Es ist nun einige Jahre her, seit die Credit Suisse ihr langjähriges

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1 Schweizerische Schachzeitung 102. Jahrgang. Offizielles Organ des Schweizerischen Schachbundes ISSN Erscheint 10mal pro Jahr Auflage: 8000 Einzelabonnements (inkl. Porto): Inland Fr Ausland Fr Chefredaktor Dr. Markus Angst Gartenstrasse Dulliken Tel. 062 / Natel 079 / Fax 062 / Stv. Chefredaktor Roger Baumann Schürmattweg Olten Tel. 062 / Fernschach Gottardo Gottardi Postgässli Uetendorf Tel./Fax 033 / Problemschach Martin Hoffmann Neugasse 91/ Zürich Tel. 01 / Studien Istvan Bajus Grossalbis Zürich Tel. 01 / Inserate Dr. Markus Angst (Tarife auf Anfrage) Produktion Werner Widmer Schachagentur Caissa AG 5614 Sarmenstorf Tel. 056 / Fax 056 / Schach im Internet Schach im Teletext SF2, Seite 405 TSR2, page 405 Es ist nun einige Jahre her, seit die Credit Suisse ihr langjähriges und grosszügiges Sponsoring-Engagement im Schachsport aufgegeben hat. Mittlerweile hat sich der Schweizerische Schachbund (SSB) dank einer Erhöhung der Mitgliederbeiträge, der Einführung einer Wertungsgebühr für Führungslistenpartien und namhafter Sparanstrengungen eine selbständige finanzielle Basis geschaffen. Deutlich weniger erfolgreich war die Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Trotz zahlreicher Gespräche mit Kommunikationsverantwortlichen und Firmenvertretern konnte ich bis jetzt keinen Durchbruch erzielen. Es scheint, dass im heutigen wirtschaftlichen Umfeld vor allem einige ganz grosse Projekte im Millionen-Bereich sowie viele kleine Projekte in der Grössenordnung von 1000 bis Franken verwirklicht werden. Mehrere kleinere Sponsoren können aber auch die SSB-Kasse entlasten. Da haben wir einige Erfolge zu vermelden: ChessBase Data Schweiz, vertreten durch Photios Lucio Barvas, unterstützt die Nationalmannschaft und einzelne Schweizer Anlässe. Editorial Glencore International AG, Arbeitgeber unseres ZV-Mitglieds Kurt Gretener, hat durch eine Spende von 5000 Franken die Gratisabgabe von Musterexemplaren der neuen Schachschule an alle interessierten Sektionen ermöglicht. Die Groupe Mutuel hat mit dem SSB einen Rahmenversicherungsvertrag abgeschlossen und diesen mit Franken abgegolten. Es ist unsererseits nicht mehr als natürlich, diese Sponsoren nach Möglichkeit zu unterstützen. Als Beispiel möchte ich die Groupe Mutuel hervorheben. Sie hat sich in den letzen Jahren als Krankenkasse mit günstigen Preisen etabliert. Als SSB-Mitglied profitieren Sie zusätzlich vom Rahmenversicherungsvertrag. Wer die angekündigten Prämienerhöhungen nicht einfach hinnehmen will, kann unter der Gratis-Telefonnummer ohne Verpflichtung eine Konkurrenzofferte anfordern. Einfach das Stichwort «Schweizerischer Schachbund» erwähnen. Die erwähnten Sponsoringbeiträge ermöglichen es uns, das in den vergangen Jahren stetig ausgebaute Leistungsangebot weiter auf hohem Niveau zu halten. Die gewachsene Homepage, das ebenso aktive wie erfolgreiche Jugendkader und vor allem die grossen Anstrengungen im Breitenschach benötigen aber in absehbarer Zeit zusätzliche Ressourcen. Jährliche Sponsoringeinnahmen von bis Franken sind mittelfristig zwingend, um all diese Aktivitäten auf gewohnt hohem Niveau zu halten. Der ZV ist daher weiter am Ball und für die Vermittlung von Kontakten dankbar. Philipp Hänggi, SSB-Zentralpräsident 2

2 Il y a déjà quelques années que le Credit Suisse a renoncé à son long et généreux sponsoring du sport échiquéen. Entre-temps, la Fédération suisse des échecs (FSE) s est constituée une base financière indépendante grâce à la hausse des cotisations des membres, à l introduction d une taxe sur les parties comptant pour la liste de classement et à de gros efforts d économie. Moins heureuse fut la recherche d un nouveau sponsor principal. Mes nombreux dialogues avec des responsables de la communication et des représentants d entreprise n ont pas abouti. Il semble que l actuel milieu économique ne soit propice qu à la réalisation de quelques très gros projets de plusieurs millions ou alors de nombreux petits projets de à francs. Plusieurs petits sponsors peuvent cependant aussi renflouer les caisses de la FSE. De ce côté, nous pouvons mentionner quelques succès: ChessBase Data Schweiz, représenté par Photios Lucio Barvas, soutient l équipe nationale et certaines manifestations suisses. Glencore International AG, l employeur de notre membre du CC Kurt Gretener, a soutenu par un don de francs la remise d un exemplaire gratuit du nouveau manuel «Ecole des échecs» à toutes les sections intéressées. Le Groupe Mutuel a conclu une assurance groupe avec la FSE en l honorant d un montant de francs. De notre part, il est naturel que nous soutenions ces sponsors dans la mesure de nos moyens. Par exemple le Groupe Mutuel qui s est établi comme caisse-maladie à bas prix au cours des dernières années. Comme membre de la FSE, vous profitez de l assurance groupe. Si vous ne voulez plus accepter sans autre les hausses de vos primes d assurance, appelez le numéro de téléphone gratuit Editorial / Editoriale et demandez une offre concurrentielle, sans aucune obligation. N oubliez pas de mentionner le mot-clé «Fédération suisse des échecs». Les dons mentionnés ci-devant nous ont permis de maintenir nos prestations au niveau élevé des dernières années. Notre site Internet élargi, le cadre junior aussi actif que florissant et surtout nos gros efforts dans le domaine des échecs populaires nécessiteront bientôt des ressources plus importantes. Un revenu annuel, provenant du sponsoring, de à francs est indispensable, à moyen terme, pour maintenir ces prestations au même niveau. Le CC persévère donc dans ses efforts et vous invite à lui communiquer les contacts potentiels. Philipp Hänggi, président central *** Schweizerischer Schachbund Fédération Suisse des Echecs Federazione Scacchistica Svizzera Zentralpräsident: Dr. Philipp Hänggi Leberngasse Olten Tel. P 062 / Fax P 062 / E da alcuni anni che il Credito Svizzero ha rinunciato alla generosa sponsorizzazione dello sport degli scacchi. Nel frattempo la FSS ha creato una base finanziaria autosufficiente grazie all aumento delle quote sociali, alla tassazione delle partite calcolate per la lista a punti e a consistenti misure di risparmio. Chiaramente con minor successo è stata la ricerca di un nuovo sponsor principale. Malgrado innumerevoli abboccamenti con rappresentanti della comunicazione e di ditte finora non è stato raggiunto lo scopo. Sembra che oggigiorno siano più realizzabili progetti milionari o dell ordine di grandezza tra i e i franchi. Un maggior numero di piccoli sponsors possono comunque alleviare la cassa della FSS. Sono qui da annunciare i seguenti successi: ChessBase Data Schweiz, rappresentata da Photios Lucio Barvas, sostiene la squadra nazionale e particolari eventi svizzeri. Glencore International AG, datore di lavoro del membro di comitato centrale Kurt Gretener, ha reso possibile la distribuzione gratuita del manuale scacchistico scolastico alle sezioni richiedenti grazie a un contributo di franchi. Il Groupe Mutuel ha concluso con la FSS un contratto assicurativo quadro finanziato con franchi. E più che naturale da parte nostra sostenere nel limite del possibile questi sponsors. Come esempio vorrei citare il Groupe Mutuel. Si è affermato negli ultimi anni come cassa malattia con tariffe economiche. Quale membro FSS si approfitta inoltre delle condizioni assicurative quadro. Chi non vuole accettare passivamente i preannunciati aumenti dei premi può telefonare gratuitamente allo per chiedere un offerta non vincolante. Basta citare la parola chiave «Federazione Scacchistica Svizzera». I citati contributi da parte degli sponsors ci hanno permesso di continuare a mantenere alto il livello delle prestazioni. La cresciuta Homepage, l attivo e ricco di successi quadro giovanile e soprattutto l impegno nella diffusione degli scacchi necessitano comunque di risorse supplementari. Sponsorizzazioni annue dai ai franchi sono indispensabili a medio termine per mantenere l alto livello usuale. Il CC è sempre in ballo e grato per l intermediazione di contatti. Philipp Hänggi, presidente FSS 3

3 Schweizerische Mannschaftsmeisterschaft Zürich Meister, Florian Jenni (22) Grossmeister! Die Schachgesellschaft Zürich, ältester noch existierender Schachklub der Welt, wurde nach einem der spannendsten Finale in der 51-jährigen Geschichte der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) zum 19. Mal Schweizer Meister. Die mit GM Viktor Kortschnoi und erstmals in dieser Saison auch mit GM Lucas Brunner angetretenen Zürcher sicherten den Titelgewinn an der von den Schachfreunden Reichenstein organisierten Nationalliga-A-Doppelschlussru nde im Gasthof «Mühle» in Aesch/BL dank zwei 4½:3½- Erfolgen gegen Luzern und Titelverteidiger Biel. Der Meisterschaftsfavorit gewann in dieser spannenden Saison nicht weniger als fünf der neun Begegnungen mit dem knappsten aller Resultate. Während der Sieg gegen Luzern in der 8. Runde ungefährdeter ausfiel, als es das Resultat vermuten lassen könnte (die Zürcher führten 4½:1½, ehe sie noch zwei Partien verloren), verlief der allerletzte Match gegen Biel hoch dramatisch. Beim Stand von 3½:3½ kämpften die beiden Grossmeister Vadim Milov (Biel) und Christian Gabriel (Zürich) am zweiten Brett noch verbissen um den Einzel- und Mannschaftssieg. Nach 52 Zügen und nahezu sechs Stunden Spieldauer setzte sich Gabriel schliesslich durch und sicherte seinem Team den zwar glücklichen, aber keineswegs unverdienten Meistertitel. Vor der ersten Zeitkontrolle hatte Gabriel zweimal Remis angeboten. Doch Milov, der mit 2½ Punkten aus 8 Partien auf eine äusserst durchzogene SMM-Saison zurückblickt, hatte die Angebote abgelehnt, weil Wurde in der SMM Grossmeister: Florian Jenni. (Foto: Markus Angst) Biel nur noch mit seinem Sieg hätte Meister werden können. Wäre der Match 4:4 ausgegangen, wäre Platz 1 allerdings nicht an Zürich gegangen, sondern Sorab Basel hätte den Titel geerbt. Dann wären nämlich Sorab, Zürich und Biel punktgleich gewesen, und die erst vor Jahresfrist aus der Nationalliga B aufgestiegenen Basler hätten dank der besten Einzelpunkte die Champagnerflaschen knallen lassen können. Dramatischer Abstiegskampf Ebenso dramatisch war auch der Kampf gegen den Abstieg. Mendrisio schien nach der 3½:4½-Niederlage gegen Schlusslicht St. Gallen in der 8. Runde bereits als sicherer zweiter Absteiger neben den Ostschweizern festzustehen. Doch in der Schlussrunde rappelten sich die Tessiner nochmals auf und gewannen gegen Luzern mit 4½:3½. Für den Klassenerhalt wäre allerdings ein 5½:2½ nötig gewesen dann wäre Luzern abgestiegen. Punktgleich mit Bern und Luzern muss Mendrisio wegen der schlechtesten Einzelpunkte nach fünf Jahren wieder den Gang in die Nationalliga B antreten. Das ebenfalls gefährdete Wollishofen zog den Kopf dank eines 5:3-Siegs gegen Bern im allerletzten Moment noch aus der Schlinge. Florian Jennis grosser Tag Der für den neuen Meister Zürich spielende IM Florian Jenni hatte an der NLA- Schlussrunde im Baselland gleich doppelten Grund zum Feiern. Dank seines Siegs gegen den Bieler IM Franja Begovac kam der 22-jährige Aargauer auf 6½ Punkte aus 9 Runden und holte damit seine dritte und für die Verleihung des Titels entscheidende Grossmeister- Norm. Knapp zwei Jahre nach Yannick Pelletier (Biel) ist der aus der Talentschmiede der Schachgesellschaft Baden stammende Wirtschaftsstudent damit der zweite in der Schweiz aufgewachsene Spieler, der Grossmeister wird. Bis es so weit war, hatte Jenni allerdings bange Momente zu überstehen. Zum einen traf er in der Schlussrunde nicht wie erwartet auf einen der fünf Bieler GM, sondern mit Begovac auf einen IM. Damit musste Jenni gewinnen, während ihm gegen einen GM ein Remis gereicht hätte. Und zum zweiten stand er nach 30 Zügen praktisch auf Verlust, ehe Begovac in der Zeitnotphase die Qualität und damit die Partie einstellte. Jenni ist erst der vierte Spieler, der in der SMM eine GM-Norm holte. Zuvor hatten dies IM Nedeljko Kelecevic (1995), 5

