Henning Korell
|
|
|
- Simon Kaufer
- vor 6 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 Henning Korell Universität Leipzig Institut für Linguistik PD Dr. J. Dölling Semantik-Zirkel Henning Korell Created Objects, Coherence and Anaphora 1. Einleitung - Problem: Lässt sich aus der Proposition eines Satzes mit einem creation verb die Existenz seines Objekts logisch folgern? Das Objekt existiert erst dann, wenn das Schaffensereignis abgeschlossen ist. - Spezialfall Progressiv: Existenz-Entailment ist nicht gegeben; dies sollte in der semantischen Repräsentation berücksichtigt werden. - Eine Theorie für Diskurs-Anaphern (z.b. DRT) sollte Anaphern für indefinite Objekte im Skopus eines progressivierten creation verb also nicht zulassen. (2) a. Susan was writing a book. #It was long and interesting. b. John was building a house. #He moved into it. c. John was painting a picture. #It was a masterpiece. - Wie sind jedoch Beispiele wie in Satz (3) zu verstehen? (3) a. John was building a house. His brother designed it. b. Susan is writing a book. It is coming together nicely. c. Jimmy is painting a picture. It might be a masterpiece. d. Bill is writing a program. It is in Prolog. - Aus dem jeweils ersten Satz lässt sich die Existenz des fertigen Objekts genauso wenig wie oben logisch folgern dennoch scheint die anaphorische Bindung hier zu funktionieren. Wie kann man also diese Fälle voneinander unterscheiden? - Vorgehensweise: Informationen über Tempus und Bedingungen für die zeitliche Interpretation bekommen wir aus zwei Quellen. Die eine ist semantischer Natur i.s.v. strikten grammatikalischen Beschränkungen wie in DRT (Kamp&Reyle 1993); pragmatische Information über die Platzierung von eventualities in einem größeren temporalen Kontext ist mit Hilfe von SDRT (Lascarides&Asher 1993) zu gewinnen. Nur die Kombination dieser beiden Modelle wird die hier behandelten Phänomene angemessen darstellen können. 2. Grundlagen für die Analyse in SDRT - Für creation verbs muss Inkrementalität (I-Theme) angenommen werden, da mit jedem Teilereignis des Bauen-Ereignisses ein weiterer Teil des Objekts entsteht.
2 Henning Korell Für das Progressiv wird nach Asher (1992) folgende Analyse angenommen. Entscheidend ist das nicht-monotone Konditional >. - I-Theme und Progressive Axiom zusammen ergeben folgende Repräsentation: - Drei Klassen von Objekten i. Partial objects: Das Progressiv gewährleistet die Existenz eines Teilobjekts, da schon ein Teil des Ereignisses stattgefunden hat; I-Theme liefert einen Homomorphismus zwischen dem Ereignis und einem Objekt. Also existiert schon ein Teil des genannten Objekts, über den wir aber sonst nichts weiter aussagen können. Bei (9) im Vergleich funktioniert die Anapher nicht, da dieses Prädikat ein fertiges Objekt verlangt. ii. Abstract objects: Hier bezieht sich das Pronomen auf eine Vorstellung von einem Objekt oder ein Ziel eines Prozesses. Es können bspw. Aussagen über die Eigenschaften des noch zu bauenden Objekts gemacht werden. Für die Analyse in SDRT gehen wir hier von einem template vom Typ m nach Piñón (2005) aus. Diese Objekte existieren unabhängig von der Kreation eines physischen Objekts, das diese realisiert. Weiter wird eine Instantiierungsrelation benötigt:
3 Henning Korell ist eine Teil-von-Relation für einzelne Objekte und ' ist die entsprechende Relation für die templates der einzelnen Objekte. iii. Operator licensing: Unter Berücksichtigung von Tempuseigenschaften, Modalund Prog-Operatoren können sonst schlechte Fälle zu gelungenen Anaphern werden. Durch den Modal-Operator bekommen wir eine Lesart wie bei einem zukünftigen Ereignis. Sätze im Progressiv verhalten sich wie statives in einem Diskurs, sie überlappen zeitlich. 2.1 Exkurs DRT SDRT - Die klassische DRT will eine präzise Semantik für sprachliche Äußerungen in Diskursen (Satzfolgen), nicht nur für einzelne Sätze, entwickeln. Für jeden Satz wird eine DRS konstruiert, die in die übergeordnete DRS eines Vorgängertextes (sofern vorhanden) integriert wird. Vorteil: Anaphorische Relationen können leicht formalisiert werden, indem man eine Variable einführt und den Bezug zum passenden Diskursreferenten in einer übergeordneten DRS herstellt. In einer DRS K sind Anaphern beschränkt. Nur solche Diskursreferenten sind zugänglich, die in durch Diskursrelationen mit K verbundenen DRSen stehen. Nachteil: In DRT wird die Existenz des fertigen Objekts trotz Progressiv unterstellt. - SDRT will die Wechselbeziehungen zwischen Äußerungen besser erklären, indem sie die Rhetorische Struktur (RS) eines Diskurses mittels Rhetorischer Relationen (RR) abbildet. - Zwei Relationen sind für uns heute wichtig: Narration: verbindet zwei Propositionen, gdw. das von der ersten beschriebene Ereignis dem der zweiten Proposition zeitlich vorausgeht. Elaboration: verbindet zwei Propositionen, gdw. die zweite mehr Details über das in der ersten Proposition beschriebene Ereignis liefert. - Der Hörer wählt immer die Interpretation einer Äußerung die am ehesten kohärent ist mit dem Diskurs; nach dem Prinzip MDC Maximise Discourse Coherence The logical form of a discourse is always a logical form that's maximal in the partial order of the possible interpretations, i.e. those which are consistent with compositional semantics and monotonic constraints on anaphora resolution.
