Acronis Backup & Recovery 11.5

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1 Acronis Backup & Recovery 11.5 Update 2 Benutzeranleitung Gilt für folgende Editionen: Advanced Server Virtual Edition Advanced Server SBS Edition Advanced Workstation Für Microsoft Exchange Server Für Microsoft SQL Server (Single-Pass) Für Microsoft Active Directory (Single-Pass) Server für Windows Server für Linux Workstation

2 Urheberrechtserklärung Copyright Acronis International GmbH, Alle Rechte vorbehalten. 'Acronis' und 'Acronis Secure Zone' sind eingetragene Markenzeichen der Acronis International GmbH. 'Acronis Compute with Confidence', 'Acronis Startup Recovery Manager', 'Acronis Active Restore' und das Acronis-Logo sind Markenzeichen der Acronis International GmbH. Linux ist ein eingetragenes Markenzeichen von Linus Torvalds. VMware und VMware Ready sind Warenzeichen bzw. eingetragene Markenzeichen von VMware, Inc, in den USA und anderen Jurisdiktionen. Windows und MS-DOS sind eingetragene Markenzeichen der Microsoft Corporation. Alle anderen erwähnten Markenzeichen und Urheberrechte sind Eigentum der jeweiligen Besitzer. Eine Verteilung substantiell veränderter Versionen dieses Dokuments ohne explizite Erlaubnis des Urheberrechtinhabers ist untersagt. Eine Weiterverbreitung dieses oder eines davon abgeleiteten Werks in gedruckter Form (als Buch oder Papier) für kommerzielle Nutzung ist verboten, sofern vom Urheberrechtsinhaber keine Erlaubnis eingeholt wurde. DIE DOKUMENTATION WIRD WIE VORLIEGEND ZUR VERFÜGUNG GESTELLT UND ALLE AUSDRÜCKLICHEN ODER STILLSCHWEIGEND MITINBEGRIFFENEN BEDINGUNGEN, ZUSAGEN UND GEWÄHRLEISTUNGEN, EINSCHLIESSLICH JEGLICHER STILLSCHWEIGEND MITINBEGRIFFENER GARANTIE ODER GEWÄHRLEISTUNG DER EIGNUNG FÜR DEN GEWÖHNLICHEN GEBRAUCH, DER EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN ZWECK UND DER GEWÄHRLEISTUNG FÜR RECHTSMÄNGEL SIND AUSGESCHLOSSEN, AUSSER WENN EIN DERARTIGER GEWÄHRLEISTUNGSAUSSCHLUSS RECHTLICH ALS UNGÜLTIG ANGESEHEN WIRD. Software bzw. Dienstleistung kann Code von Drittherstellern enthalten. Die Lizenzvereinbarungen für solche Dritthersteller sind in der Datei licence.txt aufgeführt, die sich im Stammordner des Installationsverzeichnisses befindet. Eine aktuelle Liste über Dritthersteller-Code und dazugehörige Lizenzvereinbarungen, die mit der Software bzw. Dienstleistungen verwendet werden, finden Sie immer unter Von Acronis patentierte Technologien Die in diesem Produkt verwendeten Technologien werden durch folgende Patente abgedeckt: U.S. Patent # 7,047,380; U.S. Patent # 7,246,211; U.S. Patent # 7,318,135; U.S. Patent # 7,366,859; U.S. Patent # 7,636,824; U.S. Patent # 7,831,789; U.S. Patent # 7,886,120; U.S. Patent # 7,934,064; U.S. Patent # 7,949,635; U.S. Patent # 7,979,690; U.S. Patent # 8,069,320; U.S. Patent # 8,073,815; U.S. Patent # 8,074, Copyright Acronis International GmbH,

3 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung in Acronis Backup & Recovery Die Neuerungen von Update Die Neuerungen von Update Neuerungen in Acronis Backup & Recovery Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten Agent für Windows Agent für Microsoft SQL Server (Single-Pass) Agent für Microsoft Active Directory (Single-Pass) Agent für Linux Agent für VMware vsphere ESX(i) Agent für Hyper-V Komponenten für zentrale Verwaltung Management Konsole Bootable Media Builder Acronis Wake-on-LAN Proxy Über die Verwendung des Produktes im Testmodus Unterstützte Dateisysteme Technischer Support Erste Schritte Die Management Konsole verwenden Fensterbereich 'Navigation' Hauptfenster, Ansichten und Aktionsseiten Konsolen-Optionen Acronis Backup & Recovery 11.5 verstehen Besitzer In Backup-Plänen und Tasks verwendete Anmeldedaten Benutzerberechtigungen auf einer verwalteten Maschine Liste der Acronis Services (Dienste) Vollständige, inkrementelle und differentielle Backups Was speichert das Backup eines Laufwerks oder Volumes? Über dynamische und logische Volumes Backup und Recovery von dynamischen Volumes (Windows) Backup und Recovery von logischen Volumes und MD-Geräten (Linux) Unterstützung für Festplatten mit Advanced Format (4K-Sektoren) Unterstützung für UEFI-basierte Maschinen Unterstützung für Windows 8 und Windows Server Kompatibilität mit Verschlüsselungssoftware Unterstützung für SNMP Backup Backup jetzt Erstellung eines Backup-Plans Copyright Acronis International GmbH,

4 4.2.1 Daten für ein Backup auswählen Anmeldedaten der Quelle Ausschluss von Quelldateien Auswahl der Backup-Speicherortes Zugriff auf die Anmeldedaten für den Speicherort des Archivs Backup-Schemata Archiv-Validierung Anmeldedaten des Backup-Plans Bezeichnung (Maschinen-Eigenschaften in einem Backup bewahren) Die Reihenfolge von Aktionen in einem Backup-Plan Warum fragt das Programm nach einem Kennwort? Vereinfachte Benennung von Backup-Dateien Die Variable '[DATE]' Backup-Aufteilung und vereinfachte Dateibenennung Verwendungsbeispiele Planung Tägliche Planung Wöchentliche Planung Monatliche Planung Bei Ereignis in der Windows-Ereignisanzeige Erweiterte Planungseinstellungen Bedingungen Replikation und Aufbewahrung von Backups Unterstützte Speicherorte Replikation von Backups einrichten Aufbewahrung von Backups einrichten Aufbewahrungsregeln für das benutzerdefinierte Schema Inaktivitätszeit für Replikation/Bereinigung Anwendungsbeispiele So deaktivieren Sie die Backup-Katalogisierung Standardoptionen für Backup Erweiterte Einstellungen Schutz des Archivs Backup-Katalogisierung Backup-Performance Backup-Aufteilung Komprimierungsrate Desaster-Recovery-Plan (DRP) Fehlerbehandlung Ereignisverfolgung Beschleunigtes inkrementelles und differentielles Backup Snapshot für Backup auf Dateiebene Sicherheit auf Dateiebene LVM-Snapshot-Erstellung Medienkomponenten Mount-Punkte Multi-Volume-Snapshot Benachrichtigungen Vor-/Nach-Befehle Befehle vor/nach der Datenerfassung Inaktivitätszeit für Replikation/Bereinigung Sektor-für-Sektor-Backup Bandverwaltung Task-Fehlerbehandlung Task-Startbedingungen Copyright Acronis International GmbH,

5 Volume Shadow Copy Service Recovery Einen Recovery-Task erstellen Recovery-Quelle Anmeldedaten für den Speicherort Anmeldedaten für das Ziel Recovery-Ziel Recovery-Zeitpunkt Anmeldedaten für den Task Acronis Universal Restore Universal Restore erwerben Universal Restore verwenden Recovery von BIOS-basierten Systemen zu UEFI-basierten Systemen und umgekehrt Volumes wiederherstellen Laufwerke wiederherstellen Acronis Active Restore Troubleshooting zur Bootfähigkeit So reaktivieren Sie GRUB und ändern die Konfiguration Über Windows-Loader Ein Windows-System auf Werkseinstellungen zurücksetzen Standardoptionen für Recovery Erweiterte Einstellungen Fehlerbehandlung Ereignisverfolgung Sicherheit auf Dateiebene Mount-Punkte Benachrichtigungen Vor-/Nach-Befehle Recovery-Priorität Konvertierung zu einer virtuellen Maschine Konvertierungsmethoden Konvertierung zu einer automatisch erstellten virtuellen Maschine Überlegungen vor der Konvertierung Regelmäßige Konvertierung zu einer virtuellen Maschine einrichten Wiederherstellung mit dem Ziel 'Neue virtuelle Maschine' Wiederherstellung zu einer manuell erstellten virtuellen Maschine Überlegungen vor der Konvertierung Auszuführende Schritte Speicherung der gesicherten Daten Depots Mit Depots arbeiten Zentrale Depots Persönliche Depots Den Standard-Cache-Ordner für Katalogdateien ändern Acronis Secure Zone Acronis Secure Zone erstellen Die Acronis Secure Zone verwalten Wechsellaufwerke Copyright Acronis International GmbH,

6 7.4 Bandgeräte Was ist ein Bandgerät? Überblick der Band-Unterstützung Erste Schritte bei Verwendung eines Bandgeräts Bandverwaltung Depots auf Bändern Anwendungsbeispiele Storage Node Was ist ein Storage Node? Unterstützte Storage-Typen Durch Storage Nodes durchgeführte Aktionen Erste Schritte mit einem Storage Node Benutzerberechtigungen auf einem Storage Node Aktionen mit Storage Nodes Deduplizierung Aktionen mit Archiven und Backups Archive und Backups validieren Auswahl des Archivs Auswahl der Backups Depot wählen Anmeldedaten der Quelle Validierungszeitpunkt Anmeldedaten für den Task Archive und Backups exportieren Auswahl des Archivs Auswahl der Backups Anmeldedaten der Quelle Speicherziel wählen Anmeldedaten für das Ziel Ein Image mounten Auswahl des Archivs Auswahl der Backups Anmeldedaten Auswahl der Partition Gemountete Images verwalten In Depots verfügbare Aktionen Aktionen mit Archiven Aktionen mit Backups Ein Backup zu einem Voll-Backup konvertieren Archive und Backups löschen Bootfähiges Medium So erstellen Sie ein bootfähiges Medium Linux-basiertes bootfähiges Medium WinPE-basierte bootfähige Medien Verbinde mit einer Maschine, die von einem Medium gebootet wurde Mit bootfähigen Medien arbeiten Einen Anzeigemodus einstellen iscsi- und NDAS-Geräte konfigurieren Liste verfügbarer Befehle und Werkzeuge in Linux-basierten bootfähigen Medien Acronis Startup Recovery Manager Copyright Acronis International GmbH,

7 9.6 Acronis PXE Server Acronis PXE Server-Installation Eine Maschine für das Booten von PXE konfigurieren Über Subnetze hinweg arbeiten Laufwerksverwaltung Unterstützte Dateisysteme Grundlegende Vorsichtsmaßnahmen Acronis Disk Director Lite ausführen Auswählen des Betriebssystems für die Datenträgerverwaltung Ansicht Laufwerksverwaltung Festplattenaktionen Festplatten-Initialisierung Einfaches Festplatten-Klonen Festplatten konvertieren: MBR zu GPT Festplatten konvertieren: GPT zu MBR Festplatten konvertieren: Basis zu Dynamisch Laufwerk konvertieren: Dynamisch zu Basis Laufwerkstatus ändern Aktionen für Volumes Eine Partition erstellen Volume löschen Die aktive Partition setzen Laufwerksbuchstaben ändern Volume-Bezeichnung ändern Volume formatieren Ausstehende Aktionen Anwendungen mit Laufwerk-Backups schützen Backup eines Anwendungsservers Datenbankdateien suchen Abschneiden von Transaktionsprotokollen Optimale Vorgehensweisen beim Backup von Anwendungsservern Wiederherstellung von SQL Server-Daten Wiederherstellung von SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup Zugriff auf SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup aus SQL Server-Datenbanken anfügen Wiederherstellung von Exchange-Server-Daten Wiederherstellung von Exchange-Server-Datenbankdateien von einem Laufwerk-Backup Mounten von Exchange-Server-Datenbanken Granuläres Recovery von Postfächern Wiederherstellung von Active Directory-Daten Wiederherstellung eines Domain-Controllers (andere DC sind verfügbar) Wiederherstellung eines Domain-Controllers (keine anderen DC sind verfügbar) Wiederherstellung der Active Directory-Datenbank Wiederherstellung versehentlich gelöschter Informationen Vermeidung eines USN-Rollbacks Wiederherstellung von SharePoint-Daten Wiederherstellung einer Inhaltsdatenbank Wiederherstellung von Konfigurations- und Dienstdatenbanken Wiederherstellung einzelner Elemente Copyright Acronis International GmbH,

8 12 Microsoft SQL Server mit Single-Pass-Backups schützen Allgemeine Informationen Agent für SQL (Single-Pass) Unterstützte Betriebssysteme Unterstützte Microsoft SQL Server-Versionen Berechtigungen für SQL Server-Backup und -Recovery Was Sie sonst noch über Single-Pass-Backups wissen sollten Installation des Agenten für SQL (Single-Pass) Microsoft SQL Server per Backup sichern Einstellungen für Single-Pass-Backup Wiederherstellung von Microsoft SQL Server-Daten SQL-Datenbanken zu Instanzen wiederherstellen Datenbankdateien zu Ordnern extrahieren SQL Server-Datenbanken von einem Single-Pass-Backup mounten Gemountete SQL Server-Datenbanken trennen Geclusterte SQL Server-Instanzen und AAG schützen Das Microsoft Active Directory mit Single-Pass-Backups schützen Agent für Active Directory (Single-Pass) Unterstützte Betriebssysteme Installation des Agenten für Active Directory (Single-Pass) Microsoft Active Directory per Backup sichern Microsoft Active Directory wiederherstellen Höherstufen des Domain-Controllers Active Directory-Daten von einem Single-Pass-Backup wiederherstellen Eine verwaltete Maschine administrieren Backup-Pläne und Tasks Aktionen für Backup-Pläne und Tasks Stadien und Statuszustände von Backup-Plänen und Tasks Backup-Pläne exportieren und importieren Deployment von Backup-Plänen als Dateien Backup-Plan-Details Task-/Aktivitätsdetails Log Aktionen für Log-Einträge Details zu Log-Einträgen Alarmmeldungen Eine Lizenz wechseln Sammeln von Systeminformationen Die Maschinen-Optionen anpassen Erweiterte Einstellungen Acronis Programm zur Kundenzufriedenheit (CEP) Alarmmeldungen Einstellungen Ereignisverfolgung Log-Bereinigungsregeln Verwaltung der Maschine Online Backup-Proxy Copyright Acronis International GmbH,

9 15 Zentrale Verwaltung Zentrale Verwaltung verstehen Grundlegende Konzepte Rechte für zentrale Verwaltung Kommunikation zwischen den Komponenten von Acronis Backup & Recovery Backup jetzt Erstellung eines zentralen Backup-Plans Daten für ein Backup auswählen Auswahlregeln für Dateien und Ordner Auswahlregeln für Volumes Auswahl der Backup-Speicherortes Anmeldedaten des zentralen Backup-Plans Was, wenn eine Maschine keine Daten hat, die mit den Auswahlregeln übereinstimmen? Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server administrieren Dashboard Maschinen mit Agenten Virtuelle Maschinen Backup-Pläne und Tasks Storage Node Lizenzen Alarmmeldungen Berichte Log Optionen des Management Servers Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten konfigurieren Per administrativen Template gesetzte Parameter Online Backup Einführung in Acronis Backup & Recovery Online Was ist Acronis Backup & Recovery Online? Was für Daten können gesichert und wiederhergestellt werden? Wie lange werden Backups auf dem Online Storage aufbewahrt? Wie sicher sind die Daten? Wie kann ich virtuelle Maschinen zum Online Storage sichern? Unterstützte Betriebssysteme und Virtualisierungsprodukte FAQ zu Backup und Recovery FAQ zu Initial Seeding FAQ zu Large Scale Recovery FAQ zum Abonnement-Lebenszyklus Was sind meine ersten Schritte? Abonnement wählen Abonnements für Online Backup aktivieren Abonnements werden aktiviert Aktiviertes Abonnement erneut zuweisen Proxy-Einstellungen konfigurieren Dateien vom Online Storage mit einem Webbrowser abrufen Beschränkungen des Online Storages Terminologiereferenz Glossar Copyright Acronis International GmbH,

10 1 Einführung in Acronis Backup & Recovery Die Neuerungen von Update 2 Single-Pass-Backup von Microsoft Active Directory-Daten (S. 356) Einen Domain-Controller zu einem beliebigen Backup-Ziel (einschließlich dem Acronis Online Backup Storage) sichern. Einen kompletten Domain-Controller ohne das Risiko eines USN-Rollbacks wiederherstellen. Microsoft Active Directory-Daten aus bzw. von einem Backup extrahieren und beschädigte Daten mit einigen einfachen Schritten ersetzen. Exchange 2013-Postfächer (und deren Inhalte) von Datenbank-Backups (als Quelle) zu.pst-dateien (als Ziel) wiederherstellen. Es gibt nun für Acronis Backup & Recovery Online auch 'Abonnements für mehrere Systeme'. Unterstützung von WinPE 5.0. Unterstützung für Ubuntu Die Neuerungen von Update 1 Mit Build hinzugekommene Verbesserungen Basis-Unterstützung für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2. Installation von Acronis Backup & Recovery 11.5 im Testmodus ohne einen Lizenzschlüssel. Upgrade von einem Standalone-Produkt zur Advanced-Plattform, ohne dass die Software neu installiert werden muss. Backup und Recovery mit dem Agenten für ESX(i): VMware vsphere 5.5. Backup und Recovery innerhalb eines Gastsystems: Red Hat Enterprise Virtualization 3.2, Oracle VM VirtualBox 4.x. Unterstützung für Linux-Kernel bis Version 3.9 Unterstützung für Ubuntu 12.10, und Fedora 18. Zusätzliche Unterstützung für Microsoft Exchange Server 2013 (beginnend mit Build 37687) Backup und Recovery von Microsoft Exchange Server 2013-Datenbanken mit dem Agenten für Exchange. Backup und Recovery von Exchange 2013-Postfächern (einschließlich Postfach-Recovery von Datenbank-Backups) werden derzeit noch nicht unterstützt, werden aber mit zukünftigen Updates hinzugefügt. Das Kumulative Update 1 für Microsoft Exchange Server 2013 und später wird unterstützt. Single-Pass-Backups von Microsoft SQL Server-Daten (S. 345) Verwenden Sie eine einzelne Lösung und einen einzelnen Backup-Plan gleichermaßen für Desaster-Recovery wie zum Schutz von Daten. Sichern Sie eine Maschine per Backup und stellen Sie Laufwerke, Volumes, Dateien oder Microsoft SQL-Datenbanken wieder her. Stellen Sie Microsoft SQL-Datenbanken direkt zu einer laufenden SQL Server-Instanz wieder her oder extrahieren Sie die Datenbanken als Dateien in ein Dateisystem. Führen Sie eine SQL Server-Protokollabschneidung direkt nach einem Backup durch. 10 Copyright Acronis International GmbH,

11 Verwenden Sie jedes Backup-Ziel, einschließlich des Acronis Online Backup Storages. Microsoft SQL Server 2012 wird unterstützt, genauso wie frühere Microsoft SQL Server-Versionen. Basis-Unterstützung für Windows 8 und Windows Server 2012 (S. 54) Installieren Sie den Agenten für Windows, den Agenten für SQL (Single-Pass) sowie Verwaltungskomponenten unter Windows 8 und Windows Server Booten Sie eine Maschine mit einem auf WinPE 4 basierenden Boot-Medium. Verwenden Sie ein bootfähiges Medium auf einer Maschine, auf der UEFI Secure Boot aktiviert ist. Führen Sie Backup- und Recovery-Aktionen (ohne Größenanpassung) mit Volumes durch, die das ReFS-Dateisystem verwenden oder beliebige Daten enthalten. Sichern Sie Speicherplätze (Storage Spaces) per Backup und stellen Sie diese am ursprünglichen Ort, zu anderen Speicherplätzen oder als gewöhnliche Laufwerke wieder her. Führen Sie Backup- und Recovery-Aktionen (auf Laufwerksebene) mit Volumes durch, auf denen die Datendeduplizierungsfunktion aktiviert ist. Virtualisierung Unterstützung für neue Virtualisierungsplattformen: Backup und Recovery mit dem Agenten für ESX(i): VMware vsphere 5.1. Backup und Recovery mit dem Agenten für Hyper-V: Hyper-V 3.0. Der Agent für Hyper-V kann nicht unter Windows 8 installiert werden, auch wenn dieses Betriebssystem die Hyper-V Funktionalität enthält. Backup und Recovery innerhalb eines Gastsystems: Oracle VM Server 3.0, Red Hat Enterprise Virtualization 3.1. Linux Unterstützung für Oracle Linux 5.x, 6.x Unbreakable Enterprise Kernel und Red Hat Compatible Kernel Andere(s) Deaktivieren Sie die Backup-Katalogisierung (S. 114) vollständig auf einer verwalteten Maschine, einem Storage Node oder dem Management Server. Speichern Sie einen Desaster-Recovery-Plan (S. 123) in einem lokalen Ordner oder Netzwerkordner (zusätzlich zum Versenden per ). Aktivieren Sie VSS-Voll-Backups (S. 142), um die Protokolle von VSS-kompatiblen Anwendungen nach einem Laufwerk-Backup abschneiden zu können. Booten Sie eine UEFI-Maschine mit einem auf 64-Bit WinPE basierenden (S. 290) Boot-Medium. Fügen Sie die Variable %description% (entspricht der in den Systemeigenschaften einer Windows-Maschine angezeigten Beschreibung) dem Betreff für die -Benachrichtung (S. 131) hinzu. 1.3 Neuerungen in Acronis Backup & Recovery 11.5 Bei der Erweiterung der Backup- und Recovery-Fähigkeiten für physikalische, virtuelle und Cloud-Umgebungen hat Acronis nun auch die Backup- und Recovery-Möglichkeit für Microsoft Exchange-Server-Daten hinzugefügt. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der neuen Produktfunktionen und Verbesserungen. 11 Copyright Acronis International GmbH,

12 Backup und Recovery von Microsoft Exchange-Server-Daten Schlüsselfunktionen Unterstützung von Microsoft Exchange Server 2010 Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützt den Microsoft Exchange Server 2010 sowie den Microsoft Exchange Server 2003/2007. Express-Voll-Backup-Methode Diese Methode basiert auf der Überwachung von Änderungen an den Exchange-Datenbankdateien. Sobald das anfängliche Voll-Backup erfasst wurde, sichern alle nachfolgenden Backups nur noch Änderungen an dieser Datenbank, ohne dass dabei die komplette Datenbankdatei gelesen werden muss. Durch Kombination dieser Methode mit der Datendeduplizierungsfunktionalität können Backups von großen Datenbanken mit 1 TB und mehr während der Geschäftszeiten und sogar über WANs erstellt werden. Unterstützung für Exchange-Clustering Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützt SCC-, CCR- und DAG-Cluster-Konfigurationen. Sie können wählen, ob für eine minimale Produktionsbeeinflussung Datenbankreplikate statt der aktiven Datenbank gesichert werden sollen. Wird die Postfachrolle aufgrund von Wechsel oder Ausfallssicherung (Switchover oder Failover) zu einem anderen Server verschoben, dann verfolgt die Software alle Standortverlagerungen der Daten und schützt diese sicher per Backup. Kontinuierliche Datensicherung (CDP) Durch die Verwendung der kontinuierlichen Datensicherung (CDP, Continuous Data Protection) können Sie Exchange-Daten zu fast jedem Zeitpunkt hin zurückversetzen. Falls die aktuellste Transaktionsprotokolldatei überlebt hat, können Sie die Exchange-Daten zum Zeitpunkt der Fehlfunktion hin zurückversetzen. Backup-Ziele Backups können zu jedem von Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützten Storage-Typ gesichert werden, mit Ausnahme des Acronis Online Backup Storages, der Acronis Secure Zone und von Wechselmedien. Erweitertes granuläres Recovery Durchsuchen Sie Exchange-Server-Datenbanken oder Postfach-Backups und stellen Sie einzelne bzw. mehrere Postfächer oder bestimmte s wieder her. Sie können außerdem Kalenderelemente, Notizen, Aufgaben und Journaleinträge wiederherstellen. Neue Recovery-Ziele Neben der Möglichkeit, Daten auch zu einem aktiven Exchange-Server wiederherzustellen, sind außerdem folgende Wiederherstellungen möglich: Exchange-Datenbanken zu normalen Laufwerksordnern. s und Postfächer zu.pst-dateien. Virtualisierung Unterstützung für UEFI-basierte virtuelle Maschinen (S. 53) (gilt nur für VMware ESXi 5) Backup und Recovery von virtuellen Maschinen, die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwenden. Konvertierung einer UEFI-basierten physikalischen Maschine (S. 190) zu einer virtuellen Maschine, welche die gleiche Boot-Firmware verwendet. Recovery auf Dateiebene Recovery einzelner Dateien und Ordner in das lokale Dateisystem des Agenten (nur unter Windows), zu einer Netzwerkfreigabe oder zu einem FTP- bzw. SFTP-Server. Unterstützung für Changed Block Tracking (CBT) (gilt nur für VMware ESX(i) 4.0 und höher) 12 Copyright Acronis International GmbH,

13 Durchführung schnellerer inkrementeller und differentieller Backups von virtuellen ESX(i)-Maschinen durch die Verwendung der CBT-Funktion (Changed Block Tracking) von ESX(i). Unterstützung für VM-Templates Backup und Recovery von virtuellen Maschinen-Templates auf gleiche Weise wie von normalen virtuellen ESX(i)-Maschinen. 'Bare Metal Recovery' von Microsoft Hyper-V-Hosts Backups eines kompletten Hyper-V-Hosts zusammen mit seinen virtuellen Maschinen, ohne dass seine normale Aktivität dabei unterbrochen wird. Sie können als Ziel für die Wiederherstellung des Hosts dann dieselbe oder auch abweichende Hardware verwenden. Erweiterte Unterstützung für Red Hat Enterprise Virtualization-Umgebungen Backup und Recovery von virtuellen Maschinen, die in einer RHEV-Umgebung laufen. Migration von physikalischen Maschinen zu einer RHEV-Umgebung (P2V); und Migration einer virtuellen Maschine von einer anderen Virtualisierungsplattform zur RHEV-Plattform (V2V). Installation Remote-Installation des Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Linux. Unterstützung für zahlreiche Storage-Typen Acronis Online Backup Storage (nur für unter Windows laufende Maschinen und virtuelle Maschinen) Backups zum Acronis Online Backup Storage replizieren oder verschieben (S. 111). Die Backup-Schema 'Großvater-Vater-Sohn' und 'Türme von Hanoi' stehen jetzt auch bei Backups zum Acronis Online Backup Storage zur Verfügung. Bänder (nur Advanced-Editionen) Für auf Bändern gespeicherte Laufwerk-Backups ist eine Wiederherstellung auf Dateiebene möglich. Diese Funktion kann durch Konfiguration der entsprechenden Bandverwaltungsoption (S. 138) (de)aktiviert werden. Zentrale Verwaltung Depot-Auswahl im Datenkatalog (S. 150) Sie können das Depot, von dem aus die Daten wiederhergestellt werden sollen, auswählen, falls die Backup-Daten mehrere Replikate haben, die in mehr als einem verwalteten Depot gespeichert sind. Linux Unterstützung für Linux-Kernel bis 3.6 Unterstützung für folgende Linux-Distributionen: Ubuntu 11.04, 11.10, Fedora 15, 16, 17 Debian 6 CentOS 6.x Unterstützung für UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) (S. 53) Erstellen Sie ein Backup von einer UEFI-basierten, unter Linux laufenden Maschine und stellen Sie dieses auf derselben oder einer anderen UEFI-basierten Maschine wieder her. 13 Copyright Acronis International GmbH,

14 Bootfähiges Medium Neue Linux-Kernel-Version (3.4.5) bei Linux-basierten bootfähigen Medien. Der neue Kernel bringt eine bessere Hardware-Unterstützung mit sich. Benutzeroberfläche Unterstützung für eine Bildschirmauflösung von 800x Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten Dieser Abschnitt enthält eine vollständige Liste der Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten mit einer kurzen Beschreibung ihrer Funktion. Acronis Backup & Recovery 11.5 enthält die drei folgenden Haupttypen von Komponenten. Komponenten für eine verwaltete Maschine (Agenten) Dies sind Anwendungen zur Durchführung von Backups, Wiederherstellungen und anderen Aktionen auf Maschinen, die mit Acronis Backup & Recovery 11.5 verwaltet werden. Die Agenten benötigen je eine Lizenz zur Durchführung von Aktionen mit einer verwalteten Maschine. Agenten haben mehrere Features (Add-ons), die zusätzliche Funktionen ermöglichen und daher möglicherweise weitere Lizenzen erfordern. Komponenten zur zentralen Verwaltung Diese mit den Advanced-Editionen ausgelieferten Komponenten bieten die Fähigkeit zur zentralen Verwaltung. Zur Verwendung dieser Komponenten wird keine Lizenz benötigt. Konsole Die Konsole bietet eine grafische Benutzeroberfläche sowie eine Remote-Verbindung mit den Agenten und anderen Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten. Zur Verwendung der Konsole wird keine Lizenz benötigt. Bootable Media Builder Mit dem 'Bootable Media Builder' können Sie bootfähige Medien erstellen, damit Sie die Agenten und andere Notfallwerkzeuge in einer autonomen Notfallversion verwenden können. Der Bootable Media Builder erfordert keine Lizenz, wenn er zusammen mit einem Agenten installiert wird. Alle Add-ons für den Agenten stehen, sofern installiert, auch in der Notfallumgebung zur Verfügung. Um einen Media Builder auf einer Maschine ohne Agenten nutzen zu können, müssen Sie einen Lizenzschlüssel eingeben oder wenigstens eine Lizenz auf dem License Server verfügbar haben. Die Lizenz kann entweder verfügbar oder zugewiesen sein Agent für Windows Dieser Agent ermöglicht unter Windows, Ihre Daten auf Laufwerk- und Datei-Ebene zu schützen. Laufwerk-Backup Der Schutz auf Laufwerksebene basiert auf Sicherung des gesamten Dateisystems eines Laufwerks bzw. Volumes, einschließlich aller zum Booten des Betriebssystems notwendigen Informationen; oder beim Sektor-für-Sektor-Ansatz auf Sicherung aller Laufwerkssektoren (raw-modus). Ein Backup, welches die Kopie eines Laufwerks oder Volumes in gepackter Form enthält, wird auch Laufwerk-Backup (Disk-Backup, Partition-Backup, Volume-Backup) oder Laufwerk-Image 14 Copyright Acronis International GmbH,

15 (Partition-Image, Volume-Image) genannt. Aus solchen Backups können Laufwerke oder Volumes komplett wiederhergestellt werden aber auch einzelne Dateien oder Ordner. Datei-Backup Der Schutz der Daten auf Datei-Ebene basiert auf der Sicherung von Dateien und Ordnern, die sich auf der Maschine, auf der der Agent installiert ist oder auf einem freigegebenen Netzlaufwerk befinden. Dateien können an ihren ursprünglichen oder einen anderen Speicherort wiederhergestellt werden. Es ist möglich, alle gesicherten Dateien und Verzeichnisse wiederherzustellen. Sie können aber auch auswählen, welche Dateien und Verzeichnisse wiederhergestellt werden sollen. Andere Aktionen Konvertierung zu einer virtuellen Maschine Der Agent für Windows führt die Konvertierung durch, indem er ein Laufwerk-Backup zu einer neuen virtuellen Maschine folgenden Typs wiederherstellt (wahlweise): VMware Workstation, Microsoft Virtual PC, Citrix XenServer Open Virtual Appliance (OVA) oder Red Hat KVM (Kernel-based Virtual Machine). Die Dateien der vollständig konfigurierten und einsatzbereiten Maschine werden in dem von Ihnen ausgewählten Ordner abgelegt. Sie können die Maschine unter Verwendung der entsprechenden Virtualisierungssoftware starten oder die Dateien der Maschine für eine zukünftige Verwendung vorbereiten. Laufwerksverwaltung Agent für Windows enthält Acronis Disk Director Lite - ein nützliches Werkzeug zur Laufwerksverwaltung. Aktionen zur Laufwerksverwaltung, wie das Klonen und Konvertieren von Laufwerken, das Erstellen, Formatieren und Löschen von Volumes; das Ändern des Partitionierungsschemas eines Laufwerks zwischen MBR und GPT oder das Ändern einer Laufwerksbezeichnung können sowohl im Betriebssystem als auch durch Nutzung eines bootfähigen Mediums durchgeführt werden Universal Restore Das Add-on für Universal Restore bietet Ihnen die Möglichkeit, auf der Maschine, auf der der Agent installiert ist, die Funktion zur Wiederherstellung auf abweichender Hardware zu verwenden und bootfähige Medien mit dieser Funktion zu erstellen. Universal Restore handhabt Abweichungen bei Geräten, die kritisch für den Betriebssystemstart sind, wie beispielsweise Speicher-Controller, Hauptplatine oder Chipsatz Deduplizierung Dank dieses Add-ons kann der Agent Daten in einem deduplizierenden Depot sichern, das vom Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node verwaltet wird Agent für Microsoft SQL Server (Single-Pass) Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft SQL Server (Single-Pass) ermöglicht Ihnen, Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups zu erstellen und Microsoft SQL-Datenbanken von diesen wiederherzustellen. Die Datenbanken können direkt zu einer laufenden SQL Server-Instanz wiederhergestellt oder einem Ordner im Dateisystem extrahiert werden. 15 Copyright Acronis International GmbH,

16 Der Agent verwendet Microsoft VSS, um die Konsistenz der gesicherten Datenbanken zu gewährleisten. Der Agent kann nach einem erfolgreichen Backup das SQL Server-Transaktionsprotokoll abschneiden. Der Agent wird als Add-on für den Agenten für Windows (S. 14) installiert. Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft SQL Server (Single-Pass) wird in diesem Dokument auch einfach nur als Agent für SQL (Single-Pass) bezeichnet Agent für Microsoft Active Directory (Single-Pass) Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft Active Directory (Single-Pass) ermöglicht Ihnen, Single-Pass-Laufwerk-Backups und applikationskonforme Backups zu erstellen und aus diesen dann Microsoft Active Directory-Daten in bzw. zu einem Ordner in einem Dateisystem zu extrahieren. Der Agent verwendet Microsoft VSS, um die Konsistenz der gesicherten Daten zu gewährleisten. Der Agent wird als Add-on für den Agenten für Windows (S. 14) installiert. Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft Active Directory (Single-Pass) wird in diesem Dokument auch einfach nur als Agent für Active Directory (Single-Pass) bezeichnet Agent für Linux Dieser Agent ermöglicht unter Linux, Ihre Daten auf Laufwerk- und Dateiebene zu schützen. Laufwerk-Backup Dabei basiert die Datensicherung auf Laufwerkebene auf der Sicherung des gesamten Dateisystems auf einem Laufwerk bzw. einem Volume, einschließlich aller zum Booten des Betriebssystems notwendigen Informationen; oder bei einem Sektor-für-Sektor-Ansatz auf der Sicherung der einzelnen Sektoren (raw-modus). Ein Backup, welches die Kopie eines Laufwerks oder Volumes in gepackter Form enthält, wird auch Laufwerk-Backup (Disk-Backup, Partition-Backup, Volume-Backup) oder Laufwerk-Image (Partition-Image, Volume-Image) genannt. Aus solchen Backups können Laufwerke oder Volumes komplett wiederhergestellt werden aber auch einzelne Dateien oder Ordner. Datei-Backup Die Datensicherung auf Datei-Ebene basiert auf der Sicherung von Dateien und Verzeichnissen, die sich auf der Maschine, auf der der Agent installiert ist oder auf einem freigegebenen Netzlaufwerk befinden, auf das über das SMB- oder das NFS-Protokoll zugegriffen wird. Dateien können an ihren ursprünglichen oder einen anderen Speicherort wiederhergestellt werden. Es ist möglich, alle gesicherten Dateien und Verzeichnisse wiederherzustellen. Sie können aber auch auswählen, welche Dateien und Verzeichnisse wiederhergestellt werden sollen. Konvertierung zu einer virtuellen Maschine Der Agent für Linux führt die Konvertierung durch, indem er ein Laufwerk-Backup zu einer neuen virtuellen Maschine folgenden Typs wiederherstellt (wahlweise): VMware Workstation, Microsoft Virtual PC, Citrix XenServer Open Virtual Appliance (OVA) oder Red Hat KVM (Kernel-based Virtual Machine). Die Dateien der vollständig konfigurierten und einsatzbereiten Maschine werden in dem von Ihnen ausgewählten Ordner abgelegt. Sie können die Maschine unter Verwendung der 16 Copyright Acronis International GmbH,

17 entsprechenden Virtualisierungssoftware starten oder die Dateien der Maschine für eine zukünftige Verwendung vorbereiten Universal Restore Das Add-on für Universal Restore bietet Ihnen die Möglichkeit, auf der Maschine, auf der der Agent installiert ist, die Funktion zur Wiederherstellung auf abweichender Hardware zu verwenden und bootfähige Medien mit dieser Funktion zu erstellen. Universal Restore handhabt Abweichungen bei Geräten, die kritisch für den Betriebssystemstart sind, wie beispielsweise Speicher-Controller, Hauptplatine oder Chipsatz Deduplizierung Dank dieses Add-ons kann der Agent Daten in einem deduplizierenden Depot sichern, das vom Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node verwaltet wird Agent für VMware vsphere ESX(i) Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für VMware vsphere ESX(i) ermöglicht Backup und Recovery von virtuellen ESX(i)-Maschinen, ohne Agenten in den Gastsystemen installieren zu müssen. Diese Backup-Methode ist auch unter der Bezeichnung 'agentenloses Backup' oder 'Backup auf Hypervisor-Ebene' bekannt. Der Agent wird in zwei Versionen ausgeliefert: Der Agent für VMware vsphere ESX(i) (Virtuelle Appliance) kann in bzw. auf einen VMware ESX(i)-Host importiert bzw. bereitgestellt werden. Für 'off-loaded' (Serverlast-reduzierende) Backups kann der Agent für VMware vsphere ESX(i) (Windows) auf einer unter Windows laufenden Maschine installiert werden. Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für VMware vsphere ESX(i) wird im Verlauf dieses Dokuments auch vereinfacht als Agent für ESX(i) bezeichnet Agent für Hyper-V Der Acronis Backup & Recovery 11.5-Agent für Hyper-V schützt virtuelle Maschinen, die sich auf einem Hyper-V-Virtualisierungsserver befinden. Der Agent ermöglicht die Sicherung virtueller Maschinen vom Host aus, ohne dass dazu Agenten auf den einzelnen virtuellen Maschinen installiert werden müssen. Der Agent für Hyper-V kann unter folgenden Betriebssystemen installiert werden: Windows Server 2008 (x64) mit Hyper-V Windows Server 2008 R2 mit Hyper-V Microsoft Hyper-V Server 2008/2008 R2 Windows Server 2012/2012 R2 mit Hyper-V Microsoft Hyper-V Server 2012/2012 R2 Der Agent für Hyper-V kann nicht unter Windows 8/8.1 installiert werden, auch wenn dieses Betriebssystem die Hyper-V Funktionalität enthält. 17 Copyright Acronis International GmbH,

18 1.4.7 Komponenten für zentrale Verwaltung In diesem Abschnitt werden die Komponenten aufgeführt, die in den Acronis Backup & Recovery 11.5-Editionen enthalten sind und die Fähigkeit zur zentralen Verwaltung bieten. Zusätzlich zu diesen Komponenten müssen die Acronis Backup & Recovery 11.5-Agenten auf allen Maschinen installiert werden, auf denen Daten geschützt werden müssen Management Server Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server ist der zentrale Server, der für die Datensicherung im Unternehmensnetzwerk sorgt. Der Management Server bietet dem Administrator: einen zentralen Zugriffspunkt auf die Acronis Backup & Recovery 11.5-Infrastruktur einen einfachen Weg zur Sicherung von Daten auf zahlreichen Maschinen (S. 493) durch Verwendung von zentralen Backup-Plänen und Gruppierung Integration mit dem VMware vcenter, um virtuelle Maschinen zur Datensicherung zu ermitteln unternehmensweitem Monitoring und Berichtsfunktionalität integrierte Lizenzverwaltung der Fähigkeit, zentrale Depots (S. 498) zur Speicherung der Backup-Archive (S. 486) des Unternehmens zu erstellen der Fähigkeit, Storage Nodes (S. 495) zu verwalten einen zentralen Katalog (S. 488) aller Daten, die auf Storages Nodes gespeichert sind. Gibt es mehrere Management Server im Netzwerk, dann arbeiten diese unabhängig voneinander, verwalten verschiedene Maschinen und verwenden verschiedene zentrale Depots zur Speicherung von Archiven Storage Node Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node ist ein Server, der zur optimalen Nutzung verschiedener Ressourcen entwickelt wurde (z.b. unternehmensweite Speicherkapazität, Netzwerkbandbreite oder der CPU-Last verwalteter Maschinen), welche zum Schutz bzw. zur Sicherung der Unternehmensdaten erforderlich sind. Dieses Ziel wird durch Organisation und Verwaltung der Speicherorte erreicht, die als dedizierte Speicher für die Backup-Archive des Unternehmens (verwaltete Depots) dienen. Die wichtigste Funktion eines Storage Nodes ist die Deduplizierung (S. 259) von Backups, die in seinen Depots gespeichert sind. Was bedeutet, dass identische Daten zu einem solchen Depot nur je einmal gesichert werden. Das reduziert die Netzwerkauslastung während der Backup-Erstellung sowie den durch die Archive belegten Speicherplatz. Die Storage Nodes ermöglichen die Schaffung einer hochgradig skalierbaren und im Hinblick auf die unterstützte Hardware flexiblen Speicherinfrastruktur. Es können bis zu 50 Storage Nodes eingerichtet werden, von denen jeder in der Lage ist, bis zu 20 Depots zu verwalten. Der Administrator steuert die Storage Nodes zentral vom Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server (S. 18) aus. Die direkte Verbindung einer Konsole mit einem Storage Node ist nicht möglich. 18 Copyright Acronis International GmbH,

19 Komponenten zur Remote-Installation Es handelt sich um Installationspakete von Acronis-Komponenten, die von der Management Konsole (S. 19) zur Installation auf Remote-Maschinen verwendet werden. Komponenten zur Remote-Installation müssen auf der Maschine mit der Konsole oder mit dem Management Server (S. 18) installiert werden. Während der Installation speichert das Setup-Programm die Komponenten an einem Standardspeicherort und speichert den Pfad zu diesem Speicherort in der Registry. Als Folge stehen die Komponenten direkt im Remote-Installationsassistenten als 'Registrierte Komponenten' zur Verfügung PXE Server Der Acronis PXE Server ermöglicht es, Maschinen mit bootfähigen Acronis-Komponenten über das Netzwerk zu starten. Booten über das Netzwerk: Eliminiert die Notwendigkeit eines Technikers vor Ort, um das bootfähige Medium (S. 487) in das zu bootende System einzulegen Reduziert bei Gruppen-Operationen die zum Booten mehrerer Maschinen benötigte Zeit (im Vergleich zu physikalischen Bootmedien) License Server Der Server ermöglicht Ihnen, Lizenzen von Acronis-Produkten zu verwalten und Komponenten, die Lizenzen benötigen, zu installieren. Sie können einen License Server als separate Komponenten installieren oder den im Management Server integrierten verwenden. Die Funktionalität des License Servers (S. 426) ist für beide Installationsvarianten ähnlich Management Konsole Die Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console ist ein administratives Werkzeug zum Remote- und lokalen Zugriff auf die Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten sowie auf den Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server, falls die Produkt-Editionen über eine Funktion zur zentralen Verwaltung verfügen. Die Konsole hat zwei Distributionen: zur Installation in Windows und zur Installation in Linux. Obwohl beide Distributionen eine Verbindung zu jedem Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten und Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server ermöglichen, wird empfohlen, die Konsole für Windows zu verwenden, wenn diese Möglichkeit besteht. Die unter Linux installierte Konsole ist in ihrer Funktionalität eingeschränkt: Eine Remote-Installation von Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten ist nicht verfügbar. Active Directory-bezogene Funktionen, wie beispielsweise das Durchsuchen des ADs, sind nicht verfügbar Bootable Media Builder Der Acronis Bootable Media Builder ist ein spezielles Werkzeug zur Erstellung bootfähiger Medien (S. 487). Es gibt zwei Media Builder-Distributionen: zur Installation in Windows und zur Installation in Linux. 19 Copyright Acronis International GmbH,

20 Der auf Windows installierte Media Builder kann bootfähige Medien schaffen, die entweder auf Windows Preinstallation Environment (WinPE) oder einem Linux-Kernel basieren. Der unter Linux installierte Media Builder erstellt bootfähige Medien, die auf dem Linux-Kernel basieren. Das Add-on für Universal Restore (S. 15) ermöglicht die Erstellung eines bootfähigen Mediums, das die Fähigkeit zur Wiederherstellung auf abweichender Hardware bietet. Universal Restore handhabt Abweichungen bei Geräten, die kritisch für den Betriebssystemstart sind, wie beispielsweise Speicher-Controller, Hauptplatine oder Chipsatz. Das Add-on für Deduplizierung (S. 15) ermöglicht Ihnen die Erstellung bootfähiger Medien, die Backups auf deduplizierende Depots erstellen können. Dieses Add-on kann als Erweiterung für beide Media Builder-Distributionen installiert werden Acronis Wake-on-LAN Proxy Der Acronis Wake-on-LAN Proxy ermöglicht es dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server, Maschinen eines anderen Subnetzes zur Backup-Durchführung einzuschalten. Der Acronis Wake-on-LAN Proxy kann auf jedem Server im Subnetz installiert werden, auf dem sich die Maschinen befinden, die Sie sichern möchten. 1.5 Über die Verwendung des Produktes im Testmodus Bevor Sie eine Lizenz von Acronis Backup & Recovery 11.5 kaufen, möchten Sie die Software möglicherweise testen. Dies kann ohne einen Lizenzschlüssel getan werden. Führen Sie zur Installation des Produktes im Testmodus das Setup-Programm lokal aus oder verwenden Sie die Möglichkeit zur Remote-Installation. Eine unbeaufsichtigte Installation oder andere Installationsvarianten werden nicht unterstützt. Beschränkungen des Testmodus Wenn Acronis Backup & Recovery 11.5 im Testmodus installiert wurde, hat es folgende Beschränkungen: Die Funktion 'Universal Restore' ist deaktiviert. Zusätzliche Beschränkungen für bootfähige Medien: Die Funktion zur Laufwerksverwaltung ist nicht verfügbar. Sie können alles innerhalb der Benutzeroberfläche testen, aber die Option zur Umsetzung ausstehender Aktionen ist nicht verfügbar. Die Recovery-Funktion ist verfügbar, jedoch keine Backup-Funktion. Installieren Sie die Software im Betriebssystem, um auch die Backup-Funktion testen zu können. Upgrade auf die Vollversion Nach Ablauf des Testzeitraums wird auf der Benutzeroberfläche des Produkts eine Meldung angezeigt, die Sie dazu auffordert, einen Lizenzschlüssel zu spezifizieren oder zu erwerben. Um einen Lizenzschlüssel spezifizieren zu können, müssen Sie auf Hilfe > Lizenz wechseln (S. 375) klicken. Es ist nicht möglich, den Schlüssel durch Ausführung des Setup-Programms zu spezifizieren. Falls Sie ein Test- oder Kaufabonnement für den Online Backup Service (S. 460) aktiviert haben, steht Ihnen die Online Backup-Funktion bis zum Ende des Abonnementzeitraums zur Verfügung unabhängig davon, ob Sie einen Lizenzschlüssel spezifizieren. 20 Copyright Acronis International GmbH,

21 1.6 Unterstützte Dateisysteme Acronis Backup & Recovery 11.5 kann Backups und Wiederherstellungen der folgenden Dateisysteme mit den angegebenen Einschränkungen ausführen: FAT16/32 NTFS ReFS Volume-Recovery ohne die Möglichkeit, die Größe des Volumes zu ändern. Wird nur in Windows Server 2012/2012 R2 (S. 54) unterstützt. Ext2/Ext3/Ext4 ReiserFS3 aus Laufwerk-Backups, die sich auf dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node befinden, können keine einzelnen Dateien wiederhergestellt werden ReiserFS4 Volume-Wiederherstellung ohne Größenanpassung des Volumes; aus Laufwerk-Backups, die sich auf dem Storage Node in Acronis Backup & Recovery 11.5 befinden, können keine einzelnen Dateien wiederhergestellt werden XFS Volume-Wiederherstellung ohne Größenanpassung des Volumes; aus Disk-Backups, die sich auf dem Storage Node in Acronis Backup & Recovery 11.5 befinden, können keine einzelnen Dateien wiederhergestellt werden JFS aus Laufwerk-Backups, die sich auf dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node befinden, können keine einzelnen Dateien wiederhergestellt werden Linux SWAP Acronis Backup & Recovery 11.5 kann unter Verwendung eines Sektor-für-Sektor-Ansatzes Backups und Wiederherstellungen bei beschädigten oder nicht unterstützten Dateisystemen ausführen. 1.7 Technischer Support Maintenance- und Support-Programm Wenn Sie Unterstützung für Ihr Acronis-Produkt benötigen, besuchen Sie Produkt-Updates Sie können für all Ihre registrierten Acronis-Software-Produkte jederzeit Updates von unserer Website herunterladen, nachdem Sie sich unter Mein Konto (http://www.acronis.de/my) eingeloggt und Ihr Programm registriert haben. Weitere Informationen auch in den (englischsprachigen) Artikel unter Registering Acronis Products at the Website (http://kb.acronis.com/content/4834) und Acronis Website User Guide (http://kb.acronis.com/content/8128). 21 Copyright Acronis International GmbH,

22 2 Erste Schritte Schritt 1: Installation Diese kurze Installationsanleitung ermöglicht Ihnen, schnell mit der Verwendung des Programms zu beginnen. Zu einer kompletten Beschreibung der Installationsmethoden und Prozeduren siehe die 'Installationsanleitung'. Stellen Sie vor der Installation Folgendes sicher: Ihre Hardware die Systemanforderungen erfüllt. Sie für die Edition Ihrer Wahl die entsprechenden Lizenzschlüssel haben. Sie haben das Setup-Programm. Sie können es von der Acronis-Website herunterladen. Vorgehensweise Wenn Sie den unteren Anweisungen folgen, können Sie der Maschine mehr als eine Funktion zuweisen. 1. Installieren Sie den Management Server, damit Sie mehrere Maschinen verwalten können. a. Führen Sie das Setup-Programm aus und klicken Sie auf Installation von Acronis Backup & Recovery b. Aktivieren Sie nach Bestätigung der Lizenzvereinbarung das Kontrollkästchen Die Sicherung physikalischer und virtueller Maschinen zentral überwachen und konfigurieren. c. Geben Sie Ihre Lizenzschlüssel ein oder importieren Sie diese aus einer Textdatei. d. Folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Details: Auch die Konsole wird installiert, so dass Sie den Management Server lokal steuern können. 2. Installieren Sie auf jeder Maschine, die Sie per Backup sichern wollen, einen Agenten. a. Führen Sie das Setup-Programm aus und klicken Sie auf Installation von Acronis Backup & Recovery b. Aktivieren Sie nach Bestätigung der Lizenzvereinbarung das Kontrollkästchen Daten dieser Maschine sichern. c. Wählen Sie Ich habe eine Lizenz oder ein Abonnement gekauft. d. Klicken Sie auf Lizenzen hinzufügen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Folgenden License Server verwenden und geben Sie dann den Namen oder die IP-Adresse des zuvor installierten Management Servers an. e. Registrieren Sie auf Nachfrage die Maschinen auf dem Management Server. f. Folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Details: Die Konsole wird zudem auch auf jeder Maschine installiert. 3. [Optional] Installieren Sie den Storage Node auf der Maschine, die als Storage für die Backups anderer Maschinen dienen soll. a. Führen Sie das Setup-Programm aus und klicken Sie auf Installation von Acronis Backup & Recovery b. Aktivieren Sie nach Bestätigung der Lizenzvereinbarung das Kontrollkästchen Backups anderer Maschinen auf dieser Maschine sichern. c. Registrieren Sie auf Nachfrage den Storage Node auf dem Management Server. 22 Copyright Acronis International GmbH,

23 d. Folgen Sie den Bildschirmanweisungen. 4. [Optional] Installieren Sie die Konsole auf einer Maschine, von der aus Sie arbeiten wollen sofern diese Maschine nicht der Management Server ist und keinen Agenten hat. a. Führen Sie das Setup-Programm aus und klicken Sie auf Installation von Acronis Backup & Recovery b. Aktivieren Sie nach Bestätigung der Lizenzvereinbarung das Kontrollkästchen Verbindung mit Remote Maschinen. c. Folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Schritt 2: Ausführung Führen Sie die Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console aus. In Windows Starten Sie die Konsole, indem Sie Start-Menü auswählen. Acronis Backup & Recovery 11.5 aus dem In Linux Melden Sie sich als 'root' oder als normaler Benutzer an und wechseln Sie denn bei Bedarf den Benutzer. Starten Sie die Konsole mit dem Befehl /usr/sbin/acronis_console Informationen zu den Elementen der grafischen Benutzeroberfläche finden Sie unter 'Management Konsole verwenden (S. 25)'. Schritt 3: Bootfähige Medien Erstellen Sie ein bootfähiges Medium, damit Sie ein (nicht mehr startfähiges) Betriebssystem wiederherstellen oder auf fabrikneuer Hardware bereitstellen können. 1. Wählen Sie Werkzeuge > Bootfähiges Medium erstellen aus dem Menü. 2. Klicken Sie in der Willkommenseite auf Weiter. Klicken Sie solange auf Weiter, bis die Liste der Komponenten erscheint. 3. Fahren Sie wie im Abschnitt 'Linux-basiertes bootfähiges Medium (S. 285)' beschrieben fort. Schritt 4: Verbindung Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server oder einer verwalteten Maschine. Klicken Sie auf der ersten Seite der Konsole auf einen der folgenden Befehle: Diese Maschine verwalten Falls der Agent auf derselben Maschine wie die Konsole installiert ist. Remote-Maschine verwalten Falls der Agent auf einer Remote-Maschine installiert ist. Zu einem Management Server verbinden Zur Verwaltung mehrerer physikalischer und virtueller Maschinen. 23 Copyright Acronis International GmbH,

24 Schritt 5: Backup Backup jetzt (S. 58) Klicken Sie auf Backup jetzt, um ein einmaliges Backup mit wenigen, einfachen Schritten durchzuführen. Der Backup-Prozess wird unmittelbar ausgeführt, sobald Sie alle benötigten Schritte durchgeführt haben. So speichern Sie Ihre Maschine in eine Datei: Klicken Sie unter Backup-Ziel auf Speicherort und wählen Sie dann, wo das Backup gespeichert werden soll. Klicken Sie auf OK, um Ihre Auswahl zu bestätigen. Klicken Sie im unteren Fensterbereich auf OK, um das Backup zu starten. Tipp: Durch Verwendung eines bootfähigen Mediums können Sie Offline-Backups ('kalte' Backups) auf dieselbe Art erstellen wie im Betriebssystem. Backup-Plan erstellen (S. 58) Erstellen Sie einen Backup-Plan, falls Sie eine langfristige Backup-Strategie benötigen, die Backup-Schema sowie Planungen und Bedingungen einschließt, um Backups zeitabhängig zu löschen oder sie an andere Orte zu verschieben. Hinweise für Benutzer der Advanced-Editionen: Wenn Sie einen Backup-Plan auf dem Management Server erstellen, dann können Sie: Komplette Maschinen oder Maschinengruppen wählen. Unterschiedliche Datenelemente auf jeder Maschine wählen. Auswahlregeln verwenden, um dieselben Datenelemente auf unterschiedlichen Maschinen zu wählen. Auf diese Art erstellen Sie einen zentralen Backup-Plan, der auf den gewählten Maschinen bereitgestellt wird. Weitere Informationen finden Sie bei 'Erstellung eines zentralen Backup-Plans (S. 396)'. Schritte 6: Recovery Recovery (S. 146) Sie müssen für eine Wiederherstellung die im Backup gesicherten Daten wählen sowie den Zielort, an dem die Daten wiederhergestellt werden sollen. Als Ergebnis dieser Aktion wird ein Recovery-Task erstellt. Die Wiederherstellung eines Laufwerks bzw. Volumes über ein Volume, welches durch das Betriebssystem gesperrt ist, erfordert einen Neustart. Nach dem Abschluss der Wiederherstellung geht das wiederhergestellte Betriebssystem automatisch online. Sollte eine Maschine nicht mehr booten können oder Sie ein System auf fabrikneue Hardware wiederherstellen müssen, dann booten Sie die Maschine mit einem bootfähigen Medium und konfigurieren Sie dort die Wiederherstellungsaktion auf die gleiche Art wie den Recovery-Task. Hinweise für Benutzer der Advanced-Editionen: Sie können Aktionen unter einem bootfähigen Medium nicht mit dem Management Server steuern. Aber Sie können die Verbindung der Konsole zum Server trennen und sie mit der Maschine verbinden, die mit dem Medium gebootet wurde. 24 Copyright Acronis International GmbH,

25 Schritt 7: Verwaltung Der Fensterbereich Navigation (im linken Bereich der Konsole) ermöglicht Ihnen, zwischen den Produktansichten zu navigieren, die verschiedenen administrativen Zwecken dienen. Verwenden Sie die Anzeige Backup-Pläne und Tasks, um Backup-Pläne und Tasks zu verwalten: Sie können hier Tasks ausführen, bearbeiten, stoppen und löschen sowie ihre Stadien und ihren Fortschritt einsehen. Verwenden Sie die Anzeige Alarmmeldungen, um Probleme schnell erkennen und lösen zu können. Verwenden Sie die Anzeige Logs, um die Ereignismeldungen von Aktionen einzusehen. Der Ort, an dem Sie Ihre Backup-Dateien speichern, wird Depot (S. 489) genannt. Wechseln Sie zur Anzeige Depots (S. 201), um Informationen über Ihre Depots zu erhalten. Navigieren Sie von dort aus weiter zu dem gewünschten Depot, um Backups und ihre Inhalte einzusehen. Sie können Daten für eine Wiederherstellung auswählen und diverse manuelle Aktionen mit Backups durchführen (mounten, validieren, löschen etc.). Management Server administrieren Verwenden Sie die Anzeige Maschinen mit Agenten, um auf dem Management Server registrierte Maschinen zu verwalten. Um mit einer großen Anzahl von Maschinen effektiver arbeiten zu können, können Sie sie in Gruppen (S. 408) organisieren. Verwenden Sie die Anzeige Virtuelle Maschinen (S. 422), um unterstützte Virtualisierungsumgebungen zu verwalten. Wenn Sie sich dafür entscheiden, alle Backup-Archive an einem oder wenigen Netzwerkorten zu speichern, dann erstellen Sie zentrale Depots an diesen Speicherorten. Nachdem Sie ein Depot erstellt haben, können Sie seinen Inhalt einsehen und verwalten. Wählen Sie dazu im Fensterbereich Navigation die Elemente Depots > Zentral > 'Depot-Name'. Die Verknüpfung zum Depot wird an alle registrierten Maschinen verteilt. Das Depot kann in jedem von Ihnen oder anderen Benutzern der registrierten Maschinen erstellten Backup-Plan als Zielspeicherort für das Backup angegeben werden. Erstellen Sie zentral verwaltete Depots auf dem Storage Node (S. 248), um Folgendes tun zu können: Den Datenkatalog (S. 150) nach einer gewünschten Version von Backup-Daten in allen verwalteten Depots durchsuchen. Die Backups mehrerer Maschinen auf Bandgeräte (S. 223) sichern, die an den Storage Node angeschlossen sind. Deduplizierung (S. 259) verwenden, um den durch die Daten belegten Speicherplatz zu minimieren und die Netzwerkbelastung während der Backup-Erstellung zu verringern. 2.1 Die Management Konsole verwenden Sobald die Konsole mit einer verwalteten Maschine (S. 496) oder einem Management Server (S. 493) verbunden ist, werden die entsprechenden Elemente in der gesamten Arbeitsumgebung der Konsole angezeigt (im Menü, im Hauptbereich mit der Willkommensseite oder im Fensterbereich Navigation), wodurch Ihnen ermöglicht wird, agenten- oder serverspezifische Aktionen durchzuführen. 25 Copyright Acronis International GmbH,

26 Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console Willkommensseite Wichtige Elemente der Arbeitsfläche der Konsole Name Beschreibung Fensterbereich Navigation Hauptbereich Menüleiste Enthält den Verzeichnisbaum Navigation und den Bereich Verknüpfungen. Ermöglicht Ihnen eine Navigation zwischen unterschiedlichen Ansichten. Weitere Informationen finden Sie unter Fensterbereich 'Navigation' (S. 26). Sie können hier Backup-, Recovery- und andere Aktionen konfigurieren und überwachen. Die im Hauptbereich angezeigten Ansichten und Aktionsseiten (S. 28) hängen von den Elementen ab, die im Menü oder Verzeichnisbaum Navigation ausgewählt wurden. Wird quer über den oberen Bereich des Programmfensters angezeigt. Ermöglicht Ihnen, die gängigsten Aktionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 auszuführen. Die Menüelemente ändern sich dynamisch, abhängig vom im Verzeichnisbaum Navigation und im Hauptbereich ausgewählten Element Fensterbereich 'Navigation' Der Fensterbereich 'Navigation' enthält den Verzeichnisbaum Navigation und den Bereich Verknüpfungen. Verzeichnisbaum 'Navigation' Mit Hilfe des Verzeichnisbaums Navigation können Sie sich durch die Programmansichten bewegen. Welche Ansichten verfügbar sind, hängt davon ab, ob die Konsole mit einer verwalteten Maschine oder mit dem Management Server verbunden ist. In beiden Fällen können für die Ansichten zwischen der Vollständigen Liste oder der Kurzen Liste wählen. Die Kurze Liste enthält die am häufigsten verwendeten Ansichten der Vollständigen Liste. Ansichten für eine verwaltete Maschine Wenn die Konsole mit einer verwalteten Maschine verbunden ist, sind die folgenden Ansichten im Verzeichnisbaum 'Navigation' verfügbar. Die Anzeige der Kurzen Liste enthält 26 Copyright Acronis International GmbH,

27 [Name der Maschine]. Die oberste Ebene des Verzeichnisbaums, auch Willkommenseite genannt. Hier wird der Name der Maschine angezeigt, mit der die Konsole momentan verbunden ist. Verwenden Sie diese Ansicht, um schnell auf wichtige Aktionen zuzugreifen, die auf der verwalteten Maschine verfügbar sind. Backup-Pläne und Tasks. Verwenden Sie diese Ansicht, um Backup-Pläne und Tasks auf der verwalteten Maschine zu verwalten: Sie können Tasks hier ausführen, bearbeiten, stoppen und löschen sowie ihren Fortschritt einsehen. Depots. Verwenden Sie diese Ansicht, um persönliche Depots und darin gespeicherte Archive zu verwalten, neue Depots hinzuzufügen, bestehende Depots umzubenennen oder zu löschen, Depots zu validieren, Backup-Inhalte zu untersuchen usw. Falls die Maschine auf dem Management Server registriert ist, können Sie die zentralen Depots durchsuchen und Aktionen mit solchen Archiven durchführen, für die Sie die entsprechenden Berechtigungen haben. Alarmmeldungen. Verwenden Sie diese Ansicht, um Warnmeldungen für die verwaltete Maschine zu untersuchen. Die Anzeige der Vollständigen Liste enthält zusätzlich Bandverwaltung. Verwenden Sie diese Ansicht, um Aktionen mit Bändern auszuführen. Laufwerksverwaltung. Verwenden Sie diese Ansicht, um Aktionen mit den Festplatten und ähnlichen Laufwerken einer Maschine auszuführen. Log. Verwenden Sie diese Ansicht, um Informationen zu solchen Aktionen zu überprüfen, die vom Programm auf der verwalteten Maschine ausgeführt werden. Gemountete Images. Dieser Knoten wird angezeigt, wenn mindestens ein Volume gemountet ist. Verwenden Sie diese Ansicht, um gemountete Images zu verwalten. Ansichten für einen Management Server Wenn die Konsole mit einem Management Server verbunden ist, sind die folgenden Ansichten im Verzeichnisbaum 'Navigation' verfügbar. Die Anzeige der Kurzen Liste enthält [Name des Management Servers]. Die oberste Ebene des Verzeichnisbaums, auch Willkommenseite genannt. Hier wird der Name des Management Servers angezeigt, mit dem die Konsole momentan verbunden ist. Verwenden Sie diese Ansicht, um schnell auf wichtige Aktionen zuzugreifen, die auf dem Management Server verfügbar sind. Dashboard. Verwenden Sie diese Ansicht, um auf einen Blick einschätzen zu können, ob die Daten auf den beim Management Server registrierten Maschinen erfolgreich gesichert sind. Maschinen mit Agenten. Verwenden Sie diese Ansicht, um auf dem Management Server registrierte Maschinen zu verwalten. Backup-Pläne und Tasks. Verwenden Sie diese Ansicht, um zentrale Backup-Pläne und Tasks auf dem Management Server zu verwalten. Depots. Verwenden Sie diese Ansicht, um zentrale Depots und darin gespeicherte Archive zu verwalten: Sie können neue, zentrale Depots erstellen, bestehende Depots umbenennen oder löschen, Depot-Benutzer und Administratoren zuweisen, Aktionen auf Archive und Backups anwenden usw. Alarmmeldungen. Verwenden Sie diese Ansicht, um Warnmeldungen für den Management Server und alle registrierten Maschinen zu untersuchen. 27 Copyright Acronis International GmbH,

28 Die Anzeige der Vollständigen Liste enthält zusätzlich Datenkatalog. Verwenden Sie diese Ansicht, um schnell nach einer benötigten Version von gesicherten Daten in dem zentral verwalteten Depots zu suchen. Virtuelle Maschinen. Verwenden Sie diese Ansicht, um unterstützte Virtualisierungsumgebungen zu verwalten. Storage Nodes. Verwenden Sie diese Ansicht, um Storage Nodes zu verwalten. Sie können hier einen Storage Node hinzufügen, damit Sie zentrale Depots erstellen können, die vom Knoten verwaltet werden. Bandverwaltung. Verwenden Sie diese Ansicht, um Aktionen mit Bändern auszuführen. Lizenzen. Verwenden Sie diese Ansicht, um Lizenzen zu verwalten. Berichte. Verwenden Sie diese Ansicht, um Berichte zu generieren. Log. Verwenden Sie diese Ansicht, um den Verlauf von zentralen Verwaltungsaktionen zu untersuchen oder den Verlauf von aufgezeichneten Aktionen in den lokalen Logs der registrierten Maschinen und der Storage Nodes. Seitenleistenbereich 'Verknüpfungen' Der Bereich Verknüpfungen wird unterhalb des Verzeichnisbaums 'Navigation' angezeigt. Ermöglicht Ihnen, in einfacher und bequemer Weise eine Verbindung mit oft benötigten Maschinen herzustellen, indem Sie diese als Shortcuts hinzufügen. So weisen Sie einer Maschine eine Verknüpfung zu 1. Verbinden Sie die Konsole mit einer verwalteten Maschine. 2. Klicken Sie im Verzeichnisbaum 'Navigation' mit der rechten Maustaste auf den Namen der Maschine (Stammelement des Verzeichnisbaums 'Navigation') und wählen Sie Verknüpfung erstellen. Wenn die Konsole und der Agent auf derselben Maschine installiert sind, wird die Verknüpfung auf diese Maschine automatisch als Lokale Maschine [Name der Maschine] zum Bereich 'Verknüpfungen' hinzugefügt. Aktionen mit den seitlichen Fensterbereichen So erweitern/minimieren Sie Fensterbereiche Der Fensterbereich Navigation erscheint standardmäßig erweitert. Möglicherweise müssen Sie den Fensterbereich minimieren, um sich zusätzliche freie Arbeitsfläche zu verschaffen. Klicken Sie dazu auf das entsprechende Chevron-Symbol ( ). Der Fensterbereich wird daraufhin minimiert und das Chevron-Symbol ändert seine Orientierung ( ). Klicken Sie ein weiteres Mal auf das Chevron-Symbol, um den Fensterbereich zu erweitern. So ändern Sie die Begrenzungen der Fensterbereiche. 1. Zeigen Sie auf die Begrenzungslinie des Fensterbereiches. 2. Wenn der Zeiger als Pfeil mit zwei Spitzen angezeigt wird, dann ziehen Sie, um den Rand zu verschieben Hauptfenster, Ansichten und Aktionsseiten Das Hauptfenster ist der zentrale Bereich, in dem Sie mit der Konsole arbeiten. Sie können Backup-Pläne und Recovery-Tasks erstellen, bearbeiten und verwalten sowie andere Aktionen ausführen. Die im Hauptbereich angezeigten Ansichten und Aktionsseiten hängen von den Elementen ab, die Sie im Menü oder im Verzeichnisbaum Navigation auswählen. 28 Copyright Acronis International GmbH,

29 Ansichten Wenn Sie auf ein beliebiges Element im Navigationsbaum der Seitenleiste Navigation (S. 26) klicken, wird eine entsprechende Ansicht angezeigt. Übliche Arbeitsweise mit Ansichten Ansicht Log In der Regel enthält jede Ansicht eine Tabelle mit Elementen, eine Symbolleiste mit Schaltflächen für die Tabelle sowie den unteren Fensterbereich Informationen. Verwenden Sie die Funktionen zum Filtern und Sortieren (S. 29), um die Tabelle nach dem gewünschten Element zu durchsuchen. Wählen Sie in der Tabelle das gewünschte Element aus. Sehen Sie sich im Fensterbereich Informationen (standardmäßig eingeklappt) die Details des Elements an. Sie können den Fensterbereich aufklappen, indem Sie auf das Pfeilsymbol klicken. Führen Sie die entsprechenden Aktionen mit dem ausgewählten Element aus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie ein und dieselbe Aktion mit ausgewählten Elementen ausführen können: Indem Sie auf die Schaltflächen in der Symbolleiste der Tabelle klicken. Indem Sie die Elemente im Menü Aktionen wählen. Indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Element klicken und die Aktion im Kontextmenü auswählen. Tabellenelemente sortieren, filtern und konfigurieren Nachfolgend finden Sie eine Anleitung, wie Sie Tabellenelemente in jeder Ansicht sortieren, filtern und konfigurieren können. 29 Copyright Acronis International GmbH,

30 Aufgabe Elemente nach Spalten sortieren Elemente nach einem vordefinierten Spaltenwert filtern Elemente nach einem eingegebenen Wert filtern Elemente nach vordefinierten Parametern filtern Tabellenspalten anzeigen oder verbergen Tun Sie Folgendes Klicken Sie auf einen Spaltenkopf, um die Elemente aufsteigend sortieren zu lassen. Kicken Sie erneut auf den Spaltenkopf, um die Elemente in absteigender Reihenfolge sortieren zu lassen. Wählen Sie in einem Feld unter der entsprechenden Spaltenkopf den gewünschten Wert aus dem Listenfeld. Geben Sie in einem Feld unter dem entsprechenden Spaltenkopf einen Wert ein. Als Ergebnis sehen Sie eine Liste von Werten, die vollständig oder teilweise mit dem eingegebenen Wert übereinstimmen. Klicken Sie auf die entsprechenden Schaltflächen über der Tabelle. Sie können beispielsweise in der Ansicht Log die Log-Einträge nach dem Ereignistyp filtern (Information, Warnung, Fehler) oder nach dem Zeitraum, in dem das Ereignis auftrat (Der letzten 24 Stunden, Der letzten Woche, Der letzten 3 Monate oder Benutzerdefinierter Zeitraum). Standardmäßig hat jede Tabelle eine bestimmte Anzahl von angezeigten Spalten, während andere verborgen sind. Sie können nicht benötigte Spalten außerdem ausblenden bzw. ausgeblendete anzeigen lassen. Spalten anzeigen oder verbergen 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Spaltenkopf, um das Kontextmenü zu öffnen. 2. Klicken Sie auf die Elemente, die Sie anzeigen bzw. verbergen wollen Aktionsseiten Wenn Sie im Menü Aktionen auf ein Element klicken, erscheint im Hauptbereich eine Aktionsseite. Diese enthält Schritte, die Sie ausführen müssen, um einen beliebigen Task oder einen Backup-Plan zu erstellen und zu starten. Aktionsseite Backup-Plan erstellen 30 Copyright Acronis International GmbH,

31 Steuerelemente verwenden und Einstellungen festlegen Verwenden Sie die aktiven Steuerelemente, um die Einstellungen und Parameter eines Backup-Plans oder Recovery-Tasks zu spezifizieren. Standardmäßig handelt es sich bei diesen Feldern um Anmeldedaten, Optionen, Kommentare und einige andere, verborgene. Die meisten Einstellungen werden konfiguriert, indem Sie auf die entsprechenden Links Anzeigen klicken. Andere Einstellungen werden aus einem Listenfeld ausgewählt oder manuell in die Felder auf der Seite eingegeben. Aktionsseite Steuerelemente Acronis Backup & Recovery 11.5 merkt sich die Änderungen, die Sie auf den Aktionsseiten vornehmen. Wenn Sie z.b. begonnen haben, einen Backup-Plan zu erstellen und dann aus irgendeinem Grund zu einer anderen Ansicht gewechselt sind, ohne die Plan-Erstellung abzuschließen, können Sie die Navigationsschaltfläche Zurück im Menü anklicken. Oder, wenn Sie bereits mehrere Schritte vorwärts gegangen sind, klicken Sie den Pfeil Nach unten und wählen die Seite, auf der Sie die Plan-Erstellung aus der Liste gestartet haben. Auf diese Weise können Sie die verbleibenden Schritte ausführen und die Erstellung des Backup-Plans abschließen. Navigationsschaltflächen Konsolen-Optionen Die Konsolenoptionen legen fest, wie die Informationen in der grafischen Benutzeroberfläche von Acronis Backup & Recovery 11.5 erscheinen. Um auf die Konsolenoptionen zuzugreifen, wählen Sie Optionen -> Konsolenoptionen im Menü Optionen für Alarmanzeige Die Option spezifiziert, welche Alarmmeldungen in der Ansicht Alarmmeldungen angezeigt bzw. verborgen werden sollen. Voreinstellung ist: Alle Alarmmeldungen. 31 Copyright Acronis International GmbH,

32 Um Alarmmeldungen anzuzeigen (zu verbergen), (de)aktivieren Sie die Kontrollkästchen neben den entsprechenden Alarmtypen Anmeldedaten zwischenspeichern Diese Option spezifiziert, ob die bei Verwendung der Management Konsole eingegebenen Anmeldedaten gespeichert werden sollen. Voreinstellung ist: Aktiviert. Ist die Option aktiviert, dann werden die von Ihnen während einer Konsolensitzung für verschiedene Speicherorte eingegebenen Anmeldedaten zur Nutzung in späteren Sitzungen gespeichert. Unter Windows werden die Anmeldedaten in der Anmeldeinformationsverwaltung (Windows Credentials Manager) gespeichert. Unter Linux werden die Anmeldedaten in einer speziellen, verschlüsselten Datei gespeichert. Ist die Option deaktiviert, dann werden die Anmeldedaten nur solange zwischengespeichert, bis die Konsole geschlossen wird. Um die für das aktuelle Benutzerkonto zwischengespeicherten Anmeldedaten zu löschen, klicken Sie auf die Schaltfläche Cache für Anmeldedaten bereinigen Schriftarten Die Option legt fest, welche Schriftarten in der grafischen Benutzeroberfläche von Acronis Backup & Recovery 11.5 erscheinen. Die Einstellung Menü-Schriftart beeinflusst die Dropdown- und Kontextmenüs. Die Einstellung Anwendung-Schriftart beeinflusst alle anderen Benutzeroberflächenelemente. Voreinstellung ist: Systemstandardschriftart sowohl für die Menüs als für die Schnittstellenelemente der Anwendung. Um eine Auswahl zu treffen, wählen Sie die Schriftart im jeweiligen Listenfeld und stellen die Schrifteigenschaften ein. Sie können eine Vorschau der Schriftenanzeige erhalten, wenn Sie rechts daneben auf Durchsuchen klicken Pop-up-Meldungen Diese Optionen sind wirksam, wenn die Konsole mit einer verwalteten Maschine oder mit dem Management Server verbunden ist. Der Dialog 'Aktivitäten, die einen Benutzereingriff erfordern' Diese Option legt fest, ob ein Pop-up-Fenster angezeigt werden soll, wenn ein oder mehrere Aktivitäten einen Benutzereingriff erfordern. Dieses Fenster ermöglicht Ihnen, für alle Aktivitäten eine Entscheidung zu spezifizieren, beispielsweise ob einen Neustart bestätigt werden soll oder ob nach Freigabe von Speicherplatz eine Aktion wiederholt werden soll. So lange wenigstens eine Aktivität einen Benutzereingriff erfordert, können Sie dieses Fenster jederzeit von der Willkommensseite der verwalteten Maschine aus öffnen. Alternativ können Sie die Ausführungsstadien des Tasks in der Ansicht Backup-Pläne und Tasks überprüfen und Ihre Entscheidung für jeden Task im Informationsbereich treffen. Voreinstellung ist: Aktiviert. 32 Copyright Acronis International GmbH,

33 Um eine Auswahl zu treffen, (de)aktivieren Sie das Kontrollkästchen zum Dialog 'Aktivitäten, die einen Benutzereingriff erfordern'. Der Dialog 'Rückmeldebestätigung' Diese Option definiert, ob ein Pop-up-Fenster mit Systeminformationen nach Auftreten eines Fehlers angezeigt werden soll. Sie können diese Informationen an den Acronis-Support schicken. Voreinstellung ist: Aktiviert. Um eine Auswahl zu treffen, (de)aktivieren Sie das Kontrollkästchen zum Dialog 'Rückmeldebestätigung'. Benachrichtigen, wenn kein bootfähiges Medium erstellt wurde Diese Option definiert, ob ein Pop-up-Fenster angezeigt werden sollen, wenn die Management Konsole auf einer Maschine gestartet wird und auf dieser Maschine bisher noch kein bootfähiges Medium erstellt wurde. Voreinstellung ist: Aktiviert. (De)Aktivieren Sie zur Auswahl das Kontrollkästchen Benachrichtigen, wenn kein bootfähiges Medium erstellt wurde. Benachrichtigen, wenn die Management Konsole mit einer Komponente einer anderen Version verbunden ist Diese Option definiert, ob ein Pop-up-Fenster angezeigt werden sollen, wenn eine Konsole mit einem Agenten verbunden ist und sich deren Versionen unterscheiden. Voreinstellung ist: Aktiviert. Um eine Auswahl zu treffen, müssen Sie das Kontrollkästchen Benachrichtigen, wenn die Management Konsole mit einer Komponente einer anderen Version verbunden ist entsprechend (de)aktivieren. Erfrage Beschreibung bei Auswurf des Bandes Diese Option definiert, ob eine Benutzeranfrage zur Beschreibung eines Bandes angezeigt werden sollen, wenn Sie es aus einem Bandgerät auswerfen(s.237) lassen, das von Acronis Backup & Recovery 11.5 verwendet wird. Sie können beispielsweise den physikalischen Speicherort beschreiben, wo das Band aufbewahrt wird (empfohlen). Wird ein Band, gemäß der Option Bänder nach erfolgreichen Backups auswerfen(s.138), automatisch ausgeworfen, dann erscheint keine solche Benutzereingabeaufforderung. Voreinstellung ist: Aktiviert. Um eine Auswahl zu treffen, (de)aktivieren Sie das Kontrollkästchen Erfrage Beschreibung bei Auswurf des Bandes. Über Ergebnisse der Task-Ausführung Die Option legt fest, ob die Pop-up-Meldungen über Ergebnisse der Task-Ausführung erscheinen: Erfolgreiche Vollendung, Fehlschlagen oder erfolgreicher Abschluss mit Warnungen. Wenn die Anzeige der Pop-up-Meldungen deaktiviert ist, können Sie die Ausführungsstadien und Ergebnisse des Tasks in der Ansicht Backup-Pläne und Tasks überprüfen. Voreinstellung ist: Aktiviert für alle Ergebnisse. 33 Copyright Acronis International GmbH,

34 Um eine Einstellung für jedes Ergebnis ('Erfolgreiche Vollendung', 'Fehlschlagen' oder 'Erfolgreicher Abschluss mit Warnungen') einzeln festzulegen, benutzen Sie das zugehörige Kontrollkästchen Startseite Diese Option definiert, ob die Willkommenseite oder das Dashboard bei Verbindung der Konsole mit dem Management Server angezeigt werden soll. Voreinstellung ist: die Willkommenseite. Um eine Auswahl zu treffen, (de)aktivieren Sie das Kontrollkästchen Die Dashboard-Ansicht anzeigen. Diese Option kann auch in der Willkommenseite gesetzt werden. Wenn Sie das Kontrollkästchen für Beim Start Dashboard anstelle der aktuellen Ansicht zeigen in der Willkommenseite aktivieren, dann erreichen Sie den gleichen Effekt. 34 Copyright Acronis International GmbH,

35 3 Acronis Backup & Recovery 11.5 verstehen Dieser Abschnitt bemüht sich, den Lesern ein klareres, vertieftes Verständnis des Produktes zu vermitteln, damit es sich auch ohne Schritt-für-Schritt-Anleitungen unter den unterschiedlichsten Umständen erfolgreich einsetzen lässt. 3.1 Besitzer In diesem Abschnitt wird das Konzept von Backup-Plan-/Task-Besitzern und Archiv-Besitzern erklärt. Plan- oder Task-Besitzer Ein lokaler Backup-Plan-Besitzer ist derjenige Benutzer, der den Plan erstellt oder als letzter verändert hat. Der Besitzer eines zentralen Backup-Plans ist derjenige Management Server-Administrator, der den zentralen Backup-Plan erstellt oder als letzter modifiziert hat. Tasks, die Bestandteil eines Backup-Plans sind (entweder lokal oder zentral), gehören einem Backup-Plan-Besitzer. Tasks, die kein Bestandteil eines Backup-Plans sind (wie z.b. Recovery-Tasks), gehören dem Benutzer, der den Task erstellt oder als letzter modifiziert hat. Einen Plan (Task) verwalten, der einem anderen Benutzer gehört Ein Benutzer, der auf einer Maschine administrative Berechtigungen hat, kann die lokalen Backup-Pläne und Tasks eines jeden Benutzers, der im Betriebssystem registriert ist, verändern. Wenn ein Benutzer einen Plan oder Task, der einem anderen Benutzer gehört, zur Bearbeitung öffnet, werden alle in diesem Task gesetzten Passwörter gelöscht. Das verhindert ein Vorgehen verändere die Einstellungen, behalte Passwörter. Das Programm reagiert jedes Mal mit einer Warnung, wenn Sie versuchen, einen Plan (Task) zu editieren, den zuletzt ein anderer Benutzer modifiziert hat. Wenn Sie die Warnung sehen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Klicken Sie auf Abbrechen und erstellen Sie einen eigenen Plan oder Task. Der ursprüngliche Task bleibt dabei intakt. Fahren Sie mit dem Editieren fort. In dem Fall müssen Sie alle zur Ausführung des Plans oder Tasks benötigten Anmeldedaten eingeben. Archiv-Besitzer Ein Archiv-Besitzer ist der Benutzer, der das Archiv am Zielort gespeichert hat. Präziser gesagt ist es derjenige Anwender, dessen Konto bei Erstellung des Backup-Plans im Schritt Backup-Ziel festlegen angegeben wurde. Standardmäßig werden die Anmeldedaten des Backup-Plans verwendet. 3.2 In Backup-Plänen und Tasks verwendete Anmeldedaten Dieser Abschnitt erläutert das Konzept von Zugriffsanmeldedaten, Anmeldedaten für Backup-Pläne und Anmeldedaten für Tasks. 35 Copyright Acronis International GmbH,

36 Zugriffsanmeldedaten Sie müssen beim Durchsuchen von Backup-Speicherorten, der Einrichtung von Backups oder der Erstellung von Recovery-Tasks möglicherweise Anmeldedaten bereitstellen, um auf unterschiedliche Ressourcen zugreifen zu können. Ressourcen wie die Daten, die Sie per Backup sichern wollen oder den Speicherort, wo die Backups gespeichert sind (oder gespeichert werden sollen). Falls die Option Anmeldedaten zwischenspeichern (S. 32) aktiviert ist (standardmäßig aktiviert), werden die von Ihnen während einer Konsolensitzung bereitgestellten Anmeldedaten zur Verwendung in späteren Sitzungen gespeichert. Sie müssen die Anmeldedaten daher beim nächsten Mal nicht erneut eingeben. Die Anmeldedaten werden für jeden Besitzer, der die Konsole auf der Maschine verwendet, unabhängig zwischengespeichert. Anmeldedaten des Backup-Plans Jeder Backup-Plan, der auf einer Maschine läuft, läuft im Namen eines bestimmten Benutzers. In Windows: Der Plan läuft standardmäßig unter dem Konto des Agenten-Dienstes (Agent Service), sofern er durch einen Benutzer erstellt wurde, der auf der Maschine administrative Berechtigungen hat. Falls er durch einen normalen Benutzer erstellt wurde, etwa einem Mitglied der Gruppe Benutzer, dann läuft der Plan unter dem Konto dieses Benutzers. Sie werden bei Erstellung eines Backup-Plans nur in bestimmten Fällen nach Anmeldedaten gefragt. Beispielsweise: Sie planen Backups als ein normaler Benutzer und haben bei Verbindung der Konsole mit der Maschine keine Anmeldedaten eingegeben. Dies kann der Fall sein, wenn Sie eine Standalone-Produktedition verwenden oder die Konsole durch Anklicken des Befehls Diese Maschine verwalten verbunden haben. Sie sichern einen Microsoft Exchange-Cluster per Backup zu einem Storage Node. Die Anmeldedaten explizit spezifizieren Sie haben die Möglichkeit, explizit ein bestimmtes Benutzerkonto zu spezifizieren, unter dem der Backup-Plan ausgeführt wird. So gehen Sie auf der Seite zur Backup-Plan-Erstellung vor: 1. Klicken Sie im Bereich Plan-Parameter auf Anmeldedaten des Plans, Kommentare, Bezeichnung anzeigen. 2. Klicken Sie auf Anmeldedaten des Plans. 3. Geben Sie die Anmeldedaten ein, unter denen der Plan laufen soll. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. In Linux: Sie müssen keine Anmeldedaten für Backup-Pläne spezifizieren. Unter Linux laufen Backup-Pläne immer unter dem Benutzerkonto 'root'. Anmeldedaten für den Task Wie ein Backup-Plan läuft auch jeder Task im Namen eines bestimmten Benutzers. 36 Copyright Acronis International GmbH,

37 In Windows: Beim Erstellen eines Tasks haben Sie die Möglichkeit, explizit ein Konto anzugeben, unter dem der Task laufen wird. Ihre Wahl hängt davon ab, ob die Ausführung des Tasks manuell oder zeit- bzw. ereignisgesteuert erfolgen soll. Manueller Start Jedes Mal, wenn Sie einen Task manuell starten, wird er mit den Anmeldedaten ausgeführt, mit denen Sie zu der Zeit am System angemeldet sind. Außerdem kann der Task auch von jeder Person, die auf der Maschine über administrative Rechte verfügt, gestartet werden. Der Task wird dann unter den Anmeldedaten dieser Person ausgeführt. Für den Fall, dass Sie die Anmeldedaten für einen Task explizit spezifizieren, wird er auch immer mit genau diesen ausgeführt, unabhängig davon, welcher Anwender den Task dann tatsächlich startet. Zeit-/ereignisgesteuerter oder verschobener Start Anmeldedaten für den Task sind zwingend. Sie können die Task-Erstellung nicht abschließen, bevor Sie die Anmeldedaten für den Task spezifiziert haben. Anmeldedaten für den Task werden auf der Seite zur Task-Erstellung in ähnlicher Weise wie die Anmeldedaten für den Plan spezifiziert. In Linux: Sie müsse keine Anmeldedaten für Tasks spezifizieren. Unter Linux laufen Tasks immer unter dem Benutzerkonto 'root'. 3.3 Benutzerberechtigungen auf einer verwalteten Maschine Windows Der Umfang an Rechten, den ein Benutzer bei Verwaltung einer unter Windows laufenden Maschine hat, hängt von seinen allgemeinen Benutzerberechtigungen auf der jeweiligen Maschine ab. Normale Benutzer Ein normaler Benutzer, wie es etwa ein Mitglied der Gruppe 'Benutzer' ist, verfügt über folgende Verwaltungsrechte: Durchführung von Backup und Wiederherstellung auf Datei-Ebene, mit Dateien, auf die der Benutzer Zugriffsrechte hat jedoch ohne Nutzung von Backup-Snapshots auf Datei-Ebene (S. 127). Backup-Pläne und Tasks erstellen und diese verwalten Die Backup-Pläne und Tasks anderer Nutzer können eingesehen, jedoch nicht verwaltet werden. Einsicht in die lokale Ereignisanzeige Sicherungs-Operatoren Ein Benutzer, der Mitglied der Gruppe 'Sicherungs-Operatoren' ist, hat folgendes Verwaltungsrecht: Backup und Wiederherstellung der kompletten Maschine oder von beliebigen Daten auf der Maschine, mit oder ohne Laufwerk-Snapshot Die Verwendung eines Hardware Snapshot Providers kann immer noch administrative Berechtigungen erfordern. 37 Copyright Acronis International GmbH,

38 Administratoren Ein Benutzer, der Mitglied der Gruppe 'Administratoren' ist, hat folgendes Verwaltungsrecht: Backup-Pläne und Tasks, die anderen Benutzern auf der Maschine gehören, einsehen und verwalten. Linux Bei Verwaltung einer unter Linux laufenden Maschine hat oder erhält der Benutzer root-berechtigungen und kann daher: beliebige Daten oder die komplette Maschine sichern und wiederherstellen, mit voller Kontrolle über alle Aktionen des Acronis Backup & Recovery 11.5-Agenten und der Log-Dateien auf der Maschine. lokale Backup-Pläne und Tasks verwalten, die jedem beliebigen im Betriebssystem registrierten Anwender gehören. Zur Vermeidung eines routinemäßigen Einloggens in das System als 'root' kann sich der Benutzer 'root' mit seinen gewöhnlichen Benutzer-Anmeldedaten einloggen und dann den Benutzer bei Bedarf wechseln. 3.4 Liste der Acronis Services (Dienste) Acronis Backup & Recovery 11.5 erstellt während der Installation mehrere Dienste. Hauptdienste präsentieren die Hauptkomponenten von Acronis Backup & Recovery 11.5: der Agent, der Management Server, der Storage Node. Hilfsdienste ermöglichen bestimmte Funktionen der Hauptkomponenten. Allgemeine Dienste unterstützten mehrere Komponenten von Acronis Backup & Recovery 11.5 und andere Acronis-Produkte. Die Dienste von Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten Ein Hauptdienst kann unter einem dedizierten Konto laufen oder einem von Ihnen spezifizierten Konto (während der Installation). Beiden Konton werden Berechtigungen gegeben, die erforderlich sind, damit der Dienst arbeiten kann. Diese Berechtigungen beinhalten eine Zusammenstellung von Benutzerrechten, Mitgliedschaft in Sicherheitsgruppen und die Erlaubnis zum Vollzugriff auf bestimmte Registry-Einträge in folgendem Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Acronis. Es werden keine weiteren Berechtigungen für andere Registry-Schlüssel gewährt. Die folgende Tabelle listet die Dienste von Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten und die Berechtigungen für ihre Konten auf. 38 Copyright Acronis International GmbH,

39 Name des Dienstes Zweck Vom Dienst verwendetes Konto Die Dienste von Acronis Backup & Recovery 11.5-Agenten Acronis Managed Machine Service (Hauptdienst) Acronis VSS Provider (Hilfsdienst; nur für den Agenten für Windows in einem Windows Server -Betriebssystem erstellt) Acronis Removable Storage Management Service (Hilfsdienst) Backup und Recovery von Daten auf der Maschine Verwendung eines Volume Shadow Copy (VSS) Providers (S.142) (Volumenschattenkopie-Anbieter), der mit Acronis Backup & Recovery 11.5 ausgeliefert wird. Verwaltung lokal angeschlossener Bandgeräte. Kann außerdem durch den Storage Node Service verwendet werden. Acronis Agent User (neues Konto) oder benutzerspezifiziertes Konto Lokales System Lokales System Dem Konto hinzugefügte Berechtigungen Benutzerrechte Als Dienst anmelden Anpassen von Speicherkontingenten für einen Prozess Ersetzen eines Token auf Prozessebene Dienste für den Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server Acronis Management Server Service (Hauptdienst) SQL Server (ACRONIS) (Hilfsdienst; nur erstellt, falls ein neuer SQL-Server installiert wird) Zentrale Verwaltung von Backup-Aktionen auf mehreren Maschinen Ausführung eines Microsoft SQL Server, der optional mit dem Management Server installiert wird AMS User (neues Konto) oder benutzerspezifiziertes Konto Lokales System Gruppenmitgliedschaft Sicherungs -Operatoren (für jedes Konto) Administratoren (nur für ein neues Konto) Verändern der Firmwareumgebungsvariablen Keine zusätzlichen Berechtigungen Als Dienst anmelden Berechtigungen für Registry-Schlüssel BackupAndRecovery Verschlüsselung Global MMS Keine zusätzlichen Berechtigungen Acronis Centralized Admins AMS Keine zusätzlichen Berechtigungen BackupAndRecovery 39 Copyright Acronis International GmbH,

40 Name des Dienstes Acronis Web Server Service (Hilfsdienst) Zweck Hosting der Management Server-Webseite Vom Dienst verwendetes Konto Dem Konto hinzugefügte Berechtigungen Benutzerrechte Gruppenmitgliedschaft Gleich wie beim Acronis Management Server Service Berechtigungen für Registry-Schlüssel Dienste für den Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node Acronis Storage Node Service (Hauptdienst) Verwaltung und Deduplizierung von Backup-Archiven, Aufrechterhaltung des zentralen Datenkatalogs. ASN User (neues Konto) oder benutzerspezifiziertes Konto Als Dienst anmelden Sicherungs-Oper atoren (für jedes Konto) Administratoren (nur für ein neues Konto) ASN BackupAndRecovery Verschlüsselung Acronis Removable Storage Management Service (Hilfsdienst) Verwaltung lokal angeschlossener Bandgeräte. Kann außerdem durch den Managed Machine Service verwendet werden. Lokales System Keine zusätzlichen Berechtigungen Allgemeine Dienste (Common Services) Folgende Dienste können von mehreren Komponenten von Acronis Backup & Recovery 11.5 sowie von anderen Acronis-Produkten verwendet werden. Diese Dienste laufen immer unter einem Systemkonto. Dem Konto werden keine zusätzlichen Berechtigungen gegeben. Name des Dienstes Zweck Vom Dienst verwendetes Konto Dienste für den Acronis PXE Server Acronis PXE Server Service Acronis File Server Service Machinen mit bootfähigen Komponenten (Acronis Bootable Components) über das Netzwerk booten Bootfähige Komponenten für den Acronis PXE Server bereitstellen Lokales System Lokales System Remote-Zugriff und Planungsdienste (Scheduling Services) Acronis Remote Agent Service Acronis Scheduler2 Service Stellt die Verbindungsmöglichkeit zwischen Acronis-Komponenten bereit. Ermöglicht die Planung von durch Acronis-Komponenten durchgeführte Tasks. Lokales System (Windows Vista und später) oder NetworkService (früher als Windows Vista) Lokales System 40 Copyright Acronis International GmbH,

41 Abhängigkeiten von anderen Diensten Die Hauptdienste hängen vom Acronis Scheduler2 Service sowie folgenden Windows-Standarddiensten ab: Remoteprozeduraufruf (RPC) und Geschützter Speicher. Der Acronis Managed Machine Service und der Acronis Storage Node Service hängen außerdem vom Standarddienst Windows-Verwaltungsinstrumentation ab. Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Liste der Abhängigkeiten für einen Dienst einzusehen: 1. Klicken Sie im Snap-in Dienste doppelt auf den Namen des Dienstes. 2. Betrachten Sie in der Registerkarte Abhängigkeiten das Feld Dieser Dienst ist von diesen Systemkomponenten abhängig. 3.5 Vollständige, inkrementelle und differentielle Backups Acronis Backup & Recovery 11.5 ermöglicht Ihnen, gängige Backup-Schemata (z.b. Großvater-Vater-Sohn oder Türme von Hanoi ) wie auch selbst erstellte Schemata zu verwenden. Alle Backup-Schemata basieren auf vollständigen, inkrementellen und differentiellen Backup-Methoden. Genau genommen kennzeichnet der Begriff Schemata den Algorithmus zur Anwendung dieser Methoden plus dem Algorithmus zur Backup-Bereinigung. Backup-Methoden miteinander zu vergleichen macht nicht viel Sinn, da die Methoden als Team in einem Backup-Schema arbeiten. Jede Methode sollte abhängig von ihren Vorteilen ihre spezifische Rolle spielen. Ein sachgerechtes Backup-Schema profitiert von den Vorteilen und vermindert die Unzulänglichkeiten aller Backup-Methoden. So erleichtert z.b. ein wöchentliches differentielles Backup eine Archiv-Bereinigung, da es zusammen mit einem wöchentlichen Set täglicher, von ihm abhängender inkrementeller Backups mühelos gelöscht werden kann. Mit vollständigen, inkrementellen oder differentiellen Backup-Methoden durchgeführte Sicherungen resultieren in Backups (S. 485) des jeweils entsprechenden Typs. Voll-Backup Ein vollständiges Backup speichert alle für ein Backup ausgewählten Daten. Ein Voll-Backup liegt jedem Archiv zugrunde und bildet die Basis für inkrementelle und differentielle Backups. Ein Archiv kann mehrere Voll-Backups enthalten oder nur aus Voll-Backups bestehen. Ein Voll-Backup ist autark Sie benötigen also keinen Zugriff auf irgendein anderes Backup, um Daten aus diesem Voll-Backup wiederherzustellen. Es ist weitgehend akzeptiert, dass ein Voll-Backup bei der Erstellung am langsamsten, aber bei der Wiederherstellung am schnellsten ist. Eine Wiederherstellung aus einem inkrementellen Backup ist dank Acronis-Technologien jedoch nicht langsamer als aus einem vollständigen Backup. Ein Voll-Backup ist am nützlichsten, wenn: Sie ein System auf seinen Ausgangszustand zurückbringen wollen dieser Ausgangszustand sich nicht häufig ändert, so dass es keine Notwendigkeit für reguläre Backups gibt. Beispiel: Ein Internet-Cafe, eine Schule oder ein Universitätslabor, wo der Administrator durch Studenten oder Gäste bewirkte Änderungen rückgängig macht, aber nur selten das Referenz-Backup aktualisiert (tatsächlich nur nach Installation neuer Software). In diesem Fall ist der Backup-Zeitpunkt nicht entscheidend, während die zur Wiederherstellung aus dem Voll-Backup benötigte Zeit minimal 41 Copyright Acronis International GmbH,

42 ist. Zur Erreichung einer zusätzlichen Ausfallsicherheit kann der Administrator mehrere Kopien des Voll-Backups haben. Inkrementelles Backup Ein inkrementelles Backup speichert die Veränderungen der Daten in Bezug auf das letzte Backup. Sie benötigen Zugriff auf die anderen Backups des gleichen Archivs, um Daten aus einem inkrementellen Backup wiederherzustellen. Ein inkrementelles Backup ist am nützlichsten, wenn: es möglich sein muss, die Daten zu jedem der multiplen, gespeicherten Zustände zurückzusetzen. die Veränderung der Daten im Vergleich zur Gesamtdatenmenge klein ist. Es ist weitgehend akzeptiert, dass inkrementelle Backups weniger zuverlässig als Voll-Backups sind, da bei Beschädigung eines Backups innerhalb der Kette auch die nachfolgenden nicht mehr verwendet werden können. Dennoch ist das Speichern mehrerer Voll-Backups keine Option, wenn Sie multiple frühere Versionen Ihrer Daten benötigen, da die Verlässlichkeit eines übergroßen Archivs noch fragwürdiger ist. Beispiel: Das Backup eines Datenbank-Transaktions-Logs. Differentielles Backup Ein differentielles Backup speichert Änderungen an den Daten im Vergleich zum letzten Voll-Backup. Sie benötigen den Zugriff auf das entsprechende Voll-Backup, um die Daten aus einem differentiellen Backup wiederherzustellen. Ein differentielles Backup ist am nützlichsten, wenn: Sie daran interessiert sind, nur den neusten Datenzustand zu speichern. die Veränderung der Daten im Vergleich zur Gesamtdatenmenge klein ist. Die typische Schlussfolgerung ist: Differentielle Backups sind langsamer bei Erstellung, aber schneller bei Wiederherstellung, während inkrementelle schneller zu erstellen, aber langsamer wiederherzustellen sind. Tatsächlich gibt es keinen physikalischen Unterschied zwischen einem an ein Voll-Backup angefügten, inkrementellen Backup und einem differentiellen Backup, welches demselben Voll-Backup zum gleichen Zeitpunkt angehängt wird. Der weiter oben erwähnte Unterschied setzt die Erstellung eines differentiellen Backups nach (oder statt) Erstellung multipler differentieller Backups voraus. Ein nach Defragmentierung einer Festplatte erstelltes inkrementelles oder differentielles Backup kann beträchtlich größer als üblich sein, weil die Defragmentierung die Speicherposition von Dateien auf der Platte verändert und die Backups genau diese Veränderungen reflektieren. Es wird daher empfohlen, dass Sie nach einer Festplatten-Defragmentierung erneut ein Voll-Backup erstellen. Die nachfolgende Tabelle fasst die allgemein bekannten Vorteile und Schwächen jedes Backup-Typs zusammen. Unter realen Bedingungen hängen diese Parameter von zahlreichen Faktoren ab, wie Menge, Größe und Muster der Datenveränderungen, Art der Daten, den physikalischen Spezifikationen der Geräte, den von Ihnen eingestellten Backup- bzw. Recovery-Optionen und einigen mehr. Praxis ist der beste Leitfaden für die Wahl des optimalen Backup-Schemas. Parameter Voll-Backup Differentielles Backup Inkrementelles Backup Speicherplatz Maximal Medium Minimal Erstellungszeit Maximal Medium Minimal Wiederherstellungszeit Minimal Medium Maximal 42 Copyright Acronis International GmbH,

43 3.6 Was speichert das Backup eines Laufwerks oder Volumes? Ein Laufwerk- bzw. Volume-Backup speichert das Dateisystem des entsprechenden Laufwerks bzw. Volumes 'als Ganzes'. Dabei werden auch alle zum Booten des Betriebssystems erforderlichen Informationen eingeschlossen. Aus solchen Backups können Laufwerke oder Volumes komplett wiederhergestellt werden aber auch einzelne Dateien oder Ordner. Windows Linux Ein Volume-Backup speichert alle Dateien und Ordner des gewählten Volumes, unabhängig von ihren Attributen (inkl. versteckter oder System-Dateien), den Boot-Record, die FAT (File Allocation Table) und sofern vorhanden auch das Stammverzeichnis (Root) und die Spur Null (Track Zero), inkl. Master Boot Record (MBR). Ein Laufwerk-Backup speichert alle Volumes des betreffenden Laufwerks (inkl. versteckter Volumes wie Wartungs-Volumes von Herstellern) und die Spur Null (Track Zero) mit dem Master Boot Record (MBR). Folgende Elemente sind in einem Laufwerk- oder Volume-Backup nicht enthalten (und genauso wenig in einem Backup auf Dateiebene): Die Auslagerungsdatei (pagefile.sys) und die Datei, die ein Abbild des Hauptspeichers ist, wenn der Computer in den Ruhezustand wechselt (hiberfil.sys). Nach einer Wiederherstellung werden die Dateien an passender Position mit einer Größe von Null erneut erzeugt. Windows Schattenspeicher (Shadow Storage). Der auf diesen verweisende Pfad wird über den Registry-Wert VSS Default Provider bestimmt, der im Registry-Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\BackupRestore\FilesNotToBa ckup gefunden werden kann. Das bedeutet, dass bei Betriebssystemen beginnend mit Windows Vista keine Systemwiederherstellungspunkte von Windows per Backup gesichert werden. Ein Volume-Backup speichert alle Dateien und Verzeichnisse des gewählten Laufwerkes (unabhängig von ihren Attributen), einen Boot-Record und den Dateisystem-Super-Block. Ein Laufwerk-Backup speichert alle Volumes des Laufwerks, inkl. der Spur Null (Track Zero) mit dem 'Master Boot Record' (MBR). Bei aktivierter 'Sektor-für-Sektor'-Option (Raw-Modus) werden alle Sektoren des Laufwerks im Laufwerk-Backup gespeichert. Das Sektor-für-Sektor-Backup kann verwendet werden, um Laufwerke mit nicht erkannten oder nicht unterstützten Dateisystemen sowie anderen proprietären Datenformaten zu sichern. 3.7 Über dynamische und logische Volumes Backup und Recovery von dynamischen Volumes (Windows) Dieser Abschnitt erläutert in Kürze Backup und Wiederherstellung dynamischer Volumes (S. 491) durch Acronis Backup & Recovery Ein dynamisches Volume ist ein Volume, das sich auf einem dynamischen Laufwerk (S. 490) oder genauer auf einer Laufwerksgruppe (S. 488) befindet. Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützt die folgenden dynamischen Laufwerkstypen/RAID-Level: 43 Copyright Acronis International GmbH,

44 Einfach/Übergreifend Stripeset (RAID 0) Gespiegelt (RAID 1) eine Stripeset-Spiegelung (RAID 0+1) RAID -5. Dynamische Volumes werden gesichert Dynamische Volumes werden auf gleiche Weise wie Volumes vom Typ 'Basis' gesichert. Beim Erstellen eines Backup-Plans über die Benutzeroberfläche stehen all diese Laufwerkstypen als Backup-Objekte zur Auswahl. Wenn Sie die Befehlszeileneingabe verwenden, so spezifizieren Sie dynamische Volumes mit dem Präfix 'DYN'. Befehlszeilen-Beispiele acrocmd backup disk --volume=dyn1,dyn2 --loc=\\srv1\backups --credentials=netuser1,pass1 --arc=dyn1_2_arc Dies erstellt ein Backup der Volumes DYN1 und DYN2 in einen freigegebenen Netzwerkordner. acrocmd backup disk --volume=dyn --loc=\\srv1\backups --credentials=netuser1,pass1 --arc=alldyn_arc Dies erstellt ein Backup aller dynamischen Volumes der lokalen Maschine zu einem freigegebenen Netzwerkordner. Dynamische Volumes werden wiederhergestellt Ein dynamisches Volume kann wiederhergestellt werden: Über jeden existierenden Volume-Typ. Auf dem 'nicht zugeordneten' Speicherplatz einer Laufwerksgruppe. Auf dem 'nicht zugeordneten' Speicherplatz eines Basis-Laufwerks. Auf einem noch nicht initialisierten Laufwerk. Recovery über ein existierendes Laufwerk Wenn ein dynamisches Laufwerk über ein existierendes Laufwerk ('Basis' oder 'dynamisch) wiederhergestellt wird, so werden die Daten des Ziellaufwerks mit dem Inhalt des Backups überschrieben. Der Typ des Ziellaufwerkes (Basis, einfach/übergreifend, Stripeset, gespiegelt, RAID 0+1, RAID -5) wird nicht verändert. Die Größe des Ziellaufwerkes muss ausreichend sein, um den Inhalt des Backups aufnehmen zu können. Recovery zu nicht zugeordneten Speicherplatz einer Laufwerksgruppe Wenn Sie ein dynamisches Volume zu dem 'nicht zugeordneten' Speicherplatz einer Laufwerksgruppe wiederherstellen, bewahrt die Software den Typ und die Größe des ursprünglichen Volumes. Sollte die Laufwerksgruppenkonfiguration den ursprünglichen Volume-Typ nicht erlauben, dann wird das Volume mit dem Typ 'Einfach' (Simple) oder 'Übergreifend' (Spanned) wiederhergestellt. Falls das Volume auf den 'nicht zugeordneten' Speicherplatz nicht passen sollte, dann erfolgt eine Größenanpassung des Volumes durch Verkleinerung seines freien Speicherplatzes. Beispiele für Szenarien, in denen die Laufwerksgruppenkonfiguration den ursprünglichen Typ des Volumes nicht erlaubt Beispiel 1. Die Gruppe enthält weniger Laufwerke als für das dynamische Volume erforderlich sind. Angenommen, Sie sind dabei, ein auf 3 Laufwerken liegendes RAID-5-Volume mit 80 GB auf eine Laufwerksgruppe wiederherzustellen, die aus zwei Laufwerken besteht. Die Gesamtgröße 44 Copyright Acronis International GmbH,

45 des 'nicht zugeordneten' Speicherplatzes beträgt 100 GB: 40 GB auf dem ersten Laufwerk und 60 GB auf dem zweiten. Das RAID-5-Volume wird als übergreifendes Volume (Spanned) über zwei Laufwerke wiederhergestellt. Beispiel 2. Die Verteilung des 'nicht zugeordneten' Speicherplatzes erlaubt keine Wiederherstellung von dynamischen Volumes eines bestimmten Typs. Angenommen, Sie wollen ein 30 GB-Stripeset-Volume auf eine Laufwerksgruppe wiederherstellen, die aus zwei Laufwerken besteht. Die Gesamtgröße des 'nicht zugeordneten' Speicherplatzes beträgt 50 GB: 10 GB auf dem ersten Laufwerk und 40 GB auf dem zweiten. Das Stripeset-Volume wird mit dem Typ 'Einfach' (Simple) auf dem zweiten Laufwerk wiederhergestellt. Recovery auf ein noch nicht initialisiertes Laufwerk In diesem Fall wird das Ziellaufwerk automatisch mit dem Partitionsschema MBR initialisiert. Die dynamischen Volumes werden als Volumes vom Typ 'Basis' wiederherstellt. Falls die Volumes auf den 'nicht zugeordneten' Speicherplatz nicht passen sollten, wird ihre Größe proportional angepasst (durch Verringerung ihres freien Speicherplatzes). Die untere Tabelle demonstriert die resultierenden Volume-Typen, abhängig von Backup-Quelle und Recovery-Ziel. Backup (Quelle): Wiederhergestellt zu: Dynamisches Volume Basis-Volume Dynamisches Volume Nicht zugeordneter Speicherplatz (Laufwerksgruppe) Basis-Volume oder 'nicht zugeordneter' Speicherplatz auf einem Basis-Laufwerk Dynamisches Volume Typ wie der des Ziels Dynamisches Volume Typ wie der des Ziels Basis-Volume Dynamisches Volume Typ wie der des Ziels Dynamisches Volume Einfach Basis-Volume Laufwerke während einer Wiederherstellung verschieben und in der Größe anpassen Sie können das resultierende Basis-Volume während der Wiederherstellung manuell in der Größe anpassen oder seine Position auf dem Laufwerk ändern. Ein resultierendes dynamisches Volume kann nicht manuell verschoben oder in seiner Größe angepasst werden. Datenträgergruppen und Laufwerke vorbereiten Vor Wiederherstellung eines dynamischen Volumes auf ein fabrikneues System sollten Sie auf der Ziel-Hardware eine Laufwerksgruppe erstellen. Möglicherweise müssen Sie auch verfügbaren, nicht zugeordneten Speicherplatz auf einer existierenden Laufwerksgruppe erstellen oder vergrößern. Dies kann durch Löschen von Laufwerken oder Konvertieren von Basis- zu dynamischen Datenträgern umgesetzt werden. Möglicherweise wollen Sie den Typ des Ziel-Volumes ändern (Basis, einfach/übergreifend, Stripeset, gespiegelt, RAID 0+1, RAID 5). Dies kann durch Löschen des Ziellaufwerks und Erstellung eines neuen Laufwerks auf dem resultierenden 'nicht zugeordneten' Speicherplatz durchgeführt werden. Acronis Backup & Recovery 11.5 enthält ein nützliches Disk Management Utility, welches Ihnen die Durchführung der oberen Aktionen ermöglicht (unter einem Betriebssystem oder direkt auf einem fabrikneuen System). Zu weiteren Informationen über Acronis Disk Director Lite siehe den Abschnitt Laufwerksverwaltung (S. 300). 45 Copyright Acronis International GmbH,

46 3.7.2 Backup und Recovery von logischen Volumes und MD-Geräten (Linux) Dieser Abschnitt erläutert, wie Sie Volumes, die durch den 'Logical Volume Manager' (LVM) von Linux verwaltet werden (logische Volumes genannt), sowie Multiple-Disk- bzw. MD-Geräte (Linux Software-RAID genannt) per Backup sichern und wiederherstellen können. Um mehr über LVM zu erfahren, besuchen Sie die (englischsprachigen) Webseiten oder Backup von logischen Volumes Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Linux kann auf logische Volumes zugreifen, sie sichern und wiederherstellen, wenn er unter Linux (ab Kernel 2.6 ) oder einem Linux-basierten Boot-Medium ausgeführt wird. Backup Logische Volumes erscheinen in der Benutzeroberfläche von Acronis Backup & Recovery 11.5 unter Dynamische Volumes am Ende der Liste aller zum Backup verfügbarer Volumes. Wenn Sie ein logisches Volume zum Backup auswählen, dann wird zusammen mit seinem Inhalt auch die Volume-Struktur gesichert. Diese Struktur kann automatisch neu erstellt werden, wenn Sie ein solches Volume unter einem Linux-basierten bootfähigen Medium wiederherstellen. Um alle verfügbaren Laufwerke zu sichern, spezifizieren Sie alle logischen Volumes sowie alle unabhängigen Basis-Volumes (die nicht zu den logischen Volumes gehören). Das ist die vorgegebene Auswahl, wenn Sie die Seite Backup-Plan erstellen öffnen. In logischen Volumes enthaltene Basis-Volumes werden innerhalb der Liste mit der Kennzeichnung Kein in der Spalte Dateisystem angezeigt. Wenn Sie solche Volumes auswählen, sichert das Programm diese per Sektor-für-Sektor-Backup. Normalerweise ist dies nicht erforderlich. Recovery Bei der Wiederherstellung logischer Volumes haben Sie zwei Optionen: Nur Volume-Inhalt wiederherstellen. Der Typ oder andere Eigenschaften des Ziel-Volumes werden nicht geändert. Diese Option ist sowohl im Betriebssystem wie auch unter einem bootfähigen Medium verfügbar. Diese Option ist in folgenden Fällen nützlich: Wenn auf dem Volume einige Daten verloren gegangen sind, aber keine Laufwerke ersetzt wurden. Wenn Sie ein logisches Volume über ein Laufwerk bzw. Volume vom Typ 'Basis' wiederherstellen. Sie können in diesem Fall die Größe des resultierenden Volumes anpassen. Ein System, bei dem das Backup eines logischen Volumes auf einem Basis-Laufwerk wiederhergestellt wurde, ist nicht bootfähig, da sein Kernel versucht, das Root-Dateisystem beim logischen Volume zu mounten. Um das System zu booten, ändern Sie die Loader-Konfiguration und '/etc/fstab' (so dass LVM nicht verwendet wird) und reaktivieren Sie Ihren Boot-Loader (S. 177). Wenn Sie eine Basis-Volume oder logisches Volume zu einem bereits existierenden Volume wiederherstellen. 46 Copyright Acronis International GmbH,

47 Falls sich das Boot-Volume (/boot) auf einem Basis-Volume befand, empfehlen wir, es auch auf einem Basis-Volume wiederherzustellen und das sogar dann, wenn Ihr Boot-Loader das Booten von logischen Volumes unterstützt. Die Struktur logischer Volumes und gleichzeitig ihre Inhalte wiederherstellen. Das ist der Fall, wenn Sie auf fabrikneue Geräte wiederherstellen oder auf eine Maschine mit anderer Volume-Struktur. Die Struktur logischer Volumes kann automatisch zum Zeitpunkt einer Recovery-Aktion erstellt werden (S. 49). Diese Option ist nur verfügbar, wenn Sie unter einem Boot-Medium arbeiten. Zu weiteren Informationen über die Wiederherstellung logischer Volumes siehe Wiederherstellung von MD-Gerдten und logischen Volumes (S. 48) Backup von MD-Geräten MD-Geräte (auch bekannt als Linux-Software-RAID) kombinieren mehrere Volumes und erstellen 'Solid Block Devices' (/dev/md0, /dev/md1,..., /dev/md31). Die Informationen über MD-Geräte werden in /etc/raidtab oder in speziellen Bereichen dieser Volumes gespeichert. Sie können aktive (gemountete) MD-Geräte auf dieselbe Art wie logische Volumes per Backup sichern. Die MD-Geräte erscheinen am Ende der für Backups verfügbaren Volume-Liste. Wenn Sie ein MD-Gerät zum Backup auswählen, dann wird zusammen mit seinem Inhalt auch die Struktur des MD-Gerätes gesichert. Wenn ein MD-Gerät gemountet ist, macht es keinen Sinn, die im MD-Gerät enthaltenen Volumes per Backup zu sichern, weil es nämlich nicht möglich ist, diese auch wiederherzustellen. Wenn Sie ein MD-Gerät unter einem bootfähigen Medium wiederherstellen, kann die Struktur des MD-Gerätes automatisch neu erstellt werden. Zu weiteren Informationen über die Wiederherstellung von MD-Geräten unter bootfähigen Medien siehe MD-Gerдte und logische Volumes wiederherstellen (S. 48). Zu weiteren Informationen über die Erstellung von MD-Geräten bei Recovery-Aktionen unter Linux siehe MD-Gerдte fьr eine Wiederherstellung zusammenstellen (Linux) (S. 47) Backup von Hardware-RAID-Arrays (Linux) Hardware-RAID-Arrays unter Linux kombinieren mehrere physikalische Laufwerke, um ein als Einheit partitionierbares Laufwerk zu erstellen. Die spezielle, auf ein Hardware-RAID-Array bezogene Datei befindet sich üblicherweise unter /dev/ataraid. Sie können Hardware-RAID-Arrays auf dieselbe Art wie gewöhnliche Festplatten per Backup sichern. Physikalische Laufwerke, die Teil eines Hardware-RAID-Arrays sind, können neben anderen Laufwerken so aufgelistet sein, als ob sie eine beschädigte oder überhaupt keine Partitionstabelle haben würden. Solche Laufwerke per Backup zu sichern macht keinen Sinn, wie es auch nicht möglich ist, sie wiederherzustellen MD-Geräte für eine Wiederherstellung zusammenstellen (Linux) Wenn Sie in Linux eine Wiederherstellung von einem Laufwerk-Backup auf ein existierendes MD-Gerät (auch Linux Software-RAID genannt) durchführen, dann stellen Sie sicher, dass dieses Gerät zusammengestellt ist (zum Zeitpunkt der Wiederherstellung). 47 Copyright Acronis International GmbH,

48 Ist das Gerät nicht verfügbar, so holen Sie dies durch Verwendung des Utilities mdadm nach. Hier sind zwei Beispiele: Beispiel 1. Der folgende Befehl erstellt das Gerät /dev/md0, kombiniert aus den Volumes /dev/sdb1 und /dev/sdc1: mdadm --assemble /dev/md0 -ayes /dev/sdb1 /sdc1 Beispiel 2. Der folgende Befehl erstellt das Gerät /dev/md0, kombiniert aus den Disks /dev/sdb und /dev/sdc: mdadm --assemble /dev/md0 -ayes /dev/sdb /dev/sdc Orientieren Sie sich an den nachfolgenden Anleitungen, wenn für die Wiederherstellung ein Neustart der Maschine erforderlich ist (üblich, falls die wiederherzustellenden Volumes ein Boot-Volume enthält): Wenn alle Teile des MD-Gerätes Volumes sind (typischer Fall, so wie im ersten Beispiel), dann stellen Sie sicher, dass der Typ eines jeden Volumes (Partitionstyp oder System-ID genannt) vom Typ 'Linux raid automount' ist der Hexadezimal-Code dieses Volume- bzw. Partitionstypes ist 0xFD. Dies garantiert, dass das Gerät nach dem Neustart automatisch zusammengestellt wird. Verwenden Sie ein Partitionierungswerkzeug wie fdisk, um den Volume-Typ einzusehen oder zu verändern. Führen Sie anderenfalls (wie im zweiten Beispiel) die Recovery-Aktion von einem bootfähigen Medium aus. In diesem Fall ist auch kein Neustart erforderlich. Bei Verwendung bootfähiger Medien müssen Sie das MD-Gerät vermutlich manuell oder automatisch erstellen, wie unter MD-Gerдte und logische Volumes wiederherstellen (S. 48) beschrieben MD-Geräte und logische Volumes wiederherstellen Bei der Wiederherstellung von MD-Geräten und/oder per Logical Volume Manager erstellten Volumes (logische Volumes) wird angenommen, dass die entsprechende Volume-Struktur neu erstellt wird. Bei Linux-basierten bootfähigen Medien können Sie wählen, ob die Volume-Struktur automatisch wiederhergestellt werden soll (S. 49). Diese Funktionalität ist insbesondere zur Wiederherstellungen einer kompletten Maschine auf fabrikneue Hardware (Bare Metal Recovery) gedacht. Die Software sichert die komplette logische Volume-Struktur und erstellt diese neu und das sogar, wenn nicht alle MD-Geräte oder logischen Volumes gesichert oder wiederhergestellt wurden. Sie benötigen daher mindestens so viele Laufwerke, wie sie die ursprüngliche Volume-Struktur genutzt hat. Versuchen Sie in folgenden Fällen nicht, die Volume-Struktur automatisch neu zu erstellen: Die Maschine hat Daten, die bewahrt werden müssen. Die Software wird alle Daten auf denjenigen Laufwerken zerstören, die sie zum Neuerstellen der Volume-Struktur auswählt. Die Maschine hat weniger physikalische Laufwerke, als sie von der ursprünglichen Volume-Struktur genutzt wurden. Die Software wird mit der Neuerstellung der Volume-Struktur fehlschlagen. Das gilt selbst dann, wenn die Kapazität der physikalischen Laufwerke ausreicht, um alle wiederhergestellten Daten aufzunehmen. Das Backup enthält keine Volume-Strukturinformationen. Diese Informationen können bei Backups fehlen, die mit Acronis Backup & Recovery 10 erstellt wurden, weil das Speichern der Informationen dort optional war. 48 Copyright Acronis International GmbH,

49 In diesem Fall müssen Sie die Volume-Struktur manuell erstellen (S. 49) (vor der Wiederherstellung). Sie können dazu die Utilitys mdadm und lvm verwenden, entweder unter einem Linux-basierten Boot-Medium oder unter Linux selbst. Volume-Struktur automatisch erstellen Verwenden Sie die folgende Prozedur, um die logische Volume-Struktur auf einer Maschine automatisch neu zu erstellen. Achtung! Als Ergebnis der nachfolgenden Prozedur wird die aktuelle Volume-Struktur auf der Maschine durch die im Backup gespeicherte Struktur ersetzt. Damit werden die aktuell auf einigen bzw. allen Laufwerken der Maschine gespeicherten Daten gelöscht. Falls sich die Laufwerkskonfiguration geändert hat. Ein MD-Gerät oder ein logisches Volume befindet sich auf einem oder mehreren Laufwerk(en). Wenn Sie eines dieser Laufwerke zwischen Backup und Wiederherstellung ausgetauscht haben (oder falls Sie die Volumes zu einer anderen Maschine wiederherstellen), dann müssen Sie sicherstellen, dass die neue Laufwerkskonfiguration mindestens dieselbe Anzahl an Laufwerken beinhaltet wie die ursprüngliche Volume-Struktur. Die Kapazität der Laufwerke muss ausreichend sein, um alle wiederherzustellenden Daten aufnehmen zu können. So erstellen Sie die Volume-Struktur automatisch 1. Booten Sie die Maschine mit einem Linux-basierten bootfähigen Medium. 2. Klicken Sie auf Acronis Bootable Agent. Wählen Sie dann Management Konsole starten. 3. Klicken Sie in der Management Konsole auf den Befehl Recovery. Unter dem Inhalt des Archivs zeigt Acronis Backup & Recovery 11.5 eine Meldung an, dass Informationen über die Volume-Struktur gefunden wurden. 4. Klicken Sie in dem Bereich, in dem die Meldung erscheint, auf Details. 5. Überprüfen Sie die Volume-Struktur und klicken Sie dann auf RAID/LVM anwenden um sie zu erstellen. Volume-Struktur manuell erstellen Das Nachfolgende beschreibt eine allgemeine Prozedur und ein Beispiel für eine Wiederherstellung von MD-Geräten sowie logischen Volumes durch Verwendung eines Linux-basierten bootfähigen Mediums. Sie können ein ähnliches Verfahren unter Linux nutzen. So erstellen Sie die Volume-Struktur manuell 1. Booten Sie die Maschine mit einem Linux-basierten bootfähigen Medium. 2. Klicken Sie auf Acronis Backup & Recovery Wählen Sie dann Management Konsole starten. 3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Aktionen und dann Shell starten. Alternativ können Sie auch Strg+Alt+F2 drücken. 4. Falls erforderlich, können Sie die Struktur der im Archiv gespeicherten Volumes durch Verwendung des Werkzeugs acrocmd untersuchen. Sie können das Werkzeug außerdem auch dazu verwenden, eines oder mehrere dieser Volumes wie reguläre Volumes zu mounten (siehe #Backup-Volumes mounten# im weiteren Verlauf dieses Themas). 5. Erstellen Sie eine dem Archiv entsprechende Volume-Struktur durch Verwendung des Werkzeugs mdadm (für MD-Geräte), des Werkzeugs lvm (für logische Volumes) oder durch beide. Anmerkung: 'Logical Volume Manager'-Werkzeuge wie pvcreate und vgcreate, die üblicherweise unter Linux verfügbar sind, sind auf dem Boot-Medium nicht enthalten, so dass Sie das lvm-werkzeug mit einem 49 Copyright Acronis International GmbH,

50 korrespondierenden Befehl verwenden müssen. Beispielsweise: lvm pvcreate, lvm vgcreate und lvm lvcreate. 6. Falls Sie das Backup bereits zuvor durch Verwendung des acrocmd-werkzeugs gemountet haben, dann verwenden Sie das Utility erneut, um das Backup wieder zu trennen (siehe Backup-Volumes mounten im weiteren Verlauf dieses Themas). 7. Wechseln Sie durch Drücken der Tastenkombination Alt+F1 zurück zur Management Konsole. (Starten Sie die Maschine an dieser Stelle nicht neu. Ansonsten müssen Sie die Volume-Struktur erneut erstellen.) 8. Klicken Sie auf Recovery, spezifizieren Sie dann den Pfad zum Archiv sowie andere benötigte Parameter und klicken Sie dann OK. Anmerkung: Diese Prozedur funktioniert nicht, wenn Sie sich remote zum Acronis Backup & Recovery 11.5 Bootable Agent verbinden, weil in diesem Fall die Eingabeaufforderung nicht verfügbar ist. Beispiel Angenommen, Sie haben eine Maschine mit folgender Laufwerkskonfiguration über ein Laufwerk-basiertes Backup gesichert: Die Maschine hat zwei 1-Gigabyte und zwei 2-Gigabyte-SCSI-Laufwerke, die als /dev/sda, /dev/sdb, /dev/sdc beziehungsweise /dev/sdd angeschlossen sind. Die ersten und zweiten Laufwerkspaare sind als zwei MD-Geräte konfiguriert, beide in RAID-1-Konfiguration und angeschlossen als /dev/md0 bzw. /dev/md1. Ein logisches Volume basiert auf den beiden MD-Geräten und ist an /dev/my_volgroup/my_logvol gemountet. Das folgende Bild illustriert diese Konfiguration. Stellen Sie Daten von diesem Archiv wie folgt wieder her. Schritt 1: Erstellung der Volume-Struktur 1. Booten Sie die Maschine mit einem Linux-basierten bootfähigen Medium. 2. Drücken Sie Strg+Alt+F2 in der Management Konsole. 3. Führen Sie folgenden Befehle aus, um die MD-Geräte zu erstellen: mdadm --create /dev/md0 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sd[ab] mdadm --create /dev/md1 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sd[cd] 4. Führen Sie folgende Befehle aus, um die logische Volume-Gruppe zu erstellen: 50 Copyright Acronis International GmbH,