4 Schweizerische Mannschaftsmeisterschaft IM Beat Züger (1997) und IM Richard Gerber (1999) geschafft. Zwei IM-Normen Grund zur Freude hatte ein weiterer junger Schweizer. Der für Luzern spielende Roland Lötscher (Werthenstein) holte 7 Punkte aus 9 Runden. Damit war der 20-jährige Entlebucher zusammen mit GM Joe Gallagher (Biel) und IM Heinz Wirthensohn (Reichenstein) der erfolgreichste Punktesammler unter den insgesamt 112 eingesetzten NLA-Spielern. Gleichzeitig holte er auch seine erste IM-Norm. Eine solche schaffte auch der für Reichenstein spielende FM Alfred Weindl. Für den 38-jährigen Deutschen wars jedoch nicht die erste. Allerdings ist es mehr als sechs Jahre her, seit er die letzte geschafft hat, weshalb alle anderen verfallen sind. Für den Coup der zweitletzten NLA-Runde hatte der für Luzern spielende Beat Züger gesorgt. Der Internationale Meister bezwang mit Schwarz Zürichs Grossmeister Viktor Kortschnoi notabene am dritten Brett. Ein Basler Aufsteiger Riehen gegen Rössli Reinach/BL und Joueur Lausanne gegen Lugano heissen die beiden Aufstiegsspiele Nationalliga B/Nationalliga A. Damit steht fest, dass die höchste Spielklasse Schweiz mit Kortschnoi an die Olympiade ma. Angeführt vom ehemaligen Vizeweltmeister GM Viktor Kortschnoi reist das Schweizer Herren-Team an die Schach-Olympiade, die vom 25. Oktober bis 11. November im slowenischen Bled stattfindet. Neben Kortschnoi spielen die beiden Grossmeister Yannick Pelletier und Joe Gallagher sowie die drei Internationalen Meister Florian Jenni, Roland Ekström und Richard Forster. Das erstmals vom neuen Coach Beat Züger betreute Damenteam besteht aus Frauengrossmeisterin 6 Erzielten eine IM-Norm: Roland Lötscher (rechts) und Alfred Weindl. (Fotos: Markus Angst/Hans Karl) Barbara Hund, Schweizer Meisterin Monika Seps und Ruth Bohrer. Aufgebot des Schweizerischen Schachbundes für die Schach- Olympiade in Bled (25. Oktober bis 11. November). Herren: GM Viktor Kortschnoi (Wohlen AG/2654 ELO), GM Yannick Pelletier (Biel/2637), GM Joe Gallagher (Neuenburg/2535), IM Roland Ekström (Basel/2512), IM Florian Jenni (Oberwil-Lieli/2498), IM Richard Forster (Winterthur/2468). Coach: FM Michael Hochstrasser (Niederglatt). Damen: WGM Barbara Hund (Freiburg im Breisgau/2235), Monika Seps (Birmensdorf/2033), Ruth Bohrer (Basel/1959). Coach: IM Beat Züger (Siebnen). in der kommenden Saison neben Reichenstein und Sorab ein drittes Team aus der Regio Basiliensis umfassen wird. Riehen, vor Jahresfrist abgestiegen, gewann in der Ostgruppe auch den siebten Match gegen Baden (6½:1½) und blieb damit verlustpunktlos. Lugano, vor zwölf Monaten aus der 1. Liga aufgestiegen, sicherte sich Platz 2 dank eines 5½:2½-Sieges im direkten Duell gegen Bodan. In der Westgruppe gab Joueur, wie Lugano in seiner ersten B-Saison, beim 4:4 gegen Rössli zwar den ersten Punkt ab. Die Lausanner wahrten dank des Unentschiedens aber die Tabellenspitze, während Rössli (A-Absteiger 2000) Verfolger Genf (A-Absteiger 2001) um einen Zähler in Schach hielt. Winterthur: 3 NL-Teams? Während es im Rennen um die vier Aufstiegsplätze keine Überraschungen mehr gab, war der Abstiegskampf in beiden Gruppen an Spannung kaum

5 Schweizerische Mannschaftsmeisterschaft mehr zu überbieten. In den sauren Apfel beissen mussten schliesslich Baden, Herrliberg, Biel II und Bois-Gentil Genf. Herrliberg, 2000 aufgestiegen, stand im Osten schon vor der Schlussrunde praktisch als Absteiger fest. Nun erwischte es auch noch Baden. Die Aargauer, die 1994 ein kurzes Gastspiel in der NLA gegeben hatten, waren bereits 2000 in die 1. Liga getaucht, stiegen aber postwendend wieder auf. Mit Biel II und Bois-Gentil müssen im Westen zwei weitere renommierte Teams absteigen. Die Bieler hatten seit den 70er-Jahren ununterbrochen der NLB angehört, die Genfer spielten 1999/2000 gar in der NLA. Die Aufstiegsspiele NLB/ NLA finden wegen der Schach- Olympiade in Bled bereits am kommenden Samstag, 20. Oktober, statt. Die Promotionsspiele 1. Liga/NLB hingegen stehen erst am 9. November auf dem Programm. Die Paarungen dafür lauten Winterthur III Lenzburg, Zug Wollishofen II, Rössli Reinach/BL II SW Bern, Thun Reichenstein II. Sollte Winterthur III aufsteigen, dann hätten die Zürcher in der kommenden Saison nebst einer NLA-Mannschaft zwei NLB-Teams das hat es in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft zuletzt 1975 gegeben (SG Zürich). Faux-pas und Rehabilitation In die 2. Liga tauchen Nimzowitsch II, Herisau (Ost), Luzern II, Lodrino (Zentral), Birseck, Roche Basel (Nordwest), Bulle und Genf II (West). Zu heissen Köpfen führte insbesondere die Abstiegsentscheidung in der Ostgruppe. Weil Nimzowitsch II gegen Davos forfait gab, sicherten sich die Bündner auf Kosten von Zimmerberg (4½:3½-Sieg gegen Engadin) den Klassenerhalt. Mit einem nur zwei Stunden nach Matchende beim Zentralvorstand des Schweizerischen Schachbundes einreichten Antrag verlangte Zimmerberg, Nimzowitsch II unsportliches Verhalten mit einer Zwangsrelegation zu ahnden eine Massnahme, die im SMM-Reglement allerdings nicht vorgesehen ist. Der ZV wird sich mit dem Antrag jedoch gar nicht befassen müssen. Denn weitere zwölf Stunden später zog das auf Rang 4 platzierte Nimzowitsch II die Konsequenzen aus dem Faux-pas und erklärte seinen freiwilligen Abstieg womit der Zweitletzte Zimmerberg seinen Platz in der 1. Liga halten kann. «Wir tragen damit», so Nimzowitsch-Präsident Christoph Drechsler gegenüber der SMM-Leitung, «die volle Verantwortung für den unerfreulichen Vorfall und wollen den Imageschaden sogleich wieder gutmachen.» Dramatisch verlief der Abstiegskampf auch in der Nordwestgruppe. Birseck nützte der 7:1-Sieg gegen Schlusslicht Roche nichts mehr, und der dreifache Meister fiel wegen des Punktgewinns von Porrentruy bei Reichenstein II nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der NLB gleich noch eine Liga tiefer. Mit Allschwil zieht sich auf die kommende Saison eine Mannschaft freiwillig aus der 1. Liga zurück. Der achtfache Meister wird durch einen zusätzlichen Aufsteiger ersetzt. Markus Angst Rapid-EM: Bronze für Vadim Milov ma. An der von 41 Spielern bestrittenen Rapid-Europameisterschaft auf der griechischen Insel Kreta gewann Vadim Milov (Biel) die Bronzemedaille. Der für die Schweizer Nationalmannschaft spielende 30-jährige Grossmeister holte 7½ Punkte aus 11 Runden einen Zähler weniger als der neue Europameister GM Hristos Banikas (Gr) und der zweitplatzierte GM Sergej Mowsesjan (Tsch). Die weiteren Schweizer landeten auf den Rängen 14 (GM Yannick Pelletier/6½ Punkte), 16 (GM Joe Gallagher/6) und 21 (IM Florian Jenni/5½). An der von Sergej Mowsesjan vor GM Jaan Ehlvest (Lett) und GM Heine Peter Nielsen (Dä) gewonnenen Blitz-Europameisterschaft GM Vadim Milov wurde auf Kreta einmal Dritter und einmal Vierter. (Foto: Hans Karl) (40 Teilnehmer) verpasste Vadim Milov als Vierter nur knapp eine weitere Medaille. Florian Jenni wurde 22., Yannick Pelletier 26., Joe Gallagher 28. 7

6 SMM-Partien Zwei unübliche Siege mit den schwarzen Figuren Einen unerwarteten Stolperer auf dem Weg zur Titelverteidigung leistete sich Biel beim 4:4 im Kantonalderby gegen Bern. Im Gegensatz zum Team erfüllte Biels GM Ognjen Cvitan seine Pflicht gegen FM Christian Flückiger wenn auch nicht ohne Probleme. FM Christian Flückiger (Bern) GM Ognjen Cvitan (Biel) Sizilianisch (B82) 1. e4 c5 2. f3 d6 3. d4 cxd4 4. xd4 f6 5. c3 a6 6. f4 e6 7. f3 b6 8. b3 c7. Der weisse Springer steht auf b3 einerseits passiver als auf d4, andererseits kann er eventuell nach einem späteren schwarzen Bauernvorstoss am Damenflügel mit Tempo vertrieben werden. 9. e3 b5 10. d3 b bd7 12. g4 b4. Beide Seiten spielen «sizilianische Normalzüge». 13. e a4?? c d5. Mit diesem aktiven Zug übernimmt Schwarz die Initiative. 14. g3. Erzwungen, da die Öffnung der Diagonale h1-a8 verhindert werden muss c8 15. d2. Weiss musste etwas gegen die Drohung dxe4 16. xe4 xe4 17. xe4 f6 unternehmen e7 16. f1! Wie die Partie einige Züge später zeigt, ist die zusätzliche Überdeckung von f4 sehr wichtig g5 dxe xe4 18. xe4 dxe4 19. xe4 xe4 20. xe4 b6 wäre die Alternative gewesen. Schwarz steht ganz leicht besser. 18. xe4 d5 19. d4. Stünde der Turm nicht auf f1, hätte Weiss seinen wichtigen schwarzfeldrigen Läufer nicht behalten können. 8 Schrammte gegen Grossmeister Ognjen Cvitan knapp am Sieg vorbei: FM Christian Flückiger. (Foto: Markus Angst) g6? Damit schwächt Schwarz seine Königsstellung empfindlich. Beachtung verdiente fe8!? mit der Idee xf4 21. xf4 xf4 22. xf4 e5. Das ungestüme 20. f5? scheitert dann an e5 21. f6 exd4 22. fxe7 e5. Auf das sofortige xf4 20. xf4 xf4 21. xf4 e5 hat Weiss hingegen das verblüffende 22. c5! xc5 23. bxc5 xc5 24. xc5 xc5 25. xb4, wonach er plötzlich besser steht. 20. g3! Die weisse Dame strebt nach h6, wo sie dem schwarzen König sehr gefährlich werden kann. Schlechter wäre 20. h4 a5 21. h5 (21. b5 c6!) a4 22. a1 und nun entweder a3 oder e5, jeweils mit sehr gutem Spiel für Schwarz a5 21. h4 f5. Das naheliegende a4 wäre stark mit 22. h6 e5 ( f6 23. gxf6 5xf6 24. g5 führt zur Partie) 23. fxe5 xe5 ( axb3?? 24. f6+) 24. bc5 beantwortet worden. Schwarz hat plötzlich Probleme auf der langen Diagonale, insbesondere mit dem Feld g7, während der weisse König von seinen Figuren zuverlässig verteidigt wird. 22. gxf6 5xf6 23. g5 a4. Schwarz macht das einzig Richtige, bricht alle Brücken hinter sich ab, um seinen Gegenangriff zu lancieren. 24. h6! Die Drohungen xe6 und xg6 zwingen Schwarz zum folgenden Qualitätsopfer f7 25. xf7. Falsch wäre 25. xg6? hxg6 26. xg6+ g7 27. xg7+ xg7 28. xe6+ f7 29. xc7 axb3 30. axb3 xc xf7 -+r lwnvk+p -+-+pspw pz-v-z-+ +N+L+-+- PZPT-+-Z +-M-+R e5?? Schade! Weiss wirft eine bisher gut gespielte Partie einzügig weg. Ein eleganter, aber am Brett nicht einfach zu findender Gewinnweg hätte in 26. xf6 xf6 27. d4 a3 (was sonst? Das Spiel auf den schwarzen Feldern ist die einzige Chance für Schwarz.) 28. xe6!! bestanden. Der schwarze König überlebt die Hetzjagd nicht. Zum Beispiel: : axb b1 xe6 30. f5+ d6 31. e4+ c5 32. e3+ b5 33. d3+ c6 ( a4 34. a7+) 34. fxg6 hxg6 35. f4, und Schwarz ist gegen die Vielzahl von Drohungen machtlos axb3 27. g1! 27. xc7 bxa2, und Schwarz steht auf Gewinn!

