschulalter» enthält verschiedene Angebote für Kleinkinder von 0 bis 4 Jahren. Im Fokus stehen vor allem Angebote für Turnen und Schwimmen. Eltern-Kind-Turnen, Eltern-Kind- Schwimmen und Babyschwimmen sind bei Eltern mit Kleinkindern sehr beliebt. Auch in diversen Gemeinschaftszentren gibt es Bewegungsangebote für die Kleinsten. Ausserdem bietet «Sport im Vorschulalter» Angaben zu Badeanlagen, Kunsteisbahnen, Spielplätzen im Stadtgebiet und dem Schlittelweg auf dem Üetliberg. Bei allen Angeboten sind Kontaktpersonen angegeben, die den Interessierten gerne weiterhelfen. (pd.) Die Broschüre liegt in den städtischen Bade- und Sportanlagen auf. Tel oder Energie und technische Brillanz: Darsteller des Musicals «West Side Story» auf der Bühne. Broadwayklassiker wieder in Zürich International gefeiert und prämiert: Die «West Side Story» gastiert im Theater 11. Der Broadwayklassiker in der hochkarätigen Inszenierung von Joey McKneely mit der selten gezeigten Originalchoreografie von Jerome Robbins wird in der Schweiz ausschliesslich in Zürich zu sehen sein. Bereits anlässlich des fünfzigsten Jubiläums der «West Side Story» hielt diese Produktion weltweit Publikum und Kritik in Atem. Die Inszenierung von «West Side Story» vereint die unvergleichlich vitale Musik, die Dramatik und die Aktualität des Meisterwerks in einer Produktion mit 36 Darstellern und insgesamt Wettbewerb Wir verlosen 5x 2 Tickets für «West Side Story» am Dienstag, 18. Februar, Uhr im Theater 11. Bitte am 14. Februar, Uhr anrufen unter: Telefon Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen Foto: Nilz Böhme/zvg über 80 Beteiligten. Darüber hinaus charakterisiert sie etwas, das für die Inszenierung des Musicals wesentlich und doch derzeit weltweit einmalig ist: Jerome Robbins unnachahmliche, atemberaubende Tanzsprache, einstudiert von Joey McKneely. Die Inszenierung zeigt die Originalchoreografie so frisch, als hätte sie eben erst Premiere gefeiert. Die jungen Darsteller interpretieren sie mit umwerfender Energie und technischer Brillanz in der englischen Originalsprache. Die «West Side Story» ist eines der erfolgreichsten Bühnenstücke aller Zeiten. Leonard Bernsteins unsterbliche Kompositionen wie «Tonight», «Maria» oder «America» machen es neben der packenden und tief bewegenden Geschichte auch musikalisch zu einem Glanzstück. (pd./ mai.) Theater 11 Zürich, 18. Februar bis 16. März. Di/Do/Fr jeweils Uhr, Mi Uhr, Sa 14.30/19.30 Uhr, So 14/18.30 Uhr. Neuer Medizinischer Direktor Patrice Ambühl, Chefarzt des Instituts für Nephrologie, ist seit dem 1. Februar für die medizinische Gesamtleitung am Stadtspital Waid verantwortlich. Er übernahm das Amt des Medizinischen Direktors von Daniel Grob, der sich künftig auf die Weiterentwicklung seiner Klinik für Akutgeriatrie konzentrieren wird. Der 51-jährige Prof. Dr. med. Patrice Ambühl ist seit sieben Jahren am Stadtspital Waid tätig. Der Chefarzt des Instituts für Nephrologie leitet unter anderem die drittgrösste Hämodialysestation der Schweiz. Als Chefarzt hat Ambühl auch die nephrologische Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Triemli intensiviert: Seit 2012 betreut er zusammen mit seinen Kaderärztinnen und -ärzten zusätzlich die Nierenpatientinnen und -patienten im Triemli. Bevor er ans Stadtspital Waid kam, arbeitete er mehrere Jahre als Oberarzt am Universitätsspital Zürich. Er besitzt eine Titularprofessur für das Fach Nephrologie an der Universität Zürich. «Ambühl ist somit als neuer Medizinischer Direktor bestens für die weitere Vernetzung der Medizin innerhalb der Stadt Zürich gerüstet», ist das Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich überzeugt. Der bisherige Medizinische Direktor Grob ist nach vier intensiven Jahren von seiner Funktion zurückgetreten. Mit grossem und erfolgreichem Engagement hatte er in dieser Zeit die Umsetzung der neuen Leistungsaufträge und der neuen Spitalfinanzierung vorangetrieben. Grob wird sich künftig als Chefarzt der Klinik für Akutgeriatrie auf die Weiterentwicklung seiner Klinik sowie auf die vereinbarte neue Zusammenarbeit zwischen Stadt, Universität und dem Universitätsspital im Geriatrienetz Zürich konzentrieren. (pd.)

