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1 Informationssystem der Georg-August-Universität Göttingen Config eg Religionswissenschaft Semester: WS 2006/2007 Aliens, Engel und Astronautengötter: Religiöse Dimensionen des UFO- Glaubens (40006) Andreas Grünschloß Seminar, 2 SWS, ECTS: 5 Mo, 10:00-12:00, T03 THE G ab 3 THE ab 3 REL ab 3 WUN G ab 3 ORI ab 3 Nicht erst seit Erich von Dänikens Bestseller "Erinnerungen an die Zukunft" gibt es die Vorstellung, daß die "Götter" nichts anderes seien als "fremde Astronauten" - mit weit überlegener Technologie und höher entwickelten geistigen Fähigkeiten. Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über die - seit einigen Jahren wieder an Bedeutung zunehmenden - dezidiert "religiösen" Ausprägungen des modernen UFO-Glaubens, die sich in vielen Buchpublikationen (vgl. die Berichte von so genannten "Kontaktlern", 1950ff) und einigen neuen religiösen Bewegungen greifen lassen (vgl. Heaven's Gate, Fiat Lux, Ashtar Command, Scientology, Raelistische Religion u.v.a.). Viele dieser Endzeitprophet(inn)en und religiösen Gruppen haben traditionelle Eschatologien ufologisch reinterpretiert und machen mitunter sehr konkrete Angaben über das, was geschehen wird, wenn die Götter (wieder) landen. Die in solchen ufologischen Diskursen immer wieder anzutreffende s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 1 von 20

2 solchen ufologischen Diskursen immer wieder anzutreffende Verschränkung von technologischer "Entzauberung" von Religion und religiöser "Wiederverzauberung" (z.b. des Himmels) - verbunden mit der individuellen Hoffnung auf Bewußtseinserweiterung und eine "paranormale" Machtfülle - verweisen auf den Enstehungskontext in westlichen Industriegesellschaften Empfohlene Literatur: Kurt Hutten, Seher - Grübler - Enthusiasten. Das Buch der traditionellen Sekten und religiösen Sonderbewegungen. 14. Aufl. 1989, ("Die UFO-Bewegung"). - Ernst Benz, Außerirdische Welten. Von Kopernikus zu den Ufos. Freiburg James R. Lewis (ed.), The Gods Have Landed. New Religions from Other Worlds, Albany/N.Y., James R. Lewis, UFOs and Popular Culture. An Encyclopedia of Contemporary Myth. Santa Barbara/CA Andreas Grünschloß, Wenn die Götter landen Religiöse Dimensionen des UFO-Glaubens. (EZW-Texte 153) Berlin Der Hinduismus in seiner geschichtlichen Entwicklung [Hinduismus] (45619) Thomas Oberlies Vorlesung, 2 SWS, Kredit: 3, Universität des dritten Lebensalters Mo, Mi, 10:00-11:00, ERZ 116 ORI BA ab 1 Einführung in das Christentum (40025) Martin Tamcke s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 2 von 20

3 Vorlesung, 2 SWS, Bestandteil des Orientierungsmoduls im modularisierten 2-Fächer-B.A.Studiengang für das Lehramt an Gymnasien Ev. Religion und der Pflichtmodule REL und WuN sowie für Antike Kulturen, 1. Studienjahr. Do, 16:15-18:00, ZHG006 THE ab 1 THE G ab 1 ORI ab 1 REL ab 1 WUN G ab 1 WIP DII ab 1 Die Einführungsveranstaltung soll eine erste Orientierung über das Fach "Evangelische Theologie" bieten und in Zusammenarbeit mit Vertretern der verschiedenen theologischen Fächer in die einzelnen Disziplinen, ihre Methoden und Forschungsschwerpunkte einführen. Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (40100) Renate Hofmann Übung, 2 SWS, Bestandteil des Orientierungsmoduls im modularisierten 2-Fächer-B.A.-Studiengang für das Lehramt an Gymnasien Ev. Religion, 1. Studienjahr Mo, 14:00-16:00, T06 Blockveranstaltung Fr, Sa, 10:00-17:00, MZG1118 vom bis zum THE G ab 1 WUN G ab 1 WIP DII ab 1 s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 3 von 20