7 SMM-Partien f8? Der Überdekkungszug g8 mit anschliessender Vernichtung des e5 (die schwarze Dame ist immer noch tabu) hätte dem Nachziehenden einen sicheren Sieg beschert: g8 28. axb3 xe5 29. fxe5 xe xg6+ hxg6. Die ebenfalls gute Alternative wäre e7!? gewesen: 29. xd7+!? xd7 30. d1+ c6 31. h3 e7! lässt Weiss ohne Hoffnung. Zum Beispiel: 32. xb3 hxg6 33. a4+ b6 34. d4+ c5 35. xb4+ c xg6+ e7 30. xc xd7+ xd7 31. xc7 bxa2 macht keinen Unterschied bxa2 31. xd7+ xd7 32. d2 e e2 xc7. Mit dem Bauern auf a2 müsste Schwarz eigentlich gewinnen. Aber wenn man annimmt, dass sich beide hier in Zeitnot befanden, unterschätzt man die tükkische Dame nicht. 34. a1 xc d3 b3 36. f7+ e7 37. f5 d5! 38. fxe6+ xe6 39. h5 c e kv l+-+ +-s-+-+q p+-m-+pzr+-+-z T xb2?? Im letzten Zug vor der Zeitkontrolle begeht der kroatische Grossmeister einen schweren Fehler d6 41. d1 c7 hätte gewonnen. 41. d1+ c c7 42. e e8+ d7 43. xe7 c b1 44. d6+ b7 45. d4 e f2 f1+! ebenfalls mit Ausgleich. 44. d6+ b7 45. d4 c d2?? 46. f2, und Schwarz muss selbst Vorsicht walten lassen: c8 47. f8+ c7 48. d6+ c8 ist eine mögliche Remisfolge d3+. Ein bitteres Ende für Weiss. 47. xd e2 g f2 e xe4 xd e e2 xd6 49. xb3+ b5 0 :1. Im Gegensatz zum erwähnten Ausrutscher von Biel ist der Abstiegskampf schon fast üblicherweise eine Nervensache wie die folgende, aus der Direktbegegenung der Abstiegskandidaten Mendrisio und Wollishofen stammende Partie zeigt. IM Paolo Vezzosi (Men) Thomas Wyss (Woll) Damengambit (D12) 1. d4 d5 2. f3 f6 3. c4 c6 4. e3 f5 5. c3 e6 6. h4 g4 7. b3 b6 8. h3. 8. f3 ist in dieser Modevariante üblicher h5 9. g4 g6 10. xg6. Auf einen Wartezug wie 10. d2 hat Schwarz die Antwort xb3 11. axb3 c2! hxg6. Nun droht xg g2 a6 12. c5. Der objektiv beste Zug ist wohl 12. f1 mit der möglichen Folge dxc4?! ( b6 führt zu Zugwiederholung) 13. xc4 b6 14. g5 und Weiss steht leicht besser b6 13. g5?! Das treibt nur den f6 auf gute Felder und schwächt ausserdem den weissen Königsflügel. 13. axb6 axb6 14. d2 wäre vorsichtiger gewesen. Aber auch dann steht Schwarz angenehm fd7 14. cxb6 xb6 15. e4? Weiss hat sich schon viel erlaubt, aber dies verträgt seine Stellung nicht mehr. 15. f1 sah zwar unschön aus, hätte es dem Nachziehenden aber nicht so einfach gemacht d7 16. f1 c8 17. f4 e7 18. c1 r+q+k+-t z-+nvpz- -sp+p+p+ +-+p+-z- -+-ZPV-+ +QS-+-+P PZ-+-Z-+ +-T-ML+R Schwarz scheint auf den ersten Blick passiv zu stehen, aber mit einer eleganten Kombination gelingt es ihm zu beweisen, dass die weisse Stellung zu viele Schwächen aufweist: e5! 19. dxe5. Auch 19. xe5 xe5 20. dxe5 xg5 21. b5 d7 22. d6+ f8 führt zu schwarzem Vorteil. Das weisse Hauptproblem ist der König, der nirgends einen sicheren Unterschlupf findet c5 20. c d1 dxe4 kann aus weisser Sicht ebenfalls nicht gefallen d4 21. b1 h4! Ein wichtiger Zug, der vor der Ausführung von e5 bereits gesehen werden musste. Weiss steht bereits auf Verlust. 22. g3 xe d1 d3! 24. c xd3 d ba4 25. d2 xg5 26. f4 f5. Wenn man diese Stellung mit derjenigen vor zehn Zügen vergleicht, stellt man fest, dass Schwarz alle seine Figuren mit Tempo ins Spiel gebracht hat und gleichzeitig das weisse Heer praktisch auf die beiden Grundreihen zurückdrängen konnte. 27. g2 xf4! Eine Partie aus einem Guss, überzeugend zu Ende gespielt. 28. xe4 h e1 xd xd2 e2# 0:1. Analysen: Simon Kümin 9

8 Schweizerische Gruppenmeisterschaft Niederrohrdorf erstmals seit 1978 SGM-Meister Zum zweitenmal nach 1978 gewann der Schachklub Niederrohrdorf die Schweizerische Gruppenmeisterschaft (SGM). Die Entscheidung um den Titel fiel an der zentralen Schlussrunde der 1. Bundesliga in Meggen denkbar knapp. Die mit dem Grossmeister und Bundesturniersieger Ivan Nemet spielenden Niederrohrdorfer wiesen nach dem 6:2-Sieg gegen Musegg in der Endabrechnung gerade mal einen halben Einzelpunkt mehr auf als die Basler Verkehrsbetriebe, die Bern 5½:2½ bezwangen. Hätten die Basler ebenfalls 6:2 gewonnen, wären sie gemäss SGM-Reglement Meister geworden, weil sie den Direktkampf gegen Niederrohrdorf in der 6. Runde 4½:3½ gewonnen hatten. Es dauerte nahezu sieben Stunden, ehe Niederrohrdorfs Captain Kurt Meier den Champagner kalt stellen konnte. Denn erst kurz vor Ablauf der Endspurtphase stellte Michael Hofmann mit seinem Sieg gegen Werner Kaufmann den entscheidenden Einzelsieg sicher (Partie siehe unten). Er hatte zuvor ein Remisangebot seines Gegners auf Anraten von Kurt Meier abgelehnt. Nur auf Rang 6 landete Titelverteidiger Wollishofen. Die Zürcher verloren in der Schlussrunde gar noch gegen das punktelose Schlusslicht Schwarz-Weiss Bern, die der Sieg aber nicht vor dem Abstieg rettete. Den Platz der Berner nimmt Nimzowitsch oder Lyss-Seeland ein, die als Gruppensieger in der 2. Bundesliga am 26. November im Aufstiegsspiel an einem noch zu bestimmenden Ort aufeinandertreffen. Markus Angst Michael Hofmann (Nieder) Werner Kaufmann (Musegg) Königsindisch (A48) 1. d4 f6 2. f4 g6 3. e3 g7 4. h f3 d6 6. c4 c5 7. h2 b6 8. b3 xb3 9. axb3 c6 10. c3 f a5 12. d2 cxd4 13. exd4 ac8 14. g4 d7 15. f4 c6 16. e3 b4 17. b1 d5 18. a2 xa2 19. xa2 c6 20. g1 fd8 21. b1 e6 22. c3 a6 23. e2 dxc4 24. bxc4 e4 25. xe4 xe4 26. d2 b5 27. b3 b8 28. gd1 bxc4 29. bxc4 b4 30. b2 a b3 c6 32. c3 a b3 a2 34. b2 a3 35. b3 a2 36. b2 xb2 37. xb2 b c3 f8 39. a1 a5 40. c5 a4 41. d1 a8 42. b4 b c3 a8 44. b4 b8+ -t-+-vk p+p -+l+p+p+ +-Z-+-+pM-Z-+P+ +-+-V-+P -+-+-Z-+ T-+L+-+- Das nun entstandene Endspiel entschied über die SGM Hätte Werner Kaufmann Remis gehalten, wäre BVB Meister geworden. Doch Michael Hofmann fand einen Gewinnweg. 45. a3 g7 46. c1 e5 47. d5 xd5 48. c6 a8 49. c7 f c5 e6 51. f3 h6 52. d1 c8 53. b6 e4 54. xe4 f4 55. b7 xc7 56. xc7 xc7 57. xa4 g7 58. d5 d7 59. b3 b5 60. b4 e2 61. e1 d b3 b5 63. a1 g5 64. a7 e8 65. a8 b5 66. c4 xc xc4 e5 68. d5 b2 69. a6 c3 70. f3 b2 71. d6 f6 72. e6 g6 73. a8 c3 74. g8+ h6 75. f7 b2 76. b8 c3 77. b5 e5 78. d5 a1 79. f4 gxf4 1:0 Roland Lötscher (Musegg) GM Ivan Nemet (Nieder) Wolga-Gambit (A57) 1. d4 c5 2. d5 f6 3. c4 b5 4. cxb5 a6 5. f3 g6 6. e4 g7 7. a e3 e6 9. dxe6 fxe6 10. d2 axb5 11. xb5 c6 12. e2 b6 13. ec3 a6 14. d6 xb5 15. xc5 a5 16. b4 xe4 17. xe4 a4 18. d1 f7 19. xb5 xb5 20. d2 e5 21. d6 a3 22. xe5 xe5 23. d k+ +-+p+r+p -+-Sp+p+ +q+-s-+- -Z t-+-+p+- P+-W-+PZ +-+RM-+R xf gxf3 e f2 fxf g2 ad3 27. c4 g f1 df f2 xf xf2 f e1 e d2 g2+ 0:1 FM Hans Karl (Nieder) Markus Räber (Musegg) Königsindisch (E76) 1. d4 f6 2. c4 g6 3. c3 g7 4. e4 d6 5. f f3 a6 7. e2 e5 8. fxe5 dxe5 9. d5 c6 10. g5 b6 11. d2 g f6 13. h3 fxg5 14. hxg4 xg4 15. xg5 f2 16. e6 xe6 17. dxe6 c7 18. d7 e8 19. c5 b4 20. df1 xc5 21. xf2 xf2 22. f1 c5 23. xb7 d8 24. f7+ h8 25. e7 h b1 1:0 11

9 Championnat de Lausanne GM Tukmakov et MI Lamoureux avec 6 points Le Young Masters de Lausanne n ayant pas eu lieu en 2002 fautes de sponsors et en particulier du manque de soutien de la ville de Lausanne, qui semble-t-il, est grandement impliquée dans l organisation de manifestations de haut intérêt culturel comme la fête de la bière à Ouchy. Les organisateurs ont donc dû se contenter du tournoi de septembre qui fût cependant très réussi. Même si la formule de base est maintenant bien rodée, le tournoi s est déplacé et se déroulera à présent dans le prestigieux hôtel alpha, fraîchement rénové à quelques mètres de la gare. La participation est restée relativement modestes avec 84 participants. On constate aussi un certain manque de nouveautés parmi les joueurs titrés. Espérons cependant que ce tournoi, qui a déjà été fixé pour l année prochaine, verra sa popularité s accroître. La cadence est de 40 coups en 80 minutes, avec un ajout de 15 minutes après le 40ème coup et de 30 secondes par coup ce qui ne permet pas toujours de jouer correctement les finales compliquées. Elle reste cependant la solution de choix pour arriver à réaliser deux parties par jour sans trop épuiser les joueurs. Cela étant dit, j ai quand même réussi à perdre ma partie de la dernière ronde contre Lamoureux en moins de 5 minutes. D ailleurs pour l anecdote, j ai immédiatement jeter ma feuille de partie en pensant ne plus jamais en entendre parler jusqu à ce que j apprenne que grâce à Georges Bertola, ma gaffe du 7ème coup était désormais accessible depuis à peu près partout sur la planète! Vladimir Tukmakov, le De gauche: Paul J. Ouwehand (directeur du tournoi), Charles Lamoureux (2ème), Vladimir Tukmakov (vainqueur), Andreas Huss (3ème). (photo: Denis Bucher) lausannois d adoption qui pourtant participait pour la première fois au tournoi, s est imposé logiquement avec l aide de deux nulles rapides le dernier jour. Quant aux places suivantes, elles se sont aussi décidées dans les courts affrontements de la dernière ronde. Mais ne vous y méprenez pas, le combat fût au rendez-vous comme dans le derby tessinois Ambrosini Camponovo qui tourna à l avantage de ce dernier ou encore comme le témoigne la «Kaenelisation» suivante. MI Hansjürg Kaenel (Ostermundigen) Aurelio Colmenares (Lugano) Anglaise (A30) 1. f3 f6 2. e3 e6 3. b3 c5 4. b2 e7 5. c e2 b b7 8. d3 d6 9. bd2 c6 10. a3 c7 11. b1 fd8 12. b4 a6 13. b3 ab8 14. fc1 a5 15. bxc5 bxc5 16. a4 c8 17. c3 d7. No comment jusque là! 18. c2 a4? Une décision GM Vladimir Tukmakov participait pour la première fois au tournoi. (photo: Markus Angst) 13

