estatements magazin PATRIZIA HIMMEL AUF ERDEN Aktuelle Studie: Immobilien setzen sich durch

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1 PATRIZIA estatements magazin INVESTIEREN. OPTIMIEREN. REALISIEREN. HIMMEL AUF ERDEN Aktuelle Studie: Immobilien setzen sich durch PLÖTZLICH WACHSEN FLÜGEL Hoch hinaus mit Extrembergsteigerin Helga Hengge NEUE PERSPEKTIVEN Hochhausdächer mal anders

2 magazin magazin INHALT 04 PLÖTZLICH WACHSEN FLÜGEL 12 VON KAFFEESATZ, KALTEN FÜSSEN UND KÜNFTIGEN GENERATIONEN VON KAFFEESATZ, KALTEN FÜSSEN UND KÜNFTIGEN GENERATIONEN 12 In der Münchner Wohnsiedlung Ludwigsfeld sind es immer nur wenige Schritte, bis die nächste kleine oder große Geschichte darauf wartet, erzählt zu werden. 35 KÜHLER KOPF IN KÜHLEN GEFILDEN 08 NEUE PERSPEKTIVEN ON-TOP VON TÜRMEN UND TURBULENZEN 24 Warum die Fertigstellung eines Hochhauses immer mit dem Beginn einer Wirtschaftskrise zusammenfällt. Zufall oder Zusammenhang? MITTENDRIN JEDERZEIT WIEDER 26 NEWS FELS IN DER BRANDUNG Aktuellen Umfragen zufolge planen institutionelle Investoren, ihr Immobilienvermögen am Gesamtanlagevolumen in den nächsten zwei Jahren um einen Prozentpunkt zu erhöhen, was einem Anstieg von 20 bis 25 Milliarden Euro entspricht. Der Trend hin zur indirekten Immobilienanlage wird sich dabei noch verstärken. Spezialfonds werden hiervon insbesondere profitieren, da sie einerseits alle Vorteile eines regulierten Instruments mit sich bringen, andererseits dem Investor zusätzliche strategische und operative Flexibilität bieten. Vor allem Wohnimmobilien sind im Nachgang der Finanzkrise stark gefragt gelten sie doch als Fels in der Brandung. Über ihre Tochtergesellschaft, die PATRIZIA Kapitalanlagegesellschaft mbh (KAG), hat die PATRIZIA dieser Entwicklung schon früh Rechnung getragen. Mit URBANITAS hat das Unternehmen nun bereits seinen vierten Spezialfonds aufgelegt, der nach Abschluss der Investitionsphase ein Fondsvermögen von 300 Millionen Euro repräsentieren wird. Insgesamt verantwortet die 2007 gegründete PATRIZIA KAG derzeit ein Investitionsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro. REALESSENZ NEUER RESEARCH NEWSLETTER Wohnimmobilien gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Betrachtung institutioneller Investoren. Mit dieser Entwicklung ist das Informationsbedürfnis deutlich gestiegen. Die PATRIZIA als Spezialist für Wohnimmobilien wird mit ihrem neuen Research Newsletter REALESSENZ künftig quartalsweise über das aktuelle Geschehen auf den Wohnimmobilienmärkten sowie deren zukünftige Entwicklung berichten. Interessierte finden die REALESSENZ unter NEUE PATRIZIANER EDITORIAL UM HIMMELS WILLEN Oft einfach so dahergesagt, wenn die Nerven mal wieder blank liegen oder einem der Schrecken in den Knochen sitzt. Diese Redewendung im übertragenen Sinn wurde vor Kurzem in Meter Höhe real, greif- und sogar messbar. Eine Aschewolke vom isländischen Himmel sorgte weltweit für Stillstand. Für ein paar Tage gehörte der Himmel wieder sich selbst. Eyjafjallajökull dieser isländische Zungenbrecher demonstrierte eindrucksvoll, dass die Technik auch heute noch ihre Grenzen hat. Ein am Ende der Welt gelegener Vulkan verdeutlichte, wie vernetzt die Welt ist, auf welch fragilen Systemen die globalisierte Gesellschaft und Wirtschaft fußen. Bereits nach wenigen Tagen wiesen die sonst so ausgeklügelten Logistikketten erste Risse auf. Pause! Das Stichwort für Millionen von Menschen verordnet