51 Vorsicht: Der Befehl pvcreate zerstört alle Daten auf den Geräten /dev/md0 und /dev/md1. lvm pvcreate /dev/md0 /dev/md1 lvm vgcreate my_volgroup /dev/md0 /dev/md1 lvm vgdisplay Die Ausgabe des lvm vgdisplay-befehls wird Zeilen ähnlich wie diese enthalten: --- Volume group --- VG Name my_volgroup... VG Access read/write VG Status resizable... VG Size 1.99 GB... VG UUID 0qoQ4l-Vk7W-yDG3-uF1l-Q2AL-C0z0-vMeACu 5. Führen Sie folgenden Befehl aus, um das logische Volume zu erstellen; wobei Sie im -L-Parameter die gegebene Größe durch VG Size spezifizieren: lvm lvcreate -L1.99G --name my_logvol my_volgroup 6. Aktivieren Sie die Volume-Gruppe durch Ausführung folgenden Befehls: lvm vgchange -a y my_volgroup 7. Drücken Sie Alt+F1, um zur Management Konsole zurückzukehren. Schritt 2: Start der Wiederherstellung 1. Wählen Sie in der Management Konsole den Befehl Recovery. 2. Wählen Sie bei Archiv den Befehl Ändern und spezifizieren Sie den Archivnamen. 3. Wählen Sie bei Backup den Befehl Ändern und dann das Backup, aus dem Sie die Daten wiederherstellen möchten. 4. Wählen Sie bei Datentyp den Befehl Volumes. 5. Aktivieren Sie bei Wiederherzustellende Elemente das Kontrollkästchen neben my_volgroup-my_logvol. 6. Wählen Sie unter Recovery-Ziel den Befehl Ändern und aktivieren Sie jenes logische Volume, das Sie in Schritt 1 erzeugt haben. Nutzen Sie die Chevron-Symbole zum Aufklappen der Laufwerksliste. 7. Wählen Sie OK, um die Wiederherstellung zu starten. Für eine vollständige Liste aller Befehle und Utilities, die Sie in der Betriebssystemumgebung des Boot-Mediums verwenden können, siehe 'Liste verfьgbarer Befehle und Werkzeuge in Linux-basierten bootfдhigen Medien (S. 296)'. Eine detaillierte Beschreibung des acrocmd-werkzeugs finden Sie in der Acronis Backup & Recovery 11.5-Befehlszeilen-Referenz. Backup-Volumes mounten Möglicherweise wollen Sie ein in einem Laufwerk-Backup gespeichertes Volume mounten, um einige Dateien vor Beginn einer Wiederherstellung einzusehen. So mounten Sie ein Backup-Volume 1. Verwenden Sie den Befehl acrocmd list content, um die im Backup gespeicherten Laufwerke und Volumes aufzulisten. Folgender Befehl listet beispielsweise den Inhalt des jüngsten Backups eines Archivs mit der Bezeichnung linux_machine auf: acrocmd list content --loc=\\server\backups --credentials=user,mypasswd --arc=linux_machine 51 Copyright Acronis International GmbH,

52 Die Ausgabe wird Zeilen ähnlich wie diese enthalten: type: disk Num Partition Flags Size Type GUID Dyn1 my_volgroup-my_lo... 4 GB Ext 3 Dyn2 md GB Ext 2 Disk 1 sda 16 GB DT_FIXED 1-1 sda1 Act,Pri MB Ext sda2 Pri GB Reiser 1-3 sda3 Pri GB Linux swap Disk 2 sdb 8 GB DT_FIXED 2-1 sdb1 Pri GB Ext sdb2 Pri GB None Disk 3 sdc 1 GB DT_FIXED Disk 4 sdd 8 GB DT_FIXED 4-1 sdd1 Pri GB Ext sdd2 Pri GB None 2. Verwenden Sie den Befehl acrocmd mount, wobei Sie den Volume-Namen über den Parameter --volume spezifizieren. Beispielsweise: acrocmd mount --loc=\\server\backups --arc=linux_machine --mount_point=/mnt --volume=dyn1 Dieser Befehl mountet das logische Volume DYN1 an den Mount-Punkt /mnt. So trennen Sie ein Backup-Volume wieder (unmounting) Verwenden Sie den Befehl acrocmd umount, wobei Sie den Mount-Punkt des Volumes als Parameter spezifizieren. Beispielsweise: acrocmd umount --mount_point=/mnt 3.8 Unterstützung für Festplatten mit Advanced Format (4K-Sektoren) Acronis Backup & Recovery 11.5 kann sowohl Backups von Festplatten mit einer Sektorgröße von 4 KB erstellen (auch bekannt als Advanced Format-Laufwerke), wie auch von herkömmlichen Festplatten, die 512-Byte-Sektoren haben. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann Daten von einem dieser Laufwerke zu einem anderen wiederherstellen, solange beide Laufwerke dieselbe logische Sektorgröße haben. (Dies ist die gegenüber dem Betriebssystem präsentierte Sektorgröße.) Acronis Backup & Recovery 11.5 führt automatisch ein Alignment der Laufwerks-Volumes (S. 161) aus, sofern dies erforderlich ist. Auf diese Weise stimmt der Start eines Clusters im Dateisystem immer mit dem Start eines physikalischen Sektors auf dem Laufwerk überein. Die Funktionalität zur Laufwerksverwaltungs (S. 300) von Acronis Backup & Recovery 11.5 steht für Laufwerke mit einer logischen Sektorgröße von 4-KB nicht zur Verfügung. Bestimmung der logischen Sektorgröße Anhand der Laufwerksspezifikation Die Entwicklung der Advanced Format-Technologie wird von der 'International Disk Drive Equipment and Materials Association' (IDEMA) koordiniert. Weitere Details finden Sie unter 52 Copyright Acronis International GmbH,

53 In Bezug auf die logische Sektorgröße spezifiziert die IDEMA zwei Typen von Advanced Format-Laufwerken: Laufwerke mit 512 Byte-Emulation (512e) haben eine logische Sektorgröße von 512 Byte. Diese Laufwerke werden von Windows beginnend mit Windows Vista und von modernen Linux-Distributionen unterstützt. Microsoft und Western Digital verwenden den Ausdruck 'Advanced Format' exklusiv nur für diesen Laufwerkstyp. Laufwerke vom Typ 4K nativ (4Kn) haben eine logische Sektorgröße von 4-KByte. Moderne Betriebssystem können Daten auf solchen Laufwerken speichern, meistens aber nicht von ihnen booten. Solche Laufwerken sind üblicherweise externe Laufwerke mit USB-Verbindung. Durch Ausführung eines entsprechenden Befehls Gehen Sie folgendermaßen vor, um die logische Sektorgröße eines Laufwerks zu ermitteln. In Windows: 1. Stellen Sie sicher, dass das Laufwerk ein NTFS-Volume enthält. 2. Führen Sie folgenden Befehl als Administrator aus, unter Angabe des Laufwerksbuchstaben für das NTFS-Volume: fsutil fsinfo ntfsinfo D: 3. Bestimmen Sie den Wert in der Zeile Bytes pro Sektor. Die Ausgabe kann beispielsweise wie folgt aussehen: Bytes pro Sektor: 512 In Linux: 1. Ermitteln Sie den Gerätenamen des Laufwerks, wie etwa /dev/sdb. 2. Führen Sie folgenden Befehl als Benutzer 'root' aus, unter Angabe des Gerätenamens: parted /dev/sdb print 3. Bestimmen Sie den ersten Wert in der Zeile Sektorgröße (logisch/physisch). Die Ausgabe kann beispielsweise wie folgt aussehen: Sektorgröße (logisch/physisch): 512B/4096B 3.9 Unterstützung für UEFI-basierte Maschinen Acronis Backup & Recovery 11.5 kann Maschinen, die 64-Bit-UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwenden, auf die gleiche Art sichern und wiederherstellen, wie es für Maschinen der Fall ist, die BIOS zum Booten verwenden. Das gilt für physikalische und virtuelle Maschinen; und auch unabhängig davon, ob die virtuellen Maschinen auf Hypervisor-Ebene oder innerhalb eines Gast-Betriebssystems gesichert werden. Backup und Recovery von Geräten, die 32-Bit-UEFI verwenden, wird nicht unterstützt. Beschränkungen WinPE-basierte bootfähige Medien mit einer Version vor 4.0 und der Acronis PXE Server unterstützen kein Booten per UEFI. Acronis Active Restore (S. 484) steht auf UEFI-Maschinen nicht zur Verfügung. Acronis Startup Recovery Manager (ASRM) (S. 484) steht auf unter Linux laufenden UEFI-Maschinen nicht zur Verfügung. Aktivieren Sie auf unter Windows laufenden UEFI-Maschinen den ASRM von Windows aus, statt von einem bootfähigen Medium aus. 53 Copyright Acronis International GmbH,

54 Eine unter Linux laufende Maschine kann nicht zwischen UEFI und BIOS überführt werden. Weitere Details zum Überführen von Windows-Maschinen finden Sie im Abschnitt 'Recovery von BIOS-basierten Systemen zu UEFI-basierten Systemen und umgekehrt (S. 169)' Unterstützung für Windows 8 und Windows Server 2012 Dieser Abschnitt beschreibt, wie Acronis Backup & Recovery 11.5 Funktionen unterstützt, die mit den Windows 8- und Windows Server 2012-Betriebssystemen eingeführt wurden. Die Informationen in diesem Abschnitt gelten außerdem für Windows 8.1 und den Windows Server 2012 R2. Beschränkungen Der Acronis Disk Director Lite (S. 300) ist unter Windows 8 und dem Windows Server 2012 nicht verfügbar. Aktionen zur Laufwerksverwaltung funktionieren unter einem bootfähigen Medium möglicherweise nicht korrekt, falls auf der Maschine Speicherplätze (Storage Spaces) konfiguriert sind. Die Windows To Go-Funktion von Windows 8 wird nicht unterstützt. WinPE 4.0 und WinPE 5.0 Der Acronis Media Builder kann bootfähige Medien erstellen, die auf diesen Versionen von Windows Preinstallation Environment (WinPE) basieren. Diese bootfähigen Medien unterstützen neue Funktionen von Windows 8 und dem Windows Server 2012 (siehe weiter unten in diesem Abschnitt). Sie können auf bzw. mit Maschinen booten, die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwenden. Sie benötigen zur Erstellung von bootfähigen Medien, die auf diesen WinPE-Versionen basieren, das Windows Assessment and Deployment Kit (ADK) Weitere Details finden Sie im Abschnitt 'WinPE-basierte bootfдhige Medien (S. 290)'. UEFI Secure Boot Auf einer unter Windows 8 oder Windows Server 2012 laufenden Maschine, die UEFI verwendet, kann die UEFI-Funktion 'Secure Boot' (auch 'Sicherer Start' genannt) angeschaltet sein. Secure Boot gewährleistet, dass die Maschine nur von vertrauenswürdigen Boot-Loadern gestartet werden kann. Durch Verwendung des Acronis Media Builder können Sie ein bootfähiges Medium erstellen, das über einen vertrauenswürdigen Boot-Loader verfügt. Wählen Sie dazu, dass ein Linux-basiertes 64-Bit-Medium oder ein auf WinPE 4 (oder höher) basierendes 64-Bit-Medium erstellt werden soll. Robustes Dateisystem (Resilient File System, ReFS) Sie können in Windows Server 2012 ein Volume mit dem ReFS-Dateisystem formatieren. Dieses Dateisystem bietet im Vergleich zum NTFS-Dateisystem zuverlässigere Verfahren beim Speichern von Daten auf Volumes. Sie können unter dem Windows Server 2012 und unter einem auf WinPE 4 (oder höher) basierenden bootfähigen Medium ein ReFS-Volume per Backup sichern und wiederherstellen. Eine Größenanpassung von ReFS-Volumes während einer Wiederherstellung wird nicht unterstützt. 54 Copyright Acronis International GmbH,

55 Linux-basierte bootfähige Medien und bootfähige Medien, die auf WinPE vor Version 4.0 basieren, können keine Dateien auf ReFS-Volumes schreiben. Sie können mit solchen Medien daher auch keine Dateien zu einem ReFS-Volume wiederherstellen und ein ReFS-Volume auch nicht als Backup-Ziel auswählen. Speicherplätze (Storage Spaces) Unter Windows 8 und Windows Server 2012 ist es möglich, mehrere physikalische Laufwerke zu einem Speicherpool (Storage Pool) zu kombinieren. In diesem Speicherpool können wiederum ein oder mehrere logische Datenträger (Disks) erstellt werden, die Speicherplätze (Storage Spaces) genannt werden. Speicherplätze können wie gewöhnliche Laufwerke ebenfalls Volumes haben. Sie können unter Windows 8, unter dem Windows Server 2012 und unter einem auf WinPE 4 (oder höher) basierenden Boot-Medium Backup- und Recovery-Aktionen mit Speicherplätzen durchführen. Unter dem Windows Server 2012 und unter einem auf WinPE 4 (oder höher) basierenden Boot-Medium können Sie außerdem einen Speicherplatz (Storage Space) zu einem herkömmlichen Laufwerk wiederherstellen (und umgekehrt). Linux-basierte Boot-Medien können keine Speicherplätze erkennen. Sie sichern die zugrundeliegenden Laufwerke aber per Sektor-für-Sektor-Backup. Dasselbe gilt für den Agenten für ESX(i) und den Agenten für Hyper-V. Falls Sie alle zugrundeliegenden Laufwerke zu den ursprünglichen Laufwerken wiederherstellen, werden auch die Speicherplätze (Storage Spaces) wieder neu erstellt. Datendeduplizierung Unter Windows Server 2012 können Sie die Datendeduplizierungsfunktion für NTFS-Volumes aktivieren. Datendeduplizierung reduziert den auf dem Volume belegten Speicherplatz, indem doppelt vorhandene Fragemente der Dateien des Volumes nur je einmal gespeichert werden. Sie können ein Volume, für das die Datendeduplizierung aktiviert ist, auf Laufwerksebene ohne Einschränkungen per Backup sichern und wiederherstellen. Backups auf Dateiebene und Datei-Recovery (einschließlich Datei-Recovery von Laufwerk-Backups) werden nicht unterstützt. Die Datendeduplierungsfunktion von Windows Server 2012 und die Deduplizierungsfunktion von Acronis Backup & Recovery 11.5 sind eigenständig und ohne Bezug zueinander Kompatibilität mit Verschlüsselungssoftware Acronis Backup & Recovery 11.5 behält seine komplette Funktionalität, wenn Sie es zusammen mit Verschlüsselungssoftware auf Dateiebene einsetzen. Verschlüsselungssoftware auf Laufwerksebene verschlüsselt Daten 'on the fly'. Daher sind die entsprechenden, in ein Backup aufgenommenen Daten nicht verschlüsselt. Programme zur Laufwerksverschlüsselung modifizieren häufig wichtige Systembereiche: Boot-Record oder Partitionstabellen oder Dateisystemtabellen. Diese Faktoren haben einen Einfluss auf Backup- und Recovery-Aktionen auf Laufwerksebene sowie auf die Fähigkeit eines wiederhergestellten Systems, zu booten oder auf die Acronis Secure Zone zuzugreifen. Unter bestimmten Bedingungen ist Acronis Backup & Recovery 11.5 jedoch mit folgenden Programmen zur Laufwerksverschlüsselung kompatibel: Microsoft BitLocker-Laufwerksverschlüsselung McAfee Endpoint Encryption PGP Whole Disk Encryption. 55 Copyright Acronis International GmbH,

56 Um zuverlässige Wiederherstellungen auf Laufwerksebene zu garantieren, sollten Sie entsprechenden allgemeinen Regeln sowie den Software-spezifischen Empfehlungen folgen. Allgemeine Installationsregel Es wird dringend empfohlen, eine Verschlüsselungssoftware vor der Installation von Acronis Backup & Recovery 11.5 einzurichten. Verwendung der Acronis Secure Zone Eine Acronis Secure Zone darf keiner Laufwerksverschlüsselung unterzogen werden. Das ist einzige Art, die Acronis Secure Zone dann zu verwenden: 1. Installieren Sie zuerst die Verschlüsselungssoftware und dann Acronis Backup & Recovery Erstellen Sie eine Acronis Secure Zone 3. Schließen Sie die Acronis Secure Zone von der Verschlüsselung des Laufwerks oder seiner Volumes aus. Allgemeine Backup-Regel Sie können ein Laufwerk-Backup im Betriebssystem durchführen. Versuchen Sie nicht, das Backup unter Verwendung eines bootfähigen Mediums oder des Acronis Startup Recovery Manager durchzuführen. Software-spezifische Recovery-Prozeduren Microsoft BitLocker-Laufwerksverschlüsselung So stellen Sie ein System wieder her, das per BitLocker verschlüsselt wurde: 1. Booten Sie mit einem bootfähigen Medium. 2. Stellen Sie das System wieder her. Die wiederhergestellten Daten sind unverschlüsselt. 3. Booten Sie das wiederhergestellte System neu. 4. Schalten Sie die BitLocker-Funktion ein. Falls Sie nur ein Volume eines mehrfach partitionierten Laufwerks wiederherstellen müssen, so tun Sie dies unter dem Betriebssystem. Eine Wiederherstellung mit einem bootfähigen Medium kann dazu führen, dass das wiederhergestellte Volume (die Partition) für Windows nicht mehr erkennbar ist. McAfee Endpoint Encryption und PGP Whole Disk Encryption Sie können ein verschlüsseltes System-Volume nur durch Verwendung eines bootfähigen Mediums wiederherstellen. Falls das wiederhergestellte System nicht mehr bootet, erstellen Sie einen neuen Master Boot Record, wie in folgendem Artikel der Acronis Knowledge Base beschrieben: und booten Sie dann neu Unterstützung für SNMP SNMP-Objekte Acronis Backup & Recovery 11.5 stellt die folgenden Simple Network Management Protocol (SNMP)-Objekte für SNMP-Verwaltungsanwendungen zur Verfügung: Typ des Ereignisses 56 Copyright Acronis International GmbH,

57 Objekt-Identifier (OID): Syntax: OctetString Der Wert kann Information, Warnung, Fehler und Unbekannt sein. Unbekannt wird nur in der Testnachricht gesendet. Textbeschreibung des Ereignisses Objekt-Identifier (OID): Syntax: OctetString Der Wert enthält die Textbeschreibung des Ereignisses (identische Darstellung wie in den Meldungen der Ereignisanzeige von Acronis Backup & Recovery 11.5). Beispiele für Varbind-Werte: :Information :I B Unterstützte Aktionen Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützt nur TRAP-Aktionen. Es ist nicht möglich, Acronis Backup & Recovery 11.5 unter Verwendung von GET- und SET-Anforderungen zu verwalten. Das bedeutet, dass Sie einen SNMP-TRAP-Receiver verwenden müssen, um TRAP-Meldungen zu empfangen. Über die Management Information Base (MIB) Die MIB-Datei acronis-abr.mib befindet sich im Installationsverzeichnis von Acronis Backup & Recovery Standardmäßig: %ProgramFiles%\Acronis\BackupAndRecovery unter Windows und /usr/lib/acronis/backupandrecovery unter Linux. Diese Datei kann von einem MIB-Browser oder einem einfachen Texteditor (wie Notepad oder vi) gelesen werden. Über die Testnachricht Sie können bei der Konfiguration von SNMP-Benachrichtigungen eine Testnachricht versenden, um zu überprüfen, ob Ihre Einstellungen richtig sind. Die Parameter der Testnachricht lauten folgendermaßen: Typ des Ereignisses OID: Wert: Unbekannt Textbeschreibung des Ereignisses OID: Wert: "? " 57 Copyright Acronis International GmbH,

58 4 Backup 4.1 Backup jetzt Verwenden Sie die Funktion Backup jetzt, um ein einmaliges Backup mit wenigen einfachen Schritten zu konfigurieren und zu starten. Der Backup-Prozess wird unmittelbar ausgeführt, sobald Sie alle benötigten Schritte durchgeführt und auf OK geklickt haben. Für längerfristige Backup-Strategien, die Planung und Bedingungen einschließen (etwa zeitbedingtes Löschen oder Verschieben von Backups zu anderen Speicherorten), sollten Sie besser die Erstellung eines Backup-Plans erwägen. Die Konfiguration eines sofortigen Backups gleicht der Erstellung eines Backup-Plans (S. 58) mit folgenden Unterschieden: Es gibt keine Optionen zur Planung von Backups oder zur Konfiguration von Aufbewahrungsregeln. Eine vereinfachte Benennung der Backup-Dateien (S. 83) wird verwendet, sofern dies vom Backup-Ziel unterstützt wird. Anderenfalls wird die Standard-Backup-Benennung verwendet. Folgende Speicherorte unterstützen keine vereinfachte Dateibenennung: verwaltete Depots, Bänder, die Acronis Secure Zone oder der Acronis Online Backup Storage. Aufgrund der vereinfachten Dateibenennung kann ein RDX- oder USB-Flash-Laufwerk nur im Modus Wechselmedium (S. 221) verwendet werden. Die Möglichkeit zum Konvertieren eines Laufwerk-Backups zu einer virtuellen Maschine steht nicht als Teil der Backup-Aktion zur Verfügung. Sie können die resultierenden Backups aber anschließend konvertieren. 4.2 Erstellung eines Backup-Plans Bevor Sie Ihren ersten Backup-Plan (S. 486) erstellen, sollten Sie sich mit den grundlegenden Konzepten vertraut machen, die in Acronis Backup & Recovery 11.5 verwendet werden. Zur Erstellung eines Backup-Plans führen Sie folgende Schritte aus. Backup-Quelle Elemente für das Backup (S. 61) Wählen Sie den zu sichernden Datentyp und spezifizieren Sie die Datenelemente für das Backup. Der Typ der Daten hängt von den auf der Maschine installierten Agenten ab. Anmeldedaten, Ausschließungen Klicken Sie auf Anmeldedaten, Ausschließungen anzeigen, um auf diese Einstellung zugreifen zu können. Anmeldedaten (S. 63) Stellen Sie Anmeldedaten für die Quelldaten zur Verfügung, falls das Konto des Plans keine Zugriffserlaubnis für die Daten hat. Ausschließungen (S. 63) Definieren Sie Ausschließungen für spezifische Datei-Typen, die Sie nicht mit ins Backup aufnehmen wollen. 58 Copyright Acronis International GmbH,

59 Backup-Ziel Speicherort (S. 65) Spezifizieren Sie einen Pfad zu dem Ort, wo das Backup-Archiv gespeichert wird, sowie den Namen des Archivs. Der Archivname muss innerhalb des Zielordners eindeutig sein. Anderenfalls werden die Backups des neu erstellten Backup-Plans bei einem bereits existierenden Archiv hinterlegt, das zu einem anderen Backup-Plan gehört. Der vorgegebene Archivname ist Archive(N), wobei N die fortlaufende Nummer des Archivs im gewählten Speicherort ist. Wählen Sie den Modus, in dem das Wechsellaufwerk verwendet wird (S. 221) Sollte es sich beim angegebenen Speicherort um ein RDX- oder USB-Flash-Laufwerk handeln, dann wählen Sie den Gerätemodus: Wechselmedium oder Eingebautes Laufwerk. Benennung der Backup-Datei, Anmeldedaten, Archivkommentare Klicken Sie auf Benennung der Backup-Datei, Anmeldedaten, Archivkommentare anzeigen, um Zugriff auf diese Einstellungen zu erhalten. Dateibenennung (S. 83) [Optional] Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen, wie in Acronis True Image Echo, anstelle automatisch generierter Namen, falls Sie für die Backups des Archivs eine vereinfachte Dateibenennung verwenden wollen. Nicht verfügbar, wenn Sie Backups zu einem verwalteten Depot, auf Band, zu einer Acronis Secure Zone oder dem Acronis Online Backup Storage durchführen. Beim Backup zu einem RDX- oder USB-Flash-Laufwerk wird das Dateibenennungsschema durch den Wechsellaufwerkmodus (S. 221) bestimmt. Anmeldedaten (S. 68) [Optional] Stellen Sie Anmeldedaten für den Speicherort zur Verfügung, falls das Konto des Plans keine Zugriffserlaubnis für den Ort hat. Archiv-Kommentare [Optional] Tragen Sie Kommentare für das Archiv ein. Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backup (S. 350) Gilt nur für Maschinen, die über eine Lizenz für Single-Pass-Backup verfügen. Spezifizieren Sie für Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups geltende Einstellungen. Art des Backups Backup-Schema (S. 69) Spezifizieren Sie, wann und wie oft Ihre Daten gesichert werden sollen, definieren Sie, wie lange die erzeugten Backup-Archive im gewählten Speicherort aufbewahrt werden sollen; erstellen Sie einen Zeitplan zur Bereinigung der Archive (siehe den nachfolgenden Abschnitt 'Replikations- und Aufbewahrungseinstellungen'). Replikations- und Aufbewahrungseinstellungen (S. 104) Nicht verfügbar für Wechselmedien oder wenn die vereinfachte Benennung für Backup-Dateien (S. 83) gewählt wurde. Definieren Sie, ob die Backups zu einem anderen Speicherort kopiert (repliziert) werden sollen und ob sie gemäß den Aufbewahrungsregeln verschoben oder gelöscht werden sollen. Die verfügbaren Einstellungen hängen vom Backup-Schema ab. 59 Copyright Acronis International GmbH,

60 2. Speicherort [Optional] Aktivieren Sie zur Einrichtung einer Backup-Replikation das Kontrollkästchen Neu erstelltes Backup zu einem anderen Speicherort replizieren. Zu weiteren Informationen über Backup-Replikation siehe 'Replikation von Backups einrichten (S. 106)'. Validierung, zu virtueller Maschine konvertieren Klicken Sie auf Anzeigen: Validierung, zu virtueller Maschine konvertieren, um Zugriff auf diese Einstellungen zu erhalten. Validierungszeitpunkt (S. 79) [Optional] Definieren Sie, abhängig vom gewählten Backup-Schema, wann und wie oft eine Validierung durchzuführen ist und ob das komplette Archiv oder nur das letzte Backup im Archiv validiert werden soll. Zu virtueller Maschine konvertieren (S. 192) [Optional] Gilt für: Laufwerk/Volume-Backups, die Backups kompletter virtueller Maschinen oder die Volumes einer virtuellen Maschine. Richten Sie die regelmäßige Konvertierung eines Laufwerk- oder Volume-Backups zu einer virtuellen Maschine ein. Plan-Parameter Plan-Name [Optional] Geben Sie einen eindeutigen Namen für den Backup-Plan ein. Ein bewusst gewählter Name macht es leichter, diesen Plan zu identifizieren. Backup-Optionen [Optional] Konfigurieren Sie Parameter für eine Backup-Aktion, wie zum Beispiel die Befehle vor bzw. nach dem Backup, die maximale Bandbreite im Netzwerk, die dem Backup zugeteilt wird, oder den Komprimierungsgrad für das Backup-Archiv. Sofern Sie in diesem Abschnitt nichts tun, werden die Standardwerte (S. 114) verwendet. Wird irgendeine Einstellung gegenüber dem Standardwert geändert, so wird der neue Wert in einer Zeile angezeigt. Der Einstellungsstatus ändert sich von Standard zu Auf Standard zurücksetzen. Sollten Sie die Einstellung erneut ändern, so wird die Zeile ebenfalls den neuen Wert anzeigen, sofern er nicht dem Standardwert entspricht. Wenn der Standardwert eingestellt wird, verschwindet die Zeile. Sie sehen daher in diesem Abschnitt immer nur die Einstellungen, die von den Standardwerten abweichen. Um alle Einstellungen auf Standardwerte zurückzusetzen, klicken Sie auf Auf Standard zurücksetzen. Anmeldedaten des Plans, Kommentare, Bezeichnung Klicken Sie auf Anmeldedaten des Plans, Kommentare, Bezeichnung anzeigen, um auf diese Einstellung zugreifen zu können. Anmeldedaten des Plans (S. 80) [Optional] Spezifizieren Sie die Anmeldedaten, unter denen der Plan laufen soll. Kommentare [Optional] Geben Sie eine Beschreibung bzw. einen Kommentar für den Backup-Plan ein. Bezeichnung (S. 80) [Optional] Geben Sie für die zu sichernde Maschine eine Textbezeichnung ein. Diese Bezeichnung kann verwendet werden, um die Maschine in verschiedenen Szenarien zu identifizieren. 60 Copyright Acronis International GmbH,

61 Nachdem Sie alle notwendigen Schritte durchgeführt haben, klicken Sie auf OK, um den Backup-Plan zu erstellen. Danach kann es sein, dass Sie zur Eingabe eines Kennworts (S. 83) aufgefordert werden. Sie können auf den von Ihnen erstellten Plan in der Ansicht Backup-Pläne und Tasks (S. 360) zur Untersuchung und Verwaltung zugreifen Daten für ein Backup auswählen So wählen Sie Daten für ein Backup aus 1. Bestimmen Sie im Abschnitt Daten für das Backup den Typ derjenigen Daten, die Sie sichern wollen. Die Liste der verfügbaren Datentypen hängt von den Agenten ab, die auf der Maschine laufen und den Lizenztypen: Laufwerke/Volumes Sie müssen Benutzerrechte als Administrator oder Sicherungs-Operator haben, um diese Daten sichern zu können. Wählen Sie diese Option zum Backup: Kompletter physikalischer Maschinen oder einzelner Laufwerke bzw. Volumes von diesen, falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows oder der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Linux installiert ist. Ein Laufwerk-Backup ermöglicht Ihnen, ein komplettes System auch bei schwerer Datenbeschädigung oder Hardware-Ausfall wiederherzustellen. Sie können außerdem einzelne Dateien und Ordner wiederherstellen. Diese Backup-Prozedur ist schneller als ein einfaches Kopieren von Dateien und kann Backup-Prozesse beim Sichern großer Datenmengen signifikant beschleunigen. Microsoft SQL-Datenbanken mithilfe von Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backup, falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft SQL Server (Single-Pass) installiert ist. Der Agent für SQL (Single-Pass) ermöglicht Ihnen, applikationskonforme Laufwerk-Backups zu erstellen und Microsoft SQL-Datenbanken von solchen Backups wiederherzustellen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 'Microsoft SQL Server schьtzen... (S. 345)'. Microsoft Active Directory-Daten mithilfe von Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backup, falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft SQL Server (Single-Pass) installiert ist. Der Agent für Active Directory (Single-Pass) ermöglicht Ihnen, applikationskonforme Laufwerk-Backups zu erstellen und Microsoft Active Directory-Daten von solchen Backups wiederherzustellen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 'Microsoft Active Directory schьtzen... (S. 356)'. Ordner/Dateien Ist verfügbar, wenn der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows oder der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Linux installiert ist. Aktivieren Sie diese Option, um spezifische Dateien und Ordner zu sichern. Ein dateibasiertes Backup ist zur Wiederherstellung eines Betriebssystems nicht ausreichend geeignet. Verwenden Sie ein Datei-Backup, wenn Sie nur bestimmte Daten (beispielsweise ein aktuelles Projekt) sicher bewahren wollen. Das reduziert die Archivgröße und spart so Speicherplatz. 61 Copyright Acronis International GmbH,

62 Um Ihr Betriebssystem mit all seinen Einstellungen und Anwendungsprogrammen wiederherstellen zu können, müssen Sie ein Laufwerk-Backup durchführen. Virtuelle Maschinen Ist verfügbar, wenn der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für ESX(i) oder der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Hyper-V installiert ist. Verwenden Sie diese Option, um auf einem Virtualisierungsserver liegende virtuelle Maschinen komplett oder nur deren Laufwerke bzw. Volumes zu sichern. Das Backup einer kompletten virtuellen Maschine (oder ihrer Laufwerke bzw. Volumes) ergibt standardmäßig ein Laufwerk-Backup (S. 489). Ein solches Backup speichert zudem auch die Konfiguration der virtuellen Maschine. Diese Konfiguration wird Ihnen als Standard vorgeschlagen, wenn Sie den Backup-Inhalt zu einer neuen virtuellen Maschine wiederherstellen wollen. Zu weiteren Informationen über die Sicherung virtueller Maschinen siehe den Abschnitt 'Backups von virtuellen Maschinen'. Microsoft Exchange-Informationsspeicher Ist verfügbar, falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft Exchange Server installiert ist. Wählen Sie diese Option, um den Informationsspeicher, einzelne Speichergruppen oder Datenbanken von Microsoft Exchange-Servern per Backup zu sichern. Im Fall eines Desasters sind Sie in der Lage, verlorene bzw. beschädigte Datenbanken oder Speichergruppen wiederherzustellen. Sie können einzelne Postfächer, Öffentliche Ordner, einzelne s, Kontakte, Kalenderereignisse und andere Elemente wiederherstellen. Um Exchange-Daten per Backup sichern zu können, ist ein Domain-Benutzerkonto mit administrativen Berechtigungen auf dem Exchange-Server erforderlich. In einem Cluster muss das Konto über administrative Berechtigungen auf jedem der Cluster-Knoten verfügen. Zu weiteren Informationen über die Sicherung von Microsoft-Exchange-Daten siehe 'Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten'. Microsoft Exchange-Postfächer Ist verfügbar, falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Microsoft Exchange Server installiert ist. Wählen Sie diese Option, um einzelne Postfächer und Öffentliche Ordner zu sichern, ohne ein Backup der kompletten Microsoft Exchange-Daten durchzuführen. Sie können durch Verwendung von Ausschlussfiltern festlegen, dass bestimmte Elemente bei den Postfach-Backups übersprungen werden. Um Exchange-Daten per Backup sichern zu können, ist ein Domain-Benutzerkonto mit administrativen Berechtigungen auf dem Exchange-Server erforderlich. In einem Cluster muss das Konto über administrative Berechtigungen auf jedem der Cluster-Knoten verfügen. Zu weiteren Informationen über die Sicherung von Microsoft-Exchange-Daten siehe 'Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten'. 2. Wählen Sie im Verzeichnisbaum unter dem Bereich Daten für das Backup die zu sichernden Elemente. Um alle auf einer Maschine präsenten Elemente des gewählten Datentyps zu sichern, aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben der Maschine. Um einzelne Datenelemente zu sichern, müssen Sie die Maschine erweitern und die Kontrollkästchen neben den gewünschten Elementen aktivieren. Hinweise für Laufwerke/Volumes Falls Betriebssystem und Boot-Loader auf unterschiedlichen Volumes liegen, nehmen Sie immer beide mit in das Backup auf. Diese Laufwerke müssen auch zusammen 62 Copyright Acronis International GmbH,

63 wiederhergestellt werden, da anderenfalls ein hohes Risiko besteht, dass das Betriebssystem nicht mehr startet. Hinweis für Linux-Benutzer: Logische Volumes und MD-Geräte werden unter Dynamische Volumes angezeigt. Zu weiteren Informationen über das Backup solcher Volumes und Geräte siehe 'Backup und Recovery von logischen Volumes und MD-Gerдten (Linux) (S. 46)'. Hinweis für Linux-Benutzer: Es wird empfohlen, dass Sie vor dem Backup alle Volumes trennen, die kein Journaling-Dateisystem wie z.b. ext2 enthalten. Anderenfalls könnten diese Volumes bei einer Wiederherstellung beschädigte Dateien enthalten; eine Wiederherstellung dieser Volumes bei gleichzeitiger Größenänderung könnte fehlschlagen. Hinweise für Virtuelle Maschinen Eine Sicherung kompletter virtueller Maschinen ist praktisch, wenn kleine (bezogen auf die virtuelle Laufwerksgröße), aber zahlreiche Legacy-Server vorhanden sind, wie sie aus Systemen zur Server-Auslastung resultieren (Workload-Konsolidierung). Für jede Maschine wird ein separates Archiv erstellt. Eine Sicherung einzelner Laufwerke oder Volumes einer virtuellen Maschine ist praktisch, wenn ein Betriebssystem und Anwendungen (etwa ein Datenbank-Server) auf einem virtuellen Laufwerk liegen, während die Daten (etwa eine Datenbank) auf einem physikalischen, derselben Maschine hinzugefügten Laufwerk mit hoher Kapazität gespeichert sind. Sie können für das virtuelle Laufwerk und den physikalischen Speicher unterschiedliche Backup-Strategien verwenden. 3. Klicken Sie auf OK, wenn Sie die Daten für das Backup spezifiziert haben Anmeldedaten der Quelle Spezifizieren Sie die Anmeldedaten, um auf die zu sichernden Daten zugreifen zu können. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Anmeldedaten des Plans verwenden Das Programm greift auf die Quelldaten mit den Anmeldedaten des Backup-Plan-Kontos zu, wie sie im Abschnitt Plan-Parameter spezifiziert wurden. Folgende Anmeldedaten verwenden Das Programm greift auf die Quelldaten unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, sofern das Konto des Plans keine Zugriffserlaubnis für die Daten hat. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. Kennwort bestätigen. Geben Sie das Kennwort erneut ein. 2. Klicken Sie auf OK Ausschluss von Quelldateien Diese Option ist für Windows, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. 63 Copyright Acronis International GmbH,

64 Diese Option ist nur für Backups auf Laufwerksebene von NTFS-, FAT-, Ext3- und Ext4-Dateisystemen wirksam. Diese Option ist bei Backups auf Dateiebene für alle unterstützten Dateisysteme wirksam. Diese Option definiert, welche Dateien und Ordner während des Backup-Prozesses übersprungen und so von der Liste der zu sichernden Elemente ausgeschlossen werden. Hinweis: Ausschließungen überschreiben eine Auswahl von Datenelementen, die per Backup gesichert werden sollen. Falls Sie beispielsweise festlegen, dass die Datei 'MeineDatei.tmp' per Backup gesichert werden soll und Sie aber zudem alle.tmp-dateien ausschließen, dann wird 'MeineDatei.tmp' nicht mitgesichert. Setzen Sie folgende Parameter, um die auszuschließenden Dateien und Ordner zu spezifizieren. Alle versteckten Dateien und Ordner ausschließen Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um Dateien und Ordner zu überspringen, die mit dem Attribut Versteckt gekennzeichnet sind (bei von Windows unterstützten Dateisystemen) oder die mit einem Punkt (.) beginnen (bei Dateisystemen unter Linux wie Ext2 und Ext3). Bei Ordnern mit dem Attribut 'Versteckt' wird der gesamte Inhalt ausgeschlossen (einschließlich solcher Dateien, die nicht versteckt sind). Ausschluss aller Systemdateien und -ordner Diese Option ist nur für Dateisysteme wirksam, die von Windows unterstützt werden. Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um alle Dateien und Ordner mit dem Attribut System zu überspringen. Bei Ordnern mit dem Attribut System wird der gesamte Inhalt ausgeschlossen (einschließlich solcher Dateien, die nicht mit dem Attribut System gekennzeichnet sind). Tipp: Sie können die Attribute von Dateien oder Ordnern über ihre Datei-/Ordner-Eigenschaften einsehen - oder mit dem Kommandozeilenbefehl attrib. Weitere Informationen finden Sie im Hilfe und Support-Center von Windows. Dateien ausschließen, die folgende Kriterien erfüllen Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um alle Dateien und Ordner zu überspringen, die einem der Kriterien entsprechen. Verwenden Sie die Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten, Entfernen und Alle entfernen, um die Liste der Kriterien zu verwalten. Bei den Kriterien wird nicht auf Groß-/Kleinschreibung geachtet (in Windows und Linux). Falls Sie beispielsweise festlegen, dass alle.tmp-dateien und der Ordner C:\Temp ausgeschlossen werden sollen, dann werden auch alle.tmp-dateien, alle.tmp-dateien und der Ordner C:\TEMP ausgeschlossen. Kriterium: vollständiger Pfad Spezifizieren Sie den vollständigen Pfad zu der Datei oder dem Ordner, indem Sie mit dem Laufwerksbuchstaben (bei Backups unter Windows) oder dem Stammverzeichnis (bei Backups unter Linux) beginnen. Sie können unter Windows und Linux im Datei- bzw. Ordnerpfad einen normalen Schrägstrich (Slash) verwenden (wie bei C:/Temp und C:/Temp/Datei.tmp). Unter Windows können Sie auch den üblichen, nach links geneigten Schrägstrich (Backslash) verwenden (wie bei C:\Temp und C:\Temp\Datei.tmp). Beim Verwenden eines Windows-typischen bootfähigen Mediums kann ein Volume einen anderen Laufwerksbuchstaben als unter Windows haben. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 'Mit bootfдhigen Medien arbeiten (S. 294)'. 64 Copyright Acronis International GmbH,

65 Kriterium: name Spezifizieren Sie den Namen der Datei oder des Ordners, wie etwa 'Dokument.txt'. Alle Dateien und Ordner mit diesem Namen werden ausgeschlossen. Platzhalterzeichen (Wildcards) Sie können ein oder mehrere Platzhalterzeichen (* und?) in dem Kriterium verwenden. Diese Zeichen können innerhalb des vollständigen Pfades und im Namen der Datei oder des Ordners verwendet werden. Das Asterisk (*) ersetzt null bis mehrere Zeichen in einem Dateinamen. So beinhaltet beispielsweise das Kriterium 'Doc*.txt' Dateien wie 'Doc.txt' und 'Document.txt'. Das Fragezeichen (?) steht für exakt ein Zeichen in einem Dateinamen. Beispielsweise beinhaltet das Kriterium 'Doc?.txt' Dateien wie 'Doc1.txt' und 'Docs.txt' aber nicht 'Doc.txt' oder 'Doc11.txt'. Beispiele für Ausschließungen Kriterium Beispiel Beschreibung Per Name Per Maske (*) F.log F *.log F* Windows und Linux Schließt alle Dateien namens 'F.log' aus Schließt alle Ordner namens 'F' aus Schließt alle Dateien mit der Erweiterung.log aus Schließt alle Dateien und Ordner aus, deren Namen mit F beginnen (etwa die Ordner F, F1 und die Dateien F.log, F1.log) Per Maske (?) F???.log Schließt alle.log-dateien aus, deren Namen am Ende vier Zeichen enthalten und mit F beginnen Windows Per Dateipfad C:\Finanzen\F.log Schließt eine Datei aus, die 'F.log' heißt und im Ordner 'C:\Finanzen' vorliegt Per Ordnerpfad C:\Finanzen\F oder C:\Finanzen\F\ Schließt den Ordner 'C:\Finanzen\F' aus (stellen Sie sicher, dass Sie den vollständigen Pfad angeben, beginnend mit einem Laufwerksbuchstaben) Linux Per Dateipfad /home/user/finanzen/f.log Schließt eine Datei aus, die 'F.log' heißt und im Ordner (Verzeichnis) '/home/user/finanzen' vorliegt Per Ordnerpfad /home/user/finanzen oder /home/user/finanzen/ Schließt den Ordner (Verzeichnis) '/home/user/finanzen' aus Auswahl der Backup-Speicherortes Spezifizieren Sie, wo das Archiv gespeichert werden soll. 1. Ziel wählen Tragen Sie den vollständigen Pfad zum Zielort in das Feld Pfad ein oder wählen Sie das gewünschte Ziel aus dem Verzeichnisbaum (wie im Abschnitt 'Auswahl der Backup-Zielorte (S. 66)' beschrieben. 65 Copyright Acronis International GmbH,

66 2. Archiv-Tabelle verwenden Die Tabelle zeigt für jeden gewählten Speicherort die Namen dort enthaltener Archive an, um Ihnen die Wahl des richtigen Ziels zu erleichtern. Während Sie den Inhalt eines Speicherorts untersuchen, können Archive durch einen anderen Benutzer oder das Programm (auf Basis geplanter Aktionen) hinzugefügt, gelöscht oder modifiziert werden. Verwenden Sie die Schaltfläche Aktualisieren, um die Liste der Archive neu aufzubauen. 3. Das neue Archiv benennen Sobald Sie den Zielort für das Archiv gewählt haben, erstellt das Programm einen Namen für das neue Archiv und zeigt diesen im Feld Name an. Der Name sieht üblicherweise aus wie Archiv(N), wobei N eine fortlaufende Nummer ist. Der generierte Name ist innerhalb des gewählten Speicherortes eindeutig. Wenn Sie mit dem automatisch generierten Namen einverstanden sind, dann klicken Sie auf OK. Geben Sie anderenfalls einen eindeutigen Namen ein. Sollte der automatisch generierte Name wie [Maschinenname]_Archiv(N) aussehen, dann sind im Namen Variablen enthalten. Das kann der Fall sein, wenn Sie eine virtuelle Maschine zum Backup ausgewählt haben. Die Bezeichnung [Maschinenname] steht für den Namen der jeweiligen virtuellen Maschine. Sie können dem Namen Suffixe anhängen, aber löschen Sie nie die Variablen, da jede virtuelle Maschine in ein separates Archiv mit eindeutigem Namen gesichert werden muss. Backup zu einem existierenden Archiv Sie können einen Backup-Plan so konfigurieren, dass das Backup zu einem existierenden Archiv erfolgt. Zur Umsetzung wählen Sie das Archiv in der Tabelle oder geben die entsprechende Bezeichnung in das Feld Name ein. Sollte das Archiv mit einem Kennwort geschützt sein, wird das Programm in einem Pop-up-Fenster danach fragen. Durch Wahl des existierenden Archivs erzeugen Sie eine Interaktion mit einem anderen Backup-Plan, der das Archiv ebenfalls verwendet. Das ist kein Problem, falls der andere unterbrochen wurde. Sie sollten im Allgemeinen jedoch folgender Regel folgen: Ein Backup-Plan ein Archiv. Das Gegenteil zu tun, behindert das Programm nicht in seiner Funktion, ist aber unpraktisch bzw. uneffizient, mit Ausnahme einiger Spezialfälle. Warum zwei oder mehr Backup-Pläne nicht in dasselbe Archiv sichern sollten 1. Wenn Sie unterschiedliche Quellen per Backup in dasselbe Archiv sichern, führt das zu schwierig handhabbaren Archiven. Wenn es darauf ankommt, eine wichtige Wiederherstellung durchzuführen, zählt jede Sekunde; Sie könnten sich in so einer Situation leicht im Inhalt des Archivs 'verlieren'. Mit demselben Archiv arbeitende Backup-Pläne sollten auch dieselben Daten-Elemente sichern (z.b. zwei Pläne, die Laufwerk C: sichern). 2. Werden auf ein Archiv multiple Aufbewahrungsregeln angewendet, so macht dies den Inhalt des Archivs unkalkulierbar. Da jede Regel auf das gesamte Archiv angewendet wird, kann es leicht passieren, dass Backups, die zu einem Backup-Plan gehören, zusammen mit Backups gelöscht werden, die zu einem anderen Plan gehören. Sie sollten kein klassisches Verhalten der Backup-Schemata GVS und Türme von Hanoi erwarten. Normalerweise sollte jeder komplexe Backup-Plan in 'eigene' Archive sichern Auswahl der Backup-Zielorte Acronis Backup & Recovery 11.5 ermöglicht Ihnen, Backups zu verschiedenen physikalischen Speicherorten/-geräten (Storages) zu sichern. 66 Copyright Acronis International GmbH,

67 Ziel Online Backup Storage Details Klicken Sie zur Speicherung von Backups auf dem Acronis Online Backup Storage auf Anmelden, geben Sie anschließend die Anmeldedaten zum Zugriff auf den Online Storage ein. Erweitern Sie dann die Gruppe Online Backup Storage und wählen Sie das Konto. Bevor Sie Ihre Backups auf dem Online Storage sichern können, müssen Sie für den Online Backup Service ein Abonnement kaufen (S. 475) und das Abonnement auf der zu sichernden Maschine aktivieren (S. 477). Die Online Backup-Funktion steht unter Linux und bootfähigen Medien nicht zur Verfügung. Online Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten mit dem Agenten für Exchange sind nicht möglich. Hinweis: Acronis Backup & Recovery Online ist möglicherweise in Ihrer Region nicht verfügbar. Zu weiteren Informationen klicken Sie hier: Persönlich Zentral Maschine Lokale Ordner BD CD, DVD, RDX, USB Bandgerät Netzwerkordner Um Daten zu einem persönlichen Depot sichern zu können, erweitern Sie die Gruppe Depots und klicken auf das Depot. Die Acronis Secure Zone wird als persönliches Depot betrachtet, das für alle Benutzer verfügbar ist, die sich an diesem System anmelden können. Um Daten zu einem zentralen Depot sichern zu können, müssen Sie die Gruppe Depots erweitern und dann das entsprechende Depot auswählen. Lokale Maschine Um Daten zu einem lokalen Ordner einer Maschine sichern zu können, müssen Sie die Gruppe <Maschinenname> erweitern und dann den gewünschten Ordner auswählen. Um Daten auf optische Medien wie CDs, DVDs oder Blu-ray-Medien (BD) sichern zu können, müssen Sie die Gruppe <Maschinenname> erweitern und das gewünschte Laufwerk auswählen. Um Daten auf RDX- oder USB-Flash-Laufwerke sichern zu können, müssen Sie die Gruppe <Maschinenname> erweitern und das gewünschte Laufwerk auswählen. Weitere Informationen über die Verwendung dieser Laufwerke finden Sie im Abschnitt 'Wechsellaufwerke (S. 221)'. Um Daten zu einem lokal angeschlossenen Bandgerät sichern zu können, erweitern Sie die Gruppe <Maschinename> und klicken dann auf das gewünschte Gerät. In den Standalone-Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 stehen Bandgeräte nur zur Verfügung, wenn Sie ein Upgrade von Acronis Backup & Recovery 10 durchgeführt haben. Zu weiteren Informationen über die Verwendung von Bändern siehe den Abschnitt 'Bandgerдte (S. 223). Um Daten zu einem Netzwerkordner sichern zu können, müssen Sie die Gruppe Netzwerkordner erweitern, die gewünschte Netzwerkmaschine auswählen und dann auf den freigegebenen Ordner klicken. Werden Anmeldedaten zum Zugriff auf die Netzwerkfreigabe benötigt, so wird das Programm diese erfragen. Hinweis für Linux-Benutzer: Um eine CIFS-Netzfreigabe (Common Internet File System) anzugeben, die zu einem Mount-Punkt wie z.b. /mnt/freigabe, wählen Sie diesen Mount-Punkt statt der Netzfreigabe aus. 67 Copyright Acronis International GmbH,

68 Ziel Details FTP, SFTP Für Daten über FTP oder SFTP sichern zu können, geben Sie den Namen oder die Adresse des entsprechenden Servers wie folgt in das Feld Pfad ein: ftp://ftp-server:port-nummer oder sftp://sftp-server:port-nummer Verwenden Sie folgende Schreibweise, um eine FTP-Verbindung im aktiven Modus aufzubauen: aftp://ftp-server:port-nummer Wenn Sie die Port-Nummer nicht angeben, wird Port 21 für FTP benutzt und Port 22 für SFTP. Nach Eingabe der Anmeldedaten sind die Ordner auf dem Server verfügbar. Klicken Sie auf den passenden Ordner auf dem Server. Sie können auf den Server auch als anonymer Benutzer zugreifen, wenn der Server einen solchen Zugang ermöglicht. Dafür klicken Sie auf Anonymen Zugang benutzen anstelle der Eingabe von Anmeldedaten. Anmerkung: Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Klartext über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Packet-Sniffer abgefangen werden. Storage Nodes Wenn Sie Daten zu einem Storage Node sichern müssen, der nicht auf dem Management Server registriert ist, oder wenn Sie auf einer Maschine arbeiten, die Sie mit einem bootfähigen Medium gestartet haben: Um auf ein verwaltetes Depot zuzugreifen, geben Sie im Feld Pfad ein: bsp://knoten_adresse/depot_name/ Um auf ein zentrales, nicht verwaltetes Depot zuzugreifen, tragen Sie den vollen Pfad zum Ordner des Depots ein. NFS-Laufwerke Um Daten per Backup zu einer NFS-Freigabe sichern zu können, erweitern Sie die Gruppe NFS-Laufwerke und klicken Sie auf den entsprechenden Ordner. Nur unter Linux und unter Linux-basierten bootfähigen Medien verfügbar Zugriff auf die Anmeldedaten für den Speicherort des Archivs Spezifizieren Sie die Anmeldedaten, die für den Zugriff auf den Ort notwendig sind, an dem das Backup-Archiv gespeichert wird. Der Benutzer, dessen Name angegeben wird, wird als Besitzer des Archivs betrachtet. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Anmeldedaten des Plans verwenden Das Programm greift auf die Quelldaten mit den Anmeldedaten des Backup-Plan-Kontos zu, wie sie im Abschnitt Plan-Parameter spezifiziert wurden. Folgende Anmeldedaten verwenden Das Programm greift auf die Quelldaten unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, sofern das Konto des Plans keine Zugriffsberechtigungen für den Speicherort hat. Es ist möglich, dass Sie für eine Netzwerkfreigabe oder ein Storage Node-Depot noch weitere Anmeldedaten brauchen. 68 Copyright Acronis International GmbH,

69 Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. Kennwort bestätigen. Geben Sie das Kennwort erneut ein. 2. Klicken Sie auf OK. Warnung: Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden Backup-Schemata Wählen Sie eins der verfügbaren Backup-Schemata: Einfach um zu planen, wann und wie oft die Daten gesichert werden und Aufbewahrungsregeln zu spezifizieren. Großvater-Vater-Sohn um das Großvater-Vater-Sohn-Backup-Schema zu verwenden. Das Schema erlaubt es nicht, dass Daten mehr als einmal pro Tag gesichert werden. Sie bestimmen den Wochentag, an dem das tägliche Backup ausgeführt wird und wählen von diesen Tagen noch einen Tag zum wöchentlichen und monatlichen Backup. Dann definieren Sie die Aufbewahrungsregeln für die täglichen (entspricht dem Sohn ), wöchentlichen ( Vater ) und monatlichen ( Großvater ) Backups. Abgelaufene Backups werden automatisch gelöscht. Türme von Hanoi zur Verwendung des Backup-Schema 'Türme von Hanoi'. Mit diesem Schema können Sie planen, wann und wie oft Backups (Sitzungen) erfolgen sollen und eine entsprechende Zahl von Backup-Levels zu bestimmen (bis zu 16). Die Daten können dabei mehrmals pro Tag gesichert werden. Indem Sie die Backup-Planung aufstellen und die Backup-Level wählen, erhalten Sie automatisch die Roll-back-Periode die garantierte Zahl von Sitzungen, zu der Sie jederzeit zurückgehen können. Der automatische Bereinigungsmechanismus hält die benötigte Roll-back-Periode aufrecht, indem er die abgelaufenen Backups löscht und von jedem Level die neusten Backups behält. Benutzerdefiniert um ein benutzerdefiniertes Schema zu erstellen, das Ihnen ermöglicht, eine Backup-Strategie in der für Ihr Unternehmen benötigten Art aufzustellen: Spezifizieren Sie multiple Zeit-/Ereignis-Pläne für verschiedene Backup-Typen, fügen Sie Bedingungen hinzu und definieren Sie die Aufbewahrungsregeln. Manueller Start um einen Backup-Task zum manuellen Start zu erstellen. Initial Seeding zum lokalen Speichern eines Voll-Backups, das später auf dem Acronis Online Backup Storage hinterlegt wird. Hinweis für Microsoft Exchange-Benutzer: Weitere Informationen über Backup-Schemata, die beim Backup von Exchange-Datenbanken, Speichergruppen oder Postfächern verwendet werden, finden Sie im Abschnitt 'Backup-Schemata' der Dokumentation 'Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten' Schema 'Einfach' Mit dem Backup-Schema 'Einfach' planen Sie nur, wann und wie oft die Daten gesichert werden sollen. Andere Schritte sind optional. Zur Einrichtung des Backup-Schemas 'Einfach' spezifizieren Sie die passenden Einstellungen wie folgt: Planung 69 Copyright Acronis International GmbH,

70 Legen Sie fest, wann und wie oft die Daten gesichert werden sollen. Siehe den Abschnitt Planung (S. 89), um mehr über das Einrichten von Zeit/-Ereignis-Planungen zu lernen. Aufbewahrungsregeln Spezifizieren Sie, wie lange Backups im Speicherort aufbewahrt werden sollen und ob sie danach verschoben oder gelöscht werden sollen. Die Aufbewahrungsregeln werden angewendet, wenn ein Backup erstellt wird. Standardmäßig ist die Option Backups unbegrenzt behalten aktiviert, was bedeutet, dass keine Backups automatisch gelöscht werden. Zu weiteren Informationen über Aufbewahrungsregeln siehe 'Aufbewahrungsregeln von Backups einstellen (S. 107)'. Backup-Typ Klicken Sie auf Anzeigen: Backup-Typ, Validierung, zu virtueller Maschine konvertieren, um Zugriff auf diese Einstellung zu erhalten. Bestimmen Sie den Backup-Typ. Vollständig. Standardmäßig für alle Backup-Speicherorte (mit Ausnahme des Acronis Online Backup Storages) vorausgewählt. Inkrementell. Beim ersten Mal wird immer ein Voll-Backup erstellt. Die nachfolgenden Backups werden inkrementell. Als einziger Backup-Typ für den Acronis Online Backup Storage ausgewählt. Anmerkung: Wenn der Backup-Typ Inkrementell zusammen mit den Aufbewahrungsregeln ausgewählt ist, erfolgt die Bereinigung des Archivs mit Hilfe der Konsolidierung (S. 492), was eine zeitund ressourcenintensivere Aktion ist Schema Großvater-Vater-Sohn Auf einen Blick Tägliche ('Sohn'), wöchentliche ('Vater') und monatliche ('Großvater') Backups Benutzerdefinierbarer Tag für wöchentliche und monatliche Backups Benutzerdefinierbare Aufbewahrungsdauer für Backups jeden Typs Beschreibung Angenommen, Sie wollen einen Backup-Plan aufstellen, der regelmäßig eine Serie täglicher (T), wöchentlicher (W) und monatlicher (M) Backups produziert. Beispiel: Die nachfolgende Tabelle zeigt eine exemplarische zweimonatige Periode für einen solchen Plan. Mo Di Mi Do Fr Sa So Jan 1 Jan 7 T T T T W - - Jan 8 Jan 14 T T T T W - - Jan 15 Jan 21 T T T T W - - Jan 22 Jan 28 T T T T M - - Jan 29 Feb 4 T T T T W - - Feb 5 Feb 11 T T T T W - - Feb 12 Feb 18 T T T T W - - Feb 19 Feb 25 T T T T M - - Feb 26 Mrz 4 T T T T W Copyright Acronis International GmbH,

71 Die täglichen Backups laufen an jedem Wochentag außer freitags, welcher für wöchentliche und monatliche Backups gelassen wird. Die monatlichen Backups laufen am letzten Freitag eines jeden Monats, während die wöchentlichen Backups an allen übrigen Freitagen laufen. Als Ergebnis erhalten Sie normalerweise 12 monatliche Backups über ein vollständiges Jahr hinweg. Parameter Sie können für ein Schema Großvater-Vater-Sohn (GVS) folgende Parameter einstellen. Backup starten Backup auf Spezifiziert, wann das Backup starten soll. Der Standardwert ist 12:00 Uhr. Spezifizieren Sie die Tage in der Woche, an denen ein Backup ausgeführt wird. Der Standardwert ist Werktags. Wöchentlich/monatlich: Spezifiziert, welchen Tag in der Woche (der im Feld Backup an gewählten Tage) Sie für wöchentliche und monatliche Backups reservieren wollen. Backups behalten Backup-Typ Der Standardwert ist Freitag. Mit diesem Wert wird ein monatliches Backup am letzten Freitag eines jeden Monats ausgeführt. Wöchentliche Backups werden an allen anderen Freitagen ausgeführt. Sollten Sie einen anderen Tag der Woche wählen, dann werden diese Regeln auf den ausgewählten Tag angewendet. Spezifiziert, wie lange die Backups im Archiv gespeichert werden sollen. Die Zeitdauer kann in Stunden, Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren gesetzt werden. Für monatliche Backups können Sie auch Unbegrenzt behalten wählen, falls Sie diese für immer speichern wollen. Die Standardwerte für jeden Backup-Typ sind wie folgt: Täglich: 5 Tage (empfohlenes Minimum) Wöchentlich: 7 Wochen Monatlich: unbegrenzt Die Aufbewahrungsdauer für wöchentliche Backups muss die für tägliche überschreiten; die Periode für monatliche Backups muss größer sein als die für wöchentliche. Es wird für tägliche Backups eine Aufbewahrungsdauer von wenigstens einer Woche empfohlen. Spezifiziert den Typ täglicher, wöchentlicher und monatlicher Backups Immer vollständig alle täglichen, wöchentlichen und monatlichen Backups sind immer vollständig. Das ist die Standardauswahl für Fälle, in denen ein Bandgerät als Backup-Speicherort ausgewählt wird. Erweiterte Einstellungen Vollständig/Differentiell/Inkrementell tägliche Backups sind inkrementell, wöchentliche Backups differentiell und monatliche Backups sind vollständig. Das erste Backup ist immer vollständig. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es ein monatliches Backup ist. Es wird als tägliches, wöchentliches oder monatliches Backup aufbewahrt, abhängig vom Wochentag, an dem es erstellt wurde. Verfügbar nur für die Advanced Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 und bei Erstellung eines zentralen Backup-Plans. Details finden Sie im Abschnitt 'Erweiterte Planungseinstellungen (S. 98)'. Ein Backup wird solange nicht gelöscht, bis alle auf ihm beruhenden Backups ebenfalls von einer Löschung betroffen sind. Aus diesem Grund kann es sein, dass Sie ein Backup sehen (mit dem Symbol gekennzeichet), welches noch einige Tage über sein Ablaufdatum im Archiv verbleibt. 71 Copyright Acronis International GmbH,

72 Beispiele Jeder Tag der vergangenen Woche, jede Woche des vergangenen Monats Betrachten wir ein allgemein als nützlich angesehenes GVS-Backup-Schema. Dateien jeden Tag sichern, einschließlich am Wochenende Ermöglicht die Wiederherstellung von Dateien von jedem der vergangenen sieben Tage Zugriff auf die wöchentlichen Backups des vergangenen Monats haben. Monatliche Backups unbegrenzt behalten. Die Parameter des Backup-Schemas können dann wie folgt gesetzt werden. Backup starten: 23:00:00 Uhr Sichern: Alle Tage Wöchentlich/monatlich: Samstag (als Beispiel) Backups aufbewahren: Täglich: 1 Woche Wöchentlich: 1 Monat Monatlich: unbegrenzt Als Ergebnis wird ein Archiv aus täglichen, wöchentlichen und monatlichen Backups erstellt. Tägliche Backups sind für die sieben Tage seit Erstellung verfügbar. Ein Beispiel: Ein tägliches Backup vom Sonntag (1. Januar) wird bis zum nächsten Sonntag (8. Januar) verfügbar sein, das erste wöchentliche Backup vom Samstag (7. Januar) wird auf dem System bis zum 7. Februar gespeichert. Monatliche Backups werden nie gelöscht. Begrenzte Speicherung Sofern Sie nicht eine Unmenge von Platz zur Speicherung eines riesigen Archivs einrichten wollen, sollten Sie ein GVS-Schema aufsetzen, welches Ihre Backups kurzlebiger macht, gleichzeitig aber auch sicherstellt, dass Ihre Informationen im Fall eines unbeabsichtigten Datenverlustes wiederhergestellt werden können. Angenommen, Sie müssen: Backups am Ende eines jeden Arbeitstages durchführen fähig sein, eine versehentlich gelöschte oder ungewollt modifizierte Datei wiederherzustellen, falls dies relativ schnell entdeckt wurde zehn Tage nach seiner Erstellung noch Zugriff auf ein wöchentliches Backup haben monatliche Backups für ein halbes Jahr aufbewahren. Die Parameter des Backup-Schemas können dann wie folgt gesetzt werden. Backup starten: 18:00:00 Uhr Sichern: Werktags Wöchentlich/monatlich: Freitag Backups aufbewahren: Täglich: 1 Woche Wöchentlich: 10 Tage Monatlich: 6 Monate 72 Copyright Acronis International GmbH,

73 Mit Hilfe dieses Schemas steht Ihnen eine Woche zur Verfügung, um die frühere Version einer beschädigten Datei aus einem täglichen Backup wiederherzustellen, außerdem haben Sie einen 10-Tage-Zugriff auf wöchentliche Backups. Jedes monatliche Voll-Backup wird über sechs Monate nach seinem Erstelldatum verfügbar sein. Arbeitsplan Angenommen, Sie sind Finanzberater in Teilzeit und arbeiten dienstags und donnerstags in einer Firma. An diesen Tagen führen Sie häufig Änderungen an Ihren Finanzdokumenten, Mitteilungen durch und aktualisieren Ihre Tabellenkalkulationen etc. auf Ihrem Notebook. Um diese Daten per Backup zu sichern, wollen Sie vermutlich: die Veränderungen an den finanziellen Mitteilungen, Tabellenkalkulationen etc. verfolgen, die Sie dienstags und donnerstags durchgeführt haben (tägliches inkrementelles Backup). eine wöchtenliche Zusammenfassung aller Dateiveränderungen seit dem letzten Monat haben (wöchentliche differentielle Backups am Freitag) ein monatliches Voll-Backup Ihrer Dateien haben. Weiterhin sei angenommen, dass Sie sich einen Zugriff auf alle Backups, inkl. der täglichen, für wenigstens sechs Monate bewahren wollen. Das nachfolgende GVS-Schema passt für diesen Zweck: Backup starten: 23:30 Uhr Sichern: Dienstag, Donnerstag, Freitag Wöchentlich/monatlich: Freitag Backups aufbewahren: Täglich: 6 Monate Wöchentlich: 6 Monate Monatlich: 5 Jahre Tägliche inkrementelle Backups werden hier dienstags und donnerstags erstellt, zusammen mit an Freitagen durchgeführten wöchentlichen und monatlichen Backups. Beachten Sie, dass um Freitag im Feld Wöchentlich/monatlich auswählen zu können, Sie ihn zuerst im Feld Backup an auswählen müssen. Ein solches Archiv würde es Ihnen erlauben, Ihre Finanzdokumente vom ersten und letzten Tag der Arbeit zu vergleichen und eine fünfjährige Geschichte aller Dokumente zu haben. Keine täglichen Backups Betrachten Sie ein exotischeres GVS-Schema: Backup starten: 12:00 Uhr Sichern: Freitag Wöchentlich/monatlich: Freitag Backups aufbewahren: Täglich: 1 Woche Wöchentlich: 1 Monat Monatlich: unbegrenzt Ein Backup wird daher nur freitags durchgeführt. Dies macht Freitag zur einzigen Wahl für wöchentliche und monatliche Backups, ohne dass ein Tag für tägliche Backups bleibt. Das 73 Copyright Acronis International GmbH,

74 resultierende Großvater-Vater -Archiv wird daher nur aus wöchentlichen differentiellen und monatlichen vollständigen Backups bestehen. Obwohl es möglich ist, GVS für die Erstellung eines solchen Archivs zu verwenden, ist das eigene Schema in dieser Situation flexibler Benutzerdefiniertes Backup-Schema Auf einen Blick benutzerdefinierte Planung und Bedingungen für Backups jeden Typs Benutzerdefinierte Planungen und Aufbewahrungsregeln Parameter Parameter Planung für vollständige Backups Planung für inkrementelle Backups Planung für differentielle Backups Archiv bereinigen Bedeutung Spezifiziert, nach welcher Zeitplanung und unter welchen Bedingungen ein Voll-Backup durchgeführt werden soll. Ein Beispiel: Das Voll-Backup kann zur Ausführung an jedem Sonntag um 1:00 Uhr angesetzt werden, sobald alle Benutzer abgemeldet wurden. Spezifiziert, nach welcher Zeitplanung und unter welchen Bedingungen ein inkrementelles Backup durchgeführt werden soll. Anstelle des inkrementellen wird ein Voll-Backup erstellt, sofern das Archiv zum Zeitpunkt der Task-Ausführung kein Voll-Backup enthält. Spezifiziert, nach welcher Zeitplanung und unter welchen Bedingungen ein differentielles Backup durchgeführt werden soll. Anstelle des differentiellen wird ein Voll-Backup erstellt, sofern das Archiv zum Zeitpunkt der Task-Ausführung keine Voll-Backups enthält. Gibt an, wie alte Backups entfernt werden sollen: entweder durch das regelmäßige Anwenden von Aufbewahrungsregeln (S. 108) oder durch das Bereinigen des Archivs während eines Backups, wenn am Zielspeicherort kein Platz mehr verfügbar ist. Standardmäßig sind keine Aufbewahrungsregeln angegeben und alte Backups daher nicht automatisch gelöscht. Aufbewahrungsregeln verwenden Spezifizieren Sie die Aufbewahrungsregeln und wann diese angewendet werden sollen. Diese Einstellung empfiehlt sich für Backup-Ziele wie z.b. freigegebene Ordner oder zentrale Depots. Wenn nicht ausreichend Speicherplatz während des Backups vorhanden ist Das Archiv wird nur während eines Backups bereinigt, sofern nicht ausreichend Speicherplatz für ein neues Backup vorhanden ist. In diesem Fall verhält sich die Software folgendermaßen: Das älteste Voll-Backup einschließlich aller abhängigen inkrementellen bzw. differentiellen Backups wird gelöscht Wenn nur ein vollständiges Backup vorhanden ist und ein neues Voll-Backup gerade erstellt wird, dann wird das letzte vollständige Backup mit allen abhängigen inkrementellen bzw. differentiellen Backups gelöscht. Wenn nur ein vollständiges Backup vorhanden ist und ein inkrementelles 74 Copyright Acronis International GmbH,

75 Aufbewahrungsregeln anwenden (nur wenn Aufbewahrungsregeln erstellt wurden) Planung für Bereinigung (nur wenn Nach Planung ausgewählt ist) 2. Speicherort, 3. Speicherort, usw. bzw. differentielles Backup gerade erstellt wird, erscheint eine Fehlermeldung, dass nicht genügend freier Speicher vorhanden ist. Diese Einstellung empfiehlt sich bei der Sicherung auf einem USB-Laufwerk oder der Acronis Secure Zone. Die Einstellung ist nicht auf verwaltete Depots sowie FTP- und SFTP-Server anwendbar. Mit dieser Einstellung kann das letzte Backup im Archiv gelöscht werden, falls auf dem Speichermedium nicht ausreichend Platz für mehr als ein Backup vorhanden ist. Bedenken Sie jedoch, dass Ihnen damit möglicherweise kein Backup bleibt, falls das Programm aus irgendeinem Grund das neue Backup nicht erstellen kann. Spezifiziert, wann die Aufbewahrungsregeln (S. 108) angewendet werden. Die Bereinigungsprozedur kann z.b. so aufgesetzt werden, dass sie nach jedem Backup und zudem nach Zeitplanung abläuft. Diese Option ist nur dann verfügbar, wenn Sie wenigstens eine Regel in den Aufbewahrungsregeln definiert haben. Spezifiziert einen Zeitplan zur Bereinigung des Archivs. Die Bereinigung kann z.b. so definiert werden, dass sie planmäßig am letzten Tag eines jeden Monats startet. Diese Option ist nur verfügbar, wenn Sie Nach Planung unter Aufbewahrungsregeln anwenden gewählt haben. Spezifiziert, wohin die Backups vom aktuellen Speicherort aus kopiert oder verschoben (S. 104) werden sollen. Diese Option ist nur verfügbar, wenn Sie entweder das Kontrollkästchen Neu erstelltes Backup zu einem anderen Speicherort replizieren unter Art des Backups aktiviert haben oder das Kontrollkästchen Die ältesten Backups an einen anderen Speicherort verschieben im Fenster Aufbewahrungsregeln. Beispiele Wöchentliches Voll-Backup Das folgende Schema bringt ein Voll-Backup hervor, das jede Freitagnacht erstellt wird. Voll-Backup: Planung: Wöchentlich jeden Freitag um 22:00 Uhr Hier werden alle Parameter außer Planung bei Voll-Backup leer gelassen. Alle Backups in diesem Archiv werden unbegrenzt behalten (es wird keine Bereinigung des Archivs vorgenommen). Voll- und inkrementelles Backup plus Bereinigung Mit dem nachfolgenden Schema wird das Archiv aus wöchentlichen Voll-Backups und täglichen inkrementellen Backups bestehen. Eine zusätzliche Bedingung ist, dass ein Voll-Backup nur startet, wenn sich alle Benutzer abgemeldet haben. Voll-Backup: Planung: Wöchentlich jeden Freitag um 22:00 Uhr Voll-Backup: Bedingungen: Benutzer ist abgemeldet Inkrementell: Planung: Wöchentlich, an jedem Werktag um 21:00 Uhr Weiterhin sollen alle Backups, die älter als ein Jahr sind, aus dem Archiv gelöscht und die Bereinigung nach Erstellung eines neuen Backups durchgeführt werden. 75 Copyright Acronis International GmbH,

76 Aufbewahrung: Lösche Backups älter als 12 Monate Aufbewahrungsregeln anwenden: Nach Backup Vorgegeben ist, dass einjährige Backups solange nicht gelöscht werden, bis alle davon abhängenden inkrementellen Backups ebenfalls Objekt einer Löschaktion werden. Weitere Informationen finden Sie bei Aufbewahrungsregeln (S. 108). Monatliche Voll-, wöchentliche differentielle und tägliche inkrementelle Backups plus Bereinigung Dieses Beispiel demonstriert die Verwendung aller im benutzerdefinierten Schema verfügbaren Optionen. Angenommen, Sie benötigen ein Schema, das monatliche Voll-Backups, wöchentliche differentielle und tägliche inkrementelle Backups produziert. Die Backup-Planung sieht dann wie folgt aus. Voll-Backup: Planung: Monatlich jeden letzten Sonntag des Monats um 21:00 Uhr Inkrementell: Planung: Wöchentlich jeden Werktag um 19:00 Uhr Differentiell: Planung: Wöchentlich jeden Samstag um 20:00 Uhr Weiterhin wollen Sie Bedingungen hinzufügen, die erfüllt sein müssen, damit ein Backup-Task startet. Diese werden im Feld Bedingungen für jeden Backup-Typ eingestellt. Voll-Backup: Bedingungen: Speicherort verfügbar Inkrementell: Bedingungen: Benutzer ist abgemeldet Differentiell: Bedingungen: Benutzer ist untätig Als Folge startet ein Voll-Backup ursprünglich für 21:00 geplant möglicherweise später: sobald der Backup-Speicherort verfügbar wird. Vergleichbar warten die Backup-Tasks für inkrementelle bzw. differentielle Backups solange, bis alle Benutzer abgemeldet bzw. untätig sind. Abschließend erstellen Sie Aufbewahrungsregeln für das Archiv: Behalten Sie nur Backups, die nicht älter als sechs Monate sind, und lassen Sie die Bereinigung nach jedem Backup-Task sowie an jedem letzten Tag eines Monats ausführen. Aufbewahrungsregeln: Lösche Backups älter als 6 Monate Aufbewahrungsregeln anwenden: Nachdem Backup, nach Planung Planung für die Bereinigung: Monatlich am letzten Tag von allen Monaten um 22:00 Uhr Standardmäßig wird ein Backup solange nicht gelöscht, wie es abhängige Backups hat, die behalten werden müssen. Wird z.b. ein Voll-Backup einer Löschaktion unterworfen, während es noch inkrementelle oder differentielle, von ihm abhängende Backups gibt, so wird die Löschung solange verschoben, bis alle abhängenden Backups ebenfalls gelöscht werden können. Weitere Informationen finden Sie bei Aufbewahrungsregeln (S. 108) Schema 'Türme von Hanoi' Auf einen Blick bis zu 16 Level mit vollständigen, differentiellen und inkrementellen Backups 76 Copyright Acronis International GmbH,

77 Backups des nächsten Levels sind doppelt so selten wie die des vorherigen Levels Es wird jeweils ein Backup eines Levels gespeichert. eine höhere Dichte hin zu jüngeren Backups Parameter Sie können beim Schema Türme von Hanoi die folgenden Parameter einstellen. Planung Zahl der Level Einen tдglichen (S. 90), wцchentlichen (S. 92) oder monatlichen (S. 94) Zeitplan einstellen. Bei der Konfiguration von Planungseinstellungen haben Sie auch die Möglichkeit, einfache Planungen zu erstellen (beispielsweise eine einfache tägliche Planung: ein Backup-Task wird täglich um 10 Uhr ausgeführt) genauso wie auch komplexere Zeitpläne (Beispiel für einen komplexen täglichen Plan: ein Task wird jeden dritten Tag ausgeführt, beginnend vom 15. Januar. An den betreffenden Tagen wird der Task alle 2 Stunden von 10:00 bis 22:00 Uhr wiederholt). Auf diese Weise spezifizieren komplexe Zeitpläne die Sitzungen, an denen das Schema ausgeführt werden soll. In der nachfolgenden Betrachtung können Tage durch geplante Sitzungen ersetzt werden. Bestimmen Sie zwischen 2 bis 16 Backup-Level. Zu Details siehe die nachfolgend dargestellten Beispiele. Roll-Back-Zeitspanne Garantierte Zahl von Sitzungen, die Sie jederzeit im Archiv zurückgehen können. Automatisch kalkuliert, abhängig von den Zeitplan-Parametern und der gewählten Level-Zahl. Zu Details siehe das nachfolgend dargestellte Beispiel. Backup-Typ Beispiel Spezifiziert, welche Backup-Typen die Backup-Level haben werden Immer vollständig alle Level der Backups werden vom Typ 'Vollständig' sein. Das ist die Standardauswahl für Fälle, in denen ein Bandgerät als Backup-Speicherort ausgewählt wird. Vollständig/Differentiell/Inkrementell die Backups verschiedener Level werden verschiedene Typen haben: Backups des letzten Levels sind vollständig Backups zwischenzeitlicher Level sind differentiell Backups des ersten Levels sind inkrementell Die Zeitplan-Parameter sind wie folgt eingestellt Wiederholen: Jeden Tag Frequenz: Einmalig um 18:00 Uhr Zahl der Level: 4 Backup-Typ: Vollständig/Differentiell/Inkrementell So sieht der Zeitplan der ersten 14 Tage (oder 14 Sitzungen) für dieses Schema aus. Schattierte Zahlen kennzeichnen die Backup-Level Die Backups unterschiedlicher Level haben unterschiedliche Typen: Letzte-Ebene-Backups (hier Ebene 4) sind Voll-Backups; Die Backups zwischenzeitlicher Ebenen (2, 3) sind differentiell; 77 Copyright Acronis International GmbH,

78 Erste-Ebene -Backups (1) sind inkrementell. Ein Bereinigungsmechanismus stellt sicher, dass nur die jeweils neusten Backups jeder Ebene behalten werden. So sieht das Archiv am 8. Tag aus, ein Tag vor Erstellung eines neuen Voll-Backups Das Schema erlaubt eine effiziente Datenspeicherung: mehr Backups sammeln sich zur gegenwärtigen Zeit hin an. Mit vier Backups können Sie die Daten von heute, gestern, vor einer halben oder einer ganzen Woche wiederherstellen. Roll-Back-Zeitspanne Die Zahl der Tage, die Sie im Archiv zurückgehen können, variiert in Abhängigkeit von den Tagen: Die garantiert verfügbare, minimale Zahl an Tagen wird Roll-Back Periode genannt. Die nachfolgende Tabelle zeigt Voll-Backups und Roll-Back Perioden für Schemata mit unterschiedlichen Leveln. Zahl der Level Voll-Backup alle Zurück an unterschiedlichen Tagen Roll-Back-Zeitspanne 2 2 Tage 1 bis 2 Tage 1 Tag 3 4 Tage 2 bis 5 Tage 2 Tage 4 8 Tage 4 bis 11 Tage 4 Tage 5 16 Tage 8 bis 23 Tage 8 Tage 6 32 Tage 16 bis 47 Tage 16 Tage Durch Hinzufügen eines Levels werden Voll-Backup und Roll-back-Perioden jeweils verdoppelt. Warum die Zahl von Wiederherstellungstagen variiert, ergibt sich aus dem vorherigen Beispiel. Das sind die verfügbaren Backups am 12. Tag (Zahlen in Grau kennzeichnen gelöschte Backups) Das Backup vom 5. Tag liegt immer noch vor, weil bisher kein neues differentielles Backup für Level 3 erstellt wurde. Da es auf dem Voll-Backup von Tag 1 basiert, ist dieses Backup ebenfalls verfügbar. Dies ermöglicht es, bis zu 11 Tage zurückzugehen, was dem Best-Case-Szenario entspricht. Am folgenden Tag wird jedoch ein neues differentielles Backup der dritten Ebene erstellt und das alte Voll-Backup gelöscht Dies ermöglicht nur ein Wiederherstellungs-Intervall von 4 Tagen, was dem Worst-Case-Szenario entspricht. Am Tag 14 beträgt das Intervall 5 Tage. Es steigt an den nachfolgenden Tagen, bevor es wieder abnimmt und so weiter Copyright Acronis International GmbH,

79 Die Roll-Back-Periode verdeutlicht, wie viele Tage auch im schlimmsten Fall garantiert verfügbar sind. Bei einem Vier-Level-Schema beträgt sie vier Tage Manueller Start Mit dem Schema Manueller Start müssen Sie keine Backup-Planung spezifizieren. Sie können den Backup-Plan von der Ansicht Pläne und Tasks jederzeit später manuell ausführen. Spezifizieren Sie die passenden Einstellungen wie folgt. Backup-Typ Wählen Sie den Typ des Backups Vollständig. Standardmäßig für alle Backup-Speicherorte (mit Ausnahme des Acronis Online Backup Storages) vorausgewählt. Inkrementell. Beim ersten Mal wird ein Voll-Backup erstellt. Die nachfolgenden Backups werden inkrementell. Als einziger Backup-Typ für den Acronis Online Backup Storage ausgewählt. Differentiell. Beim ersten Mal wird ein Voll-Backup erstellt. Die nächsten Backups werden differentiell Initial Seeding Dieses Backup-Schema ist verfügbar, wenn der Acronis Online Backup Storage als Backup-Ziel ausgewählt wurde. Ein Backup ist nur dann erfolgreich, wenn Sie eine Initial Seeding-Lizenz haben. Der 'Initial Seeding'-Dienst ist in Ihrer Region möglicherweise nicht verfügbar. Klicken Sie hier für weitere Informationen: Initial Seeding ermöglicht Ihnen, das erste Backup (üblicherweise ein Voll-Backup und sehr groß) durch Verwendung einer Festplatte (oder ähnlichen Laufwerks) statt per Internetübertragung zum Online Storage hochzuladen. Nachfolgende Backups (üblicherweise inkrementell und daher deutlich kleiner) können dann per Internet übertragen werden, sobald das Voll-Backup im Online Storage angekommen ist. Wenn Sie eine Datenmenge von 100 GB oder mehr sichern, ermöglicht Initial Seeding eine schnellere Auslieferung der Daten und geringere Übertragungskosten. Konsultieren Sie zu weiteren Details den Abschnitt Initial Seeding FAQ (S. 465) Archiv-Validierung Setzen Sie einen Validierungstask auf, um zu überprüfen, ob gesicherte Daten wiederherstellbar sind. Der Validierungstask scheitert und der Backup-Plan erhält den Status Error, wenn das Backup die Überprüfung nicht erfolgreich bestehen konnte. Die Validierung eines Datei-Backups imitiert die Wiederherstellung aller Dateien aus einem Backup an einen imitierten Zielort. Die Validierung eines Image-Backups berechnet eine Prüfsumme für jeden Datenblock, der im Backup gespeichert ist. Spezifizieren Sie die folgenden Parameter, um eine Validierung anzulegen 1. Validierungszeitpunkt bestimmen Sie, wann die Validierung durchgeführt wird. Da eine Validierung eine Ressourcen-intensive Aktion ist, empfiehlt es sich, sie so zu planen, dass sie nicht zu Hauptbelastungszeiten der verwalteten Maschine erfolgt. Wenn die Validierung dagegen 79 Copyright Acronis International GmbH,

80 ein wichtiger Teil Ihrer Strategie zur Datensicherung ist und Sie es bevorzugen, sofort informiert zu werden, ob die gesicherten Daten intakt und daher erfolgreich wiederherstellbar sind, dann sollten Sie die Validierung direkt nach Backup-Erstellung durchführen. 2. Was validieren bestimmen Sie, ob das komplette Archiv oder das letzte Backup im Archiv überprüft wird. Die Validierung eines Archivs überprüft alle Backups des Archivs und kann viel Zeit sowie System-Ressourcen benötigen. Die Validierung des letzten Backups kann auch Zeit benötigen, selbst wenn dieses Backup inkrementell oder differentielle ist und nur eine geringe Größe hat. Hintergrund ist, dass die Aktion nicht einfach nur die konkret im Backup enthaltenen Daten validiert, sondern alle durch Wahl des Backups wiederherstellbaren Daten. Dies erfordert einen Zugriff auf zuvor erstellte Backups. 3. Validierungsplanung (erscheint nur, falls Sie in Schritt 1 Nach Zeitplan ausgewählt haben) definiert den Zeitplan für die Validierung. Zu weiteren Informationen siehe den Abschnitt Planung (S. 89) Anmeldedaten des Backup-Plans Stellen Sie die Anmeldedaten für das Konto zur Verfügung, unter dem der Plan ausgeführt wird. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Anmeldedaten des Acronis Service verwenden oder Unter dem aktuellen Benutzer ausführen Der Plan wird unter einem der folgenden Benutzerkonten ausgeführt: Das Konto des Agenten-Dienstes (Agent Service), sofern Sie administrative Berechtigungen auf der Maschine haben. Ihr Konto, sofern Sie als normaler Benutzer angemeldet sind (etwa als Mitglied der Gruppe 'Benutzer'). Folgende Anmeldedaten verwenden Die Tasks werden immer mit den von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten ausgeführt, egal ob manuell oder per Zeit-/Ereignis-Planung gestartet. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. Kennwort bestätigen. Geben Sie das Kennwort erneut ein. 2. Klicken Sie auf OK. Siehe den Abschnitt Benutzerberechtigungen auf einer verwalteten Maschine (S. 37), um mehr über Aktionen zu erfahren, die in Abhängigkeit von Benutzerberechtigungen verfügbar sind Bezeichnung (Maschinen-Eigenschaften in einem Backup bewahren) Jedes Mal, wenn eine Maschine gesichert wird, werden dem Backup auch Informationen über den Maschinennamen, das Betriebssystem, das Windows Service Pack sowie den 'Security Identifier' (SID) 80 Copyright Acronis International GmbH,

81 hinzugefügt ergänzt um eine benutzerdefinierte Textbezeichnungen. Die Bezeichnung kann Angaben zur Abteilung, zum Namen des Maschinen-Benutzers oder ähnliche Informationen enthalten, die als Kennzeichnung (Tag) oder Suchschlüssel dienen können. Wenn Sie die Maschine mit dem Agenten für ESX(i) zu einem VMware ESX(i)-Server wiederherstellen (S. 146) oder das Backup zu einer virtuellen ESX(i)-Maschine konvertieren (S. 192), dann werden diese Eigenschaften in die Konfiguration der virtuellen Maschine übertragen. Sie können diese dann in den Einstellungen der virtuellen Maschine einsehen: Einstellungen bearbeiten > Optionen > Erweitert > Allgemein > Konfigurationsparameter. Sie können die virtuellen Maschinen mit Hilfe dieser einstellbaren Parameter sortieren oder gruppieren. Das kann bei verschiedenen Szenarien nützlich sein. Beispiel: Angenommen, Sie möchten Ihr Büro oder Datacenter in eine virtuelle Umgebung migrieren. Sie können durch die Verwendung von Dritthersteller-Software, die per VMware-API auf die Konfigurationsparameter zugreifen kann, Sicherheitsrichtlinien auf jede Maschine anwenden sogar bevor diese eingeschaltet wird. So fügen Sie Backups eine Textbezeichnung hinzu: 1. Klicken Sie auf der Seite Backup-Plan erstellen (S. 58) auf Anmeldedaten des Plan, Kommentare, Bezeichnung anzeigen. 2. Geben Sie im Feld Bezeichnung die gewünschte Benennung ein oder wählen Sie eine aus dem aufklappbaren Menü aus. Spezifikation der Parameter Parameter Wert Beschreibung acronistag.label <string> Eine benutzerdefinierte Bezeichnung. acronistag.hostname <string> Host-Name (FQDN) acronistag.os.type <string> Betriebssystem Die Bezeichnung kann von einem Benutzer bei Erstellung eines Backup-Plans festgelegt werden. acronistag.os.servicepack 0, 1, 2... Die Version des im System installierten Service Packs. Nur für Windows-Betriebssysteme. acronistag.os.sid <string> Die SID der Maschine. Beispielsweise: S Nur für Windows-Betriebssysteme. Werte des Parameters 'acronistag.os.type' Windows NT 4 Windows 2000 Professional Windows 2000 Server Windows 2000 Advanced Server Windows XP alle Editionen Windows XP All Editionen (64 Bit) Windows Server 2003 alle Editionen Windows Server 2003 All Editionen (64 Bit) winntguest win2000proguest win2000servguest win2000servguest winxpproguest winxppro64guest winnetstandardguest winnetstandard64guest 81 Copyright Acronis International GmbH,

82 Windows 2008 Windows 2008 (64 Bit) Windows Vista Windows Vista (64 Bit) Windows 7 Windows 7 (64 Bit) Windows Server 2008 R2 (64 Bit) Linux Linux (64 Bit) Anderes Betriebssystem Anderes Betriebssystem (64 Bit) winlonghornguest winlonghorn64guest winvistaguest winvista64guest windows7guest windows7_64guest windows7server64guest otherlinuxguest otherlinux64guest otherguest otherguest64 Beispiel acronistag.label = DEPT:BUCH; COMP:SUPERSERVER; OWNER:EJONSON acronistag.hostname = superserver.corp.local acronistag.os.type = windows7server64guest acronistag.os.servicepack = 1 acronistag.os.sid = S Die Reihenfolge von Aktionen in einem Backup-Plan Falls ein Backup-Plan mehrere Aktionen enthält, führt Acronis Backup & Recovery 11.5 diese in folgender Reihenfolge aus: 1. Bereinigung (falls Vor dem Backup konfiguriert) und Validierung (falls die Bereinigung ausgeführt wurde und die Validierung zur Ausführung Nach Anwendung der Aufbewahrungsregeln konfiguriert ist). Falls ein Backup während der Bereinigung zu einem anderen Speicherort verschoben wurde, werden alle Aktionen, die für die nachfolgenden Speicherort konfiguriert wurden, zuerst durchgeführt, bevor mit den nachfolgenden Schritten für den primären Speicherort fortgefahren wird. 2. Befehlsausführung vor dem Backup. 3. Backup: a. Befehlsausführung vor Datenerfassung b. Snapshot-Erstellung c. Befehlsausführung nach Datenerfassung d. Backup-Prozess 4. Start der Backup-Katalogisierung Die Backup-Katalogisierung kann ein zeitaufwendiges Verfahren sein. Sie wird parallel mit den nachfolgenden Schritten ausgeführt. 5. Befehlsausführung nach dem Backup. 6. Desaster-Recovery-Plan (DRP)-Erstellung. 7. Konvertierung zu einer virtuellen Maschine. 8. Backup-Replikation. 9. Bereinigung. 82 Copyright Acronis International GmbH,

83 Falls die Replikation stattgefunden hat oder ein Backup während der Bereinigung zu einem anderen Speicherort verschoben wurde, werden alle Aktionen, die für die nachfolgenden Speicherort konfiguriert wurden, zuerst durchgeführt, bevor mit den nachfolgenden Schritten für den primären Speicherort fortgefahren wird. 10. Validierung. 11. Bandauswurf. 12. Versenden von -Benachrichtigung Warum fragt das Programm nach einem Kennwort? Ein geplanter oder aufgeschobener Task muss unabhängig davon, ob ein Benutzer angemeldet ist, ausgeführt werden. In Fällen, in denen Sie die Anmeldedaten, unter denen ein Task ausgeführt wird, nicht explizit angegeben haben, schlägt das Programm die Verwendung Ihres Benutzerkontos vor. Geben Sie Ihr Kennwort ein, spezifizieren Sie ein anderes Konto oder ändern Sie die geplante Ausführung auf manuell. 4.3 Vereinfachte Benennung von Backup-Dateien Gehen Sie folgendermaßen vor, um die vereinfachte Benennung von Backup-Dateien verwenden zu können: Klicken Sie in der Willkommensseite auf Backup-Plan erstellen (S. 58), erweitern Sie Benennung der Backup-Datei, Archivkommentare anzeigen und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... Wenn Sie ein Backup von einem lokal angeschlossenen RDX- oder USB-Flash-Laufwerk erstellen, erscheint das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... nicht. Stattdessen bestimmt der Wechsellaufwerksmodus (S. 221), ob das Standard- oder das vereinfachte Bennenungsschema verwendet wird. Unter Linux erscheint das Kontrollkästchen, nachdem Sie das Gerät manuell gemountet haben. Klicken Sie in der Willkommensseite auf Backup jetzt (S. 58). Die 'vereinfachte Benennung' wird immer dann verwendet, wenn das Backup-Ziel dies unterstützt (zu den Beschränkungen siehe weiter unten). Wenn Sie die vereinfachte Dateibenennung verwenden, gilt: Der Dateiname des ersten (vollständigen) Backups im Archiv wird aus dem Archivnamen zusammengesetzt, beispielsweise: MeineDateien.tib. Die Dateinamen der nachfolgenden (inkrementellen oder differentiellen) Backups erhalten eine zusätzliche Kennziffer. Beispielsweise: MeineDateien2.tib, MeineDateien3.tib und so weiter. Diese einfache Namensschema ermöglicht Ihnen, von einer Maschine ein 'transportierbares' Image auf ein entfernbares Medium zu erstellen oder die Backups durch Verwendung eines Skripts an einen anderen Speicherort zu verschieben. Die Software löscht vor Erstellung eines neuen Voll-Backups das komplette Archiv und startet danach ein neues. Dieses Verhalten ist nützlich, wenn Sie mehrere USB-Festplatten abwechselnd verwenden und jedes Laufwerk ein einzelnes Voll-Backup (S. 86) oder alle wдhrend einer Woche erstellten Backups (S. 87) behalten soll. Sie könnten am Ende aber ganz ohne Backups dastehen, falls ein Voll-Backup zu Ihrem einzigen Laufwerk fehlschlägt. Dieses Verhalten lässt sich aber unterdrücken, wenn Sie dem Archivnamen die [Datum]-Variable (S. 84) hinzufügen. 83 Copyright Acronis International GmbH,

84 Wenn Sie die Standard-Dateibenennung verwenden, gilt: Jedes Backup erhält einen eindeutigen Dateinamen mit exaktem Datumsstempel und Backup-Typ. Beispielsweise: MeineDateien_2010_03_26_17_01_38_960D.tib. Diese Standard-Dateibenennung ermöglicht eine weitreichendere Nutzung von Backup-Zielorten und Backup-Schemata. Einschränkungen Bei Verwendung der vereinfachten Dateibenennung ist folgende Funktionalität nicht verfügbar: Konfiguration vollständiger, inkrementeller und differentieller Backups innerhalb eines einzigen Backup-Plans. Sie müssen separate Backup-Pläne für jeden Backup-Typ erstellen. Backups zu einem verwalteten Depot, auf Band, zu einer Acronis Secure Zone oder dem Acronis Online Backup Storage. Backups von virtuellen Maschinen mit dem Agenten für ESX(i) oder dem Agenten für Hyper-V. Replikation von Backups einrichten. Aufbewahrungsregeln konfigurieren. Regelmäßige Konvertierung von Backups zu einer virtuellen Maschine einrichten. Konvertierung eines inkrementellen oder differentiellen Backups zu einem Voll-Backup. Beschränkungen bei Archivnamen Ein Archivname darf nicht mit einer Zahl enden. Folgende Zeichen sind bei FAT16-, FAT32- und NTFS-Dateisystemen für Dateinamen nicht erlaubt: Backslash (\), Schrägstrich (/), Doppelpunkt (:), Sternchen (Asterisk) (*), Fragezeichen (?), Anführungszeichen ("), Kleiner-als-Zeichen (<), Größer-als-Zeichen (>) und Hochstrich ( ) Die Variable '[DATE]' Wenn Sie die Variable [DATE] zur Verwendung im Archivnamen spezifizieren, enthält der Dateiname eines jeden Backups sein entsprechendes Erstellungsdatum. Bei Verwendung dieser Variable wird das erste Backup eines neuen Tages ein Voll-Backup. Die Software löscht vor Erstellung des nächsten Voll-Backups alle schon früher an diesem Tag erstellten Backups. Backups, die vor diesem Tag erstellt wurden, bleiben erhalten. Das bedeutet, dass Sie multiple Voll-Backups (mit oder ohne inkrementelle Erweiterungen) speichern können, jedoch nicht mehr als ein Voll-Backup pro Tag. Sie können die Backups nach Datum sortieren lassen. Sie können außerdem ein Skript verwenden, um ältere Backups zu kopieren, verschieben oder löschen. Der Wert dieser Variablen ist das aktuelle Datum, eingefasst von Klammern ([]). Das Datumsformat hängt von den regionalen Einstellungen Ihrer Maschine ab. Falls das Datumsformat beispielsweise Jahr-Monat-Tag ist, dann ergibt der 31. Januar 2012 den Wert [ ]. Zeichen, die in Dateinamen nicht unterstützt werden (wie etwa Schrägzeichen (/)) werden durch Unterstriche (_) ersetzt. Sie können die Variable an jeder Stelle im Archivnamen positionieren. Sie können zudem Groß- und Kleinbuchstaben in dieser Variable verwenden. Beispiele Beispiel 1: Angenommen Sie führen für zwei Tage, startend am , zweimal täglich inkrementelle Backups aus (um Mitternacht und zur Mittagszeit). Der Archivname ist MeinArchiv-[DATE], das Datumsformat ist Jahr-Monat-Tag. So sieht die Liste der Backup-Dateien nach dem zweiten Tag aus: 84 Copyright Acronis International GmbH,

85 MeinArchiv-[ ].tib (vollständig, erstellt am 31. Januar um Mitternacht) MeinArchiv-[ ]2.tib (inkrementell, erstellt am 31. Januar, zur Mittagszeit) MeinArchiv-[ ].tib (vollständig, erstellt am 1. Februar um Mitternacht) MeinArchiv-[ ]2.tib (inkrementell, erstellt am 1. Februar, zur Mittagszeit) Beispiel 2: Angenommen, Sie erstellen Voll-Backups mit gleicher Planung, gleichem Archivnamen und Datumsformat wie im vorherigen Beispiel. In diesem Fall sieht die Liste der Backup-Dateien nach dem zweiten Tag wie folgt aus: MeinArchiv-[ ].tib (vollständig, erstellt am 31. Januar, zur Mittagszeit) MeinArchiv-[ ].tib (vollständig, erstellt am 1. Februar, zur Mittagszeit) Hintergrund des Ergebnisses ist, dass die um Mitternacht erstellten Voll-Backups durch am selben Tag neu erstellte Voll-Backups ersetzt werden Backup-Aufteilung und vereinfachte Dateibenennung Wenn ein Backup entsprechend der Einstellungen unter Backup-Aufteilung (S. 121) aufgesplittet wird, dann wird die gleiche Indizierung auch für die Namensteile des Backups verwendet. Der Dateiname für das nächste Backup erhält den nächsten verfügbaren Index. Angenommen, das erste Backup des Archives MeineDateien wurde in zwei Teile aufgeteilt. Die Dateinamen dieses Backups sind folglich MeineDateien1.tib und MeineDateien2.tib. Das zweite Backup (als nicht aufgeteilt angenommen) wird MeineDateien3.tib genannt Verwendungsbeispiele Dieser Abschnitt zeigt Ihnen Beispiele für die Verwendung der vereinfachten Dateibenennung Beispiel 1: Tägliches Backup ersetzt das alte Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Maschine mit einem täglichen Voll-Backup sichern. Sie wollen das Backup auf einer lokal angeschlossenen USB-Festplatte in der Datei MeineMaschine.tib speichern. Sie wollen, dass jedes neue Backup das jeweilige alte ersetzt. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit täglicher Planung. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans die USB-Festplatte als Archiv-Speicherort und MeineMaschine als Archivnamen, aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... und legen Sie danach Voll als Backup-Typ fest. Ergebnis. Das Archiv besteht aus einer einzigen Datei: MeineMaschine.tib. Diese Datei wird vor Erstellung eines neuen Backups wieder gelöscht. Falls Sie ein lokal angeschlossenes RDX-Laufwerk oder USB-Flash-Laufwerk zum Backup auswählen, wird Ihnen das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... nicht angezeigt. Stellen Sie stattdessen sicher, dass der Wechsellaufwerksmodus (S. 221) auf Wechselmedien eingestellt ist. 85 Copyright Acronis International GmbH,

86 Beispiel 2: Tägliche Voll-Backups mit Datumsstempel Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Maschine mit einem täglichen Voll-Backup sichern. Sie möchten ältere Backups per Skript zu einem Remote-Speicherort verschieben. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit täglicher Planung. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans MeineMaschine als Archivnamen, aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... und legen Sie danach Voll als Backup-Typ fest. Ergebnis: Die Backups vom 1. Januar 2012, 2. Januar 2012 (usw.) werden entsprechend als 'MeineMaschine-[ ].tib', 'MeineMaschine-[ ].tib' (usw.) gespeichert. Ihr Skript kann ältere Backups auf Basis des Datumsstempels verschieben. Siehe auch Die Variable [Date] (S. 84) Beispiel 3: Stündliche Backups innerhalb eines Tages Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten von den wichtigsten Dateien Ihres Servers an jedem Tag stündliche Backups erstellen. Das erste Backup eines jeden Tages soll 'vollständig' sein und um Mitternacht ausgeführt werden die nachfolgenden Backups des Tages sollen differentiell sein und um 01:00 Uhr, 02:00 Uhr (usw.) ausgeführt werden. Ältere Backups sollen im Archiv aufbewahrt werden. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit täglicher Planung. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans ServerDateien[Date] als Archivnamen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen, legen Sie Differentiell als Backup-Typ fest und planen Sie dann für die Backups eine stündliche Ausführung (ab Mitternacht). Ergebnis: Die 24 Backups vom werden als 'ServerDateien[ ].tib', 'ServerDateien[ ]2.tib' (usw.) bis zu 'ServerDateien[ ]24.tib' gespeichert. Die Backups des folgenden Tags starten mit einem Voll-Backup namens 'ServerDateien[ ].tib'. Siehe auch Die Variable [Date] (S. 84) Beispiel 4. Tägliche Voll-Backups mit täglichem Laufwerkswechsel Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Maschine mit einem täglichen Voll-Backup sichern. Sie wollen das Backup auf einer lokal angeschlossenen USB-Festplatte in der Datei MeineMaschine.tib speichern. Sie haben zwei dieser Laufwerke. Sie möchten diese vor jedem Backup wechseln, so dass eines der Laufwerke die Backups von heute enthält, das andere die von gestern. 86 Copyright Acronis International GmbH,

87 Jedes neue Backup soll das Backup auf dem aktuell angeschlossenen Laufwerk ersetzen. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit täglicher Planung. Bei Erstellung des Backup-Plans: Spezifizieren Sie MeineMachine als Archivnamen. Spezifizieren Sie unter Windows D:\ als Archiv-Speicherort, wobei D der Laufwerksbuchstabe ist, den jedes der Laufwerke nach Anschluss an die Maschine im Betriebssystem hat. Erstellen Sie unter Linux ein Verzeichnis wie beispielsweise /mnt/backup und spezifizieren Sie es als Archiv-Speicherort. Stellen Sie sicher, dass Sie bei jedem Anschluss eines Laufwerks dieses an den Mount-Punkt /mnt/backup mounten. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... Wählen Sie Vollständig als Backup-Typ. Ergebnis: Jedes Laufwerk wird nur je ein Voll-Backup enthalten. Während ein Laufwerk an die Maschine angeschlossen ist, können Sie das andere zur Erreichung einer zusätzlichen Datensicherheit außer Haus lagern. Falls Sie unter Windows lokal angeschlossene RDX-Laufwerke oder USB-Flash-Laufwerke zum Backup auswählen, wird Ihnen das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... nicht angezeigt. Stellen Sie stattdessen sicher, dass der Wechsellaufwerksmodus (S. 221) auf Wechselmedien eingestellt ist Beispiel 5. Tägliche Voll-Backups mit wöchentlichen Laufwerkswechsel Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Maschine mit täglichen Backups sichern: ein Voll-Backup an jedem Montag und inkrementelle Backups von Dienstag bis Sonntag. Sie wollen die Backups auf einer lokal angeschlossenen USB-Festplatte im Archiv MeineMaschine.tib speichern. Sie haben zwei dieser Laufwerke. Diese sollen an jedem Montag gewechselt werden, so dass ein Laufwerk die Backups der aktuellen Woche (Montag bis Sonntag) enhält und das andere Laufwerk die Backups der letzten Woche. Sie müssen in diesem Szenario zwei Backup-Pläne folgendermaßen erstellen: a) Bei Erstellung des ersten Backup-Plans: Spezifizieren Sie MeineMachine als Archivnamen. Spezifizieren Sie unter Windows D:\ als Archiv-Speicherort, wobei D der Laufwerksbuchstabe ist, den jedes der Laufwerke nach Anschluss an die Maschine im Betriebssystem hat. Erstellen Sie unter Linux ein Verzeichnis wie beispielsweise /mnt/backup und spezifizieren Sie es als Archiv-Speicherort. Stellen Sie sicher, dass Sie bei jedem Anschluss eines Laufwerks dieses an den Mount-Punkt /mnt/backup mounten. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... Wählen Sie Vollständig als Backup-Typ. Planen Sie die Backups so, dass Sie jede Woche am Montag laufen. 87 Copyright Acronis International GmbH,

88 b) Spezifizieren Sie bei Erstellung des zweiten Backup-Plans dieselben Einstellungen wie im ersten Backup-Plan, nur dass Sie Inkrementell als Backup-Typ wählen und für die Backups eine wöchentliche Ausführung von Dienstag bis Sonntag planen. Ergebnis: Bevor das 'Montags-Backup' erstellt wird (durch den ersten Backup-Plan), werden alle auf dem aktuell angeschlossenen Laufwerk liegenden Backups gelöscht. Während ein Laufwerk an die Maschine angeschlossen ist, können Sie das andere zur Erreichung einer zusätzlichen Datensicherheit außer Haus lagern. Falls Sie unter Windows lokal angeschlossene RDX-Laufwerke oder USB-Flash-Laufwerke zum Backup auswählen, wird Ihnen das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... nicht angezeigt. Stellen Sie stattdessen sicher, dass der Wechsellaufwerksmodus (S. 221) auf Wechselmedien eingestellt ist Beispiel 6: Backups während der Arbeitszeit Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten von den wichtigsten Dateien Ihres Servers an jedem Tag Backups erstellen. Das erste Backup eines Tages soll vollständig sein und um 01:00 Uhr ausgeführt werden. Die Backups während der Arbeitszeit sollen differentiell sein und stündlich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr ausgeführt werden. Dem Namen einer jeden Backup-Datei soll das Erstellungsdatum hinzugefügt werden. Sie müssen in diesem Szenario zwei Backup-Pläne folgendermaßen erstellen: a) Spezifizieren Sie bei Erstellung des ersten Backup-Plans ServerDateien[DATE] als Archivnamen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen, legen Sie Voll als Backup-Typ fest und planen Sie dann für die Backups eine tägliche Ausführung um 01:00 Uhr. b) Spezifizieren Sie bei Erstellung des zweiten Backup-Plans dieselben Einstellungen wie im ersten Backup-Plan, nur dass Sie Differentiell als Backup-Typ wählen und die Backups folgendermaßen planen: Task starten: täglich Alle: 1 Stunde(n) Von: 08:00:00 Uhr Bis: 17:01:00 Uhr Ergebnis: Das Voll-Backup vom wird als 'ServerDateien[ ].tib' gespeichert. Die 10 differentiellen Backups vom werden als 'ServerDateien[ ]2.tib', 'ServerDateien[ ]3.tib' (usw.) bis zu 'ServerDateien[ ]11.tib' gespeichert. Die Backups des folgenden Tags (1. Februar) starten mit einem Voll-Backup namens 'ServerDateien[ ].tib'. Die differentiellen Backups starten mit 'ServerDateien[ ]2.tib'. Siehe auch Die Variable [Date] (S. 84). 88 Copyright Acronis International GmbH,

89 4.4 Planung Der Acronis-Scheduler hilft dem Administrator, Backup-Pläne an die tägliche Firmenroutine und den Arbeitsstil eines jeden Angestellten anzupassen. Die Tasks der Pläne werden systematisch so gestartet, dass kritische Daten als sicher geschützt bewahrt werden. Die Möglichkeit zur Planung steht zur Verfügung, wenn Sie bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58) eines der folgenden Backup-Schemata verwenden: Einfach, Benutzerdefiniert oder 'Türme von Hanoi'. Sie können die Planungsmöglichkeit auch für Validierungstask (S. 266) einstellen. Der Scheduler verwendet die lokale Zeit der Maschine, auf der der Backup-Plan existiert. Bevor Sie eine Planung erstellen, überprüfen Sie, ob die Datums- bzw. Zeit-Einstellungen der Maschine korrekt sind. Planung Sie müssen ein oder mehrere Ereignisse spezifizieren, um zu bestimmen, wann ein Task ausgeführt werden soll. Der Task wird gestartet, sobald eines der Ereignisse eintritt. Die Tabelle zeigt die unter Windows- und Linux-Betriebssystemen verfügbaren Ereignisse. Ereignis Windows Linux Zeit: Täglich, Wöchentlich, Monatlich + + Verstrichene Zeit, seit das letzte erfolgreiche Backup abgeschlossen wurde. (geben Sie die Zeitdauer an) Benutzeranmeldung (jeder Benutzer, aktueller Benutzer, geben Sie das Benutzerkonto an) Benutzerabmeldung* (jeder Benutzer, aktueller Benutzer, geben Sie das Benutzerkonto an) *'Herunterfahren' ist nicht dieselbe Aktion wie 'Abmelden'. Der Task wird daher nicht beim Herunterfahren des Systems ausgeführt. Systemstart + + System herunterfahren + - Ein Ereignis in der Windows-Ereignisanzeige (spezifizieren Sie die Parameter des Ereignisses) Bedingung + - Nur bei Backup-Aktionen können Sie zusätzlich zu den Ereignissen eine oder mehrere Bedingungen angeben. Sobald eines der Ereignisse eintritt, überprüft der Scheduler die Bedingung und führt den Task aus, falls die Bedingung erfüllt ist. Bei mehreren Bedingungen müssen diese alle gleichzeitig zusammentreffen, um die Task-Ausführung zu ermöglichen. Die Tabelle zeigt die unter Windowsund Linux-Betriebssystemen verfügbaren Bedingungen. Bedingung: Task nur starten, wenn Windows Linux Benutzer ist inaktiv (ein Bildschirmschoner ausgeführt wird oder die Maschine gesperrt ist) + - Host des Speicherorts verfügbar ist + + Laufzeit des Tasks sich innerhalb des spezifizierten Zeitintervalls befindet + + Benutzer alle abgemeldet sind Copyright Acronis International GmbH,

90 Zeitperiode verstrichen ist, seit das letzte erfolgreiche Backup abgeschlossen wurde + + Für den Fall, dass ein Ereignis eintritt, aber die Bedingung (oder eine von mehreren Bedingungen) nicht erfüllt ist, wird das Verhalten des Schedulers durch die Backup-Option Task-Startbedingungen (S. 141) definiert. Was ist, wenn Was ist, wenn ein Ereignis eintritt (und eine Bedingung, sofern vorhanden, erfüllt ist), während die Ausführung des vorherigen Tasks noch nicht abgeschlossen ist? Das Ereignis wird ignoriert. Was ist, wenn ein Ereignis eintritt, während der Scheduler auf die Bedingung wartet, die für das vorherige Ereignis benötigt wurde? Das Ereignis wird ignoriert. Was ist, wenn die Bedingung für eine sehr lange Zeit nicht erfüllt wird? Wird die Verzögerung eines Backups zu riskant, so können Sie die Bedingung erzwingen (den Benutzer anweisen, sich abzumelden) oder den Task manuell ausführen. Sie können, damit diese Situation automatisiert gehandhabt wird, ein Zeitintervall definieren, nachdem der Task unabhängig von der Bedingung ausgeführt wird Tägliche Planung Tägliche Planung ist für Windows- und Linux-Betriebssysteme wirksam. So spezifizieren Sie eine tägliche Planung Wählen Sie im Bereich Planung die passenden Parameter wie folgt: Alle: <...> Tag(e) Stellen Sie eine bestimmte Anzahl von Tagen ein, an denen Sie den Task ausgeführt haben wollen. Stellen Sie z.b. Alle 2 Tage ein, so wird der Task an jedem zweiten Tag gestartet. Wählen Sie im Bereich Task-Ausführung während des Tages... eine der folgenden Einstellungen: Einmal um: <...> Alle: <...> Von: <...> Bis: <...> Geben Sie den Zeitpunkt an, zu dem der Task einmalig ausgeführt wird. Stellen Sie ein, wie oft der Task während des angegebenen Zeitintervalls erneut gestartet wird. Stellen Sie z.b. die Task-Frequenz auf Jede 1 Stunde von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr ein, so erlaubt dies dem Task, zwölfmal zu laufen: von 10:00 vormittags bis 22:00 abends innerhalb eines Tages. Stellen Sie im Bereich Wirksam... Folgendes ein: Von: <...> Bis: <...> Stellen Sie ein Datum ein, an dem diese Planung aktiviert wird (ein wirksames Datum). Wird dieses Kontrollkästchen deaktiviert, so wird der Task zum naheliegendsten, von Ihnen angegebenen Datum/Zeitpunkt gestartet. Geben Sie ein Datum an, wann die Planung deaktiviert wird. Wird dieses Kontrollkästchen deaktiviert, so läuft der Task für eine unbegrenzte Anzahl von Tagen. Erweiterte Planungseinstellungen (S. 98) sind nur für Maschinen verfügbar, die auf einem Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server registriert sind. Um diese Einstellungen zu spezifizieren, klicken Sie auf Ändern im Bereich Erweiterte Einstellungen. Alle von Ihnen gemachten Einstellungen werden im Feld Ergebnis im unteren Teil des Fensters angezeigt. 90 Copyright Acronis International GmbH,

91 Beispiele Einfache tägliche Planung Führe den Task jeden Tag um 18:00 Uhr aus. Die Parameter der Planung werden wie folgt eingestellt: 1. Alle: 1 Tage. 2. Einmal: 18:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: nicht eingestellt. Der Task wird noch am selben Tag gestartet, sofern er vor 18:00 Uhr erstellt wurde. Wurde der Task nach 18:00 Uhr erstellt, dann wird er das erste Mal am nächsten Tag um 18:00 Uhr gestartet. Bis: nicht eingestellt. Der Task wird für eine unbegrenzte Zahl an Tagen ausgeführt. Drei-Stunden-Zeitintervall über drei Monate -Planung Den Task alle drei Stunden ausführen. Der Task startet an einem bestimmten Datum (z.b. 15. September 2009) und endet nach drei Monaten. Die Parameter der Planung werden wie folgt eingestellt: 1. Alle: 1 Tage. 2. Alle: 3 Stunden Von: 24:00 Uhr (Mitternacht) bis: 21:00 Uhr der Task wird daher achtmal pro Tag mit einem Intervall von 3 Stunden ausgeführt. Nach der letzten täglichen Wiederholung um 21:00 Uhr kommt der nächste Tag und der Task startet erneut von Mitternacht. 3. Wirksam: Von: Wenn der das aktuelle Datum der Task-Erstellung ist und z.b. 13:15 Uhr die Erstellungszeit des Tasks, dann wird der Task gestartet, sobald das nächste Zeitintervall kommt: um 15:00 Uhr in unserem Beispiel. Bis: An diesem Datum wird der Task das letzte Mal ausgeführt, der Task selbst ist jedoch immer noch in der Ansicht Tasks verfügbar. Mehrere tägliche Planungen für einen Task Es gibt Fälle, in denen es für Sie notwendig sein kann, den Task mehrmals am Tag laufen zu lassen oder sogar mehrmals am Tag mit unterschiedlichen Zeitintervallen. Erwägen Sie in diesen Fällen, einem Task mehrere Zeitplanungen hinzuzufügen. Angenommen, der Task soll z.b. jeden dritten Tag ausgeführt werden, beginnend vom , fünfmal am Tag: Zuerst um 8:00 Uhr. das zweite Mal um 12:00 Uhr (mittags) das dritte Mal um 15:00 Uhr das vierte Mal um 17:00 Uhr das fünfte Mal um 19:00 Uhr Der offensichtliche Weg ist es, fünf einfache Zeitplanungen hinzuzufügen. Wenn Sie eine Minute überlegen, können Sie sich einen optimaleren Weg ausdenken. Wie Sie sehen, beträgt das Zeitintervall zwischen der ersten und zweiten Task-Wiederholung 4 Stunden und zwischen der 91 Copyright Acronis International GmbH,

92 dritten, vierten und fünften sind es 2 Stunden. Für diesen Fall besteht die optimale Lösung darin, dem Task zwei Planungen hinzuzufügen. Erste tägliche Planung 1. Alle: 3 Tage. 2. Alle: 4 Stunden. Von: 08:00:00 Uhr bis: 12:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: 09/20/2009. Bis: nicht eingestellt. Zweite tägliche Planung 1. Alle: 3 Tage. 2. Alle: 2 Stunden. Von: 15:00 Uhr bis: 19:00:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: 09/20/2009. Bis: nicht eingestellt Wöchentliche Planung Eine wöchentliche Planung ist für Windows- und Linux-Betriebssysteme wirksam. So spezifizieren Sie eine wöchentliche Planung Wählen Sie im Bereich Planung die passenden Parameter wie folgt: Alle: <...> Woche (Wochen) am: <...> Spezifizieren Sie eine gewisse Zahl von Wochen und die Wochentage, an denen Sie den Task ausführen wollen. Mit einer Einstellung z.b. alle 2 Wochen am Montag wird der Task am Montag jeder zweiten Woche ausgeführt. Wählen Sie im Bereich Task-Ausführung während des Tages... eine der folgenden Einstellungen: Einmal um: <...> Alle: <...> Von: <...> Bis: <...> Geben Sie den Zeitpunkt an, zu dem der Task einmalig ausgeführt wird. Stellen Sie ein, wie oft der Task während des angegebenen Zeitintervalls gestartet wird. Eine Task-Frequenz von z.b. jede 1 Stunde von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr erlaubt es dem Task, während eines Tages 12-mal von 10:00 bis 22:00 Uhr zu laufen. Stellen Sie im Bereich Wirksam... Folgendes ein: Von: <...> Bis: <...> Stellen Sie ein Datum ein, an dem diese Planung aktiviert wird (ein wirksames Datum). Wird dieses Kontrollkästchen deaktiviert, so wird der Task zum naheliegendsten, von Ihnen angegebenen Datum/Zeitpunkt gestartet. Geben Sie ein Datum an, wann die Planung deaktiviert wird. Wird dieses Kontrollkästchen deaktiviert, so läuft der Task für eine unbegrenzte Anzahl von Wochen. Erweiterte Planungseinstellungen (S. 98) sind nur für Maschinen verfügbar, die auf einem Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server registriert sind. Um diese Einstellungen zu spezifizieren, klicken Sie auf Ändern im Bereich Erweiterte Einstellungen. Alle von Ihnen gemachten Einstellungen werden im Feld Ergebnis im unteren Teil des Fensters angezeigt. 92 Copyright Acronis International GmbH,

93 Beispiele 'Ein Tag in der Woche'-Planung Den Task jeden Freitag um 22:00 Uhr ausführen, beginnend mit einem bestimmten Datum (z.b ) und nach sechs Monaten endend. Die Parameter der Planung werden wie folgt eingestellt: 1. Jeden: 1 Woche(n) am: Fr. 2. Einmal: 22:00:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: Der Task wird am nächsten Freitag um 22:00 Uhr gestartet. Bis: An diesem Datum wird der Task das letzte Mal ausgeführt, der Task selbst ist jedoch nach diesem Datum immer noch in der Task-Ansicht verfügbar. (Wenn dieser Tag kein Freitag wäre, dann würde der Task zuletzt an dem Freitag ausgeführt werden, der vor diesem Datum liegt.) Diese Planung ist bei Erstellung benutzerdefinierter Backup-Schemata weit verbreitet. Die 'Ein Tag in der Woche'-Planung wird den Voll-Backups hinzugefügt. 'Werktags'-Planung Den Task jede Woche an Werktagen ausführen: von Montag bis Freitag. Während eines Werktags startet der Task nur einmal um 21:00 Uhr. Die Parameter der Planung werden wie folgt eingestellt: 1. Alle: 1 Woche(n) am: <Werktags> die Wahl des Kontrollkästchens <Werktags> aktiviert automatisch die korrespondierenden Kontrollkästchen (Mo, Di, Mi, Do und Fr) und lässt die verbliebenen unverändert. 2. Einmal: 21:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: leer. Wenn Sie den Task z.b. am Montag um 11:30 Uhr erstellt haben, dann wird er am selben Tag um 21:00 Uhr gestartet. Wurde der Task z.b. am Freitag nach 21:00 Uhr erstellt, dann wird er das erste Mal am nächsten Wochentag (in unserem Beispiel Montag) um 21:00 Uhr gestartet. Enddatum: leer. Der Task wird für eine unbegrenzte Anzahl an Wochen erneut gestartet. Diese Planung ist bei Erstellung benutzerdefinierter Backup-Schemata weit verbreitet. Die Wochentags -Planung wird den inkrementellen Backups hinzugefügt, während das Voll-Backup mit einer Ausführung an einem Tag in der Woche geplant wird. Zu weiteren Details siehe die Beispiele über vollständige und inkrementelle Backups sowie Bereinigungen im Abschnitt Benutzerdefiniertes Backup-Schema (S. 74). Mehrere wöchentliche Planungen für einen Task In Fällen, in denen der Task an verschiedenen Tagen der Woche mit verschiedenen Zeitintervallen ausgeführt werden muss, sollten Sie erwägen, jedem gewünschten Tag oder mehreren Tagen der Woche eine geeignete Planung zuzuweisen. Angenommen, Sie müssen den Task mit der folgenden Planung ausführen: Montag zweimal, um 12:00 Uhr (mittags) und 21:00 Uhr Dienstag: alle 3 Stunden, von 9:00 bis 21:00 Uhr 93 Copyright Acronis International GmbH,

94 Mittwoch: alle 3 Stunden, von 9:00 bis 21:00 Uhr Donnerstag: alle 3 Stunden, von 9:00 bis 21:00 Uhr Freitag: zweimal, um 12:00 Uhr und 21:00 Uhr (d.h. wie am Montag) Samstag: einmal um 21:00 Uhr Sonntag: einmal um 21:00 Uhr Durch Kombinieren der identischen Zeiten können die folgenden drei Planungen dem Task hinzugefügt werden: Erste Planung 1. Alle: 1 Woche(n) am: Mo, Fr. 2. Alle: 9 Stunden Von: 12:00 Uhr bis: 21:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: nicht eingestellt. Bis: nicht eingestellt. Zweite Planung 1. Alle 1 Woche(n) am: Di, Mi, Do. 2. Alle 3 Stunden Von 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: nicht eingestellt. Bis: nicht eingestellt. Dritte Planung 1. Alle: 1 Woche(n) am: Sa, So. 2. Einmal: 21:00 Uhr. 3. Wirksam: Von: nicht eingestellt. Bis: nicht eingestellt Monatliche Planung Eine monatliche Planung ist für Windows- und Linux-Betriebssysteme wirksam. So spezifizieren Sie eine monatliche Planung Wählen Sie im Bereich Planung die passenden Parameter wie folgt: Monate: <...> Tage: <...> Am(Um): <...> <...> Wählen Sie den/die Monat(e), in der/denen Sie den Task ausführen wollen. Bestimmen Sie die spezifischen Tage des Monats, um an diesen den Task auszuführen. Sie können außerdem den letzten Tag eines Monats auswählen, unabhängig von seinem tatsächlichem Datum. Bestimmen Sie die spezifischen Tage der Wochen, um an diesen den Task auszuführen. Wählen Sie im Bereich Task-Ausführung während des Tages... eine der folgenden Einstellungen: Einmal um: <...> Geben Sie den Zeitpunkt an, zu dem der Task einmalig ausgeführt wird. 94 Copyright Acronis International GmbH,

95 Alle: <...> Von: <...> Bis: <...> Stellen Sie ein, wie oft der Task während des angegebenen Zeitintervalls gestartet wird. Eine Task-Frequenz von z.b. jede 1 Stunde von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr erlaubt es dem Task, während eines Tages 12-mal von 10:00 bis 22:00 Uhr zu laufen. Stellen Sie im Bereich Wirksam... Folgendes ein: Von: <...> Bis: <...> Stellen Sie ein Datum ein, an dem diese Planung aktiviert wird (ein wirksames Datum). Wird dieses Kontrollkästchen deaktiviert, so wird der Task zum naheliegendsten, von Ihnen angegebenen Datum/Zeitpunkt gestartet. Geben Sie ein Datum an, wann die Planung deaktiviert wird. Wird dieses Kontrollkästchen deaktiviert, so läuft der Task für eine unbegrenzte Anzahl von Monaten. Erweiterte Planungseinstellungen (S. 98) sind nur für Maschinen verfügbar, die auf einem Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server registriert sind. Um diese Einstellungen zu spezifizieren, klicken Sie auf Ändern im Bereich Erweiterte Einstellungen. Alle von Ihnen gemachten Einstellungen werden im Feld Ergebnis im unteren Teil des Fensters angezeigt. Beispiele Letzter Tag eines jeden Monats -Planung Den Task einmal um 22:00 Uhr am letzten Tag eines jeden Monats ausführen. Die Parameter der Planung werden wie folgt eingestellt: 1. Monate: <Alle Monate>. 2. Tage: Letzter. Der Task wird am letzten Tag eines jeden Monats ausgeführt, ungeachtet seines tatsächlichen Datums. 3. Einmal: 22:00:00 Uhr. 4. Wirksam: Von: leer. Bis: leer. Diese Planung ist bei Erstellung benutzerdefinierter Backup-Schemata weit verbreitet. Die Letzter Tag eines jeden Monats -Planung wird den Voll-Backups hinzugefügt, während die differentiellen Backups zur einmaligen Ausführung pro Woche und inkrementelle an Wochentagen geplant werden. Zu weiteren Details siehe die Beispiele über monatliche vollständige, wöchentliche differentielle und tägliche inkrementelle Backups sowie zu Bereinigung im Abschnitt Benutzerdefiniertes Backup-Schema (S. 74). Jahreszeiten -Planung Den Task an allen Werktagen während der nördlichen Herbst-Jahreszeit von 2009 und 2010 ausführen. Während eines Werktages wird der Task alle 6 Stunden von 0:00 (Mitternacht) bis 18:00 Uhr gestartet. Die Parameter der Planung werden wie folgt eingestellt: 1. Monate: September, Oktober, November. 2. Am(Um): <alle> <Werktage>. 3. Alle: 6 Stunden. Von: 00:00 Uhr bis: 18:00:00 Uhr. 95 Copyright Acronis International GmbH,

