Höchste Zeit für den Knopf

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1 4,50 Fr. 9,00 Online-Werbung I E-Commerce I Technik Anzeige AUSGABE 15/ JULI 2012 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL Foto: Fotolia / Rubysoho Händler gegen Hersteller Premiumanbieter leiden unter dem Preisdruck im Web S. 8 ZWEITES QUARTAL ebay legt gute Zahlen vor ebay hat den Umsatz im zweiten Quartal 2012 um 23 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar gesteigert. Der Nettogewinn lag bei 692 Millionen US-Dollar, eine Zunahme um 144 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Marktplatzgeschäft legte um neun Prozent zu. is STUDIE QR-Codes: offene Wünsche QR-Codes gehören zweifellos zu den aktuellen Trends im Online Business, doch häufig sind damit auch Enttäuschungen verbunden: Während Unternehmen mit den Codes in erster Linie Informationen QR-Code-Nutzung Was User sich davon versprechen Rabatte, Coupons, kostenlose Produkte 43 % Informationen zu Produkten / Services 26 % Zugang zu exklusiven Inhalten 25 % Gezielter Einkauf 23 % Informationen zu Veranstaltungen 22 % Informationen zu Marken / Firmen 18 % Mehrfachnennungen möglich. Quelle: emarketer. Stand: Juli 2012 INTERNET WORLD Business 15/12 vermitteln wollen, erwarten Anwender vor allem Rabatte und Coupons. Das ergab eine Studie von emarketer. Dennoch rechnen die Studienautoren mit wachsenden Nutzerzahlen: Zumindest in den USA soll es bis ,57 Millionen QR-Code User geben (2011: 21,2 Mio.). host DMMA ONLINESTAR 2012 Teilnahmeschluss verlängert Aufgrund der immer noch zahlreich eintreffenden Anmeldungen zum Digital- Kreativ-Award DMMA OnlineStar 2012 haben die Organisatoren den Teilnahmeschluss um eine Woche auf den 30. Juli 2012 verlängert. Der Preis wird in dieser Form zum dritten Mal vom BVDW, der MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg und der Verlagsgruppe Ebner Ulm ausgerichtet. fk SaaS-Shops im Vergleich Das Shop-System aus der Cloud hat viel zu bieten S. 36 Eine globale Marke werden Maria Molland hat mit Fab ehrgeizige Ziele S. 23 Höchste Zeit für den Knopf Worauf Händler bei der Umsetzung des neuen Button-Gesetzes achten sollten n gut einer Woche ist Ies so weit: Das Button- Gesetz tritt in Kraft. Dann sind nur noch vier Bezeichnungen für den Button, mit dem ein Online-Kauf abgeschlossen wird, zugelassen; zudem muss der Checkout-Prozess bestimmte Auflagen erfüllen. Einige Abmahnanwälte dürften schon in den Startlöchern stehen. Obwohl wir unsere Händler mehrfach über die kommende Button- Lösung informiert haben, ist das Interesse verhalten nur rund die Hälfte hat die nötigen Änderungen bisher umgesetzt, berichtet Johannes Klinger, Geschäftsführer des Shop-System- Herstellers Websale. Dabei warnen vor allem Conversion-Rate-Spezialisten davor, ie Werbebran- hat hohe Dche Erwartungen an Gute Aussichten mobile Werbung. Für das Gesamtjahr 2012 prognostiziert die Unit Mobile Advertising im BVDW einen Zuwachs der Ausgaben um mindestens 70 Prozent. Der mobile Werbeumsatz soll dann brutto über 60 Millionen Euro betragen. Vermarkter freuen sich über die Smartphone-Verbreitung, denn sie schafft Reichweite für Werbeanzeigen in mobilen Browsern und Apps. Bei Microsoft Advertising hat sich beispiels- Audi-Werbung auf dem iphone UNZULÄSSIGE Buttons Anmeldung Weiter Bestellen Bestellung abgeben Bestellung abschließen dass die Umsetzung des Gesetzes nicht einfach mit einer Umbenennung des Buttons erledigt ist. So auch die Performance- Marketing-Agentur Explido, die die gesetzeskonformen Wor- weise der Umsatz mit mobiler Werbung im vergangenen Jahr verdoppelt, berichtet Markus Frank, Leiter des Geschäftsbereichs Advertising & Online bei Microsoft Deutschland: Diese Entwicklung wird anhalten, weil sich Smartphones so stark verbreiten. Zudem wird die Verweildauer im mobilen Web immer länger. Da entsteht ein völlig neuer Markt. Wie sich der mobile Werbekanal aktuell darstellt, lesen Sie auf den Seiten 14 und 15. is Lautes Röhren im Netz Die Marketingstrategie der Kultmarke Jägermeister S. 18 ZULÄSSIGE Buttons Zahlungspflichtig bestellen Kostenpflichtig bestellen Zahlungspflichtigen Vertrag schließen Kaufen Auswirkungen des Button-Gesetzes: Viele bisher übliche Texte sind künftig unzulässig ding-varianten mithilfe von Split-Traffic-Tests bei den Shops von Conrad Electronic und Margarete Steiff getestet hat: Während die Conrad-Kunden bei den Bezeichnungen EuGH fordert Opt-in er Europäische Gerichts- (EuGH) hat Online- Dhof Reisevermittlern untersagt, bestimmte Zusatzleistungen ungefragt zum Angebotsbestandteil zu machen. Das Urteil richtet sich gegen die Praxis der Vermittler, im Buchungsverlauf Quelle: Explido Web Marketing INTERNET WORLD Business 15/12 Kaufen und Kostenpflichtig bestellen gleich gut konvertierten, fühlten sich Steiff-Käufer beim Wording Kaufen deutlich wohler. Zahlungspflichtig bestellen entpuppte sich als Konversions-Killer. Die Wahl des richtigen Bestell-Buttons kann den Unternehmenserfolg nachhaltig beeinflussen, so Gabriel Beck, Head of Conversion Optimization bei Explido. Zu einem ähnlichen Schluss kommt sein Kollege Julian Stein von der Performance-Marketing-Agentur Quisma. Am Beispiel von Zalando zeigt er, wie man die Konversionsstärke verschiedener Umsetzungen des Button-Gesetzes untersucht (siehe Seite 24). il die Checkboxen für die Bestellung von Reise-Zusatzversicherungen vorab anzuhaken. Dies, so der EuGH, müsse der Kunde selbst tun (Opt-in). In einem vergleichbaren Verfahren hatte der EuGH 2011 die Airlines in die Pflicht genommen. fk Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt

2 2 Internet World BUSINESS AKTUELL 23. Juli /12 In eigener Sache Social Media B2B Das Thema Social Media gewinnt auch im Bereich B2B immer größere Bedeutung. Doch warum eignet sich dieser Kanal für B2B und wie könnte eine sinnvolle Social- Media-Strategie im B2B-Umfeld aussehen? Das B2B-Special im Rahmen der Social Media Conference, die am 26. September 2012 in Hamburg stattfindet, gibt darauf Antworten mit Praxisberichten unter anderem von T-Systems International, Datev, Timocom Soft- und Hardware, Festool. Die Hauptkonferenz selbst findet vom 24. bis zum 25. September statt und gibt einen Überblick über die wichtigen Trends und Chancen im Bereich Social Media. Da die Social Media Conference von INTERNET WORLD Business präsentiert wird, erhalten Leser der Zeitschrift Sonderkonditionen: Sie können schon ab 340 Euro zzgl. MwSt. (statt ab 490 Euro zzgl. MwSt.) an der Konferenz teilnehmen. Geben Sie einfach den Code smc12iwb bei der Anmeldung ein und sparen Sie 150 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung: Die Konferenz zu Facebook, Twitter,Youtube & Co mit B2B- Special am und 25. September 2012 Hamburg InterContinental martclip-chef Jean-Pierre Fumagalli Sist immer für eine Überraschung gut. Letzten Herbst verkaufte er das von ihm gegründete Bewegtbildvermarktungshaus an das Adconion-Netzwerk, jetzt landete er den nächsten Coup: Smartclip schließt eine exklusive Partnerschaft mit LG Electronics und vermarktet sämtliche Werbeflächen auf der Smart-TV-Plattform des weltweit zweitgrößten Geräteherstellers. Das klingt zunächst unspektakulär, ist aber gleich aus mehreren Gründen ein echter Hammer: So ermöglicht die Kooperation Werbungtreibenden Zugriff auf das gesamte Inventar der LG-Smart-TV-Plattform. Das heißt: Vom Einstieg in die Smart- TV-Portalwelt bis hinunter in die rund einzelnen auf dem Gerät vorinstallierten Apps können sich Werbekunden oder Media-Agenturen direkt an Smartclip wenden und dort vermarkterübergreifend ihre Kampagne buchen entweder über alle Plattformen, einzeln oder getargetet nach Zielgruppen. Damit decken wir die gesamte Smart TV Customer Journey des Users ab, erläutert Fumagalli. Die Werbeeinnahmen teilt sich LG mit den jeweiligen Content Ownern. Möglich sind Werbeformen wie Sponsoring LG Smartclip Zusammen mit Smartclip steigt LG als erster Gerätehersteller in die Werbevermarktung ein Jean-Pierre Fumagalli versorgt LG Auf Vorstandsebene wurde in Seoul die langfristig angelegte Partnerschaft ausgehandelt: LG bietet künftig selbst Werbeplätze auf seinen Endgeräten an, Smartclip liefert die nötige Technik Ads, Pre-Rolls, individuelle und interaktive Formate. Die LG-Smart-TV-Plattform ist auf allen LG Smart TVs, Smart-3D- Blu-ray-Playern und dem Smart TV Upgrader (Set-Top Box) installiert, mobile und andere Endgeräte folgen in Kürze. Die Bereitstellung einer werbefinanzierten Plattform des TV-Geräte-Herstellers LG markiert den Anfang eines völlig neuen Ökosystems, so Fumagalli. Proklamierten bislang die TV-Häuser die ausschließliche Vermarktung des TV Screens, steigen jetzt Gerätehersteller in das Geschäft ein. Verhandelt wird überall, spätestens zur IFA wird es hierzu viele Announcements geben, ist Pionier Fumagalli überzeugt. Erster Werbekunde ist New Yorker mit einer paneuropäischen Kampagne in neun Märkten. Die LG-Smart-TV-Werbeplattform eröffnet uns eine direkte Verbindung zwischen unseren beiden wichtigsten Mediakanälen TV und Online, so Silvia Lange, Marketingleiterin bei dem Fashion Label. häb Foto: Fotolia / Articularis INTERNET WORLD Business 15/2012 Meinungen in diesem Heft TRENDS & STRATEGIEN Interesse am deutschen Markt Turn und Rubicon Project holen sich Adserving- Spezialisten für ihre deutschen Büros 4 Gesucht: Käufer für Firmen Die Holtzbrinck-Gruppe beteiligt sich an der Deutschen Unternehmerbörse 5 Die Menge zahlt Crowdfunding entwickelt sich gerade zum Megatrend bei der Projekt-Finanzierung 6 Markenhersteller unter Druck Premiumanbieter leiden zunehmend unter dem Preisdruck im Web mit wenigen Ausnahmen 8 MARKETING & WERBUNG Vermarktung mangelhaft Broadcaster lassen bei der Vermarktung des Second Screen Geld auf der Straße liegen 10 Link, like, love Beim Social Media Marketing icommerce Summit drehte sich alles um big data 11 Keine Spur von Krise Laut einer Studie wächst Suchmaschinenmarketing in der Eurozone weiterhin 12 SPECIAL: MOBILE ADVERTISING Smartphones begleiten uns immer und erfüllen viele Funktionen. Für die Digitalbranche sind sie deswegen ein vielversprechender Werbekanal 14 Serie: Tipps fürs Performance Marketing In Teil 1 der neuen Serie verraten Experten, wie Sie SEA und SEO gekonnt verbessern 16 Lautes Röhren im Netz Vom Altherrengetränk zur Kultmarke: Mit einer cleveren Marketingstrategie und dank des Webs hat Jägermeister diesen Sprung geschafft 18 E-COMMERCE Was, wann, wo? Customer Journey als Multichannel-Grundlage 22 Eine globale Marke werden Das Design-Portal Fab beansprucht für sich, beim Wachstum alle Rekorde zu brechen 23 Kleiner Knopf, große Wirkung Quisma zeigt am Beispiel von Zalando, wie Tests bei der Umsetzung des Button-Gesetzes helfen 24 Aus Liebe zu den Brettern Der Schweizer Shop für Snowboard- und Skater-Produkte Doodah.ch im Porträt 26 Recht: RSS-Feeds im Fokus Für die Inhalte von RSS-Feeds besteht beschränkte Haftung 29 TOOLS & TECHNIK Magische fünf Sekunden Mobile Shops brauchen eine gute Performance, Otto macht vor, wie das geht 30 Gute Erfahrungen Läuft der Bezahlvorgang im Internet Shop glatt, fühlt sich der Online-Kunde sicher 31 Das Kreuz mit den Katalogen Nur Webshops, die die Fülle an Informationen ordentlich organisieren, profitieren davon 32 Der Shop aus der Wolke Warum SAAS-Shopsysteme für Händler jeder Größenordnung interessant sind 36 MENSCHEN & KARRIERE Neue Jobs und neue Ausbildung Bislang haben sinnvolle Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Internet-Branche gefehlt das ändert sich jetzt immer mehr 41 SZENE Österreichs Werbegipfel Beim Werbeplanung.at Summit 12 diskutiert die Internet-Branche in der Wiener Hofburg 45 MEINUNG Gastkommentar: Die Bounce Rate Die Aktualisierung eines Klassikers unter den Key-Performance-Indikatoren ist überfällig 46 RUBRIKEN Topkampagne: Samsungs magische Momente 20 Etats Marketing & Werbung 20 Rechtstipp: Preisauszeichnung bei Hotlines 29 Techniktipp: 5 Tipps für A/B-Tests in Shops 30 Etats Tools & Technik 31 Dienstleisterverzeichnis 38 Menschen & Karriere 42 Impressum 42 Stellenmarkt 43 Termine 45 Gehört 46 Feedback 46 Jens Bargmann, Country Director Marin Software, sieht trotz Krise in der Eurozone ein ungebrochenes SEM-Wachstum 12 Michael Dunke, CEO bei Universal McCann, ist davon überzeugt, dass das mobile Vermarktungsinteresse zunimmt 14 Ralf Haberich, Chief Commercial Officer bei Webtrekk, hält die Aktualisierung der Bounce Rate für überfällig 46 Rene Klein, Geschäftsführer Fuer-gruender.de, befürchtet, Folgefinanzierungen könnten Firmenanteile verwässern 6 Maria Molland, Chief European Officer bei Fab, will das E-Commerce-Unternehmen zu einer globalen Marke machen 23 Gerd Robertz, Geschäftsführer von Buecher.de, integriert über 40 Datenquellen in die Produktsysteme seines Shops 32 Thomas Scherrer, Geschäftsführer von Doodah.ch, glaubt, dass Kunden das Internet als weiteren Absatzkanal begreifen 26 Julian Stein, Account Manager bei Quisma, weiß, wie man Split-Traffic-Tests für das neue Button-Gesetz nutzen kann 24