10 Championnat de Lausanne Yves Gamberoni pjo. La 6e ronde du Championnat de Lausanne a été endeuillé par le décès de Yves Gamberoni (36 ans). Yves était membre des clubs d echecs de la Riviera Vaudoise (Vevey et Montreux). Ses camarades le connaissait comme un jeune homme d une rare gentillesse et d une grande sportivité. discutable, car le pion a4 deviendra vite une faiblesse. 19. xb8. Prendre le pion serait tomber dans le piège à cause de 19. xa4 b4! 20. d1 a2 et par exemple: 21. xb8 xb8 22. xf6 xf6 23. b1 c3 24. xb8+ xb8 25. f1 b2 qui est bonpour les noirs xb8 20. b1 xb xb1 b8 22. d1 a7. La position des noirs est maintenant devenue passive et les blancs préparent calmement l offensive à l aile roi. 23. b2 e8 24. c2 f6 25. e4 xc3 26. xc3 e7 27. d2 c8 28. d1 f8 29. f3 e7?! Un plan de défense peu convainquant. 30. h4 c7 31. h5 f6?! 32. h6 g6?! gxh6 me paraît plus tenasse. 33. g4! b6 34. a1 a5 35. de4 e8 36. g5 f5 -+n+n lm-+p -+-zp+pz w-z-+pzp+p+n+-+ Z-SPZL Z-+ W-+-+-M- 37. f6! xf6 38. d5+!! xd5 39. g7+ d8 40. cxd5 e g2 e7 42. xh7 f a1 pour essayer d enfermer la dame blanche ne suffit pas. 43. f7 h8 44. dxe6 e8 45. f6 g8 et 46. b2 gagne. 43. h8+ c7 44. e4! Un important coup qui prend la case f5 au cavalier exd5 45. f6 dxe4 46. dxe4 g8?! c6 était plus résistant mais également insufisant: 47. h7 h xh3 xf2 49. xf4 f g3 g g2 a1 52. f6 e h3 e f3 et en l absence d échecs les noirs peuvent abandonner. 47. g7 xh6 48. gxh6 g5 49. h7 g4 50. xg4 xe f Texte et analyses: Denis Bucher Die «SSZ» bekommt ein neues Gesicht Die redaktionelle Bearbeitung der «Schweizerischen Schachzeitung» ist eine aufwändige Sache erst recht, wenn man als pflichtbewusster Familienvater daneben noch einem ordentlichen Job nachgehen muss. Als Toni Preziuso vor fünf Jahren als Co-Chefredaktor zurücktrat, hatte ich mich bereit erklärt, die «SSZ» vorderhand im Alleingang redaktionell zu betreuen. Eine berufliche Veränderung in diesem Jahr veranlasste mich jedoch, mich nach einem Stellvertreter umzusehen. Glücklicherweise bin ich fündig geworden und habe mit Roger Baumann (42) jemanden gefunden, der sowohl Medienprofi als auch Schachspieler ist. Der neue stellvertretende Chefredaktor, geboren und Amtiert neu als stellvertretender Chefredaktor der «Schweizerischen Schachzeitung»: Roger Baumann. (Foto: ma.) wohnhaft in Olten, arbeitet bei der SBB-Kommunikation in Zürich als Mediensprecher. Zwischen 1987 und 2001 war er Journalist, unter anderem beim «Sport», wo er in den 90er-Jahren in Zürich auch Garry Kasparow interviewte. Nachdem er schon 1987 drei Jahre beim Schachklub Olten spielte, stieg er nach einer längeren Pause im Jahr 2000 wieder ein. Die Kombination seiner Hobbys Golf, Laufen und Schach hat sich bis jetzt nicht als das Geheimrezept für eine hohe ELO-Zahl erwiesen. Deshalb muss bei ihm wieder einmal das olympische Motto herhalten: Mitmachen ist wichtiger... Turnierausschreibungen, Resultate, Leserbriefe und dergleichen mehr schicken Sie bitte weiterhin an meine Adresse heutzutage natürlich am liebsten per Markus Angst, «SSZ»-Chefredaktor 14

11 Suisse Allemagne à Zürich et Berlin L avantage de «jouer à la maison» 16 Les week-ends des 7/8 septembre et 14/15 septembre virent le déroulement d une rencontre un peu particulière entre l Allemagne et la Suisse. Organisé parallèlement par William Wirth de la Bank Hoffmann et Raj Tischbierek de la revue allemande «Schach Zeitschrift», ce match réunit deux des meilleurs GMI de chaque pays dans un tournoi en quatre rondes. Les parties furent retransmises en direct sur le site internet de Chessbase, qui sponsorisaient aussi l événement. Christopher Lutz et le jeune Arkadij Naiditsch (17 ans) représentèrent l Allemagne, alors que Viktor Kortchnoi et votre serviteur défendirent les couleurs helvètes. La première moitié de ce tournoi se déroula dans les somptueux salons de l Hôtel «Savoy» à Zurich, alors que la deuxième mi-temps fut disputée à Berlin, au 37ème étage de l hôtel «Forum». L avantage de «jouer à la maison» est habituellement évoqué dans des sports comme le football, mais apparemment, ce facteur joue aussi un rôle dans les échecs! Le fait est que la Suisse remporta la manche zurichoise sur un score étonnant de 3½-½, lors que les Allemands parvinrent à sauver l honneur à Berlin grâce à un 2½-1½. Dans le classement individuel, Naiditsch ne se remit pas entièrement de ses deux défaites initiales et dut se contenter de la dernière place avec 1 point sur 4. Il faut tout de même préciser qu il dut se rendre à l école pendant la semaine de «pause», ce qui n est évidemment pas la meilleure des préparations. Lutz et Kortchnoi marquèrent 2 points chacun et durent se départager en parties rapides, un minimatch qui fut remporté par l Allemand. Grâce à deux victoires à Zurich et deux nulles dans le match retour, je remportai le premier prix avec 3 sur 4. Voici finalement deux parties que je considère décisives pour notre victoire finale. Lors de la seconde ronde, Kortchnoi et moi gagnèrent nos parties avec les pièces noires. GM Arkadij Naiditsch (All) GM Viktor Kortchnoi (Sui) Espagnole (C82) 1. e4 e5 2. f3 c6 3. b5 f xe4 5. d4 a6. Une façon très intelligente d amener une Espagnole ouverte, dont Kortchnoi est un expert, tout en évitant la variante d échange (3.... a6 4. xc6) que le jeune Allemand préfère généralement. Le manque d expérience de Naiditsch dans ce genre de positions va rapidement être apparent. 6. a4 b5 7. b3 d5 8. dxe5 e6 9. bd2 c5 10. c3 g4 11. c2 e7 12. e b3 e6 14. bd4? Cette nouveauté est une erreur stratégique, car les blancs placent le mauvais cavalier en d4. La suite connue 14. d3 g6 15. fd4 est susceptible de donner aux blancs un léger avantage dans le cas d un échange général en d cxd4 15. cxd4 g6 16. e3 f5! Le pion passé protégé en e5 n est en fait pas une force. Le e6 le bloque magnifiquement, et grâce à la poussée c5, les noirs peuvent en miner la base. D autre part, 17. exf6 ep xf6 est mauvais à cause du clouage sur le f d3 f4 18. d2 c5 19. d1?! Une triste réponse, mais les blancs ne peuvent prendre en c5 sous peine de perdre une pièce: 19. dxc5 f5. Mais ils auraient peut-être dû malgré tout se résoudre à sacrifier du matériel par 20. c3 b4 21. xf5! bxc3 22. xe6+ g7 23. xc3 xc5 24. ed1, car maintenant, la majorité de pions noire à l aile-dame donne le rythme c4 20. c3 b4 21. c1 xf3 22. xf3 xd4 23. xf4 xf gxf3 c8. L avantage noir est évident. Non seulement le roque blanc est affaibli, mais surtout la marée de pions centrale en mouvement. 25. e6 d4 26. e5 f5 27. d2 d3 28. ad1 -+rw-+k+ +-+-v-+p p+-+p+p+ +-+-Vr+- -zp p+p+- PZ-W-Z-Z +-+RT-M c3! La petite combinaison finale. 29. bxc3 xe5! 30. xe5 bxc3. Une fois le fou blanc disparu, les pions deviennent inarrêtables. 31. f4 c GM Christopher Lutz (All) GM Yannick Pelletier (Sui) Française (C18) 1. e4 e6 2. d4 d5 3. c3 b4 4. e5 e7 5. a3 xc3+ 6. bxc3 c5 7. g d3 bc6 9. h5 g6 10. f3 ce7?! Une sous-variante douteuse, comme le démontre Lutz dans les prochains coups. Dans la partie rapide de départage, une semaine plus tard à Berlin, Kortchnoi préféra face à Lutz le coup habituel c7 11. e3 ce7 ( c4 12. xg6 fxg6 est aussi possible). La différence avec l immédiat retrait du

12 Suisse Allemagne à Zürich et Berlin cavalier est que grâce à la c7, les noirs maintiennent suffisamment de pression contre le pion e dxc5! b6 12. c6! L idée que j avais préparée était principalement 12. cxb6 axb6, suivi de l échange du d3 par... a6. Après la disparition de cette pièce maîtresse de la position blanche, je pourrais tranquillement attaquer les pions faibles adverses. Mais malheureusement, Lutz trouve la bonne réplique, empêchant le futur développement du c8 en a c f5. L alternative xc6 14. a4 ne donne rien, puisque cxe5?? est impossible en raison de 15. xe5 xe5 16. xg exf6 ep gxf6 15. c4! Lutz ouvre logiquement la position pour sa puissante paire de fous, visant par la même occasion mon roque affaibli dxc4 16. xc4 xc6 17. b3 h8. Les noirs doivent essayer de neutraliser l action du b3 sur les pions faibles par e5 et e6 r+l+-t-m z-+-s-+p -zq+pzn Q ZL+-+N+- -+P+-ZPZ T-V-+RM- 18. d4? Les blancs semblent disposer de plusieurs suites prometteuses. Durant la partie, j examinai avant tout 18. b2 e5 19. fe1 menaçant le sacrifice dévastateur en e5. Mais après b7, grâce à la menace f4, la position noire semble tout à fait jouable. Lutz inscrivit d abord 18. h6 sur sa feuille de partie. Ce coup a l air très fort, puisqu après d8 19. fe1, les noirs ne peuvent jouer e5 à cause de 20. xe5! fxe5 21. xe5, p.ex: d5 22. f3 e6 23. xg6+ hxg6 24. f8+ et gagne. Mais l Allemand se ravisa quand il s aperçut que f5! donnait aux noirs une position satisfaisante. Le bon coup n était pas facile à trouver, puisque les blancs doivent combiner les idées vues ci-dessus. 18. e1! e5 19. h6, suivi de xe5! dans la plupart des cas, ou f5 19. b2! e5?! 20. xe5! La seule possibilité pour les noirs serait alors de préparer... e5 par c7, après quoi ils maintiendraient quelques chance d égaliser e4 19. d1 d8! Ce coup résout les difficultés noires. La suite e5? 20. f3 suivi de b5 était nettement inférieure. 20. e3. Les blancs ne peuvent se sortir du clouage de manière avantageuse, p.ex: 20. b2 e5 ou 20. f3 e5 21. g4 h5! e5 21. e6 b7!? Il ne restait à Lutz qu un petit quart d heure pour atteindre le 40ème coup, et je décidai de compliquer encore la position. Bien sûr, je n avais rien vu des variantes critiques qui vont suivre! xe6 permettait d égaliser dans la finale découlant de 22. xe6 h4! 23. g4 xg4 24. xg4 hf h3 g8 r+-+-+rm zl+-s-+p -z-+nzn+ +-+-z q+-+ ZL+-V-+Q -+P+-ZPZ T-+R+-M- 23. g5? Après cette erreur, le vent tourne définitivement en faveur des noirs. Il fallait jouer 23. d7!, sur quoi je n avais envisagé hâtivement que h4. Mais dans ce cas, les blancs prennent le dessus grâce à 24. g5! fxg5 25. xe7. Je ne sais si je serais parvenu à trouver le seul coup permettant de maintenir l équilibre, tant la position offre de possibilités intéressantes. Mais les noirs doivent ici jouer xg2+! 24. xg2 xg2 avec un jeu compliqué après 25. g5 (25. c7? h4!) fxg5 26. xg2 g7 ou 25. g5 fxg5 26. xg2 f fxg5 24. xg5 h4 25. xh4 xh4 26. xg8 xg8. Le résultat de cette suite forcée n est pas favorable aux blancs qui, en plus d un certain déficit matériel, éprouve encore des problèmes avec leur roi. Le coup suivant ne fait qu empirer les choses, mais Lutz n avait plus qu une minute à sa pendule pour atteindre le 40ème coup. 27. f7+ g7 28. xe5 xg2 conféraient de toute façon un net avantage aux blancs. 27. d8?! xd8 28. f7+ g7 29. xd8 xg2 30. d1 d5. Le d8 est pris au piège, et la tentative blanche de le libérer ne fait que précipiter la tour dans la même tombe. 31. c4 xc4 32. d7 f8! 33. xa7 e8 34. b7 hf5 35. a4 c d5 était plus rapide. 36. a8 d7 37. a5 d5 38. a6 c7 39. f1 fe7 40. e1 f3?! Ce coup ne gâche rien, mais l immédiat c6 gagnait du temps. 41. d2 c6 42. e3 d5 43. f4 exf xf4 6a Les fruits sont mûrs. Texte et Analyses: Yannick Pelletier 17