4 WIP DII ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Bei zeitlichen Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen kann auch die zweite angebotene Übung "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" besucht werden. Als Ergänzung zur Einführung in das Theologiestudium werden hier grundlegende Techniken des Wissenschaftlichen Arbeitens vorgestellt, (in Gruppen) eingeübt und gemeinsam überprüft. Zu diesen Techniken gehört etwa: Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen (Vorlesungen etc.) allein und in Arbeitsgruppen Benutzung der Bibliothekskataloge für das Theologicum sowie die Staats- und Universitätsbibliothek Auffinden und Zusammenstellen einschlägiger Literatur für ein bestimmtes Thema: "Bibliographieren" Erarbeiten eines Referates: Literaturerfassung, - verarbeitung, Gliederung etc. Mündliche Präsentation eines Referats im Seminar Zitationsregeln Formale Regeln und inhaltliche Hinweise für das Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit Formen der Prüfungsvorbereitung Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (40036) Karlo Meyer Übung, 2 SWS Mo, 10:00-12:00, T06 Einzeltermin am , 9:00-19:00, MZG1118 vom bis zum THE ab 1 REL ab 1 s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 4 von 20

5 REL ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Bei zeitlichen Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen kann auch die zweite angebotene Übung "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" besucht werden. Als Ergänzung zur Einführung in das Theologiestudium werden hier grundlegende Techniken des Wissenschaftlichen Arbeitens vorgestellt, (in Gruppen) eingeübt und gemeinsam überprüft. Zu diesen Techniken gehört etwa: Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen (Vorlesungen etc.) allein und in Arbeitsgruppen Benutzung der Bibliothekskataloge für das Theologicum sowie die Staats- und Universitätsbibliothek Auffinden und Zusammenstellen einschlägiger Literatur für ein bestimmtes Thema: "Bibliographieren" Erarbeiten eines Referates: Literaturerfassung, - verarbeitung, Gliederung etc. Mündliche Präsentation eines Referats im Seminar Zitationsregeln Formale Regeln und inhaltliche Hinweise für das Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit Formen der Prüfungsvorbereitung Einführung in den schiitischen Islam (40009) Dozentinnen/Dozenten: Fritz Heinrich, Andreas Grünschloß Übung, 2 SWS, ECTS: 3 Mi, 16:00-18:00, T05 THE G ab 3 THE ab 3 ORI ab 3 WUN G ab 3 REL ab 3 s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 5 von 20