3 AKTUELL 3 E-PAYMENT RISIKOMANAGEMENT DEBITORENMANAGEMENT Das Ende einer Ära Die Neckermann-Insolvenz steht für den Niedergang des klassischen Versandhandels eckermann steht vor dem Nendgültigen Aus. Der Investor Sun Capital hat den Geldhahn zugedreht und stellt dem Unternehmen keine weiteren Mittel für die Finanzierung zur Verfügung. Damit ist einer der letzten traditionsreichen Versandhändler pleite. Dritte klagen den Investor Sun Capital nun an, weil er kein Geld für den Vergleich mit der Gewerkschaft investiert habe. Diese Kritik kann Marcus Diekmann, Geschäftsführer Der Name dürfte verbrannt und nicht wirklich interessant für Investoren sein. GERRIT HEINEMANN Leiter eweb Research Center Hochschule Niederrhein des E-Commerce-Dienstleisters Shopmacher, nicht teilen: Wir müssen uns hier wirklich alle die Frage stellen, warum jemand investieren sollte, wenn die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens in jedem Falle gefährdet ist. Der US-Investor Sun Capital hat weder das Unternehmen gegründet, noch waren sie Schuld daran, dass Neckermann erst viel zu spät damit begonnen hat, sich mit dem Online-Handel zu beschäftigen. Für Stefan Wolk, E-Commerce-Berater aus Hamburg, sind die Gründe für das Scheitern klar: Die großen Versender haben nach den ersten Erfolgen über E-Commerce-Ansätze oder -Adaptionen ihres klassischen Geschäfts nicht konsequent an wettbewerbsfähigen Konzepten gearbeitet. Der stärkere Druck der Pure Player zwingt sie nun, die Geschwindigkeit drastisch zu erhöhen. Dieses Tempo können aber nicht alle Unternehmen aushalten, wie man am aktuellen Neckermann-Fall sehen kann. Gerrit Heinemann, Leiter des eweb Research Center an der Hochschule Niederrhein, bestätigt dies: Neckermann steht als Universalversender so wie Quelle und letztendlich auch Otto am Ende des Lebenszyklus beziehungsweise Wheel of Retailing, ähnlich wie die Warenhäuser. Die Transformation zu einem wettbewerbsfähigen Online- Anbieter also von dem von allem ein bisschen zum Category Killer in mindestens einer Warengruppe ist kaum möglich. Sie wäre vielleicht vor zehn Jahren noch möglich gewesen in Form eines offenen Marktplatzes à la Amazon oder ebay, jetzt dürfte es aber zu spät dafür sein. Der Dinosaurier stirbt Dem Dinosaurier Neckermann sei es weder gelungen, notwendiges Investitionsvolumen frei zu machen, noch sich von veralteten Strukturen und wettbewerbsschädlichen Kostenpositionen zu lösen, so Diekmann. Achim Himmelreich, Partner von Mücke, Sturm & Company, sieht das Ende von Neckermann als eine zwangsläufige Entwicklung in Anbetracht von Umständen und Managementfehlern. Zu lange habe Neckermann an der alten Strategie festgehalten: Im Zeitalter des E- und M-Commerce wird ein klassischer Universalversender genauso wenig benötigt wie eine Schreibmaschine, so sein vernichtendes Fazit zum Scheitern des Unternehmens. Der Stammsitz von Neckermann in Frankfurt a.m. Wie das Textillogistikzentrum wird auch er bald geschlossen werden Quelle, ein anderer Tradionsversender, erlitt bereits 2009 Schiffbruch. Lediglich die Marke Quelle.de wurde bald darauf von der Otto Group übernommen. Eine ähnliche Übernahme hält E-Commerce-Experte Heinemann im Fall Neckermann für ausgeschlossen: Der Name dürfte verbrannt und nicht wirklich interessant für Investoren sein. Diekmann widerspricht an dieser Stelle Heinemanns Aussage: Die Marke Neckermann.de verfügt nach wie vor über einen hohen Bekanntheitsgrad, eine hohe Reichweite und über einen hohen Traffic und Kundendaten. Für Axel Seeger, Partner bei der Unternehmensberatung Tailorit, hat der Name auch weiterhin eine große Strahlkraft: Ich bin mir sicher, dass Investoren international daran Interesse haben. Zukunft des Versandhandels Nach dem Aus von Neckermann stellt sich die Frage, wie es mit dem restlichen Versandhandel weitergeht. Otto werde trotz aktueller Schwierigkeiten bleiben, weil es längst kein Versender, sondern ein E- und M-Commerce-Unternehmen ist. Und genau diese Neuerfindung eines Unternehmens ist ein rares Gut, meint Himmelreich. Wolk warnt die klassischen Versender. Obwohl sie besser als Neckermann aufgestellt seien, müssten sie die nun angefangenen Wege auch konsequent zu Ende gehen: Sonst droht mittelfristig ein Dominoeffekt, der mit Quelle und Neckermann begonnen hat. sg/tdz Die Neckermann-Historie im Überblick: 1950: Gründung in Frankfurt a.m.; erster Katalog 1970er-Jahre: Neckermann gerät in die Krise 1977: Übernahme durch den Karstadt Konzern 1995: Start des eigenen Online Shops 2006: Umbenennung in Neckermann.de, um den Fokus auf das Internet-Geschäft zu verdeutlichen 2007: Mehrheitlicher Verkauf an den US-Investor Sun Capital; Stellenabbau 2010: Pleite des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor; Sun Capital übernimmt auch die übrigen Anteile Mai 2012: Ein Sanierungskonzept wird vom Aufsichtsrat mehrheitlich abgelehnt AUTHORIZED PARTNER PASSENDE E-PAYMENT LÖSUNGEN FÜR ALLE, DIE HOCH HINAUS WOLLEN ExperCash bietet umfassendes epayment, komplettes Risikomanagement und integriertes Debitorenmanagement für Internethändler: 100% Financial Supply Chain Management aus einer Hand. Mehr Bezahlarten = mehr Umsatz: Bieten Sie Ihren Kunden viele unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten an: Kreditkarten, ELV, giropay, sofortüberweisung.de oder Rechnung. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Wunsch-Zahlungsart Ihrer Kunden dabei ist. Und mit dem Risikomanagement von ExperCash beugen Sie auch noch eventuellen Zahlungsausfällen effektiv vor. ExperCash passt sich nicht nur an die jeweiligen Bedürfnisse Ihres Shops an, sondern wächst auch mit Ihnen: Mit den maßgeschneiderten Komplettlösungen von ExperCash haben Sie nur einen Partner, der Ihr epayment von A-Z für Sie übernimmt. Auch für Verkäufe ins Ausland. So erzielen Sie mehr Umsatz, haben weniger Zahlungsausfälle und mehr Zeit für Ihr Kerngeschäft: Flexibilität, die sich auszahlt. Wir beraten Sie gerne: oder EXPERCASH GmbH Augustaanlage Mannheim Germany Phone Fax

4 4 Internet World BUSINESS TRENDS & STRATEGIEN 23. Juli /12 MSNBC.COM Getrennte Wege Nach 16 Jahren gehen Microsoft und der US-Fernsehsender NBC bei ihrem Online- Newsportal Msnbc.com getrennte Wege. NBC-Mutter Comcast hat den Microsoft- Anteil an dem Joint Venture in Höhe von Mit neuem Namen: Aus Msnbc.com wird jetzt NBCNews.com 50 Prozent übernommen. Neuer Name des News-Portals ist NBCNews.com soll Msnbc.tv die neue Web-Adresse des US-Kabelsenders Msnbc werden. is YELP Manipulierte Empfehlungen Bewertungsplattformen kämpfen immer wieder mit manipulierten Empfehlungen. Yelp, eine US-Empfehlungsplattform für ortsbezogene Firmen und Dienstleistungen, hat so eine Manipulation der Bewertungen aufgedeckt: Mitglieder eines Unternehmensnetzwerks in South Bay, Los Angeles, vergaben sich gegenseitig Top- Bewertungen auf Yelp, berichtet die Los Angeles Times. Yelp hat die verdächtigen Bewertungen entfernt und die Unternehmen informiert, dass es Mitgliedern von Unternehmensnetzwerken nicht gestattet sei, sich gegenseitig zu bewerten. is DROPGIFTS Geschenke via Facebook Das Berliner Start-up Dropgifts.de versendet kostenlose sowie kostenpflichtige Geschenkkarten über Facebook und eine mobile Applikation. Wer sich für den neuen Social Gifting -Dienst registriert, kann seine Freunde digital beglücken, zum Beispiel mit Einkaufsgutscheinen bei Amazon oder Görtz sowie anderen Marken und Online Shops. Dropgifts ist weltweit in zwölf Ländern verfügbar. is MOBILE PAYMENT Paypal kauft Card.io Paypal stärkt mit der Übernahme des kalifornischen Start-ups Card.io den Bereich Mobile Payment. Card.io stellt Entwicklern eine Technologie bereit, um Kreditkarten- Infos mit der Smartphone-Kamera zu erfassen. Die Angestellten von Card.io werden in Paypals Global Product Team in San Jose, Kalifornien, integriert. is INTERNET WORLD Business online Interesse am deutschen Markt Turn und Rubicon Project holen sich Adserving-Spezialisten für ihre deutschen Büros ast zeitgleich eröffnen zwei US-ameri- Real-Time-Bidding-Anbieter Fkanische ihre neuen Niederlassungen in Deutschland. Turn und Rubicon Project verstärken sich dazu mit erfahrenen Adserving- Managern. Sales Director bei der Demand-Side- Plattform (DSP) Turn für den deutschsprachigen Markt ist Oliver Weiss, bislang Managing Director Europe beim Adserver-Anbieter Facilitate Digital. Weiss leitet Turns neue Geschäftsstelle in Hamburg. Das Unternehmen wendet sich an Agenturen und größere Werbungtreibende, die Standard-Display-Inventar automatisiert für Performance-Kampagnen einkaufen wollen. Turn hat dafür Schnittstellen mit Sell Side Platforms (SSP) wie Admeld, Rubicon Projekt, Adscale und Yieldlab. Dirk Freytag, neuer Deutschland-Chef der Sell-Side-Plattform Rubicon Project Online-Marketing-Ausbau Deutsche Post übernimmt Bid-Management-Anbieter Intelliad ie Deutsche Post hat den DMünchner Bid-Management-Anbieter Intelliad gekauft und verstärkt sich dadurch im Bereich Search Engine Marketing. Angaben zum Kaufpreis machte das Unternehmen nicht. Intelliad ist auf Bid Management und Multichannel Tracking spezialisiert. Das Bid Management Tool ermittelt das optimale Gebot für eine Suchwortanzeige. Mit der Deutschen Post haben wir einen finanzstarken Partner gewonnen, mit dem wir uns weiterentwickeln können, sagt Intelliad-Geschäftsführer Wolfhart Fröhlich. Online Marketing sei ein wichtiges strategisches Geschäftsfeld für die Deutsche Post, so ein Unternehmenssprecher: Wir positionieren uns als neutraler Dienstleister hatte der Konzern bereits Nugg Freuen sich: Tobias Kiesling, Wolfhart Fröhlich (beide Intelliad), Ralph Klin (Deutsche Post), Mischa Rürup (Intelliad; v.li.) Ad, 2011 Adcloud übernommen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Bereich lokales Online Marketing. Hier betreibt die Deutsche Post die Online Services Werbemanager, Webservice und Allesnebenan.de. Intelliad soll wie Nugg Ad und Adcloud eigenständig agieren. Für die Kunden von Intelliad soll sich durch die Übernahme nichts ändern. is Oliver Weiss leitet das Geschäft der Demand- Side-Plattform Turn in Deutschland Von ihnen stammt das Inventar, auf das Kunden von Turn bieten. Turn erhält einen Teil des Media spends. Turns Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen DSP sei die Kombination aus Demand-Side- Plattform und Data-Management-Plattform, sagt Weiss. Die Data-Management-Plattform dient dazu, Nutzerprofile zu verwalten, die wiederum für den Media-Einkauf eingesetzt werden, um passenden Zielgruppen zu finden. Auch Rubicon Project expandiert in Europa mit einem Stützpunkt in Berlin. Rubicon optimiert Display-Umsätze für Online Publisher. Dirk Freytag, der frühere CEO von Adtech, soll das Geschäft im deutschsprachigen Raum vorantreiben. Freytag sieht den Schwerpunkt seiner Aufgabe darin, Publisher dabei zu unterstützen, den höchsten Ertrag für das Inventar zu erzielen, das nicht von der Sales- Mannschaft des Publishers oder Vemarkters direkt verkauft wird. Rubicon Project hat eine gute Technologie und ist an über 60 Demand-Side-Plattformen angeschlossen, erläutert Freytag. Über 55 Prozent des Umsatzes von Rubicon Project werden mittlerweile über Echtzeithandel generiert. Derzeit testen einige große deutsche Vermarkter die Technologie von Rubicon Project. Noch sei der automatisierte Handel in Deutschland im Anfangsstadium, wie stark er sich durchsetzen werde, sei schwer abzusehen, so Freytag. Inzwischen setzen Publisher Sell- Side-Plattformen wie Rubicon auch dazu ein, um Geld mit dem internationalen Traffic auf ihrem Web-Angebot zu verdienen, erklärt er. Seit Beginn des Jahres drängen Demand- Side- und Sell-Side-Plattformen sowie Trading Desks in den deutschen Markt: Dataxu hat Mexad übernommen, Mediamath und die Schweizer Publigroupe gründeten das Joint Venture Spree7. Publicitas und Adnative, ebenfalls Unternehmen der Publigroupe, haben eine neue SSP für das Inventar von Premium-Publishern angekündigt. is Mode für dich und mich chte Mode von echten Menschen: Mit Ediesem Slogan wirbt das US-Start-up Chicisimo für seine Modeplattform, deren deutsche Version bereits unter der.de-endung existiert. Mädchen und Frauen können Bilder von sich einstellen und notieren, welche Marken sie tragen. Chicisimo lädt den Look dann auf die Markenseite auf der Plattform. Das Angebot von Chicisimo an Marken lautet: Wir können lustige Spiele, Giveaways organisieren. is Neues Modenetzwerk: Chicisimo.com

5 TRENDS & STRATEGIEN 15/ Juli 2012 Internet World BUSINESS 5 Gesucht: Käufer für Firmen Holtzbrinck beteiligt sich an der Deutschen Unternehmerbörse ie Holtzbrinck-Gruppe Dhat sich über ihre Tochter Handelsblatt an der Deutschen Unternehmerbörse beteiligt. Wie viel der Verlag für den Anteil von 25,1 Prozent bezahlt hat, wurde nicht bekannt. Unter bringt das Hamburger Startup die Verkäufer von Unternehmen oder Firmenanteilen mit Interessenten zusammen. Mehr als 110 Deals wurden in den letzten 15 Monaten über uns angebahnt, berichtet Geschäftsführer Michael Grote. Die Dunkelziffer ist hoch, weil uns viele der Verkäufe nicht mehr gemeldet werden. Es sind mittelgroße Firmen, die über die Unternehmerbörse stille Teilhaber, aktive Gesellschafter oder Käufer suchen. Zurzeit beobachten wir viele Angebote im Online Business, so Grote. Neben Shops suchen Agenturen oder innovative Dienstleister Investoren. Die Unternehmerbörse vermittelt lediglich Kontakte. Unternehmer bezahlen 49 Euro im Monat für eine Anzeige, Interessenten fünf bis zehn Euro für eine Komfortsuche und Inserate. Weitere Einnahmen generiert die Börse über die Werbevermarktung der Plattform. Verdienst für Blogger Coskun Tuna (li.), Cevahir Ejder verlinken auf Rankseller.de Werbungtreibende mit Bloggern ankseller.de will expandieren: Für die RInternationalisierung und zum Ausbau des Marktplatzes zur Blog-Vermarktung sucht das Berliner Start-up Investoren auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch (siehe auch Seite 6). Wir brauchen Unterstützung, um mehr zu bewegen, sagt Mitgründer Coskun Tuna. Bei Rankseller finden Werbungtreibende Inhalte fürs Linkbuilding und Blogger Einnahmequellen. In den ersten fünf Monaten nach dem Start wurden rund Euro Umsatz erzielt, auf dem Marktplatz sind Blogs vertreten. Die Konkurrenz heißt Populis, ein Zusammenschluss der beiden Blog-Vermarkter Mokono und Ad nation. Sie vertreten rund 600 Websites und Blogs. In den USA erreicht Blog-Vermarktung ein Volumen von mehr als 500 Millionen US-Dollar pro Jahr. vs Deutsche Unternehmerbörse: Vermittlung von Firmen, Beteiligungen und Geschäftsführungen Die Deutsche Unternehmerbörse konkurriert mit Nexxt-Change, einem Angebot der Handelskammern, der KfW Bankengruppe und des Wirtschaftsministeriums, und sie kooperiert bereits seit ihrem Start mit dem Handelsblatt, das laut eigenen Angaben mit der Beteiligung ein Thema besetzt, das eine hohe Relevanz für den Mittelstand besitzt und das Online-Portfolio abrundet. Neben den Web-Aktivitäten der Wirtschaftsmedien Handelsblatt und Wirtschaftswoche gehören dazu die Datenbank Genios, die Weiterbildungsbörse Semigator, der Vermarkter IQ Media sowie das Jobsuchportal Jobturbo. vs Geld für Targeting-Tools urz vor der Fachmesse Dmexco zeigen KInvestoren verstärktes Interesse an Werbespezialisten und -services: Zusammen mit mehreren Business Angels und der Berliner IBB-Beteiligungsgesellschaft hat sich BMP Media Investors an MBR Targeting beteiligt. Für dessen Marktstart floss ein hoher sechsstelliger Betrag ins Berliner Unternehmen. MBR Targeting entwickelt Technologien für zielgerichtete Werbung. Mithilfe von Algorithmen und Tools zur Datenanalyse kann Web-Werbung damit in Echtzeit und individuell auf die Interessen eines Nutzers ausgerichtet werden. Dabei werden keine Nutzerdaten gespeichert. Targeting nimmt eine Schlüsselrolle im Bereich Online-Werbung ein, um Streuverluste zu vermeiden und die Wahrnehmungs rate zu erhöhen, erklärt BMP-Vorstand Jens Spyrka die Investition. Die Industrie setzt zurzeit massiv auf Targeting-Lösungen. Dennoch trifft MBR Targeting, das im September 2011 gegründet wurde, auf große Konkurrenz: Wettbewerber wie Nugg Ad oder Adscience betonen, nur ano nyme Daten zu verwenden. vs Community für die Firma Yammer und Swabr verbessern die Kommunikation in Organisationen Im Büro: Firmennetze vereinfachen die Kommunikation as sind Perspektiven: DFür 1,2 Milliarden US- Dollar kaufte Software- Hersteller Microsoft vor Kurzem Yammer. Das Unternehmen, das 2008 gegründet wurde, nimmt für sich in Anspruch, ein Facebook für Unternehmen zu sein. Dieses Ziel verfolgt auch Swabr ein deutlich jüngeres Start-up aus Berlin. Yammer liefert Unternehmen die Software, um interne Netzwerke und Communitys aufzubauen. Swabr setzt auf die eigene Plattform, Software as a Service und auf Microblogs. In Anlehnung an Twitter sollen sich Mitarbeiter schnell, kurz und unabhängig von ihrem Standort gegenseitig informieren und Dateien austauschen. Swabr verbindet die Funktionen einer Community mit denen von Twitter, erklärt Ayhan Kocak, Gründer und Geschäftsführer von Swabr. Jedes Unternehmen hat ein geschlossenes Netzwerk für seine Mitarbeiter mit verifizierbarer -Adresse. Noch können Firmen Swabr.com kostenlos ausprobieren. Doch das Unternehmen arbeitet gerade an Premiumfunktionen rund um Administration und Kontrolle der Netzwerke sowie für eigene Gestaltungsmöglichkeiten. Damit sollen Gezielt werben mit Targeting Swabr wurde 2011 in Berlin geggründet Das Start-up beschäftigt zehn Mitarbeiter Seit dem Start 2011 haben sich Unternehmen und Organisationen aus 70 Ländern für Swabr.com entschieden Swabr wird finanziert durch Gründer und Business Angels monatlich pro Nutzer oder Mitglied zwei bis drei Euro Kosten anfallen. Inzwischen haben Organisationen aus 70 Ländern auf Swabr ein Kontaktnetzwerk eingerichtet. Firmen dämmen mit Swabr.com die - und Spam-Flut ein und können Kosten sparen. Aus den gleichen Gründen hat auch Yammer.com Firmen überzeugt nicht zuletzt Microsoft als Aufkäufer. vs Foto: Fotolia / Daboost Foto: Fotolia / Bilderbox Hier finden Sie Nachrichten von jungen Firmen und Investoren MYSPORTGROUP 13 Millionen Euro In einer zweiten Finanzierungsrunde hat sich die Mysportgroup aus Berlin 13,5 Millionen Euro von der spanischen Nauta Capital und der Luxemburger Cipio Partners sowie von bestehenden Investoren gesichert. Damit soll das Wachstum beschleunigt und die Marktposition ausgebaut werden. Mysportgroup betreibt den Shopping Club Mysportbrands.de sowie den Online Shop Mysportworld.de. Im zweiten Jahr nach Gründung hat das Unternehmen seinen Umsatz um 800 Prozent gesteigert. Investoren hoffen auf mehr Wachstum im Sportsegment. vs CARE.COM Zukauf für Expansion Das US-amerikanische Start-up Care.com hat seinen Wettbewerber Betreut.de übernommen. Beide Unternehmen vermitteln gegen Provision Betreuer für Kinder, Senioren, Tiere oder den Garten. Betreuung ist kein nationales, sondern ein globales Thema, meint Care.com- Gründerin Sheila Lirio Marcelo dazu. Voraussichtlich wird Betreut.de nun die weitere internationale Expansion in Europa organisieren. Von der Übernahme, die in Care.com-Anteilen bezahlt wurde, profitieren die Investoren Holtzbrinck, Rocket Internet und Mutschler. vs ROCKET INTERNET Payment und Postkarte Rocket Internet klont gerade wieder US- Unternehmen: Mit Cardagram startet der Inkubator der Samwer-Brüder eine App, die aus Facebook und Instagram echte Postkarten macht. Das US-Vorbild heißt Postagram. Und Stripes ist ein Dienst, der in den USA die Kreditkartenzahlung in Webshops vereinfacht. Auch dieses Unternehmen wird gerade von Rocket Internet in Berlin kopiert. vs HANSE VENTURES Tipps fürs Ausgehen Gigalocal, die App zum Bestellen von Dienstleistern für unterwegs, kommt nicht recht vom Fleck. Dafür nutzt Inkubator Hanse Ventures, bei dem Gigalocal entstand, die Erfahrungen mit Geodaten für eine neue App: Finest Spots zeigt auf dem Smartphone beliebte Kneipen. User können beim Besuch Bonuspunkte und damit Prämien sammeln. vs INTERNET Unternehmertum lernen Der Duisburger Professor für E-Business, Tobias Kollmann, fordert ein Pflichtfach E-Entrepreneurship an Universitäten und mehr Unterricht rund um das Internet in Schulen. Wir sind digital abgehängt worden, meint er. Die meistgenutzten Websites und -Dienste stammen aus den USA. Wissen und mehr Kapital für Gründer könnten dies ändern helfen. vs

