Repräsentationsbildung, Schema-Integration und Prüfung

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1 Repräsentationsbildung, Schema-Integration und Prüfung Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

2 Therapieschritte Ist ein relevantes (kognitives oder affektives) Schema nicht oder teilweise nicht repräsentiert, dann besteht die vorrangige therapeutische Aufgabe darin, an dessen Repräsentation zu arbeiten. Diese ist die Voraussetzung für alle weiteren therapeutischen Schritte. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

3 Therapieschritte Ist Repräsentation gegeben oder hergestellt, dann kann es notwendig sein, das Schema zu prüfen (an anderen Schemata); das Schema auf Funktionalität und Kompatibilität (z.b. mit Motiven) hin zu bewerten; das Schema zu kontrollieren oder zu entautomatisieren; das Schema umzustrukturieren; das Schema mit anderen Schemata (z.b. Ressourcen) zu integrieren. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

4 Repräsentationsbildung Repräsentationsbildung ist damit sehr oft nur der erste Therapieschritt. Es ist jedoch oft ein sehr zentraler Therapieschritt. Und es ist oft der schwierigste Therapieschritt. Hat ein Klient ein Schema jedoch schon hinreichend repräsentiert, dann entfällt dieser Schritt (was relativ selten ist). Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

5 Kognitive Schemata Bei einem kognitiven Schema bedeutet Repräsentationsbildung, dass ein Klient alle relevanten Konzepte des Netzwerkes sprachlich benennen kann. Dazu fragt der Therapeut, von einem dem Klienten zugänglichen Konzept ausgehend, weiter in das Netzwerk hinein. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

6 Kognitive Schemata Bezüglich eines kognitiven Netzwerkes geht es darum, alle relevanten Konzepte des Netzes sprachlich zu erfassen; jedes einzelne Konzept valide sprachlich abzubilden. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

7 Kognitive Schemata Kognitiver und sprachlicher Code sind nicht identisch. Klienten müssen daher das, was sie jeweils meinen (= kognitiver Code) in Sprache übersetzen. Diese Übersetzung kann schwierig sein: manchmal gelingt sie mit einem einzelnen Begriff; manchmal gelingt sie nur mit einer längeren Beschreibung. Ein Klient sollte so lange mit Sprache spielen, bis er den Eindruck hat, dass der sprachliche Ausdruck das Gemeinte gut trifft. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

8 Kognitive Schemata Therapeuten sollten Klienten aktiv bei diesem Prozess helfen: indem sie probeweise Formulierungen zur Verfügung stellen; indem sie möglichst exakt das ausdrücken, was sie bisher vom Schema des Klienten verstanden haben; indem sie den Klienten veranlassen, dran zu bleiben, weiterzumachen, Sprache auszuprobieren, Geduld zu haben; indem sie den Klienten auffordern, genau zu prüfen, ob seine Formulierung das Gemeinte bereits trifft. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

9 Kognitive Schemata Der Klient muss sich in seiner Repräsentation durch das gesamte Schema hindurcharbeiten bzw. so weit, bis das Schema ausreichend verstanden ist, dass es geprüft, bearbeitet, integriert werden kann. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

10 Klären über Konzepte S Richtung der Klärungsarbeit scheitern sich blamieren abgewertet werden inkompetent sein nicht wertvoll sein einsam sein ausgegrenzt werden Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

11 Bei affektiven Schemata ist der Fall komplexer. müssen zunächst in einen kognitiven Code übersetzt werden; d.h., die Klienten müssen repräsentieren, was sie mit dem affektiven Schema jeweils meinen. Außerdem muss hier das Schema dadurch aktiviert gehalten werden, indem sich der Klient auf die Affekte konzentriert Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

12 Der jeweils vom Klienten gespürte Affekt ist der einzige Indikator dafür, dass das Schema aktiviert ist. Daher muss der Klient seine Aufmerksamkeit auf den Affekt lenken. Diese Aufmerksamkeitslenkung hält das Schema in der Regel aktiviert. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

13 Im Grunde geht es hier auch nicht um den Affekt selbst. Es geht vielmehr um das affektive Schema. Das affektive Schema ist jedoch nicht direkt zugänglich. Daher konzentriert sich der Klient auf den gespürten Affekt. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

14 Hat der Klient den Affekt im Focus, dann arbeitet er an der Fragestellung: Was bedeutet dieser Affekt? Auf was bei mir geht dieser Affekt zurück? Was sagt mir dieser Affekt, was heißt das für mich? Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

