Ausgabe 1 JUNI Kongress für Warehouse Management, Logistiksoftware und Identifikationssysteme

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1 Ausgabe 1 JUNI 2002 Mehr Megahertz als Pferdestärken! Kongress für Warehouse Management, Logistiksoftware und Identifikationssysteme Ersatzteillogistik mit Zukunft Ein integriertes Konzept auf informationslogistischem Fundament

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3 Grußwort Prof. Dr. Michael ten Hompel, Institutsleiter des Fraunhofer-IML Edgar Allen Poe hat es auf den Punkt gebracht: Was das Publikum in einer Zeitung sucht, ist das anderswo nirgends beschaffbare. Dies gilt für das neue Magazin REAL Position in ganz besonderem Maße. Es schließt eine Kluft in der publizistischen Landschaft der logistischen Magazine, in dem es über die drei wichtigsten Dinge moderner Logistik berichtet: Software, Software, und nochmals Software! In den Jahren 2000 und 2001 waren nach einer Untersuchung der Denkfabrik 41% der Software-Investitionen in den Bereichen Internet und E-Commerce ein Flop. Vor diesem Hintergrund tut Information Not. Es wird Zeit, dass ein Magazin tiefgreifend über die technischen Hintergründe informiert. REAL Position hat sich als Magazin von (Logistksoftware-) Fachleuten für Fachleute eben dies auf die Fahnen geschrieben. Das die mutige Initiative ein neues Magazin zu gründen von Dortmund ausgeht, freut mich ganz besonders, ist jedoch auch kein Zufall. In Sachen Logistiksoftware ist Dortmund mit mehr als 850 I+K Unternehmen und über 750 Logistikfirmen sicher die Nummer eins in Deutschland. Der große Fachbereich Informatik, der Diplom-Studiengang Logistik, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, das Dortmund-Projekt und der E-Port bilden neben vielen anderen Initiativen die Grundlage für weiteres Wachstum in einem der wichtigsten Wirtschaftsbereiche der Region. Auch der Zeitpunkt für den Start von REAL Position hätte nicht besser gewählt werden können: warehouse logistics02, der erste Kongress für Logistiksoftware in den Westfalenhallen Dortmund. Es freut mich besonders, dass mit realposition über die Veranstaltung hinaus zukünftig regelmäßig über wesentliche Entwicklungen und Untersuchungen berichtet wird: die mywms-user-group und das loops.ag-netzwerk werden REAL Position als Medium regelmäßig nutzen und es werden bald weitere Kollegen hinzu stoßen, denen bis dato kein adäquates Printmedium zur Verfügung stand. Daher ist mir um die Zukunft von REAL Position nicht bange. In diesem Sinne wünsche ich dem Team von REAL Position und allen Lesern ein herzliches Glück auf! Ihr Prof. Dr. Michael ten Hompel REAL Position 1/2002 3

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6 Kongress für Warehouse Management, Logistiksoftware und Identifikationssysteme Titel: Mehr Megahertz als Pferdestärken, Seite 46 Kongress Special Alles über den Kongress, ab Seite 28 Ein Logistikkonzept mit Zukunft, Seite 46 mywms News, Seite 24 INHALT Titel 46 Mehr Megahertz als Pferdestärken Intelligentes Warehousemanagement in der Logistikkette durch das Zusammenwirken des LOGISTIKBROKERS von Cylox mit modernen Staplern Magazin 44 Das Logistikzentrum als integriertes Konzept SSI Schäfer-Nöll realisiert das VW Lager in Mexico Kongress Special 28 Alles über den Kongress in den Dortmunder Westfalenhallen Messeplan Ausstellerkatalog komposition 18 Das World Logistic Center der Heidelberger Druckmaschinen AG Ein integriertes Konzept auf informationslogistischem Fundament Rubriken 8 About REAL Position 10 community news aus der szene 16 opposition Fragen Meinungen Forum 22 mywms News 50 Impressum finalposition Anmerkungen des Herausgebers nextposition Vorschau 6 REAL Position 1/2002

7 WIE LANGE SOLL SIE AUF IHR HANDY WARTEN? THE POWER OF DELIVERY. Die Ansprüche Ihrer Kunden wachsen ständig. Die termingerechte Verfügbarkeit von Waren entscheidet über Ihren unternehmerischen Erfolg. Mit Komplettlösungen in der Lagerlogistik und der Distribution garantiert viastore systems Ihnen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil. viastore systems GmbH, Magirusstraße 13, D Stuttgart, Tel , Fax ,

8 ABOUT Zielgruppe Führungskräfte und Fachleute aus dem Logistik Management, der Materialwirtschaft incl. der Logistikdienstleister. Geschäftsführer und Mitarbeiter aus der Planung von Logistiksystemen und der Softwareentwicklung. Entscheider bei Herstellern und Lieferanten für Lager-und Förder- und Transporttechnik. Das Magazin wird in der Zielgruppe nur an potentielle Kunden per Direkt-Mail versendet (controlled circulation). Durch unsere Beratungstätigkeit und gemeinsame Veranstaltungen mit dem IML verfügen wir über mehrere AA-Adressen. Kongressausgabe Rechtzeitig zum ersten warehouse logistics 02 Kongress in Dortmund erscheint am 11. Juni die Kongressausgabe der REAL Position mit ausgewählte Beiträgen und News aus der Branche, ergänzt durch den Ausstellerkatalog. Die Previewausgabe ist eine im Umfang (48+4) und Auflage (2.500) reduzierte Ausgabe. Ein Vorgeschmack auf die REAL Position ab Herbst Der Vergleich der Umsatzverteilung zeigt, dass in Deutschland und den Niederlanden 70% des europäischen Umsatzes der LVS-Anbieter erwirtschaftet werden; die EU für die LVS-Anbieter weltweit die größte Bedeutung hat. Dennoch gab es kein deutschsprachiges Magazin! Quelle: Ergebnisse der internationalen Marktstudie Warehouse Management Systems durch das Fraunhoferinstitut für Materialfluss und Logistik (www.warehouse-logistics.de). Wir wollen die neue REAL Position nun gemeinsam mit einem guten Fachverlag umsetzen. 8 REAL Position 1/2002