6 6 Internet World BUSINESS TRENDS & STRATEGIEN 23. Juli /12 CROWDFUNDING UND CROWDINVESTING Die Menge zahlt Crowdfunding entwickelt sich gerade zum Mega-Trend bei der Finanzierung von Projekten und neuen Geschäftsideen und könnte dem Mittelstand Alternativen zur Kapitalaufnahme bieten eine aktive Marketing Community ist dabei inklusive und Euro in Rwenigen Tagen oder gar in Stunden: Crowdfunding heißt das neue Zauberwort zur Finanzierung von Geschäften, karitativen oder technischen Projekten sowie von Kunst. Dabei sammeln Künstler und Unternehmer auf Web- Plattformen von der Menge (engl. crowd ) oder von Hunderten Interessenten das Kapital für ihre Pläne ein Fans der TV- Serie Stromberg trugen im letzten Winter auf Startnext.de eine Million Euro für einen Kinofilm über den fiesen Versicherungsmanager zusammen. Und innerhalb weniger Wochen investierten 166 Interessierte bei Seedmatch Euro in den Cosmopol-shop. Wir brauchten Geld für den Ausbau des Sortiments, für Marketing und die Optimierung der Technik, erzählt Mitgründer Michael Kraus. Mittlerweile erscheinen jede Woche Nachrichten, dass Merger das Startkapital eines Unternehmens finanzieren oder eine neue Plattform das Crowdfunding revolutionieren wollen. Für diesen Herbst haben fünf weitere Anbieter ihren Start angekündigt. Wir haben in Deutschland eine Kapitallücke bei der Frühfinanzierung von Start-ups, beschreibt Andreas Kuckertz, der E-Business und Management an der Universität Dortmund lehrt, den Bedarf. Banken geben Unternehmen mit neuen, schwer einschätzbaren Geschäften keinen Geldregen: Mit Crowdfunding finden Unternehmen Investoren und Anleger Chancen, von Wachstumsfirmen zu profitieren Die Crowd zeigt großes Interesse Vom Film bis zur Spende 375 Projekte seit 2011 finanziert neue Projekte finanzierte Projekte INTERNET WORLD Business 15/12 Kredit. Auch Musiker, Autoren und Regisseure haben Probleme, ihre Werke vorab zu finanzieren. Die Masse zahlt mit wachsender Begeisterung: Weil sie teilhaben will an Kunstprojekten oder an Unternehmensgewinnen. Und weil das Vertrauen in die Produkte von Banken schwindet. Bisher konnte man sich nur mit großen Summen an kleinen Unternehmen oder über die Börse mit kleinen Summen an großen Unternehmen beteiligen, erklärt Dennis Bemmann, Mitgründer von StudiVZ und von der Crowdfunding-Börse Bergfürst Q Q Q Q Q Q Beliebt: Bis Jahresmitte stieg die Anzahl der von Mikro-Investoren finanzierten sozialen, technischen und kulturellen Projekte in Deutschland auf 375 an Foto: Fotolia / Franz Pfluegl Jetzt kann man mit kleinen Summen in Wachstumsunternehmen investieren. Crowdfunding ermöglicht Kleinanlegern den Einstieg in den Risikokapitalmarkt. Ab einem Euro sind private Finanziers dabei (siehe Tabelle). Crowdfunding ist jedoch nicht gleich Crowdfunding: Denn je nach Plattform oder Anbieter können Anleger mit einem Dankeschön oder mit Gewinn- und Erfolgsbeteiligungen rechnen. Für Letzteres müssen sie in der Regel mehr bezahlen. Man kann Crowdfunding und -investing nicht in einen Topf werfen, erläutert René Klein, Geschäftsführer des Portals Fuergruender.de. Beim Crowdinvesting geht es um viel mehr Geld und Firmenanteile, beim Crowdfunding werden Anleger am Erfolg in Form von Prämien beteiligt. Heute wird unterschieden zwischen: Crowdfunding: Organisationen oder Freunde sammeln für ein karitatives oder ein kommerzielles Projekt oder für ein Geschenk Geld. Die Investoren bekommen eine Prämie, etwa eine Kinokarte für den Film, den sie mitfinanziert haben. Bei Geschenken entfällt diese. Laut Fuer-gruender.de könnten 2012 durch die Masse bis zu vier Millionen Euro bereitgestellt werden. Crowdinvesting oder -financing: Firmen beteiligen Investoren über stille Teilhaberschaft, Genussrechte oder Aktien am Gewinn. Das Investitionsvolumen kann laut Schätzungen langfristig auf einen zweistelligen Milliardenbetrag wachsen. Crowdlending ist schon bekannter: Hier gewähren Verbraucher online einer Organisation Kredit gegen Zinsen. Trotz der Unterschiede der Weg zum Kapital ähnelt sich auf den Plattformen: Die Anbieter prüfen zunächst die Idee oder Geschäfte. Von etwa 30 Bewerbungen für eine Crowd-Finanzierung landet eine auf der Plattform, sagt Jens-Uwe Sauer Die Crowd gibt immer mehr Gesamtfinanzierungshöhe aller Projekte* pro Quartal Angaben in Euro Q Q Q Q Q Q Verfünffacht: Bis Anfang 2011 gab die Crowd rund Euro für 23 Projekte, bis zum 2. Quartal 2012 steig die Anlagesumme auf Euro an Quelle: Für-gründer.de; * nur Crowdfunding, ohne Crowdinvesting; Stand: Juli 2012 von Seedmatch. Während einer festgelegten Frist meist 30 bis 60 Tage präsentieren Firmen oder Künstler danach ihre Projekte. Interessierte Anleger können zeichnen und werden so je nach Vertrag zu stillen Teilhabern oder Aktionären. Kommt die geplante Geldmenge in der Ausschreibung nicht zustande, erhalten die Anleger ihre Einzahlungen zurück. Zahlt die Crowd ausreichend ein, fließt wenige Wochen nach Fristende das Geld abzüglich einer Provision von fünf bis zehn Prozent: Beim Crowdfunding bleibt eine Menge Geld beim Vermittler hängen, gibt Kuckertz zu bedenken. Cosmopol profitierte trotzdem von der teuren Finanzierung: Bis zum Vertragsende Start-ups bilden die Vorhut. Crowdfunding wird sich als Finanzierungsweg ausweiten. JENS-UWE SAUER Geschäftsführer Seedmatch.de 2015 sind 188 stille Teilhaber am Shop beteiligt. Wir veröffentlichen quartalsweise Geschäftsberichte, den Jahresabschluss und beantworten Fragen der Anleger, berichtet Kraus. Das Management hat sich verbessert, wir arbeiten jetzt mit mehr Zahlen. Für die Kommunikation zwischen Geldnehmern und Finanziers bieten die Plattformen geschlossene Bereiche. Der Wachstumsschub wird beim Crowdfun- Spenden, leihen, investieren: Angebot Auxmoney Bergfuerst Betterplace Companisto Deutsche-mikroinvest Flattr Friendfund Gründer+ Inkubato Innovestment Mashup Finance Mysherpas Pling Seedmatch Sellaband Smava Startnext Vision Bakery Welcome Invest INTERNET WORLD Business 15/12 Web-Adresse auxmoney.de bergfuerst.com* betterplace.org companisto.de deutsche-mikroinvest.de flattr.com friendfund.com gruenderplus.de inkubato.com innovestment.de mashup-finance.de mysherpas.de pling.de seedmatch.de sellaband.de smava.de startnext.de visionbakery.de wlcm.in

7 TRENDS & STRATEGIEN Wir veröffentlichen jetzt regelmäßig Berichte. Das hat das das Management verbessert. MICHAEL KRAUS Mitgründer Cosmopol-shop.de ding aktiv unterstützt: Unsere Investoren sind Mitstreiter, sagt Kraus. Wir machen einen Teil unseres Umsatzes mit ihnen. Die Finanziers empfehlen zudem Kooperationspartner, neue Produkte oder machen sich im Bekannten- und Kundenkreis für den Shop stark. Das nutzt beiden Seiten: Blüht das Unternehmen auf, steigt sein Wert und damit die Rendite. Dieser Werbeeffekt macht Crowdfunding gerade für mittelständische Firmen interessant: Crowdfunding eignet sich auch für größere Unternehmen, ist Seedmatch-Gründer Jens-Uwe Sauer überzeugt. Tim Arlt, Chef von Gründer+, das sich auf E-Commerce spezialisiert, meint, dass der stationäre Handel diese Finanzierungsart für sich entdecken wird: Multichannel wird Pflicht, Ladenbesitzer müssen einen Online Shop finanzieren. Und Crowdfunding bietet Alternativen zur Bank. Doch etablierte Firmen benötigen meist mehr Geld. Aufsichtsrechtlich werden jedoch dem Crowdfunding in Deutschland Grenzen gesetzt: Während in den USA Unternehmer gleich mehrere Millionen Dollar einsammelten, sind die Investments der Massen hierzulande auf Euro beschränkt. Um mehr Kapital von Anlegern einzuwerben, muss ein Verkaufsprospekt vorgelegt werden, den die Bankenaufsicht prüft. Trotz der Hürden: Viele Crowd investing-plattformen wollen ans große Geld. Seedmatch überarbeitet seine Verträge, um ab Herbst größeren Kapitalbedarf zu stillen. Bergfürst will sich generell für umfangreichere Finanzierungen empfehlen, hat sich mit einer Banklizenz ausgerüstet, fordert von Firmen einen Prospekt und auch die Wandlung in eine kleine Aktiengesellschaft. Die Plattform ist eine Börse, Anleger sollen hier Firmenanteile handeln. Bei den anderen Anbietern binden sie sich, Einlagen fünf bis zehn Jahre im Unternehmen zu lassen. Crowdfunding ist neu, das reizt mich als Anleger, sagt Tobias Kramer, Geschäftsführer des Informationsportals Zertifikateberater. Außerdem kann ich an innovativen Geschäftsideen partizipieren. Es ist aber Vorsicht geboten: Für Anleger ist Crowdfunding riskant. Startups können in die Insolvenz rutschen, das investierte Kapital ist dann futsch. Stille Beteiligungen lassen sich vor Vertragsende nur schwer und mit Einbußen weiterverkaufen, da es keinen Markt dafür gibt. Nimmt die Firma weiteres Kapital auf, verwässert das den Wert der Anteile. Kramer hat bereits erste schlechte Nachrichten erhalten. Ein Unternehmen lieferte schlechtere Zahlen als vorgesehen. Er hat zudem bei Ausschreibungen genau nachgerechnet: Man muss sehr genau darauf schauen, wie am Ende der Beteiligung der Firmenwert berechnet wird. Normalerweise werden Technologie-Unternehmen offensiver bewertet als beim Crowdfunding. Der große Gewinn kommt so eher selten. vs Investieren im Ausland: CH: A: F: USA: Firmenanteile können durch eine Folgefinanzierung verwässert oder aufgekauft werden. RENÉ KLEIN Geschäftsführer Fuer-gruender.de DURCHSTARTEN IM E-COMMERCE! Bei uns erfahren Sie wie. plentymarkets ist die clevere E-Commerce Komplettlösung mit der sich alle Prozesse des Onlinehandels komfortabel organisieren, effizient steuern und in Echtzeit verwalten lassen. Besuchen Sie uns auf folgenden Messen: Halle 4, Stand 444, 26 bis Halle 7.1, D 024, 12 bis Geld von der Crowd Betreiber Einsatz Funktion Unternehmen Anleger Auxmoney GmbH ab 50 Lending: Kredite von privat 2,95 % Zinsen 1 % der Anlage + Service E-crowd Finance GmbH ab 250 Investing: Beteiligung am Eigenkapital durch Aktien bis 8 % + Service* 5 /Trade Gut.org gag ab 1 Funding: Spenden kostenlos kostenfrei Companisto GmbH ab 5 Investing: Unterbeteiligung; stille, atypische Beteiligung 9 % kostenfrei Cerverus Microinvest GmbH projektabh. Investing: Beteiligungsart je nach Projekt 5 10 % + Service k. A. Flattr AB 2 bis 50 Funding: Bezahlen oder Spende für Inhalte 10 % + Service kostenfrei Friendfund GmbH ab 5 Funding: Händlergutscheine; Auszahlung über Paypal 3 % Transaktion Gründerplus GmbH ab 50 Investing: stille Beteiligung an E-Commerce 5 10 % kostenfrei Inkubato UG ab 5 Funding für soz., kult., techn. Projekte: gegen Prämie 10 % kostenfrei Innovestment GmbH ab Investing: stille Beteiligung über Auktionsverfahren ca. 8 % + Service kostenfrei Mashup Finance UG ab 100 Investing: Genussrechte um 8 % kostenfrei My Sherpas GmbH ab 1 Funding für soz., kult., techn. Projekte: gegen Prämie 10 % kostenfrei Table of Visions GmbH ab 1 Funding für soz., kult., techn. Projekte: gegen Prämie 7 % + Service Transaktion Seedmatch GmbH ab 250 Investing: stille Beteiligung oder Genussrecht 5 bis 10 % + Service kostenfrei Sellaband GmbH ab 10 Funding für Musikalbum oder Tour: gegen Prämie 15 % + Service kostenfrei Smava GmbH ab 250 Lending: Kredite von privat 2,5 3 % Zins 1,35 % Startnext Crowdfund. gug ab 1 Funding für soz., kult., techn. Projekte: gegen Prämie Service f. Payment kostenfrei Vision Bakery UG ab 1 Funding für soz., kult., techn. Projekte: gegen Prämie 10 % + Service Transaktion WLCM Ug ab 50 Investing: stille Beteiligung auch gegen Beratungsleistung ca. 10 % + Service kostenfrei Unsere Mitaussteller: Quelle: Cofunding.de; eigene Recherchen; * Provision in Prozent der Finanzierungssumme, Service: für Präsentation, Plattform, Bezahldienstleister.

