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1 Integrationsfähige Waagen Seite 30 Durchgängige Projektierung Seite 38 Genau Positionieren Seite 40 MM Maschinenmarkt 18/ April 2003 Ausgabe 18 4,50 Industrie Das Magazin B Klimatechnik Fahrzeugtests im längsten Klimatunnel der Welt Seite 18 Neue Kokerei im Duisburger Schwelgernhafen Das Kokereigas nutzen wir zum Erwärmen der Walzwerksöfen Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorstandsvorsitzender ThyssenKrupp Stahl AG, Seite 22

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3 EDITORIAL AKTUELLES FABRIKAUTOMATION Der Siegeszug des Industrial Ethernets ist nur eine Frage der Zeit Ken Fouhy Die drei Präsentationen des High-Tech-Forums Die wichtigsten Industrial- Ethernet-Gruppierungen ARC-Ethernet-Prognose Ethernet sprengt weitere Grenzen Bis vor vier Jahren glaubte kaum jemand, dass Ethernet jemals eine signifikante Rolle beim Datenaustausch in der Fabrikautomation spielen würde. Ineffiziente Datenübertragung, nicht echtzeitfähig, für synchrone Antriebssteuerung ungeeignet oder zu störanfällig das waren die häufigsten Einwände der Netzwerkspezialisten aus den Fabriken. In der Zwischenzeit haben jedoch innovative kleine Unternehmen wie die Jetter AG, Ludwigsburg, oder Marktführer wie Siemens, Rockwell Automation und Schneider Electric die Skeptiker eines Besseren belehrt und verschiedene Lösungen im Angebot, um das Office-Netzwerk für die Industrie auslegen zu können. Zu verlockend waren die Kostenvorteile für Ethernet-Netzwerkkomponenten und die Möglichkeit, Internet-Protokolle wie http, FTP und SNMP für Zusatzfunktionen einzusetzen. Für Ethernet-Anwendungen in der Fabrikautomation und in der Antriebssteuerung existieren zur Zeit mindestens vier verschiedene Lösungen, die nur teilweise miteinander kompatibel sind. Die verschiedenen Gruppierungen PNO (Profinet), IDA, ODVA (Ethernet/IP) und Foundation Fieldbus HSE haben auch Lösungen für die Stromversorgung in eigensicheren Bereichen sowie für synchrone Anwendungen bis unterhalb des Mikrosekundenbereiches. Auf der Factory Automation Messe gab es keine Zweifel an der Zukunft des Ethernets dies wurde in Hannover während einer Podiumsdiskussion über industrielle Kommunikation deutlich. Das Ethernet gewinne immer mehr an Bedeutung sowohl in der Fabrikautomation als auch in Prozessautomatisierung, meinten übereinstimmend Jürgen Jasperneite, Phoenix Contact, Martin Jetter, Jetter AG und Gunther Kegel, Pepperl + Fuchs. Uneinig waren sich die Teilnehmer darüber, wann Ethernet dominiert und inwieweit proprietäre Protokolle für bestimmte Anwendungen noch nötig sein werden. Glaubt man der Prognose von Branchenbeobachter ARC Germany, Düsseldorf, könnte sich das Industrial-Ethernet viel schneller etablieren als die vorhergehenden Feldbusse. Nach ARC-Angaben werden die mit Industrial Ethernet ausgelegten Anwendungen von zur Zeit etwa Knotenpunkte bis 2007 auf mehr als 6 Mio. Knotenpunkte anwachsen. Ähnlich wie vor zehn Jahren bei der Feldbus Standardisierung glaube ich im Übrigen nicht, dass die beteiligten Anbieter sich auf einen internationalen Standard für das Industrial Ethernet einigen werden. Und dies ist auch nicht notwendig, um Ethernet zum Siegeszug zu verhelfen. MM Das IndustrieMagazin 18/2003 3

4 28. April 2003 Energietechnik Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorstandsvorsitzender der Thyssen Krupp Stahl AG: Die neue Kokerei Schwelgern ist ein wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung des bedeutendsten Stahlstandortes in Europa. Seite 22 Antriebstechnik Eine Steuerung für Miniaturantriebe findet schon in einem Ultraschallkatheder Verwendung. Seite 40 Bildverarbeitung Mit einem Bildverarbeitungssystem kann ein 3D- Ringcode in Spritzgussteilen eindeutig identifiziert werden. Seite 28 Wägetechnik Bei logistisch aufgebauten Verfahren nehmen integrationsfähige Wägesysteme eine bedeutende Position ein. Seite 32 AKTUELLES LEITARTIKEL Ken Fouhy: Ethernet sprengt weitere Grenzen 3 MÄRKTE Markt für industrielle Messtechnik wächst 8 Hebetechnik Carl Stahl verdoppelt den Umsatz 9 Wege zu differenzierten Unternehmensstrategien 10 Förderpreise für den Mittelstand 12 Objektorientiertes CAE-System weiterentwickelt 13 Sick will Marktanteile gewinnen 14 KLIMATECHNIK Fahrzeuge und Züge werden im größten Klimatunnel der Welt allen möglichen Umwelteinflüssen unterzogen 18 ENERGIETECHNIK Nach knapp drei Jahren Bauzeit ging die erste Batterie der Kokerei im Duisburger Schwelgernhafen in Betrieb 22 FERTIGUNGSMESSTECHNIK Sonderveranstaltungen und Foren stellen die Bildverarbeitung in den Mittelpunkt der diesjährigen Control 26 PRODUKTION FERTIGUNGSMESSTECHNIK Mit einem 3D-Ringcode können Spritzgussteile eindeutig gekennzeichnet werden; der Code kann in jeder beliebigen Drehlage ausgelesen werden 28 Titelbild: Bildverarbeitung in der Kunststoffindustrie/Visolution LOGISTIK Beim Zurichten und Disponieren von Metallhalbzeugen ist eine im System integrierte Waagenintelligenz unbedingte Voraussetzung 32 WARTUNG- UND INSTANDHALTUNG Um die Rentabilität einer Instandhaltung nachzuweisen, ist eine Bilanzierung sinnvoll 36 AUTOMATION FERTIGUNGSAUTOMATISIERUNG Ein Diagnosesystem unterstützt die Fehlerbehebung sowie die Wartung von Maschinen 38 ANTRIEBSTECHNIK Eine neu entwickelte Steuerung ermöglicht es, Mikromotoren genau zu positionieren 40 KONSTRUKTION WERKSTOFFE Bei Hochtemperatur-Stahllegierungen ist die zeitabhängige Festigkeit immer öfter die bestimmende Größe 42 WISSEN Betriebliches Ergänzungsstudium für nicht wirtschaftswissenschaftliche Akademiker 44 MANAGEMENT Unternehmen stellen sich zunehmend die Frage, inwie- 4 MM Das IndustrieMagazin 18/2003