9 Logistiksystem ist nicht gleich Logistiksystem - zu unterschiedlich sind die Anforderungen einzelner Unternehmen oder einzelner Branchen. Die REAL Position bietet Entscheidungshilfen für alle Facetten logistikorientierter Softwarelösungen. Das Magazin bietet der Logistiksoftware-Community die Plattform. Entscheidend für den Erfolg war und ist der Dialog mit den Kunden. Softwareprojekte mangeln nicht an Motivation, sondern an Kommunikation. Gerade im Hinblick auf mittelständisch strukturierte Kunden kommt es darauf an, Hilfen bei der Entscheidungsfindung zu bieten: praxisgerecht, verständlich und schnell. Der Hilfeaspekt ist ein wichtiger Baustein im Konzept der REAL Position. Mit Realitätssinn und passender Logistiksoftware zum Profit: Rubriken opposition (Fragen Meinungen Forum) komposition (integrierte Lösungen) about Position (Editorial) myposition (Kommentar) Impressum nextposition (Vorschau) Terminkalender seach and find (Inserentenverzeichnis) News aus der Community Logistiksoftware für die Unternehmensrealität ist der Leitsatz an der sich die Berichterstattung der kompetenten und unabhängigen Redaktion orientiert. REAL Position Stil Themen Die Redaktion REAL Position ist das inhaltlich gute Fachmagazin der Community mit Verbindung zu Verbänden, Forschung und Institutionen. Im Erscheinungsbild ist sie Spiegel der schnellebigen Softwarebranche. Das beste zweier Welten vereinigt: kontinentaler Content mit Niveau gut verständlich aufbereitet. Natürlich ist unser (im Aufbau befindlicher) Auftritt im Internet Position.de als Service für die Community vollständig verfügbar. Print und Online- Medium sind für uns eins. So arbeitet die Redaktion bereits jetzt komplett über das Web mit den Autoren, DTP, Druckerei, Anzeigenkunden zusammen. Unsere Erfahrung mit der ident ist durchweg positiv. webvision Logistiksoftware mywms Referenzsystem des IML Lagerverwaltungssysteme und Lageroptimierung integrierte Logistiklösungen warehouse logistics Studie Java & SAP im Warehousing Tourplanung und GIS Datenmanagement und -strukturen Logistics Operation Systrem (loops.ag) to be continued... wird der Wegweiser für und zur Community. Das Erstellen einer Webseite ist wie der Bau eines Hauses. Die gute Stube ist die REAL Position. Wie das reale Magazin im Virtuellen auf stabilen Fundamenten präsentiert wird, erarbeiten wir jetzt. Die Webpräsenz wird die Landschaft der Logistiksoftware in Deutschland kartografieren. Doch es gibt nicht eine allgemeingültige Karte sondern viele verschiedene Darstellungen für verschiedene Zwecke. Was ist Ihre Perspektive? Welche Aspekte sind Ihnen wichtig? Im Sommer 2002 werden wir die erste Version ins Web stellen. REAL Position wird von den Mitarbeiten der COGNID Consulting redaktionell bereut, die in Beratungsprojekten der Logistik und Softwareentwicklung beim Kunden tätig sind. COGNID Consulting versteht sich als Logistikberater, der dem Datenaspekt hinter allen Prozessen besonderes Gewicht einräumt. Die Mitarbeiter sind excellente Kommunikatoren, die komplizierte Sachverhalte für den Kunden verständlich darstellen können. Aus Ihrer täglichen Beratungspraxis heraus, wird die REAL Position von allen Redakteuren aus der Sicht der Anwender redaktionell betreut. finalposition Schlusswort des Chefredakteurs auf Seite 50 REAL Position 1/2002 9

