Entwicklung des Weiterqualifizierungsprogramms des Viadrina Center for Graduate Studies (VCGS) für Nachwuchswissenschaftler/-innen an der Viadrina

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1 Entwicklung des Weiterqualifizierungsprogramms des Viadrina Center for Graduate Studies (VCGS) für Nachwuchswissenschaftler/-innen an der Viadrina 1. Entwicklung der Teilnehmerzahlen des VCGS-Weiterqualifizierungsprogramms Seit 213 haben sich die Teilnehmerzahlen für das VCGS-Weiterqualifizierungsprogramm mehr als verdoppelt; seit 211, d.h. seit Beginn der Erhebungen zum Weiterqualifizierungsprogramm, haben sie sich sogar mehr als vervierfacht. Zum einen stiegen die Teilnehmerzahlen pro Veranstaltung. Gleichzeitig hat sich auch die Zahl der Veranstaltungen entsprechend der aus den Evaluationsbögen des VCGS identifizierten Bedarfe erhöht. Während im 211/12 42 Personen an 9 Veranstaltungen teilnahmen, waren es im 214/ Personen an 13 Veranstaltungen. Diese Entwicklung zeigt, dass das Weiterqualifizierungsprogramm des VCGS immer stärker nachgefragt wird und ein steigender Bedarf an überfachlichen Qualifikationsangeboten unter den Nachwuchswissenschaftler/-innen der Viadrina besteht. Abb. 1: Entwicklung der Teilnehmerzahlen des VCGS-Weiterqualifizierungsprogramms Anzahl der Teilnehmer/-innen /12 Entwicklung der Teilnehmerzahlen SoSe /13 SoSe /14 SoSe /15

2 2. Teilnehmer/-innen nach Qualifikationsphasen Wie Abbildung 2 verdeutlicht, hat sich die Gruppe der Teilnehmer/-innen im Verlauf der vergangenen zwei Jahre diversifiziert. Während 212 v.a. Promovierende am Weiterqualifizierungsprogramm teilnahmen, ist seitdem auch die Gruppe der Masterstudierenden mit Promotionsinteresse im Verhältnis zur Gesamtteilnehmerschaft von 11,77 % auf 14,59% gestiegen. Der Ausreißer von 9,42% im SoSe 214 erklärt sich daraus, dass die Kurse hier vor allem Promovierenden und Postdocs offenstanden. Die Anmeldungen von Postdoktorand/-innen haben sich seit dem 212/13 von 5,88 % auf 15,14% nahezu verdreifacht. Das liegt daran, dass das Interesse dieser Zielgruppe am Kursprogramm gestiegen ist, gleichzeitig aber auch mehr Veranstaltungen angeboten wurden, die sich explizit an Postdoktorand/-innen richten. Damit folgt das VCGS der Zielvereinbarung mit dem MWFK, Postdoktoranden/-innen noch stärker in die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einzubeziehen. 1 Das derzeitige Verhältnis von ca. 6-7% Promovierenden und jeweils ca. 15% Postdocs und Masterstudierende mit Promotionsinteresse zeigt, dass das Angebot des VCGS von Nachwuchswissenschaftlern in allen Phasen ihres wissenschaftlichen Qualifizierungsprozesses angenommen wird. Abb. 2: Teilnehmer/-innen nach Qualifikationsphase Teilnehmer/-innen nach Qualifikationsphase 8 7,29 64,86 52,7 5 25,68 26,36 15,14 11,77 16,21 2,91 12,32 14,59 5,88 9,42 2,35 5,41 2,73 7,97 5,41 212/13 SoSe /14 SoSe /15 MA mit Promotionsinteresse Postdoc Doktorand/-in keine Angabe 1 Hintergrund der in Grafik aufgezeigten Entwicklung sind die jeweiligen, in den Zielvereinbarungen festgesetzten Vorgaben: Die Zielvereinbarungen bis 213 sahen neben Promovierenden explizit eine Förderung von Masterstudierenden mit Promotionsinteresse vor. Das VCGS hat diese Vorgaben entsprechend umgesetzt, wie die Zunahme der Anmeldungen dieser Zielgruppe zwischen WS 212/13 und WS 213/14 zeigt. Die derzeitigen Zielvereinbarungen sehen einen stärken Fokus auf Postdocs vor. Das VCGS folgt diesen Vorgaben, was sich in der Zunahme der Anmeldungen dieser Zielgruppe zwischen WS 213/14 und WS 214/15 widerspiegelt.

3 3. Teilnehmer/-innen nach Fakultäten Nachwuchswissenschaftler/-innen der Kulturwissenschaften machen mit ca. 61 bis 69% den größten Teil der Teilnehmenden aus, gefolgt von den Wirtschaftswissenschaftler/-innen mit 15 bis 22% sowie den Rechtswissenschaftler/-innen mit ca. 6 bis 18%. 2 Diese Zusammensetzung entspricht in etwa auch dem Anteil der Promovierenden in den Fakultäten. Abb. 3: Teilnehmer/-innen nach Fakultäten Teilnehmer/-innen nach Fakultäten ,57 69,9 63,51 64,49 62,7 61, ,82 21,62 15,45 15,94 18,38 11,43 17,65 9,46 9,9 11,59 14,59 2,35 5,41 6,36 7,97 4,32 SoSe /13 SoSe /14 SoSe /15 KuWi WiWi ReWi keine Angabe 4. Promovierende nach Fakultät Wie Abbildung 4 zeigt, verteilen sich die Promovierenden (557 ges.) auf die drei Fakultäten derzeit wie folgt: o Kulturwissenschaften (58,35% = 325), o Wirtschaftswissenschaften (19,75% = 11), o Rechtswissenschaften (21,9% = 122). Da Promovierende anders als Studierende nicht zur Immatrikulation verpflichtet sind, ist ihre Erfassung nicht systematisch möglich. Diese Herausforderung teilt die Viadrina mit der überwiegenden Mehrheit der Universitäten in Deutschland. Die Zahl der laufenden Promotionen erfasst das VCGS derzeit nur über seinen ständig aktualisierten Doktorandenverteiler. Das VCGS geht davon aus, dass sich das in Zukunft ändern wird: 2 Größere Schwankungen sind insbesondere aus den geringen Fallzahlen zu erklären sowie aus fehlenden Angaben in den Evaluationsbögen.