5 AUS DEM INHALT MM.biz Mitarbeiterausweise mit digitaler Signatur für den gesicherten Zugang zu Computernetzen. Seite 54 Ergänzungsstudium Daimler-Chrysler entwickelte mit dem EBW ein Ergänzungsstudium für nicht wirtschaftswissenschaftliche Akademiker offen auch für Mitarbeiter anderer Unternehmen Seite 44 weit Funktionen, die nicht zu ihren Kernkompetenzen gehören, zu straffen oder gar auszulagern sind 46 MM.BIZ Nachrichten und Trends aus dem E-Business 50 Marktübersicht: Software für die Katalogerstellung 52 Mitarbeiterausweis mit digitaler Signatur für geschützten Zugang zu elektronischen Geräten 54 Newsletter zur Kundeninformation selbst erstellen 56 Neues Office-Paket soll Firmen- und Büroanwendungen integrieren 57 Interview: Dieter Gust über multilinguale Übersetzungsprojekte für die vereinfachte Übertragung von Betriebsanleitungen in andere Sprachen 58 NEUE PRODUKTE UND VERFAHREN Fertigungsmesstechnik; Automation; Antriebstechnik; Logistik; Wartung- und Instandhaltung; Werkstoffe 65 SERVICE MM-ONLINE, FIRMENVERZEICHNIS 6 FIRMENSCHRIFTEN 60 TERMINE 74 GEBRAUCHTMASCHINENBÖRSE 77 BÜCHER, VORSCHAU, IMPRESSUM 94 INDUSTRIEBAROMETER 96 MM Das IndustrieMagazin 18/2003 5

6 SERVICE MM-ONLINE UNTERNEHMEN SERVICE B2B: DER SCHNELLE WEG ZU WICHTIGEN MARKTPLÄTZEN Der B2B-Markt gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil er erhebliche Kosteneinsparungen und eine Vereinfachung der geschäftlichen Transaktionen zwischen den Unternehmen mit sich bringt. Deshalb ermöglicht Ihnen auch die MM-Homepage einen schnellen Zugang zu wichtigen Marktplätzen.der Industrie. Die Navigationsleiste auf der linken Seite der Homepage enthält unter anderem den Begriff Branchenlinks. Dieser Button bietet Ihnen nicht nur die Gelegenheit, direkt mit den wichtigsten Firmen, Verbänden und Institutionen der Maschinenbaubranche verbunden zu werden, sondern er verschafft Ihnen auch den Zugang zu wichtigen B2B-Plattfomen der Industrie. Mit einem Klick auf diesen B2B-Bereich gelangen Sie zu einer Übersicht über verschiedene Marktplätze. Zusammen mit dem Namen des jeweiligen Anbieters sind auch die Teilbereiche aufgeführt, die abgedeckt werden, angefangen von Fertigungsteilen und technischen Komponenten über Gebrauchtmaschinen bis hin zu Logistikdienstleistungen. Je nach Interesse und Bedarf können Sie nun einen der Anbieter auswählen und werden direkt mit der entsprechenden Homepage verlinkt. Unternehmensverzeichnis Firmen, die in diesem Heft redaktionell erwähnt sind A ABB Manufacturing & Consumer 17 AFM ARC Axima B Bahrmann Baumer Belenus Bizerba BLZ BME Akademie C CAS Charmilles Clivent Cognex D Deutsche Bank Deutsche Messe Docware Dolch Du Pont Dow Elastomers Dürr E EDE Encoway Ensinger E-Pro Solutions F FAG Faulhaber Flex Link , 71 Fraunhofer Allianz Vision Fraunhofer-Institut für Materialfluß u.logistik G Gehr H Hanser Hainbuch Harting Hirose Linos List M Maisberger Management Circle Microsoft Mikron Mitsubishi MKM MPDV-Mikrolab Myview Technologies N Nilfisk Nordex Nürnberg-Messe , 74 O Olympus Optical P Pemstar Pepperl + Fuchs Pfeiffer Vacuum Phoenix Contact , 38 Plan Software Poet Pro-Alpha R RAL-Gütegemeinschaft Instandhaltung Feuerlöschgeräte Ramsey Robert Bosch Rockwell S SAC Schall Schneider Electric Sercon SGL Carbon Sharp Sick Siemens Sony Stahl SWF Sympra I IIR Incony Infraserv Innotec Intechno Interroll Ipros , 73 J J-Catalog Software Jetter Jungheinrich , 14 K Kalaitzis Kaltenbach Klingelnberg Klinkhammer Kumatronik L Leica Leipziger Messe T TBM Thyssen Krupp Trans-Cat U Universität Mannheim V VDI Vieweg Visolution W Wacker Wallmedien Web-2-Cad Werth Wesitec Wind River Z ZFU Zwick MM Das IndustrieMagazin 18/2003