6 s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 REL ab 3 ETHN M ab 3 Im Streit um die legitime Nachfolge als Oberhaupt der Muslime nach dem Tod des Propheten im Jahre 632 betrachteten einige Gläubige die ersten drei Kalifen als unrechtmäßige Usurpatoren. Sie ergriffen Partei für den Cousin und Schwiegersohn Mohammeds, Ali Ibn Abi Tâlib, den sie als ersten Imam, d.h. als ersten rechtmäßigen Nachfolger des Propheten ansahen. Aus dieser Partei, d.h. der Schi'at Alis, entstand eine eigenständige Richtung des Islam. In Opposition zum sunnitischen Islam entwickelte sich die Schia mit ihren verschiedenen Denominationen, mit eigenständigen religiösen Riten, eigenen Rechtstraditionen und teilweise eigenen schiitisch-islamischen Staatswesen. Gegenwärtig ist im Iran die sog. Zwölfer Schia Staatsreligion. Grundlage der Übung sind Texte nichtschiitischer und schiitischer Gelehrter (in deutscher, englischer oder französischer Übersetzung) über den schiitischen Islam, anhand derer die Geschichte des schiitischen Islam in ihren Grundzügen und einige wichtige Aspekte schiitischer Religiosität erarbeitet werden sollen. Empfohlene Literatur: Der Islam in der Gegenwart: Entwicklung und Ausbreitung. Kultur und Religion. Staat, Politik und Recht. Hrsg. von Werner Ende und Udo Steinbach, 5. aktualisierte und erw. Aufl.: Beck 2005; Heinz Halm: Die Schia, Darmstadt: Wiss. Buchges. 1988; ders.: Der schiitische Islam: von der Religion zur Revolution, München: Beck 1994; ders.: Die Schiiten, München: Beck 2005 (Beck'sche Reihe; 2358: C.-H.-Beck- Wissen); Allâmah Sayyid Muhammad Husayn Tabâtabâ'i: Shi'ite Islam. Transl. From the Persian and ed. with an introd. and notes by Seyyed Hossein Nasr, 2. ed. Albany: State Univ. of New York Press 1977 (Persian Studies Series; 5); ders.: Die Schia im Islam. Aus dem persischen von Farsin Banki, Hamburg: Islamisches Zentrum 1996 (Islamisches Echo in Europa; 13); A Shi'ite anthology. Selected and with a foreword by Allâmah Sayyid Muhammad Husayn Tabâtabâ'î, Albany: State University of New York Press Seite 6 von 20

7 State University of New York Press Einführung in die Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie (mit Tutorium) [KAEE] (45748) Regina Bendix Vorlesung, 2 SWS, Kredit: 3, Modulzuordnung: Modul 1 Basismodul I Di, 18:15-19:45, ZHG001 ab KAE BA ab 1 REL ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Die Vorlesung ist verpflichtend für das Studienfach Religionswissenschaften im Importmodul "Grundlagen der Kulturanthropologie und Kulturtheorie", jedoch ohne die Klausur und Tutorium. Die Einführungsvorlesung vermittelt konzeptuelles Grundlagenwissen und gibt einen Einblick in die wichtigsten Arbeitsgebiete und Fragestellungen der Kulturanthropologie/Europäischen Ethnologie. Neben einem Abriss der Fachgeschichte und einer Verortung des Faches im Gefüge kulturwissenschaftlich forschender Disziplinen, werden anhand von Beispielen eine Auswahl zentraler Forschungsfelder und Anwendungsbereiche vorgestellt. Das Hauptziel ist das Erarbeiten grundlegender theoretischer Konzepte und methodischer Probleme des Faches. Götter oder Teufel? - Aztekische Religion im Konflikt der Repräsentationen (40040) Andreas Grünschloß s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 7 von 20

8 Andreas Grünschloß Ringvorlesung, Neuer Streit mit alten Feinden? - Öffentliche Vortragsreihe (in der Paulinerkirche) der Arbeitsgruppe "Religion als Verhandlungsfeld von Konflikten" Einzeltermin am , 20:00-22:00, Raum n.v. weitere Vorträge: , , 8.1., Weitere Infos unter: A ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Nähere Informationen über die Vortragsreihe "Neuer Streit mit alten Feinden?" finden Sie über die Homepage der Religionswissenschaften unter Aktuelles und Griechische Vorlesung: Griechisch-römische Mythologie (45634) Heinz-Günther Nesselrath Vorlesung Do, 18:15-19:45, T03 LAT G ab 1 LAT M ab 1 GRI G ab 1 GRI M ab 1 A ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Zugleich Teil des Wahlmoduls "Antike Vorbilder späterer literarischer und geistes-geschichtlicher Phänomene"(2 von 6 Cr) Der im Rahmen des BA-Studiums erforderliche Leistungsnachweis für das Wahlmodul "Antike Vorbilder späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phänomene" s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 8 von 20