15 Da ein affektives Schema nicht in einem kognitiven Code vorliegt, kann der Klient den Code nicht einfach aufrufen. Vielmehr muss der Klient den bildhaft-sensumotorischen Code in einen kognitiven Code übersetzen. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

16 Dabei muss der Klient auf der kognitiven Seite Repräsentationen finden, die das affektiv Gemeinte abbilden, die dem affektiv Gemeinten möglichst gut entsprechen. Es ist ähnlich wie die Übersetzung einer Sprache in eine andere. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

17 Es werden dabei Bedeutungen verglichen: Bedeutung des affektiven Codes Vergleich Bedeutung des kognitiven Codes Stimmt die Bedeutung des kognitiven Codes hinlänglich mit der Bedeutung des affektiven Codes überein, gilt der kognitive Code als angemessene Repräsentation des affektiven Codes. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

18 Der Suchprozess nach passenden kognitiven Elementen kann offenbar nicht bewusst-willentlich gesteuert werden: dazu müsste die Person nämlich bereits wissen, was sie suchen soll/will. Sie weiß aber a priori gar nicht, welche kognitiven Elemente auf die affektiven Bedeutungen passen. Daher ist ein analytisch-rationaler Suchmodus unmöglich. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

19 Vielmehr muss die Person einen intuitiv-holistischen Suchmodus im Sinne von Kuhl (1983) vornehmen. Dazu muss sie das affektive Schema aktiviert halten und ihre kognitiven Elemente durchlaufen lassen; sie muss aktiv zulassen, dass eine affektive Gedächtnissuche gestartet wird. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

20 Bei diesem Suchmodus gehen wahrscheinlich von den affektiven Bedeutungen Assoziationen zu den affektiven Konnotationen der kognitiven Elemente aus; dabei werden passende Elemente aktiviert. Mit diesen aktivierten Elementen muss die Person dann eine Stimmigkeitsprüfung vornehmen. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

21 Dieser Suchmodus ist langsam und zeitaufwendig; erfordert volle Aufmerksamkeit und ein Fehlen jeglicher Ablenkung; wird durch Fragestellungen (Suchvektoren) gelenkt; ist nur wenig kontrollierbar und daher kaum forciert, muss eher gefördert werden; ist unterstützbar durch Fokalisieren der Aufmerksamkeit, Hilfen bei der Übersetzung, Abschotten gegen Ablenkungen oder Abschweifungen, Zeit geben u.ä. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

22 Ist die Stimmigkeit des kognitiven Elements hoch, mit der affektiven Bedeutung hoch, gilt das kognitive Element als angemessene Repräsentation der affektiven Bedeutung. Eine Person kann diese Stimmigkeit in der Regel sehr gut spüren. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

23 Ist die Stimmigkeit gering, startet die Person die Suche erneut. Besonders interessant ist der Fall von Teil- Stimmigkeit : das kognitive Element bildet einen Teil der affektiven Bedeutung ab, trifft ihn aber nicht genau. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

24 In diesem Fall kann die Person gezielt weitersuchen: nun hat sie einen Anhaltspunkt, von dem sie ausgehen kann, nun kann sie von dem kognitiven Element ausgehend andere kognitive Elemente suchen und mit der affektiven Bedeutung vergleichen; nun kann sie mit ähnlichen Elementen spielen. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

25 Bei den kognitiven Elementen, mit denen die Person experimentiert, kann es sich handeln um: Vorstellungsbilder, oft relativ komplexer Art; mehr oder weniger abstrakte Begriffe; oder auch Kognitionen, die durch sprachliche Labels gesteuert werden (wobei die Person nicht die Worte, sondern die Bedeutungen (= kognitiven Elemente) der Worte mit den affektiven Bedeutungen vergleicht). Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

26 Repräsentationsbildung Schema Repräsentation Ressourcen Affektives Schema Hat sich eine stimmige Repräsentation eines affektiven Schemas gebildet, dann hat das affektive Schema eine Verbindung mit dem kognitiven Bereich. Es ist nun kognitiv zugänglich. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

27 Das nun kognitiv repräsentierte affektive Schema kann nun kognitiv bearbeitet werden, z.b. kann es mit anderen Schemata und Wissensbeständen verglichen und geprüft werden; kann es nun andere Informationen assimilieren; es lernt an neuen Erfahrungen. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

28 Ein besonders wichtiger Aspekt der Repräsentation besteht darin, dass das affektive Schema jetzt mit anderen, bereits existierenden Schemata verbunden werden kann. Dadurch können zwei, bisher dissoziiert funktionierende Schemata integriert werden. Z.B. kann ein negatives affektives Schema mit Ressourcen-Schemata (positiven Schemata) verbunden werden. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