von oben, von Himmels Willen. Grund genug, sich in dieser estatements-ausgabe himmlischen Themen zu widmen und sich hoch hinaus zu begeben. So berichtet die Gipfelstürmerin Helga Hengge, die als erste Deutsche erfolgreich das Dach der Welt den Mount Everest bestiegen hat, über die Kunst der kleinen Schritte. Andere Himmelstürmer die höchsten Wolkenkratzer dieser Welt lassen uns dem Himmel zwar näher erscheinen, sind aber Vorboten für wirtschaftliche Turbulenzen glaubt man der Theorie des Skyscraber-Index. Doch sind Wolkenkratzer nicht nur himmelstürmend, sie bieten darüber hinaus on-top neue Perspektiven, wie ein Blick über die Dachterrassen dieser Welt zeigt. Eine neue Perspektive bietet auch eine Studie über Immobilieninvestments, die schon heute den Himmel auf Erden für möglich hält. Vorausgesetzt, der Horizont stimmt. Mittlerweile hat die Technik den Himmel zurückerobert. Auch wenn kein Wölkchen den Himmel mehr trübt und die globalen Systeme wieder funktionieren, wünsche ich Ihnen, dass Sie auch ohne Himmels Willen Kraft finden, sich Zeit für eine Pause zu nehmen. Wer weiß, vielleicht gibt Ihnen die estatements den einen oder anderen interessanten Denkanstoß. Ich würde mich sehr freuen! Apropos, kleiner Sprachhinweis für diejenigen, die des Isländischen nicht so mächtig sind: Es schreibt sich zwar Eyjafjallajökull, wird aber Soeinmistwiekommeichjetztnachhause ausgesprochen. MIT VUI G'FUI 18 In einer der letzten Baulücken von Münchens Altstadt entsteht mit viel Charme das Isartor-Palais ein Neubauprojekt der besonderen Art. Das fünfte PATRIZIA KinderHaus ist fertiggestellt Maschinenbauer Harald Lesti packte ehrenamtlich mit an. BLÜH' IM GLANZE DEINER GÄRTEN 28 Philosophische Gedanken zum grünen Daumen der Deutschen. Die PATRIZIA hat ihren Bereich Institutionelle Kunden neu aufgestellt und personell verstärkt. Mit Jochen Reith (36) konnte ein erfahrener Spezialist für das Unternehmen gewonnen werden, der in der Vergangenheit schon erfolgreich neue Immobilienprodukte konzipiert und platziert hat. Zuletzt arbeitete Reith für die in München ansässige REAL I.S. AG, bei der er den gleichen Aufgabenbereich verantwortete. Ihr HIMMEL AUF ERDEN 20 Die Vorteile des Immobilieninvestments mit den Vorteilen des Aktieninvestments verbinden? Der richtige Anlagehorizont macht s wie eine aktuelle Studie beweist. KLINGELING, KLINGELING, ES KOMMT DER 30 Metallene Mechanik und nervendes Geschnarre als Türklingel sind Geschichte. Wie die MP3-Technik Einzug an Wohnungstüren hält. Das Team von Jochen Reith wird von Mathias Häusler (32) und Maximilian Rudolf (30) unterstützt. Häusler und Rudolf waren zuvor bei namhaften Fondsgesellschaften tätig und betreuten dort institutionelle Anleger rund um das Thema indirekte Investments. Wolfgang Egger Vorstandsvorsitzender PATRIZIA Immobilien AG

3 magazin magazin PLÖTZLICH WACHSEN FLÜGEL Die Welt ist noch schlaftrunken. Das letzte Sternenschimmern verblasst gerade am morgendlichen Himmel. Ruhig und mächtig steigt die Nordwand vor Helga Hengge empor. Gemeinsam mit ihrem Team schreitet sie immer höher, am Grat entlang, dem Dach der Welt entgegen. Dann ist es so weit: Die Münchnerin ist am Ziel ihrer Träume am Gipfel des höchsten Berges der Erde. Um sich blickend, dreht sie sich im Kreis. Und tatsächlich, nichts ist in diesem Moment dem Himmel näher. Als erste deutsche Frau hat Helga Hengge es geschafft: Die erfolgreiche Besteigung des Mount Everest.