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8 AKTUELLES MÄRKTE INTECHNO CONSULTING Der westeuropäische Markt für industrielle Messtechnik wird bis 2010 weiter wachsen Hannover (us) Nach Untersuchungen von Dr. Norbert Schröder, Geschäftsführer der Intechno Consulting, Basel, wird der westeuropäische Markt für industrielle Messtechnik bis zum Jahr 2010 auf 13,2 Mrd. Euro wachsen; im Jahr 2000 lag der Umsatz bei 8,4 Mrd. Euro. Dabei umfasst die Untersuchung alle Komponenten, Geräte und Systeme zur Messwertaufnahme, -umformung und -anzeige für die industrielle Produktion. Eingeschlossen in die Untersuchung sind alle Messgeräte mit Grenz- oder Alarmsignalen als Ausgang. Mechanische, hydraulische und pneumatische Messeinrichtungen sowie industrielle Messgeräte für Forschungsund Entwicklungszwecke und Versorgungsnetze wurden nicht berücksichtigt. Der westeuropäische Markt für industrielle Messtechnik im weitesten Sinne nach Ländern Alle Industrien 11,2% 14,2% ,4 Mrd. Euro 38,3% 9,9% 9,8% 6,3% 20,1% 5,8% 20,6% Deutschland Frankreich Italien Großbritannien MM-Grafik Benelux Übriges Westeuropa Zurückgehen wird, so Schröder weiter, der Anteil der Hardware am Gesamtumsatz. Betrug der Anteil der Hardware im Jahre 2000 noch 76%, so wird er im Jahre 2010 bei 70% liegen. Steigen werden die Anteile der Soft- 11,2% 14,1% ,2 Mrd. Euro 38,3% ware (von 8 auf 11%) und die der Dienstleistungen (von 16 auf 19%). Die Software-Intensität wird beispielsweise weiter steigen, weil laut Schröder die Embedded- und Standard-Software weiter an Bedeutung gewinnen, Bild: Intechno Conlulting Software eine höhere Gerätefunktionalität ermöglicht, die Integrierbarkeit erleichtert und die Kommunikationsfähigkeit erhöht. Die wichtigsten nachgefragten Sensoren in der Fertigungsindustrie sind (Reihenfolge nach dem Umsatz) bei Werkzeugmaschinen Positionssensoren, binäre Sensoren und Messtaster, Bei Holzbearbeitungsmaschinen binäre Sensoren und Positionssensoren und bei Robotern Positionssensoren, binäre Sensoren und Kameras. Wie Schröder weiter ausführt soll der Weltreport Sensor Markets 2012 in der 2. Jahreshälfte 2003 erscheinen, der Bericht Process Plant Markets 2010 wird noch im April 2003 veröffentlicht und die Analyse über Process Automation Markets 2010 ist soeben auf den Markt gekommen. Informationen: Intechno Consulting (Schweiz), Tel. ( ) , CHARMILLES OPTIMISTISCH Fellbach (js) Die Funkenersion hat Perspektive. Dieses Fazit zieht Peter Quennet, Geschäftsgführer der Charmilles Technologies GmbH nach der Frühjahrs- Hausausstellung. So sind die Erwartungen der über 350 Besucher, darunter zahlreiche potenzielle Neukunden, überwiegend positiv, was sich auch in den Auftragsbüchern niederschlagen könnte. Bild: Charmilles PFEIFFER VACUUM Nähe zum Kunden wird groß geschrieben Frankfurt/Main (uws) Nähe zum Kunden wird bei der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Asslar, groß geschrieben. Ich persönlich reise auch sehr viel in der Weltgeschichte herum, um die Witterung aufzunehmen, erklärte Vorstandschef Wolfgang Dondorf auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt/Main. Regional betrachtet hat das Unternehmen vor allem Asien ins Visier genommen. In Japan verfügt das Unternehmen bereits über eine erfolgreich agierende Niederlassung, die wiederum andere asiatische Länder betreut. Weil Vorstandschef Dondorf glaubt, dass insbesondere der chinesische Markt in den nächsten Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen wird, ist die Bildung von drei Schwerpunkten geplant in Peking, Schanghai und Hongkong. War der Hersteller von Vakuumpumpen und -systemen früher stark auf den Forschungsbereich fixiert, soll in den kommenden Jahren die Position im Bereich der Glasbeschichtung weiter ausgebaut werden nach Dondorf ein Markt, der in gewissen Grenzen krisenunabhängig sei. Wie gut die Umstellung auf neue Kundenpotenziale jenseits der Hochschulen und F+E-Einrichtungen gelungen ist, belegen die Geschäftszahlen für 2002: Zwar ging der Umsatz angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds um 11,3% auf 151 Mio. Euro zurück, doch erreichte der Hightech-Spezialist aus Mittelhessen mit 11,6% die höchste Nettoumsatzrendite der Firmengeschichte. 8 MM Das IndustrieMagazin 18/2003

9 TECHNIK TICKER VOM HANDWERKER ZUM WELTMARKTFÜHRER Hebetechnik Carl Stahl verdoppelt den Umsatz Süßen (uh) Alle fünf Jahre verdoppelt die Carl Stahl GmbH ihren Umsatz. Und weil dies bereits seit 1980 so ist, ist das Süßener Unternehmen mittlerweile einer der Weltmarktführer für Seil- und Hebetechnik. Mit aktuell 650 Mitarbeitern in 38 Niederlassungen weltweit machte Geschäftsführer Willy Schwenger voriges Jahr rund 115 Mio. Euro Umsatz. Während andere Unternehmen um ihr Überleben kämpfen, investiert die Carl-Stahl- Gruppe (www.carlstahl.com) weiter kräftig. Zuletzt je rund 2 Mio. Euro in ein Logistikzentrum am Stammsitz in Süßen zwischen Stuttgart und Ulm und in einen Neubau mit Schulungszentrum für die Frankfurter Niederlassung. Längst gehören die Schwaben mit ihrer Kernkompetenz, Stahlseile in allen Varianten fertigen zu können, zu den hidden champions, den versteckten Weltmeistern. Aus ihrer Nische heraus sind sie in immer neue Geschäftsfelder und Märkte hineingewachsen und bieten dabei jedem Kunden von der kleinen Schlosserei über den Konzern bis zum Kernkraftwerk immer mehr Service rund um das Produkt. In der breiten Öffentlichkeit blieb der rasante Aufstieg der 1880 gegründeten Seilerei fast unbemerkt. Wesentliche Impulse setzte Willy Schwenger, der 1965 in das Unternehmen Carl Stahl einheiratete weihte der Textilkaufmann die erste richtungsweisende Produktionshalle ein. Doch auch er musste sich dem Markt immer neu anpassen. So löste der Hydraulik- den Seilbagger ab, was das wachsende Unternehmen auf immer neue Geschäftsfelder zwang. Heute machen die klassischen Seilund Hebewerkzeuge für Bau- und Maschinenindustrie noch 50% des Umsatzes aus. Die andere Hälfte erzielt Carl Stahl mit Spezial-Feinseilen in den Geschäfts- Bilder: Carl Stahl Willy Schwenger, Geschäftsführer der Carl Stahl GmbH, legt Wert auf flache Hierarchien in seinem Unternehmen. feldern Architektur, Design und Automobil. Das sind die Märkte, um unseren Umsatz auch bis in fünf Jahren wieder zu verdoppeln, sagt Schwenger, dessen Unternehmen seine größten Erfolge derzeit in Nord- und Südamerika erzielt. Doch auch für den heimischen Markt hat der 67-Jährige rentable Umsatzbringer: Mit neuartigen Bowdenzügen ( Nokon ) ist Carl Stahl vor drei Jahren in die Fahrradbranche eingestiegen. Für ein Operationsbesteck für die Speiseröhre erhielt das Unternehmen einen Innovationspreis. In wieder einem anderen Geschäftsbereich projektiert Carl Stahl mit seinen Edelstahlseil-Netzkonstruktionen ganze Tiergehege in Zoos oder Hubschrauberlandeplätze auf Gebäuden. Sorgen bereitet dem Mittelständler, der noch immer 70% aller Seile in Süßen produzieren lässt, der Kostendruck in der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Ein Grundstück in Ungarn hat Schwenger sicherheitshalber bereits gekauft. Und auch an den Generationenwechsel hat der 67-Jährige gedacht. Schwiegersohn Andreas Urbez und Sohn Wolfgang sind mittlerweile voll in das Unternehmen integriert und seit Anfang dieses Jahres in die Geschäftsführung berufen worden. Ab Sommer will der Senior reduzieren und später nur noch beraten. Denn auch das Loslassen gehört zur Hebebranche. Leonhard Fromm Dolch Computer Systems, Ottobrunn, hat auf der Hannover-Messe ein netzunabhängiges Multifunktions-Display vorgestellt, das überall dort eingesetzt werden kann, wo keine zentrale Stromversorgung besteht. Es ist hersteller- und plattformunabhängig, lässt sich kabellos oder kabelgebunden betreiben und arbeitet mit diversen Betriebsystemen (Windows, Linux, Unix) zusammen. Dank zusätzlicher Schnittstellen kann man das mm große Portable Display Interface als PDA nutzen. Hochleistungsbatterien sorgen für eine Betriebsdauer bis zu vier Stunden. Sony Electronics, Phoenix/USA, hat die Speicherkapazität seiner externen Bandlaufwerke vergrößert. Bis zu 500-GB-Daten können jetzt im SAIT-1-Format gespeichert werden. Das ist doppelt so viel wie bei den bisher am Markt befindlichen Bandspeichern. Mit Datenkompression sollen sogar 1,3 TB auf das Halbzoll-Band passen. Die Datentransferrate liegt bei 30 Mbps ohne und 78 Mbps mit Kompression. So viel Hightech hat jedoch seinen Preis: Rund Dollar soll das Einsteigermodell mit SCSI-Anschluss kosten. Mit Datenverlusten durch fehlerhafte Bedienung, Abstürze oder Computerviren will die neue Hardsafekarte des Züricher Anbieters WTN aufräumen, die in jeden handelsüblichen PC eingebaut werden kann. Mit der Installation speichert die Karte alle Eingaben auf einem bestimmten Sektor der von ihr kontrollierten Festplatte ab. Bei Problemen lässt sich das System mit Eingabe eines Passworts wieder in Ordnung bringen. Falls gewünscht, wird das System bei jedem Start des PC zurückgesetzt. Mehr Dampf haben die neuen Sarturno- Dampfreiniger der Ipros Industrie Produkt Service GmbH, Iserlohn. Sie verbinden eine 20-prozentige Leistungssteigerung gegenüber den Vorgängermodellen mit einer neuen Dosiertechnik. Die neuen Saturno-Reiniger sollen nach Angeben von Ipros deshalb besonders sparsam und kostengünstig sein. Einsetzen lassen sich die Geräte unter anderem zur Reinigung von Maschinen, in der Lackierungsvorbereitung sowie für die allgemeinen Betriebspflege. MM Das IndustrieMagazin 18/2003 9

