DIREKTE BELASTUNG DER OSTSEE DURCH DEN MENSCHEN

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2 DIREKTE BELASTUNG DER OSTSEE DURCH DEN MENSCHEN Viele Dinge belasten die Ostsee: Landwirtschaft, Medikamente und Abwasser. An vielem ist der Mensch direkt schuld. In der Ostsee landet vieles, was nicht dahin gehört: Müll, Schrott und Treibstoff von Schiffen. Man kann am Ostseestrand durchschnittlich 712 Müllteile pro 100 Meter finden. Es gibt also sehr viel Müll und Schrott. 30 bis 60% davon sind Plastik. Man findet aber alles Mögliche: Glasflaschen, Gummi, Metall, Kleidung, Fischernetze, Verpackungsmaterialien, Papier, Pappe, Holz, Toilettendeckel, Computerbildschirme, Handys, Trauringe und sogar Fahrräder. Etwa 2% sind benutzte Hygieneartikel, z.b. Toilettenpapier, Tampons und Kondome. 20% von dem Schrott kippen Schiffe ins Meer, 80% kommen vom Land. Der Schrott stammt aus der Industrie und von den Ostseestränden, aber auch aus dem Schnee: Wenn die Ostseestädte ihren Schnee wegräumen und ins Meer kippen, sind auch Betonabsperrungen und Hundekot dabei. Ungefähr 70% von diesem Schrott sinken auf den Meeresboden. Dort belastet der Schrott die Pflanzen und Tiere. Elektroschrott (z.b. Fernseher, Radios, Keyboards, Waschmaschinen) kann giftige Stoffe abgeben. Ungefähr 15% des Schrotts werden an die Küste geschwemmt. Dort verschmutzt der Schrott die Strände und ist gefährlich für Meeresvögel, Hunde und Kinder. Der Rest (ca. 15%) bleibt auf dem Meer und gefährdet den Schiffsverkehr und den Fischfang. Ein sehr großes Problem sind die Geisternetze. Das sind alte Fischernetze, die Fischern verloren gegangen sind oder einfach irgendwo hängen geblieben sind. In der Ostsee gibt es Tausende Kilometer von diesen Netzen. Fische verfangen sich darin und sterben. Wenn die Fische irgendwann verrottet sind, schwimmen die Netze wieder nach oben. Dann verfangen sich wieder Fische darin. Es gibt jedes Jahr ca. 500 Kilometer neue Netze. Sie sind sehr gefährlich. In Zukunft sollen Netze aus Materialien gemacht werden, die biologisch abbaubar sind. Ein großes Problem sind auch die Treibstoffe von den Schiffen. Die Emissionen sind hoch, weil monatlich bis Schiffe auf der Ostsee fahren. 25% der Emissionen stammen von Passagierschiffen. Diese Stoffe sind ein wichtiger Faktor bei der Eutrophierung der Ostsee. Sie schaden auch der Gesundheit von Menschen und Tieren. Die Schiffe benutzen ein sogenanntes Schweröl, das gar nicht umweltfreundlich ist. Um die Situation zu verbessern, müssen die Ölhersteller 13 Milliarden investieren. Es gibt aber auch eine Alternative: Flüssiges Erdgas ist relativ umweltfreundlich. In Europa ist flüssiges Erdgas aber nicht leicht zu bekommen. Die Reedereien brauchen neue Infrastrukturen. Die Transporte können um 50% teurer werden. Das kann den Import und Export deutlich schädigen. Dann wird man wahrscheinlich mehr Lastkraftwagen für den Transport benutzen. Die sind aber auch nicht sehr umweltfreundlich.

3 AUFGABEN ZUM TEXT 1. Lies den Text durch und übersetze die fettgedruckten Wörter (mithilfe von einem Wörterbuch). 2. Arbeitet in Gruppen mit dem gleichen Text. Erklärt den anderen die fettgedruckten Wörter in eigenen Worten und mithilfe der Mimik. Ihr habt drei Minuten Zeit, um zehn Wörter zu erklären. belasten die Landwirtschaft das Abwasser der Schrott der Treibstoff durchschnittlich das Fischernetz das Verpackungsmaterial der Toilettendeckel der Computerbildschirm der Trauring die Hygieneartikel (Plural) kippen wegräumen die Betonabsperrung der Hundekot sinken der Meeresboden belasten giftig

4 der Stoff die Küste schwemmen verschmutzen gefährlich gefährdet der Schiffsverkehr der Fischfang die Geisternetze (Plural) verloren gehen hängen bleiben sich verfangen verrottet sein abbaubar die Emission das Passagierschiff die Eutrophierung schaden das Schweröl umweltfreundlich verbessern der Ölhersteller die Alternative das Erdgas

5 die Reederei deutlich schädigen wahrscheinlich der Lastkraftwagen (Lkw)

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