4 Henning Korell Formale Analyse i. Partial objects: - In dieser Analyse zeigt zeitliches Überlappen an; das Zeichen π markiert die Struktur als eine einzelne SDRS, die in eine übergeordnete SDRS einer komplexeren Äußerung eingebettet ist. Abweichend von der Standard-SDRT wird Tempusinformation unabhängig von den Diskursrelationen repräsentiert. ii. Abstract objects: - Nachdem wir die Abbildung von templates zu Instantiierungen eingeführt haben. Entsteht ein Problem mit Ambiguität. Wenn man etwas erschafft, dann hat man auch eine Vorstellung davon eben den Bauplan eines Hauses, dies ist ein template oder eine Instanz davon. (vgl. (11) a.). Das versteht McCready als eine Art der Koprädikation. Um beide prädizierten Objekte zu erfassen, schlägt er dot objects vor. Diese haben komplexe Typen, die aus zwei (oder mehr, möglicherweise sogar unvereinbaren) constituent types bestehen. Bei der Verbindung zweier solcher Objekte ist dann durch Interpretation das je passende oder auch beide gleichzeitig zugänglich. Auch wenn diese objects nicht direkt in der SDRS auftauchen, sind sie für SDRT wie folgt formalisiert:
5 Henning Korell Precondition: Die zeitliche Abfolge der Ereignisse ist durch Weltwissen bestimmt. Ein Haus kann erst nach Erstellung des Bauplans gebaut werden. Es wird ein Axiom benötigt, das diese Intuition erfüllt und das zweite Ereignis als Vorbedingung für das erste beschreibt. - Daraus ergibt sich die zeitliche Abfolge: Die main eventuality von β liegt vor der von α.
6 Henning Korell iii. Operator licensing: Im Progressiv werden zwei aufeinander folgende Sätze als überlappend interpretiert. - Für die endgültige Repräsentation für (29) a. wird wieder ein Axiom für Weltwissen benötigt: (Intuitiv überlappt das Schwer-daran-Arbeiten mit dem Bauens-Ereignis, deswegen Elaboration der main eventuality von β bzgl. der von α.) - Hier die korrekte Repräsentation des Satzes; wir wollen aber auch zeigen, dass das Antezedens für die Anapher nicht zugänglich ist, wenn Weltwissen und Information über Tempus in Konflikt geraten.
7 Henning Korell Misslungene anaphorische Relation: (38) John is building a house. #He is painting it blue. - Bei zwei Sätzen im Progressiv müssten ihre eventualities π und π' überlappen, doch nach Axiom (34) ist Narration vorgegeben und somit zeitliche Folge me(π) < me(π'). Das ergibt einen direkten Widerspruch; der Diskurs wird inkohärent für den Fall, dass die unterspezifizierte Bedingung y =? nach x aufgelöst wird. - Modalsätze: Der Modal-Operator bringt eine Interpretation nach Abschluss des Schaffens-Ereignisses, somit wird das fertige Objekt zugänglich. Das Modal-Auxiliar induziert eine binäre Relation für SDRSn, so interpretiert, dass 1. SDRS die 2. beschränkt, der Restriktor ist das erste Argument der Relation R, weiter führt das Modal-Auxiliar bestimmte Bedingungen in die SDRS ein, das ist das 2. Argument der Relation. Bedingung t t' zeigt an, dass das Komplement des Modals interpretiert wird zu einer zeit, die nicht vor der Referenz-Zeit liegen darf. - Die rhetorische Relation in a. impliziert zeitliches Überlappen, b. hingegen impliziert zeitliche Abfolge der beiden Ereignisse.