4 o Zum einen durch die Betreuungsvereinbarung, die seit April 214 laut Brandenburgischem Hochschulgesetz verpflichtend ist. o Zum anderen erarbeitet das VCGS derzeit ein Konzept zur Doktorandenerfassung, um der Viadrina detailliertere Kenntnisse über die Anzahl und Zusammensetzung seiner Promovierenden zu ermöglichen. Abb. 4: Promovierende nach Fakultät 9 Laufende Promotionen (VCGS-Verteiler Stand 6/215) KuWi ReWi WiWi 5. Inter/Nationalität der Teilnehmer/innen Die Zusammensetzung der Teilnehmer/-innen hält sich in etwa auf einem Verhältnis von zwei Dritteln deutscher zu einem Drittel internationaler Nachwuchswissenschaftler/innen (siehe Abb. 5). 3 Der Anteil internationaler Kursteilnehmer/-innen liegt damit deutlich über dem Anteil internationaler Doktoranden/-innen an der Gesamtdoktorandenschaft der Viadrina, der bei ca. 2% liegt. 4 Das heißt, dass internationale Nachwuchswissenschaftler/innen das Weiterqualifizierungsprogramm, einschließlich der deutschsprachigen Angebote, überdurchschnittlich stark in Anspruch nehmen. Die internationalen Teilnehmer/-innen kommen v.a. aus ost- und mitteleuropäischen Ländern wie Polen, der Ukraine, Russland, Bulgarien und Rumänien (siehe Abb. 6). 3 Große Schwankungen in der Graphik sind u.a. auf die geringen Fallzahlen zurückzuführen sowie darauf, dass im SoSe 213 über 17% der Kursteilnehmer/-innen keine Angaben zur Nationalität gemacht haben. 4 In den letzten fünf Jahren lag der Anteil von abgeschlossenen Promotionen bei internationalen Promovierenden im Durchschnitt bei 22,6% (siehe Forschungsberichte 213 und 214: 21: 22,7%, 211: 23,4%, 212: 18,9%, 213: 16,3%, 214: 32%).

5 Abb. 5: Inter/Nationalität der Teilnehmer/-innen Inter/Nationalität der Teilnehmer/-innen 68,24 69,9 73,91 66,49 51,35 31,76 31,8 29,9 31,35 17,57 21,74 1,82 4,35 2,16 212/13 SoSe /14 SoSe /15 Deutsche Teilnehmer/-innen Internationale Teilnehmer/-innen keine Angabe Abb. 6: Teilnehmer/-innen nach Nationalität Teilnehmer/-innen nach Nationalitäten (N=17) Anzahl der Anmeldungen Deutsch/Polnisch Polnisch Ukrainisch Russisch Weiß-Russisch Georgisch Serbisch Armenisch Rumänisch Bulgarisch Griechisch Französisch Spanisch Türkisch Niederländisch Belgisch Irisch Österreichisch Italienisch Brasilanisch US-Amerikanisch Ecudaorianisch Ägyptisch Litauisch Kasachstanisch Argentinisch Peruanisch Äthiopisch Persisch Iranisch Vietnamenisch 212/13 SoSe /14 SoSe /15 6. Sprachen im Rahmen des VCGS- Weiterqualifizierungsprogramms Die Beratung von Nachwuchswissenschaftler/-innen im Referat erfolgt nach individuellem Bedarf auf Deutsch, Englisch, Polnisch, Französisch und Italienisch. Das Kursangebot in anderen Sprachen richtet sich nach der Zusammensetzung der Promovierenden und Postdocs an der Viadrina und nach den Bedarfen, die bei Evaluationen erhoben werden. Aufgrund der strategischen und geografischen Ausrichtung der Viadrina kommt die Mehrheit der internationalen Nachwuchswissenschaftler/-innen aus den Ländern

6 Mittel- und Osteuropas. Diese machen ca. 6% der internationalen Promovierenden der Viadrina aus. 5 Für diese Nachwuchswissenschaftler/-innen ist Deutsch in der Regel die erste Fremdsprache. Das heißt zusammen mit der großen Gruppe der deutschen Nachwuchswissenschaftler/-innen (ca. 8% der EUV-Promovierenden) besteht die Hauptzielgruppe des Weiterqualifizierungsprogrammes aus Deutsch-Muttersprachlern und Personen, deren Deutschkenntnisse deutlich ausgeprägter sind als die in einer anderen Fremdsprache. Daher werden entsprechend den Bedarfen der Mehrheit der Zielgruppe 75% der Veranstaltungen auf Deutsch angeboten und 25% auf Englisch. Diesen Programmanteil wird das VCGS zunächst beibehalten und das englische Angebot weiter evaluieren. 5 Dieser Wert ist ein Schätzwert des VCGS und beruht auf den alltäglichen Beobachtungen und Interaktionen mit den Promovierenden. Wie bereits in Punkt 4 dargelegt, ist dieser Wert rechtlich derzeit nicht anders ermittelbar.

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