Wer ist eigentlich sozial schwach

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1 Seite 1 Wer ist eigentlich sozial schwach Facetten von Kinderarmut, Mechanismen der Ausgrenzung und Auswirkungen auf Biografieverläufe Gerda Holz, Frankfurt am Main Schwerpunkte Sozial schwach oder Arm? Das Kindergesicht der Armut Umfang, Ursachen und Risiken, Definition Folgen familiärer Einkommensarmut Ansätze zur (Armuts)Prävention 2

2 Seite 2 Was ist mit sozial schwach gemeint? Beispiel 1 Typischerweise sind bei [sozial schwachen] Familien die lang andauernd von Armut betroffen sind ökonomische, persönliche und soziale Probleme eng miteinander verknüpft und viele Faktoren können sowohl Folge als auch Ursache von Armut sein. Ist dies der Fall, so kann man hier auch von so genannten Multiproblemfamilien sprechen. (Quelle. Anne Faupel: Beratung mit sozial schwachen Familien: 3 Was ist mit sozial schwach gemeint? Beispiel 2 Und immer wieder wird sozial schwach mit finanzieller Schwachheit gleich gesetzt, wer finanziell schwach ist, ist auch sozial schwach, so die landläufige Meinung der GeBILDeten, die nicht müde werden gebetsmühleartig zu wiederholen, dass arme Menschen auch sozial schwache Menschen sind. Schauen wir uns doch einmal an was das Wort SOZIAL eigentlich bedeutet < >: Umgangssprachlich ist sozial die Eigenschaft einer Person, auch das Wohl Anderer im Auge zu behalten, fürsorglich an die Allgemeinheit zu denken, hilfreich, höflich und taktvoll zu sind. Es bedeutet auch, anderen zu helfen und nicht nur an sich selbst zu denken. 4 (Quelle: Die Linke Ilmenau :

3 Seite 3 Was ist mit sozial schwach gemeint? Beispiel 3 Jemand, der keine Arbeit hat, aber eine will und partout keine kriegt und der deshalb jeden Euro dreimal umdrehen muss, der ist arm, aber nicht sozial schwach. Sozial schwach ist freilich ein Staat, der nicht alles tut, um die Menschen aus der Armut herauszuholen. < > der den Hilfebedürftigen nicht die Hilfe gibt, die sie brauchen. 5 (Quelle: Kommentar von Herbert Prantl in der SZ vom ) Was ist mit sozial schwach gemeint? Zur Einordnung Sozial schwach ist als stigmatisierende Beschreibung häufig in der öffentlichen Debatte Politik und Massenmedien zu finden. Es ist ein Feindbild:» der Sozialbetrüger, der es sich auf Kosten der Allgemeinheit in der sozialen Hängematte bequem macht,» die sichtbare Normverletzer (z.b. Alki, Penner, Junkies), die ihre Lebensweise frei gewählt haben und sich nun subventionieren lassen,» die Bewohner sozialer Brennpunkte, die seit Generationen dort leben und gar nichts ändern wollen. Das Leitbild des Erfolgreichen und Leistungsfähigen macht den sozial Schwachen zum Normverletzter. Das eigene möglicherweise normverletzende Verhalten (z.b. Steuerhinterziehung) wird so aus dem Blickfeld gerückt. Die Feindschaft gegen sozial Schwache fußt zudem auf der Fiktion der Vollbeschäftigung. Typisch dafür ist im Alltag die Parole Wer arbeiten will, findet auch Arbeit. 6 (Quelle: Peter Widmann: Vorurteile gegen sozial Schwache und Behinderte:

4 Seite 4 Was ist mit sozial schwach gemeint? Zur Einordnung Sozial schwach erscheint seltener als Formulierung in Fachdiskursen. Wird dann genauer nachgehalten, geht es um die Beschäftigung mit der sozialen Lage, also den Lebensverhältnisse des Einzelnen. Das Fazit: Das Adjektiv sozial schwach ist ein Euphemismus für arm, also ein sprachlicher Ausdruck, der eine Person, eine Gruppe oder einen Sachverhalt beschönigend, mildernd oder in verschleiernder Absicht benennt. Es ist ein den Einzelnen stigmatisierendes gesellschaftliches Vorurteil. Es meint Armut und taugt gleichzeitig in keinster Weise, um das komplexe gesellschaftliche Phänomen Armut und schon gar nicht von Kinderarmut zu erfassen und die Möglichkeiten einer kindbezogenen Armutsprävention sichtbar zu machen. 7 Das Kindergesicht der Armut - Umfang, Ursachen und Risiken, Definition 8