8 Henning Korell Die räumlich-zeitliche Abfolge von Narration zusammen mit dem Weltwissen, dass der Bau eines Objekts i.d.r. vor dem Anstrich erfolgt, ergibt die endgültige Struktur (35): - Misslungene Relation bei Modalität: Die Semantik der Elaboration (vgl. Axiom (36)) schreibt Überlappen für me(π) me(π') vor, doch der Modal-Operator gibt vor, dass t' komplett unabhängig von t, zur Zeit des progressivierten Ereignisses ist. Der Diskurs wird inkonsistent, wenn das Pronomen auf das Haus (oder ein Teil-Objekt von 'Haus') referiert. (39) John is building a house. #He might put the finishing touches on it. - McCready schlägt eine analoge Analyse für choice verbs vor; vgl. versus
9 Henning Korell Literatur: (Auswahl) - Asher, N. & Lascarides, A. (2003) Logics of Conversation. Cambridge University Press. - Asher, N. & Pustejovsky, J. (2005) 'Word meaning and commonsense metaphysics'. Ms., UT-Austin and Brandeis University, Available from Semantics Archive. - McCready, E. (2003) 'Anaphora and (un)finished objects'. In Proceedings of WCCFL 22. Cascadilla Press. - McCready, E. (2006) 'Created Objects, Coherence and Anaphora'. In Journal of Semantics 23: Piñón, C. (2005) 'Verbs of creation'. To appear 2007 in Event Structures in Linguistic Form and Interpretation. Mouton de Gruyter. - von Stechow, A. (2001) 'Temporally opaque arguments in verbs of creation'. In C. Cecchetto, G. Chierchia & M. T. Guasti (eds.), Semantic Interfaces: Reference, Anaphora and Aspect.CSLI Publications, Stanford, CA.
Einleitung. Relationen im Diskurs und ihre Eigenschaften 1 DRT. Zusammenfassung. Semantik-Kolloquium Diskursrelationen
Universität Leipzig 12.07.2007 Institut für Linguistik Semantik-Kolloquium Relationen im Diskurs und ihre Eigenschaften Henning Korell ([email protected]) Zusammenfassung Bei der Untersuchung der Struktur
Bindungs-Theorie. Bindungs-Theorie. R-Ausdrücke. Anapher. Pronomen. Antezedens
Bindungs-Theorie Bindungs-Theorie Die Relationen zwischen Pn Beschreibt die Beschränkungen über die strukturellen Relationen zwischen omen. Unterscheidung von drei Typen von omen: R-Ausdrücke (Eigennamen,
Interdisziplinäre fachdidaktische Übung: Sprache und Modelle. SS 2015: Grossmann, Jenko
Interdisziplinäre fachdidaktische Übung: Sprache und Modelle SS 2015: Grossmann, Jenko Einleitung Was ist ein Modell? Sprachlich orientierte Modelle Beispiele Wie entstehen Modelle? Zusammenhang Modell
Kapitel 11: E-Typ Anaphern
Seminar für Formale Semantik Kapitel 10 & 11 02.07.2013 Marlen Becker, Luise Hakenbeck, Julia Hercher, Katharina Schneider, Lisa Ziggel Kapitel 11: E-Typ Anaphern 1. Wiederholung: Annahmen aus Kapitel
Semantik. Anke Himmelreich Formale Semantik. Universität Leipzig, Institut für Linguistik 1 / 47
1 / 47 Semantik Formale Semantik Anke Himmelreich [email protected] Universität Leipzig, Institut für Linguistik 09.06.2016 2 / 47 Inhaltsverzeichnis 1 Vorbemerkungen 2 Wahrheitskonditionale
QUALIA STRUKTUR NACH PUSTEJOVSKY
QUALIA STRUKTUR NACH PUSTEJOVSKY Angewandte Linguistische Datenverarbeitung Sprachliche Informationsverarbeitung Universität zu Köln Dozent: Prof. Dr. Jürgen Rolshoven Referentin: Corinna Asselborn 20.01.2014
3.4 Direkte vs. indirekte Interpretation
3 Theorie der λ -Repräsentation 3.4 Direkte vs. indirekte Interpretation In unserer semantischen Analyse natürlichsprachlicher Ausdrücke haben wir bisher die Methode der indirekten Interpretation zugrunde
Nominale Prädikation oder Modus? -(t)u - Formen im Awetí
Gliederung Nominale Prädikation oder Modus? -(t)u - Formen im Awetí Sebastian Drude Freie Universität Berlin Museu Paraense Emílio Goeldi DGfS-Tagung in Bielefeld, Februar 2006 1. Die Awetí und ihre Sprache
Semantik II D-Operator & LF-movement
