Ein Überblick. Web 2.0. Web 2.0: Die neue Version des Internet? Web 1.0 versus Web 2.0. Im Zentrum steht das Tagging

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1 Web 2.0. Ein Überblick. Web 2.0: Die neue Version des Internet? Web 1.0 versus Web 2.0 Im Zentrum steht das Tagging Web 2.0 als Konzept: Partizipation und Kollektivismus Web 3.0 interactive tools

2 Web 2.0: Die neue Version des Internet? Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein Artikel zu dem neuen Phänomen Web 2.0 erscheint. Um nur ein paar zu nennen: Das Netz im Remix, so titelte de:bug im Dezember 2005 und veröffentlichte ein komplettes Special zu Web 2.0. Die FAZ beschrieb Das nächste große Ding im Internet im Januar 2006 und die Süddeutsche widmet sich dem Digitalen Maoismus im Juni. Ob nun Wikipedia altbekannte Lexika ablöst oder mit Hilfe von openbc die wirklichen Geschäfte gemacht werden, schnell ist das Schlagwort von der neuen Version des Internet zur Hand. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff, welche Angebote stecken dahinter und welche Vorteile bieten sie? Die Bezeichnung 2.0 kommt aus der Software-Entwicklung, in der die Entwicklungsstufen von Produkten Versionsnummern erhalten, die sich je nach Überarbeitungsgrad entweder im Zehntelbereich befinden oder direkt den Sprung auf die nächsthöhere Zahl erlauben. Mit Web 2.0 wird also ein Versionssprung des WWW bezeichnet. Vom Abrufmedium zur Plattform Der wirkliche Sprung vom Web 1.0 zu Web 2.0 ist folgender: Web 2.0 bedeutet die Weiterentwicklung des WWW vom reinen Abrufmedium (wo bekomme ich welche Informationen) zu einer wirklichen Plattform, die Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit der Nutzerinnen und Nutzer ermöglicht. Tim O'Reilly und Dale Dougherty vom Computer-Fachverlag O'Reilly erfanden den Begriff im Frühjahr Seitdem hat er sich geradezu inflationär verbreitet. Die Suchmaschine Google gibt z. B. mehr als 3 Mio. Ergebnisse auf die Anfrage Web 2.0 aus. Und es heißt, dass weltweit täglich schätzungsweise Weblogs online gestellt werden. Die ARD/ZDF-Online-Studie hat 2006 erstmalig das Potenzial von Web 2.0 erhoben: Ein Viertel aller Internetnutzer zeigt sich am aktiven Umgang mit dem Netz interessiert. (Ergebnisse der ARD/ZDF-Online-Studien : Größtenteils zeichnen sich diese Nutzerinnen und Nutzer durch einen aktivdynamischen Umgang mit den Internetangeboten aus, sind demnach neuen Strömungen gegenüber sehr aufgeschlossen. Web 2.0 ist also nicht im Kommen, sondern schon voll da.

3 Web 1.0 versus Web 2.0 Bereits 2004 versuchte O Reilly den Unterschied zwischen Web 1.0 und Web 2.0 durch Beispiele zu beschreiben, die den Unterschied der Versionen gut verdeutlichen. Durch aktuelle Beispiele angereichert ergibt sich hieraus folgender Überblick: Britannica Online versus Wikipedia Ofoto versus Flickr MS Word versus Writely Internet Explorer oder Mozilla versus Flock Private Websites versus Blogs Tagesthemen versus Indymedia und Newsvine Wikipedia,Flickr & del.icio.us Hinter diesen Angeboten stehen unterschiedliche Ansätze von Kommunikation und Partizipation. Was heißt dies genau? Am häufigsten genannt werden Beispiele wie Wikipedia und Flickr. Beide Plattformen können von Nutzerinnen und Nutzern passiv genutzt und aktiv mitgestaltet werden. Während Wikipedia hierdurch zu einem umfassenden Lexikon geworden ist, das von einer großen Community überarbeitet und damit laufend aktuell ist, bietet Flickr hingegen die Möglichkeit, Bilder online und damit der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Durch Verschlagwortung sind die Bilder gut recherchierbar, so dass ich mich z. B. vor meinem Urlaub über das gewählte Hotel informieren kann. Auch del.icio.us arbeitet mit dem gleichen Prinzip: Hier kann ich eine persönliche aber öffentliche Sammlung von Lesezeichen anlegen, die mit Schlagworten/Tags versehen zu inhaltlichen Rubriken zusammengefügt werden. MS Word versus Writely Während Microsoft mit Word auf proprietäre Software setzt, die zusammen mit PCs und kompletten Softwarepaketen ausgegeben wird und eine Vielzahl an Funktionen bietet, stehen Writely oder 37signals für browserbasierte Programme, die lizenzfrei, immer und von überall verfügbar sind. Hier können die Nutzerinnen und Nutzer Daten ablegen, verwalten und für andere zugänglich machen.