96 4. Wirksam: Von: Tatsächlich wird der Task am ersten Werktag des Septembers gestartet. Durch Einstellung dieses Datums bestimmen Sie lediglich, dass der Task in 2009 gestartet werden muss. Bis: Tatsächlich wird der Task am letzten Werktag des Novembers enden. Durch Einstellung dieses Datums bestimmen Sie lediglich, dass der Task in 2010 nicht fortgesetzt werden darf, nachdem der Herbst in der nördlichen Hemisphäre endet. Mehrere monatliche Planungen für einen Task In Fällen, in denen der Task an verschiedenen Tagen oder Wochen mit verschiedenen, vom Monat abhängigen Zeitintervallen ausgeführt werden muss, sollten Sie erwägen, jedem gewünschten Monat oder mehreren Monaten eine geeignete Planung zuzuweisen. Angenommen, der Task tritt am in Kraft. Während des nördlichen Winters läuft der Task einmal um 22:00 Uhr an jedem Werktag. Während des nördlichen Frühlings und Herbstes läuft der Task alle 12 Stunden an allen Werktagen. Während des nördlichen Sommers läuft der Task an jedem 1. und 15. eines Monats um 22:00 Uhr. Somit werden die folgenden drei Planungen dem Task hinzugefügt: Erste Planung 1. Monate: Dezember, Januar, Februar. 2. Am(Um): <Alle> <An allen Werktagen>. 3. Einmal: 22:00:00 Uhr. 4. Wirksam: Von: 11/01/2009. Bis: nicht eingestellt. Zweite Planung 1. Monate: März, April, Mai, September, Oktober, November. 2. Am(Um): <Alle> <An allen Werktagen>. 3. Alle: 12 Stunden Von: 00:00 Uhr bis: 12:00 Uhr. 4. Wirksam: Von: 11/01/2009. Bis: nicht eingestellt. Dritte Planung 1. Monate: Juni, Juli, August. 2. Tage: 1, Einmal: 22:00:00 Uhr. 4. Wirksam: Von: 11/01/2009. Bis: nicht eingestellt. 96 Copyright Acronis International GmbH,

97 4.4.4 Bei Ereignis in der Windows-Ereignisanzeige Diese Art der Planung ist nur in Windows-Betriebssystemen wirksam. Sie können einen Backup-Task so planen, dass er gestartet wird, wenn ein bestimmtes Windows-Ereignis in eine der Protokolllisten (Anwendungen, Sicherheit oder System) aufgenommen wird. Angenommen, Sie wollen einen Backup-Plan aufstellen, der automatisch ein vollständiges Notfall-Backup Ihrer Daten durchführt, sobald Windows entdeckt, dass die Festplatte vor einem Ausfall steht. Parameter Protokollname Spezifizieren Sie den Namen eines Protokolls. Wählen Sie den Namen einer Standard-Protokollliste (Anwendung, Sicherheit oder System) oder geben Sie den Namen einer Protokollliste ein beispielsweise: Microsoft Office Sitzungen Ereignisquelle Spezifizieren Sie die Quelle des Ereignisses, welche typischerweise das Programm oder die Systemkomponente angibt, die das Ereignis verursachte beispielsweise: disk Ereignistyp Geben Sie den Typ des Ereignisses an: Fehler, Warnung, Informationen, Überprüfung erfolgreich oder Überprüfung fehlgeschlagen. Ereignis-Kennung: Bezeichnet die Ereignis-Nummer, die üblicherweise die spezielle Art der Ereignisse unter Ereignissen derselben Quelle identifiziert. So tritt z.b. ein Fehler-Ereignis mit der Ereignisquelle disk und der Ereignis-Kennung 7 auf, wenn Windows einen fehlerhaften Block auf einer Festplatte entdeckt, während ein Fehler-Ereignis mit der Ereignisquelle disk und der Ereignis-Kennung 15 stattfindet, wenn eine Festplatte noch nicht zugriffsbereit ist. Beispiele Fehlerhafte Blöcke -Notfall-Backup Treten ein oder mehrere fehlerhafte Blöcke plötzlich auf einer Festplatte auf, so deutet das üblicherweise auf einen baldigen Ausfall der Festplatte hin. Angenommen, Sie wollen einen Backup-Plan erstellen, der die Daten einer Festplatte sichert, sobald eine solche Situation eintritt: Wenn Windows einen fehlerhaften Block auf einer Festplatte entdeckt, nimmt es ein Ereignis mit der Ereignis-Quelle disk und der Ereignis-Kennung 7 in die Protokollliste System auf; der Typ des Ereignisses ist Fehler. Wenn Sie den Plan erstellen, geben Sie Folgendes im Bereich Planung ein bzw. wählen es aus: Protokollname: System Ereignis-Quelle: disk Ereignis-Typ: Fehler Ereignis-Kennung: 7 97 Copyright Acronis International GmbH,

98 Wichtig: Um sicherzustellen, dass ein solcher Task trotz Vorhandenseins der fehlerhaften Blöcke fertiggestellt wird, müssen Sie angeben, dass der Task diese ignoriert. Zur Umsetzung gehen Sie in den Backup-Optionen zum Unterpunkt Fehlerbehandlung und aktivieren das Kontrollkästchen Fehlerhafte Sektoren ignorieren. Vor-Update-Backup in Windows Vista Angenommen Sie wollen einen Backup-Plan erstellen, der automatisch ein Backup des Systems durchführt z.b. durch Sicherung der Partition, auf der Windows installiert ist jedes Mal, wenn Windows davor steht, Updates zu installieren. Nach dem Download eines oder mehrerer Updates und Planung der Installation nimmt Windows Vista ein Ereignis mit der Quelle Microsoft-Windows-WindowsUpdateClient und der Ereignis-Nummer 18 in die Protokollliste System auf; der Typ dieses Ereignisses ist Informationen. Wenn Sie den Plan erstellen, geben Sie Folgendes im Bereich Planung ein bzw. wählen es aus: Protokollname: System Ereignis-Quelle: Microsoft-Windows-WindowsUpdateClient Ereignis-Typ: Informationen Ereignis-Kennung: 18 Tipp: Um einen vergleichbaren Backup-Plan für unter Windows XP laufende Maschinen aufzusetzen, ersetzen Sie den Text in Ereignis-Quelle mit Windows Update Agent und lassen Sie die übrigen Felder gleich. So können Sie Ereignisse in der Ereignisanzeige einsehen So öffnen Sie eine Meldung in der Ereignisanzeige 1. Klicken Sie auf dem Desktop oder im Start-Menü mit der rechten Maustaste auf Computer und dann im Kontextmenü auf Verwalten. 2. Erweitern Sie in der Konsole Computerverwaltung den Zweig System und dann Ereignisanzeige. 3. Klicken Sie in der Ereignisanzeige auf den Namen einer Protokollliste, die Sie einsehen wollen z.b. Anwendung. Hinweis: Um die Sicherheitsprotokollliste öffnen zu können (Sicherheit), müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren sein. So können Sie die Eigenschaften eines Ereignisses einsehen, inklusive seiner Quelle und Nummer (Ereigniskennung). 1. Klicken Sie in der Ereignisanzeige auf den Namen einer Protokollliste, die Sie einsehen wollen z.b. Anwendung. Hinweis: Um die Sicherheitsprotokollliste öffnen zu können (Sicherheit), müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren sein. 2. Klicken Sie im rechten Fensterbereich der Protokollliste auf den Namen des Ereignisses, dessen Eigenschaften Sie sehen wollen. 3. Im Dialogfenster Eigenschaften sehen Sie alle Informationen des Ereignisses, wie etwas seinen Ursprung im Feld Quelle, und seine Nummer, die im Feld Ereignis-Kennung angezeigt wird. Sind Sie fertig, so klicken Sie auf OK, um das Dialogfenster Eigenschaften zu schließen Erweiterte Planungseinstellungen Die folgenden erweiterten Einstellungen sind verfügbar, wenn Sie in einem zentralen Backup-Plan eine tägliche, wöchentliche oder monatliche Planung konfigurieren. 98 Copyright Acronis International GmbH,

99 Wake-on-LAN verwenden Wenn diese Einstellung aktiviert ist, verwendet der Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Server die Wake-on-LAN-Funktion, um ausgeschaltete, registrierte Maschinen aufzuwecken, wenn die geplante Startzeit für ein Backup, eine Bereinigung oder eine Validierung erreicht ist. Wenn der Backup-Task auf den einzelnen Maschinen mit Verzögerung gestartet wird (siehe die nächste Einstellung), dann weckt der Management Server die Maschinen entsprechend dieser Verzögerungen auf. Bevor Sie diese Einstellung verwenden, vergewissern Sie sich, dass Sie Wake-on-LAN auf den registrierten Maschinen aktiviert haben. Die BIOS-Konfiguration der Maschine, die Konfiguration des Netzwerkadapters und die Konfiguration des Betriebssystems müssen so sein, dass die Maschine aus dem Soft-Off -Zustand auch als Energiezustand S5 oder G2 bekannt aufgeweckt werden kann. Startzeit innerhalb des Zeitfensters verteilen Wenn diese Einstellung aktiviert ist, startet der Backup-Task auf jeder registrierten Maschine mit einer bestimmten Verzögerung zu der im Backup-Plan eingestellten Startzeit. Dadurch werden die tatsächlichen Startzeiten des Tasks im Zeitintervall verteilt. Möglicherweise möchten Sie diese Einstellung verwenden, wenn Sie einen zentralen Backup-Plan zur Ausführung von Backups für mehrere Maschinen auf einem Netzwerkspeicherort erstellen, um eine übermäßige Netzwerklast zu vermeiden. Die Verzögerungswerte reichen von Null bis zur angegebenen maximalen Verzögerung und sie werden entsprechend der ausgewählten Verteilungsmethode bestimmt. Der Verzögerungswert für jede Maschinen wird bestimmt, wenn der Backup-Plan auf die Maschine bereitgestellt wird und er bleibt so lange gleich, bis Sie den Backup-Plan bearbeiten und den maximalen Verzögerungswert ändern. Die Bedingungen werden, falls vorhanden, zur tatsächlichen Startzeit eines Tasks auf den einzelnen Maschinen überprüft. Unabhängig vom maximalen Verzögerungswert bleiben alle Startzeiten innerhalb desselben Datums. Startet Ihr Backup-Plan beispielsweise um 23:00 Uhr und beträgt der maximale Verzögerungswert zwei Stunden, dann liegen die Startzeiten aller Tasks dennoch nur zwischen 23:00 und 23:59 Uhr. Die Tasks können aber, wie üblich, nach Mitternacht abgeschlossen werden. Das folgende Beispiel veranschaulicht diese Einstellung. Beispiel 1 Angenommen, Sie stellen einen zentralen Backup-Plan auf drei Maschinen mit folgender Planung bereit: Task starten: Täglich Einmal um: 09:00:00 Uhr Startzeit innerhalb des Zeitfensters verteilen Maximale Verzögerung: 1 Stunde Verteilungsmethode: Zufällig In diesem Fall kann die Startzeit des Tasks auf jeder Maschinen ein beliebiger Zeitpunkt zwischen 09:00:00 Uhr und 09:59:59 Uhr sein; beispielsweise: Erste Maschine: Jeden Tag um 09:30:03 Uhr Zweite Maschine: Jeden Tag um 09:00:00 Uhr Dritte Maschine: Jeden Tag um 09:59:59 Uhr 99 Copyright Acronis International GmbH,

100 Beispiel 2 Angenommen, Sie stellen einen zentralen Backup-Plan auf drei Maschinen mit folgender Planung bereit: Task starten: Täglich Alle: 2 Stunden Von: 09:00:00 Uhr Bis: 11:00:00 Uhr Startzeit innerhalb des Zeitfensters verteilen Maximale Verzögerung: 1 Stunde Verteilungsmethode: Zufällig In diesem Fall kann der Zeitpunkt, an dem der Task erstmalig auf jeder Maschine ausgeführt wird, ein beliebiger Zeitpunkt zwischen 09:00:00 Uhr und 09:59:59 Uhr sein. Die Zeit zwischen der ersten und der zweiten Ausführung beträgt exakt zwei Stunden. Zum Beispiel: Erste Maschine: Jeden Tag um 09:30:03 Uhr und um 11:30:03 Uhr Zweite Maschine: Jeden Tag um 09:00:00 Uhr und um 11:00:00 Uhr Dritte Maschine: Jeden Tag um 09:59:59 Uhr und um 11:59:59 Uhr Erweiterte Einstellungen spezifizieren 1. Verbinden Sie sich mit dem Management Server und starten Sie dann mit der Erstellung eines Backup-Plans. 2. Wählen Sie bei Art des Backups das Backup-Schema Einfach, GVS (Großvater-Vater-Sohne), Türme von Hanoi oder Benutzerdefiniert. 3. Gehen Sie, abhängig vom Backup-Schema, folgendermaßen vor: Klicken Sie beim Backup-Schema GVS (Großvater-Vater-Sohn) auf Erweiterte Einstellungen. Beim Backup-Schema Einfach, Türme von Hanoi oder Benutzerdefiniert: a. Klicken Sie auf Planung, um eine Planung für das Schema zu spezifizieren. b. Wählen Sie unter Task starten die Option Täglich, Wöchentlich oder Monatlich aus. c. Klicken Sie im Bereich Erweiterte Einstellungen auf Ändern. 4. Wenn Sie die Verwendung der Wake-on-LAN-Funktion ermöglichen möchten, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Wake-on-LAN verwenden. 5. Wenn Sie die Startzeiten der zentralen Backup-Tasks verteilen möchten, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Startzeit innerhalb des Zeitfensters verteilen und geben Sie dann den maximalen Verzögerungswert und die Verteilungsmethode an Bedingungen Bedingungen erweitern den Scheduler mit mehr Flexibilität und ermöglichen es, Backup-Tasks abhängig von gewissen Bedingungen auszuführen. Sobald ein spezifiziertes Ereignis eintritt (siehe den Abschnitt 'Planung (S. 89)' zur Liste verfügbarer Ereignisse), überprüft der Scheduler die angegebene Bedingung und führt den Task aus, sofern die Bedingung zutrifft. Bedingungen sind nur bei Verwendung des benutzerdefinierten Backup-Schemas (S. 74) verfügbar. Bedingungen können für vollständige, inkrementelle und differentielle Backups separat konfigurieren werden. Für den Fall, dass ein Ereignis eintritt, aber die Bedingung (oder eine von mehreren Bedingungen) nicht erfüllt ist, wird das Verhalten des Schedulers durch die Backup-Option Task-Startbedingungen (S. 141) definiert. Dort können Sie angeben, wie wichtig die Bedingungen für die Backup-Strategie sind: Bedingungen sind zwingend setzt die Ausführung des Backup-Tasks auf Wartestellung, bis alle Bedingungen zutreffen. 100 Copyright Acronis International GmbH,

101 Bedingungen sind wünschenswert, aber die Ausführung eines Backup-Tasks hat höhere Priorität setzt den Task für das angegebene Zeitintervall auf Wartestellung. Wenn das Zeitintervall vergeht und die Bedingungen immer noch nicht zutreffen, führe den Task auf jeden Fall aus. Mit dieser Einstellung handhabt das Programm automatisch Situationen, wenn Bedingungen eine zu lange Zeit nicht zutreffen und eine weitere Verzögerung des Backups unerwünscht ist. Startzeit des Backup-Tasks ist relevant überspringe den Backup-Tasks, wenn die Bedingungen zu dem Zeitpunkt, wenn der Task gestartet werden soll, nicht zutreffen. Ein Überspringen der Task-Ausführung macht Sinn, wenn Sie Daten ganz genau zur angegebenen Zeit sichern müssen, insbesondere, wenn die Ereignisse relativ häufig sind. Mehrere Bedingungen hinzufügen Sollten zwei oder mehr Bedingungen spezifiziert sein, dann wird das Backup nur starten, wenn alle davon erfüllt sind Benutzer ist untätig Gilt für: Windows Benutzer ist untätig bedeutet, dass auf der verwalteten Maschine ein Bildschirmschoner läuft oder die Maschine gesperrt ist. Beispiel: Starte den Backup-Task auf der verwalteten Maschine täglich um 21:00 Uhr, möglichst, wenn der Benutzer untätig ist. Ist der Benutzer um 23 Uhr immer noch aktiv, starte den Task dennoch. Ereignis: Täglich, alle 1 Tage; einmal um: 09:00:00 PM. Bedingung: Benutzer ist untätig. Task-Startbedingungen: Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind, den Task dennoch starten nach 2 Stunde(n). Ergebnis: (1) Wenn der Benutzer vor 21 Uhr untätig wird, startet der Backup-Task um 21 Uhr. (2) Wenn der Benutzer zwischen 21 und 23 Uhr untätig wird, startet der Backup-Task sofort, nachdem der Benutzer untätig wurde. (3) Wenn der Benutzer um 23 Uhr immer aktiv ist, startet der Backup-Task dennoch Host des Speicherorts verfügbar ist Gilt für: Windows, Linux Host des Speicherorts ist verfügbar bedeutet, dass die Maschine, die das Ziel zum Speichern von Archiven auf einem Netzlaufwerk bereithält, verfügbar ist. Beispiel: Eine Datensicherung zu einem Netzwerk-Speicherort wird werktags um 21:00 Uhr durchgeführt. Wenn der Speicherort des Hosts zu dem Zeitpunkt nicht verfügbar ist (z.b. wegen Wartungsarbeiten), überspringe das Backup und warte bis zum nächsten Werktag, um den Task zu starten. Es wird angenommen, dass der Backup-Task besser überhaupt nicht gestartet werden soll, statt fehlzuschlagen. Ereignis: Wöchentlich, alle 1 Woche(n) an <Werktagen>; einmal um 21:00 Uhr. 101 Copyright Acronis International GmbH,

102 Bedingung: Host des Speicherorts verfügbar ist Task-Startbedingungen: Ausführung des Tasks übergehen. Ergebnis: (1) Wenn es 21:00 Uhr wird und der Host des Speicherorts verfügbar ist, startet der Backup-Task zur rechten Zeit. (2) Wenn es 21:00 Uhr wird, der Host im Augenblick aber nicht verfügbar ist, dann startet der Backup-Task am nächsten Werktag, sofern der Host des Speicherorts dann verfügbar ist. (3) Wenn der Host des Speicherorts an Werktagen um 21:00 Uhr niemals verfügbar ist, startet auch der Task niemals Entspricht Zeitintervall Gilt für: Windows, Linux Beschränkt die Startzeit eines Backup-Tasks auf ein angegebenes Zeitintervall. Beispiel Eine Firma verwendet unterschiedliche Speicherorte auf demselben netzwerkangebundenen Speicher zur Sicherung von Benutzerdaten und Servern. Der Arbeitstag startet um 8:00 und endet um 17:00 Uhr. Die Benutzerdaten sollen gesichert werden, sobald der User sich abmeldet, aber nicht vor 16:30 Uhr und nicht später als 22:00 Uhr. Die Firmen-Server werden jeden Tag um 23:00 Uhr per Backup gesichert. Daher sollten alle Daten der Benutzer vorzugsweise vor dieser Zeit gesichert werden, um Netzwerk-Bandbreite frei zu machen. Indem Sie das obere Limit auf 22:00 Uhr setzen, wird angenommen, dass die Sicherung der Benutzerdaten nicht länger als eine Stunde benötigt. Wenn ein Benutzer innerhalb des angegebenen Zeitintervalls noch angemeldet ist oder sich zu irgendeiner anderen Zeit abmeldet sichere keine Benutzerdaten, d.h. überspringe die Task-Ausführung. Ereignis: Beim Abmelden, Der folgende Benutzer: Jeder Benutzer. Bedingung: Entspricht dem Zeitintervall von 16:30 Uhr bis 22:00 Uhr. Task-Startbedingungen: Ausführung des Tasks übergehen. Ergebnis: (1) Wenn sich der Benutzer zwischen 16:30 Uhr und 22:00 Uhr abmeldet, wird der Backup-Task unmittelbar nach der Abmeldung gestartet. (2) Wenn sich der Benutzer zu einer anderen Zeit abmeldet, wird der Task übersprungen. Was ist, wenn... Was ist, wenn ein Task-Ausführung für einen bestimmten Zeitpunkt geplant ist und dieser außerhalb des spezifizierten Zeitintervalls liegt? Ein Beispiel: Ereignis: Täglich, alle 1 Tage; einmal um 15:00 Uhr. Bedingung: Entspricht dem Zeitintervall von 18:00 Uhr bis 23:59:59 Uhr. In diesem Fall hängt die Antwort auf die Frage, ob und wann der Task ausgeführt wird, von den Task-Startbedingungen ab: 102 Copyright Acronis International GmbH,

103 Wenn die Task-Startbedingungen Ausführung des Tasks übergehen lauten, dann wird der Task niemals laufen. Wenn die Task-Startbedingungen Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind lauten und das Kontrollkästchen Task trotzdem ausführen nach deaktiviert ist, wird der Task (für 15:00 Uhr geplant) um 18:00 Uhr gestartet dem Zeitpunkt, wenn die Bedingung erfüllt ist. Wenn die Task-Startbedingungen Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind lauten und das Kontrollkästchen Task trotzdem ausführen nach mit z.b. einer Wartezeit von 1 Stunde aktiviert ist, wird der Task (für 15:00 Uhr geplant) um 16:00 Uhr gestartet dem Zeitpunkt, zu dem die Warteperiode endet Benutzer ist abgemeldet Gilt für: Windows Ermöglicht Ihnen, einen Backup-Task auf Warteposition zu setzen, bis sich alle Benutzer auf der verwalteten Maschine von Windows abgemeldet haben. Beispiel Führe den Backup-Task um 20:00 Uhr am ersten und dritten Freitag eines jeden Monats aus, möglichst, wenn alle Benutzer abgemeldet sind. Sollte einer der Benutzer um 23:00 Uhr immer noch angemeldet sein, führe den Task dennoch aus. Ereignis: Monatlich, Monate: <Alle>; An: <Erster>, <Dritter> <Freitag>; einmalig um 20:00 Uhr. Bedingung: Benutzer sind abgemeldet. Task-Startbedingungen: Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind, den Task dennoch starten nach 3 Stunde(n). Ergebnis: (1) Wenn alle Benutzer um 20:00 Uhr abgemeldet sind, startet der Backup-Task um 20:00 Uhr. (2) Wenn sich der letzte Benutzer zwischen 20:00 und 23:00 Uhr abmeldet, wird der Backup-Task sofort ausgeführt, nachdem sich der Benutzer abgemeldet hat. (3) Wenn ein Benutzer um 23:00 Uhr immer noch angemeldet ist, startet der Backup-Task dennoch Zeit seit letztem Backup Gilt für: Windows, Linux Ermöglicht Ihnen, einen Backup-Task auf Warteposition zu setzen, bis das angegebene Zeitintervall verstreicht, seit das letzte Backup erfolgreich fertiggestellt wurde. Beispiel: Den Backup-Task bei Systemstart ausführen, aber nur, wenn mehr als 12 Stunden seit dem letzten erfolgreichen Backup verstrichen sind. Ereignis: Beim Start, führt den Task beim Starten der Maschine aus. Bedingung: Zeit seit dem letzten Backup, Zeit seit dem letzten Backup: 12 Stunden. Task-Startbedingungen: Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind. Ergebnis: 103 Copyright Acronis International GmbH,

104 (1) Wenn die Maschine neu gestartet wird, bevor seit Abschluss des letzten erfolgreichen Backup 12 Stunden verstrichen sind, dann wird der Scheduler warten, bis die 12 Stunden abgelaufen sind und dann den Task starten. (2) Wenn die Maschine mindestens 12 Stunden nach Abschluss des letzten erfolgreichen Backups neu gestartet wird, dann wird der Backup-Task direkt ausgeführt. (3) Wenn die Maschine niemals neu gestartet wird, wird auch der Task niemals ausgeführt. Sie können das Backup in der Ansicht Backup-Pläne und Tasks manuell starten, falls das nötig ist. 4.5 Replikation und Aufbewahrung von Backups Bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58) spezifizieren Sie den primären Speicherort für die Backups. Zusätzlich können Sie Folgendes tun: Jedes Backup als 'Replikat' direkt nach seiner Erstellung zu einem zweiten Speicherort kopieren lassen. Die Backups entsprechend der von Ihnen spezifizierten Aufbewahrungsregeln bewahren und sie dann entweder zu einem zweiten Speicherort zu verschieben oder sie zu löschen. Auf ähnliche Weise können Sie Backups von einem zweiten Speicherort zu einem dritten kopieren oder verschieben (usw.). Es werden bis zu fünf aufeinanderfolgende Speicherorte unterstützt (den ersten eingeschlossen). Hinweis: Die Replikationsfunktion ersetzt und erweitert die Option Dual Destination, die in Acronis Backup & Recovery 10 verfügbar war. Beispiel: Sie erstellen ein Backup Ihrer Maschine in einen lokalen Ordner. Das Backup wird unmittelbar in einen Netzwerkordner kopiert. Das Backup wird im ursprünglichen lokalen Ordner nur für einen Monat gespeichert. Das folgende Bild illustriert dieses Beispiel. Einsatzszenarien Verlässliches Desaster-Recovery (S. 110) Speichern Sie Ihre Backups sowohl 'on-site' (zur sofortigen Wiederherstellung) wie auch 'off-site' (um die Backups vor Ausfall des lokalen Speichers oder natürlichen Desastern zu schützen). Nur die jüngsten Recovery-Punkte bewahren (S. 111) Löschen Sie ältere Backups von einem schnellen Speicher gemäß den Aufbewahrungsregeln, um teuren Speicherplatz nicht übermäßig zu beanspruchen. Reduzierte Kosten bei der Speicherung von Backups (S. 112) Speichern Sie Ihre Backups solange auf einem schnellen Speicher, wie es wahrscheinlich ist, dass Sie auf diese Daten zugreifen müssen. Verschieben Sie sie danach auf einen Speicher mit niedrigeren Kosten, um Sie dort für einen längeren Zeitraum aufbewahren zu können. Das ermöglicht Ihnen auch, gesetzliche Bestimmungen zur Datenaufbewahrung einzuhalten. 104 Copyright Acronis International GmbH,

105 Backup zu einem langsamen Gerät innerhalb eines engen Backup-Fensters (S. 112) Lassen Sie die Backups über Nacht zu einem verwalteten Depot mit schnellem Speicher erstellen und dann über Tag vom Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node auf Bänder verschieben. Die Acronis Cloud verwenden, um Daten vor einem natürlichen Desaster zu schützen (S. 111) Replizieren Sie Archive zum Online Storage, indem lediglich Änderungen an den Daten außerhalb der üblichen Arbeitsstunden übertragen werden. Replikation und Aufbewahrung in Backup-Schemata Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verfügbarkeit von Replikation und Aufbewahrungsregeln in verschiedenen Backup-Schemata. Backup-Schema Kann Backups kopieren Kann Backups verschieben Kann Backups löschen Manueller Start (S. 79) Ja Nein Nein Einfach (S. 69) Ja Ja Ja GVS (Großvater-Vater-Sohn) Ja Nein Ja (S. 70) Türme von Hanoi (S. 76) Ja Nein Ja Benutzerdefiniert (S. 74) Ja Ja Ja Initial Seeding (S. 79) Nein Nein Nein Anmerkungen: Eine Konfiguration, bei der Backups vom selben Speicherort gleichermaßen kopiert und verschoben werden, ist nicht möglich. In Kombination mit der Option Vereinfachte Benennung von Backup-Dateien (S. 83) stehen weder Replikation noch Aufbewahrungsregeln zur Verfügung Unterstützte Speicherorte Sie können ein Backup von jedem der nachfolgenden Speicherorte aus kopieren oder verschieben: Ein lokaler Ordner auf einem fest eingebauten Laufwerk Netzwerkordner FTP- oder SFTP-Server Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node Acronis Secure Zone Sie können ein Backup zu jedem der nachfolgenden Speicherorte kopieren oder verschieben: Ein lokaler Ordner auf einem fest eingebauten Laufwerk Netzwerkordner FTP- oder SFTP-Server Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node Bandgeräte Acronis Online Backup Storage Ein Wechsellaufwerk (S. 221), welches im Modus Eingebautes Laufwerk verwendet wird. (Sie wählen beim Erstellen eines Backup-Plans den Wechsellaufwerkmodus.) 105 Copyright Acronis International GmbH,

106 Backups, die zu einem nächsten Speicherort kopiert oder verschoben wurden, sind unabhängig von den Backups, die auf dem ursprünglichen Speicherort verbleiben (und umgekehrt). Sie können Daten von jedem dieser Backups wiederherstellen, ohne Zugriff auf andere Speicherorte. Einschränkungen Kopieren oder Verschieben von Backups auf und von optischen Laufwerken (CD-, DVD-, Blu-ray-Medien) wird nicht unterstützt. Das Kopieren oder Verschieben von Backups zu und von Wechsellaufwerken, die im Modus Wechselmedium verwendet werden, wird nicht unterstützt. Kopieren oder Verschieben von Backups von einem Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node zu einem lokalen Ordner wird nicht unterstützt. Mit 'lokaler Ordner' ist ein Ordner auf der Maschine mit dem Agenten gemeint, der das Backup erstellt hat. Ein Bandgerät und der Acronis Online Backup Storage kann je nur der finale Speicherort sein. Nachfolgendes Kopieren oder Verschieben von Backups von dort aus ist nicht möglich. Sie können denselben Speicherort nicht mehr als einmal spezifizieren. Sie können ein Backup beispielsweise nicht von einem Ordner zu einem anderen verschieben und dann wieder zurück zum ursprünglichen Ordner. Welche Maschine führt diese Aktion aus? Kopieren, Verschieben oder Löschen eines Backups von einem Speicherort aus wird durch den Agenten initiiert, der das Backup erstellt hat und wird durchgeführt: Von diesem Agenten, sofern der Speicherort kein verwaltetes Depot ist. Von dem korrespondierendem Storage Node, sofern der Speicherort ein verwaltetes Depot ist. Kopieren oder Verschieben eines Backups von einem verwalteten Depot zum Online Storage wird jedoch von dem Agenten durchgeführt, der das Backup erstellt hat. Aus der oberen Erläuterung folgt, dass die Aktion nur durchgeführt wird, wenn die Maschine mit dem Agenten angeschaltet ist. Falls es sich um eine geplante Aktion handelt, verwendet die Planung die Datums- und Zeiteinstellungen dieser Maschine. Kopieren und Verschieben von Backups zwischen verwalteten Depots Das Kopieren oder Verschieben eines Backups von einem verwalteten Depot zu einem anderen verwalteten Depot wird vom Storage Node durchgeführt. Sollt das Ziel-Depot ein deduplizierendes Depot (S. 488) sein (möglicherweise auf einem anderen Storage Node), dann sendet der als Quelle dienende Storage Node nur solche Datenblöcke, die auf dem als Ziel dienenden Depot noch nicht vorliegen. Anders ausgedrückt führt der Storage Node also (wie ein Agent) eine Deduplizierung an der Quelle (S. 260) durch. Das reduziert den Netzwerkverkehr, wenn Sie Daten zwischen örtlich getrennten Storage Nodes replizieren Replikation von Backups einrichten Sie können eine Replikation von Backups konfigurieren, wenn Sie einen Backup-Plan erstellen (S. 58). Aktivieren Sie zur Einrichtung einer Replikation, die vom primären Speicherort ausgeht, das Kontrollkästchen Neu erstelltes Backup zu einem anderen Speicherort replizieren. Aktivieren Sie zur Einrichtung einer Replikation, die vom zweiten oder einen weiteren Speicherort ausgeht, das Kontrollkästchen Backups, sobald Sie an diesem Speicherort erscheinen, zu einem anderen Speicherort replizieren. Bestimmen Sie anschließend den Speicherort, wohin die Backups repliziert werden. 106 Copyright Acronis International GmbH,

107 Sofern vom Backup-Schema zugelassen, können Sie zusätzlich festlegen, wann die Backups auf jedem dieser Speicherorte automatisch gelöscht werden sollen. Ein Backup wird zum jeweils nächsten Speicherort repliziert, sobald es im vorherigen Speicherort erscheint. Falls frühere Backups nicht repliziert wurden (weil beispielsweise die Netzwerkverbindung verloren ging), wird die Software auch alle Backups replizieren, die nach der letzten erfolgreichen Replikation erschienen sind Aufbewahrung von Backups einrichten Aufbewahrungsregeln können bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58) konfiguriert werden. Welche Aufbewahrungsregeln verfügbar sind, hängt vom gewählten Backup-Schema ab. Das Anwenden von Aufbewahrungsregeln kann durch die Option Inaktivitätszeit für Replikation/Bereinigung (S. 110) eingeschränkt werden. Schema 'Einfach' Jedes Backup wird solange aufbewahrt, bis sein Alter einen von Ihnen spezifizierten Grenzwert überschreitet. Danach wird es entweder gelöscht oder verschoben. So konfigurieren Sie, dass die Backups gelöscht werden: Wählen Sie in den Aufbewahrungsregeln die Option Lösche Backups älter als und spezifizieren Sie dann die Aufbewahrungsdauer. So konfigurieren Sie, dass die Backups verschoben werden: Wählen Sie in den Aufbewahrungsregeln die Option Verschiebe Backups älter als und spezifizieren Sie dann die Aufbewahrungsdauer. Spezifizieren Sie unter Ziel für Replikation/Verschieben der Backups den entsprechenden Speicherort. Die Aufbewahrungsregeln werden angewendet, wenn ein Backup erstellt wird. Für den zweiten und weitere Speicherorte bedeutet die Backup-Erstellung, dass ein Backup vom vorherigen Speicherort ausgehend dorthin kopiert oder verschoben wird. Schema 'Großvater-Vater-Sohn' (GVS) Backups jeden Typs (täglich, wöchentlich, monatlich) werden für die unter 'Backups behalten' definierte Aufbewahrungsdauer einbehalten und dann gelöscht. Die Aufbewahrungsregeln werden angewendet, wenn ein Backup erstellt wird. Sie werden nacheinander auf den primären, sekundären sowie alle nachfolgenden Speicherorte angewendet. Schema 'Türme von Hanoi' Jedes Backup wird basierend auf seinem Level (S. 76) einbehalten und dann gelöscht. Wie viele Level das sind, spezifizieren Sie unter Zahl der Level. Die Aufbewahrungsregeln werden angewendet, wenn ein Backup erstellt wird. Sie werden nacheinander auf den primären, sekundären sowie alle nachfolgenden Speicherorte angewendet. Benutzerdefiniertes Schema Jedes Backup wird solange aufbewahrt, bis die von Ihnen spezifizierten Regeln zutreffen. Danach wird es entweder gelöscht oder verschoben. So konfigurieren Sie, dass die Backups gelöscht werden: 107 Copyright Acronis International GmbH,

108 Wählen Sie unter Archiv bereinigen die Option Aufbewahrungsregeln verwenden. Spezifizieren Sie im Fenster Aufbewahrungsregeln (S. 108) die entsprechenden Regeln und wählen Sie dann Wenn die spezifizierten Bedingungen zutreffen: Die ältesten Backups löschen. Spezifizieren Sie unter Aufbewahrungsregeln anwenden, wann die Regeln ausgeführt werden sollen. So konfigurieren Sie, dass die Backups verschoben werden: Wählen Sie unter Archiv bereinigen die Option Aufbewahrungsregeln verwenden. Spezifizieren Sie im Fenster Aufbewahrungsregeln (S. 108) die entsprechenden Regeln und wählen Sie dann Wenn die spezifizierten Bedingungen zutreffen: Die ältesten Backups an einen anderen Speicherort verschieben. Klicken Sie auf OK und spezifizieren Sie dann unter Ziel für Replikation/Verschieben der Backups den entsprechenden Speicherort. Spezifizieren Sie unter Aufbewahrungsregeln anwenden, wann die Regeln ausgeführt werden sollen. Sie können wählen, ob die Aufbewahrungsregeln vor der Backup-Erstellung, danach, auf Planung oder gemäß einer Kombination dieser Optionen angewendet werden sollen. Für den zweiten und weitere Speicherorte bedeutet die Backup-Erstellung, dass ein Backup vom vorherigen Speicherort ausgehend dorthin kopiert oder verschoben wird Aufbewahrungsregeln für das benutzerdefinierte Schema Sie können im Fenster Aufbewahrungsregeln wählen, wie lange Backups an einem Speicherort vorgehalten werden sollen und ob diese anschließend gelöscht oder verschoben werden sollen. Die Regeln werden auf alle diejenigen Backups angewendet, die von dieser speziellen Maschine gemacht wurden und in diesem speziellen Speicherort durch diesen speziellen Backup-Plan abgelegt wurden. Ein solcher Satz von Backups wird in Acronis Backup & Recovery 11.5 auch Archiv genannt. So richten Sie Aufbewahrungsregeln für Backups ein: 1. Spezifizieren Sie eine der folgenden Möglichkeiten (Option (a) und (b) schließen sich gegenseitig aus): a. Backups älter als... und/oder Archiv größer als... Ein Backup wird solange gespeichert, bis die spezifizierte Bedingung (oder beide Bedingungen) eintreffen. Hinweis: In einem deduplizierenden Depot (S. 488) hat die Bedingung Archiv größer als nur einen geringen Einfluss auf den Speicherplatzverbrauch. Der Hintergrund ist, dass nahezu alle Backup-Daten in einem Datenspeicher außerhalb des Archivs gespeichert werden. Beispiel: Backups älter als 5 Tage Archiv größer als 100 GB Mit diesen Einstellungen wird ein Backup solange gespeichert, bis es älter als 5 Tage ist und die Größe des Archivs, indem es enthalten ist, 100 GB übersteigt. b. Anzahl der Backups im Archiv überschreitet... Fall die Anzahl an Backups den spezifizierten Wert überschreitet, werden eins oder mehrere der ältesten Backups verschoben oder gelöscht. Die kleinste Einstellung ist Bestimmen Sie, ob die Backups gelöscht oder zu einem anderen Speicherort verschoben werden sollen, sofern die angegebenen Bedingungen zutreffen. 108 Copyright Acronis International GmbH,

109 Sie können den Speicherort angegeben, zu dem die Backups verschoben werden sollen und nach Klicken auf OK auch für diesen Speicherort Aufbewahrungsregeln einstellen. Das letzte Backup in dem Archiv löschen Die Aufbewahrungsregeln sind wirksam, wenn das Archiv mehr als ein Backup enthält. Das bedeutet, dass das letzte Backup im Archiv erhalten bleibt, selbst wenn dabei die Verletzung einer Aufbewahrungsregel entdeckt wird. Versuchen Sie nicht, das einzige vorhandene Backup zu löschen, indem Sie die Aufbewahrungsregeln vor dem Backup anwenden. Dies wird nicht funktionieren. Verwenden Sie die alternative Einstellung Archiv bereinigen > Wenn nicht ausreichend Speicherplatz während des Backups vorhanden ist (S. 74); beachten Sie dabei aber das Risiko, möglicherweise das letzte Backup verlieren zu können. Backups mit Abhängigkeiten löschen oder verschieben Klicken Sie zum Zugriff auf diese Einstellungen im Fenster Aufbewahrungsregeln auf Erweiterte Einstellungen anzeigen. Aufbewahrungsregeln setzen das Löschen einiger Backups und die Bewahrung anderer voraus. Aber was, wenn das Archiv inkrementelle und differentielle Backups enthält, die voneinander und von dem Voll-Backup abhängen, auf dem diese basieren? Sie können kein veraltetes Voll-Backup löschen und sozusagen seine inkrementellen Kinder behalten. Wenn das Löschen oder Verschieben eines Backups andere Backups beeinflusst, wird eine der folgenden Regeln angewendet: Backup bewahren, bis alle abhängigen Backups gelöscht (verschoben) werden Das veraltete Backup (mit dem Icon gekennzeichnet) wird solange bewahrt, bis alle auf ihm beruhenden Backups ebenfalls veraltet sind. Dann wird die gesamte Kette während der regulären Bereinigung sofort gelöscht. Falls Sie festgelegt haben, dass die veralteten Backups zum nächsten Speicherort verschoben werden sollen, dann wird das Backup ohne Verzögerung dorthin kopiert. Nur seine Löschung vom aktuellen Speicherort wird aufgeschoben. Dieser Modus hilft, die potentiell zeitaufwendige Konsolidierung zu vermeiden, benötigt aber extra Speicherplatz für von der Löschung zurückgestellte Backups. Die Archivgröße, das Backup-Alter oder die Backup-Anzahl kann daher die von Ihnen spezifizierten Werte überschreiten. Dieser Modus ist nicht für den Acronis Online Backup Storage verfügbar, wenn Sie Backups dorthin kopieren oder verschieben. Im Online Storage sind alle Backup inkrementell, mit Ausnahme des ersten Backups eines Archivs, welches immer vollständig ist. Diese Kette kann nicht komplett gelöscht werden, weil das aktuellste Backup immer aufbewahrt werden muss. Diese Backups konsolidieren Die Software wird das Backup, das einer Löschung oder Verschiebung unterworfen ist, mit dem nächsten abhängigen Backup konsolidieren. Zum Beispiel erfordern die Aufbewahrungsregeln, ein Voll-Backup zu löschen, das nachfolgende inkrementelle Backup jedoch zu bewahren. Die Backups werden zu einem einzelnen Voll-Backup kombiniert, welches den Zeitstempel des inkrementellen Backups erhält. Wenn ein inkrementelles oder differentielles Backup aus der Mitte einer Kette gelöscht wird, wird der resultierende Backup-Typ inkrementell. Dieser Modus stellt sicher, dass nach jeder Bereinigung die Archivgröße, sowie Alter und Anzahl der Backups innerhalb der von Ihnen spezifizierten Grenzen liegen. Die Konsolidierung kann jedoch viel Zeit und Systemressourcen in Anspruch nehmen. Sie benötigen zusätzlichen Platz im Depot für temporäre Daten, die während der Konsolidierung erstellt werden. Dieser Modus ist nicht verfügbar, falls Sie die Regel Archiv größer als für jeden Archiv-Speicherort (Acronis Online Backup Storage ausgenommen) aktiviert haben. 109 Copyright Acronis International GmbH,

110 Das sollten Sie über Konsolidierung wissen Machen Sie sich bewusst, dass Konsolidierung nur eine Methode, aber keine Alternative zum Löschen ist. Das resultierende Backup wird keine Daten enthalten, die im gelöschten Backup vorlagen, die jedoch im beibehaltenen inkrementellen oder differentiellen Backup fehlten Inaktivitätszeit für Replikation/Bereinigung Diese Option ist nur wirksam, wenn Sie für Backups entweder Replikation oder Aufbewahrungsregeln (S. 104) einrichten. Die Option definiert einen Zeitraum, in dem der Start einer Replikation oder die Anwendung von Aufbewahrungsregeln nicht erlaubt ist. Diese Aktionen werden daher dann ausgeführt, wenn die Inaktivitätszeit beendet ist und sofern die Maschine zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet ist. Aktionen, die vor dem Inaktivitätszeitraum gestartet wurden, werden ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die Inaktivitätszeit betrifft alle Speicherorte, den primären eingeschlossen. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Aktivieren Sie zur Spezifikation der Inaktivitätszeit das Kontrollkästchen Replikation/Bereinigung in folgender Zeit nicht starten und wählen Sie dann die Tage und den entsprechenden Zeitraum. Anwendungsbeispiele Sie können diese Option auf Wunsch verwenden, um den eigentlichen Backup-Prozess von der Replikation oder Bereinigung zu separieren. Nehmen Sie beispielsweise an, dass Sie Maschinen lokal sowie tagsüber sichern und die entsprechenden Backups dann zu einem Netzwerkordner replizieren. Stellen Sie die Inaktivitätszeit so ein, dass sie die reguläre Arbeitszeit enthält. Die Replikation wird daraufhin nach diesen Arbeitstunden gemacht, wenn auch die Netzwerklast geringer ist Anwendungsbeispiele In diesem Abschnitt finden Sie Beispiele dafür, wie Sie Replikate von Backups erstellen und Aufbewahrungsregeln für diese konfigurieren können Beispiel 1: Backups zu einem Netzwerkordner replizieren Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Maschine manuell per Voll-Backup sichern. Sie möchten die Backups in der Acronis Secure Zone (S. 217) dieser Maschine speichern. Sie möchten eine Kopie der Backups in einem Netzwerkordner speichern. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit dem Schema Manueller Start. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans die Acronis Secure Zone im Feld Speicherort, wählen Sie Vollständig im Feld Backup-Typ, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Neu erstelltes Backup zu einem anderen Speicherort replizieren und spezifizieren Sie dann den Netzwerkordner im Feld 2. Speicherort. Ergebnis: Sie können die Volumes oder Dateien der Maschine von einem sofort verfügbaren, lokalen Backup wiederherstellen, welches in einem speziellen Bereich auf dem Festplattenlaufwerk gespeichert wird. 110 Copyright Acronis International GmbH,

111 Sie können die Maschine aber auch aus dem Netzwerkordner wiederherstellen, falls das Festplattenlaufwerk der Maschine ausfallen sollte Beispiel 2: Alter und Gesamtgröße gespeicherter Backups begrenzen Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Maschine mit einem wöchentlichen Voll-Backup sichern. Sie möchten alle Backups aufbewahren, die jünger als ein Monat sind. Solange die Gesamtgröße aller Backups unterhalb von 200 GB bleibt, möchten Sie zudem auch noch ältere Backups behalten. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit dem Benutzerdefinierten Schema. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans eine wöchentliche Planung für die Voll-Backups. Wählen Sie unter Archiv bereinigen die Option Aufbewahrungsregeln verwenden. Klicken Sie auf Aufbewahrungsregeln, aktivieren Sie die Kontrollkästchen Backups älter als sowie Archiv größer als und spezifizieren Sie dann die entsprechenden Werte, nämlich 1 Monat und 200 GB. Wählen Sie unter Wenn die spezifizierten Bedingungen zutreffen die Einstellung Älteste Backups löschen. Klicken Sie auf OK. Aktivieren Sie unter Aufbewahrungsregeln anwenden das Kontrollkästchen Nach dem Backup. Ergebnis: Backups, die jünger als ein Monat sind, werden aufbewahrt unabhängig von ihrer Gesamtgröße. Backups, die älter als ein Monat sind, werden nur dann aufbewahrt, wenn die Gesamtgröße aller Backups (ältere plus jüngere) nicht die 200 GB-Grenze überschreitet. Anderenfalls löscht die Software einige oder alle der älteren Backups, mit dem ältesten beginnend Beispiel 3: Replikation von Backups zum Online Storage Dieses Beispiel geht davon aus, dass Sie ein aktiviertes (S. 477) Online Backup-Abonnement (S. 460) für die Maschine haben, die Sie per Backup sichern. Das folgende Szenario nimmt an, dass die Datenmenge für das Backup relativ klein ist. Informationen zu größeren Backups finden Sie später in diesem Abschnitt unter 'Replikation größerer Datenmengen zum Online Storage'. Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie erstellen gelegentliche Backups Ihrer Maschine in einen lokalen Ordner. Sie möchten eine Kopie des resultierenden Archivs extern (offsite) im Acronis Online Backup Storage aufbewahren. Sie möchten, unabhängig vom Startzeitpunkt des Backups, dass die Replikation außerhalb der üblichen Arbeitszeiten stattfindet, wenn die Belastung der Internetverbindung niedriger ist. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit dem gewünschten Backup-Schema. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans im Feld Speicherort einen lokalen Ordner. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Neu erstelltes Backup zu einem anderen Speicherort replizieren und spezifizieren Sie dann im Feld 2. Speicherort den Online Storage. 111 Copyright Acronis International GmbH,

112 Gehen Sie in den Backup-Optionen zum Element Inaktivitätszeit für Replikation/Bereinigung (S. 110) und spezifizieren Sie die gängigen Arbeitsstunden (beispielsweise Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr). Ergebnis: Die Daten werden nach dem Start des Backup-Plans in den lokalen Ordner gesichert. Sollte das Backup außerhalb der definierten Arbeitsstunden abgeschlossen werden, dann wird die Replikation sofort gestartet. Anderenfalls wird die Replikation bis zum Ende der Arbeitsstunden verschoben. Hinweis: Im Online Storage sind das zweite und alle weiteren Backups eines Archivs immer inkrementell, egal welchen Typ sie am ursprünglichen Speicherort haben. Dadurch wird der Storage-Speicherplatz Ihres Online Backup-Abonnements effizient genutzt. Replikation größerer Datenmengen zum Online Storage Falls Sie planen, Backups mit Daten von 100 GB und mehr zu erstellen, können Sie das erste Backup für den Online Storage auf einer physikalischen Festplatte an uns senden. Diese Option wird Ihnen über den Initial Seeding Service (S. 465) bereitgestellt, den Sie als Ergänzung zu Ihrem Online Backup-Abonnement erwerben können. Der 'Initial Seeding'-Dienst ist in Ihrer Region möglicherweise nicht verfügbar. Klicken Sie hier für weitere Informationen: Bei allen nachfolgenden Backups werden nur noch Änderungen an den ursprünglichen Daten zum Online Storage gesendet, so dass der Netzwerkdatenverkehr nicht zu stark beeinflusst wird. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit dem Schema Initial Seeding. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans im Feld Speicherort einen lokalen Ordner. Dies kann ein Ordner auf der zu versendenden Festplatte sein. Weitere Details finden Sie unter 'Wie wird Initial Seeding ausgefьhrt? (S. 466)'. Bearbeiten Sie den Backup-Plan, nachdem die Festplatte versendet und der Auftragsstatus auf Der Upload der Daten wurde abgeschlossen eingestellt wurde. Ändern Sie das Backup-Schema, das Ziel und die Replikationseinstellungen so, wie zuvor in diesem Abschnitt beschrieben. Der aktualisierte Backup-Plan erstellt Backups, die außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zum Online Storage repliziert werden Beispiel 4: Ältere Backups auf Bänder verschieben Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Maschine mit einem täglichen Backup sichern. Sie möchten diese Backups für eine Woche lokal speichern. Backups, die älter als eine Woche sind, sollen auf ein Bandgerät verschoben werden. Ein solches Szenario wird manchmal auch als 'Disk-Staging' oder D2D2T (Disk-to-Disk-to-Tape) bezeichnet. Erstellen Sie in diesem Szenario einen Backup-Plan mit dem Schema Einfach sowie einer täglichen Planung. (Standardmäßig sind alle Sicherungen Voll-Backups). Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans im Feld Speicherort einen lokalen Ordner oder die Acronis Secure Zone. Wählen Sie unter Aufbewahrungsregeln die Einstellung Verschiebe Backups älter als 1 Woche. Spezifizieren Sie dann im Feld 2. Speicherort das Bandgerät. 112 Copyright Acronis International GmbH,

113 Stellen Sie sicher, dass das Bandgerät betriebsbereit ist. Die Vorbereitungsschritte sind im Abschnitt 'Backup einer Maschine zu einem direkt angeschlossenen Bandgerдt (S. 228)' beschrieben. Ergebnis: Nach erfolgreichem Abschluss der Sicherung prüft der Agent auf Backups, die verschoben werden müssen. Der Agent verschiebt Backups, die älter als eine Woche sind, indem diese zuerst auf das Bandgerät kopiert werden und dann vom ursprünglichen Speicherort gelöscht werden. Sie können dann die Bänder mit den Backups auswerfen und an einem sicheren externen Ort aufbewahren. Sobald Sie Daten für eine Wiederherstellung wählen, wird Acronis Backup & Recovery 11.5 Sie nach den einzulegenden Bändern fragen Beispiel 5: Backup auf Bänder innerhalb eines engen Backup-Fensters Dieses Beispiel geht davon aus, dass Sie eine Advanced-Edition von Acronis Backup & Recovery 11.5 verwenden. Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten Ihre Server an jedem Arbeitstag im Anschluss an die reguläre Arbeitszeit sichern. An einem der Arbeitstage möchten Sie ein monatliches Voll-Backup durchführen an den anderen Werktagen dagegen partielle Backups (inkrementell oder differentiell). Sie möchten die Backups auf einer Bandbibliothek speichern. Das zeitliche Backup-Fenster für die Server ist eng, so dass sie nicht direkt auf die Bänder gesichert werden können. Installieren Sie in diesem Szenario den Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node und erstellen Sie zwei verwaltete Depots: das erste auf einem Festplattenlaufwerk, dass für den Storage Node lokal liegt und das andere auf der Bandbibliothek, die auch lokal an den Storage Node angeschlossen ist. Erstellen Sie einen zentralen Backup-Plan für alle Maschinen mit dem Schema Großvater-Vater-Sohn (GVS). Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans im Feld Speicherort das Depot auf dem Festplattenlaufwerk. Wählen Sie unter Backup-Typ die Einstellung Vollständig/Inkrementell/Differentiell. Wählen Sie für den primären Speicherort unter Backups behalten die Einstellung, dass die monatlichen Backups für einen Monat aufbewahrt werden sollen (dazu müssen Sie das Kontrollkästchen Unbegrenzt behalten deaktivieren). Auf diese Art dient das Depot als zwischenzeitlicher, kurzfristiger Speicher für die Backups. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Neu erstelltes Backup zu einem anderen Speicherort replizieren und spezifizieren Sie dann im Feld 2. Speicherort das Depot auf der Bandbibliothek. Wählen Sie für den zweiten Speicherort, dass die monatlichen Backups unbegrenzt aufbewahrt werden sollen. Ergebnis: Die Agenten sichern ihre Maschinen zu dem Depot auf dem Festplattenlaufwerk. Der Storage Node kopiert diese Backups dann auf das Bandgerät. Dabei werden keine CPU-Ressourcen von den Maschinen genommen. Die Lebenszeit der Backups auf der Festplatte ist nicht höher als einen Monat. Auf der Bandbibliothek werden die monatlichen Backups dagegen unbegrenzt aufbewahrt. 113 Copyright Acronis International GmbH,

114 4.6 So deaktivieren Sie die Backup-Katalogisierung Durch die Katalogisierung eines Backups werden dessen Inhalte direkt nach seiner Erstellung dem Datenkatalog hinzugefügt. Dies kann ein zeitaufwendiges Verfahren sein, insbesondere in Umgebungen mit einer großen Anzahl von Maschinen. Daher möchten Sie möglicherweise die Katalogisierung in der kompletten Umgebung deaktivieren. So deaktivieren Sie die Backup-Katalogisierung in den Advanced-Editionen Diese Schritte können in beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden. 1. Дndern Sie die Windows-Registry auf dem Management Server. 2. Дndern Sie die Windows-Registry auf den Storage Nodes. 3. [Auf verwalteten Maschinen in einer Active Directory-Domain] Laden Sie das Acronis Administrative Template (S. 444) auf dem Domain-Controller und und konfigurieren Sie die Katalogisierungseinstellung in der Template-Kategorie Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows (S. 448). 4. [Auf verwalteten Maschinen, die nicht in einer Active Directory-Domain enthalten sind] Verbinden Sie die Konsole mit jeder Maschine, gehen Sie zu Optionen > Maschinen-Optionen und konfigurieren Sie die Option Backup-Katalogisierung. 4.7 Standardoptionen für Backup Jeder Acronis Agent hat eigene Standardoptionen für Backups. Sobald ein Agent installiert ist, haben die Standardoptionen vordefinierte Werte, die in der Dokumentation als Voreinstellungen bezeichnet werden. Bei Erstellung eines Backup-Plans können Sie entweder eine Standardoption verwenden oder diese mit einem benutzerdefinierten Wert überschreiben, der nur für diesen Plan gültig ist. Sie können außerdem auch eine Standardoption konfigurieren, indem Sie den vordefinierten Wert verändern. Der neue Wert wird dann als Standard für alle nachfolgend auf dieser Maschine erstellten Backup-Pläne verwendet. Um die Standardoptionen für Backups einsehen und verändern zu können, verbinden Sie die Konsole mit der verwalteten Maschine und wählen Sie dort aus dem Hauptmenü die Befehle Optionen > Standardoptionen für Backup und Recovery > Standardoptionen für Backup. Verfügbarkeit der Backup-Optionen Art und Umfang der verfügbaren Backup-Optionen sind abhängig von: Der Umgebung, in welcher der Agent arbeitet (Windows, Linux, bootfähiges Medium) Dem Datentyp, der gesichert wird (Laufwerke, Dateien). Dem Backup-Ziel (Netzwerkpfad oder lokales Laufwerk). Dem Backup-Schema (manueller Start oder nach Planung). Die nachfolgende Tabelle fasst die Verfügbarkeit der Backup-Optionen zusammen: 114 Copyright Acronis International GmbH,

115 Agent für Windows Agent für Linux Bootfähiges Medium Laufwerk- Backup Erweiterte Einstellungen (S. 117): Beim Backup auf ein entfernbares Medium nach dem ersten Medium fragen Backup nur nach dem Übertragen zum Depot deduplizieren Archivattribut zurücksetzen Nach Abschluss des Backups die Maschine automatisch neu starten Schutz des Archivs (S. 118) (Kennwort und Verschlüsselung) Backup-Katalogisierung (S. 119) Backup-Performance: Backup-Prioritдt (S. 120) Schreibgeschwindigkeit auf Laufwerk (S. 121) Netzwerkverbindungsgeschwindigkeit (S. 121) Backup-Aufteilung (S. 121) Komprimierungsgrad (S. 123) Desaster-Recovery-Plan (S. 123) Fehlerbehandlung (S. 124): Während der Durchführung keine Meldungen bzw. Dialoge zeigen (Stiller Modus) Ziel: Wechselmedium Ziel: dedupl. Depot Datei-Backup Ziel: Wechselmedium Ziel: dedupl. Depot Laufwerk- Backup Ziel: Wechselmedium Ziel: dedupl. Depot Datei-Backup Ziel: Wechselmedium Ziel: dedupl. Depot (Linux-basiert oder PE-basiert) Laufwerk- Backup Ziel: Wechselmedium Ziel: dedupl. Depot Datei-Backup Ziel: Wechselmedium Ziel: dedupl. Depot Ziel: Laufwerk Ziel: Laufwerk Ziel: Laufwerk Ziel: Laufwerk Ziel: Laufwerk Ziel: Laufwerk Ziel: Netzwerkfreigabe Ziel: Netzwerkfreigabe Ziel: Netzwerkfreigabe Ziel: Netzwerkfreigabe Ziel: Netzwerkfreigabe Ziel: Netzwerkfreigabe Copyright Acronis International GmbH,

116 Bei Fehler erneut versuchen Fehlerhafte Sektoren ignorieren Ereignisverfolgung: Ereignisanzeige von Windows (S. 126) Agent für Windows Agent für Linux Bootfähiges Medium Laufwerk- Backup Datei-Backup Laufwerk- Backup Datei-Backup (Linux-basiert oder PE-basiert) Laufwerk- Backup Datei-Backup SNMP (S. 125) Schnelles inkrementelles/ differentielles Backup (S. 126) Snapshot fьr Backup auf Dateiebene (S. 127) Sicherheit auf Dateiebene (S. 127): Dateisicherheitsein stellungen in Archiven bewahren Verschlüsselte Dateien in Archiven unverschlüsselt speichern LVM-Snapshot Erstellung (S. 128) Medienkomponenten Ziel: Wechsel- Ziel: Wechsel- Ziel: Wechsel- Ziel: Wechsel- - - (S. 129) medium medium medium medium Mount-Punkte (S. 130) Multi-Volume- Snapshot (S. 131) Benachrichtigungen: (S. 131) Win Pop-up (S. 133) Vor-/Nach-Befehle für nur PE nur PE das Backup (S. 133) Befehle vor/nach der Datenerfassung (S. 135) Inaktivitätszeit für Replikation/ Bereinigung (S. 110) Copyright Acronis International GmbH,

117 Agent für Windows Agent für Linux Bootfähiges Medium (Linux-basiert oder PE-basiert) Sektor- für -Sektor-Backup (S. 138) Bandverwaltung (S. 138) Task-Fehlerbehandlung (S. 140) Task-Startbedingungen (S. 141) Volume Shadow Copy Service (S. 142) Laufwerk- Backup Datei-Backup Laufwerk- Backup Datei-Backup Laufwerk- Backup Datei-Backup Ziel: Band Ziel: Band Ziel: Band Ziel: Band Ziel: Band Ziel: Band Erweiterte Einstellungen Spezifizieren Sie die zusätzlichen Einstellungen für das Backup durch Aktivieren oder Deaktivieren der folgenden Kontrollkästchen. Beim Backup auf ein entfernbares Medium nach dem ersten Medium fragen Diese Option ist nur beim Backup auf Wechselmedien wirksam. Diese Option definiert, ob die Meldung Legen Sie das erste Medium ein erscheint, wenn Sie ein Wechselmedium zum Backup benutzen. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Bei eingeschalteter Option ist es unmöglich, ein Backup auf ein Wechselmedium auszuführen, wenn der Benutzer nicht anwesend ist, weil das Programm auf eine Bestätigung dieser Meldung wartet. Deshalb sollten Sie diese Meldung ausschalten, wenn ein geplanter Task eine Sicherung auf ein Wechselmedium vorsieht. Mit dieser Einstellung kann der Task unbeaufsichtigt erfolgen, wenn ein Wechselmedium beim Start gefunden wird (z.b. eine CD-R/W). Archivattribut zurücksetzen Diese Option ist nur für Backups auf Dateiebene unter Windows-Betriebssystemen und beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium wirksam. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Im Betriebssystem Windows hat jede Datei ein Attribut Datei kann archiviert werden, das über Datei > Eigenschaften > Allgemein > Erweitert > Archiv- und Indexattribute verfügbar wird. Dieses Attribut, auch Archiv-Bit genannt, wird durch das Betriebssystem jedes Mal gesetzt, wenn die Datei verändert wurde, und kann durch Backup-Anwendungen zurückgesetzt werden, wenn die Datei in ein Backup auf Dateiebene eingeschlossen wird. Das Archivattribut wird von vielen Anwendungen verwendet, z.b. Datenbanken. Wenn das Kontrollkästchen Archivattribut zurücksetzen aktiviert ist, wird Acronis Backup & Recovery 11.5 das Archivattribut aller im Backup enthaltenen Dateien zurückzusetzen. Acronis Backup & 117 Copyright Acronis International GmbH,

118 Recovery 11.5 selbst nutzt das Archiv-Bit aber nicht. Bei Ausführung eines inkrementellen oder differentiellen Backups wird die Änderung einer Datei anhand der Änderung der Dateigröße und von Tag bzw. Zeitpunkt der letzten Speicherung ermittelt. Nach Abschluss des Backups die Maschine automatisch neu starten Diese Option ist nur verfügbar, wenn Sie ein Boot-Medium gestartet haben und mit diesem arbeiten. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wenn die Option eingeschaltet ist, wird Acronis Backup & Recovery 11.5 die Maschine neu starten, nachdem der Backup-Prozess vollendet ist. Wenn die Maschine standardmäßig z.b. von einer Festplatte bootet und Sie dieses Kontrollkästchen aktivieren, wird unmittelbar nach Abschluss eines Backups durch den bootfähigen Agenten die Maschine neu gestartet werden und das Betriebssystem booten. Backup nur nach dem Übertragen zum Depot deduplizieren (keine Deduplizierung an der Quelle) Diese Option ist nur in den Advanced Editions von Acronis Backup & Recovery 11.5 verfügbar. Diese Option ist für Windows- und Linux-Betriebssysteme und beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium wirksam, wenn das Ziel des Backups ein deduplizierendes Depot ist. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Das Aktivieren dieser Option schaltet die Deduplizierung der Backups an der Quelle aus, d.h. die Deduplizierung erfolgt durch den Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node, nachdem das Backup im Depot abgelegt ist (auch Deduplizierung am Ziel genannt). Das Abschalten der Deduplizierung an der Quelle führt zu einem schnelleren Backup-Prozess, aber auch zu größerem Datenverkehr über das Netzwerk und schwererer Last auf dem Storage Node. Die resultierende Größe des Backups im Depot ist unabhängig davon, ob die Deduplizierung an der Quelle eingeschaltet ist oder nicht. Die Funktionen 'Deduplizierung an der Quelle' und 'Deduplizierung am Ziel' sind beschrieben unter Deduplizierung Ьberblick (S. 259) Schutz des Archivs Diese Option ist für Windows-, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. Diese Option ist wirksam für Disk-Backups und Backups auf Dateiebene. Diese Option definiert, ob das Archiv per Kennwort geschützt und der Inhalt des Archivs verschlüsselt werden soll. Diese Option ist nicht verfügbar, wenn das Archiv bereits Backups enthält. Diese Option kann beispielsweise nicht verfügbar sein: Wenn Sie ein bereits existierendes Archiv als Ziel für einen Backup-Plan spezifizieren. Wenn Sie einen Backup-Plan bearbeiten, der bereits zu einem Backup geführt hat. Voreinstellung ist: Deaktiviert. 118 Copyright Acronis International GmbH,

119 So schützen Sie ein Archiv vor unberechtigtem Zugriff 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Kennwort für das Archiv einrichten. 2. Tragen Sie im Eingabefeld Kennwort ein Kennwort ein. 3. Tragen Sie das Kennwort im Eingabefeld Kennwortbestätigung erneut ein. 4. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Nicht verschlüsseln das Archiv wird nur mit dem Kennwort geschützt. AES 128 das Archiv wird mit Hilfe des Advanced Encryption Standard-Verfahrens (AES) und einer Tiefe von 128-Bit verschlüsselt. AES 192 das Archiv wird mit Hilfe von Advanced Standard Encryption (AES) und einer Tiefe von 192-Bit verschlüsselt. AES 256 das Archiv wird mit Hilfe von Advanced Standard Encryption (AES) und einer Tiefe von 256-Bit verschlüsselt. 5. Klicken Sie auf OK. Der kryptografische Algorithmus AES arbeitet im Cipher Block Chaining Mode (CBC) und benutzt einen zufällig erstellten Schlüssel mit der benutzerdefinierten Größe von 128-, 192- oder 256-Bit. Je größer die Schlüsselgröße, desto länger wird das Programm für die Verschlüsselung brauchen, aber desto sicherer sind auch die Daten. Der Kodierungsschlüssel ist dann mit AES-256 verschlüsselt, wobei ein SHA-256-Hash-Wert des Kennworts als Schlüssel dient. Das Kennwort selbst wird nirgendwo auf dem Laufwerk oder in der Backup-Datei gespeichert, der Kennwort-Hash dient nur der Verifikation. Mit dieser zweistufigen Methode sind die gesicherten Daten vor unberechtigten Zugriff geschützt ein verlorenes Kennwort kann daher jedoch auch nicht wiederhergestellt werden Backup-Katalogisierung Beim Katalogisieren eines Backups werden dessen Inhalte zum Datenkatalog hinzugefügt. Durch Verwendung des Datenkatalogs können Sie benötigte Daten leicht finden und für eine Recovery-Aktion auswählen. Die Option Backup-Katalogisierung spezifiziert, ob mit dem Backup direkt nach seiner Erstellung eine vollständige oder schnelle Katalogisierung durchgeführt wird. Diese Option ist nur wirksam, falls die Backup-Katalogisierung auf der gesicherten Maschine oder auf dem Storage Node aktiviert ist. Voreinstellung ist: Vollständige Katalogisierung. Falls Sie Vollständige Katalogisierung wählen, werden die Backup-Inhalt mit dem höchstmöglichen Detail-Level katalogisiert. Das bedeutet, dass folgende Daten im Katalog angezeigt werden: Bei Laufwerk-Backups Laufwerke, Volumes, Dateien und Ordner. Bei Datei-basierten Backups Dateien und Ordner. Bei einem Exchange-Datenbank-Backup Datenbanken oder Speichergruppen und Postfächer (immer); Ordner und s (abhängig von der Option Microsoft Exchange-Metadatensammlung). Bei einem Exchange-Postfach-Backup Postfächer, Ordner und s. Sie können die Schnelle Katalogisierung wählen, falls die vollständige Katalogisierung die Performance der verwalteten Maschine zu stark beeinflusst oder das Fenster für die Backup-Erstellung zu eng ist. Folgende Daten werden im Katalog angezeigt: 119 Copyright Acronis International GmbH,

120 Bei Laufwerk-Backups nur Laufwerke und Volumes. Bei Datei-basierten Backups nichts. Bei einem Exchange-Datenbank-Backup nur Datenbanken oder Speichergruppen und Postfächer. Bei einem Exchange-Postfach-Backup nur Postfächer. Um dem Katalog die vollständigen Inhalte bereits existierender Backups hinzuzufügen, können Sie die vollständige Katalogisierung bei Bedarf auch manuell starten. Hinweis für Benutzer der Virtual Edition: Beim Backup zu einem unverwalteten Depot (ausgenommen bei einem lokal angeschlossenen Storage), führt der Agent für ESX(i) (Virtuelle Appliance) immer eine schnelle Katalogisierung durch. Sie können die vollständige Katalogisierung des Depots manuell vom Management Server aus starten. Weitere Informationen zur Verwendung dieser Funktion finden Sie im Abschnitt 'Datenkatalog (S. 150)' Backup-Performance Benutzen Sie diese Gruppe der Optionen, um die Nutzung der Netzwerk- und der System-Ressourcen zu steuern. Die Optionen zur Steuerung der Performance haben mehr oder weniger spürbare Auswirkungen auf die Geschwindigkeit des Backups. Die Wirkung hängt von den Systemkonfigurationen und den physikalischen Eigenschaften der Geräte ab, die beim Backup als Quelle oder Ziel benutzt werden Backup-Priorität Diese Option ist für Windows und Linux-Betriebssysteme wirksam. Beinhaltet ein Backup-Plan eine Validierung und ist das Backup-Ziel zudem kein verwaltetes Depot, dann ist diese Option für Backups und Validierungen gleichermaßen wirksam. Die Priorität eines jeden Prozesses, der in einem System läuft, hängt vom Grad der CPU-Benutzung und der Systemressourcen ab, die dem Prozess zugeordnet werden. Das Herabsetzen der Backup-Priorität wird mehr Ressourcen für andere Anwendungen freisetzen. Das Heraufsetzen der Backup-Priorität kann den Backup-Prozess beschleunigen, indem z.b. CPU-Ressourcen von anderen gleichzeitig laufenden Prozessen abgezogen werden. Der Effekt ist aber abhängig von der totalen CPU-Auslastung und anderen Faktoren wie der Schreibgeschwindigkeit der Festplatte oder dem Datenverkehr im Netzwerk. Voreinstellung ist: Niedrig. So spezifizieren Sie die Priorität des Backup-Prozesses Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Niedrig minimiert die durch den Backup-Prozess verwendeten Ressourcen und belässt mehr Ressourcen für andere Prozesse, die auf der Maschine laufen. Normal führt den Backup-Prozess mit normaler Geschwindigkeit aus und teilt die verfügbaren Ressourcen mit anderen Prozessen. Hoch maximiert die Geschwindigkeit des Backup-Prozesses und zieht Ressourcen von anderen Prozessen ab. 120 Copyright Acronis International GmbH,

121 Schreibgeschwindigkeit der Festplatte Diese Option ist für Windows, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. Diese Option steht zur Verfügung, wenn eine interne (feste) Festplatte der Maschine als Backup-Ziel für das laufende Backup gewählt wurde. Ein laufendes Backup auf einer internen Festplatte (z.b. in der Acronis Secure Zone) kann die Performance anderer Programme beeinträchtigen, weil eine große Datenmenge auf die Festplatte geschrieben werden muss. Sie können den Festplattengebrauch durch das Backup-Verfahren auf einen gewünschten Grad begrenzen. Voreinstellung ist: Maximum. So stellen Sie die gewünschte Schreibgeschwindigkeit für das Backup ein Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: Klicken Sie auf Schreibgeschwindigkeit in Prozent bezogen auf die maximale Geschwindigkeit der Zielfestplatte und verändern Sie dann mit dem Schieber den Prozentwert. Klicken Sie auf Schreibgeschwindigkeit in Kilobytes pro Sekunde und tragen Sie dann den gewünschten Wert in Kilobytes pro Sekunde ein Netzwerkverbindungsgeschwindigkeit Diese Option ist für Windows, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. Diese Option steht zur Verfügung, wenn ein Speicherort im Netzwerk (freigegebenes Netzlaufwerk, verwaltetes Depot oder FTP-/SFTP-Server) als Ziel für das Backup gewählt wurde. Beinhaltet ein Backup-Plan eine Validierung und ist das Backup-Ziel zudem kein verwaltetes Depot, dann ist diese Option für Backups und Validierungen gleichermaßen wirksam. Die Option definiert den Betrag der Bandbreite für die Netzwerkverbindung, die zum Übertragen der gesicherten Daten zugeteilt wird. Als Standard ist dieser Wert auf das Maximum gesetzt, d.h. die Software benutzt die gesamte Netzwerkbandbreite zum Übertragen der gesicherten Daten, die sie erhalten kann. Verwenden Sie diese Option, um einen Teil der Netzwerkbandbreite für andere Aktivitäten im Netzwerk zu reservieren. Voreinstellung ist: Maximum. So stellen Sie die Netzwerkverbindungsgeschwindigkeit ein Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: Klicken Sie auf Datendurchsatz in Prozent bezogen auf die geschätzte maximale Netzwerkverbindungsgeschwindigkeit und verändern Sie dann mit dem Schieber den Prozentwert. Klicken Sie auf Datendurchsatz in Kilobytes pro Sekunde und tragen Sie dann den gewünschten Wert in Kilobytes pro Sekunde ein Backup-Aufteilung Diese Option ist für Windows, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. 121 Copyright Acronis International GmbH,

122 Diese Option ist nicht wirksam, wenn das Backup-Ziel ein verwaltetes Depot oder der Acronis Online Backup Storage ist. Die Option definiert, wie ein Backup aufgeteilt werden kann. Voreinstellung ist: Automatisch Es stehen die folgenden Einstellungen zur Verfügung. Automatisch Mit dieser Einstellung wird Acronis Backup & Recovery 11.5 wie folgt arbeiten. Bei Backups zu einem Festplattenlaufwerk oder eine Netzwerkfreigabe: Es wird eine einzige Backup-Datei erstellt werden, wenn das Dateisystem des Ziels die geschätzte Dateigröße erlaubt. Das Backup wird automatisch in mehrere Dateien aufgeteilt, wenn das Dateisystem des Ziels die geschätzte Dateigröße erlaubt. Das ist beispielsweise der Fall, wenn das Backup in einem FAT16- oder FAT32-Dateisystem mit einer Dateigrößenbeschränkung von 4 GB abgelegt wird. Wenn das Ziellaufwerk während des Backups voll läuft, wechselt der Task in den Zustand Benutzereingriff erforderlich. Sie haben dann die Möglichkeit, zusätzlichen Speicherplatz frei zu machen und die Aktion zu wiederholen. In diesem Fall wird das resultierende Backup in zwei Teile gesplittet, die vor bzw. nach der Wiederholung erstellt wurden. Beim Backup auf Wechselmedien (CD, DVD, Blu-Ray Disc, einem autonomen Bandlaufwerk, einem RDX- oder USB-Laufwerk im Wechsellaufwerksmodus (S. 221)): Der Task wird in den Status Benutzereingriff erforderlich wechseln und nach einem neuen Medium fragen, wenn das vorhergehende voll ist. Beim Backup auf einen FTP-Server: Das Backup wird automatisch in Dateien von maximal 2 GB aufgeteilt. Die Aufteilung ist notwendig, damit eine Datenwiederherstellung direkt vom FTP-Server möglich ist. Beim Backup auf einen SFTP-Server: Eine einzelne Backup-Datei wird erstellt. Wenn der als Ziel verwendete Storage während des Backups voll läuft, schlägt der Task fehl. Wenn Sie ein Backup replizieren oder verschieben (S. 104) (zu einem anderen Speicherort), dann gelten diese Regeln für jeden Speicherort unabhängig. Beispiel: Angenommen, dass der primäre Speicherort für ein 3-GB-Backup eine Festplatte ist, der zweite Speicherort ein FTP-Server und der dritte eine Netzwerkfreigabe. In diesem Fall wird das Backup in Form einer einzelnen Datei im primären Speicherort hinterlegt, in Form von zwei Dateien im zweiten Speicherort und wiederum als eine einzelne Datei im dritten Speicherort. Feste Größe Tragen Sie die gewünschte Dateigröße ein oder wählen Sie diese aus dem Listenfeld. Das Backup wird in mehrere Dateien der angegebenen Größe aufgeteilt. Das ist praktisch, wenn Sie ein Backup mit der Absicht erstellen, dieses nachträglich auf eine CD oder DVD zu brennen. Sie können ein Backup auch selbst in 2 GB große Dateien aufteilen, falls Sie die Sicherung zuerst auf ein Festplattenlaufwerk durchführen und planen, das Backup später manuell auf einen FTP-Server zu kopieren. 122 Copyright Acronis International GmbH,

123 4.7.6 Komprimierungsrate Diese Option ist für Windows, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. Die Option definiert den Grad der Komprimierung für die zu sichernden Daten. Voreinstellung ist: Normal. Der ideale Grad für die Datenkomprimierung hängt von der Art der Daten ab, die gesichert werden sollen. So wird z.b. eine maximale Komprimierung die Größe einer Archivdatei nicht wesentlich beeinflussen, wenn bereits stark komprimierte Dateien im Archiv erfasst werden wie jpg-, pdf- oder mp3-dateien. Andere Typen, wie z.b. doc- oder xls-dateien, werden gut komprimiert. So spezifizieren Sie den Komprimierungsgrad Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Keine die Daten werden so gesichert, wie sie sind, ohne dabei komprimiert zu werden. Die entstehende Größe des Backup-Archivs wird maximal sein. Normal in den meisten Fällen empfohlen. Hoch die Größe des entstehenden Backups ist üblicherweise kleiner als die bei der Einstellung Normal. Maximum die Daten werden so sehr komprimiert, wie es geht. Die Dauer eines solchen Backups wird maximal sein. Sie könnten beim Backup auf Wechselmedien die maximale Komprimierung auswählen, um die Zahl der erforderlichen Medien zu verringern Desaster-Recovery-Plan (DRP) Diese Option ist für Windows und Linux wirksam, aber nicht für Boot-Medium anwendbar. Diese Option ist nicht für Datei-Backups wirksam. Ein Desaster-Recovery-Plan (DRP) enthält eine Liste per Backup gesicherter Datenelemente sowie genaue Anweisungen, mit denen ein Benutzer durch den Prozess geführt wird, diese Elemente von einem Backup wiederherstellen zu können. Ein DRP wird erstellt, sobald das erste Backup erfolgreich vom Backup-Plan durchgeführt wurde. Falls die Option Desaster-Recovery-Pläne senden aktiviert ist, wird der DRP per an die spezifizierte Liste der Benutzer versendet. Falls die Option DRP als Datei speichern aktiviert ist, wird der DRP als Datei an dem spezifizierten Speicherort hinterlegt. Der DRP wird außerdem erneut in folgenden Fällen erstellt: Der Backup-Plan wurde bearbeitet, so dass sich die DRP-Parameter geändert haben. Das Backup enthält neue Datenelemente oder zuvor gesicherte Elemente sind nicht mehr enthalten. (Gilt nicht für Datenelemente wie Dateien oder Ordner.) Falls mehrere Maschinen durch einen Backup-Plan geschützt werden, dann wird ein separater DRP für jede Maschine erstellt. Sie können einen lokalen Ordner (bei direkter Verbindung mit einer verwalteten Maschine), einen Netzwerkordner, einen FTP- oder SFTP-Server als Ort zum Speichern der DRPs spezifizieren. DRP und 'Nach'-Befehle für das Backup Beachten Sie, dass der DRP nicht automatisch geändert wird, falls 'Nach'-Backup-Befehle Ihres Backup-Plans die Backups vom ursprünglichen Speicherort aus kopieren oder verschieben. Der DRP verweist nur auf die im Backup-Plan spezifizierten Speicherorte. 123 Copyright Acronis International GmbH,

124 Einer DRP-Vorlage Informationen hinzufügen Falls Sie mit XML und HTML vertraut sind, können Sie einer DRP-Vorlage (Template) zusätzliche Informationen hinzufügen. Die Standard-Pfade zur DRP-Vorlage sind: %ProgramFiles%\Acronis\BackupAndRecovery\drp.xsl in einem 32 Bit Windows %ProgramFiles(x86)%\Acronis\BackupAndRecovery\drp.xsl in einem 64 Bit Windows /usr/lib/acronis/backupandrecovery/drp.xsl in Linux So konfigurieren Sie das Versenden von DRPs: 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Desaster-Recovery-Pläne senden. 2. Geben Sie die -Adresse in das Eingabefeld -Adresse ein. Sie können mehrere -Adressen nacheinander eintragen, je durch Semikolon getrennt. 3. [Optional] Ändern Sie, falls erforderlich, das Feld Betreff. Falls Sie mehrere Maschinen mit einem zentralen Backup-Plan sichern und wollen, dass jeder Maschinenbenutzer eine separate DRP- nur für seine Maschine erhält: a. Verwenden Sie die Variable %MachineName%, damit der Name der entsprechenden Maschine in der -Betreffzeile angezeigt wird. b. Konfigurieren Sie Ihren Mail-Server oder die Clients so, dass s auf Basis des Feldes Betreff gefiltert bzw. weitergeleitet werden. 4. Geben Sie die Parameter zum Zugriff auf den SMTP-Server ein. Zu weiteren Informationen siehe -Benachrichtigungen (S. 185). 5. [Optional] Klicken Sie auf Test-Mail senden, um die Richtigkeit der Einstellungen zu überprüfen. So konfigurieren Sie das Speichern der DRPs als Dateien: 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen DRP als Datei speichern. 2. Klicken Sie auf Durchsuchen, um einen Speicherort für die DRP-Dateien zu spezifizieren Fehlerbehandlung Diese Optionen sind für Windows- und Linux-Betriebssysteme sowie Boot-Medien wirksam. Mit diesen Optionen können Sie festlegen, wie eventuell auftretende Fehler beim Backup behandelt werden. Während der Durchführung keine Meldungen bzw. Dialoge zeigen (Stiller Modus) Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wenn der stille Modus eingeschaltet ist, kann das Programm Situationen automatisch behandeln, die eine Benutzeraktion erfordern (außer der Behandlung von fehlerhaften Sektoren, die mit einer eigenen Option gesteuert wird). Falls eine Aktion nicht ohne Benutzereingriff fortfahren kann, wird sie fehlschlagen. Detaillierte Informationen über die Aktion, einschließlich eventueller Fehler, finden Sie im Log der Aktion. Bei Fehler erneut versuchen Voreinstellung ist: Aktiviert. Anzahl der Versuche: 30. Abstand zwischen den Versuchen: 30 Sekunden. Wenn ein behebbarer Fehler auftritt, versucht das Programm, die erfolglose Aktion erneut durchzuführen. Sie können das Zeitintervall und die Anzahl der Versuche einstellen. Die Versuche werden aufgegeben, wenn entweder die Aktion erfolgreich ist ODER die angegebene Anzahl an Versuchen erreicht wurde, je nachdem, was zuerst eintritt. 124 Copyright Acronis International GmbH,

125 Wenn der Speicherort des Backups im Netzwerk nicht verfügbar oder erreichbar ist, wird die Anwendung versuchen, den Ort alle 30 Sekunden erneut zu erreichen, aber nur fünf Mal. Die Versuche werden aufgegeben, wenn entweder die Verbindung gelingt ODER die angegebene Zahl der Versuche erreicht ist, je nachdem, was zuerst eintritt. Sollte der Acronis Online Backup Storage als erster, zweiter oder ein weiterer Backup-Speicherort ausgewählt sein, dann lautet die automatische Einstellung des Optionswerts Aktiviert. Anzahl der Versuche: 300, unabhängig vom Standardwert. Fehlerhafte Sektoren ignorieren Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wenn die Option unwirksam gemacht ist, wird das Programm jedes Mal ein Pop-up-Fenster zeigen, wenn es auf einen fehlerhaften Sektor stößt, und um eine Entscheidung bitten, ob das Backup fortgesetzt oder abgebrochen werden soll. Wenn Sie z.b. vorhaben, die Informationen von einer 'sterbenden' Festplatte zu retten, aktivieren Sie diese Funktion. Die restlichen Daten werden in diesem Fall noch gesichert und Sie werden das entstandene Laufwerk-Backup mounten und die noch gültigen Daten auf ein anderes Laufwerk kopieren können Ereignisverfolgung Es ist möglich, die von den Backup-Aktionen auf verwalteten Maschinen erstellten Logs in die Ereignisanzeige von Windows zu duplizieren oder an spezifizierte SNMP-Manager zu senden SNMP-Benachrichtigungen Diese Option ist für Windows und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist nicht verfügbar beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium. Diese Option definiert, ob Agenten auf verwalteten Maschinen Log-Ereignisse von Backup-Aktionen zu spezifizierten Simple Network Management Protocol (SNMP)-Managern schicken. Sie können die Arten der Ereignisse wählen, die geschickt werden. Zu weiteren Informationen über die Verwendung von SNMP mit Acronis Backup & Recovery 11.5 siehe Unterstьtzung fьr SNMP (S. 56). Voreinstellung ist: Einstellungen benutzen, die in den Optionen für die Maschine definiert sind. So wählen Sie, ob Ereignisse von Backup-Aktionen an SNMP-Manager geschickt werden: Wählen Sie eine der folgenden Optionen: Einstellungen benutzen, die in den Optionen für die Maschine definiert sind für die Benutzung der Einstellungen, die in den Optionen für die Maschine spezifiziert sind. Weitere Informationen bei Optionen der Maschine. SNMP-Benachrichtigungen für Ereignisse bei Backup-Aktionen einzeln senden für das Senden von SNMP-Benachrichtigungen mit den Ereignissen bei Backup-Aktionen an spezifizierte SNMP-Manager. Ereignisse, die übermittelt werden Auswahl der Ereignistypen, die gesendet werden: Alle Ereignisse, Fehler und Warnungen oder Nur Fehler. Server-Name/IP Eintragen des Namens oder der IP-Adresse des Hosts mit der SNMP-Verwaltungsanwendung, an die die Meldungen gesendet werden. 125 Copyright Acronis International GmbH,

126 Community Eintragen des Namens der SNMP-Community, zu der der Host mit der SNMP-Verwaltungsanwendung und die sendende Maschine gehören. Die typische Community ist public. Klicken Sie auf Testnachricht senden, um die Richtigkeit der Einstellungen zu prüfen. Keine SNMP-Benachrichtigungen senden Einstellung, um das Versenden von Ereignissen über Backup-Aktionen an SNMP-Manager unwirksam zu machen Ereignisanzeige von Windows Diese Option ist nur wirksam in Windows-Betriebssystemen. Diese Option ist nicht verfügbar beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium. Diese Option definiert, ob Agenten auf verwalteten Maschinen die Ereignisse der Backup-Aktionen in der Ereignisanzeige von Windows aufzeichnen müssen. (Um die Ereignisanzeige zu sehen, führen Sie eventvwr.exe aus oder den Befehl Systemsteuerung -> Verwaltung -> Ereignisanzeige.) Sie können die Ereignisse filtern, die geloggt werden. Voreinstellung ist: Einstellungen benutzen, die in den Optionen für die Maschine definiert sind. Wählen Sie, ob Ereigniseinträge der Backup-Aktionen an die Ereignisanzeige von Windows übergeben werden. Wählen Sie eine der folgenden Optionen: Einstellungen benutzen, die in den Optionen für die Maschine definiert sind für die Benutzung der Einstellungen, die in den Optionen für die Maschine spezifiziert sind. Weitere Informationen bei Optionen der Maschine. Folgende Ereignisse protokollieren für das Loggen der Ereignisse der Backup-Aktionen in der Ereignisanzeige. Arten der Ereignisse, die geloggt werden: Alle Ereignisse loggt alle Ereignisse (Informationen, Warnungen und Fehler) Fehler und Warnungen Nur Fehler Nicht protokollieren für das Ausschalten der Protokollierung der Ereignisse der Backup-Aktionen in der Ereignisanzeige Beschleunigtes inkrementelles und differentielles Backup Diese Option ist für Windows, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. Diese Option ist wirksam für inkrementelle und differentielle Backups auf Dateiebene. Diese Option definiert, ob für die Ermittlung einer Dateiänderung die Dateigröße und der Zeitstempel benutzt werden oder dafür der Dateiinhalt mit den im Archiv gespeicherten Dateien verglichen wird. Voreinstellung ist: Aktiviert. Inkrementelle oder differentielle Backups erfassen nur die geänderten Daten. Um das Backup-Verfahren zu beschleunigen, entscheidet das Programm darüber, ob eine Datei geändert wurde oder nicht, anhand von Dateigröße und Zeitstempel der letzten Änderung. Das Ausschalten dieser Funktion wird dazu führen, dass das Programm immer den Inhalt einer Datei mit dem Inhalt der Datei vergleicht, die in einem Archiv gespeichert ist. 126 Copyright Acronis International GmbH,

127 Snapshot für Backup auf Dateiebene Diese Option ist nur für Backups auf Dateiebene wirksam in Windows- und Linux-Betriebssystemen. Diese Option definiert, ob Dateien eine nach der anderen gesichert werden oder auf Basis eines sofortigen Snapshots der Daten. Beachten Sie: Dateien von Netzlaufwerken werden immer eine nach der anderen gesichert. Voreinstellung ist: Snapshot erstellen, wenn es möglich ist. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Immer einen Snapshot erstellen Ein Snapshot ermöglicht das Backup aller Dateien einschließlich solcher, die für den exklusiven Zugriff geöffnet sind. Die Dateien werden zum gleichen Zeitpunkt gesichert. Wählen Sie diese Einstellung nur, wenn diese Faktoren kritisch sind, d.h. ein Backup der Dateien ohne den vorhergehenden Snapshot keinen Sinn macht. Um einen Snapshot zu benutzen, muss der Backup-Plan mit einem Administrator-Konto oder den Rechten eines Backup-Operators ausgeführt werden. Wenn kein Snapshot erstellt werden kann, wird das Backup fehlschlagen. Snapshot erstellen, wenn es möglich ist Dateien direkt sichern, wenn kein Snapshot möglich ist. Keinen Snapshot erstellen Dateien immer direkt sichern. Administratorrechte oder Rechte eines Backup-Operators sind nicht erforderlich. Der Versuch zum Sichern von Dateien, die für exklusiven Zugriff geöffnet sind, wird in einem Fehler resultieren. Außerdem ist die Backup-Zeit der Dateien nicht gleich Sicherheit auf Dateiebene Diese Optionen sind nur für Backups auf Dateiebene unter Windows-Betriebssystemen wirksam. Verschlüsselte Dateien in Archiven unverschlüsselt speichern Diese Option definiert, ob die Dateien vor der Speicherung im Archiv entschlüsselt werden. Voreinstellung ist: Ausgeschaltet. Ignorieren Sie diese Option, wenn Sie keine Verschlüsselung benutzen. Aktivieren Sie diese Option, wenn verschlüsselte Dateien in das Backup einbezogen werden und Sie wollen, dass ein beliebiger Benutzer nach der Wiederherstellung auf die Dateien zugreifen kann. Andernfalls wird nur der Benutzer, der die Dateien bzw. Verzeichnisse ursprünglich verschlüsselt hat, darauf zugreifen können. Die Entschlüsselung ist auch nützlich, wenn Sie verschlüsselte Dateien auf verschiedenen Maschinen wiederherstellen wollen. Die Dateiverschlüsselung steht in Windows zur Verfügung unter Verwendung des NTFS-Dateisystems mit Encrypting File System (EFS). Um auf die Verschlüsselungseinstellungen einer Datei oder eines Verzeichnisses zuzugreifen, wählen Sie Eigenschaften > Allgemein > Erweitert> Inhalt verschlüsseln. Dateisicherheitseinstellungen in Archiven erhalten Diese Option definiert, ob die NTFS-Zugriffsrechte für Dateien zusammen mit den Dateien gesichert werden. Voreinstellung ist: Aktiviert. 127 Copyright Acronis International GmbH,

128 Wenn die Option eingeschaltet ist, werden Dateien und Ordner mit der ursprünglichen Erlaubnis zum Lesen, Schreiben oder Ausführen für jeden Benutzer oder jede Benutzergruppe im Archiv gespeichert. Wenn Sie auf einer Maschine geschützte Dateien bzw. Ordner ohne den in den Berechtigungen angegebenen Benutzer wiederherstellen, werden Sie wahrscheinlich nicht in der Lage sein, diese Dateien bzw. Ordner zu lesen oder zu verändern. Um dieses Problem zu beseitigen, sollten Sie die Aufbewahrung von Dateisicherheitseinstellungen in Archiven unwirksam machen. Die wiederhergestellten Dateien und Ordner erben dann immer die Rechte des Ordners, in den sie wiederhergestellt werden, oder die der Festplatte, wenn sie an der Wurzel wiederhergestellt werden. Alternativ können Sie die Wiederherstellung (S. 184) der Sicherheitseinstellungen unwirksam machen, selbst wenn diese im Archiv gespeichert sind. Das Ergebnis wird das gleiche sein die Dateien erben die Zugriffsrechte vom übergeordneten Ordner. Um auf die NTFS-Zugriffsrechte von Datei oder Ordnern zuzugreifen, wählen Sie Eigenschaften > Sicherheit> LVM-Snapshot-Erstellung Diese Option ist nur für Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist für Laufwerk- und Datei-Backups von Volumes wirksam, die vom Linux Logical Volume Manager (LVM) verwaltet werden. Solche Volumes werden auch als 'logische Volumes' bezeichnet. Diese Option definiert, wie der Snapshot eines logischen Volumes erfasst wird. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann dies eigenständig tun oder den Linux Logical Volume Manager (LVM) beanspruchen. Die Verwendung von Snapshots gewährleistet, dass von einem Volume, dessen Daten sich möglicherweise während des Backup-Prozesses verändern, ein zeitkonsistentes Backup erstellt wird. Voreinstellung ist: Acronis Backup & Recovery 11.5 Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Acronis Backup & Recovery 11.5 Acronis Backup & Recovery 11.5 wird den Snapshot eigenständig erfassen. Mit dieser Einstellung erfolgt das Backup normalerweise schneller und es ist kein 'nicht zugeordneter' Speicherplatz auf der Volume-Gruppe erforderlich. Wir empfehlen die Voreinstellung daher nur zu ändern, falls es ansonsten zu Problemen beim Backup von logischen Volumes kommt. Logical Volume Manager Acronis Backup & Recovery 11.5 wird das durch den LVM erfasste Snapshot verwenden. Dieser Snapshot wird auf 'nicht zugeordnetem' Speicherplatz der Volume-Gruppe gespeichert. Falls es keinen 'nicht zugeordneten' Speicherplatz gibt, wird Acronis Backup & Recovery 11.5 den Snapshot eigenständig erfassen. Detaillierte Erläuterung der LVM-Snapshot-Erfassung Wenn ein Volume-Snapshot erfasst wurde und die Daten sich zu ändern beginnen, müssen die alten Daten irgendwo aufbewahrt werden, bis sie in das Backup gesichert wurden. Acronis behält die alten Daten größtenteils im RAM. (Während eines Datei-Backups erstellt die Software evtl. eine temporäre Datei unter /tmp, falls die Größe der alten Daten erheblich wächst.) LVM benötigt ein temporäres logisches Volume (ein logisches Snapshot-Volume) zum Zwischenspeichern der alten Daten (siehe 128 Copyright Acronis International GmbH,

129 Das Schreiben dieser Daten auf das Volume verursacht eine große Anzahl von I/O-Operationen auf dem entsprechenden Laufwerk. Aus diesem Grund ist das Backup üblicherweise langsamer, wenn ein Snapshot durch den LVM erfasst wird. Falls Sie sich zur Verwendung des LVM entscheiden, erstellt Acronis Backup & Recovery 11.5 selbstständig ein logisches Snapshot-Volume. Die Software verfährt folgendermaßen: 1. Sie überprüft die gesicherte Volume-Größe (nicht die Datengröße, sondern die Volume-Größe). 2. Sie berechnet 10 Prozent dieser Größe beispielsweise 10 GB. 3. Sie überprüft, ob mindestens 10 GB von 'nicht zugeordnetem' Speicherplatz auf der entsprechenden Volume-Gruppe vorhanden ist. 4. Falls dem so ist, erstellt Sie ein logisches Snapshot-Volume mit 10 GB (mit dem Befehl lvcreate -s) und startet das Backup. Anderenfalls führt die Software das Backup unter Verwendung eines Acronis-Snapshots durch. 5. Sie löscht das Snapshot-Volume wieder, sobald es nicht mehr benötigt wird. Mehrere logische Volumes werden nacheinander gesichert. Die Software erstellt für jedes davon ein separates Snapshot-Volume mit der entsprechenden Größe. Es wird immer nur ein Snapshot-Volume zur gleichen Zeit gespeichert. Sollten sich die Daten während der Snapshot-Erfassung extrem schnell ändern, dann geht dem logischen Snapshot-Volume der Speicher aus und wird das Backup fehlschlagen. Aus diesem Grund können Sie den Standardwert von 10 Prozent unter /etc/acronis/backupandrecovery.config beliebig bis hinauf zu 100 Prozent ändern (was einen Erfolg dann garantiert). So ändern Sie die Standardgröße eines logischen Snapshot-Volumes: 1. Entscheiden Sie, wie viel 'nicht zugeordneten' Speicherplatz Sie nutzen wollen. Falls Sie zwei oder mehr logische Volumes sichern wollen, sollte sich Ihre Wahl nach dem größten dieser Volumes richten. Tipp: Um die Menge an 'nicht zugeordnetem' Speicherplatz auf einer Volume-Gruppe angezeigt zu bekommen, führen Sie den Befehl vgdisplay aus und betrachten Sie dann die Ausgabezeile Free PE / Size. Um die Größe von logischen Volumes angezeigt zu bekommen, führen Sie den Befehl lvdisplay aus und betrachten Sie die Ausgabezeilen LV Size. 2. Öffnen Sie die Datei /etc/acronis/backupandrecovery.config in einem Text-Editor. 3. Suchen Sie nach der Zeile <value name="mmsdirpath" type="tstring">. 4. Geben Sie folgendes Fragment direkt vor dieser Zeile ein: <key name="lvmsnapshots"> <value name="minimalvgfreerelative" type="tstring"> 20 </value> </key> In diesem Beispiel beträgt der neue Wert 20 Prozent. Es muss sich um eine ganze Zahl handeln. 5. Speichern Sie die Datei. Die neue Einstellung gelten ab dem nächsten Backup. Es muss kein Dienst neu gestartet werden Medienkomponenten Diese Option ist für Windows- und Linux-Betriebssysteme wirksam, wenn das Ziel des Backups CDs, DVDs oder Blue-ray Discs (BD) sind. 129 Copyright Acronis International GmbH,

130 Wenn Sie ein Backup auf ein solches Medium speichern, dann können Sie dieses Medium zu einem Linux-basierten bootfдhigen Medium (S. 487) machen, indem Sie zusätzliche Komponenten darauf speichern. Als Konsequenz benötigen Sie kein separates Notfallmedium. Voreinstellung ist: Keine bootfähigen Komponenten. Wählen Sie eine der folgenden Komponenten, die Sie auf das bootfähige Medium platzieren wollen: Der Acronis Bootable Agent ist ein bootfähiges, auf einem Linux-Kernel basierendes Notfallwerkzeug, das die meisten Funktionen des Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten enthält. Platzieren Sie diese Komponente auf dem Medium, wenn Sie größere Funktionalität während der Wiederherstellung wünschen. Sie können die Wiederherstellung auf die gleiche Weise wie von einem regulären Boot-Medium konfigurieren und Active Restore oder Universal Restore verwenden. Wenn das Medium in Windows erstellt wird, stehen auch die Funktionen zur Laufwerksverwaltung zur Verfügung. Acronis Bootable Agent und One-Click Restore. One-Click Restore ist eine kleine Ergänzung zu einem Laufwerk-Backup, das auf einem Wechselmedium gespeichert ist, welche auf einen einzelnen Klick hin eine Wiederherstellung dieses Backups ermöglicht. Wenn Sie eine Maschine von diesem Medium starten und auf Acronis One-Click Restore ausführen klicken, dann wird das Laufwerk unmittelbar aus dem Backup wiederhergestellt, das auf dem gleichen Medium enthalten ist. Achtung: Weil diese Art der Wiederherstellung keine Interaktionaktionsmöglichkeit für den Benutzers bietet, wie z.b. die Auswahl der wiederherzustellenden Volumes, stellt Acronis One-Click Restore immer das komplette Laufwerk wieder her. Falls das Laufwerk also mehrere Volumes enthält und Sie den Einsatz von Acronis One-Click Restore planen, dann müssen Sie alle Volumes in das Backup aufnehmen. Ansonsten gehen beim Einsatz dieser Funktion die Volumes verloren, die nicht im Backup enthalten sind Mount-Punkte Diese Option ist nur unter Windows und für ein Datei-basiertes Backup wirksam, dessen Datenquelle gemountete Volumes oder freigegebene Cluster-Volumes enthält. Diese Option ist nur wirksam, wenn Sie einen Ordner als Backup-Quelle auswählen, der in der Verzeichnishierarchie höher als der Mount-Punkt liegt. (Ein Mount-Punkt ist ein Ordner, an den ein zusätzliches Volume logisch angebunden ist). Wenn ein solcher Ordner (oder ein übergeordneter Ordner) als Backup-Quelle ausgewählt wird und die Option Mount-Punkte aktiviert wurde dann werden alle auf dem gemounteten Volume liegenden Dateien in das Backup aufgenommen. Wenn die Option Mount-Punkte deaktiviert wurde, bleibt der Mount-Punkt im Backup leer. Bei der Wiederherstellung eines übergeordneten Ordners hängt die Frage, ob auch der Inhalt des Mount-Punktes wiederhergestellt wird (oder nicht) davon ab, ob die Option Mount-Punkte fьr die Recovery-Aktion (S. 185) aktiviert oder deaktiviert wurde. Wenn Sie den Mount-Punkt direkt auswählen oder einen Ordner innerhalb des gemounteten Volumes, dann werden die gewählten Ordner wie herkömmliche Ordner betrachtet. Sie werden unabhängig vom Status der Backup-Option Mount-Punkte gesichert genauso, wie sie unabhängig vom Status der entsprechenden Recovery-Option Mount-Punktefьr die Recovery-Aktion (S. 185) wiederhergestellt werden. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Tipp: Sie können virtuelle Maschinen vom Typ Hyper-V sichern, die auf einem freigegebenen Cluster-Volume liegen, indem Sie die benötigten Dateien oder das komplette Volume per Datei-basiertem Backup sichern. 130 Copyright Acronis International GmbH,

131 Fahren Sie die virtuellen Maschinen herunter, um zu gewährleisten, dass sie in einem konsistenten Zustand gesichert werden. Beispiel Angenommen, der Ordner C:\Daten1\ ist der Mount-Punkt für ein gemountetes Volume. Das Volume enthält die Verzeichnisse Ordner1 und Ordner2. Sie erstellen einen Backup-Plan zur Datei-basierten Sicherung Ihrer Daten. Wenn Sie das Volume C per Kontrollkästchen auswählen und dafür die Option Mount-Punkte aktivieren, wird der Ordner C:\Daten1\ in Ihrem Backup auch die Verzeichnisse Ordner1 und Ordner2 enthalten. Wenn Sie die gesicherten Daten dann später wiederherstellen, sollten Sie an die entsprechende, gewünschte Einstellung der Option Mount-Punkte fьr die Recovery-Aktionen (S. 185) denken. Wenn Sie das Volume C per Kontrollkästchen auswählen und die Option Mount-Punkte jedoch deaktivieren, wird der Ordner C:\Daten1\ in Ihrem Backup leer sein. Wenn Sie die Verzeichnisse Daten1, Ordner1 oder Ordner2 direkt selbst per Kontrollkästchen zum Backup auswählen, werden diese markierten Ordner wie herkömmliche Ordners in Backup aufgenommen unabhängig vom Status der Option Mount-Punkte Multi-Volume-Snapshot Diese Option ist nur für Windows-Betriebssysteme wirksam. Diese Option gilt für Backups auf Laufwerksebene. Diese Option gilt auch für Backups auf Dateiebene, wenn diese unter Verwendung eines Snapshots erstellt werden. (Die Option Snapshot fьr Backup auf Dateiebene (S. 127) bestimmt, ob bei einem solchen Backup ein Snapshot benutzt wird oder nicht.) Die Option bestimmt, ob Snapshots mehrerer Volumes gleichzeitig oder einer nach dem anderen erfasst werden sollen. Voreinstellung ist: Aktivieren. Wenn diese Option auf Aktivieren gesetzt wird, werden die Snapshots aller zu sichernden Volumes zum gleichen Zeitpunkt erstellt. Benutzen Sie diese Option, um ein zeitkonsistentes Backup von Daten zu erstellen, die über mehrere Volumes verteilt sind, z.b. für eine Oracle-Datenbank. Wenn diese Option auf Deaktivieren gesetzt wird, erfolgen die Snapshots der Volumes nacheinander. Falls sich also Daten über mehrere Volumes erstrecken, werden diese zu unterschiedlichen Zeiten gesichert und das resultierende Backup könnte nicht konsistent sein Benachrichtigungen Acronis Backup & Recovery 11.5 kann Sie über den Abschluss eines Backups per oder Windows Nachrichtendienst (WinPopup, nur bei Windows XP) benachrichtigen Diese Option ist für Windows- und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist nicht verfügbar, wenn Sie ein Boot-Medium gestartet haben und mit diesem arbeiten. 131 Copyright Acronis International GmbH,

132 Die Option ermöglicht Ihnen den Erhalt von -Benachrichtigungen über den erfolgreichen Abschluss von Backup-Tasks, über Fehler oder wenn ein Benutzereingriff erforderlich ist. Voreinstellung ist: Deaktiviert. So konfigurieren Sie eine -Benachrichtigung 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen -Benachrichtigung schicken, um die entsprechende Funktion zu aktivieren. 2. Aktivieren Sie unter -Benachrichtigungen schicken die entsprechenden Kontrollkästchen folgendermaßen: Wenn das Backup erfolgreich abgeschlossen wurde. Wenn das Backup fehlschlägt. Wenn Benutzereingriff erforderlich ist. 3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Vollständiges Log zur Benachrichtigung hinzufügen, falls Sie möchten, dass die -Benachrichtigung Log-Einträge für die Aktion beinhalten soll. 4. Geben Sie die -Adresse des Ziels im Feld -Adressen ein. Sie können auch mehrere, per Semikolon getrennte Adressen eingeben. 5. Geben Sie im Feld Betreff eine Beschreibung für die Benachrichtigung ein. Die Betreffzeile kann gewöhnlichen Text und eine oder mehrere Variablen enthalten. In den empfangenen -Nachrichten wird jede Variable dann durch den zum Zeitpunkt der Task-Ausführung vorliegenden Wert ersetzt. Folgende Variablen werden unterstützt: %description% Bei einer unter Windows laufenden Maschine wird die Variable %description% durch einen Text ersetzt, der dem Feld Computerbeschreibung der jeweiligen Maschine entspricht. Um den Text spezifizieren zu können, können Sie entweder zu Systemsteuerung > System gehen oder folgenden Befehl als Administrator ausführen: net config server /srvcomment:<text> Bei einer unter Linux laufenden Maschine wird die Variable %description% durch einen leeren String ("") ersetzt. %subject% Die Variable %subject% wird in folgenden Ausdruck umgewandelt: Task <Task-Name> <Task-Ergebnis> auf Maschine <Maschinenname>. 6. Geben Sie im Feld SMTP-Server den Namen des ausgehenden Mail-Servers (SMTP) ein. 7. Legen Sie im Feld Port die Port-Nummer des ausgehenden Mail-Servers fest. Standardmäßig ist der Port auf 25 gesetzt. 8. Sollte der ausgehende Mail-Server eine Authentifizierung benötigen, dann geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort vom -Konto des Senders ein. Sollte der SMTP-Server keine Authentifizierung benötigen, dann lassen Sie die Felder Benutzername und Kennwort einfach leer. Falls Sie nicht sicher sind, ob Ihr SMTP-Server eine Authentifizierung erfordert, dann kontaktieren Sie Ihren Netzwerk-Administrator oder bitten Sie Ihren -Dienstanbieter um Hilfe. 9. Klicken Sie auf Erweiterte -Parameter..., um weitere -Parameter folgendermaßen zu konfigurieren: a. Von geben Sie den Namen des Absenders an. Falls Sie das Feld leer lassen, dann enthalten die Nachrichten im Feld Von das -Konto des Senders. b. Verschlüsselung verwenden Sie können sich für eine verschlüsselte Verbindung zum Mail-Server entscheiden. Zur Auswahl stehen die Verschlüsselungstypen SSL und TLS. 132 Copyright Acronis International GmbH,

133 c. Einige Internetdienstanbieter verlangen eine Authentifizierung am Posteingangsserver, bevor das Verschicken von Nachrichten erlaubt wird. Wenn das bei Ihnen zutrifft, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Anmeldung beim Posteingangsserver, um einen POP3-Server zu aktivieren und seine Einstellungen einzurichten: Posteingangsserver (POP3) geben Sie den Namen des POP3-Servers an. Port bestimmt den Port des POP3-Servers. Standardmäßig ist der Port auf 110 gesetzt. Benutzername und Kennwort für den eingehenden Mail-Server. d. Klicken Sie auf OK. 10. Klicken Sie auf Test-Mail senden, um zu überprüfen, ob die -Benachrichtigungen mit den spezifizierten Einstellungen korrekt funktionieren Nachrichtendienst (WinPopup) Diese Option ist wirksam für die Betriebssysteme Windows XP, Windows Server 2003 und Linux auf der sendenden Maschine sowie für Windows XP oder Windows Server 2003 auf der empfangenden Maschine. Windows Vista und spätere Versionen von Windows unterstützen den Nachrichtendienst nicht mehr. Diese Option ist nicht verfügbar, wenn Sie ein Boot-Medium gestartet haben und mit diesem arbeiten. Die Option ermöglicht Ihnen den Erhalt von WinPopup-Benachrichtigungen über die erfolgreiche Vollendung von Backup-Tasks, über Fehler oder über erforderliche Handlungen. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Vor Konfiguration der WinPopup-Benachrichtung sollten Sie sicherstellen, dass der Nachrichtendienst von Windows XP auf beiden Maschinen (die Task ausführende und die Nachrichten empfangende Maschine) gestartet ist. Der Nachrichtendienst ist bei Windows XP SP2+ und Windows Server 2003/2003 R2 standardmäßig deaktiviert. Ändern Sie den Starttyp auf Automatisch und starten Sie den Dienst dann neu. So konfigurieren Sie WinPopup-Benachrichtigungen: 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen WinPopup-Benachrichtigung schicken. 2. Geben Sie in das Feld Maschinenname den Namen der Maschine ein, an die die Benachrichtigungen verschickt werden. Mehrere Namen werden nicht unterstützt. Aktivieren Sie unter Benachrichtigungen senden die Kontrollkästchen folgendermaßen: Wenn das Backup erfolgreich abgeschlossen wurde damit eine Benachrichtigung gesendet wird, wenn der Backup-Task erfolgreich abgeschlossen wurde Wenn das Backup fehlschlägt zum Versenden einer Benachrichtigung, wenn die Backup-Aktion nicht erfolgreich abgeschlossen wird Wenn Benutzereingriff erforderlich ist zum Versenden einer Benachrichtigung, wenn während der Aktion das Eingreifen des Benutzers erforderlich ist. Klicken Sie auf WinPopup-Testnachricht senden, um die Richtigkeit der Einstellungen zu prüfen Vor-/Nach-Befehle Diese Option ist für Windows-, Linux-Betriebssysteme und das PE-Boot-Medium wirksam. Diese Option ermöglicht die Definition von Befehlen, die automatisch vor oder nach einem Backup durchgeführt werden. 133 Copyright Acronis International GmbH,

134 Das folgende Schema zeigt, wann diese Befehle ausgeführt werden. Befehl vor dem Backup Backup Befehl nach Backup So benutzen Sie diese Vor- bzw. Nach-Befehle: Löschen Sie bestimmte temporäre Dateien von der Festplatte, bevor ein Backup gestartet wird. Konfiguration Sie das Antivirenprodukt eines Drittanbieters so, dass es vor jedem Start des Backups ausgeführt wird. Kopieren Sie Backups selektiv von einem Archiv zu einem anderen Speicherort. Diese Option kann nützlich sein, weil die in einem Backup-Plan konfigurierte Replikation jedes Backup eines Archivs zu den nachfolgenden Speicherorten kopiert. Acronis Backup & Recovery 11.5 führt die Replikation nach Ausführung des Nach-Backup-Befehls aus. Weitere Informationen finden Sie unter 'Die Reihenfolge von Aktionen in einem Backup-Plan (S. 82)'. Das Programm unterstützt keine interaktiven Befehle, d.h. Befehle, die eine Reaktion des Benutzers erfordern, wie z.b. pause. So spezifizieren Sie Vor-/Nach-Befehle 1. Sie aktivieren Vor-/Nach-Befehle mit Hilfe der folgenden Optionen: Vor Backup ausführen Nach Backup ausführen 2. Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: Klicken Sie auf Bearbeiten, um einen neuen Befehl oder eine Stapelverarbeitungsdatei zu spezifizieren. Wählen Sie einen existierenden Befehl oder eine Stapelverarbeitungsdatei aus der Dropdown-Liste. 3. Klicken Sie auf OK Befehl vor Backup So spezifizieren Sie einen Befehl bzw. eine Stapelverarbeitungsdatei, die vor dem Start des Backups ausgeführt wird 1. Tragen Sie im Eingabefeld Befehl einen Befehl ein oder suchen Sie eine vorbereitete Stapelverarbeitungsdatei. Das Programm unterstützt keine interaktiven Befehle, d.h. Befehle, die eine Reaktion des Benutzers erfordern (wie z.b. pause ). 2. Spezifizieren Sie im Eingabefeld Arbeitsverzeichnis einen Pfad zu einem Verzeichnis, in dem der Befehl bzw. die Stapelverarbeitungsdatei durchgeführt werden. 3. Tragen Sie Argumente für die Befehlsausführung in das Feld Argumente ein, wenn das erforderlich ist. 4. Wählen Sie in der unteren Tabelle die passenden Optionen, abhängig vom Ergebnis, das Sie erreichen wollen. 5. Klicken Sie auf Befehl testen, um zu prüfen, ob der Befehl korrekt funktioniert. Kontrollkästchen Auswahl Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt* Ausgewählt Deaktiviert Ausgewählt Deaktiviert 134 Copyright Acronis International GmbH,

135 Kein Backup, bis die Befehlsausführung abgeschlossen ist Ausgewählt Ausgewählt Deaktiviert Deaktiviert Ergebnis Voreinstellung Backup nur ausführen, nachdem der Befehl erfolgreich durchgeführt wurde. Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt. Backup nach Befehlsausführung fortsetzen, unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg der Ausführung. Nicht verfügbar Backup gleichzeitig mit Befehlsausführung durchführen, unabhängig vom Ergebnis der Befehlssausführung. * Ein Befehl wird als 'fehlgeschlagen' betrachtet, wenn sein Exit-Code ungleich Null ist Befehl nach Backup So spezifizieren Sie einen Befehl bzw. eine Stapelverarbeitungsdatei, die ausgeführt wird, wenn das Backup vollständig ist 1. Tragen Sie im Eingabefeld Befehl ein Kommando ein oder suchen Sie eine vorbereitete Stapelverarbeitungsdatei. 2. Spezifizieren Sie im Eingabefeld Arbeitsverzeichnis einen Pfad zu einem Verzeichnis, in dem der Befehl bzw. die Stapelverarbeitungsdatei durchgeführt werden soll. 3. Tragen Sie, sofern erforderlich, in das Feld Argumente entsprechende Parameter für die Befehlsausführung ein. 4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt, sofern eine erfolgreiche Ausführung des Befehls wichtig für Sie ist. Der Befehl wird als 'fehlgeschlagen' betrachtet, wenn sein Exit-Code ungleich Null ist. Falls die Befehlsausführung versagt, wird das Programm die entstehende tib-datei sowie temporäre Dateien sofern möglich entfernen das Task-Ergebnis wird zudem auf 'Fehlgeschlagen' gesetzt. Wenn das Kontrollkästchen nicht ausgewählt ist, dann hat das Ergebnis der Befehlsausführung keinen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg des Tasks. Sie können das Ergebnis der Befehlsausführung durch Einsicht in das Log verfolgen oder über die Fehler- bzw. Warnmeldungen, die in der Ansicht Log angezeigt werden. 5. Klicken Sie auf Befehl testen, um zu prüfen, ob der Befehl korrekt funktioniert Befehle vor/nach der Datenerfassung Diese Option ist für Windows und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ermöglicht die Definition von Befehlen, die automatisch vor oder nach der Datenerfassung (also Erstellung des Daten-Snapshots) durchgeführt werden. Die Datenerfassung wird von Acronis Backup & Recovery 11.5 zu Beginn der Backup-Prozedur durchgeführt. Das folgende Schema zeigt, wann diese Befehle ausgeführt werden. Befehl vor Backup Befehl vor Datenerfassung < Backup > Datenerfassung Befehl nach Datenerfassung Befehl nach Backup 135 Copyright Acronis International GmbH,

136 Wenn die Option Volume Shadow Copy Service (S. 142) aktiviert ist, werden die Ausführung der Befehle und die Aktionen von Microsofts VSS folgendermaßen eingeordnet: Befehle vor Datenerfassung -> VSS Suspend -> Datenerfassung -> VSS Resume -> Befehle nach Datenerfassung. Mit Hilfe der Befehle vor bzw. nach der Datenerfassung können Sie Datenbanken, die nicht mit VSS kompatibel sind, vor der Datenerfassung suspendieren und nach der Datenerfassung wieder anlaufen lassen. Im Gegensatz zu den Vor-/Nach-Befehlen (S. 133) werden die Befehle vor/nach der Datenerfassung direkt vor bzw. nach dem Datenerfassungsprozess durchgeführt. Das benötigt einige Sekunden. Die komplette Backup-Prozedur kann in Abhängigkeit von der zu sichernden Datenmenge entsprechend deutlich länger dauern. Daher werden die Datenbanken oder die Anwendungen nur kurze Zeit pausieren. So spezifizieren Sie Befehle vor/nach der Datenerfassung 1. Sie aktivieren Befehle vor/nach der Datenerfassung mit Hilfe der folgenden Optionen: Vor der Datenerfassung ausführen Nach der Datenerfassung ausführen 2. Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: Klicken Sie auf Bearbeiten, um einen neuen Befehl oder eine Stapelverarbeitungsdatei zu spezifizieren. Wählen Sie einen existierenden Befehl oder eine Stapelverarbeitungsdatei aus der Dropdown-Liste. 3. Klicken Sie auf OK Befehl vor Datenerfassung So spezifizieren Sie einen Befehl bzw. eine Stapelverarbeitungsdatei, die vor der Datenerfassung ausgeführt wird 1. Tragen Sie im Eingabefeld Befehl einen Befehl ein oder suchen Sie eine vorbereitete Stapelverarbeitungsdatei. Das Programm unterstützt keine interaktiven Befehle, d.h. Befehle, die eine Reaktion des Benutzers erfordern (wie z.b. pause ). 2. Spezifizieren Sie im Eingabefeld Arbeitsverzeichnis einen Pfad zu einem Verzeichnis, in dem der Befehl bzw. die Stapelverarbeitungsdatei durchgeführt werden. 3. Tragen Sie Argumente für die Befehlsausführung in das Feld Argumente ein, wenn das erforderlich ist. 4. Wählen Sie in der unteren Tabelle die passenden Optionen, abhängig vom Ergebnis, das Sie erreichen wollen. 5. Klicken Sie auf Befehl testen, um zu prüfen, ob der Befehl korrekt funktioniert. Kontrollkästchen Auswahl Backup-Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt* Keine Datenerfassung, bis die Befehlsausführung abgeschlossen ist Ausgewählt Deaktiviert Ausgewählt Deaktiviert Ausgewählt Ausgewählt Deaktiviert Deaktiviert 136 Copyright Acronis International GmbH,

137 Ergebnis Voreinstellung Datenerfassung nur ausführen, nachdem der Befehl erfolgreich durchgeführt wurde. Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt. Datenerfassung nach Befehlsausführung fortsetzen, unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg der Ausführung. Nicht verfügbar Datenerfassung gleichzeitig mit Befehlsausführung durchführen, unabhängig vom Ergebnis der Befehlssausführung. * Ein Befehl wird als 'fehlgeschlagen' betrachtet, wenn sein Exit-Code ungleich Null ist Befehl nach Datenerfassung So spezifizieren Sie einen Befehl bzw. eine Stapelverarbeitungsdatei, die nach der Datenerfassung ausgeführt wird 1. Tragen Sie im Eingabefeld Befehl einen Befehl ein oder suchen Sie eine vorbereitete Stapelverarbeitungsdatei. Das Programm unterstützt keine interaktiven Befehle, d.h. Befehle, die eine Reaktion des Benutzers erfordern (wie z.b. pause ). 2. Spezifizieren Sie im Eingabefeld Arbeitsverzeichnis einen Pfad zu einem Verzeichnis, in dem der Befehl bzw. die Stapelverarbeitungsdatei durchgeführt werden. 3. Tragen Sie Argumente für die Befehlsausführung in das Feld Argumente ein, wenn das erforderlich ist. 4. Wählen Sie in der unteren Tabelle die passenden Optionen, abhängig vom Ergebnis, das Sie erreichen wollen. 5. Klicken Sie auf Befehl testen, um zu prüfen, ob der Befehl korrekt funktioniert. Kontrollkästchen Auswahl Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt* Kein Backup, bis die Befehlsausführung abgeschlossen ist Ausgewählt Deaktiviert Ausgewählt Deaktiviert Ausgewählt Ausgewählt Deaktiviert Deaktiviert Ergebnis Voreinstellung Backup nur fortsetzen, nachdem der Befehl erfolgreich durchgeführt wurde. Löschen der tib-datei und temporären Dateien sowie Task fehlschlagen lassen, wenn die Befehlsausführung versagt. Backup nach Befehlsausführung fortsetzen, unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg der Ausführung. Nicht verfügbar Backup gleichzeitig mit Befehlsausführung fortsetzen, unabhängig vom Ergebnis der Befehlssausführung. * Ein Befehl wird als 'fehlgeschlagen' betrachtet, wenn sein Exit-Code ungleich Null ist. 137 Copyright Acronis International GmbH,

138 Inaktivitätszeit für Replikation/Bereinigung Diese Option ist nur wirksam, wenn Sie für Backups entweder Replikation oder Aufbewahrungsregeln (S. 104) einrichten. Die Option definiert einen Zeitraum, in dem der Start einer Replikation oder die Anwendung von Aufbewahrungsregeln nicht erlaubt ist. Diese Aktionen werden daher dann ausgeführt, wenn die Inaktivitätszeit beendet ist und sofern die Maschine zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet ist. Aktionen, die vor dem Inaktivitätszeitraum gestartet wurden, werden ohne Unterbrechung fortgesetzt. Die Inaktivitätszeit betrifft alle Speicherorte, den primären eingeschlossen. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Aktivieren Sie zur Spezifikation der Inaktivitätszeit das Kontrollkästchen Replikation/Bereinigung in folgender Zeit nicht starten und wählen Sie dann die Tage und den entsprechenden Zeitraum. Anwendungsbeispiele Sie können diese Option auf Wunsch verwenden, um den eigentlichen Backup-Prozess von der Replikation oder Bereinigung zu separieren. Nehmen Sie beispielsweise an, dass Sie Maschinen lokal sowie tagsüber sichern und die entsprechenden Backups dann zu einem Netzwerkordner replizieren. Stellen Sie die Inaktivitätszeit so ein, dass sie die reguläre Arbeitszeit enthält. Die Replikation wird daraufhin nach diesen Arbeitstunden gemacht, wenn auch die Netzwerklast geringer ist Sektor-für-Sektor-Backup Die Option ist nur für Backups auf Laufwerksebene wirksam. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Sektor-für-Sektor sichern, um von einem Laufwerk bzw. Volume auf physikalischer Ebene eine exakte Kopie zu erstellen. Das resultierende Backup wird die gleiche Größe wie das gesicherte Laufwerk haben (sofern die Option Komprimierungsgrad (S. 123) auf Keine eingestellt ist). Verwenden Sie das Sektor-für-Sektor-Backup, um Laufwerke mit nicht erkanntem oder nicht unterstütztem Dateisystem und anderen proprietären Datenformaten zu sichern Bandverwaltung Diese Optionen sind wirksam, wenn es sich bei dem Backup-Ziel um ein Bandgerät handelt. Einen separaten Bandsatz für jede Maschine verwenden Voreinstellung ist: Deaktiviert. Bänder innerhalb eines Pools können in so genannte Bandsätze gruppiert werden. Falls Sie diese Option deaktiviert lassen, werden die Daten von verschiedenen Maschinen auf alle zu einem Pool gehörenden Bänder gesichert. Falls die Option aktiviert ist, werden die Bänder einer jeden Maschine auf einem separaten Bandsatz gespeichert. Diese Option gilt für Backup zu einem Storage Node. Datei-Recovery für auf Bändern gespeicherte Laufwerk-Backups aktivieren Voreinstellung ist: Deaktiviert. Falls dieses Kontrollkästchen aktiviert ist, erstellte die Software bei jedem Backup zusätzliche Dateien auf einem Festplattenlaufwerk der Maschine, an welche das Bandgerät angeschlossen ist. 138 Copyright Acronis International GmbH,