10 FIRMEN TICKER Die Jungheinrich AG, Hamburg, kann trotz widriger Rahmenbedingungen einen durchaus ansehnlichen Jahresabschluss 2002 präsentieren. Zwar verminderte sich der Umsatz des Gabelstaplerund Lagertechnikherstellers im Konzern um 4,8% auf 1,476 Mrd. Euro, die Umsatzrendite jedoch verbesserte sich auf 5% (2001: 4,5%). Grund ist ein Anstieg des Jahresergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 5,7% auf 74 Mio. Euro. Auch der Jahresüberschuss hat sich mit 54 Mio. Euro nach 39 Mio. Euro sehr positiv entwickelt, wie Vorstandschef Dr. Cletus von Pichler am 15. April vor der Presse verkündete. Die Interroll-Gruppe mit Sitz im schweizerischen Sant Antonino, dehnt die Garantie für sämtliche Antriebskomponenten und Förderrollen auf zwei Jahre aus. Diese Neuerung gilt für Produkte, die ab April dieses Jahres bestellt werden sachgerechte Nutzung vorausgesetzt. Mit diesem Zusatzservice will der Anbieter von Komponenten und Subsystemen für Materialfluss-, Förder- und Automationstechnik seine Marktstellung weiter ausbauen. Die Hans Kaltenbach Maschinenfabrik GmbH & Co. KG lädt vom 7 bis 9. Mai ein nach Lörrach zu ihren Stahl-Partner- Tagen. Unter dem Motto Stahlpartner im Dialog wird die Möglichkeit geboten, auf mehr als 800 m 2 im Technologie- und Schulungszentrum Stahlbau/ Stahlhandel moderne Ausrüstungen zur Profil- und Blechbearbeitung zu besichtigen. Namhafte Partnerfirmen sowie die Branchenverbände DSTV und BDS stellen sich in einer begleitenden Ausstellung im Technologieforum vor. Zahlreiche Fachvorträge runden die Stahl-Partner-Tage ab. Weitere Informationen unter Tel. ( ) Die SGL Carbon Group setzt ihre Portfoliobereinigung fort. So hat sich der Hersteller von Graphitprodukten vom Italien-Geschäft mit elektrischen Kontakten getrennt. Die SGL Risomesa SpA, Mailand, ein Hersteller von Schleifkontakten für Elektromotoren und die Schienenfahrzeugechnik, ist von der Schunk- Gruppe, Gießen, übernommen worden. Das Umsatzvolumen dieses Randgeschäfts hatte bei 5 Mio. Euro gelegen. 3. ULMER GESPRÄCHE Wege zu differenzierten Unternehmensstrategien Ulm (js) In der Politik erlaubt man ihn sich: den einfachen Blick auf komplexe Sacherverhalte. Aber auch im Wirtschaftsleben stellt sich immer dringlicher die Frage: Soll man Komplexität bekämpfen oder beherrschen? Antworten darauf suchen die Referenten der 3. Ulmer Gespräche, zu denen das Beratungsunternehmen Ingenics am 22. Mai ins Ulmer Stadthaus einlädt. Nach einem Problemaufriss durch Bestsellerautor ( Die Aldi-Erfolgsstory ) und Strategieberater Dieter Brandes ( Komplexität: Der ganz normale Wahnsinn? ) stellt Ingenics-Vorstand Jörg Herkommer neue Ansätze und wirkungsvolle Instrumente eines ganzheitlichen Managements vor, die eine Beherrschung der wachsenden Komplexität in Unternehmen ermöglichen. Zum Abschluss spricht Frater Alexander Hoppert OSB über das nur auf den ersten Blick bizarr anmutende Thema, warum der heilige Benedikt eigentlich einen Strategie- und Markenaward verdient hätte. Was können wir von den Regeln des Ordensstifts für eine spirituelle Unternehmenskultur lernen, die Ratio und Emotio anspricht?, so die Problem- Jörg Herkommer, Vorstand des Beratungsunternehmens Ingenics AG, Ulm, stellt im Rahmen der 3. Ulmer Gespräche wirkungsvolle Managementmethoden zur Komplexitätsbewältigung vor. stellung, die er dem Publium näher bringen will. Hintergrund der 3. Ulmer Gespräche ist das interessante Phänomen, dass sich Entscheider in wachsendem Maße einem Dilemma ausgesetzt sehen: Einerseits erfordert zielführendes Marketing Variantenvielfalt und kurzes time to market, während andererseits die auf diese Weise wachsende Komplexität Qualität und betriebswirtschaftliche Effizienz gefährden. Weitere Informationen: Tel. (07 31) (Ulrike Eisele). CORPORATE GOVERNANCE Beim Mittelstand herrscht noch Nachholbedarf in Sachen Transparenz Frankfurt/Main (js ) Im Rahmen ihres Dialogforums Corporate Governance hat die Deutsche Bank eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Thema Corporate Governance in mittelständischen Unternehmen vorgestellt. Wie die Studie belegt, wächst das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen. 77% der 505 befragten Führungskräfte waren überzeugt, dass die Herausforderungen für ihr Unternehmen in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Das gilt vor allem für die Kapitalbeschaffung. 68% der Befragten empfinden es als viel oder etwas schwieriger Kapital für Investitionen zu bekommen. Dennoch setzen 44% der Befragten auch weiterhin primär auf Fremdfinanzierung von Investitionen durch Kredite. Erfreulich hoch sei mittlerweile das Bewusstsein der Wirtschaft für die veränderten Transparenzanforderungen der Kapitalmärkte. 85% der Befragten halten eine Erhöhung der Transparenz für besonders Erfolg versprechend, 84% die konsequente Erhöhung der Eigenkapitalquote und rund drei Viertel die Pflege der Kontakte zu potenziellen Investoren und Kreditgebern. Nachholbedarf gibt es allerdings noch in der Praxis: Während 66% die Forderung nach mehr Transparenz für gerechtfertigt halten, beurteilen noch rund 40% die Informationspolitik des eigenen Unternehmens als zurückhaltend. Bilder: Ingenics 10 MM Das IndustrieMagazin 18/2003