5 Seite 5 Beispiele Sachsen Dezember 2010 Sachsen 22,3% Leipzig 31,6% Dresden 21,5% LK Görlitz 26,5% Erzgebirgskreis 18,2% Westdeutschland 13,2% Ostdeutschland 25,8% Deutschland gesamt 15,3% 9 Quellen: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung + Jugendberufshilfe 2010; BA 2011 Zentrale Ursachen und Risiken Erwerbsprobleme, z.b. (Langzeit-)Erwerbslosigkeit Niedrigeinkommen Working poor Hartz-IV-Bezug Soziale Probleme, z.b. Überschuldung Trennung/Scheidung Behinderung/Krankheit Multiproblemlage Migration Allein erziehend Bildung Sozialraum Kinderreiche Familien 10

6 Seite 6 Definition Mehrdimensionales Verständnis Armut ist immer zu erst Einkommensarmut eine Lebenslage, die die Spielräume einschränkt führt zur Unterversorgung führt zu sozialer Ausgrenzung hat ein spezifisches Kindergesicht. Arm ist in Deutschland wer... weniger als 50%/60% des durchschnittlichen Nettoeinkommens (nach Haushaltsgröße gewichtet) zur Verfügung hat (EU-Definition).... wer Anspruch auf Sozialhilfe/Sozialgeld hat. 11 Was ist Kinderarmut? Materiell (Kleidung, Wohnen, Nahrung, Partizipation u.a.) Eltern/ Erwachsene Materiell Kulturell Sozial Kind Sozial (Soziale Kompetenz, Soziale Kontakte u.a.) Gesundheitlich (physisch und psychisch) Was kommt beim Kind an? Kulturell (kognitive Entwicklung, Sprache, Bildung, kult. Kompetenzen u.a.) Lebenslage Kind Wohlergehen Benachteiligung Multiple Deprivation 12 Quelle: Hock/Holz/Wüstendörfer 2000

7 Seite 7 Das Kindergesicht der Armut - Die Folgen familiärer Einkommensarmut 13 Lebenslage von Sechsjährigen Nach Armut 1999 Anteil armer und nicht-armer Kinder mit Defiziten Lebenslagebereich arme Kinder nicht-arme Kinder Grundversorgung (n = 220 arm; 598 nicht-arm) 40 % 15 % Gesundheit (n = 225 arm; 640 nicht-arm) Kulturelle Lage (n = 223 arm; 614 nicht-arm) Soziale Lage (n = 219 arm; 618 nicht-arm) auf- oder abgerundete Angaben Quelle: Armut im Vorschulalter 1999, Berechnungen des ISS 31 % 20 % 36 % 17 % 36 % 18 % 14

8 Seite 8 Zehnjährige mit Defiziten in den Lebenslagedimensionen und nach familiärem Einkommensniveau 2003/04 Lebenslagedimension Arme Kinder Nicht - arme Kinder Prekärer Unterer Oberer Wohlstand Durc h schnitt Durc h schnitt (< 50 %) (50 % 75 %) (75 % 100 %) (> 100 %) Materielle Lage/ Grundve r sorgung 51,6 % 9,2 % 5,3 % 0,0 % Kulturelle Lage 37,7 % 19, 0 % 9,5 % 3,6 % Soziale Lage 34,6 % 16,0 % 15,8 % 3,6 % Gesundheitliche Lage 25,8 % 23,3 % 21,1 % 8,4 % N = Quelle: Armut im späten Grundschulalter 2003/04 ; eigene Berechnung Anteil armer junger Menschen mit Auffälligkeiten in der Lebenslage Nach Erhebungszeitpunkten Lebenslagebereich Anteil armer junger Menschen mit Defiziten / /10 Materielle Lage/ Grundversorgung 40 % 52 % 57 % Gesundheit 31 % 26 % 40 % Kulturelle Lage 36 % 38 % 55 % Soziale Lage 36 % 35 % 44 % Gerundete Angaben: 1999: n=893; 2003/04: n=500; 2009/10: n= 416 Quellen: Armut im Vorschulalter 1999; Armut im späten Grundschulalter 2003/04; AWO-ISS-Kinderarmutspanel 2009/10 16

9 Seite 9 16-/17-Jährige mit Defiziten in den Lebenslagedimensionen Materielle Lage Kulturelle Lage n=416 Quelle: AWO-ISS-Kinderarmutspanel 2009/ /17-Jährige mit Defiziten in den Lebenslagedimensionen Soziale Lage Gesundheitliche Lage n=416 Quelle: AWO-ISS-Kinderarmutspanel 2009/10 18

10 Seite 10 Essstörungen und Übergewicht, v.h. 3- bis 6-jährige 7- bis 10-jährige 19 Quelle: Robert-Kochinstitut, KiGGS, Elternangaben, Messwerte Psychische und Verhaltensauffälligkeiten nach Altersgruppen und Sozialstatus, v.h , ,1 23, ,4 6,7 15, ,3 8,3 17,8 11,8 7, Jahre 7-10 Jahre Jahre Jahre niedriger Sozialstatus mittlerer Sozialstatus hoher Sozialstatus Quelle: Hölling 2009; Datenbasis KiGGS

11 Seite Aus: Richter, Antje (2000): Wie erleben und bewältigen Kinder Armut? 22 Aus: Richter, Antje (2000): Wie erleben und bewältigen Kinder Armut?