9 späterer literarischer und geistesgeschichtlicher Phänomene" wird am Ende des Semesters durch eine 45-min. Klausur erbracht. Kaum eine Hinterlassenschaft des 'Klassischen' Altertums ist heute noch so leben-dig wie die reichhaltige Mythologie, deren Entwicklung wir seit den ersten literari-schen Zeugnissen der Griechen beobachten können und die dann auch die Römer übernahmen, um sie an die nachfolgenden Epochen der europäischen Kulturge-schichte weiterzugeben; und bis in die neueste Zeit sind unzählige Erscheinungen des Kulturlebens Europas und seiner zahlreichen Ableger auf anderen Kontinenten (in bildender Kunst, Musik und Literatur bis hin zu alltäglichen Redewendungen und Sprichwörtern) nicht verstehbar, wenn man nicht die ihnen zugrunde liegenden, nunmehr bereits über zweitausend Jahre alten mythischen Geschichten der Grie-chen kennt. Die Vorlesung möchte in diese reiche Geschichtenwelt einführen, in-dem sie sich zuerst mit ihren antiken Quellen (Epik, Tragödie, weitere Dichtung, Prosa-Darstellungen) und mit dem Begriff 'Mythos', wie er bereits im Altertum aus-gebildet wurde, beschäftigt; sie möchte anschließend eine Übersicht über diese vielfältigen Geschichten geben, um deren Systematisierung sich die Griechen selbst ebenfalls fast bereits seit ihren literarischen Anfängen bemühten (Hesiod), während sie gleichzeitig ihren mythischen Kosmos immer noch weiter entfalteten. Empfohlene Literatur: Einführende Literatur: G. S. Kirk, Griechische Mythen. Ihre Bedeutung und Funktion (1987); H. Hunger, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, 8. Auflage (1988); F. Graf, Griechische Mythologie. Eine Einführung, 3. Auflage (1991 Hehre Gelehrte und bärtige Heilige: Bon und Buddhismus, die Religionen Tibets [Religionen Tibets] (45624) s=2&dsc=anew/lect ir=theolfak/vts/arg&ref=lecture&sem=2006w&showhow=long& e=411 Seite 9 von 20

10 Carola Carstens Proseminar, 2 SWS, benoteter Schein jede 2. Woche Di, 12:00-14:00, ERZ 116 Di, 16:00-18:00, ERZ 116 ORI BA ab 1 Hist. Proseminar: Einführung in die Religionsgeschichte (Kurs A) (40008) Andreas Grünschloß Proseminar, 2 SWS, ECTS: 5, Bestandteil des "hist. Basismoduls Religionsgeschichte" für den BA-Studiengang in Religionswissenschaft Do, 8:00-10:00, T03 THE G ab 1 THE ab 1 REL ab 1 WUN G ab 1 ORI ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Die Veranstaltung ist jeweils Bestandteil des "Historischen Basismoduls" in Religionswissenschaft und des Basismoduls für Werte und Normen Studierende im Fach Rw müssen im Anschuss an das Proseminar in jedem Fall noch eine schriftliche Hausarbeit anfertigen; für das Fach Werte und Normen ist mindestens ein Kurzreferat oder eine schriftliche Abschlussklausur (bzw. alternativ auch eine Hausarbeit) verpflichtend. Seite 10 von 20

