Umweltmanagementinformationssysteme
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- Achim Rosenberg
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1 Umweltmanagementinformationssysteme Übung 5 Wintersemester 2009/2010 Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 1
2 ökokontenrahmen beispiel Quelle: Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt (2001), S. 209 Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 2
3 wirkungsabschätzung Bestandteile der DIN EN ISO-Norm 14040: Festlegung des Ziels und der Untersuchungsrahmen Sachbilanz Wirkungsabschätzung qualitative Bewertungsmethoden ABC-XYZ-Analyse quantitative Bewertungsmethoden Auswertung Nutzwert-Analyse Ökologische Buchhaltung (Ökopunkte) Bewertung von Umweltwirkungen Verfahren der kritischen Belastung Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 3
4 abc-xyz-analyse Zusammensetzung aus zwei Analysen ABC- und XYZ-Analyse ABC-Analyse: Ermittlung der Problemfelder und ihre Auswirkungen Kategorisierung nach Handlungsbedarf XYZ-Analyse: Ermittlung der Gefährdung auf einen Zeitraum bezogen Kategorisierung nach Auftretenshäufigkeit -> Problemfälle bei Umwelteinwirkungen Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 4
5 Quantitative verfahren Ökologische Buchhaltung Berechnung ökologischer Knappheiten Bestimmung von Öko-Faktoren Berechnung von Ökopunkten/Umweltbelastungspunkte durch Verrechnung mit der Emission/Verbrauch Verfahren der kritischen Belastung Ermittlung von Umweltbelastungen und Gegenüberstellung mit Grenzwerten Bewertung von Umweltwirkungen Wirkungskategorien Wirkungsindikatoren Charakterisierungsfaktor Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 5
6 Nutzwertanalyse dient zur Bestimmung von Alternative, bei nicht berechenbaren Möglichkeiten Ergebnis stellt nur eine Rangordnung dar Vorgehen: Kriterien für zu untersuchenden Sachverhalt bestimmen Gewichtung der Kriterien festlegen Alternativen bestimmen Bewertung der Alternativen Teilnutzen berechnen Gesamtnutzen ermitteln Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 6
7 Modellbildung Warum überhaupt Modellbildung? Vereinfachte Darstellung des Systems (der Realität) Untersuchungen am Modell und schließlich die Übertragung der Ergebnisse auf das reale System Beispiele: Entity-Relationship-Modell (ERM) Organigramm Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) Wertschöpfungskette Aktivitätsdiagramm Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 7
8 Stoffstromnetze spezieller Modellierungsansatz, basierend auf der Methodik von Petri-Netzen Darstellung von Stoffstromsystemen (d.h. von Stoff- und Energieströmen) Grundlage für die Aufstellung von Ökobilanzen Anwendungsmöglichkeiten: Produkt- und Betriebsbilanz keine Unterscheidung von Stoffen und Energien in Stoffstromnetzen (einziger Unterschied durch die verschiedenen Maßeinheiten kg und kj) Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 8
9 stoffstromnetze (2) Es gibt zwei Vorgänge in Stoffstromnetzen: Umwandlung von Material und die Lagerung von Material Elemente von Stoffstromnetzen: Transitionen: ist gleichzusetzen mit einem Prozess bei dem eine Umwandlung (stoffliche Transformation und räumliche Umwandlungsprozess) stattfindet Input -> Umwandlung (von Stoffen und Energien) -> Output Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 9
10 stoffstromnetze (3) Stellen: ist gleichzusetzen mit einem Lager (Zustand) hier erfolgt keine Umwandlung Verschiedene Funktionen: Systemgrenzen (Input- und Output-Stellen), Verbindung (Connection-Stellen) oder Lager (Storage-Stellen) Verbindungen: Materialströme zwischen Prozess und Lagerung (Verbindung zwischen Stellen und Transitionen) Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 10