10 community Die MAY Logistik GmbH & Co. KG betreibt in Erftstadt die komplette Lager- und Speditionslogistik für die angrenzenden Firmen Soft Drink International (SDI) und Hochwald Nahrungsmittelwerke. Mit der langjährigen Erfahrung und Kompetenz der Firmen LEY GmbH, Seven Technology GmbH und transflow GmbH, alles Unternehmen der transflow- Gruppe, konnte bei MAY Logistik eine Lager- und Speditionslösung mit Datenfunkanbindung geschaffen werden, die dem Unternehmen durch eine nahtlose Verknüpfung und Kommunikation der Prozessabläufe ein Höchstmaß an Transparenz und den effizienten Einsatz von Ressourcen bietet. Die Gabelstapler wurden mit insgesamt 17 Funk-Staplerterminals und Handscannern von Intermec ausgerüstet. Sämtliche Warenbewegungen werden über Transflow LBase gesteuert. Die Lager- und Speditions-Lösung LBase fungiert hierbei als Schnittstelle von MAY Logistik zu den Warenwirtschaftssystemen von SDI news aus der szene Logistics-Performance at work (SAP/R3) und Hochwald (Charisma). Sämtliche bestandsrelevanten oder bestandsveränderten Warenbewegungen werden über LBase erfasst, gesteuert und zeitnah an das jeweilige Warenwirtschaftssystem von SDI und Hochwald zurückgemeldet. Durch die Einführung dieses Systems bei MAY Logistik gestalten sich notwendige Warenumlagerungen zeitnah und einfach. Die komplette Software wird im ASP-Modell betrieben und in einem großen Rechenzentrum gehostet. Hierzu wurde eine 2Mbit VPN-Verbindung zwischen dem Standort Erftstadt und dem Rechenzentrum von der Telekom eingerichtet. Sämtliche anderen Lagerstandorte wurden per Standleitung oder ISDN- Einwahlverfahren mit Erftstadt verbunden. Die Lösung ist flexibel und die fehlerfreie Verladung von Chargen und Touren. Auch für SDI und Hochwald ergeben sich durch die absolut zeitnahe Datenübermittlung wichtige Vorteile, da sie jederzeit in der Lage sind, die genau verfügbaren Bestände auf Versandstellenebene einzusehen. Neues Software-Tool von Swisslog für mehr Wirtschaftlichkeit im Prozessmanagement Swisslog, eine führende Anbieterin von Supply Chain- Lösungen, hat ihre Software WAY Supply Chain Simulation um ein Zusatzmodul erweitert. Die Version 7.4 enthält den WAY Agent als ein lernendes System, das menschliches Prozesswissen nachbildet und automatisch Lösungsszenarien entwickelt. Die Anwendung entlastet den User von wiederkehrenden Tätigkeiten und schafft Freiräume, die sich für andere wichtige Aufgaben zur Prozess- und Kostenoptimierung nutzen lassen. Erste Erfahrungen zeigen, dass der Supply Chain Manager durch den Einsatz des WAY Agents bis zu 20% der wiederkehrenden Arbeiten einspart. Die durch den WAY Agent geschaffenen freien Kapazitäten ermöglichen unseren Kunden, sich verstärkt auf andere kostenreduzierende Aufgaben sowie strategische Planungs- und Optimierungsmassnahmen zu konzentrieren, beschreibt Martin Hofer, Vorstand der Swisslog Supply Chain Consulting Division, den praktischen Nutzen dieser Software-Erweiterung. In nur wenigen Tagen können wir bei unseren bestehenden Kunden diese kostensparende Arbeitsweise einrichten, bei Neukunden erfolgt die Implementierung im Rahmen eines Realisierungsprojektes, führt Hofer weiter aus. Deutscher Markt im Visier Zuständig für Manhattan Associates Deutschland: Andreas Lenkeit 10 Manhattan Associates, führender Spezialist für Supply-Chain-Execution (SCE) aus den USA, startet in diesem Jahr sein operatives Geschäft in Deutschland. Zur Zeit schafft Andreas Lenkeit, verantwortlich für Geschäftsentwicklung, die Grundlagen für die Erschließung des deutschsprachigen Marktes, zu dem auch Österreich und die Schweiz gehören. In Deutschland realisierte M. A. für international agierende Kunden bereits erste Anwendungen. M. A. hat bereits vor Jahren erkannt, dass das klassische Supply-Chain-Management nicht mehr den Anforderungen moderner Produktions- und Handelsströme gerecht werden kann, sagt Lenkeit. M. A. hat daher Anwendungen entwickelt, welche die operative Ausführung, den Informationsfluss und die Zusammenarbeit in der Supply-Chain verbessern und umfassend integrieren. Im Rahmen der SCE-Lösungen unterscheidet M. A. fünf Bereiche, in denen es seine Produkte anbietet: Warehousing, Transport, Analyse und Optimierung von Prozessen und Daten, Integration sowie prozessunterstützende Dienstleistungen. Im Bereich der Optimierung und tiefgreifenden Analyse von logistischen Prozessen bietet M. A. vielseitige Tools zur Planung des Personaleinsatzes und der Betriebsabläufe an. Zur Koordinierung von Transporten aller Art dient Logistics Pro TMS. Für den Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt sich Andreas Lenkeit optimistisch: Mit weltweit 800 Kunden und Anwendungen in über Logistikzentren verfügen wir über umfassende Erfahrungen in der Realisierung von Projekten, die kaum einer unserer direkten Mitbewerber aufweisen kann. Unser Etat für Forschung und Entwicklung - dieses Jahr mit fast 22 Millionen US-Dollar der größte in der Branche - und unsere finanzielle Stärke stellen sicher, dass unsere Kunden in zukunftsorientierte Technologie investieren. REAL Position 1/2002

11 Neues Distributionscenter von Fresenius Medical Care mit intelligenter Lagerverwaltung Die Fresenius Medical Care AG (FMC) ist einer der weltweit führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Patienten mit chronischem Nierenversagen. Der Bereich FMC Export, verantwortlich für den Export nach Europa, Afrika, mittlerer Osten und Südamerika, ist im Mai 2002 in das neue Distributionszentrum in Gernsheim eingezogen, das die Kapazitätsgrenze für den Export-bereich erweitern soll. Als Projektpartner wurden die Firmen Kühne & Nagel International (AG & Co.) KG. als Logistikdienstleister und die Fresenius Netcare GmbH für die IT Dienstleistungen und Infrastruktur ausgewählt. Die Verwaltung der komplexen Lagerprozesse erledigt das Lagerverwaltungssystem ELVICUS (entwickelt von Fresenius Netcare und Brandt & Partner), das auf SAP R/3 basiert. Im neuen Distri-butionszentrum kommt die Erweiterung ELVICUS-MES für die beleglose Stapler- und Kommissioniersteuerung zum Einsatz. Alle Informationen werden per RFC (Remote Function Call) realtime zwischen den Systemen ausgetauscht. Das Hosting wird von dem IT- Dienstleister in dem eigenen Rechen-zentrum in Bad Homburg übernommen. Die Waren werden aus den verschiedensten Produktionsstätten aus Deutschland und Europa angeliefert. Die Paletten werden über das Staplerleitsystem an ELVICUS gemeldet, dort wird die Ware vereinnahmt und an das überlagerte R/3 gemeldet. Anschließend be-kommt der Staplerfahrer einen Transportauftrag. Für die Kundenauftragsabwicklung werden die Lieferungen von R/3 SD an ELVICUS übertragen. Durch permanente Scannung der Paletten- ID, der Lagerplätze, Verladetore usw. über den ganzen Prozess hinweg werden dabei Falschverladungen und Fehler auf ein absolutes Minimum reduziert. Auf Grund der hohen Professionalität aller beteiligten Unternehmen, war es möglich, bereits nach einer 5-tägigen Inbetriebnahmephase den Produktivbetrieb aufzunehmen. Nach weiteren 5 Tagen wurde die angestrebte Leistung für Einlagerungen zu 100% erreicht. Als nächster Schritt ist die elektronische Avisierung der Lieferungen an verbundene Tochtergesellschaften geplant, womit eine Prozessbeschleunigung der Wareneingangsabwicklung in den Ziellager erreicht wird. Deutsche Post World Net investiert in modernste Technologie Weltweite Logistik erfordert globale IT- Kompetenz, denn im internationalen Handel müssen Waren- und Informationsströme gleichermaßen funktionieren. Als internationaler Logistikkonzern setzt die Deutsche Post World Net auf innovative Technologien. Mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2002 investiert der Konzern in modernste IT-Infrastruktur und das Zusammenwachsen seiner IT-Netze. Der neue CIO (Chief Information Officer) des Konzerns, Manfred Schuster, verantwortet als Zentralbereichsleiter die IT-Strategie von Deutsche Post World Net: Die Deutsche Post World Net verfügt über leistungsstarke Salomon Automation beteiligt sich an maxess systemhaus Der renommierte Logistiksystem-Spezialist, Salomon Automation, mit Hauptsitz in Friesach bei Graz, hat sich an der maxess systemhaus gmbh, Kaiserslautern, bisher 100%ige Tochtergesellschaft der WASGAU Produktions & Handels AG, Pirmasens, beteiligt. Die beiden Geschäftsführer Florian Bernauer und Franz Salomon haben sich zum Ziel gesetzt, mit der leistungsstarken Partnerschaft europaweit zum ersten Ansprechpartner für Logistiklösungen im Handel zu werden. "Das gemeinsame Produktportfolio von Salomon Automation und maxess deckt ohne Einschränkung alle Anforderungen des Warenflusses im Handel lückenlos und effizient ab. Konkret wird das erprobte maxess und unsere IT-Strukturen in über 220 Ländern weltweit. Unser Netzwerk der IT wird zu einer gemeinsamen globalen Plattform zusammenwachsen. Mit der neuen IT-Tochter, Deutsche Post ITSolutions, bietet der Konzern seit Anfang des Jahres maßgeschneiderte IT-Services - von der Beratung und Konzeption über die Entwicklung bis zur Implementierung der Anwendungen. Die zunächst als Dienstleister für konzerninterne Lösungen gestartete IT- Tochter ist inzwischen bereits auch am externen Markt aktiv. Wir verfügen über das nötige Know-how und die Infrastruktur, uns als IT-Dienstleister Nummer Eins für Logistikservices zu positionieren. Die CeBIT 2002 bedeutet für unseren Einstieg in den externen Markt einen wichtigen Schritt nach vorne, so Manfred Schuster. erfolgreiche WAMAS Logistiksoftware künftig als Gesamtlösung angeboten. Mit diesem Hintergrund haben wir einen kompetenten Partner gefunden, der uns unserem Ziel, den deutschen Handel gesamthaft mit erprobten Lösungen zu bedienen, einen entscheidenden Schritt näher bringt", erläutert Franz Salomon, Geschäftsführer des gleichnamigen Logistik-Softwarehauses in Friesach bei Graz, die zukunftsweisende Partnerschaft. Neben Salomon Automation ist weiterhin die WASGAU Produktions & Handels AG, Pirmasens, mit 40 % an der maxess systemhaus gmbh beteiligt. Die weiteren 10 % wird das Management der maxess halten. Neben Franz Salomon wird Florian Bernauer die Geschäftsführung inne haben. Franz Salomon (l.), Florian Bernauer (r.) REAL Position 1/

