Variabilität von Faserzellen

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1 Fakultät Umweltwissenschaften, Fachrichtung Forstwissenschaften, AG Molekulare Gehölzphysiologie Titel der Präsentation Struktureinheit der TU Dresden / Name Vorname des Vortragenden Ort oder Anlass des Vortrags //..8 Folie

2 Ursprung von Faserzellen Ursprung (sämtlicher) Zellen im Holz ist das Kambium: Meristemzellen (pluripotent) höchst flexibles Gewebe teilungsaktive und -inaktive Phasen bilden sekundäres Phloem und Xylem verschiedene anatomisch unterschiedliche Zelltypen Folie

3 Geschätzte natürliche Lebensdauer von Bäumen Taxus baccata - Jahre Quercus spec. 5 - Jahre Tilia spec. 8 - Jahre Fagus sylvatica 6-9 Jahre aus: Otto 99 Folie

4 Kambiale Derivate und ihre Funktion Kambium Bast: Phloemfaser Festigung Phloemparenchym Speicherung Siebelement/ Siebzelle/ Geleitzelle Assimilattransport Baststrahlen Festigung, Wassertransport, Speicherung Holz: Xylemfaser Festigung Xylemparenchym Speicherung Tracheen/ Tracheiden Wassertransport Phloemstrahlen Festigung, Wassertransport, Speicherung Folie

5 Buche (Fagus sylvatica) teilungsinaktives Kambium beginnende Reaktivierung Folie 5

6 Bsp. Lärche kambialer Bereich Folie 6

7 Was ist bekannt? Referenzprobe ELÄ, Tracheiden (mit Hoftüpfeln zw. Tracheiden), Holzstrahlen (Parenchymzellen), Harzkanäle, 5x und x Folie 7

8 Was ist bekannt? Länge und Durchmesser der Tracheiden sind abhängig von: Position in der Pflanze kambialen Alter (juveniler Trend) Bildungszeitpunkt bezogen auf die Jahreszeit Wuchsbedingungen (z.b. Boden, Klima, geografische Lage, waldbauliche Behandlung) genetischem Hintergrund (Erblichkeit bis 85%) Folie 8

9 Was ist bekannt? Jahrringe Jahrringe -5 mm - mm - mm Jahrringe < mm Jahrringe Einfluss der geografischen Breite auf die Faserlänge von Picea abies (hier: Schweden) nach Nylinder u. Hägglund 95 BHD Durchschnittliche Faserlänge in verschiedenen Bereichen eines durchschnittlichen Pinus radiata Stammes in Neuseeland (nach Cown u. McCorchie 98) Abbildungen aus Thörnqvist 99 Folie 9

10 Was ist bekannt? Kürzere Fasern nach Durchforstung nach Düngung Günstige klimatische Bedingungen Längere Fasern Ästung Kambium > Mark Spätholz > Frühholz enge Jahrringe > breite Jahrringe im jüngsten Jahrring im Bereich des Kronenansatz sehr schnellwachsende Bäume Europäische Lärche: Mittelwerte,77-,95 mm Folie

11 Fasermorphologie - Fragestellung Fasermorphologische Charakterisierung der Züchtungsprodukte Darstellung von fasermorphologischen Unterschieden zwischen Europäischer Lärche und Hybrid Lärche Ermittlung von Alterstrends Ermittlung des optimalen Selektionsalters Untersuchung der phenotypischen und genetischen Korrelation zwischen verschiedenen fasermorphologischen Merkmalen und anderen Qualitätsmerkmalen Folie

12 Fasermorphologie Methode: Probenmaterial: Stammscheiben (5 cm stark) aus Stammabschnitten je Baum Proben ausformen: Holzriegel über den Stammscheibendurchmesser, ca. cm breit, in NORD SÜD Ausrichtung SÜD-Teil = für zu bearbeitendes Probenmaterial Unterscheidung von Früh-und Spätholz und Auslösen von Probenmaterial aus den Jahrringbereichen ( Holzspäne, 5 mm Länge u. - mm Dicke) Chemische und mechanische Auflösung des Zellverbandes Erstellen von Mikrofotos und Vermessen der Gefäßgliedlänge (technisch Faser ) Folie

13 Methoden - Fasermorphologie Folie

14 Ergebnisse La7 La La7 L Referenzproben Elä, Fläche Leubnitz L Folie

15 Ergebnisse La7 La La7 La HLä Hybridlärche, Fläche Leubnitz La Folie 5

16 Ergebnisse,5 Mittlere Faserlänge über alle Jahrringe Min-Max 5,5 Mittlere Faserlänge bis einschl. Min-Max,5 Mittelwerte zusammengefasst Min-Max Mittel ELä L Mittel HLä L L=Europäische Lärche Hasselburg, L=Hybrid Lärche Graupa 68, Standort Leubnitz Faserlänge in mm Folie 6

17 Ergebnisse Vergleich Position in der Pflanze BHD Kronenansatz,5 Mittel ELä L Mittel HLä L EL ELä Mittel La HLä Mittel La Mittelwerte über alle Jahrringe zusammengefasst Folie 7

18 Ergebnisse Vergleich der Standorte,5 Mittel ELä L Mittel HLä L Leubnitz,5 ELä Mittel Lb HLä Mittel Lb Bad Liebenstein Mittelwerte (BHD) über alle Jahrringe zusammengefasst Folie 8

19 Zusammenfassung Faserlängen sind deutlich variabel Für den Standort Leubnitz sind die Faserlängen der Hybridlärche tendenziell länger als die der Europäischen Lärche Die Ergebnisse anderer Autoren bezügl. der Längenzunahme ausgehend vom Mark zum Kambium kann bestätigt werden Die Ergebnisse anderer Autoren bezügl. der Längenzunahme mit der Stammhöhe kann für den Standort Leubnitz nicht bestätigt werden Die juvenile Phase der ausgewählten Bäume scheint zum Teil noch nicht abgeschlossen zu sein Folie 9

20 Herzlichen Dank! Sandra Klode Marie Weigand allen Kollegen aus WFI Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit! Folie

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