4 magazin magazin hat Helga Hengge genug von der bayerischen Heimat. Sie will hinaus und die Welt entdecken. New York soll ihr zweites Zuhause werden. Als Modestylistin für Werbekampagnen, Kataloge und Modemagazine kommt sie viel herum: Bikini-Aufnahmen auf den Malediven, Safari-Mode in Afrika, Designer-Shows in Mailand und Paris. Doch die Modewelt ist eine Scheinwelt. Man tut nur so als ob, sagt Hengge. Statt echten Abenteuern bestimmen gestellte Fotokulissen ihren Alltag. Ich wollte raus und ein richtiges Abenteuer erleben, erinnert sie sich. Ausgedehnte Bergexpeditionen und Trekkingtouren kennt Hengge bis dahin nur von ihren Großeltern. Monatelang wanderten diese in den 60erund 70er-Jahren durch den Himalaya und die Anden. Mitbringsel wie goldene Klangschalen oder bunte Wollpuppen mit langen Zöpfen und die spannenden Erzählungen des Großvaters von fremden Welten wecken schon in der kleinen Helga den Traum, diese scheinbar unendlich fernen Länder selbst zu entdecken. DER BERG RUFT AUF ZUR ERSTEN EXPEDITION 1996 meldet sie sich zu ihrer ersten Expedition an, welche auch sofort hoch hinaus gehen wird. Im Januar 1997 besteigt sie als 30-Jährige den Aconcagua in Argentinien. Mit einer Höhe von Metern ist er der höchste Gipfel des südamerikanischen Kontinents. Die Höhe fordert der zierlichen Bergsteigerin einiges ab: Übelkeit und Kopfschmerzen machen ihr zu schaffen, dazu kommen die bittere Kälte und das Zehren der Kräfte. Doch Aufgeben kommt nicht infrage. Das Gipfelfieber packt sie und so liegt ihr einige Tage später ganz Argentinien zu Füßen. Das war mein Einstieg ins Extrembergsteigen, erzählt die heute zweifache Mutter. Weitere Berge folgen: vom Chopicalqui (6.380 Meter) in Peru über den Ama Dablam (6.856 Meter) in Nepal bis hin zum Cho Oyu (8.201 Meter) in Tibet. Hengge ist dem Gipfelsturm verfallen, sodass eine Besteigung des Mount Everest in greifbare Nähe rückt. Ich hatte dennoch meine Zweifel, ob ich wirklich dort hingehöre, erinnert sie sich. Doch dann lernt sie bei Modeaufnahmen eine Kollegin kennen, die als erste Spanierin erfolgreich den Gipfel bestiegen hat. Ich bin noch heute dankbar über dieses Treffen, denn da wurde mir bewusst, dass ich es ebenfalls schaffen kann. STÄNDIGES AUSLOTEN DER KRÄFTE Zwei Monate lang verbringt Hengges Team am Mount Everest. Immer wieder steigen sie vom Basislager (6.400 Meter) hinauf zu den vier Höhencamps. Es ist ein ständiges Ausloten der eigenen Kräfte. In den ersten sechs Wochen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seine Grenzen zu überschreiten: Man trinkt zu wenig, trägt einen zu schweren Rucksack oder gibt dem Köper nicht die Zeit, sich auszuruhen, schildert sie. Doch Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Nur so erkennt jeder für sich, wo die eigenen Grenzen liegen. Hengge ist die einzige Frau im Team und findet dort nur allmählich ihren Platz. Ich war zwar nicht die Stärkste und konnte nicht den schwersten Rucksack tragen. Dennoch war ich meist positiv gestimmt und konnte in der Not Trost spenden, sagt sie über sich selbst. So sorgt Hengge mit ihrem Frohmut gegen Niedergeschlagenheit und Schwermut im Camp. VIELE KÖPFE EIN TRAUM In jedem Expeditionsteam gibt es die unterschiedlichsten Charaktere. Doch diese lose Ansammlung von verschiedensten Menschen verbindet der gemeinsame Traum, den Meter hohen Gipfel zu erreichen. Damit das Team zu einer Einheit zusammenwächst, bedarf es gegenseitigen Respekt, Offenheit und Raum, sich in die Gruppe einfinden zu können. Wenn der Sturm gegen das Zelt peitscht und es hart und grausam wird, ist es wichtig zu wissen, wer am liebsten hinschmeißen würde und wer sich davon nicht aus der Ruhe bringen lässt, berichtet Hengge. Den Mut und die Offenheit zu besitzen, auch einmal Schwächen einzugestehen, ist ungemein wichtig. Die Gruppe muss sich so gut kennen, dass bereits die ersten Anzeichen erkannt werden. Sonst droht ein Scheitern der gesamten Expedition. Ein großes Projekt wie die Besteigung des Mount Everest zu beginnen, ist nicht schwer, da alle noch mit ganzer Begeisterung und vollen Kraftreserven dabei sind. Doch wenn sich nach der fünften oder sechsten Woche der erhoffte Erfolg immer noch nicht einstellt, dann wird es hart. Wo es die Kunst ist, durchzuhalten, noch einmal eine Nacht darüber zu schlafen, seine Erwartungshaltung etwas zurückzuschrauben und das Ziel in kleineren Schritten zu erreichen, geben viele auf. Sie haben mich auf eine sehr menschliche Art und Weise immer wieder für diesen kalten und eisigen Berg erwärmen können. Bei einer kräftigen Sherpa-Suppe und ein paar aufmunternden Worten habe ich wieder zu meiner Stärke und Zuversicht zurückgefunden. Doch es gibt auch Tage, an denen sämtlicher Zuspruch nichts hilft, an denen Hengge diesem unüberwindbar scheinenden Berg