11 Dieses historische Proseminar ist für Studierende im Fach Religionswissenschaft (mag.phil.) und im Fach Werte und Normen (LA Gymn) obligatorisch. Es vermittelt zu Beginn des Studiums Orientierungs- und Einleitungswissen, vor allem zu den religiösen Großtraditionen Hinduismus, Buddhismus und Islam, sowie - etwas weniger ausführlich - zu Daoismus, Judentum und Christentum. Im Vordergrund steht die Einführung in Geschichte, Lehre, Praxis und Organisationsgestalt der einzelnen Traditionen. Die Studierenden sollen dabei wichtige religionsgeschichtliche Erschließungsliteratur und Hilfsmittel religionswissenschaftlichen Arbeitens kennen lernen (Textausgaben, Kommentare, Lexika, bibliographische Hilfsmittel, Internet-Ressourcen etc.). In eigenständiger Lektüre, in Kurzreferaten und schriftlichen Hausarbeiten wird eine grundständige methodische Orientierung im Umgang mit religiösen Traditionen vermittelt und geübt, wie sie für das weitere religionswissenschaftliche Arbeiten im Studium unverzichtbar ist. Empfohlene Literatur: F. König/H. Waldenfels (Hg), Lexikon der Religionen. Phänomene - Geschichte - Ideen (4. Aufl. 1999) - dieser Band sollte von allen angeschafft werden; H. v. Glasenapp, Die fünf Weltreligionen (mehrfach aufgelegt, zuletzt 2003); E. Brunner- Traut, Die fünf großen Weltreligionen (1991, 2000); J. Figl (Hg), Handbuch Religionswissenschaft (2003). Hist. Proseminar: Einführung in die Religionsgeschichte (Kurs B) (40011) Andreas Grünschloß Proseminar, 2 SWS, ECTS: 5, Bestandteil des "hist. Basismoduls Religionsgeschichte" für den BA-Studiengang Religionswissenschaft Seite 11 von 20

12 Do, 10:00-12:00, T03 THE G ab 1 THE ab 1 REL ab 1 ORI ab 1 WUN G ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Die Veranstaltung ist jeweils Bestandteil des "Historischen Basismoduls" in Religionswissenschaft und des Basismoduls für Werte und Normen Studierende im Fach Rw müssen im Anschuss an das Proseminar in jedem Fall noch eine schriftliche Hausarbeit anfertigen; für das Fach Werte und Normen ist mindestens ein Kurzreferat oder eine schriftliche Abschlussklausur (bzw. alternativ auch eine Hausarbeit) verpflichtend. Dieses historische Proseminar ist für Studierende im Fach Religionswissenschaft (mag.phil.) und im Fach Werte und Normen (LA Gymn) obligatorisch. Es vermittelt zu Beginn des Studiums Orientierungs- und Einleitungswissen, vor allem zu den religiösen Großtraditionen Hinduismus, Buddhismus und Islam, sowie - etwas weniger ausführlich - zu Daoismus, Judentum und Christentum. Im Vordergrund steht die Einführung in Geschichte, Lehre, Praxis und Organisationsgestalt der einzelnen Traditionen. Die Studierenden sollen dabei wichtige religionsgeschichtliche Erschließungsliteratur und Hilfsmittel religionswissenschaftlichen Arbeitens kennen lernen (Textausgaben, Kommentare, Lexika, bibliographische Hilfsmittel, Internet-Ressourcen etc.). In eigenständiger Lektüre, in Kurzreferaten und schriftlichen Hausarbeiten wird eine grundständige methodische Orientierung im Umgang mit religiösen Traditionen vermittelt und geübt, wie sie für das weitere religionswissenschaftliche Arbeiten im Studium unverzichtbar ist. Seite 12 von 20