12 community Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ist neuer Partner von CaLogistics Ca Logistics und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund, arbeiten ab sofort eng zusammen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag sieht vor, dass sich das Fraunhofer- IML neben der Beratung auch aktiv an der Entwicklung und Bereitstellung innovativer Lösungen aus den Bereichen E-Procurement-, E-Sales- und E-Logistics beteiligt. Zielkunden dieser Lösungen sind Unternehmen, die ihre Materialflüsse, ihre Warenbeschaffung sowie ihre Transportlogistik vereinheitlichen und optimieren wollen. Prof. Dr. Michael ten Hompel, Institutsleiter des Fraunhofer-IML erläutert die Grundlage der Zusammenarbeit: Unser Ansatz, Logistik als ganzheitliche Lehre von der Planung und Steuerung von Material-, Geld- und Informationsflüssen zu sehen, passt nicht nur theoretisch optimal zu den Geschäftszielen der CaLogistics, sondern unsere Lösungen lassen sich auch ideal mit den vorhandenen Anwendungen der CaContent und der ABX LOGI- STICS (Deutschland) verknüpfen. Gemeinsam, so ten Hompel, entstehe damit ein Fourth-Party-Logistics-Provider, der Ressourcen, Fähigkeiten und Technologien aus Siemens verkauft das in der Demag Mobile Cranes GmbH & Co. KG geführte Mobilkrangeschäft mit einem Umsatz von rund 400 Mio. EUR (2001), an die US-amerikanische Firma Terex Corporation mit Sitz in Westport, Connecticut. Terex übernimmt damit drei Produktionsstätten, zwei in Zweibrücken und eine in Pecs, Ungarn. Ein entsprechender Vertrag wurde am 17. Mai 2002 von beiden Seiten unterzeichnet. Die Transaktion wird nach Abschluss der kartellrechtlichen Verfahren wahrscheinlich im 3. Quartal vollzogen sein. Die Geschäftseinheiten Demag Mobile news aus der szene den kooperierenden Unternehmen bündelt und sie in Form von Beratung und E-Logistics- Lösungen an Unternehmen zurückgebe. Die 2001 gestartete CaLogistics ist ein Joint Venture der ABX (Deutschland) GmbH und der CaContent GmbH verstärkt durch Beratungsleistungen des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik. CaLogistics versteht sich als Fourth-Party-Logistics- Provider, der Ressourcen, Fähigkeiten und Technologien aus den kooperierenden Unternehmen bündelt und sie in Form von Beratung und E-Logistics-Lösungen an Unternehmen zurückgibt. Konkret hilft CaLogistics bei der Optimierung von Materialflüssen, sorgt für die Implementierung von E-Procurement-, E- Sales- und E-Logistics-Lösungen und unterstützt durch Prozessoptimierung im Bereich Lager- und Transportlogistik. Aufgrund der geballten Kompetenz aus den Bereichen Wissenschaft, Beratung, IT-Entwicklung und Logistik sowie im Hinblick auf die Einsparpotenziale in den Wertschöpfungspro-zessen im zweistelligen Prozentbereich erwartet CaLogistics hohe Zuwachsraten in dem anvisierten Geschäftssegment. Siemens verkauft Mobilkrangeschäft an Terex Cranes, Gottwald und Demag Cranes & Components waren nach der Atecs-Akquisition durch die Siemens AG als Teil der Mannesmann Dematic unter ihren Marken in eigener Rechtsform aufgestellt worden. Die Siemens Dematic AG, die aus dem ehemaligen Bereich Produktion und Logistik der Siemens AG und den Logistikaktivitäten von Mannesmann Dematic AG hervorgegangen ist, sieht ihre unternehmerischen Schwerpunkte in den Bereichen Logistikautomatisierung, Postautomatisierung und elektronische Bestücksysteme. SSI Schäfer PEEM auf Expansionskurs Nur knapp ein halbes Jahr nach der Übernahme durch die weltweit tätige SSI Schäfer - Gruppe befindet sich das Grazer Logistikunternehmen SSI Schäfer PEEM auf Erfolgskurs. Für dieses Jahr erwarten wir einen Umsatz von ca. 50 Mio. EURO, damit liegen wir rund 30 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres, zeigt sich Geschäftsführer Dr. Hans Hueter zufrieden. Seit Oktober wurden 90 neue Mitarbeiter aufgenommen, weitere qualifizierte Kräfte werden in den nächsten Monaten folgen. Das weltweite SSI Schäfer-Netzwerk ist deshalb für das Grazer Unternehmen so wichtig, weil der Exportanteil von SSI Schäfer PEEM bei 98 Prozent liegt. SSI Schäfer verfügt auf der ganzen Welt über mehr als 50 Standorte mit über 8000 Mitarbeitern. Auch für die SSI Schäfer-Gruppe bietet das Grazer Unternehmen enormes Potential. PEEM ist das Kompetenz- und Entwicklungszentrum für hochdynamische Lager- und Kommissioniersysteme in der SSI Schäfer-Gruppe. Die intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Unternehmens zeigt sich in Produktneuheiten, die in hohem Maße die Wirtschaftlichkeit von Lager-, Förderund Kommissioniersystemen verbessern. Als gegenwärtig stärkste Märkte von SSI Schäfer PEEM bezeichnet Dr. Hueter Deutschland, USA, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Wir erkennen, dass der Markt stärker denn je logistische Gesamtlösungen nachfragt. Nach Einschätzung des Grazer Logistikexperten gewinnen externe Lagersysteme für Unternehmen aller Branchen immer mehr an Bedeutung: Gerade aufgrund der wachsenden Bedeutung des E-Commerce-Bereichs ergeben sich für dynamische Lagerverwaltungsund Kommissioniersysteme deutliche Wachstumspotentiale. 12 REAL Position 1/2002