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12 Newsticker Marketing: Verschenkte Newsletter-Potenziale Um Kernfragen des Newsletter-Marketing zu beantworten, untersuchte die ecircle AG erstmals in Deutschland im Rahmen einer groß angelegten Benchmark-Studie 68 Newsletter von führenden deutschen Unternehmen. Das Ergebnis: sechs Faktoren sind bestimmend für den Erfolg eines Newsletters, doch in vielen Branchen werden diese noch unzureichend umgesetzt. Viele Unternehmen bewegen sich mit ihrem Newsletter nach wie vor auf unsicherem Terrain: Trial and Error heißt oft die Devise, da es an aussagekräftigen quantitativen Auswertungen und Erfahrungswerten mangelt. Durch solche lückenhaften Newsletter-Konzepte wird in deutschen Unternehmen dementsprechend signifikantes Kunden- und Umsatzpotenzial verschenkt. Weitere Meldungen unter Management: Outsourcing auf dem Vormarsch Die Outsourcingbudgets in Deutschland werden in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent steigen. Die Ausgliederungen beschränken sich dabei nicht mehr nur auf einzelne Abteilungen der Firmen, sondern betreffen ganze Produktionsprozesse. Bisher intern erstellte Leistungen werden zunehmend von externen Zulieferern, so genannten Dienstleistungsfabriken, übernommen. Die Folge: Das Umsatzvolumen für dieses Business Process Outsourcing (BPO) wird dieses Jahr in Europa umgerechnet rund 200 Milliarden US-Dollar betragen. Weitere Meldungen unter Personal: Mehr arbeitslose Akademiker Der Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen hat sich im vergangenen Jahr ziemlich eingetrübt. So meldeten sich 2002 gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise fast 24 Prozent mehr Akademiker arbeitslos. Ein höherer Bildungsabschluss schützt dennoch recht gut vor Jobverlust fielen die Hochschulabsolventen auf Stellensuche bei insgesamt über 4 Millionen Erwerbslosen doch eher geringfügig ins Gewicht. In den neuen Ländern kletterte die Akademiker-Arbeitslosigkeit mit über 14 Prozent weniger dramatisch als in Westdeutschland, wo ein Anstieg von 28 Prozent verzeichnet wurde. Weitere Meldungen unter International: Exportförderung Japan Mit dem Start der dritten Auflage des Exportförderungsprogramms EU Gateway to Japan setzt die Europäische Kommission eines Ihrer erfolgreichsten Programme fort. Dies teilt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit. Zum Programmauftakt präsentierten sich in Japan 23 europäische klein- und mittelständische Unternehmen, darunter 7 deutsche Hersteller von medizintechnischen Produkten. Im weiteren Verlauf des Programms werden 2003 bis 2006 mehr als 900 Unternehmen aus 8 Branchen für eine Teilnahme an den einwöchigen Veranstaltungen in Japan ausgewählt. Weitere Meldungen unter MITTELSTANDSPROGRAMM Zahlreiche Förderpreise für den Mittelstand Karlsruhe (ug) Unter dem Motto Der Mittelstand ergreift die Initiative hat das Karlsruher Softwarehaus CAS ein Förderprogramm für den Mittelstand ins Leben gerufen. Bis zum 30. Juni können sich Interessenten für 3000 Förderpreise im Wert von über 1,1 Mio. Euro bewerben, die 17 Partnerunternehmen zur Verfügung stellen. MM Das IndustrieMagazin ist Medienpartner des Programms. Weil handeln statt jammern gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig sei, sollen mit dem Programm notwendige Investitionen gefördert werden. Das ist die Chance für mittelständische Unternehmen, Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort zu handeln, so CAS-Vorstandsvorsitzender Martin Hubschneider. Die ausgeschriebenen Preise umfassen unter anderem innovative Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Unternehmenssoftware (ERP, CRM, PPS) und Schulungen. Alle Förderpreise sind für den Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) besonders geeignet. So bietet das Kommunikationsunternehmen Tenovis Comergo ein komplettes Kompakt-Callcenter für zwölf Agenten. Das Softwarehaus Mindjet steuert den Mindmanager bei, eine visuelle Software für Ideensammlung und Planung. INITIATIVE ERGREIFEN Bild: CAS In drei Minuten bewerben Martin Hubschneider, Vorstandsvorsitzender CAS Software AG: Das ist die Chance für mittelständische Unternehmen, Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung nicht auf die lange Bank zu schieben. Bei den Schulungen gibt es Angebote von Com Computertraining and Services sowie iteam Service Network. Für das Kunden- und Informationsmanagement im Mittelstand stellt das Karlsruher Softwarehaus CAS die CRM-Lösung Genesis World und Teamworks, ein Programm für Arbeitsgruppen, zur Verfügung. Die Bewerbungsmodalitäten sind im Internet einsehbar. Mittelständische Unternehmen aus Deutschland können sich ab sofort im Internet bis zum 30. Juni 2003 über die innovativen Förderpreise informieren und sich online bewerben. Die Bewerbung für einen der Förderpreise umfasst fünf Fragen, die sich in kurzer Zeit beantworten lassen. Unter den ersten 250 Bewerbungen werden 25 Info-Einträge im Internet-Branchenbuch Yellow-Map verlost. Interessenten können über die Homepage einen Newsletter abonnieren, der über alle Neuigkeiten rund um das Programm informiert. Zugang zum Mittelstandsprogramm ist ebenfalls möglich über die Internetseite Das Mittelstandsportal der Vogel Medien Gruppe