29 affektives Schema Repräsentation Ressourcen Auf diese Weise bildet sich eine enge Assoziation zwischen dem affektiven Schema und dem Ressourcen-Schema. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

30 Die Konsequenzen einer solchen Assoziation sind: das affektive Schema kann nicht mehr isoliert aktiviert werden und den state of mind allein determinieren; wird es aktiviert, wird immer das Ressourcen-Schema mit-aktiviert und beeinflusst den state of mind; dadurch fühlt sich der Zustand für die Person nach der Therapie auch anders an! Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

31 Durch Integration neuer Bedeutungselemente in das affektive Schema ändert das Schema sehr wahrscheinlich seine Bedeutung, d.h., seine Aktivierung führt nicht mehr zu den gleichen (affektiven und handlungsmäßigen) Konsequenzen wie vorher. Damit ändert sich auch das Erleben und Verhalten der Person! Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

32 Verbindung mit Ressourcen Eine Verbindung von Schema-Aspekten zu eigenen Ressourcen ist für negative Selbst-Schemata besonders wesentlich: Die Person, die in SK- eine Annahme hat Ich bin inkompetent, kann nun, sobald diese Annahme repräsentiert ist, diese mit der Annahme im SK+ verbinden, die heißt: Ich habe viele Fähigkeiten. Ich kann X, Y, Z usw. Damit ändert das Schema seine Bedeutung: es gibt keine reine Aktivierung negativer Inhalte mehr, sondern immer auch eine Aktivierung positiver Inhalte. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

33 Verbindung mit Ressourcen Das Schema kann damit nicht mehr dominant sein und die Exekutive nicht mehr ausschließlich besetzen. Die Person kann nun aktiv das positive Schema auch bei negativen Stimuli salient machen, stärken, automatisieren. Dadurch wird SK+ auch bei negativer Information wahrscheinlicher und SK- wird auch bei negativen Stimuli (und nicht nur bei positiven!) gehemmt. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

34 Verbindung mit Ressourcen S1 S2 SK- Repräsentation SK+ + = Aktivierung - = Hemmung Auch SK- aktiviert SK+! SK+ hemmt wiederum SK-! Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

35 Integration Erhält das neue Schema Aufmerksamkeit von der Person, wird es durch neue Erfahrung stärker usw., dann automatisiert es immer mehr. Die Wahrscheinlichkeit, dass die auslösende Situation das neue Schema aktiviert, wird zunehmend größer und die Wahrscheinlichkeit, dass S das alte Schema aktiviert, wird immer geringer. Die Automatisierung hat außerdem zur Folge, dass das dominante neue Schema das alte Schema aktiv hemmt. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

36 Korrigierende Erfahrungen Eine weitere Konsequenz der Repräsentationsbildung ist die, dass das Schema nicht nur durch den Code X, sondern auch durch den Code Y erreicht, angesprochen werden kann. Durch die Repräsentation kann die Person nun auch korrigierende Erfahrungen machen. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

37 Schema Repräsentation Ressourcen SK- Code X SK+ Code Y Verarbeitung Code Y positive Erfahrung Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

38 Korrigierende Erfahrungen Die Verarbeitung positiver Information, die im Code Y erfolgt, konnte nicht direkt an das SK- assimiliert werden, da das SK- in einem anderen Code (X) vorliegt. Liegt SK- nach der Repräsentation jedoch auch im Code Y vor, dann kann die positive Information nun an das Schema assimiliert werden. Innerhalb des Schemas kann damit über die Zeit die positive Information dominant werden und damit die Bedeutung des Schemas deutlich ändern. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

39 Kognitive Therapie Eine wesentliche Konsequenz der Repräsentationsbildung liegt auch darin, dass das Schema nun direkt geprüft und bearbeitet werden kann: es ist damit einer direkten therapeutischen Bearbeitung zugänglich. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

40 Kognitive Therapie Hat eine Person ein dysfunktionales Schema repräsentiert, dann kann sie nun dieses gezielt mit Methoden der kognitiven Therapie bearbeiten. Ist dem Klienten z.b. deutlich, dass er eine Annahme hat Ich bin ein Versager, dann kann er nun diese Annahme systematisch prüfen, gegen diese Annahme invalidierende Erfahrungen ins Feld führen (z.b. im EPR), gezielte Tests und korrigierende Erfahrungen planen und durchführen usw. Prof. Dr. Rainer Sachse, IPP

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