13 Damenschach Schweizer Damen verloren wieder im «Ländle» gh. Leider konnten die Damen beim Testmatch in Liechtenstein auch dieses Jahr gute Stellungen nicht zu vollen Punkten verwerten und mussten sich im Normalschach sich wie schon im Vorjahr mit einer knappen Niederlage (4½:5½) geschlagen geben. Auch den Rapid-Vergleich entschieden die Liechtensteiner Herren knapp (10½:9½) für sich. Eine herausragende Leistung zeigte Kurt Studer, der gegen Béatrice Stöckli im Normalund Rapidschach das Maximum von drei Punkten holte. Fast so erfolgreich waren Renato Frick (gegen Jana Ramseier) und Andras Guller (gegen Schweizer Meisterin Monika Seps) mit 2½ Punkten. Aber auch das jüngste Mitglied des Damenteams, die erst zwölfjährige Maria Heinatz, gab nur einen halben Punkt ab. Das Blitzturnier gewann der neue Schweizer Damencoach Beat Züger, der seine neuen Schützlinge bereits in den vorherigen Partien moralisch unterstützte. *** Marcel Mannhart WIM Gundula Heinatz Unregelmässig (A00) 1. c3 c5 2. d4 cxd4 3. xd4 c6 4. h4 d5 5. f3 d4 6. d1 f6 7. e4 e5 8. d3 b4+ 9. d2. Weiss steht minimal schlechter, jedoch würde der Abtausch des Läufers helfen und die Entwicklung der Figuren nicht noch mehr benachteiligen. Trotzdem hat danach Schwarz bereits erheblichen Raumvorteil g5! 10. g xg5 g8 11. h6 f8 12. h4 g4 13. h3 xe xe4 xh3 15. g5 b f1 e7. Weiss erreicht auch mit Raumvorteil geschickt ausgenutzt: WIM Gundula Heinatz. (Foto: Markus Angst) 17. xf6 xg xg2 xf6 keine ausgeglichene Stellung h5 11. f3 g4 12. e2 f4 13. f1 a a5 14. a3 e6 ist für Schwarz stärker und lässt Weiss keine Zeit, sich zu konsolidieren. 14. a3 e7 15. c4 h5 16. g3 e6 17. b3 g5 18. b2 c5 19. f3 e7 20. d3 xd cxd3 h6. Droht f h4?! gxh3 23. d1 f6 24. e2 d7 25. d5 xd2 26. xd2 g6 27. g1 c8. Jetzt muss der Mehrbauer zum Gewinn realisiert werden. Weiss hat zu viele Schwächen unter anderem die sehr schlechte Königsstellung und die Disharmonie der Figuren. 28. e1 f6 29. f2 e6 30. c4 a4! 31. xe bxa4 xc4 32. dxc4 a5 rettet Weiss auch nicht mehr xe6 32. bxa4 b3 33. d2 e7 34. b4 c2 35. d2 h2 36. h1 xg3 37. c1 g e2 g f1 xd2 40. xd2 xd2 41. xc8+ xc8 42. e1 a2 0:1. Analysen: Gundula Heinatz Testmatch in FL-Triesen: Auswahl Damenkader Nationalteam Liechtenstein 4½:5½ (Gundula Heinatz Marcel Mannhart 1:0, Jana Ramseier Renato Frick 0:1, Monika Seps Andras Guller ½:½, Conny Kradolfer Harald Elkuch ½:½, Ruth Bohrer Mario Kobler 1:0, Corinne Rölli Hans Göldi 1:0, Hannelore Svendsen Kurt Mündle 0:1, Beatrice Stöckli Kurt Studer 0:1, Sabrina Rölli Hansjörg Quaderer 0:1, Maria Heinatz Alexander Vogt ½:½). Rapidpartien: G. Heinatz Mannhart 1:1, Ramseier Frick ½:1½, Seps Guller 0:2, Kradolfer Elkuch 1:1, Bohrer Kobler 1:1, C. Rölli Göldi ½:1½, Svendsen Mündle 1½:½, Stöckli Studer 0:2, S. Rölli Quaderer 2:0, M. Heinatz Dominik Wolfinger 2:0. Schlussresultat: 9½:10½. Blitzturnier (mit Vorrunden). A-Final: 1. IM Beat Züger Mannhart 5½. 3. Guller, Hans-Jörg Illi, Ramseier und Seps je Frick 3½. 8. G. Heinatz Kobler 2. B-Final: 1. Bohrer Elkuch und Svendsen je Göldi Kradolfer, C. Rölli und Svendsen je Stöckli Quaderer 0. C-Final: 1. Dragan Joncic S. Rölli 7½. 3. Studer Mündle M. Heinatz 2½. 6. Wolfinger 2. 19

14 «SSZ»-Interview mit Alexandra Kostenjuk «Mein Ziel? Ich will Weltmeisterin werden!» Man sagt ihr nach, sie sei die «Anna Kurnikowa des Schachs»: Jung, attraktiv, Model-Figur, eigene Homepage mit modischen Fotos ( Doch die 18-jährige russische Vizeweltmeisterin Alexandra Kostenjuk kann mehr als nur posieren. Bei ihr vereinigen sich mit dem natürlichen Charme der Jugend ein still gedachter, aber Wirklichkeit gewordener Traum von jugendlich vollendetem Körper und hellwachem Geist zusammen. Viele sehen fasziniert zu ihr hin, lassen die Blicke magisch an ihr haften, verinnerlichen bei ihr das Produkt des jungen, schnell erfassenden Geistes und bleiben doch haften an ihrer ganzen Erscheinung. Die modische Brille gibt ihr einen intellektuellen Anstrich, den sie gar nicht nötig hat. Wäre Schach ein Volkssport wie Tennis und stärker präsent in den Medien, Alexandra Kostenjuk könnte den bekannteren Tennis-Star glatt ausstechen. In ihrer eigenen Art und dem Verhalten nach hat sie aber auch eine gewisse kühle Distanziertheit, die das viel umschwärmte Schach-Idol sicher benötigt, um einiges von dem, was auf sie zukommt, zu neutralisieren. In diesem Sommer spielte Alexandra Kostenjuk gleich zweimal in der Schweiz am Bieler Schachfestival und an der Schweizer Blitzschachmeisterschaft an der Expo.02 in Yverdon-les-Bains. «SSZ»- Mitarbeiter Hans Karl gewährte die junge Dame ein Exklusivinterview. «SSZ»: Sie haben im Bieler Meisterturnier 6½ Punkte aus 11 Runden geholt. Sind Sie damit zufrieden? 20 «Die Männer sind Kämpfer. Aber ich tue genau so viel, um weiter zu kommen.» (Fotos: Markus Angst) Alexandra Kostenjuk: Nein, gar nicht. Ich habe gegen sechs Grossmeister nur zwei Punkte geholt. Nötig wären aber vier gewesen. «SSZ»: Sie wurden mit 17 Jahren Grossmeisterin und kurze Zeit später Vizeweltmeisterin. Was sind Ihre weiteren Ziele? Alexandra Kostenjuk: Ich will Weltmeisterin werden und werde dann versuchen, den Weltmeister zu schlagen. «SSZ»: Können Sie ihren Lebensunterhalt mit Schach bestreiten? Alexandra Kostenjuk: Ja, das ist gut möglich. Je mehr Einladungen ich bekomme, desto interessanter wird es natürlich. «SSZ»: Wie haben Sie Schach erlernt? Alexandra Kostenjuk: Im Alter von fünf Jahren durch meinen Vater. Er war mein erster Trainer und musste mich kaum zu etwas drängen es war einfach in mir. «SSZ»: Eine Suggestivfrage: Meine Schachschüler wollen immer nur gewinnen, nicht richtig trainieren wehe wenn

15 «SSZ»-Interview mit Alexandra Kostenjuk ich einer Seite etwas helfe, dann protestiert sofort die andere. Wie war das mit dem Gewinnen früher bei Ihnen? Alexandra Kostenjuk: Mit sieben wollte ich mehr. Ja, ich wollte immer gewinnen immer mehr. So wurde ich auch U10-Europameisterin. Mit dem «Immer gewinnen» ist es auch heute noch so. «SSZ»: Sie kommen viel in der Welt herum. Reisen Sie gerne? Alexandra Kostenjuk: Ja, davon kann ich nicht genug bekommen. So war ich neulich auch in Indonesien und Brasilien. «SSZ»: Haben Sie genügend Disziplin, um ihren Weg nach oben weiter zu gehen? Alexandra Kostenjuk: Mein Schachtraining umfasst täglich rund sechs Stunden. Ich trainiere daheim mit dem russischen Grossmeister Alexei Korotyler. Und wenn ich genügend Zeit habe, jogge ich jeden Tag fünf Kilometer. «SSZ»: Und was tun Sie daneben? Alexandra Kostenjuk: Ich bin noch auf der Sport-Universität in Russland und studiere Psychologie, Anatomie und Philosophie. Grosse Freude habe ich auch am Fussball spielen, und ausserdem skate ich wahnsinnig gerne. «SSZ»: Was halten Sie von Ihren männlichen Kontrahenten? Alexandra Kostenjuk: Die Männer sind Kämpfer. Aber ich tue genau so viel, um weiter zu kommen. So habe ich in diesem Jahr bei einem Turnier in Spanien den Halbfinal gewonnen und danach den Final gegen den ehemaligen Weltmeister Anatoli Karpow 1:3 verloren. Aber ich probiere es wieder und hoffe auf eine neuerliche Chance. «SSZ»: Wie verhält es sich mit Ihrer Gefühls- und Gedankenwelt neben dem Schach? Alexandra Kostenjuk: Eigene kreative Gedanken sind sehr fruchtbar für mich. Ich lerne vieles sehr schnell und nehme fast alles in mir auf das ist wirklich gut so. Englische und französische Texte beispielsweise musste ich nicht viele lesen, um sie zu verstehen und daraus zu lernen. «SSZ»: Wie spielt sich bei Ihnen im «Memory» das schachliche Denken ab? Mehr abstrakt mathematisch, oder sehen Sie bildlich, und haben Sie Visionen? Alexandra Kostenjuk: Bei mir ist das Gedächtnis mehr abstrakt, ich habe weniger bildhafte Visionen. «Songs» beispielsweise sind aber mit ihrem Text und ihrer Musik recht leicht bei mir zu speichern und wieder praktisch originalgetreu wieder abzurufen, was die Kreativität günstig beeinflusst. «SSZ»: Wir haben gehört, dass in diesem Winter in der Schweiz möglicherweise einen Wettkampf zwischen Ihnen und Viktor Kortschnoi oder Yannick Pelletier geben könnte? Alexandra Kostenjuk: Das wäre sicher machbar, wenn sich ein Organisator findet, der die Kosten übernimmt. Ich bin bereit. «SSZ»: Eine letzte Frage: Möchten Sie nicht auch einmal als professionelles Model arbeiten und damit Geld verdienen? Alexandra Kostenjuk: Nein, ich denke nicht daran. Es soll höchstens ein Hobby sein. «Mein Schachtraining umfasst täglich rund sechs Stunden.» Interview: Hans Karl 21