7 HINTERGRUND Zürich West Nr Februar Personalwirren bei der städtischen Denkmalpflege Bei der städtischen Denkmalpflege wechseln die Angestellten auffallend häufig. Das lokalhistorische Wissen bleibt damit weitgehend auf der Strecke, dafür verliert ein ehemaliger Chefbeamter seine Contenance. Lorenz Steinmann Nicht erst seit dem weitherum für viel Unverständnis sorgenden Abriss des letzten Bahnwärterhäuschens auf Stadtgebiet («Zürich West» berichtete) ist die städtische Denkmalpflege im Fokus der Öffentlichkeit. Geht es um verweigerte Dachaufstockungen, unbewilligte Reklametafeln an Fassaden oder blockierte Umbauten wie die Kirche auf der Egg zum Hotel oder ein fahriges Ja zum Abbruch des Güterbahnhofs, die beim Amt für Städtebau angegliederte Denkmalpflege sorgt für Unverständnis und Kopfschütteln. Der ominöse Brief Dass die Nerven auch innerhalb der Denkmalpflege blank liegen, zeigt ein eigentlich persönlichkeitsverletzender Brief vom zwischenzeitlichen Ad-interim-Leiter der städtischen Denkmalpflege, Urs Baur, an den (privaten) Engemer Heimatschützer Edi Guggenheim. Dieser liess im «Tages-Anzeiger» einen Leserbrief veröffentlichen, worin er kritisiert, dass «in der Denkmalpflege zunehmend Personen beschäftigt werden, die nur über rudimentärste Ortskenntnisse verfügen». Damit seien ihnen auch die gesamtstädtischen und überkommunalen Zusammenhänge nicht bekannt. (...) Käme endlich Bewegung in die Angelegenheit, dann hätte der Abbruch des Bahnwärterhäuschens wenigstens etwas Positives bewirkt. Politzeichen «aufgehende Sonne» Postwendend erhielt der am Sonntag als AL-Politiker in den Zürcher Gemeinderat gewählte Guggenheim ein gehässiges Schreiben: «Was unsere jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Ausbildung und Wissen, an Engagement und Einsatz vor Ort mitbringen und leisten, verdient nicht, mit dem Politzeichen der aufgehenden Sonne gebrandmarkt zu werden», scheibt Urs Baur zwar auf privatem Briefpapier, aber inhaltlich klar als Mitarbeiter und ad interims- Leiter formulierend. Baur selber ist zwar ein gebürtiger Zürcher mit viel fachlichem Know-how und er wohnt erst noch am Neumarkt 8 über dem Theater notabene in einer städtischen Wohnung. Doch die meisten seiner Arbeitskolleginnen und -kollegen scheinen von ihrer Herkunft her nicht den grössten lokalgeschichtlichen Hintergrund zu haben, wie externe Stimmen unabhängig voneinander festhalten. Denn die Angestellten der Denkmalpflege kommen aus Deutschland. So oder so lässt die extreme Personalfluktuation der letzten Jahre zumindest aufhorchen. Neben den vielen raschen Kündigungen war es vor allem der Fall von Kaderfrau Karin Dangel, die wegen Burnout nach einem halben Jahr Chefposition krankgeschrieben wurde und später ganz aus dem Staatsdienst ausschied. Eine weitere kompetente Fachperson, Franziska Kaiser, wechselte ebenfalls rasch wieder die Stelle und arbeitet heute bei der Kantonalen Denkmalpflege. «Die Szene der Denkmalpfleger ist relativ klein», weiss der Leimbacher Heimatschützer Anton Monn. Für ihn liegt das Problem an der Amtsführung. «Es spricht sich natürlich herum, dass das Führungsklima nicht das beste ist.» Kein Wunder, müsse die Stadt seine Denkmalpfleger in Deutschland rekrutieren. Auch wenn Monn nicht konkreter werden will, gemeint mit der Kritik ist wohl Patrick Gmür, Direktor des Amts für Städtebau. Auf Anfrage wollte Patrick Gmür nicht persönlich Stellung nehmen. Er verwies auf die Pressstelle, die die schriftlich eingereichten Fragen beantwortete ausser jene, wie es um die soziale Kompetenz von Patrick Gmür bestellt sei (siehe separater Artikel «nachgefragt») «Man soll ihr Zeit geben» Marcel Knörr, Architekt und ehemals Präsident des Zürcher Heimatschutzes, bedauert die Streichung der eigentlichen Stelle des «Städtischen Denkmalpflegers» nach wie vor. «In den guten alten Zeiten gab es in Zürich den Stadtbaumeister und den Denkmalpfleger der Stadt Zürich, beide mit einer starken Stellung innerhalb der städtischen Verwaltung gab es dafür neun Projektleiter und -leiterinnen, verteilt auf vier Städtebauteams und mit der fachtechnischen Leiterin, Martina Jenzer. Seit einem Jahr im Amt, arbeitet sie kompetent und lösungsorientiert», sagt Knörr auf Anfrage. «Man soll ihr nun Zeit geben», so Knörr. Edi Guggenheim fordert wie früher eine eigenständige Amtsststelle für die Denkmalpflege. «Am besten wäre diese beim Präsidialdepartement angesiedelt, wie die Stadtentwicklung». Damit wäre auch die Befangenheit nicht so akut, wie mit der jetzigen Situation beim Hochbaudepartement, ist Guggenheim überzeugt. «Der Abbruch des nicht-inventarisierten Objekts hat nichts mit der städtischen Denkmalpflege zu tun», findet die Stadt. Aber warum war das Bahnwärterhäuschen denn nicht inventarisiert? Es wurde kurz vor Weihnachten von der Stadt platt gemacht. Foto: Baugeschichtliches Archiv Steht in der Kritik, will aber nicht selbst Stellung nehmen: Amtsleiter Patrick Gmür. Ist seit einem Jahr Leiterin der Denkmalpflege innerhalb des Amts für Städtebau: Martina Jenzer. Nach kurzer Zeit krank geschrieben und später ganz ausgeschieden: Karin Dangel. Fotos: ls./ zvg Ein pikanter Nebenschauplatz: Urs Baur wohnt im «Dörfli» in einem Haus der Stadt Zürich, das wegen der Wohnsitznahme einer berühmten Sängerin ins Gerede kam. Foto: ls. Personalwirren bei der Denkmalpflege? Stellvertretend für Amtsleiter Patrick Gmür gibt Martina Vogel vom Hochbaudepartement Auskunft. Die Empörung war gross, als «Zürich 2» den Abriss des letzten Bahnwärterhäuschens auf Stadtgebiet bekannt machte. Was lief da falsch bei der Denkmalpflege der Stadt Zürich? Die Stadt Zürich musste im Fall Bahnwärterhäuschen wie so oft eine Güterabwägung vornehmen. In diesem Fall wurden die nachvollziehbaren denkmalpflegerischen Aspekte den kostentechnischen Überlegungen untergeordnet. Der Abbruch des nichtinventarisierten Objekts hat somit nichts mit der städtischen Denkmalpflege zu tun. Vor einigen Jahren wurde die einflussreiche Position des städtischen Denkmalpflegers gestrichen, sie taucht seither nicht mehr im Organigramm auf. Wieso? Das ist nicht korrekt. Im Organigramm des Amtes für Städtebau ist Martina Jenzer als Leiterin der Denkmalpflege der Stadt Zürich ausgewiesen. Die promovierte Architektin mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund hat diese Funktion seit gut einem Jahr inne und hat sich sowohl lokal als auch kantonal als ausgewiesene Fachkraft etabliert. Trotzdem ist dies eine untergeordnete Stelle mit weniger Einfluss. Denn seit einer Reorganisation ist die Denkmalpflege in das Amt für Städtebau integriert. Bei den gut 1000 Stellenprozenten ist seither eine ausserordentlich hohe Personalfluktuation