4 Weblogs Weblogs gewinnen gesellschaftspolitisch seit längerem an Stellenwert so hat ver.di. z. B. mit dem Lidl-Blog das Unternehmen durchaus unter Druck setzen können. Inzwischen nutzen auch privatwirtschaftliche Unternehmen mehr und mehr diese Form von Marketing und PR von der Basis aus. systemhelden.de der Firma Sun Microsystems sei hier stellvertretend genannt: Hier können Administratoren ihre Blogs veröffentlichen und sich mit den Themen der Systemwelt auseinandersetzen, die sie in ihrer täglichen Arbeit beschäftigen. Innerhalb kürzester Zeit haben sich hier viele Personen registriert, die noch nie mit Sun zu tun hatten, so dass die Bekanntheit des Unternehmens gerade in der Zielgruppe signifikant gesteigert werden konnte. Im Zentrum steht das Tagging Vernetzung Grundsätzlich ist Web 2.0 eher ein Konzept als eine Technologie. Müßig ist die Diskussion, was zuerst da war, denn das Konzept (Kollektivismus) bedingt die Technologie (Vernetzung im weitesten Sinne ) und umgekehrt. Im Zentrum von Web 2.0 stehen unterschiedliche Formen von tagging : to tag meint auszeichnen, beschildern oder markieren und kommt aus der HTML-Programmierung, in der Objekten mit Tags z. B. bestimmte Formate zugewiesen werden können: <b>fett</b> sorgt beispielsweise dafür, dass das Wort fett gefettet wird. Die Befehle in den eckigen Klammern sind die so genannten Tags. Durch Tagging kann ich z. B. einem Artikel oder einem Bild sagen, dass es zu unterschiedlichen Rubriken gehört und es damit in unterschiedliche Zusammenhänge stellen. So wird es bei dem Schlagwort Berlin genannt oder auch beim Schlagwort Architektur. Eine hierarchische Struktur wird hiermit zugunsten einer scheinbar individuellen Strukturierung aufgegeben. Diese Form von Vernetzung / Verlinkung wird Social Bookmarking, Social Web oder auch Social Software genannt, da es primär um die Vernetzung von Inhalten oder auch Menschen geht.