nichts von ihrem Können zeigt. Für mich war es an solchen schwachen Tagen okay, dass ich klein bin und der Berg riesengroß, erinnert sie sich. Dann gilt es, den eigenen Ehrgeiz zurückzunehmen. In diesen Momenten hilft ein Blick zurück, um dann festzustellen, wie weit man schon gekommen ist. Das klingt sehr leicht, ist aber tatsächlich enorm schwer, sagt Hengge. Am nächsten Tag schafft man dann einen umso größeren Schritt. DAS WISSEN, SEIN BESTES ZU GEBEN Doch selbst der größte Gipfelstürmer muss mit Niederlagen leben können. Das weiß auch Hengge, die selbst schon einmal eine Tour abbrechen musste. In Tibet verbrachten wir sieben Wochen am Cho Oyu. Mitten im Gipfelsturm schlug das Wetter um. In der Nacht fiel über einen Meter Schnee, was das Aus für die Besteigung bedeutete, erzählt die Extrembergsteigerin. Es war furchtbar, nach Hause zu gehen, nachdem wir bereits sieben Wochen am Berg verbracht hatten. Aber das Wissen, dass alle ihr Bestes gegeben hatten, macht diese Niederlage für Hengge erträglich. Es gibt eben Dinge im Leben, die man einfach akzeptieren muss. Da helfen nur eine Portion Gelassenheit und langer Atem, auch wenn es manchmal noch so schwer fällt. Bei der Besteigung des Gasherbrums in Pakistan fehlt Hengge dieser lange Atem. Schlechte Stimmung im Team, Zwischenfälle bei der Anreise und Wetterkapriolen sorgen letzten Endes für den Abbruch der Expedition. Zwei Tage später hätte ich die Möglichkeit gehabt, mit einem anderen Team den Gipfel zu besteigen, erinnert sie sich. Aus einer Laune heraus habe ich alles hingeschmissen und nicht mein Bestes gegeben, was mich bis heute ärgert. Die Erfahrungen aus der extremen Bergwelt nimmt Hengge mit ins normale Leben. Die Besteigung des Mount Everest sieht sie als Gleichnis für das Meistern von allen Herausforderungen. Ich glaube, dass jeder Mensch Ziele und Träume hat, die er erreichen und verwirklichen möchte. Am Anfang ist man voller Tatendrang und positiver Energie, dann kommen die ersten Rückschläge. Und obwohl man vielleicht die Route ändern muss, sollte man niemals sein Ziel aus den Augen verlieren. Rückschläge und Schwierigkeiten gehören dazu, wenn man sich einer großen Herausforderung stellt. Sie sind wichtig, denn nur durch das Überwinden von Widerständen lernt man seine eigenen Kräfte kennen und wächst über sich selbst hinaus. AUF ZU NEUEN UFERN Im Herbst wird Hengge zu ihrer nächsten Expedition aufbrechen. Ziel ist die Carstensz-Pyramide (4.884 Meter) in Indonesien, die technisch als sehr schwierig gilt. Die Zeit der Vorbereitung und die Vorfreude sind das Schönste für mich, sagt Hengge. Aber auch die Wochen am Berg werden eine wunderbare Zeit für die Bergsteigerin. Nicht ohne Grund schreibt Hengge in ihrem veröffentlichten Tagebuch: Es ist das ursprüngliche, bedürfnislose Leben, das ich am Bergsteigen so liebe, die Zeitlosigkeit des Gehens ein Schritt nach dem anderen. Die Berge um mich herum strahlen unendlichen Frieden aus, und ich habe das Gefühl, mit der unberührten Natur in dieser Höhe zu verschmelzen. Die zahllosen Anforderungen des alltäglichen Lebens verflüchtigen sich; nichts bedrängt mich, wenn ich bei Mondschein ein Schneefeld hinaufsteige. Gedankenfetzen rauschen vorbei, bis sich völlige Leere einstellt das Gefühl, mit mir völlig im Reinen zu sein. In solchen Momenten spüre ich, wer ich wirklich bin erfasse mein innerstes Wesen, und ich schöpfe Vertrauen in meine Körperkraft und in meine Fantasie. Nicht nur beim Bergsteigen, sondern auch im normalen Leben ist Vertrauen in die eigene Kraft und der Mut zum inneren Weg ein guter Begleiter. Wer eine große Herausforderung erfolgreich besteht, wem plötzlich Flügel wachsen, wer Kräfte findet, die er nie für möglich gehalten hätte der kommt frohen Mutes gestärkt zurück. Dessen nächster Mount Everest wird ein leichterer sein. VON STARKEN UND SCHWACHEN TAGEN Trotz Hengges festem Willen, den Gipfel zu erreichen, gibt es in den zwei Monaten am Mount Everest immer wieder Tage, an denen sie alles hinschmeißen möchte. Die Anstrengungen und die eisige Kälte von minus 35 C nagen am Optimismus. Es war mir zu kalt und zu anstrengend. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich es nicht schaffen werde. Nicht mit meinen männlichen Teamkollegen mithalten kann. In solchen Momenten kommen Hengge ihr normales, bequemes Leben in New York und eine heiße Badewanne in den Sinn. Ich wollte nur nach Hause und dachte mir, so hast du dir das alles nicht vorgestellt hier, erzählt sie. Dann stehen der jungen Frau ihre Bergsteigerkollegen und die Sherpas bei. Helga Hengge

5 magazin magazin NEUE PERSPEKTIVEN ON-TOP Hochhausdächer sind nicht nur ein platter Schutz gegen Regen. Nein, sie eignen sich auch hervorragend als Plattform für Party-People, Sport-Fans, Cineasten und sogar für moderne Gärtner.

