Medienmitteilung. Startschuss für 320 Mio. Projekt erfolgt

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1 Renergia Zentralschweiz AG c/o Real Reusseggstrasse Emmenbrücke Telefon Fax Medien der Zentralschweiz gemäss Verteiler/Anfrage Emmenbrücke, 28. Februar 2012 Medienmitteilung Startschuss für 320 Mio. Projekt erfolgt Die acht Zentralschweizer Abfallverbände sowie die Perlen Papier AG gründen gemeinsam die Renergia Zentralschweiz AG. Damit rückt die Realisierung des 320 Mio. Franken teuren gemeinsamen Projekts in Perlen einen grossen Schritt näher. Nicht umsonst fand die Gründung auf einem Schiff auf dem Vierwaldstättersee statt dieser gilt seit jeher als verbindendes Element zwischen den Zentralschweizer Kantonen. Die neu gegründete Aktiengesellschaft realisiert ein kantonsübergreifendes Grossprojekt: Die neue Zentralschweizer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Perlen. Durch ihre Beteiligung werden die acht Zentralschweizer Abfallverbände Besitzer der neuen Anlage mit dem Namen Renergia. Erfolgreiche interkantonale Zusammenarbeit Die Abfallverbände sind gemäss ihrem Abfallaufkommen am Projekt finanziell beteiligt. Dadurch sind die Verbände nicht mehr nur Vertragspartner sondern auch Besitzer der Anlage, welche gemeinsam realisiert und betrieben wird. Die entsprechenden Verträge konnten heute unterzeichnet werden. Diese Form der Zusammenarbeit könnte auch für andere Projekte in der Zentralschweiz wegweisend sein. Fairness, Offenheit und Transparenz gegenüber allen Partnern zeichnet gemäss dem bisherigen Projektleiter Martin Zumstein das erfolgversprechende Projekt aus. Aus diesem Grund haben bis Ende letzten Jahres auch sämtliche Verbände den Beitritt einstimmig beschlossen. Den grössten

2 Anteil am Aktienkapital von 100 Millionen Franken zeichnet mit 44.4% der Luzerner Verband REAL, welcher heute die KVA in Ibach Luzern betreibt. Diese wird ausser Betrieb genommen, wenn 2015 die Renergia in Perlen eröffnet wird. Auch die Perlen Papier AG ist mit 10% beteiligt. Nebst dem Aktienkapital werden rund 220 Millionen Franken durch Fremdfinanzierung aufgebracht. Grösstes Klimaschutzprojekt Die Renergia stellt das grösste Klimaschutzprojekt in der Zentralschweiz dar. Derzeit arbeitet ein rund zwanzigköpfiges Planerteam an den technischen Details mit einem klaren Ziel: Das Kraftwerk soll bezüglich Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit zu den besten Kehrichtverbrennungsanlagen der Schweiz gehören. Dazu wird die im Abfall enthaltene Energie auf optimale Weise genutzt. Im grössten Kraftwerk des Kantons Luzern wird der bei der Verbrennung produzierte Dampf Strom für rund Haushaltungen erzeugen. Zudem versorgt die Renergia die benachbarten Papiermaschinen der Perlen Papier AG mit Dampf. Dadurch werden grosse Mengen an fossiler Energie eingespart und der CO 2 -Ausstoss massiv reduziert (vergleiche Box). Die Versorgung des Rontals mit Abwärme der Renergia ist geplant und zurzeit in Abklärung. Baubeginn 2012, in Betrieb 2015 Bereits im Sommer 2012 erfolgt der Spatenstich für das 320 Mio. teure Bauwerk in Perlen, Gemeinde Root. Nach der Inbetriebnahme der Renergia im Jahr 2015 wird hier der Güsel aus allen 6 Zentralschweizer Kantonen mit modernster Technologie verbrannt. Dank den kürzeren Transportstrecken und den günstigen Verbrennungstarifen profitieren sämtliche Verbände massgeblich von der neuen Anlage. Aufgrund der neuen Autobahnausfahrt Buchrain und dem bereits installierten Lastwagenfahrverbot Richtung Root wird die Wohnbevölkerung vom neuen Projekt wenig betroffen sein. Auskünfte erteilt ab Uhr: Martin Zumstein, bisheriger Gesamtprojektleiter, Verwaltungsrat Renergia Tel

3 Energie aus Abfall Rund Tonnen Abfall wird die neue KVA jährlich sicher entsorgen. Durch die Verbrennung des Abfalls wird Dampf produziert, welcher eine Turbine antreibt. Der daran angeschlossene Generator produziert ca. 155 Gigawattstunden Strom pro Jahr genug um den Bedarf von rund Haushalten zu decken. Ebenso entstehen im Betrieb grosse Mengen Abwärme. Diese wird zur benachbarten Papierfabrik geliefert und ersetzt dort jährlich 40 Millionen Liter Heizöl. Der Ausstoss von CO 2 wird dadurch allein in der Papierfabrik um Tonnen reduziert. Künftig besteht zudem die Möglichkeit, Firmen und Haushalte im Rontal mit Fernwärme zu versorgen, was zusätzliche Einsparungen von Öl und Gas ermöglicht. Die geplante Nutzung der Energie aus Abfall leistet also einen grossen Beitrag zur Ökologie. Verwaltungsrat und Fachbeirat Der Verwaltungsrat besteht aus VR-Präsident Franz Xaver Muheim (Jurist, Abfallbewirtschaftung Uri), Jean-Claude Balmer (Ingenieur, Zweckverband Kehrichtentsorgung Region Innerschwyz), Jörg Michel (Chemiker, Produktionsleiter Papierfabrik Perlen), Felix Thöni (Finanzexperte, Zug) und Martin Zumstein (Ingenieur, Vorsitzender Geschäftsleitung REAL). Der Verwaltungsrat wird durch den Fachbeirat mit Vertretern der beteiligten Kehrichtverbände unterstützt. Abbildungen: - Ansicht Renergia (Projektstand 2011) - Transportwege Kehricht heute und nach Realisierung des Projekts - Zusammensetzung Renergia Zentralschweiz AG alle Abbildungen als Download auf 3

4 Renergia (Projektstand 2011)

5 EZV Entsorgungszweckverband Obwalden GALL GKRE Gemeindeverband für Abfallentsorgung Luzern-Landschaft Gemeindeverband Kehrichtentsorgung Region ZKRI Schwyz PEPA REAL Region Luzern Entlebuch KVV Nidwalden KVV REAL Kehricht Verwertungs Verband Nidwalden Recycling Entsorgung Abwasser Luzern EZV Obwalden ZAKU Zentrale Organisation für Abfallbewirtschaftung im Kanton Uri ZEBA Zug ZEBA ZKRI Zweckverband der Zuger Einwohnergemeinden für die Bewirtschaftung von Abfällen Zweckverband Kehrichtentsorgung Region Innerschwyz ZAKU Uri GKRE Entlebuch GALL Luzern Land PEPA PEPA Perlen Papier AG 5

6 Entsorgungswege heute Entsorgungswege zur Renergia 6

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