139 Datei-Recovery von Laufwerk-Backups ist möglich, solange diese zusätzlichen Dateien intakt sind. Die Dateien werden automatisch gelöscht, wenn das Band, auf dem die entsprechenden Backups gespeichert sind, gelцscht (S. 237), entfernt (S. 241) oder überschrieben wird. Die Speicherorte der zusätzlichen Dateien sind: In Windows XP und Server 2003: %ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Acronis\BackupAndRecovery\TapeLocation. In Windows Vista und späteren Versionen von Windows: %PROGRAMDATA%\Acronis\BackupAndRecovery\TapeLocation. In Linux: /var/lib/acronis/backupandrecovery/tapelocation. Der von diesen zusätzlichen Dateien belegte Speicherplatz hängt von der Anzahl der Dateien im entsprechenden Backup ab. Beim Voll-Backup eines Laufwerks mit ungefähr Dateien (typisches Laufwerk-Backup einer Workstation) belegen die zusätzlichen Dateien ca. 150 MB. Das Voll-Backup eines Servers mit Dateien kann etwa 700 MB an zusätzlichen Dateien erzeugen. Sollten Sie sicher sein, dass Sie die Wiederherstellung einzelner Dateien nicht benötigen, dann können Sie das Kontrollkästchen deaktiviert lassen, um Speicherplatz zu sparen. Wenn Sie ein Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backup (S. 350) konfigurieren, ist das Kontrollkästchen Datei-Recovery für auf Bändern gespeicherte Laufwerk-Backups aktivieren automatisch aktiviert. Sie können es nur deaktivieren, wenn Sie das Backup-Ziel ändern oder Single-Pass-Backups deaktivieren. Falls die zusätzlichen Dateien während des Backups nicht erstellt wurden oder falls sie gelöscht wurden, dann können Sie sie immer noch durch erneutes scannen (S. 238) derjenigen Bänder erstellen, die das Backup enthalten. Das gilt nicht für Backups, die mit Acronis Backup & Recovery 11 Update 0 (Build 17318) oder früher erstellt wurden. Bänder nach erfolgreichen Backups auswerfen Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wird dieses Kontrollkästchen aktiviert, dann wirft die Software Bänder nach jedem erfolgreichen Backup aus. Falls, gemäß des Backup-Plans, dem Backup weitere Aktionen folgen (beispielsweise eine Backup-Validierung oder Replikation zu einem anderen Speicherplatz), dann wird das Band nach Abschluss dieser Aktionen ausgeworfen. Ein Band nach Verwendung zurück in den Schacht verschieben Voreinstellung ist: Aktiviert. Falls Sie diese Option deaktivieren, verbleibt ein Band in dem Laufwerk, nachdem eine Aktion mit dem Band abgeschlossen wurde. Werden diese Option und die Option Bänder nach erfolgreichen Backups auswerfen aktiviert, dann wird das Band ausgeworfen. Immer ein freies Band verwenden Die Software versucht standardmäßig ein Backup auf ein Band zu schreiben, das bereits Backups derselben Backup-Kette oder desselben Archivs enthält. Falls ein solches nicht auffindbar ist, sucht die Software nach einem Band aus demselben Bandsatz. (Bandsätze können durch Bandpools ermittelt werden, durch die Option Einen separaten Bandsatz für jede Maschine verwenden oder durch die Backup-Schemata GroЯvater-Vater-Sohn (S. 70) oder Tьrme von Hanoi (S. 76)). Wird kein Band desselben Bandsatzes gefunden, dann versucht die Software, ein freies Band zu verwenden. 139 Copyright Acronis International GmbH,

140 Sie können durch Änderung folgender Einstellungen die Verwendung eines freien Bandes erzwingen. Für jedes Voll-Backup Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, wird jedes Voll-Backup auf ein freies Band geschrieben. Für jedes differentielle Backup (nicht anwendbar bei Backups von Exchange-Daten) Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, wird jedes differentielle Backup auf ein freies Band geschrieben. Zusätzlich wird jedes Voll-Backup auf ein freies Band geschrieben. Das Kontrollkästchen Für jedes Voll-Backup wird ausgewählt und deaktiviert. Für jedes inkrementelle Backup (oder Transaktionsprotokoll-Backup, bei Backups von Exchange-Daten) Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, wird jedes inkrementelle Backup auf ein freies Band geschrieben. Zusätzlich wird jedes Voll-Backup und jedes differentielle Backup auf ein freies Band geschrieben. Die Kontrollkästchen Für jedes Voll-Backup und Für jedes differentielle Backup werden ausgewählt und deaktiviert. Band im Laufwerk bei Erstellung eines Voll-Backups überschreiben Voreinstellung ist: Deaktiviert. Diese Option gilt nur für autonome Bandlaufwerke. Ist diese Option aktiviert, dann wird ein in das Laufwerk eingelegtes Band jedes Mal überschrieben, wenn ein Voll-Backup erstellt wird Task-Fehlerbehandlung Diese Option ist für Windows und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist nicht verfügbar beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium. Diese Option bestimmt das Programmverhalten, wenn irgendein Task eines Backup-Plans versagt. Die Voreinstellung ist Fehlgeschlagenen Task nicht erneut starten. 140 Copyright Acronis International GmbH,

141 Wenn Sie das Kontrollkästchen Fehlgeschlagenen Task erneut starten aktivieren und die Anzahl der Versuche sowie den Zeitabstand zwischen den Versuchen angeben, versucht das Programm, den fehlgeschlagenen Task erneut zu starten. Die Versuche werden aufgegeben, wenn entweder die Aktion gelingt ODER die angegebene Zahl der Versuche erreicht ist, je nachdem, was zuerst eintritt. Wenn ein Task aufgrund eines Fehlers im Backup-Plan fehlgeschlagen ist, können Sie den Plan bearbeiten, während der Task untätig ist. Während der Task dagegen läuft, müssen Sie ihn stoppen, bevor Sie den Backup-Plan bearbeiten können Task-Startbedingungen Diese Option ist für Windows und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist nicht verfügbar beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium. Diese Option bestimmt das Programmverhalten, falls ein Backup-Task starten will (die eingestellte Zeit ist gekommen oder das spezifizierte Ereignis ist eingetreten), aber die Bedingung (oder eine der Bedingungen) nicht erfüllt ist. Weitere Informationen über Bedingungen finden Sie unter Planen (S. 89) und Bedingungen (S. 100). Voreinstellung ist: Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind. Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind Mit dieser Einstellung beginnt der Scheduler mit dem Überwachen der Bedingungen und schließt die Aufgabe ab, sobald die Bedingungen erfüllt sind. Wenn die Bedingungen nie erfüllt sind, wird der Task nie starten. Um zu reagieren, wenn die Bedingungen für zu lange Zeit nicht erfüllt wurden und ein weiteres Verschieben des Backups zu riskant erscheint, können Sie einen Zeitabstand einstellen, nach dessen Ablauf der Task unabhängig von der Erfüllung der Bedingungen starten wird. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Task trotzdem ausführen nach und geben Sie dann den Zeitabstand an. Der Task wird starten, sobald die Bedingungen erfüllt sind ODER die Zeitspanne abgelaufen ist, je nachdem, was als Erstes eintritt. 141 Copyright Acronis International GmbH,

142 Zeit-Diagramm: Warten, bis die Bedingungen erfüllt sind Ausführung des Tasks übergehen Das Verschieben eines Backups könnte nicht akzeptabel sein, wenn Sie z.b. ein Backup unbedingt zu einer angegebenen Zeit ausführen müssen. Dann macht es eher Sinn, das Backup zu übergehen, anstatt auf die Erfüllung der Bedingungen zu warten, besonders wenn die Ereignisse verhältnismäßig oft stattfinden Volume Shadow Copy Service Diese Optionen sind nur für Windows-Betriebssysteme wirksam. Den Volume Shadow Copy Service verwenden Diese Option definiert, ob ein VSS-Provider (Volume Shadow Copy Service) VSS-kompatible Anwendungen benachrichtigen muss, dass ein Backup startet. Dies sichert einen konsistenten Zustand aller Daten, die von Anwendungen benutzt werden, vor allem aber die Vollendung aller Datenbanktransaktionen für den Moment, in dem Acronis Backup & Recovery 11.5 den Snapshot erstellt. Die Datenkonsistenz wiederum gewährleistet vor allem, dass Anwendungen in einem korrekten Zustand wiederhergestellt werden und unmittelbar nach der Wiederherstellung einsatzbereit sind. Voreinstellung ist: Volume Shadow Copy Service verwenden. VSS verwenden Wenn die Option Volume Shadow Copy Service verwenden aktiviert ist, dann wählen Sie einen Snapshot-Provider aus folgender Liste: Hardware/Software Automatisch wählen 142 Copyright Acronis International GmbH,

143 VSS wird denjenigen Hardware-basierten Provider verwenden, der das Quell-Volume unterstützt. Wird keiner gefunden, dann verwendet der VSS den Acronis VSS Provider. Software Automatisch wählen In den meisten Fällen wird der VSS den Acronis VSS Provider verwenden. Software Acronis VSS Provider VSS wird den Acronis VSS Provider zum Erstellen von Snapshots verwenden. Software System-Provider (standardmäßig voreingestellt) VSS wird den Provider des Systems (Microsoft Software Shadow Copy Provider) zum Erstellen von Snapshots verwenden. Wir empfehlen, beim Backup von Anwendungsservern (Microsoft Exchange Server, Microsoft SQL Server, Microsoft SharePoint oder Active Directory) den System-Provider zu verwenden. Software Ein Software-Provider In den meisten Fällen wird der VSS den Microsoft Software Shadow Copy Provider verwenden. Hardware Automatisch wählen VSS wird denjenigen Hardware-basierten Provider verwenden, der das Quell-Volume unterstützt. Wird kein Hardware-basierter Provider gefunden, dann werden die Backups von Acronis Backup & Recovery 11.5 ohne die Erfassung von Snapshots erstellt. Hinweis: Die Verwendung eines Hardware Snapshot Providers erfordert möglicherweise administrative Berechtigungen. VSS nicht verwenden Wenn Sie die Option VSS nicht verwenden aktivieren, werden die Daten-Snapshots durch Acronis Backup & Recovery 11.5 erstellt. Verwenden Sie die Option VSS nicht verwenden, wenn Ihre Datenbank mit VSS nicht kompatibel ist. Der Backup-Prozess ist am schnellsten, aber die Datenkonsistenz von Anwendungen, deren Transaktionen zum Zeitpunkt des Snapshots nicht vollendet sind, kann nicht garantiert werden. Sie können Befehle vor/nach der Datenerfassung (S. 135) verwenden, um festzulegen, welche Befehle vor und nach Erfassung des Snapshots ausgeführt werden sollen. Das gewährleistet, dass die Daten in einem konsistenten Zustand gesichert werden. Spezifizieren Sie z.b. einen Befehl vor der Datenerfassung, der diese Datenbank anhält und alle Cache-Speicher leert, um zu sichern, dass alle Transaktionen vollendet sind und ergänzen Sie Befehle nach der Datenerfassung, damit die Datenbank nach der Snapshot-Erstellung den Betrieb wieder aufnimmt. Über Volume Shadow Copy Writer Bevor Sie die Daten einer VSS-kompatiblen Anwendung sichern, überprüfen Sie, dass die Volume Shadow Copy Writer für diese Anwendung eingeschaltet sind und zwar, indem Sie die Liste der Writer untersuchen, die im Betriebssystem präsent sind. Verwenden Sie folgenden Befehl, um diese Liste einzusehen: vssadmin list writers Hinweis: In Microsoft Windows Small Business Server 2003 ist der Writer für Microsoft Exchange Server 2003 als Standardvorgabe ausgeschaltet. Informationen zum Anschalten des Schreibers finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel VSS-Voll-Backup aktivieren Voreinstellung ist: Deaktiviert. 143 Copyright Acronis International GmbH,

144 Diese Option kann nützlich sein, wenn Sie Microsoft Exchange-Server mit einem Laufwerk-Backup schьtzen (S. 318). Sofern aktiviert, werden die Protokolle des Microsoft Exchange Servers und anderer VSS-kompatibler Anwendungen (mit Ausnahme des Microsoft SQL Servers) nach jedem erfolgreichen vollständigen, inkrementellen oder differentiellen Backup abgeschnitten. Lassen Sie diese Option in folgenden Fällen deaktiviert: Falls Sie den Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Microsoft Exchange Server oder eine Dritthersteller-Software zum Backup von Exchange Server-Daten verwenden. Hintergrund ist, dass die Protokollabschneidung die aufeinanderfolgenden Transaktionsprotokoll-Backups beeinträchtigt. Falls Sie eine Dritthersteller-Software zum Backup der SQL Server-Daten verwenden. Hintergrund ist, dass die Dritthersteller-Software das resultierende Laufwerk-Backup als sein eigenes Voll-Backup ansehen wird. Als Folge wird das nächste differentielle Backup der SQL Server-Daten fehlschlagen. Die Backups werden solange fehlschlagen, bis die Dritthersteller-Software das nächste eigene Voll-Backup erstellt. Falls andere VSS-kompatible Anwendungen auf der Maschine laufen und es aus irgendwelchen Gründen notwendig ist, deren Protokolle zu behalten. Eine Aktivierung dieser Option bewirkt kein Abschneiden von Microsoft SQL Server-Protokollen. Um das SQL Server-Protokoll nach einem Single-Pass-Backup (S. 345) (Einzeldurchlauf-Backup) abzuschneiden, müssen Sie die Einstellung Protokollabschneidung im Bereich Single-Pass-Laufwerkund Anwendungs-Backup (S. 350) der Seite Backup-Plan erstellen oder Backup jetzt aktivieren. Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie VSS (virtueller Schattenkopie-Dienst) auf einer Maschine verwenden, die Windows XP verwendet und den Microsoft SQL Server ausführt. Falls Sie die Option deaktiviert lassen, kann das Backup fehlschlagen. 144 Copyright Acronis International GmbH,

145 5 Recovery Wenn eine Datenwiederherstellung ansteht, sollten Sie als Erstes erwägen, welches die funktionellste Methode ist: Verbinden Sie die Konsole mit der verwalteten, das Betriebssystem ausführenden Maschine und erstellen Sie den Recovery-Task. Sollte auf der Maschine das Betriebssystem nicht mehr starten oder sollten Sie eine Wiederherstellung auf fabrikneuer Hardware durchführen müssen, dann booten Sie die Maschine mit einem bootfähigen Medium (S. 487) oder dem Acronis Startup Recovery Manager und konfigurieren Sie dann die Wiederherstellung. Acronis Universal Restore ermöglicht Ihnen, Betriebssysteme auf abweichender Hardware oder einer virtuellen Maschine wiederherzustellen und von diesen zu booten. Acronis Backup & Recovery 11.5 ermöglicht Ihnen, Windows-Betriebssystemen zwischen BIOS-basierter Hardware und UEFI-unterstütztender Hardware (Unified Extensible Firmware Interface) zu übertragen. Zu weiteren Details siehe den Abschnitt 'BIOS-basierte Systeme zu UEFI-basierten wiederherstellen und umgekehrt (S. 169)'. Ein Windows-System kann in Sekunden wieder online gebracht werden, noch während die Wiederherstellung im Hintergrund abläuft. Dank der proprietären Technologie Acronis Active Restore (S. 173) kann Acronis Backup & Recovery 11.5 die Maschine in das im Backup vorliegende Betriebssystem 'hinein' booten ganz so, als ob das System auf einer physikalischen Laufwerk vorliegen würde. Das System wird einsatzfähig und steht bereit, um notwendige Dienste anzubieten. Auf diese Weise bleibt die Ausfallszeit des Systems minimal. Ein dynamisches Volume kann über ein bereits existierendes Volume, den 'nicht zugeordneten' Speicherplatz einer Laufwerksgruppe oder den 'nicht zugeordneten' Speicherplatz eines einzelnen Basis-Laufwerks wiederhergestellt werden. Um mehr über die Wiederherstellung dynamischer Volumes zu erfahren, wechseln Sie zum Abschnitt 'Backup und Recovery von dynamischen Volumes (Windows) (S. 43)'. Zu detaillierten Informationen über die Wiederherstellung von Linux Software-RAID-Geräten und Volumes, die durch den LVM (Logical Volume Manager) erstellt wurden, siehe den Abschnitt 'MD-Geräte und logische Volumes wiederherstellen (S. 48)'. Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows und der Agent für Linux haben die Fähigkeit, ein Laufwerk- bzw. Volume-Backup zu einer neuen virtuellen Maschine wiederherzustellen. Mit dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Hyper-V oder dem Agenten für ESX(i) können Sie die neue virtuelle Maschine auf dem entsprechenden Virtualisierungsserver erstellen lassen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 'Wiederherstellung mit dem Ziel 'Neue virtuelle Maschine' (S. 196). Sie müssen möglicherweise vor einer Wiederherstellung die Ziellaufwerke vorbereiten. Acronis Backup & Recovery 11.5 enthält ein nützliches Werkzeug zur Laufwerksverwaltung, welches Ihnen erlaubt, Volumes zu erstellen oder zu löschen, das Partitionsschema eines Laufwerks zu ändern, eine Laufwerksgruppe zu erstellen und andere Laufwerksverwaltungsaktionen auf der Ziel-Hardware durchzuführen (unter einem Betriebssystem oder direkt auf einem fabrikneuen System). Zu weiteren Informationen über Acronis Disk Director LV siehe den Abschnitt 'Laufwerksverwaltung (S. 300)'. 145 Copyright Acronis International GmbH,

146 5.1 Einen Recovery-Task erstellen Zur Erstellung eines Recovery-Tasks führen Sie folgende Schritte aus Recovery-Quelle Daten wählen (S. 147) Wählen Sie die wiederherzustellenden Daten. Anmeldedaten (S. 153) [Optional] Stellen Sie Anmeldedaten für den Speicherort des Archivs zur Verfügung, falls das Benutzerkonto des Tasks für diesen keine Zugriffserlaubnis hat. Klicken Sie auf Anmeldedaten anzeigen, um auf diese Option zugreifen zu können. Recovery-Ziel Dieser Abschnitt erscheint, nachdem das benötigte Backup gewählt und der wiederherzustellende Datentyp definiert wurde. Die von Ihnen hier anzugebenden Parameter hängen vom wiederherzustellenden Datentyp ab. Laufwerke (S. 154) Volumes (S. 158) Dateien (S. 162) Microsoft Exchange-Datenbanken oder Speichergruppen Microsoft Exchange-Postfächer oder Öffentliche Ordner Microsoft SQL-Datenbanken (S. 350) Microsoft Active Directory (S. 359) [Nur auf dem Management Server] Wählen Sie die registrierte Maschine, die als Ziel für die wiederherzustellenden Daten dienen soll. In den meisten Fällen wird die Maschine automatisch ausgewählt, von der die Daten kommen. Falls Sie als Ziel für die Datenwiederherstellung eine Netzwerkfreigabe oder virtuelle Maschine verwenden müssen, dann wählen Sie die registrierte Maschine mit demjenigen Agenten, der die Recovery-Aktion durchführen soll. Acronis Active Restore [Optional] Aktivieren Sie Acronis Active Restore, falls es für Sie notwendig ist, ein System oder eine Datenbank bereits direkt nach dem Start der Wiederherstellung online zu bringen. Verfügbar für die Wiederherstellung von Windows (S. 173), Microsoft Exchange-Datenbanken oder Microsoft SQL-Datenbanken (S. 352). Anmeldedaten (S. 153) [Optional] Stellen Sie die Anmeldedaten für den Zielort zur Verfügung, falls mit den Anmeldedaten des Tasks keine Wiederherstellung der Daten möglich ist. Klicken Sie auf Anmeldedaten anzeigen, um auf diese Einstellung zugreifen zu können. Recovery-Zeitpunkt Recovery (S. 163) Bestimmen Sie, wann die Wiederherstellung beginnen soll. Der Task kann unmittelbar nach Erstellung starten, für einen bestimmten Tag bzw. Zeitpunkt geplant werden oder auch einfach nur zur manuellen Ausführung gespeichert werden. 146 Copyright Acronis International GmbH,

147 Task-Parameter Task-Name [Optional] Geben Sie einen eindeutigen Namen für den Recovery-Task ein. Ein bewusst gewählter Name macht es leichter, diesen Task zu identifizieren. Recovery-Optionen [Optional] Passen Sie die Aktion durch Konfiguration der Recovery-Optionen an, z.b. Vor-/Nach-Befehle, Recovery-Priorität, Fehlerhandhabung oder Benachrichtigungsoptionen. Sofern Sie in diesem Abschnitt nichts tun, werden die Standardwerte (S. 179) verwendet. Wird irgendeine Einstellung gegenüber dem Standardwert geändert, so wird der neue Wert in einer neuen Zeile angezeigt. Die Statusanzeige über die Einstellungen ändert sich von Standard zu Benutzerdefiniert. Sollten Sie die Einstellung erneut ändern, so wird die Zeile ebenfalls den neuen Wert anzeigen, sofern er nicht dem Standardwert entspricht. Wenn der Standardwert eingestellt wird, verschwindet die Zeile. Sie sehen daher in diesem Abschnitt immer nur die Einstellungen, die von den Standardwerten abweichen. Ein Klick auf Auf Standard zurücksetzen setzt alle Einstellungen auf die Standardwerte zurück. Anmeldedaten für den Task [Optional] Der Task wird im Namen des Benutzers laufen, der den Task erstellt. Sie können, sofern notwendig, die Konto-Anmeldedaten für den Task ändern. Klicken Sie auf Anmeldedaten des Tasks anzeigen, um auf diese Einstellung zugreifen zu können. [Optional] Universal Restore für Windows/Linux Angewendet auf: Recovery von Systemlaufwerken oder Volumes. Die Nutzung von Acronis Universal Restore erfordert eine separate Lizenz. Universal Restore für Windows/Linux (S. 165) Verwenden Sie Acronis Universal Restore, wenn Sie ein Betriebssystem auf abweichender Hardware wiederherstellen und booten müssen. Klicken Sie nach Abschluss aller notwendiger Schritte auf OK, um den Recovery-Task zu erstellen Recovery-Quelle 1. Spezifizieren Sie den Archiv-Speicherort Spezifizieren Sie im Feld Datenpfad den Pfad zum Archiv-Speicherort oder klicken Sie auf Durchsuchen und wählen Sie den gewünschten Speicherort (wie im Abschnitt 'Speicherort fьr Archive wдhlen (S. 149)' beschrieben) aus. In den Advanced-Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 können Sie den Archiv-Speicherort entweder wie gerade beschrieben spezifizieren oder den zentralen Datenkatalog verwenden. 2. Daten wählen Sie können die gesicherten Daten entweder über die Registerlasche Datenanzeige oder Archiv-Anzeige auswählen. In der Registerlasche Datenanzeige werden alle gesicherten Daten innerhalb des gewählten Archiv-Speicherortes nach Versionen angezeigt (also dem Zeitpunkt der Backup-Erstellung). In der Registerlasche Archiv-Anzeige werden die gesicherten Daten nach Archiven angezeigt. 147 Copyright Acronis International GmbH,

148 Daten in der Datenanzeige auswählen Da die Registerlasche Datenanzeige seine Funktionalität mit dem Datenkatalog teilt, erfolgt die Datenauswahl in der Registerlasche Datenanzeige genauso wie im Datenkatalog. Zu weiteren Informationen über die Datenauswahl siehe daher 'Datenkatalog (S. 150)'. Daten in der Archiv-Anzeige auswählen 1. Erweitern Sie das gewünschte Archiv und wählen Sie dann eines der aufeinander folgenden Backups anhand seines Zeitstempels. Auf diese Weise können Sie die Daten der Festplatte auf einen bestimmten Zeitpunkt zurücksetzen. Sollte die Liste der Archive nicht angezeigt werden (weil beispielsweise die Archiv-Metadaten verloren gingen), dann klicken Sie auf Aktualisieren. Falls die Liste der Archive zu lang ist, können Sie diese filtern, indem Sie festlegen, dass nur ein gewünschter Typ von Archiven angezeigt werden soll. Wählen Sie dazu den gewünschten Archivtyp in der Liste Anzeigen. Hinweis für Microsoft Exchange-Benutzer: Informationen über die Auswahl von Microsoft Exchange-Daten finden Sie im Abschnitt 'Wahl der Exchange-Daten durch Verwendung der Archiv-Anzeige' der Dokumentation 'Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten'. 2. Nur für Laufwerk- oder Volume-Backups: Bestimmen Sie unter Backup-Inhalt den darzustellenden Datentyp aus dem Listenfeld: Laufwerke zur Wiederherstellung kompletter Laufwerke (mit all ihren Volumes). Volumes zur Wiederherstellung einzelner Volumes vom Typ 'Basis' oder 'Dynamisch'. Dateien zur Wiederherstellung einzelner Dateien und Ordner. Microsoft SQL-Datenbanken zur Wiederherstellung von Microsoft SQL-Datenbanken von Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups. Microsoft Active Directory zum Extrahieren von Microsoft Active Directory-Daten aus Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups. 3. Aktivieren Sie bei Backup-Inhalt die Kontrollkästchen der Elemente, die Sie wiederherstellen müssen. 4. Klicken Sie auf OK. MBR wählen Sie wählen bei Wiederherstellung eines System-Volumes den MBR des Laufwerks üblicherweise dann, wenn: Das Betriebssystem nicht booten kann. Das Laufwerk neu ist und keinen MBR hat. Sie benutzerdefinierte oder Nicht-Windows-Boot-Loader (wie LILO und GRUB) wiederherstellen. Die Laufwerksgeometrie von der im Backup gespeicherten abweicht. Es gibt vermutlich noch andere Situationen, bei denen Sie den MBR wiederherstellen müssen, aber die oberen sind die häufigsten. Bei Wiederherstellung eines MBR von einem auf ein anderes Laufwerk stellt Acronis Backup & Recovery 11.5 auch Track 0 (Spur Null) wieder her, was keinen Einfluss auf die Partitionstabelle und das Partitionslayout des Ziellaufwerks hat. Acronis Backup & Recovery 11.5 aktualisiert nach einer Wiederherstellung automatisch die Windows Boot-Loader, daher ist es bei Windows-Systemen nicht notwendig, den MBR und Track 0 wiederherzustellen, außer der MBR ist beschädigt. 148 Copyright Acronis International GmbH,

149 Speicherort für Archive wählen Speicherort Details Online Backup Storage Falls das Archiv auf dem Acronis Online Backup Storage gespeichert wurde, klicken Sie auf Anmelden und geben Sie anschließend die Anmeldedaten zum Zugriff auf den Online Storage ein. Erweitern Sie dann die Gruppe Online Backup Storage und wählen Sie das Konto. Auf dem Acronis Online Backup Storage gespeicherte Backups können nicht exportiert oder gemountet werden. Persönlich Zentral Maschinenname Lokale Ordner BD CD, DVD, RDX, USB Bandgerät Netzwerkordner Falls das Archiv in einem persönlichen Depot gespeichert ist, dann erweitern Sie die Gruppe Persönlich und klicken Sie auf das entsprechende Depot. Falls das Archiv in einem zentralen Depot gespeichert ist, dann erweitern Sie die Gruppe Zentral und klicken Sie auf das entsprechende Depot. Lokale Maschine Sollte das Archiv in einem lokalen Ordner auf der Maschine gespeichert sein, dann erweitern Sie die Gruppe <Maschinenname> und wählen Sie das gewünschte Verzeichnis. Falls das Archiv auf optischen Medien wie CDs, DVDs oder Blu-ray-Medien (BD) gespeichert ist, dann erweitern Sie die Gruppe <Maschinenname> und wählen Sie das gewünschte Laufwerk aus. Legen Sie zuerst den letzten Datenträger ein. Legen Sie die Medien dann nach Anforderung des Programms nacheinander ein, beginnend mit dem ersten Medium. Falls das Archiv auf einem RDX- oder USB-Flash-Laufwerk gesichert ist, dann erweitern Sie die Gruppe <Maschinenname> und wählen Sie das gewünschte Laufwerk aus. Weitere Informationen über die Verwendung dieser Laufwerke finden Sie im Abschnitt 'Wechsellaufwerke (S. 221)'. Falls die Daten auf einem lokal angeschlossenen Bandgerät gespeichert sind, dann erweitern Sie die Gruppe Bandgeräte und klicken Sie dann auf das benötigte Gerät. In den Standalone-Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 stehen Bandgeräte nur zur Verfügung, wenn Sie ein Upgrade von Acronis Backup & Recovery 10 durchgeführt haben. Zu weiteren Informationen über die Verwendung von Bändern siehe den Abschnitt 'Bandgerдte (S. 223). Wenn das Archiv auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert ist, erweitern Sie die Gruppe Netzwerk-Ordner, wählen dann die benötigte Netzwerk-Maschine und klicken dann auf den freigegebenen Ordner. Werden Anmeldedaten zum Zugriff auf die Netzwerkfreigabe benötigt, so wird das Programm diese erfragen. Hinweis für Linux-Benutzer: Um eine CIFS-Netzwerkfreigabe (Common Internet File System) anzugeben, die an einen Mount-Punkt (etwa /mnt/share) angeschlossen ist, wählen Sie diesen Mount-Punkt statt der Netzwerkfreigabe aus. 149 Copyright Acronis International GmbH,

150 Speicherort FTP, SFTP Details Sollte das Archiv auf einem FTP- oder SFTP-Server gespeichert sein, dann geben Sie den Namen oder die Adresse des Servers folgendermaßen in das Feld Pfad ein: ftp://ftp-server:port-nummer oder sftp://sftp-server:port-nummer Verwenden Sie folgende Schreibweise, um eine FTP-Verbindung im aktiven Modus aufzubauen: aftp://ftp-server:port-nummer Wenn Sie die Port-Nummer nicht angeben, wird Port 21 für FTP benutzt und Port 22 für SFTP. Nach Eingabe der Anmeldedaten sind die Ordner auf dem Server verfügbar. Klicken Sie auf den passenden Ordner auf dem Server. Sie können auf den Server auch als anonymer Benutzer zugreifen, wenn der Server einen solchen Zugang ermöglicht. Dafür klicken Sie auf Anonymen Zugang benutzen anstelle der Eingabe von Anmeldedaten. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Klartext über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Packet-Sniffer abgefangen werden. Storage Nodes Beim Arbeiten im Betriebssystem erfolgt der Zugriff auf einen Storage Node durch Wahl des entsprechenden zentralen Depots. Bei Ausführung auf einer Maschine, die mit einem bootfähigen Medium gestartet wurde: Um auf ein verwaltetes Depot zuzugreifen, geben Sie im Feld Pfad ein: bsp://knoten_adresse/depot_name/ Um auf ein zentrales, nicht verwaltetes Depot zuzugreifen, tragen Sie den vollen Pfad zum Ordner des Depots ein. NFS-Laufwerke Falls das Archiv in einer NFS-Freigabe gespeichert ist, dann erweitern Sie die Gruppe NFS-Laufwerke und klicken Sie auf den entsprechenden Ordner. Nur unter Linux und unter Linux-basierten bootfähigen Medien verfügbar Datenkatalog Der Datenkatalog ermöglicht Ihnen, die benötigten Versionen bestimmter Daten leicht zu finden und diese für eine Recovery-Aktion auszuwählen. Auf einer verwalteten Maschine ist die Datenkatalogfunktionalität für jedes Depot, auf das von dieser Maschine zugegriffen werden kann, über die Registerlasche Datenanzeige verfügbar. Auf dem Management Server ist die Katalogfunktionalität sowohl über die Datenanzeige wie auch den zentralen Datenkatalog verfügbar. Der zentrale Datenkatalog zeigt in einer Ansicht alle Daten an, die in den zentral verwalteten Depots gespeichert sind. Acronis Backup & Recovery 11.5 lädt unter Umständen Datenkatalogdateien von einem Depot in einen lokalen Cache-Ordner. Dieser Ordner befindet sich standardmäßig auf dem Laufwerk, auf dem auch das Betriebssystem installiert ist. Informationen zur Änderung des vorgegebenen Cache-Ordners finden Sie im Abschnitt 'Den Standard-Cache-Ordner fьr Katalogdateien дndern (S. 216)'. Gespeicherte Daten für eine Recovery-Aktion auswählen 1. Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: 150 Copyright Acronis International GmbH,

151 Verbinden Sie zum Zugriff auf die Registerlasche Datenanzeige die Konsole mit einer Maschine oder dem Management Server, wechseln Sie zur Ansicht Depots und klicken Sie auf das benötigte Depot. Verbinden Sie zum Zugriff auf den Datenkatalog die Konsole mit dem Management Server und wählen Sie dann den Datenkatalog aus dem Verzeichnisbaum Navigation aus. 2. Bestimmen Sie im Feld Anzeigen den darzustellenden Datentyp: Wählen Sie Maschinen/Laufwerke/Volumes, um vorliegende laufwerkbasierte Backups nach kompletten Laufwerken und Volumes durchsuchen zu können. Wählen Sie Dateien/Ordner, um vorliegende Datei- und Laufwerk-Backups nach Dateien und Ordnern durchsuchen zu können. Wählen Sie den Microsoft Exchange-Informationsspeicher, um nach Informationsspeichern, einzelnen Speichergruppen oder Datenbanken in Backups auf Datenbankebene suchen zu können. Wählen Sie Microsoft Exchange-Postfächer, um nach kompletten Postfächern, Öffentlichen Ordnern, einzelnen Ordnern, s, Kalenderereignissen, Aufgaben, Kontakten, Notizen in Backups auf Datenbank- und Postfachebene suchen zu können. Informationen über die Auswahl von Microsoft Exchange-Daten finden Sie im Abschnitt 'Wahl der Exchange-Daten durch Verwendung der Datenanzeige oder des Datenkatalogs' der Dokumentation 'Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten'. Wählen Sie Microsoft SQL-Datenbanken, um Microsoft SQL-Datenbanken in Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups durchsuchen zu können. Wählen Sie Microsoft Active Directory, um Microsoft Active Directory-Daten in Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups zu suchen. 3. Spezifizieren Sie im Feld Backups anzeigen für den gewünschten Zeitraum, für den die gespeicherten Daten angezeigt werden sollen. 4. Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: Wählen Sie die wiederherzustellenden Daten aus dem Katalogverzeichnis oder in der rechts neben diesem liegenden Tabelle. Binden Sie diejenigen Informationen in den Suchstring mit ein, die Ihnen helfen, die benötigten Datenelemente (das kann ein Maschinenname, ein Ordnername oder eine Laufwerksbezeichnung sein) zu identifizieren und klicken Sie dann auf den Befehl Suchen. Sie können die Wildcards Sternchen (*) und Fragezeichen (?) verwenden. Als Ergebnis sehen Sie im Fenster Suchen eine Liste mit all den gespeicherten Datenelementen, deren Namen vollständig oder teilweise mit dem eingegebenen Wert übereinstimmt. Sollte die Liste der Suchtreffer zu lang sein, dann können Sie die Suchkriterien verfeinern, beispielsweise indem Sie Datum bzw. Zeit der Backup-Erstellung und/oder einen Größenbereich für die gespeicherten Elemente angeben. Wenn die benötigten Daten gefunden sind, wählen Sie diese aus und klicken Sie dann auf OK, um zurück zum/zur Datenkatalog/Datenanzeige zu gelangen. 5. Verwenden Sie die Liste der Versionen, um den Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem hin die Daten wiederhergestellt werden sollen. Standardmäßig werden die Daten auf den jüngsten Zeitpunkt zurückgesetzt, der für den im Schritt 3 gewählten Zeitraum verfügbar ist. [Optional, nur für den Datenkatalog anwendbar] Falls es zu den Backup-Daten mehrere, an mehr als einem Ort gespeicherte Replikate gibt, dann können Sie auch den Ort auswählen, von dem aus (als Quelle) die Daten wiederhergestellt werden sollen. Wenn Sie Informationen über die Speicherorte der gewählten Daten haben wollen, dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Version und wählen Sie Das Depot ändern, von dem aus wiederhergestellt wird. 151 Copyright Acronis International GmbH,

152 Standardmäßig wird der Speicherort ausgewählt, der den schnellsten Zugriff auf die Daten bietet. Lokale Festplattenlaufwerke sind die schnellsten, Bänder die langsamsten. 6. Klicken Sie nach Auswahl der benötigten Daten auf Recovery und konfigurieren Sie dann die Parameter für die Wiederherstellungsaktion. Was, wenn die Daten nicht im Katalog oder der Datenanzeige erscheinen? Die wahrscheinlichen Gründe für dieses Problem sind: Es wurde ein falscher Zeitraum eingestellt Die benötigten Daten wurden während des Zeitraums, der über den Befehl Backups anzeigen für eingestellt wurde, nicht als Backup gesichert. Lösung: Versuchen Sie, den Zeitraum zu vergrößern. Katalogisierung ist deaktiviert oder die schnelle Katalogisierung ist angeschaltet Falls die Daten nur teilweise oder überhaupt nicht angezeigt werden, war vermutlich die Katalogisierung deaktiviert oder während des Backups die schnelle Katalogisierung (S. 119) eingeschaltet. Lösungen: Falls die Katalogisierung deaktiviert ist Auf einer verwalteten Maschine: Aktivieren Sie die Katalogisierung mit der Option Backup-Katalogisierung (Optionen > Maschinen-Optionen). Auf dem Management Server: Aktivieren Sie die Katalogisierung durch Дnderung der Windows-Registry. Auf dem/den Storage Node(s): Aktivieren Sie die Katalogisierung durch Дnderung der Windows-Registry. Führen Sie die vollständige Katalogisierung manuell aus, indem Sie auf Jetzt katalogisieren klicken. Für den Datenkatalog werden alle in den verwalteten Depots gespeicherten Backups katalogisiert. Für die Registerkarte Datenanzeige werden nur die auf dem gewählten Depot gespeicherten Backups katalogisiert. Zuvor bereits katalogisierte Backups werden nicht erneut katalogisiert. Da die Katalogisierung einer großen Anzahl an gespeicherten Daten längere Zeit benötigen kann, können Sie auf Wunsch auch die Archiv-Anzeige des entsprechenden Depots verwenden. Zu weiteren Informationen über die Verwendung der Archiv-Anzeige siehe den Punkt 'Depot-Inhalte durchsuchen und Datenauswahl' im Abschnitt 'Mit Depots arbeiten (S. 202)'. Nicht vom Katalog unterstützte Daten Folgende Daten können nicht im Katalog oder der Datenanzeige dargestellt werden: Daten aus verschlüsselten und kennwortgeschützten Archiven. Daten von verschlüsselten, verwalteten Depots. Daten, die als Backup auf Wechselmedien wie CDs, DVDs, BDs, Iomega REV, RDX oder USB-Geräten gespeichert wurden. Daten, die zum Acronis Online Backup Storage gesichert wurden. Daten, die mit Acronis True Image Echo oder früheren Versionen gesichert wurden. Daten, die mit vereinfachter Dateibenennung gesichert wurden. 152 Copyright Acronis International GmbH,

153 Lösung: Verwenden Sie die Registerlasche Archiv-Anzeige des entsprechenden Depots, um solche Daten durchsuchen zu können. Daten, die nicht im zentralen Katalog enthalten sind Der zentrale Katalog zeigt keine Daten aus zentralen, nicht verwalteten Depots oder aus persцnlichen Depots (S. 213) an. Lösung für zentrale, nicht verwaltete Depots: Wählen Sie das Depot im Verzeichnisbaum Navigation und wählen Sie dann die Datenanzeige. Lösung für persönliche Depots: Verbinden Sie sich direkt mit der Maschine, wählen Sie das Depot und wählen Sie dann die Datenanzeige Anmeldedaten für den Speicherort Spezifizieren Sie die Anmeldedaten, die notwendig sind, um auf den Ort zuzugreifen, wo die Backups gespeichert sind. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Anmeldedaten des Tasks benutzen Die Software greift auf den Speicherort mit den Anmeldedaten des Task-Kontos zu, wie sie im Abschnitt Task-Parameter spezifiziert wurden. Folgende Anmeldedaten verwenden Die Software greift auf den Speicherort unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, wenn das Konto des Tasks keine Zugriffserlaubnis für den Speicherort hat. Es ist möglich, dass Sie für eine Netzwerkfreigabe oder ein Storage Node-Depot noch weitere Anmeldedaten brauchen. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf OK. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden Anmeldedaten für das Ziel So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Anmeldedaten des Tasks benutzen Das Programm greift auf den Zielort mit den Anmeldedaten des Task-Kontos zu, wie sie im Abschnitt Task-Parameter spezifiziert wurden. Folgende Anmeldedaten verwenden Das Programm greift auf den Zielort unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, sofern das Konto des Tasks keine Zugriffserlaubnis für den Zielort hat. 153 Copyright Acronis International GmbH,

154 Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf OK Recovery-Ziel Spezifizieren Sie das Ziel, auf dem die gewählten Daten wiederhergestellt werden sollen Ziellaufwerke wählen Die als Ziel verfügbaren Laufwerke oder Volumes hängen davon ab, welcher Agent auf der Maschine arbeitet. Recovery zu: Physikalische Maschine Ist verfügbar, wenn der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows oder Agent für Linux installiert ist. Die gewählten Laufwerke werden zu den physikalischen Laufwerken der Maschine wiederhergestellt, mit der die Konsole verbunden ist. Auf diese Auswahl hin fahren Sie dann mit der nachfolgend beschriebenen, regulären Laufwerk-Mapping-Prozedur fort. Neue virtuelle Maschine Falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows oder der Agent für Linux installiert ist. Die ausgewählten Laufwerke werden zu einer neuen virtuellen Maschine wiederhergestellt, die einem der folgenden Typen entspricht: VMware Workstation, Microsoft Virtual PC, Red Hat Kernel-based Virtual Machine (KVM), Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) oder Citrix XenServer Open Virtual Appliance (OVA). Die Dateien der virtuellen Maschine werden zu dem Ziel gespeichert, welches Sie im Bereich Storage spezifizieren. Die neue virtuelle Maschine wird standardmäßig im persönlichen Ordner für Dokumente des aktuellen Benutzers erstellt. Falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Hyper-V oder der Agent für ESX(i) installiert ist. Diese Agenten ermöglichen es, eine neue virtuelle Maschine auf einem von Ihnen angegebenen Virtualisierungsserver zu erstellen. Die neue virtuelle Maschine wird standardmäßig im Standard-Storage des Virtualisierungsservers erstellt. Ob Sie den Speicherort auf dem Virtualisierungsserver verändern können oder nicht, hängt vom Fabrikat und den Einstellungen des Virtualisierungsprodukts ab. VMware ESX(i) kann mehrere Speicherorte haben. Ein Microsoft Hyper-V-Server ermöglicht das Erstellen einer neuen virtuellen Maschine in jedem lokalen Ordner. Die neue virtuelle Maschine wird automatisch konfiguriert, sofern möglich wird die Konfiguration der Quellmaschine kopiert. Die Konfiguration wird im Abschnitt Einstellungen der virtuellen Maschine (S. 198) angezeigt. Überprüfen Sie die Einstellungen und führen Sie, sofern benötigt, Änderungen aus. Dann fahren Sie mit der nachfolgend beschriebenen, regulären Laufwerk-Mapping-Prozedur fort. 154 Copyright Acronis International GmbH,

155 Existierende virtuelle Maschine Ist verfügbar, wenn der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Hyper-V oder der Agent für ESX(i) installiert ist. Mit dieser Auswahl spezifizieren Sie den Virtualisierungsserver und die virtuelle Zielmaschine. Dann fahren Sie mit der nachfolgend beschriebenen, regulären Laufwerk-Mapping-Prozedur fort. Beachten Sie, dass die Zielmaschine vor der Wiederherstellung automatisch ausgeschaltet wird. Modifizieren Sie die Option Zustand der VM steuern, falls Sie es vorziehen, diese manuell auszuschalten. Laufwerke/Volumes Automatisch zuordnen Acronis Backup & Recovery 11.5 versucht die gewählten Laufwerke den entsprechenden Ziellaufwerken so zuzuordnen, wie im Abschnitt 'Wie die automatische Zuordnung arbeitet (S. 156)' beschrieben. Sollten Sie mit dem Zuordnungsergebnis unzufrieden sein, dann können Sie die Laufwerke manuell neu zuordnen. Dazu müssen Sie die Zuordnung der Laufwerke in umgekehrter Reihenfolge wieder aufheben, die Zuordnung des zuletzt zugeordneten Laufwerks sollte also zuerst aufgehoben werden. Führen Sie die manuelle Zuordnung der Laufwerke dann wie nachfolgend beschrieben durch. Laufwerk Nr.: Laufwerk Nr. (MODELL) (S. 155) Bestimmten Sie für jedes Quelllaufwerk das entsprechende Ziellaufwerk. NT-Signatur (S. 155) Bestimmten Sie, auf welche Art die wiederhergestellte Disk-Signatur gehandhabt wird. Eine Disk-Signatur wird von Windows sowie Linux-Kernel Version 2.6 und später verwendet. Zielfestplatte So spezifizieren Sie ein Ziellaufwerk: 1. Bestimmen Sie eine Festplatte, wohin Sie die gewählte Festplatte wiederhergestellt haben wollen. Der Platz der Zielfestplatte sollte mindestens die Größe der unkomprimierten Daten des Images haben. 2. Klicken Sie auf OK. Alle auf der Zielfestplatte gespeicherten Daten werden durch die im Backup befindlichen Daten ersetzt, seien Sie also vorsichtig und achten Sie auf noch nicht gesicherte Daten, die noch benötigt werden. NT-Signatur Die NT-Signatur ist ein spezieller Datensatz, die im MBR hinterlegt ist. Sie dient der eindeutigen Identifizierung eines Laufwerks für das Betriebssystem. Bei Wiederherstellung eines Laufwerks mit einem System-Volume können Sie wählen, was mit der NT-Signatur des Ziellaufwerks gemacht werden soll. Spezifizieren Sie einen der folgenden Parameter: Automatische Auswahl Die Software bewahrt die NT-Signatur des Ziellaufwerks, falls es sich um dieselbe NT-Signatur wie die im Backup vorliegende handelt. (Also mit anderen Worten, wenn Sie das Laufwerk auf dasselbe Laufwerk wiederherstellen, das zuvor ins Backup gesichert wurde). Anderenfalls generiert die Software eine neue NT-Signatur für das Ziellaufwerk. Diese vorgegebene Auswahl wird für die meisten Fälle empfohlen. Verwenden Sie die folgenden Einstellungen nur, wenn Sie sie wirklich benötigen. 155 Copyright Acronis International GmbH,

156 Neu erstellen Acronis Backup & Recovery 11.5 generiert eine neue NT-Signatur für das Ziellaufwerk. Aus dem Backup wiederherstellen Acronis Backup & Recovery 11.5 wird die NT-Signatur des Ziellaufwerks mit derjenigen aus dem Laufwerk-Backup ersetzen. Anmerkung: Sie sollten sich absolut sicher sein, dass keine der in dieser Maschine vorhandenen Laufwerke dieselbe NT-Signatur hat. Anderenfalls startet das Betriebssystem vom ersten Laufwerk, erkennt dabei die gleiche Signatur auf dem zweiten Laufwerk, erzeugt automatisch eine neue, eindeutige NT-Signatur und weist diese dem zweiten Laufwerk zu. Als Konsequenz verlieren darauf dann alle Volumes des zweiten Laufwerks ihre Laufwerksbuchstaben, werden Verzeichnispfade ungültig und können Programme ihre Dateien nicht mehr finden. Das Betriebssystem auf diesem Laufwerk kann daher auch nicht mehr booten. Eine Wiederherstellung der Disk-Signatur kann aus folgenden Gründen wünschenswert sein: Acronis Backup & Recovery 11.5 steuert die Planung von Tasks unter Verwendung der Signatur des Quelllaufwerks. Wenn Sie dieselbe Disk-Signatur wiederherstellen, müssen Sie bereits erzeugte Tasks nicht neu erstellen oder bearbeiten. Einige installierte Anwendungen verwenden eine Disk-Signatur zur Lizenzierung oder für andere Einsatzzwecke. Das ermöglicht es Ihnen, alle Systemwiederherstellungspunkte von Windows auf dem wiederhergestellten Laufwerk zu behalten. So stellen Sie VSS-Snapshots (VSS = virtueller Schattenkopie-Dienst) wieder her, die von der Windows Vista-Funktion 'Vorherige Versionen' verwendet werden. Existierende erhalten Das Programm lässt die NT-Signatur des Ziellaufwerks unberührt. Wie die automatische Zuordnung arbeitet Acronis Backup & Recovery 11.5 führt nur dann eine automatische Zuordnung der Laufwerke bzw. Volumes zu den Ziellaufwerken durch, wenn dabei die Bootfähigkeit des Systems bewahrt wird. Anderenfalls wird die automatische Zuordnung abgebrochen und Sie müssen die Laufwerke bzw. Volumes automatisch zuordnen. Sie müssen die Volumes außerdem auch dann manuell zuordnen, wenn logische Linux-Volumes oder Linux Software RAID-Volumes (MD-Geräte) vorliegen. Zu weiteren Informationen über die Wiederherstellung von logischen Volumes und MD-Geräten siehe den Abschnitt 'MD-Gerдte und logische Volumes wiederherstellen (S. 48)' Die automatische Zuordnung (Mapping) läuft folgendermaßen ab. 1. Wenn ein Laufwerk oder Volume zu seinem ursprünglichen Speicherort wiederhergestellt wird, dann reproduziert der Zuordnungsprozess das ursprüngliche Laufwerks- bzw. Volume-Layout. Der 'ursprüngliche' Speicherort für das Laufwerk bzw. Volume bedeutet, dass es sich um exakt dasselbe Laufwerk oder Volume handeln muss, das per Backup gesichert wurde. Ein Volume wird nicht als 'ursprünglich' betrachtet, wenn es seit dem Backup hinsichtlich Größe, Speicherort oder anderen physikalischen Parametern geändert wurde. Änderungen beim Laufwerksbuchstaben oder der Bezeichnung hindern die Software jedoch nicht daran, das Volume korrekt zu erkennen. 2. Falls das Laufwerk oder Volume zu einem anderen Speicherort wiederhergestellt wird: Bei Wiederherstellung von Laufwerken: Die Software überprüft die Ziellaufwerke auf Größe und Volumes. Ein Ziellaufwerk darf keine Volumes enthalten und seine Größe muss ausreichend sein, um das wiederherzustellende Laufwerk aufzunehmen. Noch nicht initialisierte Ziellaufwerke werden automatisch initialisiert. 156 Copyright Acronis International GmbH,

157 Falls die benötigten Laufwerke nicht gefunden werden können, müssen Sie die Laufwerke manuell zuordnen. Bei Wiederherstellung von Volumes: Die Software überprüft die Ziellaufwerke auf 'nicht zugeordneten' Speicherplatz. Falls der 'nicht zugeordnete' Speicherplatz ausreicht, werden die Volumes 'wie vorliegend' wiederhergestellt. Falls der 'nicht zugeordnete' Speicherplatz auf den Ziellaufwerken kleiner als die Größe der wiederherzustellenden Volumes ist, dann werden die Volumes proportional so angepasst (durch Verringerung ihres freien Speicherplatzes), dass Sie auf den 'nicht zugeordneten' Speicherplatz passen. Falls die verkleinerten Volumes immer noch nicht auf den 'nicht zugeordneten' Speicherplatz passen, müssen Sie die Volumes manuell zuordnen. Unterstützung für Festplatten mit Advanced Format (4K-Sektoren) Acronis Backup & Recovery 11.5 kann sowohl Backups von Festplatten mit einer Sektorgröße von 4 KB erstellen (auch bekannt als Advanced Format-Laufwerke), wie auch von herkömmlichen Festplatten, die 512-Byte-Sektoren haben. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann Daten von einem dieser Laufwerke zu einem anderen wiederherstellen, solange beide Laufwerke dieselbe logische Sektorgröße haben. (Dies ist die gegenüber dem Betriebssystem präsentierte Sektorgröße.) Acronis Backup & Recovery 11.5 führt automatisch ein Alignment der Laufwerks-Volumes (S. 161) aus, sofern dies erforderlich ist. Auf diese Weise stimmt der Start eines Clusters im Dateisystem immer mit dem Start eines physikalischen Sektors auf dem Laufwerk überein. Die Funktionalität zur Laufwerksverwaltungs (S. 300) von Acronis Backup & Recovery 11.5 steht für Laufwerke mit einer logischen Sektorgröße von 4-KB nicht zur Verfügung. Bestimmung der logischen Sektorgröße Anhand der Laufwerksspezifikation Die Entwicklung der Advanced Format-Technologie wird von der 'International Disk Drive Equipment and Materials Association' (IDEMA) koordiniert. Weitere Details finden Sie unter In Bezug auf die logische Sektorgröße spezifiziert die IDEMA zwei Typen von Advanced Format-Laufwerken: Laufwerke mit 512 Byte-Emulation (512e) haben eine logische Sektorgröße von 512 Byte. Diese Laufwerke werden von Windows beginnend mit Windows Vista und von modernen Linux-Distributionen unterstützt. Microsoft und Western Digital verwenden den Ausdruck 'Advanced Format' exklusiv nur für diesen Laufwerkstyp. Laufwerke vom Typ 4K nativ (4Kn) haben eine logische Sektorgröße von 4-KByte. Moderne Betriebssystem können Daten auf solchen Laufwerken speichern, meistens aber nicht von ihnen booten. Solche Laufwerken sind üblicherweise externe Laufwerke mit USB-Verbindung. Durch Ausführung eines entsprechenden Befehls Gehen Sie folgendermaßen vor, um die logische Sektorgröße eines Laufwerks zu ermitteln. In Windows: 1. Stellen Sie sicher, dass das Laufwerk ein NTFS-Volume enthält. 157 Copyright Acronis International GmbH,

158 2. Führen Sie folgenden Befehl als Administrator aus, unter Angabe des Laufwerksbuchstaben für das NTFS-Volume: fsutil fsinfo ntfsinfo D: 3. Bestimmen Sie den Wert in der Zeile Bytes pro Sektor. Die Ausgabe kann beispielsweise wie folgt aussehen: In Linux: Bytes pro Sektor: Ermitteln Sie den Gerätenamen des Laufwerks, wie etwa /dev/sdb. 2. Führen Sie folgenden Befehl als Benutzer 'root' aus, unter Angabe des Gerätenamens: parted /dev/sdb print 3. Bestimmen Sie den ersten Wert in der Zeile Sektorgröße (logisch/physisch). Die Ausgabe kann beispielsweise wie folgt aussehen: Sektorgröße (logisch/physisch): 512B/4096B Ziel-Volumes wählen Die verfügbaren Ziele für Volumes hängen davon ab, welcher Agent auf der Maschine arbeitet. Recovery zu: Physikalische Maschine Ist verfügbar, wenn der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows oder Agent für Linux installiert ist. Die gewählten Volumes (Partitionen) werden zu den physikalischen Laufwerken der Maschine wiederhergestellt, mit der die Konsole verbunden ist. Auf diese Auswahl hin fahren Sie dann mit der nachfolgend beschriebenen, regulären Laufwerk-Mapping-Prozedur fort. Neue virtuelle Maschine Falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Windows oder der Agent für Linux installiert ist. Die ausgewählten Volumes werden zu einer neuen virtuellen Maschine wiederhergestellt, die einem der folgenden Typen entspricht: VMware Workstation, Microsoft Virtual PC, Red Hat Kernel-based Virtual Machine (KVM), Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) oder Citrix XenServer Open Virtual Appliance (OVA). Die Dateien der virtuellen Maschine werden zu dem Ziel gespeichert, welches Sie im Bereich Storage spezifizieren. Die neue virtuelle Maschine wird standardmäßig im persönlichen Ordner für Dokumente des aktuellen Benutzers erstellt. Falls der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Hyper-V oder der Agent für ESX(i) installiert ist. Diese Agenten ermöglichen es, eine neue virtuelle Maschine auf einem von Ihnen angegebenen Virtualisierungsserver zu erstellen. Die neue virtuelle Maschine wird standardmäßig im Standard-Storage des Virtualisierungsservers erstellt. Ob Sie den Speicherort auf dem Virtualisierungsserver verändern können oder nicht, hängt vom Fabrikat und den Einstellungen des Virtualisierungsprodukts ab. VMware ESX(i) kann mehrere Speicherorte haben. Ein Microsoft Hyper-V-Server ermöglicht das Erstellen einer neuen virtuellen Maschine in jedem lokalen Ordner. Die neue virtuelle Maschine wird automatisch konfiguriert, sofern möglich wird die Konfiguration der Quellmaschine kopiert. Die Konfiguration wird im Abschnitt Einstellungen der virtuellen Maschine 158 Copyright Acronis International GmbH,

159 (S. 198) angezeigt. Überprüfen Sie die Einstellungen und führen Sie, sofern benötigt, Änderungen aus. Dann fahren Sie mit der nachfolgend beschriebenen, regulären Laufwerk-Mapping-Prozedur fort. Existierende virtuelle Maschine Ist verfügbar, wenn der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für Hyper-V oder der Agent für ESX(i) installiert ist. Mit dieser Auswahl spezifizieren Sie den Virtualisierungsserver und die virtuelle Zielmaschine. Dann fahren Sie mit der nachfolgend beschriebenen, regulären Laufwerk-Mapping-Prozedur fort. Beachten Sie, dass die Zielmaschine vor der Wiederherstellung automatisch ausgeschaltet wird. Modifizieren Sie die Option Zustand der VM steuern, falls Sie es vorziehen, diese manuell auszuschalten. Laufwerke/Volumes Automatisch zuordnen Acronis Backup & Recovery 11.5 versucht die gewählten Volumes den entsprechenden Ziellaufwerken so zuzuordnen, wie im Abschnitt 'Wie die automatische Zuordnung arbeitet (S. 156)' beschrieben. Sollten Sie mit dem Zuordnungsergebnis unzufrieden sein, dann können Sie die Volumes manuell neu zuordnen. Dazu müssen Sie die Zuordnung der Volumes in umgekehrter Reihenfolge wieder aufheben, die Zuordnung des zuletzt zugeordneten Volumes sollte also zuerst aufgehoben werden. Führen Sie die manuelle Zuordnung der Volumes dann wie nachfolgend beschrieben durch. [Disk Nr.] MBR wiederherstellen auf: [wenn der Master Boot Record für die Wiederherstellung ausgewählt ist] Laufwerk Nr. (S. 159) Wählen Sie das Laufwerk, auf der der Master Boot Record wiederhergestellt wird. NT-Signatur: (S. 155) Bestimmen Sie, wie die Laufwerk-Signatur im MBR gehandhabt wird. Eine Disk-Signatur wird von Windows sowie Linux-Kernel Version 2.6 und später verwendet. [Laufwerk] [Buchstabe] wiederherstellen auf: Laufwerk Nr. /Volume Ordnen Sie nacheinander jedem Quell-Volume einem Volume des Ziellaufwerkes oder 'nicht zugeordnetem' Speicherplatz zu. Größe: (S. 160) [Optional] Ändern Sie Größe, Position oder andere Eigenschaften des wiederhergestellten Volumes. MBR-Ziel So spezifizieren Sie ein Ziellaufwerk: 1. Wählen Sie das Ziellaufwerk aus, auf dem Sie den MBR wiederherstellen möchten. 2. Klicken Sie auf OK. 159 Copyright Acronis International GmbH,

160 Ziel für ein Volume So spezifizieren Sie ein Ziel-Volume oder 'nicht zugeordneten' Speicherplatz 1. Bestimmen Sie ein Volume oder 'nicht zugeordneten' Speicherplatz, wohin Sie das gewählte Volume wiederherstellen wollen. Das Ziel-Volume bzw. der nicht zugeordnete Speicherplatz sollten mindestens die Größe der unkomprimierten Daten des Images haben. 2. Klicken Sie auf OK. Alle auf dem Ziel-Volume gespeicherten Daten werden durch die im Backup befindlichen Daten ersetzt, seien Sie also vorsichtig und achten Sie auf noch nicht gesicherte Daten, die noch benötigt werden. Bei Verwendung bootfähiger Medien Laufwerksbuchstaben, die unter Windows-basierten Boot-Medien zu sehen sind, können von der Art abweichen, wie Windows seine Laufwerke normalerweise identifiziert. So könnte beispielsweise die Zuordnung des Laufwerks D: unter dem Rettungs-Utility dem Laufwerk E: entsprechen, welches Windows verwendet. Achtung! Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es ratsam, den jeweils verwendeten Volumes eindeutige Namen zuzuweisen. Ein Linux-typisches bootfähiges Medium zeigt lokale Laufwerke und Volumes als 'unmounted' an (sda1, sda2...). Volume-Eigenschaften ändern Größe und Speicherort Sie können bei Wiederherstellung eines Volumes auf ein Basis-Laufwerk vom Typ MBR das Volume in seiner Größe oder Lage verändern, indem Sie dessen Darstellung bzw. Ränder mit der Maus verschieben oder indem Sie korrespondierende Werte in die entsprechenden Felder eingeben. Durch Verwendung dieser Funktion können Sie den Speicherplatz zwischen den wiederherzustellenden Volumes aufteilen. In diesem Fall müssen Sie zuerst das Volume wiederherstellen, welches in seiner Größe reduziert werden soll. Beachten Sie: Volumes, die mit der Option 'Sektor-für-Sektor' gesichert wurden, können nicht in der Größe angepasst werden. Tipp: Die Größe eines Volumes kann nicht verändert werden, wenn es aus einem Backup wiederhergestellt wird, das auf mehrere entfernbare Medien verteilt wurde. Um die Größe des Volumes zu ändern, kopieren Sie alle Teile des Backups an einen einzigen Speicherort auf einer Festplatte (oder ähnlichem Laufwerk). Typ Ein Basis-Laufwerk vom Typ MBR kann bis zu vier primäre Volumes enthalten oder bis zu drei primäre Volumes sowie ein bis mehrere logische Laufwerke. Das Programm wählt standardmäßig den ursprünglichen Typ des Volumes. Sie können diese Einstellung ändern (falls erforderlich). Primär. Die Informationen über primäre Volumes sind in der MBR-Partitionstabelle enthalten. Die meisten Betriebssysteme können nur von einem primären Volume auf dem ersten Laufwerk booten, zudem ist die Zahl primärer Volumes limitiert. Wählen Sie bei Wiederherstellung eines System-Volumes auf ein Basis-Laufwerk vom Typ MBR das Kontrollkästchen 'Aktiv'. Ein aktives Volume wird zum Starten eines Betriebssystems verwendet. Wenn Sie jedoch 'Aktiv' für ein Volume ohne installiertes Betriebssystem wählen, kann das die Maschine daran hindern, zu booten. Ein logisches Laufwerk oder ein dynamisches Volume kann nicht auf 'Aktiv' gesetzt werden. 160 Copyright Acronis International GmbH,

161 Logisch. Die Informationen über logische Volumes sind nicht im MBR, sondern in der erweiterten Partitionstabelle hinterlegt. Die Anzahl logischer Volumes auf einer Festplatte (oder ähnlichem Laufwerk) ist nicht limitiert. Ein logisches Volume kann nicht als 'Aktiv' gesetzt werden. Wenn Sie ein System-Volume auf ein anderes Laufwerk mit eigenen Volumes (Partitionen) und Betriebssystem wiederherstellen, benötigen Sie wahrscheinlich nur die entsprechenden Daten. In diesem Fall können Sie das Volume auch als logisches Laufwerk wiederherstellen, um lediglich auf seine Daten zuzugreifen. Dateisystem Standardmäßig erhalten wiederhergestellte Volumes dasselbe Dateisystem wie das ursprünglich gesicherte Volume. Falls benötigt, können Sie jedoch das Dateisystem des Volumes während der Recovery-Aktion ändern. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann folgende Dateisysteme zueinander konvertieren: FAT16 > FAT32 und Ext2 > Ext3. Für Volumes mit anderen nativen Dateisystemen ist diese Option nicht verfügbar. Angenommen, Sie wollen ein Volume von einem alten FAT16-Laufwerk mit niedriger Kapazität auf einer neueren Festplatte wiederherstellen. FAT16 wäre nicht effektiv und es könnte unter Umständen auch unmöglich sein, dieses Dateisystem auf das neue Laufwerk zu übertragen. Hintergrund ist, dass FAT16 nur Volumes bis 4 GB unterstützt, daher können Sie ein 4 GB FAT16-Volume nicht ohne Änderung des Dateisystems auf ein Laufwerk wiederherstellen, welches über dieser Begrenzung liegt. In diesem Fall wäre es sinnvoll, das Dateisystem von FAT16 zu FAT32 zu wechseln. Ältere Betriebssysteme (MS-DOS, Windows 95 und Windows NT 3.x, 4.x) unterstützen jedoch kein FAT32 und sind daher nicht betriebsbereit, nachdem Sie das Volume wiederhergestellt und das Dateisystem geändert haben. Diese können normalerweise nur auf ein FAT16-Volume wiederhergestellt werden. Alignment von Volumes (Partitionen) Acronis Backup & Recovery 11.5 beseitigt die Fehlausrichtung (Misalignment) von Volumes automatisch also Situationen, in denen Volume-Cluster nicht passend zu den Laufwerkssektoren ausgerichtet sind. Zu einem Misalignment kommt es, wenn ein Volume, das mit einem CHS-Adressschema (Cylinder/Head/Sector) erstellt wurde, auf ein Laufwerk (Festplatte oder SSD) wiederhergestellt wird, welches eine Sektorgröße von 4 KB nutzt. Das CHS-Adressschema wird beispielsweise von allen Windows-Betriebssystemen vor Windows Vista verwendet. Wenn bei Volumes ein Misalignment vorliegt, überlappen die Cluster mehr physikalische Sektoren, als es bei korrektem Alignment der Fall wäre. Als Folge müssen bei jeder Datenänderung mehr physikalische Sektoren als eigentlich nötig gelöscht und überschrieben werden. Diese unnötigen Lese-/Schreib-Operationen verringern spürbar die Laufwerksgeschwindigkeit (und damit auch die Gesamt-Performance des Systems). Ein Misalignment bei SSDs (Solid State Drives) verringert nicht nur die Performance des Systems bzw. Laufwerks, sondern auch dessen Lebensdauer. Da die Speicherzellen von SSDs nur auf eine bestimmte Menge von Lese-/Schreib-Operationen ausgelegt sind, führen redundante Lese-/Schreib-Operationen daher zu einem vorschnellen Verschleiß des SSD-Laufwerks. Bei der Wiederherstellung von dynamischen Volumes und von logischen Volumes, die unter Linux mit dem Logical Volume Manager (LVM) erstellt wurden, wird das passende Alignment automatisch eingestellt. 161 Copyright Acronis International GmbH,

162 Bei der Wiederherstellung von Basis-Volumes des Typs 'MBR' und 'GPT' können Sie die Alignment-Methode manuell wählen, sofern Sie das automatische Alignment aus irgendwelchen Gründen nicht zufriedenstellt. Folgende Optionen sind verfügbar: Automatische Auswahl (Standard) empfohlen. Die Software stellt das passende Alignment automatisch ein, basierend auf den Laufwerk- bzw. Volume-Eigenschaften von Quelle und Ziel. Verwenden Sie die folgenden Optionen nur, wenn Sie sie wirklich benötigen. CHS (63 Sektoren) wählen Sie diese Option, wenn das wiederherzustellende Volume unter Windows XP oder Windows Server 2003 (oder früher) mit Laufwerken verwendet werden soll, die 512 Byte pro physikalischen Sektor haben. VMware VMFS (64 KB) wählen Sie diese Option, wenn Sie das Volume als eine 'VMware Virtual Machine File System'-Partition wiederherstellen wollen. Vista-Alignment (1 MB) wählen Sie diese Option, wenn das wiederherzustellende Volume unter Windows-Betriebssystemen ab Windows Vista (aufwärts) verwendet werden soll oder wenn Sie das Volume auf ein Festplatten- oder SSD-Laufwerk wiederherstellen wollen, das eine Sektorgröße von 4 KB hat. Benutzerdefiniert spezifizieren Sie das Volume-Alignment manuell. Es wird empfohlen, dass der Wert ein Vielfaches der physikalischen Sektorgröße ist. Logische Laufwerksbuchstaben (nur für Windows) Standardmäßig wird dem Volume der erste freie Buchstabe zugewiesen. Wenn Sie einen anderen Laufwerksbuchstaben zuweisen wollen, dann wählen Sie einen entsprechenden aus dem Listenfeld. Falls Sie den leeren Eintrag wählen, wird dem wiederhergestellten Volume kein Laufwerksbuchstabe zugewiesen und es so vor dem Betriebssystem verborgen. Sie sollten keine Laufwerksbuchstaben für Volumes vergeben, auf die Windows nicht zugreifen kann, beispielsweise bei Volumes, die kein FAT oder NTFS als Dateisystem verwenden Zielspeicherort für Dateien und Ordner wählen Recovery-Ziel Ziel Wählen Sie einen Speicherort, in den die gesicherten Dateien wiederhergestellt werden: Ursprünglicher Speicherort Die Dateien und Ordner werden zu demselben Pfad(en) wiederhergestellt, wie sie im Backup vorliegen. Falls Sie z.b. alle Dateien und Ordner aus C:\Dokumente\Finanzen\Berichte\ gesichert hatten, so werden die Daten zu genau diesem Pfad wiederhergestellt. Sollte der Ordner nicht existieren, dann wird er automatisch erstellt. Neuer Speicherort Die Dateien werden zu dem Speicherort wiederhergestellt, den Sie im Verzeichnisbaum spezifizieren. Dabei werden die Dateien und Ordner ohne Anlegen eines vollständigen Pfades zurückgesichert, es sei denn, Sie deaktivieren das Kontrollkästchen Ohne absolute Pfade wiederherstellen. Überschreiben Bestimmen Sie, was geschehen soll, wenn das Programm im Zielordner eine Datei gleichen Namens wie im Archiv findet: Existierende Dateien überschreiben dies gibt der Datei im Backup eine höhere Priorität als der Datei auf dem Ziellaufwerk. 162 Copyright Acronis International GmbH,

163 Existierende Datei überschreiben, wenn sie älter ist Dateien mit den jüngsten Veränderungen erhalten Priorität, egal ob sie im Backup oder auf dem Laufwerk sind. Existierende Dateien nicht überschreiben dies gibt der Datei auf dem Ziellaufwerk eine höhere Priorität als der Datei im Backup. Falls Sie ein Überschreiben von Dateien erlauben, haben Sie dennoch die Option, spezielle Dateien davor zu schützen, nämlich indem Sie diese von der Recovery-Aktion ausschließen. Ausschließungen vom Recovery (S. 163) Spezifizieren Sie die Dateien und Ordner, die nicht wiederhergestellt werden sollen. Ausschließungen vom Recovery Richten Sie Ausschlusskriterien für spezielle Dateien und Ordner ein, die sie nicht wiederherstellen wollen. Hinweis: Ausschließungen überschreiben eine Auswahl von wiederherzustellenden Datenelementen. Falls Sie beispielsweise festlegen, dass die Datei 'MeineDatei.tmp' wiederhergestellt werden soll und Sie aber zudem alle.tmp-dateien ausschließen, dann wird 'MeineDatei.tmp' nicht wiederhergestellt. Verwenden Sie die Schaltflächen Hinzufügen, Bearbeiten, Entfernen und Alle entfernen, um die Liste der auszuschließenden Dateien und Ordner zu verwalten. Spezifizieren Sie den Namen der Datei oder des Ordners, wie etwa 'Dokument.txt'. Bei den Namen wird nicht auf Groß-/Kleinschreibung geachtet (in Windows und Linux). Falls Sie beispielsweise festlegen, dass alle.tmp-dateien und Temp-Ordner ausgeschlossen werden sollen, dann werden auch alle.tmp-dateien, alle.tmp-dateien und alle TEMP-Ordner ausgeschlossen. Sie können ein oder mehrere Platzhalterzeichen (* und?) verwenden: Das Asterisk (*) ersetzt null bis mehrere Zeichen. So beinhaltet beispielsweise 'Doc*.txt' Dateien wie 'Doc.txt' und 'Document.txt'. Das Fragezeichen (?) steht für exakt ein Zeichen. Beispielsweise beinhaltet 'Doc?.txt' Dateien wie 'Doc1.txt' und 'Docs.txt' aber nicht 'Doc.txt' oder 'Doc11.txt'. Beispiele für Ausschließungen Kriterium Beispiel Beschreibung Per Name Per Maske (*) F.log F *.log F* Schließt alle Dateien namens 'F.log' aus Schließt alle Ordner namens 'F' aus Schließt alle Dateien mit der Erweiterung.log aus Schließt alle Dateien und Ordner aus, deren Namen mit F beginnen (etwa die Ordner F, F1 und die Dateien F.log, F1.log) Per Maske (?) F???.log Schließt alle.log-dateien aus, deren Namen am Ende vier Zeichen enthalten und mit F beginnen Recovery-Zeitpunkt Bestimmen Sie, wann der Recovery-Task beginnen soll: Jetzt der Recovery-Task wird direkt gestartet, sobald Sie auf der Seite Daten wiederherstellen auf OK klicken. 163 Copyright Acronis International GmbH,

164 Später der Recovery-Tasks wird später manuell gestartet. Falls Sie eine Planung für den Task erstellen müssen, dann deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Task wird manuell gestartet und spezifizieren Sie den gewünschten Zeitpunkt Anmeldedaten für den Task Stellen Sie die Anmeldedaten für das Konto zur Verfügung, mit dem der Task ausgeführt wird. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Unter dem aktuellen Benutzer ausführen Der Task wird mit den Anmeldedaten des Benutzers ausgeführt, der die Tasks startet. Wenn der Task nach Zeit-/Ereignis-Planung laufen soll, werden Sie bei Abschluss der Task-Erstellung nach dem Passwort des aktuellen Benutzers gefragt. Folgende Anmeldedaten verwenden Der Task wird immer mit den von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten ausgeführt, egal ob manuell oder per Zeit-/Ereignis-Planung gestartet. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf 'OK'. Weitere Informationen über die Verwendung von Anmeldedaten in Acronis Backup & Recovery 11.5 finden Sie im Abschnitt 'In Backup-Plänen und Tasks verwendete Anmeldedaten (S. 35)'. Siehe den Abschnitt 'Benutzerberechtigungen auf einer verwalteten Maschine (S. 37)', um mehr über Aktionen zu erfahren, die in Abhängigkeit von Benutzerberechtigungen verfügbar sind. 5.2 Acronis Universal Restore Acronis Universal Restore ist eine proprietäre Acronis-Technologie, die Ihnen hilft, ein Betriebssystem auf abweichender Hardware oder einer virtuellen Maschine wiederherzustellen und zu booten. Universal Restore handhabt Abweichungen bei Geräten, die kritisch für den Betriebssystemstart sind, wie beispielsweise Speicher-Controller, Hauptplatine oder Chipsatz. Universal Restore ist bei folgenden Szenarien besonders nützlich: 1. Sofortige Wiederherstellung eines ausgefallenen Systems auf abweichender Hardware. 2. Hardware-unabhängiges Klonen und Deployment von Betriebssystemen. 3. Migration von Maschinen von physikalisch zu physikalisch, physikalisch zu virtuell und virtuell zu physikalisch Universal Restore erwerben Universal Restore ist immer verfügbar, wenn Sie ein System aus dem Online Storage wiederherstellen. Universal Restore ist kostenlos in der Acronis Backup & Recovery 11.5 Advanced Server SBS Edition und der Virtual Edition enthalten. 164 Copyright Acronis International GmbH,

165 Für die anderen Produkt-Editionen muss Universal Restore separat erworben werden. Es hat seine eigene Lizenz. Wählen Sie zur Aktivierung von Universal Restore eine der folgenden Möglichkeiten: Installieren Sie Universal Restore aus dem Installationspaket des Produktes (zusätzlich zum Agenten für Windows, Agenten für Linux oder dem Bootable Media Builder). Falls der Agent bereits installiert sein sollte, können Sie die Management Konsole mit der Maschine verbinden, auf Hilfe > Lizenz wechseln klicken und dann den Lizenzschlüssel oder den License Server spezifizieren, von wo die Universal Restore-Lizenz genommen werden soll. Sie müssen neue bootfähige Medien erstellen, um das neu installierte Add-on auch in der bootfähigen Umgebung einsetzbar zu machen Universal Restore verwenden Während einer Wiederherstellung Universal Restore ist verfügbar, wenn Sie ein Laufwerk oder Volume wiederherstellen und dabei ein Windows- oder Linux-Betriebssystem in der Auswahl Ihrer Laufwerke bzw. Volumes enthalten ist. Sollte Ihre Auswahl mehr als ein Betriebssystem beinhalten, können Sie Universal Restore entweder auf alle Windows-Systeme, alle Linux-Systeme oder beide Systeme zusammen anwenden. Falls die Software nicht erkennen kann, ob in dem Backup ein Betriebssystem vorhanden ist, schlägt sie die Verwendung von Universal Restore aufs Geratewohl für den Fall vor, dass ein System vorhanden ist. Diese Fälle sind wie folgt: Das Backup ist in mehrere Dateien aufgeteilt Das Backup befindet sich in einem deduplizierenden Depot, auf dem Acronis Online Backup Storage, auf einem FTP-/SFTP-Server, auf Band, CD oder DVD. Manchmal wird Universal Restore im Hintergrund angewendet, weil die Software weiß, welche Treiber oder Module für die unterstützte virtuelle Maschine benötigt werden. Diese Fälle sind wie folgt: Wiederherstellung eines Systems zu einer neuen virtuellen Maschine Wiederherstellung eines Systems zu einer virtuellen Maschine mittels eines Agenten für ESX(i) oder Agenten für Hyper-V. Universal Restore ist nicht verfügbar, wenn: das Backup in der Acronis Secure Zone liegt Sie die Verwendung von Acronis Active Restore (S. 484) gewählt haben, Und zwar weil alle diese Funktionen in erster Linie zur sofortigen Datenwiederherstellung auf der gleichen Maschine gedacht sind. Ohne Wiederherstellung Sie können Universal Restore auch unter einem bootfähigen Medium ohne Recovery-Aktion verwenden, indem Sie in der Willkommenseite des Mediums auf den Befehl Universal Restore anwenden klicken. Universal Restore wird auf das Betriebssystem angewendet, das bereits auf der Maschine existiert. Falls es mehrere Betriebssysteme gibt, werden Sie aufgefordert, dasjenige zu wählen, auf das Universal Restore angewendet werden soll. 165 Copyright Acronis International GmbH,

166 Universal Restore in Windows Vorbereitung Treiber vorbereiten Bevor Sie Universal Restore auf ein Windows-Betriebssystem anwenden, sollten Sie sicherstellen, dass Sie für den neuen Festplatten-Controller und Chipsatz die passenden Treiber haben. Diese Treiber sind für den Start des Betriebssystems entscheidend. Verwenden Sie die vom Hardware-Hersteller mitgelieferte CD bzw. DVD oder laden Sie die Treiber von der Website des Herstellers herunter. Die Treiber sollten die Erweiterungen *.inf, *.sys oder *.oem haben. Wenn Sie die Treiber im Format *.exe, *.cab oder *.zip herunterladen, dann extrahieren Sie diese unter Verwendung einer Dritthersteller-Anwendung. Ein optimaler Ansatz ist es, die Treiber für die in Ihrer Organisation verwendete Hardware an einem Aufbewahrungsort zu speichern, sortiert nach Gerätetyp oder Hardware-Konfiguration. Sie können eine Kopie des Aufbewahrungsortes auf einer DVD oder einem USB-Stick vorhalten; verwenden Sie einige Treiber und fügen Sie diese den bootfähigen Medien hinzu; erstellen Sie für jeden Ihrer Server ein benutzerdefiniertes bootfähiges Medium mit den notwendigen Treibern (und der notwendigen Netzwerk-Konfiguration). Alternativ können Sie auch einfach jedes Mal, wenn Universal Restore verwendet wird, den Pfad zum Aufbewahrungsort angeben. Überprüfen Sie den Zugriff auf die Treiber innerhalb der bootfähigen Notfallumgebung. Stellen Sie sicher, dass Sie bei Verwendung eines bootfähigen Mediums auf das Gerät mit den Treibern zugreifen können. Sogar, wenn Sie eine Wiederherstellung des Systemlaufwerks unter Windows konfigurieren, wird die Maschine neu gestartet und die Recovery-Aktion dann in einer Linux-basierten Umgebung durchgeführt. Verwenden Sie ein WinPE-basiertes Medium, falls das Gerät unter Windows verfügbar ist, aber von einem Linux-basierten Notfallmedium nicht erkannt wird. Was, wenn Sie keine Treiber haben? Windows 7 enthält mehr Treiber als die früheren Windows-Betriebssysteme. Es besteht daher eine gute Chance, dass Universal Restore alle benötigten Treiber im Treiberordner von Windows 7 findet. Sie müssen also nicht unbedingt externe Pfade zu den Treibern angeben. Nichtsdestotrotz ist die Durchführung von Universal Restore kritisch, so dass das System die korrekten Treiber verwenden sollte. Der Standardordner von Windows zum Speichern von Treibern ist im Registry-Wert DevicePath hinterlegt, der im Registry-Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion gefunden werden kann. Normalerweise lautet dieser Speicherordner WINDOWS/inf. Universal Restore-Einstellungen Automatische Suche nach Treibern Spezifizieren Sie, wo das Programm nach Treibern für Hardware Abstraction Layer (HAL), Festplatten-Controller und Netzwerkadapter suchen soll: Befinden sich die Treiber auf einer Disc (CD/DVD) des Herstellers oder einem anderen Wechselmedium, dann aktivieren Sie Wechselmedien durchsuchen. Liegen die Treiber in einem Netzwerkordner oder auf einem bootfähigen Medium, so spezifizieren Sie den Pfad zu diesem Ordner durch Anklicken von Ordner durchsuchen. 166 Copyright Acronis International GmbH,

167 Während der Wiederherstellung führt Universal Restore eine rekursive Suche in allen Unterordnern des angegebenen Verzeichnisses durch, findet aus allen verfügbaren die am besten passenden HALund Festplatten-Controller-Treiber heraus und installiert diese in das wiederhergestellte System. Universal Restore sucht außerdem nach Treibern für Netzwerkadapter, der Pfad des gefundenen Treibers wird dann dem Betriebssystem durch Universal Restore übermittelt. Wenn die Hardware über mehrere Netzwerkkarten verfügt, so versucht Universal Restore, die Treiber aller Karten zu konfigurieren. Auf jeden Fall zu installierende Massenspeichertreiber Erweitern Sie zum Zugriff auf diese Einstellung den Punkt Auf jeden Fall zu installierende Massenspeichertreiber. Sie benötigen diese Einstellung falls: Die Ziel-Hardware einen speziellen Massenspeicher-Controller wie RAID (insbesondere NVIDIA RAID) oder einen Fibre Channel-Adapter verwendet. Sie ein System zu einer virtuellen Maschine wiederherstellen, die einen SCSI-Festplatten-Controller verwendet und mit einem bootfähigen Medium gestartet wird. Verwenden Sie die SCSI-Treiber, die mit der Software für Ihre virtuellen Maschinen ausgeliefert werden oder laden Sie die neueste Treiberversion von der Website des Software-Herstellers herunter. Die automatische Suche nach Treibern nicht hilft, das System zu booten. Spezifizieren Sie die entsprechenden Treiber, indem Sie auf den Befehl Treiber hinzufügen klicken. Die hier angegebenen Treiber werden auch dann unter entsprechenden Warnmeldungen installiert, wenn das Programm einen besseren Treiber findet. Der Recovery-Prozess Falls Universal Restore an den angegebenen Speicherorten keinen kompatiblen Treiber finden kann, zeigt es zu dem Problemgerät eine Eingabeaufforderung an. Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: Fügen Sie den Treiber einem der zuvor spezifizierten Speicherorte hinzu und klicken Sie auf Wiederholen. Wenn Sie sich nicht an den Speicherort erinnern, dann setzen Sie die Recovery-Aktion fort. Sollte das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, dann starten Sie Universal Restore ohne Recovery-Aktion, indem Sie in der Willkommenseite des Mediums auf den Befehl Universal Restore anwenden klicken. Spezifizieren Sie bei Konfiguration der Aktion den benötigten Treiber. Sobald Windows bootet, wird es die Standardprozedur zur Installation neuer Hardware initialisieren. Der Treiber für den Netzwerkadapter wird ohne weitere Nachfrage installiert, sofern er eine Microsoft Windows-Signatur hat. Anderenfalls erfragt Windows Ihre Bestätigung zur Installation des unsignierten Treibers. Danach können Sie die Netzwerk-Verbindung konfigurieren und Treiber für Grafikkarte, USB- und andere Geräte spezifizieren. 167 Copyright Acronis International GmbH,

168 Universal Restore in Linux Universal Restore kann auf Linux-Betriebssysteme mit Kernel-Version oder höher angewendet werden. Wenn Universal Restore auf ein Linux-Betriebssystem angewendet wird, dann aktualisiert es ein temporäres Dateisystem, das auch als 'Initial RAM-Disk' (initrd) bekannt ist. Dadurch wird gewährleistet, dass das Betriebssystem von neuer, abweichender Hardware booten kann. Universal Restore fügt der 'Initial RAM-Disk' Module für die neue Hardware hinzu (inklusive Gerätetreibern). Es findet die benötigten Module üblicherweise im Verzeichnis /lib/modules des von Ihnen gerade wiederhergestellten Betriebssystems. Falls Universal Restore ein benötigtes Modul nicht finden kann, schreibt es den Dateinamen des Moduls in das Log (S. 372). Universal Restore kann unter Umständen die Konfiguration des GRUB-Boot-Loaders modifizieren. Dies kann beispielsweise notwendig sein, um die Bootfähigkeit des Systems zu gewährleisten, falls die neue Maschine ein anderes Volume-Layout als die ursprüngliche hat. Universal Restore modifiziert niemals den Linux-Kernel. Zur ursprünglichen 'Initial RAM-Disk' zurücksetzen Sie können bei Bedarf zur ursprünglichen 'Initial RAM-Disk' zurücksetzen. Die 'Initial RAM-Disk' ist auf der Maschine in einer Datei gespeichert. Bevor Universal Restore die 'Initial RAM-Disk' erstmals aktualisiert, speichert es eine Kopie von dieser im gleichen Verzeichnis. Der Name der Kopie entspricht dem Namen der Datei, gefolgt von dem Suffix _acronis_backup.img. Diese Kopie wird auch dann nicht überschrieben, wenn Sie Universal Restore mehrmals ausführen (beispielsweise nachdem Sie fehlende Treiber hinzugefügt haben). Nutzen Sie einen der nachfolgenden Wege, um zur ursprünglichen 'Initial RAM-Disk' zurückzusetzen: Benennen Sie die Kopie entsprechend um. Führen Sie beispielsweise einen Befehl ähnlich zu nachfolgendem aus: mv initrd default_acronis_backup.img initrd default Spezifizieren Sie die Kopie in der Zeile initrd der GRUB-Boot-Loader-Konfiguration (S. 177) Universal Restore auf mehrere Betriebssysteme anwenden Sie können Universal Restore während einer Recovery-Aktion für Betriebssysteme eines bestimmten Typs verwenden: alle Windows-Systeme, alle Linux-Systeme oder beide. Falls Ihre Auswahl der wiederherzustellenden Volumes mehrere Windows-Systeme enthält, können Sie alle für diese gedachten Treiber in einer einzigen Liste spezifizieren. Jeder Treiber wird in das jeweilige Betriebssystem installiert, für das er vorgesehen ist. 168 Copyright Acronis International GmbH,

169 5.3 Recovery von BIOS-basierten Systemen zu UEFI-basierten Systemen und umgekehrt Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützt die Übertragung von 64-Bit-Windows-Betriebssystemen zwischen BIOS-basierter Hardware und Hardware, die 'Unified Extensible Firmware Interface' (UEFI) unterstützt. Die Funktionsweise Abhängig davon, ob die Maschine eine BIOS- oder UEFI-Firmware zum Booten verwendet, muss das Laufwerk mit dem System-Volumen ein bestimmtes Partitionierungsschema haben. Das Partitionierungsschema ist MBR (Master Boot Record) beim BIOS-Standard und GPT (GUID Partition Table) beim UEFI-Standard. Zusätzlich reagiert auch das Betriebssystem selbst auf den Typ der Firmware. Bei Durchführung einer Wiederherstellung auf eine Maschine, deren Firmware sich von der der ursprünglichen Maschine unterscheidet, macht Acronis Backup & Recovery 11.5 Folgendes: Es initialisiert das Laufwerk, zu dem Sie das System-Volume wiederherstellen, entweder als MBRoder als GPT-Laufwerk abhängig von der neuen Firmware. Es passt das Windows-Betriebssystem so an, dass es von der neuen Firmware starten kann. Weitere Details (einschließlich einer List von Windows-Betriebssystemen, die auf diese Art angepasst werden können) finden Sie unter 'Wiederherstellung von Volumes (S. 170)' und 'Wiederherstellung von Laufwerken (S. 171)' in diesem Abschnitt. Empfehlungen Stellen Sie das komplette System auf nicht initialisierte Laufwerke wieder her. Verwenden Sie beim Migrieren auf bzw. zu einer UEFI-basierten Hardware ein Linux-basiertes oder WinPE-basiertes (höher als Version 4.0) Boot-Medium. Ältere Versionen von WinPE und dem Acronis PXE Server unterstützen kein UEFI. Beachten Sie, dass der BIOS-Standard es nicht erlaubt, Laufwerksspeicherplatz mit mehr als 2 TB zu verwenden. Beschränkungen Die Übertragung eines Linux-Systems zwischen UEFI und BIOS wird nicht unterstützt. Die Übertragung eines Windows-Systems zwischen UEFI und BIOS wird nicht unterstützt, falls das Backup an einem dieser Speicherorte vorliegt: Acronis Online Backup Storage Bandgerät Optische Datenträger (CDs, DVDs oder Blu-ray-Medien) Sollte die Übertragung eines Systems zwischen UEFI und BIOS nicht unterstützt werden, dann initialisiert Acronis Backup & Recovery 11.5 das Ziellaufwerk mit demselben Partitionierungsschema wie das ursprüngliche Laufwerk. Dabei erfolgt keine Anpassung des Betriebssystems. Sollte die Zielmaschine sowohl UEFI wie auch BIOS unterstützen, dann müssen Sie noch den zur ursprünglichen Maschine passenden Boot-Mode aktivieren. Anderenfalls wird das System nicht mehr booten. 169 Copyright Acronis International GmbH,

170 5.3.1 Volumes wiederherstellen Angenommen, Sie haben ein Backup der System- und Boot-Volumes durchgeführt (oder der kompletten Maschine) und wollen diese Volumes nun zu einer anderen Plattform wiederherstellen. Die Fähigkeit des wiederhergestellten Systems zu booten, hängt von folgenden Faktoren ab: Betriebssystem der Quelle: ist das Betriebssystem konvertierbar oder nicht? Konvertierbare Betriebssystem erlauben es, den Boot-Modus von BIOS zu UEFI zu konvertieren (und zurück). Die 64-Bit-Versionen aller Windows-Betriebssysteme (beginnend mit Windows Vista x64 SP1) sind konvertierbar. Die 64-Bit-Versionen aller Windows Server-Betriebssysteme (beginnend mit Windows Server 2008 x64 SP1) sind konvertierbar. Alle anderen Betriebssysteme sind nicht konvertierbar. Partitionsschema von Quell- und Ziellaufwerk: MBR oder GPT. Die System- und Boot-Volumes von BIOS-Plattformen verwenden MBR-Laufwerke. Die System- und Boot-Volumes von UEFI-Plattformen verwenden GPT-Laufwerke. Wenn Sie bei einer Wiederherstellung ein nicht initialisiertes Ziellaufwerks auswählen, wird das Laufwerk automatisch zu GPT oder MBR initialisiert in Abhängigkeit vom Partitionsschema des ursprünglichen Laufwerks, dem aktuellen Boot-Modus (UEFI oder BIOS) und dem Typ der auf diesem Volume vorhandenen Betriebssysteme (konvertierbar oder 'nicht konvertierbar'). Falls die Initialisierung zum Verlust der Bootfähigkeit führen kann, verwendet die Software unter Ignorieren der Größe des Ziellaufwerks das Partitionsschema des Quell-Volumes. In solchen Fällen kann die Software für Laufwerke, die größer als 2 TB sind, das MBR-Partitionierungsschema wählen wobei der Speicherplatz oberhalb von 2 TB jedoch nicht nutzbar ist. Sie können das Ziellaufwerk bei Bedarf auch manuell initialisieren, indem Sie die Funktion zur Laufwerksverwaltung (S. 300) verwenden. Die folgenden Tabelle fasst zusammen, ob die Bootfähigkeit eines Systems erhalten werden kann, wenn Sie Boot- und System-Volumes eines BIOS-basierten auf ein UEFI-basiertes System wiederherstellen (und umgekehrt). Ein grüner Hintergrund bedeutet, dass das System boofähig sein wird. Es ist kein Benutzereingriff erforderlich. Ein gelber Hintergrund bedeutet, dass Sie zusätzliche Schritte durchführen müssen, um das System bootfähig zu machen. Diese Schritte sind auf einigen Maschinen jedoch nicht möglich. Ein roter Hintergrund bedeutet, dass das System aufgrund von Beschränkungen der BIOS- bzw. UEFI-Plattform nicht bootfähig sein wird. 170 Copyright Acronis International GmbH,

171 Ursprüngliches System BIOS Betriebssystem: konvertierbar BIOS Betriebssystem: nicht konvertierbar UEFI Betriebssystem: konvertierbar UEFI Betriebssystem: nicht konvertierbar BIOS Laufwerk: MBR Ein konvertierbares Betriebssystem wird automatisch zur Unterstützung des BIOS-Modus zum Booten konvertiert. Lösung Stellen Sie das Betriebssystem zu einem GPT-Laufwerk oder einem nicht initialisierten Laufwerk wieder her. BIOS Laufwerk: GPT Lösung Stellen Sie das Betriebssystem zu einem MBR-Laufwerk oder einem nicht initialisierten Laufwerk wieder her. Die Zielmaschine muss UEFI unterstützen. Zusätzliche Schritte 1. Schalten Sie vor der Wiederherstellung den UEFI-Modus im BIOS an. 2. Führen Sie die Wiederherstellung mit einem bootfähigen Medium aus. oder Schalten Sie nach der Wiederherstellung den UEFI-Modus im BIOS an. Ziel-Hardware UEFI Laufwerk: MBR Die Zielmaschine muss BIOS unterstützen. Zusätzliche Schritte 1. Schalten Sie vor der Wiederherstellung den UEFI-Modus im BIOS aus 2. Führen Sie die Wiederherstellung mit einem bootfähigen Medium aus. oder Schalten Sie nach der Wiederherstellung den UEFI-Modus im BIOS aus. Lösung Stellen Sie das Betriebssystem zu einem GPT-Laufwerk oder einem nicht initialisierten Laufwerk wieder her. UEFI Laufwerk: GPT Ein konvertierbares Betriebssystem wird automatisch zur Unterstützung von UEFI zum Booten konvertiert. Lösung Stellen Sie das Betriebssystem zu einem MBR-Laufwerk oder einem nicht initialisierten Laufwerk wieder her Laufwerke wiederherstellen Angenommen, Sie haben ein komplettes Laufwerk (mit all seinen Volumes) per Backup gesichert und wollen nun dieses Laufwerk zu einer anderen Zielplattform wiederherstellen. Die Fähigkeit des wiederhergestellten Systems, in verschiedenen Modi booten zu können, hängt von den auf dem Quelllaufwerk installierten Betriebssystemen ab. Betriebssysteme können konvertierbar sein, d.h. einen Wechsel des Boot-Modus von BIOS zu UEFI (und zurück) erlauben 171 Copyright Acronis International GmbH,

172 oder eben nicht konvertierbar sein. Eine Liste konvertierbarer Betriebssysteme finden Sie unter 'Volumes wiederherstellen (S. 170)'. Wenn ein Quelllaufwerk ein oder mehrere Betriebssysteme enthält und alle davon konvertierbar sind, dann kann der Boot-Modus automatisch gewechselt werden. In Abhängigkeit vom aktuellen Boot-Modus wird das Ziellaufwerk möglicherweise entweder mit dem GPT- oder MBR-Partitionsschema initialisiert. Falls mindestens ein Betriebssystem auf dem Quelllaufwerk 'nicht konvertierbar' ist (oder das Quelllaufwerk ein Boot-Volume eines 'nicht konvertierbaren' Betriebssystems enthält), dann kann der Boot-Modus nicht automatisch gewechselt werden und wird die Software das Ziellaufwerk wie das Quelllaufwerk initialisieren. Um die Zielmaschine booten zu können, müssen Sie den UEFI-Modus im BIOS manuell ein- bzw. ausschalten. Anderenfalls wird das System nach der Wiederherstellung nicht mehr booten. Die folgende Tabelle fasst alle Wiederherstellungsvarianten von Laufwerken eines BIOS-basierten zu einem UEFI-basierten System (und umgekehrt) zusammen. Ein grüner Hintergrund bedeutet, dass das System boofähig sein wird. Es ist kein Benutzereingriff erforderlich. Ein gelber Hintergrund bedeutet, dass Sie zusätzliche Schritte durchführen müssen, um das System bootfähig zu machen. Diese Schritte sind auf einigen Maschinen jedoch nicht möglich. Ursprüngliches System Ziel-Hardware BIOS Betriebssystem: konvertierbar BIOS Betriebssystem: nicht konvertierbar BIOS UEFI Das Ziellaufwerk wird als GPT initialisiert. Das Betriebssystem wird automatisch zur Unterstützung von UEFI zum Booten konvertiert. Falls Sie das Quelllaufwerk 'wie vorliegend' wiederherstellen wollen: 1. Schalten Sie den UEFI-Modus im BIOS aus. 2. Starten Sie mit einem bootfähigen Medium und führen Sie die Wiederherstellung aus. Das Ziellaufwerk wird wie das Quelllaufwerk initialisiert (MBR). Die Zielmaschine muss BIOS unterstützen. Zusätzliche Schritte 1. Schalten Sie den UEFI-Modus im BIOS aus. 2. Starten Sie mit einem bootfähigen Medium und führen Sie die Wiederherstellung aus. 172 Copyright Acronis International GmbH,

173 Ursprüngliches System UEFI Betriebssystem: konvertierbar UEFI Betriebssystem: nicht konvertierbar BIOS Das Ziellaufwerk wird als MBR initialisiert. Das Betriebssystem wird automatisch konvertiert, um das Booten per BIOS zu unterstützen. Falls Sie das Quelllaufwerk 'wie vorliegend' wiederherstellen wollen: 1. Schalten Sie den UEFI-Modus im BIOS ein. 2. Starten Sie mit einem bootfähigen Medium und führen Sie die Wiederherstellung aus. Das Ziellaufwerk wird wie das Quelllaufwerk initialisiert (GPT). Die Zielmaschine muss UEFI unterstützen. Zusätzliche Schritte 1. Schalten Sie den UEFI-Modus im BIOS ein. 2. Starten Sie mit einem bootfähigen Medium und führen Sie die Wiederherstellung aus. Ziel-Hardware UEFI Wiederherstellung auf große Laufwerk in einem BIOS-System Nach einer Wiederherstellung zu einem BIOS-basierten System wird das Zielsystemlaufwerk als MBR initialisiert. Aufgrund der Laufwerksgrößenbeschränkung im BIOS-Standard stehen für Laufwerke, die größer sind als 2 TB, nur die ersten 2 TB des Laufwerkspeicherplatzes zur Verfügung. Sollte die Maschine UEFI unterstützen, dann lässt sich diese Beschränkung umgehen, indem Sie den UEFI-Modus einschalten und dann die Wiederherstellung durchführen. Das Laufwerk wird nach dem GPT-Standard initialisiert. Bei GPT-Laufwerken existiert keine 2 TB-Beschränkung. 5.4 Acronis Active Restore Active Restore ist eine geschützte Acronis-Technologie, die ein System oder eine Datenbank direkt verfügbar macht, sobald die Wiederherstellung gestartet wurde. Dieser Abschnitt beschreibt die Verwendung von Active Restore bei Wiederherstellung eines Betriebssystems. Obwohl auf der gleichen Technologie basierend, verlaufen Wiederherstellungen von Microsoft Exchange- oder Microsoft SQL-Datenbanken auf unterschiedliche Art. Siehe folgende Abschnitte für weitere Informationen: Zur Wiederherstellung von Microsoft Exchange-Datenbanken siehe den Abschnitt 'Der Einsatz von Acronis Active Restore zur Datenbankwiederherstellung' im Dokument 'Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten'. Zur Wiederherstellung von Microsoft SQL-Datenbanken siehe den Abschnitt 'Der Einsatz von Acronis Active Restore zur SQL-Datenbankwiederherstellung (S. 352)'. 173 Copyright Acronis International GmbH,

174 Beschränkungen Active Restore ist nicht verfügbar, wenn Sie Windows 8/8.1 oder Windows Server 2012/2012 R2 wiederherstellen. Active Restore ist zur sofortigen Datenwiederherstellung auf der gleichen Maschine gedacht. Bei Wiederherstellungen auf abweichende Hardware steht es nicht zur Verfügung. Der einzig unterstützte Archiv-Speicherort ist ein lokales Laufwerk oder, um präziser zu sein, jedes über das BIOS der Maschine ansprechbare Gerät. Das kann die Acronis Secure Zone, eine USB-Festplatte, ein USB-Stick oder jede interne Festplatte sein. Active Restore unterstützt keine Laufwerke mit GPT-Partitionierungsschema bei Wiederherstellungsaktionen (weder als Quelle noch als Ziel) und auch nicht als Archiv-Speicherort. Das bedeutet auch, dass UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) nicht unterstützt wird. Der einzige unterstützte Boot-Modus ist BIOS. Die Funktionsweise Beim Konfigurieren einer Wiederherstellungsaktion wählen Sie die Laufwerke bzw. Volumes, um diese aus einem Backup wiederherzustellen. Acronis Backup & Recovery 11.5 scannt die gewählten, im Backup befindlichen Festplatten oder Laufwerke. Findet der Scan dabei ein unterstütztes Betriebssystem, so wird Acronis Active Restore verfügbar. Sofern Sie Active Restore nicht aktivieren, erfolgt die Systemwiederherstellung auf die übliche Art und wird die Maschine erst nach vollständiger Wiederherstellung wieder einsatzbereit. Falls Sie Active Restore aktivieren, wird die Sequenz der Aktionen folgendermaßen festgelegt: Sobald die Systemwiederherstellung gestartet ist, bootet das Betriebssystem aus dem Backup heraus. Die Maschine wird einsatzfähig und steht bereit, um notwendige Dienste anzubieten. Die für eingehende Anforderungen notwendigen Daten werden mit der höchsten Priorität, alle anderen im Hintergrund wiederhergestellt. Da die Bedienung solcher Anforderungen simultan zur Wiederherstellung erfolgt, kann das Betriebssystem ausgebremst werden auch dann, wenn in den Recovery-Optionen die Recovery-Priorität (S. 189) auf Niedrig eingestellt wurde. Obwohl die Systemausfallzeit minimal ist, kann es während der Wiederherstellung zu einer verringerten Performance kommen. Einsatzszenarien 1. Die Verfügbarkeit eines Systems gehört zu den Effizienzkriterien. Beispiele: Client-bezogene Online-Dienste, Web-Einzelhändler, Wahllokale 2. Das Verhältnis von System zu Speicherplatz ist stark in Richtung Speicher verzerrt. Einige Maschinen werden als Speicheranlagen genutzt, wobei das Betriebssystem nur ein kleines Speichersegment beansprucht, während der restliche Festplattenplatz der Archivierung dient, etwa für Videos, Audio- oder andere Multimedia-Dateien. Einige dieser Speicher-Laufwerke können verglichen zum System extrem groß sein, so dass praktisch die komplette Wiederherstellungszeit der Rückgewinnung der Dateien gewidmet wird, obwohl sie erst später gebraucht werden könnten (wenn in naher Zukunft überhaupt). Entscheiden Sie sich dagegen für Acronis Active Restore, so wird das System in kurzer Zeit wieder einsatzfähig sein. Benutzer werden in die Lage versetzt, benötigte Dateien aus dem Datenspeicher zu öffnen und zu verwenden, während alle restlichen, nicht sofort benötigten Dateien im Hintergrund weiter wiederhergestellt werden. Beispiele: Datenspeicher für Film- oder Musiksammlungen bzw. Multimedia-Dateien 174 Copyright Acronis International GmbH,

175 Anwendung 1. Speichern Sie das Backup des Systemlaufwerks bzw. -volumes an einer Position, auf die über das System-BIOS zugegriffen werden kann. Das kann die Acronis Secure Zone, eine USB-Festplatte, ein USB-Stick oder jede interne Festplatte sein. Falls Betriebssystem und Boot-Loader auf unterschiedlichen Volumes liegen, nehmen Sie immer beide mit in das Backup auf. Diese Laufwerke müssen auch zusammen wiederhergestellt werden, da anderenfalls ein hohes Risiko besteht, dass das Betriebssystem nicht mehr startet. 2. Erstellen Sie ein bootfähiges Medium. 3. Booten Sie die Maschine mit einem bootfähigen Medium, wenn es zu einem Systemausfall kommt. Starten Sie die Konsole und verbinden Sie sich mit dem bootfähigen Agenten. 4. Erstellen Sie einen Recovery-Task (S. 146). Stellen Sie bei Recovery-Quelle sicher, dass das System-Laufwerk oder System-Volume für die Wiederherstellung ausgewählt wurde. Acronis Active Restore wählt für das Hochfahren und die nachfolgende Wiederherstellung das erste beim Backup-Scan gefundene Betriebssystem. Versuchen Sie nicht, mehr als ein Betriebssystem unter Verwendung von Active Restore wiederherzustellen, damit die Ergebnisse berechenbar bleiben. Wählen Sie auch bei Wiederherstellung eines Multi-Boot-Systems nur jeweils ein System-Volume und Boot-Volume. 5. Stellen Sie bei Recovery-Ziel sicher, dass das System-Laufwerk oder System-Volume dem ersten Laufwerk zugeordnet ist. Sollte dem nicht so sein, dann führen Sie eine manuelle Zuordnung durch (wie im Abschnitt 'Ziellaufwerke wählen (S. 154)' beschrieben). 6. Wählen Sie bei Acronis Active Restore die Option Verwenden. 7. Sobald die Systemwiederherstellung gestartet ist, bootet das Betriebssystem aus dem Backup heraus. Das Acronis Active Restore-Symbol erscheint im Infobereich der Taskleiste. Die Maschine wird einsatzfähig und steht bereit, um notwendige Dienste anzubieten. Ein das System sofort benutzender Anwender sieht den Verzeichnisbaum mit seinen Symbolen, kann Dateien öffnen oder Anwendungen starten, selbst wenn diese noch nicht wiederhergestellt wurden. Die Treiber von Acronis Active Restore fangen Systemanfragen ab und setzen Dateien, die zur Erfüllung einkommender Anfragen notwendig sind, auf höchste Wiederherstellungspriorität. Und während diese 'on-the-fly'-wiederherstellung fortschreitet, wird der noch andauernde Wiederherstellungsprozess in den Hintergrund transferiert. Solange die Recovery-Aktion nicht abgeschlossen ist, sollten Sie nicht versuchen, die Maschine herunterzufahren oder einen Neustart durchzuführen. Falls Sie Ihr Maschine ausschalten, gehen alle seit dem letzten Systemstart durchgeführten Änderungen verloren. Das System wird dann nicht wiederhergestellt, auch nicht partiell. Die einzig verbliebene Lösung in diesem Fall ist es dann, den Wiederherstellungsprozess von einem bootfähigen Medium aus neu zu starten. 8. Die Hintergrund-Wiederherstellung geht solange weiter, bis alle gewählten Laufwerke wiederhergestellt wurden, alle Ereignismeldungen gemacht wurden und das Acronis Active Restore-Symbol aus dem Infobereich der Taskleiste verschwindet. 5.5 Troubleshooting zur Bootfähigkeit Wenn ein System zum Zeitpunkt seines Backups bootfähig war, erwarten Sie auch, dass es nach einer Wiederherstellung booten kann. Informationen, die das Betriebssystem zum Booten speichert und verwendet, können jedoch bei einer Wiederherstellung ungültig werden, insbesondere, wenn Sie die Volume-Größe, die Speicherorte oder die Ziellaufwerke ändern. Acronis Backup & Recovery 11.5 aktualisiert Windows Boot-Loader automatisch nach einer Wiederherstellung. Auch andere Boot-Loader werden möglicherweise repariert, es gibt jedoch Fälle, bei denen Sie selbst die Loader reaktivieren müssen. Speziell, wenn Sie Linux-Volumes wiederherstellen, ist es manchmal notwendig, 175 Copyright Acronis International GmbH,

176 Fehlerkorrekturen anzuwenden oder Boot-Veränderungen durchzuführen, damit Linux korrekt startet und geladen werden kann. Nachfolgend eine Zusammenfassung typischer Situationen, die zusätzliche Benutzereingriffe benötigen. Warum ein wiederhergestelltes Betriebssystem nicht mehr bootfähig sein kann Das BIOS der Maschine ist so konfiguriert, dass es von einem anderen Laufwerk bootet. Lösung: Konfigurieren Sie das BIOS so, dass es von dem Laufwerk bootet, auf dem das Betriebssystem liegt. Das System wurde auf abweichender Hardware wiederhergestellt und die neue Hardware ist inkompatibel mit den wichtigsten im Backup enthaltenen Treibern, Lösung: Starten Sie die Maschine mit einem bootfähigen Medium und wenden Sie Acronis Universal Restore an (S. 165), um die passenden Treiber und Module zu installieren. Windows wurde zu einem dynamischen Volume wiederhergestellt, das nicht bootfähig sein kann. Lösung: Führen Sie eine Wiederherstellung von Windows auf ein Volume vom Typ 'Basis', 'Einfach' oder 'Gespiegelt' durch. Ein System-Volume wurde zu einem Laufwerk wiederhergestellt, das keinen MBR hat. Wenn Sie die Wiederherstellung eines System-Volumes auf einem Laufwerk ohne MBR konfigurieren, fragt Sie das Programm, ob Sie zusammen mit dem System-Volume auch den MBR wiederherstellen wollen. Entscheiden Sie sich nur dann gegen eine Wiederherstellung, wenn Sie nicht wollen, dass das System bootfähig wird. Lösung: Stellen Sie das Volume zusammen mit dem MBR dem korrespondierenden Laufwerk wieder her. Das System verwendet den Acronis OS Selector Weil der Master Boot Record (MBR) während der System-Wiederherstellung ausgetauscht werden kann, ist es möglich, dass der Acronis OS Selector, der den MBR verwendet, funktionsunfähig wird. Reaktivieren Sie den Acronis OS Selector folgendermaßen, wenn dies passieren sollte: Lösung: Starten Sie die Maschine mit dem bootfähigen Medium des Acronis Disk Director und wählen Sie im Menü Extras > OS Selector aktivieren. Das System verwendet den GRand Unified Bootloader (GRUB) und wurde von einem normalen Backup (nicht 'Raw' bzw. Sektor-für-Sektor) wiederhergestellt. Ein Teil des GRUB-Loaders liegt entweder in den ersten Sektoren des Laufwerks oder in den ersten Sektoren des Volumes. Der Rest befindet sich im Dateisystem einer der Volumes. Die Bootfähigkeit des Systems kann nur dann automatisch wiederhergestellt werden, wenn GRUB innerhalb der ersten Sektoren des Laufwerks sowie im Dateisystem liegt, zu dem ein direkter Zugriff möglich ist. In allen anderen Fällen muss der Benutzer den Boot-Loader manuell reaktivieren. Lösung: Reaktivieren Sie den Boot-Loader. Sie müssen möglicherweise auch noch die Konfigurationsdatei reparieren. Das System verwendet Linux Loader (LILO) und wurde von einem normalen Backup (nicht 'Raw' bzw. Sektor-für-Sektor) wiederhergestellt. LILO enthält zahlreiche Verweise zu absoluten Sektor-Nummern und kann daher nicht automatisch repariert werden, außer wenn alle Daten genau zu denjenigen Sektoren wiederhergestellt werden, die dieselben absoluten Nummern wie auf dem Quelllaufwerk haben. 176 Copyright Acronis International GmbH,

177 Lösung: Reaktivieren Sie den Boot-Loader. Sie müssen außerdem möglicherweise aus dem im vorherigen Punkt genannten Grund die Konfigurationsdatei des Loaders reparieren. Der System-Loader verweist auf das falsche Volume Dies kann passieren, wenn System- bzw. Boot-Volumes nicht zu ihrer ursprünglichen Position wiederhergestellt werden. Lösung: Für Windows-Loader wird dies durch eine Anpassung der Dateien 'boot.ini' bzw. 'boot/bcd' behoben. Acronis Backup & Recovery 11.5 führt dies automatisch durch und daher ist es unwahrscheinlich, dass Sie dieses Problem erleben. Für die Loader von GRUB und LILO müssen Sie die Konfigurationsdateien korrigieren. Hat sich die Nummer der Linux Root-Partition verändert, so ist es außerdem empfehlenswert, dass Sie '/etc/fstab' anpassen, damit korrekt auf das SWAP-Laufwerk zugegriffen werden kann. Linux wurde von einem LVM-Volume-Backup auf ein Basis-MBR-Laufwerk wiederhergestellt. Ein solches System kann nicht booten, weil sein Kernel versucht, das Root-Dateisystem von der LVM-Volume zu mounten. Lösung: Ändern Sie die Konfiguration des Loaders und '/etc/fstab' so dass LVM nicht mehr verwendet wird und reaktivieren Sie den Boot-Loader So reaktivieren Sie GRUB und ändern die Konfiguration Für gewöhnlich sollten Sie die passende Prozedur in den Unterlagen zum Boot-Loader nachschlagen. Es gibt auch den entsprechenden Artikel in der Knowledge Base auf der Acronis-Website. Nachfolgend ein Beispiel, wie Sie GRUB reaktivieren, wenn das Systemlaufwerk (Volume) auf identische Hardware wiederhergestellt wird. 1. Starten Sie Linux oder starten Sie von einem bootfähigen Medium und drücken Sie dann Strg+Alt+F2. 2. Mounten Sie das System, das Sie wiederherstellen: mkdir /mnt/system/ mount -t ext3 /dev/sda2 /mnt/system/ # root partition mount -t ext3 /dev/sda1 /mnt/system/boot/ # boot partition 3. Mounten Sie die Dateisysteme proc und dev an das wiederherzustellende System: mount -t proc none /mnt/system/proc/ mount -o bind /dev/ /mnt/system/dev/ 4. Sichern Sie eine Kopie der menu -Datei von GRUB, indem Sie einen der folgenden Befehle ausführen: cp /mnt/system/boot/grub/menu.lst /mnt/system/boot/grub/menu.lst.backup oder cp /mnt/system/boot/grub/grub.conf /mnt/system/boot/grub/grub.conf.backup 5. Bearbeiten Sie die Datei /mnt/system/boot/grub/menu.lst (für Debian-, Ubuntu- und SUSE Linux-Distributionen) oder die Datei /mnt/system/boot/grub/grub.conf (für Fedora- und Red Hat Enterprise Linux-Distributionen) z.b. wie folgt: vi /mnt/system/boot/grub/menu.lst 6. Suchen Sie in der Datei menu.lst (alternativ grub.conf) den Menü-Eintrag, der zu dem von Ihnen wiederhergestellten System korrespondiert. Dieser Menü-Eintrag sieht folgendermaßen aus: title Red Hat Enterprise Linux Server ( ) root (hd0,0) kernel /vmlinuz ro root=/dev/sda2 rhgb quiet initrd /initrd img 177 Copyright Acronis International GmbH,

178 Die Zeilen, die mit title, root, kernel bzw. initrd beginnen, legen Folgendes fest: Den Titel des Menü-Eintrages. Das Gerät, auf dem sich der Linux-Kernel befindet üblicherweise die Boot- oder root-partition, im vorliegenden Beispiel root (hd0,0). Der Pfad zum Kernel auf diesem Gerät und der root-partition im vorliegenden Beispiel ist der Pfad /vmlinuz und die root-partition ist /dev/sda2. Sie können die root-partition über ihre Bezeichnung (in der Form von root=label=/), den Identifier (in der Form von root=uuid=some_uuid) oder den Gerätenamen (root=/dev/sda2) spezifizieren. Der Pfad zum Dienst initrd auf diesem Gerät. 7. Bearbeiten Sie die Datei /mnt/system/etc/fstab, um die Namen all der Geräte zu korrigieren, die sich als Ergebnis der Wiederherstellung verändert haben. 8. Starten Sie die Shell von GRUB, indem Sie einen der folgenden Befehle ausführen: chroot /mnt/system/ /sbin/grub oder chroot /mnt/system/ /usr/sbin/grub 9. Spezifizieren Sie das Laufwerk, auf dem sich GRUB befindet üblicherweise die Boot- oder root-partition. root (hd0,0) 10. Installieren Sie GRUB. Um GRUB z.b. in den Master Boot Record (MBR) der ersten Festplatte zu installieren, führen Sie den folgenden Befehl aus: setup (hd0) 11. Benden Sie die Shell von GRUB: quit 12. Trennen Sie die gemounteten Datei-Systeme und starten Sie dann neu: umount /mnt/system/dev/ umount /mnt/system/proc/ umount /mnt/system/boot/ umount /mnt/system/ reboot 13. Rekonfigurieren Sie den Boot-Loader durch die Verwendung von Tools und der Dokumentation, die zur von Ihnen verwendeten Linux-Distribution gehört. In Debian und Ubuntu z.b. müssen Sie vermutlich einige kommentierte Zeilen in der Datei /boot/grub/menu.lst bearbeiten und dann das Script update-grub ausführen; ansonsten treten die Änderungen nicht in Kraft Über Windows-Loader Windows NT/2000/XP/2003 Ein Teil der Loader ist im Boot-Sektor hinterlegt, der Rest befindet sich in den Dateien ntldr, boot.ini, ntdetect.com, ntbootdd.sys. Boot.ini ist eine Textdatei, die die Konfiguration des Loaders enthält. Beispiel: [boot loader] timeout=30 default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\windows [operating systems] multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\windows="microsoft Windows XP Professional" /noexecute=optin /fastdetect 178 Copyright Acronis International GmbH,

179 Windows Vista und später Ein Teil des Loaders ist im Boot-Sektor hinterlegt, der Rest in den Dateien bootmgr und boot\bcd. Während des Windows-Starts wird boot\bcd in den Registry-Schlüssel HKLM \BCD gemountet. 5.6 Ein Windows-System auf Werkseinstellungen zurücksetzen Falls Ihr Windows-Betriebssystem unter Verwendung von Acronis Backup & Recovery 11.5 für System Builders bereitgestellt wurde, dann können Sie das System auf seine Werkseinstellungen zurücksetzen. Das Zurücksetzen des Systems auf seine Werkseinstellungen kann von der Management Konsole oder beim Booten gestartet werden. Die zweite Methode ist nützlich, wenn das Betriebssystem aus irgendeinem Grund seine Bootfähigkeit verloren hat. Klicken Sie, um die Aktion von der Management Konsole aus zu starten, auf den Befehl Auf Werkseinstellungen zurücksetzen (in der Willkommensseite). Drücken Sie, um die Aktion beim Booten zu starten, einen 'Hot Key' (üblicherweise F11) und klicken Sie in der erscheinenden Anzeige dann auf Auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Alternativ können Sie auch mit dem Booten des Betriebssystems fortfahren. Sobald Sie die Aktion bestätigen, wird Acronis Backup & Recovery 11.5 das Image der Werkskonfiguration (Factory Image), welches in der Acronis Secure Zone gespeichert ist, erneut bereitstellen. Dadurch werden das ursprüngliche Volume-Layout, das vorinstallierte Windows-Betriebssystem und mögliche ursprüngliche Dritthersteller-Anwendungen wiederhergestellt, Die Software entfernt zusätzlich alle Benutzer-Archive aus der Acronis Secure Zone und setzt die Acronis Secure Zone wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurück. Vorsicht: Alle auf den ursprünglichen Laufwerken der Maschine gespeicherten Benutzerdaten gehen verloren. Manchmal kann ein System nicht auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, auch nicht beim Booten. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn es zu einem Laufwerksfehler kommt, falls das Factory Image in der Acronis Secure Zone beschädigt wurde oder das ursprüngliche Laufwerk durch ein neues ersetzt wurde. In diesem Fall können Sie das System dennoch auf die Werkseinstellungen zurücksetzen und zwar, indem Sie das 'Bootfähige Medium mit Werkseinstellungen' (Factory Bootable Media) verwenden, sofern es mit Ihrer Maschine ausgeliefert wurde. Booten Sie, um die Aktion zu starten, die Maschine mit diesem 'Factory Bootable Media' und klicken Sie in der erscheinenden Anzeige auf Auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Sobald Sie die Aktion bestätigen, wird Acronis Backup & Recovery 11.5 eine Acronis Secure Zone erstellen und das Factory Image dorthin kopieren. Danach wird es das Factory Image, so wie weiter oben beschrieben, erneut bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter 'Acronis Secure Zone (S. 217)' und 'Acronis Startup Recovery Manager (S. 297)'. 5.7 Standardoptionen für Recovery Jeder Acronis Agent hat eigene Standardoptionen für Recovery. Sobald ein Agent installiert ist, haben die Standardoptionen vordefinierte Werte, die in der Dokumentation als Voreinstellungen bezeichnet werden. Bei Erstellung eines Recovery-Tasks können Sie entweder eine Standardoption 179 Copyright Acronis International GmbH,

180 verwenden oder diese mit einem benutzerdefinierten Wert überschreiben, der nur für diesen Task gültig ist. Sie können außerdem auch eine Standardoption konfigurieren, indem Sie den vordefinierten Wert verändern. Der neue Wert wird dann als Standard für alle nachfolgend auf dieser Maschine erstellten Recovery-Tasks verwendet. Um die Standardoptionen für Recovery einsehen und verändern zu können, verbinden Sie die Konsole mit der verwalteten Maschine und wählen Sie dort aus dem Hauptmenü die Befehle Optionen > Standardoptionen für Backup und Recovery > Standardoptionen für Recovery. Verfügbarkeit der Recovery-Optionen Art und Umfang der verfügbaren Recovery-Optionen sind abhängig von: Der Umgebung, in welcher der Agent arbeitet (Windows, Linux, bootfähiges Medium) Dem Datentyp, der gesichert wird (Laufwerke, Dateien). Dem Betriebssystem, das aus dem Laufwerk-Backup wiederhergestellt wird (Windows, Linux). Die nachfolgende Tabelle fasst die Verfügbarkeit der Recovery-Optionen zusammen: Agent für Windows Agent für Linux Bootfähiges Medium Laufwerk- Recovery Datei- Recovery (auch aus Laufwerk- Backup) Laufwerk- Recovery Datei- Recovery (auch aus Laufwerk- Backup) (Linux-basiert oder PE-basiert) Laufwerk- Recovery Datei- Recovery (auch aus Laufwerk- Backup) Erweiterte Einstellungen (S. 181): Backup-Archiv vor Wiederherstellung prüfen Maschine automatisch neu starten, wenn dies zur Wiederherstellung erforderlich ist Nach Abschluss der Wiederherstellung die Maschine automatisch neu starten Dateisystem nach Wiederherstellung prüfen SID nach Wiederherstellung ändern Windows- Recovery - Windows- Recovery - Windows- Recovery - Aktuelles Datum und Zeit für wiederhergestellte Dateien festlegen Copyright Acronis International GmbH,

181 Fehlerbehandlung (S. 182): Während der Durchführung keine Meldungen bzw. Dialoge zeigen (Stiller Modus) Bei Fehler erneut versuchen Ereignisverfolgung: Ereignisanzeige von Windows (S. 184) Agent für Windows Agent für Linux Bootfähiges Medium Laufwerk- Recovery Datei- Recovery (auch aus Laufwerk- Backup) Laufwerk- Recovery Datei- Recovery (auch aus Laufwerk- Backup) (Linux-basiert oder PE-basiert) Laufwerk- Recovery Datei- Recovery (auch aus Laufwerk- Backup) SNMP (S. 183) Sicherheit auf Dateiebene (S. 184): Dateien mit ihren Sicherheitseinstellungen wiederherstellen Mount-Punkte (S. 185) Benachrichtigungen: (S. 185) Win Pop-up (S. 186) Vor-/Nach-Befehle für Wiederherstellung (S. 187) Recovery-Priorität (S. 189) nur PE nur PE Erweiterte Einstellungen Spezifizieren Sie die zusätzlichen Einstellungen für das Recovery durch Aktivieren oder Deaktivieren der folgenden Kontrollkästchen. Aktuelles Datum und Zeit für wiederhergestellte Dateien festlegen Diese Option ist nur wirksam, wenn Dateien wiederhergestellt werden. Voreinstellung ist: Aktiviert. Diese Option definiert, ob der Zeitstempel der wiederhergestellten Dateien aus dem Archiv übernommen wird oder ob den Dateien das aktuelle Datum und die aktuelle Zeit zugewiesen werden. 181 Copyright Acronis International GmbH,

182 Backups vor Wiederherstellung validieren Voreinstellung ist: Deaktiviert. Diese Option definiert, ob ein Backup vor der Wiederherstellung der darin enthaltenen Daten zu validieren ist, um sicherzustellen, dass das Backup nicht beschädigt ist. Dateisystem nach Wiederherstellung prüfen Diese Option ist nur wirksam, wenn Laufwerke oder Volumes wiederhergestellt werden. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Diese Option definiert, ob nach der Wiederherstellung eines Laufwerks oder Volumes die Integrität des wiederhergestellten Dateisystems geprüft wird. Die Überprüfung wird entweder direkt nach der Wiederherstellung ausgeführt oder nachdem die Maschine mit dem wiederhergestellten Betriebssystem gebootet hat. Maschine automatisch neu starten, wenn dies zur Wiederherstellung erforderlich ist Diese Option ist wirksam, wenn die Wiederherstellung auf einer Maschine mit laufendem Betriebssystem erfolgt. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Die Option definiert, ob die Maschine automatisch neu gestartet wird, wenn das für die Wiederherstellung erforderlich ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Volume wiederhergestellt werden muss, welches vom Betriebssystem gesperrt wird. Nach Abschluss der Wiederherstellung die Maschine automatisch neu starten Diese Option ist wirksam, wenn Sie ein Boot-Medium gestartet haben und mit diesem arbeiten. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Diese Option ermöglicht den Neustart der Maschine in das wiederhergestellte Betriebssystem ohne weitere Aktion eines Benutzers. SID nach Wiederherstellung ändern Diese Option ist nicht wirksam, wenn die Wiederherstellung zu einer virtuellen Maschine mit dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für ESX/ESXi oder dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Hyper-V durchgeführt wird. Voreinstellung ist: Deaktiviert. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann für das wiederhergestellte System einen eindeutigen Security Identifier (SID) generieren. Sie benötigen keinen neuen SID, wenn Sie das System auf der gleichen Maschine wiederherstellen, von der das Image erstellt wurde oder wenn Sie ein Duplikat erstellen, welches das alte System ablöst. Generieren Sie einen neuen SID, wenn das ursprüngliche und das wiederhergestellte System gleichzeitig in einer Arbeitsgruppe oder Domain arbeiten werden Fehlerbehandlung Diese Optionen sind für Windows, Linux-Betriebssysteme und das Boot-Medium wirksam. 182 Copyright Acronis International GmbH,