6 magazin magazin Erinnern Sie sich, was für ein erhebendes Gefühl es war, als Sie das erste Mal auf dem Dach eines Hochhauses standen? Der Wind strich Ihnen durchs Haar. Angesichts der Höhe grummelte Ihnen zwar der Magen, doch Sie fühlten sich beim gigantischen Ausblick auf die Stadt und die Welt unendlich frei. Unwillkürlich dachten Sie an einen Adler, den Herrn der Lüfte. Denn so stark und unabhängig wie er kamen auch Sie sich an diesem Ort vor. Dieses Gefühl kennen wir nur von Aussichtsplattformen oder dem einen oder anderen Kinofilm. Wenn auf Hochhausdächern scharf geschossen, gekämpft oder versucht wird, den Gegner über Leuchtreklameschriften oder Dachbegrenzungen zu schubsen. Möglicherweise von dem erhebenden Gefühl oder von den ebensolchen Mietpreisen inspiriert, nutzen immer mehr Unternehmer platte Hochhausdächer für ganz besondere Zwecke. Umgeben von einem atemberaubenden 360 -Rundumblick laden sie ihre Gäste etwa zum feinen Dinieren, zum Cocktail, zum Filmegucken oder zum Sport ein. Ein New Yorker Paar züchtet gar Kräuter und Gemüse auf dem Dach einer Lagerhalle in East Brooklyn. CHILL OUT ON HIGHEND Vor der Idee des Hochhaus-Farmings stand allerdings die der Vergnügung. Restaurants und Bars waren die Ersten, die die sogenannten Rooftops für sich entdeckten und die mittlerweile in jeder Millionenstadt vor allem aber in Südostasien mit gastronomischer Verwendung zu finden sind. Im tropischen Bangkok etwa ist es im Jahresmittel 28 C heiß, und so ist es nicht verwunderlich, dass hier in Bangkok eines der berühmtesten Rooftop-Restaurants steht: Drei Plattformen auf dem 61. Stockwerk des Banyan Tree Hotels machen das Vertigo zu einem einzigartigen Erlebnis. Hoch über den Köpfen der thailändischen Hauptstadt kann man in einem stilvollen Ambiente fast in den Wolken großartig essen und trinken. Unbestritten bietet das Vertigo eine spektakuläre Aussicht auf die Skyline Bangkoks und die Windungen des Chao Praya River. Stammgäste genießen einen der wirklich feinen Weine als Sundowner und sehen zu, wie die glutrote Sonne hinterm Horizont langsam verschwindet. Eine Cocktailbar über den Dächern der australischen Stadt Melbourne kann eine weitere Hochhaus-Besonderheit aufweisen: das Rooftop Cinema. Wie der Name schon sagt, ist dieses Etablissement nicht ausschließlich eine Bar, sondern ein Kino ein Freiluftkino im Herzen Melbournes. In den australischen Sommermonaten zeigt Besitzer Barrie Barton außer montags und freitags Film-Klassiker wie Blade Runner, Ghostbusters oder Die Reifeprüfung. Spätestens bis 20:30 Uhr sollen sich die Kinobesucher ein Stelldichein geben, rät er, denn mit der Dämmerung startet die Vorführung. Bei schlechtem Wetter behält er sich vor, die Vorführungen auch mal ausfallen zu lassen. Darüber informiert die Hotline und ab 17 Uhr auch die hauseigene Website; für kühlere Witterungen können zartbesaitete Kinobesucher eine Decke mieten. Mit 185 Deckchairs ist Barries Kino bestuhlt, das wegen seiner Einzigartigkeit auch gerne als Location für Parties und Filmpremieren genutzt wird, wie Besitzer Barrie erzählt. Und weil das Business so gut läuft, plant er, Anfang nächsten Jahres in Sydney ein zweites Rooftop Cinema zu eröffnen. TOP-KICK Ein weiterer ungewöhnlicher Adlerhorst hoch über den Dächern der Stadt befindet sich in der japanischen Hauptstadt Tokio. Auf dem Tokyu Toyoko Department Store thront der Adidas Futsal Park. Fußballbegeisterte können auf dem 370 Quadratmeter großen Areal Tag und Nacht kicken. Netze rund um das Spielfeld sorgen dafür, dass sich die Fußgänger unten auf der Straße keine Sorgen um unbekannte Flugobjekte von oben machen müssen. Apropos Sport: Weil Platz in Städten teuer ist und nicht ungenutzt brachliegen sollte, hatten die Betreiber des Hotels Le Méridien Lingotto eine besonders zündende Idee. Das 5-Sterne-Haus befindet sich im alten Fiatwerk Lingotto in Turin und wurde 1995 zum Hotel umgebaut. Was tun mit dem Dach, das früher als Teststrecke von Fiat