8 8 Internet World BUSINESS TRENDS & STRATEGIEN 23. Juli /12 PREISSTRATEGIE Markenhersteller unter Druck ls der Computerhändler Marko AStrzebin auf Amazon entdeckte, dass das Online-Warenhaus das Fritz Box Fon WLAN 7390 des Router- Herstellers AVM dem Endkunden günstiger anbot als der Distributor dem stationären Handel, reichte es ihm. Ich bitte Sie, meine Firmendaten komplett aus Ihren Systemen zu nehmen, bis Sie wieder eine faire Preispolitik gegenüber dem Fachhandel fahren. Ich möchte weder einen Messebesuch bei Ihnen, noch eine Wellnessreise gewinnen, noch Neuigkeiten aus Ihrem Hause erfahren, wetterte Strzebin in einem Brandbrief gegen AVM. Außerdem machte er seinem Ärger in Foren Luft mit Erfolg: Innerhalb von nur einer Woche schlossen sich 15 Händler seinem Boykottaufruf an und verbannten sämtliche Werbemittel des Router-Herstellers aus ihren Shops. Bei AVM nimmt man die Angelegenheit den Worten von Kommunikationsleiter Urban Bastert zufolge ernst, weist aber den Vorwurf zurück, man würde Amazon bevorzugen. Als Hersteller habe AVM keinen Einfluss auf die Verkaufspreise verschiedener Anbieter, betont Bastert. Das von Strzebin genannte Angebot sei ein Aktionspreis von Amazon, der aktuelle Preis liege weit höher. Darüber hinaus versuche das Unternehmen, durch Aktionen und Bundles, die nur über den Fachhandel vermarktet werden, dem stationären Handel den Rücken zu stärken. Hersteller in der Zwickmühle Doch AVM steckt, wie die meisten anderen Hersteller auch, in einem Dilemma: Einerseits wünschen sich Markenunternehmen stabile Preise für ihre Produkte, online wie offline, um ihr Image als Premiumanbieter zu schützen. Andererseits haben sie nur selten die Macht, gleiche Verkaufskonditionen auf allen Kanälen durchzusetzen oder gar die Preise zu kontrollieren. Wenn ein Platzhirsch wie Amazon sich entschließt, ein Produkt besonders günstig zu verkaufen, dann haben wir keine Chance, dies zu verhindern, erklärt beispielsweise ein Anbieter von Spielwaren aus dem Premiumsegment. Er Der Preis für das iphone ist seit fünf Jahren online wie offline stabil geblieben bittet aber darum, dass sein Unternehmen nicht genannt wird, um nicht noch schlafende Geister zu wecken. Auch eine ganze Reihe anderer Hersteller unterschiedlicher Branchen, mit denen INTERNET WORLD Business im Zuge seiner Recherche sprach, sehen als eines ihrer dringlichsten Probleme unisono, die Preise stabil zu halten und den Wert der Marke zu schützen. Doch über das Wie herrschte weitgehend Ratlosigkeit. Doch es gibt auch Unternehmen wie den Sportartikelhersteller Adidas, der jüngst verkündete, Händlern ab Januar 2013 den Vertrieb von Produkten der Marken Reebok und Adidas über offene Online-Marktplätze wie ebay oder Amazon zu untersagen. Die offizielle Begründung der Geschäftsführung: Man wolle sicherstellen, dass die Darstellung von Adidas und Reebok im Sportartikelumfeld immer in optimaler Weise erfolgt. Johannes Altmann, Gründer der E-Commerce-Beratung Shoplupe, zeigt Verständnis für Adidas Versuch, die eigene Marke zu schützen. Der Wert einer Marke liegt in der Begehrlichkeit, erklärt er. Wenn aber Produkte an Exklusivität, Strahlkraft und Begehrlichkeit verlieren, weil sie bei ebay, Amazon oder unprofessionellen Online Shops verschachert werden, muss der Markeninhaber eingreifen. Daher sei es verständlich und auch absolut nötig, dass Premiummarken zunächst darauf achten, ihre Produkte nur bei ausgewählten Premiumpartnern zu verkaufen. Achim Himmelreich, Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce beim BVDW, glaubt indes nicht an die Begründung, Adidas wolle in erster Linie auf die Produktdarstellung und das eigene Image Einfluss nehmen. Adidas möchte die Preise kontrollieren, ist er sich sicher. Ob dies gelingen wird, daran hat Himmelreich allerdings seine Zweifel: Letztlich werden die Kunden entscheiden, ob sie Adidas-Artikel künftig in anderen Shops kaufen oder ob sie Premiumanbieter leiden zunehmend unter dem Preisdruck im Web nur wenigen gelingt es, die Preise auf allen Kanälen stabil zu halten auf ebay oder Amazon einer anderen Marke den Vorzug geben. Falls Adidas Marktanteile durch das Verkaufsverbot auf Amazon und ebay verliere, werde der Konzern seine Verkaufsstrategie noch einmal überdenken, ist sich Himmelreich sicher: Amazon entwickelt sich zu einer Plattform, auf der Kunden alles kaufen können. Damit stärkt das Unternehmen seine Präsenz und den Einfluss auf die Hersteller. Wie groß die Macht offener Marktplätze wie ebay und Amazon mittlerweile ist, zeigt noch ein anderes Beispiel. Viele stationäre Händler kaufen ihre Produkte mittlerweile nicht mehr beim angestammten Großhändler, sondern online. Bei jeder Bestellung schaue ich erst nach, ob es die Ware bei Amazon oder ebay günstiger gibt, und dies ist recht häufig der Fall, berichtet zum Beispiel ein Spielwarenhändler aus Bayern. Selbst der aufständische Händler Strzebin gesteht ein, Ware schon bei Amazon gekauft Die Fritz Box gibts bei Amazon zu günstig Foto: Fotolia / Rubysoho Die wertvollsten Marken der Welt Position Marke Markenwert 2012 (in Milliarden US- Dollar) Foto: AVM Veränderung des Markenwerts zu Apple % 2 IBM % 3 Google % 4 McDonald s % 5 Microsoft 77 2 % 6 Coca-Cola % 7 Marlboro % 8 AT&T 69 1 % 9 Verizon % 10 China Mobile % INTERNET WORLD Business 15/12 Quelle: Millward Brown zu haben und zwar immer dann, wenn sie auf dem Marktplatz günstiger als beim Distributor war. Die Macht der Marke Aber es gibt auch Unternehmen, denen es seit Jahren gelingt, die Preise für ihre Produkte online und offline stabil zu halten. Bestes Beispiel ist Apple. Die wertvollste Marke der Welt kontrolliert nicht nur ihre Vertriebskanäle genau, sondern sieht für iphone & Co. auch so geringe Margen vor, dass sich ein Verkauf unter UVP für Händler einfach nicht lohnt. Gleichzeitig allerdings sind Apple-Produkte auch Schnelldreher, die von Händlern wie geschnitten Brot und ohne das Risiko, auf alten Lagerbeständen sitzen zu bleiben, verkauft werden. Dass andere Hersteller sich schwertun werden, dem Beispiel Apples zu folgen, davon ist Achim Himmelreich überzeugt: Die Schere wird wei- Achim Himmelreich prognostiziert härtere Zeiten ter auseinanderklaffen es wird eine kleinere Anzahl erfolgreicher Premiumanbieter geben und eine große Anzahl von Herstellern im unteren Preissegment, sagt er. Die größten Schwierigkeiten werden seiner Meinung nach aber die Anbieter in der mittleren Position haben. Denn die müssten entscheiden, ob sie sich nach oben in das gehobene Preissegment begeben, was teuer ist und dauert. Oder sie müssten ihre Preise reduzieren, um mit dem Strom mitzuschwimmen. Denn der Preiskampf wird sicher nicht nachlassen, im Gegenteil: Mit dem mobilen Preisvergleich, der heute ja noch am Anfang steht, wird er sich noch verschärfen, ist Himmelreich fest überzeugt. Das Internet wird dann noch mehr zu einer gnadenlosen Vergleichsmaschine. Der Shoplupe-Geschäftsführer Johannes Altmann sieht die Zukunft indes nicht ganz so düster wie sein Kollege. Er glaubt durchaus, dass Markenhersteller eine Chance haben, Preise und Umsätze zu halten auch ohne Verkaufsverbot. Sein Rat: Markenartikelhersteller müssen die guten Fachhändler unterstützen. Nützliche Produktinformationen, Zugriff auf Bilddaten, Verkaufs informationen und Schulungen seien dafür probate Mittel. Und darüber hinaus: Alles, was der stationäre Händler bekommt, muss auch der Online- Händler erhalten. WALTRAUD RITZER

9 1&1 WEBHOSTING Kein anderer Webhoster überzeugt durch so viel Kompetenz, Know-how und Qualität wie 1&1. Maximal sicher: Paralleles Hosting Ihrer Website in zwei Hightech- Rechenzentren an verschiedenen Orten! Superschnell: 275 GBit/s Anbindung! Umweltschonend: Grüner Strom! Zukunftssicher: eigene Entwickler! Ausgabe 05/12 Ausgabe 07/12 Komplett-Paket für professionelle Websites: 4 Domains inklusive (Auswahl aus.de,.com,.net,.org,.biz,.info,.name,.eu,.at) 4 GB Webspace UNLIMITED Traffic 5 FTP-Accounts 5 MySQL Datenbanken (je 1 GB) 1&1 Webanalytics UNLIMITED Click & Build Apps (Auswahl aus 65 Anwendungen, z. B. Joomla!, WordPress, ecommerce, CMS) PHP5, Zend Framework, Perl, Python, Ruby, SSI NUR BEI 1&1: GEO-REDUNDANZ! Maximale Verfügbarkeit durch paralleles Hosting in zwei örtlich getrennten Hightech-Rechenzentren u. v. m. 1&1 DUAL BASIC 1 JAHR FÜR 6, 99 /Monat* danach 6,99 /Monat* 0, /Monat, DOMAINS OHNE EINRICHTUNGSGEBÜHR: /Monat /Monat 29 (im 1. Jahr) 69.de 0, 0, 49.com/.net/.org 0, * (im 1. Jahr) 1, * / / * 1&1 Dual Basic im 1. Jahr 0, /Monat, danach 6,99 /Monat..de Domain im 1. Jahr 0,29 /Monat, danach 0,49 /Monat,.com,.net,.org im 1. Jahr 0,69 /Monat, danach 1,49 /Monat. Einmalige Einrichtungsgebühr 9,60 (entfällt bei Domains). 24 Monate Mindestvertragslaufzeit (12 Monate bei Domains). Preise inkl. MwSt.

10 10 Internet World BUSINESS MARKETING & WERBUNG 23. Juli /12 DMEXCO Kongress-Schwergewichte Die Messe ist bereits ausgebucht und das Kongressprogramm zur Branchenshow im September steht auch schon. Das Motto: The Digital Transformation: Shaping Models Creating Business. Auf den Podien gibt es einige Hochkaräter zu sehen. Unter anderem Sarah Wood (Co-Founder und COO des Social-Video-Advertising-Spe zialisten Unruly), Ilya Segalovich (CEO und Founder von Russlands größter Suchmaschine Yandex) oder die Visionäre für Mobiles Kit Hughes von Look Listen und Daniel Rosen von Joule und auch Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) sowie Pete Blackshaw (Global Head of Digital bei Nestlé). Das Programm steht ab jetzt unter zum Download bereit. häb OMS Fußballfans im Visier Pünktlich zum Anpfiff der Saison 2012/ 2013 startet die OMS ihr Fußball-Bundesliga-Paket. Das Paket erreicht laut Agof (Arbeitsgemeinschaft Online Forschung) über drei Millionen Unique User im Monat, und zwar in den Tageszeitungs-Websites aller Einzugsgebiete der 36 Bundesliga- Vereine. Werbekunden können zwischen zwei Belegungsmöglichkeiten im OMS- Foto: Fotolia / Julien Tromeur Fußball-Channel wählen: exklusive Wallpaper-Tagesfestplatzierung oder Wallpaper in Rotation. Die Werbebotschaften werden durch ihre Platzierung direkt in der Themenwelt positiv wahrgenommen und wirken deutlich besser, so OMS-Geschäftsführer Matthias Wahl. häb AGOF Neue Mitglieder Anzeige Ran: Die OMS schnürt ein Werbepaket von der Kreis- bis zur Bundesliga Rauf mit der Reichweite: Sevenone Media, Bauer Media und Microsoft Advertising heißen die neuen Mitglieder in der Sektion Mobile der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof). Als Mitglieder werden sie nicht nur in den Mobile Facts ausgewiesen, sondern arbeiten auch aktiv an der Weiterentwicklung des Studienmodells mit. Neu als Lizenznehmer hinzugekommen sind die Adconion Media Group, Mein Prospekt und Madvertise. Damit nehmen aktuell elf Mitglieder und fünf Studienteilnehmer an den Mobile Facts teil. Nächste Ausweisung ist im Herbst. häb Vermarktung mangelhaft Broadcaster lassen bei der Vermarktung des Second Screen Geld auf der Straße liegen ie Investitionen in Video-Werbung D hinken dem Wachstum im Bewegtbildmarkt hinterher. Klartext: Die Werbereichweite bleibt hinter der Publikumsreichweite zurück, weil Medienunternehmen beim Ausliefern von Werbung IP-basierte Endgeräte wie Smart TV, IPTV, Smartphones, Tablets oder Spielekonsolen noch außen vor lassen. Die Folge dieser unzureichenden Bewegtbildvermarktung: Broadcastern entgehen Umsätze und Werbekunden verpassen Werbekontakte. Das ist das Kernergebnis der Studie A Future for TV zu den globalen Bewegtbildtrends von Videoplaza, einem Spezialisten für die werbebasierte Monetarisierung des New TV, und den Analysten von IHS Screen Digest. Weitere Ergebnisse der internationalen Studie: TV ist zwar weiterhin das Medium erster Wahl, wenn es um schnellen Reichweitenaufbau und Bekanntheit geht, aber: Der ungebrochene Trend zum Second Screen zwingt die Medienunternehmen zu einer Diversifizierung, um das zunehmend vernetzte Publikum auch künftig zielgenau zu erreichen. Während sich Holger Schöppner (Videoplaza) analysiert Ad-Vermarktung Schwedenhammer Der schwedische Heimwerker-Shop ließ die User seine Website einreißen las Ohlson ist in Schweden das, was CObi oder Praktiker hierzulande sind: ein Do-it-yourself-Paradies. Zum Relaunch wollten die Betreiber des Heimwerker- Shops (www.clasohlson.com/se) ihren Kunden etwas Besonderes bieten und kamen auf eine so einfache wie geniale Idee: Denn was liegt näher, als die User selbst Hand anlegen zu lassen sowie sie zu animieren, persönlich die Abrissbirne zu schwingen? Gesagt, getan. Der Online Shop forderte seine User auf, die alte Webseite mit Hammer, Bohrer oder Kettensäge zu zerstören. Am unteren Ende der Seite konnten die Nutzer ihr Lieblingswerkzeug auswählen, zur Tat schreiten und sägen, hämmern oder bohren. Der Abbruch fand im Browser-Fenster statt, wo der Online Shop Seite für Seite und Stück für Stück zerlegt Mattscheibe: Vermarktung unzureichend also die Definition von TV fortwährend weiterentwickle, habe die Markenwerbung bisher noch keinen Weg gefunden, das Potenzial der Auslieferung von Video Ads auf allen IP-basierten Endgeräten zu erschließen. Markenwerbung im Internet wird laut den Studienmachern immer noch vom PC dominiert, obwohl Werbung über IP mittlerweile ganz andere Bildschirme erreiche. Bewegtbild aber sei von entscheidender Bedeutung beim Online Brand Advertising, heißt es. Sorosh wurde. Die Macher appellierten nicht nur an den Spieltrieb (beziehungsweise die Zerstörungswut) der User, sondern sparten auch nicht mit Belohnung: In Pixeln und Datenmengen wurde festgehalten, wie viel jeder der über Teilnehmer zerstört hatte. Der Schaden wiederum Kettensägenmassaker: Vor dem Relaunch (oben), durften die User die alte Site zerlegen bildete die Basis für die Belohnung, die in Form von Rabatten und Gutscheincodes für den neuen Internet Shop ausgezahlt wurde. Prima Idee, sympathisch und witzig umgesetzt, erfolgreich und deshalb auch von den Hamburger Trendforschern von Trendone hervorgehoben. häb Tavakoli, CEO von Videoplaza: Um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, müssen Medienunternehmen bei der Ansprache des Publikums ihre Inhalte mit einer eindeutigen IP-gerechten Monetarisierungsstrategie verknüpfen. Daniel Knapp, Director Advertising Research bei IHS Screen Digest, ergänzt: Die Trendwende setzt gerade ein acht Prozent der Einnahmen im Bereich Online-Display-Werbung wurden 2011 über Video generiert. Wir erwarten, dass sich das hohe Wachstum auch 2012 fortsetzt, mit einer Zunahme der Einnahmen von 53 Prozent in den fünf führenden europäischen Ländern. Medienunternehmen hätten realistisch gesehen ein Zeitfenster von 12 bis 24 Monaten, um sich vorzubereiten, bevor das Publikum signifikant auf die vernetzten Devices umschwenkt. Knapp weiter: Da die Marktbeschränkungen für die Auslieferung von IP-delivered Video immer geringer werden, intensiviert sich zusätzlich der Wettbewerb mit den neuen Playern im Bereich New TV. Broadcaster müssen Foto: Fotolia / Shockfactor schnell handeln, um Kapital aus ihrem Content zu schlagen. häb Facebook taumelt s läuft nicht gut für Facebook. In den EUSA ist die Nutzerzahl des sozialen Netzwerks in den vergangenen sechs Monaten um 1,1 Prozent zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Capstone Investment. Schon im Juni hatte Comscore aktuelle User-Zahlen vorgelegt, die auf einen Abwärtstrends hindeuteten. Abwärts geht es auch mit der Zufriedenheit der Nutzer. Im aktuellen Verbraucherreport American Customer Satisfaction Index (ASCI) ist der Zufriedenheitsindex von Facebook um acht Prozent auf 61 Punkte gesunken. Damit ist die Plattform das am schlechtesten bewertete Internet- Unternehmen. Erstmals mit erhoben, kommt Google+ aus dem Stand auf 78 Punkte und steht damit in dem Index punktgleich mit Wikipedia auf dem obersten Platz. Auf Rang drei folgt Youtube mit 73 Punkten. Twitter und Linkedin schneiden mit 64 und 63 Punkten zwar auch schlechter als Google ab, liegen aber immer noch vor Facebook. Positiv bewerten die Nutzer an Google+, dass der Dienst im Gegensatz zu Facebook auf störende Werbung verzichtet, und sie trauen Google+ mehr Kompetenz in Sachen Datenschutz zu. Außerdem bemängeln die Nutzer an Facebook die Bedienbarkeit, insbesondere auch von mobilen Plattformen aus. Analysten wiederum bemängeln fehlende Geschäftsmodelle für Mobile. häb