auszumachen. Wieso? KURZ NACHGEFRAGT «Amt für Städtebau wählt seine Mitarbeiter nicht nach Nationalität aus» Planung & Denkmalpflege ist bereits seit 1946 Teil des Hochbauamts, wie es damals noch hiess. Das Amt für Städtebau gibt es in der heutigen Form seit 1997 und seit da ist auch die Denkmalpflege Teil davon. In jüngster Vergangenheit gab es zudem keine Abgänge mehr. Der Grund für die relativ hohe Fluktuation zwischen 2009 und 2011 hat mit der beruflichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden zu tun. Fakt ist, dass die Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger der Stadt Zürich in der ganzen Schweiz als Fachleute sehr begehrt sind. Viele von ihnen sind heute in leitender Position in anderen Schweizer Städten in der Denkmalpflege oder der kommunalen Verwaltung tätig. Mit Anke Klöth, Grit Angermann, Claudia Neun, Anna Joss und Christiane Thomas als Beispiele sind aufallend viele Sachverständige deutscher Herkunft als Denkmalpfleger angestellt. Welche Probleme stellen sich damit Ihrer Meinung nach punkto lokalem und historischem Sachverständnis, und wie wird einem allfälligen Manko entgegengewirkt? Das Amt für Städtebau wählt seine Mitarbeitenden nicht nach der Nationalität, sondern nach der Ausbildung, der Berufserfahrung und der Sozialkompetenz aus. Alle Mitarbeitenden der Denkmalpflege haben sich so in ordentlichen Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Als ausgewiesene Fachleute konnten sich alle Mitarbeitenden der Denkmalpflege, egal welcher Herkunft, sehr schnell das für die Tätigkeit in Zürich notwendige lokale Wissen aneignen. Teilweise leben sie schon seit Jahren in der Stadt und sind lokal und regional verwurzelt. Die Mitarbeitenden sind somit nicht nur hoch qualifiziert, sondern sie kennen die Stadt und ihre Geschichte wohl auch besser als die meisten Zürcher/innen. Insofern besteht in keinster Weise ein «Manko». Wie wollen Sie sicherstellen, dass bei der städtischen Denkmalpflege bald wieder Ruhe eintritt? In der Denkmalpflege der Stadt Zürich herrscht keine Unruhe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen ihrer Aufgabe mit grossem Engagement und Sachverstand im Rahmen der ordentlichen Verfahren nach und nehmen ihren Auftrag, das historische Erbe unserer Stadt zu schützen, sehr ernst. Das war in der Vergangenheit so und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die (schriftlichen) Fragen stellte Lorenz Steinmann, die Antworten erfolgten durch Martina Vogel, stv. Leiterin Kommunikation im Hochbaudepartement der Stadt Zürich.

8 8 Zürich West Nr Februar 2014 KULTUR Natur und Farben tief empfunden Von Kuba über Amsterdam Geordanis Aguilera Horta wurde 1981 in Kuba geboren und lebte dort bis Sein Talent beim Zeichnen und Skizzieren hat seine Mutter, eine Lehrerin, stets gefördert. Nach seinem Umzug nach Amsterdam im Jahr 2000 trat er in einen regen Austausch mit holländischen Künstlern gewann er am Kunstfestival in Noorweik einen Preis und profitierte vom zwei Jahre dauernden Besuch der Gerrit Rietveld Academy, University oft the Arts, in Amsterdam. Neben dem Zeichnen, dem Umgang mit Tusche und dem Aquarellieren perfektionierte er in jenen Jahren das Malen mit Mischtechniken und das Malen mit Öl, dem er sich auch heute noch hauptsächlich widmet. Beeinflusst von der impressionistischen Kunst hat Geordanis Aguilera Horta einen eigenen Stil entwickelt. Seit 2007 lebt er in Zürich. (frg.) Die Natur in all ihren Formen faszinieren den Künstler Geordanis Aguilera Horta. Seine Ausstellung «Ankommen» kann man noch bis zum 5. März im Kulturmarkt bestaunen. Felix Rüegg Die intensiven Farben und die starken Strukturen der abgebildeten Landschaften zeigen dem Betrachter bekannte Motive in einem ganz anderen Licht und in der unvermittelten Künstlersicht. Der Ausstellungsbesucher spürt, dass sich Geordanis Aguilera Horta mit seinen Motiven schon vor dem Malen intensiv beschäftigt und die Eigenheiten einer Landschaft, eines Raumes oder der Figuren bei der Schaffung eines neuen Werks bestmöglich mit einbeziehen kann. Der Künstler Geordanis Aguilera Horta vor seinem grossformatigen Bild «Paisaje con Rio». Foto: frg. Gespür für die Stadt Bei der Vernissage kamen die Besucherinnen und Besucher auch in den Genuss von vier grossformatigen Bildern, die aus Platzgründen nur an jenem Abend ausgestellt waren. Das Abendlicht, das sich im grossformatigen Werk «Dämmerung Zürich» gleichsam in ein loderndes Feuer wandelt, den still daliegenden See und das hoch aufragende Grossmünster in innere Unruhe versetzt, demonstriert das Gespür des Künstlers für die jüngere Geschichte dieser Stadt. Und die beiden Werke «Paisaje con Rio» und «Almendros de PrimaANZEIGEN vera» künden vom tiefen Naturverständnis des 1981 im kubanischen La Habana geborenen Horta. Viel Beachtung bei den Vernissagegästen fanden auch die mittelgrossen Bilder, die noch bis zum 5. März von allen Kunstinteressierten an der Aemtlerstrasse 23 im Wiediker Kulturmarkt zu besichtigen sind. Fast alle Bilder von Horta, die hier gezeigt werden, sind mit Öl auf Leinwand gemalt. In seinem ganz eigentümlichen, pastosen Farbauftrag vermittelt der Künstler dem Betrachter die Farbenvielfalt in Kombination mit der un- verwechselbaren Struktur einer Landschaft. «Mir ist wichtig, ein Motiv weiterentwickeln zu können. Die malerischen Mittel dienen lediglich dazu, das jeweilige Motiv bestmöglich wiederzugeben», sagt der Künstler. Die knapp zwanzig mittelgrossen Bilder stammen zum grossen Teil aus jüngster Zeit. Einige, wie «En Linea» (Wasserfarbe auf Papier), machen deutlich, dass der Künstler auch andere Kunstformen beherrscht. Mehrere übereinander liegende Figuren, die von feinem pflanzlichem Wurzelwerk durchwirkt sind, basieren auf einer Idee des Künstlers, die er zuvor in Holland kreiert hat. Das ausgestellte Werk ist die Siegerarbeit, die er im Rahmen eines Wettbewerbs für ein Unternehmen in Zürich geschaffen hat. «An dieser Idee werde ich sicher auch in Zukunft weiterarbeiten», betont der Künstler. Landschaft in klaren Formen Bei den weiteren Werken überzeugen vor allem jene Arbeiten, in denen eine vorgegebene Landschaft (beispielsweise «Landscape», entstanden 2009) in klaren Formen wiedergege- ben wird. In «Blue Winter» und «Horizonte» wiederum zeigt Geordanis Aguilera Horta atmosphärisch dichte, impressionistische Stimmungen einer Gebirgslandschaft und einer Meeresbucht. Die meisten Werke dieses Künstlers, die in der Ausstellung gezeigt werden, können gekauft werden. Bei Interesse können zudem die grossformatigen Bilder privat besichtigt werden Kontakt: , www. geordanisartgallery.ch. Kulturmarkt, Ämtlerstr. 23, 8003 Zürich. Öffnungszeiten: werktags von 9 bis 17 Uhr.