benutzt wurde?, fragten sich die Planer und ließen sich von der sportlichen Note inspirieren. Während man in anderen Hotels auf einem Laufband joggt, kann man das im Lingotto auf dem Asphalt der alten Teststrecke. Vermutlich spornt diese Historie neben dem Hochhaus-Thrill zusätzlich an! Die Öko-Idealisten Annie Novak und Ben Flanner machten noch etwas anderes: Sie begrünten den Asphalt eines Hochhausdachs an der Eagle Street in East Brooklyn. Aber nicht, um dort Sport zu treiben, sondern um Gemüse und Kräuter zu ziehen. Unterstützt von den New Yorker Hochhausdach-Begrünern Lisa und Chris Goode haben sie mit Pfund Erde auf Quadratmetern ihre Eagle Street Rooftop Farm angelegt. Auf diesem Nährboden wachsen seit Mai vergangenen Jahres Auberginen, Lollo Rosso, Bohnen, Tomaten, Petersilie Seine Produkte verkauft das Paar im eigenen Gemüseladen und beliefert Restaurants der nahen Umgebung. Daneben geben die beiden Hochhausgärtner Kurse und Workshops in Kompostieren, Bienenzüchten und Begrünen von Dächern. Der Bildungszweig der Farm ist ein Ableger von,growing Chefs', sagt Annie Novak, die die Gruppe vor fünf Jahren gegründet hat. Am Anfang arbeitete ich nur mit Kindern am Botanischen Garten, heute sind es vor allem Erwachsene mit grünen Daumen, die sich für Gärtnern und Kochen interessieren. Schließlich wird die Grüne Dach Bewegung von der Stadt New York mit steuerlichen Anreizen gefördert, um den Umweltgedanken voranzutreiben. Auf diesem Sektor lassen sich hoch über den Dächern der Städte wichtige Aufgaben leisten. Aus diesem Grund wurde in New York zum Beispiel die stillgelegte Hochbahn, die von der Gansevoort Street bis zur 20. Straße führt, für 152 Millionen Dollar zum High line Park begrünt. Der Fantasie sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt, wie es scheint. Spüren auch Sie den frischen Wind dieser Gedanken?

7 magazin magazin Kristall-, Diamant-, Smaragd-, Rubin-, Achat- oder Opalstraße. Die Straßennamen der Münchner Wohnsiedlung Ludwigsfeld sind reich an wertvollen Steinen. Einst aus Kriegsschutt erbaut, ließ sich bis vor Kurzem der frühere Glanz der Siedlung nur noch erahnen erwarb PATRIZIA die Wohnsiedlung, die sich auf dem ehemaligen Standort des KZ-Außenlagers Allach I befindet. Nun wird saniert und modernisiert, um so den Glanz der Siedlung neu entstehen zu lassen. Ein Gang quer durch Ludwigsfeld einmal quer durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Helene Freund sitzt auf dem alten samtigen Kanapee in ihrem Wohnzimmer. Im Fernsehen läuft ihre Lieblingsserie. Neben der alten Dame liegt Kater Max und döst. Wie jeden Morgen isst die 92-Jährige ihre selbst gemachte Brotsuppe. Dazu gibt es einen türkischen Kaffee und im Anschluss einen Espresso. Das macht fit, sagt sie. Doch der Kaffee dient nicht nur als Wachmacher, lässt sich aus dessen Satz doch in die Zukunft blicken. Jeden Morgen lese ich im Kaffeesatz, was die Zukunft bringt, erklärt die gebürtige Chemnitzerin. Ob verheißungsvoll wie in Zeiten ihrer Jugend oder bedrohend, das weiß die gelernte Friseurin danach. Als ich jung war, habe ich so einige Kavaliere in meiner Tasse gesehen, die mir den Hof machen wollten, erinnert sie sich und lächelt dabei. Aber auch traurige Botschaften, wie den Tod eines Bekannten, habe sie im braunen Satz des Kaffees entdeckt. SELBSTSTÄNDIGE FRISEURIN STATT STASISPITZEL 1918 in Chemnitz geboren, macht sich die junge Frau 1947 auf über die Grenze. Die Stasi wollte mich als Spitzel, aber mich hat das nicht interessiert, erzählt Helene Freund. Viel hält sie in ihrer ausgebombten Heimatstadt so oder so nicht. Die Bombardierung Chemnitz von 1945 zerlegt erst ihre Wohnung und dann ihren Laden in Schutt und Asche. Über Rügen bin ich dann nach München gekommen. VON KAFFEESATZ, KALTEN FÜSSEN UND KÜNFTIGEN GENERATIONEN