16 Fernschach Missglückter Einstand von Hans Berliner Michail Umansky, der 13. Weltmeister der Fernschachgeschichte, wurde nicht allein der magischen Zahl wegen «Kasparow des Fernschachs» genannt. Die Art und Weise, wie der Mathematik-Programmierer aus dem Kaukasus in seiner Zeit das Finale dominierte, haben seine Nachfolger auf dem Thron noch nicht vergessen. Nach einer eher unauffälligen Periode ist Umansky nunmehr zu seiner eigentlichen Stärke zurück gekehrt und hat seine Ambitionen auf den Titel «Weltmeister der Weltmeister» im Jubiläumsturnier der ICCF eindrücklich angemeldet: Dem Sieg gegen seinen Vorgänger Grigorij Sanakojew (vgl. SSZ 6/2002, S. 31) folgte ein Remis gegen Vytas Palciauskas (USA) und ein weiterer Vollerfolg gegen den zweiten Amerikaner, Hans Berliner. Dieser Begegnung kommt insofern brisante Bedeutung zu, als der Mathematik-Professor aus Pittsburgh «seine» Weltmeisterschaft (V. Finale von ) ebenfalls beängstigend dominierte (87,5 Prozent!), sich jedoch nach dem Titel völlig vom aktiven Fernschach zurückzog. Parallelen zu Bobby Fischer sind durchaus erlaubt, war doch auch Berliner im Nahschach aktiv und noch 1956 Meister der Oststaaten vor Fischer! Berliner gewann ferner die Fernschachmeisterschaften der USA von 1955, 1956 und 1959 mit jeweils man lese und staune 18:0 22 Punkten. Die Partie gegen den wieder erstarkten Umansky ist der erste Fernschachauftritt Berliners (dessen Rating bis heute nur von Ulf Andersson übertroffen wurde!) seit über 30 Jahren. Michail Umansky, 2633 (Rus) Hans Berliner, 2763 (USA) Jubiläumsturnier «50 Jahre ICCF» Königsindisch (E 62) 1. d4 f6 2. c4 g6 3. g3 g7 4. g c3 d6 6. f3 c e5 8. d5 e7 9. e4 Michail Umansky führt im Turnier der Weltmeister mit 2½ aus 3 Punkten. (Foto: Gottardo Gottardi) d7 10. e1 b6 11. d3 c5 12. f4 exf4 13. xf4 h6 14. f2 g5 15. e3 f5 16. d4 xd4 17. xd4 f4 18. b4 f3 19. xf3 xf3 20. bxc5 bxc5 21. d1 f8 r+l+-wk+ z-z-s z-+-z +-zp+-z- -+P+P+-+ +-S-+rZ- P+-+-S-Z T-+Q+RM- 22. e5 g6 23. e6 e5 24. ce4 a6 25. d2 xc4 26. xc4 xc4 27. g4 xf xf1 xf xf1 g7 30. f6 e5 31. h4 c8 32. h5 c4 33. g2 a5 34. a4 g4 35. e7 f7 36. e8=d+ xe8 37. xe8+ xe8 38. f2 e7 39. e3 c6 40. e4 f3 41. c1 c5 42. f5 e5 43. c2 f7 44. b2 d3 45. b7+ f8 46. f6 e8 47. e6 f8 48. f7+ g8 49. f1 1:0. Michail Umansky, 2633 (Rus) Vytas Palciauskas, 2558 (USA) Jubiläumsturnier «50 Jahre ICCF» Katalanisch (E 04) 1. d4 f6 2. c4 e6 3. g3 d5 4. g2 dxc4 5. f3 c b8 7. c3 a6 8. e4 b5 9. d5 b4 10. b3 cxb3 11. xb3 c5 12. dxc6 xc6 13. f4 b7 14. ad1 d7 15. e5 a5 16. b1 c7 17. e4 b7 18. fg5 xe4 19. xe4 e7 20. xh7 c4 21. d3 xe5 22. e2 c8 23. h5 g6 24. e3 c7 25. fe1 e5 26. h3 c6 27. f4 f5 28. xf5 exf5 29. b6.

17 Fernschach -+-+k+-t +-+-vpzn pvn+-+n+ +p+-+p+- -+r+-z Z- P+-+-+LZ +-+RT-M ce5 30. g5 xg5 31. fxg h4 g4 33. d5 b8 34. a7 a8 35. h5 f8 36. xb5 axb5 37. xa8 e6 38. d5 a4 39. g6 xa7 40. gxf7+ xf7 41. xe6 d7 42. d6+ e7 43. xd7+ xd7 44. f3 b4 45. xg4 fxg4 46. f2 d6 47. e2 e6 48. d2 d6 ½:½. Christoffel-Memorial Als man Guillermo Toro Solís de Ovando oder kurz «Toro» in die Gold-Gruppe des Christoffel-Memorials berief, so tat man dies aus gutem Grund: Der versierte Taktiker aus Südamerika ist nämlich wiederholt mit farbigen Partien und einer risikobehafteten Spielweise positiv aufgefallen (vgl. auch SSZ 4/2001, S. 26). Jetzt hat der einzige Fernschach-Grossmeister Chiles auch im Christoffel-Memorial seine erste Spur hinterlassen: ICGM Guillermo Toro, 2600 (Chi) SIM Arild Haugen, 2571 (No) Christoffel Memorial 2002, Sektion «Gold» Sizilianisch (B 78) 1. e4 c5!? 2. f3 d6 3. d4 cxd4 4. xd4 f6 5. c3 g6 6. e3 g7 7. f d2 c6 9. c4 d c8 11. b3 e5 12. h4 c4!? 13. xc4 xc4 14. h5 xh5 15. g4 f6 16. b1!? e8! 17. d5 xd5 18. exd5 b6!? 19. b3! (Eine gute Alternative zum alten Zug 19. c3) b4 20. h2! h6! 21. f2 b5!? -+-+r+k+ z-+lzpv- -+-z-+pz +p+p+-+- -wrs-+p+ +P+-VP+- P+P+-W-+ +K+R+-+R 22. a3!! xa3 23. xh6 a4! 24. bxa4 bxa4 25. xg7 xg7 26. d2! b b3 axb3 28. h6+ f6 29. g5+ 1:0. Der Sieger ergänzt mit folgenden aufschlussreichen Varianten: a) e5 30. g7+ f4 31. h4+ g3 32. g1+ xf3 33. c3+ f2 34. e1+ f3 35. g3# oder b) f5 30. h3+ xg5 31. dg1+ f6 ( f4 32. h4+ e5 33. e4+ f6 34. d4+ e5 35. h4+ g7 36. xg6+! fxg6 37. e7+ g8 38. h7+ f8 39. h8+ e7 40. h7#) 32. h4+ e5 33. e4+ f6 34. d4+ f5 35. h5+ gxh5 36. e4+ f6 37. f4+ f5 38. d4+ e5 39. h4#. Spannendes Finale Weiterhin spannend bleibt das Finale der 18. Schweizer Fernschachmeisterschaften. Angesichts des aktuellen Tabellenstandes darf man hier noch jegliche Spekulationen anstellen. Der Zwischenstand am 22. September 2002: S. Salzmann, 6 Punkte aus 8 Partien (2 Partien unbeendet); ICM A. Gmür, 6 (0); B. Abegg, 5 (3); M. Leutwyler, 4½ (5); W. Trumpf, 4 (1); J. C. Maeder, 4 (0); ICM G. Lucchini, 3½ (6); SIM G. Walker, 3½ (3); V. Steinhauser, 3 (2); R. Jucker, 2½ (0) und H. Marti, 2 (0). Marc Potterat neuer Internationaler Meister Zusammen mit Toni Thaler und Markus Möschinger (beide neue SIM, vgl. SSZ 9/2002, S. 28) hat die SFSV für den bevorstehenden Kongress in Seixal (Portugal) einen weiteren Titel eingereicht: Marc Potterat wie so viele Fernschachspieler in der Nationalliga A bei St. Gallen engagiert realisierte im «Gratuliano-Bibas- Memorial» des brasilianischen Schachverbandes (Gruppe A) die nötigen 8½ Punkte aus 14 Partien bei noch zwei offenen Begegnungen bereits vorzeitig. Potterat blieb dabei ohne Niederlage (5 Siege, 7 Remis) und markiert mit seinem IM-Titel den zwölften im nationalen Verband insgesamt. Ausserdem verfügt die SFSV weiterhin über 10 SIM und 4 ICGM. Wir werden auf den schönen Erfolg von Marc Potterat demnächst zurückkommen. SIM Laurent Jacot im ¾-Finale Im 24. Qualifikationsprozedere zur Fernschach-WM hat SIM Laurent Jacot in der Sektion 10 die definitive Qualifikation für ein 3/4-Finale erreicht! Mit 5 Siegen und 5 Unentschieden blieb der Romand ungeschlagen und hat in seiner Gruppe unter anderen den US- Grossmeister Joseph de Mauro bezwungen. Dazu remisierte Jacot mit Hans-Dieter Wunderlich (2547 Elo), dem Gruppensieger. Start zum 13. ICCF-Weltpokalturnier Der österreichische Fernschachverband als Hauptorganisator lädt alle Schachspieler und Schachspielerinnen herz- 23

18 Fernschach 24 lich ein, am traditionellen ICCF-Weltpokalturnier teilzunehmen. Das Turnier wird in drei Abschnitten gespielt (Vorrunde, Semifinale und Finale), wobei in der Vorrunde gruppen und Postgruppen getrennt gespielt werden. Der Turnierstart ist für Anfang Dezember 2002 geplant. In der Vorrunde (Anmeldungen für mehrere Gruppen sind möglich) bilden 11 Spieler eine Gruppe, wobei jeder gegen jeden eine Partie spielt. Der Sieger einer Gruppe steigt in das Semifinale auf. Weitere Qualifikationen hängen von der Teilnehmerzahl in der Vorrunde ab. Bei Punktegleichheit entscheidet entsprechend den ICCF-Regeln die Sonneborn-Berger- Wertung über den Aufstieg in die nächste Phase. Die genauen Bestimmungen für das Semifinale werden später bekannt gemacht, abhängig von der Anzahl der Spieler in der Vorrunde und der bevorzugten Spielmethode ( oder Post). Die Einteilung der Spieler in die Vorrunden- und Semifinalgruppen wird durch Zufallsprinzip erfolgen, wobei geografische Aspekte sowie ein etwa gleicher Wertungszahlenschnitt berücksichtigt werden. Zusätzlich sind die Teilnehmer des XI. und XII. Finales berechtigt, im Semifinale teilzunehmen, die Sieger des XI. und XII. Finales werden eingeladen, am Finale des XIII. Weltcups teilzunehmen. Obwohl die Zahl der Vorrundengruppen für jeden Spieler unlimitiert ist, kann sich kein Spieler für mehr als zwei Semifinalgruppen und einen Platz im Finale qualifizieren. Die Sieger der Vorrundengruppen und der Semifinalgruppen erhalten Buchpreise. Der Gewinner des XIII. Weltcups erhält einen Geldpreis von 1000 Schweizer Franken sowie eine Trophäe und eine Goldmedaille, der Silbermedaillengewinner 600 CHF, der Bronzemedaillengewinner 400 CHF. Folgende Qualifikationen können im Finale erreicht werden: Der Sieger des Weltcupfinales qualifiziert sich für das nächste Weltcupfinale und erhält den IM-Titel. Der IM-Titel wird jenen Spielern verliehen, die ein IM- Resultat gemäß 53d der ICCF- Regeln erreichen. Alle Teilnehmer des Finales qualifizieren sich für das Semifinale des nächsten Weltcups, wenn sie nicht vorzeitig zurücktreten. Der erst- und der zweitplazierte Spieler des Finales qualifizieren sich für das ¾-Finale der nächsten Fernschach-Weltmeisterschaft. Alle Teilnehmer, die im Finale 60 Prozent der möglichen Punkte erreichen, qualifizieren sich für das nächste Semifinale der Fernschach-Weltmeisterschaft. Nennungen sind ausschliesslich zu richten an den nationalen Verband: Schweizer Fernschachvereinigung, Georg Walker, Geeringstr. 48/18, 8049 Zürich ( Der Anmeldeschluss ist auf den 31. Oktober 2002 festgesetzt. Thematurniere Anmeldungen......sowohl für nationale als auch für internationale Fernturniere richten Sie bitte an: Carlo Garlant, Reherstr. 6, 9016 St. Gallen; - Kontakt: ch; Internet: fernschach.ch. Bitte teilen Sie immer mit, ob Sie das entsprechende Turnier per Post oder spielen möchten! Die letzten Post-Thematurniere in diesem Jahr befassen sich mit den Themen C 43 (1.e4 e5 2. f3 f6 3. d4 xe4 4. d3 d5 5. xe5) und D 10 (1. d4 d5 2. c4 c6 3. c3 e5). Beide Turniere beginnen am 15. Dezember 2002 mit Anmeldeschluss am 15. Oktober beim Turnierleiter. Wer gerne per kommuniziert und dazu noch ein Anhänger der Larsen-Eröffnung ist (A01: 1. b3), wird beim letzten -Turnier der ICCF in diesem Jahr, beginnend am 1. Dezember 2002, ebenfalls auf seine Kosten kommen. Anmeldeschluss hierfür ist der 1. November. Jubiläumsbuch «50 Jahre ICCF» Zu ihrem Halbjahrhundert- Jubiläum hat die ICCF ein vielversprechendes Gedenkbuch aufgelegt. Der internationale Verband feierte am 22. März des vergangenen Jahres offiziell seinen 50. Geburtstag und hat diesen bereits mit der Inszenierung hochkarätiger Turniere, die immer noch laufen, entsprechend gewürdigt. Nun ist dem Jubiläum auch in Buchform entsprechend Rechnung getragen worden. Das Gemeinschaftswerk vieler Idealisten aus dem Kreis der ICCF kostet 24 und kann über den nationalen Verband bestellt werden (Rabatte bei Mehrfachbestellung möglich). Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter Gottardo Gottardi