13 Innovative Konzepte für Logistiksysteme viastore systems macht es möglich: einfach liefern können. Der Betreiber eines automatischen Lagers oder Distributionszentrums möchte nur eines: Liefern können. Damit er sich hierauf konzentrieren kann, hat viastore systems ein Servicekonzept entwickelt, das alle Aufgaben übernimmt, die mit dem Betrieb eines automatischen Lagersystems einhergehen: vom laufenden Betrieb über Service, Hotline, Troubleshooting, Training, Optimierung bis zu Updates und Reengineering. viastore systems entwickelte ein "Lifetime Partner-ship" genanntes Konzept, das bei der Planung des Lagers beginnt, Realisierung und kontinuierliches Monitoring sowie Wartung umfasst und bis zum periodischen Upgrade der Anlage reicht. Basis des Service-Konzepts bilden die intelligenten Bauteile, die in die Lagertechnik integriert sind. Die Sensorik gibt keine Ja-/Nein- Infos aus, sondern konkrete Messwerte. Der Dialog zwischen Hotline und Anlage erfolgt über eine grafische Benutzeroberfläche. Hierüber erhält der Betreiber oder Instandhalter umfassenden Einblick in die Anlage - bis zur untersten Steuerungsebene. Gleichzeitig kann er sich Wartungs-, Bewegungs- oder Störungsstatistiken anzeigen lassen. Im Falle einer Störung wendet sich der Anlagenbetreiber an das Callcenter von viastore systems. Durch den direkten Zugriff auf die Kundenanlage, beispielsweise via ISDN, kann dieser "First Level Support" eine Störung schnell lokalisieren. Bei Bedarf wird die Fehlermeldung an den "Second Level Support" weitergeleitet, wo Spezialisten für IT, Steuerung, Technik und Ersatzteile rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Kaufen und Verkaufen mit einem System D ie CaContent GmbH, einer der führenden Anbieter von elektronischen Lösungen zur Beschaffung und für den Vertrieb von Katalogartikeln, geht einen neuen Weg im E-Commerce: Mit CaCommunity werden erstmals die Systemkomponenten eines Online-Shops mit denen einer E-Procurement-Lösung verknüpft. Denn CaCommunity integriert Funktionen für die Katalogerstellung und - verwaltung. So können Online- Produktkataloge im BMEcat-Format angelegt, individuell an Rahmenverträge und Sortimente angepasst und schließlich in einem Online-Shop präsentiert werden. Auf Kundenseite ist der Online-Shop mit einer entsprechenden E-Procurement- Anwendung verknüpft. Sie enthält nicht nur eine integrierte Budgetkontrolle, sondern liefert dem Kunden auch einen detaillierten elektronischen Überblick über Bestellmengen sowie monatliche Sammelrechnungen.Eine Artikel-konfiguration sowie die Integration der Anwendung in ERP-Systeme sind zudem möglich. Mit CaCommunity wendet sich CaContent vor allem an Lieferanten und produzierende Unternehmen, die darüber eine langfristige Kundenbindung erzielen wollen. Ähnlich eines Mobilfunk-Vertrags, bei dem ein Nutzer sich an einen Anbieter bindet und dafür ein subventioniertes oder kostenloses Handy erhält, wird dem Kunden mit Ca-Community ein ausgereiftes E-Pro-curement-System zur Verfügung gestellt. Ohne eigene Investition in Software stehen dem Nutzer damit alle Vorteile des elektronischen Beschaffens zur Verfügung. Kostengünstig und schnell. viastore systems Service-Konzept Das Service-Konzept basiert auf integrierten, intelligenten Bauteilen. Aufgrund der konkreten Messwerte der Sensorik und des Dialogs zwischen Hotline und Anlage erhält der Betreiber oder Instandhalter umfassenden Ein-blick in die Anlage. REAL Position 1/