8 magazin magazin Seit 1950 lebt sie in Ludwigsfeld. Wie viele der Bewohner ist sie zu Beginn im Steg-Lager untergebracht. Die Abkürzung Steg steht für Staatliche- Erfassungs-Gesellschaft hat das Barackenleben ein Ende. Eine Zweizimmerwohnung in der Diamantstraße soll ihr neues Zuhause werden, in dem sie 57 Jahre später heute noch lebt. Geschäftstüchtig eröffnet sie 1953 am Onyxplatz den ersten Friseursalon Ludwigsfelds. Bis ins hohe Alter schneidet, wäscht und frisiert sie die Haare der Ludwigsfelder. Mit 70 Jahren begibt sie sich in den wohlverdienten Ruhestand. Als eine der Ersten in Ludwigsfeld zählt sie zu den Urgesteinen hier. Die Siedlung in Münchens Randbezirk ist ihre zweite Heimat geworden. Ich fühle mich hier sehr wohl, sagt die rüstige Rentnerin. Wer ihre Wohnung betritt, erlebt einen kleinen Ausflug in vergangene Zeiten. Vor der Eingangstür steht eine kleine Kanne, mit der Helene Freund Öl holen geht. Für Wärme sorgt der alte Ölofen im Wohnzimmer. Warmes Wasser gibt es nicht. Deshalb wird sich jeden Morgen kalt gewaschen. Ich bin daran gewöhnt, sagt sie. Doch auf ein paar mehr Annehmlichkeiten im Leben freut sich die alte Dame schon. Demnächst soll auch ihre Wohnung saniert werden. Neben warmem Wasser, zentraler Heizung und einer Isolierung stehen auch neue Fenster auf dem Programm. PATRIZIA krempelt hier vieles um, sagt Helene Freund und lacht dabei herzlich. Aber das wird schon gut werden. Ein Wachmacher die kalte Wäsche am Morgen steht dann für sie nicht mehr zwingend auf dem Programm. VON EINER, DIE WEGZOG, UM ZURÜCKZUKEHREN Von der Diamantstraße geht es auf in die Rubinstraße. Irena Guggenberger sitzt zusammen mit Nachbar Paul Cafersade am gedeckten Kaffee- tisch im Wohnzimmer. Man kennt sich seit vielen Jahren und so werden alte Geschichten aus der Siedlung ausgetauscht. Vom Lager Schleißheim gelangt Familie Guggenberger 1953 nach Ludwigsfeld. Die damals sechsjährige Irena wohnt mit ihren Eltern und dem Bruder in der Ladenzeile am Onyxplatz. Meine Eltern betrieben ein Textilgeschäft mit Kurzwaren, erzählt die heute 63-Jährige. Später zählt noch eine Bäckerei zum elterlichen Betrieb. Mit 21 Jahren zieht sie zusammen mit ihrem Mann nach Höhenrain im Kreis Starnberg. Es ist nicht der größte Sprung, dennoch weit genug weg, um die Siedlung und deren Gemeinschaft zu vermissen. 25 Jahre später kehren die Guggenbergers nach Ludwigsfeld zurück. Es war so ein schönes Gefühl, wieder hier zu sein, erinnert sich die Rentnerin. Wir wurden mit offenen Armen empfangen. SELBST IST DER MANN Kaum eingezogen, beginnen die Guggenbergers 1992 mit der Renovierung der Wohnung, die damals allesamt dem Bund gehörten. Mein Mann war handwerklich sehr begabt, erzählt sie stolz. So baut er die Heizung selbst ein und verlegt Elektroleitungen. Wir wollten einfach gut wohnen. Doch auch dem größten Heimwerker sind Grenzen gesetzt. Die Isolierung ist schlecht und so ist es in der Wohnung oft kalt und zugig. Ich habe ständig gefroren, erinnert sich Guggenberger. Dank der guten Isolierung und den neuen Fenstern ist es jetzt richtig angenehm. Es ist schön, keine kalten Füße mehr zu haben, sagt sie. Auch die neuen Anstriche der Wohnblocks gefallen der Rentnerin. Das macht die Siedlung frischer und wertet das ganze Wohngebiet auf. Von der anfänglichen Skepsis gegenüber den Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ist heute nicht mehr viel übrig. Gestern und heute die Siedlung Ludwigsfeld Die Siedlung Ludwigsfeld wurde Anfang der 1950er-Jahre für ehemalige KZ- Häftlinge, Heimatvertriebene und NS-Zwangsarbeiter errichtet. Das in Bayern bis dahin größte Wohnbauvorhaben wurde in nur sieben Monaten im Münchner Norden fertiggestellt erwarb die PATRIZIA Immobilien AG die knapp 700 Wohnungen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die in die Jahre gekommenen Wohngebäude werden nun von PATRIZIA instand gesetzt und in einen zeitgemäßen Zustand gebracht. Neben neuen Heizungen, Fassaden, Dämmungen, Isolierfenstern, Elektrosteigleitungen umfasst die Modernisierung auch die Anbringung von Balkonen und Terrassen. Bis Mitte 2011 soll die Sanierung der Siedlung abgeschlossen sein.