13 MÄRKTE AKTUELLES INNOTEC Objektorientiertes CAE-System weiterentwickelt Niederpöcking (rt) Innotec hat sein objektorientiertes, datenbankbasierendes CAE-System (computer aided engineering system) Comos PT für den Anlagenplaner, -bauer und -betreiber im prozessorientierten und verfahrenstechnischen Anlagenbau zu Comos Feed weiterentwickelt. Das Unternehmen entwickelte sich schon bald nach seiner Gründung im Jahre 1991 zu einem der führenden Softwareentwickler für die Prozessindustrie. Der Erfolg der Comos-Produktfamilie ermöglichte weltweit ein gesundes Wachstum. Neben dem Stammhaus in Schweln ist Innotec mit Niederlassungen und Partnern, beispielsweise in Öster- reich, Benelux, den USA und Brasilien, vertreten. Verschiedene Industriezweige, wie zum Beispiel Chemie, Pharmazie, Lebensmittel, Zellstoff und Papier, Petrochemie und Energie, profitieren von den Dienstleistungen des Unternehmens. Zurzeit hat das Unternehmen über 150 Mitarbeiter. Dipl.-Wirt-Ing. Jochen Schüler, einer der Geschäftsführer der Firma, stellt fest: Hardware-Markt und Software wachsen zusammen. Die Durchgängigkeiten werden immer stärker. Als Neuentwicklung unterstützt die integrative Workbench Comos Feed (Front End Engineering & Design) den Ingenieur beim Engineering verfahrenstech- Bild: Innotec Dipl.-Wirt.-Ing. Jochen Schüler, Geschäfstsführer der Innotec GmbH, Schwelm: Hardware-Markt und Software wachsen zusammen. nischer Prozesse und Anlagen. Effizient und einfach ermöglicht Comos Feed das gesamte Basic-Engineering von der Verwaltung von Simulationsdaten über die Erstellung von Block- und Prozessfließbildern bis zur Generierung von 3D-Konzeptvorschlägen für die Aufstellungsplanung, erklärt Bernd Kokkelink, Produkt-Manager bei Innotec. Das höchste Kosteneinsparungspotenzial liegt in der frühen Phase des Anlagen-Engineerings. Comos Feed setzt genau da an und ermöglicht dadurch, die totalen Anlagenkosten zu minimieren. Der Datenfluss von der Simulationssoftware über das Prozess- Engineering (Prozess- und Blockfließbilder) bis hin zum Conceptual Modeler (3D-Modell) ist absolut durchgängig. Die Folge sind qualitativ bessere Daten bei gleichzeitig schnellerem Engineering. MM Das IndustrieMagazin 18/

14 AKTUELLES MÄRKTE SENSORIK Sick strebt durch hohe F+E-Investitionen zu einem Gewinn von Marktanteilen Waldkirch (js) Ein Leuchtturm in wirtschaftlichen Krisenzeiten ist die Sick AG. Der Sensortechnikhersteller hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2002 um 9% auf 420,4 Mio. Euro steigern können und mit einem Konzernjahresüberschuss von 20,6 Mio. Euro nach 23,5 Mio. Euro im Vorjahr ein ausgesprochen ansehnliches Ergebnis erzielt. Der Auftragseingang nahm um 12,2% auf 429,9 Mio. Euro zu. Unterstützt durch Akquisitionen verzeichnete Sick sowohl im In- als auch im Ausland ein gleichmäßiges Umsatzwachstum. Die Auslandsquote stieg leicht auf 68%. Mit 20,6 Mio. Euro blieb der Konzernjahresüberschuss erwartungsgemäß erstmals seit 1994 hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Jedoch ist der Rückgang des Konzernjahresüberschusses um 12,4% nicht zuletzt Ergebnis eines bewusst antizyklischen Verhaltens des Konzerns. Ungeachtet der schwierigen Marktlage habe Sick die Integration und Neuausrichtung von akquirierten Gesellschaften kräftig vorangetrieben und hohe Anstrengungen unternommen, um eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, optimierte Logistikketten und eine Stärkung der Vertriebskraft zu erreichen, heißt im Bericht. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden ebenfalls gegen den konjunkturellen Trend ausgeweitet. Im Vordergrund der Entwicklungsprojekte, die 2002 zur Markteinführung gebracht wurden, standen miniaturisierte und plattformbasierte Produk- Man wolle auch weiterhin neue Arbeitsplätze schaffen sowie von innen heraus oder durch Zukäufe expandieren, verkündet Sick-Vorstandssprecherin Anne-Kathrin Deutrich. Bild: Sick te. Der Entwicklungsaufwand erhöhte sich gegenüber 2001 um 20,1% auf das Rekordniveau von 38,1 Mio. Euro. Das entspricht 9,2% vom Umsatz. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Bereich Forschung & Entwicklung stieg von 251 im Jahr 2001 auf 299. Zum 31. Dezember 2002 beschäftigte die SICK- Gruppe 3347 Mitarbeiter. Trotz der weltpolitischen Unsicherheiten, die 2003 das Geschäftsumfeld belasten, stehen die Zeichen bei der Waldkirchener Firmengruppe ungebrochen auf Expansion. Man erwartet aufgrund der getätigten hohen Investitionen und mit der Möglichkeit, dank der vorhandenen Finanzkraft auch weiterhin die Investitionsaktivitäten auf hohem Niveau halten zu können, einen Gewinn von Marktanteilen. Sick plane, so Anne-Kathrin Deutrich, seit 1. Mai 2002 Vorstandssprecherin, im In- und Ausland neue Arbeitsplätze zu schaffen und zu wachsen. ERFOLGREICHE HAUSMESSE Fellbach (js) Werkzeug- und Formenbauern Lust machen auf die HSM-Technologie wollte die Mikron GmbH mit ihrer Hausmesse. Das Ansinnen war von Erfolg gekrönt. Zahlreiche Kunden und Neugierige pilgerten nach Fellbach, um die aktuelle Palette von HSM-Bearbeitungszentren des Frässpezialisten in Augenschein zu nehmen. Die Maschinen bewiesen: Hohe Spindeldrehzahlen und große Zerspanleistung sind heute kein Widerspruch mehr. Bild: Mikron Bild: Siegl ERSATZTEILVERSORGUNG Staplerriese Jungheinrich weiht Logistikcenter Süd ein Jungheinrich-Projektleiter Georg Offergeld (Zweiter von links) mit dem symbolischen Schlüssel für das Ersatzteilcenter in Lahr. Lahr (js) Mehr als 180 Gäste feierten mit Jungheinrich und TNT die offizielle Inbetriebnahme des neuen Ersatzteil-Logistikcenters Süd in Lahr bei Offenburg. De facto läuft das Lager aber bereits seit Herbst letzten Jahres auf vollen Touren. Der Logistikdienstleister TNT ist nach Planung und Bau im Auftrag des Hamburger Gabelstapler- und Lagertechnikherstellers auch Betreiber des Erstatzteilzentrums in Lahr. Über das neue Logistikcenter in Südbaden und ein weiteres in Norderstedt gewährleistet Jungheinrich die Direktversorgung in viele Länder Europas noch während der Nacht. Das heißt, dass Jungheinrich-Techniker, die am Vortag angeforderten Ersatzteile per In-night- Belieferung pünktlich zu Arbeitsbeginn in ihren Servicefahrzeugen haben. Damit will das Unternehmen seinen Service weiter verbessern und beendet zugleich die Umstellung der Ersatzteilversorgung. 14 MM Das IndustrieMagazin 18/2003