11 MARKETING & WERBUNG 15/ Juli 2012 Internet World BUSINESS 11 Link, like, love Beim zweiten Social Media Marketing icommerce Summit drehte sich alles um big data das Öl des digitalen Zeitalters oziale Daten sind buchstäblich Gold Swert. Eine der Herausforderungen, der sich Unternehmen heute stellen müssen, ist daher die Frage, wie die frei verfügbaren Social-Media-Rohdaten so genutzt und analysiert werden können, dass gezieltes Targeting möglich ist, Produktwerbung schneller und effizienter ausgesteuert werden kann und ein optimaler Erlös erzielt werden kann. Beim Social Marketing geht es allerdings um weit mehr als nur um das Turning data into dollar - Prinzip. Für Karl Heinz Land, Chief Evangelist und Senior Vice President Social icommerce bei Micro Strategy, muss Marketing in erster Linie zum Service werden, genauer zum Paid Service Marketing. Generation Connect Wie das zu schaffen ist und wie die Gen- C, die Generation Connect, das digitale Zeitalter bestimmt, beleuchtete der zweite Social Media Marketing icommerce Summit (SMiCS) in Amsterdam, der von dem Software-Hersteller Micro Strategy veranstaltet wurde. Rund 250 Teilnehmer und mehr als 15 Sprecher beschäftigten sich dabei zwei Tage lang mit der Entwicklung des traditionellen Marketings hin zum Keine physischen Grenzen mehr: Mobile Software dient als Geld-, Schlüssel- und Ticketersatz digitalen Marketing. Brian Solis, Autor und Principal Analyst bei Altimeter, spricht in diesem Zusammenhang vom digitalen Darwinismus, einem Kampf um die Gunst des Konsumenten, bei dem sich die Marken im Social Web gegenseitig zu überbieten versuchen. Die sich verändernden Ansprüche und Forderungen der Konsumenten machen nach Solis ein Umdenken in den Unternehmen notwendig getreu dem Motto Engage or die. Das Ziel der Marken muss es daher sein, den Social Media User in drei Schritten für sich zu gewinnen: link, like und love. Eine Marke, die genau dieses Prinzip umsetzt, ist der FC Barcelona (FCB). Auf Foto: Micro Strategy dem SMiCS erklärte Fernando Gonzalez, Senior Director Social Intelligence bei Micro Strategy, wie die Sportmarke mit über 33 Millionen Facebook-Fans Kundendaten erfolgreich nutzt. Eine FCB Alert liest dazu die sozialen Daten aus und sammelt sie auf einem Dashboard. Gemäß dem Link, like, love -Prinzip versucht der FCB in einem ersten Schritt Nutzer zu akquirieren. Danach steht der Returning User im Fokus, der in einem dritten Schritt mit Coupons oder Vouchers zum Kauf angeregt werden soll. Wie die Social Intelligence -Rohdaten verarbeitet und gewinnbringend im E-Commerce eingesetzt werden können, bleibt die 1-Million-Euro-Frage für Unternehmen beim Social Marketing. Tim Campos, Chief Information Officer (CIO) bei Facebook, sprach sich klar für Targeted Commerce aus, bei dem Kunden dank zielgruppengenauer Ansprache ein Mehrwert geboten wird, der für langfristige Kundenbindung sorgt. Ein Resümee vom SMiCS 2012: Egal für welche Marketingstrategie sich Marken entscheiden, eines darf dabei nicht unterschätzt werden: Die wachsende Macht des Verbrauchers. sg

12 12 Anzeige Internet World BUSINESS MARKETING & WERBUNG 23. Juli /12 YAMONDO Neuer Etat von Lauda Air Die Global Performance Alliance Yamondo wirbt für die österreichische Airline Lauda Air ab sofort in der Türkei. Ziel ist es, die Verkaufszahlen der Fluggesellschaft im türkischen Markt zu steigern. Dazu setzt die in Istanbul ansässige Agentur Digitouch ein neues Affiliate-Marketing-Programm für Lauda Air auf. Digitouch bildet zusammen mit elf anderen Performance-Marketing-Agenturen die weltweite Kooperation Yamondo. sg HOLIDAY AUTOS Entscheidung für Affilinet Der Autovermieter Holiday Autos hat sich europaweit für das Affiliate-Netzwerk Affilinet entschieden, um eine Performance- Marketing-Kampagne zu starten. Damit soll die Sichtbarkeit auf die verschiedenen Produkteinkäufe verbessert werden, um die Customer Journey der Kunden besser nachvollziehen zu können. Das Programm soll während der Sommer-Urlaubssaison in Großbritannien, Frankreich und Deutschland live gehen. sg Holiday Autos wählt Affilinet für eine Performance-Marketing-Kampagne GOOGLE Anzeigen einfach abschalten Google will eine neue Funktion namens Ad Mute einführen, mit der sich Google- Display-Anzeigen künftig einfach abschalten lassen sollen. In einigen Anzeigen würde demnach ein [x]-button eingeführt bei einem Klick darauf werden für den User keine weiteren Anzeigen dieser Kampagne eingeblendet. Zunächst soll die Funktion nur für Anzeigen verfügbar sein, die sich auf Retargeting- und Interessenkategorien beziehen. Ad Mute könnte Werbungtreibenden helfen, nutz lose Auslieferungen einzusparen. sg EXPLIDO Bildungsakademie für SEO Die Augsburger Agentur für Performance Marketing Explido gründet eine Bildungsakademie für SEO. Die Explido Academy bietet ein Weiterbildungsprogramm mit Workshops und Seminaren zur Suchmaschinenoptimierung an. Themen sind dort unter anderem SEO-Controlling, Texten für das Internet, Conversion-Optimierung, Social Media oder Customer Journey. sg Keine Spur von Krise Laut einer Studie wächst Suchmaschinenmarketing in der Eurozone weiterhin Trotz der Krise in der Eurozone ist das Wachstum von SEM ungebrochen. JENS BARGMANN Country Director Marin Software DACH uchmaschinenwerbung im Euroraum Swächst trotz Eurokrise. Gemäß dem aktuellen Weltwirtschaftsausblick des Interna tionalen Währungsfonds (IWF) gilt die Eurozone als Wachstumsrisiko Nummer eins, denn die Euroländer drohen mit ihrer Schuldenkrise die Weltwirtschaft immer stärker nach unten zu ziehen. Davon unberührt scheint Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising, SEA) zu sein: Wie eine Untersuchung von Marin Software, Anbieter von Online- Marketing-Managment-Lösungen, zeigt, ist es um das von Google dominierte Geschäft mit Suchmaschinenwerbung trotz der Eurokrise nicht schlecht bestellt. SEA im Wachstum Im zweiten Quartal dieses Jahres stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in der Eurozone sowohl die Anzahl der Klicks auf Suchwortanzeigen als auch die der Impressions: Wie der Marin Software Online Advertising Quarterly Report ergab, konnten sich die Klicks mit einer Wachstumszahl von 100 auf 149 deutlich verbessern. Das ist ein Zuwachs um 49 Prozent. Die Impressions stiegen von 100 auf 148 und damit um 48 Prozent im Vergleich zu Q In der Folge stiegen allerdings auch die Preise: Der Cost per Click (CPC) verteuerte sich im gleichen Landing-Page-Optimierung Sollten Websites an die verschiedenen Kanäle angepasst werden? ermarkter von Websites müssen sich Vhäufig die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, verschiedene Kanäle wie Direct, Affiliate, Display, SEO oder SEM mit eigenen Landing Pages auszustatten. Wenn es nach Conversiondoctor Gabriel Beck (Head of Conversion Optimization bei Explido Webmarketing) geht, sollten Webseiten- Betreiber davon ausgehen, dass Besucher, die über Affiliate-Sites kommen, ganz andere Bedürfnisse haben als Besucher, die ein ganz bestimmtes Keyword eingeben. Es sei nicht sinnvoll, eine Landing Page aus Gründen der Bequemlichkeit nicht an die diversen Kanäle anzupassen das würde viel Potenzial ungenutzt verschenken. Landing Pages richten sich nach Beck immer an eine bestimmte Zielgruppe in einem bestimmten Kontext. Zu beachten sei deshalb, dass sich Zielgruppen mit einem Interesse an bestimmten Produkten oder Dienstleistungen in unterschiedlichen Entscheidungsphasen befinden können. Wenn sich ein potenzieller Käufer mit Suchmaschinenwerbung nimmt trotz Eurokrise zu Anzahl der Impressions INTERNET WORLD Business 15/12 Anzahl der Klicks Q2-11 Q3-11 Q4-11 Q1-12 Q2-12 Sowohl die Zahl der Impressions als auch die der Klicks stiegen in der Eurozone im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent der Cost per Click (CPC) verteuerte sich um 25 Prozent. Zeitraum um 25 Prozent. Damit stieg der Preis in Q gegenüber dem Vorjahresquartal von 0,32 Euro auf 0,40 Euro. Mobile SEA nimmt ebenfalls weiter an Bedeutung zu auch der Anteil der Suchwortanzeigen, die von Smartphone- oder Tablet-Nutzern angeklickt werden, steigt. Trotz der Krise in der Eurozone ist unse -rer Studie zufolge das Wachstum von Suchmaschinenmarketing ungebrochen. Auch Mobile SEA liegt weiterhin im Trend der Anteil der über Smartphones und Tablets erfolgten Klicks wächst der Zielsetzung, ein bestimmtes Produkt zu kaufen auf die Suche in einer Suchmaschine oder in einem Vergleichsportal begeben hat, dann braucht er auch ganz bestimmte Informationen, mit denen er in dieser Entscheidungsphase mit einer Landing Page abgeholt wird, erläutert Beck. Das heißt folglich: Im Einzelnen kann es notwendig sein, für jedes SEA- oder SEO- Keyword, für jede Display-Kampagne, jeden Affiliate oder Newsletter eine eigene Landing Page zu entwickeln. sg Direct Print Affiliate Display Landing Page 142 Social Media SEO TV... SEA Landing Pages sollten den verschiedenen Entscheidungsphasen des Nutzers entsprechen Costs per Click in Euro Quelle: Marin Software Online Advertising Report Q2/2012 beständig, erklärt Jens Bargmann, Country Director von Marin Software DACH. Für den Marin Software Online Advertising Quarterly Report werden vierteljährlich statistische Untersuchungen von repräsentativen Usern der Online-Marketing-Management-Plattform Marin Enterprise in den USA, Großbritannien und der Eurozone durchgeführt. Dies sind Agenturen und Werbekunden mit Online-Werbebudgets über einer Million US-Dollar. Die Studienergebnisse repräsentieren demnach das Investitionsverhalten und die Werbestrategien größerer Unternehmen beziehungsweise Marken und Agenturen sowie von erfahrener Online-Marketing-Experten. sg Google startet Pilotprogramm ie Suchergebnisanzeige während des DTippvorgangs hat Google schon länger. Nun soll das Feature auch für Adwords-Kunden zur Einbindung auf ihren Shop-Websites zur Verfügung stehen. In dem Pilotprogramm Search as your type, das zunächst nur in den USA läuft, können Adwords-Kunden das Tool kostenlos testen und 25 Millionen Suchanfragen darüber ablaufen lassen. Sobald die Obergrenze erreicht ist, wird die Nutzung über eine Lizenz bezahlt. Mithilfe der simultanen Ergebnisanzeige soll bei den Usern während ihres Aufenthalts auf den Kunden-Webseiten mehr Engagement erzeugt werden: Während die Shopper ihren Suchbegriff eingeben, werden Produktvorschläge und -fotos eingeblendet. So können die Käufer ihr gesuchtes Produkt schneller finden und den Kauf zügig abschließen oder andere Produkte ansehen und gegebenenfalls kaufen. In den nächsten Monaten soll das Pilotprojekt weiter ausgebaut werden. sg