14 Triaton setzt auf weltweite Expansion Innerhalb von 15 Monaten hat sich die Triaton GmbH in Krefeld zu einem der größten Systemhäuser in Deutschland entwickelt. Das Unternehmen erwirtschaftete in seinem ersten Geschäftsjahr 360 Millionen Euro und arbeitet nach eigener Aussage profitabel. Für einen Vertrauensvorschuss sorgte die Zugehörigkeit zu einem Großkonzern. ThyssenKrupp ist ein Name, der Wirkung zeigt: Man denkt an Stahl, an Stärke und an Beständigkeit. Eigenschaften, die heutzutage wieder hoch im Kurs stehen. Vor allem in einer Branche, die schon mal bessere Zeiten erlebt hat. Es ist ein gutes Gefühl, eine solche Mutter im Rücken zu haben, sagt auch Peter Chylla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Triaton GmbH und Vorstandsmitglied der ThyssenKrupp Serv AG. Im Grunde genommen, ist die Aussage aber nur eine Höflichkeitsgeste, denn die kleine Krefelder Tochter kommt inzwischen prima ohne Rückendeckung des Mutterhauses zurecht. Der ThyssenKrupp-Bereich Information Services, zu dem auch die Triaton gehört, erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr (30.09.) knapp 500 Millionen Euro Umsatz Millionen steuerte Triaton bei. Von den Mitarbeiter, die weltweit für Information Services tätig sind, beschäftigt die Tochter etwa Bei den Dienstleistungen, die die Firma anbietet, handelt es sich um Rechenzentrumsdienstleistungen, um den Aufbau und Betrieb von Netzwerken, um die Einführung und Pflege neuer Software oder um Vor- Ort-Dienste an Computern, EDV-Netzen und Telefon-anlagen. Das Angebot reicht vom selektiven Outsourcing bis hin zur Übernahme von kompletten Geschäftsprozessen. Tischkultur per Online-Shopping - Villeroy & Boch setzt auf Profi Online Store von ORBIS Villeroy & Boch, das europäische Familienunternehmen mit Weltgeltung mit den vier Unternehmensbereichen Fliesen, Bad und Küche, Tischkultur und seit 1999 Kunststoff/Wellness, wickelt Online- Bestellungen für den Geschäftsbereich Tischkultur zukünftig über den Profi Online Store von ORBIS ab. Fachhändler sind in der Lage, Porzellanwaren, Gläser, Besteck oder Tischwäsche 24 Stunden täglich über das Internet zu beziehen. Umfassende Bestell-Optionen und das automatische Annehmen und Verarbeiten der Aufträge reduzieren dabei Kosten für beide Geschäftspartner. Mit der bei Villeroy & Boch auf mysap Retail aufgesetzten Lösung lassen sich Verkaufsprozesse wesentlich effizienter gestalten. Gleichzeitig lässt der Profi Online Store Kunden bei der Internet-Bestellung einen großen Handlungsspielraum. In der Bereitstellung von Informationen macht Villeroy & Boch einen Quantensprung: dem Fachkunden wird durch den Online Store eine sofortige Response über die Verfügbarkeit seiner Ware gegeben, bestätigt Robert Collmann, Leiter Handelsund Außendienstsysteme in der Zentrale Informatik, der das Projekt von IT-Seite verantwortete. Für die Implementierung des Online- Portals suchte Villeroy & Boch einen Partner, der keine Shop-Lösung von der Stange bereitstellt, sondern auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens eingeht. ORBIS bietet Add On-Lösungen für mysap.com an und besitzt spezielle Kompetenz bei der Implementierung von Lösungen für die Konsumgüter-Branche. Dies bildete die Basis für das Projekt, in dem ein echter Know-how- Transfer zwischen Villeroy & Boch und ORBIS stattgefunden hat. EAN.UCC veröffentlichen globalen CPFR XML-Standard [05/2002] EAN International und Uniform Code Council (UCC) haben die Version 1.0 ihres globalen XML-Standards für CPFR veröffentlicht. Das von der amerikanischen Voluntary Interindustry Commerce Standards Association (VICS) entwickelte Geschäftsmodell CPFR (Collaborative Planning Forecasting and Replenishment) definiert einen insgesamt 9-stufigen Prozess zur Optimierung der Supply Chain. Die in der vorliegenden Dokumentation beschriebenen Prozesse gelten als Best-Practice-Empfehlungen, die insbesondere von den in der Global Commerce Initiative (GCI) vertretenen Unternehmen unterstützt werden. Ziel von CPFR ist, durch offenen Datenaustausch und die gemeinsame Planung von Herstellern, Spediteuren und Händlern auf Basis der tatsächlichen Abverkaufszahlen Rationalisierungspotenziale entlang der gesamten Lieferkette zu realisieren. Kernstück des CPFR-Ansatzes ist eine Willenserklärung der Geschäftspartner, die Planungs,- Prognose- und Nachbevorratungsprozesse gemeinsam zu steuern. CPFR baut auf den Grundprinzipien des ECR-Konzeptes auf, so dass die im ECR- Konzept entwickelten Lösungsansätze nicht obsolet werden, sondern weiterhin von Bedeutung sind. So sind insbesondere die Enabling Technologies (ILN, EAN, NVE und EANCOM) die Grundlage für die Umsetzung des CPFR-Geschäftsmodells. Vor allem jene Unternehmen, die in ihren bestehenden Geschäftsbeziehungen schon heute Planungs-, Bestands- und Point-of-Sale-Daten auf Basis von EAN- COM austauschen, können diese im Rahmen des CPFR-Modells weiterhin nutzen. Dieser EDI-Datenaustausch kann durch transaktionsbezogene, CPFR-spezifische Nachrichten ergänzt werden, um das volle Rationalisierungspotenzial einzulösen. 14 REAL Position 1/2002