Semantik II D-Operator & LF-movement Universität Potsdam HS Reziprozität ( Zimmermann (SS 2008 Referent: Park, So Min Gliederung 1. Einleitung 2. Interpretation der reziproken Sätze 2.1. logische Form
Formale Semantik. Anke Assmann Heim & Kratzer 1998, Kap. 1. Universität Leipzig, Institut für Linguistik
1 / 20 Formale Semantik Heim & Kratzer 1998, Kap. 1 Anke Assmann [email protected] Universität Leipzig, Institut für Linguistik 09.04.2013 2 / 20 Inhalt 1 Vorbemerkungen 2 Wahrheitskonditionale
2 Theorie der semantischen Typen
2 Theorie der semantischen Typen 2 Theorie der semantischen Typen [ Dowty 83-97, Gamut 75-9, Partee 338-34] 2. Typen Eine mögliche Erweiterung von PL ist die Prädikatenlogik der 2. Stufe (PL2). In PL2
Logik I. Symbole, Terme, Formeln
Logik I Symbole, Terme, Formeln Wie jede geschriebene Sprache basiert die Prädikatenlogik erster Stufe auf einem Alphabet, welches aus den folgenden Symbolen besteht: (a) Variabeln wie zum Beispiel v 0,v
7 Intensionale Semantik
7 Intensionale Semantik 7.1 Intension und Extension Bisher wurde eine extensionale Semantik verfolgt. D.h. als Denotationen von Sätzen wurden Wahrheitswerte, als Denotationen von Individuenausdrücken Individuen
4.3 NPn als Objekte oder als Prädikative
4.3 NPn als Objekte oder als Prädikative 4.3.1 Quantifizierende NPn in Objektposition Steht eine quantifizierende NP nicht in Subjekt-, sondern in Objektposition, ist unter den bisher angenommenen Voraussetzungen
LÖSUNGEN ZU AUFGABE (41)
DGB 40 Universität Athen, WiSe 2012-13 Winfried Lechner Handout #3 LÖSUNGEN ZU AUFGABE (41) 1. WIEDERHOLUNG: PARAPHRASEN, SITUATIONEN UND AMBIGUITÄT Ein Satz Σ ist ambig, wenn Σ mehr als eine Bedeutung
Unterspezifikation in der Semantik Hole Semantics
in der Semantik Hole Semantics Laura Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Wintersemester 2011/2012 Idee (1) Reyle s approach was developed for DRT. Hole Semantics extends this to any logic. Distinction
Quantoren. Quantoren
emantik und Pragmatik 27. Mai 2008 Gerhard Jäger eterminierer Bedeutung s eterminierers ist also drei-stellige Relation zwischen r ituation r Relation zwischen ituationen und Individuen (Bedeutung der
Präsuppositionen und anaphorische Ausdrücke
Präsuppositionen und anaphorische Ausdrücke [email protected] 1. Präsuppositionen 2. Präsuppositionen als Anaphern in der DRT nach van der Sandt (1992) 3. Bos 1. Präsuppositionen 1.1. Was sind
Übersicht. Einführung in Pragmatik und Diskurs. Präsuppositionen (Fortsetzung) Sommersemester Semantische Präsuppositionstheorien
Übersicht Einführung in Pragmatik und Diskurs Präsuppositionen (Fortsetzung) Sommersemester 2006 Ivana Kruijff-Korbayová [email protected] http://www.coli.uni-saarland.de/courses/pd Historischer Überblick
Tempus und Aspekt in Urdu im Rahmen von ParGram
Tempus und Aspekt in Urdu im Rahmen von ParGram Veronika Walther Universität Konstanz 12. Juni 2009 Veronika Walther (Universität Konstanz) TaCoS 2009 12. Juni 2009 1 / 1 Was ist... ParGram Veronika Walther
4.3 NPn als Objekte oder als Prädikative [Chierchia , Lohnstein ]
4 Semantik von Nominalphrasen 4.3 NPn als Objekte oder als Prädikative [Chierchia 147-168, Lohnstein 185-196] 4.3.1 Quantifizierende NPn in Objektposition Steht eine quantifizierende NP nicht in Subjekt-,
Einführung in die Linguistik, Teil 4
Einführung in die Linguistik, Teil 4 Syntax, Semantik und Sprachverstehen Markus Bader, Miriam Butt, Uli Lutz, Björn Wiemer Einführung in die Linguistik, Teil 4 p. 1/19 Syntax und Semantik (1) S 1 B 1
Einführung in die Semantik, 8. Sitzung Typentheorie, F deutsch
Einführung in die Semantik, 8. Sitzung, F deutsch Göttingen 1. Dezember 2006 Einführung in die Semantik, 8. Sitzung, F deutsch Semantik von F deutsch Satzoperatoren Negation Konjunktion und Disjunktion
2.2.2 Semantik von TL. Menge der Domänen. Zu jedem Typ gibt es eine Menge von möglichen Denotationen der Ausdrücke dieses Typs.