19 Problemschach Lösungen der August-Aufgaben «Angenehme Sommerauswahl!» (WL) B. Schescherun. a) 1. Tf2! Kg1 2. Tf1 b) 1. Se3! Kg1 2. Dg2 c) 1. Le5! Kg1 2. Dxh2 d) 1. De2! Kg1 2. Df1 e) 1. Kf2! Kh2 2. Dh6. Striptease- Thema, 4 MW nach Kg1. «T L S führen den Schlüsselzug aus und verabschieden sich danach» (SB). «Erinnert an Haydns Abschiedssymphonie...» (NB) E. Zimmer. 1. Se6? (2. Sg7 ~ 3. Te4) Kg4 2. Sg7; Kh5! 1. Se4? (2. Sg3 ~ 3. Te4) Kg4/e~ 2. Sg3; Kh5! 1. Te6? Zzw Kh5 2. Kf3 Kh4 3. Th6; Kg4! 1. Te5? Zzw e6 2. Kf3; Kg4! 1. Kf3! Zzw Kxh3 2. Se6! Kh4 3. Th Kh5 2. Te6 Kh4 3. Th e~ 2. T(x)e5 Kxh3 3. Th5. «Ein witziges Kleinod!» (RO). «Ansprechende Kleinkunst» (PG) L. Makaronez. 1. Dd4! (2. Dc5+! Sc5 3. Sd4) Sxb5/Sc2 2. Dc4+! dxc4 3. Txf6 1. axb5 2. Db6+! cxb6 3. Tc Te6 2. Dd5+! Kd5 3. Tf5. «Damenopfer sieht man ja etwa mal (und gern), aber gleich viermal: ein toller Task!» (PG). «Sommerliches Opfergewitter» (JK) W. Koschakin. 1. Ke2? e5! 1. Sb6? d5 2. Dc1 e5 3. Da3 e4 4. Kf4 5. De3; Ke5! 1. Dc2! (2. Ke2 f3+ 3. Kd2 Kd5 4. Kd3 5. Dc4) e5 2. Sb6 e4+ 3. Kxf4 (4. Dc4) d5 4. Sa4 e3 5. Dc3, d5 3. Sa4 e4+ 4. Kxf4 5. Dc d5 2. Ke2 3. Kd2. «Verrückter Mattweg!» (TK). «Die Bauern laufen ins Leere» (HK) L. Makaronez. 1. Db2(Kxa2)? f2? 2. Db8+ Tg8 3. De5+ Tg7 4. Dh5+ Kg8 5. Dxd5+ Kh8 6. Dh1+ Kg8 7. Da8; d4! 1. Dh5+! Kg8 2. Dxd5+ Kh8 3. De5! (Rückkehr) f2 4. Dh5+ Kg8 5. Dd5+ Kh8 6. Dh1+ Kg8 7. Da8. «Raffiniert inszenierter Zugzwang mit Rundlauf der wd nach der Beseitigung des störenden sbd5!» (RO). «Neckischer Wartezug 3. De5!» (HK) I. Jarmonov. 1. Lf7+? Lxf7! 1. Kc8? Txe6! 1. Sc7+! Kd7 2. Sb5+ Ke8 3. Kc8! (4. Sc7) Lg4+ 4. f5! Lxf5+ 5. Kb8 De5 (5.... Lg6? 6. Le6) 6. Sc7+ Kd7 7. Se6+ Ke8 8. Lf7+ Kxf7 9. e8d+ Kxe8 10. Te7. «Ein Lekkerbissen aber zugleich auch eine Knacknuss!» (RO). «Hübsch inszenierte Beschäftigungslenkung und ein toller Finish mit einem reizenden Mattbild» (JK). Martin Hoffmann Eligiusz Zimmer Piotrkow Tryb (PL) K+RV k+-+-+-t +l L+- # Andreas Schönholzer und Martin Hoffmann Kirchlindach und Zürich -+-+-M L pzn+p+p+ +-+-ZkzN -+-zr+n+ +-+PwP+n Q t- # Igor Jarmonov Marjupol (Ukr) -+-M-+-S +-z-vp+n -+-+kz-+ +-+lz-+- -+p+p S-ZP -+L # Christopher Jones Bristol (GB) K ZQ+p+N+- -Tp mp v-t z-+p+-+- L+-+-Z-+ +-+n+-+- # Hubert Gockel Metzingen (D) n+ +-+-Spt T-v +pz-+p+rwnzkwp+ z-+nz-z- -+L+-TP+ +-V-+-+K # Leonid Makaronez Haifa (Isr) z-+-+- Qzkz-M-+ vr z-+-zl+ +-+p+-+n r r+- # Lösungen der obigen Probleme bis 12. November 2002 senden an: Martin Hoffmann, Neugasse 91/07, 8005 Zürich, 25

20 Problemschach Entscheid Selbstmatts «SSZ» Für dieses längst überfällige Urteil gibt es keine wirkliche Entschuldigung oder gar Rechtfertigung: MZ reiht sich damit ein in die unrühmliche Gilde der säumigen Preisrichter. Udo Degener hat es einmal treffend ausgedrückt: Es gibt Preisberichte, die schiebt man vor sich her wie der Käfer Skarabäus seine Mistkugel... Zu beurteilen waren 29 Selbstmatts in 2 bis 15 Zügen, eingesandt von 20 Autoren aus 11 verschiedenen Staaten darunter allerdings nur ein einziges Selbstmatt aus der Schweiz. Es war ein hochkarätiges Turnier, so dass eine Auszeichnungsquote von über einem Drittel der Bewerbungen gerechtfertigt erscheint. Den Verfassern der ausgezeichneten Probleme gratuliere ich jedenfalls auf das herzlichste, für alle grosse Verzögerung kann ich nur auf milde Nachsicht hoffen. 1. Preis: Nr Michael Herzberg, Bad Salzdetfurth (D). Die Einsperrung eines schwarzen Turms durch seinen Kollegen nach Johann Seebergers Rezept ist sowohl logisch als auch konstruktionstechnisch perfekt gelungen. Das wird hier im Selbstmatt wohl erstmals gezeigt und ist deshalb hochoriginell. 1. Da5? Tae7 2. Tb7 Te6! 1. Tb8! Te6 2. Da5 Tae7 3. Tb6 ~ 4. Txe6+ Txe6 5. Te5+ Txe5 6. Dxe5+ Sxe5. 2. Preis: Nr Andrej Lobusov, Moskau. In perfekter neudeutsch-logischer Form werden hier zwei Beugungen hintereinandergeschaltet: Gegen die sofortige Ausführung des Hauptplans (1. Tc6?) hat Schwarz eine gute und eine unzureichende Parade (1.... Sb6?, Txd4!), ebenso gegen den Vorplan (1. Sf4? Gxf4?, aber Txf4!). Durch ein effekt- und eindrucksvolles S-Pendel werden die guten Paraden nacheinander ausgeschaltet das ist schon sehenswert. 1. Tc6? Txd4?, 1. Sf4? Txf4! 1. Sc5! Kb5 2. Sd7+ Kb4 3. Se5 Kb5 4. Sg4+ Kb4 5. Sf4 gxf4 6. Se5 Kb5 7. Sd7+ Kb4 8. Sc5 Kb5 9. Sb7+ Kb4 10. Tc6 Sb6 11. Txb6+ Lb5. 3. Preis: Nr Michael Herzberg, Bad Salzdetfurth (D). Zusammen mit der vollzügigen Drohung drei Abspiele mit Batteriebildung auf der b-linie mit zwei verschiedenen Batterie-Vorderstükken, ganz im Stile von Grossmeister Petko A. Petkov eine beeindruckende Leistung, auch wenn der Materialaufwand erheblich und der Schlüssel zugleich der einzige stille Zug ist. 1. Da8! (2. Sb6+ Kb4 3. Sd5+ Kc4 4. Tb4+ cxb4 5. Da6+ Kc5 6. Db6+ Kc4 7. Dxd4+ D,Txd4 1. Dh4 2. Lb5+ Kb4 3. La4+ Kc4 4. Sb6+ Kb4 5. Sd5+ Kc4 6. Lxb3+ Txb3 7. Sd2+ Sxd2 1. fxe5 2. Sb6+ Kb4 3. Sc8+ Kc4 4. Lb5+ Kb4 5. Le8+ Kc4 6. Lf7+ Sxf7 7. Sd6+ Sxd6. 4. Preis: Nr Petko A. Petkov, Dobritsch (Bul). Ein wahrhaft grossmeisterliches Projekt: «In zwei Varianten gemischtfarbige L/L/D-Bahnung mit L-Entfesselung Erstdarstellung!» (Autor). Allerdings erfordert ein solches Vorhaben eine gewaltige Materialmenge und durchgängige Schachgebote nach dem Schlüssel. 1. Sf2! (2. Tg4+ hxg4 3. Sg2+ Kf5 4. De6+ dxe6) cxd2 2. Sh3+ Kxe3 3. Ta3+ Lc3 4. Ld4+ Dxd4 1. bxc4 2. Tf5+ gxf5 3. Txc4+ Ld4 4. Le5+ Dxe5. 1. ehrende Erwähnung: Nr Camillo Gamnitzer, Linz (W: Kd4,Db2, Te5/g2, Lc3/h7, Sb1/d8, Be3 S: Ka4, Lb5, Bb6/b7/c4/d5/ e6 s#4). Gegen die 26

21 Problemschach nach einem beliebigen Abzug des sl drohende Selbstmattführung verteidigt sich Schwarz hinterhältig mit der Selbsteinsperrung seines Läufers. Der Widerlegung dieser versteckten Parade dient der effektvolle Auswahlschlüssel, der ein völlig unerwartetes, neues Mattbild vorbereitet. Eine Kombination «Kling» im theoretische Sinne ist dies allerdings nicht. Denn die Kombination Kling ist eine Schnittpunktkombination, eingeleitet durch eine kritische Schnittpunktüberschreitung. Hier wird der Schnittpunkt jedoch nicht überschritten, sondern nur geräumt. Es gibt halt die feinen Unterschiede 2. ehrende Erwähnung: Nr Camillo Gamnitzer, Linz (W: Kf3, Db1, Te7/h6, Ld1, Sb5/f7, Be2/h6/h2/h4 S: Kf5, Ta7/e4, La6/b6, Sa1/a5, Bc4/c5/d6/e3/f4/ h3/h5 s#7). Tiefgründige Strategie, beginnend mit dem Auswahlschlüssel (1. Lb3?) und der scharfsinnigen schwarzen Verteidigung, bevor das weisse Schlussspiel mit 5 (!) Figurenopfern hintereinander beginnt. Wie stets bei Gamnitzer von beträchtlicher Schwierigkeit, aber auch von hohem Materialaufwand gekennzeichnet. 1. La4! (2. Dg1 ~ 3. Dg4+ hxg4) Lb7 2. Te8 La8 3. Sd4+ cxd4 4. Ld7+ Txd7 5. Sd6+ Txd6 6. Te5+ Kxe5 7. Dxe4+ Lxe4. 3. ehrende Erwähnung: Nr Petko A. Petkov, Dobritsch (Bul) (W: Kc3, Dd2, Tc7/g6, Lb8/e8, Sb4/f8 Bc2/e3 S: Kd6, La2/h8, Sd4/f6, Bb6/c4 s#4). Einschliesslich der Drohung wird dreimal eine schwarze Halbbatterie aufgelöst. Eine sehr ökonomische Arbeit des Grossmeisters der Batteriespielkünste. 1. La4! (2. Td7+ Kc5 3. Se6+ Sxe6 4. Td5+ Sxd5) Ke5 2. Te7+ Kf5 3. Df2+ Sf3 4. e4+ Sxe b5 2. Tb7+ Kc5 3. Sd7+ Sxd7 4. Txb5+ Sxb5. 1. Preis Nr Michael Herzberg -+-+r+-+ t-+-+-spt-+-+p+ +-+R+pZl -Z-Zkz-+ +-z-+n+- Q+Pz-V-+ +-+K+-+s# Preis Nr Michael Herzberg -+-+Q+-s +R+N+-v- -+L+-z-+ +-z-zp+- -+kzkz-+ +p+r+p+- -z-z-wp+ +N+-+nts# Lob: Nr Frank Richter, Trinwillershagen (D) (W: Kb1, Dc4, Td8/g3, Ld3/e1, Sb6/h5 S: Ke3, Tg6, La1/h7, Sf3, Bb2/b3/g4 s#3). Für eine Selbstmattdreizüger ist es natürlich schwer, sich in einem so hochkarätigen Feld zu behaupten. Doch diese hochelegante Konstruktion (ohne sbb!) zeigt eine vollzügige Drohung und zwei analoge Abspiele, in denen der sk jeweils zum Vorderstück einer Batterie avanciert und danach mattgebend abzieht. Drohung und beide Abspiele schliessen mit einem D- Opfer im dritten Zuge ab. 1. Db4! (2. Lf2+ Kxf2 3. Dd2+ Sxd2) Td6 2. Df4+ Kxd3 3. De3+ Kxe Te6 2. Sd5+ Kxd3 3. Dc4+ Kxc4. 2. Lob: Nr Michael Herzberg, D-Bad Salzdetfurth (D) (W: Kf1, Dh6, Td6/f2, La6/g7, Bc5/d2/d5/f4/h3 S: Ke4, Ta1, Lb1, Ba2/b2/b6/b7/f3/f5/g4 s#4). «Vernichtung schädlicher weisser Masse durch Schwarz mit weissen Rückkehren nach schwarzen Selbstblocks» (Autor). Es sind sogar zwei Fernblocks in den beiden eindrucksvollen analogen Varianten. Auf die unthematische Nebenvariante hätte der Autor aber lieber verzichten sollen und auch der mit Schlagflucht verbundene Schlüssel ist nicht vom Allerfeinsten. 1. De6+? Kxf4 2. Dh6+ Kg3!, 1. Te6+? Kxd5 2. Td6+ Kxc5! Preis Nr Andrej Lobussov n tn+-z-+p+-tp RzN -m-z-+-t +P+-+p+- -ZPZ-zps +-M-+lws# Preis Nr Petko A. Petkov -+-+l+-w +-+p+qv- -z-z-vp+ +p+k+-tp R+P+-mNZ +-z-s-+- -+PZ-+-Z +-+L+-+s# Lb5! g3 2. De6+ Kxf4 3. Dh6+ Ke4 4. d3+ Lxd bxc5 2. Te6+ Kxd5 3. Td6+ Ke4 4. Ld3+ Lxd gxh3 2. cxb6 h2 3. Dxh2 Lc2,Ld3. 3. Lob: Nr Hannes Baumann, Dietikon, und Martin Hoffmann, Zürich (W: Kf1, Dc4 S: Ka2, Da1, Tb1/d1, Lb3/c1, Se1/h1, Ba3/b2/d2/f2/f3/g3 s#3). Ein Selbstmatt vom «Weber-Typ» also mit einzügigem Satzspiel mit zwei Dreiecksmärschen der wd in der Lösung. Die originelle Materialverteilung reizt zum Lösen, dennoch gibt es einige naheliegende Verführungen. Die Aufgabe ist übrigens kein Minimalproblem: Es gibt Selbstmatts mit dem blanken wk! 1. Dd3? Lc4! 1. Dc3? La4/Lc2! 1. Da6,Db5? Lc4+! 1. Dd4! Lc4+ 2. Dd3 L~ 3. Dc4+ Lxc La4,Lc2 2. Dd5+ Lb3 3. Dc4 Lxc4. Manfred Zucker, Internationaler Schiedsrichter der FIDE für Schachkompositionen 27