9 ANZEIGEN Stadt Zürich Nr Februar ZÜRICH INSIDE Ursula Litmanowitsch Herzliches Wiedersehen und Auffrischen alter Erinnerungen zwischen Paola Felix und Udo Jürgens. Im Hintergrund Manager Freddy Burger. Spitzenkoch Jacky Donatz verwöhnte die Gäste, darunter Stadtpräsidentin Corine Mauch, an der Verleihung des «Prix du Champagne» mit erlesenen Häppchen. Udo Jürgens beglückte die Anwesenden als «Rufer in der Wüste» mit seinem zu Herzen gehenden Song «Bis ans Ende meiner Lieder». Perlender Preis für Udo Jürgens Der Preis ist klein, aber fein. Und die Geladenen feierten in exklusivem Rahmen bei Jacky Donatz im Restaurant «Sonnenberg». PR-Crack Christoph Richterich und sein Comité verliehen den «Prix du Champagne» (eine Flasche Champagner und eine Reise in die Champagne) vergangene Woche an Wahlzürcher und Weltenbürger Udo Jürgens für dessen Lebenswerk. Sohn John Jürgens reiste dazu extra aus Deutschland an. In den Vorjahren wurden mit dem Preis ebenso bedeutende Persönlichkeiten wie Ottmar Hitzfeld, Sepp Blatter oder Claude Nobs geehrt. In seiner Laudatio sagte Ringier CEO Marc Walder: «Die Magie seiner Lieder ist die Ehrlichkeit, seine Texte machen Mut und sie sind nie banal.» Udo Jürgens, der Millionen von Menschen mit seinen Liedern verzaubert und seit über 60 Jahren die internationale Musikszene beeinflusst, beschenkte die Anwesenden mit dem Lied «Bis ans Ende meiner Lieder». Als beruflich anwesende Fotografin vergass man vor Ergriffenheit beinahe, ein Bild zu schiessen. Und manche der Geladenen hatten sogar Tränen in den Augen vor Rührung. Udos Sohn John Jürgens mit Sabine Hirsch Avram (l.) und deren Freundin Christine Schneitter. PR-Grösse Christoph Richterich verlieh Udo Jürgens den «Prix du Champagne» für sein Lebenswerk. Treuer Bühnenbegleiter und privater Freund von Udo: Pepe Lienhard mit Gattin Christine. Richard J. Wuermli, Direktor Tax Expert, und Juristin Katharina S. Wuermli genossen den Abend. Freudiges Wiedersehen: Sänger und Entertainer Pino Gasparini kennt Paola Felix seit Langem. Sängerin Paloma Würth und Ex- Skistar Maria Walliser sind grosse Verehrerinnen von Udos Musik. ECKANKAR Gesellschaft Schweiz Kurvenstrasse Zürich Gesprächsrunde/Forum: Wie helfen spirituelle Themen im Alltag? Donnerstag, 20. Februar 2014, Uhr Restaurant Weisser Wind, «Weggenstube», Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich Eintritt frei Uhr Veränderung und Wachstum Uhr Spirituelle Freiheit Uhr Frühere Leben, Träume und Seelenreisen Jedes Thema in sich abgeschlossen.

10 10 Zürich West Nr Februar 2014 Veranstaltungen & Freizeit BUCHTIPP Die Bibliothek Küsnacht empfiehlt: Krimi in der Neonaziszene Jeder vierte Roman fällt unter die Kategorie Krimi oder Thriller, doch nur wenige vermögen ihre Leser zu fesseln. Ein spannendes Werk ist jedoch «M» von Friedrich Ani. Hauptfigur ist der Privatdetektiv Tabor Süden der Münchner Detektei Liebergesell. In seinem jüngsten Fall wird Süden von der Redaktorin Mia Bischof beauftragt, ihren vermissten Freund zu suchen. Trotz Vorbehalten gegenüber der Klientin nehmen Süden und seine Kollegen den Auftrag an. Schon bald häufen sich die Hinweise auf eine Verbindung des Vermissten zur rechtsextremen Szene. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob der Vermisste als verdeckter Ermittler gearbeitet hat. Ani lässt seinen Detektiven die gesuchten Personen öfters nur noch tot finden. Ob dies bei «M» auch der Fall ist, bleibt dem Leser vorbehalten. «M» ist eine mitreissende Kriminalgeschichte mit politischem Hintergrund. Friedrich Ani, 1959 geboren, erhielt fünf Mal den Deutschen Krimipreis. Friedrich Ani: «M». Droemer Verlag Fr. Was ist im Leben bedeutend? «Nichts bedeutet irgendetwas, das weiss ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.» Mit diesen Worten beginnt das Buch «Nichts. Was im Leben wichtig ist»; gesprochen werden sie vom jungen Pierre Anthon, als er seine Klasse am ersten Schultag nach den Sommerferien verlässt. Seine Kameraden bleiben geschockt zurück und stellen sich die Frage, ob denn wirklich nichts im Leben eine Bedeutung hat. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnen sie alles zu sammeln, was für sie Bedeutung hat. Es entsteht der «Berg aus Bedeutung». Was ganz harmlos anfängt, erfährt eine ungeahnte und ungewollte Dynamik. Es werden Tiere geopfert, und sogar Blutzoll in Form eines Zeigefingers bezahlt. «Nichts» ist eine erschütternde Parabel übers Erwachsenwerden und letztlich über den Sinn des Lebens. Die Autorin Janne Teller wurde 1964 in Kopenhagen geboren und arbeitet als ökonomisch-politische Beraterin bei der EU. «Nichts» wurde nach der Erstveröffentlichung von den dänischen Schulbehörden verboten. Inzwischen liegt der Roman in 13 Sprachen vor. Das Schauspielhaus Zürich hat das Stück wieder in seinen Spielplan aufgenommen. Janne Teller: «Nichts. Was im Leben wichtig ist». Deutscher Taschenbuchverlag Fr. Donnerstag, 13. Februar 30. Internationales Country Music Festival: Bis 23. März. Das einzige 38-tägige Country-Festival in der Welt. Abend-Shows: bis 24 Uhr, Türöffnung 19 Uhr. Sonntags-Shows: 9.30 bis 13 Uhr, Türöffnung 9 Uhr. Vorverkauf/Reservationen: Schützenhaus Albisgütli, Uetlibergstrasse Ausstellung: «Ankommen». Bilder von Geordanis Aguilera Horta. Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 17 Uhr bis 5. März. Kulturmarkt (Foyer), Aemtlerstrasse Garten-Raum-Pflege: Erneuerung der Steinlabyrinth-Frau. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in den Umgang mit Pflastersteinen und setzen sie in neue Räume. Labyrinthplatz, Zeughaushof Ausstellung: Ercole Pignatelli. Malerei aus Italien. Öffnungszeiten: Di bis Fr bis 18 Uhr, Sa 11 bis 15 Uhr. Bis 27. Februar. Galerie Kunst im West, Hardturmstrasse Steuererklärung 2013: Das freiwillige Mitarbeiterteam hilft AHV-berechtigten Seniorinnen und Senioren (ohne grosse Vermögenswerte) beim Ausfüllen des Formulars. Vom 10. Februar bis 20. März, jeweils Montag bis Donnerstag, 14 bis 16 Uhr. Keine Voranmeldungen möglich, Nummernaufruf. Alterszentrum Mathysweg, Altstetterstrasse Hausführung: Eintritt in 6 bis 12 Monaten. Quartierwechsel? Individuell und selbstständig wohnen, Sicherheit, Finanzierung, Vorbereitung. Fredy Hug, Leiter Alterszentrum, informiert und Margrit Rainer, wie sie leibte und lebte Margrit Rainer wäre am 9. Februar 100 Jahre alt geworden. Jetzt soll sie ein letztes Mal auf der Bühne stehen. Christian Jott Jenny mit seinem Ensemble hat seine neue und dritte Schweizer Produktion, die am 14. Februar im Theater Rigiblick uraufgeführt wird, vollgespickt mit unvergänglichen Melodien, Selbstironie und Melancholie. Ein Liederabend mit viel Theater, voller Hits und Klassikern von Paul Burkhard über Hans Moeckel bis zu Werner Wollenberger, die von der Schweizer Frauenstimme des 20. Jahrhunderts geprägt wurden, erwartet das Publikum. (zn.) Euse Rainer chönnt das au! Eine Hommage an Margrit Rainer zum 100. Fr, 14., Sa, 15. Februar, um 20 Uhr und So., 16. Februar, um 17 Uhr im Theater Rigiblick, Germaniastrasse 99. RÄTSELN SIE MIT: So einfach können Sie am Gewinnspiel teilnehmen: - per SMS: QZ SUDOKU plus Lösungszahl an 919 (Fr. 1.50/SMS) (zum Beispiel: QZ SUDOKU 245) - per Postkarte (A-Post) an folgende Adresse: QZ SUDOKU plus Lösungszahl, Postfach 335, 8320 Fehraltorf Dies ist ein Gewinnspiel der Firma TIT-PIT GmbH Es nehmen alle Personen an der Verlosung teil, die ein SMS mit dem Wort QZ SUDOKU plus Lösungszahl an die Zielnummer 919 senden (CHF 1.50/SMS). Gratisteilnahmemöglichkeit mit einer Postkarte (A-Post) an folgende Adresse: QZ SUDOKU plus Lösungszahl, Postfach 335, 8320 Fehraltorf. Teilnahmeschluss ist der 19. Februar Es bestehen dieselben Gewinnchancen, ob SMS oder Postkarte. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. AGB unter: Was, wann, wo Tipps für Anlässe in der Region berät gerne. Alterszentrum Bullinger-Hardau, Bullingerstrasse Musik: Nachmittagsunterhaltung mit dem Entertainer Peter Korda. Er spielt Evergreens, Schlager und vieles mehr. Alterszentrum Grünau (Cafeteria), Bändlistrasse Klavierkonzert: Shirin Wälchli unterhält virtuos mit Stücken von bekannten Komponisten. Alterszentrum Laubegg, Hegianwandweg 16. Freitag, 14. Februar Klassische Unterhaltung: Das Seniorenorchester Zürich spielt zum Konzert auf und unterhält mit einem bunten musikalischen Blumenstrauss. Alterszentrum Bullinger-Hardau, Bullingerstrasse Tanz zum Valentinstag: Das Duo Eschba Klänge spielt zu Unterhaltung und Tanz. Alterszentrum Mathysweg, Altstetterstrasse Vernissage: «Sacré 101 An Exhibition Based on The Rite of Spring». Mit Ansprachen von Heike Munder, Leiterin Migros Museum für Gegenwartskunst, und Raphael Gygax, Kurator Uhr: offenes Atelier für Kinder. Ausstellung bis 11. Mai. Migros Museum für Gegenwartskunst, Limmatstrasse 270. Samstag, 15. Februar Ausstellung: «30 Jahre Internationales Country Music Festival im Albisgütli». Umfassender Rückblick. Bis 5. März. Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8. Die kultige Westschweizer Travestiefigur Marie-Thérèse Porchet (Joseph Gorgoni) hat nach 20 Jahren auf der Bühne, im Fernsehen und auf Tournee mit dem Zirkus Knie noch lange nicht ausgelästert: In ihrem neuen Programm «20 ans de bonheur» schnattert die schrille Waadtländer Hausfrau um die 50 (auf Französisch) über ihr Leben, das sie zumeist am Telefon mit ihren Freundinnen, ihrer Tupperware und ihrem Hund Bijou verbringt. Die biedere, singende, tanzende und vor komischen Anekdoten strotzende Madame Porchet auf der Bühne des Theaters Boulevard: ein Mordsspass für Heimwehromands oder ein frankophiles Deutschschweizer Publikum. (mai.) Melodien aus Klassik und Operetten: Mit Doris Wulff (Sopran), Paul Votruba (Bariton), Karl Weiss (Tenor). Am Piano: Irina Daniluk. Alterszentrum Grünau, Bändlistrasse Ausstellung: «30 Jahre Internationales Country Music Festival im Albisgütli». Umfassender Rückblick. Bis 5. März. Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8. Dienstag, 18. Februar Singnachmittag: Melodien zum Zuhören und Mitsingen mit Sebastian Müller. Alterszentrum Mathysweg, Altstetterstrasse 267. Mittwoch, 19. Februar Ausstellung: «30 Jahre Internationales Country Music Festival im Albisgütli». Umfassender Rückblick. Bis 5. März. Heimat- und Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8. Donnerstag, 20. Februar Steuererklärung 2013: Das freiwillige Mitarbeiterteam hilft AHV-berechtigten Seniorinnen und Senioren (ohne grosse Vermögenswerte) beim Ausfüllen des Formulars. Vom 10. Februar bis 20. März, jeweils Montag bis Donnerstag, 14 bis 16 Uhr. Keine Voranmeldungen möglich, Nummernaufruf. Alterszentrum Mathysweg, Altstetterstrasse 267. Röschtigrabenprogramm mit Madame Porchet Freitag/Samstag, 21./22. Februar, 20 Uhr, Theater Boulevard, Albisriederstr. 16 (beim Albisriederplatz). Tickets: Schrilles Lästermaul: Marie-Thérèse Porchet. SUDOKU Es existieren nur die Ziffern 1-9. Die 0 gibt es nicht. Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und jedem der 9 kleinen Quadrate alle Ziffern (nur ein Mal!) stehen. Rätseln Sie mit und gewinnen Sie 20 Franken! Nr Foto: zvg. Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Auflage: (Wemf beglaubigt) Jahresabonnement: Fr. 90. Inserate: Fr. 1.56/mm-Spalte Anzeigenschluss: Freitagmorgen, 10 Uhr Geschäftsleitung/Verlag: Liliane Müggenburg Redaktion: Thomas Hoffmann (ho.), Redaktionelle Sonderthemen: Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.) Ständige Mitarbeiter: Sabrina Stallone (sab.), Toni Spitale (tsp.) Hanna Lauer (lau.), Sarah Koller (sk.), Marcus Weiss (mw.), Heinz Schluep (hs.) Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl, Mayjoy Föhn, Tel Anzeigenverkauf: Thomas Käser, Tel Produktion: AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau Abonnementsdienst: Tel , Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Tel , Fax Druck: NZZ Print, Schlieren