183 Diese Optionen ermöglichen Ihnen vorzugeben, wie auftretende Fehler beim Recovery behandelt werden. Während der Durchführung keine Meldungen bzw. Dialoge zeigen (stiller Modus) Voreinstellung ist: Deaktiviert. Wenn der stille Modus eingeschaltet ist, kann das Programm Situationen automatisch behandeln, die einen Benutzereingriff erfordern, falls das möglich ist. Falls eine Aktion nicht ohne Benutzereingriff fortfahren kann, wird sie fehlschlagen. Detaillierte Informationen über die Aktion, einschließlich eventueller Fehler, finden Sie im Log der Aktion. Bei Fehler erneut versuchen Voreinstellung ist: Aktiviert. Zahl der Versuche: 30. Abstand zwischen Versuchen: 30 Sekunden. Wenn ein behebbarer Fehler auftritt, versucht das Programm, die erfolglose Aktion erneut durchzuführen. Sie können das Zeitintervall und die Anzahl der Versuche einstellen. Die Versuche werden aufgegeben, wenn entweder die Aktion erfolgreich ist ODER die angegebene Zahl der Versuche erreicht ist, je nachdem, was zuerst eintritt. Wenn der Speicherort im Netzwerk nicht verfügbar oder erreichbar ist, wird die Anwendung versuchen, den Ort alle 30 Sekunden erneut zu erreichen, aber nur fünf Mal. Die Versuche werden aufgegeben, wenn entweder die Verbindung gelingt ODER die angegebene Zahl der Versuche erreicht ist, je nachdem, was zuerst eintritt Ereignisverfolgung Es ist möglich, die von den Recovery-Aktionen auf verwalteten Maschinen erstellten Logs in die Ereignisanzeige von Windows zu duplizieren oder an spezifizierte SNMP-Manager zu senden SNMP-Benachrichtigungen Diese Option ist für Windows und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist nicht verfügbar, wenn Sie ein Boot-Medium gestartet haben und mit diesem arbeiten. Diese Option definiert, ob Agenten auf verwalteten Maschinen Log-Ereignisse von Recovery-Aktionen zu spezifizierten Simple Network Management Protocol (SNMP)-Managern schicken. Sie können die Arten der Ereignisse wählen, die geschickt werden. Zu weiteren Informationen über die Verwendung von SNMP mit Acronis Backup & Recovery 11.5 siehe Unterstützung für SNMP (S. 56). Voreinstellung ist: Einstellungen benutzen, die in den Maschinen-Optionen definiert sind. So wählen Sie, ob Ereignisse von Recovery-Aktionen an SNMP-Manager geschickt werden: Wählen Sie eine der folgenden Optionen: Einstellungen benutzen, die in den Optionen für die Maschine definiert sind für die Benutzung der Einstellungen, die in den Optionen für die Maschine spezifiziert sind. Weitere Informationen finden Sie bei Maschinen-Optionen. SNMP-Benachrichtigungen über Ereignisse von Recovery-Aktionen einzeln senden für das Senden von SNMP-Benachrichtigungen mit den Ereignissen bei Recovery-Aktionen an spezifizierte SNMP-Manager. 183 Copyright Acronis International GmbH,

184 Ereignisse, die übermittelt werden Auswahl der Ereignistypen, die gesendet werden: Alle Ereignisse, Fehler und Warnungen oder Nur Fehler. Server-Name/IP Eintragen des Namens oder der IP-Adresse des Hosts mit der SNMP-Verwaltungsanwendung, an die die Meldungen gesendet werden. Community Eintragen des Namens der SNMP-Community, zu der der Host mit der SNMP-Verwaltungsanwendung und die sendende Maschine gehören. Die typische Community ist 'Public'. Klicken Sie auf Testnachricht senden, um die Richtigkeit der Einstellungen zu prüfen. Keine SNMP-Benachrichtigungen senden Einstellung, um das Versenden von Ereignissen über Recovery-Aktionen an SNMP-Manager unwirksam zu machen Ereignisanzeige von Windows Diese Option ist nur wirksam in Windows-Betriebssystemen. Diese Option ist nicht verfügbar beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium. Diese Option definiert, ob Agenten auf verwalteten Maschinen die Ereignisse der Recovery-Aktionen in der Windows Ereignisanzeige (Unterpunkt Anwendungen) aufzeichnen müssen (um die Ereignisanzeige zu sehen, führen Sie eventvwr.exe aus oder den Befehl Systemsteuerung -> Verwaltung -> Ereignisanzeige). Sie können die Ereignisse filtern, die geloggt werden. Voreinstellung ist: Einstellungen benutzen, die in den Optionen für die Maschine definiert sind. Wählen Sie, ob Ereigniseinträge der Recovery-Aktionen an die Ereignisanzeige von Windows übergeben werden. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Einstellungen benutzen, die in den Optionen für die Maschine definiert sind für die Benutzung der Einstellungen, die in den Optionen für die Maschine spezifiziert sind. Weitere Informationen bei Optionen der Maschine. Folgende Ereignisse protokollieren für das Loggen der Ereignisse der Recovery-Aktionen in der Ereignisanzeige. Arten der Ereignisse, die geloggt werden: Alle Ereignisse loggt alle Ereignisse (Informationen, Warnungen und Fehler) Fehler und Warnungen Nur Fehler Nicht protokollieren für das Ausschalten der Protokollierung der Ereignisse der Recovery-Aktionen in der Ereignisanzeige Sicherheit auf Dateiebene Diese Option ist nur für Wiederherstellungen von Windows-Dateien auf Dateiebene wirksam. Diese Option definiert, ob die NTFS-Zugriffsrechte für Dateien zusammen mit den Dateien wiederhergestellt werden. Voreinstellung ist: Dateien mit ihren Sicherheitseinstellungen wiederherstellen. Wenn die NTFS-Zugriffsrechte auf die Dateien während des Backups (S. 127) erhalten wurden, können Sie wählen, ob Sie die Zugriffsrechte wiederherstellen oder ob Sie die Erlaubnis erteilen, dass die Dateien die NTFS-Zugriffsrechte vom Ordner erben, in den sie wiederhergestellt werden. 184 Copyright Acronis International GmbH,

185 5.7.5 Mount-Punkte Diese Option ist nur unter Windows zur Wiederherstellung von Daten aus einem dateibasierten Backup wirksam. Aktivieren Sie die Option Mount-Punkte, um Dateien und Ordner wiederherzustellen, die auf gemounteten Volumes gespeichert waren und mit aktivierter Option Mount-Punkte gesichert wurden. Weitere Details zum Backup von gemounteten Volumes oder freigegebenen Cluster-Volumes finden Sie unter Mount-Punkte (S. 130). Voreinstellung ist: Deaktiviert. Diese Option ist nur wirksam, wenn Sie einen Ordner als Backup-Quelle auswählen, der in der Verzeichnishierarchie höher als der Mount-Punkt liegt. Wenn Sie einen Ordner innerhalb des Mount-Punktes oder den Mount-Punkt selbst für eine Recovery-Aktion wählen, werden die gewählten Elemente unabhängig vom Wert der Option 'Mount-Punkte' wiederhergestellt. Beachten Sie, dass für den Fall, dass das Volume zum Recovery-Zeitpunkt nicht gemountet ist, die Daten direkt zu demjenigen Ordner wiederhergestellt werden, der zum Backup-Zeitpunkt der Mount-Punkt war Benachrichtigungen Acronis Backup & Recovery 11.5 kann Sie über den Abschluss eines Backups per oder Windows Nachrichtendienst (WinPopup, nur bei Windows XP) benachrichtigen Diese Option ist für Windows- und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist nicht verfügbar, wenn Sie ein Boot-Medium gestartet haben und mit diesem arbeiten. Die Option ermöglicht Ihnen den Erhalt von -Benachrichtigungen über den erfolgreichen Abschluss von Recovery-Tasks, über Fehler oder wenn ein Benutzereingriff erforderlich ist. Voreinstellung ist: Deaktiviert. So konfigurieren Sie eine -Benachrichtigung 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen -Benachrichtigung schicken, um die entsprechende Funktion zu aktivieren. 2. Aktivieren Sie unter -Benachrichtigungen schicken die entsprechenden Kontrollkästchen folgendermaßen: Wenn die Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen wurde. Wenn die Wiederherstellung fehlschlägt. Wenn Benutzereingriff erforderlich ist. 3. Geben Sie die -Adresse des Ziels im Feld -Adressen ein. Sie können auch mehrere, per Semikolon getrennte Adressen eingeben. 4. Geben Sie im Feld Betreff eine Beschreibung für die Benachrichtigung ein. Die Betreffzeile kann gewöhnlichen Text und eine oder mehrere Variablen enthalten. In den empfangenen -Nachrichten wird jede Variable dann durch den zum Zeitpunkt der Task-Ausführung vorliegenden Wert ersetzt. Folgende Variablen werden unterstützt: %description% 185 Copyright Acronis International GmbH,

186 Bei einer unter Windows laufenden Maschine wird die Variable %description% durch einen Text ersetzt, der dem Feld Computerbeschreibung der jeweiligen Maschine entspricht. Um den Text spezifizieren zu können, können Sie entweder zu Systemsteuerung > System gehen oder folgenden Befehl als Administrator ausführen: net config server /srvcomment:<text> Bei einer unter Linux laufenden Maschine wird die Variable %description% durch einen leeren String ("") ersetzt. %subject% Die Variable %subject% wird in folgenden Ausdruck umgewandelt: Task <Task-Name> <Task-Ergebnis> auf Maschine <Maschinenname>. 5. Geben Sie im Feld SMTP-Server den Namen des ausgehenden Mail-Servers (SMTP) ein. 6. Legen Sie im Feld Port die Port-Nummer des ausgehenden Mail-Servers fest. Standardmäßig ist der Port auf 25 gesetzt. 7. Sollte der ausgehende Mail-Server eine Authentifizierung benötigen, dann geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort vom -Konto des Senders ein. Sollte der SMTP-Server keine Authentifizierung benötigen, dann lassen Sie die Felder Benutzername und Kennwort einfach leer. Falls Sie nicht sicher sind, ob Ihr SMTP-Server eine Authentifizierung erfordert, dann kontaktieren Sie Ihren Netzwerk-Administrator oder bitten Sie Ihren -Dienstanbieter um Hilfe. 8. Klicken Sie auf Erweiterte -Parameter..., um weitere -Parameter folgendermaßen zu konfigurieren: a. Von geben Sie den Namen des Absenders an. Falls Sie das Feld leer lassen, dann enthalten die Nachrichten im Feld Von das -Konto des Senders. b. Verschlüsselung verwenden Sie können sich für eine verschlüsselte Verbindung zum Mail-Server entscheiden. Zur Auswahl stehen die Verschlüsselungstypen SSL und TLS. c. Einige Internetdienstanbieter verlangen eine Authentifizierung am Posteingangsserver, bevor das Verschicken von Nachrichten erlaubt wird. Wenn das bei Ihnen zutrifft, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Anmeldung beim Posteingangsserver, um einen POP3-Server zu aktivieren und seine Einstellungen einzurichten: Posteingangsserver (POP3) geben Sie den Namen des POP3-Servers an. Port bestimmt den Port des POP3-Servers. Standardmäßig ist der Port auf 110 gesetzt. Benutzername und Kennwort für den eingehenden Mail-Server. d. Klicken Sie auf OK. 9. Klicken Sie auf Test-Mail senden, um zu überprüfen, ob die -Benachrichtigungen mit den spezifizierten Einstellungen korrekt funktionieren Nachrichtendienst (WinPopup) Diese Option ist für die Betriebssysteme Windows XP, Windows Server 2003 und Linux wirksam. Windows Vista und spätere Versionen von Windows unterstützen den Nachrichtendienst nicht mehr. Diese Option ist nicht verfügbar, wenn Sie ein Boot-Medium gestartet haben und mit diesem arbeiten. Die Option ermöglicht Ihnen den Erhalt von WinPopup-Benachrichtigungen über eine erfolgreiche Vollendung von Recovery-Tasks, über Fehler oder über erforderliche Handlungen. Voreinstellung ist: Deaktiviert. 186 Copyright Acronis International GmbH,

187 Vor Konfiguration der WinPopup-Benachrichtung sollten Sie sicherstellen, dass der Nachrichtendienst von Windows XP auf beiden Maschinen (die Task ausführende und die Nachrichten empfangende Maschine) gestartet ist. Der Nachrichtendienst ist bei Windows XP SP2+ und Windows Server 2003/2003 R2 standardmäßig deaktiviert. Ändern Sie den Starttyp auf Automatisch und starten Sie den Dienst dann neu. So konfigurieren Sie WinPopup-Benachrichtigungen: 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen WinPopup-Benachrichtigung schicken. 2. Geben Sie in das Feld Maschinenname den Namen der Maschine ein, an die die Benachrichtigungen verschickt werden. Mehrere Namen werden nicht unterstützt. 3. Aktivieren Sie unter Benachrichtigungen senden die Kontrollkästchen folgendermaßen: Wenn die Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen wurde damit eine Benachrichtigung gesendet wird, wenn der Recovery-Task erfolgreich abgeschlossen wurde Wenn die Wiederherstellung fehlschlägt um eine Benachrichtigung abzuschicken, wenn der Wiederherstellungstask fehlgeschlagen ist. Wenn Benutzereingriff erforderlich ist zum Versenden einer Benachrichtigung, wenn während der Aktion das Eingreifen des Benutzers erforderlich ist. 4. Klicken Sie auf WinPopup-Testnachricht senden, um die Richtigkeit der Einstellungen zu prüfen Vor-/Nach-Befehle Diese Option ist für Windows-, Linux-Betriebssysteme und das PE-Boot-Medium wirksam. Diese Option ermöglicht die Definition von Befehlen, die automatisch vor oder nach der Datenwiederherstellung durchgeführt werden. So benutzen Sie diese Vor- bzw. Nach-Befehle: Starten Sie den Befehl Checkdisk, damit logische Fehler im Dateisystem, physikalische Fehler oder fehlerhafte Sektoren vor Beginn oder nach Ende der Recovery-Aktion gefunden und behoben werden. Das Programm unterstützt keine interaktiven Befehle, d.h. Befehle, die eine Reaktion des Benutzers erfordern (wie z.b. pause ). Ein 'Nach-Recovery'-Befehl wird nicht ausgeführt, wenn die Wiederherstellung einen Neustart benötigt bzw. ausführt. So spezifizieren Sie Vor-/Nach-Befehle 1. Sie aktivieren Vor-/Nach-Befehle mit Hilfe der folgenden Optionen: Vor Recovery ausführen Nach Recovery ausführen 2. Wählen Sie aus den nachfolgenden Varianten: Klicken Sie auf Bearbeiten, um einen neuen Befehl oder eine Stapelverarbeitungsdatei zu spezifizieren. Wählen Sie einen existierenden Befehl oder eine Stapelverarbeitungsdatei aus der Dropdown-Liste. 3. Klicken Sie auf OK. 187 Copyright Acronis International GmbH,

188 Befehl vor Recovery So spezifizieren Sie einen Befehl bzw. eine Stapelverarbeitungsdatei, die vor dem Start der Wiederherstellung ausgeführt wird 1. Tragen Sie im Eingabefeld Befehl einen Befehl ein oder suchen Sie eine vorbereitete Stapelverarbeitungsdatei. Das Programm unterstützt keine interaktiven Befehle, d.h. Befehle, die eine Reaktion des Benutzers erfordern (wie z.b. pause ). 2. Spezifizieren Sie im Eingabefeld Arbeitsverzeichnis einen Pfad zu einem Verzeichnis, in dem der Befehl bzw. die Stapelverarbeitungsdatei durchgeführt werden. 3. Tragen Sie Argumente für die Befehlsausführung in das Feld Argumente ein, wenn das erforderlich ist. 4. Wählen Sie in der unteren Tabelle die passenden Optionen, abhängig vom Ergebnis, das Sie erreichen wollen. 5. Klicken Sie auf Befehl testen, um zu prüfen, ob der Befehl korrekt funktioniert. Kontrollkästchen Auswahl Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt* Keine Wiederherstellung bis die Befehlsausführung abgeschlossen ist Ausgewählt Deaktiviert Ausgewählt Deaktiviert Ausgewählt Ausgewählt Deaktiviert Deaktiviert Ergebnis Voreinstellung Recovery nur durchführen, nachdem der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde. Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt. Recovery nach Befehlsausführung fortsetzen, unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg der Ausführung. Nicht verfügbar Recovery gleichzeitig mit Befehlsausführung durchführen, unabhängig vom Ergebnis der Befehlssausführung. * Ein Befehl wird als 'fehlgeschlagen' betrachtet, wenn sein Exit-Code ungleich Null ist Befehl nach Recovery So spezifizieren Sie einen Befehl bzw. eine Stapelverarbeitungsdatei, die ausgeführt wird, wenn die Wiederherstellung vollständig ist 1. Tragen Sie im Eingabefeld Befehl ein Kommando ein oder suchen Sie eine vorbereitete Stapelverarbeitungsdatei. 2. Spezifizieren Sie im Eingabeld Arbeitsverzeichnis einen Pfad zu einem Verzeichnis, in dem der Befehl bzw. die Stapelverarbeitungsdatei durchgeführt werden. 3. Tragen Sie, sofern erforderlich, in das Feld Argumente entsprechende Parameter für die Befehlsausführung ein. 4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Task scheitern lassen, wenn die Befehlsausführung fehlschlägt, sofern eine erfolgreiche Ausführung des Befehls wichtig für Sie ist. Der Befehl wird 188 Copyright Acronis International GmbH,

189 als 'fehlgeschlagen' betrachtet, wenn sein Exit-Code ungleich Null ist. Falls die Befehlsausführung fehlschlägt, wird das auch das Ergebnis der Task-Aktion auf 'fehlgeschlagen' gesetzt. Wenn das Kontrollkästchen nicht ausgewählt ist, dann hat das Ergebnis der Befehlsausführung keinen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg des Tasks. Sie können das Ergebnis der Befehlsausführung durch Einsicht in die Anzeige Log verfolgen. 5. Klicken Sie auf Befehl testen, um zu prüfen, ob der Befehl korrekt funktioniert. Ein 'Nach-Recovery'-Befehl wird nicht ausgeführt, wenn die Wiederherstellung einen Neustart benötigt bzw. ausführt Recovery-Priorität Diese Option ist für Windows und Linux-Betriebssysteme wirksam. Diese Option ist nicht verfügbar beim Arbeiten nach dem Start vom Boot-Medium. Die Priorität eines jeden Prozesses, der in einem System läuft, hängt vom Grad der CPU-Benutzung und der Systemressourcen ab, die dem Prozess zugeordnet werden. Das Herabsetzen der Recovery-Priorität wird mehr Ressourcen für andere Anwendungen freisetzen. Das Heraufsetzen der Recovery-Priorität kann den Wiederherstellungsprozess beschleunigen, indem z.b. CPU-Ressourcen von anderen gleichzeitig laufenden Prozessen abgezogen werden. Der Effekt ist aber abhängig von der totalen CPU-Auslastung und anderen Faktoren wie der Schreibgeschwindigkeit der Festplatte oder dem Datenverkehr im Netzwerk. Voreinstellung ist: Normal. So spezifizieren Sie die Priorität des Recovery-Prozesses Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Niedrig minimiert die durch den Recovery-Prozess verwendeten Ressourcen und belässt mehr Ressourcen für andere Prozesse, die auf der Maschine laufen. Normal führt den Recovery-Prozess mit normaler Geschwindigkeit aus und teilt die verfügbaren Ressourcen mit anderen Prozessen. Hoch maximiert die Geschwindigkeit des Recovery-Prozesses und zieht Ressourcen von anderen Prozessen ab. 189 Copyright Acronis International GmbH,

190 6 Konvertierung zu einer virtuellen Maschine Acronis Backup & Recovery 11.5 ermöglicht mehrere Möglichkeiten, ein Laufwerk-Backup in eine virtuelle Maschine zu konvertieren. Dieser Abschnitt soll Ihnen helfen, die Methode zu finden, die Ihren Bedürfnissen am besten entspricht und stellt Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Konvertierung bereit. 6.1 Konvertierungsmethoden Sie können, abhängig von Ihren Anforderungen, zwischen folgenden Konvertierungsmethoden wählen: a) Die Konvertierung zum Teil eines Backup-Plans machen Zeitpunkt der Verwendung. Falls Sie möchten, dass das Backup und die Konvertierung nach Planung ausgeführt werden. Das hilft Ihnen, einen auf Standby stehenden virtuellen Server aufrechtzuerhalten, falls Ihr physikalischer Server ausfällt. Falls Sie die resultierenden Einstellungen der virtuellen Maschine nicht anpassen müssen. Art der Durchführung. Aktivieren Sie bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58) die Funktion zur Konvertierung eines Backups zu einer virtuellen Maschine (S. 192). b) Wiederherstellung der gesicherten Laufwerke oder Volumes mit dem Ziel 'Neue virtuelle Maschine' Zeitpunkt der Verwendung. Falls Sie die Konvertierung bei Bedarf einmalig oder gelegentlich durchführen wollen. Falls Sie eine verlustfreie Migration von 'Physikalisch zu virtuell' durchführen wollen. Booten Sie in diesem Fall die ursprüngliche Maschine mit einem bootfähigen Medium, erstellen Sie ein Backup der Maschine im Offline-Stadium und stellen Sie die Maschine dann direkt aus dem resultierenden Backup wieder her. Falls Sie die resultierenden Einstellungen der virtuellen Maschine anpassen müssen. Sie können Laufwerke hinzufügen oder entfernen, den Provisioning-Modus für Laufwerke wählen, die Größe und den Speicherort von Volumes auf den Laufwerken ändern und mehr. Art der Durchführung. Folgen Sie den im Abschnitt 'Wiederherstellung mit dem Ziel 'Neue virtuelle Maschine' (S. 196)' beschriebenen Schritten. c) Wiederherstellung der gesicherten Laufwerke oder Volumes unter Verwendung eines bootfähigen Mediums zu einer manuell erstellten virtuellen Maschine Zeitpunkt der Verwendung. Falls Sie eine Maschine direkt auf einem Virtualisierungsserver erstellen wollen, statt sie zu importieren. Tipp: Mit dem Agenten für ESX(i) oder dem Agenten für Hyper-V kann eine virtuelle Maschine direkt auf einem entsprechenden Virtualisierungsserver mit den Methoden (a) und (b) erstellt werden. Falls Sie dynamische Volumes auf einer Windows-Maschine neu erstellen müssen. Falls Sie logische Volumes oder ein Software-RAID auf einer Linux-Maschine neu erstellen müssen. Art der Durchführung. Folgen Sie den im Abschnitt 'Wiederherstellung zu einer manuell erstellten virtuellen Maschine (S. 199)' beschriebenen Schritten. 190 Copyright Acronis International GmbH,

191 6.2 Konvertierung zu einer automatisch erstellten virtuellen Maschine Dieser Abschnitt beschreibt die Konvertierungsmethoden (S. 190), mit denen Acronis Backup & Recovery 11.5 eine neue virtuelle Maschine automatisch erstellt: Während einer Konvertierung, die Teil eines Backup-Plans ist (S. 192), erstellt die Software die virtuelle Maschine zusätzlich zur Erstellung des Backups. Die virtuelle Maschine hat dieselbe Konfiguration wie die ursprüngliche Maschine. Während einer Wiederherstellung mit dem Ziel 'Neue virtuelle Maschine' (S. 196) erstellt die Software die virtuelle Maschine von einem Backup, welches bereits vorliegt. Sie können die Konfiguration der virtuellen Maschine ändern. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann, abhängig von dem die Konvertierung durchführenden Agenten, eine virtuelle Maschine mit jedem der folgenden Formate erstellen: Agent für Windows, Agent für Linux VMware Workstation Microsoft Virtual PC (einschließlich Windows Virtual PC) Citrix XenServer OVA (nur während einer Wiederherstellung zum Ziel 'Neue virtuelle Maschine') Kernel-based Virtual Machine Red Hat Enterprise Virtualization (RAW-Format) Agent für ESX(i) VMware ESX(i) Agent für Hyper-V Microsoft Hyper-V Überlegungen vor der Konvertierung Konvertieren einer UEFI-basierten Maschine Virtuellen Maschinen, die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwenden, werden derzeit nur in VMware ESXi 5 unterstützt. Falls es sich bei der als Ziel dienenden Virtualisierungsplattform um ESXi 5 handeln, dann erstellt Acronis Backup & Recovery 11.5 eine UEFI-basierte Maschine. Anderenfalls wird die resultierende Maschine die BIOS-Boot-Firmware verwenden. Acronis Backup & Recovery 11.5 passt den Windows-Boot-Modus an die BIOS-Boot-Firmware an und stellt so sicher, dass Windows bootfähig bleibt. Bei Linux-Betriebssystemen wird eine Änderung des Boot-Modus von UEFI zu BIOS nicht unterstützt. Stellen Sie bei Konvertierung einer unter Linux laufenden, UEFI-basierten Maschine sicher, dass diese GRUB Version 1 verwendet und dass die Zielvirtualisierungsplattform ESXi 5 ist. Weitere Details finden Sie im Abschnitt 'Unterstützung für UEFI-basierte Maschinen (S. 53)'. Logische und dynamische Volumes Die resultierende Maschine wird Basis-Volumes haben, selbst wenn im Backup eine logische Linux-Volume-Struktur vorliegt. Dasselbe gilt für dynamische, unter Windows verwendete Volumes. Falls Sie auf der Maschine logische oder dynamische Volumes neu erstellen wollen, dann führen Sie die Konvertierung so durch, wie im Abschnitt 'Wiederherstellung zu einer manuell erstellten virtuellen Maschine (S. 199)' beschrieben. 191 Copyright Acronis International GmbH,

192 Reaktivierung eines benutzerdefinierten Loaders (Custom Loader) Die Laufwerksschnittstellen können während der Konvertierung geändert werden, etwa als Ergebnis der Migration zu einer anderen Plattform oder wegen manueller Anpassung. Die Software stellt die Systemlaufwerkschnittstelle so ein, dass sie der Standardschnittstelle der neuen Plattform entspricht. Für VMWare ist die Standardschnittstelle SCSI, für andere unterstützte Plattformen ist sie IDE. Wenn sich die Schnittstelle des Systemlaufwerks ändert, dann ändert sich auch der Name des Boot-Gerätes; der Bootloader verwendet jedoch weiterhin den alten Namen. Eine Konvertierung von logischen Volumes zu solchen vom Typ 'Basis' kann außerdem bewirken, dass das System nicht mehr booten kann. Falls die Maschine einen benutzerdefinierten Boot-Loader (Custom Loader) verwendet, müssen Sie diesen daher evtl. so konfigurieren, dass er auf die neuen Geräte verweist und den Loader reaktivieren. Eine Konfiguration von GRUB ist normalerweise nicht notwendig, weil Acronis Backup & Recovery 11.5 dies automatisch durchführt. Sollte es doch notwendig sein, dann verwenden Sie die im Abschnitt 'So reaktivieren Sie GRUB und ändern seine Konfiguration (S. 177)' beschriebene Prozedur. Weitere Überlegungen zur Konvertierung von physikalischen zu virtuellen Maschinen finden Sie im Dokument 'Backups von virtuellen Maschinen' Regelmäßige Konvertierung zu einer virtuellen Maschine einrichten Sie können bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58) einstellen, dass Laufwerk- oder Volume-Backups regelmäßig zu einer virtuellen Maschine konvertiert werden. Durch Einrichten einer regelmäßigen Konvertierung erhalten Sie eine Kopie Ihres Servers oder Ihrer Workstation in Form einer virtuellen Maschine, die sofort einsatzbereit ist, falls die ursprüngliche Maschine ausfallen sollte. Einschränkungen Eine Backup-Konvertierung ist von folgenden Speicherorten aus nicht verfügbar: CDs, DVDs, Blu-Ray-Discs, Bandgeräte und der Acronis Online Backup Storage. Die Konvertierung zu einer virtuellen Maschine vom Typ 'Citrix XenServer' ist als Bestandteil eines Backup-Plans nicht verfügbar. Verwenden Sie als Alternative die Methoden (b) und (c), wie im Abschnitt 'Konvertierungsmethoden (S. 190)' beschrieben. Microsoft Virtual PC unterstützt keine virtuellen Laufwerke, die größer als 127 GB sind. Während der Konvertierung zu einer Virtual PC-Maschine wird die Größe eines jeden Laufwerks, welches 127 GB überschreitet, auf diesen Wert verkleinert. Sollte die Größenanpassung des Laufwerks nicht möglich sein, schlägt die Konvertierung fehl. Sollten Sie größere virtuelle Laufwerke benötigen, um diese an eine Hyper-V-Maschine anzubinden, dann verwenden Sie die unter 'Konvertierungsmethoden (S. 190)' beschriebenen Methoden (b) und (c) Konvertierungseinstellungen Die Informationen in diesem Abschnitt sollen Ihnen helfen, die passenden Konvertierungseinstellungen vorzunehmen. Die Einstellungen werden im Bereich Zu virtueller Maschine konvertieren der Seite Backup-Plan erstellen spezifiziert. 192 Copyright Acronis International GmbH,

193 Zu virtueller Maschine konvertieren Konvertierungsquelle Falls Sie Backups zu anderen Speicherorten kopieren oder verschieben (S. 104), dann wählen Sie den Speicherort, von dem das Backup genommen werden soll. Konvertierungsspeicherorte, die nicht verfügbar (S. 192) sind (wie der Acronis Online Backup Storage) werden nicht aufgelistet. Standardmäßig werden Konvertierungen vom primären Speicherort aus durchgeführt. Konvertierungszeitpunkt Spezifizieren Sie, abhängig vom gewählten Backup-Schema, ob jedes vollständige, inkrementelle oder differentielle Backup konvertiert werden soll oder das jeweils letzte nach Planung erstellte Backup. Spezifizieren Sie bei Bedarf die Konvertierungsplanung (S. 193). Ziel-Host... (S. 194) Bestimmen Sie den Typ und Speicherort der resultierenden virtuellen Maschine. Die verfügbaren Optionen hängen von dem Agenten ab, der die Konvertierung durchführt. Das kann der Agent sein, der (standardmäßig) das Backup durchführt oder ein Agent, der auf einer anderen Maschine installiert ist. Im letzteren Fall muss das Archiv an einem gemeinsam nutzbaren Ort gespeichert werden, z.b. einem Netzwerkordner oder einem verwalteten Depot, damit die andere Maschine auf das Archiv zugreifen kann. Klicken Sie zur Spezifikation eines anderen Agenten auf Ändern und wählen Sie eine Maschine, auf der ein Agent für ESX(i), ein Agent für Hyper-V, ein Agent für Windows oder ein Agent für Linux installiert ist. Storage Wählen Sie den Storage auf dem Virtualisierungsserver oder den Ordner, wo die Dateien der virtuellen Maschine gespeichert werden sollen. Resultierende VMs Spezifizieren Sie den Namen der virtuellen Maschine. Die vorgegebene Bezeichnung ist Backup_von_[Maschinenname]. Sie können dem Namen weitere Variablen hinzufügen. Folgende Vorlagen werden unterstützt: [Plan-Name] [Maschinenname] [Virtueller Host-Name] [Name der virtuellen Maschine] [Virtualisierungsservertyp] Ordner auf dem VMware vcenter Wenn der Management Server mit dem vcenter Server integriert ist, erscheinen die resultierenden Maschinen im Ordner Acronis Backups auf dem vcenter. Sie können einen Unterordner für die Maschinen spezifizieren, die aus der Ausführung des Plans resultieren Eine Konvertierungsplanung einrichten Ein bei Ausführung eines Backup-Plans erstelltes Laufwerk-Backup (S. 489) kann sofort oder per Planung zu einer virtuellen Maschine konvertiert werden oder durch eine Kombination beider Methoden. Der Konvertierungstask wird auf der zu sichernden Maschine erstellt und verwendet die Zeiteinstellungen der Maschine. Falls der Agent, der die Maschine sichert, außerhalb von dieser installiert ist (ist der Fall, wenn virtuelle ESX(i)- oder Hyper-V-Maschinen auf Hypervisor-Ebene gesichert werden), dann wird der Task auf der Maschine erstellt, auf der sich der Agent befindet. 193 Copyright Acronis International GmbH,

194 Die virtuelle Zielmaschine muss zum Zeitpunkt der Konvertierung heruntergefahren sein, sonst schlägt der Konvertierungstask fehl. Sollte das passieren, dann können Sie den Konvertierungstask manuell neu starten, nachdem die betreffende Maschine ausgeschaltet wurde. Änderungen, die an der Maschine durchgeführt wurden, während sie eingeschaltet war, werden überschrieben Eine Maschine zur Durchführung von Konvertierungen wählen Berücksichtigen Sie folgende Überlegungen. Welcher Agent ist auf der Maschine installiert? Typ und Speicherort der resultierenden virtuellen Maschine hängen von dem Agenten ab, der auf der gewählten Maschine vorliegt. Der Agent für ESX(i) ist auf der Maschine installiert Falls der Agent mehr als einen ESX(i)-Host verwaltet, dann können Sie den Host wählen, auf dem die virtuelle Maschine erstellt wird. Im Schritt Storage können Sie den Speicherort/-Typ wählen, wo die virtuelle Maschine erstellt wird. Als Ergebnis eines Backups erstellte virtuelle Maschinen können einem Backup-Plan nicht hinzugefügt werden. Sie erscheinen auf dem Management Server als 'nicht verwaltbar' oder erscheinen überhaupt nicht (falls keine Integration mit dem vcenter-server aktiviert ist). Der Agent für Hyper-V ist auf der Maschine installiert Sie können eine virtuelle Maschine nur auf dem Hyper-V-Server erstellen. Im Schritt Storage können Sie den Pfad zur virtuellen Maschine wählen. Infolge eines Backups auf dem Server erstellte virtuelle Maschinen erscheinen nicht auf dem Management Server, weil solche Maschinen nicht dazu gedacht sind, per Backup gesichert zu werden. Der Agent für Windows oder der Agent für Linux sind auf der Maschine installiert Sie können den Typ der virtuellen Maschine wählen: VMware Workstation, Microsoft Virtual PC, Red Hat Kernel-based Virtual Machine (KVM) oder Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV). Im Schritt Storage können Sie den Pfad zur virtuellen Maschine wählen. Wie ist die Rechenleistung der Maschine? Die Konvertierung belastet die CPU-Ressourcen der gewählten Maschine. Mehrere Konvertierungstasks werden auf dieser Maschine über eine Warteschlange abgearbeitet, deren vollständige Abarbeitung eine beträchtliche Zeit benötigen kann. Sie sollten dies berücksichtigen, wenn Sie einen zentralen Backup-Plan mit Konvertierung mehrerer Maschinen erstellen oder wenn Sie mehrere lokale Backup-Pläne erstellen, die dieselbe Maschine zur Konvertierung verwenden. Welcher Storage wird für die virtuellen Maschinen verwendet? Netzwerkauslastung Im Gegensatz zu üblichen Backups (tib-dateien) werden die 'Virtuellen Maschinen'-Dateien unkomprimiert durch das Netzwerk übertragen. Aus Sicht der Netzwerkauslastung ist es daher am besten, ein SAN oder einen lokalen Storage für die Maschine zu verwenden, die die Konvertierung ausführt. Sie können jedoch kein lokales Laufwerk wählen, wenn die Konvertierung von derselben Maschine durchgeführt wird, die auch gesichert wird. Die Verwendung eines NAS macht ebenfalls Sinn. 194 Copyright Acronis International GmbH,

195 Speicherplatz Bei VMware, Hyper-V und Virtual PC werden die Laufwerke der resultierenden virtuellen Maschine so viel Speicherplatz wie die ursprünglichen Daten belegen. Bei einer angenommenen ursprünglichen Laufwerksgröße von 100 GB, von denen 10 GB mit Daten belegt sind, ergibt sich ein entsprechendes virtuelles Laufwerk von ebenfalls ca. 10 GB. VMware nennt dieses Format 'Thin Provisioning', Microsoft verwendet den Begriff 'Laufwerk mit dynamischer Erweiterung' (Dynamically Expanding Disk). Da der Speicherplatz nicht vorab zugeordnet wird, wird für den physikalischen Storage angenommen, dass er noch genügend freien Speicherplatz hat, damit die virtuellen Laufwerke auch noch an Größe zunehmen können. Bei KVM oder RHEV werden die Laufwerke der resultierenden virtuellen Maschine das Raw-Format haben. Das bedeutet, dass die virtuelle Laufwerksgröße immer gleich zur ursprünglichen Laufwerkskapazität ist. Angenommen, die ursprüngliche Laufwerksgröße beträgt 100 GB, dann wird das korrespondierende virtuelle Laufwerk 100 GB belegen, selbst wenn das Laufwerk nur Daten von 10 GB speichert Wie die 'regelmäßige Konvertierung zu VM' arbeitet Wie die wiederholte Konvertierung arbeitet, hängt davon ab, wo nach Ihrer Wahl die virtuelle Maschine erstellt werden soll. Bei Auswahl, dass die virtuelle Maschine als ein Satz von Dateien gespeichert werden soll: Erstellt jede Konvertierung die virtuelle Maschine von Grund aus neu. Bei Auswahl, dass die virtuelle Maschine auf einem Virtualisierungsserver erstellt werden soll: Aktualisiert die Software eine existierende virtuelle Maschine statt sie neu zu erstellen, wenn ein inkrementelles oder differentielles Backup konvertiert wird. Eine solche Konvertierung ist normalerweise schneller. Sie geht sparsamer mit Netzwerkverkehr und CPU-Ressourcen des Hosts um, der die Konvertierung durchführt. Falls eine virtuelle Maschine nicht aktualisiert werden kann, erstellt die Software auch diese von Grund auf neu. Nachfolgend finden Sie eine genauere Beschreibung beider Fälle. Bei Auswahl, dass die virtuelle Maschine als ein Satz von Dateien gespeichert werden soll Als Folge der ersten Konvertierung wird eine neue virtuelle Maschine erstellt. Jede nachfolgende Konvertierung wird diese Maschine jeweils ganz neu erstellen. Zuerst wird die alte Maschine temporär umbenannt. Dann wird eine neue virtuelle Maschine erstellt, die den vorherigen Namen der alten Maschine hat. Sobald diese Aktion erfolgreich abgeschlossen wurde, wird die alte Maschine gelöscht. Wenn die Aktion fehlschlägt, wird die neue Maschine gelöscht und die alte Maschine erhält ihren früheren Namen zurück. Auf diese Art schließt die Konvertierung immer mit einer einzelnen Maschine ab. Jedoch wird während der Konvertierung zusätzlicher Speicherplatz benötigt, um die alte Maschine aufzunehmen. Bei Auswahl, dass die virtuelle Maschine auf einem Virtualisierungsserver erstellt werden soll Die erste Konvertierung erstellt eine ganz neue virtuelle Maschine. Jede nachfolgende Konvertierung arbeitet folgendermaßen: Falls es seit der letzten Konvertierung ein Voll-Backup gegeben hat, wird die virtuelle Maschine ganz neu erstellt (wie zuvor in diesem Abschnitt beschrieben). Anderenfalls wird die existierende virtuelle Maschine so aktualisiert, dass sie die Änderungen seit der letzten Konvertierung widerspiegelt. Wenn eine Aktualisierung (Update) nicht möglich ist 195 Copyright Acronis International GmbH,

196 (beispielsweise, weil Sie die zwischenzeitlichen Snapshots gelöscht haben, siehe nachfolgend), wird die virtuelle Maschine ganz neu erstellt. Zwischenzeitliche Snapshots Um die virtuelle Maschine aktualisieren zu können, speichert die Software einige zwischenzeitliche Snapshots von ihr. Sie werden Backup und Replica genannt und sollten behalten werden. Nicht mehr benötigte Snapshots werden automatisch gelöscht. Der jüngste Replikat -Snapshot korrespondiert mit dem Ergebnis der letzten Konvertierung. Sie können zu diesem Snapshot zurückgehen, falls Sie die Maschine auf dieses Stadium zurücksetzen wollen beispielsweise, weil Sie mit der Maschine gearbeitet haben und nun durchgeführte Änderungen verwerfen wollen. Andere Snapshots sind nur zur internen Verwendung durch die Software Wiederherstellung mit dem Ziel 'Neue virtuelle Maschine' Statt eine tib-datei einfach nur zu einer virtuellen Laufwerksdatei zu konvertieren (was zusätzliche Aktionen für die Verfügbarkeit des virtuellen Laufwerks erforderlich machen würde), führt Acronis Backup & Recovery 11.5 die Konvertierung so aus, dass das betreffende Laufwerk-Backup in Form einer neuen, vollständig konfigurierten und betriebsbereiten virtuellen Maschine wiederhergestellt wird. Sie können bei der Vorbereitung der Recovery-Aktion die Konfiguration der virtuellen Maschine an Ihre speziellen Anforderungen anpassen. Sie können mit dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Windows oder dem Agenten für Linux eine neue virtuelle Maschine in einem lokalen Ordner oder Netzwerkordner erstellen. Sie können die Maschine unter Verwendung der entsprechenden Virtualisierungssoftware starten oder die Dateien der Maschine für eine zukünftige Verwendung vorbereiten. Die folgende Tabelle fasst die verfügbaren virtuellen Maschinen-Formate und möglichen Aktionen zusammen, um die Maschine einem Virtualisierungsserver hinzuzufügen. VM-Format Weitere Aktion und zu verwendendes Tool Zielvirtualisierungsplattform VMware Workstation Exportieren mit VMware Workstation; oder Konvertieren zu OVF mit dem VMware OVF-Toool > Deployment des OVF-Templates mit dem vsphere Client ESX(i) Microsoft Virtual PC* Die VHD-Datei einer Hyper-V-Maschine hinzufügen Hyper-V Citrix XenServer OVA Importieren mit dem Citrix XenCenter XenServer Kernel-based Virtual Machine (Raw-Format) Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) (Raw-Format) Verschieben der virtuellen Maschinen-Dateien zu einer unter Linux laufenden Maschine und Ausführung der virtuellen Maschine mit dem Virtual Machine Manager Importieren mit dem RHEV-Manager *Microsoft Virtual PC unterstützt keine Laufwerke, die größer als 127 GB sind. Acronis ermöglicht Ihnen, eine Virtual PC-Maschine mit größeren Laufwerken zu erstellen, so dass Sie die Laufwerke an eine virtuelle Microsoft Hyper-V-Maschine anbinden können. Sie können mit dem Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Hyper-V oder Agenten für ESX(i) eine neue virtuelle Maschine direkt auf dem entsprechenden Virtualisierungsserver erstellen. - RHEV 196 Copyright Acronis International GmbH,

197 Auszuführende Schritte So führen Sie eine Wiederherstellung zu einer neuen virtuellen Maschine durch 1. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server, mit einer Maschine, auf der ein Agent installiert ist oder mit einer Maschine, die mit einem bootfähigen Medium gestartet wurde. 2. Klicken Sie auf Recovery, um die Seite Daten wiederherstellen (S. 146) zu öffnen. 3. Klicken Sie auf Daten wählen (S. 147). Verwenden Sie die Registerlasche Datenanzeige oder Archiv-Anzeige, um die Laufwerke bzw. Volumes für die Konvertierung auszuwählen. 4. Wählen Sie unter Recovery nach das Element Neue virtuelle Maschine. 5. Klicken Sie auf Durchsuchen. Wählen Sie im Fenster VM/VS-Auswahl (S. 197) den resultierenden Typ der virtuellen Maschine oder den Virtualisierungsserver, auf dem die Maschine erstellt werden soll. 6. [Optional] Sie können bei Storage sehen oder wählen, wo die virtuelle Maschine erstellt wird. 7. [Optional] Sie können bei Einstellungen der virtuellen Maschine (S. 198) den Namen der neuen virtuellen Maschine, den 'Provisioning'-Laufwerksmodus, die Speicherzuteilung sowie andere Einstellungen ändern. Maschinen, die denselben Typ und denselben Namen haben, können nicht im selben Ordner erstellt werden. Wenn Sie eine Fehlermeldung erhalten, die durch identische Namen hervorgerufen wurde, dann ändern Sie entweder den VM-Namen oder den Pfad. 8. Das Ziellaufwerk für jedes der Quelllaufwerke bzw. Quell-Volumes und MBRs wird automatisch ausgewählt. Sie können die Ziellaufwerke bei Bedarf ändern. Unter Microsoft Virtual PC, wo sich der Loader des Betriebssystems auf Laufwerk 1 befindet, müssen Sie unbedingt dieses Laufwerk oder Volume wiederherstellen. Anderenfalls wird das Betriebssystem nicht booten. Das kann durch Ändern der Reihenfolge der Boot-Geräte im BIOS nicht repariert werden, weil Virtual PC diese Einstellungen ignoriert. 9. Geben Sie unter Recovery-Zeitpunkt an, wann der Recovery-Task beginnen soll. 10. [Optional] Überprüfen Sie bei Task die Recovery-Optionen und ändern Sie die Standardeinstellungen gegebenenfalls ab. Sie können bei Recovery-Optionen > VM-Energieverwaltung spezifizieren, ob die neue virtuelle Maschine automatisch gestartet werden soll, nachdem die Wiederherstellung abgeschlossen wurde. Diese Option ist nur verfügbar, wenn die neue Maschine auf einem Virtualisierungsserver erstellt wird. 11. Klicken Sie auf OK. Wenn der Recovery-Task für einen späteren Zeitpunkt geplant ist, geben Sie die Anmeldedaten an, unter denen der Task ausgeführt wird. Sie können in der Ansicht Backup-Pläne und Tasks das Stadium und den Fortschritt des Recovery-Tasks überprüfen Typ der virtuellen Maschine / Wahl des Virtualisierungsservers Wählen Sie den resultierenden Typ der virtuellen Maschine oder den Virtualisierungsserver, auf dem die Maschine erstellt wird. Die verfügbaren Optionen hängen von dem (den) Agent(en) ab, der (die) auf der Maschine installiert ist (sind), mit der die Konsole verbunden ist. Wenn die Konsole mit dem Management Server verbunden ist, können Sie jede registrierte Maschine wählen, die in der Lage ist, die erforderliche Aktion durchzuführen. So bestimmen Sie den Virtualisierungsserver, auf dem die virtuelle Maschine erstellt wird 1. Wählen Sie die Option Eine neue virtuelle Maschine auf dem Server erstellen. 197 Copyright Acronis International GmbH,

198 2. Wählen Sie im linken Teil des Fensters den Virtualisierungsserver. Verwenden Sie den rechten Fensterbereich, um Details über den gewählten Server einzusehen. [Nur, wenn die Konsole mit dem Management Server verbunden ist] Falls mehrere Agenten den ausgewählten ESX(i)-Host verwalten, können Sie den Agenten auswählen, der die Wiederherstellung durchführen soll. Wählen Sie zur Erreichung einer besseren Performance einen Agenten für ESX(i) (Virtuelle Appliance), der sich auf dem ESX(i) befindet. Falls kein Agent den ESX(i) verwaltet und die Funktion Automatisches Deployment aktiviert ist, dann wird der Agent für ESX(i) (Virtuelle Appliance) sofort bereitgestellt, nachdem Sie auf OK geklickt haben. Die Wiederherstellung wird von diesem Agenten durchgeführt. Er wird eine Lizenz in Anspruch nehmen. 3. Klicken Sie auf OK, um zur Seite Daten wiederherstellen zurückzukehren. So wählen Sie den Typ der virtuellen Maschine 1. Wählen Sie die Option Die virtuelle Maschine als eine Zusammenstellung von Dateien speichern. 2. Wählen Sie im linken Teil des Fensters den Typ der virtuellen Maschine. Verwenden Sie den rechten Fensterbereich, um Details über den gewählten Typ der virtuellen Maschine einzusehen. [Nur, wenn die Konsole mit dem Management Server verbunden ist] Sie können die Maschine wählen, die die Wiederherstellung durchführen wird. Das kann jede registrierte Maschine sein, auf welcher der Agent für Windows oder der Agent für Linux installiert ist. 3. Klicken Sie auf OK, um zur Seite Daten wiederherstellen zurückzukehren Einstellungen der virtuellen Maschine Sie können die nachfolgenden Einstellungen der virtuellen Maschinen konfigurieren. Laufwerke Anfangseinstellung: Die Zahl und Größe der Laufwerke der Quellmaschine. Die Anzahl der Laufwerke ist üblicherweise gleich zu denen der Quellmaschine. Sie kann jedoch abweichen, wenn die Software weitere Laufwerke hinzufügen muss, um die Volumes der Quellmaschine aufzunehmen, weil das Virtualisierungsprodukt hier Limitierungen setzt. Sie können der Maschinen-Konfiguration weitere virtuelle Laufwerke hinzufügen oder in manchen Fällen das vorgeschlagene Laufwerk löschen. Sie können beim Hinzufügen eines neuen virtuellen Laufwerkes zusammen mit seiner Schnittstelle und Kapazität auch das Format spezifizieren. Format 'Thin' (Schlank). Das Laufwerk belegt so viel Speicherplatz, wie es der Größe der gespeicherten Daten entspricht. Dadurch wird Speicherplatz gespart. Aktivieren Sie zur Nutzung dieses Formates das Kontrollkästchen Thin Provisioning (für ESX) oder Laufwerk mit dynamischer Erweiterung (für Hyper-V). Format 'Thick'. Das Laufwerk belegt den gesamten bereitgestellten Speicherplatz. Dies verbessert die Performance der virtuellen Maschine. Deaktivieren Sie zur Nutzung des Formates 'Thick' das Kontrollkästchen Thin Provisioning (für ESX) oder Laufwerk mit dynamischer Erweiterung (für Hyper-V). Wenn eine physikalische Maschine gesichert wurde, ist die Standardeinstellung das Format 'Thick'. Bei Wiederherstellung des Backups einer virtuellen Maschine versucht die Software, das Laufwerksformat der ursprünglichen Maschine zu reproduzieren. Falls dies nicht möglich ist, wird das Format 'Thick' verwendet. 198 Copyright Acronis International GmbH,

199 Die Implementierung von Xen-Maschinen basiert auf Microsoft Virtual PC und hat daher dieselben Einschränkungen: bis zu 3 IDE-Laufwerke und 1 Prozessor. SCSI-Laufwerke werden nicht unterstützt. Arbeitsspeicher Anfangseinstellung: Es ist die Standardeinstellung des Virtualisierungsservers, sofern nicht im Backup enthalten. Dies ist die Menge des Hauptspeichers, der der neuen virtuellen Maschine zugeteilt wird. Der einstellbare Bereich für die Speicherzuteilung hängt von der Hardware des Hosts ab, dessen Betriebssystem und den Einstellungen des Virtualisierungsprodukts. Sie können beispielsweise festlegen, dass die virtuellen Maschinen nicht mehr als 30% des Arbeitsspeichers verwenden dürfen. Name Anfangseinstellung: falls nicht im Backup enthalten, Neue virtuelle Maschine. Geben Sie den Namen für die neue virtuelle Maschine ein. Wurde das Backup durch den Agenten für ESX(i) oder den Agenten für Hyper-V erstellt, dann übernimmt die Software den Namen aus der im Backup enthaltenen virtuellen Maschinen-Konfiguration. Prozessoren Anfangseinstellung: Es ist die Standardeinstellung des Servers, sofern nicht im Backup enthalten, oder falls die gesicherten Einstellungen vom Virtualisierungsserver nicht unterstützt werden. Es handelt sich um die Zahl der Prozessoren für die neue virtuelle Maschine. In den meisten Fällen ist sie auf einen Prozessor eingestellt. Wird der Maschine mehr als ein Prozessor zugewiesen, so kann das Ergebnis nicht garantiert werden. Die Zahl virtueller Prozessoren kann durch die CPU-Konfiguration des Hosts, das Virtualisierungsprodukt und das Betriebssystems des Gastes limitiert werden. Üblicherweise stehen mehrere virtuelle Prozessoren auf Hosts zur Verfügung, die selbst mehrere Prozessoren haben. Eine Multi-Core-Host-CPU oder Hyper-Threading kann mehrfache virtuelle Prozessoren auch auf einem Single-Prozessor-Host ermöglichen. 6.3 Wiederherstellung zu einer manuell erstellten virtuellen Maschine Dieser Abschnitt beschreibt die Konvertierungsmethode (S. 190), bei der Sie selbst eine virtuelle Maschine erstellen und eine Wiederherstellung zu ihr so durchführen, als ob es sich um eine physikalische Maschine handelt. Um diese Methode verwenden zu können, benötigen Sie eine Lizenz für die Funktionalität 'Acronis Universal Restore (S. 164)' Überlegungen vor der Konvertierung Konvertieren einer UEFI-basierten Maschine Sollte die ursprüngliche Maschine UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) zum Booten verwenden, dann sollten Sie erwägen, eine virtuelle Maschine zu erstellen, die ebenfalls UEFI-basiert ist. Sollte Ihr Virtualisierungsprodukt kein UEFI unterstützen, dann können Sie eine BIOS-basierte Maschine erstellen, sofern die ursprüngliche Maschine unter Windows lief. Acronis Backup & 199 Copyright Acronis International GmbH,

200 Recovery 11.5 passt den Windows-Boot-Modus an die BIOS-Boot-Firmware an und stellt so sicher, dass Windows bootfähig bleibt. Bei Linux-Betriebssystemen wird eine Änderung des Boot-Modus von UEFI zu BIOS nicht unterstützt. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann eine unter Linux laufende, UEFI-basierte Maschine nur dann konvertieren, wenn die Maschine GRUB in Version 1 verwendet und die Zielmaschine ebenfalls UEFI-basiert ist. Weitere Details finden Sie unter 'Unterstützung für UEFI-basierte Maschinen (S. 53)'. Wahl der Laufwerksschnittstelle Möglicherweise möchten Sie beim Erstellen der virtuellen Maschine, dass deren Laufwerke eine andere Schnittstelle verwenden als die in der ursprünglichen Maschine. Sie möchten beispielsweise alle Laufwerksschnittstellen von IDE zu SCSI ändern, wenn Sie eine Maschine zu ESX(i) migrieren, weil SCSI die Standardlaufwerksschnittstelle bei ESX(i) ist und eine bessere Performance bietet. Sie müssen die Laufwerksschnittstelle des Systems von SCSI zu IDE ändern, wenn Sie eine Maschine zu Hyper-V migrieren, weil Hyper-V das Booten von SCSI-Laufwerken nicht unterstützt. Falls die ursprüngliche Maschine einen selbsterstellten Boot-Loader verwendet, dann stellen Sie das Systemlaufwerk zu einem Laufwerk mit derselben Schnittstelle wieder her oder konfigurieren Sie den Bootloader manuell. Hintergrund ist, dass bei Änderung der Schnittstelle des Systemlaufwerks sich auch der Name des Boot-Gerätes ändert; der Bootloader verwendet jedoch weiterhin den alten Namen. Eine Konfiguration von GRUB ist normalerweise nicht notwendig, weil Acronis Backup & Recovery 11.5 dies automatisch durchführt Auszuführende Schritte So führen Sie eine Wiederherstellung zu einer manuell erstellten virtuellen Maschine durch 1. [Bei Wiederherstellung von Windows] Bereiten Sie die Windows-Treiber vor (S. 166), die zu der als Ziel dienenden Virtualisierungsplattform passen. Bei unter Linux laufenden Maschinen sind die benötigten Treiber normalerweise bereits im Betriebssystem vorhanden. 2. Erstellen Sie ein bootfähiges Medium (S. 285) mit der Universal Restore-Funktionalität, indem Sie den Acronis Bootable Media Builders verwenden. 3. Erstellen Sie eine virtuelle Maschine, indem Sie die systemeigenen Tools Ihres Virtualisierungsproduktes verwenden. 4. Booten Sie die virtuelle Maschine mit dem bootfähigen Medium. 5. [Bei Wiederherstellung von Windows] Sollten Sie dynamische Volumes benötigen, dann erstellen Sie mithilfe der Funktionen zur Laufwerksverwaltung (S. 311) eine Volume-Gruppe. 6. Wählen Sie die Befehle Aktionen > Recovery. Bei Konfiguration einer Wiederherstellung: Aktivieren Sie Universal Restore für Linux oder Universal Restore für Windows. Stellen Sie im letzteren Fall die Treiber bereit, die Sie vorbereitet haben. [Bei Wiederherstellung von Windows] Falls Sie logische Volumes benötigen, dann klicken Sie bei Konfiguration der Wiederherstellung auf RAID/LVM anwenden. Die LVM-Struktur wird während der Wiederherstellung automatisch neu erstellt (S. 49). 7. Konfigurieren Sie andere Recovery-Einstellungen und führen Sie eine Wiederherstellung genauso wie auf eine physikalische Maschine aus. 200 Copyright Acronis International GmbH,

201 7 Speicherung der gesicherten Daten 7.1 Depots Ein Depot ist ein Ort zum Speichern von Backup-Archiven. Zur leichteren Nutzung und Administration ist ein Depot mit den Metadaten der Archive assoziiert. Auf diese Metadaten Bezug zu nehmen, macht Aktionen mit im Depot gespeicherten Archiven und Backups schneller und bequemer. Ein Depot kann auf einem lokalen Laufwerk, auf einem Netzlaufwerk, auf einem Wechselmedium oder einem Bandgerät organisiert werden. Es gibt keine Limits für die Größe eines Depots oder die Zahl der Backups in einem Depot. Sie können die Größe jedes Archivs durch Bereinigung begrenzen. Die Gesamtgröße aller Archive, die in einem Depot gespeichert werden können, wird jedoch nur von dessen Speichergröße begrenzt. Warum sollten Sie ein Depot erstellen? Es wird empfohlen, dass Sie ein Depot an jedem Zielort erstellen, wo Sie Backup-Archive speichern werden. Das erleichtert Ihre Arbeit auf folgende Weise. Schneller Zugriff auf ein Depot Sie müssen sich niemals Pfade zu Ordnern merken, in denen die Archive gespeichert werden. Beim Erstellen eines Backup-Plans oder eines Tasks, der die Wahl eines Archivs bzw. eines Archiv-Zielortes benötigt, ist die Depot-Liste zum schnellen Zugriff verfügbar, damit Sie den Verzeichnisbaum nicht durchsuchen müssen. Leichte Verwaltung der Archive Sie können auf ein Depot aus dem Fensterbereich Navigation zugreifen. Wenn Sie ein Depot ausgewählt haben, können Sie die dort gespeicherten Archive durchsuchen und mit ihnen folgende Verwaltungsaktionen durchführen: Eine Liste der in jedem Archiv enthaltenen Backups abfragen Daten aus einem Backup wiederherstellen Den Inhalt eines Backups untersuchen Alle oder bestimmte Archive bzw. Backups in dem Depot validieren Ein Volume-Backup mounten, um Dateien aus dem Backup auf ein physikalisches Laufwerk zu kopieren Archive bzw. Backups aus Archiven sicher löschen. Die Erstellung von Depots ist zwar sehr empfehlenswert, aber nicht obligatorisch. Sie können auf die Verwendung von Verknüpfungen verzichten und stattdessen immer den Pfad zum Speicherort angeben. Die Erstellung eines Depots führt schließlich dazu, dass sein Name zum Abschnitt Depots im Fensterbereich Navigation hinzugefügt wird. Zentrale und persönliche Depots Ein zentrales Depot ist ein im Netzwerk liegender Speicherort, der vom Administrator des Management Servers zugeteilt wird, um als Speicherplatz für die Backup-Archive zu dienen. Ein 201 Copyright Acronis International GmbH,

202 zentrales Depot kann von einem Storage Node verwaltet werden (verwaltetes Depot) oder es wird nicht verwaltet. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 'Zentrale Depots (S. 203)'. Ein Depot wird als persönlich bezeichnet, wenn es durch direkte Verbindung der Konsole zu einer verwalteten Maschine erstellt wurde. Persönliche Depots sind spezifisch für jede verwaltete Maschine. Ansicht 'Depots' Depots (im Fensterbereich 'Navigation') oberstes Element des Verzeichnisbaums 'Depots'. Klicken Sie auf dieses Element, um die zentralen und persönlichen Depots angezeigt zu bekommen. Verwenden Sie die im oberen Bereich der Ansicht Depots liegende Symbolleiste, um Aktionen auf ein Depot anzuwenden. Zu zentralen Depots siehe den Abschnitt 'Aktionen für zentrale Depots (S. 204)'. Zu persönlichen Depots siehe den Abschnitt 'Aktionen für persönliche Depots (S. 214)'. Zentrale Depots. Diese Depots sind verfügbar, wenn die Konsole mit einer verwalteten Maschine oder mit dem Management Server verbunden ist. Persönliche Depots. Diese Depots sind verfügbar, wenn die Konsole mit einer verwalteten Maschine verbunden ist. Klicken Sie auf ein Depot im Depot-Verzeichnisbaum, um eine Detailansicht dieses Depots (S. 202) zu öffnen und führen Sie dann Aktionen mit den dort gespeicherten Archiven (S. 280) und Backups (S. 280) aus Mit Depots arbeiten Dieser Abschnitt beschreibt kurz die Hauptelemente der Benutzeroberfläche für ein ausgewähltes Depot und macht Vorschläge, wie Sie damit arbeiten können. Informationen über ein Depot ermitteln Die Informationen über ein bestimmtes Depot befinden sich im oberen Fensterbereich eines angewählten Depots. Durch Verwendung der gestapelten Symbolleiste können Sie die Auslastung des Depots abschätzen. Die Auslastung des Depots entspricht dem Verhältnis von freiem und belegtem Speicherplatz im Depot (nicht verfügbar, falls sich das Depot auf einer Bandbibliothek befindet). Der freie Speicherplatz entspricht dem Speicherplatz des Speichergeräts, auf dem sich das Depot befindet. Wenn das Depot beispielsweise auf einem Festplattenlaufwerk liegt, dann entspricht der freie Speicherplatz des Depots dem freien Platz dieses entsprechenden Volumes. Der belegter Speicherplatz entspricht der Gesamtgröße aller Backup-Archive und ihrer Metadaten, sofern in dem Depot vorliegend. Sie können außerdem die Gesamtzahl aller in diesem Depot gespeicherter Archive und Backups erhalten sowie den vollständigen Pfad zum Depot. Nur bei verwalteten Depots können Sie den Namen des Storage Nodes ermitteln, der das Depot verwaltet sowie die Stadien zur Verschlüsselung und Deduplizierung (S. 259). Durchsuchen des Depot-Inhalts und Datenauswahl Sie können zum Durchsuchen des Depot-Inhalts sowie zur Auswahl von Daten für eine Wiederherstellung die Registerlaschen Datenanzeige oder Archiv-Anzeige verwenden. Datenanzeige Die Registerlasche Datenanzeige ermöglicht Ihnen, die Backup-Daten nach Versionen zu durchsuchen und auszuwählen (nach Datum und Zeitpunkt der Backup-Erstellung). Die 202 Copyright Acronis International GmbH,

203 Registerlasche Datenanzeige teilt sich die Funktionalität zur Suche und Katalogisierung mit dem Datenkatalog (S. 150). Archiv-Anzeige In der Registerlasche Archiv-Anzeige werden die gesicherten Daten nach Archiven angezeigt. Verwenden Sie die Archiv-Anzeige, um Aktionen mit im Depot gespeicherten Archiven und Backups durchzuführen. Zu weiteren Informationen über diese Aktionen siehe folgende Abschnitte: 'Aktionen mit im Depot gespeicherten Archiven (S. 280)'. 'Aktionen mit Backups (S. 280)'. 'Tabellenelemente sortieren, filtern und konfigurieren (S. 29)'. Welche Bedeutung hat das Symbol? Beim Durchsuchen von Archiven in der Registerkarte Archiv-Anzeige fällt Ihnen möglicherweise ein Backup mit dem Symbol auf. Dieses Symbol bedeutet, dass das Backup zum Löschen gekennzeichnet ist, aber aus einem der nachfolgenden Gründe nicht sofort gelöscht werden kann. Andere Backups hängen von diesem ab; eine Konsolidierung ist jedoch nicht möglich oder wurde durch die Aufbewahrungsregeln deaktiviert. Das Backup ist auf einem Band gespeichert. Sie können keine Aktionen mit solchen Backups durchführen, die zum Löschen gekennzeichnet sind. Sie verschwinden aus der Archiv-Anzeige, nachdem Sie physikalisch gelöscht wurden. Dazu kommt es, wenn auch alle abhängigen Backups gelöscht wurden, das Band überschrieben wurde oder nach der nächsten Bereinigung, nachdem Sie in den Aufbewahrungsregeln die Konsolidierung aktiviert haben Zentrale Depots Ein zentrales Depot ist ein im Netzwerk liegender Speicherort, der vom Administrator des Management Servers zugeteilt wird, um als Speicherplatz für die Backup-Archive zu dienen. Ein zentrales Depot kann von einem Storage Node verwaltet werden oder es ist nicht verwaltet. Die Zahl und die Größe der Archive, die in einem zentralen Depot gespeichert werden können, werden nur von der Speichergröße begrenzt. Sobald der Administrator ein zentrales Depot erstellt, werden dessen Name und der Pfad zum Depot an alle auf dem Server registrierten Maschinen verteilt. Die Verknüpfung zum Depot erscheint auf den Maschinen in der Gruppe Depots. Jeder Backup-Plan, der auf den Maschinen existiert, einschließlich lokaler Pläne, kann das zentrale Depot benutzen. Die folgende Tabelle erläutert den Unterschied zwischen verwalteten und nicht verwalteten Depots im Detail. Funktionalität Verwaltete Depots Nicht verwaltete Depots Erfordert die Installation des Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Nodes Im Depot gespeicherte Daten sind im zentralen Datenkatalog (S. 150) enthalten Ja Ja Nein Nein 203 Copyright Acronis International GmbH,

204 Dedizierte Benutzerkonten, um auf ein Depot zuzugreifen (Depot-Administratoren (S. 209) und Depot-Benutzer (S. 210)) Ja Nein Datendeduplizierung (S. 259) Ja Nein Verschlüsselung des Depots (S. 208) Ja Nein Archiv-Bereinigung, Replikation und Validierung per Backup-Plan werden durchgeführt von... Unterstützte Storage-Typen:...dem Storage Node (S. 247) (Replikationen zum Online Backup Storage ausgenommen, werden vom Agenten durchgeführt). Acronis Online Backup Storage Nein Ja Bandgerät Ja (keine Deduplizierung oder Depot-Verschlüsselung) Freigegebenes Netzlaufwerk Ja Ja SAN, NAS Ja Ja FTP/SFTP-Server Nein Ja...dem Agenten. Nein Aktionen für zentrale Depots Zugriff auf Aktionen 1. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server. 2. Klicken Sie im Fensterbereich Navigation auf Depots > Zentral. Alle hier beschriebenen Aktionen werden durch Klicken auf die korrespondierenden Schaltflächen in der Depot-Symbolleiste ausgeführt. Sie können auf diese Aktionen auch über das Hauptmenüelement [Depot-Name] Aktionen zugreifen. Nachfolgend finden Sie eine Anleitung zur Durchführung von Aktionen mit zentralen Depots. Aufgabe Ein verwaltetes oder nicht verwaltetes Depot erstellen Lösung 1. Klicken Sie auf Erstellen. 2. Bestimmen Sie im Feld Typ die gewünschte Variante des Depots: Verwaltet oder Nicht verwaltet. Die Prozedur zur Erstellung zentraler Depots wird ausführlich in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben: Ein zentrales, verwaltetes Depot erstellen (S. 206) ein zentrales, nicht verwaltetes Depot erstellen (S. 210) Ein verwaltetes oder nicht verwaltetes Depot bearbeiten 1. Wählen Sie das Depot. 2. Klicken Sie auf Bearbeiten. Abhängig vom gewählten Depot (verwaltet oder nicht verwaltet) öffnet sich eine entsprechende Seite zur Bearbeitung: Auf der Seite Verwaltetes Depot bearbeiten können Sie den Depot-Namen, Benutzerkonten sowie die Informationen im Feld Kommentare ändern. Auf der Seite Nicht verwaltetes Depot bearbeiten können Sie den Depotnamen sowie die Informationen im Feld Kommentare bearbeiten. 204 Copyright Acronis International GmbH,

205 Aufgabe Lösung Ein verwaltetes Depot trennen 1. Wählen Sie das Depot. 2. Klicken Sie auf Trennen. Durch das Trennen eines Depots wird auch die Zuordnung zwischen dem Depot und dem Storage Node entfernt und dieses Depot aus der Benutzeroberfläche gelöscht. Nichtsdestotrotz verbleiben alle im Depot gespeicherten Archive davon unberührt. Pläne und Tasks, die dieses Depot verwenden, werden als Resultat der Aktion fehlschlagen. Sie können dieses getrennte Depot aber später immer noch wieder an denselben oder einen anderen Storage Node anbinden. Anmerkungen Bandbasierte Depots können nicht getrennt werden. Um ein Depot von einem nicht verfügbaren Storage Node zu trennen, entfernen Sie den Storage Node (S. 250) vom Management Server. Das zuvor getrennte, verwaltete Depot anschließen Ein Depot validieren Einen nicht verwalteten Depot-Ordner öffnen Ein Depot löschen Benutzer-Anmeldedaten für den Zugriff auf ein Depot ändern. Informationen eines Depots aktualisieren Klicken Sie auf Anschließen. Die Prozedur zum Anschließen eines verwalteten Depots an einen Storage Node wird ausführlich im Abschnitt Ein verwaltetes Depot anschließen (S. 211) beschrieben. Hinweis. Bandbasierte Depots können nicht angeschlossen werden. 1. Wählen Sie das Depot. 2. Klicken Sie auf Validieren. Sie gelangen zur Seite Validierung (S. 266) mit dem bereits als Quelle vorausgewählten Depot. Die Validierung des Depots überprüft alle in diesem Depot enthaltenen Archive. 1. Wählen Sie das nicht verwaltete Depot. 2. Klicken Sie auf Durchsuchen. Das Depot ist danach zur Untersuchung mit dem Standard-Datei-Manager verfügbar. 1. Wählen Sie das Depot. 2. Klicken Sie auf Löschen. Das Depot wird zusammen mit allen in diesem gespeicherten Archiven gelöscht. Pläne und Tasks, die dieses Depot verwenden, werden als Resultat der Aktion fehlschlagen. Klicken Sie auf Benutzer ändern. Eine Änderung der Anmeldedaten ist nur für solche Depots verfügbar, die auf einem gemeinsam benutzten Speicherort liegen. Klicken Sie auf Aktualisieren. Während Sie den Inhalt eines Depots einsehen, können Archive dem Depot hinzugefügt, aus diesem gelöscht oder modifiziert werden. Klicken Sie auf Aktualisieren, damit die neuesten Veränderungen für die Depot-Informationen berücksichtigt werden. 205 Copyright Acronis International GmbH,

206 Ein zentrales, verwaltetes Depot erstellen So erstellen Sie ein zentrales, verwaltetes Depot Depot Name Geben Sie dem Depot einen eindeutigen Namen. Eine Erstellung von zwei zentralen Depots mit gleichem Namen ist nicht gestattet. Kommentare [Optional] Vergeben Sie für das zu erstellende Depot eine charakteristische Beschreibung. Typ Wählen Sie den Typ Verwaltet. Storage Node Bestimmen Sie den Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node, der das Depot verwalten wird. Deduplizierung [Optional] Bestimmen Sie, ob eine Archiv-Deduplizierung für das Depot aktiviert werden soll. Eine Deduplizierung reduziert den von Archiven belegten Speicherplatz und die Datenübertragungsmenge für Backups. Sie reduziert die Größe der im Depot liegenden Archive, indem redundante Daten (wie doppelte Dateien und Festplatten-Datenblöcke) eliminiert werden. Auf Bandgeräten ist keine Deduplizierung möglich. Deduplizierung ist nicht möglich, falls der Storage Node unter einem 32-Bit-Betriebssystem installiert ist. Um mehr darüber zu erfahren, wie Deduplizierung funktioniert, siehe den Abschnitt Deduplizierung (S. 259). Verschlüsselung (S. 208) [Optional] Bestimmen Sie, ob das Depot per Verschlüsselung geschützt werden soll. Alle zum Depot geschriebenen Daten werden verschlüsselt und alle von ihm gelesenen werden durch den Storage Node wieder transparent entschlüsselt (unter Verwendung eines Depot-spezifischen, auf dem Storage Node hinterlegten Kodierungsschlüssels). Ein auf einem Bandgerät befindliches Depot kann nicht per Verschlüsselung geschützt werden. Pfad (S. 208) Spezifizieren Sie, wo das Depot erstellt wird. Verwaltete Depots können auf einer Netzwerkfreigabe, einem SAN, NAS, Bandgerät oder auf einer für den Storage Node lokalen Festplatte liegen. Deduplizierungsdatenbank zusammen mit den Backups unterbringen (nur verfügbar, wenn die Funktion Deduplizierung aktiviert ist) Die Deduplizierungsdatenbank sichert die Hash-Werte aller im Depot gespeicherten Elemente mit Ausnahme solcher, die nicht dedupliziert werden können (wie etwa verschlüsselte Dateien). Das Depot wird auf einem für den Storage Node lokalen Laufwerk erstellt, die Deduplizierungsdatenbank wird im selben Depot platziert (das Kontrollkästchen Deduplizierungsdatenbank zusammen mit Backups unterbringen ist aktiviert). 206 Copyright Acronis International GmbH,

207 Falls das Depot auf einer Netzwerkfreigabe erstellt wird, ist das Kontrollkästchen Deduplizierungsdatenbank zusammen mit Backups unterbringen deaktiviert folglich müssen Sie den Pfad zur Deduplizierungsdatenbank manuell spezifizieren. Die gemeinsame Speicherung von Deduplizierungsdatenbank und Backups kann zu einer gewissen Herabsetzung der System-Performance führen. Zur Verbesserung der System-Performance empfehlen wir, die Deduplizierungsdatenbank und das verwaltete Depot auf unterschiedlichen Laufwerken zu erstellen. Deduplizierungsdatenbank (S. 208) (nur verfügbar, falls die Deduplizierung aktiviert ist). Spezifizieren Sie einen Ordner auf den lokalen Laufwerken des Storage Nodes oder SAN, um dort die Deduplizierungsdatenbank zu erstellen. Laufwerke [Optional] Falls das Depot auf einem Bandgerät erstellt wird, dann spezifizieren Sie auch das/die Bandgerät(e), welche(s) bei Backups zu dem Depot verwendet werden soll. Standardmäßig werden alle verfügbaren Laufwerke verwendet. Klicken Sie auf den nach unten zeigenden Pfeil und (de)aktivieren Sie die erforderlichen Kontrollkästchen. Band-Pool: [Optional] Falls das Depot auf einem Bandgerät erstellt wird, dann spezifizieren Sie auch den Pool, dessen Bänder vom Depot verwendet werden sollen. Standardmäßig ist der Pool Acronis vorausgewählt. Katalogdatenbank [Optional] Spezifizieren Sie, wo die Datenbank des Datenkatalogs gespeichert werden soll. Abwärtskompatibilität Klicken Sie auf Abwärtskompatibilität anzeigen, um auf diese Option zugreifen zu können. [Optional] Wählen Sie, ob das Depot abwärtskompatibel mit den Acronis Backup & Recovery 10 Agenten gemacht werden soll. Was Sie über abwärtskompatible Depots wissen müssen: - Ein auf einem Bandgerät befindliches Depot kann nicht abwärtskompatibel sein. Die Agenten von Acronis Backup & Recovery 11 und Acronis Backup & Recovery 11.5 können Backups zu einem Depot durchführen, unabhängig von dessen Abwärtskompatibilitätseigenschaft. Sie können für ein abwärtskompatibles Depot keine Depot-Administratoren und Depot-Benutzer spezifizieren. - Wenn die Konsole mit einem Acronis Backup & Recovery 10 Agenten verbunden ist, dann wird die Registerkarte Datenanzeige für ein Depot nicht angezeigt. - Backups, die von Acronis Backup & Recovery 11 und Acronis Backup & Recovery 11.5 erstellt wurden, werden automatisch katalogisiert. Um auch Backups, die von Acronis Backup & Recovery 10 erstellt wurden, in den Datenkatalog aufzunehmen, klicken Sie in der Registerkarte Datenanzeige des Depots auf den Link Katalog jetzt aktualisieren. Beachten Sie, dass die Katalogisierung eine zeit- und ressourcenintensive Prozedur ist. Komprimierung [Optional] Bestimmen Sie, ob die Deduplizierungsdatenspeicher komprimiert werden sollen. Diese Einstellung ist nur verfügbar, falls die Abwärtskompatibilität eingeschaltet und die Deduplizierungsfunktion aktiviert ist. Benutzerkonten Depot-Administratoren (S. 209) 207 Copyright Acronis International GmbH,

208 Fügen Sie Gruppen oder Benutzerkonten hinzu, die Administratorrechte auf diesem Depot haben sollen. Depot-Administratoren können alle im Depot gespeicherten Archive einsehen und verwalten. Zudem werden alle Acronis Centralized Admins und Mitglieder der Gruppe 'Administratoren' des Storage Nodes standardmäßig als Depot-Administratoren betrachtet. Depot-Benutzer (S. 210) Fügen Sie Gruppen oder Benutzerkonten hinzu, die Benutzerrechte auf diesem Depot haben sollen. Depot-Benutzer können nur ihre eigenen, im Depot gespeicherten Archive einsehen und verwalten. Standardmäßig wird die Gruppe 'Jeder' des Storage Nodes den Depot-Benutzern hinzugefügt. Nachdem Sie alle notwendigen Schritte durchgeführt haben, klicken Sie auf OK, um die Erstellung des verwalteten Depots auszuführen. Pfad zum Depot So spezifizieren Sie den Pfad, wo das verwaltete Depot erstellt wird 1. Tragen Sie den vollständigen Pfad zum Verzeichnis in das Feld Pfad ein oder wählen Sie den gewünschten Ordner im Verzeichnisbaum. Verwaltete Depots können organisiert werden: Auf für den Storage Node lokal verfügbaren Festplatten. Auf einer Netzwerkfreigabe. Auf einem Storage Area Network (SAN). Auf einem Network Attached Storage-Gerät (NAS). Auf einer Bandbibliothek, die lokal mit dem Storage Node verbunden ist. Um am gewählten Speicherort für das Depot einen neuen Ordner zu erstellen, klicken Sie auf Ordner erstellen. 2. Klicken Sie auf OK. Ein Depot kann nur in einem leeren Ordner angelegt werden. Es wird nicht empfohlen, ein selbst deduplizierendes verwaltetes Depot auf einem FAT32-Volume zu erstellen. Ein solches Depot könnte alle deduplizierten Elemente möglicherweise in zu große Dateien speichern. Weil die maximale Dateigröße in den FAT-Dateisystemen auf 4 GB begrenzt ist, könnte der Storage Node aufhören zu arbeiten, wenn diese Grenze erreicht ist. Pfad zur Deduplizierungsdatenbank So spezifizieren Sie den Pfad, wo die Deduplizierungsdatenbank erstellt wird 1. Wählen Sie aus den Lokalen Ordnern des Storage Nodes das gewünschte Verzeichnis aus oder geben Sie seinen vollständigen Pfad in das Feld Pfad ein. Um für die Datenbank einen neuen Ordner zu erstellen, klicken Sie auf Ordner erstellen. Wir empfehlen dringend, dass Sie den Empfehlungen folgen, die im Bereich 'Ein Laufwerk für eine Deduplizierungsdatenbank wählen' des Abschnitts 'Optimale Vorgehensweisen bei der Deduplizierung (S. 263)' gegeben werden. 2. Klicken Sie auf OK. Verschlüsselung des Depots Wenn Sie ein Depot durch Verschlüsselung schützen, werden alle zu diesem Depot geschriebenen Daten verschlüsselt und alle von ihm gelesenen durch den Storage Node wieder transparent entschlüsselt (unter Verwendung eines Depot-spezifischen, auf dem Storage Node hinterlegten Kodierungsschlüssels). Falls das Speichermedium gestohlen wird oder eine unbefugte Person darauf 208 Copyright Acronis International GmbH,

209 zugreift, wird der Übeltäter den Inhalt des Depots ohne Zugriff auf den Storage Node nicht entschlüsseln können. Diese Verschlüsselung hat nichts mit der Verschlüsselung von Archiven zu tun, wie sie über einen Backup-Plan spezifiziert und durch einen Agenten ausgeführt wird. Sollte ein Archiv bereits verschlüsselt sein, dann wird die Verschlüsselung aufseiten des Storage Nodes noch einmal über die durch den Agenten ausgeführte gelegt. So schützen Sie ein Depot per Verschlüsselung 1. Wählen Sie einen der folgenden Verschlüsselungsalgorithmen aus der Dropdown-Liste: AES 128 die Depot-Inhalte werden mit dem Advanced Encryption Standard-Verfahren (AES) und einer Tiefe von 128-Bit verschlüsselt. AES 192 der Depot-Inhalt wird mit dem Advanced Standard Encryption-Verfahren (AES) und einer Tiefe von 192-Bit verschlüsselt. AES 256 der Depot-Inhalt wird mit dem Advanced Standard Encryption-Verfahren (AES) und einer Tiefe von 256-Bit verschlüsselt. 2. Spezifizieren Sie im Feld Kennwort eingeben ein Wort, welches zum Erzeugen des Kodierungsschlüssels verwendet wird. Details: Das Kennwort unterscheidet Groß-/Kleinschreibung. Das Kennwort wird nur bei Anschluss des Depots an einen anderen Storage Node abgefragt. 3. Geben Sie im Feld Bestätigen das eben eingegebene Kennwort erneut ein. 4. Klicken Sie auf OK. Der kryptografische AES-Algorithmus arbeitet im 'Cipher Block Chaining Mode' (CBC) und verwendet einen zufällig erstellten Schlüssel mit einer benutzerdefinierten Größe von 128, 192 oder 256 Bit. Je größer die Schlüsselgröße, desto länger wird das Programm für die Verschlüsselung der im Depot gespeicherten Archive benötigen, aber desto sicherer sind auch die Daten. Der Kodierungsschlüssel ist dann mit AES-256 verschlüsselt, wobei ein SHA-256-Hash-Wert des gewählten Kennworts als Schlüssel dient. Das Kennwort selbst wird nirgendwo auf dem Laufwerk gespeichert, es wird nur der Kennwort-Hash-Wert für Bestätigungszwecke verwendet. Mit dieser zweistufigen Methode sind die Archive vor jedem unberechtigten Zugriff geschützt, aber ein verlorenes Kennwort kann unmöglich wiederhergestellt werden. Depot-Administratoren Depot-Administratoren können Backups zu diesem Depot erstellen sowie jedes auf dem Depot gespeicherte Archiv einsehen und verwalten. Standardmäßig wird die Gruppe 'Administratoren' des Storage Nodes den 'Depot-Administratoren' hinzugefügt. So fügen Sie eine Gruppe oder Benutzerkonten hinzu 1. Geben Sie die Namen der Gruppen oder Benutzer in die jeweiligen Felder nach folgenden Mustern ein: Anzeigename (Beispiel: Vorname Nachname). Benutzername (Beispiel: Benutzer1). (Beispiel: Domainname\Objektname (Beispiel: Domain1\Benutzer1). 2. Klicken Sie auf Namen überprüfen, sobald Sie diese eingegeben haben. Klicken Sie auf OK, wenn der Namen gefunden wurde (die Schaltfläche OK ist solange deaktiviert, bis der Name gefunden wurde). 209 Copyright Acronis International GmbH,

210 Löschen Sie den Namen und geben Sie einen neuen ein, wenn kein entsprechendes Objekt gefunden wurde. Sollten mehrere Objekte für den eingegebenen Namen gefunden werden, dann wählen Sie eines davon aus und klicken anschließend auf OK oder Sie klicken auf Abbrechen und spezifizieren einen anderen Namen. Die Software versucht zuerst, die eingegebenen Namen in der Liste der lokalen Benutzer und Gruppen auf der Maschine zu finden, auf der der Storage Node installiert ist. Wurde nichts gefunden, dann überprüft die Software die Domain-Benutzer und Gruppen. Sie werden aufgefordert, die Anmeldedaten des Domain-Kontos zu spezifizieren, wenn Sie einen Benutzer- oder Gruppennamen eingeben, der nicht durch Verwendung Ihres Domain-Kontos überprüft werden kann. Beispielsweise, wenn Sie mit einem anderen Domain-Konto angemeldet sind als dem von Ihnen zur Überprüfung angegebenen Domain-Namen. Depot-Benutzer Depot-Benutzer können nur ihre eigenen, im Depot gespeicherten Archive einsehen und verwalten. Ein Depot-Benutzer, der auf einer Maschine Mitglied der Gruppe 'Administratoren' ist, kann zusätzlich jedes Archiv einsehen und verwalten, das von dieser Maschine in einem verwalteten Depot erstellt wurde. Standardmäßig wird die Gruppe 'Jeder' des Storage Nodes den 'Depot-Benutzern' hinzugefügt. So fügen Sie eine Gruppe oder Benutzerkonten hinzu 1. Geben Sie die Namen der Gruppen oder Benutzer in die jeweiligen Felder nach folgenden Mustern ein: Anzeigename (Beispiel: Vorname Nachname). Benutzername (Beispiel: Benutzer1). (Beispiel: Domainname\Objektname (Beispiel: Domain1\Benutzer1). 2. Klicken Sie auf Namen überprüfen, sobald Sie diese eingegeben haben. Klicken Sie auf OK, wenn der Namen gefunden wurde (die Schaltfläche OK ist solange deaktiviert, bis der Name gefunden wurde). Löschen Sie den Namen und geben Sie einen neuen ein, wenn kein entsprechendes Objekt gefunden wurde. Sollten mehrere Objekte für den eingegebenen Namen gefunden werden, dann wählen Sie eines davon aus und klicken anschließend auf OK oder Sie klicken auf Abbrechen und spezifizieren einen anderen Namen. Die Software versucht zuerst, die eingegebenen Namen in der Liste der lokalen Benutzer und Gruppen auf der Maschine zu finden, auf der der Storage Node installiert ist. Wurde nichts gefunden, dann überprüft die Software die Domain-Benutzer und Gruppen. Sie werden aufgefordert, die Anmeldedaten des Domain-Kontos zu spezifizieren, wenn Sie einen Benutzer- oder Gruppennamen eingeben, der nicht durch Verwendung Ihres Domain-Kontos überprüft werden kann. Beispielsweise, wenn Sie mit einem anderen Domain-Konto angemeldet sind als dem von Ihnen zur Überprüfung angegebenen Domain-Namen. Ein zentrales, nicht verwaltetes Depot erstellen Anders als bei zentral verwalteten Depots werden die Daten von unverwalteten Depots nicht in den zentralen Datenkatalog (S. 150) aufgenommen. Sie können jedoch bei jedem Depot die Registerkarte Datenanzeige verwenden, um dessen Daten zu durchsuchen. 210 Copyright Acronis International GmbH,

211 So erstellen Sie ein zentrales, nicht verwaltetes Depot Depot Name Geben Sie dem Depot einen eindeutigen Namen. Eine Erstellung von zwei zentralen Depots mit gleichem Namen wird nicht gestattet. Kommentare Vergeben Sie für das zu erstellende Depot eine charakteristische Beschreibung. Typ Wählen Sie den Typ Nicht verwaltet. Pfad (S. 211) Spezifizieren Sie, wo das Depot erstellt wird. Nachdem Sie alle notwendigen Schritte durchgeführt haben, klicken Sie auf OK, um die Erstellung des nicht verwalteten, zentralen Depots auszuführen. Pfad zum Depot So spezifizieren Sie den Pfad, wo das nicht verwaltete Depot erstellt wird 1. Geben Sie den vollständigen Pfad zum Verzeichnis in das Feld 'Pfad' ein, oder wählen Sie den gewünschten Ordner aus dem Verzeichnisbaum. Nicht verwaltete Depots können organisiert werden: Acronis Online Backup Storage auf einer Netzwerkfreigabe auf einem Storage Area Network (SAN) auf einem Network Attached Storage-Gerät (NAS) auf FTP- und SFTP-Servern. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden. Um für das Depot einen neuen Ordner zu erstellen, klicken Sie auf Ein Depot kann nur in einem leeren Ordner angelegt werden. 'Ordner erstellen'. 2. Klicken Sie auf OK. Ein verwaltetes Depot anschließen Ein Depot, das von einem Storage Node verwaltet wird, kann von diesem getrennt (S. 204) und an einen anderen angeschlossen werden. Als Folge stoppt der alte Storage Node die Verwaltung des Depots, während der neue mit der Verwaltung des Depots beginnt. Das kann notwendig werden, wenn Sie Storage Node-Hardware ausrangieren, der Storage Node verloren ging oder Sie einen Storage Node neu installieren. Falls der alte Storage Node nicht mehr verfügbar ist, dann entfernen Sie diesen (S. 250) vom Management Server, bevor Sie die Depots des alten an einen neuen Storage Node anschließen. Hinweis: Persönliche, zentrale nicht verwaltete und bandbasierte Depots können nicht angeschlossen werden. 211 Copyright Acronis International GmbH,

212 Vor dem Anschluss einer Katalogdatenbank Empfehlen wir, dass Sie die Katalogdatenbank des Depots vom alten Storage Node zu dem neuen verschieben. Anderenfalls müssen Sie das Depot erneut katalogisieren, was eine längere Zeit dauern kann. Die Depot-Katalogdatenbank ist eine Zusammenstellung von Dateien, die sich in einem Ordner befinden, dessen Namen der GUID des Depots entspricht. Ändern Sie den Ordnernamen nicht, wenn Sie ihn verschieben. Um die GUID eine korrekt angeschlossenen Depots zu ermitteln, suchen Sie im Depot-Ordner nach einer Datei mit dem Namen <Depot-GUID>_L.FDB. Der Standardspeicherort der Katalogdatenbanken auf einem Storage Node ist wie folgt: In Windows XP und Server 2003: %ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Acronis\BackupAndRecovery\ASN\Catalog. In Windows Vista und späteren Versionen von Windows: %PROGRAMDATA%\Acronis\BackupAndRecovery\ASN\Catalog. Deduplizierungsdatenbank Bei einem deduplizierenden Depot empfehlen wir, dass Sie die Deduplizierungsdatenbank von dem alten zum neuen Storage Node verschieben. Anderenfalls wird die Software die Deduplizierungsdatenbank automatisch neu erstellen, was eine längere Zeit dauern kann. Weitere Informationen über den empfohlenen Speicherort für die Deduplizierungsdatenbank finden Sie im Abschnitt 'Optimale Vorgehensweisen bei der Deduplizierung (S. 263)'. Die Deduplizierungsdatenbank besteht aus mehreren Dateien mit der Bezeichnung <Depot-GUID>_u.*. Um die GUID eine korrekt angeschlossenen Depots zu ermitteln, suchen Sie im Depot-Ordner nach einer Datei mit dem Namen <Depot-GUID>_L.FDB. Depot-Datenbank Die Depot-Datenbank enthält die Metadaten aller im Depot gespeicherter Archive. Normalerweise wird bei Trennung eines Depots vom Storage Node die Depot-Datenbank von ihrem Standardspeicherort zu dem Depot verschoben, das gerade getrennt wird. Die Software sucht beim Anschließen des Depots nach der Datenbank im Depot. Falls die Depot-Datenbank gefunden wurde, wird diese zu dem Standardspeicherort auf demjenigen Storage Node verschoben, an den das Depot angeschlossen wird. Falls die Datenbank nicht im Depot gefunden wird, werden Sie aufgefordert, den Pfad zu dieser Datenbank manuell zu spezifizieren. Der Standardspeicherort einer Depot-Datenbank auf einem Storage Node ist wie folgt: In Windows XP und Server 2003: %ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Acronis\BackupAndRecovery\ASN\VaultMetadataDatabases. In Windows Vista und späteren Versionen von Windows: %PROGRAMDATA%\Acronis\BackupAndRecovery\ASN\VaultMetadataDatabases. So schließen Sie ein verwaltetes Depot an einen Storage Node an Depot Storage Node Wählen Sie den Storage Node, der das Depot verwalten soll. Pfad 212 Copyright Acronis International GmbH,

213 Spezifizieren Sie den Pfad zu dem getrennten Depot. Depot-Datenbank Spezifizieren Sie, wo sich die Depot-Datenbank befindet. Dieser Abschnitt erscheint nur, wenn der Storage Node die Datenbank innerhalb des Depots nicht finden kann. Falls die Datenbank in dem von Ihnen spezifizierten Ordner gefunden wurde, wird sie zu dem Standardspeicherort auf demjenigen Storage Node verschoben, an den das Depot angeschlossen wird. Anderenfalls wird der Storage Node die Metadaten abrufen und die Datenbank in dem zuvor erwähnten Standardspeicherort neu erstellen. Deduplizierungsdatenbank Spezifizieren Sie den Ordner, in dem sich die Deduplizierungsdatenbank des Depots befindet. Sollte die Datenbank in dem von Ihnen spezifizierten Ordner nicht gefunden werden, dann wird sie dort neu erstellt. Der Datenbankpfad wird automatisch eingegeben, falls die Datenbank im Depot-Ordner gespeichert ist. Katalogdatenbank Spezifizieren Sie den Ordner, wo sich die Katalogdatenbank des Depots befindet. (Lautet der Pfad der Depot-Katalogdatenbank beispielsweise E:\Katalog_db\AAAAAAAA-BBBB-CCCC-DDDD-EEEEEEEEEEEE, dann spezifizieren Sie E:\Katalog_db.) Wird die Katalogdatenbank in dem von Ihnen spezifizierten Ordner nicht gefunden, dann wird das angeschlossene Depot als nicht katalogisiert angesehen. Kennwort Stellen Sie für ein verschlüsseltes Depot das entsprechende Kennwort zur Verfügung. Nachdem Sie alle notwendigen Schritte durchgeführt haben, klicken Sie auf OK, um das Anschließen des Depots auszuführen Persönliche Depots Ein Depot wird als persönlich bezeichnet, wenn es durch direkte Verbindung der Konsole zu einer verwalteten Maschine erstellt wurde. Persönliche Depots sind spezifisch für jede verwaltete Maschine. Persönliche Depots sind für jeden Benutzer sichtbar, der sich am System anmelden kann. Die Berechtigungen eines Benutzers, Backups zu einem persönlichen Depot durchzuführen, werden über die Zugriffsrechte definiert, die dieser Benutzer für den Ordner bzw. das Gerät hat, wo das Depot gespeichert ist. Ein persönliches Depot kann auf Netzwerkfreigaben, FTP-Servern, Wechselmedien, dem Acronis Online Backup Storage, Bandgeräten oder auf einem für die Maschine lokalen Laufwerk organisiert werden. Die Acronis Secure Zone wird als persönliches Depot betrachtet, das für alle Benutzer verfügbar ist, die sich am System anmelden können. Persönliche Depots werden automatisch erstellt, wenn Sie Backups zu einem der oberen Speicherorte durchführen. Persönliche Depots können von lokalen Backup-Plänen bzw. Tasks verwendet werden. Zentrale Backup-Pläne können, mit Ausnahme der Acronis Secure Zone, keine persönlichen Depots verwenden. Persönliche Depots erstellen Mehrere Maschinen können sich auf denselben physikalischen Speicherort beziehen, beispielsweise auf denselben freigegebenen Ordern. Jede dieser Maschinen hat im Verzeichnisbaum Depots jedoch ihre eigene Verknüpfung. Benutzer, die ein Backup zu einem gemeinsam genutzten Ordner durchführen, können die Archive anderer Benutzer sehen und verwalten, abhängig von ihren 213 Copyright Acronis International GmbH,

214 Zugriffsberechtigungen für diesen Ordner. Um die Identifikation von Archiven zu erleichtern, hat die Ansicht Persönliches Depot die Spalte Besitzer, die den Besitzer eines jeden Archivs zeigt. Um mehr über das Konzept der Besitzer zu erfahren, siehe Besitzer und Anmeldedaten (S. 35). Metadaten In jedem persönlichen Depot wird bei Backup-Durchführung ein Ordner namens.meta erstellt. Dieser Ordner enthält zusätzliche Informationen über die im Depot gespeicherten Archive und Backups, wie z.b. die Besitzer der Archive oder den Maschinen-Namen. Sollten Sie den.meta-ordner einmal versehentlich löschen, dann wird er automatisch neu erstellt, sobald Sie das nächste Mal auf das Depot zugreifen. Einige Informationen, wie Besitzer- oder Maschinen-Namen, können jedoch verloren gehen Auf persönliche Depots anwendbare Aktionen Zugriff auf Aktionen 1. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server. 2. Klicken Sie im Fensterbereich Navigation auf Depots > Persönlich. Alle hier beschriebenen Aktionen werden durch Klicken auf die korrespondierenden Schaltflächen in der Depot-Symbolleiste ausgeführt. Sie können auf diese Aktionen auch über das Hauptmenüelement [Depot-Name] Aktionen zugreifen. Anleitung zur Durchführung von Aktionen mit persönlichen Depots. Aufgabe Persönliche Depots erstellen Ein Depot bearbeiten Lösung Klicken Sie auf Erstellen. Die Prozedur zum Erstellen persönlicher Depots wird ausführlich im Abschnitt Ein persönliches Depot erstellen (S. 215) beschrieben. 1. Wählen Sie das Depot. 2. Klicken Sie auf Bearbeiten. Auf der Seite Persönliches Depot bearbeiten können Sie den Depotnamen sowie die Informationen im Feld Kommentare bearbeiten. Benutzerkonto für den Zugriff auf ein Depot ändern Acronis Secure Zone erstellen Den Inhalt eines Depots durchsuchen Klicken Sie auf Benutzer ändern. Geben Sie im erscheinenden Dialogfenster die für den Zugriff auf das Depot benötigten Anmeldedaten ein. Klicken Sie auf Acronis Secure Zone erstellen. Die Prozedur zur Erstellung der Acronis Secure Zone ist ausführlich im Abschnitt Acronis Secure Zone erstellen (S. 218) erläutert. Klicken Sie auf Durchsuchen. Untersuchen Sie den gewählten Depot-Inhalt im erscheinenden Explorer-Fenster. Ein Depot validieren Klicken Sie auf Validieren. Sie gelangen zur Seite Validierung (S. 266) mit dem bereits als Quelle vorausgewählten Depot. Die Validierung des Depots überprüft alle in diesem Ordner gespeicherten Archive. 214 Copyright Acronis International GmbH,

215 Ein Depot löschen Klicken Sie auf Löschen. Tatsächlich entfernt die Löschaktion aus der Ansicht Depots nur die Verknüpfung zum entsprechenden Ordner. Der Ordner selbst bleibt unberührt. Sie haben die Möglichkeit, die im Ordner enthaltenen Archive zu behalten oder zu löschen. Die Informationen der Depot-Tabelle aktualisieren Klicken Sie auf Aktualisieren. Während Sie den Inhalt eines Depots einsehen, können Archive dem Depot hinzugefügt, aus diesem gelöscht oder modifiziert werden. Klicken Sie auf Aktualisieren, damit die neuesten Veränderungen für die Depot-Informationen berücksichtigt werden. Ein persönliches Depot erstellen So erstellen Sie ein persönliches Depot 1. Geben Sie im Feld Name die Bezeichnung für das zu erstellende Depot ein. 2. [Optional] Geben Sie im Feld Kommentare eine Beschreibung für das Depot ein. 3. Klicken Sie auf Pfad und spezifizieren Sie einen Pfad zu dem Ordner, der als Depot verwendet werden soll. Ein persönliches Depot kann auf Netzwerkfreigaben, FTP-Servern, entfernbaren Medien, dem Acronis Online Backup Storage, Bandgeräten oder auf einem für die Maschine lokalen Laufwerk organisiert werden. 4. [Optional] Falls das Depot auf einem Bandgerät erstellt wird: a. Klicken Sie auf Laufwerke, um das/die Bandlaufwerk(e) zu spezifizieren, welche(s) bei Backups zum Depot verwendet werden sollen. Standardmäßig werden alle verfügbaren Laufwerke verwendet. Klicken Sie auf Nur die folgenden Laufwerke verwenden und (de)aktivieren Sie die gewünschten Kontrollkästchen; b. Klicken Sie auf Band-Pool und spezifizieren Sie den Pool, dessen Bänder von dem Depot verwendet werden sollen. Standardmäßig ist der Pool Acronis vorausgewählt. 5. Klicken Sie auf OK. Als Ergebnis erscheint das erstellte Depot in der Gruppe Persönlich des Depot-Verzeichnisbaums. Persönliche Depots zusammenführen und verschieben Was ist, wenn ich ein existierendes Depot von einem Ort zu einem anderen verschieben muss? Verfahren Sie wie folgt: 1. Stellen Sie sicher, dass kein Backup-Plan das betreffende Depot beim Verschieben der Dateien verwendet oder deaktivieren Sie die entsprechenden Pläne. Siehe den Abschnitt 'Aktionen für Backup-Pläne und Tasks (S. 361)'. 2. Verschieben Sie den Depot-Ordner mit seinem kompletten Inhalt manuell, unter Verwendung des Datei-Managers eines anderen Herstellers. 3. Ein neues Depot erstellen. 4. Bearbeiten Sie die Backup-Pläne und Tasks: Stellen Sie ihre Zielortangaben auf das neue Depot um. 5. Löschen Sie das alte Depot. 215 Copyright Acronis International GmbH,

216 Wie kann ich zwei Depots zusammenführen? Angenommen, Sie benutzen zwei Depots A und B. Beide Depots werden von Backup-Plänen verwendet. Sie entscheiden, nur Depot B zu behalten, indem Sie alle Archive aus Depot A dorthin verschieben. Zur Umsetzung verfahren Sie wie folgt: 1. Stellen Sie sicher, dass kein Backup-Plan das Depot A während der Zusammenführung verwendet oder deaktivieren Sie die betreffenden Pläne temporär. Siehe den Abschnitt 'Aktionen für Backup-Pläne und Tasks (S. 361)'. 2. Verschieben Sie den Inhalt des Depots A manuell zum Depot B unter Verwendung des Datei-Managers eines anderen Herstellers. 3. Bearbeiten Sie die Backup-Pläne, die das Depot A benutzen: Stellen Sie die Zielortangaben auf Depot B um. 4. Wählen Sie im Depot-Verzeichnisbaum das Depot B aus, um zu überprüfen, dass die Archive angezeigt werden. Wenn nicht, klicken Sie auf Aktualisieren. 5. Löschen Sie das Depot A Den Standard-Cache-Ordner für Katalogdateien ändern Katalogdateien werden normalerweise in Depots gespeichert. Beim Arbeiten mit Katalogdateien speichert Acronis Backup & Recovery 11.5 diese möglicherweise in einem lokalen Ordner auf einer verwalteten Maschine oder einem Management Server. Dies passiert in folgenden Fällen: Wenn ein Agent die zu einem nicht verwalteten Depot gesicherten Daten katalogisiert. Der Agent erstellt oder aktualisiert den Katalog lokal und kopiert ihn dann in das Depot. Wenn Backups auf einem Bandgerät gespeichert werden. Da ein Band eine lange Latenz beim wahlfreien Zugriff hat, wird der Katalog eines bandbasierten Depots immer auf der Maschine gespeichert, an die das Bandgerät angeschlossen ist. Beim Durchsuchen von auf einem FTP-Server gesicherten Daten in der Registerkarte Datenanzeige. Während des Durchsuchens bewahrt Acronis Backup & Recovery 11.5 eine vollständige Kopie des Datenkatalogs von einem FTP-Server auf einer verwalteten Maschine oder einem Management Server. Diese erfolgt, um einen schnelleren Zugriff auf den Datenkatalog zu ermöglichen. Ein Cache-Ordner befindet sich standardmäßig auf dem Laufwerk, auf dem auch das Betriebssystem installiert ist. Die Speicherung mehrerer Katalogdateien an diesem Ort kann zu unzureichendem Speicherplatz führen. Daher möchten Sie möglicherweise den Ordnerpfad ändern. Den Standard-Cache-Ordner ändern Fügen Sie zu diesem Zweck unter Windows einen speziellen Parameter in die System-Registry ein oder modifizieren Sie die unter Linux die Konfigurationsdatei MMS.config. Sollte der spezifizierte Ordner nicht existieren, dann wird Acronis Backup & Recovery 11.5 ihn automatisch erstellen, wenn die Katalogdateien das nächste Mal erstellt oder kopiert werden. Falls Sie Backups auf Bandgeräten speichern, sollten Sie den Ordner im Voraus erstellen, so dass die Daten nicht nochmals katalogisiert werden. So spezifizieren Sie einen neuen Cache-Ordner unter Windows: 1. Fügen Sie den Schlüssel Catalog dem folgenden Registry-Schlüssel hinzu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Acronis\AMS\Configuration (auf einem Management 216 Copyright Acronis International GmbH,

217 Server) oder HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Acronis\MMS\Configuration (auf einer verwalteten Maschine). 2. Fügen Sie den String-Wert CatalogDir hinzu. 3. Spezifizieren Sie einen neuen Ordnerpfad im String-Wert CatalogDir. Der Pfad muss mit einem Backslash (\) enden und darf Zeichen lang sein. So spezifizieren Sie einen neuen Cache-Ordner unter Linux: Fügen Sie folgendes Element innerhalb des Tags Configuration hinzu (in /etc/acronis/mms.config): <key name="catalog"> <value name="catalogdir" type="tstring">"/home/catalog/"</value> </key> Die Konfigurationsdatei sieht dann so aus: <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?> <registry name="mms"> <key name="configuration">... <key name="catalog"> <value name="catalogdir" type="tstring">"/home/catalog/"</value> </key> </key> </registry> Wobei /home/catalog/ ein neuer Ordnerpfad ist. Der Pfad muss mit einem Schrägstrich (Slash, /) enden und darf Zeichen lang sein. Verschieben der Katalogdateien Nach Änderung eines Cache-Ordners wird Acronis Backup & Recovery 11.5 die Katalogdateien weder zu dem neuen Ordner verschieben noch den alten Ordner entfernen. Sollten Ihre Backups auf einem Bandgerät gespeichert sein, dann verschieben Sie die Katalogdateien zum neue Speicherort, so dass die Daten nicht nochmals katalogisiert werden müssen. Anderenfalls lassen Sie Acronis Backup & Recovery 11.5 die Katalogdateien neu erstellen oder kopieren. Sie können den alten Ordner auf Wunsch auch löschen. Der Standardpfad des Cache-Ordners lautet folgendermaßen: In Windows XP und Server 2003: %ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Acronis\AMS\AMS\Catalog (auf einem Management Server) oder %ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Acronis\BackupAndRecovery\MMS\Catalog (auf einer verwalteten Maschine). In Windows Vista und späteren Versionen von Windows: %PROGRAMDATA%\Acronis\AMS\AMS\Catalog (auf einem Management Server) oder %PROGRAMDATA%\Acronis\BackupAndRecovery\MMS\Catalog (auf einer verwalteten Maschine) In Linux: /var/lib/acronis/backupandrecovery/mms/catalog/ 7.2 Acronis Secure Zone Die Acronis Secure Zone ist ein sicheres Volume auf dem Laufwerksspeicherplatz einer verwalteten Maschine, in der Backup-Archive hinterlegt werden können, so dass die Wiederherstellung eines Laufwerks auf demselben Laufwerk erfolgen kann, auf dem sich auch die Backups selbst befinden. 217 Copyright Acronis International GmbH,

218 Sollte das Laufwerk jedoch einen physikalischen Fehler haben, so gehen die Zone und alle dort aufbewahrten Archive verloren. Das ist der Grund, warum die Acronis Secure Zone nicht der einzige Ort sein sollte, wo Backups gespeichert werden. In Unternehmensumgebungen kann die Acronis Secure Zone als Zwischenspeicher für Backups betrachtet werden, wenn der üblicherweise verwendete Speicherort temporär nicht verfügbar ist oder über einen langsamen bzw. ausgelasteten Kanal angebunden ist. Vorteile Acronis Secure Zone: Ermöglicht die Wiederherstellung eines Laufwerks (wie einer Festplatte) zu demselben Laufwerk, auf dem die Laufwerk-Backups selbst hinterlegt sind. Bietet eine kosteneffektive und handliche Methode zum Schutz Ihrer Daten vor Softwarefehlern, Virusangriffen, Bedienungsfehlern u.a. Da es ein interner Archiv-Speicher ist, beseitigt er die Notwendigkeit, in jedem Fall für Backup oder Wiederherstellung ein separates Medium oder eine Netzwerkverbindung bereitstellen zu müssen. Diese Funktion ist besonders nützlich für mobile Benutzer. Kann als primäres Backup-Ziel dienen, wenn die Funktion Replikation von Backups (S. 106) verwendet wird. Einschränkungen Die Acronis Secure Zone kann nicht auf einem dynamischen Laufwerk organisiert werden Acronis Secure Zone erstellen Sie können die Acronis Secure Zone erstellen, während das Betriebssystem läuft oder Sie ein bootfähiges Medium benutzen. Zur Erstellung der Acronis Secure Zone führen Sie die folgenden Schritte aus. Speicherort und Größe Laufwerk (S. 219) Wählen Sie (sofern mehrere vorhanden sind) eine fest eingebaute Festplatte (oder ähnliches Laufwerk), auf dem die Zone erstellt werden soll. Die Acronis Secure Zone wird unter Verwendung von nicht zugeordnetem Speicherplatz oder auf Kosten freien Speicherplatzes der Partition erstellt. Größe (S. 219) Spezifizieren Sie die exakte Größe der Zone. Verschieben oder Größenveränderung einer gesperrten Partition, wie der aktuellen Betriebssystempartition, benötigen einen Neustart. Sicherheit Kennwort (S. 219) [Optional] Schützen Sie die Acronis Secure Zone vor unerlaubtem Zugriff mit einem Kennwort. Das Kennwort wird bei jeder die Zone betreffende Aktion erfragt. Klicken Sie auf OK, nachdem Sie die benötigten Einstellungen konfiguriert haben. Überprüfen Sie im Fenster Ergebnisbestätigung (S. 220) das erwartete Layout und klicken Sie auf OK, um die Erstellung der Zone zu starten. 218 Copyright Acronis International GmbH,

219 Acronis Secure Zone Laufwerk Die Acronis Secure Zone kann auf jeder fest installierten Festplatte (oder ähnlichem Laufwerk) liegen. Die Acronis Secure Zone wird immer am Ende des Laufwerks eingerichtet. Eine Maschine kann jedoch nur eine Acronis Secure Zone haben. Die Acronis Secure Zone wird unter Verwendung von 'nicht zugeordnetem' Speicherplatz oder auf Kosten freien Speicherplatzes der Volumes erstellt. Die Acronis Secure Zone kann nicht auf einem dynamischen Laufwerk organisiert werden. So weisen Sie der Acronis Secure Zone Speicherplatz zu 1. Wählen Sie (sofern mehrere vorhanden sind) eine fest eingebaute Festplatte (oder ähnliches Laufwerk), auf dem die Zone erstellt werden soll. Standardmäßig wird der 'nicht zugeordnete' sowie freie Speicherplatz aller Volumes des ersten aufgelisteten Laufwerks gewählt. Das Programm zeigt den insgesamt für die Acronis Secure Zone verfügbaren Speicherplatz an. 2. Wenn Sie der Zone mehr Speicherplatz zuweisen müssen, können Sie Volumes wählen, von denen freier Platz übernommen werden soll. Das Programm zeigt erneut den insgesamt für die Acronis Secure Zone verfügbaren Speicherplatz an, basierend auf Ihrer Auswahl. Sie können die exakte Größe der Zone im Fenster Acronis Secure Zone Größe (S. 219) einstellen. 3. Klicken Sie auf OK Acronis Secure Zone Größe Geben Sie die Größe der Acronis Secure Zone ein oder ziehen Sie am Schieber, um eine Größe zwischen der minimalen und maximalen zu wählen. Die minimale Größe beträgt ca. 50 MB, abhängig von der Geometrie der Festplatte. Die maximale Größe entspricht dem nicht zugeordneten Festplattenplatz plus dem gesamten freien Platz aller im vorherigen Schritt gewählten Partitionen. Beachten Sie Folgendes, wenn Sie Speicherplatz von der Boot- bzw. System-Partition verwenden müssen: Ein Verschieben oder eine Größenänderung der Partition, von der das System gegenwärtig bootet, verlangen einen Neustart. Die Verwendung des gesamten freien Speichers einer Systempartition kann dazu führen, dass das Betriebssystem instabil wird oder sogar nicht mehr startet. Stellen Sie also nicht die maximale Größe für die Zone ein, falls Sie die Boot- bzw. System-Partition gewählt haben Kennwort für die Acronis Secure Zone Die Vergabe eines Kennwortes schützt die Acronis Secure Zone vor unerlaubtem Zugriff. Das Programm wird bei allen Aktionen, die die Zone und dort gespeicherte Archive betreffen, nach dem Kennwort fragen wie etwa Backup und Wiederherstellung, Archiv-Validierung, Größenveränderung und Löschen der Zone. So vergeben Sie ein Kennwort 1. Wählen Sie Kennwort verwenden. 2. Tippen Sie das neue Kennwort in das Feld Kennwort eingeben ein. 3. Tragen Sie das Kennwort im Eingabefeld Kennwortbestätigung erneut ein. 4. Klicken Sie auf OK. So deaktivieren Sie ein Kennwort 1. Wählen Sie Nicht verwenden. 2. Klicken Sie auf OK. 219 Copyright Acronis International GmbH,

220 Ergebnisbestätigung Das Fenster Ergebnisbestätigung zeigt das erwartete Partitionslayout entsprechend der von Ihnen gewählten Einstellungen. Klicken Sie auf OK, falls Sie mit dem Layout einverstanden sind, worauf die Erstellung der Acronis Secure Zone startet. So werden die Einstellungen umgesetzt Die nachfolgende Erläuterung hilft Ihnen zu verstehen, welche Auswirkung die Erstellung der Acronis Secure Zone auf eine Festplatte hat, die mehrere Partitionen enthält. Die Acronis Secure Zone wird immer am Ende der Festplatte eingerichtet. Bei Kalkulation des endgültigen Partitionslayouts wird das Programm zuerst nicht zugeordneten, am Ende liegenden Festplattenplatz verwenden. Sollte der nicht zugeordnete Speicherplatz am Ende der Festplatte nicht ausreichen, jedoch zwischen den Partitionen noch nicht zugeordneter Speicherplatz vorhanden sein, so werden die Partitionen verschoben, um dem Endbereich mehr nicht zugeordneten Speicherplatz hinzuzufügen. Wenn dann der zusammengetragene nicht zugeordnete Speicherplatz immer noch nicht ausreicht, wird das Programm freien Speicherplatz von Partitionen beziehen, die Sie auswählen und deren Größe proportional verkleinern. Die Größenveränderung einer gesperrten Partition benötigt einen Neustart. Auf einem Laufwerk sollte jedoch genügend freier Platz vorhanden sein, so dass Betriebssystem und Anwendungen arbeitsfähig sind, z.b. zum Erstellen temporärer Dateien. Das Programm wird keine Partition verkleinern, deren freier Speicherplatz dadurch kleiner als 25% der Gesamtgröße wird. Nur wenn alle Partitionen der Festplatte mindestens 25% freien Speicherplatz haben, wird das Programm mit der proportionalen Verkleinerung der Partitionen fortfahren. Daraus wird ersichtlich, dass es nicht ratsam ist, für die Zone die maximal mögliche Größe einzustellen. Sie haben am Ende dann auf keinem Laufwerk mehr freien Speicherplatz, was dazu führen kann, dass Betriebssystem und Anwendungen instabil arbeiten oder nicht mehr starten Die Acronis Secure Zone verwalten Die Acronis Secure Zone wird als persönliches Depot (S. 489) betrachtet. Einmal auf einer verwalteten Maschine erstellt, ist die Zone stets in der Liste Persönliche Depots präsent. Die Acronis Secure Zone kann sowohl von zentralen Backup-Plänen als auch von lokalen Plänen verwendet werden. Alle für Depots verfügbaren Aktionen zur Archiv-Verwaltung sind auch auf die Acronis Secure Zone anwendbar. Zu weiteren Informationen über Archiv-Verwaltungsaktionen siehe den Abschnitt 'Aktionen mit Archiven und Backups (S. 279)' Acronis Secure Zone vergrößern So vergrößern Sie die Acronis Secure Zone 1. Klicken Sie auf der Seite Acronis Secure Zone verwalten auf Vergrößern. 2. Bestimmen Sie die Volumes, deren freier Speicher zur Vergrößerung der Acronis Secure Zone verwendet werden soll. 3. Spezifizieren Sie die neue Größe der Zone, indem Sie: 220 Copyright Acronis International GmbH,

221 am Schieber ziehen und so eine Größe zwischen dem gegenwärtigen und dem maximalen Wert wählen. Die maximale Größe entspricht dem nicht zugeordneten Festplattenspeicherplatz plus dem gesamten freien Speicher aller gewählten Partitionen; einen exakten Wert für die Größe der Acronis Secure Zone eingeben. Bei Vergrößerung der Zone verfährt das Programm wie folgt: Zuerst wird es den nicht zugeordneten Festplattenspeicherplatz benutzen. Falls notwendig, werden Partitionen verschoben, jedoch nicht in ihrer Größe verändert. Das Verschieben einer gesperrten Partition benötigt einen Neustart. Sollte nicht genügend nicht zugeordneter Speicher vorhanden sein, so wird das Programm freien Speicherplatz von den ausgewählten Partitionen beziehen, deren Größe dabei proportional verkleinert wird. Die Größenveränderung einer gesperrten Partition benötigt einen Neustart. Die Verkleinerung einer Systempartition auf ihre minimale Größe kann das Betriebssystem der Maschine am Booten hindern. 4. Klicken Sie auf OK Die Acronis Secure Zone verkleinern So verkleinern Sie die Acronis Secure Zone 1. Klicken Sie auf der Seite Acronis Secure Zone verwalten auf Verkleinern. 2. Bestimmen Sie Volumes, die den frei werdenden Speicherplatz nach Verkleinerung der Zone zugesprochen bekommen. Der Speicherplatz wird gleichmäßig auf die entsprechenden Volumes verteilt, sofern Sie mehrere ausgewählt haben. Der freigegebene Bereich wird zu 'nicht zugeordneten' Speicherplatz, wenn Sie keine Volumes auswählen. 3. Spezifizieren Sie die neue Größe der Zone, indem Sie: am Schieber ziehen und so eine Größe zwischen dem gegenwärtigen und minimalen Wert wählen. Die minimale Größe beträgt ca. 50 MB, abhängig von der Geometrie der Festplatte. einen exakten Wert im Feld Acronis Secure Zone Größe eingeben. 4. Klicken Sie auf OK Eine Acronis Secure Zone löschen So löschen Sie eine Acronis Secure Zone: 1. Klicken Sie auf der Seite Acronis Secure Zone verwalten auf den Befehl Löschen. 2. Wählen Sie im Fenster Acronis Secure Zone löschen diejenigen Volumes, denen Sie den durch die Zone freigegebenen Platz zuweisen wollen klicken Sie anschließend auf OK. Der Speicherplatz wird gleichmäßig auf die entsprechenden Volumes verteilt, sofern Sie mehrere ausgewählt haben. Der freigegebene Bereich wird zu 'nicht zugeordneten' Speicherplatz, wenn Sie keine Volumes auswählen. Nachdem Sie auf OK geklickt haben, beginnt Acronis Backup & Recovery 11.5 mit der Löschung der Zone. 7.3 Wechsellaufwerke In diesem Abschnitt werden Besonderheiten beim Backup auf Wechsellaufwerke beschrieben. 221 Copyright Acronis International GmbH,

222 Mit Wechsellaufwerk werden hier RDX- oder USB-Flash-Laufwerke (z.b. USB-Sticks) gemeint. Eine USB-Festplatte wird nicht als Wechsellaufwerk angesehen, außer es wird als solches vom Betriebssystem erkannt. Unter Linux wird ein RDX- oder USB-Flash-Laufwerk als Wechsellaufwerk angesehen, wenn es über seinen Namen spezifiziert wird (beispielsweise sdf:/). Wird ein Laufwerk über seinen Mount-Punkt (beispielsweise /mnt/backup) spezifiziert, dann verhält es sich wie ein fest eingebautes Laufwerk. Die Methode, nach der mit Wechselaufwerk-Bibliotheken (Multi-Cartridge-Geräte) gearbeitet wird, hängt vom Gerätetyp, dem Hersteller und der Konfiguration ab. Daher sollte jeder Fall individuell betrachtet werden. Depots auf Wechsellaufwerken Bevor Sie eine Maschine auf ein Wechsellaufwerk sichern, können Sie ein persönliches Depot erstellen (S. 215). Falls Sie nicht wollen, wird die Software automatisch ein persönliches Depot in dem für das Backup ausgewählten Laufwerksordner erstellen. Beschränkungen Auf einem Bandgerät können keine zentrale Depots erstellt werden. Auf Wechsellaufwerken erstellte Depots haben keine Registerkarte Datenanzeige (S. 150). Betriebsmodi von Wechsellaufwerken Sie können bei Erstellung eines Backup-Plans wählen, ob Ihr Wechsellaufwerk als eingebautes Laufwerk oder wie ein Wechselmedium verwendet wird. Der Modus Eingebautes Laufwerk nimmt an, dass das Wechsellaufwerk immer an die Maschine angeschlossen sein wird. Der Modus Wechselmedium ist als Standard vorausgewählt. Beim Backup unter Verwendung der Funktion Backup jetzt oder unter einem bootfähigen Medium wird das Wechsellaufwerk immer im Modus Wechselmedium verwendet. Wenn Sie Backups mit dem Agenten für Exchange, dem Agenten für ESX(i) (Windows) oder dem Agenten für Hyper-V erstellen, dann wird das Wechsellaufwerk immer im Modus Eingebautes Laufwerk verwendet. Der Unterschied zwischen diesen beiden Modi liegt hauptsächlich bei den Funktionen für Aufbewahrung und Replikation von Backups. Funktionalität Falls der Speicherplatz zur Fortsetzung des Backups nicht ausreicht, wird die Software Sie auffordern: Sie können für die auf dem Gerät gespeicherten Backups Aufbewahrungsregeln (S. 107) einrichten. Sie können zur Bereinigung des Archivs die Option 'Wenn nicht ausreichend Speicherplatz während des Backups vorhanden ist' innerhalb des Backup-Schemas Benutzerdefiniert (S. 74) einrichten. Vereinfachte Benennung (S. 83) von Backup-Dateien... Eingebautes Laufwerk...Speicherplatz manuell freizugeben. Ja Ja...ist nicht verfügbar. Wechselmedium...ein neues Medium einzulegen. Nein Nein...wird immer verwendet. 222 Copyright Acronis International GmbH,

223 Das Replizieren von Backups (S. 106) zu einem Wechsellaufwerke ist möglich. Sie können Backups auch von einem Wechsellaufwerk aus replizieren. Ein Archiv mit mehreren Voll-Backups kann erstellt werden. Sie können jedes Backup eines jeden Archivs löschen. Ja Nein Ja Ja Nein Nein Nein. Die Software löscht vor Erstellung eines neuen Voll-Backups das komplette Archiv und startet danach ein neues. Nein. Sie können nur ein Backup löschen, welches keine abhängigen Backups hat. Da der Wechsellaufwerksmodus das Benennungsschema für Backup-Dateien bestimmt, erscheint das Kontrollkästchen Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen... nicht, wenn es sich beim Backup-Ziel um ein Wechsellaufwerk handelt. 7.4 Bandgeräte Die folgenden Abschnitte erläutern ausführlich, wie Bandgeräte zur Speicherung von Backup-Archiven verwendet werden. Sie können mit Bandgeräten arbeiten, falls Sie eine Advanced-Edition von Acronis Backup & Recovery 11.5 haben oder falls Sie ein Upgrade von Acronis Backup & Recovery 10 auf Acronis Backup & Recovery 11.5 durchgeführt haben Was ist ein Bandgerät? Ein Bandgerät ist ein Oberbegriff für eine Bandbibliothek oder ein autonomes Bandlaufwerk. Eine Bandbibliothek (Roboterbibliothek) ist eine Speichereinrichtung mit hoher Kapazität, die aus den folgenden Komponenten besteht: einem oder mehreren Bandlaufwerken mehreren (bis zu mehreren Tausend) Schächten zur Aufnahme von Bändern einem oder mehreren Wechslern (Robotermechanismen), deren Aufgabe im Wechseln der Bänder zwischen den Schächten und den Bandlaufwerken besteht. Es können noch weitere Komponenten enthalten sein, etwa ein Barcode-Leser oder Barcode-Drucker. Ein Autoloader ist ein spezieller Fall einer Bandbibliothek. Er enthält ein Laufwerk, mehrere Schächte, einen Wechsler und (optional) einen Barcode-Leser. Ein autonomes Bandlaufwerk (auch Streamer genannt) hat einen Schacht und kann jeweils nur ein Band aufnehmen Überblick der Band-Unterstützung Die Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten können Daten per Backup entweder direkt oder über einen Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node (S. 18) auf Band sichern. In beiden Fällen ist eine vollautomatische Steuerung des Bandgerätes gewährleistet. Wird ein Bandgerät mit mehreren Laufwerken an einen Storage Node angeschlossen, dann können mehrere Maschinen gleichzeitig Backups auf Band durchführen. 223 Copyright Acronis International GmbH,

224 Kompatibilität mit RSM und Dritthersteller-Software Koexistenz mit Dritthersteller-Software Acronis Backup & Recovery 11.5 kann nicht mit Bändern auf Maschinen arbeiten, auf denen Dritthersteller-Software mit proprietären Tools zur Bandverwaltung installiert ist. Damit Acronis Backup & Recovery 11.5 auf solch einer Maschine doch mit Bändern arbeiten kann, müssen Sie die Bandverwaltungssoftware des Drittherstellers deinstallieren oder deaktivieren. Interaktion mit RSM Anders als Acronis Backup & Recovery 10 verwendet Acronis Backup & Recovery 11.5 den Windows Removable Storage Manager (RSM, Wechselmedien-Manager) nicht mehr. Acronis Backup & Recovery 11.5 schreibt bei einem Upgrade von Acronis Backup & Recovery 10 die notwendigen Informationen vom RSM im neuen Format in seine eigene Datenbank. Bei Erkennung eines Bandgerätes (S. 233) deaktiviert Acronis Backup & Recovery 11.5 dieses vom RSM (außer es wird gerade durch andere Software blockiert). Solange Acronis Backup & Recovery 11.5 mit dem Bandgerät arbeiten soll, sollten Sie sicherstellen, dass weder ein Benutzer noch eine Dritthersteller-Software das Gerät wieder für den RSM aktiviert. Sollte das Bandgerät für den RSM aktiviert worden sein, dann wiederholen Sie die Bandgeräterkennung Unterstützte Hardware Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützt externe SCSI-Geräte. Das sind Geräte, die per Fibre Channel angebunden sind oder SCSI, iscsi bzw. Serial Attached SCSI (SAS) als Schnittstelle verwenden. Acronis Backup & Recovery 11.5 unterstützt außerdem per USB angeschlossene Bandgeräte. Unter Windows kann Acronis Backup & Recovery 11.5 Backups auch dann auf ein Bandgerät erstellen, wenn die Treiber für den Wandler des Gerätes nicht installiert sind. Ein solches Bandgerät wird im Geräte-Manager als Unbekannter Medienwechsler angezeigt. Treiber für die Laufwerke des Gerätes müssen jedoch installiert sein. Unter Linux und bootfähigen Medien sind Backups auf ein Bandgerät ohne Treiber nicht möglich. Eine Erkennung von per IDE oder SATA angebunden Geräten wird nicht garantiert. Sie hängt davon ab, ob im Betriebssystem die korrekten Treiber installiert wurden Bandverwaltungsdatenbank Acronis Backup & Recovery 11.5 speichert Informationen über alle an eine Maschine angeschlossenen Bandgeräte in der Bandverwaltungsdatenbank. Der Standardpfad für die Datenbank lautet folgendermaßen: In Windows XP/Server 2003: %ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Acronis\BackupAndRecovery\ARSM\Database. In Windows Vista und späteren Versionen von Windows: %PROGRAMDATA%\Acronis\BackupAndRecovery\ARSM\Database. In Linux: /var/lib/acronis/backupandrecovery/arsm/database. Die Datenbankgröße hängt von der Zahl der auf Bändern gespeicherten Archive ab wobei etwa 10 MB auf einhundert Archive kommen. Die Datenbank kann recht groß werden, wenn die Bandbibliothek tausende Archive enthält. In diesem Fall könnten Sie erwägen, die Band-Datenbank auf einem anderen Volume zu speichern. 224 Copyright Acronis International GmbH,