22 Studien Lösungen der Studien aus SSZ 9/02 Nr. 409 J. Pospisil. (wke8, Bc5, f2, g2, ske5, Bd5, g5, h6, h7) 1. f4+! (1. Ke7? d4 2. f4+ [2. c6 d3] Kxf4) gxf4 (1.... Ke6 2. Kd8) 2. Ke7 f3 (2.... d4 3. c6 d3 4. c7 d2 5. c8d d1d 6. De6+ Kd4 7. Dd6+) 3. gxf3 d4 4. c6 d3 5. c7 d2 6. c8d d1d 7. Db8+! Kf5 8. Df8+ Kg5 (8.... Ke5 9. Df6+ Kd5 10. Dd6+) 9. Df6+ Kh5 10. Df5+ Kh4 11. Dg4# 1:0 Nr. 410 L. Kieseritzky. (wka1, Bb6, g3, h2, skb3, Ba2, a4, g4, h3) 1. b7 Ka3 2. b8s! Kb3 3. Sc6 Kc3 4. Se5 Kd2 5. Sxg4 Ke2 6. Se5 Kf2 (6.... Ke3 7. Sg6 Kf3 8. Sf4) 7. g4 Kg2 8. g5 Kxh2 9. g6 Kh1 10. g7 1:0 Nr. 411 G. Afansjev. (wkh2, Th5, Bd6; skf3, Lb8, Be7) 1. Tf5+ Ke4 (1.... Kg4 2.Tf4+; Ke3 2. Te5+ Kd4 3. dxe7) 2. Tf4+! (2. Te5+? Kxe5 3. dxe7 Kf6+) Kxf4 3. dxe7 1:0 Nr. 412 V. Tsjechover. (wkc6, Dg3, Sg6; skg8, Dg7) 1. Db8+ Kf7 (1.... Kh7 2. Sf8+ Kh8 3. Se6+ Dg8 4. De5+ Kh7 5. Dh5#) 2. Sh8+ Ke6 (2.... Ke7 3. Db7+ 3. Dc7+? Kf6) Kf8 4. Dc8+ Ke7 5. Dd7+) 3. Db3+ Kf5 (3.... Kf6 4. Db2+) 4. Df3+ Ke6 (4.... Kg5 5. Dg3+ Kh6 6. Dh4#) 5. Dd5+ Ke7 6. Dd7+ Kf8 7. Dd8# 1:0 Nr. 413 E. Melnichenko. (wke4, Ba2, a6, g4, h2; skh4, Ba7, f7, h3, h7) 1. Kf5 (1. Kf4? h5 2. g5 f5) f6 (1.... h5 2. g5 f6 3. Kxf6) 2. a3 h6 3. a4 h5 4. g5 fxg5 5. a5 g4 6. Kf4 g3 7. hxg3# 1:0 Nr. 414 E. Pogosjants. (wkc7, Sf3, h8, Bh3; skh7, Se7) 1. Kd6 Sf5+ 2. Ke5 Sh6 3. Sg5+! Kg7! 4. Ke6 Kxh8 5. Kf6 Sg8+ (5.... Kg8 6. Kg6) 6. Kf7 Sh6+ 7. Kg6 Sg8 8. Sf7# 1:0 Istvan Bajus Nr. 415 J. Afek, z-m-+- -SP m-+-+ s-+l+-+- Weiss zieht und gewinnt Nr. 417 A. Bor, m p -+-+-s-z +Pz-+-Z- -T K t Weiss zieht und gewinnt Nr. 419 V. Novikov, V +-+-+k+- -ML+-+R+ z-+-s n+ z-+-+p Weiss zieht und gewinnt Nr. 416 O. Mazur, S-+-+ M-+-+-S- -tp+r+-z +-+k+-+- Weiss zieht und gewinnt Nr. 418 A. Sochniev, p+-+-+pzp+-+-+ Z KZ m-z Weiss zieht und gewinnt Nr. 420 G. Pozdynak, M-+-+ zp+-+-zk pv ZPS-+-+p -Z-+-+n Weiss zieht und gewinnt 28

23 Bücher- und Zeitschriftenmarkt Unser Kommentator hat einen Flick-Konzern Tja, na, so, liebe Leserinnen und Leser meiner Schachbuchspalte, es ist peinlich, doch ich habe diesen Monat kein Buch zum spalten. Es ist nichts reingekommen, kein müdes Eröffnungsbuch, keine Biografie über einen westfälischen Klubmeister, keine Partiensammlung mit 1. h4 a5, bloss der «Gurten-Läufer», der ja auch nicht schlecht ist, ja sogar eine ganz ausgezeichnete Klubzeitschrift, dann noch die Agenda 2002, doch die habt ihr ja alle schon. Hmmh, also sauge ich mir mal zu später Stunde was aus den Fingern und berichte von Schachsammlern, die alle so einen Flick weg haben. Ich gehöre auch dazu. Leider. Ich habe eben «Työväen Shakki» für 1000 Euros gekauft. Das ist die gesamte Ausgabe der finnischen Arbeiter-Schachzeitung und wiegt gerade mal 690 Gramm. Es kommt dazu, dass ich nicht Finnisch kann. Folgerung: Ich habe gleich zwei Flikke weg, ich habe quasi einen Flick-Konzern. Es gibt aber auch Flick-Weg- Treffen. Halbjährlich veranstaltet das Antiquariat A. Klittich- Pfankuch tönt ganz sympathisch eine Buchauktion. Der letzte Katalog der Juni-Versteigerung umfasst 294 klein gedruckte Seiten. Angeboten werden Porzellan, Keramik, Gemälde, Harzansichten und Bergbau (fehlt mir noch), Pferdebücher und Schachbücher! All der kulturelle Krimskrams belegt die Ausrufnummern 1 bis 511, und dann kommt Caissas Ausverkauf mit den Nennungen 512 bis Und dieses quantitative Missverhältnis kippt langsam zu einem platonischen Verhältnis oder einer klaren Bekennung zum Schach als eigentlichem Handelszweck um. Klittich ist längst die beste Adresse für die Schnäppchenjäger in Deutschland. Klar gibt es auch noch Schachbuchauktionen in Holland oder die Internetauktionen russischer Literatur von Alexander Baburin aus dem fernen Irland oder Raimo Lindroos aus Finnland oder... Zurück zur Juni-Auktion: Da hatte es einige ganz besonders schöne Sachen darunter, nämlich die «Schweizerischen Schachzeitungen» der ersten beiden Jahre sowie zahlreicher weiterer früher Jahrgänge. Im Katalog steht dazu: «Organ des Schweizerischen Schachvereins. (Später: Hrsg. vom Schweizerischen Schachverein). Redaktion: U. Bachmann, Max Pestalozzi, Th. Schaad, später M. und W. Henneberger, E. Voellmy, H. Johner u.a...» Das sind noch Namen mit Rang und Klang. Insbesondere die Problemisten scheinen gewiefte Redakteure gewesen zu sein. Das Schachproblem hatte eben früher noch einen ganz anderen Rang als heute. Partien waren selten, die Nachrichten spärlich, ein internationales Turnier ein Riesen-Event. Das Schachproblem war wohl mithin der Prüfstein für des Schächers Intelligenz, seine mentale Sitzfestigkeit, seine Überlegenheit gegenüber dem blossen Zeitungsund Postillenleser. Doch zurück zur Versteigerung: Der erste Jahrgang unserer altehrwürdigen «Schachzeitung» aus dem Jahre 1900 wurde mit 75 Euros ausgerufen und hat diesen Wert sogar noch übertroffen. Wer also noch diese wunderbaren, leicht vergilbten Heftchen in wechselnden Farben im Jugendstildesign im Estrich hütet, trete mutig hervor und biete sie an, denn die Sachen sind gesucht. Die «SSZ» ist immerhin die einzige deutschsprachige Schachzeitung, die seit über 100 Jahren ununterbrochen erscheint. Manchmal merkt man es ihr ja ein ganz klein wenig an. Mir merkt man meine Sprüche und Kommentare auch schon an und so ist es Zeit, das Handtuch zu werfen: Ende Jahr höre ich auf und kümmere mich um andere Flicke, die auch noch weg müssen. Übrigens: die nächste Pfankuch-Versteigerung kommt schon bald, unter gibt es News. Viel Spass. Haben Sie übrigens auch schon daran gedacht, einmal eine klitzekleine Schachbuchsammlung anzulegen? Das kann ja bei zwei, drei Bänden starten, dann vielleicht ein bescheidenes Regal, das dem Ehepartner noch diskret verschwiegen werden kann. Mit Zimmern und Wohnungsmieten beschäftigen sich dann erst die richtig angefressenen Sammler, aber dazu hat es ja noch Zeit. Also, lieber Leser, kauf doch schon mal dein zweites Schachbuch. Matthias Burkhalter 29

24 Ticino Memorial dei Alla quarta edizione del Memorial Dei hanno partecipato anche la Gran Maestra Yelena Sedina e il Maestro Internazionale Daniel Contin ma a vincere è stato Walter Cazzaniga. Il milanese del Locarno ha infatti fatto 6 punti mentre Yelena Sedina ne ha conquistati 5½ e Daniel Contin 5, così come Antonio Lepori e Francesco Antognini che nella classifica finale l hanno scavalcato grazie al miglior Buchholz. Sesto assoluto Antonio Schneider, p. 4½, miglior seniore. Corollario finale di un torneo che ha raccolto 26 giocatori la sfida a otto mani che ha visto prevalere la coppia Sedina/Lepori sulla coppia Cazzaniga/Antognini. Da segnalare anche che il torneo giovanile disputatosi in parallelo è stato vinto alla pari da Gianluca Andreotti e Siro Colosio. Allori «Ticinesi» Dopo le belle prestazioni dei migliori giocatori del Mendrisio I non possiamo non segnalare la consacrazione a campione svizzero lampo del maestro internazionale Roland Ekström, da quest anno valido rinforzo del Lugano I, avvenuta nell ambito di Expo.02. CSS: primo commento DNA a parte (si rinvia in merito ai risultati in coda al presente numero della «RSS») nelle altre categorie sono già cadute alcune importanti decisioni riguardanti le squadre ticinesi. Cominciamo da quelle positive che riguardano il Lugano I, il Locarno I e il Bellinzona II, riusciti nell intento di qualificarsi, in B in II lega e in IV lega, per gli spareggi di Numero 1 di ticinesi: Fabrizio Patuzzo (foto: Markus Angst). promozione nelle leghe superiori. E concludiamo mestamente con le relegazioni annunciate del Lodrino I (dalla I alla II lega), del Bellinzona I (dalla II alla III lega), del Chiasso e del Bianco Nero II (dalla III alla IV). Campionati nella norma per il Bianco Nero I, il Mendrisio II e il Lugano II che restano in I, II lega rispettivamente III lega. Con un commento più esteso e completo ritorneremo sul CSS delle «ticinesi» in altro momento. Top ten Di seguito i nominativi e i punti ELO FSS dei dieci migliori ticinesi nella lista a punti 4/02: 1. Fabrizio Patuzzo 2312, 2. Alain Dell Agosti 2270, 3. Nicola Ambrosini 2236, 4. Francesco Antognini 2233, 5. Federico Rosin 2217, 6. Claudio Boschetti 2208, 7. Luca Spinedi 2181, 8. Nicola Ferrari 2136, 9. Vladimir Paleologu 2135, 10. Antonio Lepori Sergio Cavadini 30