15 PERSONEN AKTUELLES Die Transcat GmbH & Co. KG, Systemhaus für die PLM-Lösungen von Dassault und IBM, erweiterte die Geschäftsleitung um Rolf Wiedmann. Er verfügt über 15 Jahre Berufserfahrung im Vertrieb und war vor seinem Wechsel bei Rand Technologies tätig. Seit Anfang März ist Peter Nauwerck neuer Geschäftsführer bei Flexlink Systems GmbH in Offenbach. Er löst seinen Vorgänger Gerhard Nüßle ab, der aus dem Unternehmen ausscheidet. Peter Nauwerck war bisher im Management der schwedischen Muttergesellschaft Flexlink Systems AB in Göteborg tätig und baute von dort die Märkte in Zentral- und Osteuropa auf. Dipl.-Ing. Frank Marmor übernahm bei der Mikropul GmbH & Co. KG die Leitung des Vertriebs. Das Kölner Unternehmen ist weltweit als Hersteller von Entstaubungs- und Gasreinigungsanlagen tätig. Die Qualifikation für seine neue Aufgabe erwarb Marmor durch das Studium der Aufbereitungstechnik an der RWTH Aachen und Tätigkeiten in verantwortlichen Positionen unter anderem bei der Loesche GmbH und Drägerwerk AG. Peter Zeiher, bisher Produktmanager bei Hainbuch Spannende Technik in Marbach, ist seit Anfang April auch für den Bereich des strategischen Verkaufs zuständig. Zeiher wird für die permanente Optimierung und Überwachung der Organisation des Bereichs Verkauf sorgen. Ebenso wird die Entwicklung und Planung von Verkaufsstrategien zu seinen Aufgaben gehören. Zusammen mit Rolf Hauserwas, bisher Divisionsleiter der Technischen Services, bildet seit 1. April Dr. Joachim Kreysing die Geschäftsführung der Infraserv Höchst Technik GmbH & Co. KG. Dr. Joachim Kreysing studierte Chemie an der Universität in Göttingen und promovierte im Bereich Biotechnologie/Molekularbiologie. Manfred Sauer, Director of Sales, leitet seit Jahresbeginn den europaweit neu organisierten Servicebereich, den Applikationsbereich sowie das Trainingscenter der Ekra GmbH, Bönnigheim. Der Spezialist für Schablonen- und Siebdruckmaschinen sowie für Material Deposition Technology für die Elektronikfertigungsindustrie, hat seine Vertriebsstruktur völlig neu ausgerichtet. Der Aufsichtsrat der Linos AG, Göttingen, hat beschlossen, im Rahmen der Mitte 2002 begonnenen Restrukturierung den Vorstand deutlich zu verkleinern. Die Verträge der Vorstandsmitglieder Dr. Hans-Joachim Richter und Dr. Holger Schmidt werden daher nicht verlängert. Beide Herren haben sich daraufhin entschieden, ihr Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung niederzulegen und aus dem Unternehmen auszuscheiden. Als Marketingleiter für den Bereich Europa, Middle East und Afrika (EMEA) bei Wind River hat Matthias Stumpf eine neue berufliche Herausforderung gefunden. Seine Hauptaufgaben bei dem Weltmarktführer für Embedded-Technologien bestehen unter anderem darin, das strategische Management des europäischen Marktes mit dem des Nahen Ostens und Afrikas operativ in Einklang zu bringen. MM Das IndustrieMagazin 18/

16 AKTUELLES MÄRKTE KURZ NOTIERT Die Münchner Wacker-Chemie GmbH hat sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut behauptet. Trotz eines um 5,2% auf 2,68 Mrd. Euro rückläufigen Umsatzes machte der Hersteller von Spezialchemikalien und Zulieferprodukten für die Elektronikindustrie (Wafer) 2002 auf der Ergebnisseite Fortschritte. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hat sich mit 140 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Nach Steuern lag der Konzernüberschuss bei 20,8 Mio. Euro, so dass Wacker wieder schwarze Zahlen schreibt. Rund 77% setzt das Chemieunternehmen im Ausland um; 19% der Erlöse wurden 2002 in der Asien- Pazifik-Region erwirtschaftet. Die internationale Positionierung habe sich, wie es heißt, auch 2002 als wichtiger Wettbewerbsvorteil erwiesen. Der Dürr-Konzern, Stuttgart, konnte seinen Auftragseingang im Geschäftsjahr 2002 um 14% steigern, obwohl die Welt- und Automobilindustrie kaum nennenswerte Impulse vermittelten. Allerdings ging der Konzernumsatz leicht zurück, und zwar um 5% auf 2082,1 Mio. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug der Rückgang 2,5%. Bedingt durch Restrukturierungsaufwendungen, Margendruck und das geringere Umsatzvolumen entwickelte sich das Ergebnis unbefriedigend. Das Ebitda belief sich auf 89,1 Mio. Euro nach 127,8 Mio. Euro im Jahr zuvor. Zentrales Ziel sei folglich die Ergebnissteigerung, wozu das Programm Sprint 2 aufgelegt wurde. Für 2003 wird eine Stabilisierung von Umsatz und Ertrag erwartet. Human Solutions konnte mit der Luxusautoschmiede Bentley Motors einen weiteren Automobilhersteller für Ramsis gewinnen. Die Briten setzen die Ergonomiesoftware für die Entwicklung aller neuen Modelle ein. Mit der Software aus Kaiserslautern kann Bentley Motors noch besser auf die Komfortwünsche und indivduellen ergonomischen Ansprüche seiner Kunden eingehen. Zum Einsatz kommt Ramsis in der Catia-Version. Die Bentley-Stylisten nutzen die CAD-Daten schon bevor ein erstes plastisches Modell angefertigt wird und erhalten so erste Eindrücke vom Fahrzeuginnenraum. Projekte zu Umsatzsteigerung liegen nach Beobachtung des Bonner Beratungsunternehmens Simon, Kucher & Partners wieder voll im Trend. Viele Unternehmen haben die Rosskur bereits hinter sich oder befinden sich in der Phase der Schrumpfung. Weil die Kostensenkungsprogramme weigehend ausgelutscht seien, brächten zusätzliche Anstrengungen in dieser Hinsicht kaum noch nennenswerte Ergebnisse. Dehalb verzeichnen die Bonner Consulter einen beträchtlichen Auftragseingang bei Projekten, die Verbesserungen auf der Erlösseite zum Ziel haben. Das ifm Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim hat seine Broschüre Elektronische Marktplätze in Deutschland aktualisiert und neu aufgelegt. Rasanten Entwicklungen und Konsolidierungsprozessen im Bereich des E-Business wird mit der zweiten Auflage ebenso Rechnung getragen wie der starken Nachfrage nach diesem Ratgeber. Der Guide kann kostenlos über das ifm der Universität Mannheim bezogen oder unter als pdf-datei heruntergeladen werden. Die Reallocation, Standortmesse in Leipzig, fliegt am 10. Mai Unternehmer und Immobilienmakler im Rahmen des Fly-away-Days nach Estland, Polen, in die Slowakei und Tschechien. Potenzielle Investoren erhalten so die Gelegenheit, attraktive Wirtschaftsstandorte mit eigenen Augen kennen zu lernen und mit örtlichen Partnern unmittelbar ins Gespräch zu kommen. Jetzt stehen die genauen Flugziele fest: In Tschechien ist dies Pardubice (120 km östlich von Prag gelegen), in der Slowakei Pistany, in Polen Katowice und in Estland die Hauptstadt Tallinn. Wirtschaftsförderer aus Sachsen und Brandenburg organisieren Touren zu ausgewählten Standorten in den neuen Bundesländern. 16 MM Das IndustrieMagazin 18/2003