11 Umberto - allgemein Software zur Modellierung, Berechnung, Visualisierung und Bewertung von Stoff- und Energieflüssen Datenbanksystem mit einer grafischen Benutzeroberfläche Konzept der Stoffstromnetze bildet die Basis Einsetzbar für unterschiedliche Anwendungsbereiche (durch den Einsatz einer allgemeinen Methodik zur Modellierung und Untersuchung) Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 11
12 Umberto - elemente Elemente Darstellung Transitionen Stellen Verbindung Input-Stellen Output-Stellen Storage-Stellen Connection-Stellen T1 P1 P1 P1 P1 Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 12
13 Umberto - Aufbauvon Stoffstromnetzen Entscheidung über Umfang und Detaillierungsgrad von Stoffstromnetzen: Welche Vorgänge müssen berücksichtigt werden? Welche Materialien müssen berücksichtigt werden? Welche Prozesse müssen bzw. können in Teilprozesse zerlegt werden? Wie exakt muss das Verhältnis von Input und Output von Umwandlungsprozessen betrieben werden (lineares vs. nichtlineares Verhältnisse) Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 13
14 Umberto - Regeln der Modellierung Regeln (siehe Umberto -Handbuch): Bei jeder Transition muss min. eine Verbindung beginnen oder eine Verbindung enden. Bei Stellen kann eine jeweils beliebige Anzahl von Verbindungen beginnen und enden. Jede Verbindung verknüpft genau eine Stelle und eine Transition, Verzweigungen von Verbindungen sind nicht zulässig. Verzweigungen oder Zusammenführungen von Stoffströmen sind nur an Stellen und Transitionen zulässig. Keine Verbindung zwischen zwei gleichartigen Netzelementen (immer abwechselnd) Zyklen in den Wegen der Verbindungen sind zulässig. Die Ränder der Netzstruktur werden durch Stellen abgebildet. Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 14
15 Umberto - Beispiel Wie würde nun laut der Regeln die einfachste Ausprägung eines Stoffstromnetzes aussehen? Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 15
16 Umberto - Materialien Material als Oberbegriff für alle Stoffe und Energieformen Darstellung sämtlicher Materialien in einer Materialliste beliebige Stoffkombination und zusammensetzung (Bsp. Abfälle Verpackungsabfall, Verschnitt, Ausschuss, ) Basiseinheiten je Material Stoffe (deren Masse bestimmt werden kann): kg Energie: kj Materialeigenschaften weitere Einheiten wie z.b. Stück, kwh, t, Technische, ökonomische und ökologischen Eigenschaften wie z.b. Dichte, Gefahrenklasse oder Preis pro Einheit Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 16
17 Umberto - Spezifikation von Elementen Spezifizierung der Netzelemente erfolgt durch weitere Angaben -> vorhandene bzw. fließende Materialien und deren Menge Transitionen: Welches Material kommt von welcher Input-Stelle? Welches Material wird an welche Output-Stelle abgegeben? Beziehung zwischen zu- und abfließenden Materialien und ihren Mengen Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 17
18 umberto - spezifikation von elementen (2) Stellen: Anfangsbestand der Materialien (welche Materialien mit welcher Menge) Verbindungen: Welches Material fließt in welcher Menge (in Bezug auf den Betrachtungszeitraum)? Restriktion: nur positive Werte sind zulässig Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 18
19 Umberto - Berechnungen Ziel: Bestimmung von unbekannten Materialströmen mithilfe von bekannten Materialströmen und den Spezifikationen A1 A2 Unter welchen Bedingungen ist die Berechnung dieses Stoffstromnetzes möglich? Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 19
20 Umberto - Beispiel Tee der Demoversion Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 20
21 Quellen Möller, A.; Rolf, A. (1995), Methodische Ansätze zur Erstellung von Stoffstromanalysen unter besonderer Berücksichtigung von Petri-Netzen. in: Schmidt, M./Schorb, A. (Hrsg.), Stoffstromanalysen in Ökobilanzen und Öko-Audits. Berlin Heidelberg, Umberto -Tool Umberto -Handbuch Internet: Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Sven Gerber Folie 21
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