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14 14 Internet World BUSINESS SPECIAL: MOBILE ADVERTISING 23. Juli /12 WERBUNG AUF DEM SMARTPHONE Große Hoffnung auf Mobile Smartphones begleiten uns immer und erfüllen viele Funktionen. Für die Digitalbranche sind sie ein vielversprechender Werbekanal, der Medienbrüche überwindet. Die Werbespendings dafür wachsen zwar, sind aber noch niedrig oldgräberstimmung bei Werbung auf GSmartphones und Tablets: Vom neuen Werbekanal Mobile verspricht sich die digitale Werbebranche eine rosige Zukunft, vor allem von Branding-Kampagnen, die spezifisch auf die mobile Nutzung zugeschnitten sind. Noch ist davon jedoch relativ wenig zu sehen. Bisher dominieren Standard-Banner auf mobilen Webseiten und in Applikationen. Der Begriff Mobile Marketing umfasst verschiedene Disziplinen: traditionell das Versenden von Werbe-SMS, Werbung auf mobilen Webseiten und in mobilen Applikationen sowie mobiles Suchmaschinenmarketing. Werbung auf Webseiten sowie in Apps und mobiles Suchmaschinenmarketing verzeichneten in den vergangenen Monaten ein rasantes Wachstum. Der Grund: Die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs. Das Spannende am Mobile Marketing sind die Wachstumsraten und die weiterhin zunehmende Verbreitung von Smartphones, erklärt Andreas Heintze, Country Manager, Valueclick Media Deutschland. Valueclick Media betreibt ein mobiles Werbenetzwerk und setzt auf mobile Branding- und Image-Kampagnen. Die Angaben zur Zahl der Smartphoner in Deutschland variieren: Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Comscore für den Branchenverband Bitkom besitzen in Deutschland aktuell 41 Prozent aller Mobilfunknutzer ab 15 Jahren ein Smartphone. Die Studie Unser mobiler Planet, die das Marktforschungsunternehmen Ipsos im Auftrag von Google durchgeführt hat, beziffert die Smartphone-Verbreitung bei den Deutschen ab 16 Jahren auf 29 Prozent (www.startmobile.de). Da Smartphones zunehmend herkömmliche Handys ersetzen, wird der Anteil der Smartphone-Nutzer Immer dabei: Smartphones verbreiten sich schnell, die Zielgruppen für Werbung werden größer auf jeden Fall weiter steigen. Mehr Smartphones mit Internet- Flatrates und steigende App-Download-Zahlen sind der Grund für das starke Wachstum der mobilen Werbung. Ein Indiz dafür, dass der Kanal Mobile stärker in den Fokus der Vermarkter rückt, ist der Mitgliederzuwachs der Sektion Mobile der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof): Bauer Media, Microsoft Advertising und Sevenone Media sind gerade der Das Mystery Ad von Yoc und Carat Düsseldorf für Nokia erhielt 2012 einen Cannes-Löwen in Gold Sektion beigetreten und nehmen künftig an der mobilen Reichweitenmessung teil. Die Unit Mobile Advertising im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat vor ein paar Monaten erstmals Bruttowerbeumsätze in Deutschland für mobile Kampagnen bei sieben Vermarktern ausgewiesen. Laut dieser Erhebung der mobilen Spendings in Kooperation mit Nielsen Media Research wurden 2011 knapp 36 Millionen Euro brutto (das heißt ohne Berücksichtigung der üblichen Rabatte) in mobile Display-Anzeigen und in Mobile Apps investiert. Doch selbst wenn man berücksichtigt, dass in dieser Erhebung nicht der Umsatz von mobilen Werbenetzwerken und die Ausgaben für mobiles Suchmaschinenmarketing enthalten sind, ist das im Vergleich mit dem gesamten Online-Werbemarkt (2011: 5,73 Milliarden Euro laut BVDW) noch sehr wenig. Dementsprechend selten stechen beim Surfen im mobilen Web kreative Anzeigen heraus. Auch bei Werbe-Awards mangelte es bislang noch regelmäßig an innovativen Mobile-Kampagnen. Wo sind die Anzeigen, die auf Schütteln oder Schräghalten Foto: Detusche Telekom des Geräts reagieren? Die den aktuellen Aufenthaltsort oder die Kamerafunktion des Smartphones miteinbeziehen? Die die Telefonfunktion integrieren? Denn all das ist mit Smartphones heute möglich. In der Theorie hat Werbung im mobilen Web tatsächlich das Zeug dazu, mit Innovationen zu überraschen und Werbung relevanter zu gestalten. Die meisten Menschen haben ihr Smartphone im Alltag ständig dabei. Die Aufmerksamkeit, die der kleine Bildschirm genießt, ist in der Regel sehr hoch. Und er stellt einen direkten Kontakt zum Nutzer her, denn das Mobiltelefon ist ein sehr persönliches Gerät, das im Alltag viele Funktionen übernimmt: Kalender, Kamera, Kontaktverwaltung, Spielzeug und Informations- Tool. Vermarkter berichten auch, dass die Klickraten auf mobile Banner-Werbung höher sind als bei Bannern im stationären Web. Die Klickraten sind ungefähr um den Faktor 10 höher als bei Online Bannern, erläutert Carsten Frien, CEO und Mitgründer des mobilen Werbenetzwerks Madvertise. Mit Klickraten von 0,5 bis 1,5 Prozent auf mobile Standard-Werbe-Banner funktioniere Mobile besser als Online Banner. Bei mobilen Rich-Media-Formaten liegen die Klickraten sogar zwischen drei und zehn Prozent, betont Frien. Nutzer weiter als die Advertiser Die Reichweite wächst, Flatrates für das Mobile Web sind Standard, die Aufmerksamkeit der Nutzer ist da: Warum ist der mobile Werbemarkt also noch nicht weiter entwickelt? Heiko Kasper, Direktor Business Development bei dem Mobile-Performance-Netzwerk Sponsormob, meint, dass die Verbraucher fortschrittlicher sind als die Werbungtreibenden. Mobile Werbung ist immer noch Überzeugungsarbeit, wird aber zunehmend ernst genommen, stellt er fest. Das sei ein ganz normaler Prozess. Sobald mehr Werbeplaner sowie Werbungtreibende selbst Smartphones nutzen, werde deren Potenzial als Werbekanal erkannt, ist Kasper überzeugt. Mobile Spendings 2011 und Q1/2012 in Deutschland 6 Mio. 5 Mio. 4 Mio. 3 Mio. 2 Mio. 1 Mio. 0 2,36 1,86 2,90 1,69 INTERNET WORLD Business 15/ : 35,9 Mio. Euro 2012 / QI: 9,3 Mio. Euro 4,08 1,90 1,96 2,68 2,94 Jan Feb März Apr Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez Werbungtreibende haben im Jahr 2011 rund 36 Millionen Euro in Display-Werbung (brutto) auf mobilen Webseiten und Apps investiert sollen diese Ausgaben laut BVDW-Prognose um 70 Prozent zulegen 3,38 2,86 2,73 3,54 4,87 5,45 Quelle: Nielsen, BVDW; Stand: Mai Mobile Spendings nach Wirtschaftsbereichen die Top 5 Telekommunikation Kraftfahrzeugmarkt Dienstleistungen Computer & Büro Finanzen Die Telekommunikationsbranche investierte 2011 mit deutlichem Abstand am meisten in den Mobile- Kanal, im ersten Quartal 2012 liegt der Kraftfahrzeugmarkt mit knapp 2,2 Millionen Euro vorne INTERNET WORLD Business 15/12 0,531 0,831 1,418 1,475 2,199 2,660 4,003 3,701 5,960 Angaben in Mio. Euro 2011 gesamt Q1 / ,605 Quelle: Nielsen, BVDW

15 15/ Juli 2012 SPECIAL: MOBILE ADVERTISING Internet World BUSINESS 15 Call-Back-Format von Sponsormob ermöglicht Anzeigenkunden, Interessenten zurückzurufen Und die Vergabe von Kampagnen in der Kategorie Mobile beim Werbefestival in Cannes, die in diesem Jahr erstmals vergeben wurden, wertet er als ein Zeichen, dass sich viel bewegt: Dies wird den Wettbewerb unter den Kreativagenturen beleben und den Ehrgeiz wecken, hervorragende mobile Kampagnen zu entwickeln. Zudem schreite die technische Entwicklung voran, mittlerweile sei es viel einfacher, Rich-Media-Werbemittel zu erstellen (siehe auch Kasten zu MRAID). Dass aufmerksamkeitsstarke Formate im Kommen sind, nimmt auch Carsten Frien von Madvertise wahr: Wir sehen einen klaren Trend hin zu Rich Media, aktuell werden mobile Video Ads stark nachgefragt. Gerade mit Rich-Media-Formaten werde ein hoher Interaktionsgrad erreicht, bemerkt Dirk Kraus, CEO der Yoc AG. Yoc hatte in Cannes einen Löwen in Gold für sein Mystery Ad erhalten. Die Anzeige warb für das Nokia Lumia 800. Das Mystery Ad imitierte das auf diesen Geräten installierte Microsoft-Betriebssystem Windows Phone auf dem Smartphone, auf dem die Anzeige ausgeliefert wurde. Auch die Werbekampagne zur Fußball- Europameisterschaft von Gelbe Seiten Marketing war auf die Besonderheiten von Smartphones zugeschnitten: Apps und die Kalenderfunktion. Die Gelben Seiten hatten eine EM-App entwickelt, mit der User Public-Viewing-Orte in ihrer Nähe finden konnten. Eine Funktion der App war, die Termine aller Spiele als Download in den Kalender zu übertragen. Eine Stunde vor jedem Spiel erhielt der Nutzer dann von den Gelben Seiten eine Erinnerung. Die Kampagne wurde zusammen mit der Media- Agentur OMD und mit dem Werbenetzwerk Apprupt umgesetzt. Ergebnis: Kalendereinträge mit jeweils 31 gesponserten Erinnerungen, also Kontakte. Stephan Theiß, der Geschäftsführer der Gelbe Seiten Marketing GmbH, plant, in MRAID: Standard für Rich-Media-Werbung in Apps Zukunft noch mehr Budget für Mobile auszugeben: Wir schauen immer, wie wir unseren Dienst sinnvoll platzieren können. Gerade im Bereich Mobile ist mehr Kreativität drin als in Online. Noch sei der mobile Werbemarkt überschaubar, die Zielgruppen müssen noch größer werden, findet er. Das sei aber nur eine Frage der Zeit. Bei neuen Werbekanälen bestehe die Gefahr, dass man sich ihnen mit alten Einstellungen nähert, die ihnen aber nicht gerecht werden, meint Dean Donaldson, Global Director Media Innovation bei DG/ Mediamind. Das sei beim Fernsehen ähnlich gewesen. Es sei spannend, mit den Wie immer, wenn ein neuer Werbekanal entsteht, herrscht am Anfang Wildwuchs: Jeder Adserver-Anbieter arbeitet mit einem eigenen SDK (Software Development Kit), um Anzeigen auszuliefern. Bei Werbung in mobilen Applikationen ist das nicht anders. Um die Auslieferung von Rich-Media-Anzeigen in Applikationen zu standardisieren, haben der US-amerikanische Branchenverband Internet Advertising Bureau (IAB) und sein Mobile Marketing Center of Excellence im vergangenen Jahr die Mobile Rich-Media Ad Interface Definitions (MRAID 1.0) vorgestellt. Die Definitionen sollen durch einheitliche Schnittstellen einen Standard für die Auslieferung von Rich-Media-Anzeigen in Apps schaffen. Nun hat das IAB USA die Weiterentwicklung MRAID 2.0 zur Kommentierung veröffentlicht (www.iab.net/mraid). MRAID 2.0 erweitert die ursprünglichen Definitionen um zusätzliche Features und Fähigkeiten. Zum Beispiel sieht MRAID 2.0 flexiblere Veränderungen der Anzeigengröße vor. Die neuen Definitionen dienen außerdem dazu, den Umgang mit Video im Kontext von mobilen Rich-Media-Banner- und Interstitial-Anzeigen zu klären. MRAID 2.0 standardisiert, wie die Anzeige Informationen über die Bildschirmgröße, die Fähigkeiten des Geräts und andere Details erhält. Wenn zum Beispiel eine Kreativagentur eine Anzeige entwirft, in der ein Auto anfängt zu rollen, sobald das Smartphone schräg gehalten wird, sorgt MRAID 2.0 dafür, dass diese Anzeige bei allen Adservern funktioniert, die MRAIDkompatibel sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass deutsche Unternehmen die Standards übernehmen werden. Der Adserver-Anbieter Adtech hat bereits im März 2012 sein neues Mobile SDK präsentiert, das MRAID 2.0 unterstützt. spezifischen Funktionen von mobilen Geräten zu arbeiten: GPS, Kamera, Bewegungssensor und künftig auch Near Field Communication (NFC) für die Bezahlung. Man müsse mit Mobile einfach experimentieren, meint Donaldson, nicht nur im Marketing, sondern auch im Verkauf. In Zukunft werden wir vielleicht unsere Smartphones vor dem Fernseher oder vor einem Plakat schwenken und das gesehene Produkt auf den Screen holen, um es virtuell zu betrachten. Wir haben noch nicht einmal damit begonnen, die Möglichkeiten für neue mobile Kampagnen auszuloten, ist Donaldson überzeugt. is Wie hat sich aus Sicht der Media-Einkäufer der mobile Werbemarkt im vergangenen Jahr entwickelt? Michael Dunke: Publisher holen ihr mobiles Inventar wieder in die Eigenvermarktung. Das lässt erkennen, dass sich die Zeit der roten Zahlen dem Ende zuneigt. Wir beobachten zudem, dass das Vermarktungsinteresse zunimmt. Dies ist zum einen auf die steigende Nachfrage auf Kundenseite und zum anderen auf die hochgesteckten Ziele der Vermarkter und Publisher zurückzuführen. Davon ist vor allem das Preisgefüge betroffen. Wobei gutes, qualitativ hochwertiges Inventar noch immer mit recht hohen Preisen verkauft werden kann. Was meinen Sie genau, wenn Sie sagen, dass davon das Preisgefüge betroffen ist? Dunke: Das bedeutet vor allem, dass Kunden und Agenturen mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Medialeistung einzukaufen Mobile Advertising aus Sicht einer Media-Agentur Das Vermarktungsinteresse nimmt zu Der Trend geht zu Fullscreen und Expandable Ads. und Vergleiche zu ziehen und somit effizienter arbeiten. Ähnliches beobachten wir schon länger im Display-Bereich: Publisher können großformatige Werbemittel mit höheren, kleinere oft Performance-orientierte Angebote aber nur noch mit immer geringeren Erlösen vermarkten. Die Schere zwischen Netzwerken und Premiumvermarktern öffnet sich also immer weiter. Dies macht sich besonders in den entstehenden Diskrepanzen zwischen Masse und Qualität der Platzierungen bemerkbar. Welche mobilen Werbeformate werden aktuell am häufigsten gebucht? Dunke: Noch werden das Smartphone und Tablets hauptsächlich mit klassischen Standardwerbemitteln als interaktiver Response-Kanal genutzt. Der Trend geht zu Fullscreen und Expandable Ads, aber auch Bewegtbild wird immer stärker nachgefragt. Darüber hinaus steigt auch die Bedeutung neuer Formate wie Click to Call, Calendar oder von Action-Angeboten, die so nur auf dem Smartphone stattfinden können. Michael Dunke, CEO bei Universal McCann (UM) und President und CEO von MAP Deutschland in Frankfurt am Main Vermarkter preisen gern die höhere Klickrate bei mobilen Werbeformaten im Vergleich zu den Klickraten bei Werbung im stationären Web. Wie bewerten Sie das? Dunke: Die steigenden Klickraten, aber auch das damit einhergehende Überangebot von Cost per Click -Modellen zeigen, dass dieser Kommunikationskanal aus Performance-Sicht für viele Advertiser und App-Entwickler sehr interessant ist. Die Klickrate ist jedoch kein eindeutiges Indiz für die Effektivität der Werbemittel. Ist der Nutzer tatsächlich an dem Banner interessiert und klickt deswegen? Genauso denkbar ist, dass die Interaktion ein vergeblicher Versuch war, den Banner zu umgehen. Welche Formate finden denn Mediaplaner sinnvoll? Dunke: Sinnvoll ist, was Aufmerksamkeit schafft! Das hängt natürlich stark von der Zielsetzung einer Kampagne ab. In der Regel soll die Werbebotschaft klar erkennbar sein, im Zweifel emotionalisieren und involvieren. Dies gelingt mit großflächigen Rich Media Ads und Bewegtbild am besten. Gerade hier ist es uns als Agentur wichtig, dass der Vermarkter Brand Safety und ein qualitativ hochwertiges Umfeld gewährleisten kann. Immer wichtiger sind zudem Anwendungen wie Location Based Services. Auch Click to Locate - und Click to Calendar -Anwendungen kommt immer stärkere Bedeutung zu. Wirken mobile Rich-Media-Kampagnen? Dunke: Wenn wir wissen wollen, ob Mobile Rich Media beziehungsweise Mobile im Allgemeinen Effekte auf die Werbewirkung haben, können wir zurzeit nur auf sehr wenige relevante Erkenntnisse zurückgreifen. Das bedeutet aber nicht, dass nicht geforscht und befragt wird. Vielmehr fehlen noch unabhängige Erkenntnisse in der breiten Masse und vor allem in Relation zu den anderen Kommunikationskanälen. Erste Studien zeigen uns, dass positive Effekte auf den Markendreiklang zu erzielen sind dies ist aber nur eine isolierte Betrachtung. Welchen Effekt die dann doch limitierte Werbefläche im direkten Vergleich beispielsweise zu In-Stream Ads im stationären Bereich hat, bleibt noch zu beweisen. Auch dies hat wiederum Konsequenzen für die Preis-Leistungs-Ebene. Wir sind uns sicher, dass Unternehmen mittelfristig nicht mehr über Mobile, Stationär oder SmartTV im Marketing-Mix entscheiden. Vielmehr werden Nutzungssituationen, Rezipienten und Impact-Stärke von Werbemitteln im Vordergrund der Markenkommunikation stehen. Die Endgeräte, auf denen ein Kontakt entsteht, spielen dabei keine große Rolle mehr.