2.2.2 Semantik von TL Menge der Domänen Zu jedem Typ gibt es eine Menge von möglichen Denotationen der Ausdrücke dieses Typs. Diese Menge wird Domäne des betreffenden Typs genannt. Johannes Dölling: Formale
Text Verstehen Grammatik und darüber hinaus
Text Verstehen Grammatik und darüber hinaus Herausgegeben von Hardarik Blühdorn, Eva Breindl und Ulrich H. Waßner Sonderdruck Walter de Gruyter Berlin New York Manfred Consten/Konstanze Marx Komplex-Anaphern
Logische Grundlagen der Mathematik, WS 2014/15
Logische Grundlagen der Mathematik, WS 2014/15 Thomas Timmermann 16. Oktober 2014 1 Einleitung Literatur Paul.R. Halmos, Naive Set Theory Ralf Schindler, Logische Grundlagen der Mathematik Peter J. Cameron,
Diskursrepräsentationstheorie
Diskursrepräsentationstheorie Eine Einführung in die DRT 17.01.2005 Michaela Geierhos 1 Überblick Formale Semantik Einführung in die DRT Formalismen der DRT Zugänglichkeit (Accessibility) von Diskursreferenten
Formale Semantik. Anke Assmann Heim & Kratzer 1998, Kap. 3. Universität Leipzig, Institut für Linguistik
1 / 30 Formale Semantik Heim & Kratzer 1998, Kap. 3 Anke Assmann [email protected] Universität Leipzig, Institut für Linguistik 23.04.2013 2 / 30 Vorbemerkung Bisher gab es für jede syntaktische
Grundlagen der Logik
Grundlagen der Logik Denken Menschen logisch? Selektionsaufgabe nach Watson (1966): Gegeben sind vier Karten von denen jede auf der einen Seite mit einem Buchstaben, auf der anderen Seite mit einer Zahl
Kapitel L:III. III. Prädikatenlogik
Kapitel L:III III. Prädikatenlogik Syntax der Prädikatenlogik Semantik der Prädikatenlogik Wichtige Äquivalenzen Einfache Normalformen Substitution Skolem-Normalformen Standard-Erfüllbarkeit Prädikatenlogische
Erwerb appositiver Relativsätze
Erwerb appositiver Relativsätze Seminar: Relativsätze im Spracherwerb Prof. Dr. Petra Schulz WiSe 2011/2012 31.01.2012 Referentin: Julia Kiss Gliederung restriktive und appositive Relativsätze Conventional
Das Adverb da im Deutschen als eine Topiksituationsproform: Eine SDRT-Analyse 1
Fabienne Salfner / Felix Salfner Das Adverb da im Deutschen als eine Topiksituationsproform: Eine SDRT-Analyse 1 1 Einleitung Traditionell wird da als temporales oder lokatives Pronominaladverb analysiert
Zwischensprachliche Variation bei Quantorenanhebung
Zwischensprachliche Variation bei Quantorenanhebung Johannes Neubarth Wolfgang Seeker 12. November 2007 Wiederholung: Mays Skopusprinzip (May 1985) Skopusprinzip Zwei Quantoren (Operatoren), die sich gegenseitig
Formale Systeme. Prof. Dr. Bernhard Beckert, WS 2016/ KIT Die Forschungsuniversita t in der Helmholtz-Gemeinschaft
Formale Systeme Prof. Dr. Bernhard Beckert, WS 2016/2017 Aussagenlogik: Tableaukalku l KIT I NSTITUT F U R T HEORETISCHE I NFORMATIK www.kit.edu KIT Die Forschungsuniversita t in der Helmholtz-Gemeinschaft
Linguistische Grundlagen 6. Semantik
Linguistische Grundlagen 6. Semantik Gereon Müller Institut für Linguistik Universität Leipzig www.uni-leipzig.de/ muellerg Gereon Müller (Institut für Linguistik) 04-006-1001: Linguistische Grundlagen
Verbalkongruenz im Lavukaleve
Kongruenz in Nicht-Fokussätzen Universität Leipzig Institut für Linguistik Seminar: Distributed Morphology 1. Dezember 2009 Verbalkongruenz Im Lavukaleve appliziert Verbalkongruenz in Nicht-Fokussätzen
Formale Semantik. Anke Assmann Heim & Kratzer 1998, Kap. 2. Universität Leipzig, Institut für Linguistik
1 / 52 Formale Semantik Heim & Kratzer 1998, Kap. 2 Anke Assmann [email protected] Universität Leipzig, Institut für Linguistik 09.04.2013 2 / 52 Inhalt 1 Ein sanfter Einstieg 2 Ermittlung von
Modul (Syntax und Semantik)