225 So verlagern Sie die Datenbank unter Windows: 1. Stoppen Sie den Acronis Removable Storage Management Service. 2. Verschieben Sie alle Dateien vom vorgegebenen Speicherort zum neuen Speicherort. 3. Fügen Sie die nachfolgend beschriebenen Registry-Schlüssel hinzu. Spezifizieren Sie den Pfad zum neuen Speicherort im Registry-Wert ArsmDmlDbProtocol. Registry-Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Acronis\ARSM\Settings Registry-Wert: ArsmDmlDbProtocol Mögliche Datenwerte: Jede Zeichenkette, 0 bis Zeichen lang. Beschreibung: Spezifiziert den Ordner, in dem die Bandverwaltungsdatenbank gespeichert wird. 4. Starten Sie den Acronis Removable Storage Management Service. So verlagern Sie die Datenbank unter Linux: 1. Stoppen Sie den Dienst acronis_rsm. 2. Verschieben Sie alle Dateien vom vorgegebenen Speicherort zum neuen Speicherort. 3. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei /etc/acronis/arsm.config in einem Text-Editor. 4. Suchen Sie nach der Zeile <value name="arsmdmldbprotocol" type="tstring">. 5. Ändern Sie den Pfad unter dieser Ziele. 6. Speichern Sie die Datei. 7. Starten Sie den Dienst acronis_rsm Besonderheiten von Backups auf Bändern Backup-Optionen Sie können die Backup-Optionen für die Bandverwaltung (S. 138) konfigurieren, um festzulegen: Wann ein Band ausgeworfen werden soll. Ob ein freies Band für jedes vollständige, inkrementelle oder differentielle Backup verwendet werden soll. Ob ein Band überschrieben werden soll, wenn ein neues Voll-Backup erstellt wird (nur für autonome Bandlaufwerke). Ob zum Backup einer jeden Maschine ein separater Bandsatz verwendet werden soll. Ob das Datei-Recovery für auf Bändern gespeicherte Laufwerk-Backups aktiviert werden soll. Backup-Schemata Schema 'Einfach' Wenn Sie das Backup-Schema 'Einfach' (S. 69) verwenden, können nur Voll-Backups auf Bändern erstellt werden. Der Grund ist, dass auf Bändern vorliegende Backups nicht konsolidiert (S. 492) werden können. Wenn Sie die Option zur Erstellung inkrementeller Backups hätten, könnten Sie keines dieser Backups löschen. Die Schemata 'Großvater-Vater-Sohn' und 'Türme von Hanoi' Standardmäßig erstellen die Backup-Schemata Großvater-Vater-Sohn (S. 70) und Türme von Hanoi (S. 76) nur Voll-Backups auf Bändern. Das hilft der Software, jedes Backup enstprechend der Definition des Backup-Schemas planmäßig zu löschen. 225 Copyright Acronis International GmbH,

226 Sie können auf Wunsch die Standardeinstellungen zur Erstellung vollständiger, inkrementeller und differentieller Backups ändern. Falls Sie beispielsweise nur einige Bänder haben, Ihre Voll-Backups aber ziemlich groß sind, dann möchten Sie vielleicht Speicherplatz auf den Bändern einsparen. Jede Ebene der oberen Schemata verwendet einen separaten Bandsatz innerhalb desselben Band-Pools. Das bedeutet, dass die Software entweder nur ein Band nehmen kann, welches zu einem bestimmten Bandsatz gehört oder ein freies Band (wenn der Speicherplatz des aktuell verwendeten Bands zur Neige geht). Das hilft dabei, die Menge an genutzten Bändern zu minimieren, weil Bänder mit inkrementellen und differentiellen Backups öfter befüllt und neu beschrieben werden als Bänder mit Voll-Backups. Benutzerdefiniertes Schema Konfigurieren Sie das benutzerdefinierte Schema so, dass es vollständige Backups mit angemessener Häufigkeit erstellt. Falls Sie Aufbewahrungsregeln spezifizieren, kann die Software anderenfalls die Bänder nicht angemessen überschreiben. In den Aufbewahrungsregeln des benutzerdefinierten Backup-Schemas (S. 74) ist die Option Falls ein zu verschiebendes oder löschendes Backup Abhängigkeiten hat: Backups konsolidieren deaktiviert. Nur die Option Backup bewahren, bis alle abhängigen Backups gelöscht werden steht zur Verfügung. Der Grund ist, dass auf Bändern vorliegende Backups nicht konsolidiert (S. 492) werden können Parallele Aktionen Acronis Backup & Recovery 11.5 kann Aktionen mit verschiedenen Komponenten eines Bandgerätes gleichzeitig durchführen. Sie können während einer Aktion (Backup, Recovery, erneutes Scannen (S. 238) oder Löschen (S. 237)), die ein Bandlaufwerk verwendet, eine Aktion starten, die einen Wechsler verwendet (ein Band zu einem anderen Schacht verschieben (S. 237) oder ein Band auswerfen (S. 237)). Falls Ihre Bandbibliothek mehr als ein Laufwerk hat, können Sie zudem eine Aktion starten, die eines der Laufwerke nutzt, während eine Aktion mit einem anderen abläuft. Mehrere Maschinen können beispielsweise gleichzeitig sichern oder wiederherstellen unter Verwendung verschiedener Laufwerke derselben Bandbibliothek. Die Aktion zur Erkennung neuer Bandgeräte (S. 233) kann gleichzeitig mit jeder anderen Aktion durchgeführt werden. Während einer Inventarisierung (S. 239) ist mit Ausnahme der Aktion 'Neue Bandgeräte ermitteln' keine andere Aktion verfügbar. Aktionen, die nicht parallel ausgeführt werden können, werden in eine Warteschlange gestellt Beschränkungen Bei Verwendung von Bandgeräten gelten folgende Beschränkungen: 1. Eine Konsolidierung (S. 492) von Backups, die auf Bändern liegen, ist nicht möglich. Als Folge hat die Verwendung von Backup-Schemata gewisse Besonderheiten (S. 225). 2. Eine Deduplizierung (S. 488) von Backups, die auf Bändern liegen, ist nicht möglich. 3. Eine vereinfachte Benennung von Backup-Dateien (S. 83) ist für auf Bändern gespeicherte Backups nicht möglich. 4. Sie können unter einem Betriebssystem keine auf Bändern gespeicherten Backups wiederherstellen, wenn für die Recovery-Aktion ein Neustart des Betriebssystems erforderlich ist. Verwenden Sie zur Durchführung einer solchen Wiederherstellung ein bootfähiges Medium. 226 Copyright Acronis International GmbH,

227 5. Von Laufwerk-Backups, die mit Acronis Backup & Recovery 11 Update 0 (Build 17318) oder früher erstellt wurden, können keine Dateien wiederhergestellt werden. Von Laufwerk-Backups, die mit Acronis Backup & Recovery 11 Update 0.5 (Build 17437) erstellt wurden, können nur dann Dateien wiederhergestellt werden, wenn Sie die Bändern, auf denen das Backup liegt, erneut scannen (S. 238). Der Optionswert Datei-Recovery für auf Bändern gespeicherte Laufwerk-Backups aktivieren (S. 138) bestimmt, ob Dateien und Ordner von Laufwerk-Backups wiederhergestellt werden können, die mit Acronis Backup & Recovery 11.5 gesichert wurden. 6. Sie können jedes auf Bändern gespeicherte Backup bzw. Archiv validieren (S. 266), aber Sie können keine Validierung eines kompletten bandbasierten Depots oder Bandgerätes durchführen. 7. Sie können bandbasierte Depots nicht anschließen (S. 211) oder trennen. 8. Ein verwaltetes bandbasiertes Depot kann nicht per Verschlüsselung geschützt werden. Verschlüsseln Sie stattdessen Ihre Archive. 9. Sie können ein verwaltetes bandbasiertes Depot (S. 206) nicht mit der Eigenschaft 'Abwärtskompatibilität' erstellen. Dies bedeutet, dass Agenten von Acronis Backup & Recovery 10 keine Backups zu verwalteten bandbasierten Depots von Acronis Backup & Recovery 11.5 durchführen können. 10. Die Software kann ein Backup nicht gleichzeitig auf mehrere Bänder schreiben oder mehrere Backups mittels desselben Laufwerks auf dasselbe Band. 11. Es werden keine Geräte unterstützt, die das 'Network Data Management Protocol' (NDMP) verwenden. 12. Es werden keine Barcode-Drucker unterstützt Lesbarkeit von mit älteren Acronis-Produkten beschriebenen Bändern Die nachfolgende Tabelle fasst die Lesbarkeit von Bändern in Acronis Backup & Recovery 11.5 zusammen, die durch die Produktfamilie Acronis True Image Echo, Acronis True Image 9.1, Acronis Backup & Recovery 10 und Acronis Backup & Recovery 11 beschrieben wurden. Die Tabelle illustriert außerdem die Kompatibilität von Bändern, die durch verschiedene Komponenten von Acronis Backup & Recovery 11.5 beschrieben wurden. Band, beschrieben auf einem lokal angeschlossenen Bandgerät (Bandlaufwerk oder -bibliothek), durch... Bootfähiges Medium Agent für Windows Agent für Linux... ist lesbar auf einem Bandgerät, angeschlossen an eine Maschine mit... ABR11.5 Bootmedium ABR11.5 Agent für Windows ABR11.5 Agent für Linux ABR11.5 Storage Node Echo ABR ABR11/ Echo ABR ABR11/ Echo ABR ABR11/ Copyright Acronis International GmbH,

228 Band, beschrieben auf einem Bandgerät, durch... Backup Server Echo Storage Node ABR ABR11/ Erste Schritte bei Verwendung eines Bandgeräts Backup einer Maschine zu einem direkt angeschlossenen Bandgerät Voraussetzungen Das Bandgerät ist gemäß den Herstelleranweisungen mit der Maschine verbunden. Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent ist auf der Maschine installiert. Vor dem Backup 1. Beladen Sie das Bandgerät mit Bändern. 2. Verbinden Sie die Konsole mit der Maschine. 3. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. 4. Klicken Sie auf Bandgeräte erkennen. 5. Falls Ihr Bandgerät ein autonomes Laufwerk ist, dann überspringen Sie diesen Schritt. Anderenfalls tun Sie Folgendes: a. Klicken Sie auf Inventarisierung, damit die geladenen Bänder erkannt werden. Wählen Sie die Inventarisierungsmethode 'Vollständig'. Aktivieren Sie nicht das Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben. Ergebnis: Die geladenen Bänder wurden zu den passenden Pools verschoben, so wie im Abschnitt 'Inventarisierung (S. 239)' spezifiziert. Die vollständige Inventarisierung eines kompletten Bandgerätes kann viel Zeit benötigen. b. Falls die geladenen Bänder an den Pool Unbekannte Bänder oder Importierte Bänder übertragen wurden und Sie diese für Backups nutzen wollen, dann verschieben (S. 236) Sie diese Bänder manuell zum Pool Freie Bänder. An den Pool Importierte Bänder übertragene Bänder enthalten Backups, die von Acronis-Software auf die Bänder geschrieben wurden. Bevor Sie solche Bänder in den Pool Freie Bänder verschieben, sollten Sie sicherstellen, dass Sie diese Backups nicht mehr benötigen. Backup Klicken Sie im Menü Aktionen auf Backup jetzt oder Backup-Plan erstellen. Konfigurieren (S. 58) Sie die Backup-Einstellungen. Wählen Sie bei Konfiguration des Backup-Ziels das Bandgerät aus. Ergebnis Die resultierenden Backups werden in ein automatisch erstelltes persцnliches Depot (S. 242) hinterlegt. Der Zugriff auf das Depot ist über den Punkt Depots im Verzeichnisbaum Navigation möglich. Jedes Mal, wenn Sie das Bandgerät als Backup-Ziel wählen, werden die Backups zu demselben Depot gespeichert. Bänder mit Backups werden zum Acronis-Pool verschoben. 228 Copyright Acronis International GmbH,

229 Backup zu einem Bandgerät, das an einen Storage Node angeschlossen ist Voraussetzungen Ein Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node wurde dem Management Server hinzugefьgt (S. 250). Das Bandgerät ist gemäß den Herstelleranweisungen mit dem Storage Node verbunden. Vor dem Backup 1. Beladen Sie das Bandgerät mit Bändern. 2. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server. 3. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 4. Klicken Sie auf Bandgeräte erkennen. 5. Falls Ihr Bandgerät ein autonomes Laufwerk ist, dann überspringen Sie diesen Schritt. Anderenfalls tun Sie Folgendes: a. Klicken Sie auf Inventarisierung, damit die geladenen Bänder erkannt werden. Wählen Sie die Inventarisierungsmethode 'Vollständig'. Aktivieren Sie nicht das Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben. Ergebnis: Die geladenen Bänder wurden zu den passenden Pools verschoben, so wie im Abschnitt 'Inventarisierung (S. 239)' spezifiziert. Die vollständige Inventarisierung eines kompletten Bandgerätes kann viel Zeit benötigen. b. Falls die geladenen Bänder an den Pool Unbekannte Bänder oder Importierte Bänder übertragen wurden und Sie diese für Backups nutzen wollen, dann verschieben (S. 236) Sie diese Bänder manuell zum Pool Freie Bänder. An den Pool Importierte Bänder übertragene Bänder enthalten Backups, die von Acronis-Software auf die Bänder geschrieben wurden. Bevor Sie solche Bänder in den Pool Freie Bänder verschieben, sollten Sie sicherstellen, dass Sie diese Backups nicht mehr benötigen. c. Entscheiden Sie, ob Ihre Backups auf Bänder erfolgen sollen, die sich im vorgegebenen Acronis-Pool (S. 233) befinden oder ob Sie einen neuen Pool erstellen (S. 234) wollen. Details: Wenn Sie mehrere Pools haben, dann können Sie damit auch für jede Maschine oder Unternehmensabteilung einen separaten Bandsatz verwenden. Durch die Verwendung mehrerer Pools können Sie verhindern, dass Backups, die von unterschiedlichen Backup-Plänen erstellt wurden, auf einem Band gemischt werden. d. Überspringen Sie diesen Schritt, falls Sie den Acronis-Pool gewählt haben oder für den neuen Pool aktiviert haben, dass dieser bei Bedarf Bänder aus dem Pool Freie Bänder nehmen soll. Verschieben Sie anderenfalls Bänder vom Pool Freie Bänder zu dem neuen Pool. Tipp: Um zu erfahren, ob ein Pool Bänder aus dem Pool Freie Bänder entnehmen kann, klicken Sie auf diesen entsprechenden Pool und wählen dann den Befehl Details. 6. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf Storage Nodes. Wählen Sie den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist, und klicken Sie dann auf Depot erstellen. Fahren Sie fort wie im Abschnitt 'Ein zentrales, verwaltetes Depot erstellen (S. 206)' beschrieben. Wählen Sie in der Liste Band-Pool denjenigen Pool, zu dessen Verwendung Sie sich in Schritt 5c entschlossen haben. Die Erstellung eines zentralen Depots ist zwingend, wenn das Bandgerät an den Storage Node angeschlossen ist. 229 Copyright Acronis International GmbH,

230 Backup Klicken Sie im Menü Aktionen auf Backup jetzt oder Backup-Plan erstellen. Konfigurieren (S. 396) Sie die Backup-Einstellungen für eine oder mehrere Maschinen. Wählen Sie bei Konfiguration des Backup-Ziels das erstellte Depot aus. Ergebnis Die resultierenden Backups werden sich in dem von Ihnen erstellten Depot befinden. Tipps zur weiteren Nutzung der Bandbibliothek Sie müssen nicht jedes Mal, wenn Sie ein neues Band laden, eine vollständige Inventarisierung durchführen. Folgen Sie zur Zeitersparnis der im Abschnitt 'Inventarisierung (S. 239)' beschriebenen Prozedur (unter 'Schnelle und vollständige Inventarisierung kombinieren'). Sie können auch andere Depots (S. 242) auf derselben Bandbibliothek erstellen und jedes davon als Backup-Ziel auswählen Wiederherstellung unter einem Betriebssystem von einem Bandgerät So führen Sie eine Recovery-Aktion unter einem Betriebssystem von einem Bandgerät aus: 1. Verbinden Sie die Konsole mit der Maschine, die Sie wiederherstellen wollen. 2. Klicken Sie im Menü Aktionen auf den Befehl Recovery. 3. Klicken Sie auf Daten wählen, gehen Sie anschließend zu Datenpfad und klicken Sie dann auf Durchsuchen. 4. Wählen Sie das Depot, welches das Backup mit den wiederherzustellenden Daten enthält, klicken Sie auf OK und dann auf Archiv-Anzeige. 5. Wählen Sie zuerst das Backup und dann die Daten, die Sie wiederherstellen wollen. Nachdem Sie auf OK geklickt haben, wird Ihnen auf der Seite Recovery eine Liste der für die Wiederherstellung benötigten Bänder angezeigt. Fehlende Bänder sind ausgegraut dargestellt. Sollte Ihr Bandgerät noch leere Schächte haben, dann laden Sie diese Bänder in das Gerät. 6. Konfigurieren (S. 146) Sie andere Recovery-Einstellungen. 7. Klicken Sie auf OK, um die Wiederherstellung zu starten. 8. Sollte eines der benötigten Bänder aus irgendeinem Grund nicht geladen sein, dann wird Ihnen die Software eine Nachricht mit dem Identifier des erforderlichen Bandes anzeigen. Laden Sie das Band und klicken Sie dann auf Wiederholen, um mit der Wiederherstellung fortzufahren. Was, wenn ich keine auf Bändern gespeicherten Backups sehen kann? Das kann bedeuten, dass die Datenbank mit den Bandinhalten aus irgendeinem Grund verloren gegangen ist oder beschädigt wurde. Tun Sie Folgendes, um die Datenbank wiederherzustellen: Falls das Backup auf der Maschine vorhanden ist 1. Wählen Sie, nachdem Sie auf Recovery geklickt haben, zuerst Datenauswahl und dann Durchsuchen. 2. Klicken Sie doppelt auf Bandgeräte. Das System erfragt eine Bestätigung der Bandgerät-Erkennung. Klicken Sie auf Ja. 3. Wählen Sie, nachdem die erkannten Bandgeräte im Verzeichnisbaum erscheinen, auf das benötigte Gerät und klicken Sie dann auf OK. Das System erfragt eine Bestätigung für die Aktion zum erneuten Scannen. Klicken Sie auf Ja. 230 Copyright Acronis International GmbH,

231 4. Lassen Sie den Pool Unbekannte Bänder erneut scannen (S. 238). Als Ergebnis erhalten Sie die Inhalte des geladenen Bandes (bzw. der Bänder). 5. Falls irgendwelche der ermittelten Backups auf anderen Bändern fortgesetzt werden, die bisher noch nicht neu eingescannt wurden, dann laden Sie diese Bänder bei entsprechender Aufforderung und scannen Sie auch diese neu ein. 6. Danach können Sie das benötigte Backup auswählen. Falls sich das Backup auf einem Storage Node befindet 1. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server. 2. Erkennen Sie die Bandgerдte (S. 233). 3. Führen Sie eine schnelle Inventarisierung (S. 239) durch. Aktivieren Sie während der Inventarisierung nicht das Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben. Falls dieses Kontrollkästchen aktiviert ist, können Sie alle Ihre Backups verlieren. 4. Erstellen Sie ein verwaltetes Depot (S. 242) auf dem Bandgerät. 5. Lassen Sie den Pool Unbekannte Bänder erneut scannen (S. 238). Als Ergebnis erhalten Sie die Inhalte des geladenen Bandes (bzw. der Bänder). 6. Falls irgendwelche der ermittelten Backups auf anderen Bändern fortgesetzt werden, die bisher noch nicht neu eingescannt wurden, dann laden Sie diese Bänder bei entsprechender Aufforderung und scannen Sie auch diese neu ein Wiederherstellung mit einem bootfähigen Medium von einem lokal angebundenen Bandgerät So führen Sie eine Wiederherstellung mit einem bootfähigen Medium von einem lokal angebundenen Bandgerät aus: 1. Laden Sie die für die Wiederherstellung benötigten Bänder in das Bandgerät. 2. Booten Sie die Maschine mit dem bootfähigen Medium. 3. Klicken Sie auf Acronis Backup & Recovery 11.5 und dann auf Diese Maschine lokal verwalten. Überspringen Sie diesen Schritt, falls Sie ein WinPE-basiertes Medium verwenden. 4. Sollte das Bandgerät per iscsi-schnittstelle angebunden sein, dann konfigurieren Sie das Gerät wie unter 'iscsi- und NDAS-Gerдte konfigurieren' (S. 295) beschrieben. 5. Klicken Sie auf Recovery. 6. Klicken Sie auf Daten wählen und dann auf Durchsuchen. 7. Klicken Sie doppelt auf Bandgeräte. Das System erfragt eine Bestätigung der Bandgerät-Erkennung. Klicken Sie auf Ja. 8. Wählen Sie, nachdem die erkannten Bandgeräte im Verzeichnisbaum erscheinen, das benötigte Gerät. Das System erfragt eine Bestätigung der Aktion 'Erneut scannen'. Klicken Sie auf Ja. 9. Wählen Sie den Pool Unbekannte Bänder. 10. Wählen Sie die erneut zu scannenden Bänder. Aktivieren Sie zur Wahl aller Bänder des Pools das Kontrollkästchen neben dem Spaltenkopf Bandname. 11. Sollten die Bänder ein kennwortgeschütztes Archiv enthalten, dann aktivieren Sie das entsprechende Kontrollkästchen und spezifizieren Sie das Kennwort des Archivs im Feld Kennwort. Ohne oder bei falscher Angabe des Kennwortes werden die Archive nicht erkannt. Beachten Sie dies, falls Sie nach dem erneuten Scannen keine Archive sehen. 231 Copyright Acronis International GmbH,

232 Tipp: Sollten die Bänder mehrere kennwortgeschützte Archive enthalten, die wiederum verschiedene Kennwörter verwenden, dann müssen Sie das erneute Scannen mehrfach wiederholen, um jedes Kennwort entsprechend einzugeben. 12. Klicken Sie auf Start, damit das erneute Scannen beginnt. Als Ergebnis erhalten Sie die Inhalte des geladenen Bandes (bzw. der Bänder). 13. Falls irgendwelche der ermittelten Backups auf anderen Bändern fortgesetzt werden, die bisher noch nicht neu eingescannt wurden, dann laden Sie diese Bänder bei entsprechender Aufforderung und scannen Sie auch diese neu ein. 14. Klicken Sie auf OK, nachdem das erneute Scannen abgeschlossen ist. 15. Wählen Sie in der Archiv-Anzeige das Backup für die Recovery-Aktion aus und wählen Sie dann die wiederherzustellenden Daten. Nachdem Sie auf OK geklickt haben, wird Ihnen auf der Seite Recovery eine Liste der für die Wiederherstellung benötigten Bänder angezeigt. Fehlende Bänder sind ausgegraut dargestellt. Sollte Ihr Bandgerät noch leere Schächte haben, dann laden Sie diese Bänder in das Gerät. 16. Konfigurieren (S. 146) Sie andere Recovery-Einstellungen. 17. Wählen Sie OK, um die Wiederherstellung zu starten. 18. Sollte eines der benötigten Bänder aus irgendeinem Grund nicht geladen sein, dann wird Ihnen die Software eine Nachricht mit dem Identifier des erforderlichen Bandes anzeigen. Laden Sie das Band und klicken Sie dann auf Wiederholen, um mit der Wiederherstellung fortzufahren Wiederherstellung mit einem bootfähigen Medium von einem Bandgerät, das an einem Storage Node angeschlossen ist So führen Sie eine Wiederherstellung einem bootfähigen Medium von einem Bandgerät aus, das an einem Storage Node angeschlossen ist: 1. Laden Sie die für die Wiederherstellung benötigten Bänder in das Bandgerät. 2. Booten Sie die Maschine mit dem bootfähigen Medium. 3. Klicken Sie auf Acronis Backup & Recovery 11.5 und dann auf Diese Maschine lokal verwalten. Überspringen Sie diesen Schritt, falls Sie ein WinPE-basiertes Medium verwenden. 4. Klicken Sie auf Recovery. 5. Klicken Sie auf Datenauswahl und klicken Sie dann auf Durchsuchen. 6. Geben Sie in die Box Pfad die Zeichenfolge 'bsp://<storage Node-Adresse>/<Depot-Name>/' ein wobei <Storage Node-Adresse> der IP-Adresse des Storage Nodes entspricht, der das benötigte Backup enthält und <Depot-Name> dem Namen des Depots entspricht. Klicken Sie auf OK und spezifizieren Sie die Anmeldedaten für das Depot. 7. Wählen Sie zuerst das Backup und dann die Daten, die Sie wiederherstellen wollen. Nachdem Sie auf OK geklickt haben, wird Ihnen auf der Seite Recovery eine Liste der für die Wiederherstellung benötigten Bänder angezeigt. Fehlende Bänder sind ausgegraut dargestellt. Sollte Ihr Bandgerät noch leere Schächte haben, dann laden Sie diese Bänder in das Gerät. 8. Konfigurieren (S. 146) Sie noch andere Recovery-Einstellungen. 9. Wählen Sie OK, um die Wiederherstellung zu starten. 10. Sollte eines der benötigten Bänder aus irgendeinem Grund nicht geladen sein, dann wird Ihnen die Software eine Nachricht mit dem Identifier des erforderlichen Bandes anzeigen. Laden Sie das Band und klicken Sie dann auf Wiederholen, um mit der Wiederherstellung fortzufahren. 232 Copyright Acronis International GmbH,

233 7.4.4 Bandverwaltung Erkennung von Bandgeräten Beim Erkennen von Bandgeräten findet Acronis Backup & Recovery 11.5 an die Maschine angeschlossene Bandgeräte und schreibt die dazugehörigen Informationen in die Bandverwaltungsdatenbank. Das Erkennen von Bandgeräten ist notwendig: Nachdem Sie ein Bandgerät (erneut) angeschlossen haben. Nachdem Sie Acronis Backup & Recovery 11.5 (erneut) auf einer Maschine installiert haben, an die ein Bandgerät angeschlossen ist. Beim Erkennen von Bandgeräten deaktiviert Acronis Backup & Recovery 11.5 diese im RSM. So lassen Sie Bandgeräte erkennen 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf Bandgeräte erkennen. Sie sehen die Anzahl angeschlossener Bandgeräte, deren Laufwerke und Schächte Band-Pools Acronis Backup & Recovery 11.5 verwendet so genannte Band-Pools, bei denen es sich um logische Gruppen von Bändern handelt. Die Software enthält bereits folgende vordefinierte Band-Pools: Unbekannte Bänder, Importierte Bänder, Freie Bänder und Acronis. Sie können außerdem auch Ihre eigenen, benutzerdefinierten Pools erstellen. Vordefinierte Pools Unbekannte Bänder Der Pool enthält Bänder, die durch Anwendungen von Drittherstellern beschrieben wurden. Um auf diese Bänder schreiben zu können, müssen sie von Ihnen explizit in den Pool Freie Bänder verschoben (S. 236) werden. Sie können Bändern von diesem Pool zu keinem anderen Pool verschieben mit Ausnahme des Pools Freie Bänder. Importierte Bänder Der Pool enthält Bänder, die von Acronis Backup & Recovery 11.5 in einem Bandgerät beschrieben wurden, das aber an einen anderen Storage Node oder Agenten angeschlossen war. Um auf diese Bänder schreiben zu können, müssen sie von Ihnen explizit in den Pool Freie Bänder verschoben werden. Sie können Bändern von diesem Pool zu keinem anderen Pool verschieben mit Ausnahme des Pools Freie Bänder. Freie Bänder Der Pool enthält freie (leere) Bänder. Sie können Bänder von anderen Pools manuell zu diesem Pool verschieben. Wenn Sie ein Band zum Pool Freie Bänder verschieben, kennzeichnet die Software diese als leer. Sollte das Band noch Backups enthalten, so werden diese als gelöscht angezeigt. Indem die Software die Backups überschreibt, entfernt sie auch alle mit diesen Backups verbundenen Daten aus der Datenbank. Acronis 233 Copyright Acronis International GmbH,

234 Der Pool wird standardmäßig für Backups verwendet, wenn Sie keine eigenen Pools erstellen wollen. Das trifft üblicherweise bei Bandlaufwerken mit einer kleinen Zahl von Bändern zu. Benutzerdefinierte Pools Sie müssen mehrere Pools erstellen, falls Sie Backups mit unterschiedlichen Daten separieren wollen. Sie können benutzerdefinierte Pools beispielsweise erstellen, um folgende Daten zu trennen: Backups aus unterschiedlichen Abteilungen Ihrer Firma Backups von verschiedenen Maschinen Backups von System-Volumes und Benutzerdaten befüllte Bänder von Bändern, auf die noch geschrieben wird (S. 234). Befüllte Bänder trennen Sie möchten möglicherweise bereits befüllte Bänder von solchen trennen, die noch unvollständig beschrieben sind. Angenommen, Sie wollen, dass Bänder, die über einen Monat mit Daten befüllt wurden, zu einem externen Aufbewahrungsort überführt werden. So gehen Sie dafür vor: 1. Erstellen Sie einen benutzerdefinierten Band-Pool (S. 234) (beispielsweise Befüllte Bänder). 2. Erstellen Sie einen anderen benutzerdefinierten Band-Pool (beispielsweise Aktuelle Bänder). Aktivieren Sie in den Pool-Einstellungen das Kontrollkästchen Wenn Band voll ist, verschiebe zu Pool und wählen Sie den Pool Befüllte Bänder aus der Liste. 3. Erstellen Sie ein Depot (S. 242) und assoziieren Sie es mit dem Pool Aktuelle Bänder. 4. Wählen Sie bei Erstellung eines Backup-Plans das erstellte Depot als den Backup-Zielort. 5. Werfen Sie einmal im Monat die Bänder des Pools Befüllte Bänder aus, und überführen Sie diese zu einem externen Aufbewahrungsort Aktionen mit Pools Einen Pool erstellen So erstellen Sie einen Pool: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf Pool erstellen. 3. Spezifizieren Sie den Pool-Namen. 4. [Optional] Wählen Sie Bänder, die zu diesem Pool vom Pool Freie Bänder verschoben werden sollen. 5. [Optional] Deaktivieren Sie das 'Bänder automatisch vom Pool 'Freie Bänder' nehmen...'-kontollkästchen. Wenn es deaktiviert ist, werden nur solche Bänder für Backups verwendet, die zu einem bestimmten Moment in den neuen Pool aufgenommen wurden. 6. [Optional] Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Nach... Überschreibungen, Band verschieben zu Pool, spezifizieren Sie dann die Anzahl an Informationsschreibzyklen und wählen Sie dann den Pool, zu dem ein Band anschließend verschoben wird. Tipp: Bändern haben eine relativ begrenzte Haltbarkeit. Sie können daher einen speziellen Pool erstellen und alte Bänder zu diesem verschieben lassen. Dadurch können Sie in diesem Pool gespeicherte Bänder regelmäßig auswerfen lassen, sie entsorgen und Ihr Bandgerät mit neuen Bändern beladen. 234 Copyright Acronis International GmbH,

235 7. [Optional] Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Nach... Backups, Band verschieben zu Pool, spezifizieren Sie dann die Anzahl an Backups und wählen Sie dann den Pool, zu dem ein Band anschließend verschoben wird. Tipp: Diese Option kann beispielsweise in folgenden Fällen nützlich sein: Sie sichern Ihre Maschine einmal täglich von Montag bis Freitag und verschieben das Band/die Bänder nach fünf Backups zum benutzerdefinierten Pool. Einmal wöchentlich entnehmen spezielle Mitarbeiter die Bänder aus diesem Pool und überführen Sie zu einer sicheren, externen Aufbewahrungsort. 8. [Optional] Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Wenn Band voll ist, verschiebe zu Pool und wählen Sie dann den Pool, zu dem ein Band verschoben wird, wenn es voll ist. Tipp: Diese Option kann beispielsweise nützlich sein, um befьllte Bдnder von Bдndern zu trennen, auf die noch geschrieben wird (S. 234). 9. Klicken Sie auf OK. Einen Pool bearbeiten Sie können die Parameter des Pools Acronis oder Ihres eigenen, benutzerdefinierten Pools bearbeiten. So bearbeiten Sie einen Pool: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Wählen Sie den gewünschten Pool und klicken Sie dann auf Einstellungen. 3. Sie können den Pool-Namen ändern (ausgenommen den Namen des Pools Acronis) oder andere Einstellungen vornehmen. Zu weiteren Informationen über Pool-Einstellungen siehe den Abschnitt 'Einen Pool erstellen (S. 234)'. 4. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern. Einen Pool löschen Sie können nur benutzerdefinierte Pools löschen. Vordefinierte Band-Pools (Unbekannte Bänder, Importierte Bänder, Freie Bänder und der Pool Acronis) können nicht gelöscht werden. So löschen Sie einen Pool: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Wählen Sie den benötigten Pool und klicken Sie dann auf Entfernen. 3. Sollte der Pool mit einem oder mehreren Depots assoziiert sein, dann werden Sie vom System benachrichtigt, dass der Pool nicht gelöscht werden kann. Sie müssen auf Schließen klicken, den Pool in den Einstellungen eines jeden Depots ändern, welches in der Benachrichtigungsmeldung genannt wurde und dann die Aktion zum Löschen des Pools wiederholen. Wählen Sie anderenfalls den Pool, zu dem die Bänder des zu löschenden Pools nach seiner Entfernung verschoben werden sollen. 4. Klicken Sie auf OK, um den Pool zu löschen. 235 Copyright Acronis International GmbH,

236 Aktionen mit Bändern Umbenennung Falls die Software ein neues Band ermittelt, weist sie diesem automatisch einen Namen in folgendem Format zu: Band XXX, wobei XXX eine eindeutige Nummer ist. Bändern werden fortlaufend nummeriert. Die Umbenennungsaktion ermöglicht Ihnen, den Namen eines oder mehrerer Bänder manuell zu ändern. So benennen Sie Bänder um: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf den Pool, der das gewünschte Band (Bänder) enthält, und wählen Sie dann das erforderliche Band (Bänder). 3. Klicken Sie auf Umbenennen. 4. Geben Sie (einen) neue(n) Namen für das gewählte Band (die Bänder) ein. 5. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern. Den Pool ändern Diese Aktion ermöglicht Ihnen, ein Band oder mehrere Bänder von einem Pool zu einem anderen zu verschieben. Wenn Sie ein Band zum Pool Freie Bänder verschieben, kennzeichnet die Software diese als leer. Falls das Band Backups enthält, so sind diese mit dem Symbol gekennzeichnet. Wenn die Software mit dem Überschreiben des Bandes beginnt, werden die mit den Backups verbundenen Daten aus der Datenbank entfernt. Anmerkungen zu besonderen Bandtypen Sie können keine schreibgeschützten Bänder und keine einmal beschreibbaren WORM-Bänder (Write-Once-Read-Many) in den Pool Freie Bänder verschieben. Reinigungsbänder werden immer im Pool Unbekannte Bänder angezeigt; diese können von Ihnen zu keinem anderen Pool verschoben werden. So verschieben Sie Bänder zu einem anderen Pool: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf den Pool, der die notwendigen Bänder enthält und wählen Sie dann die benötigten Bänder. 3. Klicken Sie auf Pool ändern. 4. [Optional] Klicken Sie auf Pool erstellen, falls Sie für die gewählten Bänder einen anderen Pool erstellen wollen. Führen Sie die im Abschnitt Einen Pool erstellen (S. 234) beschriebenen Aktionen aus. 5. Wählen Sie den Pool, zu dem die Bänder verschoben werden sollen. 6. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen zu speichern. 236 Copyright Acronis International GmbH,

237 Zu einem anderen Schacht verschieben Verwenden Sie die Aktion in folgenden Situationen: Sie müssen mehrere Bänder gleichzeitig aus einem Bandgerät herausnehmen. Ihr Bandgerät hat keinen 'Mail-Schacht' und die herauszunehmenden Bänder befinden sich in Schächten von fest angeschlossenen Magazinen. Sie müssen Bänder zu den Schächten von Ein-Schacht-Magazinen verschieben und das Magazin dann manuell herausnehmen. So verschieben Sie Bänder zu anderen Schächten: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf den Pool, der die notwendigen Bänder enthält und wählen Sie dann die benötigten Bänder. 3. Klicken Sie auf Verschieben. 4. Wählen Sie einen neuen Schacht, zu dem jedes der gewählten Bänder verschoben werden soll. 5. Klicken Sie auf OK, um die Aktion zu starten. Auswerfen Zum erfolgreichen Auswerfen eines Bandes aus einer Bandbibliothek muss diese den 'Mail-Schacht' haben und dieser darf nicht durch einen Benutzer oder eine andere Software gesperrt sein. So lassen Sie ein Band auswerfen: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf den Pool, der das gewünschte Band enthält, und wählen Sie dann das erforderliche Band. 3. Klicken Sie auf Auswerfen. Die Software fordert Sie auf, die Bandbeschreibung bereitzustellen. Wir empfehlen, dass Sie den physikalischen Speicherort beschreiben, wo das Band aufbewahrt wird. Die Software zeigt während einer Wiederherstellung diese Beschreibung an, so dass Sie das Band einfach finden können. Details. Sie können die Abfrage der Bandbeschreibung deaktivieren, indem Sie auf Diese Meldung nicht wieder anzeigen klicken. So reaktivieren Sie die Eingabeaufforderung: klicken Sie im Menü auf Optionen, dann auf Konsolen-Optionen, dann auf Pop-up-Meldungen und aktivieren Sie anschließend das Kontrollkästchen Erfrage Beschreibung bei Auswurf des Bandes. 4. Klicken Sie auf OK, um die Aktion zu starten. Nachdem ein Band manuell oder automatisch (S. 138) ausgeworfen wurde, empfiehlt es sich, den entsprechenden Namen auf das Band zu schreiben. Löschen Wird ein Band physikalisch gelöscht, so werden auch alle auf dem Band gespeicherten Backups gelöscht und die dazugehörigen Informationen aus der Datenbank. Die Information über das Band selbst verbleibt jedoch in der Datenbank. 237 Copyright Acronis International GmbH,

238 Nach dem Löschen wird ein Band, das sich im Pool Unbekannte Bänder oder Importierte Bänder befand, in den Pool Freie Bänder verschoben. Ein in einem anderen Pool befindliches Band wird nicht verschoben. Sie können diese Aktion mit nur je einem Band gleichzeitig durchführen. So löschen Sie ein Band: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf den Pool, der das gewünschte Band enthält, und wählen Sie dann das erforderliche Band. 3. Klicken Sie auf Löschen. Das System erfragt eine Bestätigung der Aktion. 4. Klicken Sie auf OK, um die Aktion zu starten. Details: Sie können die Lösch-Aktion nicht abbrechen. Erneut scannen Die Informationen über den Inhalt der Bänder werden in einer dedizierten Datenbank gespeichert. Die Aktion 'Erneut scannen' liest den Inhalt der Bänder ein und aktualisiert die Datenbank, falls die dort befindlichen Informationen nicht mit den auf den Bändern gespeicherten Daten übereinstimmen. Die als Folge der Aktion ermittelten Archive werden in dem spezifizierten Depot platziert. Sie können innerhalb einer Aktion die Bänder eines Pools erneut scannen lassen. Nur 'online' Bänder können für die Aktion ausgewählt werden. Führen Sie 'Erneut scannen' aus: Falls die Datenbank eines Storages Nodes oder einer verwalteten Maschine verloren ging oder beschädigt wurde. Falls die Informationen über ein Band in der Datenbank nicht mehr aktuell sind (beispielsweise, weil der Inhalt eines Bandes durch einen anderen Storage Node oder Agenten modifiziert wurde). Um auf die auf Bändern gespeicherten Backups zugreifen zu können, wenn Sie unter einem bootfähigen Medium arbeiten. Falls Sie die Informationen über ein Band versehentlich von der Datenbank entfernt (S. 241) haben. Wenn Sie ein zuvor entferntes Band erneut scannen, erscheinen die auf diesem gespeicherten Backups erneut in der Datenbank und werden für Recovery-Aktionen verfügbar. Falls Backups von einem Band entweder manuell oder durch Aufbewahrungsregeln (S. 485) gelöscht wurden, Sie diese aber wieder für Recovery-Aktionen verfügbar haben wollen. Bevor Sie ein solches Band erneut scannen, sollten Sie es zuerst auswerfen (S. 237), seine Information aus der Datenbank entfernen (S. 241) und das Band danach wieder in das Bandgerät einlegen. So scannen Sie Bänder neu: 1. Falls Sie noch kein bandbasiertes Depot (S. 242) mit dem Gerät assoziiert haben, in das Sie die Bänder geladen haben, dann erstellen Sie ein solches Depot. 2. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 3. Führen Sie eine schnelle Inventarisierung (S. 239) durch. 238 Copyright Acronis International GmbH,

239 Hinweis: Aktivieren Sie während der Inventarisierung nicht das Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben. 4. Klicken Sie auf Erneut scannen. 5. Bestimmen Sie das Depot, in dem die neu ermittelten Archive abgelegt werden. 6. Wählen Sie den Pool Unbekannte Bänder. Das ist der Pool, zu dem die Mehrheit der Bänder als Ergebnis einer schnellen Inventarisierung gesendet wird. Ein erneutes Scannen des mit dem gewählten Depot assoziierten Pools oder des Pools Importierte Bänder ist auch möglich. 7. Wählen Sie die erneut zu scannenden Bänder. Aktivieren Sie zur Wahl aller Bänder des Pools das Kontrollkästchen neben dem Spaltenkopf Bandname. 8. Aktivieren Sie bei Bedarf das Kontrollkästchen Datei-Recovery für auf Bändern gespeicherte Laufwerk-Backups aktivieren. Details: Falls das Kontrollkästchen aktiviert ist, erstellte die Software zusätzliche Dateien auf einem Festplattenlaufwerk der Maschine, an welche das Bandgerät angeschlossen ist. Datei-Recovery von Laufwerk-Backups ist möglich, solange diese zusätzlichen Dateien intakt sind. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen aktiviert ist, falls die Bänder Single-Pass-Backups (S. 494) enthalten. Anderenfalls werden Sie nicht in der Lage sein, Applikationsdaten von diesen Backups wiederherzustellen. 9. Sollten die Bänder ein kennwortgeschütztes Archiv enthalten, dann aktivieren Sie das entsprechende Kontrollkästchen und spezifizieren Sie das Kennwort des Archivs im Feld Kennwort. Ohne oder bei falscher Angabe des Kennwortes werden die Archive nicht erkannt. Beachten Sie dies, falls Sie nach dem erneuten Scannen keine Archive sehen. Tipp: Sollten die Bänder mehrere kennwortgeschützte Archive enthalten, die wiederum verschiedene Kennwörter verwenden, dann müssen Sie das erneute Scannen mehrfach wiederholen, um jedes Kennwort entsprechend einzugeben. 10. Klicken Sie auf Start, damit das erneute Scannen beginnt. Ergebnis: Die gewählten Bänder werden zu dem mit dem gewählten Depot assoziierten Pool verschoben. Die auf diesen Bändern gespeicherten Backups können in diesem Depot gefunden werden. Ein über mehrere Bänder verteiltes Backup erscheint solange nicht im Depot, bis alle entsprechenden Bänder erneut gescannt wurden. Inventarisierung Die Inventarisierungsaktion ermittelt in ein Bandgerät geladene Bänder und weist denjenigen Bändern Namen zu, die keine haben. Führen Sie diesen Aktion jedes Mal aus, wenn Sie Bänder in die Kassettenschächte des Bandgerätes laden. Inventarisierungsmethoden Acronis Backup & Recovery 11.5 stellt die folgenden zwei Methoden zur Inventarisierung bereit. Schnelle Inventarisierung Acronis Backup & Recovery 11.5 scannt Bänder nach Barcodes. Durch die Verwendung von Barcodes kann die Software ein Band schnell zu dem Pool zurückgeben, wo es zuvor vorlag. Verwenden Sie diese Methode, um Bänder zu erkennen, die von demselben und an dieselbe Maschine angeschlossenen Bandgerät verwendet wurden. Andere Bänder werden an den Pool Unbekannt Bänder gesendet. Sollte Ihre Bandbibliothek keinen Barcode-Leser enthalten, dann werden alle Bänder an den Pool Unbekannte Bänder gesendet. Führen Sie zur Erkennung Ihrer Bänder eine vollständige 239 Copyright Acronis International GmbH,

240 Inventarisierung durch oder kombinieren Sie (wie weiter unten beschrieben) eine schnelle und eine vollständige Inventarisierung. Vollständige Inventarisierung Acronis Backup & Recovery 11.5 liest durch Acronis-Software geschriebene Tags und analysiert weitere Informationen über den Inhalt der geladenen Bänder. Verwenden Sie diese Methode, um leere Bänder zu erkennen sowie Bänder, die durch Acronis-Software auf beliebigen Bandgeräten und Maschinen beschrieben wurden. Die nachfolgende Tabelle zeigt Pools an, zu denen Bänder als Ergebnis der vollständigen Inventarisierung gesendet werden. Band wurde verwendet von... Band wird gelesen von... Band wird gesendet zu Pool... Agent Storage Node derselbe Agent ein anderer Agent Storage Node derselbe Storage Node ein anderer Storage Node Agent wo das Band zuvor war Importierte Bänder Importierte Bänder wo das Band zuvor war Importierte Bänder Importierte Bänder Dritthersteller-Backup-Anwendung Agent oder Storage Node Unbekannte Bänder Bänder bestimmter Typen werden zu besonderen Pools gesendet: Bandtyp Leere Bänder Leeres, schreibgeschütztes Band Reinigungsband Band wird gesendet zu Pool... Freie Bänder Unbekannte Bänder Unbekannte Bänder Die schnelle Inventarisierung kann auf komplette Bandgeräte angewendet werden. Die vollständige Inventarisierung kann auf komplette Bandgeräte, individuelle Laufwerke oder Schächte angewendet werden. Schnelle und vollständige Inventarisierung kombinieren Die vollständige Inventarisierung eines kompletten Bandgerätes kann viel Zeit benötigen. Sollten Sie nur einige wenige Bänder inventarisieren müssen, dann können Sie folgendermaßen vorgehen: 1. Führen Sie eine schnelle Inventarisierung des Bandgerätes durch. 2. Klicken Sie auf den Pool Unbekannte Bänder. Ermitteln Sie die Bänder, die Sie inventarisieren wollen, und notieren Sie sich die Schächte, die diese Bänder belegen. 3. Führen Sie für diese Schächte eine vollständige Inventarisierung durch. Aktionen nach der Inventarisierung Falls Sie Backups auf Bänder durchführen wollen, die in den Pools Unbekannte Bänder oder Importierte Bänder vorliegen, dann verschieben (S. 236) Sie diese in den Pool Freie Bänder und dann zum Pool Acronis oder einen benutzerdefinierten Pool. Falls der Pool, zu dem die Backups erfolgen sollen, vom Typ wiederauffüllbar (S. 497) ist, können Sie die Bänder im Pool Freie Bänder belassen. Falls Sie eine Wiederherstellung von einem Band ausführen wollen, das im Pool Unbekannte Bänder oder Importierte Bänder vorliegt, so müssen Sie es erneut scannen (S. 238). Das Band wird zu dem 240 Copyright Acronis International GmbH,

241 Pool verschoben, der mit dem Depot verbunden ist, das Sie beim erneuten Scannen gewählt haben und die auf dem Band gespeicherten Backups erscheinen in diesem Depot. Abfolge der Aktionen 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf Bestandsliste (Inventory). 3. Wählen Sie die Inventarisierungsmethode: Schnell oder Vollständig. 4. [Optional] Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben. Warnung: Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen nur, wenn Sie absolut sicher sind, dass die auf Ihren Bändern gespeicherten Daten überschrieben werden können. 5. [Optional] Wählen Sie die zu inventarisierenden Bandbibliotheken und autonomen Laufwerke. Standardmäßig sind alle Bandbibliotheken und autonomen Laufwerke vorausgewählt. 6. [Optional] Falls Sie die vollständige Inventarisierungsmethode wählen, können Sie die zu inventarisierenden Bandbibliotheksschächte und Laufwerke bestimmen. Standardmäßig sind alle Schächte und Laufwerke vorausgewählt. Entfernen Durch die Aktion 'Entfernen' werden die Informationen über die auf dem gewählten Band gespeicherten Backups sowie die Informationen über das Band selbst aus der Datenbank gelöscht. Sie können nur ein offline (ausgeworfenes (S. 237)) Band entfernen. So entfernen Sie ein Band: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf den Befehl Bandverwaltung. Wählen Sie, falls Sie mit dem Management Server verbunden sind, den Storage Node, an den Ihr Bandgerät angeschlossen ist. 2. Klicken Sie auf den Pool, der das gewünschte Band enthält, und wählen Sie dann das erforderliche Band. 3. Klicken Sie auf Entfernen. Das System erfragt eine Bestätigung der Aktion. 4. Klicken Sie auf OK, um das Band zu entfernen. Was sollen Sie tun, wenn Sie ein Band versehentlich entfernt haben? Anders als bei einem gelöschten (S. 237) Band wurden die Daten eines entfernten Bandes nicht physikalisch gelöscht. Sie können daher die auf einem solchen Band gespeicherten Backups wieder verfügbar machen. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Laden Sie das Band in Ihr Bandgerät. 2. Führen Sie eine schnelle Inventarisierung (S. 239) durch, um das Band erkennen zu lassen. Aktivieren Sie während der Inventarisierung nicht das Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben. 3. Führen Sie die Aktion 'Erneut scannen (S. 238)' durch, um die auf den Bändern gespeicherten Daten mit der Datenbank abzugleichen. 241 Copyright Acronis International GmbH,

242 7.4.5 Depots auf Bändern Jedes bandbasierte Depot ist mit einem oder mehreren Laufwerken eines Bandgerätes sowie einem Pool (S. 233) von Bändern assoziiert. Warum benötigte ich mehrere Depots? Zwei der häufigsten Szenarien, die es erforderlich machen, dass Sie mehrere Depots erstellen, sind wie folgt: Sie möchten die Daten mehrerer Maschinen so sichern, dass sich die Backups von jeder Maschine auf einem separaten Bandsatz befinden. Sie möchten unterschiedliche Daten derselben Maschine auf separate Bandsätze sichern. Beispielsweise soll das System-Volume wöchentlich gesichert werden, sich häufig ändernde Daten dagegen täglich. In beiden Fällen erstellen Sie einen separaten, benutzerdefinierten Pool für jeden Bandsatz und assoziieren ein separates Depot mit diesem. Persönliche, bandbasierte Depots Bevor Sie eine Maschine auf ein direkt angeschlossenes Bandgerät sichern, können Sie ein persönliches Depot erstellen. Falls Sie das nicht wollen, dann wird die Software automatisch ein persönliches Depot erstellen, welches mit dem Pool Acronis assoziiert ist. Sollten Sie mehr als ein persönliches Depot erstellen, dann werden die Bänder mit Backups gemäß den Einstellungen dieser Depots in die entsprechenden Pools platziert. Jedes Depot zeigt jedoch alle Backups an, die in all diesen Depots hinterlegt sind. So erstellen Sie ein persönliches Depot: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf Depots. 2. Klicken Sie auf Erstellen. 3. Fahren Sie fort, wie im Abschnitt 'Ein persönliches Depot erstellen (S. 215)' beschrieben. Verwaltete, zentrale, bandbasierte Depots Um eine Maschine auf ein an einem Storage Node angeschlossenen Bandgerät zu sichern, müssen Sie ein verwaltetes, zentrales Depot auf dem Bandgerät erstellen. So erstellen Sie ein verwaltetes, zentrales Depot: 1. Klicken Sie im Verzeichnisbaum Navigation auf Storage Nodes. 2. Wählen Sie den benötigten Storage Node und klicken Sie dann auf Depot erstellen. 3. Fahren Sie fort wie im Abschnitt 'Ein verwaltetes zentrales Depot erstellen (S. 206)' beschrieben. Tipp: Falls Sie mehrere Maschinen zu einer Bandbibliothek mit multiplen Laufwerken sichern, dann assoziieren Sie das Depot mit der kompletten Bibliothek. Das ermöglicht Ihnen, die Backups der Maschinen simultan über verschiedene Laufwerke durchzuführen. Falls Sie ein Depot oder mehrere Depots mit nur einem Laufwerk assoziieren, werden die Laufwerke in eine Warteschlange gestellt Anwendungsbeispiele Neben den in diesem Abschnitt bereits beschriebenen Beispielen können Sie noch zwei weitere Beispiele berücksichtigen: Verschieben älterer Backups auf Bänder zur Langzeitaufbewahrung (S. 112) (Laufwerk-zu-Laufwerk-zu-Band) 242 Copyright Acronis International GmbH,

243 Backup auf Bänder innerhalb eines engen Backup-Fensters (S. 112) Beispiel 1: Ein Band-Autoloader und 12 Bänder Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie haben 12 Bänder und einen Band-Autoloader an die Maschine angeschlossen, deren Daten Sie per Backup sichern wollen. Sie möchten die Daten der Maschine so sichern, dass das Backup auf einem anderen Band fortgesetzt wird, falls auf dem ursprünglichen Band kein ausreichender Speicherplatz vorhanden ist. Wenn alle Bänder befüllt sind, sollen sie nacheinander wieder ohne Benutzereingriff überschrieben werden. Sie benötigen einen separaten Pool für den Backup-Plan, der dieses Szenario ausführt. Falls Sie andere Backup-Pläne haben oder erstellen wollen, die auf dasselbe Bandgerät schreiben, dann verwenden Sie für diese Pläne andere Pools. Abfolge der Aktionen 1. Laden Sie Ihre Bänder in die Autoloader-Schächte. 2. Führen Sie die Inventarisierung (S. 239) mit aktiviertem Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben durch. Ergebnis. Die geladenen Bänder befinden sich im Pool Freie Bänder. Falls einige davon an den Pool Acronis oder einen benutzerdefinierten Pool gesendet werden, dann bedeutet dies, dass diese Bänder Backups enthalten, die Sie früher auf dieser Maschine erstellt haben. Verschieben (S. 236) Sie solche Bänder manuell in den Pool Freie Bänder, falls Sie diese Backups nicht mehr benötigen. 3. Entscheiden Sie, ob Ihre Backups auf Bänder erfolgen sollen, die sich im vorgegebenen Acronis-Pool (S. 233) befinden oder ob Sie einen neuen Pool erstellen (S. 234) wollen. Deaktivieren Sie in beiden Fällen in den Einstellungen des gewählten Pools das Kontrollkästchen Bänder automatisch vom Pool 'Freie Bänder' nehmen Verschieben Sie alle geladenen Bänder vom Pool Freie Bänder zu dem von Ihnen gewählten Pool. 5. Erstellen Sie ein persönliches Depot (S. 242) und assoziieren Sie Ihren Pool mit diesem. 6. Bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58): Wählen Sie Ihr Depot als den Backup-Speicherort. Wählen Sie das Backup-Schema Benutzerdefiniert. Konfigurieren Sie die Backup-Planungen so, dass das komplette Set der 12 Bänder wenigstens 2 vollständige Backups enthält. Dadurch erhält die Software die Möglichkeit, Bänder gegebenenfalls zu überschreiben. Wählen Sie bei Archiv bereinigen die Option Wenn nicht ausreichend Speicherplatz während des Backups vorhanden ist. Ergebnis Der Backup-Plan wird nur die Bänder verwenden, die sich in dem gewählten Pool befinden. Wenn alle Bänder vollgeschrieben sind, wird das älteste Band überschreiben und so weiter. 243 Copyright Acronis International GmbH,

244 Beispiel 2: Backups auf Bänder auf Basis einer wöchentlichen Rotation Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten mehrere Maschinen auf ein Bandgerät sichern, das an einem Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node angeschlossen ist. Sie möchten freitags ein Voll-Backup erstellen sowie inkrementelle Backups je am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Sie möchten zwei Bandsätze verwenden, jeder davon soll über eine Woche beschrieben werden. Der Bandsatz einer gerade verstrichenen Woche soll ausgeworfen und durch den anderen Satz ersetzt werden, der dann später im Wechsel überschrieben werden soll. Dieser Arbeitsansatz kann nützlich sein, wenn die Anzahl der Schächte in Ihrem Bandgerät nur für die Backups je einer Woche ausreicht. Abfolge der Aktionen 1. Laden Sie einen Ihrer Bandsätze in die Bandgerätschächte. 2. Führen Sie die Inventarisierung (S. 239) mit aktiviertem Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben durch. Ergebnis. Die geladenen Bänder befinden sich im Pool Freie Bänder. Falls einige davon an den Pool Acronis oder einen benutzerdefinierten Pool gesendet werden, dann bedeutet dies, dass diese Bänder Backups enthalten, die Sie früher auf dieser Maschine erstellt haben. Verschieben (S. 236) Sie solche Bänder manuell in den Pool Freie Bänder, falls Sie diese Backups nicht mehr benötigen. 3. Entscheiden Sie, ob Ihre Backups auf Bänder erfolgen sollen, die sich im vorgegebenen Acronis-Pool (S. 233) befinden oder ob Sie einen neuen Pool erstellen (S. 234) wollen. 4. Falls der gewählte Pool nicht wiederauffüllbar (S. 497) ist, dann verschieben Sie alle geladenen Bänder aus dem Pool Freie Bänder in den von Ihnen gewählten Pool. 5. Lassen Sie den geladenen Bandsatz auswerfen. Wiederholen Sie für den anderen Bandsatz die Schritte 1, 2 und Ein verwaltetes Depot erstellen (S. 206): Wenn Sie das Depot erstellen: Wählen Sie bei Laufwerke das komplette Bandlaufwerk. Dadurch ermöglichen Sie gleichzeitige Backups der Maschinen mit Hilfe unterschiedlicher Laufwerke, sofern Ihr Bandgerät über mehr als ein Laufwerk verfügt. Wählen Sie bei Band-Pool denjenigen Pool, wohin Sie Ihre Backups erstellen wollen (den Pool Acronis oder den neu erstellten). 7. Bei Erstellung eines zentralen Backup-Plans (S. 396): Wählen Sie bei Elemente für das Backup die Maschinen, die Sie sichern wollen. Wählen Sie das erstellte Depot als den Backup-Zielort. Wählen Sie das Backup-Schema Benutzerdefiniert. Spezifizieren Sie die Planungen für die vollständigen und inkrementellen Backups. Wählen Sie bei Archiv bereinigen die Option Aufbewahrungsregeln verwenden und klicken Sie dann auf Aufbewahrungsregeln. Spezifizieren Sie die Aufbewahrungsregel so, dass Backups älter als 1 Woche gelöscht werden. 8. Lassen Sie jeden Freitag, bevor ein neues Voll-Backup ausgeführt wird, den geladenen Bandsatz auswerfen und legen Sie den anderen ein. Sollte Ihr Bandgerät einen Barcode-Leser enthalten, 244 Copyright Acronis International GmbH,

245 dann führen Sie eine schnelle Inventarisierung aus. Führen Sie ansonsten eine vollständige Inventarisierung durch. Ergebnis Die Bandsätze werden abwechselnd verwendet. Wenn ein Bandsatz eingelegt wird, werden seine Bänder nacheinander überschrieben Beispiel 3: Laufwerk-zu-Laufwerk-zu-Band mit Übermittlung der Bänder zu einem externen Speicherort Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten das Backup einer Maschine auf ein Festplattenlaufwerk erstellen und dann eine Replikation jedes Backups auf das lokal angeschlossene Bandgerät durchführen. Sie möchten, dass die Bänder mit jedem Backup ausgeworfen und dann an einen externen Aufbewahrungsort übermittelt werden. Abfolge der Aktionen 1. Beladen Sie die Bandgeräteschächte mit Bändern. 2. Führen Sie die Inventarisierung (S. 239) mit aktiviertem Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben durch. Ergebnis: Die geladenen Bänder befinden sich im Pool Freie Bänder. Falls einige davon an den Pool Acronis oder einen benutzerdefinierten Pool gesendet werden, dann bedeutet dies, dass diese Bänder Backups enthalten, die Sie früher auf dieser Maschine erstellt haben. Verschieben (S. 236) Sie solche Bänder manuell in den Pool Freie Bänder, falls Sie diese Backups nicht mehr benötigen. 3. Entscheiden Sie, ob Ihre Backups auf Bänder erfolgen sollen, die sich im vorgegebenen Acronis-Pool (S. 233) befinden oder ob Sie einen neuen Pool erstellen (S. 234) wollen. 4. Falls der gewählte Pool nicht wiederauffüllbar (S. 497) ist, dann verschieben Sie alle geladenen Bänder aus dem Pool Freie Bänder in den von Ihnen gewählten Pool. 5. Erstellen Sie ein persönliches Depot (S. 242) und assoziieren Sie Ihren Pool mit diesem. 6. Bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58): Spezifizieren Sie einen lokalen Ordner als Backup-Zielort. Legen Sie das benötigte Backup-Schema fest. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Neu erstelltes Backup zu einem anderen Speicherort replizieren, klicken Sie auf 2. Speicherort und wählen Sie das erstellte Depot aus dem Verzeichnisbaum. Klicken Sie auf Backup-Optionen, dann im Verzeichnisbaum auf Bandverwaltung (S. 138) und aktivieren Sie das Kontrollkästchen Bänder nach erfolgreichen Backups auswerfen. 7. Nachdem ein Backup erstellt wurde und die entsprechenden Bänder ausgeworfen wurden, können Sie sie zu einem sicheren, externen Aufbewahrungsort übermitteln. Sollten Sie zur Fortführung der Backups nicht mehr genügend freie Bänder haben, dann laden Sie neue Bänder und führen Sie die Schritte 2 und 4 aus. Ergebnis: Die Backups der Maschine werden in dem lokalen Ordner und auf Bändern erstellt bzw. gespeichert. Die Bänder mit den jeweiligen Backups werden zum externen Aufbewahrungsort übermittelt. 245 Copyright Acronis International GmbH,

246 Beispiel 4: GVS. Vollständige Backups zu einem externen (off-site) Storage senden Betrachten Sie folgendes Szenario: Sie möchten die Backups einer Maschine auf ein Bandgerät erstellen lassen, das an einem Storage Node angeschlossen ist. Sie möchten das Großvater-Vater-Sohn-Backup-Schema verwenden (S. 70). Sie möchten vollständige, inkrementelle und differentielle Backups erstellen. Jedes vollständige Backup sollte auf ein separates Band geschrieben werden, damit Sie die Bänder mit den vollständigen Backups zu einem sicheren externen Aufbewahrungsort übertragen können. Abfolge der Aktionen 1. Beladen Sie die Bandgeräteschächte mit Bändern. 2. Führen Sie die Inventarisierung (S. 239) mit aktiviertem Kontrollkästchen Neu erkannte Bänder vom Pool 'Unbekannte Bänder' oder 'Importierte Bänder' zum Pool 'Freie Bänder' verschieben durch. Ergebnis: Die geladenen Bänder befinden sich im Pool Freie Bänder. Falls einige davon an den Pool Acronis oder einen benutzerdefinierten Pool gesendet werden, dann bedeutet dies, dass diese Bänder Backups enthalten, die Sie früher auf dieser Maschine erstellt haben. Verschieben (S. 236) Sie solche Bänder manuell in den Pool Freie Bänder, falls Sie diese Backups nicht mehr benötigen. 3. Entscheiden Sie, ob Ihre Backups auf Bänder erfolgen sollen, die sich im vorgegebenen Acronis-Pool (S. 233) befinden oder ob Sie einen neuen Pool erstellen (S. 234) wollen. 4. Falls der gewählte Pool nicht wiederauffüllbar (S. 497) ist, dann verschieben Sie alle geladenen Bänder aus dem Pool Freie Bänder in den von Ihnen gewählten Pool. 5. Ein verwaltetes Depot erstellen (S. 206): Wenn Sie das Depot erstellen: Wählen Sie bei Laufwerke das komplette Bandlaufwerk. Dadurch ermöglichen Sie gleichzeitige Backups der Maschinen mit Hilfe unterschiedlicher Laufwerke, sofern Ihr Bandgerät über mehr als ein Laufwerk verfügt. Wählen Sie bei Band-Pool denjenigen Pool, wohin Sie Ihre Backups erstellen wollen (den Pool Acronis oder den neu erstellten). 6. Bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58): Wählen Sie das erstellte Depot als den Backup-Zielort. Wählen Sie das Backup-Schema Großvater-Vater-Sohn (GVS). Spezifizieren Sie die Regeln so, dass tägliche Backups für 7 Tag bewahrt werden, wöchentliche für 4 Wochen und monatliche unbegrenzt. Klicken Sie auf Anzeigen: Backup-Typ, Validierung... und wählen Sie dann bei Backup-Typ die Option Vollständig/Inkrementell/Differentiell. Klicken Sie auf Backup-Optionen, dann im Verzeichnisbaum auf Bandverwaltung (S. 138) und wählen Sie die Option Für jedes Voll-Backup (under Immer ein freies Band verwenden). 7. Nachdem ein vollständiges Backup erstellt wurde, können Sie die entsprechenden Bänder auswerfen und zu einem sicheren externen Aufbewahrungsort übertragen. Sollten Sie zur Fortführung der Backups nicht mehr genügend freie Bänder haben, dann laden Sie neue Bänder und führen Sie die Schritte 2 und 4 aus. 246 Copyright Acronis International GmbH,

247 Ergebnis: Die Maschine wird in Übereinstimmung mit dem spezifizierten Backup-Schema auf die Bänder gesichert. Bänder mit vollständigen Backups werden zu einem sicheren externen Aufbewahrungsort gesendet. 7.5 Storage Node Die folgenden Abschnitte beschrieben, wie Sie die Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Nodes verwenden. Storage Nodes stehen nur in den Advanced-Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 zur Verfügung Was ist ein Storage Node? Der Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node ist ein Server, der zur optimalen Nutzung verschiedener Ressourcen entwickelt wurde (z.b. unternehmensweite Speicherkapazität, Netzwerkbandbreite oder der CPU-Last verwalteter Maschinen), welche zum Schutz bzw. zur Sicherung von Unternehmensdaten erforderlich sind. Dieses Ziel wird durch Organisation und Verwaltung der Speicherorte erreicht, die als dedizierte Speicher für die Backup-Archive des Unternehmens (verwaltete Depots) dienen. Die wichtigste Funktion eines Storage Nodes ist die Deduplizierung von Backups, die in seinen Depots gespeichert sind. Was bedeutet, dass identische Daten zu einem solchen Depot nur je einmal gesichert werden. Das reduziert die Netzwerkauslastung während der Backup-Erstellung sowie den durch die Archive belegten Speicherplatz. Es können bis zu 50 Storage Nodes eingerichtet werden Unterstützte Storage-Typen Ein verwaltetes Depot kann organisiert werden: Auf für den Storage Node lokal verfügbaren Festplatten Auf einer Netzwerkfreigabe Auf einem Storage Area Network (SAN) Auf einem Network Attached Storage-Gerät (NAS) Auf einer Bandbibliothek (S. 223), die lokal mit dem Storage Node verbunden ist Durch Storage Nodes durchgeführte Aktionen Storage Nodes können folgende Aktionen mit in verwalteten Depots gespeicherten Archiven durchführen. Bereinigung und Validierung Archive, die in nicht verwalteten Depots gespeichert sind, werden durch die Agenten (S. 485) verwaltet, die die Archive erstellen. Das bedeutet, dass jeder Agent nicht nur Daten zu einem Archiv sichert, sondern auch Dienst-Tasks ausführt, die Aufbewahrungs- und Validierungsregeln auf das Archiv anwenden, wie sie im Backup-Plan (S. 486) spezifiziert wurden. Um die verwalteten Maschinen von unnötiger CPU-Last zu befreien, kann die Ausführung der Dienst-Tasks an den Storage Node delegiert werden. Da die Task-Planungen auf der Maschine vorliegen, auf der sich der Agent 247 Copyright Acronis International GmbH,

248 befindet und da daher die Zeit bzw. die Ereignisse dieser Maschine verwendet werden, muss der Agent die Bereinigung und Validierung entsprechend der Planung auslösen. Dafür muss der Agent online sein. Die weitere Verarbeitung wird vom Storage Node übernommen. Diese Funktionalität kann in einem verwalteten Depot nicht deaktiviert werden. Die nächsten beiden Aktionen sind optional. Deduplizierung Ein verwaltetes Depot kann als deduplizierendes Depot konfiguriert werden: Das bedeutet, dass identische Daten nur einmal zu diesem Depot gesichert werden, um die Netzwerkauslastung während der Backups sowie den durch die Archive belegten Speicherplatz zu minimieren. Zu weiteren Informationen siehe den Abschnitt 'Deduplizierung (S. 259)'. Verschlüsselung Ein verwaltetes Depot kann so konfiguriert werden, dass alle darauf geschriebenen Daten verschlüsselt und alle davon gelesenen Daten vom Storage Node wieder transparent entschlüsselt werden. Dazu wird ein für das Depot spezifischer Kodierungsschlüssel verwendet, der auf dem Server des Knotens gespeichert wird. Falls das Speichermedium gestohlen wird oder eine unbefugte Person darauf zugreift, wird der Übeltäter den Inhalt des Depots ohne Zugriff auf diesen speziellen Storage Node nicht entschlüsseln können. Falls ein Archiv bereits durch einen Agenten verschlüsselt wurde, dann wendet der Storage Node seine eigene Verschlüsselung noch einmal über des Agenten an Erste Schritte mit einem Storage Node Voraussetzungen Stellen Sie sicher, dass: Der Management Server, die Konsole und die Agenten bereits installiert sind. Die Maschine, auf der der Storage Node installiert werden soll, den in der Installationsanleitung beschriebenen Systemanforderungen entspricht. Sie das Setup-Programm von Acronis Backup & Recovery 11.5 heruntergeladen haben. Den Storage Node einrichten 1. Installieren Sie den Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node. a. Melden Sie sich als Administrator an und starten Sie das Setup-Programm von Acronis Backup & Recovery b. Klicken Sie auf Acronis Backup & Recovery 11.5 installieren. c. Nehmen Sie die Lizenzvereinbarung an. d. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Backups anderer Maschinen auf dieser Maschine sichern. e. Klicken Sie auf Jetzt registrieren. Geben Sie den Namen oder die IP-Adresse der Maschine an, auf der der Management Server installiert ist. Geben Sie den Benutzernamen und Kennwort eines Benutzers an, der Mitglied der Gruppe 'Acronis Centralized Admins' auf der Maschine des Management Servers ist. Details: Alternativ können Sie den Storage Node auch, wie in Schritt 2 beschrieben, zu einem späteren Zeitpunkt hinzufügen. f. Fahren Sie mit der Installation fort. 248 Copyright Acronis International GmbH,

249 2. Fügen Sie den Storage Node dem Management Server hinzu. Überspringen Sie diesen Schritt, falls Sie den Storage Node bereits bei der Installation registriert haben. a. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server und klicken Sie im Bereich Navigation auf Storage Nodes. b. Klicken Sie auf Hinzufügen und fahren Sie dann fort, wie im Abschnitt 'Einen Storage Node dem Management Server hinzufügen (S. 252)' beschrieben. 3. Erstellen Sie ein zentrales, verwaltetes Depot. a. Falls noch nicht verbunden, dann verbinden Sie die Konsole jetzt mit dem Management Server und klicken Sie dann im Bereich Navigation auf Storage Nodes. b. Wählen Sie den benötigten Storage Node und klicken Sie dann auf Depot erstellen. Die Seite Zentrales Depot erstellen wird mit dem vorausgewählten Storage Node geöffnet. Führen Sie dann die noch verbliebenen im Abschnitt 'Ein zentrales, verwaltetes Depot erstellen (S. 206)' beschriebenen Schritte zur Erstellung des Depots aus. Hinweis. Bedenken Sie bei Aktivierung der Deduplizierung für das Depot, dass das entsprechende Add-on zur Deduplizierung auf jeder Maschine vorhanden sein muss, die zu diesem Depot gesichert wird. Ohne dieses Add-on sind keine Backups zu einem deduplizierenden Depot möglich. Details: Folgen Sie den im Abschnitt 'Optimale Vorgehensweisen bei der Deduplizierung (S. 263)' gegebenen Empfehlungen, wenn Sie die Pfade zum Depot und der Deduplizierungsdatenbank spezifizieren. Backup zum Storage Node Erstellen Sie einen lokalen (S. 58) oder zentralen (S. 396) Backup-Plan. Spezifizieren Sie bei Erstellung des Backup-Plans das verwaltete Depot als Zielort zum Speichern der Backups. Recovery von einem Storage Node Folgen Sie den im Abschnitt 'Einen Recovery-Task erstellen (S. 146)' beschriebenen Schritten. Storage Nodes verwalten 1. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server. 2. Klicken Sie im Fensterbereich Navigation auf Storage Nodes. 3. Wählen Sie den Storage Node aus und führen Sie dann die gewünschten Aktionen durch, wie im Abschnitt 'Aktionen für Storage Nodes (S. 250)' beschrieben Benutzerberechtigungen auf einem Storage Node Der Umfang an Berechtigungen, die Benutzer auf einem Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node haben, kann unterschiedlich sein. 1. Acronis Centralized Admins Administratoren des Management Servers, Mitglieder der Gruppe 'Acronis Centralized Admins'. Acronis Centralized Admins können: Zentrale Depots erstellen, die vom Storage Node verwaltet werden sollen. Konten für Depot-Administratoren und Depot-Benutzer hinzufügen, bearbeiten oder entfernen. Jedes Archiv in jedem zentralen, durch den Storage Node verwalteten Depot einsehen und verwalten. Indizierungen und Verdichtungen verwalten, wie im Abschnitt 'Aktionen für Storage Nodes (S. 250)' beschrieben. 249 Copyright Acronis International GmbH,

250 2. Depot-Administratoren eine Gruppe von Benutzerkonten auf dem Storage Node, die der Management Server-Administrator bei Erstellung oder Bearbeitung eines Depots auswählt. Depot-Administratoren können jedes Archiv in dem spezifizierten verwalteten Depot einsehen und verwalten. Standardmäßig wird die Gruppe 'Administratoren' des Storage Nodes den 'Depot-Administratoren' hinzugefügt. 3. Depot-Benutzer eine Gruppe von Benutzerkonten auf dem Storage Node, die der Management Server-Administrator bei Erstellung oder Bearbeitung eines Depots auswählt. Depot-Benutzer können nur ihre eigenen im Depot gespeicherten Archive einsehen und verwalten. Standardmäßig wird die Gruppe 'Jeder' des Storage Nodes den 'Depot-Benutzern' hinzugefügt. Empfehlungen zu Benutzerkonten Damit Benutzer auf ein zentrales, durch den Storage Node verwaltetes Depot zugreifen können, müssen Sie sicherstellen, dass diese Benutzer auch die Berechtigung zum Zugriff auf den Storage Node über das Netzwerk haben. Sind die Maschine des Benutzers und die des Storage Nodes gemeinsam in einer Active Directory-Domain, müssen Sie wahrscheinlich keine weiteren Schritte durchführen: alle Benutzer sind üblicherweise Mitglieder der Gruppe Domain-Benutzer und können so auch auf den Storage Node zugreifen. Anderenfalls müssen Sie auf der Maschine, auf der der Storage Node installiert ist, zusätzliche Benutzerkonten einrichten. Wir empfehlen, für jeden auf den Storage Node zugreifenden Benutzer ein separates Benutzerkonto zu erstellen, so dass die Benutzer nur auf die je ihnen gehörenden Archive zugreifen können. Erweiterte Berechtigung für Maschinen-Administratoren Ein Depot-Benutzer, der auf einer Maschine auch Mitglied der Gruppe 'Administratoren' ist, kann jedes Archiv, welches von dieser Maschine in einem verwalteten Depot erstellt wurde, einsehen und verwalten ungeachtet welcher Art das Konto dieses Benutzers auf dem Storage Node ist. Beispiel Angenommen, zwei Benutzer auf einer Maschine, BenutzerA und BenutzerB, erstellen Backups von dieser Maschine mit Hilfe eines Storage Nodes zu einem zentralen Depot. Fügen Sie diese Benutzer auf dem Storage Node als reguläre BenutzerA_SN bzw. BenutzerB_SN hinzu (nicht administrative Konten). Bei Erstellung eines verwalteten Depots wurden beide Konten als Depot-Benutzer hinzugefügt. Normalerweise kann BenutzerA nur auf Archive zugreifen, die von BenutzerA erstellt wurden (und BenutzerA_SN gehören), was für BenutzerB entsprechend gilt (Zugriff nur auf von BenutzerB erstellte Archive, die BenutzerB_SN gehören). Ist BenutzerA jedoch Mitglied der Gruppe Administratoren auf dieser Maschine, so kann er zusätzlich auf die Archive zugreifen, die von BenutzerB dieser Maschine erstellt wurden und das obwohl das Konto von BenutzerA auf dem Storage Node ein reguläres ist Aktionen mit Storage Nodes Aktionen für Storage Nodes Zugriff auf Aktionen 1. Verbinden Sie die Konsole mit dem Management Server. 250 Copyright Acronis International GmbH,

251 2. Klicken Sie im Fensterbereich Navigation auf Storage Nodes. 3. Die Aktionen werden durch Klicken auf die korrespondierenden Schaltflächen in der Symbolleiste ausgeführt. Aufgabe Lösung Dem Management Server einen Storage Node hinzufügen Einen Storage Node vom Management Server entfernen Ein zentrales, verwaltetes Depot auf dem ausgewählten Storage Node erstellen Details zum Storage Node anzeigen Verdichtung ausführen, stoppen oder neu planen Indizierung ausführen oder stoppen 1. Klicken Sie auf Hinzufügen. 2. Geben Sie im Fenster Storage Node hinzufügen (S. 252) die Maschine an, auf der der Storage Node installiert ist. Wenn ein Storage Node hinzugefügt wird, wird eine Vertrauensstellung (Trusted Relationship) zwischen dem Management Server und dem Storage Node in der gleichen Weise aufgebaut wie beim Hinzufügen von Maschinen zum Server. Nachdem der Storage Node dem Management Server hinzugefügt wurde, können Sie verwaltete Depots auf dem Knoten erstellen. 1. Wählen Sie den Storage Node, den Sie entfernen müssen. 2. Klicken Sie auf Entfernen. Nachdem der Storage Node vom Management Server entfernt wurde, verschwinden die vom Storage Node verwalteten Depots aus der Liste der Depots (S. 201) und sind danach nicht mehr für Aktionen verfügbar. Alle Pläne und Tasks, die diese Depots verwenden, werden fehlschlagen. Alle Datenbanken und Depots dieses Storage Nodes bleiben unberührt. Es ist möglich, einen bereits entfernten Storage Node dem Management Server wieder hinzuzufügen. Daraufhin werden alle vom Storage Node verwalteten Depots in der Depot-Liste angezeigt und sind wieder für alle Pläne und Tasks verfügbar, die diese Depots verwendet haben. 1. Wählen Sie den Storage Node, der das Depot verwalten soll. 2. Klicken Sie auf Depot erstellen. Die Seite Zentrales Depot erstellen (S. 206) wird mit dem vorausgewählten Storage Node geöffnet. Führen Sie die verbleibenden Schritte zum Erstellen des Depots aus. 1. Wählen Sie den Storage Node. 2. Klicken Sie auf Details anzeigen. Überprüfen Sie im Fenster Storage Node-Eigenschaften (S. 252) (dessen Inhalt auch im unteren Teil der Ansicht Storage Nodes und zwar im Bereich Informationen verfügbar ist) die Informationen zum Storage Node und den Depots, die von diesem Knoten verwaltet werden. 1. Wählen Sie den Storage Node. 2. Klicken Sie auf Details anzeigen. Klicken Sie im Fenster Storage Node-Eigenschaften (S. 252) auf die Links Verdichtung starten, Stopp oder Verdichtungsplanung. 1. Wählen Sie den Storage Node. 2. Klicken Sie auf Details anzeigen. Klicken Sie im Fenster Storage Node-Eigenschaften (S. 252) auf die Links Indizierung starten oder Stopp. 251 Copyright Acronis International GmbH,

252 Die Liste der Storage Nodes aktualisieren Klicken Sie auf Aktualisieren. Die Management Konsole aktualisiert die Liste der Storage Nodes vom Management Server mit den neuesten Informationen. Die Liste der Storage Nodes wird auf der Basis von Ereignissen automatisch aktualisiert. Möglicherweise werden die Daten dabei jedoch infolge einer gewissen Latenz nicht augenblicklich vom Management Server abgerufen. Eine manuelle Aktualisierung garantiert daher, dass auch wirklich die allerneuesten Daten angezeigt werden Einen Storage Node dem Management Server hinzufügen So fügen Sie einen Storage Node hinzu 1. Geben Sie im Feld IP/Name den Namen oder die IP-Adresse der Maschine ein, auf der sich der Storage Node befindet oder klicken Sie auf Durchsuchen..., um die Maschine aus dem Netzwerk auszuwählen. Benutzen Sie den vollständigen Domain-Namen (fully-qualified domain name, FQDN) des Storage Nodes, d.h., einen Domain-Namen der mit einer Top-Level Domain endet. Sie können weder noch localhost als IP oder Namen des Storage Nodes verwenden. Diese Einstellungen sind auch dann nicht zu empfehlen, wenn sich Management Server und Storage Node auf der gleichen Maschine befinden, weil nachdem der zentrale Backup-Plan unter Verwendung des Storage Nodes bereitgestellt wurde jeder Agent versuchen wird, so auf den Storage Node zuzugreifen, als wäre dieser auf dem Host des Agenten installiert. 2. Wenn Sie ein gültiges Benutzerkonto für die Maschine angeben möchten, klicken Sie auf Optionen>> und geben Sie dann den folgenden Wert ein: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Das Benutzerkonto muss Mitglied der Gruppe Administratoren auf der Maschine sein. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Kennwort speichern, um das Kennwort für das Konto zu speichern. 3. Klicken Sie auf OK. Da zur Registrierung eine Beteiligung des Storage Nodes erforderlich ist, kann diese Aktion nicht ausgeführt werden, wenn die Maschine offline ist Eigenschaften des Storage Nodes Im Fenster Storage Node-Eigenschaften werden alle Informationen zum Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node in vier Registerkarten zusammengefasst. Diese Informationen sind auch im Bereich Informationen verfügbar. Eigenschaften des Storage Nodes Auf dieser Registerkarte werden die folgenden Informationen zum ausgewählten Storage Node angezeigt: Name Der Name der Maschine, auf der der Storage Node installiert ist Verfügbarkeit: Unbekannt Dieser Status wird so lange angezeigt, bis nach dem Hinzufügen des Storage Nodes zum ersten Mal eine Verbindung zwischen dem Management Server und dem Storage Node hergestellt wird oder bis der Dienst des Management Servers gestartet wird. 252 Copyright Acronis International GmbH,

253 Online Der Storage Node ist für den Management Server verfügbar. Dies bedeutet, dass die letzte Verbindung des Management Servers mit dem Knoten erfolgreich war. Die Verbindung wird alle 2 Minuten aufgebaut. Offline Der Storage Node ist nicht verfügbar. Zurückgezogen Der Storage Node wurde auf einem anderen Management Server registriert. In diesem Fall ist es nicht möglich, den Knoten vom aktuellen Management Server aus zu steuern. IP Die IP-Adresse der Maschine, auf der der Storage Node installiert ist. Archive Die Gesamtzahl aller Archive, die in allen vom Storage Node verwalteten Depots gespeichert sind. Backups Die Gesamtzahl aller Backups, die in den Archiven aller vom Storage Node verwalteten Depots gespeichert sind. Indizierung die Indizierungsaktivität dedupliziert die Daten, die während eines Backups zu einem deduplizierenden Depot dort gespeichert werden. Die Indizierung wird immer nach Abschluss eines Backups ausgeführt. Zu weiteren Informationen über Indizierung siehe 'So funktioniert Deduplizierung (S. 260)'. Inaktiv es läuft gerade keine Indizierung. Sie können die Indizierung starten, indem Sie auf den Link Indizierung starten klicken. Läuft die Indizierung wird gerade ausgeführt. Sie können die Indizierung beenden, indem Sie auf den Link Stopp klicken. Da die Indizierung eine ressourcenverbrauchende Aktion ist, können Sie diese auf Wunsch stoppen, wenn Sie anderen, gerade wichtigeren Prozessen mehr Ressourcen zuweisen wollen. Wir empfehlen, eine Indizierung nur zu stoppen, wenn es absolut notwendig ist und sie danach so schnell wie möglich neu zu starten. Je länger Sie die Indizierung aussetzen, desto weniger Daten werden im Depot dedupliziert und desto größer ist die Speicherplatzbelegung. Verdichtung der Verdichtungstask löscht diejenigen Blöcke aus dem Deduplizierungsdatenspeicher, auf die es keinen Bezug mehr gibt. Zu weiteren Informationen über Verdichtung siehe den Abschnitt 'So funktioniert Deduplizierung (S. 260)'. Inaktiv es läuft gerade keine Verdichtung. Sie können die Verdichtung starten, indem Sie auf den Link Verdichtung starten klicken. Läuft eine Verdichtung wird gerade ausgeführt. Sie können die Verdichtung beenden, indem Sie auf den Link Stopp klicken. Verdichtungsplanung die Planungsparameter des Verdichtungstasks. Klicken Sie auf den Link Verdichtungsplanung, um den Verdichtungstask neu zu planen. Nur die Zeitereignisse (tдgliche (S. 90), wцchentliche (S. 92) und monatliche (S. 94) Planungen) können eingerichtet werden. Voreinstellung ist: Task starten jede 1 Woche am Sonntag um 03:00:00 Uhr. Statistiken Diese Registerlasche präsentiert Informationen über die Größe der ursprünglichen und gesicherten Daten auf allen verwalteten Depots des gewählten Storage Nodes. Depots Auf dieser Registerkarte wird eine Liste der Depots angezeigt, die vom gewählten Storage Node verwaltet werden. Klicken Sie auf Aktualisieren, damit die Liste der Depots mit den neuesten Informationen vom Management Server aktualisiert wird. 253 Copyright Acronis International GmbH,

254 Indizierung Diese Registerlasche ermöglicht Ihnen, den aktuellen Status der Indizierung für die deduplizierenden Depots des Storage Nodes sowie den Zeitpunkt der letzten Ausführung zu überprüfen Konfiguration eines Storage Nodes mit dem Acronis Administrative Template Der nachfolgende Abschnitt erläutert die Parameter des Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Nodes, die unter Verwendung des Acronis Administrative Template konfiguriert werden können. Zu Informationen, wie Sie die administrative Vorlage anwenden, siehe So laden Sie das Acronis Administrative Template (S. 444). Auf Verdichtung bezogene Parameter Werden Backups von einem deduplizierenden Depot gelöscht, dann können in dessen Deduplizierungsdatenspeicher (S. 260) unbenutzte Datenblöcke (Elemente) verbleiben, die keinen Bezug mehr zu irgendeinem Backup haben. Der Storage Node verarbeitet den Datenspeicher, um die ungenutzten Elemente zu löschen. Diese Aktion wird 'Verdichten' bzw. 'Verdichtung' genannt. Die Durchführung einer Verdichtung erfolgt durch einen entsprechenden Verdichtungstask. Bei jedem Start des Verdichtungstasks überprüft der Storage Node, ob eine Verdichtung durchgeführt werden muss. Der Storage Node tut dafür Folgendes: 1. Er überprüft die Größe der gesicherten Daten, die seit der letzten Verdichtung aus dem Depot gelöscht wurden. 2. Er verwendet den Parameter Compacting Trigger Rough Estimation Threshold, um zu bestimmen, ob diese Größe im Vergleich zur Größe der verbliebenen gesicherten Daten signifikant ist. 3. Falls das zutrifft, verwendet er den Parameter Compacting Trigger Threshold, um zu bestimmen, ob der Deduplizierungsdatenspeicher eine signifikante Anzahl ungenutzter Elemente enthält. Falls auch das zutrifft, führt der Storage Node die Verdichtung durch. Die Parameter sind wie folgt. Compacting Trigger Rough Estimation Threshold Beschreibung: Spezifiziert die relative Größe der im Deduplizierungsdatenspeicher verbleibenden Backup-Daten, bei deren Unterschreitung eine Überprüfung auf ungenutzte Elemente erfolgt (siehe den Parameter Compacting Trigger Threshold). Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und 100 Standardwert: 90 Der Parameter Compacting Trigger Rough Estimation Threshold ermöglicht Ihnen, die Überprüfung auf ungenutzte Elemente zu überspringen (und damit auch die Verdichtung zu überspringen), sofern sich der Inhalt des Depots nicht signifikant geändert hat. Je größer der Wert dieses Parameters, desto häufiger wird die Überprüfung auf ungenutzte Elementen durchgeführt. Ein Wert von 100 bedeutet, dass die Überprüfung bei jedem Start des Verdichtungstasks durchgeführt wird. Die Funktionsweise. Angenommen, der Parameterwert beträgt 90 und das Depot enthält 100 GB an Backup-Daten. Es ist nicht relevant, ob diese Daten Duplikate enthalten. Sie löschen dann einige Backups, worauf die Größe der Backup-Daten 80 GB erreicht. In diesem Fall geschieht Folgendes: 254 Copyright Acronis International GmbH,

255 Die Größe der gelöschten Daten beträgt 20 GB, die Größe der verbliebenen Daten 80 GB. Das Verhältnis der gelöschten zu den verbliebenen Daten beträgt daher 20 GB / 80 GB = 0,25 oder 25 Prozent. Der Storage Node kalkuliert die relative Größe der verbliebenen Daten mit der einfachen Berechnung: 100 Prozent 25 Prozent = 75 Prozent. Da diese relative Größe unter 90 Prozent liegt, beginnt der Storage Node mit einer Überprüfung auf ungenutzte Elemente. Compacting Trigger Threshold Beschreibung: Spezifiziert den Prozentsatz genutzter Elemente im Deduplizierungsdatenspeicher, unterhalb dessen die Verdichtung stattfindet. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und 100 Standardwert: 90 Da Verdichtung eine ressourcenverbrauchende Aktion ist, sollte sie nur stattfinden, wenn die Anzahl ungenutzter Elemente signifikant ist. Der Parameter Compacting Trigger Threshold ermöglicht Ihnen, eine Balance zwischen dem für die ungenutzten Elemente benötigten zusätzlichen Speicherplatz und der Verdichtungshäufigkeit einzustellen. Je größer der Wert dieses Parameters, desto weniger ungenutzte Elemente sind im Datenspeicher erlaubt vermutlich ist jedoch eine häufigere Verdichtung notwendig. Die Überprüfung erfolgt nur, nachdem der Prozentsatz der im Depot verbleibenden Backup-Daten ermittelt wurde (siehe Compacting Trigger Rough Estimation Threshold). Andere Parameter Log-Bereinigungsregeln Spezifizieren Sie, wie das Log des Storage Nodes bereinigt werden soll. Dieser Parameter hat die folgenden Einstellungen: Maximale Größe Beschreibung: Spezifiziert die maximale Größe des Log-Ordners für den Storage Node in Kilobyte. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und Standardwert: (1 GB) Zu erhaltender Anteil Beschreibung: Spezifiziert die maximale Log-Größe in Prozent, die bei der Bereinigung zu erhalten ist. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und 100 Standardwert: 95 Client Connection Limit Beschreibung: Spezifiziert die maximale Zahl gleichzeitiger Verbindungen zum Storage Node durch die Agenten, die Backup- oder Recovery-Aktionen oder Aktionen mit Archiven ausführen (etwa eine Validierung, Replikation oder Bereinigung). Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 1 und Standardwert: 10 Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten verbinden sich mit dem Storage Node, um bei Backupoder Recovery-Aktionen auf seine verwalteten Depots zuzugreifen oder eine Aktion mit einem Archiv durchzuführen. Der Parameter Client Connection Limit bestimmt die maximale Zahl solcher Verbindungen, die der Storage Node simultan handhaben kann. 255 Copyright Acronis International GmbH,

256 Wenn diese Grenze erreicht ist, wird der Storage Node die Backup-Warteschlange (siehe Parameter) für die Agenten benutzen, die Verbindung erwarten. Siehe auch den Parameter Fast Operation Connection Limit. Backup Queue Limit Beschreibung: Spezifiziert die maximale Zahl von Agenten in der Backup-Warteschlange des Storage Nodes. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 1 und Standardwert: 50 Die Backup-Warteschlange ist eine Liste von Agenten, die auf eine Verbindung zum Storage Node warten, um Backup- bzw. Recovery-Aktionen oder eine Aktion mit Archiven auszuführen (siehe vorherigen Parameter). Diese Liste enthält außerdem die Agenten, die aus diesen Gründen aktuell mit dem Storage Node verbunden sind. Falls ein Agent versucht, eine solche Verbindung zu erstellen, wenn die Zahl der Agenten in der Backup-Warteschlange dem Wert von Backup Queue Limit entspricht, dann stellt der Storage Node diesen Agenten nicht mehr in die Warteschlange. In diesem Fall schlägt die Verbindung des Agenten zum Storage Node fehl. Der entsprechende Task stoppt mit dem Status Fehler. Siehe auch den Parameter Fast Operation Queue Limit. Fast Operation Connection Limit Beschreibung: Spezifiziert die maximale Zahl gleichzeitiger Verbindungen zum Storage Node deren Zweck andere sind als die Durchführung von Backup- bzw. Recovery-Aktionen oder andere Aktionen mit Archiven. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 1 und Standardwert: 10 Die Komponenten von Acronis Backup & Recovery 11.5 können sich mit dem Storage Node verbinden, um den Inhalt eines Depots einzusehen oder andere schnelle Aktionen auszuführen. Der Parameter Fast Operation Connection Limit bestimmt die maximale Zahl solcher Verbindungen, die der Storage Node gleichzeitig handhaben kann. Wenn dieser Grenzwert erreicht wird, wird der Storage Node eine Warteschlange für schnelle Aktionen ('Fast Operations Queue' genannt, siehe nächsten Parameter) für die auf Verbindung wartenden Komponenten verwenden. Siehe auch den Parameter Client Connection Limit. Fast Operation Queue Limit Beschreibung: Spezifiziert die maximale Zahl von Acronis Backup & Recovery 11.5-Komponenten in der Warteschlange für schnelle Aktionen (Fast Operations Queue, siehe nächsten vorherigen Parameter). Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 1 und Standardwert: 50 Die Warteschlange für schnelle Aktionen ist eine Liste von Komponenten, die auf eine Verbindung zur Durchführung schneller Aktionen (etwa den Inhalt des Depots einzusehen) warten. Sollte die Zahl der Komponenten in dieser Warteschlange dem Wert von Fast Operation Queue Limit entsprechen und eine weitere Komponente versuchen, eine Verbindung aufzubauen, so stellt der Storage Node diese Komponente nicht mehr in die Warteschlange. In diesem Fall schlägt die entsprechende Aktion fehl. 256 Copyright Acronis International GmbH,

257 Siehe auch den Parameter Backup Queue Limit. Vault Metadata Databases Path Beschreibung: Spezifiziert den Pfad zu dem Ordner, wo die Depot-Datenbanken, auch Metadaten-Datenbanken genannt, gespeichert werden. Mögliche Werte:Jede Zeichenkette, 0 bis Zeichen lang Standardwert: Leere Zeichenfolge Eine leere Zeichenfolge entspricht dem Ordner '%ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Acronis\BackupAndRecovery\ASN\VaultMetadataDatabases' (in Windows XP und Server 2003) oder '%PROGRAMDATA%\Acronis\BackupAndRecovery\ASN\VaultMetadataDatabases' (in Windows Vista und späteren Versionen von Windows). Eine Depot-Datenbank enthält Informationen über alle im Depot gespeicherte Archive und Backups. Wenn Sie ein Depot erstellen oder anschließen, platziert der Storage Node die Datenbank für dieses Depot in dem Ordner, der durch diesen Parameter bestimmt wird. Eine Änderung dieses Parameters hat keinen Einfluss auf aktuell existierende Depot-Datenbanken. Falls Sie wollen, dass diese Datenbanken zu dem neuen Ordner verschoben werden, dann trennen (S. 204) Sie die entsprechenden Depots und schließen (S. 211) Sie diese dann an denselben Storage Node an. Pfad zur Deduplizierungsdatenbank Beschreibung: Spezifiziert den Pfad, wo die jeweilige Deduplizierungsdatenbank gespeichert ist. Mögliche Werte:Jede Zeichenkette, 0 bis Zeichen lang Standardwert: Leere Zeichenfolge Eine leere Zeichenkette bedeutet, dass der Pfad manuell eingegeben werden muss. Eine Deduplizierungsdatenbank enthält die Hash-Werte aller in einem Depot vorliegenden Datenelemente mit Ausnahme von nicht deduplizierbaren Daten. Wenn Sie ein deduplizierendes Depot erstellen, platziert der Storage Node die Deduplizierungsdatenbank für dieses Depot in dem Ordner, der durch diesen Parameter bestimmt wird. Platzieren Sie die Datenbank zur Performance-Optimierung auf einem anderen Laufwerk als dem, welches zur Backup-Speicherung verwendet wird. Eine Änderung dieses Parameters hat keinen Einfluss auf aktuell existierende Deduplizierungsdatenbanken. Check Hash Value On Server Side Beschreibung: Spezifiziert, ob die Hash-Werte der Datenblöcke überprüft werden sollen, die an ein deduplizierendes Depot übertragen werden. Mögliche Werte: Aktiviert oder Deaktiviert Standardwert: Deaktiviert Wenn Sie einen Datenblock an ein deduplizierendes Depot senden, sendet der Agent außerdem den 'Fingerabdruck' (Hash-Wert) dieses Blocks mit. Der Parameter Check Hash Value On Server Side bestimmt, ob der Storage Node sicherstellen soll, dass der Hash-Wert zu dem Datenblock passt. Eine solche Überprüfung verursacht eine zusätzliche Last auf dem Storage Node. Normalerweise ist eine solche Überprüfung nicht notwendig. Sie können diesen Parameter aber auf Aktiviert einstellen, um den Deduplizierungsprozess sicherer zu machen. Falls die Überprüfung eine Nichtübereinstimmung zwischen einem Datenblock und seinem Hash-Wert aufdeckt, schlägt die Backup-Aktion fehl. Depot-Warnungen und -Beschränkungen 257 Copyright Acronis International GmbH,

258 Spezifiziert die Menge freien Speicherplatzes in einem Depot (als absoluten Wert und prozentual) bei deren Unterschreitung ein Fehler im Log aufgezeichnet wird. Dieser Parameter enthält folgende Einstellungen: Vault Free Space Warning Limit Beschreibung: Spezifiziert die Menge freien Speicherplatzes in einem verwalteten Depot (in Megabyte) bei deren Unterschreiten eine Warnmeldung in die Ereignisanzeige des Storage Nodes aufgenommen wird. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und Standardwert: 200 Der freie Speicherplatz eines Depots ist die Menge freien Speicherplatzes eines Mediums, etwa ein Laufwerk-Volume, welches das Depot enthält. Falls die Menge freien Speicherplatzes in einem Depot einen Wert erreicht, der gleich oder geringer ist als unter Vault Free Space Warning Limit angegeben, wird eine Warnmeldung in die Ereignisanzeige des Depots aufgenommen und so auf das betreffende Depot hingewiesen. Sie können die Warnmeldungen des Storage Nodes im Dashboard einsehen. Vault Free Space Warning Percentage Beschreibung: Spezifiziert die Menge freien Speicherplatzes in einem verwalteten Depot (in Prozent seiner Gesamtgröße) bei deren Unterschreitung eine Warnmeldung in die Ereignisanzeige des Storage Nodes aufgenommen wird. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und 100 Standardwert: 10 Die Gesamtgröße eines Depots entspricht seinem freien Speicherplatz plus der Größe aller in diesem Depot enthaltenen Archive. Ein Beispiel: Angenommen, zwei Depots, Depot A und Depot B, sind beide auf einem Laufwerk gespeichert. Nehmen Sie weiter an, die Größe der Archive im Depot A ist 20 GB ist und die Größe der Archive im Depot B beträgt 45 GB. Sollte das Laufwerk 5 GB freien Speicherplatz haben, so beträgt die Gesamtgröße des Depots A 20 GB + 5 GB = 25 GB und die des Depots B 45 GB + 5 GB = 50 GB unabhängig von der Größe des Laufwerkes. Der Prozentsatz an freiem Speicherplatz eines Depots entspricht seinem freien Platz geteilt durch seine Gesamtgröße. In Bezug auf das vorherige Beispiel entspricht das beim Depot A 5 GB / 25 GB = 20% an freien Speicherplatz während Depot B 5 GB / 50 GB = 10% an freiem Speicherplatz hat. Falls der Prozentsatz an freiem Platz in einem Depot einen Wert erreicht, der gleich oder geringer ist als unter Vault Free Space Warning Percentage angegeben, wird eine Warnmeldung in die Ereignisanzeige des Depots aufgenommen und so auf das betreffende Depot hingewiesen. Sie können die Warnmeldungen des Storage Nodes im Dashboard einsehen. Hinweis: Die Parameter Vault Free Space Warning Limit und Vault Free Space Warning Percentage sind unabhängig voneinander. Jedes Mal, wenn einer der beiden Schwellenwerte erreicht wird, wird eine Warnmeldung aufgenommen. Vault Free Space Error Limit Beschreibung: Spezifiziert die Menge freien Speicherplatzes in einem verwalteten Depot (in Megabyte) bei deren Unterschreitung eine Fehlermeldung in die Ereignisanzeige des Storage Nodes aufgenommen wird und jedes Backup zum Depot unterbunden wird. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und Copyright Acronis International GmbH,

259 Standardwert: 50 Falls die Menge freien Platzes in einem Depot einen Wert erreicht, der gleich oder geringer ist als unter Vault Free Space Error Limit angegeben, wird eine Fehlermeldung in die Ereignisanzeige des Depots aufgenommen. Backups, die in das Depot ausgeführt werden, werden solange scheitern, bis der freie Platz des Depots wieder über dem Limit liegt. Vault Database Free Space Warning Limit Beschreibung: Spezifiziert die Menge freien Speicherplatzes (in Megabyte) eines Laufwerks, welches die Datenbank eines verwalteten Depots enthält, bei deren Unterschreitung eine Warnmeldung in die Ereignisanzeige des Storage Nodes aufgenommen wird. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und Standardwert: 20 Falls die Menge freien Speicherplatzes auf dem Volume, welches die Datenbank eines verwalteten Depots enthält, einen Wert erreicht, der gleich oder geringer ist als unter Vault Database Free Space Warning Limit angegeben, wird eine Warnmeldung in die Ereignisanzeige des Storage Nodes aufgenommen und so auf das betreffende Depot hingewiesen. Sie können die Warnmeldungen des Storage Nodes im Dashboard einsehen. Die Datenbank wird auf dem Storage Node in einem lokalen Ordner gespeichert, dessen Name durch den Parameter Vault Metadata Database Path spezifiziert wird. Vault Database Free Space Error Limit Beschreibung: Spezifiziert die Menge freien Speicherplatzes (in Megabyte) eines Laufwerks, welches die Datenbank eines verwalteten Depots enthält, bei deren Unterschreitung eine Warnmeldung in die Ereignisanzeige des Storage Nodes aufgenommen wird und jedes weitere Backup zum Depot unterbunden wird. Mögliche Werte:Jede ganze Zahl zwischen 0 und Standardwert: 10 Falls die Menge freien Platzes auf dem Laufwerk, das die Datenbank eines verwalteten Depots enthält, einen Wert erreicht, der gleich oder geringer ist als unter Vault Database Free Space Error Limit angegeben, wird eine Fehlermeldung in die Ereignisanzeige des Storage Nodes aufgenommen. Backups, die in das Depot ausgeführt werden, werden solange scheitern, bis der freie Platz wieder über dem Limit liegt. Sie können die Fehlermeldungen des Storage Nodes im Dashboard einsehen. Die Datenbank wird auf dem Storage Node in einem lokalen Ordner gespeichert, dessen Name durch den Parameter Vault Metadata Database Path spezifiziert wird Deduplizierung Dieser Abschnitt beschreibt den Deduplizierungsmechanismus, der entwickelt wurde, um Datenwiederholungen dadurch zu eliminieren, dass identische Daten in Archiven nur noch einmal gespeichert werden Überblick Deduplizierung ist ein Prozess zur Minimierung von durch Daten belegten Speicherplatz, indem Daten-Wiederholungen erkannt werden und identische Daten nur noch einmal gespeichert werden. Deduplizierung kann außerdem die Netzwerklast reduzieren: Sollte während eines Backups Daten gefunden werden, die Duplikate von bereits gespeicherten Daten sind, so wird ihr Inhalt nicht noch einmal über das Netzwerk übertragen. 259 Copyright Acronis International GmbH,

260 Acronis Backup & Recovery 11.5 wird zu einem verwalteten Depot gespeicherte Backups nur dann deduplizieren, falls Sie während der Depot-Erstellung die Deduplizierungsfunktion aktiviert haben. Ein Depot mit aktivierter Deduplizierung wird deduplizierendes Depot genannt. Das Deduplizierungs-Add-on für den Agenten muss auf jeder Maschine installiert werden, die Backups zu einem solchen Depot erstellt. Ohne dieses Add-on sind keine Backups zu dem Depot möglich. Das Objekt der Deduplizierung sind Datenblöcke. Die Größe dieser Blöcke beträgt 4 KB für Laufwerk-Backups und 1 B bis 256 KB für Datei-Backups. Jede Datei, die kleiner ist als 256 KB wird als ein Datenblock betrachtet. Dateien, die größer sind als 256 KB, werden in 256-KB-Blöcke aufgeteilt. Eine Deduplizierung wird von Acronis Backup & Recovery 11.5 in zwei Schritten durchgeführt: Deduplizierung an der Quelle Die Durchführung erfolgt während eines Backups auf einer verwalteten Maschine. Der Agent verwendet den Storage Node, um zu bestimmen, welche Daten dedupliziert werden können und überträgt dann keine Datenblöcke mehr, deren Duplikate bereits im Depot vorliegen. Deduplizierung am Ziel Durchführung im Depot nach Fertigstellung eines Backups. Der Storage Node analysiert den Inhalt des Depots und dedupliziert dann die dort befindlichen Daten. Sie erhalten beim Erstellen eines Backup-Plans die Option, die Deduplizierung an der Quelle auszuschalten. Das kann zu schnelleren Backups führen, aber auch zu größerer Last für das Netzwerk und den Storage Node. Deduplizierungsdatenbank Ein Acronis Backup & Recovery 11.5 Storage Node, der ein deduplizierendes Depot verwaltet, hält eine Deduplizierungsdatenbank aufrecht, die die Hash-Werte aller im Depot vorliegenden Datenblöcke enthält (mit Ausnahme solcher, die nicht deduplizierbar sind, etwa verschlüsselte Dateien). Die Deduplizierungsdatenbank wird in einem lokalen Ordner des Storage Nodes gespeichert. Sie können den Pfad zur Datenbank bei Erstellung des Depots spezifizieren. Die Größe einer Deduplizierungsdatenbank beträgt ungefähr 1,5 Prozent der Gesamtgröße aller im Depot gespeicherten 'einmaligen Daten'. Mit anderen Worten, jedes Terabyte an neuen (nicht doppelten) Daten fügt der Datenbank ca. 15 GB hinzu. Sollte eine Datenbank beschädigt sein oder der Storage Node verloren gehen, während der Inhalt des Depots bestehen bleibt, so scannt der neue Storage Node das Depot und erstellt die Datenbank wieder neu So funktioniert Deduplizierung Deduplizierung an der Quelle Während der Backup-Erstellung zu einem deduplizierenden Depot berechnet der Acronis Backup & Recovery 11.5 Agent für jeden Datenblock einen so genannten Fingerabdruck. Ein solcher Fingerabdruck wird auch als Hash-Wert bezeichnet. Bevor ein Datenblock zum Depot übertragen wird, fragt der Agent die Deduplizierungsdatenbank ab, um zu bestimmen, ob der Hash-Wert dieses Blocks dem eines bereits gespeicherten Blocks entspricht. Trifft dies zu, dann überträgt der Agent nur den Hash-Wert, wenn nicht, dann wird der 260 Copyright Acronis International GmbH,

261 Block selbst übertragen. Der Storage Node speichert die empfangenen Datenblöcke in einer temporären Datei. Einige Daten, etwa verschlüsselte Dateien oder Laufwerksdatenblöcke mit nicht standardkonformer Größe, können nicht dedupliziert werden. Solche Daten werden vom Agenten immer ohne Berechnung ihrer Hash-Werte zum Depot übertragen. Mehr Informationen über Beschränkungen bei der Deduplizierung finden Sie unter Deduplizierungsbeschrдnkungen (S. 265). Sobald der Backup-Prozess abgeschlossen wurde, sind im Depot das resultierende Backup sowie die temporäre Datei mit den einmaligen Datenblöcken enthalten. Die temporäre Datei wird dann in der nächsten Phase verarbeitet. Das Backup (eine tib-datei) enthält Hash-Werte zusammen mit Daten, die nicht dedupliziert werden können. Eine weitere Verarbeitung dieses Backups ist nicht notwendig. Sie können ohne Weiteres Daten aus diesem wiederherstellen. Deduplizierung am Ziel Nachdem ein Backup zu einem deduplizierenden Depot abgeschlossen wurde, führt der Storage Node eine Indizierungsaktivität aus. Durch diese Aktivität werden die Daten in dem Depot folgendermaßen dedupliziert: 1. Die Datenblöcke werden aus der temporären Datei in eine spezielle Datei innerhalb des Depots verschoben, in der doppelt vorhandene Elemente dann nur noch einmal gespeichert werden. Diese Datei wird Deduplizierungsdatenspeicher genannt. 2. Sie speichert die Hash-Werte und Links, die zum Zusammensetzen der deduplizierten Daten für die Deduplizierungsdatenbank notwendig sind. 3. Nachdem alle Datenblöcke verschoben wurden, wird die temporäre Datei gelöscht. Als Ergebnis enthält der Datenspeicher eine bestimmte Anzahl an einmaligen Datenblöcken. Von den Backups gibt es einen oder mehrere Verweise auf jeden Block. Die Verweise sind in der Deduplizierungsdatenbank enthalten. Die Backups selbst verbleiben unberührt. Sie enthalten Hash-Werte sowie Daten, die nicht dedupliziert werden können. Das nachfolgende Diagramm illustriert das Prinzip der Deduplizierung am Ziel. 261 Copyright Acronis International GmbH,

262 Eine Indizierungsaktivität kann eine beträchtliche Zeit zur Fertigstellung benötigen. Sie können das Stadium dieser Aktivität auf dem Management Server einsehen, wenn Sie den entsprechenden Storage Node auswählen und auf Details anzeigen (S. 252) klicken. Sie können diese Aktivität in dem Fenster auch manuell starten oder stoppen. Verdichten Wurden ein oder mehrere Backups bzw. Archive vom Depot gelöscht (entweder manuell oder durch Bereinigung), so kann der Datenspeicher Datenblöcke enthalten, auf die sich keine Archive mehr beziehen. Solche Blöcke werden dann durch einen Verdichtungstask gelöscht, bei dem es sich um einen geplanten, vom Storage Node ausgeführten Task handelt. Als Standardvorgabe läuft der Verdichtungstask jeweils sonntags in der Nacht um 03:00 Uhr. Sie können den Task neu planen, indem Sie den entsprechenden Storage Node wählen, zuerst auf Details anzeigen (S. 252) klicken und dann auf Verdichtungsplanung. Sie können den Task in dieser Registerlasche auch manuell starten oder stoppen. Da das Löschen unbenutzter Datenblöcke ein ressourcenverbrauchender Prozess ist, wird der Verdichtungstask nur ausgeführt, wenn sich eine ausreichende Datenmenge angesammelt hat. Der Grenzwert wird über den Konfigurationsparameter Compacting Trigger Threshold (S. 254) bestimmt Wann Deduplizierung am effektivsten ist Nachfolgend einige Beispiele, wann Deduplizierung die besten Ergebnisse erzielt: Beim Sichern ähnlicher Daten aus verschiedenen Quellen im Voll-Backup-Modus. Das ist z.b. beim Backup von Betriebssystem und Anwendungen der Fall, wenn diese von einer Quelle aus per Netzwerk verteilt wurden. Bei Durchführung inkrementeller Backups von ähnlichen Daten aus verschiedenen Quellen unter der Annahme, dass die Daten-Veränderungen ebenfalls ähnlich sind. Das ist z.b. der Fall, wenn Sie Updates zu diesen Systemen verteilen und auf diese dann das inkrementelle Backup anwenden. Bei Durchführung von inkrementellen Backups von Daten, die sich nicht selbst, aber ihren Speicherplatz geändert haben. Das ist z.b. der Fall, wenn multiple Teile von Daten durch das Netzwerk oder innerhalb eines Systems zirkulieren. Jedes Mal, wenn ein Teil dieser Daten verschoben wird, wird dieser in das inkrementelle Backup aufgenommen, welches an Größe zunimmt, während es aber keine neuen Daten enthält. Deduplizierung hilft, dieses Problem zu lösen: Jedes Mal, wenn ein Element an einem neuen Ort erscheint, wird statt des Elements selbst eine Referenz auf dieses gespeichert. Deduplizierung und inkrementelle Backups Bei zufälliger Veränderung von Daten führt die Deduplizierung daraus resultierender inkrementeller Backups zu keinem großen Effekt, denn: Die deduplizierten Elemente, die sich nicht verändert haben, sind in den inkrementellen Backups nicht enthalten. Die deduplizierten Elemente, die sich nicht verändert haben, sind nicht mehr identisch und werden daher auch nicht dedupliziert. Deduplizierung und Datenbank-Backups Deduplizierung ist zum regelmäßigen Backup einer Datenbank nicht besonders effektiv. Hintergrund ist, dass Änderungen an einer Datenbank meistens einzigartig sind und daher nicht dedupliziert 262 Copyright Acronis International GmbH,

263 werden können. Wir empfehlen daher, Datenbanken zu einem nicht-deduplizierenden Depot zu sichern Optimale Vorgehensweisen bei der Deduplizierung Deduplizierung ist ein komplexer Prozess, der von vielen Faktoren abhängt. Die wichtigsten Faktoren, die die Deduplizierungsgeschwindigkeit beeinflussen, sind: Die Zugriffsgeschwindigkeit auf die Deduplizierungsdatenbank Die RAM-Kapazität des Storage Nodes Die Anzahl der deduplizierenden Depots, die auf dem Storage Node erstellt wurden. Folgen Sie den unteren Empfehlungen, um die Deduplizierungsperformance zu verbessern. Legen Sie die Deduplizierungsdatenbank und das deduplizierende Depot auf separate physikalische Geräte Um die Zugriffsgeschwindigkeit auf eine Deduplizierungsdatenbank verbessern zu können, müssen die Datenbank und das Depot auf separaten physikalischen Geräten liegen. Es ist am besten, dem Depot und der Datenbank je eigene, nur dafür dedizierte Geräte zuzuweisen. Falls das nicht möglich ist, sollten Sie zumindest weder das Depot noch die Datenbank auf ein gemeinsames Laufwerk mit dem Betriebssystem legen. Der Grund ist, dass das Betriebssystem häufige Lese-/Schreib-Aktionen auf dem Laufwerk durchführt, was die Deduplizierung deutlich verlangsamen kann. Ein Laufwerk für eine Deduplizierungsdatenbank auswählen Die Datenbank muss auf einem fest eingebauten Laufwerk liegen. Versuchen Sie nicht, die Deduplizierungsdatenbank auf ein externes, entfernbares Laufwerk zu legen. Eine möglichst schnelle Zugriffszeit ist wichtig. Es wird empfohlen, eine schnelle IDE-Festplatte (7200 Upm oder schneller), ein SCSI-Laufwerk oder eine für den Unternehmenseinsatz ausgelegte SSD (Solid State Drive) zu verwenden. Das zur Speicherung der Deduplizierungsdatenbank verwendete Volume sollte mindestens 10 GB an freien Speicherplatz haben. Wenn Sie eine große Anzahl von Maschinen sichern, dürfte der benötigte freie Speicherplatz die 10 GB überschreiten. Der für eine Deduplizierungsdatenbank erforderliche Speicherplatz kann mit folgender Formel abgeschätzt werden: G = E / wobei gilt: G die Laufwerksgröße in GB ist, E die geplante Menge an 'einmaligen' (nur einmal vorkommenden) Daten im Deduplizierungsdatenspeicher in GB ist. Falls beispielsweise für die geplante Menge der einmaligen Daten im Deduplizierungsdatenspeicher 'E=5 TB' gilt, dann erfordert die Deduplizierungsdatenbank einen freien Speicherplatz, der nicht kleiner ist als G = 5*1024 / = 170 GB Ein Laufwerk für ein deduplizierendes Depot wählen 263 Copyright Acronis International GmbH,

264 Zum Schutz gegen Datenverlust empfehlen wir die Verwendung von RAID 10, 5 oder 6. RAID 0 wird nicht empfohlen, da es nicht fehlertolerant ist. RAID 1 ist aufgrund seiner geringen Geschwindigkeit nicht empfehlenswert. Es gibt keine Bevorzugung von lokalen Laufwerken gegenüber SAN, beide sind gut. 8 GB an RAM pro 1 TB an einmaligen Daten. Das ist eine Empfehlung für ein 'Worst Case'-Szenario. Sie müssen dem nicht unbedingt folgen, solange Sie keine Performance-Probleme bei der Deduplizierung feststellen. Sollte die Deduplizierung jedoch zu langsam ablaufen, dann überprüfen Sie den Parameter Belegter Speicherplatz des deduplizierenden Depots. Sie können die Deduplizierungsgeschwindigkeit signifikant anheben, indem Sie den Arbeitsspeicher (RAM) des Storage Nodes vergrößern. Im Allgemeinen gilt, dass bei gleicher Deduplizierungsgeschwindigkeit die Größe der Deduplizierungsdatenbank umso größer sein kann, je mehr RAM Sie haben. Nur ein deduplizierendes Depot auf jedem Storage Node Es wird dringend empfohlen, nur ein deduplizierendes Depot auf einem Storage Node zu erstellen. Anderenfalls wird die gesamte Menge des RAMs proportional zur Anzahl der Depots unter diesen aufgeteilt. 64-Bit-Betriebssystem Der Storage Node muss unter einem 64-Bit-Betriebssystem installiert werden. Auf der Maschine mit dem Storage Node sollten keine weiteren Anwendungen ausgeführt werden, die viele Systemressourcen erfordern, wie beispielsweise Datenbankverwaltungssysteme (DBMS) oder Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP). Mehrkern-Prozessor mit einer Taktrate von mindestens 2,5 GHz Wir empfehlen die Verwendung eines Prozessors mit wenigstens 4 Kernen und einer Taktfrequenz nicht unter 2,5 GHz. Ausreichend freier Speicherplatz im Depot Die Indizierung eines Backups erfordert genauso viel freien Speicherplatz, wie die Daten des Backups unmittelbar nach ihrer Sicherung zum Depot belegt haben. Ohne Komprimierung oder Deduplizierung an der Quelle entspricht dieser Wert der Größe der ursprünglich gesicherten Daten während einer gegebenen Backup-Aktion. High-Speed LAN 1-Gbit-LAN wird empfohlen. Dadurch kann die Software 5-6 Backups mit Deduplizierung parallel durchführen, ohne dass die Geschwindigkeit deutlich heruntergeht. Backup einer typischen Maschine, bevor Sie mehrere Maschinen mit ähnlichem Inhalt sichern Wenn Sie mehrere Maschinen mit ähnlichem Inhalt sichern wollen, empfiehlt es sich, zuerst nur das Backup einer Maschine zu erstellen und dann zu warten, bis die Indizierung der gesicherten Daten abgeschlossen ist. Danach werden die Backups der anderen Maschinen schneller verlaufen, was der effizienten Deduplizierung zu verdanken ist. Da das Backup der ersten Maschine bereits indiziert wurde, befinden sich die meisten Daten bereits im Deduplizierungsdatenspeicher. 264 Copyright Acronis International GmbH,

265 Backups von verschiedenen Maschinen zu unterschiedlichen Zeiten Falls Sie eine größere Anzahl an Maschinen sichern wollen, sollten Sie die Backup-Aktionen zeitlich verteilen. Erstellen Sie dazu mehrere Backup-Pläne mit unterschiedlichen Planungen. Schnelle Katalogisierung verwenden Die Indizierung eines Backups startet, nachdem seine Katalogisierung abgeschlossen wurde. Um die zur Backup-Verarbeitung benötigte Gesamtzeit zu reduzieren, können Sie die automatische Katalogisierung (S. 119) in den schnellen Modus umschalten. Sie können die vollständige Katalogisierung auch manuell außerhalb des Backup-Fensters starten. Alarmbenachrichtigungen konfigurieren Es wird empfohlen, dass Sie in den Management Server-Optionen Alarmbenachrichtigungen (S. 441) für die Depots konfigurieren. Dadurch können Sie schneller bei Störungen oder Ausfällen reagieren. Eine rechtzeitige Reaktion auf eine Alarmmeldung vom Typ Es gibt ein Depot mit wenig freiem Speicherplatz kann vor einem Fehler beim nächsten Backup zum Depot schützen Deduplizierungsbeschränkungen Allgemeine Einschränkungen Eine Deduplizierung kann nicht durchgeführt werden, falls Sie das Archiv mit einem Kennwort geschützt haben. Die Datenblöcke kennwortgeschützter Archive werden in den Backups so gespeichert, als wären sie in einem nicht-deduplizierenden Depot. Falls Sie Archive unter Beibehaltung der Möglichkeit zur Deduplizierung schützen wollen, dann belassen Sie die Archive ohne Kennwortschutz und verschlüsseln Sie stattdessen das deduplizierende Depot mit einem Kennwort. Sie können dies bei Erstellung des Depots durchführen. Backup auf Laufwerkebene Eine Deduplizierung von Laufwerksdatenblöcken erfolgt nicht, falls die Größe der Zuordnungseinheit des Volumes auch als Cluster-Größe oder Block-Größe bekannt nicht durch 4 KB teilbar ist. Tipp: Die Größe der Zuordnungseinheit der meisten NTFS- und ext3-volumes beträgt 4 KB. Dies erlaubt also eine Deduplizierung auf Block-Ebene. Andere Größen von Zuordnungseinheiten, die eine Deduplizierung auf Block-Ebene ermöglichen, sind z.b. 8 KB, 16 KB und 64 KB. Backup auf Dateiebene Die Deduplizierung einer Datei erfolgt nicht, falls die Datei verschlüsselt ist und das Kontrollkästchen Verschlüsselte Dateien in Archiven unverschlüsselt speichern deaktiviert ist (Standardeinstellung). Deduplizierung und NTFS-Datenströme Im NTFS-Dateisystem kann eine Datei mit einem oder mehreren zusätzlichen Datensätzen assoziiert sein meist (englisch) Alternate Data Streams genannt. Beim Backup einer solchen Datei werden auch all ihre 'Alternate Data Streams' mit gesichert. Diese Streams werden jedoch auch dann nie dedupliziert, wenn die Datei selbst es wird. 265 Copyright Acronis International GmbH,

266 8 Aktionen mit Archiven und Backups 8.1 Archive und Backups validieren Validierung ist eine Aktion, mit der die Möglichkeit der Datenwiederherstellung aus einem Backup geprüft wird. Die Validierung eines Datei-Backups imitiert die Wiederherstellung aller Dateien aus einem Backup an einen imitierten Zielort. Die Validierung eines Festplatten- oder Partitions-Backups berechnet eine Prüfsumme für jeden Datenblock, der im Backup gespeichert ist. Beide Prozeduren sind ressourcenintensiv. Die Validierung eines Archivs bestätigt die Gültigkeit aller Backups im Archiv. Die Validierung eines Depots (bzw. Speicherorts) bewirkt eine Überprüfung aller in diesem Depot (Speicherort) hinterlegten Archive. Obwohl eine erfolgreiche Validierung eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Wiederherstellung bedeutet, werden nicht alle Faktoren geprüft, die eine Wiederherstellung beeinflussen. Wenn Sie ein Betriebssystem gesichert haben und Sie sichergehen wollen, dass spätere Recovery-Aktionen des Backups erfolgreich sind, dann lässt sich das nur garantieren, wenn Sie eine testweise Wiederherstellung unter Verwendung einer bootfähigen Umgebung auf ein freies, ungenutztes Laufwerk durchführen. Sie sollten zumindest sicherstellen, dass das Backup unter Verwendung eines bootfähigen Mediums erfolgreich validiert werden kann. Beschränkung Archive und Backups im Acronis Online Backup Storage (S. 460) können nicht validiert werden. Ein 'Initial Seeding'-Backup (S. 465) wird jedoch direkt nach seiner Erstellung automatisch validiert. Verschiedene Varianten, einen Validierungstask zu erstellen Die Verwendung der Seite Validation ist der übliche Weg, um einen Validierungstask zu erstellen. Sie können hier Validierungen sofort ausführen oder eine Validierungsplanung für jedes Backup, Archiv oder Depot erstellen, auf das Sie Zugriff haben. Die Validierung eines Archivs oder des letzten Backups in dem Archiv kann auch als Teil eines Backup-Plans durchgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 'Einen Backup-Plan erstellen (S. 58)'. Wählen Sie zuerst ein Objekt zur Validierung aus, um Zugriff auf die Seite Validierung zu erhalten: ein Depot, ein Archiv oder ein Backup. Klicken Sie zur Wahl eines Depots im Fensterbereich Navigation auf das Symbol Depots und wählen Sie dann das Depot, indem Sie den Depot-Verzeichnisbaum in der Ansicht Depots erweitern oder es direkt im Fensterbereich Navigation auswählen. Wählen Sie zur Auswahl eines Archivs zuerst ein Depot an und dann in der Ansicht Depot die Registerlasche Archiv-Anzeige anschließend klicken Sie auf den Namen des entsprechenden Archivs. Wählen Sie zur Wahl eines Backups zuerst ein Archiv aus der Archiv-Anzeige, erweitern Sie dann das Archiv über die entsprechende Schaltfläche links neben dem Archivnamen und klicken Sie abschließend auf das gewünschte Backup. 266 Copyright Acronis International GmbH,

267 Klicken Sie nach Wahl des Validierungsobjektes im Kontextmenü auf den Befehl Validieren. Darauf öffnet sich die Seite Validierung mit dem vorausgewählten Objekt als Quelle. Sie müssen dann nur noch wählen, wann validiert werden soll, und (optional) einen Namen für den Tasks angeben. Zur Erstellung eines Validierungstasks führen Sie die folgenden Schritte aus. Validierungsquelle Validieren Wählen Sie ein zu validierendes Objekt: Archiv (S. 273) Sie müssen in diesem Fall das Archiv spezifizieren. Backup (S. 268) - spezifizieren Sie zuerst das Archiv. Wählen Sie dann das gewünschte Backup aus dem Archiv. Depot (S. 268) wählen Sie ein Depot (oder einen anderen Speicherort), dessen Archive validiert werden sollen. Anmeldedaten (S. 268) [Optional] Stellen Sie Anmeldedaten für die Quelle zur Verfügung, falls das Benutzerkonto des Tasks dafür nicht genügend Zugriffsrechte hat. Validierungszeitpunkt Validierung starten (S. 269) Geben Sie an, wann und wie oft die Validierung durchgeführt werden soll. Task-Parameter Task-Name [Optional] Geben Sie einen eindeutigen Namen für den Validierungstask ein. Ein bewusst gewählter Name macht es leichter, diesen Task zu identifizieren. Anmeldedaten des Plans: (S. 269) [Optional] Der Validierungstask wird im Namen des Benutzers laufen, der den Task erstellt. Sie können, sofern notwendig, die Anmeldedaten für den Task ändern. Kommentare [Optional] Geben Sie Kommentare für den Task ein. Nachdem Sie alle notwendigen Einstellungen konfiguriert haben, klicken Sie auf OK, um den Validierungstask zu erstellen Auswahl des Archivs So spezifizieren Sie ein zu validierendes Archiv 1. Tragen Sie den vollständigen Pfad zum Archiv-Speicherort in das Feld Pfad ein oder wählen Sie den gewünschten Speicherort aus dem Verzeichnisbaum (S. 149). Bei Ausführung auf einer Maschine, die mit einem bootfähigen Medium gestartet wurde: Um auf ein verwaltetes Depot zuzugreifen, geben Sie im Feld Pfad ein: bsp://knoten_adresse/depot_name/ Um auf ein zentrales, nicht verwaltetes Depot zuzugreifen, tragen Sie den vollen Pfad zum Ordner des Depots ein. 2. Wählen Sie das Archiv in der Tabelle rechts vom Verzeichnisbaum. Die Tabelle zeigt die Namen der Archive, die sich in jedem von Ihnen gewählten Speicherort befinden. Während Sie den Inhalt eines Speicherorts untersuchen, können Archive durch einen anderen Benutzer oder das Programm (auf Basis geplanter Aktionen) hinzugefügt, gelöscht oder 267 Copyright Acronis International GmbH,