15 community news aus der szene Eurocargo: Tourenplanung mit ilas Speditionssoftware loops mit Expression of Interest bei EU eingereicht Das Fraunhoferinstitut für Materialfluß und Logistik hat zusammen mit den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft (AG) ein Expression of Interest (EoI) für das 6. Forschungsrahmenprogramms der EU in Brüssel eingereicht. Ziel der AG ist eine Integrationsplattform für Logistiksoftware auf europäischer Ebene zu entwickeln. loops.ag: Zielsetzung Ziel der loops.ag ist die Integrationsplattform für Logistiksoftware. Diese Integrationsplattform heißt logistics operation system (loops) und wird Grundlagendienste zur Planung, Steuerung und Überwachung informationstechnisch abgebildeter Logistikprozesse zur Verfügung stellen. Diese Dienste dienen als Rahmenwerk, um auf logistische Ressourcen (z.b. Förder-mittel, Bestände, Personal) zuzugreifen. Das Modellieren logistischer Ressourcen erfolgt mit Hilfe von Datenstrukturen, die von loops bereitgestellt werden. Das Nutzen der Dienste erfolgt über wohldefinierte, dokumentierte und offene Schnittstellen. Bei Kostensenkung und weitere Automatisierung der Disposition für Speditionen. Speziallösung für Gefahrgut macht Transporte sicherer. Ihre Beratungs- und Softwarelösungen für die Logistik hat die Stuttgarter ilas AG zur diesjährigen Eurocargo in Düsseldorf um neue Funktionalitäten erweitert. Neben Softwarelösungen besteht im Vorfeld der Messe bereits starke Nachfrage nach Prozessoptimierung. Die ilas-standardsoftware RoadLiner steht Transporteuren und Logistik-Dienstleistern künftig mit integrierter Tourenplanung, eingebundenen Telematiksystemen und Anbindung an die ADR-Datenbank der Bundesanstalt für Materialprüfung und forschung zur Verfügung. Damit optimieren die Lösungen der Stuttgarter ilas AG sowohl den Fahrzeugeinsatz als auch die Qualität und Sicherheit bei Gefahrgut-Transporten. Für den Bereich Beschaffungs- und Distributionslogistik präsentiert ilas einen neuartigen Leitstand, der ergänzend zu Lagerverwaltungssystemen eingesetzt wird. Ziel ist es, Transportaufträge im Lager in bezug auf Zeiten, Wege, Kosten und Ressourcenauslastung zu optimieren. Mit der Standardsoftware StoreLiner werden weiter spezielle dem Design der Schnittstellen wird besonders dem Gedanken der Vernetzung Rechnung getragen, um rechner- und netzwerkübergreifendes Zusammenarbeiten von Logistikapplikationen zu gewährleisten. loops - Die Plattform Die Arbeitsgemeinschaft um das IML versteht loops in Analogie zu Betriebssystemen: Betriebssysteme abstrahieren und verwalten Hardwareressourcen (z.b. I/O, CPU, RAM) und stellen Dienste zur Verfügung, die von Applikationen genutzt werden, um auf diese Ressourcen zuzugreifen. Für sich alleine genommen besitzen Betriebssysteme jedoch kaum Funktionalität, die für den Benutzer eines Rechners von Interesse ist. Den operativen Nutzen bieten erst auf dem System aufsetzenden Applikationen. Demzufolge wird auch loops keine Logistikapplikation ersetzen, sondern als Plattform solchen Applikationen zu Grunde liegen. REAL Position wird Sie über loops weiter unterrichten. Branchenlösungen, insbesondere für Handel und Automotive, aufgezeigt. Mit FormLiner, der Standardsoftware für dezentrales Dokumenten-Management, wird der Logistikbranche das erste-formularwerkzeug mit vorgefertigten, genormten Formularen auf XML- (Extensible Markup Language) Basis zur Verfügung gestellt. Die in FormLiner enthaltene Technologie führt zur Entlastung der Netzwerke und Vereinfachung des Dokumenten-Managements. Prozesse bei Logistik-Dienstleistern, Spediteuren, in der Industrie und im Handel zu optimieren, nimmt auch auf der diesjährigen Eurocargo eine Vorreiterrolle im Angebot der ilas AG ein. Die Steuerung von ganzen Kunden- und Lieferantenbeziehungen, spezielle Branchen-anforderungen und anhaltender Kostendruck führen weg von der bloßen Software-Einführung hin zur Analyse und Neugestaltung von Prozessen mit allen Beteiligten. Auf dieser Basis werden dann die Anforderungen an die IT-Landschaft definiert. Pressemitteilungen senden Sie an: REAL Position - Redaktion Hauert Dortmund REAL Position 1/

16 Fragen Meinungen Forum F: Was soll das alles hier? A: opposition schafft Raum für die Meinung unserer Leser. Leserbriefe, Kommentare, Meinungen hier, findet alles seinen Platz. REAL Position fordert auf zum Dialog: Wie sind Ihre Erfahrungen bei der Einführung von Logistiksoftware? Haben Sie Empfehlungen, auf was man achten sollte? Wie stellen Sie sich zu den Beiträgen in der REAL Position? Simple Reproduktion der Erfolgsstories ist nicht unser Ding, sondern die Auseinandersetzung mit der Software, die Unternehmen zum Erfolg im operativen Geschäft verhilft. F: Es würde mich sehr interessieren welche Bedeutung eigentlich der Name Ihres Magazins REAL Position hat. A: Position an sich erklärt sich ja fast von selbst. Jeder Gegenstand der Logistik ist an einem exakt definiertem Ort, seiner Position. Software ist aber etwas schwer fassbares, vieles wird virtuell. REAL- Position bezieht Stellung zur Logistiksoftware, die in der realen Welt ganz konkrete Dinge erledigt. Z.B. wird einem Staplerfahrer ein Transportauftrag erteilt und das Ergebnis des Transaktion kontrolliert und weitergemeldet. Welcome to the REAL Position. F: Ich kann nicht erkennen worin sich die REAL Position von den vielen anderen guten Logistik-Magazinen unterscheidet. A: Weder kann noch will REAL Position ein Logistik-Magazin sein. Die starke deutsche Logistik wird von vielen sehr guten Fachzeitschriften auf dem Laufenden gehalten. Wir beschäftigen uns mit der Software, die hinter jeder guten Logistik-Lösung steht. Denn bevor z.b. ein Artikel ausgelagert wird, müssen viele Programme fehlerfrei zusammenarbeiten und tausende Palettenplätze werden auch nicht von Hand verwaltet. Die Verzahnung der Software-Systeme ist mindestens genau so vielfältig wie die der Material-Flusssysteme. Zusätzlich müssen auch noch Schnittstellen in das ERP richtig bedient werden. Jede logistische Transaktion muss schließlich auch korrekt gebucht werden. Ohne Buchung keine Rechnung. Diese operative Software oder auch Logistics Execution Software ist Thema der REAL Position. F: Für den Logistikverantwortlichen stellen sich immer häufiger softwaretechnologische Fragestellungen. In welcher Tiefe werden in der REAL Position auch technologische Fragestellungen im Bereich Softwareentwicklung berücksichtigt. A: REAL Position wird sich auch mit wichtigen Details beschäftigen, denn Projekte scheitern nie an der Vision sondern immer an den Details der Praxis. Grundsätzliche Fragen wie Java für WMS oder nicht, System-Migration und heterogene Systeme werden behandelt. Am gerne geübten Versionsnummern-Raten oder meine Entwicklungsumgebung ist die Beste Spiel werden wir uns aber nicht beteiligen. Was zählt ist die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis. F: Als Entwickler und Designer von Logistiksoftware interessiere ich mich sehr für den Bereich Open Source. Seit vielen Jahren bin ich in der Linux Gemeinde beheimatet. Wird die REAL Position dieses Thema behandelt? A: Open Source ist sicher ein Weg der Zukunft. REAL Position wird regelmäßig über das Projekt mywms berichten. Denn Logistiksoftware ist inzwischen so komplex geworden, dass es einer gemeinsamen Anstrengung Vieler bedarf. Ansätze über mywms hinaus sind mit loops bereits initialisiert. Die Redaktion selbst arbeitet mit Linux und frei verfügbaren Tools, da der TCO einfach excellent ist. Für die Zusammenarbeit über das Internet setzen wir neben mail auch eine entsprechende Projektdatenbank der ehemaligen GMD ein. Ihre Leserbriefe senden Sie an: REAL Position - Redaktion Hauert Dortmund 16 REAL Position 1/2002