Modul 04-006-1003 (Syntax und Semantik) Syntax: Perlmutter & Soames 1979 Donnerstag, 9h15-10h45 Sommmersemester 2009 Fabian Heck Institut für Linguistik Universität Leipzig 1. Einführung 1.1. Grundsätzliches
Optimalitätstheoretische Syntax
Optimalitätstheoretische Syntax Gereon Müller Institut für Linguistik [email protected] Vorlesung Sommersemester 2005 Vorgänger und Alternativen: Versteckte Optimalität [1] (1) Zentrale Annahmen
Mengenlehre und vollständige Induktion
Fachschaft MathPhys Heidelberg Mengenlehre und vollständige Induktion Vladislav Olkhovskiy Vorkurs 018 Inhaltsverzeichnis 1 Motivation 1 Mengen.1 Grundbegriffe.................................. Kostruktionen
Mögliche Welten. Dr. Uwe Scheffler. Oktober [Technische Universität Dresden]
Mögliche Welten Dr. Uwe Scheffler [Technische Universität Dresden] Oktober 2011 Eine Sprache für die Aussagenlogik Bedeutungstragende Zeichen sind p, p 1, p 2,... sie sind Aussagenvariablen und bezeichnen
4. Das Problem der möglichen und unmöglichen Gegenstände
4. Das Problem der möglichen und unmöglichen Gegenstände Betrachten wir folgende Sätze: (1) Der goldene Berg ist golden. (2) Das runde Viereck ist rund. (3) Das Perpetuum mobile ist identisch mit dem Perpetuum
Diskursrelationen. in der deutschen Sprache. Monika Putzinger ( , A 332) PS Sprachgebrauch: Einführung in die Computerlinguistik
Diskursrelationen in der deutschen Sprache Monika Putzinger (0403021, A 332) 100144 PS Sprachgebrauch: Einführung in die Computerlinguistik Mag. Dr. Paul Rössler Univ.Ass. Mag.rer.soc.oec. Mag.phil. Gudrun
Faktivität und Theory of Mind / Komplexe Syntax und Theory of mind
Faktivität und Theory of Mind / Komplexe Syntax und Theory of mind Semantik im normalen und gestörten Spracherwerb Prof. Dr. Petra Schulz Referentin: Carolin Ickstadt Gliederung Definition: False belief
Übungsaufgaben UML Zertifizierung Fundamental-Level
Übungsaufgaben UML Zertifizierung Fundamental-Level Kapitel 15: Sequenzdiagramm Die folgenden Aufgaben behandeln die Inhalte aus Kapitel 15 von UML 2 glasklar (4. Auflage), die die OMG für die Zertifizierung
Seminararbeit zur Spieltheorie. Thema: Rationalisierbarkeit und Wissen
Seminararbeit zur Spieltheorie Thema: Rationalisierbarkeit und Wissen Westfälische-Wilhelms-Universität Münster Mathematisches Institut Dozent: Prof. Dr. Löwe Verfasst von: Maximilian Mümken Sommersemester
. How Complex are Complex Predicates? K. Maiterth, A. Domberg. Seminar: Komplexe Verben im Germanischen Universität Leipzig Problem..
How Complex are Complex Predicates? K Maiterth, A Domberg Seminar: Komplexe Verben im Germanischen Universität Leipzig 21052012 Inhalt 1 Verbcluster im Deutschen Komplexer Kopf VP-Komplementierung 2 Haiders
Logic in a Nutshell. Christian Liguda
Logic in a Nutshell Christian Liguda Quelle: Kastens, Uwe und Büning, Hans K., Modellierung: Grundlagen und formale Methoden, 2009, Carl Hanser Verlag Übersicht Logik - Allgemein Aussagenlogik Modellierung
Semantik und Pragmatik
Semantik und Pragmatik SS 2005 Universität Bielefeld Teil 9, 17. Juni 2005 Gerhard Jäger Semantik und Pragmatik p.1/31 Adverbien bisher kein wirklicher Fortschritt durch Übergang zu Typentheorie den selben
Semantik und Pragmatik
1/17 Semantik und Pragmatik 15. Mai 2006 Gerhard Jäger Satzsemantik 2/17 Erklärungsanspruch der Satzsemantik Wahrheitsbedingungen von Aussagensätzen Bedeutungsbeziehungen zwischen (Aussage-)Sätzen Kompositionale
Satzsemantik. Semantik und Pragmatik. Satzsemantik. Satzsemantik
Satzsemantik 8. Mai 2007 Gerhard Jäger Erklärungsanspruch der Satzsemantik Wahrheitsbedingungen von Aussagensätzen Bedeutungsbeziehungen zwischen (Aussage-)Sätzen Kompositionale Berechnung von Satzbedeutungen
a 0, a 1, a 2, a 3,... Dabei stehen die drei Pünktchen für unendlich oft so weiter.