9 magazin magazin EINE NEUE GENERATION WÄCHST HERAN In den knapp 700 Wohnungen der Siedlung haben Menschen aus 28 Nationen eine Heimat gefunden. Während Helene Freund und Irena Guggenberger zur ersten Generation der Ludwigsfelder gehören, wächst mittlerweile die dritte Generation heran. Da gibt es das frisch vermählte Pärchen Cam aus der Kristallstraße. Seit Anfang des Jahres wohnen Tanja und Karnik Cam in einer modernisierten Wohnung. Unsere jetzige Wohnung ist mit der alten nicht zu vergleichen, so groß sind die Unterschiede, sagt Tanja Cam. In der Opalstraße hat sich das junge Pärchen zuvor acht Monate eine Einzimmerwohnung mit Wohnküche geteilt. Die Liebe ist zwar groß, doch irgendwann werden die 40 Quadratmeter immer enger und enger. Außerdem war es im Winter ständig kalt, erinnert sich die 26-Jährige. Eine kleine Gasheizung sorgt nur in der Wohnküche für etwas Wärme. Die restlichen Räume sind unbeheizt. Von angenehmem Wohnflair und Gemütlichkeit keine Spur. Jetzt komme ich gern nach Hause, sagt Karnik Cam. Das neue Heim bietet alles, was zum Standard im Jahre 2010 gehört und es zum Wohlfühlen braucht. Es ist viel angenehmer, sogar das lästige Putzen macht mir Spaß, schwärmt Tanja Cam, die leidenschaftlich gern dekoriert. So stehen brennende Kerzen auf dem Wohnzimmertisch. Am Fenster hängen luftige Vorhänge, die Wände zieren moderne Bilder. Neben allen augenscheinlichen Neuerungen wie neuen Fenstern, begradigten Wänden, neuen Fußböden sowie einem komplett neuen Bad macht sich vor allem die Isolierung bemerkbar. Im Winter ist es angenehm warm und im Sommer kühl, sagt Tanja Cam. AUF ZUR FREILUFTSAISON Ganz besonders haben die beiden ihre neue Terrasse ins Herz geschlossen. Wir können es kaum erwarten, die Freiluftsaison zu eröffnen, sagt der 35-Jährige. Erste kleine Nachbarschaftsfeste sind bereits in Planung. Die Vorstellung, im Sommer nach der Arbeit auf der Terrasse im Grünen zu entspannen, ist herrlich, sind sich die beiden sicher, die sich ein Leben mitten in der hektischen und lauten Innenstadt Münchens nicht vorstel- UNS GEHT ES HIER RICHTIG GUT." len können. Die Ruhe und die Natur in Ludwigsfeld sind etwas sehr Besonderes, meint Karnik Cam. Ideal für Familien mit Kindern. Wir können uns ein Leben mit Nachwuchs hier sehr gut vorstellen, meint Tanja Cam mit einem Augenzwinkern. Das hat aber noch zwei bis drei Jahre Zeit, fügt ihr Mann schnell an. Die neue Wohnung hat unser Leben positiv verändert, sagt Tanja Cam überzeugt. Uns geht es hier richtig gut. Wir können Wohnen in Ludwigsfeld jedem nur empfehlen. KLEINE UND GROSSE GESCHICHTEN Von der Diamant- in die Rubin- zur Kristallstraße einmal quer durch Ludwigsfeld. Es sind immer nur ein paar wenige Schritte, bis in einer der Straßen die nächste kleine oder große Geschichte darauf wartet, erzählt zu werden. Meist sind es Geschichten aus der Vergangenheit. Wer die Zukunft sehen möchte, der geht von der Rubin- in die Opalstraße, wo die ersten Häuserzeilen bereits saniert und modernisiert sind. Oder biegt in Diamantstraße ab. Vielleicht verrät Helene Freund, was sie in ihrem Kaffeesatz entdecken konnte.

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