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1 Informatikdienste / IT-Services Verschlüsselung ITEK-Fokus vom 5. April 2006 Teilnehmer Urs Meile (ID-KOM) Leitung Christoph Graph (Switch), Franz Kuster (ID-Helpdesk), Franz Koch (ID-KOM), Stephen Sheridan (ID-KOM), Armin Brunner (ID-KOM), Thomas Richter (ISL D-GESS), Hanspeter Scherbel (ISL D-MATH), Elmar Heeb (ISL D-PHYS), Luca Previtali (ISL D-INFK), Fritz Zaucker (ISL D-ITET), Michele Marchionelli (ISG D-MATH), Dani Wunderli (ID-BD) Roland Dietlicher (ID-BD) -Protokoll Ausgangslage BOT 2. Abschnitt: Zuständigkeiten Artikel 4 Infrastrukturbereich Informatik 1Der Infrastrukturbereich Informatik (IB-Informatik) der ETH Zürich ist insbesondere zuständig für: e) die Bereitstellung der notwendigen Verschlüsselungstechniken (Art. 13 Abs. 2); Artikel 13 Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel 2Das Versenden von Berufs-, Amts- und Geschäftsgeheimnissen oder anderen vertraulichen Informationen (z.b. aus Personalakten) aus dem Bereich der ETH Zürich mittels elektronischen Kommunikationsmitteln darf nur mit geeigneter Verschlüsselungstechnik erfolgen. 1

2 Ausgangslage BOT Artikel 15 Besondere Sicherheitsmassnahmen 1Anwendungen oder Systeme mit erhöhtem Schutzbedarf sind solche mit Daten, deren Verlust die gesetzlichen Zwecke der ETH Zürich wesentlich beeinträchtigen oder bedeutende Wiederherstellungskosten verursachen. 2Anwendungen oder Systeme mit erhöhtem Schutzbedarf müssen mit verschärften Mitteln gegen den Zugriff durch Unbefugte geschützt werden. Dies betrifft sowohl den Zugang zu Applikationen und Daten als auch den physischen Zugriff zu den Rechnern selber. 3Zugangsberechtigungsmittel und Identifikationsmethoden wie Passwörter, PINs, Chip-Karten, physische Schlüssel, Tokens etc. sind vertraulich zu behandeln. Insbesondere sind bei erhöhtem Schutzbedarf folgende Punkte situationsgerecht anzuwenden: e) Datenschutz durch Verschlüsselung der Datenübermittlung; Programm TEIL 1: Praktikable Lösungsansätze für Kleingruppen - GNU Privacy Guard / PGP [Elmar Heeb] - S/MIME mit X.509 Host basiert [Franz Koch] Statement: SWITCH zur Verschlüsselungsthematik auf nationaler Ebene [SWITCH] TEIL 2: Ansätze für flächendeckende Lösungen ohne Userzertifikate - single Server [Steve Sheridan] - some Servers zb. SWITCH-Members [SWITCH] mit Userzertifikaten - zentrales Deployment und Management von Userzertifikaten [Daniel Wunderli] - Gateway Verschlüsselung für User transparent [Armin Brunner] 2

3 Arten der Verschlüsselung Inhalt verschlüsseln GnuPG (PGP) S/MIME Zertifizierungsstelle (Bsp. Verisign, SwissSign) betreibt eine sog. PKI (public key infrastructure). Deployment/Management über zentrale Instanz (ETH), Bsp. AD Verschlüsselungs-Server à la Bundesverwaltung mit Up- /Download-Möglichkeit Transport verschlüsseln mit Maschinenzertifikaten (SSL) Problem: Der ganze Weg muss verschlüsselt sein auch :: Roland zwischen Dietlicher, Basisdienste Mailservern Austausch von Zertifikaten Zertifikate Zertifikat: Der Nachweis, dass ein öffentlicher Schlüssel (public key) eines asymmetrischen Verschlüsselungs-Verfahrens zu der vorgeblichen Person, Institution oder Maschine gehört. Herausgeber: Zertifizierungsstelle (X.509), hierarchisch selbst gemacht, Web of Trust (PGP) Eigenschaften: Name des Inhabers, dessen öffentlicher Schlüssel, Seriennummer, Gültigkeitsdauer, Zertifizierungsstelle. Sperrliste (revocation list) enthält ungültige, kompromittierte Zertifikate. 3

4 Asymmetrisches Verschlüsselungs-Verfahren Verschlüsseln: Klartext verschlüsseln mit dem Public Key des Adressaten verschlüsselter Text. Entschlüsseln: Verschlüsselter Text entschlüsseln mit dem eigenen Private Key Klartext. PKI Digitale Zertifikate ausstellen, verteilen, prüfen. Zertifizierungsstelle (CA) Registrierungsstelle (RA) Sperrliste (CRL) Verzeichnisdienst Validierungsdienst Dokumente/Policies 4

