Leistungs- und Vergütungsstrukturen in der Frühförderung - Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt -

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1 10. Forum der Frühförderung am 11. September in Potsdam Leistungs- und Vergütungsstrukturen in der Frühförderung - Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt - Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik Dr. Dietrich Engels Dr. Heike Engel Frank Pfeuffer Seite 1 Arbeitsbereiche und Forschungsprojekte des ISG 195 gegründet durch Prof. Otto Blume; zunächst an Universität Köln angebunden, seit den 80er Jahren privatwirtschaftlich Institutsleiter: Dr. Dietrich Engels, Dr. Michael Fertig, Dr. Werner Friedrich 4 Mitarbeiter/innen, davon 1 Frauen und 1 Männer Standorte: Köln und Berlin Arbeitsbereiche: (1) Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsforschung () Lebenslagenforschung (3) Internationale Sozialpolitik (4) Bürgerschaftliches Engagement Seite 1

2 Zielsetzung des Forschungsprojektes Umsetzung der Komplexleistung Frühförderung unterstützen Daten und Informationen zu den Leistungs- und Vergütungsstrukturen erheben Erfahrungen auswerten und austauschen Diskussionen und Verhandlungen versachlichen Seite 3 Welche Daten sollten erhoben werden? Bedarf (Art und Umfang) Leistungserbringer (Art) Leistungen (in interdisziplinären Einrichtungen) Komplexleistungen (Leistungen, Aufwendungen) Gesamtaufwendungen (Höhe) Krankenkassen Sozialhilfeträger Seite 4

3 Konzeption des Forschungsprojektes Drei Perspektiven Einrichtungen Kommunen Kind/Eltern Zwei Stufen Grundlagenstudie: Analyse der Frühförderlandschaft in Deutschland Methoden: Recherchen, Analysen, Befragungen Vertiefende Studie: ca. 3 Einrichtungen in 16 Kommunen Methoden: Befragungen, Gespräche, Analysen, Workshops Seite 5 Frühförderlandschaft in Deutschland 635 allgemeine Frühförderstellen, 18 Sozialpädiatrische Zentren BW BY BE BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH allgemeine Frühförderstellen Hauptstellen, 3 Nebenstellen darunter: 17 interdisziplinäre Früherkennungsteams kleine, rein heilpädagogische Frühförderangebote BW BY BE BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH Sozialpädiatrische Zentren klinikgebundene SPZ, 14 KJA/SPZ 8 Hauptstellen zzgl. 30 Außenstellen (angegliederte Frühförderstellen) Seite 6 3

4 Landesrahmenempfehlungen nach FrühV Datum des Inkrafttretens, Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorp. Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen , unterz. Nov Seite 7 Umsetzung der Komplexleistung Frühförderung Abschätzung des aktuellen Standes (Ende 007) Bayern (87%): ca. 11 IFF Nordrhein-Westfalen (13%): 14 IFF Sachsen (50%): ca. 0 IFF Meckl.-Vorpomm. (14%): ca. 4 IFF Insgesamt: ca. 150 IFF (rd. 4% der Frühförderstellen) Berlin: 19 SPZ Rheinland-Pfalz: 8 Zentren Insgesamt: 7 SPZ (rd. 1% der SPZ) Seite 8 4

5 Daten zur Ausgangslage Beteiligung Vertiefende Anzahl an Befragung Analyse Allgemeine Frühförderstellen 635 4% 5 Sozialpädiatrische Zentren 18 67% 5 Spezielle Frühförderstellen % Kinder Allgemeine Frühförderstellen Sozialpädiatrische Zentren Gesamt Versorgungsquote,1% Seite 9 interdisziplinär besetzte Frühförderstellen* 61% Interdisziplinär besetzte Frühförderstellen (Dezember 006) 39% rein heilpädagogisch besetzte Frühförderstellen Kriterien: mindestens 1,5 Vollzeitstellen mind. 3 fest angest. Mitarbeiter/innen interdisziplinär besetzt* davon (nachrichtlich): vollständig interdisziplinär teilweise interdisziplinär 1% 40% 61% (N=6) 95% 94% * fest angestellte Mitarbeiter/innen aus dem päd.-psych. und dem med.-therap. Bereich Seite 10 5