7 Folgen 30 7 Folgen Wir betrachten nun (unendliche) Folgen von Zahlen a 0, a, a 2, a 3,.... Dabei stehen die drei Pünktchen für unendlich oft so weiter. Bezeichnung Wir bezeichnen mit N die Menge der
Zwischenbilanz: Projektion und Akkommodation von Präsuppositionen
Johannes Dölling WiSe 2012/13 Präsupposition, Fokus, Topik Zwischenbilanz: Projektion und Akkommodation von Präsuppositionen 1 Grundsätzliches Präsuppositionen sind Propositionen, die erfüllt sein müssen,
THEORETISCHE INFORMATIK UND LOGIK
Rückblick: Logelei Wir kehren zurück auf das Inselreich mit Menschen von Typ W (Wahrheitssager) und Typ L (Lügner). THEORETISCHE INFORMATIK UND LOGIK 14. Vorlesung: Modelltheorie und logisches Schließen
Musterlösung Übungsblatt 3 ( ) 1 Prädikatmodifikation 40 Punkte
Seminar: Formale Semantik Modul 04-006-1006: Grammatiktheorie Seminarleiter: Anke Assmann Musterlösung Übungsblatt 3 (14.05.2013) Abgabe bis 22.05.2013 Institut für Linguistik Universität Leipzig 1 Prädikatmodifikation
Elemente in Φ werden Wurzeln genannt. Bemerkung 3.2. (a) Zu einem Wurzelsystem können wir immer eine Spiegelungsgruppe definieren
3. Wurzelsysteme Als erstes führen wir den Begriff eines Wurzelsystems ein. Definition 3.1 (Wurzelsystem). Eine endliche Teilmenge Φ V {0} heißt Wurzelsystem falls gilt: (R1) Φ Rα = {±α} für α Φ, (R2)
HPSG. Referat zu dem Thema Kongruenz im Englischen Von Anja Nerstheimer
HPSG Referat zu dem Thema Kongruenz im Englischen Von Anja Nerstheimer Gliederung Einleitung Kongruenz Allgemein Zwei Theorien der Kongruenz Probleme bei ableitungsbasierenden Kongruenztheorien Wie syntaktisch
Ordinalzahlen. Sei (X, ) eine total geordnete Menge und a X. Dann
Ordinalzahlen Im Rahmen der Ordnungsrelationen wurden bisher die Begriffe Partialordnung und Totalordnung (lineare Ordnung) erwähnt. Ein weiterer wichtiger Ordnungsbegriff ist die Wohlordnung. Wohlgeordnete
Zeit im Blick der Philosophen
Zeit im Blick der Philosophen [Integrale, Ringvorlesung] Uwe Scheffler [Technische Universität Dresden] November 2012 You must remember this A kiss is still a kiss A sigh is just a sigh The fundamental
Einführung in die mathematische Logik
Prof. Dr. H. Brenner Osnabrück SS 2014 Einführung in die mathematische Logik Vorlesung 14 Die Korrektheit des Ableitungskalküls Im Laufe der Einführung des syntaktischen Prädikatenkalküls haben wir gesehen,
Die Formelsprache der Nichtstandardanalysis (NSA) und das Axiom vom idealen Punkt. Antje Rogalla Freie Universität Berlin
Die Formelsprache der Nichtstandardanalysis (NSA) und das Axiom vom idealen Punkt Antje Rogalla Freie Universität Berlin 31.10.2012 1 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 3 2 Die Formelsprache der NSA 4 3 Das
Substitution. Unifikation. Komposition der Substitution. Ausführung der Substitution
Substitution Unifikation Ziel eines Widerspruchsbeweis: Widerspruch ja/nein Variablenbindung im Falle eines Widerspruchs Eine Substitution θ ist eine endliche Menge der Form {v 1 /t 1 v n /t n }, wobei
Kapitel DB:IV (Fortsetzung)
Kapitel DB:IV (Fortsetzung) IV. Logischer Datenbankentwurf mit dem relationalen Modell Das relationale Modell Integritätsbedingungen Umsetzung ER-Schema in relationales Schema DB:IV-46 Relational Design
Kapitel III. Aufbau des Zahlensystems
Kapitel III. Aufbau des Zahlensystems 1 Addition und Multiplikation natürlicher Zahlen Wir wollen erklären, wie man natürliche Zahlen addiert und multipliziert und dabei nur den Begriff das Zählens verwenden.