16 16 Internet World BUSINESS MARKETING & WERBUNG 23. Juli /12 SERIE: ERFOLG IM PERFORMANCE MARKETING SEO- und SEA-Tipps vom Profi Keine Tricks! Der beste SEO-Tipp ist mehr denn je: Arbeiten Sie MIT Ihrer Website und nicht um Ihre Website herum. Viel wichtiger, als seinem Ranking mit Tricksereien auf die Sprünge zu helfen, ist es, die eigene Website FÜR IHRE NUTZER zu optimieren, so gut es geht dann gefällt sie auch Google. Ihre Website sollte auf alle potenziellen Suchanfragen Ihrer relevanten Nutzer die richtige Antwort bieten. Ebenso wichtig: Google gestaltet die Suchergebnisse immer individueller und auf den Suchenden zugeschnitten. Es ist also unerlässlich, auch Aspekte wie die lokale Suche oder So cial-media-aktivitäten ganzheitlich in die SEO-Strategie mit aufzunehmen. Tobias Ihde, Trafficmaxx Zeichen statt Worte Anzeigentexte optimieren In vielen Adwords-Konten ist es immer noch die Regel, dass pro Anzeigengruppe nur ein Anzeigentext verwendet wird. Mein Tipp: Überarbeiten Sie die Anzeigentexte regelmäßig. Verwenden Sie mehrere Anzeigentexte pro Anzeigengruppe und stellen Sie so fest, welche Anzeigen-Formulierung bei Ihren Kunden am besten ankommt. Machen Sie sich dann in der Adwords-Hilfe mit der Keyword Insertion vertraut und setzen Sie diese in Ihren Anzeigentexten ein. Und nutzen Sie auch die angezeigte URL des Anzeigentextes für Ihre Marketingzwecke, indem Sie hier nicht einfach nur schreiben, sondern Sven Deutschländer, SEO Profi Berlin Nutzen Sie die 30-Prozent-Regel Ein sehr erfolgreicher Tipp vor allem für langfristiges SEO-Wachstum ist die 30-Prozent- Regel. Überprüfen Sie in Ihrer Web-Analyse- Software, welche Ihrer URLs regelmäßig mehr als 30 Prozent des SEO-Traffics über Keywords bekommen, die weder in der Überschrift noch im Seitentitel der jeweiligen URL zu finden sind, und legen sie dafür neue Inhalte an. Google hält Ihre Domain für jene Keywords dann nämlich schon grundsätzlich für relevant und wird die neu erstellten und natürlich intern verlinkten Inhalte schnell zu schätzen wissen und ranken. Christoph Burseg, TRG Googles Crawler lieben HTML5! Programmieren Sie Ihre Site in HTML5, denn die neueste Form dieser Auszeichnungssprache macht es Google einfacher, Ihre Seite zu lesen, und führt zu einem besseren organischen Ranking. Hintergrund ist, dass mit HTML5 semantische Elemente eingeführt wurden, mit denen der Content auf Ihrer Seite segmentiert und bewertet werden kann. So können die Algorithmen dies besser lesen und verstehen. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, weniger relevante Texte im Navigationsbereich zu kennzeichnen und von Ihrem bedeutsamen Content abzugrenzen. Thomas Adler, Eprofessional Eine gute und aussagekräftige Meta-Description zu formulieren, ist oftmals gar nicht so einfach. Keywords müssen im gesunden Verhältnis zur Description stehen, die aber in der Länge begrenzt ist und gut lesbar sein sollte. Das Zauberwort für eine ausgefallene und trotzdem suchmaschinenoptimierte Meta-Description heißt Ascii. Symbole wie Sternchen und Häkchen erreichen mehr Aufmerksamkeit und eine höhere Klickrate und sind nach dem mysteriösen Verschwinden der Rich Snippets aus den organischen Suchergebnissen eine durchaus interessante Alternative. Mandarin Medien Tipp zur statistischen Relevanz im Online Marketing Durchschnittliche Klick- und Conversion-Raten haben im Longtail nur eine geringe Aussagekraft. Berechnen Sie mit folgender Näherungsformel, in welchen Bereichen sich Ihre real zu erwartenden Klick- und Conversion- Raten wirklich befinden, und stützen Sie Ihre Entscheidungen auf diese Werte: Verwandte Suchanfragen nutzen Suchen Sie vor jeder Textproduktion für ein Keyword zuerst bei Google danach und aktivieren Sie in der linken Randspalte Verwandte Suchanfragen. Die Suchwörter dort zeigen übersichtlich, nach was die User sonst noch zum Thema gesucht haben. Das lohnt sich, weil diese Detailthemen die User interessieren, der Text zu einem tollen Longtail-Keyword- Ziel wird und man eine schöne Quelle für einen internen Link hat falls aus einem dieser Begriffe später eine eigene Seite werden soll. Wer beispielsweise für einen Shop einen Kategorietext für Bikini schreibt, lernt in den verwandten Suchbegriffen, dass man dafür eine Bikinifigur braucht, Bügelbikinis, Tankinis und Monokinis im Trend liegen, Hunkemöller, Billabong und Victoria s Secret beliebte Marken und Esprit, Sportscheck, H&M und Quelle beliebte Einkaufsquellen sind. Und das nach nur zehn Sekunden. Eric Kubitz, Contentmanufaktur Mehr Tipps finden Sie unter geheimtipps Zwischen den so berechneten Minimal- und Maximal- Werten liegen mit 95 Prozent Wahrscheinlichkeit die realen Klick- beziehungsweise Conversion-Raten. Matthias Jaekle, Eventax GmbH

17 MARKETING & WERBUNG 15/ Juli 2012 Internet World BUSINESS 17 Die Google-Updates stellen gängige SEA-Strategien gehörig auf den Kopf. Darum hat INTERNET WORLD Business die 100 größten SEO- und SEA-Agenturen in Deutschland nach ihren Geheimtipps zum Suchmaschinenmarketing gefragt. Hier sind die besten Antworten der Experten. Weitere Tipps finden Sie online. SEO = Simulieren Echter Online-Abläufe Um beim Link Building weiter unterhalb des Radars operieren zu können, ist es essenziell, die normalen Abläufe im Internet zu simulieren. Wenn also eine starke Autoritätsseite (zum Beispiel Online-Tageszeitung) über ein interessantes Thema berichtet und dabei auch auf unsere Zielseite verlinkt, werden in der zweiten Ebene begeisterte Blogger diesen Bericht aufgreifen und selbst etwas zum Thema schreiben oder sich auf den Artikel beziehen, dabei aber meist nur auf die berichtende Seite verlinken und nur selten auf die Zielseite. In der dritten Ebene zitieren Blogs die Blogs der zweiten Ebene und verlinken meist darauf, aber nur selten auf die Ursprungsseite. Parallel zu dieser Blogparade gibt es für gute Blogposts auch immer ein paar Facebook-Likes/-Shares (ab und an G+), Bookmarks und Gezwitscher. Das heißt, sämtliche unserer Blogposts müssen angemessen und natürlich mit entsprechenden Signalen versorgt werden. So erhält man ein natürlich wirkendes Link-Profil mit nachvollziehbarer Linkstory. Dan Larkin, Sumanauten Serie: Erfolg im Performance Marketing In unserer neuen Serie erfahren Sie, wie Sie Ihre Budgets fürs Performance Marketing noch effizienter einsetzen können. Folge 1: Die besten Tricks für SEA & SEO Ausgabe 15/2012 Folge 2: Die besten Tipps für Werbung in Facebook Ausgabe 16/2012 Folge 3: Tipps fürs Affiliate Marketing Ausgabe 17/2012 Alle bereits erschienenen Folgen können Sie unter Webcode herunterladen Dynamic Search Ads: Die Produktkampagnen 2.0 Aus SEA für SEO lernen Viele Unternehmen ziehen kaum Vorteile daraus, dass sie SEO und SEA machen. Dabei kann man gerade aus SEA lernen, welche Suchbegriffe sich auch für SEO eignen, um so noch mehr Reichweite zu erzeugen. Hierzu geht man wie folgt vor: 1. In Adwords einen Suchanfragebericht generieren und in Excel importieren, der dann Suchbegriffe, Klicks, Impressionen und die Umsätze enthält. 2. Eine zusätzliche Spalte anlegen, die Umsätze durch Klicks teilt, sodass man den Umsatz pro Klick erhält. 3. Zusätzlich benötigt man nun noch die organischen Ranking-Daten für die Suchbegriffe (etwa mit dem Free Monitor for Google ) und die Suchvolumina der Suchbegriffe (etwa mit dem Tool https://seogadget.co.uk/google-adwords-plugin-excel). Dann kann man filtern, zum Beispiel alle Suchbegriffe mit Suchvolumen > 1.000, bei denen man ein organisches Ranking < 5 hat. Diese Liste sortiert man nach Umsatz pro Klick und erhält so priorisierte Aufgaben für die Suchmaschinenoptimierung. Markus Hövener, Bloofusion Ich empfehle Ihnen Googles Dynamic Search Ads (früher Keywordless Ads). Sie ermöglichen durch definierte Filter eine Ad Impression bei Suchanfragen, ohne dass das Keyword im Konto enthalten ist. Google füllt automatisch die Headline im Anzeigentext und sucht die produktspezifische URL im Shop heraus, damit der User relevante Anzeigen erhält. So helfen Dynamic Search Ads, Longtail Keywords zu identifizieren, sie in die bestehende Struktur neu einfließen zu lassen und die Kampagne damit zu unterstützen. Das Produkt befindet sich noch in der Beta-Phase und ist damit ein richtiger Geheimtipp. Für kleinere Shops können die automatisch erstellten Dynamic Search Ads eine ideale Ergänzung zu umfangreichen Adwords-Kampagnen sein. Unternehmen, die bereits große Konten mit vielen Keywords einbuchen, schöpfen damit auch noch die letzte Suchanfrage aus. Farschid Eshaghmohammadi, Eprofessional Es muss nicht immer Search sein Auch außerhalb von Search bietet Google Adwords eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich gezielt online zu positionieren. Das Google Display Network zum Beispiel ist ein häufig vernachlässigter Kanal, obwohl 80 Prozent aller Internet-Nutzer weltweit damit erreicht werden. Neben Text- und Display Ads lassen sich hier Formate wie Retargeting und Contextual Dynamic Creatives platzieren und aussteuern. Auch der Kanal Mobile ist mittlerweile durch Adwords erschlossen und ermöglicht die Ausweitung der Kundenansprache auf Tablet-PCs und Smartphones. Um Angebote in Bild und Ton zu präsentieren, kommt man an Youtube nicht mehr vorbei. Und wer an TV- und Social Media Marketing denkt, wird in Zukunft mit Google TV und Google+ sicherlich auch über Adwords bestens bedient werden. Marco Elbe, Elbmarketing Product Listing effizient einrichten und aussteuern Eine PLA-Kampagne mit nur einer Anzeigengruppe, über die für alle im Google Merchant Center hinterlegten Produkte PLA-Anzeigen geschaltet werden, ist aus Optimierungssicht nicht sehr sinnvoll. Beispielsweise können die exakten Kosten für die Schaltung von PLA-Anzeigen für Produkte der Marke xy nicht berechnet werden. Wenn es aber für jede einzelne Marke eine Anzeigengruppe gibt, für die jeweils der Markenname als Produktziel im Ausrichtungsbereich hinterlegt ist, dann ist die Berechnung der Kosten oder auch die Festlegung eines CPCs für eine einzelne Marke sehr einfach. Mit der neuen Version des Adwords Editors lässt sich eine PLA-Kampagne mit vielen Anzeigengruppen schnell erstellen. Über den Tab Anzeigen können gleichzeitig mehrere Anzeigen mit Produktinformationen hinzugefügt werden. Genauso können auch mehrere Produktziele für die einzelnen Anzeigengruppen im Ausrichtungsbereich auf einmal eingetragen werden. Steffen Walter, Soquero Foto: Fotolia / eyewave, Jürgen Fälchle, Dirk Schumann, tournee; istock / Allan Brown, ryan burke

18 18 Internet World BUSINESS MARKETING & WERBUNG 23. Juli /12 JÄGERMEISTERS MARKETINGSTRATEGIE Lautes Röhren im Netz Vom Altherrengetränk zur Kultmarke Jägermeister hat diesen en Sprung ausgeklügelte und mutige Marketingstrategie. Im Mittelpunkt: Musik, geschafft. Grundlage des Erfolgs ist eine Promotions und: das Internet Die beliebtesten Kräuterliköre Jägermeister Ramazotti Kuemmerling Underberg Fernet-Branca Averna Quelle: Brand Feel Ranking / Mafo.de INTERNET WORLD Business 15/12 6,0 5,9 5,6 Laut Brand Feel Ranking von Mafo.de erzielt Jägermeister 7,0 von möglichen 10 Punkten 7,0 6,6 6,2 olfenbüttel also. Wolfenbüttel liegt Wirgendwo im Nirgendwo zwischen Berlin und Hamburg. Das niedersächsische Städtchen hat circa Einwohner, der höchste Punkt des Stadtgebiets so ist auf der Webseite der Gemeinde zu lesen ist der Drohnenberg mit einer Höhe von 134 Metern über dem Meeresspiegel. Nichts Spektakuläres also und dennoch hat es die Stadt, genauer gesagt ihr berühmtester Sohn, zu Weltruhm und zum Weltexportschlager gebracht Die Rede ist von Jägermeister, dem Kräuterlikör, der nach einem streng gehüteten Rezept aus 56 Kräutern, Wurzeln und Früchten hergestellt und in über 80 Länder weltweit exportiert wird. Das vergangene Jahr endete für das Familienunternehmen mit einem Rekordabsatz von rund 87,1 Millionen verkauften Flaschen (siehe auch Kasten unten). Das war jedoch beileibe nicht immer so. In ihrer fast 80-jährigen Geschichte hatte die Marke auch Täler zu durchschreiten. Jahrelang haftete ihr der Makel an, ein Altherrengetränk zu sein. Insbesondere zu Bacardi-Hochzeiten schleppte sich der Absatz dahin. Tempi passati inzwischen ist die Marke mit dem Hirsch-Logo bei jungen Erwachsenen und lifestyligen Party People bis Mitte/Ende 20 Kult und gilt als Paradebeispiel für eine langfristige und konsequente Markenführung, obwohl die gesamte Alkoholbranche zunehmend mit politischen Regulierungsvorstößen zu kämpfen hat; hinzu kommt das sogenannte Age-Gate : Im Internet müssen die User bestätigen, dass sie über 18 Jahre alt sind, bevor sie eine Site betreten können. Vor diesem Hintergrund und bei diesen Hindernissen bleibt den Spirituosenherstellern gar nichts anderes übrig, als auf clevere Inszenierung der Marke statt auf plumpe Produktwerbung zu setzen. Die zentralen Kommunikationssäulen von Jägermeister: Musik (Sponsoring von Festivals und Bands) und seit 2009 das Internet in all seinen Facetten. Damals übernahmen die Bad Homburger Agentur Syzygy und ihre Londoner Schwester, das Kreativstudio Hi-Res, die digitalen Etats der Likörmarke. Gemeinsam bauten sie die erste internationale, weltumspannende Marken- Website Jagermeister.com. Die ganze Welt ins Netz geholt Die lokalen Websites der weltweiten Jägermeister-Märkte wurden zwar an das neue Look & Feel (großformatige TV-Optik, mystisch-schimmernd) angepasst, die Eigenheiten der Länder blieben aber berücksichtigt. Passend zu den Offline-Aktivitäten im Bereich Musik oder (Gastro-)Promotions enthält das Portal einen gebrandeten Radioplayer, Online Games wie Flipper im Jägermeister-Look oder auch einen Online Shop mit Merchandising-Artikeln vom Strohhut über Gläser bis hin zu Gummistiefeln, Sonnenstühlen etc. Kurz: Die ganze Jägermeister-Welt wurde ins Netz übertragen. Den Shop setzen wir mehr als Branding-Kanal denn als Abverkaufskanal ein, so Imke Hillebrecht, Leiterin Digitales Marketing bei Mast-Jägermeister. Der gesamte Auftritt jedenfalls überzeugte nicht nur die User, sondern auch die Juroren nationaler und internationaler Wettbewerbe wie ADC Award, Mobius Award, New York Festivals bis hin Markenzeichen: Die kennt wirklich fast jeder zum OnlineStar der Neuen Mediengesellschaft Ulm, dem Verlag der INTERNET WORLD Business, bei dem die Plattform mit Auszeichnungen überschüttet wurde. So lokal wie möglich Linkliste: Aktive auf vielen Kanälen Revier: Das digitale Ökosystem von Jägermeister (Digitale) Markenstrategie Markenplattform Jagermeister.com und deren lokale Ausgestaltung für 15 unterschiedliche Märkte Online Shop in 10 Sprachen Social-Media-Kampagnen, Apps, Metriken Youtube-Channel Mobile Apps für ios iphone, ipad sowie Android, und zwar sowohl für Endanwender als auch B2B für Promotions im Einzelhandel und in Gaststätten Digitale Installationen Regelmäßige SEO, SEA, Facebook Ads Hosting Das alles ist jedoch Schnee von gestern. Derzeit steckt Jägermeister bereits wieder mitten in den Vorbereitungen für seinen nächsten großen Auftritt, und zwar aus einer Vielzahl von Gründen: So seien Nutzungsgewohnheiten in den einzelnen Märkten wie USA, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Italien oder Asien so unterschiedlich, dass wir uns auch international neu aufstellen, sagt Digital-Chefin Hillebrecht. Dabei gilt die Devise: So dezentral wie nötig und so lokal wie möglich. Was die übergeordnete Definition des Markenverständnisses sowie die Markenführung angeht, hält die deutsche Firmenzentrale die Zügel in der Hand: Die Basis ist ein klares, gemeinsames, globales Verständnis, das lokal interpretiert wird. Darauf wird dann die 2-Kanal-Strategie aufgesetzt: Die Branding-Plattform zur Positionierung der Marke, die Social- Media- Plattform zum Kommunizieren erläutert Hillebrecht die Rollenverteilung. Auf allen Plattformen gilt dabei: Authentizität und Transparenz ist wichtig, so die Digital- Marketing-Leiterin. Schließlich seien seit dem Siegeszug des Social Web die Zeiten, in denen Unternehmen den Verbrauchern etwas vorspielen könnten, endgültig vorbei. Der User- Trend zum Sharen (Teilen) kann für Unternehmen schon bei kleinen Flunkereien zu einem enormen Shitstorm führen. Der Trend zum Teilen bietet aber auch Chancen. Attraktive, relevante und interessante Inhalte verbreiten die Nutzer ebenfalls sehr schnell und gerne, beschreibt Hillebrecht den Das Jägermeister-Revier Den Grundstein für das Unternehmen legte Wilhelm Mast 1878 mit der Gründung einer Essigfabrik und Weinhandlung im niedersächsischen Wolfenbüttel. Die geheimnisvolle Rezeptur des Likörs aus 56 verschiedenen Kräutern erfand allerdings Curt Mast, der Sohn des Firmengründers, im Jahr Der leidenschaftliche Jäger widmete seine Erfindung einer Tradition bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Jeder Jagdausflug sollte für ihn mit der Kombination aus Kräuterextrakten und reinem Alkohol beginnen. Daher auch der Name: Jägermeister. Lange Zeit haftete dem Likör ein Altherren-Image an. Mit ausgefeilten Werbe- und Marketingkampagnen Rückschläge zwischendurch blieben nicht aus hat sich die Marke als modisches Szenegetränk für junge Menschen etabliert. Vergangenes Jahr verzeichnete Mast-Jägermeister mit 87,1 Millionen verkauften 0,7-Liter-Flaschen einen Rekord absatz (2010: 84,6 Millionen) in mittlerweile 80 Ländern. Knapp 68 Millionen Flaschen gehen im Ausland über den Tresen. Laut Vorstandssprecher Paolo Dell Antonio ist Jägermeister damit die weltgrößte Likörmarke. Auf der von der US-Fachzeitschrift Impact International erstellten Rangliste der weltweit 100 größten Premium-Spirituosen liegt er auf Platz acht. In der Werbung war Jägermeister immer wieder für Hits und Überraschungen gut: Die Kam pagne Ich trinke Jägermeister, weil. ist heute noch Kult. Weit weniger in Erinnerung dürfte sein, Stammsitz Wolfenbüttel in Niedersachsen: 1934 begann hier die Jägermeister-Erfolgsgeschichte