11 Zürich West Nr Februar Veranstaltungen & Freizeit Nils Heinrich... weiss Bescheid Nonchalant serviert der deutsche Kabarettist Nils Heinrich bizarre Geschichten zwischen Weltverstehen und Weltgeschehen. Revolutionär der Alltagskomik: Nils Heinrich. Foto: zvg. Nils Heinrich weiss Bescheid. Er stammt aus einem gut verschlossenen Menschenhabitat. Das hat ihn geprägt und zu dem gemacht, was er heute ist: ein charmant boshafter Revolutionär der Alltagskomik. Mit trockenem Humor stellt er in «Weiss Bescheid» witzige und intelligente Beobachtungen über die Welt an, die das Publikum nachdenklich machen, während es herzhaft über sie lacht. Nils Heinrich wurde 1971 in der ehemaligen DDR geboren. Nach einer umfassenden Ausbildung und Ausbeutung zum Konditor erlebte er ohne grössere Schäden zum ersten Mal in seinem Leben den Zusammenbruch eines politischen Systems, assimilierte sich danach aber gekonnt in die neue Gesellschaftsordnung. Bis 2003 erforschte er intensiv das Innenleben der Münchner und Berliner Medienbranche als Praktikant, Reporter, Redaktor und Autor. Inspiriert durch die Surfpoeten auf den «Lesebühnen», griff er selbst zum Stift, wurde Vorleser und Liedersänger gründete er seine eigene Lesebühne Brauseboys in Berlin. Seit 2005 gewann Nils Heinrich immer wieder Kleinkunstwettbewerbe und war immer öfter auch mit abendfüllenden Solo-Programmen auf Tournee erschien sein Buch «Irgendwo muss man ja wohnen», im Jahr darauf folgte «Wir hatten ja nichts ausser Umlaute».(pd./ mai.) Freitag, 21. Februar, 20 Uhr, Theater Im Hochhaus, Migros-Hochaus am Limmatplatz. Tickets: Künstlerische Performance im Doppelpack Die Performance «Collage» ist das Ergebnis einer einwöchigen Zusammenarbeit von Hina Strüver und Nadine Schwarz. Für ihre Kunstaktion im Rahmen der Performancereihe «Zwischenräume» im Kunstraum «sihlquai55» (Offspace Visarte Zürich) begegnen sich die Zürcher Künstlerinnen zum ersten Mal, tauschen sich aus und nehmen gegenseitig Einfluss auf die Arbeit der anderen. Hina Strüver macht seit 15 Jahren mit Ausstellungen und Performances (auch im öffentlichen Raum) auf sich aufmerksam. In ihren Kunstaktionen steht nicht die frontale Begegnung mit dem Publikum im Vordergrund, vielmehr begreift sie sich selbst als eine Art «erweiterter Skulptur» oder «Live-Installation». Nadine Schwarz entwickelt seit 2001 eigene Tanzsolos und Gruppenstücke. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind oft Bilder. Sie beschäftigt sich mit kompositorischen Fragen, zieht dabei unterschiedliche Materialien und Kostüme mit ein, arbeitet oft in Verbindung mit Videoinstallationen. Im Gegensatz zu Strüver ist sie auch an Interaktion mit dem Publikum interessiert. (mai.) Freitag, 21. Februar 2014, 19 Uhr, «sihlquai55», 8005 Zürich (Zugang von Ausstellungsstrasse 16, Hof, 1. Stock). «Collage», Szene aus der gemeinsamen Performance von Hina Strüver und Nadine Schwarz. Foto: zvg. ANZEIGEN GEMEINSCHAFTSZENTREN GZ Bachwiesen Bachwiesenstrasse 40, 8047 Zürich Fantasiefiguren: Do, 13. Febr., 14 bis Uhr. Flohmarkt für Kindersachen: So, 23. Febr., 10 bis 16 Uhr. Stallerlebnis: für Kinder zwischen vier und sieben Jahren. 1. Block: Mo, 24. Febr., 3./ März; 2. Block: Do, 27. Febr., 6./13./20. März, jeweils 14 bis Uhr. Es ist eine Anmeldung nötig. GZ Heuried Döltschiweg 130, 8055 Zürich Telefon Rollender Donnerstag: NEU: 13. Febr., für 1- bis 6-Jährige im Atrium Ferienangebot Mittelstufen-Treff Friesenberg: Schlittschuhlaufen im Heuried für Kinder von 9 bis 12 Jahren; Besammlung Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien, Bastelraum; Schlitteln auf dem Üetliberg für Kinder von 9 bis 12 Jahren, Besammlung roter Sportplatz beim Schulhaus Döltschi (auch ohne Schnee). YogaMorgen für Familien: Anmeldung bis Fr, 14. Febr., 21 Uhr, unter Tel Rollender Sonntag für 1- bis 6-Jährige im Atrium, bis Uhr. Mütter-/Väterberatung im Saal: Mo, 17. Februar, 14 bis 16 Uhr. Rollender Montag: 15 bis 17 Uhr, im Atrium für Kinder von 1 6 Jahren. GZ Grünau Grünauring 18, 8064 Zürich Telefon Rennbahnwoche: Mo, 10., bis Fr, 14. Febr., ab 14 Uhr. Fasnachtswoche Wasserwelt: Mo, 17., bis Fr, 21. Febr., 10 bis 16 Uhr. Fasnachtsumzug: So, 23. Febr., 14 Uhr. Mütter-/Väterberatung: jeden 1. und 3. Dienstag im Monat, 9.30 bis 11 Uhr. Anlaufstelle Kinderbetreuung im GZ: jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 9.30 bis 11 Uhr. Räume zum Mieten: Infos im GZ. GZ Loogarten Salzweg 1, 8048 Zürich Telefon Werken für Kinder ab 6 Jahren: Do, 13./20. Febr., 9.30 bis Uhr sowie Di, 18./25. Febr., bis Uhr. Masken herstellen: Do, 13. Febr., bis 18 Uhr und Mi, 19. Febr., 14 bis 18 Uhr für Kinder ab 6 Jahre. Montagswerkstatt: 17. Febr., 19 bis 21 Uhr, Ton und Porzellan. Familienkino: Fr, 21. Febr., 16 Uhr für Kinder ab 4 Jahren. Montagswerkstatt: 24. Febr., 19 bis 21 Uhr, lieren. Mütter-/Väterberatung: Di, 25. Febr., 9.30 bis 11 Uhr. Haare schneiden für Kinder: Di, 25. Febr., 14 bis 17 Uhr. Werken Turm bauen: Mi, 26. Febr., 14 bis 18 Uhr für Kinder ab 6 Jahren.