Multilineare Algebra
Multilineare Algebra Handout zur Vorlesung Differentialgeometrie Dr. Bernd Ammann, Prof. Chr. Bär Literatur Frank Warner, Foundations of differentiable manifolds and Lie groups, Kapitel 2 1 Tensoren Motivation.
SE MODALLOGIK UND ANDERE PHILOSOPHISCH RELEVANTE LOGIKEN WS 2015/16 ESTHER RAMHARTER & GÜNTHER EDER
SE MODALLOGIK UND ANDERE PHILOSOPHISCH RELEVANTE LOGIKEN WS 2015/16 ESTHER RAMHARTER & GÜNTHER EDER DEFIZITE DER PL ERSTER STUFE Klassische Prädikatenlogik erster Stufe (first-order logic, kurz FOL) hat
Einführung in die mathematische Logik
Prof. Dr. H. Brenner Osnabrück SS 2014 Einführung in die mathematische Logik Vorlesung 16 S-Homomorphismen und elementare Äquivalenz Definition 16.1. Zwei S-Strukturen M und N über einem erststufigen Symbolalphabet
dafür muss man aber wissen, dass es ein Nash-GG gibt ... als wissenschaftliche Theorie unbefriedigend
1 KAP 8. Existenz von Nash-Gleichgewichten Heute betrachten wir die Frage: Hat jedes Spiel ein Nash-Gleichgewicht? Warum ist diese Frage interessant? Häufig sind Spiele zu kompliziert, um N-GG explizit
Die pragmatische Gretchenfrage und ihre Folgen
Die pragmatische Gretchenfrage und ihre Folgen Johannes Dölling (Leipzig) Nun sag', wie hast du's mit der wörtlichen Bedeutung? Workshop zu Ehren von Manfred Bierwisch, Leipzig, 26.10.2005 1 Ein grundlegendes
4. Logik und ihre Bedeutung für WBS
4. Logik und ihre Bedeutung für WBS WBS verwenden formale Sprache L um Wissen zu repräsentieren Grundidee: Problemlösen = Folgern aus in L dargestelltem Wissen Folgern = implizites Wissen explizit machen
Einführung in die Semantik, 10. Sitzung Generalisierte Quanto
Einführung in die Semantik, 10. Sitzung Generalisierte Quantoren, NPIs und Negation Göttingen 3. Januar 2007 Generalisierte Quantoren Prädikatenlogik Typentheorie Bedeutung von GQs Monotonizität GQs und
Erwin Rogler. Zum Leib-Seele Problem in der Philosophie des 20. Jahrhunderts
1 Erwin Rogler Zum Leib-Seele Problem in der Philosophie des 20. Jahrhunderts Montag, den 21.1. und 28.1.2008, 14 15 Uhr Raum 2501, Campus Westend Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltung von Prof.
HM I Tutorium 1. Lucas Kunz. 27. Oktober 2016
HM I Tutorium 1 Lucas Kunz 27. Oktober 2016 Inhaltsverzeichnis 1 Theorie 2 1.1 Logische Verknüpfungen............................ 2 1.2 Quantoren.................................... 3 1.3 Mengen und ihre
Kompositionalität. Christian Ebert & Fritz Hamm. Kompositionalität. 1. Dezember 2011
1. Dezember 2011 sprinzip The meaning of a complex expression is determined by the meaning of its parts and the mode of composition. Die Bedeutung eines komplexen Ausdrucks ist durch die Bedeutung seiner
Auflösung der Referenz von Anaphern hängt von mehreren Faktoren ab: nicht erforderlich.
Semantikkonstruktion mit DRT Vorbemerkungen Die wesentlichen Aufgaben und Techniken der Konstruktion semantischer Repräsentationen im Rahmen der DRT wurden in Teil II des Semantikkapitels behandelt. Hinweise
Vorkurs Mathematik und Informatik Mengen, natürliche Zahlen, Induktion
Vorkurs Mathematik und Informatik Mengen, natürliche Zahlen, Induktion Saskia Klaus 07.10.016 1 Motivation In den ersten beiden Vorträgen des Vorkurses haben wir gesehen, wie man aus schon bekannten Wahrheiten
Semantik: Semantik von Merkmalsstrukturen
Spezielle Themen der KI : von Subsumption Notation: t 1 t 2 Definition: Eine Merkmalsstruktur t 1 subsumiert eine Merkmalsstruktur t 2 gdw. die Menge der von t 2 beschriebenen Elemente eine Teilmenge der