19 15/ Juli 2012 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 19 Für jeden etwas und unter sich: Auch B2B setzt Jägermeister auf Beziehungspflege im Internet. Zum einen mit der B2B-Partner-Website sowie mit der Bartender-Community Hubertus Rat positiven Multiplikatoreffekt: Entsprechend werden wir uns stärker inhaltlich positionieren. Das heißt: Die Branding- Seite ist der Markenleuchtturm und bietet Informationen rund um das Unternehmen und dessen Aktivitäten. User Generated Content spielt hier eine untergeordnete Rolle. Stattdessen im Fokus: Wie halte ich die Webseite spannend? An den Details wird noch getüftelt, die übergeordnete Maxime steht: Optisch überlegen, technologisch up to date und leicht zu pflegen, fasst Mike John Otto, Geschäftsführer der zuständigen Agentur Hi-Res, dem hoch dekorierten digitalen Kreativstudio der Syzygy-Gruppe, den Anspruch griffig zusammen. Mike John Otto ist Chef der Kreativschmiede Hi-Res Imke Hillebrecht leitet das digitale Marketing der Marke Die Kunst dabei: Dem übergeordneten Markenverständnis folgend, muss die Seite den einzelnen Nationen und Kulturen von Österreich bis Südkorea in jedem Zipfel der Erde genügend Raum zur lokalen Entfaltung lassen. Wir müssen ein Gerüst schaffen, das Möglichkeiten zur Individualisierung bietet, beschreibt Hillebrecht den Spagat. Das erfordert bereits im Vorfeld eine Menge Hirnschmalz und Antizipation. Weiter werden laut Otto eine klare Brand Visual Identity entwickelt sowie Content und Style Guidelines definiert, die für die einzelnen Länder verbindlich sind. Opulent mit interessanten Inhalten rund um beispielsweise Drinks & Produkte oder auch Musik (Otto: Im Gegensatz zu Deutschland in den USA ein ganz wichtiges Thema ) inszeniert, soll die Seite in erster Linie als Multiplikator dienen. Weiterempfehlungen sind uns wichtiger als die bloße Anzahl der Visitors, so Hillebrecht. Dasselbe gilt im Social Web. Hier geht es uns um Austausch, Dialog und Interaktion. Eine hohe Viralität und ein hoher Aktivitätsgrad ist uns wichtiger als die Reichweite beziehungsweise reine Fan- Zahl. Wir wollen die zentralen Markenbotschafter erreichen und sie als Multiplikatoren gewinnen, sagt Hillebrecht. Plattform der Wahl ist Facebook, Google+ bleibt außen vor: Wir platzieren Jägermeister dort, wo die Zielgruppe ist und das ist auf Facebook und nicht auf Google+, so Otto, das hätten vorausgegangene Analysen ergeben. Die Betreuung und das Monitoring der Fanpage findet dabei inhouse statt. Und natürlich werden auch im Social Web lokale Nutzungsgewohnheiten berücksichtigt: In den USA und in Kanada beispielsweise twittert die Marke in Deutschland dagegen nicht. Posts am Wochenende Dafür wird hierzulande in der Regel ein- bis zweimal die Woche von der Fanpage aus gepostet. Gerne und mit großer Wirkung sonntags, wenn so verrät Hillebrecht unsere Wettbewerber im Wochenende sind. Eine Strategie, die aufgeht: Die deutsche Fanpage hat über Fans beziehungsweise Likes. Über Fans sprechen über die Marke. Das ergibt eine Interaktivitätsrate (Verhältnis sprechen darüber / gefällt mir x 100) von 6,8 das ist enorm. Zum Vergleich: Das italienische Unternehmen Fernet Branca hat zwar 1,3 Millionen Likes, aber nur Fans sprechen darüber. Der Faktor liegt also bei 0,35. Weitere Marktbegleiter wie Averna, Ramazotti oder Underberg finden in Facebook gar nicht oder unter der Wahrnehmungsgrenze statt. Die klare Aufgabentrennung zwischen Branding Website und dem Facebook- Engagement hat für Otto übrigens noch einen weiteren Grund: Wir wollen die Abhängigkeit der Marke von Plattformen wie Facebook senken. Schließlich wisse niemand, welche Rolle in der digitalen Welt Facebook in einigen Jahre spiele. Überhaupt wird die Online-Strategie der Schnappsdynastie stark durch die Schnelllebigkeit beziehungsweise technologischen Quantensprünge des Internets beeinflusst. Beispiel Mobile: Allein der Durchmarsch und Siegeszug der iphones und ipads hat dazu geführt, dass die einst so hoch gehandelte Programmiersprache Flash ins Abseits geraten ist. Denn Apple kann kein Flash und somit können Apple- Geräte-Besitzer nicht auf alle Inhalte der Plattform zugreifen. Der neue Auftritt wird folglich in HTML5 und dem sich allen Endgeräten anpassenden Responsive Design programmiert. Aktuell sind die Entwicklungen im Internet wieder sehr viel stärker technologisch denn kreativ geprägt, beobachtet Otto. Die Trends im Blick Der technologische Fortschritt eröffnet aber auch völlig neue Spielwiesen für die Communitys: Ob auf Youtube, der Marken-Website auf Facebook oder im Wirtshaus-Tour-Blog. Jägermeister nutzt Social Media differenziert Markeninszenierung. So ist für Hillebrecht Gamification, also die spielerische Einbindung und Umsetzung der Marke, ein interessantes Thema das bis hinein in Promotions in der Szenegastronomie gespielt werden kann. Weiter sprechen und beobachten die beiden Digital-Experten und Sparringspartner auch mobile Trends wie Near Field Communication (NFC), Augmented Reality (AR) oder QR-Codes. Jägermeister hat dabei auch immer die ausländischen Märkte im Blick: QR-Codes funktionieren zum Beispiel in Großbritannien schon Brand Building: Im Webshop gibt es viele Merchandising-Artikel und wenig Alkohol wunderbar, so Hillebrecht. Der deutsche Markt hinke hier noch hinterher. Die Funktionsweise ist noch zu unbekannt und zu umständlich, ergänzt Otto. Viele User würden einfach nicht wissen, dass man sich zuerst eine QR-Code App herunterladen muss, bevor man die Kamera auf einen Code hält. Auf jeden Fall seien allerdings NFC und AR extrem vielversprechende Anwendungen für eine Marke wie Jägermeister. Voraussetzung: Die Bedienung muss einfach und intuitiv sein und einen Mehrwert liefern, argumentieren die beiden unisono. Und natürlich können auch Bilder einer Marke wie Jägermeister viel Strahlkraft. verleihen: Damit meine ich nicht nur Bewegtbild, sagt Hillebrecht. Entsprechend denkt man in Wolfenbüttel auch darüber nach, wie Pinterest als Marketingkanal eingesetzt werden kann. Bei so viel Innovationskraft wird es auch in Zukunft aus Niedersachsen noch kräftig röhren. häb dass Jägermeister in den 70er-Jahren der erste Trikot-Sponsor der Fußball-Bundesliga war und die Kicker von Eintracht Braunschweig mit dem Hirschen auf der Brust ausstattete. Diese Aktionen sind Günter Mast zu verdanken, der der in den 60er-Jahren nur regional bekannten Marke zu nationalem Ruhm verholfen hat. Mit dem Siegeszug von Trendgetränken wie Pernod oder Bacardi wurde es dann allerdings ruhiger um den Kräuterlikör. Das änderte sich erst wieder 1996, als die Punkband Die toten Hosen in ihrem Lied Zehn kleine Jägermeister für die Marke trommelte. Es folgten die Turn the music on: Ob draußen oder... beiden zotige Sprüche klopfenden Leithirsche und TV-Werbe-Ikonen Rudi und Ralf, die dann jedoch vor etwa fünf Jahren still und leise ausgewildert wurden. Ein weiteres Highlight war der Arschgeweih-Wettbewerb, den Jäger meister just auf dem Höhepunkt der Tattoo-Mode im Jahr 2004 ausgerufen hatte und in dessen Rahmen die schönste Po-Tätowierung gesucht wurde. Traditionell steckt Jägermeister etwa ein Viertel des Umsatzes ins Marketing. Neben Promotions eine tragende Rolle spielen inzwischen das Internet und soziale Netzwerke. Die Agenturen von Jägermeister: Markenstrategie und Implementierung: Syzygy Deutschland, Bad Homburg Kreation und Beratung: Hi-Res Hamburg/ Berlin Online Marketing (Display und Performance): Uniquedigital, Hamburg...drinnen: Jägermeister sponsert viele Partys

20 20 Internet World BUSINESS MARKETING & WERBUNG 23. Juli /12 Besondere Momente Samsung startet eine integrierte Kommunikationsoffensive für das neue Galaxy S3 m die Werbebotschaften pras- auf jeden einzelnen Verbrau- Useln cher pro Tag ein. Doch wie viele bleiben wirklich hängen? Damit wir uns an ein Produkt erinnern, muss die Werbung überraschend sein. Sie muss uns berühren und für einen Moment direkt ansprechen. Ein schönes Beispiel: die aktuelle Werbeoffensive für das neue Samsung Galaxy S3. Sie lebt von einer cleveren Kampagnenmechanik, die Blogosphäre und Social Media bemerkenswert gut mit klassischer Werbung kombiniert. Ausgangspunkt ist der TV-Spot. Unter dem Slogan Designed for humans werden das Smartphone und dessen Funktionen in besonderen Momenten Steckbrief Auftraggeber: Samsung Mobile, Seoul (Südkorea) Auftrag: Launch-Kampagne Designed for humans für das Galaxy S3 Agentur: Cheil Worldwide, Seoul Mediaplanung: Starcom Launch: Mai 2012 Samsung wirbt auf allen Kanälen für sein Galaxy S3. Egal ob mit Print-Anzeigen präsentiert: Hochzeit, Familie, große Liebe unterlegt mit Musik, die gleichzeitig große Gefühle, aber auch eine gewisse Leichtigkeit vermittelt. Zugegeben etwas kitschig und rührselig. Trotzdem: Es schafft emotionale Nähe. Die diversen Close-ups vom Gerät sowie den Menschen unterstreichen die Kraft der Werbung. Flankiert wird der TV-Spot von Werbemaßnahmen in Print, Internet und Hörfunk. Kern der Online-Kommunikation ist das Social Web. Neben der Facebook- Präsenz Samsung Mobile Deutschland nutzt das Unternehmen seinen Status als weltweiter Partner der diesjährigen Olympischen Sommerspiele für die Promotion des Galaxy S3. Auf der Website hat Samsung unter dem Motto Samsung Global Bloggers 100 Blogger aus der ganzen Welt ausgewählt, die während der Spiele vom 25. Juli bis zum 17. August 2012 in London als Reporter unterwegs sein wer- oder auf Youtube per Video-Botschaft oder Ein neues Produkt wollen viele Firmen an den Mann oder die Frau bringen. Die Kunst besteht darin, aus den vielen Werbebotschaften herauszustechen so wie Samsung. Vorgestellt von: Massoud Loodin, CMO der Chal-Tec Vertriebs- und Handels GmbH in Berlin den. Ausgestattet mit einem nagelneuen Samsung Galaxy S3 halten sie während der Spiele nach den besten Stories Ausschau und posten ihre individuellen Erlebnisse in einem eigenen Video Blog. So muss integrierte Kommunikation im Jahr 2012 aussehen. in Social Media beispielsweise mit einer eigenen Seite im Social Network Facebook Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen Auftraggeber Auftrag Dienstleister Allfacebook Stats PR-Arbeit für das Analyse-Tool für Facebook Frische Fische Autohaus24.de Online-Vermarktung des Neuwagenvermittlungsportals Ströer Interactive Bilandia Social-Media-Aktion mit dem Motto Mein Sommer-Lesekoffer Inhouse Fressnapf Lead-Agentur für den Tierbedarfshändler Ogilvy Hugo Boss Social Media Marketing für Boss Orange Eyewear TBG Digital Klöpfer Entwicklung des neues Marken-Claims Mit Klöpfer klappt s KMS Team für die Holzhandelsgruppe Messe Berlin Mediaplanung und -einkauf national und international für die Crossmedia Messe und deren Töchter wie Capital Catering Migros Group Strategische und konzeptionelle Beratung zum Relaunch des Denkwerk Online-Informationsportals rund um das Thema Nachhaltigkeit News.de Online-Vermarktung des Nachrichtenportals OMS Auftraggeber Auftrag Dienstleister Nivea Kampagne Nivea-Sommerspiele mit Aktivitäten in Web, Print Draft FCB / und am PoS / Mediaplanung und Schaltung der Kampagne Carat Rabo Direct Swisscom Telefónica O2 Trelleborg Vibracoustic Werbekampagne in Off- und Online für den Internet-Ableger der niederländischen Rabo Bank / Betreuung des Media-Etats / Betreuung des Etats für Performance Marketing Betreuung des Werbeetats für Privatkunden und Entwicklung von Kampagnen inklusive TV-Spots für den Telco-Dienstleister Konzeption und Umsetzung von Werbekampagnen für die Tochter O2 / strategische Aufgaben zur Markenführung Lead-Agentur für alle Kommunikationsmaßnahmen inklusive On- und Offline sowie Corporate Identity für das Joint Venture Lukas Lindemann Rosinski / Zenith / Performics Heimat Ogilvy & Mather / Saatchi & Saatchi G2 Germany Zapitano Betreuung des PR-Etats für die Social-TV-Plattform Cocodibu Ihre Meldung fehlt? Bitte Mail an Sony erobert die Charts Der Elektronikkonzern startet die teuerste neue Internet-Kampagne chon im Mai rührte Sony Deutsch- ordentlich die Werbetrommel Sland für seine Angebote und war gleich mit zwei Arbeiten in den Top Ten der Kampagnen, die in diesem Monat neu starteten, vertreten. Im Juni legte der Elektronikkonzern dann nach und launchte erneut eine Internet-Werbekampagne diesmal für das Vaio T-Serie Ultrabook. Das Budget von rund Euro war das höchste, das im vergangenen Monat für eine neu gestartete Kampagne im Web eingesetzt wurde. host Top-Neueinsteiger: Sony Deutschland Top-Ten-Newcomer in den Werbecharts im Juni 2012 Die teuerste Online-Werbekampagne, die im Juni neu startete, stammt von Sony Produkt Firma Juni 2012 in Mio. Euro Sony Vaio T-Serie Ultrabook Sony Deutschland, Berlin 0,43 Peugeot Hybrid Pkw-Programm Peugeot Deutschland, Saarbrücken 0,30 Axe Anarchy Deo-Range Unilever Deutschland, Hamburg 0,24 Right Gurad Anti-Transpirant Deo Men Schwarzkopf & Henkel Cosm., Düsseldorf 0,22 Schauma Ei-Lecithin Shampoo Schwarzkopf & Henkel Cosm., Düsseldorf 0,11 Steel Battalion Video-Spiele Capcom Europe, London 0,08 Dailydeal E-Commerce-Range Dailydeal, Berlin 0,07 Lenovo Ideapad Ultrabook Lenovo Deutschland, Stuttgart 0,07 Billy Boy Energy Drink Mapa, Zeven 0,07 Lenor Waschmittel-Range Procter & Gamble, Schwalbach 0,06 INTERNET WORLD Business 15/12 Zeitraum: Quelle: Nielsen Media Research GmbH 2012

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