268 modifiziert werden. Verwenden Sie die Schaltfläche Aktualisieren, um die Liste der Archive neu aufzubauen. 3. Klicken Sie auf OK Auswahl der Backups So spezifizieren Sie ein zu validierendes Backup. 1. Wählen Sie im oberen Fensterbereich ein Backup anhand des Zeitstempels. Der untere Teil des Fensters zeigt den Inhalt des gewählten Backups, um Sie darin zu unterstützen, das richtige Backup herauszufinden. 2. Klicken Sie auf OK Depot wählen So wählen Sie ein Depot oder einen Speicherort 1. Tragen Sie den vollständigen Pfad zum Depot (Speicherort) in das Feld Pfad ein oder wählen Sie den gewünschten Speicherort aus dem Verzeichnisbaum. Um ein zentrales Depot auszuwählen, erweitern Sie die Gruppe Zentral und wählen dort dieses Depot. Um ein persönliches Depot auszuwählen, erweitern Sie die Gruppe Persönlich und klicken dann auf das entsprechende Depot. Um einen lokalen Ordner auszuwählen (CD-/DVD-Laufwerk oder ein lokal angeschlossenes Bandgerät), erweitern Sie die Gruppe Lokale Ordner und klicken auf den gewünschten Ordner. Um eine Netzwerkfreigabe zu wählen, erweitern Sie die Gruppe Netzwerkordner, wählen die benötigte Netzwerk-Maschine und klicken dann auf den freigegebenen Ordner. Werden Anmeldedaten zum Zugriff auf die Netzwerkfreigabe benötigt, so wird das Programm diese erfragen. Um einen Ordner auszuwählen, der auf einer NFS-Freigabe gespeichert ist, erweitern Sie die Gruppe NFS-Laufwerke und klicken Sie auf den entsprechenden Ordner. Um einen FTP- oder SFTP-Server zu wählen, erweitern Sie die korrespondierende Gruppe und wählen die entsprechenden Ordner auf dem Server. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden. Die Tabelle zeigt für jedes von Ihnen gewählte Depot die Namen dort enthaltener Archive an, um Ihnen die Wahl des richtigen Depots zu erleichtern. Während Sie den Inhalt eines Speicherorts untersuchen, können Archive durch einen anderen Benutzer oder das Programm (auf Basis geplanter Aktionen) hinzugefügt, gelöscht oder modifiziert werden. Verwenden Sie die Schaltfläche Aktualisieren, um die Liste der Archive neu aufzubauen. 1. Klicken Sie auf OK Anmeldedaten der Quelle Spezifizieren Sie die Anmeldedaten, die für den Zugriff auf den Ort notwendig sind, an dem das Backup-Archiv gespeichert ist. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Anmeldedaten des Tasks benutzen 268 Copyright Acronis International GmbH,

269 Die Software greift auf den Speicherort mit den Anmeldedaten des Task-Kontos zu, wie sie im Abschnitt Task-Parameter spezifiziert wurden. Folgende Anmeldedaten verwenden Die Software greift auf den Speicherort unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, wenn das Konto des Tasks keine Zugriffserlaubnis für den Speicherort hat. Es ist möglich, dass Sie für eine Netzwerkfreigabe oder ein Storage Node-Depot noch weitere Anmeldedaten brauchen. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf OK. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden Validierungszeitpunkt Da eine Validierung eine Ressourcen-intensive Aktion ist, empfiehlt es sich, sie so zu planen, dass sie nicht zu Hauptbelastungszeiten der verwalteten Maschine erfolgt. Bevorzugen Sie es dagegen, sofort informiert zu werden, ob die gesicherten Daten intakt und daher erfolgreich wiederherstellbar sind, so sollten Sie erwägen, die Validierung direkt nach der Task-Erstellung zu starten. Wählen Sie eine der folgenden Optionen: Jetzt um den Validierungs-Tasks direkt nach seiner Erstellung zu starten, sobald Sie also auf der Validierungs-Seite auf OK geklickt haben. Später um einen einmaligen Validierungs-Task zu starten, zu dem von Ihnen angegeben Datum/Zeitpunkt. Spezifizieren Sie die passenden Parameter wie folgt: Datum und Zeit das Datum und die Uhrzeit, wann der Task gestartet werden soll. Task wird manuell gestartet (keine Planung) aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, falls Sie den Task später manuell starten wollen. Nach Planung um den Task zu planen. Um mehr über die Konfiguration der Planungs-Parameter zu lernen, schauen Sie in den Abschnitt Planung (S. 89) Anmeldedaten für den Task Stellen Sie die Anmeldedaten für das Konto zur Verfügung, mit dem der Task ausgeführt wird. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Unter dem aktuellen Benutzer ausführen Der Task wird mit den Anmeldedaten des Benutzers ausgeführt, der die Tasks startet. Wenn der Task nach Zeit-/Ereignis-Planung laufen soll, werden Sie bei Abschluss der Task-Erstellung nach dem Passwort des aktuellen Benutzers gefragt. Folgende Anmeldedaten verwenden 269 Copyright Acronis International GmbH,

270 Der Task wird immer mit den von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten ausgeführt, egal ob manuell oder per Zeit-/Ereignis-Planung gestartet. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf OK. Zu weiteren Informationen über die Verwendung von Anmeldedaten in Acronis Backup & Recovery 11.5 siehe den Abschnitt Besitzer und Anmeldedaten (S. 35). Siehe den Abschnitt 'Benutzerberechtigungen auf einer verwalteten Maschine (S. 37)', um mehr über Aktionen zu erfahren, die in Abhängigkeit von Benutzerberechtigungen verfügbar sind. 8.2 Archive und Backups exportieren Beim Export wird eine Kopie des Archivs bzw. eine unabhängige Teilkopie des Archivs am von Ihnen angegebenen Speicherort erstellt. Das ursprüngliche Archiv bleibt unverändert. Ein Export ist möglich für: Ein einzelnes Archiv es wird eine exakte Kopie des Archivs erstellt Ein einzelnes Backup es wird ein Archiv erstellt, das aus einem einzelnen vollständigen Backup besteht. Beim Export eines inkrementellen oder differentiellen Backups werden die vorhergehenden Backups bis hin zum letzten vollständigen Backup konsolidiert. Ihre Auswahl von Backups, die zu demselben Archiv gehören das resultierende Archiv enthält nur die spezifizierten Backups. Eine Konsolidierung erfolgt nach Bedarf; das resultierende Archiv kann daher Voll-Backups enthalten, aber auch inkrementelle und differentielle Backups. Ein komplettes Depot, das über die Befehlszeilenschnittstelle exportiert werden kann. Weitere Informationen finden Sie in der Acronis Backup & Recovery 11.5 Befehlszeilen-Referenz. Einsatzszenarien Mit einem Export können Sie ausgewählte Backups von einer Reihe inkrementeller Backups trennen, um so die Wiederherstellung zu beschleunigen, auf Wechselmedien und externe Medien zu schreiben, oder für andere Zwecke. Beispiel. Wenn Sie Daten zu einem Remote-Speicherort über eine instabile Netzwerkverbindung oder bei niedriger Netzwerkbandbreite übertragen (etwa ein Backup durch ein WAN unter Verwendung eines VPN-Zugriffs), dann können Sie das anfängliche Voll-Backup auch auf ein Wechselmedium speichern. Schicken Sie das Medium danach zu dem Remote-Speicherort. Dort wird das Backup dann von diesem Medium zu dem als eigentliches Ziel fungierenden Storage exportiert. Nachfolgende inkrementelle Backups, die üblicherweise deutlich kleiner sind, werden dann per Netzwerk/Internet übertragen. Beim Export eines verwalteten Depots auf ein Wechselmedium erhalten Sie ein transportierbares, nicht verwaltetes Depot für den Einsatz in folgenden Szenarien: Aufbewahrung einer externen Kopie (offsite) Ihres Depots oder der wichtigsten Archive. 'Physischer' Transport eines Depots zu einer entfernten Niederlassung. Wiederherstellung ohne Zugriff auf den Storage Node bei Netzwerkproblemen oder Ausfall des Storage Nodes. 270 Copyright Acronis International GmbH,

271 Wiederherstellung des Storage Node selbst. Der Export von einem Festplatten-basierten Depot auf ein Bandgerät kann als einfache Form des 'Archiv-Staging' angesehen werden. Der Name des resultierenden Archivs Standardmäßig erbt das exportierte Archiv den Namen des ursprünglichen Archivs. Da es nicht empfehlenswert ist, mehrere Archive mit gleichem Namen an einem Ort zu speichern, sind folgende Aktionen bei Verwendung des vorgegebenen Archivnamens deaktiviert: Export von Teilen eines Archivs zum selben Speicherort. Export eines Archivs oder von Teilen eines Archivs zu einem Speicherort, an dem es ein Archiv mit demselben Namen gibt. Zweimaliger Export eines Archivs oder von Teilen eines Archivs zum selben Speicherort. Wählen Sie in allen genannten Fällen einen Archivnamen, der im Zielordner oder dem Zieldepot nicht vergeben ist. Wenn Sie den Export unter Verwendung desselben Namens erneut ausführen müssen, löschen Sie zunächst das aus dem vorhergehenden Export resultierende Archiv. Die Optionen des resultierenden Archivs Das exportierte Archiv erbt die Optionen des ursprünglichen Archivs einschließlich Verschlüsselung und Kennwort. Beim Export eines kennwortgeschützten Archivs werden Sie zur Eingabe des Kennworts aufgefordert. Wenn das ursprüngliche Archiv verschlüsselt ist, wird mit dem Kennwort auch das resultierende Archiv verschlüsselt. Speicherort für Quelle und Ziel Wenn die Konsole mit einer verwalteten Maschine verbunden ist, können Sie Exports von Archiven oder Teilen eines Archivs von und zu jedem beliebigen Speicherort durchführen, auf den der auf der Maschine befindliche Agent Zugriff hat. Dazu gehören persönliche Depots, lokal angeschlossene Bandgeräte, Wechselmedien und, in den Advanced Editionen, verwaltete und nicht verwaltete zentrale Depots. Wenn die Konsole mit einem Management Server verbunden ist, stehen zwei Exportmethoden zur Verfügung: Export aus einem verwalteten Depot. Der Export wird vom Storage Node übernommen, der das Depot verwaltet. Das Ziel kann eine Netzwerkfreigabe oder ein lokaler Ordner auf dem Storage Node sein. Export aus einem zentralen, nicht verwalteten Depot. Der Export wird vom Agenten übernommen, der auf der angegebenen verwalteten Maschine installiert ist. Das Ziel kann jeder Speicherort sein, auf den der Agent Zugriff hat, einschließlich eines verwalteten Depots. Tipp: Wählen Sie bei der Konfiguration eines Exports in ein deduplizierendes, verwaltetes Depot eine Maschine, auf der der Deduplizierungs-Add-on für den Agenten installiert ist. Anderenfalls wird der Export-Task fehlschlagen. Aktionen mit einem Export-Task Ein Export-Task startet sofort, nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist. Sie können einen Export-Task wie jeden anderen Task stoppen oder löschen. Sobald ein Export-Task abgeschlossen wurde, können Sie ihn jederzeit erneut ausführen. Löschen Sie zunächst das aus der letzten Ausführung des Task resultierende Archiv, falls es sich noch im Zieldepot 271 Copyright Acronis International GmbH,

272 befindet. Anderenfalls wird der Task fehlschlagen. Sie können bei einem Export-Task das Zielarchiv nicht umbenennen (das ist eine Einschränkung). Tipp: Dieses Staging-Szenario kann manuell umgesetzt werden, indem Sie immer erst den Task zum Löschen des Archivs und dann den Export-Task ausführen. Verschiedene Varianten, einen Export-Task zu erstellen Gewöhnlich werden Export-Tasks über die Seite Exportieren erstellt. Dort können Sie jedes Backup oder Archiv exportieren, auf das Sie Zugriffsrechte besitzen. Auf die Seite Exportieren können Sie aus der Ansicht Depots zugreifen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das zu exportierende Objekt (Archiv oder Backup) und wählen Sie im Kontextmenü Exportieren. Wählen Sie zuerst ein Validierungsobjekt aus, um Zugriff auf die Seite Exportieren zu erhalten: ein Archiv oder ein Backup. 1. Wählen Sie ein Depot. Klicken Sie dazu im Fensterbereich Navigation auf das Symbol Depots und wählen Sie dann das Depot, indem Sie den Depot-Verzeichnisbaum in der Ansicht Depots erweitern oder es direkt im Fensterbereich Navigation auswählen. 2. Wählen Sie zur Auswahl eines Archivs zuerst ein Depot an und dann in der Ansicht Depot die Registerlasche Archiv-Anzeige anschließend klicken Sie auf den Namen des entsprechenden Archivs. 3. Wählen Sie zur Wahl eines Backups zuerst ein Archiv aus der Archiv-Anzeige, erweitern Sie dann das Archiv über die entsprechende Schaltfläche links neben dem Archivnamen und klicken Sie abschließend auf das gewünschte Backup. Klicken Sie nach Wahl des Validierungsobjektes im Kontextmenü auf den Befehl Exportieren. Darauf öffnet sich die Seite Exportieren mit dem vorausgewählten Objekt als Quelle. Sie müssen dann nur noch einen Ziel-Speicherort wählen und (optional) einen Namen für den Task angeben. Führen Sie folgende Schritte aus, um ein Archiv oder ein Backup zu exportieren. Export-Quelle Exportieren Wählen Sie den Typ der zu exportierenden Objekte: Archiv in diesem Fall müssen Sie nur das benötigte Archiv spezifizieren. Backups Sie müssen zuerst das Archiv spezifizieren und erst danach wählen Sie das/die gewünschten Backup(s) in diesem Archiv. Durchsuchen Wählen Sie das Archiv (S. 273) oder die Backups (S. 273). Anmeldedaten anzeigen (S. 273) [Optional] Stellen Sie Anmeldedaten für die Quelle zur Verfügung, falls das Benutzerkonto des Tasks dafür nicht genügend Zugriffsrechte hat. Export-Ziel Durchsuchen (S. 274) Spezifizieren Sie den Pfad zu dem Speicherort, wo das neue Archiv erstellt wird. Vergeben Sie einen eindeutigen Namen und Kommentar für das neue Archiv. Vollständige Katalogisierung/Schnelle Katalogisierung 272 Copyright Acronis International GmbH,

273 Nicht verfügbar bei bootfähigen Medien oder bei Speicherorten, die keine Katalogisierung unterstützen. Bestimmen Sie, ob auf die exportierten Backups eine vollständige oder schnelle Katalogisierung durchgeführt werden soll. Weitere Informationen zur Katalogisierung finden Sie im Abschnitt 'Backup-Katalogisierung (S. 119)'. Anmeldedaten anzeigen (S. 275) [Optional] Stellen Sie Anmeldedaten für den Ziel-Speicherort zur Verfügung, falls das Benutzerkonto des Tasks nicht ausreichende Zugriffsrechte darauf hat. Nachdem Sie alle notwendigen Schritte durchgeführt haben, klicken Sie auf OK, um den Export zu starten. Als Ergebnis zeigt das Programm das Ausführungsstadium des Tasks in der Ansicht Backup-Pläne und Tasks an. Wenn der Task endet, wird im Fenster Task-Information das finale Stadium der Task-Ausführung angezeigt Auswahl des Archivs So spezifizieren Sie ein zu exportierendes Archiv 1. Tragen Sie den vollständigen Pfad zum Archiv-Speicherort in das Feld Pfad ein oder wählen Sie den gewünschten Speicherort aus dem Verzeichnisbaum (S. 149). Für den Management Server: Wählen Sie im Verzeichnisbaum das verwaltete Depot aus. 2. Wählen Sie das Archiv in der Tabelle rechts vom Verzeichnisbaum. Die Tabelle zeigt die Namen der Archive, die sich in jedem von Ihnen gewählten Speicherort befinden. Während Sie den Inhalt eines Speicherorts untersuchen, können Archive durch einen anderen Benutzer oder das Programm (auf Basis geplanter Aktionen) hinzugefügt, gelöscht oder modifiziert werden. Verwenden Sie die Schaltfläche Aktualisieren, um die Liste der Archive neu aufzubauen. 3. Klicken Sie auf OK Auswahl der Backups So wählen Sie ein zu exportierendes Backup aus 1. Aktivieren Sie oben im Fenster das bzw. die entsprechende(n) Kontrollkästchen. Um sicherzugehen, dass Sie das richtige Backup ausgewählt haben, klicken Sie auf das Backup; die untere Tabelle zeigt die in diesem Backup enthaltenen Volumes an. Um mehr Informationen über ein Volume zu erhalten, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie im Kontextmenü Informationen. 2. Klicken Sie auf OK Anmeldedaten der Quelle Spezifizieren Sie die Anmeldedaten, die für einen Zugriff auf den Ort notwendig sind, an dem das Quellarchiv oder das Backup gespeichert ist. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Aktuelle Anmeldedaten verwenden Die Software greift auf den Speicherort unter Verwendung der Anmeldedaten des aktuellen Benutzers zu. 273 Copyright Acronis International GmbH,

274 Folgende Anmeldedaten verwenden Das Programm greift auf den Speicherort unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, wenn das Konto des Tasks keine Zugriffserlaubnis für den Speicherort hat. Es ist möglich, dass Sie für eine Netzwerkfreigabe oder ein Storage Node-Depot noch weitere Anmeldedaten brauchen. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf OK. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden Speicherziel wählen Spezifizieren Sie das Ziel, wohin das exportierte Objekt gespeichert werden soll. Backups dürfen nicht in dasselbe Archiv exportiert werden. 1. Exportziel wählen Tragen Sie den vollständigen Pfad zum Zielort in das Feld Pfad ein oder wählen Sie das gewünschte Ziel im Verzeichnisbaum aus. Um Daten in ein zentrales, nicht verwaltetes Depot zu exportieren, erweitern Sie die Gruppe Zentrale Depots und wählen dort ein Depot. Um Daten in ein persönliches Depot zu exportieren, erweitern Sie die Gruppe Persönliche Depots und wählen dort ein Depot. Um Daten in einen lokalen Ordner auf der Maschine zu exportieren, erweitern Sie die Gruppe Lokale Ordner und wählen das gewünschte Verzeichnis. Um Daten zu einer Netzwerkfreigabe zu exportieren, erweitern Sie die Gruppe Netzwerkordner, wählen die benötigte Netzwerk-Maschine und klicken dann auf den freigegebenen Ordner. Werden Anmeldedaten zum Zugriff auf die Netzwerkfreigabe benötigt, so wird das Programm diese erfragen. Hinweis für Linux-Benutzer: Um eine CIFS-Netzwerkfreigabe (Common Internet File System) anzugeben, die an einen Mount-Punkt wie z.b. /mnt/share angeschlossen ist, wählen Sie diesen Mount-Punkt statt der Netzwerkfreigabe aus. Zum Datenexport auf einen FTP- oder SFTP-Server tragen Sie Server-Namen oder -Adresse folgendermaßen in das Feld Pfad ein: ftp://ftp-server:port-nummer oder sftp://sftp-server:port-nummer Wenn Sie die Port-Nummer nicht angeben, wird Port 21 für FTP benutzt und Port 22 für SFTP. Nach Eingabe der Anmeldedaten sind die Ordner auf dem Server verfügbar. Klicken Sie auf den passenden Ordner auf dem Server. Sie können auf den Server auch als anonymer Benutzer zugreifen, wenn der Server einen solchen Zugang ermöglicht. Dafür klicken Sie auf Anonymen Zugang benutzen anstelle der Eingabe von Anmeldedaten. 274 Copyright Acronis International GmbH,

275 Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Klartext über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Packet-Sniffer abgefangen werden. Um Daten auf ein lokal angeschlossenes Bandgerät zu exportieren, erweitern Sie die Gruppe Bandlaufwerke und klicken auf das benötigte Gerät. In den Standalone-Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 stehen Bandgeräte nur zur Verfügung, wenn Sie ein Upgrade von Acronis Backup & Recovery 10 durchgeführt haben. Zu weiteren Informationen über die Verwendung von Bändern siehe den Abschnitt 'Bandgerдte (S. 223). Für den Management Server enthält der Verzeichnisbaum: Die Gruppe 'Lokale Ordner', zum Datenexport auf für den Storage Node lokal verfügbare Laufwerke. Die Gruppe 'Netzwerkordner', zum Datenexport auf eine Netzwerkfreigabe. Werden Anmeldedaten zum Zugriff auf die Netzwerkfreigabe benötigt, so wird das Programm diese erfragen. Hinweis für Linux-Benutzer: Um eine CIFS-Netzwerkfreigabe (Common Internet File System) anzugeben, die an einen Mount-Punkt wie z.b. /mnt/share angeschlossen ist, wählen Sie diesen Mount-Punkt statt der Netzwerkfreigabe aus. 2. Archiv-Tabelle verwenden Die rechte Tabelle zeigt für jeden im Baum gewählten Speicherort die Namen der dort enthaltenen Archive an, um Ihnen die Wahl des richtigen Ziels zu erleichtern. Während Sie den Inhalt eines Speicherorts untersuchen, können Archive durch einen anderen Benutzer oder das Programm (auf Basis geplanter Aktionen) hinzugefügt, gelöscht oder modifiziert werden. Verwenden Sie die Schaltfläche Aktualisieren, um die Liste der Archive neu aufzubauen. 3. Das neue Archiv benennen Standardmäßig erbt das exportierte Archiv den Namen des ursprünglichen Archivs. Da es nicht empfehlenswert ist, mehrere Archive mit gleichem Namen an einem Ort zu speichern, sind folgende Aktionen bei Verwendung des vorgegebenen Archivnamens deaktiviert: Export von Teilen eines Archivs zum selben Speicherort. Export eines Archivs oder von Teilen eines Archivs zu einem Speicherort, an dem es ein Archiv mit demselben Namen gibt. Zweimaliger Export eines Archivs oder von Teilen eines Archivs zum selben Speicherort. Wählen Sie in allen genannten Fällen einen Archivnamen, der im Zielordner oder dem Zieldepot nicht vergeben ist. Wenn Sie den Export unter Verwendung desselben Namens erneut ausführen müssen, löschen Sie zunächst das aus dem vorhergehenden Export resultierende Archiv Anmeldedaten für das Ziel Spezifizieren Sie die Anmeldedaten, die für den Zugriff auf den Ort notwendig sind, an dem das resultierende Archiv gespeichert wird. Der Benutzer, dessen Name angegeben wird, wird als Besitzer des Archivs betrachtet. So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Aktuelle Anmeldedaten verwenden 275 Copyright Acronis International GmbH,

276 Die Software greift auf den Zielort unter Verwendung der Anmeldedaten des aktuellen Benutzers zu. Folgende Anmeldedaten verwenden Die Software greift auf den Zielort unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, sofern das Konto des Tasks keine Zugriffserlaubnis für den Zielort hat. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf OK. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden. 8.3 Ein Image mounten Indem Sie die Volumes eines Laufwerk-Backups (Images) mounten, können Sie auf diese Volumes so zugreifen, als wären es physikalische Laufwerke. Wenn mehrere Volumes im selben Backup enthalten sind, dann können Sie diese in einer einzigen Mount-Aktion gleichzeitig anschließen. Die Mount-Aktion ist verfügbar, wenn die Konsole mit einer verwalteten, unter Windows oder Linux laufenden Maschine verbunden ist. Ein Anschließen der Partitionen im 'Lese/Schreib'-Modus erlaubt Ihnen, den Backup-Inhalt zu modifizieren, d.h. Dateien und Ordner zu speichern, zu verschieben, zu erstellen oder zu löschen und aus einer Datei bestehende, ausführbare Programme zu starten. Die Software erstellt in diesem Modus ein inkrementelles Backup, welches alle Änderungen enthält, die Sie am Backup-Inhalt durchführen. Beachten Sie, dass keine der nachfolgenden Backups diese Änderungen enthalten werden. Sie können Volumes mounten, falls das Laufwerk-Backup in einem lokalen Ordner (ausgenommen optische Medien), in der Acronis Secure Zone oder auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert vorliegt. Einsatzszenarien Freigeben: gemountete Images können für Benutzer des Netzwerkes einfach freigegeben werden. Notlösung zur Datenbankwiederherstellung: mounten Sie ein Image, das eine SQL-Datenbank von einer kürzlich ausgefallenen Maschine enthält. Auf diese Weise erhalten Sie Zugriff auf die Datenbank, bis die ausgefallene Maschine wiederhergestellt ist. Offline Virus-Bereinigung: wenn eine Maschine befallen ist, fährt der Administrator diese herunter, startet mit einem bootfähigen Medium und erstellt ein Image. Danach mountet der Administrator dieses Image im 'Lese/Schreib'-Modus, scannt und bereinigt es mit einem Antivirus-Programm und stellt schließlich die Maschine wieder her. Fehlerüberprüfung: Wenn eine Wiederherstellung durch einen Laufwerksfehler fehlschlägt, mounten Sie das Image im 'Lese/Schreib'-Modus. Überprüfen Sie dann das gemountete Laufwerk mit dem Befehl chkdsk /r. 276 Copyright Acronis International GmbH,

277 Führen Sie folgende Schritte aus, um ein Image zu mounten. Quelle Archiv (S. 277) Spezifizieren Sie den Pfad zum Speicherort des Archivs und wählen Sie die in diesem enthaltenen Laufwerk-Backups. Backup (S. 278) Wählen Sie das Backup. Anmeldedaten (S. 278) [Optional] Geben Sie die Anmeldeinformationen für den Speicherort des Archivs an. Mount-Einstellungen Volumes (S. 278) Bestimmen Sie die anzuschließenden Partitionen und konfigurieren Sie die Mount-Einstellungen für jedes Laufwerk: Weisen Sie einen Laufwerksbuchstaben zu oder geben Sie den Mount-Punkt an, entscheiden Sie sich dann für den Lese-/Schreib- oder Nur-Lese-Zugriffsmodus. Nachdem Sie alle benötigten Schritte abgeschlossen haben, klicken Sie auf OK, um die Partitionen zu mounten Auswahl des Archivs So wählen Sie ein Archiv aus 1. Geben Sie den vollständigen Pfad zum Speicherort in das Feld Pfad ein oder wählen Sie den gewünschten Ort aus dem Verzeichnisbaum: Sollte das Archiv in einem persönlichen Depot gespeichert sein, welches sich in einem lokalen Ordner, in der Acronis Secure Zone oder einer Netzwerkfreigabe befindet, dann erweitern Sie die Gruppe Persönlich und klicken Sie auf das benötigte Depot. Wenn das Archiv in einem lokalen Ordner auf der Maschine gespeichert ist, erweitern Sie die Gruppe Lokale Ordner und wählen Sie das gewünschte Verzeichnis. Die Möglichkeit zum Mounten ist nicht verfügbar, falls das Archiv auf optischen Medien wie CDs, DVDs oder Blu-ray-Medien (BD) gespeichert ist. Falls das Archiv auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert ist, dann erweitern Sie die Gruppe Netzwerkordner, wählen Sie die gewünschte Netzwerk-Maschine und klicken Sie dann auf den freigegebenen Ordner. Werden Anmeldedaten zum Zugriff auf die Netzwerkfreigabe benötigt, so wird das Programm diese erfragen. Hinweis für Linux-Benutzer: Um eine CIFS-Netzwerkfreigabe (Common Internet File System) anzugeben, die an einen Mount-Punkt (etwa /mnt/share) angeschlossen ist, wählen Sie diesen Mount-Punkt statt der Netzwerkfreigabe aus. Falls das Archiv in einer NFS-Freigabe gespeichert ist, dann erweitern Sie die Gruppe NFS-Laufwerke und klicken Sie auf den entsprechenden Ordner. Die Zugriffsmöglichkeit auf NFS-Laufwerke ist nur unter Linux und Linux-basierten bootfähigen Medien verfügbar. 2. Wählen Sie das Archiv in der Tabelle rechts vom Verzeichnisbaum. Die Tabelle zeigt die Namen der Archive, die im gewählten Depot bzw. Ordner enthalten sind. Während Sie den Inhalt eines Speicherorts untersuchen, können Archive durch einen anderen Benutzer oder das Programm (auf Basis geplanter Aktionen) hinzugefügt, gelöscht oder 277 Copyright Acronis International GmbH,

278 modifiziert werden. Verwenden Sie die Schaltfläche Aktualisieren, um die Liste der Archive neu aufzubauen. 3. Klicken Sie auf OK Auswahl der Backups So wählen Sie ein Backup aus: 1. Bestimmen Sie eines der Backups anhand seines Zeitstempels. 2. Die untere Tabelle zeigt zur Unterstützung bei der Wahl des richtigen Backups die in diesem Backup enthaltenen Partitionen an. Um mehr Informationen über ein Laufwerk zu erhalten, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen im Kontextmenü Informationen. 3. Klicken Sie auf OK Anmeldedaten So spezifizieren Sie Anmeldedaten 1. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: Aktuelle Anmeldedaten verwenden Das Programm greift auf den Speicherort unter Verwendung der Anmeldedaten des aktuellen Benutzers zu. Folgende Anmeldedaten verwenden Das Programm greift auf den Speicherort unter Verwendung der von Ihnen spezifizierten Anmeldedaten zu. Verwenden Sie diese Option, sofern das aktuelle Benutzerkonto keine Zugriffserlaubnis für den Speicherort hat. Es ist möglich, dass Sie für eine Netzwerkfreigabe oder ein Storage Node-Depot noch weitere Anmeldedaten brauchen. Spezifizieren Sie: Benutzername. Stellen Sie sicher, dass Sie auch den Domain-Namen spezifizieren (DOMAIN\Benutzername oder wenn Sie den Namen eines Active Directory-Benutzerkontos eingeben. Kennwort. Das Kennwort für das Konto. 2. Klicken Sie auf OK. Entsprechend der FTP-Spezifikation werden Anmeldedaten zum Zugriff auf einen FTP-Server als Plain-Text über das Netzwerk versendet. Benutzername und Kennwort könnten also jederzeit mit einem Paket-Sniffer abgefangen werden Auswahl der Partition Bestimmen Sie die anzuschließenden Partitionen und konfigurieren Sie die Parameter zum Mounten für jedes der gewählten Laufwerke wie folgt: 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen für jede Partition, die Sie mounten müssen. 2. Klicken Sie auf das gewählte Laufwerk, um die Parameter zum Mounten einzustellen. Zugriffsmodus bestimmen Sie den Modus, mit dem Sie das Laufwerk anschließen wollen: Nur Lesen ermöglicht Ihnen das Durchsuchen und Öffnen von Dateien innerhalb des Backups, ohne dass es zu irgendwelchen Änderungen kommen kann. 278 Copyright Acronis International GmbH,

279 Lesen/Schreiben in diesem Modus geht das Programm davon aus, dass der Backup-Inhalt verändert wird, und erstellt ein inkrementelles Backup, um diese Veränderungen aufzunehmen. Laufwerksbuchstabe zuweisen (in Windows) Acronis Backup & Recovery 11.5 wird dem angeschlossenen Laufwerk einen freien Laufwerksbuchstaben zuweisen. Wählen Sie sofern benötigt aus dem Listenfeld einen anderen Laufwerksbuchstaben. Mount-Punkt (in Linux) spezifiziert das Verzeichnis, wo Sie die Partition gemountet haben wollen. 3. Sollten mehrere Partitionen zum Anschließen ausgewählt sein, so klicken Sie auf jedes Laufwerk, um wie im vorherigen Schritt beschrieben die Parameter zum Mounten einzustellen. 4. Klicken Sie auf OK Gemountete Images verwalten Sobald eine Partition angeschlossen wurde, können Sie im Backup enthaltene Dateien und Ordner mit einem Datei-Manager durchsuchen und gewünschte Dateien zu einem beliebigen Ziel kopieren. Sie müssen daher keine vollständige Wiederherstellungsprozedur durchführen, wenn Sie nur einige Dateien und Ordner aus einem Partitions-Backup entnehmen müssen. Images durchsuchen Über das Durchsuchen von angeschlossenen Partitionen können Sie den Laufwerksinhalt einsehen und auch modifizieren (sofern im Lese-/Schreib-Modus gemountet). Um eine angeschlossene Partition zu durchsuchen, wählen Sie das Laufwerk in der Tabelle aus und klicken auf Durchsuchen. Darauf öffnet sich das Fenster des Standard-Datei-Managers und erlaubt Ihnen so, den Inhalt des gemounteten Laufwerkes zu untersuchen. Abbild abschalten Ein gemountetes Laufwerk im System zu belassen, benötigt einiges an System-Ressourcen. Es ist daher empfehlenswert, dass Sie die Laufwerke, nachdem alle notwendigen Aktionen abgeschlossen wurden, wieder abschalten. Ein Laufwerk bleibt bis zum nächsten Neustart des Betriebssystems gemountet, wenn Sie es nicht manuell abschalten. Um ein Image abzuschalten, wählen Sie es in der Tabelle aus und klicken dann auf Abschalten. Um alle gemounteten Laufwerke abzuschalten, klicken Sie auf Alle abschalten. 8.4 In Depots verfügbare Aktionen Durch die Verwendung von Depots haben Sie einen einfachen Zugriff auf Archive und Backups und können Sie Archivverwaltungsaktionen ausführen. So führen Sie Aktionen mit Archiven und Backups aus 1. Wählen Sie im Fensterbereich Navigation das Depot aus, dessen Archive Sie verwalten wollen. 2. Wählen Sie in der Ansicht 'Depot' die Registerlasche Archiv-Anzeige. Diese Registerlasche zeigt alle in dem gewählten Depot gespeicherten Archive an. 3. Wie Sie fortfahren ist beschrieben unter: Aktionen mit Archiven (S. 280) Aktionen mit Backups (S. 280) 279 Copyright Acronis International GmbH,

280 8.4.1 Aktionen mit Archiven So führen Sie Aktionen mit einem Archiv aus 1. Wählen Sie im Fensterbereich Navigation das Depot, welches die Archive enthält. 2. Wählen Sie in der Registerlasche Archiv-Anzeige dieses Depots das gewünschte Archiv. Wenn das Archiv mit einem Kennwort geschützt ist, werden Sie aufgefordert, dieses Kennwort einzugeben. 3. Führen Sie Aktionen aus, indem Sie auf die entsprechenden Schaltflächen der Symbolleiste klicken. Sie können auf diese Aktionen auch über das Hauptmenüelement '[Archivname]' Aktionen zugreifen. Nachfolgend finden Sie eine Anleitung zur Durchführung von Aktionen mit Archiven, die in einem Depot gespeichert sind. Aktion Ein Archiv validieren Lösung Klicken Sie auf Validieren. Sie gelangen zur Seite Validierung (S. 266) mit dem bereits als Quelle vorausgewählten Archiv. Die Validierung eines Archivs überprüft die Gültigkeit aller Backups im Archiv. Ein Archiv exportieren Ein einzelnes oder mehrere Archive löschen Alle Archive in einem Depot löschen Klicken Sie auf Exportieren. Darauf öffnet sich die Seite Export (S. 270) mit dem vorausgewählten Archiv als Quelle. Beim Export wird ein Duplikat des Archivs einschließlich aller enthaltenen Backups am von Ihnen angegebenen Speicherort erstellt. 1. Wählen Sie ein oder mehrere Archive, das/die sie löschen wollen. 2. Klicken Sie auf Löschen. Das Programm dupliziert Ihre Wahl im Fenster Backups löschen (S. 282), wo jedes Archiv bzw. Backup sein eigenes Kontrollkästchen hat. Überprüfen Sie die Auswahl und korrigieren Sie diese, sofern nötig (aktivieren Sie das Kontrollkästchen für ein gewünschtes Archiv), bestätigen Sie danach die Löschaktion. Beachten Sie, dass Sie nicht den gesamten Depot-Inhalt sehen, wenn auf die Depot-Liste ein Filter angewendet wurde. Stellen Sie sicher, dass das Depot keine zu bewahrenden Archive enthält, bevor Sie die Aktion starten. Klicken Sie auf Alle Löschen. Das Programm dupliziert Ihre Wahl in einem neuen Fenster, welches für jedes Archiv bzw. Backup Kontrollkästchen hat. Überprüfen Sie Ihre Wahl und korrigieren Sie diese falls nötig; bestätigen Sie dann die Löschaktion Aktionen mit Backups So führen Sie beliebige Aktionen mit einem Backup aus 1. Wählen Sie im Fensterbereich Navigation das Depot, welches die Archive enthält. 2. Wählen Sie in der Registerlasche Archiv-Anzeige dieses Depots das gewünschte Archiv. Erweitern Sie dann das Archiv und klicken Sie auf das Backup, um es auszuwählen. Wenn das Archiv mit einem Kennwort geschützt ist, werden Sie aufgefordert, dieses Kennwort einzugeben. 3. Führen Sie Aktionen aus, indem Sie auf die entsprechenden Schaltflächen der Symbolleiste klicken. Sie können auf diese Aktionen auch über das Hauptmenüelement '[Backup-Name]' Aktionen zugreifen. 280 Copyright Acronis International GmbH,

281 Nachfolgend finden Sie eine Anleitung zur Durchführung von Aktionen mit Backups. Aufgabe Backup-Inhalte in einem separaten Fenster einsehen Lösung Klicken Sie auf Inhalt anzeigen. Überprüfen Sie im Fenster Backup-Inhalt die entsprechend angezeigten Daten. Recovery Klicken Sie auf Recovery. Sie gelangen zur Seite Daten wiederherstellen (S. 146), mit dem bereits als Quelle vorausgewählten Backup. Ein Laufwerk-/Volume-Backup zu einer virtuellen Maschine konvertieren Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk-Backup und wählen Sie Zu VM konvertieren. Sie gelangen zur Seite Daten wiederherstellen (S. 146), mit dem bereits als Quelle vorausgewählten Backup. Wählen Sie Zielort sowie Typ der neuen virtuellen Maschine und fahren Sie dann so wie bei einer regulären Laufwerk- bzw. Volume-Wiederherstellung fort. Ein Backup validieren Klicken Sie auf Validieren. Ein Backup exportieren Klicken Sie auf Exportieren. Sie gelangen zur Seite Validierung (S. 266), mit dem bereits als Quelle vorausgewählten Backup. Die Validierung eines Datei-Backups imitiert die Wiederherstellung aller Dateien eines Backups an einen virtuellen Zielort. Die Validierung eines Laufwerk-Backups berechnet eine Prüfsumme für jeden Datenblock, der im Backup gespeichert ist. Darauf öffnet sich die Seite Exportieren (S. 270) mit dem vorausgewählten Backup als Quelle. Beim Exportieren wird ein neues Archiv mit einer unabhängigen Kopie des Backups an dem von Ihnen angegebenen Speicherort erstellt. Ein Backup zu einem Voll-Backup konvertieren Ein einzelnes oder mehrere Backups löschen Alle Archive und Backups in einem Depot löschen Klicken Sie auf Zu Voll-Backup konvertieren, um ein inkrementelles oder differentielles Backup durch ein Voll-Backup zu ersetzen, das dem gleichen Backup-Zeitpunkt entspricht. Zu weiteren Informationen siehe den Abschnitt 'Ein Backup zu einem Voll-Backup konvertieren (S. 282)'. Wählen Sie das gewünschte Backup und klicken Sie dann auf Löschen. Das Programm dupliziert Ihre Wahl im Fenster Backups löschen (S. 282), wo jedes Archiv bzw. Backup sein eigenes Kontrollkästchen hat. Überprüfen Sie die Auswahl und korrigieren Sie diese, sofern nötig (aktivieren Sie das Kontrollkästchen für ein gewünschtes Backup); bestätigen Sie danach die Löschaktion. Beachten Sie, dass Sie nicht den gesamten Depot-Inhalt sehen, wenn auf die Depot-Liste ein Filter angewendet wurde. Stellen Sie sicher, dass das Depot keine zu bewahrenden Archive enthält, bevor Sie die Aktion starten. Klicken Sie auf Alle Löschen. Das Programm dupliziert Ihre Wahl im Fenster Backups löschen (S. 282), wo jedes Archiv bzw. Backup sein eigenes Kontrollkästchen hat. Überprüfen Sie Ihre Wahl und korrigieren Sie diese falls nötig; bestätigen Sie dann die Löschaktion. 281 Copyright Acronis International GmbH,

282 8.4.3 Ein Backup zu einem Voll-Backup konvertieren Wenn in einem Archiv die Kette inkrementeller Backups ziemlich lang wird, können Sie die Zuverlässigkeit Ihres Archivs erhöhen, indem Sie ein inkrementelles Backup in ein Voll-Backup konvertieren. Sie können auf Wunsch auch ein differentielles Backup konvertieren, falls es auf diesem beruhende inkrementelle Backups gibt. Während der Konvertierung wird das gewählte inkrementelle oder differentielle Backup durch ein Voll-Backup ersetzt, das demselben Backup-Zeitpunkt entspricht. Die anderen, vorhergehenden Backups in der Kette werden nicht verändert. Alle nachfolgenden inkrementellen und differentiellen Backups werden bis zum nächsten Voll-Backup ebenfalls aktualisiert. Die neuen Backup-Versionen werden zuerst erstellt und erst danach werden die älteren gelöscht. Der Speicherort muss daher über ausreichend Speicherplatz verfügen, um vorübergehend die alten und neuen Versionen aufnehmen zu können. Beispiel Sie haben folgende Backup-Kette in Ihrem Archiv: F1 I2 I3 I4 D5 I6 I7 I8 F9 I10 I11 D12 F13 Dabei steht F für Voll-Backup (Full), I für inkrementell und D für differentiell. Sie konvertieren das I4-Backup zu einem Voll-Backup. Die Backups I4, D5, I6, I7, I8 werden aktualisiert, während I10 I11 D12 unverändert bleiben, da sie auf F9 basieren. Tipps zur Verwendung Die Konvertierung erstellt keine Kopie eines Backups. Um eine selbstständige Kopie eines Backups auf einem Flash-Laufwerk (USB-Stick) oder Wechselmedium zu erhalten, verwenden Sie die Aktion 'Exportieren (S. 270)'. Beim Mounten eines Images (S. 276) im 'Lese/Schreib'-Modus erstellt die Software ein inkrementelles Backup, welches alle Änderungen enthält, die Sie am Backup-Inhalt durchführen. Die nachfolgenden Backups werden diese Änderungen nicht enthalten. Falls Sie normalerweise eines der nachfolgenden Backups zu 'vollständig' konvertieren, tauchen keine dieser Änderungen im resultierenden Voll-Backup auf. Beschränkungen Für folgende Backups ist keine Konvertierung erlaubt: Backups, die auf Bändern, auf CDs/DVDs oder im Acronis Online Backup Storage gespeichert sind. Backups, die vereinfachte Namen (S. 83) haben. Backups von Microsoft Exchange-Server-Daten Archive und Backups löschen Das Fenster Backups löschen zeigt dieselbe Registerlasche wie die Ansicht Depots, jedoch mit Kontrollkästchen für jedes Archiv und Backup. Das von Ihnen zum Löschen gewählte Archiv bzw. Backup ist entsprechend markiert. Überprüfen Sie das von Ihnen zum Löschen gewählte Archiv bzw. Backup. Wenn Sie noch weitere Archive und Backups löschen müssen, aktivieren Sie die entsprechenden Kontrollkästchen, klicken dann auf Ausgewählte löschen und bestätigen die Löschaktion. 282 Copyright Acronis International GmbH,

283 Was passiert, wenn ich ein Backup lösche, das als Basis für ein inkrementelles oder differentielles Backup dient? Das Programm konsolidiert die beiden Backups, um die Archiv-Konsistenz zu wahren. Ein Beispiel: Sie löschen ein Voll-Backup, behalten aber das nächste inkrementelle. Die Backups werden zu einem einzelnen Voll-Backup kombiniert, welches den Zeitstempel des inkrementellen Backups erhält. Wenn Sie ein inkrementelles oder differentielles Backup aus der Mitte einer Kette löschen, wird der resultierende Backup-Typ inkrementell. Machen Sie sich bewusst, dass Konsolidierung nur eine Methode, aber keine Alternative zum Löschen ist. Das resultierende Backup wird keine Daten enthalten, die im gelöschten Backup vorlagen, die jedoch im beibehaltenen inkrementellen oder differentiellen Backup fehlten. Das Depot sollte genügend Speicherplatz für während einer Konsolidierung erstellte temporäre Dateien haben. Aus einer Konsolidierung resultierende Backups sind immer maximal komprimiert. 283 Copyright Acronis International GmbH,

284 9 Bootfähiges Medium Bootfähiges Medium Ein bootfähiges Medium ist ein physikalisches Medium (CD, DVD, USB-Flash-Laufwerk oder andere Wechselmedien, die vom BIOS einer Maschine als Boot-Gerät unterstützt werden), das auf jeder PC-kompatiblen Maschine startet und es Ihnen ermöglicht, den Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten in einer Linux-basierte Umgebung oder unter Windows Preinstallation Environment (WinPE) auszuführen (also ohne die Hilfe eines bereits vorhandenen Betriebssystems). Bootfähige Medien werden am häufigsten verwendet, um: ein Betriebssystem wiederherzustellen, das nicht mehr bootet auf Daten zuzugreifen und zu sichern, die in einem beschädigten System überlebt haben ein Betriebssystem auf fabrikneue Computer zu verteilen Volumes vom Typ 'Basis' oder 'Dynamisch' auf fabrikneuen Geräten einzurichten Laufwerke, die ein nicht unterstütztes Dateisystem verwenden, mit einem Sektor-für-Sektor-Backup zu sichern Daten 'offline' zu sichern, die wegen einer Zugangsbeschränkung, einer Sperrung durch laufende Anwendungen oder wegen anderer Gründe nicht 'online' gesichert werden können. Eine Maschine kann in die genannten Umgebungen entweder mit physikalischen Medien oder durch Netzwerk-Booten von einem Acronis PXE Server, von einem Windows Deployment Service (WDS) oder Remote Installation Service (RIS) gestartet werden. Diese Server mit ihren hochgeladenen, bootfähigen Komponenten können auch als eine Art bootfähiger Medien betrachtet werden. Sie können mit demselben Assistenten bootfähige Medien erstellen und den PXE Server oder WDS/RIS-Dienste konfigurieren. Linux-basiertes bootfähiges Medium Linux-basierte Medien enthalten einen bootfähigen Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten, der auf einem Linux-Kernel beruht. Der Agent kann auf jeder PC-kompatiblen Hardware booten und dort Aktionen ausführen, einschließlich auf fabrikneuer Hardware und Maschinen mit beschädigten oder nicht unterstützten Dateisystemen. Diese Aktionen können per Management Konsole konfiguriert und gesteuert werden lokal oder per Remotesteuerung. PE-basiertes bootfähiges Medium PE-basierte bootfähige Medien enthalten ein funktionsreduziertes Windows, Windows Preinstallation Environment (WinPE) genannt, sowie ein Acronis Plug-in für WinPE; dabei handelt es sich um eine Modifikation des Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten, damit dieser unter WinPE laufen kann. WinPE hat sich gerade bei großen IT-Umgebungen mit unterschiedlicher Hardware als sehr praktische bootfähige Lösung erwiesen. Vorteile: Die Verwendung von Acronis Backup & Recovery 11.5 in WinPE bietet mehr Funktionalität als die Verwendung Linux-basierter bootfähiger Medien. Indem Sie Ihre PC-kompatible Hardware mit WinPE booten, können Sie nicht nur den Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten verwenden, sondern auch PE-Befehle, Skripte und andere Plug-ins, die Sie in WinPE eingebunden haben. 284 Copyright Acronis International GmbH,

285 Bootfähige Medien auf PE-Basis helfen, Linux-bezogene Probleme zu umgehen, z.b. fehlende Unterstützung für RAID-Controller oder gewisse RAID-Level. Auf WinPE 2.x (und höher) basierende Medien ermöglichen es, benötigte Gerätetreiber dynamisch zu laden. Beschränkung: Bootfähige Medien, die auf WinPE vor Version 4.0 basieren, können keine Maschinen booten, die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwenden. 9.1 So erstellen Sie ein bootfähiges Medium Acronis bietet Ihnen mit dem Acronis Bootable Media Builder ein spezielles Werkzeug zur Erstellung bootfähiger Medien. Der Bootable Media Builder erfordert keine Lizenz, wenn er zusammen mit einem Agenten installiert wird. Alle Add-ons für den Agenten stehen, sofern installiert, auch in der Notfallumgebung zur Verfügung. Um einen Media Builder auf einer Maschine ohne Agenten nutzen zu können, müssen Sie einen Lizenzschlüssel eingeben oder wenigstens eine Lizenz auf dem License Server verfügbar haben. Die Lizenz kann entweder verfügbar oder zugewiesen sein. Um ein physikalisches Medium erzeugen zu können, muss die Maschine über einen CD-/DVD-Brenner verfügen oder ein Flash-Laufwerk (z.b. USB-Stick) anschließbar sein. Um PXE oder WDS/RIS konfigurieren zu können, muss die Maschine eine Netzverbindung haben. Der Bootable Media Builder kann außerdem das ISO-Image einer bootfähigen Disc erstellen, um dieses später auf ein leeres Medium zu brennen. Nachfolgend finden Sie Anleitungen zur Erstellung bootfähiger Medien Linux-basiertes bootfähiges Medium So erstellen Sie ein Linux-basiertes Boot-Medium 1. Starten Sie den Bootable Media Builder entweder über die Management Konsole durch Extras > Bootfähiges Medium erstellen oder als eigenständige Komponente. 2. Sollte der Agent für Windows oder der Agent für Linux auf der Maschine nicht installiert sein, dann spezifizieren einen Lizenzschlüssel oder einen License Server mit seinen Lizenzen. Die Lizenzen werden nicht zugewiesen oder neu zugewiesen. Sie helfen zu bestimmen, welche Funktionen für das erstellte Medium aktiviert werden sollen. Ohne Lizenz können Sie ein Medium erstellen, mit dem Sie nur Wiederherstellungen vom Online Backup Storage durchführen können. Sollte der Agent für Windows oder der Agent für Linux auf der Maschine doch installiert sein, dann übernimmt das Medium dessen Funktionalität, einschließlich Universal Restore und Deduplizierung. 3. Wählen Sie den Typ des bootfähigen Mediums: Standard (Linux-basiertes Medium). Bestimmen Sie, wie Volumes und Netzwerk-Ressourcen gehandhabt werden den so genannten 'Stil' des Mediums: Ein Medium mit Linux-typischer Volume-Behandlung stellt die Volumes beispielsweise als hda1 und sdb2 dar. Es versucht, MD-Geräte und logische Volumes (vom LVM verwaltet) vor Start einer Wiederherstellung zu rekonstruieren. Ein Medium, das Volumes Windows-typisch behandelt, verwendet Laufwerksbuchstaben zur Darstellung von Volumes, beispielsweise C: und D:. Es bietet Zugriff auf dynamische Volumes (LDM verwaltet). 4. Folgen Sie den Assistentenschritten, um Folgendes zu spezifizieren: 285 Copyright Acronis International GmbH,

286 a. [Optional] Parameter für den Linux-Kernel. Trennen Sie mehrere Parameter per Leerzeichen. Um beispielsweise bei jedem Start des bootfähigen Agenten einen Anzeigemodus für das Medium auswählen zu können, geben Sie an: vga=ask Eine Liste der Parameter finden Sie unter 'Kernel-Parameter (S. 286)'. b. Die Acronis Bootable Components, die das bootfähige Medium später enthalten soll. Sie können 32-Bit- und/oder 64-Bit-Komponenten wählen. Die 32-Bit-Komponenten funktionieren auch auf 64-Bit-Hardware. Sie benötigen jedoch 64-Komponenten, um von einer Maschine booten zu können, die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwendet. Um das Medium auf verschiedenen Hardware-Typen verwenden zu können, wählen Sie beide Komponententypen. Wenn Sie dann eine Maschine mit dem resultierenden Medium booten, können Sie die 32-Bit- oder 64-Bit-Komponenten dann aus dem Boot-Menü auswählen. c. [Optional] Das Timeout-Intervall für das Boot-Menü, sowie die Komponente, die automatisch nach dem Zeitlimit gestartet wird. Sofern nicht anders konfiguriert, wartet der Acronis Loader auf eine Auswahl, ob das Betriebssystem (sofern vorhanden) oder die Acronis-Komponente gestartet werden soll. Wenn Sie z.b. 10 Sek. für den bootfähigen Agenten einstellen, wird dieser 10 Sekunden nach Anzeige des Menüs starten. Dies ermöglicht den unbeaufsichtigten Betrieb vor Ort, wenn von einem PXE Server oder WDS/RIS gebootet wird. d. [Optional] Remote-Anmeldeeinstellungen: Einzugebender Benutzername und Kennwort auf Konsolenseite bei Verbindung zum Agenten. Falls Sie diese Felder leer lassen, wird die Verbindung ohne die Angabe von Anmeldedaten aufgebaut. e. [Optional] Netzwerkeinstellungen (S. 288): TCP/IP-Einstellungen, die dem Netzwerkadapter der Maschine zugewiesen werden. f. [Optional] Netzwerk-Port (S. 289): Der TCP-Port, den der bootfähige Agent auf einkommende Verbindungen kontrolliert. g. Der zu erstellende Medientyp. Sie können: CDs, DVDs oder andere bootfähige Medien erstellen (z.b. USB-Sticks), sofern das BIOS der Hardware das Booten von diesen Medien erlaubt Ein ISO-Image des bootfähigen Mediums erstellen, um es später auf einen leeren Rohling zu brennen Gewählte Komponenten auf den Acronis PXE Server hochladen Die gewählten Komponenten auf einen WDS/RIS hochladen. h. [Optional] Windows System-Treiber zur Verwendung durch Acronis Universal Restore (S. 289). Dieses Fenster erscheint nur, wenn das Add-on Acronis Universal Restore installiert ist und ein anderes Medium als PXE oder WDS/RIS gewählt wurde. i. Pfad zur ISO-Datei des Mediums oder Name oder IP-Adresse inklusive Anmeldedaten für den PXE-Server oder WDS/RIS Kernel-Parameter In diesem Fenster können Sie einen oder mehrere Parameter des Linux-Kernel angeben. Diese werden automatisch wirksam, wenn das bootfähige Medium startet. 286 Copyright Acronis International GmbH,

287 Typischerweise kommen diese Parameter zur Anwendung, wenn während der Arbeit mit bootfähigen Medien Probleme auftauchen. Normalerweise brauchen Sie in dieses Feld nichts einzutragen. Sie können jeden dieser Parameter auch durch Drücken der Taste F11 im Boot-Menü angeben. Parameter Trennen Sie mehrere Parameter mit Leerzeichen. acpi=off noapic Deaktiviert ACPI (Advanced Configuration and Power Interface). Dieser Parameter kann hilfreich sein, wenn bei einer bestimmten Hardware-Konfiguration Probleme auftauchen. Deaktiviert APIC (Advanced Programmable Interrupt Controller). Dieser Parameter kann hilfreich sein, wenn bei einer bestimmten Hardware-Konfiguration Probleme auftauchen. vga=ask Erfragt den Grafikkartenmodus, der in der grafischen Benutzeroberfläche eines bootfähigen Mediums verwendet werden soll. Ist kein vga-parameter angegeben, wird der Videomodus automatisch erkannt. vga=mode_number quiet nousb Spezifiziert den Grafikkartenmodus, der in der grafischen Benutzeroberfläche des bootfähigen Mediums verwendet werden soll. Die Modus-Nummer wird unter mode_number im Hexadezimalformat angegeben, z.b.: vga=0x318 Die Bildschirmauflösung und die Anzahl der Farben für eine Modus-Nummer können sich von Maschine zu Maschine unterscheiden. Es wird empfohlen, zunächst den Parameter vga=ask zu verwenden, um einen Wert für mode_number auszuwählen. Deaktiviert die Anzeige von Pop-up-Meldungen während der Linux-Kernel geladen wird und startet danach die Management Konsole. Dieser Parameter wird implizit bei der Erstellung von bootfähigen Medien spezifiziert; Sie können ihn jedoch im Boot-Menü entfernen. Wenn der Parameter nicht angegeben ist, werden alle Meldungen beim Start angezeigt, gefolgt von einer Eingabeaufforderung. Geben Sie bei der Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein, um die Management Konsole zu starten: /bin/product nousb2 nodma nofw Deaktiviert, dass das USB-Subsystem geladen wird. Deaktiviert die USB 2.0-Unterstützung. USB 1.1-Geräte arbeiten, auch wenn dieser Parameter gesetzt ist. Mit dem Parameter können Sie manche USB-Laufwerke im USB 1.1-Modus verwenden, wenn sie im USB 2.0-Modus nicht arbeiten. Deaktiviert den Speicherdirektzugriff (DMA) für alle IDE-Festplatten. Verhindert auf mancher Hardware ein Einfrieren des Kernels. Deaktiviert die Unterstützung für die FireWire (IEEE1394)-Schnittstelle. 287 Copyright Acronis International GmbH,

288 nopcmcia Deaktiviert die Erkennung von PCMCIA-Hardware. nomouse Deaktiviert die Maus-Unterstützung. module_name=off Deaktiviert das Modul, dessen Name in module_name angeben ist. Um beispielsweise die Nutzung des SATA-Moduls zu deaktivieren, geben Sie folgenden Wert an: sata_sis=off pci=bios Erzwingt die Verwendung des PCI-BIOS statt direkt auf die Hardware-Geräte zuzugreifen. Dieser Parameter kann hilfreich sein, z.b. wenn die Maschine eine nicht standardgemäße PCI Host-Bridge hat. pci=nobios Deaktiviert die Verwendung des PCI BIOS und erlaubt nur direkte Hardware-Zugriffsmethoden. Dieser Parameter kann z.b. hilfreich sein, wenn das bootfähige Medium nicht startet und dies wahrscheinlich durch das BIOS verursacht wird. pci=biosirq Verwendet PCI BIOS-Aufrufe, um die Interrupt Routing-Tabelle zu erhalten. Dieser Parameter kann hilfreich sein, wenn es dem Kernel nicht gelingt, Unterbrechungsanforderungen (IRQs) zuzuordnen oder den sekundären PCI-Bus auf dem Mainboard zu finden. Auf einigen Maschinen funktionieren diese Aufrufe möglicherweise nicht richtig. Es kann unter Umständen aber der einzige Weg sein, die Interrupt Routing-Tabelle anzuzeigen Netzwerk-Einstellungen Sie erhalten während der Erstellung bootfähiger Acronis-Medien die Möglichkeit, die Netzwerkverbindungen vorzukonfigurieren, die vom bootfähigen Agenten verwendet werden. Die folgenden Parameter können vorkonfiguriert werden: IP-Adresse Subnetzmaske Gateway DNS-Server WINS-Server Sobald der bootfähige Agent auf einer Maschine gestartet ist, wird die Konfiguration auf die Netzwerkkarte (NIC) der Maschine angewendet. Wenn die Einstellungen nicht vorkonfiguriert wurden, benutzt der Agent eine DHCP-Autokonfiguration. Sie haben außerdem die Möglichkeit, die Netzwerkeinstellungen manuell vorzunehmen, sobald der bootfähige Agent auf der Maschine läuft. Mehrfache Netzwerkverbindungen vorkonfigurieren Sie können die TCP/IP-Einstellungen für bis zu zehn Netzwerkkarten vorkonfigurieren. Um sicherzustellen, dass jede Netzwerkkarte die passenden Einstellungen bekommt, sollten Sie das Medium auf dem Server erstellen, für den das Medium konfiguriert wird. Wenn Sie eine existierende NIC im Assistentenfenster anwählen, werden ihre Einstellungen zur Speicherung auf das Medium übernommen. Die MAC-Adresse jeder existierenden NIC wird ebenso auf dem Medium gespeichert. 288 Copyright Acronis International GmbH,

289 Sie können die Einstellungen ändern, mit Ausnahme der MAC-Adresse; oder Einstellungen für nicht existierende NICs konfigurieren, falls das nötig ist. Sobald der bootfähige Agent auf dem Server gestartet ist, fragt er die Liste der verfügbaren NICs ab. Diese Liste ist nach den Steckplätzen sortiert, die von den NICs belegt werden. An der Spitze stehen die, die dem Prozessor am nächsten liegen. Der bootfähige Agent teilt jeder bekannten NIC die passenden Einstellungen zu, wobei die NICs anhand ihrer MAC-Adressen identifiziert werden. Nachdem die NICs mit bekannten MAC-Adressen konfiguriert wurden, bekommen die verbliebenen NICs (beginnend mit der untersten in der Liste) die Einstellungen zugewiesen, die Sie für unbekannte NICs vorkonfiguriert haben. Sie können bootfähige Medien für jede beliebige Maschine konfigurieren und nicht nur für die Maschine, auf der das Medium erstellt wurde. Um dies durchzuführen, konfigurieren Sie die NICs entsprechend ihrer Steckplatzreihenfolge in der betreffenden Maschine. NIC1 besetzt den zum Prozessor am nächsten liegenden Steckplatz, NIC2 wiederum den folgenden und so weiter. Wenn der bootfähige Agent auf der Maschine startet, wird er keine NICs mit bekannter MAC-Adresse finden und daher die NICs in der von Ihnen bestimmten Reihenfolge konfigurieren. Beispiel Der bootfähige Agent könnte einen der Netzwerkadapter zur Kommunikation mit der Management Konsole innerhalb des Fertigungsnetzwerkes nutzen. Für diese Verbindung könnte eine automatische Konfiguration durchgeführt werden. Größere Datenmengen für eine Wiederherstellung könnten über die zweite NIC übertragen werden, die in das dafür bestimmte Backup-Netzwerk mit Hilfe statischer TCP/IP-Einstellungen eingebunden ist Netzwerk-Port Bei der Erstellung bootfähiger Medien finden Sie eine Option zur Vorkonfiguration des Netzwerk-Ports, auf dem der bootfähige Agent nach einkommenden Verbindungen horcht. Es besteht die Wahl zwischen: dem Standard-Port dem aktuell verwendeten Port dem neuen Port (geben Sie die Port-Nummer ein) Sofern der Port nicht vorkonfiguriert wurde, verwendet der Agent die Standard-Port-Nummer (9876). Dieser Port wird außerdem auch als Standard von der Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console verwendet Treiber für Universal Restore Während der Erstellung der bootfähigen Medien erhalten Sie eine Option, um Windows-Treiber dem Medium hinzuzufügen. Diese Treiber werden von Universal Restore verwendet, sofern Windows auf einer Maschine wiederhergestellt wird, die im Bezug zum ursprünglichen Backup-System beim Prozessor, Mainboard oder Massenspeichergeräten abweicht. Sie können Universal Restore auch konfigurieren: um das Medium nach Treibern zu durchsuchen, die auf die Ziel-Hardware am besten passen um die Massenspeicher-Treiber einzubinden, die Sie ausdrücklich vom Medium aus spezifiziert haben. Dies ist notwendig, wenn die Ziel-Hardware einen spezifischen Massenspeicher-Kontroller für Festplatten verwendet (wie SCSI, RAID oder Fiber Channel-Adapter). 289 Copyright Acronis International GmbH,

290 Weitere Informationen finden Sie bei Universal Restore. Die Treiber werden im sichtbaren Treiber-Ordner auf dem bootfähigen Medium hinterlegt. Die Treiber werden nicht in den RAM der Ziel-Maschine geladen, daher muss das Medium während der Universal Restore-Aktion eingelegt bzw. verbunden bleiben. Das Hinzufügen von Treibern zu bootfähigen Medien ist unter folgenden Bedingungen möglich: 1. Das Acronis Backup & Recovery 11.5 Universal Restore Add-on ist auf der für die Erstellung der bootfähigen Medien verwendeten Maschine installiert UND 2. Sie erzeugen ein Wechselmedium (oder sein ISO-Abbild) oder anschließbares Medium wie einen USB-Stick. Treiber können nicht auf einen PXE Server oder WDS/RIS hochgeladen werden. Die Treiber können zur Liste nur in Gruppen hinzugefügt werden, indem die INF-Dateien oder Ordner hinzugefügt werden, die solche Dateien enthalten. Die Wahl einzelner Treiber aus den INF-Dateien ist nicht möglich, der Media Builder informiert Sie jedoch über den Inhalt der Dateien. So fügen Sie Treiber hinzu: 1. Klicken Sie auf Hinzufügen und wählen Sie dann die INF-Datei oder den die INF-Dateien enthaltenden Ordner. 2. Wählen Sie die INF-Datei oder den Ordner aus. 3. Klicken Sie auf OK. Die Treiber können aus der Liste nur in Gruppen, durch Löschen der INF-Dateien, entfernt werden. So entfernen Sie Treiber: 1. Wählen Sie die INF-Datei aus. 2. Klicken Sie auf Entfernen WinPE-basierte bootfähige Medien Der Bootable Media Builder ermöglicht drei Methoden, um Acronis Backup & Recovery 11.5 in WinPE einzubinden: Das Acronis-Plug-in einem existierenden PE-ISO-Abbild hinzufügen. Das ist praktisch, wenn Sie das Plug-in einem früher konfigurierten, in Verwendung befindlichen PE-ISO-Abbild hinzufügen müssen. Ein PE-ISO-Abbild mit dem Plug-in neu erstellen. Das Acronis-Plug-in einer WIM-Datei zur zukünftigen Verwendung hinzufügen (manuelle ISO-Erstellung, andere Tools dem Image hinzufügen, usw.). Der Bootable Media Builder unterstützt WinPE-Distributionen, die auf folgenden Kerneln beruhen: Windows Vista (PE 2.0) Windows Vista SP1 und Windows Server 2008 (PE 2.1). Windows 7 (PE 3.0), mit oder ohne das 'Supplement for Windows 7 SP1' (PE 3.1) Windows 8 (PE 4.0) Windows 8.1 (PE 5.0) Bootable Media Builder unterstützt sowohl 32-Bit- wie auch 64-Bit-WinPE-Distributionen. Die 32-Bit-WinPE-Distributionen funktionieren auch auf 64-Bit-Hardware. Sie benötigen jedoch 64-Distributionen, um von einer Maschine booten zu können, die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwendet. Auf WinPE 4 (und höher) basierende PE-Images benötigen ungefähr 1 GB an RAM, um arbeiten zu können. 290 Copyright Acronis International GmbH,

291 Vorbereitung: WinPE 2.x und 3.x Um PE 2.x oder 3.x-Images erstellen oder modifizieren zu können, installieren Sie den Bootable Media Builder auf einer Maschine, auf der das Windows Automated Installation Kit (WAIK) installiert ist. Wenn Sie keine Maschine mit AIK haben, gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor. So bereiten Sie eine Maschine mit AIK vor 1. Download und Installation des Windows Automated Installation Kit. Automated Installation Kit (AIK) für Windows Vista (PE 2.0): d629f2 Automated Installation Kit (AIK) für Windows Vista SP1 und Windows Server 2008 (PE 2.1): 657DE08&displaylang=de Automated Installation Kit (AIK) für Windows 7 (PE 3.0): Automated Installation Kit (AIK) Supplement for Windows 7 SP1 (PE 3.1): Sie können die Systemanforderungen zur Installation finden, indem Sie den unteren Links folgen. 2. [Optional] Brennen Sie das WAIK auf DVD oder kopieren Sie es auf ein Flash-Laufwerk (USB-Stick). 3. Installieren Sie Microsoft.NET Framework von diesem Kit (NETFXx86 oder NETFXx64, abhängig von Ihrer Hardware). 4. Installieren Sie Microsoft Core XML (MSXML) 5.0 oder 6.0 Parser von diesem Kit. 5. Installieren Sie Windows AIK von diesem Kit. 6. Installieren Sie Bootable Media Builder auf der gleichen Maschine. Es ist empfehlenswert, dass Sie sich mit der dem Windows AIK beiliegenden Hilfe-Dokumentation vertraut machen. Um auf die Dokumentation zuzugreifen, wählen Sie Microsoft Windows AIK -> Dokumentation im Startmenü Vorbereitung: WinPE 4.0 und WinPE 5.0 Um Images von PE 4 oder PE 5 erstellen oder ändern zu können, installieren Sie den Bootable Media Builder auf einer Maschine, auf der das Windows Assessment and Deployment Kit (ADK) installiert ist. Wenn Sie keine Maschine mit ADK haben, gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor. So bereiten Sie eine Maschine mit ADK vor 1. Laden Sie das Setup-Programm des of Assessment and Deployment Kits herunter. Assessment and Deployment Kit (ADK) für Windows 8 (PE 4.0): Assessment and Deployment Kit (ADK) für Windows 8.1 (PE 5.0): Sie können die Systemanforderungen zur Installation finden, indem Sie den unteren Links folgen. 2. Installieren Sie das Assessment and Deployment Kit auf der Maschine. 3. Installieren Sie Bootable Media Builder auf der gleichen Maschine. 291 Copyright Acronis International GmbH,

292 Das Acronis Plug-in einem WinPE-Image hinzufügen So fügen Sie das Acronis-Plug-in einem WinPE-ISO-Abbild hinzu: 1. Wenn Sie das Plug-in der existierenden WinPE-ISO-Datei hinzufügen, entpacken Sie alle Dateien Ihrer WinPE-ISO in einen separaten Laufwerksordner. 2. Starten Sie den Bootable Media Builder entweder über die Management Konsole durch Extras > Bootfähiges Medium erstellen oder als eigenständige Komponente. 3. Sollte der Agent für Windows auf der Maschine nicht installiert sein, dann spezifizieren einen Lizenzschlüssel oder einen License Server mit seinen Lizenzen. Die Lizenzen werden nicht zugewiesen oder neu zugewiesen. Sie helfen zu bestimmen, welche Funktionen für das erstellte Medium aktiviert werden sollen. Ohne Lizenz können Sie ein Medium erstellen, mit dem Sie nur Wiederherstellungen vom Online Backup Storage durchführen können. Sollte der Agent für Windows auf der Maschine doch installiert sein, dann übernimmt das Medium dessen Funktionalität, einschließlich Universal Restore und Deduplizierung. 4. Wählen Sie den Typ des bootfähigen Mediums: Windows PE. Wenn Sie eine neue PE-ISO-Datei erstellen: Wählen Sie den Befehl WinPE automatisch erstellen. [Optional] Aktivieren Sie zur Erstellung eines 64-Bit-Boot-Mediums das Kontrollkästchen x64-medium erstellen (sofern verfügbar). Sie benötigen ein 64-Bit-Medium, um eine Maschine booten zu können, die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) verwendet. Die Software führt das passende Skript aus und wechselt zum nächsten Fenster. So fügen Sie das Plug-in einem existierenden PE-ISO-Abbild hinzu: Wählen Sie WinPE-Dateien im von mir spezifizierten Ordner verwenden. Geben Sie den Pfad zum Ordner mit den WinPE-Dateien an. 5. [Optional] Wählen Sie, ob Remote-Verbindungen für eine per Boot-Medium gestartete Maschine (de)aktiviert werden sollen. Sind diese aktiviert, dann spezifizieren Sie den Benutzernamen und das Kennwort, welche auf Seiten der Konsole bei der Verbindung zum Agenten eingegeben werden sollen. Falls Sie diese Boxen leerlassen, wird die Verbindung deaktiviert. 6. Spezifizieren Sie die Netzwerkeinstellungen (S. 288) für den Netzwerkadapter der Maschine oder wählen Sie eine Autokonfiguration per DHCP. 7. [Optional] Spezifizieren Sie die Windows-Treiber, die Windows PE hinzugefügt werden sollen. Wenn Sie eine Maschine mit Windows PE booten, ermöglichen Ihnen diese Treiber, auf Geräte zuzugreifen, auf denen sich Ihre Backup-Archive befinden. Verwenden Sie 32-Bit-Treiber, sofern Sie eine 32-Bit-WinPE-Distribution verwenden oder 64-Bit-Treiber, sofern Sie eine 64-Bit-WinPE-Distribution einsetzen. Sie können auf die hinzugefügten Treiber auch verweisen, wenn Sie Universal Restore konfigurieren. Fügen Sie zur Verwendung von Universal Restore entweder 32-Bit- oder 64-Bit-Treiber hinzu; abhängig davon, ob Sie ein 32-Bit- oder 64-Bit-Betriebssystemvariante von Windows wiederherstellen wollen. So fügen Sie Treiber hinzu: Klicken Sie auf Hinzufügen und geben Sie den Pfad zur notwendigen *. inf-datei für einen entsprechenden SCSI-, RAID- oder SATA-Controller, einen Netzwerkadapter, ein Bandlaufwerk oder andere Geräte an. Wiederholen Sie dieses Prozedur für jeden Treiber, den Sie in das resultierende WinPE-Boot-Medium aufnehmen wollen. 8. Wählen Sie, ob Sie ein ISO- oder WIM-Image erstellen wollen oder das Medium auf einen Server (Acronis PXE Server, WDS oder RIS) hochgeladen werden soll. 292 Copyright Acronis International GmbH,

293 9. Geben Sie den vollen Pfad einschließlich Dateiname zur resultierenden Image-Datei an oder spezifizieren Sie den Server inklusive Benutzername und Kennwort für den Zugriff. 10. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen im Fenster 'Zusammenfassung' und klicken Sie auf Fertig stellen. 11. Brennen Sie die ISO-Datei auf CD oder DVD (durch das Brennprogramm eines Drittherstellers) oder kopieren Sie die Daten auf ein Flash-Laufwerk wie einen USB-Stick (Daten und Flash-Laufwerk müssen zum Booten separat angepasst werden). Sobald eine Maschine mit WinPE gebootet wird, startet Acronis Backup & Recovery 11.5 automatisch. So erstellen Sie ein PE-Abbild (ISO-Datei) von einer resultierenden WIM-Datei: Ersetzen Sie die vorgegebene boot.wim-datei im Windows PE-Ordner mit der neu erstellten WIM-Datei. Für das genannte Beispiel geben Sie ein: copy c:\acronismedia.wim c:\winpe_x86\iso\sources\boot.wim verwenden Sie das Tool Oscdimg. Für das genannte Beispiel geben Sie ein: oscdimg -n bc:\winpe_x86\etfsboot.com c:\winpe_x86\iso c:\winpe_x86\winpe_x86.iso Weitere Informationen zur Anpassung von Windows PE finden Sie im Windows PE-Benutzerhandbuch (Winpe.chm). 9.2 Verbinde mit einer Maschine, die von einem Medium gebootet wurde Sobald eine Maschine von einem bootfähigen Medium gestartet ist, erscheint ein Konsolenfenster mit den IP-Adressen, die per DHCP oder als manuell vorkonfigurierte Werte zugewiesen wurden. Netzwerkeinstellungen konfigurieren Klicken Sie zum Ändern der Netzwerkeinstellungen für eine aktuelle Sitzung im Startfenster auf Netzwerk konfigurieren. Das erscheinende Fenster Netzwerkeinstellungen ermöglicht Ihnen, die Netzwerkeinstellungen für jede Netzwerkkarte (NIC) auf der Maschine zu konfigurieren. Während einer Sitzung durchgeführte Änderungen gehen nach dem Neustart der Maschine verloren. VLANs hinzufügen Sie können im Fenster Netzwerkeinstellungen VLANs (Virtual Local Area Networks, virtuelle lokale Netzwerke) hinzufügen. Verwenden Sie diese Funktionalität, falls Sie auf einen Backup-Speicherort zugreifen müssen, der sich in einem spezifischen VLAN befindet. VLANs werden hauptsächlich dazu verwendet, um lokale Netzwerke (LANs) in logische Teilnetze zu segmentieren. Eine Netzwerkkarte (NIC), die mit einem Zugriffs-Port des Switches verbunden ist, kann immer auf das in der Port-Konfiguration spezifizierte VLAN zugreifen. Eine Netzwerkkarte (NIC), die mit einem Trunk-Port des Switches verbunden ist, kann nur dann auf die in der Port-Konfiguration erlaubten VLANs zugreifen, wenn Sie die VLANs in den Netzwerkeinstellungen spezifizieren. So ermöglichen Sie den Zugriff auf ein VLAN über einen Trunk-Port 1. Klicken Sie auf VLAN hinzufügen. 2. Wählen Sie die Netzwerkkarte aus, die Zugriff auf dasjenige lokale Netzwerk bereitstellt, welches das benötigte VLAN enthält. 3. Spezifizieren Sie den VLAN-Bezeichner (Identifier). 293 Copyright Acronis International GmbH,

294 Nachdem Sie auf OK geklickt haben, erscheint in der Liste der Netzwerkadapter ein neuer Eintrag. Sollten Sie ein VLAN entfernen wollen, dann klicken Sie auf den erforderlichen VLAN-Eintrag und anschließend auf VLAN entfernen. Lokale Verbindung Um direkt auf einer Maschine arbeiten zu können, die mit einem bootfähigen Medium gestartet wurde, müssen Sie im Startfenster auf Diese Maschine lokal verwalten klicken. Remote-Verbindung Um eine Management Konsole mit einer Remote-Maschine zu verbinden, die mit einem bootfähigen Medium gestartet wurde, müssen Sie im Konsolen-Menü die Befehle Verbinden > Remote-Maschine verwalten wählen. Spezifizieren Sie anschließend eine der IP-Adressen der Maschine. Geben Sie Anmeldedaten (Benutzername, Kennwort) ein, falls diese bei Erstellung des Bootmediums konfiguriert wurden. 9.3 Mit bootfähigen Medien arbeiten Die Arbeitsweise mit einer Maschine, die per bootfähigem Medium gestartet wurde, ist sehr ähnlich zu den Backup- und Recovery-Aktionen unter dem sonst üblichen Betriebssystem. Der Unterschied ist folgender: 1. Unter einem Windows-typischen bootfähigen Medium hat ein Volume denselben Laufwerksbuchstaben wie unter Windows. Volumes, die unter Windows keine Laufwerksbuchstaben haben (wie etwa das Volume System-reserviert) bekommen freie Laufwerksbuchstaben in der Reihenfolge ihres Vorkommens auf den Laufwerken zugewiesen. Sollte das bootfähige Medium kein Windows auf der Maschine erkennen können oder mehrere Windows-Versionen erkennen, dann wird allen Volumes (einschließlich derer ohne Laufwerksbuchstaben) in der Reihenfolge ihres Vorkommens auf den Laufwerken ein Buchstabe zugewiesen. Auf diese Art können die Laufwerksbuchstaben dann von denen unter Windows vorliegenden abweichen. So könnte beispielsweise die Zuordnung des Laufwerks D: unter dem bootfähigen Medium dem Laufwerk E: entsprechen, welches Windows verwendet. Achtung! Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es ratsam, den jeweils verwendeten Volumes eindeutige Namen zuzuweisen. 2. Ein Linux-typisches bootfähiges Medium zeigt lokale Laufwerke und Volumes als 'unmounted' an (sda1, sda2...). 3. Mit einem bootfähigen Medium erstellte Backups werden mit einer vereinfachten Dateibenennung (S. 83) gekennzeichnet. Backups erhalten nur dann Standardnamen, wenn diese einem bereits existierenden Archiv, welches einen Standarddateinamen verwendet, hinzugefügt werden oder falls der Zielort keine vereinfachte Dateibenennung unterstützt. 4. Ein bootfähiges Medium im Stil 'Linux-typisch' kann keine Backups auf ein NTFS-formatiertes Volume schreiben. Wechseln Sie zum Stil 'Windows-typisch', wenn Sie diese Funktion benötigen. 5. Sie können den Arbeitsstil des bootfähigen Mediums zwischen Windows- und Linux-typisch umschalten, indem Sie Extras > Volume-Darstellung ändern wählen. 6. Der Verzeichnisbaum Navigation ist in der Benutzeroberfläche des Mediums nicht vorhanden. Verwenden Sie den Menübefehl Navigation, um zwischen verschiedenen Ansichten umzuschalten. 7. Es können keine geplanten Tasks benutzt werden, da grundsätzlich keine Tasks erstellt werden können. Um eine Aktion zu wiederholen, konfigurieren Sie sie von Anfang an neu. 294 Copyright Acronis International GmbH,

295 8. Der Speicherzeitraum für Ereignisse (Logs) ist auf die aktuelle Sitzung beschränkt. Sie können die gesamte Ereignisliste oder gefilterte Logs in eine Datei speichern. 9. Zentrale Depots werden im Verzeichnisbaum des Fensters Archiv nicht angezeigt. Um auf ein verwaltetes Depot zuzugreifen, geben Sie im Feld Pfad ein: bsp://knoten_adresse/depot_name/ Um auf ein zentrales, nicht verwaltetes Depot zuzugreifen, tragen Sie den vollen Pfad zum Ordner des Depots ein. Nach Eingabe der Anmeldedaten sehen Sie eine Liste der Archive, die sich im Depot befinden Einen Anzeigemodus einstellen Bei einer von einem bootfähigen Medium gestarten Maschine wird der Anzeigemodus basierend auf der Hardware-Konfiguration automatisch erkannt (Monitor- und Grafikkarten-Spezifikationen). Sollte aus irgendeinem Grund der Darstellungsmodus nicht korrekt erkannt werden, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Drücken Sie im Boot-Menü auf F Geben Sie in die Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein: vga=ask, fahren Sie dann mit dem Boot-Vorgang fort. 3. Wählen Sie aus der Liste der verfügbaren Darstellungsmodi den passenden durch Eingabe seiner Nummer (z.b. 318), drücken Sie dann auf Enter. Falls Sie diese Schritte nicht jedes Mal ausführen möchten, wenn Sie auf einer bestimmten Hardwarekonfiguration von einem Boot-Medium starten, erstellen Sie das Medium mit der entsprechenden Modus-Nummer (in unserem Beispiel: vga=0x318) im Fenster Kernel-Parameter (weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Bootable Media Builder (S. 285)) iscsi- und NDAS-Geräte konfigurieren Dieser Abschnitt beschreibt, wie iscsi (Internet Small Computer System Interface)- und NDAS (Network Direct Attached Storage)-Geräte bei der Arbeit mit bootfähigen Medien konfiguriert werden. Diese Geräte sind über eine Netzwerkschnittstelle mit der Maschine verbunden und werden angezeigt, als wären sie lokal angeschlossene Geräte. Im Netzwerk werden iscsi-geräte über ihre IP-Adresse und NDAS-Geräte über ihre Geräte-ID identifiziert. iscsi-geräte werden manchmal auch als iscsi-target bezeichnet. Eine Hard- oder Software-Komponente, die das Zusammenspiel von Maschine und iscsi-target ermöglicht, wird als iscsi-initiator bezeichnet. Der Name des iscsi-initiators wird üblicherweise durch den Administrator des Servers bestimmt, der das Gerät hostet. So fügen Sie ein iscsi-gerät hinzu 1. Führen sie in einem (Linux- oder PE-basierten) Boot-Medium die Management Konsole aus. 2. Klicken Sie auf iscsi/ndas-geräte konfigurieren (in einem Linux-basierten Medium) bzw. auf iscsi-setup ausführen (in einem PE-basierten Medium). 3. Geben Sie vom Host des iscsi-gerät die IP-Adresse und den Port an und zudem den Namen des iscsi-initiators. 4. Benötigt der Host eine Authentifizierung, dann geben Sie Benutzernamen und Kennwort ein. 5. Klicken Sie auf OK. 6. Wählen Sie das iscsi-gerät aus der Liste und klicken Sie dann auf Verbinden. 295 Copyright Acronis International GmbH,

296 7. Spezifizieren Sie bei Erscheinen einer Eingabeaufforderung Benutzernamen und Kennwort, um auf das iscsi-gerät zugreifen zu können. So fügen Sie ein NDAS-Gerät hinzu 1. Führen sie in einem Linux-basierten Boot-Medium die Management Konsole aus. 2. Klicken Sie auf iscsi/ndas-geräte konfigurieren. 3. Klicken Sie in NDAS-Geräte auf Gerät hinzufügen. 4. Geben Sie die 20-stellige Geräte-ID an. 5. Geben Sie den fünfstelligen Schreibschlüssel an, wenn Sie erlauben wollen, dass Daten auf das Gerät geschrieben werden. Ohne diesen Schlüssel wird das Gerät nur im 'Read-only'-Modus verfügbar sein. 6. Klicken Sie auf OK. 9.4 Liste verfügbarer Befehle und Werkzeuge in Linux-basierten bootfähigen Medien Linux-basierte Boot-Medien enthalten folgende Kommandos und Befehlszeilen-Werkzeuge, die Sie bei Ausführung einer Eingabeaufforderung nutzen können. Zum Starten der Eingabeaufforderung drücken Sie Strg+Alt+F2, während Sie in der Management Konsole des bootfähigen Mediums sind. Acronis Command-Line Utilities acrocmd acronis asamba lash Linux-Befehle und Werkzeuge busybox ifconfig rm cat init rmmod cdrecord insmod route chmod iscsiadm scp chown kill scsi_id chroot kpartx sed cp ln sg_map26 dd ls sh df lspci sleep dmesg lvm ssh dmraid mdadm sshd e2fsck mkdir strace e2label mke2fs swapoff echo mknod swapon 296 Copyright Acronis International GmbH,

297 egrep mkswap sysinfo fdisk more tar fsck mount tune2fs fxload mtx udev gawk mv udevinfo gpm pccardctl udevstart grep ping umount growisofs pktsetup uuidgen grub poweroff vconfig gunzip ps vi halt hexdump hotplug raidautorun zcat readcd reboot 9.5 Acronis Startup Recovery Manager Der Acronis Startup Recovery Manager ist eine Modifikation des bootfдhigen Agenten (S. 487), befindet sich unter Windows auf der Systemfestplatte bzw. unter Linux auf der /boot-partition und ist so konfiguriert, dass er durch Drücken von F11 während des Boot-Vorgangs gestartet wird. Dies bietet eine Alternative zum Start des bootfähigen Notfallwerkzeugs über ein separates Medium oder eine Netzwerkverbindung. Der Acronis Startup Recovery Manager ist besonders für mobile Anwender nützlich. Wenn ein Fehler auftritt, booten Sie die Maschine neu und drücken die F11-Taste, sobald die Meldung Druecken Sie F11 zum Ausfuehren des Acronis Startup Recovery Managers erscheint. Darauf wird das Programm gestartet und Sie können die Wiederherstellung durchführen. Sie können außerdem auch Backups mit dem Acronis Startup Recovery Manager erstellen, wenn sie unterwegs sind. Auf Maschinen, die einen GRUB Boot-Loader installiert haben, wählen Sie den Acronis Startup Recovery Manager aus dem Boot-Menü, statt F11 zu drücken. Aktivieren Die Aktivierung schaltet die Boot-Meldung Druecken Sie F11 zum Ausfuehren des Acronis Startup Recovery Manager ein (sofern Sie keinen GRUB Boot-Loader haben) oder fügt den Menü-Eintrag Acronis Startup Recovery Manager zum Menü von GRUB hinzu (sofern Sie GRUB haben). Auf der Systemfestplatte (bzw. der /boot-partition unter Linux) sollten mindestens 100 MB freier Speicherplatz verfügbar sein, um den Acronis Startup Recovery Manager zu aktivieren. Die Aktivierung des Acronis Startup Recovery Manager überschreibt den Master Boot Record (MBR) mit seinem eigenen Boot-Code, außer Sie verwenden den GRUB Boot-Loader und dieser ist im MBR installiert. Daher müssen Sie möglicherweise auch die Boot-Loader von Drittherstellern reaktivieren, wenn diese installiert sind. 297 Copyright Acronis International GmbH,

298 Wenn Sie unter Linux einen anderen Boot-Loader als GRUB verwenden (etwa LILO), sollten Sie erwägen, diesen statt in den MBR in den Boot-Record einer Linux-root- oder Boot-Partition zu installieren, bevor Sie den Acronis Startup Recovery Manager aktivieren. Konfigurieren Sie anderenfalls den Boot-Loader manuell nach der Aktivierung. Nicht aktivieren Deaktiviert die Boot-Meldung Druecken Sie F11 zum Ausfuehren des Acronis Startup Recovery Managers (oder den Menü-Eintrag in GRUB). Falls der Acronis Startup Recovery Manager nicht aktiviert ist, müssen Sie zur Wiederherstellung eines nicht mehr bootfähigen Systems Folgendes tun: Booten Sie die Maschine mit Hilfe eines separaten, bootfähigen Notfallmediums. Verwenden Sie einen Netzwerk-Boot von einem Acronis PXE Server oder Microsoft Remote Installation Services (RIS). 9.6 Acronis PXE Server Der Acronis PXE Server ermöglicht es, Maschinen mit den 'Acronis Bootfähigen Komponenten' über das Netzwerk zu starten. Netzwerk-Booten: eliminiert die Notwendigkeit eines Technikers vor Ort, um das bootfähige Medium in das zu bootende System einzulegen reduziert bei Gruppen-Operationen die zum Booten mehrerer Maschinen benötigte Zeit (im Vergleich zu physikalischen Bootmedien). Bootfähige Komponenten werden vom Acronis Bootable Media Builder zum Acronis PXE Server hochgeladen. Um eine bootfähige Komponente hochzuladen, starten Sie den Bootable Media Builder (entweder über die Management Konsole durch Extras > Bootfähiges Medium erstellen oder als eigene Komponente) und folgen Sie dann den Schritt-für-Schritt-Anweisungen, die detailliert im Abschnitt Bootable Media Builder (S. 285) beschrieben sind. Das Booten mehrerer Maschinen über den Acronis PXE Server macht insbesondere Sinn, wenn im Netzwerk ein Dynamic Host Control Protocol (DHCP)-Server vorhanden ist. Dann erhalten die Netzwerkadapter der gebooteten Maschinen automatisch eine IP-Adresse. Einschränkung: Der Acronis PXE Server unterstützt keine UEFI-Boot-Loader Acronis PXE Server-Installation Den Acronis PXE Server installieren 1. Führen Sie die Setup-Datei von Acronis Backup & Recovery 11.5 aus. 2. Wählen Sie den Acronis PXE Server von der Liste der Komponenten für zentrale Verwaltung. 3. Folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Acronis PXE Server läuft unmittelbar nach der Installation als Dienst. Später wird er automatisch nach jedem System-Neustart ausgeführt. Sie können den Acronis PXE Server so wie jeden anderen Windows-Dienst starten oder stoppen Eine Maschine für das Booten von PXE konfigurieren Für fabrikneue Maschinen reicht es aus, dass ihr BIOS das Booten von Netzwerk unterstützt. 298 Copyright Acronis International GmbH,

299 Auf einer Maschine, die ein Betriebssystem auf ihrer Festplatte hat, muss das BIOS so konfiguriert werden, dass der Netzwerkadapter entweder das erste Boot-Gerät ist oder zumindest vor der Festplatte aufgelistet ist. Das Beispiel zeigt eine typische BIOS-Konfiguration. Wenn Sie kein bootfähiges Medium einlegen, wird die Maschine vom Netz booten. In einigen BIOS-Versionen müssen Sie die geänderten BIOS-Einstellungen, nach Aktivierung des Netzwerkadapters, erst abspeichern, damit die Netzwerkkarte in der Liste der Boot-Geräte erscheint. Sollte Ihre Hardware mehrere Netzwerkadapter haben, so stellen Sie sicher, dass das Netzwerkkabel auch in der vom BIOS unterstützten Karte steckt Über Subnetze hinweg arbeiten Damit der Acronis PXE Server auch in anderen Subnetzen arbeiten kann (über einen Switch hinweg), muss der Switch PXE-Netzwerkverkehr weiterreichen können. Die IP-Adressen des PXE Servers sind auf Pro-Netzwerkadapter-Basis konfiguriert, unter Verwendung von IP-Helfer-Funktionalität wie bei DHCP-Server-Adressen. Für mehr Informationen schlagen Sie hier nach: 299 Copyright Acronis International GmbH,

300 10 Laufwerksverwaltung Acronis Disk Director Lite ist ein Tool, das dazu dient, die Laufwerks-/Volume-Konfiguration einer Maschine für Wiederherstellungen von Volume-Images vorzubereiten, die per Acronis Backup & Recovery 11.5-Software erstellt wurden. Nachdem ein Laufwerk gesichert und sein Image an einem sicheren Speicherplatz hinterlegt wurde, kann es vorkommen, dass sich die Laufwerkskonfiguration der Maschine durch Austausch einer Festplatte oder durch Hardware-Verlust ändert. In diesem Fall hat der Benutzer durch die Hilfe des Acronis Disk Director Lite die Möglichkeit, die notwendige Laufwerkskonfiguration wieder so zu erstellen, dass das Laufwerksabbild exakt 'wie es war' wiederhergestellt werden kann (oder mit jeder Abweichung der Laufwerk-/Volume-Struktur, die der Benutzer für notwendig hält). Alle Laufwerk- und Volume-Aktionen bergen ein gewisses Risiko von Datenverlust. Aktionen auf System- oder Daten-Volumes müssen sehr sorgfältig ausgeführt werden, um mögliche Probleme mit dem Boot-Ablauf oder Laufwerksdatenspeicher zu vermeiden. Aktionen mit Laufwerken und Volumes benötigen eine gewisse Zeit und Stromverlust, unbeabsichtigtes Ausschalten der Maschine oder versehentliches Drücken des Reset-Schalters während der Prozedur können zur Beschädigung des Volumes und Datenverlust führen. Alle Aktionen mit den Volumes dynamischer Laufwerke in Windows XP und Windows 2000 setzen voraus, dass der Acronis Managed Machine Service unter einem Benutzerkonto mit Administrator-Rechten ausgeführt wird. Treffen Sie alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen (S. 300), um einen möglichen Datenverlust zu vermeiden Unterstützte Dateisysteme Der Acronis Disk Director Lite unterstützt die folgenden Dateisysteme: FAT 16/32 NTFS Wenn Sie mit einem Volume, das ein andere Dateisystem hat, eine Aktion durchzuführen müssen, dann verwenden Sie die Vollversion des Acronis Disk Director. Dieses Programm bietet noch mehr Tools und Utilities, um Festplatten und Volumes mit den folgenden Dateisystemen zu verwalten: FAT 16/32 NTFS Ext2 Ext3 HFS+ HFSX ReiserFS JFS Linux SWAP 10.2 Grundlegende Vorsichtsmaßnahmen Treffen Sie alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen, um mögliche Schäden an der Laufwerks- bzw. Volume-Struktur oder Datenverlust abzuwenden und beachten Sie folgende grundsätzliche Regeln: 300 Copyright Acronis International GmbH,

301 1. Erstellen Sie von Laufwerken, auf denen Volumes erstellt oder verwaltet werden, ein Backup. Indem Sie wichtige Daten auf ein anderes Laufwerk, eine Netzwerkfreigabe oder Wechselmedien sichern, können Sie wohl wissend, dass Ihre Daten gut geschützt sind beruhigt mit Ihren Laufwerken bzw. Volumes arbeiten. 2. Überprüfen Sie Ihre Festplatte, um sicherzustellen, dass sie voll funktionstüchtig ist und keine defekten Sektoren oder Dateisystemfehler enthält. 3. Führen Sie keine Laufwerks- bzw. Volume-Aktionen aus, während andere Programme mit Low-Level-Zugriff auf Laufwerke ausgeführt werden. Beenden Sie diese Programme bevor Sie Acronis Disk Director Lite ausführen. Durch diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen schützen Sie sich vor versehentlichem Datenverlust Acronis Disk Director Lite ausführen Sie können Acronis Disk Director Lite unter Windows oder über ein bootfähiges Medium ausführen. Beschränkungen Der Acronis Disk Director Lite ist unter bzw. für Windows 8/8.1 und für den Windows Server 2012/2012 R2 nicht verfügbar. Aktionen zur Laufwerksverwaltung funktionieren unter einem bootfähigen Medium möglicherweise nicht korrekt, falls auf der Maschine Speicherplätze (Storage Spaces) konfiguriert sind. Acronis Disk Director Lite unter Windows ausführen Wenn Sie die Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console starten und mit einer verwalteten Maschine verbinden, steht die Ansicht Laufwerksverwaltung im Zweig Navigation der Konsole zur Verfügung, von wo aus Sie den Acronis Disk Director Lite starten können. Acronis Disk Director Lite von einem bootfähigen Medium ausführen Sie können Acronis Disk Director Lite auf einer fabrikneuen, einer Nicht-Windows-Maschine oder einer, die nicht booten kann, ausführen. Um dies zu tun, booten Sie die Maschine von einem bootfдhigen Medium (S. 487), das mit dem Acronis Bootable Media Builder erstellt wurde; starten die Management Konsole und klicken dann auf Laufwerksverwaltung Auswählen des Betriebssystems für die Datenträgerverwaltung Auf einer Maschine mit zwei oder mehr Betriebssystemen hängt die Darstellung der Datenträger und Volumes davon ab, welches Betriebssystem gerade ausgeführt wird. Ein Volume kann in verschiedenen Windows-Betriebssystemen auch unterschiedliche Buchstaben haben. Es kann z.b. sein, dass Volume E: als D: oder L: angezeigt wird, wenn Sie ein anderes Windows-Betriebssystem booten, das auf derselben Maschine installiert ist. (Es ist aber auch möglich, dass dieses Volume unter allen auf der Maschine installierten Windows-Betriebssystemen als E: angezeigt wird.) Ein unter einem Windows-Betriebssystem erstellter dynamischer Datenträger wird in einem anderen Betriebssystem als Fremder Datenträger angesehen oder möglicherweise von diesem Betriebssystem gar nicht unterstützt. 301 Copyright Acronis International GmbH,

302 Wenn Sie eine Aktion zur Datenträgerverwaltung mit einer solchen Maschine ausführen müssen, dann müssen Sie angeben, für welches Betriebssystem das Laufwerkslayout angezeigt und die Datenträgerverwaltungsaktion ausgeführt wird. Der Name des aktuell ausgewählten Betriebssystems wird in der Symbolleiste der Konsole hinter Das aktuelle Laufwerkslayout ist für: angezeigt. Um ein anderes Betriebssystem auszuwählen, klicken Sie im Fenster Auswahl des Betriebssystems auf den Namen des Betriebssystems. Dieses Fenster wird unter den bootfähigen Medien angezeigt, nachdem Sie auf Laufwerksverwaltung geklickt haben. Das Laufwerkslayout wird so angezeigt, wie es dem ausgewählten Betriebssystem entspricht Ansicht Laufwerksverwaltung Acronis Disk Director Lite wird über die Laufwerksverwaltung-Ansicht der Konsole kontrolliert. Der oberste Bereich der Ansicht enthält eine Laufwerks- und Volume-Tabelle mit der Möglichkeit zur Sortierung, zur Anpassung der Spalten und verfügt über eine Symbolleiste. Die Tabelle präsentiert alle verfügbaren Laufwerke, zugewiesene Laufwerksbuchstaben und -bezeichnungen, Laufwerkstyp sowie -kapazität, freien und benutzten Speicherplatz, Dateisystem und Status eines jeden Laufwerks. Die Symbolleiste beinhaltet Icons zum Starten der Aktionen Rückgängig, Wiederherstellenund Ausführen, die sich auf ausstehende Aktionen (S. 316) beziehen. Über den grafischen Bereich im unteren Teil der Ansicht werden alle Laufwerke und ihre Volumes noch einmal als Rechtecke visualisiert, inklusive ihrer Basisdaten (Bezeichnung, Laufwerksbuchstabe, Größe, Status, Typ und Dateisystem). Beide Teile der Ansicht bilden zudem den verfügbaren nicht zugeordneten Speicherplatz ab, der zur Erstellung von Laufwerken verwendet werden kann. Aktionen starten Jede Aktion kann folgendermaßen gestartet werden: vom Kontextmenü der Laufwerke oder Festplatten (in der Tabelle und in der grafischen Ansicht) aus dem Menü Laufwerksverwaltung der Konsole aus dem Bereich Aktionen auf der Seitenleiste Aktionen und Werkzeuge Beachten Sie, dass die Liste verfügbarer Aktionen im Kontextmenü, im Menü Auswahl und im Seitenleistenbereich Aktionen vom ausgewählten Volume- oder Laufwerkstyp abhängt. Dasselbe trifft auch für nicht zugeordneten Speicher zu. Ergebnisanzeige von Aktionen Die Ergebnisse aller geplanten Festplatten- oder Laufwerksaktionen werden sofort in der Ansicht Laufwerksverwaltung der Konsole angezeigt. Wenn Sie z.b. ein Laufwerk erstellen, wird dies sofort angezeigt und zwar sowohl in der Tabelle als auch in der unteren, grafischen Ansicht. Auch alle anderen Laufwerksänderungen, inklusive geänderter Laufwerksbuchstaben oder -bezeichnungen, werden sofort in der Ansicht dargestellt Festplattenaktionen Acronis Disk Director Lite ermöglicht folgende auf Festplatten anwendbare Aktionen: Disk Initialisierung (S. 303) richtet neue, dem System hinzuzufügende Hardware ein Einfaches Festplatten-Klonen (S. 304) überträgt die kompletten Daten einer Quell- auf eine Zielplatte (Basisdatenträger vom MBR-Typ) 302 Copyright Acronis International GmbH,

303 Festplatten konvertieren: MBR zu GPT (S. 306) konvertiert eine MBR-Partitionstabelle zu GPT Festplatten konvertieren: GPT zu MBR (S. 307) konvertiert eine GPT-Partitionstabelle zu MBR Festplatten konvertieren: Basis zu Dynamisch (S. 307) konvertiert einen Basis- zu einem dynamischen Datenträger Festplatten konvertieren: Dynamisch zu Basis (S. 308) konvertiert einen dynamischen zu einem Basisdatenträger Die Vollversion des Acronis Disk Director verfügt über weitere Werkzeuge zum Arbeiten mit Festplatten. Acronis Disk Director Lite benötigt einen exklusiven Zugriff auf das Ziellaufwerk. Das bedeutet, dass dann auch kein anderes Disk ManagementLaufwerksverwaltung-Werkzeug (etwa die Windows Datenträgerverwaltung) auf sie zugreifen kann. Sollten Sie eine Meldung erhalten, dass das Laufwerk nicht blockiert werden kann, so schließen Sie das die Platte gerade benutzende Laufwerksverwaltung-Werkzeug und starten erneut. Schließen Sie alle aktiven Festplatten-Werkzeuge, sofern Sie nicht bestimmen können, welche Anwendung das Laufwerk gerade blockiert Festplatten-Initialisierung Wenn Sie dem System eine neue Festplatte hinzufügen, so erkennt Acronis Disk Director Lite die veränderte Konfiguration und integriert die neue Platte in die Liste aktueller Laufwerke und Volumes. Sollte die Festplatte noch nicht initialisiert sein oder ein unbekanntes Dateisystem verwenden, so können Sie noch keine Programme auf ihr installieren und keine Daten auf ihr speichern. In diesem Fall wird Acronis Disk Director Lite erkennen, dass die Festplatte verwendet werden kann, und die Notwendigkeit, diese zu initialisieren. Das Fenster Laufwerksverwaltung stellt die neu erkannte Hardware als grauen Balken mit grauem Symbol dar, um so die Nichtverwendbarkeit zu visualisieren. So initialisieren Sie ein Laufwerk: 1. Wählen das zu initialisierende Laufwerk. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewählte Volume und wählen Sie im Kontextmenü Initialisieren. Das nachfolgende Fenster Disk-Initialisierung versorgt Sie mit grundlegenden Hardware-Details wie Laufwerksnummer oder Kapazität und bietet an, Sie bei der Wahl Ihrer nun möglichen Aktionen zu unterstützen. 3. Sie können in diesem Fenster das Partitionsschema der Disk (MBR oder GPT) und den Disk-Typ (Basis oder Dynamisch) einstellen. Die neue Laufwerksstatus wird sofort grafisch in der Laufwerksverwaltung-Ansicht der Konsole angezeigt. 4. Indem Sie auf OK klicken, fügen Sie die Disk-Initialisierung der Liste ausstehender Aktionen hinzu. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Nach der Initialisierung bleibt der ganze Festplattenplatz unzugeorndet und kann daher für die Programminstallation oder zur Dateiaufbewahrung nicht benutzt zu werden. Um den Speicherplatz verfügbar zu machen, fahren Sie nun normalerweise mit der Aktion Volume erstellen fort. Wenn Sie weitere Einstellungen des Laufwerks ändern wollen, so können Sie dafür auch später noch die Werkzeuge von Acronis Disk Director Lite verwenden. 303 Copyright Acronis International GmbH,

304 Einfaches Festplatten-Klonen Manchmal ist es notwendig, alle Daten einer Festplatte auf eine andere zu übertragen. Typische Gründe sind eine Vergrößerung des Systemlaufwerks, die Einrichtung eines neuen Systems oder die Räumung des Laufwerks aufgrund eines Hardware-Fehlers. Wie auch immer: die Gründe für die Aktion Basisdatenträger klonen können als Notwendigkeit zum exakten Transfer aller Daten einer Quell- auf eine Zielplatte zusammengefasst werden. Acronis Disk Director Lite ermöglicht Ihnen die Durchführung der Aktion nur mit Basisdatenträgern mit MBR-Partitionsschema. So planen Sie die Aktion Basisdatenträger klonen: 1. Wählen Sie die zu klonende Festplatte. 2. Bestimmen Sie die Zielfestplatte für die Klonaktion. 3. Wählen Sie die Methoden zum Klonen und spezifizieren Sie zusätzliche Optionen. Die neue Laufwerksstruktur wird sofort in der Laufwerksverwaltung-Ansicht angezeigt. Es wird empfohlen, einen aktivierten Acronis Startup Recovery Manager (S. 484) (ASRM) zu deaktivieren, bevor Sie ein Systemlaufwerk klonen. Andernfalls könnte das geklonte Betriebssystem möglicherweise nicht starten. Nach dem Klonen können Sie den ASRM aktivieren. Wenn die Deaktivierung nicht möglich ist, dann wählen Sie die Methode Wie vorliegend, um die Festplatte zu klonen Quell- und Zielfestplatten bestimmen Das Programm zeigt eine Liste aller partitionierten Laufwerke und fordert den Anwender dann auf, die Quelle zu wählen, von der die Daten zu einer anderen Platte übertragen werden. Als Nächstes folgt die Wahl der Zielfestplatte für die Klonaktion. Das Programm ermöglicht die Wahl nur solcher Laufwerke, deren Größe ausreichend ist, um alle Daten des Quelllaufwerks verlustfrei aufzunehmen. Sollten sich auf der gewählten Zielfestplatte Daten befinden, wird eine Warnung angezeigt: Das gewählte Ziellaufwerk ist nicht leer. Die Daten auf dem Laufwerk werden überschrieben., was bedeutet, dass alle derzeit auf dem gewählten Laufwerk verfügbaren Daten unwiederbringlich verloren gehen Klon-Methoden und erweiterte Optionen Die Aktion Basis-Laufwerk klonen bedeutet normalerweise, dass alle Informationen des Quelllaufwerks Wie vorliegend auf das Ziellaufwerk übertragen werden. Sollte also das Zielllaufwerk gleich groß oder größer sein, so können alle Informationen exakt wie auf der Quelle gespeichert übertragen werden. Durch die große Bandbreite verfügbarer Hardware ist es jedoch durchaus normal, dass das Ziellaufwerk eine andere Größe als die Quelle hat. Sollte das Ziellaufwerk größer sein, so kann es ratsam sein, unter Verwendung der Option Volumes proportional anpassen die Quelllaufwerke so anzupassen, dass auf dem Ziel nicht zugeordneter Speicherplatz vermieden wird. Die Option Basisdatenträger klonen wie vorliegend bleibt bestehen, nur wird die Standardmethode zum Klonen inkl. proportionaler Vergrößerung aller Quell--Laufwerke so durchgeführt, dass auf der Ziel-Festplatte kein nicht zugeordneter Speicherplatz verbleibt. Ist das Ziel kleiner, so steht die Option Wie vorliegend nicht mehr zur Verfügung wird die proportionale Größenanpassung Quell-Laufwerke zwingend notwendig. Das Programm analysiert das 304 Copyright Acronis International GmbH,

305 Ziellaufwerk daraufhin, ob seine Größe ausreicht, alle Daten des Quelllaufwerks verlustfrei aufnehmen zu können. Nur wenn ein Transfer mit proportionaler Größenanpassung der Quell-Laufwerke ohne Datenverlust möglich ist, kann der Anwender mit der Aktion fortfahren. Sollte wegen einer Größenbeschränkung eine sichere Übertragung der Quell-Daten auf das Ziel-Laufwerk auch mit proportionaler Größenanpassung nicht möglich sein, dann die Aktion Basis-Laufwerk klonen nicht mehr fortgesetzt werden. Wenn Sie vorhaben, ein Laufwerk zu klonen, das ein System-Volume enthält, sollten Sie die Erweiterten Optionen beachten. Indem Sie auf Abschluss klicken, fügen Sie das Laufwerk-Klonen der Liste ausstehender Aktionen hinzu. (Damit die hinzugefügte Aktion durchgeführt werden, müssen Sie diese ausfьhren (S. 316) lassen. Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der offenen Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Erweiterte Optionen verwenden Wenn Sie ein Laufwerk klonen, das ein System-Volume enthält, müssen Sie auch die Bootfähigkeit des Betriebssystems für das Ziellaufwerk bewahren. Das bedeutet, dass das Betriebssystem System-Laufwerks-Informationen (z.b. Laufwerksbuchstabe) erhalten muss, die zur NT-Festplatten-Signatur passen (welche im Master Boot Record hinterlegt ist). Zwei Festplatten mit derselben NT-Signatur können jedoch nicht richtig unter einem Betriebssystem arbeiten. Wenn aber auf einer Maschine zwei Festplatten, die ein System-Laufwerk enthalten, dieselbe NT-Signatur haben, so startet das Betriebssystem von der ersten Festplatte, erkennt dabei die gleiche Signatur auf der zweiten Festplatte, erzeugt automatisch eine neue, eindeutige NT-Signatur und weist diese dann der zweiten Platte zu. Als Konsequenz verlieren darauf dann alle Volumes des zweiten Laufwerks ihre Laufwerksbuchstaben, werden Verzeichnispfade ungültig und können Programme ihre Dateien nicht mehr finden. Das Betriebssystem auf diesem Laufwerk kann daher auch nicht mehr booten. Ihnen stehen zwei Alternativen zur Verfügung, um die Bootfähigkeit auf dem Ziellaufwerk zu erhalten: 1. Kopieren der NT-Signatur um die Zielfestplatte mit der NT-Signatur zu versehen, die zu den ebenfalls auf die Platte kopierten Registry-Schlüsseln passt 2. NT-Signatur belassen um die alte Disk-Signatur des Ziellaufwerks zu bewahren und das Betriebssystem an diese anzupassen Falls Sie die NT-Signatur kopieren müssen: 1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen NT-Signatur kopieren. Sie erhalten eine Warnung: "Wenn sich auf der Festplatte ein Betriebssystem befindet, so entfernen Sie entweder die Quell- oder Zielfestplatte aus dem Computer, bevor Sie diesen erneut starten. Anderenfalls wird das Betriebssystem von der ersten der beiden Festplatten starten und das Betriebssystem der zweiten Platte seine Bootfähigkeit verlieren." Das Kontrollkästchen Computer nach dem Klonen ausschalten hat den Fokus und ist automatisch deaktiviert. 2. Klicken Sie auf Abschluss, um die Aktion zur Liste der ausstehenden Aktionen hinzuzufügen. 3. Klicken Sie auf Ausführen in der Symbolleiste und dann Fertig stellen im Fenster Ausstehende Aktionen. 4. Warten Sie dann, bis die Aktion beendet ist. 5. Und danach, bis der Computer ausgeschaltet wird. 6. Entfernen Sie entweder die Quell- oder Zielfestplatte aus dem Computer. 7. Schalten Sie den Computer wieder ein. 305 Copyright Acronis International GmbH,

306 Falls Sie die NT-Signatur bewahren müssen: 1. Entfernen Sie sofern nötig das Häkchen im Kontrollkästchen NT-Signatur kopieren. 2. Entfernen Sie sofern nötig das Häkchen im Kontrollkästchen Computer nach dem Klonen ausschalten. 3. Klicken Sie auf Abschluss, um die Aktion zur Liste der ausstehenden Aktionen hinzuzufügen. 4. Klicken Sie auf Ausführen in der Symbolleiste und dann Fertig stellen im Fenster Ausstehende Aktionen. 5. Warten Sie dann, bis die Aktion beendet ist Festplatten konvertieren: MBR zu GPT In folgenden Fällen kann es angebracht sein, einen MBR- in einen GPT-Basisdatenträger zu konvertieren: Wenn Sie mehr als 4 primäre Laufwerke auf einem Laufwerk benötigen. Wenn Sie die Zuverlässigkeit der Festplatte gegen möglichen Datenverlust erhöhen müssen. Wenn Sie einen MBR- in einen GPT-Basisdatenträger konvertieren müssen: 1. Bestimmen Sie den MBR-Basisdatenträger, der zu GPT konvertiert werden soll. 2. Rechtsklicken Sie auf das betreffende Laufwerk und wählen Sie dann Zu GPT konvertieren im Kontextmenü. Sie erhalten eine Warnmeldung, dass Sie im Begriff sind, von MBR nach GPT zu konvertieren. 3. Indem Sie auf OK klicken, fügen Sie MBR-zu-GPT-Konvertierung der Liste der ausstehenden Aktionen hinzu. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Beachten Sie: Ein GPT-partitioniertes Laufwerk reserviert am Ende des partitionierten Bereiches Speicherplatz für einen benötigten Backupbereich, in dem Kopien des GPT-Headers und der Partitionstabelle gespeichert werden. Sollte die Festplatte so voll sein, dass keine automatische Verringerung der Laufwerksgröße möglich ist, so wird die MBR-zu-GPT-Konvertierung fehlschlagen. Die Aktion kann außerdem nicht rückgängig gemacht werden. Wenn Sie eine MBR-Festplatte mit einer primären Partition haben, diese erst zu GPT und dann wieder zurück zu MBR konvertieren, so wird die Partition zu einem logischen Laufwerk, welches dann nicht mehr als Systempartition verwendet werden kann. Wenn Sie ein Betriebssystem installieren wollen, das GPT-Festplatten nicht unterstützt, so ist eine Rückkonvertierung der Festplatte zu MBR über dasselbe Menü möglich (der Befehl für diese Aktion lautet Zu MBR konvertieren). Konvertierung dynamischer Datenträger: MBR zu GPT Eine direkte MBR-zu-GPT-Konvertierung von dynamischen Datenträgern wird von Acronis Disk Director Lite nicht unterstützt. Sie können jedoch zum selben Ziel kommen, wenn Sie die folgenden Konvertierungen durchführen: 1. MBR Festplatten-Konvertierung: Dynamisch zu Basis (S. 308) unter Verwendung der Aktion Zu Basis konvertieren. 2. Konvertierung von Basisdatenträgern: MBR zu GPT durch Verwendung der Aktion Zu GPT konvertieren. 3. GPT Festplatten-Konvertierung: Basis zu Dynamisch (S. 307) durch Verwendung der Aktion Zu Dynamisch konvertieren. 306 Copyright Acronis International GmbH,

307 Festplatten konvertieren: GPT zu MBR Wenn Sie ein Betriebssystem installieren wollen, das GPT-Festplatten nicht unterstützt, so ist eine Konvertierung der GPT-Platte zu MBR möglich (der Befehl für diese Aktion lautet Zu MBR konvertieren). Wenn Sie eine GPT-Festplatte zu MBR konvertieren müssen: 1. Bestimmen Sie die GPT-Festplatte, die zu MBR konvertiert werden soll. 2. Rechtsklicken Sie auf das betreffende Laufwerk und wählen Sie dann Zu MBR konvertieren im Kontextmenü. Sie erhalten eine Warnmeldung, dass Sie im Begriff sind, von GPT nach MBR zu konvertieren. Ihnen werden die Auswirkungen auf das System erläutert, wenn das gewählte Lafuwerk von GPT zu MBR konvertiert wird. Z.B., dass die Konvertierung bewirken kann, dass das System nicht mehr auf das Laufwerk zugreifen und somit auch das Betriebssystem nicht mehr starten kann oder dass auf manche Volumes des gewählten GPT-Laufwerks im MBR-Modus nicht mehr zugegriffen werden kann (weil diese jenseits der 2 TByte-Grenze liegen). Beachten Sie, dass ein zu einer GPT-Festplatte gehörendes Laufwerk nach der irreversiblen Konvertierung zu einer logischen Partition wird. 3. Indem Sie auf OK klicken, fügen Sie die GPT-zu-MBR-Konvertierung der Liste der ausstehenden Aktionen hinzu. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Festplatten konvertieren: Basis zu Dynamisch In folgenden Fällen ist eine Konvertierung von Basis- zu dynamischen Datenträgern angebracht: Wenn Sie die Festplatte als Teil einer dynamischen Laufwerksgruppe verwenden wollen. Wenn Sie eine erhöhte Zuverlässigkeit der Datenspeicherung auf der Festplatte erreichen wollen. Wenn Sie einen Basis- zu einem dynamischen Datenträger konvertieren müssen: 1. Wählen Sie den zu konvertierenden Basisdatenträger. 2. Rechtsklicken Sie auf das betreffende Laufwerk und wählen Sie im Kontextmenü Zu Dynamisch konvertieren. Ihnen wird eine abschließende Warnung angezeigt, dass die Konvertierung von Basis zu Dynamisch ansteht. 3. Sobald Sie in dieser Warnmeldung auf OK klicken, wird die Konvertierung sofort durchgeführt und falls notwendig der Computer neu gestartet. Beachten Sie: Ein dynamischer Datenträger belegt das letzte Megabyte des physikalischen Laufwerks mit einer Datenbank, die eine so genannte Four-Level-Beschreibung (Volume-Component-Partition-Disk) für jedes dynamische Laufwerk enthält. Sollte sich während der Konvertierung zu Dynamisch herausstellen, dass der Basisdatenträger voll ist und daher die Laufwerksgröße nicht automatisch reduziert werden kann, so schlägt die Konvertierungsaktion fehl. Sollten Sie irgendwann den dynamischen wieder zu einem Basisdatenträger zurückwandeln wollen, etwa um ein Betriebssystem zu verwenden, welches dynamische Datenträger nicht unterstützt, so können Sie dafür dasselbe Menü verwenden (wobei der Aktionsbefehl Zu Basis konvertieren lautet). Konvertierung eines System-Laufwerkes Acronis Disk Director Lite benötigt nach einer Basis-zu-Dynamisch-Konvertierung keinen Neustart des Betriebssystems, sofern: 307 Copyright Acronis International GmbH,

308 1. Auf der Festplatte nur ein Betriebssystem vom Typ Windows Server 2008/Vista vorhanden ist. 2. Auf dem Computer dieses Betriebssystem läuft. Die Konvertierung von 'Basis' zu 'Dynamisch' eines Laufwerks, das eine Systempartition enthält, benötigt einiges an Zeit wobei jeder Stromausfall, jedes unbeabsichtigte Ausschalten oder versehentliche Drücken des Reset-Schalters während der Aktion den Verlust der Bootfähigkeit bewirken kann. Anders als der Windows Disk Manager bewahrt das Programm die Bootfähigkeit eines Offline-Betriebssystems nach der Aktion Laufwerk konvertieren: Dynamisch zu Basis Eine Rückkonvertierung von dynamischen zu Basis-Laufwerken ist z.b. dann angebracht, wenn Sie ein Betriebssystem verwenden wollen, dass dynamische Laufwerke nicht unterstützt. Wenn Sie ein Laufwerk von 'Dynamisch' zu 'Basis' konvertieren müssen: 1. Wählen Sie das zu konvertierende dynamische Laufwerk. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das betreffende Laufwerk und wählen Sie im Kontextmenü Zu 'Basis' konvertieren. Ihnen wird eine abschließende Warnung angezeigt, dass die Konvertierung von Dynamisch zu Basis ansteht. Ihnen werden die Auswirkungen auf das System erläutert, wenn das gewählte Laufwerk vom Typ 'Dynamisch' zu 'Basis' konvertiert wird. Z. B. dass die Umwandlung bewirken kann, dass das System nicht mehr auf das Laufwerk zugreifen und somit auch ein Betriebssystem nicht mehr starten kann oder dass Sie für den Fall, dass das zu konvertierende Laufwerke Volumes von einem Typ enthält, die nur von dynamischen Laufwerken unterstützt werden (alle Laufwerkstypen außer Volumes vom Typ 'Einfach') über den möglichen Verlust von Daten infolge der Konvertierung gewarnt werden. Beachten Sie, dass die Aktion nicht auf dynamische Laufwerke angewendet werden kann, die übergreifende, Stripeset- oder RAID-5-Volumes enthalten. 3. Sobald Sie in dieser Warnmeldung auf OK klicken, wird die Konvertierung sofort durchgeführt. Nach der Umwandlung werden 8 MB des Laufwerksspeichers für zukünftige Konvertierungen von Basis zu Dynamisch reserviert. Der resultierende nicht zugeordnete Speicherplatz und die anvisierte maximale Volume-Größe können von Fall zu Fall variieren (z.b. weil die Größe einer Spiegelung die Größe einer anderen Spiegelung bedingt oder weil die letzten 8 MB Speicherplatz für zukünftige Konvertierungen von 'Basis' zu 'Dynamisch' reserviert werden). Systemlaufwerk konvertieren Acronis Disk Director Lite benötigt nach einer Dynamisch-zu-Basis-Konvertierung keinen Neustart des Betriebssystems, sofern: 1. Auf dem Laufwerk ist nur ein Betriebssystem vom Typ Windows Server 2008/Vista installiert. 2. Die Maschine dieses Betriebssystem ausführt. Die Dynamisch-zu-Basis-Konvertierung Festplatte, die eine Systempartition enthält, benötigt einiges an Zeit wobei jeder Stromausfall, jedes unbeabsichtigte Ausschalten oder versehentliche Drücken des Reset-Schalters während der Aktion den Verlust der Bootfähigkeit bewirken kann. Anders als der Windows Disk Manager gewährleistet das Programm: sichere Konvertierung eines dynamischen zu einem Basis-Laufwerk, sofern dieses Laufwerk Volumes mit Daten für einfache und gespiegelte Volumes enthält. 308 Copyright Acronis International GmbH,

309 in Multiboot-Systemen die Bootfähigkeit eines Systems, das während der Aktion offline war Laufwerkstatus ändern Die Funktion 'Laufwerkstatus ändern' gilt für die Betriebssysteme Windows Vista SP1+, Windows Server 2008 und Windows 7 und bezieht sich auf die aktuelle Laufwerksstruktur (S. 301). Der Laufwerksstatus erscheint immer in der grafischen Anzeige des Laufwerks neben dem Laufwerksnamen; es gibt folgende Möglichkeiten: Online Der Status 'online' bedeutet, dass auf das Laufwerk im Modus Lesen-Schreiben zugegriffen werden kann. Dies ist der normale Laufwerkstatus. Wenn das Laufwerk nur im Lesemodus verfügbar sein soll, wählen Sie das Laufwerk aus und ändern Sie den Status zu 'offline'; wählen Sie dazu Disk-Status zu offline ändern im Menü Aktionen. Offline Der Status 'offline' bedeutet, dass auf das Laufwerk nur im Lesemodus zugegriffen werden kann. Um den Modus des gewählten Laufwerks von offline zurück zu online zu ändern, wählen Sie Disk-Status auf online ändern im Menü Aktionen. Wenn ein Laufwerk den Status offline hat und der Laufwerkname als Fehlend angegeben ist, kann das Betriebssystem dieses Laufwerk nicht finden bzw. nicht identifizieren. Es ist möglicherweise defekt, getrennt oder abgeschaltet. Informationen darüber, wie Sie ein als fehlend und offline gekennzeichnetes Laufwerk wieder in den Status online bringen, finden Sie in diesem Artikel in der Microsoft Knowledge Base: Aktionen für Volumes Acronis Disk Director Lite ermöglicht folgende auf Partitionen anwendbare Aktionen: Partition erstellen (S. 310) erstellt neue Partitionen mit Hilfe des Assistenten zur Partitionserstellung Partition lцschen (S. 314) löscht eine gewählte Partition Aktiv setzen (S. 314) kennzeichnet eine gewählte Partition als Aktiv, so dass ein hier installiertes Betriebssystem gebootet werden kann. Laufwerksbuchstaben дndern (S. 315) wechselt den Laufwerksbuchstaben der gewählten Partition Bezeichnung дndern (S. 315) ändert die Datenträgerbezeichnung der gewählten Partition Volume formatieren (S. 316) formatiert ein Volume mit einem benötigten Dateisystem Die Vollversion des Acronis Disk Director verfügt über weitere Werkzeuge zum Arbeiten mit Partitionen. Acronis Disk Director Lite benötigt einen exklusiven Zugriff auf die Zielpartition. Das bedeutet, dass dann auch kein anderes Laufwerksverwaltung-Werkzeug (etwa die Windows Datenträgerverwaltung) auf sie zugreifen kann. Sollten Sie eine Meldung erhalten, dass die Partition nicht blockiert werden kann, so schließen Sie das die Partition gerade benutzende Laufwerksverwaltung-Werkzeug und starten erneut. Schließen Sie alle aktiven Festplatten-Werkzeuge, sofern Sie nicht bestimmen können, welche Anwendung die Partition gerade blockiert. 309 Copyright Acronis International GmbH,