17

18 18 Ein Logist

19 komposition ikkonzept mit Zukunft Das World Logistics Center der Heidelberger Druckmaschinen AG Eine Glockengießerei in Frankenthal in der Pfalz steht am Beginn der 150-jährigen Geschichte der Heidelberger Druckmaschinen AG. Aus bescheidenen Anfängen entstand eine leistungsfähige Maschinenfabrik, in der ab 1861 auch Schnellpressen gefertigt wurden wurde die Fabrik nach Heidelberg verlagert. Mit dem berühmten Heidelberger Tiegel begann der Aufstieg der Schnellpressenfabrik Heidelberg zum Marktführer. Seit 1999 betreibt die Heidelberger Druckmaschinen AG am Standort Wiesloch das World Logistics Center, dass in dieser Form das grösste und modernste Logistikzentrum der grafischen Industrie weltweit darstellt. Das WLC ermöglicht dem Unternehmen effiziente Ersatzteilversorgung: Durch das integrierte Logistikkonzept aus Soft- und Hardware, Internet und klassischem Archiv werden original Heidelberg-Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden in Europa ausgeliefert, am Tag können bis zu Sendungen verschickt werden. 19

20 komposition Heidelberger Druckmaschinen hat als Lösungsanbieter für die gesamte Printing- und Publishingindustrie ein umfassendes Teilespektrum vorzuhalten. An zentraler Stelle können bis zu Sachnummern aus den Bereichen: Vorstufe, Bogenoffset, Rollenoffset und Weiterverarbeitung gelagert werden. Denn Service für technische Güter benötigt Ersatzteile. Ohne Ersatzteile funktioniert kein Service. Ersatzteilbestände sind wiederum teuer, daher tragen geeignete Disposition und schnelle Durchlaufzeiten wesentlich zu Bestandsreduzierungen bei. Durch kürzere Innovationszyklen sowie die Integration von Produkten der Druckvorstufe und der Weiterverarbeitung hat sich die Anzahl an Ersatzteilen mehr als verdoppelt. In Wiesloch ist 24 Stunden am Tag der Zugriff auf Ersatzteile möglich. 250 Mitarbeiter sorgen im Ersatzteilwesen für einen reibungslosen Ablauf. Sie kümmern sich unter anderem um die Auftragsbearbeitung, Beschaffung und Lieferung der Teile. Der Standort wurde gewählt, weil er optimal in die Werksstruktur eingebunden werden kann - etwa 70% der Heidelberg-Teile sind Eigenfertigung und werden in Wiesloch hergestellt. Zudem ist die Lage logistisch günstig, nicht zuletzt auch aufgrund der Nähe zu SAP. Die Grundfläche des Logistikzentrums entspricht mit rund Quadratmetern knapp vier Fußballfeldern, der umbaute Raum mißt Kubikmeter. Die Kernstücke bilden ein vollautomatisches Tablarlager ( Stellplätze) und ein Hochregallager ( Palettenplätze). Die Identifikation von Tablars, Paletten und KLTs wird mit Barcode realisiert. Die Scanner sind in einem Bussystem untereinander vernetzt. Rund um die Uhr erfolgen täglich bis zu Einund Auslagerungen. Das WLC als Brücke zwischen alt und neu Das WLC ist mehr als ein einfaches Ersatzteillager: Ein gutes Ersatzteillager sichert, inklusive einer geeigneten Logistik, die schnelle Verfügbarkeit von Teilen. Das Lager stellt einen Puffer zwischen den zum Teil längeren Wiederbeschaffungszeiten und einer im Servicefall sofort erforderlichen Lieferung dar. Eine besondere Raffinesse im Service ist, im Gegensatz zum Neuteilegeschäft, dass Teile ggf. über Jahre nicht benötigt werden und dann im Servicefall innerhalb von kurzer Zeit. Diese Situation erfordert einen sehr sorgfältig abzuwägenden und durchdachten Aufwand bezüglich des Informationsmanagements und der Aufrechterhaltung eines dafür geeigneten Archivs. Ein Sachverhalt, der sich dem Kunden gegenüber wie selbstverständlich als sehr homogen präsentiert, kann sich unternehmensintern unter Umständen zur Konfrontation und Verarbeitung von möglicherweise sehr diffusen und also heterogenen Informationsquellen darstellen. Man bedenke die Langlebigkeit investitionstreu angeschaffter Druckmaschinen aus den fünfziger und sechziger Jahren, für deren Ersatzteile nur nicht-elektronische Konstruk- Blick ins Lager des Distributionszentrums der Firma Heidelberg. Schon bei der Planung wurde konsequent auf zukünftige Erweiterungsvorhaben Rücksicht genommen. Die noch freien Flächen können flexibel für vielfältige Zwecke eingesetzt werden. 20 REAL Position 1/2002

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