12 2 Zürich West Nr Februar 2014 A K TUELL C. B. Stoll war Schuhputzer, Fotomodell und Werber und der Vielreisende landete auch in Albisrieden. Nun liegt sein Roman über die Lebensmittelindustrie vor. Interview: Urs Heinz Aerni Wir treffen uns hier im «Weissen Rössli» in Albisrieden, also in Zürich West. Was kommt Ihnen spontan in den Sinn beim Begriff «Zürich West»? Zürich West, das steht für modernes Neustadtleben, also für Innovation und Aufbruch. Wer will da nicht dabei sein? Ja, und dann gibt es da noch die Badeanstalt Letten und natürlich die Markhallen und die Geschäfte im Viadukt. Wer das verpasst, verpasst Zürich. Eigentlich ist Ihr Roman «Victoria-Report» ein Aufruf, sich mit der globalen Lebensmittelindustrie auseinanderzusetzen. Wie sind sie darauf gekommen, einen Polit-Roman mit diesem Ansatz zu wählen: War es zuerst die Motivation am Erzählen oder die Beobachtung aktueller Ereignisse? Der lateinische Spruch «prodesse et delectare», also nützen und erfreuen, kommt am besten hin, auch wenn er in der zeitgenössischen Literatur nicht mehr zur Anwendung kommt. Aber was solls. Ich führe den aufklärerischen Aspekt in der Unterhaltungsliteratur einfach wieder ein. Beim Lesen Ihres Romans dominieren zwei Gefühle: Die Lust an der Lektüre, also am Lesen, aber auch eine aufkeimende Wut gegenüber den Machenschaften der Lebensmittelmultis. Welche Regung wäre aus Ihrer Sicht die gewünschte? Der Leser knalle mein Buch gegen die Wand, wenn seine Wut auf die Industrie zu gross wird. Er hole es reuevoll wieder aus der Ecke, wenn die Lust am Weiterlesen wieder aufflammt. Es ist das Wechselbad der Gefühle, das den «Victoria-Report» so lesenswert machen sollte. Das tut er, nicht nur durch einen stringenten Plot, er überrascht auch mit aussergewöhnlichen Figuren und deren Charakteren. Wie gelingt es Ihnen, die verschiedenen Akteure so plastisch durch die Geschichte zu führen und zu halten? Ein Schriftsteller denkt sich wie ein Schauspieler in eine Rolle hinein. Wobei ein Schauspieler sich jeweils nur in einen Charakter hineindenken muss, der Autor aber gleichzeitig in deren viele. Das macht mir höllisch IN ZÜRICH WEST GETROFFEN «Wer Zürich West verpasst, der verpasst Zürich» C. B. Stoll: «Das geschriebene Wort ist wie ein Schwert und dann wieder wie eine Liebhaberin. Foto: zvg. Spass, auch weil es mich aus dem Alltag reisst. Mit Ihrem Roman setzen Sie sich gesellschaftskritisch auseinander und reihen sich damit in Namen wie John Le Carré oder Frank Schätzing ein. Glauben Sie an die Macht des Gedruckten? Das geschriebene Wort ist wie ein Schwert, es kann töten. Dann ist es wieder wie eine Liebhaberin und liebkost. An Worten kann man sich stossen oder sich aufrichten. Worte sind alles, wenn sie gesprochen oder geschrieben sind, und rein gar nichts, wenn sie verschwiegen werden. Sie waren zu Gast hier in Albisrieden beim Leseclub, wie kommt das direkte Echo von Lesern beim Autor an? Der direkte Kontakt mit den Leserinnen und Lesern macht höllischen Spass. Und wenn die Leute einmal die Scheu vor dem Autor abgelegt haben, wirds richtig interessant. Dann bekomme ich endlich auch die negative Kritik zu hören, die für mich so viel wichtiger ist als das Lob. Zürich West verändert sich rasant und der Bauboom ist enorm. Wie schätzen Sie diesen Trend ein, entsteht ein neues Zürcher Lebensgefühl der guten Art oder entstehen bei Ihnen als Autor mit kritischem Blick Fragezeichen? Das Zentrum in Zürich, die Altstadt auf beiden Seiten der Limmat, sollte C.B. Stolls Lebensstationen Auf seiner Homepage fasst der Autor seinen Werdegang stichwortartig zusammen : Schuhputzer in Stuttgart ( ); Zuckerbäcker in Meilen (1977); Militärdienstverweigerer (1979); Fotomodell in Mailand und Tokyo ( ); Beleuchter Schauspielhaus in Zürich ( ); Eisverkäufer und Barmann in Perth (1986); Japanologiestudent in Tokyo ( ); Reiseleiter in Japan (1988); Werber in Kobe ( ); Antiquitätenhändler und Grafiker in Berlin ( ); Rave-Veranstalter in Zürich (1993); Weinliquidator in Zürich ( ); Casting Director in Zürich ( ); Weinmarktberater in Bordeaux und London (2001); Werbetexter in Zürich ( ); Sprachlehrer und Autor in Zürich (heute). (www.cbstoll. com traditionell bleiben. Ausserhalb dieser Zonen aber darf die Architektur ruhig noch etwas gigantischer werden. Der Prime Tower ist doch nur ein Anfang. Also keine Fragezeichen, im Gegenteil: Zürich West sollte noch ein paar echte Ausrufezeichen erhalten. Zu guter Letzt noch etwas Gastro-Kritik: Hats geschmeckt, hier im «Rössli»? Ausgezeichnet! Essen, Trinken, Bedienung, Stimmung, die Kritik an meinem Buch: alles ganz nach meinem Geschmack. Da komme ich wieder hin, zu einem Leseabend ohnehin. C. B. Stoll, Victoria-Report. Ein Mara-Podolski-Roman, Weissbooks GmbH. ISBN: Wiedikon Donnerstag, 13. Februar Andacht: Schmidhof Seniorama Tiergarten mit Pfarrer Thomas Fischer Samstag, 15. Februar Ort: Bethaus; Einsingen Beginn Bibliologsgottesdienst Pfarrerin Sara Koche Im Gut, Thomaskirche 9.30 Gottesdienst, Pfr. Hans-Ulrich Perels,«Gottes Güte und der Gerechtigkeitssinn von Menschen» Predigttext: Matthäus 20, 1 16a Kollekte: Stiftung Sela Montag, 17., bis Sonntag, 23. Februar 9.00 bis Kirchgemeindeareal Kindermusical-Woche «De dankbar Samariter» Freitag, 21. Februar Kirchgemeindesaal: Aufführung Kindermusical «De dankbar Samariter», Eintritt frei, Kollekte Röm.