310 Eine Partition erstellen Beispiele, wann eine neue Partition benötigt wird: Wiederherstellung eines früher gesicherten Backups mit exakt derselben Konfiguration; separate Speicherung von Sammlungen ähnlicher Dateien z.b. Sammlungen von MP3- oder Videodateien auf einer separaten Partition; Sicherung der Backups (Images) anderer Partitionen/Festplatten auf einem besonderen Laufwerk; Installation eines neuen Betriebssystems (oder einer Auslagerungsdatei) auf einer neuen Partition; Hinzufügen neuer Hardware zu einem Computer. Das Werkzeug zum Erstellen neuer Partitionen in Acronis Disk Director Lite ist der Assistent zur Partitionserstellung Verschiedene Arten dynamischer Volumes Einfaches Volume (Simple) Ein Laufwerk, das vom freien Speicherplatz eines einzelnen physikalischen Laufwerks erstellt wurde. Es kann aus einer oder auch mehreren Regionen auf der Festplatte bestehen, die durch den Logical Disk Manager (LDM) von Windows virtuell vereint werden. Es stellt keine zusätzlichen Vorteile bereit, weder bei der Geschwindigkeit noch bei der Größe. Übergreifendes Volume (Spanned) Ein Laufwerk, basierend auf dem freien Speicher mehrerer physikalischer Festplatten, die durch den LDM miteinander verbunden sind. Bis zu 32 Laufwerke können zu einen Volume integriert werden, was zwar einerseits Hardware-Größenbeschränkungen sprengt, aber andererseits auch bedingt, dass bei Ausfall nur eines Laufwerks die Gesamtheit aller Daten verloren geht und kein Teil dieses übergreifenden Laufwerkes entfernt werden kann, ohne dass das ganze Laufwerk zerstört wird. Daher bringt ein übergreifendes Volume weder eine bessere Zuverlässigkeit, noch eine bessere E/A-Rate. Stripeset-Volume Ein manchmal auch RAID-0 genanntes Laufwerk, das aus gleich großen Daten-Stripesets besteht, die quer über alle verwendeten Laufwerke geschrieben werden; was bedeutet, dass Sie zur Erstellung eines Stripeset-Volumes zwei oder mehr dynamische Laufwerke benötigen. Die Laufwerke in einem Volume vom Typ 'Stripeset' müssen nicht identisch sein, aber auf jeder Laufwerk, das Sie in das Volume aufnehmen wollen, muss ungenutzter Speicher vorhanden sein und die Größe des Volumes wird bestimmt durch die Größe des kleinsten Speicherplatzes. Der Datenzugriff bei einem Volume vom Typ 'Stripeset' ist üblicherweise schneller als der vergleichbare Zugriff auf ein einziges physikalisches Laufwerk, weil die Eingabe/Ausgabe-Operationen über mehr als ein Laufwerk verteilt werden. Laufwerke vom Typ 'Stripeset' werden zur Performance-Steigerung und nicht wegen besserer Zuverlässigkeit erstellt, da sie keine redundanten Informationen enthalten. Gespiegeltes Volume (Mirrored) Ein manchmal auch RAID-1 genannter, fehlertoleranter Laufwerkstyp, dessen Daten auf zwei identischen physikalischen Festplatten dupliziert werden. Alle Daten des einen Laufwerks werden zur Schaffung der Datenredundanz auf das andere Laufwerk kopiert. Nahezu jedes Laufwerk kann gespiegelt werden, einschließlich System- und Boot-Laufwerke falls der Laufwerke ausfällt, kann immer noch auf die Daten des verbliebenen Laufwerks zugegriffen werden. Leider 310 Copyright Acronis International GmbH,

311 gibt es starke Hardware-Begrenzungen bezüglich Größe und Geschwindigkeit bei der Verwendung von gespiegelten Volumes. Gespiegeltes Stripeset-Volume RAID-5 Ein auch RAID-1+0 genanntes, fehlertolerantes Volume, welches die Vorteile erhöhter E/A-Geschwindigkeit des Typs 'Stripeset' mit der Redundanz beim Typ 'Gespiegelt' kombiniert. Was jedoch bleibt, ist ein offensichtlicher, von der 'Spiegelung'-Architektur stammender Nachteil: ein schlechtes Laufwerk-zu-Volume-Größenverhältnis. Ein fehlertolerantes Stripeset-Volume, dessen Daten über eine Zusammenstellung (Array) von drei oder noch mehr Laufwerken quer verteilt sind. Die Festplatten müssen nicht identisch sein, aber jede Festplatte des Volumes muss über gleich große Blöcke an nicht zugeordnetem Speicherplatz verfügen. Außerdem werden über das Laufwerk-Array auch Paritätsdaten (speziell berechnete Werte, die im Fehlerfall zur Datenrekonstruktion verwendet werden können) verteilt gespeichert. Und diese Paritätsdaten werden immer auf einem anderen Laufwerk als die eigentlichen Daten gespeichert. Sollte eine physikalische Platte ausfallen, so kann der Anteil des RAID-5-Laufwerks, der auf dieser Festplatte lag, aus den verbliebenen Daten und den Paritätsdaten wiederhergestellt werden. Ein RAID-5-Volume bietet erhöhte Zuverlässigkeit und ermöglicht die Speicherbegrenzungen physikalischer Laufwerke zu überwinden, wobei das Disk-zu-Volume-Größenverhältnis besser ist als bei Laufwerken vom Typ 'Gespiegelt' (Mirrored) Der Assistent zur Partitionserstellung Der Assistent zur Partitionserstellung ermöglicht Ihnen, jeden Partitionstyp (inkl. System und Aktiv) anzulegen, ein Dateisystem zu wählen, einen Laufwerksbuchstaben zuzuweisen und noch weitere Laufwerksverwaltung-Funktionen zu verwenden. Sie können Schritt für Schritt Aktionsparameter eingeben und jederzeit für Korrekturen auch wieder zu vorherigen Schritten zurückwechseln. Um Sie bei Ihrer Wahl zu unterstützen, ist jeder Parameter mit detaillierten Anweisungen ergänzt. So erstellen Sie eine neue Partition: Starten Sie den Assistenten zur Partitionserstellung durch Wahl des Befehls Partition erstellen im Seitenleistenbereich Assistenten oder rechtsklicken Sie auf einen nicht zugeordneten Speicherplatz und wählen im erscheinenden Kontextmenü Partition erstellen. Bestimmen Sie den zu erstellenden Partitionstyp In diesem ersten Schritt müssen Sie die Art der Partition spezifizieren, die Sie erstellen wollen. Die folgenden Partitionstypen stehen zur Verfügung: Basis Einfach/Übergreifend Stripset Gespiegelt RAID-5 Ihnen wird eine kurze Beschreibung für jeden Partitionstyp angezeigt (zum besseren Verständnis der Vorteile und Beschränkungen jeder möglichen Partitionsarchitektur). 311 Copyright Acronis International GmbH,

312 Sollte das aktuelle, auf dem Computer installierte Betriebssystem den gewählten Partitionstyp nicht unterstützen, so erhalten Sie eine entsprechende Warnung. In diesem Fall wird die Weiter-Schaltfläche deaktiviert, so dass Sie zum Fortsetzen der Partitionserstellung einen anderen Partitionstyp wählen müssen. Durch Klicken der Weiter-Schaltfläche gelangen Sie zum nächsten Assistentenschritt: Ziellaufwerk wдhlen (S. 312). Ziellaufwerk wählen Der nächste Assistentenschritt fordert Sie auf, die Festplatte zu wählen, deren unzugeordneter Speicher für die Partitionserstellung genutzt wird. So erstellen Sie ein Basis-Volume: Wählen Sie die Zielfestplatte und den nicht zugeordneten Speicherplatz, von dem die Basis-Volume erstellt werden soll. So erstellen Sie eine einfaches/übergreifendes Volume: Wählen Sie eine oder mehrere Zielfestplatten, auf der/denen die Partition erstellt wird. So erstellen Sie ein gespiegeltes Volume: Wählen Sie zwei Ziellaufwerke, auf denen das Volume erstellt wird. So erstellen Sie eine Stripeset-Volume: Wählen Sie zwei oder mehr Ziellaufwerke, auf denen das Volume erstellt wird. So erstellen Sie eine RAID-5-Partition: Wählen Sie drei Ziellaufwerke, auf denen das Volume erstellt wird. Nach der Wahl der Laufwerke ermittelt der Assistent die maximale Größe des resultierenden Volumes, das sich aus der Menge des auf dem Laufwerk verfügbaren, nicht zugeordneten Speicherplatzes sowie gegebenen Anforderungen des zuvor bestimmten Volume-Typs ableitet. Wenn Sie versuchen, ein dynamisches Laufwerk auf einem oder mehreren Basisdatenträgern anzulegen, so erhalten Sie eine Warnmeldung, dass die gewählten Festplatten automatisch zu dynamischen Datenträgern konvertiert werden. Sofern erforderlich (abhängig vom gewählten Partitionstyp), werden Sie aufgefordert, Ihrer Auswahl eine notwendige Anzahl von Laufwerken hinzuzufügen. Durch Verwendung der Zurück-Schaltfläche können Sie zu früheren Schritten des Assistenten wechseln: Partitionstyp festlegen (S. 311). Durch Klicken der Weiter-Schaltfläche gelangen Sie zum nächsten Assistentenschritt: PartitionsgrцЯe festlegen (S. 312). Partitionsgröße festlegen Auf der dritten Assistentenseite können Sie die Größe der zukünftigen Partition definieren, abhängig von den zuvor gemachten Einstellungen. Um die benötigte Größe innerhalb der minimalen und maximalen Grenzen einzustellen, können Sie den Schieberegler verwenden oder die gewünschten Werte im Eingabefenster eintippen oder die Begrenzungslinien der grafischen Laufwerksdarstellung mit der Maus verschieben. Bei Verwendung des maximalen Wertes wird normalerweise der gesamte nicht zugeordnete Speicherplatz in die Laufwerkserstellung eingeschlossen. Der resultierende nicht zugeordnete 312 Copyright Acronis International GmbH,

313 Speicher und die anvisierte maximale Laufwerksgröße können von Fall zu Fall variieren (z.b. weil die Größe einer Mirror-Platte die Größe einer anderen Mirror-Platte bedingt oder weil auf der Festplatte die letzten 8 MB für zukünftige Konvertierungen von Basis zu Dynamisch reserviert werden). Wenn bei Basis-Partitionen einiger nicht zugeordneter Speicherplatz auf der Festplatte verbleibt, so können Sie außerdem die Position der neuen Partition wählen. Durch Verwendung der Zurück-Schaltfläche können Sie zu früheren Schritten des Assistenten wechseln: Ziellaufwerk wдhlen (S. 312). Durch Klicken der Weiter-Schaltfläche gelangen Sie zum nächsten Assistentenschritt: Volume-Optionen einstellen (S. 313). Volume-Optionen einstellen Im nächsten Assistentenschritt können Sie einen Laufwerksbuchstaben zuweisen (Standard ist der erste freie Buchstabe im Alphabet) und optional die Datenträgerbezeichnung (Standard ist keine Bezeichnung). Hier spezifizieren Sie außerdem das Dateisystem und die Clustergröße. Der Assistent fordert Sie auf, eines der Windows-Dateisysteme zu wählen: FAT16 (bei Partitionsgrößen über 2 GB deaktiviert), FAT32 (bei Partitionsgrößen über 2 TB deaktiviert), NTFS oder Sie lassen die Partition Unformatiert. Bei Wahl der Clustergröße können Sie jede Zahl aus den für ein bestimmtes Dateisystem vorgegebenen Größen wählen. Beachten Sie, dass das Programm Ihnen schon die Clustergröße vorschlägt, die zum Volume und dem gewählten Dateisystem am besten passt. Beim Erstellen einer Basis-Volume, die auch als System-Volume verwendet werden kann, offeriert der Assistent eine geänderte Anzeige mit der Möglichkeit, den Partitionstyp auf Primär, Aktiv oder Logisch einzustellen. Primär ist die gängige Wahl, wenn ein Betriebssystem auf dem Volume installiert werden soll. Wählen Sie Aktiv, wenn Sie auf dem Volume ein Betriebssystem installieren wollen, von dem der Computer beim Start direkt bootet. Wenn die Einstellung Primär nicht ausgewählt ist, so ist auch die Option Aktiv ausgeschaltet. Soll das Volume nur zum Speichern von Daten verwendet werden, so wählen Sie Logisch. Ein Basisdatenträger kann bis zu vier primäre Volumes enthalten. Sollten diese schon existieren, so muss das Laufwerk zur Erstellung weiterer primärer Volumes in ein dynamisches Volume konvertiert werden anderenfalls sind die Einstellungen Aktiv und Primär deaktiviert und Sie können nur den Volume-Typ Logisch wählen. Durch eine Warnmeldung werden Sie gegebenenfalls darauf hingewiesen, dass von diesem Volume nicht gebootet werden kann. Wenn Sie für eine neue Datenträgerbezeichnung Ziffern verwenden, die vom aktuell installierten Betriebssystem nicht unterstützt werden, erhalten Sie auch eine Warnung und die Weiter-Schaltfläche wird deaktiviert. Sie müssen die Bezeichnung ändern, um mit der Erstellung des neuen Volumes fortzufahren. Durch Verwendung der Zurück-Schaltfläche können Sie zu früheren Schritten des Assistenten wechseln: PartitionsgrцЯe festlegen (S. 312). Durch Klicken auf Abschluss wird die geplante Aktion abgeschlossen. Zur Abarbeitung der geplanten Aktion klicken Sie zuerst auf Ausführen in der Symbolleiste und dann auf Fertig stellen im erscheinenden Fenster Ausstehende Aktionen. 313 Copyright Acronis International GmbH,

314 Sollten Sie bei FAT16/FAT32 eine Clustergröße von 64K oder bei NTFS eine Größe von 8-64KB eingestellt haben, so kann Windows das Volume zwar mounten, aber bei manchen anderen Programmen (z.b. Setup-Programmen) kann es zu Fehlkalkulationen bei der Laufwerksgrößenberechnung kommen Volume löschen Diese Version von Acronis Disk Director Lite hat eine reduzierte Funktionalität, weil sie hauptsächlich zur Vorbereitung fabrikneuer Systeme für die Wiederherstellung zuvor gesicherter Partitionsabbilder gedacht ist. Funktionen zur Größenänderung bestehender Partitionen und zur Erstellung neuer Partitionen unter Verwendung des Speicherplatzes bereits vorhandener Partitionen finden sich nur in der Vollversion, so dass mit der vorliegenden Lite-Version das Löschen von Partitionen manchmal der einzige Weg sein kann, um benötigten Festplattenplatz ohne Veränderung der Festplattenkonfiguration freizugeben. Nachdem eine Partition gelöscht wurde, wird sie dem nicht zugeordneten Speicherplatz der Platte hinzugefügt. Das lässt sich nutzen, um eine neue Partition zu erstellen oder den Partitionstyp einer anderen zu verändern. So löschen Sie eine Partition: 1. Wählen Sie eine Festplatte und auf dieser die zu löschende Partition. 2. Wählen Sie den Befehl Partition löschen oder einen entsprechenden Eintrag in der Aktionen-Liste der Seitenleiste oder klicken Sie auf das Symbol Partition löschen in der Symbolleiste. Sollten sich auf der Partition Daten befinden, so werden Sie mit einer Meldung gewarnt, dass alle Informationen unwiederbringlich verloren gehen. 3. Indem Sie im Fenster Partition löschen auf OK klicken, wird der Befehl zur Liste ausstehender Aktionen hinzugefügt. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Die aktive Partition setzen Wenn Sie über mehrere primäre Partitionen verfügen, so müssen Sie eine davon als Boot-Partition spezifizieren. Dafür können Sie die Partition so einstellen, dass sie aktiv wird. Auf einer Festplatte kann jedoch nur ein Laufwerk aktiv sein: wird eine Partition neu als aktiv gesetzt, dann wird bei einer zuvor aktiven Partition die entsprechende Einstellung aufgehoben. So setzen Sie eine Partition aktiv: 1. Bestimmen Sie eine primäre Partition auf einem MBR-Basisdatenträger, die aktiv gesetzt werden soll. 2. Rechtsklicken Sie auf das betreffende Laufwerk und wählen Sie im Kontextmenü Aktiv setzen. Sofern keine andere aktive Partition im System vorliegt, wird die Operation zur Liste der ausstehenden Aktionen hinzugefügt. Beachten Sie, dass sich durch das Aktivsetzen der neuen Partition wiederum der Laufwerksbuchstabe einer zuvor aktiven Partition ändern kann und daher installierte Anwendungsprogramme evtl. nicht mehr lauffähig sein können. 3. Sollte im System eine andere Partition aktiv sein, so erhalten Sie eine Warnmeldung, dass diese bisherige aktive Partition zuerst auf passiv gesetzt werden muss. Indem Sie im Warndialog auf OK klicken, wird das Setzen der aktiven Partition zur Liste ausstehender Aktionen hinzugefügt. 314 Copyright Acronis International GmbH,

315 Beachten Sie: Selbst wenn ein Betriebssystem auf der neuen aktiven Partition liegt, kann es unter Umständen sein, dass der Computer dennoch nicht von ihr booten kann. Sie müssen Ihre Entscheidung bestätigen, damit die neue Partition als aktiv gesetzt wird. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Die neue Laufwerksstruktur wird sofort in der Laufwerksverwaltung-Ansicht angezeigt Laufwerksbuchstaben ändern Das Windows-Betriebssystem weist Festplatten-Laufwerken ihre Laufwerksbuchstaben während des Startvorgangs zu. Diese Laufwerksbuchstaben werden vom Betriebssystem und Anwendungsprogrammen verwendet, um Dateien und Ordner auf den Partitionen zu finden. Das Hinzufügen neuer Festplatten sowie das Erstellen oder Löschen von Partitionen auf existierenden Platten kann Ihre Systemkonfiguration ändern. Das kann zur Folge haben, dass manche Anwendungsprogramme nicht mehr normal funktionieren oder Benutzerdateien nicht mehr automatisch gefunden bzw. geöffnet werden können. Um dem entgegenzuwirken, können Sie vom Betriebssystem auf die Partitionen zugewiesene Laufwerksbuchstaben manuell ändern. So ändern Sie den Laufwerksbuchstaben einer Partition, der vom Betriebssystem zugewiesen wurde: 1. Wählen Sie die Partition, deren Laufwerksbuchstabe geändert werden soll. 2. Rechtsklicken Sie auf das betreffende Laufwerk und wählen Sie im Kontextmenü Laufwerksbuchstabe ändern. 3. Wählen Sie im Dialog Laufwerksbuchstabe ändern den neuen Laufwerksbuchstaben. 4. Indem Sie im Fenster Laufwerksbuchstabe ändern auf OK klicken, wird der Befehl zur Liste ausstehender Aktionen hinzugefügt. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Die neue Laufwerksstruktur wird sofort in der Laufwerksverwaltung-Ansicht angezeigt Volume-Bezeichnung ändern Die Bezeichnung eines Volumes ist ein optionales Attribut. Es handelt sich um einen Namen, der dem Volume zur leichteren Erkennung zugeordnet wird. So kann z.b. ein Volume SYSTEM genannt werden (Volume für das Betriebssystem) oder PROGRAMME (Volume für Anwendungen) oder DATEN (Volume für Dokumente), was jedoch nicht bedeutet, dass auf diesem Volume nur noch Daten gespeichert werden können, die dieser Bezeichnung entsprechen. Unter Windows werden die Volume-Bezeichnungen im Verzeichnisbaum des Explorers angezeigt: Laufwerk1(C:), Laufwerk2(D:), Laufwerk3(E:), etc. Laufwerk1, Laufwerk2 und Laufwerk3 sind Volume-Bezeichnungen. Eine Volume-Bezeichnung ist außerdem auch in den Öffnen-/Speichern-Dialogen aller Anwendungsprogramme sichtbar. So ändern Sie die Bezeichnung eines Volumes: 1. Rechtsklicken Sie auf das gewünschte Volume und wählen Sie Bezeichnung ändern. 2. Geben Sie in das Textfeld des Dialoges Bezeichnung ändern den neuen Laufwerksnamen ein. 3. Indem Sie im Fenster Bezeichnung ändern auf OK klicken, wird der Befehl zur Liste ausstehender Aktionen hinzugefügt. 315 Copyright Acronis International GmbH,

316 Wenn Sie für die neue Bezeichnung des Volumes Zeichen verwenden, die vom aktuell installierten Betriebssystem nicht unterstützt werden, erhalten Sie eine Warnung und die Weiter-Schaltfläche wird deaktiviert. Um mit der Änderung der Volume-Bezeichnung fortfahren zu können, dürfen Sie für die Aktion nur noch unterstützte Zeichen verwenden. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Die neue Bezeichnung wird sofort in der Laufwerksverwaltung-Ansicht angezeigt Volume formatieren Fälle, in denen es angebracht sein kann, ein Volume mit einem neuen Dateisystem zu formatieren: Um zusätzlichen Speicherplatz zu gewinnen, der zuvor durch eine ungünstige Clustergröße auf FAT16- oder FAT32-Dateisystemen verloren ging. Um auf dem Volume befindliche Daten auf schnelle und relativ verlässliche Art zu zerstören So formatieren Sie ein Volume: 1. Wählen Sie das zu formatierende Volume. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das betreffende Volume und wählen Sie im Kontextmenü Formatieren. Darauf erscheint das Fenster Volume formatieren, in dem Sie die Einstellungen für das neue Dateisystem vornehmen können. Sie können eines der Windows-Dateisysteme wählen: FAT16 (bei Volume-Größen über 2 GB deaktiviert), FAT32 (bei Volume-Größen über 2 TB deaktiviert) oder NTFS. Falls notwendig, können Sie im Textfeld für das Volume eine Bezeichnung eingeben: standardmäßig ist dieses Fenster leer. Bei Wahl der Clustergröße können Sie jede Zahl aus den für ein bestimmtes Dateisystem vorgegebenen Größen wählen. Beachten Sie, dass das Programm Ihnen schon die Clustergröße vorschlägt, die zum Volume und dem gewählten Dateisystem am besten passt. 3. Wenn Sie auf OK klicken, um mit dem Befehl Volume formatieren fortzufahren, wird dieser der Liste ausstehender Aktionen hinzugefügt. (Um die hinzugefügte Aktion zu vollenden, müssen Sie sie ausfьhren (S. 316). Wenn Sie das Programm ohne Ausführung der ausstehenden Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.) Die neue Volume-Struktur wird sofort in der Laufwerksverwaltung-Ansicht angezeigt. Sollten Sie bei FAT16/FAT32 eine Clustergröße von 64K oder bei NTFS eine Größe von 8-64KB eingestellt haben, so kann Windows das Volume zwar mounten, aber bei manchen anderen Programmen (z.b. Setup-Programmen) kann es zu Fehlkalkulationen bei der Laufwerksgrößenberechnung kommen Ausstehende Aktionen Alle vom Anwender manuell oder mit Hilfe eines Assistenten zusammengestellten Aktionen werden solange als ausstehend angesehen, bis der Anwender durch Anstoß eines entsprechenden Befehls bewirkt, dass alle Änderungen dauerhaft gemacht werden. Bis dahin visualisiert Acronis Disk Director Lite lediglich die neue Laufwerksstruktur so, wie es sich aus den geplanten, auf Laufwerken und Volumes anzuwendenden Aktionen ergibt. Dieser Ansatz ermöglicht geplante Aktionen zu kontrollieren, beabsichtigte Änderungen doppelt überprüfen zu können und sofern nötig Aktionen vor der Ausführung jederzeit abbrechen zu können. 316 Copyright Acronis International GmbH,

317 Das Programm zeigt Ihnen also zuerst eine Liste aller ausstehenden Aktionen an, um Sie vor unbeabsichtigten Änderungen Ihrer Laufwerke zu bewahren. Sie finden in der Anzeige Laufwerksverwaltung eine Symbolleiste, die Icons zum Starten der Befehle Rückgängig, Wiederherstellen und Ausführen enthält, welche speziell für die ausstehenden Aktionen gedacht sind. Sie können diese Befehle außerdem über das Menü Disk ManagementLaufwerksverwaltung der Konsole starten. Alle geplanten Operationen werden zur Liste der ausstehenden Aktionen hinzugefügt. Über den Befehl Rückgängig können Sie je den letzten Befehl in dieser Liste zurücksetzen. Solange die Liste nicht leer ist, steht dieser Befehl zur Verfügung. Über den Befehl Wiederherstellen können Sie die letzte ausstehende und zuvor rückgängig gemachte Aktion wieder zurückholen. Der Befehl Ausführen bringt Sie zum Fenster Ausstehende Aktionen, in dem Sie die Liste dieser ausstehenden Aktionen noch einmal einsehen können. Durch Klick auf Fertig stellen wird dann die Ausführung gestartet. Sobald Sie den Befehl Fertig stellen gewählt haben, sind Sie jedoch nicht mehr in der Lage, irgendeinen Befehl oder eine Aktion rückgängig zu machen. Sie können die Umsetzung aber vorher durch Klicken auf Abbrechen aufheben. In dem Fall werden an der Liste der ausstehenden Aktionen keine Veränderungen durchgeführt. Da Acronis Disk Director Lite, wenn Sie das Programm ohne die ausstehenden Aktionen auszuführen beenden, alle Aktionen verwirft, erhalten Sie eine entsprechende Warnmeldung, wenn Sie das Laufwerksverwaltung einfach verlassen. 317 Copyright Acronis International GmbH,

318 11 Anwendungen mit Laufwerk-Backups schützen Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie ein Laufwerk-Backup verwenden, um auf Windows-Servern laufende Anwendungen zu schützen. Diese Information gilt für physikalische und virtuelle Maschinen; und auch unabhängig davon, ob die virtuellen Maschinen auf Hypervisor-Ebene oder innerhalb eines Gast-Betriebssystems gesichert werden. Laufwerk-Backups können eine VSS-kompatible Anwendung potenziell schützen, Acronis hat den Schutz jedoch für folgenden Anwendungen getestet: Microsoft Exchange Server Microsoft SQL Server Active Directory (Active Directory-Domänendienste) Microsoft SharePoint Verwendung eines Laufwerk-Backups auf einem Anwendungsserver Ein Laufwerk- bzw. Volume-Backup speichert das Dateisystem eines Laufwerks oder Volumes 'als Ganzes'. Daher speichert es alle zum Booten des Betriebssystems erforderlichen Informationen. Es speichert außerdem alle Anwendungsdateien, Datenbankdateien eingeschlossen. Sie können dieses Backup auf verschiedene Arten verwenden, abhängig von der Situation. Im Fall eines Desasters können Sie das komplette Laufwerk wiederherstellen, um sicherzustellen, dass das Betriebssytem und alle Anwendungen funktionieren und laufen. Sollte das Betriebssystem intakt sein, dann müssen Sie vielleicht eine Anwendungsdatenbank auf ein früheres Stadium zurücksetzen. Stellen Sie dafür die Datenbankdateien wieder her und verwenden Sie die systemeigenen Tools der Anwendung, damit die Datenbank von der Anwendung erkannt und verwendet wird. Sie müssen vielleicht nur ein bestimmtes Datenelement extrahieren, beispielsweise ein PDF-Dokument von einem Microsoft SharePoint Server-Backup. Sie können in diesem Fall ein Volume aus einem Backup an das Dateisystem des Anwendungsservers mounten und die systemeigenen Tools der Anwendung verwenden, um das Element zu extrahieren Backup eines Anwendungsservers Um einen Anwendungsserver schützen zu können, erstellen Sie einen Backup-Plan oder verwenden Sie die Funktion Backup jetzt (wie im Abschnitt 'Backup (S. 58) beschrieben). Anwendungen, die Datenbanken verwenden, erfordern einige einfache Maßnahmen, um die Konsistenz der Anwendungsdaten innerhalb eines Laufwerk-Backups sicherzustellen. Backup kompletter Maschinen Datenbanken können auf mehr als einem Laufwerk oder Volume gespeichert sein. Um sicherzustellen, dass alle benötigten Dateien in einem Backup enthalten sind, sollten Sie die komplette Maschine sichern. Das gewährleistet außerdem, dass die Anwendung weiterhin geschützt bleibt, wenn Sie noch mehr Datenbanken hinzufügen oder zukünftig die Protokolldateien verlagern. Sollten Sie sicher sein, dass die Datenbanken und damit assoziierte Dateien immer auf denselben Volumes vorliegen, dann möchten Sie möglicherweise nur Backups dieser Volumes erstellen. Oder Sie möchten separate Backup-Pläne für das System-Volume und diejenigen Volumes erstellen, 318 Copyright Acronis International GmbH,

319 welche die Daten speichern. Stellen Sie in beiden Fällen sicher, dass alle Volumes, die notwendige Dateien enthalten, in das Backup aufgenommen werden. Anweisungen darüber, wie Sie die Datenbankpfade ermitteln können, finden Sie im Abschnitt 'Datenbankdateien suchen (S. 320)'. Sollten die Anwendungsdatenbanken sich auf mehreren Maschinen befinden, dann sichern Sie im Backup alle Maschinen mit derselben Planung. Schließen Sie beispielsweise alle SQL Server, die zu einer SharePoint-Farm gehören, in einen zentralen Backup-Plan ein, der nach einer festen Planung läuft. Volume Shadow Copy (VSS) verwenden Microsoft Volume Shadow Copy Service (VSS) sollte verwendet werden, um die Konsistenz der Datenbankdateien in einem Backup zu gewährleisten. Ohne VSS würden die Dateien in einem 'crash-konsistenten' Zustand sein; was bedeutet, dass das System nach der Wiederherstellung im gleichen Zustand wäre, als wäre beim Beginn des Backups die Stromversorgung getrennt worden. Während solche Backups für die meisten Anwendungen ausreichend sind, können Anwendungen, die Datenbanken verwenden, von einem 'crash-konsistenten' Zustand aus möglicherweise nicht starten. Ein VSS Provider benachrichtigt alle VSS-kompatiblen Anwendungen, dass das Backup dabei ist zu starten. Das gewährleistet, dass alle Datenbanktransaktionen dann abgeschlossen sind, wenn Acronis Backup & Recovery 11.5 den Daten-Snapshot erfasst. Was wiederum den konsistenten Zustand der Datenbanken im resultierenden Backup sicherstellt. Acronis Backup & Recovery 11.5 kann verschiedene VSS Provider verwenden. Bei Microsoft-Produkten ist der Microsoft Software Shadow Copy Provider (Microsoft-Softwareschattenkopie-Anbieter) die beste Wahl. VSS auf einer physikalischen Maschine verwenden Auf einer physikalischen Maschine ist die Verwendung von VSS konfigurierbar. Das gilt außerdem auch für eine virtuelle Maschine, deren Backup innerhalb des Gastbetriebssystems erfolgt. Sie müssen die Verwendung von VSS möglicherweise manuell aktivieren, falls die Werksvoreinstellung vom Standardwert geändert wurde. Sie müssen außerdem sicherstellen, dass die VSS Writer für die entsprechende Anwendung angeschaltet wurden. Beim Windows Small Business Server 2003 ist der Exchange-Schreiber standardmäßig ausgeschaltet. Informationen zum Anschalten des Schreibers finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel So aktivieren Sie die standardmäßige Verwendung von VSS für jeden auf einer Maschine erstellten Backup-Plan: 1. Verbinden Sie die Konsole mit der Maschine. 2. Wählen Sie im oberen Menü Optionen > Standardoptionen für Backup und Recovery > Standardoptionen für Backup > Volume Shadow Copy Service. 3. Klicken Sie auf Volume Shadow Copy Service verwenden. 4. Klicken Sie in der Liste der Snapshot-Provider auf Software System-Provider. Wenn die Konsole mit dem Management Server verbunden ist, können Sie für alle registrierten Maschinen dieselben Standardeinstellungen festlegen. VSS auf einer virtuellen Maschine verwenden Beim Backup einer virtuellen Maschine auf Hypervisor-Ebene ist die Verwendung von VSS nicht konfigurierbar. VSS wird immer verwendet, falls die VMware Tools oder die Hyper-V-Integrationsdienste in einem entsprechenden Gast-System installiert sind. 319 Copyright Acronis International GmbH,

320 Die Installation dieser Tools/Dienste ist eine allgemeine Voraussetzung für Backups auf Hypervisor-Ebene. Wenn Fehler wie 'stillgelegte Snapshots' (Quiesced Snapshot) beim Backup von virtuellen ESX(i)-Maschinen auftreten, hilft normalerweise ein Neuinstallieren oder ein Update der VMware Tools mit anschließendem Neustart der virtuellen Maschinen. Weitere Informationen finden Sie unter Abschneiden von Transaktionsprotokollen Active Directory verwendet normalerweise Umlaufprotokollierung. Die Protokolle von anderen VSS-kompatiblen Anwendungen (ausgenommen Microsoft SQL Server) können mithilfe der Option VSS-Voll-Backup verwenden (S. 142) abgeschnitten werden. Diese Option ist nur auf physikalischen und virtuellen Maschinen wirksam, auf denen der Agent für Windows installiert ist. Andere verfügbare Lösungen beinhalten: 1. Manuelles Abschneiden der Protokolle oder durch Verwendung eines Skripts. Weitere Informationen finden Sie unter 'Abschneiden von Transaktionsprotokollen (S. 324)' 2. Bei Microsoft Exchange Server die Verwendung des dedizierten Agenten für Microsoft Exchange Server. 3. Für Microsoft SQL Server, unter Verwendung des Agenten für Microsoft SQL Server (Single-Pass). Anwendungsspezifische Empfehlungen Siehe 'Optimale Vorgehensweisen beim Backup von Anwendungsservern (S. 328)' Datenbankdateien suchen Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Anwendungsdatenbankdateien finden können. Wir empfehlen, dass Sie die Datenbankdatei-Pfade ermitteln und diese dann an einem sicheren Platz speichern. Sie sparen sich damit Zeit und Aufwand, wenn Sie die Anwendungsdaten wiederherstellen wollen SQL Server-Datenbankdateien SQL Server-Datenbanken haben drei Arten von Dateien: Primäre Datendateien haben standardmäßig die Erweiterung.mdf. Jede Datenbank hat eine primäre Datendatei. Sekundäre Datendateien haben standardmäßig die Erweiterung.ndf. Sekundäre Datendateien sind optional. Manche Datenbanken haben überhaupt keine, andere Datenbanken können dagegen mehrere sekundäre Datendateien haben. Protokolldateien haben standardmäßig die Erweiterung.ldf. Jede Datenbank hat wenigstens eine Protokolldatei. Stellen Sie sicher, dass alle Volumes, die irgendwelche der oberen Dateien enthalten, in das Backup aufgenommen werden. Falls Ihre Datenbanken beispielsweise im Verzeichnis 'C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL.1\MSSQL\Data\' vorliegen und die Protokolldateien aber im Verzeichnis 'F:\TLs\', dann müssen Sie beide Volumes (C:\ und F:\) im Backup sichern. Die Pfade zu allen Datenbankdateien einer Instanz per Transact-SQL bestimmen Das folgende Transact-SQL-Skript kann 'wie vorliegend' verwendet werden, um die Pfade zu allen Datenbankdateien einer Instanz zu ermitteln. 320 Copyright Acronis International GmbH,

321 Create Table ##temp ( DatabaseName sysname, Name sysname, physical_name nvarchar(500), size decimal (18,2), FreeSpace decimal (18,2) ) Exec sp_msforeachdb ' Use [?]; Insert Into ##temp (DatabaseName, Name, physical_name, Size, FreeSpace) Select DB_NAME() AS [DatabaseName], Name, physical_name, Cast(Cast(Round(cast(size as decimal) * 8.0/1024.0,2) as decimal(18,2)) as nvarchar) Size, Cast(Cast(Round(cast(size as decimal) * 8.0/1024.0,2) as decimal(18,2)) - Cast(FILEPROPERTY(name, ''SpaceUsed'') * 8.0/ as decimal(18,2)) as nvarchar) As FreeSpace From sys.database_files' Select * From ##temp drop table ##temp Die Speicherorte von Datenbankdateien per SQL Server Management Studio bestimmen Standardspeicherorte SQL Server-Datenbankdateien liegen in ihren Standardspeicherorten vor, sofern Sie die Pfade nicht manuell angepasst haben. So ermitteln Sie die Standardpfade von Datenbankdateien: 1. Führen Sie Microsoft SQL Server Management Studio aus und verbinden Sie sich mit der benötigten Instanz. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Instanznamen und wählen Sie Eigenschaften. 3. Öffnen Sie die Seite Datenbankeinstellungen überprüfen Sie die im Bereich Standardspeicherorte für Datenbank angegebenen Pfade. Benutzerdefinierte Speicherorte Sollten die Speicherorte der SQL Server-Datenbankdateien angepasst worden sein, dann gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Erweitern Sie im Microsoft SQL Server Management Studio die benötigte Instanz. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank und wählen Sie Eigenschaften. Darauf öffnet sich das Dialogfenster Datenbankeigenschaften. 3. Klicken Sie im Fensterbereich Seite auswählen auf Dateien und überprüfen Sie die im Bereich Datenbankdateien angegebenen Pfade Exchange-Server-Datenbankdateien Exchange-Datenbanken haben drei Arten von Dateien: Datenbankdatei (.edb) Enthält Nachrichtenköpfe, Nachrichtentext und Standardanhänge. Eine Exchange 2003/2007-Datenbank verwendet zwei Dateien:.edb für Textdaten und.stm für MIME-Daten. Transaktionsprotokolldateien (.log) 321 Copyright Acronis International GmbH,

322 Enthält den Verlauf von an der Datenbank durchgeführten Änderungen. Erst nachdem eine Änderung sicher protokolliert wurde, wird diese dann auch in die Datenbankdatei geschrieben. Dieser Ansatz garantiert eine zuverlässige Wiederherstellung der Datenbank zu einem konsistenten Zustand, für den Fall, dass es zu einer plötzlichen Datenbankstörung kommt. Die Größe jeder Protokolldatei beträgt 1024 KB (oder 5120 KB bei Exchange 2003) Sobald eine aktive Protokolldatei voll ist, schließt Exchange diese und erstellt eine neue Protokolldatei. Prüfpunktdatei (.chk) Verfolgt, wie weit Exchange damit fortgeschritten ist, protokollierte Informationen in die Datenbankdatei zu schreiben. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Datenbankdatei- und Protokolldatei-Pfade herauszufinden. Exchange 2010 Führen Sie mit der Exchange-Verwaltungsshell folgende Befehle aus: Get-MailboxDatabase Format-List -Property Name, EdbFilePath, LogFolderPath Exchange 2007 Führen Sie mit der Exchange-Verwaltungsshell folgende Befehle aus: So rufen Sie die Datenbank-Pfade ab: Get-MailboxDatabase Format-List -Property Name, EdbFilePath, StorageGroup So rufen Sie die Protokolldatei-Pfade ab: Get-MailboxDatabase ForEach { Get-StorageGroup $_.StorageGroupName Format-List -Property Name, LogFolderPath } Exchange Starten Sie den Exchange-System-Manager. 2. Klicken Sie auf Administrative Gruppen. Anmerkung: Sollten die administrativen Gruppen nicht erscheinen, dann sind sie möglicherweise nicht angeschaltet. Klicken Sie mit der rechten Maustaste zum Anschalten der administrativen Gruppen auf Exchange-Organisation und dann auf Eigenschaften. Klicken Sie, um das Kontrollkästchen 'Administrative Gruppen anzeigen' zu aktivieren. 3. Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Transaktionsprotokoll-Speicherort zu ermitteln: a. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Speichergruppe und wählen Sie Eigenschaften. b. Auf der Registerkarte Allgemein wird der Transaktionsprotokoll-Speicherort angezeigt. 4. Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Datenbankdatei-Speicherort (für *.edb-dateien) zu ermitteln: a. Erweitern Sie die benötigte Speichergruppe b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank und wählen Sie Eigenschaften. c. Sie sehen in der Registerkarte Datenbank den Speicherort der Datenbankdatei und der Datenbank-Streamingdatei Active Directory-Datenbankdateien Eine Active Directory-Datenbank besteht aus folgenden Dateien: 1. NTDS.dit (Datenbankdatei) 2. Edb.chk (Prüfpunktdatei) 322 Copyright Acronis International GmbH,

323 3. Edb*.log (Transaktionsprotokolle) 4. Res1.log und Res2.log (zwei Reserveprotokolldateien) Die Dateien befinden sich typischerweise im Ordner %systemroot%\ntds (beispielsweise C:\Windows\NTDS) eines Domain-Controllers. Ihr Speicherort ist jedoch konfigurierbar. Die Datenbankdateien und die Transaktionsprotokolle können auf unterschiedlichen Volumes gespeichert werden. Stellen Sie sicher, dass beide Volume in das Backup aufgenommen werden. Um den aktuellen Speicherort der Datenbankdateien und Transaktionsprotokolle bestimmen zu können, müssen Sie die Werte DSA Database file und Database log files path in folgenden Registry-Schlüsseln überprüfen: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters SharePoint-Datenbankdateien SharePoint speichert Inhalte, Hilfsdaten der SharePoint-Dienste und die Farmkonfiguration in Microsoft SQL Server-Datenbanken. So finden Sie Datenbankdateien in SharePoint 2010 (oder höher) 1. Öffnen Sie die Seite Zentraladministration. 2. Wählen Sie Upgrade und Migration > Datenbankstatus überprüfen. Ihnen werden die SQL-Instanz und die Datenbanknamen für alle Datenbanken angezeigt. 3. Verwenden Sie Microsoft SQL Server Management Studio, um die Dateien der benötigten Datenbank zu identifizieren. Detaillierte Anweisungen finden Sie im Abschnitt SQL Server-Datenbankdateien (S. 320). So finden Sie Inhaltsdatenbankdateien in SharePoint Öffnen Sie die Seite Zentraladministration. 2. Wählen Sie Anwendungsmanagement > Inhaltsdatenbanken. 3. Wählen Sie eine Webapplikation. 4. Wählen Sie eine Datenbank. Sie sehen in der geöffneten Seite den Datenbankserver und den Datenbanknamen. Notieren Sie diese oder kopieren Sie die Information in eine Textdatei. 5. Wiederholen Sie Schritt 4 für andere Datenbanken der Webapplikation. 6. Wiederholen Sie die Schritte 3-5 für andere Webapplikationen. 7. Verwenden Sie Microsoft SQL Server Management Studio, um die Datenbankdateien zu identifizieren. Detaillierte Anweisungen finden Sie im Abschnitt SQL Server-Datenbankdateien (S. 320). So finden Sie Konfigurations- oder Dienstdatenbankdateien in SharePoint Öffnen Sie die Seite Zentraladministration. 2. Wählen Sie Anwendungsmanagement > Gemeinsame Dienste dieser Farm erstellen oder konfigurieren. 3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Anbieter für gemeinsame Dienste (Shared Services Provider) und wählen Sie Eigenschaften bearbeiten. Sie sehen in der geöffneten Seite den Datenbankserver und den Datenbanknamen. Notieren Sie diese oder kopieren Sie die Information in eine Textdatei. 4. Wiederholen Sie Schritt 3 für andere Anbieter für gemeinsame Dienste. 5. Verwenden Sie Microsoft SQL Server Management Studio, um die Datenbankdateien zu identifizieren. Detaillierte Anweisungen finden Sie im Abschnitt SQL Server-Datenbankdateien (S. 320). 323 Copyright Acronis International GmbH,

324 Abschneiden von Transaktionsprotokollen Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Transaktionsprotokolle abschneiden können, wenn Sie Microsoft Exchange Server und Microsoft SQL Server mithilfe von Laufwerk-Backups schützen. Die Empfehlungen für SQL Server gelten auch für SQL Server, die in einer Microsoft SharePoint-Farm enthalten sind. Active Directory-Datenbanken verwenden normalerweise Umlaufprotokollierung, daher benötigen Sie kein Abschneiden von Transaktionsprotokollen Abschneiden des Transkationsprotokolls und Verkleinern der Protokolldatei für SQL Server Acronis Backup & Recovery 11.5 schneidet Transaktionsprotokolle nach Erstellung eines Laufwerk-Backups nicht ab. Falls Sie nicht die systemeigene Backup-Engine des Microsoft SQL Servers verwenden (oder die Backup-Lösung eines anderen Drittherstellers, die Transaktionsprotokolle automatisch verwaltet), dann können Sie die Protokolle mit folgenden Methoden verwalten. Abschneiden des Transaktionsprotokolls. Das Protokollabschneiden macht inaktive virtuelle Protokolldateien (die nur inaktive Protokolldatensätze enthalten) frei zur Wiederverwendung durch neue Protokolldatensätze. Abschneiden kann eine physikalische Protokolldatei daran hindern zu wachsen, aber dadurch wird nicht ihre Größe reduziert. Weitere Informationen über das Abschneiden finden Sie in folgendem Artikel: Verkleinern der Protokolldatei. Das Verkeinern einer Protokolldatei reduziert die physikalische Größe einer Protokolldatei, indem inaktive virtuelle Protokolldateien entfernt werden. Das Verkleinern ist am wirksamsten nach einer Protokollabschneidung. Weitere Informationen über das Verkleinern finden Sie in folgendem Artikel: Protokollabschneidung durch SQL Server Management Studio Wenn Sie eine Datenbank auf das einfache Wiederherstellungsmodell (Simple Recovery Model) umschalten, werden die Transaktionsprotokolle automatisch abgeschnitten. 1. So schalten Sie die Datenbank auf das einfache Wiederherstellungsmodell um: a. Führen Sie Microsoft SQL Server Management Studio aus und verbinden Sie sich mit der Instanz. b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank und wählen Sie Eigenschaften. Darauf öffnet sich das Dialogfenster Datenbankeigenschaften. c. Klicken Sie im Fensterbereich Seite auswählen auf Optionen. d. Wählen Sie im Listenfeld Wiederherstellungsmodell das Modell Einfach. 2. Die Transaktionsprotokolldateien werden automatisch abgeschnitten. 3. Schalten Sie die Datenbank, auf gleiche Art wie in Schritt 1, zurück zum vollständigen oder massenprotokollierten Wiederherstellungsmodell. Protokollabschneidung und -verkleinerung automatisieren Sie können die obere Prozedur des Abschneidens mit einem Skript automatisieren und (optional) auch das Protokolldatei-Verkleinern hinzufügen. Falls Sie das Skript zu den 'Nach-Backup'-Befehlen (S. 135) hinzufügen, werden die Protokolle direkt nach einem Backup abgeschnitten und verkleinert. Bei dieser Methode wird angenommen, dass Sie über Kenntnisse zur Erstellung/Nutzung von Transact-SQL-Skripten verfügen und sich mit dem Utility sqlcmd auskennen. 324 Copyright Acronis International GmbH,

325 Weitere Informationen über Transact-SQL und sqlcmd finden Sie in folgenden Artikeln: Transact-SQL verwenden: Das Utility sqlcmd verwenden: So automatisieren Sie das Abschneiden und Verkleinern des Transaktionsprotokolls für eine SQL-Instanz 1. Erstellen Sie durch Verwendung des folgenden Templates ein Skript, welches die Protokolldateien für die Datenbanken der folgenden Instanz abschneidet und verkleinert: USE database_name ALTER DATABASE database_name SET RECOVERY SIMPLE; DBCC SHRINKFILE(logfile_name); ALTER DATABASE database_name SET RECOVERY FULL; Im letzten String hängt der Wert SET RECOVERY vom ursprünglichen Wiederherstellungsmodell der bestimmten Datenbank ab und kann FULL (vollständig) oder BULK_LOGGED (massenprotokolliert) sein. Beispiel für eine Instanz, die zwei Datenbanken (TestDB1 und TestDB2) hat: USE TestDB1; ALTER DATABASE TestDB1 SET RECOVERY SIMPLE; DBCC SHRINKFILE(TestDB1_log); ALTER DATABASE TestDB1 SET RECOVERY FULL; USE TestDB2; ALTER DATABASE TestDB2 SET RECOVERY SIMPLE; DBCC SHRINKFILE(TestDB2_log); ALTER DATABASE TestDB2 SET RECOVERY BULK_LOGGED; 2. Fügen Sie den nachfolgenden sqlcmd-befehl dem 'Nach-Backup'-Befehl (S. 135) hinzu: sqlcmd -S myserver\instancename -i C:\myScript.sql Dabei ist: myserver der Name des Servers instancename der Name der Instanz C:\myScript.sql der Pfad zur in Schritt 1 erstellten Skriptdatei. So automatisieren Sie das Abschneiden und Verkleinern des Transaktionsprotokolls für mehrere SQL-Instanzen Falls Sie mehr als eine Instanz auf der Maschine haben und Sie die obere Prozedur auf diese Instanzen anwenden wollen, dann gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Erstellen Sie eine separate Skriptdatei für jede Instanz (z. B. C:\script1.sql und C:\script2.sql). 2. Erstellen Sie eine Batchdatei (z.b. C:\truncate.bat), welche die Befehle für die korrespondierende Instanz enthält: sqlcmd -S myserver\instance1 -i C:\script1.sql sqlcmd -S myserver\instance2 -i C:\script2.sql 3. Spezifizieren Sie bei 'Nach-Backup-Befehl' den Pfad zu dieser Batchdatei Abschneiden des Transaktionsprotokolls für Exchange-Server Über Microsoft Exchange-Server-Protokolle Bevor eine Transaktion auf eine Datenbankdatei ausgeführt wird, protokolliert Exchange diese in eine Transaktionsprotokolldatei. Um zu verfolgen, welche der protokollierten Transaktionen auf die 325 Copyright Acronis International GmbH,

326 Datenbank angewendet wurden, verwendet Exchange Prüfpunktdateien. Sobald die Transaktionen auf die Datenbank angewendet und per Prüfpunktdateien verfolgt wurden, werden die Protokolldateien nicht mehr länger von der Datenbank benötigt. Werden die Protokolldateien nicht gelöscht, können diese möglicherweise den kompletten verfügbaren Speicherplatz belegen und die Exchange-Datenbanken werden offline genommen, bis die Protokolldateien vom Laufwerk entfernt wurden. Die Verwendung von Umlaufprotokollierung ist nicht die bewährteste Methode für eine Produktionsumgebung. Bei aktivierter Umlaufprotokollierung überschreibt Exchange die erste Protokolldatei, nachdem deren Daten auf die Datenbank angewendet wurden wodurch Sie nur Daten bis zum letzten Backup wiederherstellen können. Wir empfehlen, dass Sie die Protokolldateien nach dem Backup eines Exchange-Servers löschen, weil Protokolldateien zusammen mit anderen Dateien gesichert werden. Sie können die Datenbank nach einer Wiederherstellung daher vorwärts und rückwärts 'rollen'. Weitere Informationen über die Transaktionsprotokollierung finden Sie unter Protokollabschneidung unter Verwendung der Option VSS-Voll-Backup aktivieren Die einfachste Methode der Protokollabschneidung ist die Verwendung der Backup-Option VSS-Voll-Backup aktivieren (S. 142) (Optionen > Standardoptionen für Backup und Recovery > Standardoptionen für Backup > Volume Shadow Copy Service > VSS-Voll-Backup aktivieren). Sie wird in den meisten Fällen empfohlen. Sollte eine Aktivierung dieser Option unerwünscht sein (weil Sie beispielsweise die Protokolle einer anderen VSS-kompatiblen Anwendung bewahren müssen), dann folgen Sie den unteren Empfehlungen. Abschneiden von Offline-Datenbanken protokollieren Nach einem normalen Herunterfahren wird der Datenbankzustand als konsistent angesehen und die Datenbankdateien sind eigenständig (self-contained). Das bedeutet, dass Sie alle Protokolldateien der Datenbank oder Speichergruppe löschen können. So löschen Sie Transaktionsprotokolldateien: 1. Trennen Sie die Datenbank (bei Exchange 2010) oder alle Datenbanken der Speichergruppe (bei Exchange 2003/2007). Zu weiteren Informationen, siehe: Exchange 2010: Exchange 2007: Exchange 2003: 2. Löschen Sie alle Protokolldateien der Datenbank oder der Speichergruppe. 3. Mounten Sie die getrennte(n) Datenbank oder Datenbanken. Zu weiteren Informationen, siehe: Exchange 2010: Exchange 2007: Exchange 2003: Abschneiden von Online-Datenbanken protokollieren Diese Methode ist gut für Datenbanken, die permanent verwendet werden und daher nicht getrennt werden können. Wenn sich eine Datenbank in Verwendung befindet, können Sie nur solche 326 Copyright Acronis International GmbH,

327 Transaktionsprotokolldateien sichern löschen, deren Daten auf die Datenbank angewendet wurden. Löschen Sie keine Protokolldateien, deren Daten nicht auf die Datenbank angewendet wurden; sie sind essentiell, um die Datenbank-Konsistenz bei unerwartetem Herunterfahren wiederherstellen zu können. So löschen Sie angewendete Transaktionsprotokolle 1. Bestimmen Sie mit dem Tool Eseutil, welche Protokolle auf die Datenbank angewendet wurden: a. Führen Sie den Befehl eseutil /mk <Pfad zur Prüfpunktdatei> aus, wobei <Pfad zur Prüfpunktdatei> der Pfad zu der Prüfpunktdatei für die benötigte Datenbank oder Speichergruppe ist. b. Überprüfen Sie das Feld Checkpoint in der Anzeige. Sie sollten etwas sehen, das etwa so aussieht: CheckPoint: (0x60B, 7DF, 1C9) Die erste Zahl 0x60B ist die hexadezimale Protokollgenerierungsnummer der aktuellen Protokolldatei. Das bedeutet, dass alle Protokolldateien mit kleineren Zahlen auf die Datenbank angewendet wurden. 2. Löschen Sie alle Protokolldateien, deren Zahlen kleiner sind als die Zahl der aktuellen Protokolldatei. Sie können beispielsweise die Dateien Enn A.log, Enn log (und niedrigere Dateien) sicher löschen. Abschneiden nach einem Backup protokollieren Sie können die obere Prozedur des Abschneidens mit einem Skript automatisieren. Falls Sie das Skript zu den 'Nach-Backup'-Befehlen (S. 135) hinzufügen, werden die Protokolle direkt nach einem Backup abgeschnitten. Bei dieser Methode wird angenommen, dass Sie über Kenntnisse zur Erstellung/Nutzung von Skripten verfügen und sich mit dem Befehlszeilenwerkzeug von Acronis Backup & Recovery 11.5 auskennen (acrocmd). Weitere Informationen zu acrocmd finden Sie in der Befehlszeilen-Referenz. Das Skript sollte folgende Schritte enthalten: 1. Mounten Sie die Volumes, die die benötigten Datenbankdateien enthalten, durch Verwendung des Befehls mount. Template: acrocmd mount --loc=<pfad> --credentials=<benutzername>,<password> --arc=<archivname> --volume=<volume-nummern> --letter=<laufwerksbuchstaben> Beispiel: acrocmd mount --loc=\\bkpsrv\backups --credentials=user1,pass1 --arc=my_arc --volume=1-1 --letter=z 2. Bestimmen Sie in den gemounteten Volumes mit dem Tool Eseutil, welche Protokolle auf die Datenbank angewendet wurden. Diese Prozedur ist im Schritt 1 des oberen Abschnitts 'Abschneiden von Online-Datenbanken protokollieren' beschrieben. 3. Löschen Sie in der entsprechenden Online-Datenbank oder Speichergruppe alle Protokolldateien, deren Zahlen niedriger sind, als die Zahl der aktuellen Protokolldatei im Backup. 4. Trennen Sie die gemounteten Volumes durch Verwendung des Befehls umount. 327 Copyright Acronis International GmbH,

328 Optimale Vorgehensweisen beim Backup von Anwendungsservern Exchange-Server-Backup Falls Sie nicht Microsoft Exchange Server 2010 SP2 verwenden, wird empfohlen, dass Sie die Konsistenz von Exchange-Datenbankdateien regelmäßig überprüfen. In Exchange wird die Konsistenzprüfung mit dem Tool bzw. Befehl Eseutil /K durchgeführt. Dabei wird die Seitenebenenintegrität (Page-Level Integrity) von allen Exchange-Datenbanken und die Prüfsummen aller Datenbankseiten und Protokolldateien verifiziert. Der Überprüfungsvorgang kann zeitaufwendig sein. Weitere Informationen über die Verwendung von Eseutil /K finden Sie unter: Sie können die Konsistenzprüfung vor oder nach einem Backup durchführen. Vor einem Backup. Das gewährleistet, dass Sie keine beschädigten Echange-Datenbankdateien per Backup sichern. a. Trennen Sie die Datenbanken. b. Führen Sie Eseutil /K aus und überprüfen Sie die Ergebnisse der Verifizierung. c. Sollten die Datenbanken konsistent sein, dann mounten Sie sie erneut und führen Sie das Backup aus. Reparieren Sie anderenfalls die beschädigten Datenbanken. Weitere Informationen über Mounten und Trennen (Dismounten) von Datenbanken finden Sie im Abschnitt 'Abschneiden des Transaktionsprotokolls für Exchange-Server (S. 325)'. Nach einem Backup. Der Vorteil dieser Methode ist, dass Sie keine permanent verwendeten Datenbanken trennen müssen. Die Konsistenzprüfung im Backup ist jedoch viel langsamer als die Konsistenzprüfung von auf dem Laufwerk liegenden Datenbanken. Mounten (S. 276) Sie die Volumes (welche die benötigten Datenbankdateien enthalten) von dem Laufwerk-Backup im 'Nur Lesen'-Modus und führen Sie dann Eseutil /K aus. Sollte eine Prüfsummen-Inkonsistenz oder ein beschädigter Datei-Header gefunden werden, dann reparieren Sie die beschädigten Datenbanken und führen Sie das Backup erneut aus. Tipp: Acronis hat ein dediziertes Produkt zum Backup von Microsoft Exchange im Angebot Acronis Backup & Recovery 11.5 für Microsoft Exchange Server. Wenn Sie dieses Produkt verwenden, überprüft der Agent für Exchange automatisch die Konsistenz von zu sichernden Datenbanken und überspringt Datenbanken mit Prüfsummen-Inkonsistenz oder beschädigtem Datei-Header. Im Gegensatz zu diesem Agenten verifiziert Eseutil /K die Seiten aller Exchange-Datenbanken, die auf dem Server vorhanden sind Active Directory-Backup Die Active Directory-Dienste verwenden eine Datenbank, die sich auf dem Dateisystem eines Domain-Controllers befindet. Falls die Domain zwei oder mehr Domain-Controller hat, werden die in der Datenbank gespeicherten Informationen kontinuierlich zwischen den Controllern repliziert. Zu sichernde Volumes Erstellen Sie Backups folgender Volumes eines Domain-Controllers, um ein Active Directory zu sichern: Das System-Volume und das Boot-Volume Die Volumes, auf denen sich die Active Directory-Datenbank und Transaktionsprotokolle (S. 322) befinden 328 Copyright Acronis International GmbH,

329 Das Volume mit dem Ordner SYSVOL. Der Standardort für dieses Verzeichnis ist %SystemRoot%\SYSVOL. Untersuchen Sie, um den aktuellen Speicherort dieses Ordners zu ermitteln, den Sysvol-Wert in folgendem Registry-Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters Weitere Überlegungen zum Backup Stellen Sie bei der Einrichtung und Durchführung von Active Directory-Backups sicher, dass: Die Häufigkeit der Backup-Durchführung ist mindestens monatlich. Sollte Ihre Domain nur einen Domain-Controller haben, dann empfehlen wir eine mindestens tägliche Backup-Erstellung. Ihr aktuellstes Backup ist nicht älter als die Hälfte der Tombstone-Lebensdauer. Abhängig vom Betriebssystem, auf der Ihre Domain erstellt wurde, beträgt die vorgegebene Tombstone-Lebensdauer 60 oder 180 Tage. Es ist nicht wichtig, ob das letzte Backup vollständig oder inkrementell ist, denn Sie können erfolgreiche Wiederherstellungen von beiden ausführen. Sie können ein zusätzliches Backup bei einem der folgenden Ereignisse erstellen: Die Active Directory-Datenbank und/oder Transaktionsprotokolle wurden zu einem anderen Speicherort verschoben. Das Betriebssystem auf dem Domain-Controller wurde per Upgrade aktualisiert oder es wurde ein Service Pack installiert. Es wurde ein Hotfix installiert, welches die Active Directory-Datenbank ändert. Die Tombstone-Lebensdauer wurde administrativ geändert. Der Grund für dieses zusätzliche Backup ist, dass eine erfolgreiche Wiederherstellung des Active Directory von früheren Backups evtl. nicht mehr möglich ist SharePoint-Daten-Backup Eine Microsoft SharePoint-Farm besteht aus Front-End-Webservern und Microsoft SQL Servern. Ein Front-End-Webserver ist ein Host, auf dem SharePoint-Dienste laufen. Einige Front-End-Webserver können zueinander identisch sein (beispielswiese Front-End-Webserver, die einen Webserver ausführen). Sie müssen keine identischen Front-End-Webserver per Backup sichern, sondern nur individuelle. Sie müssen, um SharePoint-Datenbanken sichern zu können, alle Microsoft SQL Servers und alle individuellen, zu der Farm gehörenden Front-End-Webserver per Backup sichern. Das Backup sollte mit derselben Planung durchgeführt werden. Das ist notwendig, weil die Konfigurationsdatenbank mit anderen Datenbanken synchronisiert werden muss. Falls beispielsweise die Inhaltsdatenbank Daten über eine Website enthält, während das letzte Backup der Konfigurationsdatenbank dies nicht tut, dann wird die Website nach Wiederherstellung der Konfigurationsdatenbank verwaist sein. Falls Sie eine Advanced-Edition von Acronis Backup & Recovery 11.5 haben, ist der einfachste Weg, Backups einer SharePoint-Farm zu erstellen, entweder einen zentralen Backup-Plan zu erstellen (wie im Abschnitt 'Erstellung eines zentralen Backup-Plans (S. 396)' beschrieben) oder die Funktion Backup jetzt zu verwenden (wie im Abschnitt 'Backup jetzt (S. 395)' beschrieben). Bei den Standalone-Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 müssen Sie dieselbe Planung bei Erstellung eines Backup-Plans (S. 58) für jeden zur Farm gehörenden Server spezifizieren Wiederherstellung von SQL Server-Daten Bei einem Desaster können Sie einen kompletten SQL Server dadurch wiederherstellen, dass Sie all seine Laufwerke von einem Laufwerk-Backup wiederherstellen. Sollten Sie den im Abschnitt 'Backup 329 Copyright Acronis International GmbH,

330 eines Anwendungsservers (S. 318)' aufgeführten Empfehlungen gefolgt sein, dann sind alle SQL Server-Dienste funktionell und laufen, ohne dass weitere Aktionen notwendig sind. Die Server-Daten werden auf das Stadium zurückgesetzt, die zum Zeitpunkt des Backups gehabt haben. Falls Sie eine gesicherte Datenbank zurück in die Produktion bringen müssen, dann stellen Sie die Datenbankdateien aus einem Laufwerk-Backup wieder her. Weitere Details finden Sie unter 'Wiederherstellung von SQL Server-Datenbankdateien von einem Laufwerk-Backup (S. 330)'. Sollten Sie nur einen temporären Zugriff auf die gesicherten Datenbanken benötigen (zur Datengewinnung oder Datenextraktion), dann mounten Sie ein Laufwerk-Backup und greifen Sie auf die erforderlichen Daten zu. Weitere Details finden Sie unter 'Zugriff auf SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup aus (S. 331)' Wiederherstellung von SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup ausgehend wiederherstellen können. Anweisungen darüber, wie Sie die Datenbankpfade ermitteln können, finden Sie im Abschnitt 'SQL Server-Datenbankdateien (S. 320)'. So stellen Sie SQL Server-Datenbanken wieder her 1. Verbinden Sie die Konsole mit der Maschine, auf der Sie die Aktion durchführen werden. 2. Gehen Sie zu dem Depot, welches das Laufwerk-Backup mit den SQL Server-Datenbankdateien enthält. 3. Klicken Sie auf Registerkarte Datenanzeige. Klicken Sie in der Liste Anzeigen auf Ordner/Dateien. 4. Wählen Sie die benötigten SQL Server-Datenbankdateien und klicken Sie auf Recovery. Die Daten werden standardmäßig auf den Zustand des letzten Backups zurückgesetzt. Verwenden Sie die Liste Versionen, falls Sie einen anderen Zeitpunkt wählen wollen, auf den die Daten zurückgesetzt werden sollen. 5. Auf der Recovery-Seite, unter dem Bereich Recovery-Quelle: a. Wählen Sie bei Datenpfade den Punkt Benutzerdefiniert. b. Spezifizieren Sie bei Durchsuchen einen Ordner, wohin die Dateien wiederhergestellt werden sollen. Anmerkung: Wir empfehlen, dass Sie die SQL Server-Datenbankdateien zu einem lokalen Ordner des SQL Servers wiederherstellen, da alle SQL Server-Versionen vor SQL Server 2012 keine Datenbanken untertstützen, die auf Netzwerkfreigaben liegen. c. Belassen Sie die übrigen Einstellungen wie vorliegend und klicken Sie dann auf OK, um dem Recovery-Task fortzufahren. 6. Fügen Sie die Datenbank nach Abschluss der Wiederherstellung so an, wie im Abschnitt 'SQL Server-Datenbanken anfügen (S. 331)' beschrieben. Details: Sollte Sie aus irgendeinem Grund nicht alle SQL Server-Datenbankdateien wiederhergestellt haben, dann können Sie die Datenbank nicht anfügen. Das Microsoft SQL Server Management Studio informiert Sie jedoch über alle Pfade und Namen der fehlenden Dateien und hilft Ihnen dabei zu identifizieren, aus welchen konkreten Dateien die Datenbank besteht. 330 Copyright Acronis International GmbH,

331 Zugriff auf SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup aus Falls Sie zur Datengewinnung oder aus anderen, kurzfristigen Gründen auf die SQL Server-Datenbanken zugreifen wollen, können Sie statt einer Wiederherstellung die Aktion Image mounten verwenden. Mounten Sie einfach die entsprechenden Volumes (die die benötigten Datenbankdateien enthalten) von einem Laufwerk-Backup (Image) im 'Lese/Schreib'-Modus und Sie können Datenbanken anfügen, Datenbankdateien ändern und mit diesen arbeiten, als würden Sie sich auf einem physikalischen Laufwerk befinden. Sie können Volumes mounten, falls das Laufwerk-Backup in einem lokalen Ordner (ausgenommen optische Medien wie CDs, DVDs oder Blu-ray-Medien), in der Acronis Secure Zone oder auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert vorliegt. Anfügen von Datenbanken an einen SQL Server, die in einem Laufwerk-Backup enthalten sind 1. Verbinden Sie die Konsole mit dem SQL Server, auf dem der Agent für Windows installiert ist. 2. Wählen Sie im Hauptmenü die Befehle Aktionen > Image mounten. 3. Wählen Sie im Bereich Zu mountendes Image das Quellarchiv und spezifizieren Sie das Backup. 4. Im Bereich Mount-Einstellungen: a. Wählen Sie bei Mounten für die Option Alle Benutzer dieser Maschine. b. Wählen Sie ein oder mehrere Volumes, welche die SQL Server-Datenbankdateien enthalten. Anweisungen darüber, wie Sie die Datenbankpfade ermitteln können, finden Sie im Abschnitt 'SQL Server-Datenbankdateien (S. 320)'. c. Wählen Sie den Zugriffsmodus Lesen/Schreiben. d. Spezifizieren Sie Laufwerksbuchstaben, die den gemounteten Volumes zugewiesen werden. 5. Verwenden Sie nach dem Mounten der Volumes die Anweisungen aus dem Abschnitt 'SQL Server-Datenbanken anfügen (S. 331)', um die Datenbanken direkt von den gemounteten Volumes aus anzufügen. 6. Führen Sie die gewünschten Aktionen mit den neu angefügten Datenbanken durch. 7. Trennen Sie die Datenbanken wieder von der Instanz, nachdem Sie die gewünschten Aktionen abgeschlossen haben, indem Sie Microsoft SQL Server Management Studio verwenden. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Datenbank und wählen Sie Aufgaben > Trennen. 8. Trennen Sie die gemounteten Volumes: a. Wählen Sie im Hauptmenü die Befehle Navigation > Gemountete Images. b. Wählen Sie das Image und klicken Sie auf Trennen. Details: Acronis Backup & Recovery 11.5 erstellt beim Mounten eines Images im 'Lese/Schreib'-Modus ein neues inkrementelles Backup. Wir empfehlen, dieses inkrementelle Backup zu löschen SQL Server-Datenbanken anfügen Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie eine Datenbank im SQL Server mithilfe des SQL Server Management Studios anfügen können. Es kann immer nur eine Datenbank gleichzeitig angefügt werden. Das Anfügen einer Datenbank erfordert eine der folgenden Berechtigungen: Datenbank erstellen, Beliebige Datenbank erstellen oder Beliebige Datenbank ändern. Normalerweise verfügt auf der Instanz die Rolle SysAdmin über diese Berechtigungen. 331 Copyright Acronis International GmbH,

332 So fügen Sie eine Datenbank an 1. Führen Sie Microsoft SQL Server Management Studio aus. 2. Verbinden Sie sich mit der benötigten SQL Server-Instanz und erweitern Sie dann die Instanz. 3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Datenbanken und klicken Sie dann auf Anfügen. 4. Klicken Sie auf Hinzufügen. 5. Lokalisieren und Wählen Sie im Dialogfenster Datenbankdateien suchen die.mdf-datei der Datenbank. 6. Stellen Sie im Bereich Datenbankdetails sicher, dass die restlichen Datenbankdateien (.ndf- und.ldf-dateien) gefunden werden. Details: SQL Server-Datenbankdateien werden möglicherweise nicht automatisch gefunden, falls: Sie sich nicht am Standardspeicherort befinden oder sie nicht im selben Ordner wie die primäre Datenbankdatei (.mdf) sind.lösung: Spezifizieren Sie den Pfad zu den benötigten Dateien manuell in der Spalte Aktueller Dateipfad. Sie haben einen unvollständigen Satz an Dateien wiederhergestellt, der die Datenbank bildet. Lösung: Stellen Sie die fehlenden SQL Server-Datenbankdateien aus dem Backup wieder her. 7. Klicken Sie, wenn alle Dateien gefunden sind, auf OK Wiederherstellung von Exchange-Server-Daten Bei einem Desaster können Sie einen kompletten Exchange-Server dadurch wiederherstellen, dass Sie all seine Laufwerke von einem Laufwerk-Backup wiederherstellen. Sollten Sie den im Abschnitt 'Backup eines Anwendungsservers (S. 318)' aufgeführten Empfehlungen gefolgt sein, dann sind alle Exchange-Server-Dienste funktionell und laufen, ohne dass weitere Aktionen notwendig sind. Die Server-Daten werden auf das Stadium zurückgesetzt, die zum Zeitpunkt des Backups gehabt haben. Durch Verwendung von Acronis Backup & Recovery 11.5 können Sie Exchange-Datenbankdateien von einem Laufwerk-Backup wiederherstellen. Mounten Sie eine Datenbank, um Sie wieder online zu bringen. Weitere Details finden Sie unter 'Mounten von Exchange-Server-Datenbanken (S. 333)'. Falls Sie eine granuläre Wiederherstellung einzelner Postfächer (oder von in diesen enthaltenen Elementen) durchführen müssen, dann mounten Sie die wiederhergestellte Datenbank entweder als Wiederherstellungsdatenbank (Recovery Database, RDB) bei Exchange 2010 oder als Speichergruppe für die Wiederherstellung (Recovery Storage Group, RSG) bei Exchange 2003/2007. Weitere Details finden Sie im Abschnitt 'Granuläres Recovery von Postfächern (S. 333)' Wiederherstellung von Exchange-Server-Datenbankdateien von einem Laufwerk-Backup Dieser Abschnitt beschreibt die Verwendung von Acronis Backup & Recovery 11.5 zur Wiederherstellung von Exchange-Server-Datenbankdateien von einem Laufwerk-Backup. Anweisungen darüber, wie Sie die Datenbankpfade ermitteln können, finden Sie im Abschnitt 'Exchange-Server-Datenbankdateien (S. 321)'. So stellen Sie Exchange-Server-Datenbanken wieder her 1. Verbinden Sie die Konsole mit der Maschine, auf der Sie die Aktion durchführen werden. 2. Gehen Sie zu dem Depot, welches das Laufwerk-Backup mit den Exchange-Datendateien enthält. 3. Klicken Sie auf Registerkarte Datenanzeige. Klicken Sie in der Liste Anzeigen auf Ordner/Dateien. 332 Copyright Acronis International GmbH,

333 4. Wählen Sie die benötigten Exchange-Datenbankdateien und klicken Sie auf Recovery. Die Daten werden standardmäßig auf den Zustand des letzten Backups zurückgesetzt. Verwenden Sie die Liste Versionen, falls Sie einen anderen Zeitpunkt wählen wollen, auf den die Daten zurückgesetzt werden sollen. 5. Auf der Recovery-Seite, unter dem Bereich Recovery-Quelle: a. Wählen Sie bei Datenpfade den Punkt Benutzerdefiniert. b. Spezifizieren Sie bei Durchsuchen einen Ordner, wohin die Datenbankdateien wiederhergestellt werden sollen. 6. Belassen Sie die übrigen Einstellungen wie vorliegend und klicken Sie dann auf OK, um dem Recovery-Task fortzufahren Mounten von Exchange-Server-Datenbanken Sie können die Datenbanken nach Wiederherstellung der Datenbankdateien dadurch wieder online bringen, dass Sie sie mounten. Das Mounten wird mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole, dem Exchange-System-Manager oder der Exchange-Verwaltungsshell durchgeführt. Die wiederhergestellte Datenbank wird sich im Stadium 'Dirty Shutdown' befinden. Eine Datenbank, die sich im Zustand 'Dirty Shutdown' befindet, kann vom System gemountet werden, falls sie zu ihrem ursprünglichen Speicherort wiederhergestellt wurde (vorausgesetzt, die Information über die ursprüngliche Datenbank ist im Active Directory vorhanden). Wenn Sie eine Datenbank zu einem anderen Speicherort wiederherstellen (beispielsweise eine neue Datenbank oder die Wiederherstellungsdatenbank), dann kann die Datenbank solange gemountet werden, bis Sie sie mithilfe des Befehls Eseutil /r <Enn> in das Stadium 'Clean Shutdown' bringen. <Enn> gibt das Protokolldatei-Präfix für die Datenbank an (bzw. die Speichergruppe, welche die Datenbank enthält), auf die Sie die Transaktionsprotokolldateien anwenden müssen. Das Konto, welches Sie zum Anfügen einer Datenbank verwenden, muss an eine Exchange-Server-Administratorrolle und an eine lokalen Administratorengruppe des Zielservers delegiert sein. Weitere Details zum Mounten von Datenbanken finden Sie in folgenden Artikeln: Exchange 2010: Exchange 2007: Exchange 2003: Granuläres Recovery von Postfächern Eine RDB (RSG) ist eine spezielle, administrative Datenbank (Speichergruppe) im Exchange-Server. Sie ermöglicht Ihnen, Daten aus einer gemounteten Postfach-Datenbank zu extrahieren. Die extrahierten Daten können zu existierenden Postfächern kopiert bzw. mit diesen zusammengeführt werden, ohne Benutzerzugriffe auf aktuelle Daten zu stören. Weitere Informationen über RDB und RSG finden Sie in folgenden Artikeln: Exchange 2010: Exchange 2007: Exchange 2003: So stellen Sie ein Postfach wieder her 1. Sollte keine RDB/RSG vorhanden sein, dann erstellen Sie diese, wie in folgenden Artikeln beschrieben: 333 Copyright Acronis International GmbH,

334 Exchange 2010: Exchange 2007: Exchange 2003: 2. Stellen Sie die Datenbankdateien in die RDB/RSG-Ordnerstruktur wieder her. Weitere Informationen über die Wiederherstellung von Datenbankdateien finden Sie im Abschnitt 'Wiederherstellung von Exchange-Server-Datenbankdateien von einem Laufwerk-Backup (S. 332)'. 3. Mounten Sie die Wiederherstellungsdatenbank. Weitere Informationen über das Mounten von Datenbanken finden Sie im Abschnitt 'Mounten von Exchange-Server-Datenbanken (S. 333)'. 4. Fahren Sie wie in folgenden Artikeln beschrieben fort: Exchange 2010: Exchange 2007: Exchange 2003: Wiederherstellung von Active Directory-Daten Eine Active Directory-Wiederherstellung ist unterschiedlich, abhängig vom erforderlichen Wiederherstellungstyp. Dieser Abschnitt betrachtet folgende Desaster-Szenarien: Ein Domain-Controller ist ausgefallen, aber andere Domain-Controller sind immer noch verfügbar. Siehe 'Wiederherstellung eines Domain-Controllers (andere DC sind verfügbar)'. Alle Domain-Controller sind ausgefallen (oder es gab nur einen). Siehe 'Wiederherstellung eines Domain-Controllers (keine anderen DC sind verfügbar)'. Die Active Directory-Datenbank ist beschädigt und der Active Directory-Dienst startet nicht. Siehe 'Wiederherstellung der Active Directory-Datenbank. Bestimmte Informationen wurden versehentlich aus dem Active Directory gelöscht. Siehe 'Wiederherstellung versehentlich gelöschter Informationen' Wiederherstellung eines Domain-Controllers (andere DC sind verfügbar) Wenn einer von mehreren Domain-Controllern (DCs) ausgefallen ist, ist der Active Directory-Dienst immer noch verfügbar. Daher werden andere Domain-Controller Daten enthalten, die neuer sind als die Daten im Backup. In diesem Fall wird üblicherweise ein Typ von Wiederherstellung durchgeführt, der als nicht autorisierte Wiederherstellung bekannt ist. Nicht autorisierte Wiederherstellung bedeutet, dass die Wiederherstellung den aktuellen Status des Active Directorys nicht beeinflusst. Auszuführende Schritte Falls die Domain noch andere Domain-Controller hat, können Sie eine nicht autorisierte Wiederherstellung eines ausgefallenen Domain-Controllers auf eine der folgenden Arten durchführen: Wiederherstellung eines Domain-Controllers von einem Backup mithilfe eines bootfähigen Mediums. Stellen Sie sicher, dass es kein USN-Rollback-Problem (S. 338) gibt. 334 Copyright Acronis International GmbH,

335 Neuerstellung eines Domain-Controllers, indem Sie das Betriebssystem installieren und die Maschine zu einem neuen Domain-Controller machen (durch Verwendung des Tools dcpromo.exe). Auf beide Aktionen folgt eine automatische Replikation. Die Replikation bringt die Domain-Controller-Datenbank auf den neuesten Stand. Stellen Sie einfach nur sicher, dass der Active Directory-Dienst erfolgreich gestartet wurde. Sobald die Replikation abgeschlossen ist, ist der Domain-Controller aktuell und läuft wieder. Wiederherstellung versus Neuerstellung Neuerstellung erfordert nicht die Verfügbarkeit eines Backups. Eine Wiederherstellung ist normalerweise schneller als eine Neuerstellung. Eine Wiederherstellung ist jedoch in folgenden Fällen nicht möglich: Alle verfügbaren Backups sind älter als die 'Tombstone-Lebensdauer'. Tombstones werden während der Replikation verwendet, um sicherzustellen, dass ein auf einem Domain-Controller gelöschtest Objekt auch auf einem anderen Domain-Controller gelöscht wird. Eine korrekte Replikation ist daher nicht möglich, nachdem die Tombstones gelöscht wurden. Der Domain-Controller hatte eine Rolle für 'flexible einfache Mastervorgänge' (Flexible Single Master Operations, FSMO) inne und Sie haben diese Rolle einem anderen Domain-Controller zugewiesen (Übernahme der Rolle). In diesem Fall würde eine Wiederherstellung des Domain-Controllers dazu führen, dass zwei Domain-Controller dieselbe FSMO-Rolle innerhalb der Domain innehaben und einen Konflikt verursachen. Wiederherstellung eines Domain-Controllers, der eine FSMO-Rolle innehält. Einige Domain-Controller halten eindeutige Rollen, die auch als 'flexible einfache Mastervorgänge'-Rollen (Flexible Single Master Operations roles, FSMO roles) oder Betriebsmaster-Funktionen (Operations Manager-Rollen) bekannt sind. Eine Beschreibung der FSMO-Rollen und ihres Umfangs (domänenweit oder gesamtstrukturweit) finden Sie im Microsoft Hilfe- und Support-Artikel Vor Neuerstellung eines Domain-Controllers, der eine PDC-Emulator-Rolle innehielt, müssen Sie diese Rolle übernehmen. Anderenfalls werden Sie nicht in der Lage sein, den neuerstellten Domain-Controller der Domain hinzuzufügen. Sie können nach der Neuerstellung des Domain-Controllers diese Rolle rückübertragen. Weitere Information zum Übernehmen und Übertragen von FSMO-Rollen finden Sie im Microsoft Hilfe- und Support-Artikel Um einzusehen, welche FSMO-Rollen welchem Domain-Controller zugewiesen sind, können Sie sich mit jedem aktuellen (live) Domain-Controller verbinden, indem Sie das Tool Ntdsutil verwenden, wie es im Microsoft Hilfe- und Support-Artikel beschrieben ist. Folgen Sie den Schritten, die im Abschnitt 'Verwenden des Programms NTDSUTIL' des Artikels beschrieben sind: Folgen Sie bei den Betriebssystemen Windows 2000 Server und Windows Server 2003 allen Schritten wie angegeben. Bei den Windows Server 2008-Betriebssystemen müssen Sie in dem Schritt, indem Sie aufgefordert werden, Domänenverwaltung einzugeben, stattdessen Rollen eingeben. Folgen Sie den anderen Schritten wie angegeben. 335 Copyright Acronis International GmbH,

336 Wiederherstellung eines Domain-Controllers (keine anderen DC sind verfügbar) Sollten alle Domain-Controller ausgefallen sein, dann wird die nicht autorisierte Wiederherstellung tatsächlich zu einer autorisierten: die aus dem Backup wiederhergestellten Objekte sind dann die neuesten, die verfügbar sind. Eine Replikation von Active Directory-Daten kann nicht stattfinden, weil es keine aktuellen (live) Domain-Controller gibt. Das bedeutet: Nach dem Backup durchgeführte Änderungen am Active Directory gehen verloren. Eine Neuerstellung des Domain-Controllers ist keine Option. Sogar ein Backup mit einer abgelaufenen Tombstone-Lebensdauer kann verwendet werden. Sie müssen die Volumes wiederherstellen, in denen die Active Directory-Datenbankdateien (S. 322) gespeichert sind. Sollten in diesen Volumes weitere, wichtige Daten (außer dem Active Directory) gespeichert sein, dann kopieren Sie diese Daten vor der Wiederherstellung zu einem anderen Speicherort. So stellen Sie einen Domain-Controller wieder her, wenn keine anderen Domain-Controller verfügbar sind 1. Stellen Sie sicher, dass das neueste Backup für die Wiederherstellung verwendet wird. Das ist wichtig, weil alle nach dem Backup am Active Directory durchgeführten Änderungen verlorengehen werden. 2. Stellen Sie den Domain-Controller von dem Backup wieder her, indem Sie ein bootfähiges Medium verwenden. 3. Starten Sie den Domain-Controller neu. Stellen Sie sicher, dass der Active Directory-Dienst erfolgreich gestartet wurde Wiederherstellung der Active Directory-Datenbank Sollten die Active Directory-Datenbankdateien beschädigt sein, der Domain-Controller aber noch im normalen Modus starten können, dann können Sie die Datenbank mit einer der folgenden Möglichkeiten wiederherstellen. Höherstufen des Domain-Controllers Bei dieser Art der Wiederherstellung ist die Datenbank nur dann verfügbar, falls die Domain noch andere Domain-Controller hat. Die Verfügbarkeit eines Backups ist nicht erforderlich. Verwenden Sie zur Wiederherstellung der Datenbank das Tool Dcpromo, um den Domain-Controller mit der beschädigten Datenbank tieferzustufen und dann, um diesen Domain-Controler anschließend wieder höherzustufen. Fühlen Sie folgende Befehle aus, um den Domain-Controller erneut höherzustufen: dcpromo /forceremoval dcpromo /adv Wiederherstellung der Datenbank von einem Backup Bei dieser Art der Wiederherstellung kann die Datenbank unabhängig davon verwendet werden, ob die Domain noch weitere Domain-Controller hat. Stellen Sie die Active Directory-Datenbankdateien (S. 322) wieder her, um die Datenbank wiederherzustellen. Falls Sie zusätzlich seit dem Backup irgendwelche Änderungen an den 336 Copyright Acronis International GmbH,

337 Gruppenrichtlinienobjekten (GPOs) gemacht haben, müssen Sie außerdem den SYSVOL-Ordner (S. 328) wiederherstellen. So stellen Sie die Active Directory-Datenbank von einem Backup aus wieder her 1. Starten Sie den Domain-Controller neu und drücken Sie während des Startvorgangs auf F8. 2. Wählen Sie im Fenster Erweiterte Startoptionen das Element Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus. 3. [Optional] Erstellen Sie eine Kopie der aktuellen Active Directory-Datenbankdatei, um die Änderungen bei Bedarf wieder rückgängig machen zu können. 4. Ändern Sie das ursprüngliche Konto des Acronis Agent Service auf das Administratorkonto des Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus (Directory Services Restore Mode, DSRM). a. Öffnen Sie das Snap-in Dienste. b. Klicken Sie in der Liste der Dienste auf Acronis Managed Machine Service. c. Spezifizieren Sie in der Registerkarte Anmelden, bei Dieses Konto, den Benutzernamen und das Kennwort, welche Sie verwenden, um sich am Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus anzumelden und klicken Sie dann auf Aktivieren. d. Klicken Sie in der Registerkarte Allgemein auf Starten. Klicken Sie nach dem Start des Dienstes auf OK. Details: Diese Änderung ist notwendig, weil der Acronis Agent Service auf einem Domain-Controller unter einem Domain-Benutzerkonto läuft, Domain-Benutzerkonten sind jedoch im Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus (Directory Services Restore Mode, DSRM) nicht verfügbar. 5. Starten Sie Acronis Backup & Recovery 11.5 und stellen Sie die Datenbankdateien aus dem Backup wieder her. Stellen Sie bei Bedarf auch den SYSVOL-Ordner wieder her. Details: Weitere Informationen über die Pfade zu diesen Dateien und Ordnern finden Sie unter 'Active Directory-Backup (S. 328). Die Recovery-Prozedur ist ähnlich zu der, die im Abschnitt 'Wiederherstellung von Exchange-Server-Datenbankdateien (S. 332)' beschrieben ist. 6. Sollte die Domain andere Domain-Controller haben, dann stellen Sie sicher, dass kein USN-Rollback-Problem auftritt (S. 338). 7. Starten Sie den Domain-Controller im normalen Modus neu. Stellen Sie sicher, dass der Active Directory-Dienst erfolgreich gestartet wurde. 8. Ändern Sie das Konto für den Acronis-Dienst wieder zurück auf das ursprüngliche, ähnlich wie in Schritt Wiederherstellung versehentlich gelöschter Informationen Falls die Domain noch andere Domain-Controller hat, können Sie das Tool Ntdsutil verwenden, um eine autorisierte Wiederherstellung nur von bestimmten Einträgen durchführen zu können. Sie können beispielsweise ein unbeabsichtigt gelöschtes Benutzerkonto oder Computerkonto wiederherstellen. So stellen Sie versehentlich gelöschte Informationen wieder her 1. Führen Sie die Schritte 1-5 der Anleitung zur 'Wiederherstellung der Active Directory-Datenbank (S. 336)' aus, um den Domain-Controller im Verzeichnisdienste-Wiederherstellungsmodus (Directory Services Restore Mode, DSRM) neu zu starten und die Active Directory-Datenbank wiederherzustellen. 2. Führen Sie ohne vorhandenen DSRM folgenden Befehl aus: Ntdsutil 337 Copyright Acronis International GmbH,

338 3. Führen Sie in der Eingabeaufforderung des Tools folgende Befehle aus: activate instance ntds authoritative restore 4. Starten Sie in der Eingabeaufforderung des Tools den Befehl restore subtree oder restore object mit den benötigten Parametern. Folgender Befehl stellt beispielsweise das Benutzerkonto Manager in der Organisationseinheit Finance der Domain example.com wieder her: restore object cn=manager,ou=finance,dc=example,dc=com Weitere Informationen über die Verwendung des Tools Ntdsutil finden Sie in dessen Dokumentation. Details: Andere Objekte werden von anderen Domain-Controllern repliziert, wenn Sie den Domain-Controller neu starten. Auf diese Weise stellen Sie die unbeabsichtigt gelöschten Objekte wieder her und behalten Sie die anderen Objekte auf dem neuesten Stand. 5. Starten Sie den Domain-Controller im normalen Modus neu. Stellen Sie sicher, dass der Active Directory-Dienst erfolgreich gestartet wurde und die wiederhergestellten Objekte verfügbar geworden sind. 6. Ändern Sie das Konto für den Acronis Agent Service wieder zurück auf das ursprüngliche Konto (wie in Schritt 4 des Abschnitts 'Wiederherstellung der Active Directory-Datenbank (S. 336)' beschrieben Vermeidung eines USN-Rollbacks Sollte die Domain über zwei oder mehr Domain-Controller verfügen und sollten Sie einen der Controller oder seine Datenbank wiederherstellen müssen, dann sollten Sie Maßnahmen gegen eine Situation erwägen, die auch als 'USN-Rollback' bekannt ist. Ein USN-Rollback ist unwahrscheinlich, wenn Sie einen kompletten Domain-Controller von einem VSS-basierten Laufwerk-Backup wiederherstellen. Ein USN-Rollback ist dagegen deutlich wahrscheinlicher, wenn einer der folgenden Umstände zutrifft: Ein Domain-Controller wurde teilweise wiederhergestellt: es wurden nicht alle Laufwerke oder Volumes wiederhergestellt oder nur die Active Directory-Datenbank. Ein Domain-Controller wurde von einem Backup wiederhergestellt, welches ohne VSS erstellt wurde. Das Backup wurde beispielsweise mit einem bootfähigen Medium erstellt. Oder die Option VSS verwenden (S. 142) war deaktiviert. Oder der VSS-Provider hatte eine Fehlfunktion. Die folgenden Informationen helfen Ihnen, ein USN-Rollback mit einigen einfachen Schritten zu vermeiden. Replikation und USNs Ein Active Directory wird kontinuierlich zwischen den Domain-Controllern repliziert. Zu jedem Zeitpunkt kann es zu einem Active Directory-Objekt eine neuere Version auf einem Domain-Controller und eine ältere auf einem anderen geben. Um Konflikte und Informationsverluste zu vermeiden, verfolgt das Active Directory Objektversionen auf jedem Domain Controller und ersetzt veraltete Versionen mit aktuellen Versionen. Um die Objektversionen zu verfolgen, verwendet das Active Directory Zahlen, die Update-Sequenznummern, USNs, Update Sequence Numbers oder Aktualisierungssequenznummern genannt werden. Neuere Versionen von Active Directory-Objekten entsprechen höheren USNs. Jeder Domain Controller bewahrt die USNs von allen anderen Domain Controllern. 338 Copyright Acronis International GmbH,

339 USN-Rollback Nach Durchführung einer nicht autorisierten Wiederherstellung eines Domain Controllers oder seiner Datenbanken wird die aktuelle USN dieses Domain Controllers durch die alte (niedrigere) USN aus dem Backup ersetzt. Die anderen Domain-Controller wissen jedoch nichts von dieser Änderung. Sie haben immer noch die zuletzt bekannte (höhere) USN dieses Domain Controllers beibehalten. Als Ergebnis treten folgende Probleme auf: Der wiederhergestellte Domain Controller verwendet ältere USNs für neue Objekte; er startet mit der alten USN aus dem Backup. Die anderen Domain Controller replizieren die neuen Objekte von dem wiederhergestellten Domain-Controller solange nicht, wie dessen USN niedriger bleibt als die USN, von der die anderen Domain-Controller wissen. Das Active Directory startet und hat verschiedene Objekte, die zu der gleichen USN korrespondieren, was bedeutet, dass Sie inkonsistent geworden ist. Diese Situation wird USN-Rollback genannt. Sie müssen zur Vermeidung eines USN-Rollbacks den Domain-Controller über die Tatsache informieren, dass er wiederhergestellt wurde. So vermeiden Sie ein USN-Rollback 1. Booten Sie direkt nach der Wiederherstellung eines Domain-Controllers oder seiner Datenbanken den wiederhergestellten Domain-Controller und drücken Sie während des Startvorgangs auf F8. 2. Wählen Sie im Fenster Erweiterte Startoptionen den Eintrag Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus und melden Sie sich dann am Verzeichnisdienste-Wiederherstellungsmodus (DSRM) an. 3. Öffnen Sie den Registry-Editor und erweitern Sie den folgenden Registry-Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\NTDS\Parameters 4. Überprüfen Sie in diesem Registry-Schlüssel den Wert DSA Previous Restore Count. Sollte der Wert vorhanden sein, dann notieren Sie sich seine Einstellung. Fügen Sie den Wert nicht hinzu, falls er fehlen sollte. 5. Fügen Sie diesem Registry-Schlüssel folgenden Wert hinzu: Werttyp: DWORD-Wert (32-Bit) Wertname: Von Sicherung wiederhergestellte Datenbank Datenwert: 1 6. Starten Sie den Domain-Controller im normalen Modus neu. 7. [Optional] Öffnen Sie nach dem Neustart des Domain Controllers die Ereignisanzeige, erweitern Sie Anwendungs- und Dienstprotokolle und wählen Sie das Protokoll Verzeichnisdienste. Schauen Sie im Protokoll Verzeichnisdienste nach einem kürzlichen Eintrag mit der Ereignis-ID Sollten Sie diesen Eintrag finden, dann klicken Sie doppelt darauf, um sicherzustellen, dass das Attribut InvocationID geändert wurde. Das bedeutet, dass die Active Directory-Datenbank aktualisiert wurde. 8. Öffnen Sie den Registry-Editor und überprüfen Sie, dass die Einstellung im Wert DSA Previous Restore Count im Vergleich zu Schritt 4 um den Wert 1 gestiegen ist. Sollte der Wert DSA Previous Restore Count in Schritt 4 gefehlt haben, dann überprüfen Sie, dass er nun vorhanden ist und seine Einstellung 1 beträgt. 339 Copyright Acronis International GmbH,

340 Sollten Sie eine andere Einstellung sehen (und den Eintrag für die Ereignis-ID 1109 nicht finden können), dann stellen Sie sicher, dass der wiederhergestellte Domain-Controller über die aktuellen Service Packs verfügt und wiederholen Sie dann die komplette Prozedur. Weitere Details über USNs und USN-Rollback finden Sie in folgendem Microsoft Technet-Artikel: n_hyperv.aspx Wiederherstellung von SharePoint-Daten Verschiedene SharePoint-Server und SharePoint-Datenbanken werden auf unterschiedliche Art wiederhergestellt. Um einzelne Laufwerke oder Volumes eines Front-End-Webservers wiederherzustellen, können Sie entweder mit der grafischen Benutzeroberfläche von Acronis Backup & Recovery 11.5 einen Recovery-Task erstellen (S. 146) oder den Server mit einem bootfähigen Medium (S. 284) starten und dort die Wiederherstellung konfigurieren. Auf gleiche Art können Sie einen SQL Server wiederherstellen. Inhaltsdatenbanken können mithilfe des Agenten für SQL (Single-Pass) oder des Agenten für Windows wiederhergestellt werden. Weitere Details finden Sie unter 'Wiederherstellung einer Inhaltsdatenbank (S. 340)'. Konfigurations- und Dienstdatenbanken werden als Dateien wiederhergestellt. Weitere Details finden Sie unter 'Wiederherstellung von Konfigurations- und Dienstdatenbanken (S. 342)'. Sie können auch einzelne SharePoint-Elemente wiederherstellen (wie Websites, Listen, Dokumentbibliotheken und anderes). Weitere Details finden Sie unter 'Wiederherstellung einzelner Elemente (S. 343)' Wiederherstellung einer Inhaltsdatenbank Dieses Thema beschreibt die Wiederherstellung einer Inhaltsdatenbank zu einer ursprünglichen SharePoint-Farm unter Verwendung von Acronis Backup & Recovery Die Wiederherstellung zu einer 'nicht ursprünglichen' Farm ist eine kompliziertere Prozedur. Diese Schritte variieren in Abhängigkeit von der Farm-Konfiguration und anderen Parametern der Produktionsumgebung. Eine Inhaltsdatenbank mit dem Agenten für SQL (Single-Pass) wiederherstellen Diese Methode ermöglicht es Ihnen, eine Datenbank aus dem Single-Pass-Backup einer Maschine wiederherzustellen, auf der der SQL Server läuft. So stellen Sie eine Inhaltsdatenbank wieder her 1. Verbinden Sie die Konsole mit der Maschine, auf der Sie die Datenbank wiederherstellen wollen. Der Agent für SQL (Single-Pass) muss auf dieser Maschine installiert sein. 2. Stellen Sie die Datenbank gemäß der Beschreibung im Abschnitt 'SQL-Datenbanken zu Instanzen wiederherstellen (S. 351)' zu einer Instanz wieder her. 3. Falls Sie die Datenbank nicht zu dem ursprünglichen SQL Server der ursprünglichen SharePoint-Farm wiederhergestellt haben, dann fügen Sie die wiederhergestellte Datenbank an die Farm an. Führen Sie dazu folgenden Befehl auf einem Front-End-Webserver aus: In SharePoint 2010 oder höher: Mount-SPContentDatabase <Datenbank> -DatabaseServer <Datenbankserver> -WebApplication <Site-URL> 340 Copyright Acronis International GmbH,

341 Bei SharePoint 2007: stsadm.exe -o addcontentdb -url <Site-URL> -databasename <Datenbank> -databaseserver <Datenbankserver> Eine Inhaltsdatenbank mit dem Agenten für Windows wiederherstellen Diese Methode ermöglicht es Ihnen, eine Datenbank aus dem Laufwerk-Backup einer Maschine wiederherzustellen, auf der der SQL Server läuft. So stellen Sie eine Inhaltsdatenbank zu dem ursprünglichen SQL Server wieder her 1. Falls der Dienst 'Windows SharePoint Services Timer' läuft, stoppen Sie den Dienst und warten Sie einige Minuten, damit irgendwelche laufenden gespeicherten Prozeduren abgeschlossen werden können. Starten Sie den Dienst nicht neu, bis Sie alle Datenbanken, die wiederhergestellt werden müssen, auch wiederhergestellt haben. 2. Falls Sie die Datenbank zu dem ursprünglichen Speicherplatz auf dem Laufwerk wiederherstellen, dann tun Sie Folgendes: a. Bringen Sie die Zieldatenbank offline. b. Stellen Sie die Datenbankdateien so wie unter 'Wiederherstellung von SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup (S. 330)' beschrieben wieder her, mit Ausnahme des Schritts zum Anfügen der Datenbank (die Datenbank ist bereits angefügt). c. Bringen Sie die wiederhergestellte Datenbank online. Falls Sie die Datenbank zu einem anderen Speicherort auf dem Laufwerk wiederherstellen, dann stellen Sie die Datenbankdateien wie unter 'Wiederherstellung von SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup (S. 330)' beschrieben wieder her, einschließlich des Schrittes zum Anfügen der Datenbank. 3. Starten Sie den Windows SharePoint Services Timer-Dienst. So stellen Sie eine Inhaltsdatenbank zu einem anderen SQL auf der ursprünglichen Farm wieder her 1. Entfernen Sie von der SharePoint-Farm diejenige Datenbank, die Sie später wiederherstellen werden. Führen Sie dazu folgenden Befehl auf einem Front-End-Webserver aus: In SharePoint 2010 oder höher: Dismount-SPContentDatabase <Datenbank> Falls Sie mehrere Inhaltsdatenbanken mit demselben Namen haben, müssen Sie statt des Namens die GUID der Inhaltsdatenbank in diesem Befehl verwenden. Um die GUID der Inhaltsdatenbank abfragen zu können, müssen Sie die das Cmdlet Get-SPContentDatabase ohne Argumente ausführen. Bei SharePoint 2007: stsadm -url <Webapplikations-URL> o deletecontentdb databasename <Datenbank> 2. Stellen Sie die Datenbankdateien so wie unter 'Wiederherstellung von SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup (S. 330)' beschrieben wieder her, einschließlich des Schrittes zum Anfügen der Datenbank. 3. Fügen Sie die wiederhergestellte Datenbank an die SharePoint-Farm an. Führen Sie dazu folgenden Befehl auf einem Front-End-Webserver aus: In SharePoint 2010 oder höher: Mount-SPContentDatabase <Datenbank> -DatabaseServer <Datenbankserver> -WebApplication <Site-URL> Bei SharePoint 2007: stsadm.exe -o addcontentdb -url <Site-URL> -databasename <Datenbank> -databaseserver <Datenbankserver> 341 Copyright Acronis International GmbH,

342 Wiederherstellung von Konfigurations- und Dienstdatenbanken Konfigurations- und Dienstdatenbanken müssen mit anderen Datenbanken synchronisiert werden. Es ist daher empfehlenswert, Konfigurations- und Dienstdatenbanken entweder zusammen mit Inhaltsdatenbanken wiederherzustellen oder zu ihrem letzten Zeitpunkt (falls die Inhaltsdatenbanken keine Wiederherstellung benötigen). Die Konfigurationsdatenbank enthält Host-Namen der Farm-Server. Daher können Sie die Konfigurationsdatenbank nur zu der ursprünglichen SharePoint-Farm wiederherstellen. Dienstdatenbanken können zu einer nicht ursprünglichen Farm wiederhergestellt werden. So stellen Sie die Konfigurationsdatenbank wieder her 1. Stoppen Sie auf dem Server, der die Website Zentraladministration ausführt, im Snap-in Dienste die in der unteren Tabelle aufgelisteten Dienste. 2. Führen Sie folgenden Befehl auf dem Server aus, der die Site Zentraladministration ausführt: iisreset /stop 3. Stellen Sie die Datenbankdateien so wie unter 'Wiederherstellung von SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup (S. 330)' beschrieben wieder her. 4. Starten Sie die SharePoint-Dienste wieder, die zuvor gestoppt wurden. SharePoint 2007-Dienste SharePoint 2010-Dienste SharePoint 2013-Dienste Microsoft Dienst für einmaliges Anmelden Office-Startprogrammdienst für die Dokumentkonvertierung Office-Lastenausgleichsmodul- Dienst für die Dokumentkonvertierung Office SharePoint Server-Suchdienst Windows SharePoint Services-Verwaltung Windows SharePoint Services-Suche Windows SharePoint Services-Timer Windows SharePoint Services-Ablaufverfolgung Windows SharePoint Services VSS Writer SharePoint 2010-Verwaltungsdienst SharePoint 2010 Timerdienst SharePoint 2010-Ablaufverfolgungsdienst SharePoint 2010 User Code Host SharePoint 2010 VSS Writer WWW-Publishingdienst SharePoint Server Search 14 SharePoint Foundation Search V4 Web Analytics-Datenverarbeitungsdienst Web Analytics-Webdienst SharePoint-Administration SharePoint-Timer SharePoint-Ablaufverfolgung SharePoint User Code Host SharePoint VSS Writer WWW-Publishingdienst SharePoint Server-Suche So stellen Sie eine Dienstdatenbank wieder her 1. Stoppen Sie die Dienste, die mit den wiederherzustellenden Datenbanken assoziiert sind. Gehen Sie folgendermaßen vor: a. Öffnen Sie die Seite Zentraladministration. b. Wählen Sie eine der nachfolgenden Varianten: 342 Copyright Acronis International GmbH,

343 Wählen Sie in SharePoint 2010 (oder höher) Systemeinstellungen > Dienste auf dem Server verwalten. Wählen Sie in SharePoint 2007 Vorgänge > Dienste auf dem Server. c. Klicken Sie zum Ändern des Servers, auf dem Sie den Dienst stoppen wollen, in der Liste Server auf Server ändern und klicken Sie dann auf den gewünschten Server-Namen. d. Standardmäßig werden nur konfigurierbare Dienste angezeigt. Klicken Sie in der Liste Ansicht auf Alle, um alle Dienste anzuzeigen. e. Klicken Sie auf Beenden in der Spalte Aktion des entsprechenden Dienstes, um einen Dienst zu stoppen. f. Klicken Sie auf OK, um den Dienst zu stoppen. 2. Stellen Sie die Datenbankdateien so wie unter 'Wiederherstellung von SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup (S. 330)' beschrieben wieder her. 3. Starten Sie, ähnlich wie in Schritt 1, die mit den Datenbanken assoziierten Dienste Wiederherstellung einzelner Elemente Verwenden Sie eine der folgenden dreit Methoden zur Wiederherstellung einzelner SharePoint-Elemente: Acronis SharePoint Explorer verwenden. Dieses Tool ermöglicht es Ihnen, SharePoint-Elemente von Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups (S. 345), von einer angebundenen Datenbank oder von Datenbankdateien wiederherzustellen. Um das Tool verwenden zu können, müssen Sie eine funktionierende SharePoint-Farm haben. Sie müssen außerdem eine Lizenz für das Acronis Backup & Recovery 11.5 Microsoft SharePoint Add-on erwerben. Sie können auf Acronis SharePoint Explorer zugreifen, indem Sie im Menü Extras der Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console auf den Befehl SharePoint-Daten extrahieren klicken. Weitere Informationen über das Tool finden Sie in dessen Dokumentation: Anfügen der Inhaltsdatenbank an eine 'nicht ursprüngliche' SharePoint-Farm (beispielsweise eine SharePoint-Wiederherstellungsfarm). Es ist notwendig, die Inhaltsdatenbank an eine nicht ursprüngliche SharePoint-Farm anzufügen, weil jedes Objekt in einer Farm eine eindeutige ID haben muss. Sie können daher die Datenbank nicht an die ursprüngliche Farm anfügen. Wiederherstellung von einer nicht angefügten Datenbank Diese Methode ist für SharePoint 2007 nicht verfügbar. Diese Methode ermöglicht es Ihnen nur, die folgenden Elementtypen wiederherzustellen: Websites, Listen oder Dokumentbibliotheken. So stellen Sie SharePoint-Elemente durch Anfügen der Inhaltsdatenbank zu einer Farm wieder her 1. Fügen Sie die Inhaltsdatenbank einer SQL Server-Instanz an, wie es in den Schritten 1-5 der Anleitung 'Zugriff auf SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup aus (S. 331)' beschrieben ist. 2. Fügen Sie die Inhaltsdatenbank einer nicht ursprünglichen SharePoint-Farm an. Gehen Sie folgendermaßen vor: a. Stellen Sie sicher, dass Sie diese Prozedur unter einem Farm-Administratorkonto durchführen, welches ein Mitglied der Rolle db_owner der Datenbank ist. Ist das nicht der 343 Copyright Acronis International GmbH,

344 Fall, dann verwenden Sie Microsoft SQL Server Management Studio, um das Konto dieser Rolle hinzuzufügen. b. Führen Sie folgenden Befehl auf einem Front-End-Webserver aus: In SharePoint 2010 oder höher: Mount-SPContentDatabase <Datenbank> -DatabaseServer <Datenbankserver> -WebApplication <Website-URL> Bei SharePoint 2007: stsadm.exe -o addcontentdb -url <Website-URL> -databasename <Datenbank> -databaseserver <Datenbankserver> 3. Öffnen Sie die SharePoint-Website und wählen Sie das herunterzuladende Dokument. 4. Trennen Sie die Inhaltsdatenbank nach dem Abschluss des Downloads wieder von der SharePoint-Farm. 5. Trennen Sie die Datenbank und dann das zuvor gemountete Volume, wie in den Schritten 7-8 der Anleitung 'Zugriff auf SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup aus (S. 331)' beschrieben. So stellen Sie SharePoint-Elemente von einer nicht angefügten Datenbank wieder her 1. Fügen Sie die Inhaltsdatenbank einer SQL Server-Instanz an, wie es in den Schritten 1-5 der Anleitung 'Zugriff auf SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup aus (S. 331)' beschrieben ist. 2. Stellen Sie die Daten gemäß der Beschreibung unter 'http://technet.microsoft.com/de-de/library/hh269602' wieder her. 3. Trennen Sie die Datenbank und dann das zuvor gemountete Volume, wie in den Schritten 7-8 der Anleitung 'Zugriff auf SQL Server-Datenbanken von einem Laufwerk-Backup aus (S. 331)' beschrieben. 344 Copyright Acronis International GmbH,

345 12 Microsoft SQL Server mit Single-Pass-Backups schützen Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups verwenden, um Microsoft SQL Server-Daten zu schützen. Eine Single-Pass-Backup-Aktion erstellt ein anwendungssensitives Laufwerk-Backup, welches Ihnen ermöglicht, die so gesicherten Anwendungsdaten zu durchsuchen und wiederherzustellen, ohne das komplette Laufwerk oder Volume wiederherstellen zu müssen. Das Laufwerk oder Volume kann außerdem auch als Ganzes wiederhergestellt werden. Das bedeutet, dass eine einzelne Lösung und ein einzelner Backup-Plan gleichermaßen für Desaster-Recovery als auch zum Schutz der Daten verwendet werden kann. Die Anwendungsprotokolle können bei Bedarf nach dem Backup abgeschnitten werden. Die Single-Pass-Backup-Funktionalität steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie den Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Microsoft SQL Server (Single-Pass) installieren. Ohne diesen Agenten können Sie Ihre SQL Server-Daten mithilfe von Backups auf Laufwerkebene schützen. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methode finden Sie im Abschnitt 'Anwendungen mit Laufwerk-Backups schьtzen (S. 318)'. Microsoft SharePoint schützen Eine Microsoft SharePoint-Farm besteht aus Front-End-Webservern und Maschinen mit Microsoft SQL Servern. Das bedeutet, dass die in diesem Abschnitt präsentierten Informationen auch für den Schutz von Microsoft SharePoint-Daten gelten. Empfehlungen zum speziellen Backup von Maschinen mit SharePoint-Daten finden Sie im Abschnitt 'SharePoint-Daten-Backup (S. 329)'. Informationen über die Wiederherstellung von SharePoint-Daten finden Sie im Abschnitt 'Wiederherstellung von SharePoint-Daten (S. 340)' Allgemeine Informationen Agent für SQL (Single-Pass) Single-Pass-Backups (Einzeldurchlauf-Backups) von Microsoft SQL Server-Daten stehen Ihnen zur Verfügung, wenn Sie den Acronis Backup & Recovery 11.5 Agenten für Microsoft SQL Server (Single-Pass) verwenden. Der Agent wird in diesem Dokument auch als Agent für SQL (Single-Pass) bezeichnet. Backup Während eines Laufwerk-Backups fügt der Agent für SQL (Single-Pass) der resultierenden Backup-Datei bestimmte Metadaten vom Microsoft SQL Server hinzu. Durch Verwendung dieser Metadaten erkennt und katalogisiert Acronis Backup & Recovery 11.5 die SQL Server-Datenbanken. Nachdem das Backup erfolgreich abgeschlossen wurde, beschneidet der Agent das SQL Server-Transaktionsprotokoll, sofern die entsprechende Option im Backup-Plan eingestellt wurde. 345 Copyright Acronis International GmbH,

346 Recovery Der Agent ermöglicht Ihnen, SQL-Datenbanken direkt zu einer laufenden SQL Server-Instanz wiederherzustellen. Sie können eine Datenbank sofort für Benutzer verfügbar machen oder erst weitere Aktionen durchführen, bevor Sie sie dann verfügbar machen. Der Agent kann außerdem Datenbankdateien von einem Single-Pass-Backup zu einem Ordner im Dateisystem extrahieren. Diese Dateien können zur Datengewinnung oder für Überprüfungszwecke verwendet werden. Bei einem Notfall können Sie diese Datenbankdateien an eine SQL Server-Instanz anschließen, die nicht von einem Agenten verwaltet wird. Datenbanken mounten Sie können mithilfe des Agenten eine in einem Backup gesicherte Datenbank an eine laufende SQL Server-Instanz anschließen und dann Dritthersteller-Tools verwenden, um unterschiedliche Objekte aus der Datenbank abzurufen Unterstützte Betriebssysteme Der Agent für SQL (Single-Pass) kann auf folgenden Betriebssystemen installiert werden: Windows Server 2003/2003 R2 Standard und Enterprise Editionen (x86, x64) Windows Small Business Server 2003/2003 R2 Windows Server 2008 Standard, Enterprise und Datacenter Editionen (x86, x64) Windows Small Business Server 2008 Windows 7 alle Editionen mit Ausnahme der Starter und Home Editionen (x86, x64) Windows Server 2008 R2 Standard, Enterprise, Datacenter und Foundation Editionen Windows MultiPoint Server 2010/2011 Windows Small Business Server 2011 alle Editionen Windows 8/8.1 alle Editionen mit Ausnahme der Windows RT-Editionen (x86, x64) Windows Server 2012/2012 R2 alle Editionen Windows Storage Server 2003/2008/2008 R2/ Unterstützte Microsoft SQL Server-Versionen Der Agent for SQL (Single-Pass) unterstützt folgende Microsoft SQL Server-Versionen: Microsoft SQL Server 2005 Microsoft SQL Server 2008 Microsoft SQL Server 2008 R2 Microsoft SQL Server Berechtigungen für SQL Server-Backup und -Recovery Für ein Single-Pass-Backup erforderliche Berechtigungen Um von einer Maschine, auf der ein Microsoft SQL Server läuft, erfolgreich ein Single-Pass-Backup erstellen zu können, muss das unter dem Backup-Plan laufende Konto auf der Maschine ein Mitglied der Gruppe Sicherungs-Operatoren oder Administratoren sein. 346 Copyright Acronis International GmbH,

347 Diesem Konto muss außerdem die SysAdmin-Rolle für alle auf der Maschine installierte Instanzen zugewiesen sein. Sollten Sie einen Backup-Plan erstellen, während Sie als normaler Benutzer (etwa als Mitglied der Gruppe Benutzer) angemeldet sind, dann müssen Sie die Anmeldedaten für ein Konto spezifizieren, das über die oberen Berechtigungen verfügt. Klicken Sie, um auf diese Einstellung zugreifen zu können, in der Seite Backup-Plan erstellen (S. 58) auf Anmeldedaten des Plans. Ein Backup-Plan, der von einem Mitglied der Gruppe Administratoren erstellt wird, läuft standardmäßig unter dem Konto des Agenten-Dienstes (Agent Service). Dasselbe gilt auch für einen zentralen Backup-Plan, der vom Management Server aus bereitgestellt wurde. Das ist der Grund, warum es ratsam ist, dem Agenten die für Single-Pass-Backups erforderlichen Berechtigungen zuzuweisen. Dem Agenten Berechtigungen erteilen Das Setup-Programm bindet während der Installation das Konto des Agenten-Dienstes in die Gruppe der Sicherungs-Operatoren ein. Falls Sie sich dazu entschließen, ein neues Konto für den Agenten zu erstellen, dann wird dieses Konto außerdem in die Gruppe der Administratoren aufgenommen. Der Agent hat daher unter Windows immer die erforderlichen Berechtigungen. Um dem Agenten die SysAdmin-Rolle im SQL Server zuweisen zu können, werden Sie aufgefordert, die SysAdmin-Anmeldedaten für jede auf der Maschine installierte Microsoft SQL-Instanz zu spezifizieren. Wenn Sie während der Installation keine Anmeldedaten spezifizieren, können Sie dem Agenten die SysAdmin-Rolle auch später zuweisen und zwar mit einer der folgenden Varianten: Indem Sie auf Extras > SQL Server-Anmeldedaten bereitstellen klicken, wenn die Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console mit der Maschine verbunden ist. Durch Verwendung von Microsoft SQL Server Management Studio. Durch Ausführung eines T-SQL-Skripts. Sie müssen dem Agenten zudem ausdrücklich die SysAdmin-Rolle gewähren, nachdem eine neue Microsoft SQL Server-Instanz auf der Maschine installiert wurde. So weisen Sie dem Konto des Agenten-Dienstes die SysAdmin-Rolle für eine Instanz mithilfe eine T-SQL-Skript zu 1. Erstellen Sie eine Textdatei mit folgendem Inhalt: Create Login [<Maschinenname>\Acronis Agent User] From Windows Exec = '<Maschinenname>\Acronis Agent = 'sysadmin' Acronis Agent User ist das für den Agenten standardmäßig erstellte Konto. Sollten Sie während der Agenten-Installation ein bereits vorhandenes Konto spezifiziert haben, dann ersetzen Sie Acronis Agent User mit dem Benutzernamen dieses vorhandenen Kontos. Die Datei kann jede beliebige Erweiterung haben. 2. Führen Sie in der Eingabeaufforderung folgenden Befehl aus: sqlcmd -S <Maschinenname>\<Instanzname> -i <vollständiger Pfad zur T-SQL-Skriptdatei> Falls Sie dem Agenten die SysAdmin-Rolle nicht zuweisen wollen, dann müssen Sie die Anmeldedaten in jedem Backup-Plan spezifizieren (wie am Anfang dieses Abschnitts beschrieben). 347 Copyright Acronis International GmbH,

348 Zur Wiederherstellung einer Microsoft SQL Server-Datenbank erforderliche Berechtigungen Wenn Sie eine Datenbank zu einer Instanz wiederherstellen, müssen Sie die Anmeldedaten für diese Instanz spezifizieren. Die Eingabeaufforderung für die Anmeldedaten erscheint, nachdem Sie die Zielinstanz auf der Seite 'Daten wiederherstellen (S. 146)' ausgewählt haben Was Sie sonst noch über Single-Pass-Backups wissen sollten Ein Single-Pass-Backup (Einzeldurchlauf-Backup) wird auf Laufwerksebene durchgeführt. Das bedingt folgende Besonderheiten für diesen Backup-Typ: Auf Netzwerkfreigaben liegende Datenbanken können nicht gesichert werden. Dateigruppen werden als komplette Datenbank gesichert und wiederhergestellt. Eine einzelne Datei kann nicht wiederhergestellt werden, so dass die Datenbank betriebsbereit ist. Datenbank können nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt wiederhergestellt werden, sondern nur zu Zeitpunkten, an denen ein Daten-Snapshot erfasst wurde. Falls Sie Backups der Transaktionsprotokolle unter Verwendung der 'Sichern und Wiederherstellen'-Komponente des SQL Servers erstellen, können Sie zusätzlich diese Protokolle anwenden, um einen gewünschten Recovery-Punkt zu erreichen Installation des Agenten für SQL (Single-Pass) Der Agent für SQL (Single-Pass) kann nur auf einer Maschine installiert werden, auf der der Microsoft SQL Server läuft. Eine Remote-Installation des Agenten ist nicht möglich. Der Agent ist in den Setup-Programmen der Standalone- und Advanced-Editionen von Acronis Backup & Recovery 11.5 enthalten. Die vom Agenten bereitgestellte Funktionalität ist in beiden Setup-Programmen gleich. Der Agent für SQL (Single-Pass) wird als Add-on des Agenten für Windows installiert. Erforderliche Lizenzen Verwenden Sie zur Installation des Agenten für Windows eine beliebige Lizenz, die es ermöglicht, den Agenten zu installieren. Falls der Agenten für Windows mit einer Advanced Server SBS Edition-Lizenz installiert wird, können Sie den Agenten für SQL (Single-Pass) ohne eine zusätzliche Lizenz installieren. Verwenden Sie anderenfalls eine der folgenden Lizenzen: Acronis Backup & Recovery 11.5 Microsoft SQL Server Add-on Acronis Backup & Recovery 11.5 Microsoft SharePoint Add-on Jede dieser Lizenzen ermöglicht Ihnen die Installation des Agenten für SQL (Single-Pass) auf einem physikalischen Host und auf vier virtuellen Maschinen, die auf demselben Host laufen. Beachten Sie, dass zusammen mit dem Agenten für SQL (Single-Pass) auf jeder virtuellen Maschine auch der Agent für Windows installiert werden muss. Zur Verwendung des Produktes im Testmodus benötigen Sie keine Lizenzen. Installation Installieren Sie den Agenten auf gleiche Weise wie den Agenten für Windows. Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anweisungen finden Sie in folgenden Abschnitten der Installationsanleitung: 348 Copyright Acronis International GmbH,

349 'Interaktive Installation in den Standalone-Editionen'. 'Interaktive Installation in den Advanced-Editionen'. Anmeldedaten für Microsoft SQL-Instanzen Sie werden während der Installation aufgefordert, SysAdmin-Anmeldedaten für jede auf der Maschine installierte Microsoft SQL-Instanz zu spezifizieren. Diese Anmeldedaten werden benötigt, um dem Konto des Agenten-Dienstes die SysAdmin-Rolle zu gewähren. Sie können die Eingabe der Anmeldedaten überspringen und dem Agenten die SysAdmin-Rolle auch auf eine der folgenden Arten später zuweisen: Indem Sie auf Extras > SQL Server-Anmeldedaten bereitstellen klicken, wenn die Acronis Backup & Recovery 11.5 Management Console mit der Maschine verbunden ist. Durch Verwendung von Microsoft SQL Server Management Studio. Durch Ausführung eines T-SQL-Skripts. Zu weiteren Informationen siehe den Abschnitt 'Berechtigungen fьr SQL Server-Backup und -Recovery (S. 346)' in der Produkthilfe oder der Benutzeranleitung Microsoft SQL Server per Backup sichern Um einen Microsoft SQL Server schützen zu können, können Sie einen Backup-Plan erstellen oder die Funktion Backup jetzt verwenden (wie im Abschnitt 'Backup (S. 58) beschrieben). Folgen Sie diesen Anweisungen, um sicherzustellen, dass ein Single-Pass-Backup erfolgreich ist. Backup kompletter Maschinen. Dies ermöglicht Ihnen, sowohl das Betriebssystem als auch jede auf der Maschine vorhandene SQL-Datenbank wiederherzustellen. Datenbanken können auf mehr als einem Laufwerk oder Volume gespeichert sein. Um sicherzustellen, dass alle benötigten Dateien in einem Backup enthalten sind, sollten Sie die komplette Maschine sichern. Das gewährleistet außerdem, dass der SQL Server weiterhin geschützt bleibt, wenn Sie noch mehr Datenbanken hinzufügen oder zukünftig die Protokolldateien verlagern. Sollten Sie nicht die komplette Maschine sichern wollen, dann wählen Sie die Volumes sorgfältig aus. Sollten Sie sicher sein, dass die Datenbanken und damit assoziierte Dateien immer auf denselben Volumes vorliegen, dann möchten Sie möglicherweise nur Backups dieser Volumes erstellen. Oder Sie möchten separate Backup-Pläne für das System-Volume und diejenigen Volumes erstellen, welche die Daten speichern. Sie können außerdem Dateien und Ordner ausschlieяen (S. 63), falls Sie sicher sind, dass Sie nicht zum Microsoft SQL Server gehören. Stellen Sie in jedem Fall sicher, dass alle Volumes, die notwendige Dateien enthalten, in das Backup aufgenommen werden. Sollte beispielsweise die Protokolldatei einer Datenbank nicht in das Backup aufgenommen werden, dann können Sie diese Datenbank später nicht mehr wiederherstellen. Die Wiederherstellung eines Betriebssystems ist wahrscheinlich nicht mehr möglich, wenn Sie das Boot- oder System-Volume nicht mitgesichert oder kritische Systemdateien ausgeschlossen haben. Anweisungen darüber, wie Sie die Datenbankpfade ermitteln können, finden Sie im Abschnitt 'SQL Server-Datenbankdateien (S. 320)'. Volumen-Schattenkopie (VSS) verwenden. 349 Copyright Acronis International GmbH,

350 Stellen Sie sicher, dass die Backup-Option Volume Shadow Copy Service (S. 142) auf Volume Shadow Copy Service verwenden eingestellt ist und dass der ausgewählte Snapshot-Provider nicht auf Software Acronis VSS Provider steht. Die beste Wahl ist Software System-Provider Einstellungen für Single-Pass-Backup Die in diesem Abschnitt beschriebenen Einstellungen gelten für Single-Pass-Backups (Einzeldurchlauf-Backups). Diese Einstellungen sind im Abschnitt Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backup der Seiten Backup-Plan erstellen (S. 58) oder Backup jetzt (S. 58) in eine Gruppe zusammengefasst. Single-Pass-Backup Diese Einstellung aktiviert Single-Pass-Laufwerk- und Anwendungs-Backups. Um auf die folgenden Einstellungen zugreifen zu können, klicken Sie auf Task-Fehlerbehandlung, Protokollabschneidung anzeigen. Fehlerbehandlung Das Kontrollkästchen Anwendungs-Backup-Fehler ignorieren und den Task fortsetzen bestimmt das Verhalten der Software, wenn das Sammeln von Anwendungsmetadaten während eines Backups fehlschlägt. Dies passiert beispielsweise, falls eine Datenbank beschädigt ist, der Anwendungsdienst gestoppt ist, die VSS-Verwendung in den Backup-Optionen deaktiviert ist oder dem Konto, unter dem das Backup läuft, die Berechtigungen zum Zugriff auf eine Datenbank fehlen. Standardmäßig lässt Acronis Backup & Recovery 11.5 das Backup fehlschlagen. Falls Sie das Kontrollkästchen aktivieren, wird das Backup fortgesetzt. Das Ereignisprotokoll wird einen Eintrag für jede Datenbank enthalten, für die keine Metadaten gesammelt wurden. Falls überhaupt keine Metadaten gesammelt werden, dann erhalten Sie ein gewöhnliches Laufwerk-Backup. Die folgende Einstellung ist nur dann verfügbar, wenn der Agent für SQL (Single-Pass) auf der Maschine installiert ist. Protokollabschneidung Ist diese Einstellung aktiviert, dann wird das Microsoft SQL Server-Protokoll nach jedem vollständigen, inkrementellen oder differentiellen Backup abgeschnitten. Das Abschneiden erfolgt nur, wenn das Single-Pass-Backup (Einzeldurchlauf-Backup) erfolgreich war. Lassen Sie die Einstellung deaktiviert, falls Sie zur Sicherung der SQL Server-Daten eine Dritthersteller-Anwendung verwenden (wie beispielsweise die 'Sichern und Wiederherstellen'-Komponente des SQL Servers). Protokollabschneidung und das Ignorieren von Anwendungsfehlern schließen sich gegenseitig aus. Das verhindert ein Abschneiden des Microsoft SQL-Protokolls, falls keine Awendungsmetadaten gesammelt werden Wiederherstellung von Microsoft SQL Server-Daten Dieser Abschnitt beschreibt nur die Schritte und Einstellungen, die zur Wiederherstellung von SQL-Datenbanken von einem Single-Pass-Backup (Einzeldurchlauf-Backup) spezifisch sind. Die allgemeinen Einstellungen eines Recovery-Tasks sind im Abschnitt 'Einen Recovery-Task erstellen (S. 146)' beschrieben. Sie haben zwei Optionen für eine SQL-Datenbank-Wiederherstellung: Datenbanken zu Instanzen wiederherstellen (S. 351). 350 Copyright Acronis International GmbH,

351 Datenbankdateien zu Ordnern extrahieren (S. 353) SQL-Datenbanken zu Instanzen wiederherstellen Sie können innerhalb eines einzelnen Recovery-Tasks mehrere Datenbanken wiederherstellen. Die Datenbanken werden ihren ursprünglichen Instanzen automatisch zugeordnet. Sie können bei Bedarf für jede Datenbank eine Zielinstanz wählen. Systemdatenbanken werden auf gleiche Weise wie Benutzerdatenbanken wiederhergestellt. Bei Wiederherstellung der Master-Datenbank startet die Software die Zielinstanz automatisch im Einzelbenutzermodus neu. Nach Abschluss der Wiederherstellung startet die Software die Instanz neu und und stellt andere Datenbanken (sofern vorhanden) wieder her. Weitere, bei Wiederherstellung einer Systemdatenbank zu beachtende Punkte: Eine Systemdatenbank kann nur zu einer Instanz mit derselben Version wie die ursprüngliche Instanz wiederhergestellt werden. Eine Systemdatenbank kann nur im Stadium 'Verwendungsbereit' (ready to use) wiederhergestellt werden. Weil die Master-Datenbank Informationen über alle Datenbanken der Instanz aufnimmt, müssen Sie evtl. nach Wiederherstellung der Datenbank weitere Aktionen durchführen. Weitere Details finden Sie unter 'Aktionen nach Wiederherstellung einer Masterdatenbank (S. 352)'. So stellen Sie Datenbanken zu einer Instanz wieder her Auf der Seite Daten wiederherstellen: 1. Klicken Sie unter Recovery-Quelle auf Daten wählen und bestimmen Sie die entsprechenden Datenbanken. 2. Falls die Konsole mit dem Management Server verbunden ist, dann wählen Sie diejenige registrierte Maschine aus, wo die Datenbanken wiederhergestellt werden sollen. Ansonsten können Sie diesen Schritt überspringen. 3. Wählen Sie Datenbanken zu Instanzen wiederherstellen. 4. Acronis Backup & Recovery 11.5 vers