13 unverzichtbar ist. Empfohlene Literatur: F. König/H. Waldenfels (Hg), Lexikon der Religionen. Phänomene - Geschichte - Ideen (4. Aufl. 1999) - dieser Band sollte von allen angeschafft werden; H. v. Glasenapp, Die fünf Weltreligionen (mehrfach aufgelegt, zuletzt 2003); E. Brunner- Traut, Die fünf großen Weltreligionen (1991, 2000); J. Figl (Hg), Handbuch Religionswissenschaft (2003). Jüdische Schriftauslegung: Abraham, Isaak und Jakob (Gen 12-36) (40090) Hans-Jürgen Becker Übung, 2 SWS, Bestandteil des Pflichtmoduls "Jüdische Literatur und Schriftauslegung" im modularisierten 2-Fächer- B.A.-Studiengang Nebenfach Judaistik, 2./3. Studienjahr Do, 14:00-15:30, T06 ab THE ab 3 THE G ab 3 REL ab 3 Abschnitte aus Talmud und Midrasch sowie späteren Kommentarwerken zu ausgewählten Abschnitten aus den Vätergeschichten werden in Übersetzung gemeinsam erarbeitet. Sie erlauben einen Einblick in den jüdischen Umgang mit der Schrift und eröffnen neue Aspekte des biblischen Textes. Hebräisch wird nicht vorausgesetzt; falls aber alle Teilnehmer/innen das Hebraicum mitbringen, kann an einzelnen Stellen auf den biblischen Urtext rekurriert werden. Mesoamerikanische Religionsgeschichte (Azteken) (40012) Seite 13 von 20

14 Andreas Grünschloß Vorlesung, 2 SWS, ECTS: 2 Mi, 10:00-12:00, T02 THE G ab 1 THE ab 1 ORI ab 1 REL ab 1 WUN G ab 1 Die Vorlesung bietet einen Einblick in die Religionsgeschichte der "indianischen Hochkulturen" - wobei die Religion der Azteken im Zentrum stehen wird (mit Ausblicken auf die Religion der Maya). Von der Urspungsgeschichte über die allmähliche Konsolidierung bis zum gewaltsamen Untergang im Gefolge der Conquista soll das weitgehend zerstörte religiöse Universum der Azteken mit seinen Ritualen und Mythen rekonstruiert werden. Dabei tritt eine für die Wahrnehmung der aztekischen Religion eigentümliche Spannung zwischen den faszinierenden Errungenschaften der Azteken (Städtebau, Kunsthandwerk, religiöse Poesie usw.) und der heute nicht mehr zu leugnenden Praxis von sakralen Menschentötungen in umfangreichem Stil zutage. Empfohlene Literatur: Literatur zur Einführung: G.Lanczkowski, Die Religionen der Azteken, Maya und Inka. Darmstadt Religion und Gender - Eine Einführung (40010) Daria Pezzoli-Olgiati Seminar, 2 SWS Seite 14 von 20

15 Blockveranstaltung T03 (jeweils von Uhr reserviert) THE ab 3 THE G ab 3 A ab 3 GEFO M 3 Voraussetzungen / Organisatorisches: Blockveranstaltung: in der Woche vor Beginn der Vorlesungszeit! - Anmeldung per , - vorausgehende Phase des e-learnings (s.u.) Statt einer Vorbereitungssitzung wird der Informationsaustausch vor Beginn des Blockseminars via Internet stattfinden: Die Anmeldung der Studierenden für das Blockseminar verläuft per . Die angemeldeten Studierenden erhalten Zugang zum BSCW Sytem, einer E-Learning Plattform der ETH Zürich. Über diese sind die für das Seminar zu lesenden Texte, die Leitfragen für die unterschiedlichen Blöcke und alle weiteren notwendigen Materialien und Informationen für den Unterricht vor Beginn des Blockseminars zu beziehen. Für eine aktive Beteiligung am Seminar müssen sich die Studierenden bis via elektronische Plattform in die dort bereitgestellte Liste eintragen. Die erste Anmeldung für das Seminar findet per statt (Anmeldefrist: ): Religion und Medizin (40013) Melanie Möller Übung, 2 SWS, Blockveranstaltung Einzeltermine am , 16:00-18:00, VG , 8:00-18:00, VG316 Seite 15 von 20