5 GnuPG: Gnu Privacy Guard OpenPGP-Standard nach RFC 2440 Web of Trust durch gegenseitiges Signieren der selbsterzeugten Schlüssel (Key Signing Party) über eine Zertifizierungsstelle (CA), z.b. heise.de oder DFN (Deutsches Forschungsnetz) zertifizierte Schlüssel Keyserver für die Publikation von Public Keys Überprüfen des Public Key mit dem sog. Fingerprint = Hashwert des Public Key PlugIns für die meisten Mailclients verfügbar S/MIME (secure/multipurpose internet mail extension) X.509 basierend benötigt zwingend eine vertrauenswürdige Zertifizierungsinstanz (CA) hierarchische Struktur: CA Sub CA nicht kompatibel mit openpgp-standard nur eine Unterschrift (CA) im Gegensatz zu PGP LDAP für die Ablage von Public Keys Native unterstützt durch die meisten Mailclients 5

6 Probleme mit User-Zertifikaten/-Schlüsseln Alles funktioniert bestens! Und das schon seit einiger Zeit! wenn man weiss wie Individuelle Ablage der Private Keys/PGP-Schlüssel? nur zugänglich für Besitzer permanent, über lange Zeitdauer Verlust Datenverlust Bei Verlust: Eintrag in Revocation List habe ich ihn verloren? wie geht das? Gültigkeits-Checks müsste man das auch machen? Bei verschlüsselten Mails keine Spam-/Viren-Filter Archivierung? Lösungsansätze für Kleingruppen verschlüsselter Datenaustausch über eine beschränkte Zeitdauer GnuPG (Key Signing Party) SwissSign-Bronze ( )-Zertifikate laufen nach 1 Jahr ab, erneuern neuer Schlüssel Ausblick: SWITCH AAI Ausbau auf X.509 zur Ausstellung von Zertifikaten Daten auf Empfängerseite entschlüsselt speichern sichere Ablage?! Gibt es überhaupt einen Bedarf (an der ETH)? 6

7 Flächendeckende Lösungen Verschlüsselte Verbindungen zum gemeinsamen Mailserver die meisten Clients und Server unterstützen das Verschlüsselte Verbindungen zwischen Clients über verschiedene Server SSMTP nur für dedizierte Server-Verbindungen SWITCH als Mittler für Hochschulen Zentrales Deployment von User-Zertifikaten am Bsp. Active Directory (AD als PKI) Computer und User im AD Vollautomatisch zentrale Stelle kann entschlüsseln, filtern, Klartext archivieren Flächendeckende Lösungen Gateway Verschlüsselung Ein Gateway-Server übernimmt die Ver- und Entschlüsselung der . Filter möglich Unbekannter externer Adressat: antwortet mit signierter Mail, falls Zertifikat vorhanden andernfalls: registriert sich am Webmail-Interface oder erhält ein Zertifikat Verschlüsselte Antworten gelangen über den Gateway, werden entschlüsselt und dem ursprünglichen Absender zugestellt. Funktioniert vereinfacht auch für interne Adressaten 7

8 Totemo: TrustMail Secure Gateway No plug-in or software installed on the internal user side No plug-in or software installed on recipient side Internal users can spontaneously communicate with anybody Central definition of security policies possible Flexibility on recipient side (support both S/MIME and PGP communication) Central server-based content and virus checking still possible Messages can be protected inside and outside of the company network Not based on proprietary concepts, but on established standards Take advantage of the native encryption functionality available in clients No manual issuance or renewal of keys High degree of automation to limit administration needs Connectors to Active Directory or LDAP directories, external certificate authorities, etc. Investment protection: it should be possible to upgrade the solution if necessary to support security tokens, HSMs (hardware security modules), Smartcards, fully qualified signatures, dual keying, Blackberry devices, etc. Schlussfolgerungen?! Wie war das nochmals mit der BOT? Bereitstellung der notwendigen Verschlüsselungstechniken man darf vertrauliche Informationen elektronisch nur verschlüsselt verschicken Für Datenschutz durch verschlüsselte Übermittlung sorgen. Was müssen wir nun tun? nichts Link auf SwissSign, resp. GnuPG SSL-Verbindungen zu unseren Mailservern Was dürfen wir uns das kosten lassen? Totemo TrustMail-Server = Fr. xy 8

9 Weiterführende Informationen SMIMEvsOpenPGP.htm

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