17 MÄRKTE AKTUELLES ABB Manufacturing & Consumer Products, Lead Center Powertrain Assembly, Langenfeld, wurde vom Getriebehersteller Getrag mit der Konstruktion und Fertigung einer Getriebelinie für das Werk Rosenberg beauftragt. Auf der Montagelinie sollen manuelle Getriebe für BMW produziert werden. Geplant sind Einheiten im Jahr. Produktionsstart ist im Frühjahr Die Getrag GmbH & Cie. hat ihren Hauptsitz in Untergruppenbach und fertigt an 16 Standorten weltweit, darunter auch in Indien, Japan und den USA. als bevorzugter Lieferant ausgezeichnet. Das US-amerikanische Unternehmen, das in Europa Produktionsstätten in Navan/ Irland und Almelo/Niederlande unterhält, entwickelt und baut elektronische Komponenten für die Produktionsstraßen von Tetra Pak. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 gehört Tetra Pak zu seinen Kunden. Die TBM Consulting Group veranstaltet am 7. und 8. Mai in München ein Seminar zum Thema: Die Suche nach der perfekten Maschine. Im Mittelpunkt steht dabei die von Anand Sharma, Präsident und CEO von TBM Consulting, entwickelte Lean-Sigma-Methode. Im Rahmen dieses Seminars wird unter aktiver Mitwirkung der Teilnehmer ein kompletter Fertigungsprozess simuliert, um die Schwachstellen aufzuspüren und durch deren Beseitigung die Durchlaufzeiten zu verkürzen. Das Seminar richtet sich an Manager und Experten aus dem Fertigungsbereich. Weitere Informationen zu TMB Consulting finden sich im Web unter Die Humanit Software GmbH, St. Augustin, ist seit 1. April eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Proalpha Software AG, Weilerbach, die mit dieser Akquisition ihre Business-Intelligence-Kompetenzen ausbaut. Proalpha sichert sich dadurch die Rechte an der BI-Lösung Infozoom, die Kernstück des in die ERP-Software Proalpha integrierten Analysemoduls Proalpha Analyzer ist. Humanit wurde 1997 als Spin-off der damaligen GMD Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung gegründet. Bei Nordex in Hamburg hat das niederländische Forschungsinstitut ECN fünf Windturbinen der Baureihe N80/2500 kw für sein neues Testfeld am Wieringermeer bestellt. Das Auftragsvolumen inklusive Errichtung und Wartung für die ersten fünf Betriebsjahre beläuft sich auf rund 11 Mio. Euro. Ende November sollen die Anlagen in Betrieb gehen. ECN zählt in der Windenergiebranche zu den international führenden Forschungseinrichtungen. Nordex hat bis heute 65 Anlagen der genannten Baureihe errichtet. Pemstar, Elekronikdienstleister mit Sitz in Rochester, wurde vom Verpackungshersteller Tetra Pak MM Das IndustrieMagazin 18/

18 AKTUELLES KLIMATECHNIK Der Zug, der aus der Kälte kam Fahrzeuge sind klimatisch extremen Bedingungen ausgesetzt, sollen aber zugleich den Insassen ein wohliges Gefühl vermitteln. Deshalb werden sie gegen Umwelteinflüsse im längsten Klimatunnel der Welt getestet. DIETMAR KUHN 3D-Darstellung des KWK mit den beiden Tunnels unterschiedlicher Länge. Die Luftströmung passiert einen Wärmetauscher, der im Vergleich zu menschlichen Dimensionen gewaltige Abmessungen aufweist, passiert die Einströmdüse und trifft unmittelbar danach auf das Testobjekt möglicherweise ein ICE der Deutschen Bahn. Die Rede ist vom größten Klimatunnel der Welt, der speziell für Großfahrzeuge, wie beispielsweise Züge, Ende 2002 in Wien seinen Betrieb aufnahm. Finanziert wurde das Projekt Klima- Wind-Kanal Wien (KWK) aufgrund des für die einzelnen Schienenfahrzeughersteller zu hohen Investitionsvolumens und einer langen Refinanzierungszeit in Form eines so genannten Public-Private-Parntership-Modells. Betreiber ist die Rail Tec Arsenal Fahrzeugversuchsanlage GmbH (RTA), die den KWK auf 30 Jahre gepachtet hat und für die internationale Vermarktung und Betriebsführung der Anlage verantwortlich zeichnet. Zwei Kammern machen Paralleltests möglich Der KWK verfügt über zwei parallel und voneinander unabhängig betriebene Testkammern mit separater Messdatenerfassung. Dadurch können Tests von Lokomotiven, einzeln und mit mehreren Wagen beziehungsweise ganze Zugverbände gleichzeitig durchgeführt werden. Der Tunnel optimiert die Versuche, die unter extremen klimatischen und aerodynamischen Bedingungen durchgeführt werden. Die Einstellung der Klimaverhältnisse reicht von unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten bis hin zu stufenlos regulierbaren Sonnenfeldern mit einer Leistung von bis zu 1000 W/m 2, frei wählbaren Luftfeuchtigkeitswerten sowie Beregnungs- und Beschneiungseinrichtungen. Wechselklimatests runden das Spektrum der möglichen Umweltbedingungen ab. Beide Testkammern, 100 m und 35 m lang, sind in der Form von in sich geschlossenen, zweistöckigen Kreiswindkanälen gebaut und nach dem so genannten Göttinger Prinzip ausgelegt. Danach wird die Luft in einem geschlossenen Kreislauf mit Hilfe eines Gebläses umgewälzt, wobei sie einen Wärmetauscher durchströmt, der sie bis auf minus 50 C abkühlt oder bis auf plus 60 C aufheizt. Die in der Kälteanlage, die von Bild: RTA 18 MM Das IndustrieMagazin 18/2003

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