16 , 8:00-18:00, VG , 8:00-18:00, MZG1213 THE ab 1 THE G ab 1 REL ab 1 WUN G ab 1 GEFO M ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Die Übung findet als Blockseminar am Ende des Semesters statt. Anmeldung bis per Da Heilung ein zentrales Anliegen von Religionen darstellt, sind häufig auch Konzepte von Krankheit und Gesundheit eng an einem religiösen Glaubenssystem orientiert. Neben einer Beleuchtung des Begriffes "Heilung", ist es Ziel der Übung, die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Religion und Medizinsystemen herauszuarbeiten. Diese sind geprägt durch Menschen-, Welt- und Körperbilder, die Religionen vermitteln. Hinter Krankheitssymptomen stehen auch immer Vorstellungen davon, wodurch diese verursacht wurden, wie sie geheilt werden können (und von wem) und wie ihnen präventiv entgegen zu wirken ist. Religiöse Erklärungen kollidieren hier in der Regel mit dem naturwissenschaftlichen Konzept der Biomedizin. Allerdings besteht grade in der westlichen Welt ein kaum noch überschaubarer und stetig wachsender Markt der Alternativmedizin, der religiöse bzw. spirituelle Erklärungsmodelle für Krankheiten liefert. Neben einer Betrachtung der Heilungskonzepte in Christentum, Buddhismus und Schamanismus, soll vor allem dieser Bereich der alternativen Heilmethoden betrachtet werden, der - geprägt durch einen Synkretismus diverser östlicher wie westlicher Medizinsysteme und ihrer holistischen Grundkonzeption - nicht selten dem Bereich der Esoterik zugerechnet wird. Wie diese Entwicklung entstand - und ihre polemisch titulierte Wahrnehmung als "esoterischer Hokuspokus" - soll im Verlauf Seite 16 von 20

17 Wahrnehmung als "esoterischer Hokuspokus" - soll im Verlauf der Übung deutlich werden. Religion, Macht und Politik am Beispiel der Religionsgeschichte Chinas I: Die chinesischen Dynastien (40015) Dozentinnen/Dozenten: Kristin Futterlieb, Andreas Grünschloß Übung, 2 SWS Einzeltermine am , , , 8:00-16:00, T07 Blockseminar THE G ab 1 THE ab 1 REL ab 1 WUN G ab 1 ORI ab 1 ETHN M ab 1 GEFO M ab 1 POL M ab 1 Voraussetzungen / Organisatorisches: Beide Kurse können selbstverständlich auch einzeln besucht werden. Der genaue Termin des Blockseminars wird noch bekannt gegeben. Für den Kurs I im Wintersemester ist die Anmeldung per bei Frau Futterlieb bis Mo, d erforderlich. Politik und Religion waren und sind bis heute in vielen Gesellschaften mehr oder weniger eng miteinander verquickt. Am Beispiel der Religionsgeschichte Chinas sollen in diesen Blockseminaren das Verhältnis zwischen beidem sowie die Benutzung von Religion durch Politik zum Zweck der Machterlangung bzw. des Machterhalts erarbeitet und diskutiert werden. Dabei sollen im Kurs I im Wintersemester Seite 17 von 20

18 06/07 besonders die gesellschaftlichen Strukturen und deren religiöse Systeme der Zeit der chinesischen Dynastien bis zum Zeitpunkt der Gründung der Volksrepublik China erarbeitet werden, im Kurs II im Sommersemester 2007 soll dann der Umgang mit Religionen in China seit Gründung der Volksrepublik bis heute anhand der Religionsgeschichte genauer untersucht werden. Religionswissenschaft und Orientalismus: Welche Rolle spielt die Kategorie Geschlecht? (40014) Susanne Lanwerd Seminar, 2 SWS Blockveranstaltung: 1. Termin Fr Uhr; Sa Uhr in MZG 1140; weitere Termine am Uhr sowie am Uhr; Anmeldung per bis Ende Oktober an THE ab 3 THE G ab 3 A ab 3 GEFO M ab 3 In den Medien finden sich täglich alte und neue Bilderpolitiken zum Thema Orientalismus, Religion und Geschlecht. Zugleich begleiten Dichotomisierungen ("Islam und Europa", "Wir und die anderen" etc.) die öffentlichen Diskussionen der Weltpolitik. In meinem Seminar soll zunächst die Frage nach den Traditionslinien dieser Muster diskutiert werden. Leitend ist die These, daß die Rezeptionsgeschichte nicht-christlicher Religionen ohne Kenntnis der Diskurse über den Orient um 1900 nicht zu fassen ist; die Dekonstruktion dieser orientalistischen Stereotypen steht daher im Vordergrund. Seite 18 von 20