6 Kooperationsbeziehungen (Dezember 006) Therapeutische Praxen 1% 75% Niedergelassene Ärzt/innen 7% 90% SPZ 7% 87% Andere Frühförderstellen 5% 83% 0% 0% 40% 60% 80% mit Vertrag ohne Vertrag Seite 11 BW BY BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH 4% % 9% 9% 5% Kooperationen mit therapeutischen Praxen (Dezember 006) 43% 44% 66% 95% 57% 67% 91% 87% 89% 50% 50% 3% 3% 5% 19% 11% 4% 7% 5% 6% 0%% 0%% 40%% 60%% 80%% % Mit Vertrag Ohne Vertrag Keine N: Seite 1 6

7 Leistungen von anderen Stellen/ Therapeuten/innen Kindbezogene Analyse (Mai 007) Therapeutische Praxen 66% SPZ 3% Intergrationskindergarten Intergrationsbegleitung Therapeut/in in KiTa Erziehungsberatung Überregionale Frühförderstelle 1% 6% 3% % 1% Die anteiligen Werte berechnen sich aus insgesamt 497 Kindern Seite 13 Beteiligte Leistungsträger (Dezember 006) Beteiligte Leistungsträger (N=51, Mehrfachnennungen) örtlicher Sozialhilfeträger 9% Krankenkassen 41% örtlicher Jugendhilfeträger 10% üörtl. Sozialhilfeträger/ Landesmittel 16% Seite 14 7

8 Kostenteilung zwischen den Leistungsträgern (Dezember 006) alle Einrichtungen (auch wenn Krankenkassen nicht an Finanzierung beteiligt sind) (N=13) Leistungsträger nur Einrichtungen, bei denen Krankenkassen an der Finanzierung beteiligt sind (N=75) Leistungsträger örtlicher Sozialhilfeträger 78% örtlicher Sozialhilfeträger 63% Krankenkassen 10% Krankenkassen 30% örtlicher Jugendhilfeträger 1% 1% üörtl. Sozialhilfeträger/ Landesmittel 10% üörtl. Sozialhilfeträger/ Landesmittel 6% Seite 15 Definition / Abrechnung / Vergütung Leistungen: Additiv Integriert Abrechnung: örtlicher Jugendhilfeträger Einzelabrechnung Pauschale Abrechnung Kostenteilung: Getrennte Kostenteilung Pauschale Kostenteilung Seite 16 8

9 Diagnose der FFS und Anlass der Kontaktaufnahme Kindbezogene Analyse (Mai 007) Diagnose: Motorisch-sprachliche Verzögerung Allgemeine Entwicklungsverzögerung Sozial-emotionale Beeinträchtigung Kognitive Entwicklungsverzögerung 3% 3% 37% 64% Anlass: Probleme im Kindergarten Allgemeine Entwicklungsverzögerung Empfehlung vom Arzt Sprachliche Verzögerung 0% 17% 15% 15% Seite 17 BW BY BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH 8% Form der Leistungserbringung (Dezember 006) 46% 91% 85% 8% 50% 70% 71% 56% 87% 87% 78% 86% 9% 5% 70% % 54% 9% 15% 18% 48% % 30% 8% 1% 44% 13% 10% 3% 1% 1% 14% 8% 48% 0%% 0%% 40%% 60%% 80%% % mobil/ aufsuchend amblant anders N: Seite 18 9

10 Unterstützungsleistungen für das Kind ISG-Elternbefragung (Mai 007) Beratungsgespräche 86% 85% Elterngruppen Unterstützung bei Behördengängen Unterstützung bei Klinikbesuchen andere Unterstützung keine Unterstützung 1% 13% 10% 8% 8% 19% 8% 11% 6% FFS, N=1.030 SPZ, N=145 Seite 19 Schwierigkeiten ISG-Elternbefragung (Mai 007) (N = 1.16) Nein 63% und zwar: Wartezeiten 1% Verordnung d. Kinderarzt 13% Entfernung der Einrichtung 5% Ja 37% Finanzierung andere 4% 4% Seite 0 10

11 Empfehlungen 1. Definition Leistung, Struktur, Zielgruppe. Beratung, Unterstützung 3. Interdisziplinarität in der IFF, zwischen IFF und SPZ 4. Finanzierung Zuordnung zu Reha-Trägern, Kostenteilung Seite 1 11

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