-kath. Kirchgemeinde Herz Jesu Wiedikon Donnerstag, 13. Februar 9.00 Eucharistiefeier AH Burstwiesen Freitag, 14. Februar 8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche, KIRCHEN anschl. 24-Stunden-Anbetung Samstag, 15. Februar 8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche Eucharistiefeier, Oberkirche 8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche Eucharistiefeier, Unterkirche Dienstag, 18. Februar Eucharistiefeier, Unterkirche Donnerstag, 20. Februar 9.00 Eucharistiefeier, Unterkirche Gottesdienst, AH Schmiedhof Gottesdienst AH Burstwiesen Altstetten Alte Kirche: Gottesdienst mit Taufe, Predigt: Pfr. F. Schmid, Orgel: B. Schöniger, anschliessend Chilekafi. Albisrieden 9.30 Alte Kirche: Gottesdienst Pfrn. E. Wickihalder, Orgel: Y. Jeong Kollekte: SOS-Bahnhofhilfe Aussersihl Schriftsteller-Gottesdienst Thema: Kein Sex im Paradies? Maja Peter, Pfarrerin Verena Mühlethaler Kollekte: Taubblinde. Zürich-Hard Freitag, 14. Februar Salbungsfeier in der Bullingerkirche Samstag, 15. Februar Feier-Abend in der Kirche St. Felix und Regula 9.30 Bullingerkirche, Gemeindeprojekt-Bfa-Gottesdienst mit Pfr. Rolf Mauch. Anschliessend im kleinen Saal: Kaffeestube mit Kaffee- und Kuchenverkauf Bfa-Projektinformationen Zürich Industriequartier Johanneskirche: Gottesdienst Pfarrer Jakob Dubler Dienstag, 18. Februar Quellenstube: Literaturclub Mittwoch, 19. Februar Kirchgemeindehaus: Bibelgespräche Sihlfeld Samstag, 15. Februar Andreaskirche: «stasera calmo» besinnlicher Abendgottesdienst, Pfrn. Heidi Scholz anschliessend Apéro. Limmattalbahn einige Jahre ohne Tram zum Bahnhof? Der Zürcher Regierungsrat befürwortet die Anbindung der Tramlinie 2 an den Bahnhof Altstetten. Thomas Hoffmann Die Antwort des Regierungsrats auf eine Anfrage der SVP-Kantonsräte Roger Bartholdi, Lorenz Habicher und Roland Scheck fasst die bisherigen Ereignisse bezüglich der Linienführung des 2er-Trams zusammen. Neu ist nur ein Aspekt: Das Linienkonzept wurde nicht vom Kanton, sondern von der Stadt Zürich angeregt. «Die Führung der Tramlinie 2 an den Bahnhof Altstetten ermöglicht Fahrgästen entlang ihres Einzugsgebietes eine umsteigefreie, rasche Fahrt zum Bahnhof Altstetten und von dort weiter mit verschiedensten S-Bahn-Linien», lobt der Regierungsrat die geplante Umleitung des 2er- Trams. Er ist damit der gleichen Meinung wie der Zürcher Stadtrat. Vom Bahnhof soll das Tram dann auf den Gleisen der künftigen Limmattalbahn durch die Hohlstrasse via Farbhof bis nach Schlieren fahren. Ganz anders sieht man es im Quartier: Weit über 6000 Personen haben eine Petition für die Beibehaltung der bisherigen Linienführung unterschrieben, weil ansonsten das Quartier und der zentrale Lindenplatz von der Tramlinie abgeschnitten würden. Und der Zürcher Gemeinderat hat eine gleichlautende Motion sehr deutlich mit 92 zu 14 Stimmen überwiesen. Aufgrund dieses Widerstands hat sich Stadtrat Andres Türler für einen Planungsstopp eingesetzt und ein Mitwirkungsverfahren eingeläutet. Zusammen mit Quartiervertreterinnen und -vertretern soll die Linienführung überprüft werden. «Dabei gilt die früher beschlossene Linienführung der Limmattalbahn ab dem Farbhof durch die Hohlstrasse zum Bahnhof Altstetten als übergeordnete Vorgabe», hält der Regierungsrat fest. Die Federführung liegt bei der Stadt, sie wird im Frühling über das weitere Vorgehen informieren. Im Januar hat der Kantonsrat entschieden, an den Planungen der Limmattalbahn und der Umleitung des Trams an den Bahnhof Altstetten festzuhalten. Das Ziel ist die gleichzeitige Inbetriebnahme Ende «Sollte sich zeigen, dass sich das Mitwirkungsverfahren über das 3. Quartal 2014 hinaus verzögern würde, wäre ein zeitlich gestaffelter Baubeginn der beiden Vorhaben kaum mehr zu vermeiden», schreibt der Regierungsrat. «Dies hätte im äussersten Fall zur Folge, dass die erste Etappe der Limmattalbahn über einige Jahre ohne einen Trambetrieb durch die Altstetterstrasse in Betrieb genommen werden müsste.»

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