5 Web 2.0 als Konzept: Partizipation und Kollektivismus Mehrwert durch Partizipation Web 2.0 ist mehr ein Konzept als eine Technologie. Wer sich mit Web 2.0 beschäftigt, kommt nicht umhin, sich auch mit dem Wandel von Nutzungsverhalten auseinander zu setzen. Was viele Studien schon seit längerem belegen: Nutzerinnen und Nutzer werden nicht nur mündiger im Umgang mit Internetangeboten (besonders wenn es z. B. um Fragen des Datenschutzes geht), sie hinterfragen Angebote auch stärker und wenden sich den Inhalten zu, die ihnen wirklich einen Mehrwert bieten. Der Mehrwert der privaten Tagebücher, die dank Web 2.o-Technologien heutzutage das Web überfluten, kann natürlich in Frage gestellt werden, doch Blogs, die eine (z. T. durchaus qualifizierte) Gegenöffentlichkeit zur etablierten Berichterstattung herstellen, sind eine positive Auswirkung. Der wirkliche Mehrwert entsteht hier durch die Partizipation der Nutzerinnen und Nutzer. Die Nutzbarmachung der kollektiven Intelligenz nennt der Web 2.0-Pionier Tim O'Reilly dieses Phänomen. Genau nach diesem Prinzip funktioniert Wikipedia. Auch Indymedia oder andere Initiativen als Form des sogenannten Graswurzeljournalismus nutzen das Kollektiv. Besonders in Ländern, in denen die Rede- und Informationsfreiheit stark beschränkt oder manipuliert wird, kann so durchaus nicht zu unterschätzender Einfluss genommen werden. In Soziologie und Politik werden diese Formen heiß diskutiert: Es gründen sich Parteien, die sich für den Abbau von Monopolen und mehr Transparenz einsetzen ( Piratenpartei ), Kongresse beschäftigen sich mit den Web 2.0-Phänomenen (Web 2.0-Kongress im Oktober 2006 in Frankfurt) und Studien ermitteln die Bedeutung von Web 2.0 auf allen Ebenen (siehe oben). Sicher ist, dass mit Web 2.0 ein tatsächlicher Wandel im Nutzungsverhalten beschrieben werden kann, der nicht nur bei der sogenannten Informationselite zu beobachten ist und damit maßgeblichen Einfluss auf den Einsatz und die Umsetzung des WWW haben muss.

6 Web 2.0 als rein privater Mehrwert? Erst langsam wird die Bedeutung von Web 2.0 für Unternehmen ins Auge gefasst, denn sowohl in- wie auch extern können Web 2.0-Anwendungen einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert bieten. Marketing Im Marketingbereich finden z. B. Blogs inzwischen vielfach Verwendung. Weiter oben wurde das sehr erfolgreiche Beispiel von Sun beschrieben. Immer dann, wenn Unternehmen mit Innovation und mehr noch technischer Innovation gleichgesetzt werden sollen, steht Web 2.0 natürlich stärker im Fokus. So sind in der Informationsbranche Podcasts (eine Serie von Medienbeiträgen, die als Audio oder Video vorliegen) und RSS-Feeds (die Möglichkeit, Inhalte einer Site zu abonnieren) z. B. inzwischen unverzichtbar geworden. Intranet & Extranet Stärker wird jedoch der Fokus meist auf Mehrwert im internen Unternehmensbereich, nämlich im Intranet oder Extranet, gelegt. Hier können beispielsweise Wissensdatenbanken mit Hilfe von Wikis aufgebaut werden, die von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern problemlos bedient werden können und damit immer aktuell sind. Wikis funktionieren ähnlich wie Redaktionssysteme, nur dass hier der Fokus weniger auf Gestaltung und Struktur, sondern mehr auf Geschwindigkeit ( wikiwiki : haiwaiianisches Wort für schnell ) setzen: Seiten können ohne HTML-Kenntnisse direkt online editiert werden. Die Zusammenarbeit im Arbeitsalltag gestaltet sich mehr und mehr digital: s machten hier erst den Anfang. Der Austausch von Informationen und der Zugriff auf Daten über Web-Anwendungen sei es browserbasierte Projektmanagementsoftware oder ein gemeinsamer Online-Kalender nimmt hier immer stärker zu. Web 3.0 Ein Ausblick: Die Google-Suche nach Web 3.0 ergibt inzwischen mehr als Einträge. Es bleibt also spannend im Web.

7 interactive tools Inhabergeführte Agentur mit hohem Qualitätsanspruch Als inhabergeführtes Unternehmen beschäftigt die Berliner Agentur interactive tools 25 Spezialistinnen und Spezialisten für die Entwicklung und Produktion von ganzheitlichen Online-Auftritten. Wir entwickeln digitale Anwendungen für Information, Kommunikation und Vermarktung. Als Full-Service-Agentur erarbeiten wir integrierte Kommunikationslösungen für Intranet, Extranet und Internet. Mit langfristig angelegten Strukturen sorgen wir für nachhaltig erfolgreiche Unternehmensauftritte in digitalen Medien. Kontakt interactive tools GmbH Agentur für digitale Medien Schönhauser Allee Berlin Fon Fax interactive-tools.de

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