19 orientalistischen Stereotypen steht daher im Vordergrund. Überleitend widmen wir uns der Frage, was mit "Altbekanntem" in neuen Kontexten geschieht? In einem zweiten Schritt werden "visuelle Politiken" (Wenk) und ihre Verknüpfungen mit religiösem Zeichenrepertoire in den Blick genommen. Daß Religionsbestimmungen stets auf die symbolische Geschlechterordnung zurückgreifen, ist bekannt; zu fragen ist daher nach Feminisierungs- und Maskulinisierungsstrategien in jenen Bildmaterialien, die heute fremde Religionen thematisieren; unter welchen Bedingungen wird beispielsweise die "andere" Religion verweiblicht? Abschließend werden einige Kunstproduktionen vorgestellt, die im Rückgriff auf das Konzept der Performativität, Verwicklungen und zugleich Bruchstellen normativer, religiös-kultureller Regelsysteme problematisieren.. Empfohlene Literatur: Zur Einführung empfehle ich: Achim Rohde "Der innere Orient. Orientalismus, Antisemitis-mus und Geschlecht im Deutschland des 18. bis 20. Jahrhunderts, in: Die Welt des Islams 45, 2 (Leiden 2005) sowie Amy Hollywood "Feministische Fundamentalismen", in: Uhl, F. / Boerderl, A. (Hg.): Das Geschlecht der Religion. Berlin 2005, S Zwischen Karikatur und Empathie: Beispiele religiöser Fremdwahrnehmung (40016) Andreas Grünschloß Hauptseminar, 2 SWS, ECTS: 5 Mo, 16:00-18:00, T03 THE G ab 5 THE ab 5 REL ab 5 WUN G ab 5 ORI ab 5 Seite 19 von 20

20 ORI ab 5 Religiöse Traditionen sind nicht nur selbstreferentiell auf sich selbst und ihre jeweilige Heilsvision bezogen, sondern sie enthalten auch vielfältige Niederschläge konkreter Umwelterfahrungen und (andersreligiöser) Umweltkontakte. Neben unterschwelligen Antithesen, apologetischen Seitenhieben, materialen Anleihen, Anverwandlungen oder stillschweigenden Übernahmeprozessen (vgl. sog. "Synkretismus") finden sich daher auch oft konzeptionelle Verhältnisbestimmungen zum religiös "Anderern" und "Fremden" -- bis hin zu ausgestalteten "Religionstheorien" oder "Religionstheologien". Derartige interreligiöse "Fremdwahrnehmungen" sollen in diesem Seminar vorgestellt und analysiert werden. Welche Spielräume für religiöse Toleranz, Verständigung und Friedensfähigkeit zeigen sich hierbei -- oder handelt es sich in den meisten Fällen eher um eine allergische Neutralisierung oder Gleichschaltung fremdreligiöser Perspektiven? Empfohlene Literatur: G.Oberhammer, Inklusivismus - eine indische Denkform. Leiden 1983; J.Bouman, Der Koran und die Juden. Die Geschichte einer Tragödie. Darmstadt 1990; J.Figl, Die Mitte der Religionen. Idee und Praxis universalreligiöser Bewegungen; I.Kern, Buddhistische Kritik am Christentum im China des 17. Jahrhunderts. Bern 1992; A.Grünschloß, Der eigene und der fremde Glaube. Tübingen UnivIS ist ein Produkt der Config eg, Röttenbach Seite 20 von 20

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