12 Seite 12 Der Zusammenhang Bildungschancen und soziale Herkunft in Deutschland... ist schon im Krippen-/KiTa-System angelegt, z.b. z.b. Angebot und Nutzungsmöglichkeiten verfrühte oder verspätete Einschulung verfestigt sich in der Grundschulzeit, z.b. vermehrte Klassenwiederholung bei gleicher Leistung seltener Gymnasialempfehlung nimmt in der Sekundarstufe I weiter zu, z.b. vermehrte Klassenwiederholung häufigere Schulformwechsel, d.h. Um-/Rückstufung 23 Es gibt eine klare Rangfolge kindlicher Entwicklungsrisiken 1. Einkommensarmut 2. Bildungshintergrund 3. Migrationshintergrund 24 Quelle: BMFSFJ: Eltern wollen Chancen für ihre Kinder, 2010

13 Seite Quelle: BMFSFJ: Eltern wollen Chancen für ihre Kinder, Quelle: BMFSFJ: Eltern wollen Chancen für ihre Kinder, 2010

14 Seite 14 Schulverlauf in der Sek I nach Armut 2003/04 bis 2009/10 27 Quelle: AWO-ISS-Kinderarmutspanel, 2009/10, eigene Berechnung. Ansätze zur Armutsprävention (Arme) Kinder brauchen ein Aufwachsen im Wohlergehen 28

15 Seite 15 Universalien der kindlichen Entwicklung! Kinder und Jugendliche brauchen mindestens eine Person, die sie um ihrer selbst willen liebt eine klare soziale, räumliche und zeitliche Verlässlichkeit ein gewisses Grundmass an Ordnung und Regeln die Einbettung in die Beziehungen zu anderen Menschen andere Kinder bzw. Jugendliche Diese Entwicklungsbedingungen sichern Eltern, soziales Umfeld und Staat. 29 Nach Urie Bronfenbrenner, Cornell University, New York Entwicklungsaufgaben von Kindern und Jugendlichen Jahre Jahre Bindung Autonomie 3-6 Jahre Sprache Bewegung Achtsamkeit 6 12 Jahre Aneignen Gestalten Beziehungen eingehen Jahre Körper spüren Grenzen suchen Identität finden Entwicklungsschritte benötigen Rahmenbedingungen, Zeit und stetiges (Ein-)Üben. Sich entscheiden Intimität leben Verantwortung übernehmen

16 Seite 16 Die zwei entscheidenden Ebenen einer kindbezogenen (Armuts)Prävention 1. Focus = Individuelle Förderung und Stärkung Gestaltung/Veränderung von Verhalten/Handeln durch Angebote/Maßnahmen über öffentliche Infrastruktur, individuelle Zeit und Kompetenz 2. Focus = Strukturelle Prävention Gestaltung/Veränderung von Verhältnissen, z.b. durch armutsfeste Grundsicherung, kostenfreie Angebote sowie umfassende und qualifizierte öffentliche Infrastruktur und deren Vernetzung 31 Was fördert das Aufwachsen von Kindern im Wohlergehen? Zu den Schutzfaktoren zählen u.a. Individuelle Faktoren, z.b. Kognitive Ressourcen Selbstsicherheit, Selbstachtung Individuelle soziale Kompetenzen Interesse und Aufmerksamkeit Familiale Faktoren, z.b. Stabile und gute emotionale Beziehung zu Eltern in den ersten Jahren Positives Familienklima Regelm. gemeins. Familienaktivitäten Kindzentrierter Alltag Frühe Eigenverantwortung, aber Eltern als moralische Instanz Problemlösungskompetenz der Eltern Gefühl der Eltern, ihre (Armuts-)Situation zu bewältigen Berufstätigkeit der Eltern Außerfamiliale Faktoren, z.b. Unterstützung durch Dritte (Familie, Freunde, Nachbarschaft) Erholungsräume für Kinder + Eltern Vertraute Institutionen/Fachkräfte, die professionelle Hilfen eröffnen Möglichkeit zum Erproben, Lernen und zur personalen Entwicklung von Kompetenzen (Vereine, Jugendhilfe) Früher KiTa-Besuch Gelingende Schulische Integration Schulische Förderung und Erfolge Gelingende soziale Integration in Peers Keine Armut der Familie Ein ausreichendes Einkommen Keine Überschuldung 32

17 Seite 17 Anforderungen und Charakteristika von struktureller Prävention für (armutsbetroffene) Kinder 33 Alle Kinder sind die Zielgruppe und jedes einzelne Kind wird gefördert Schutzfaktoren fördern und Risikofaktoren begrenzen Bezug zur Lebenswelt und zum Lebensverlauf, kindzentriert Kinder ohne Eltern gibt es nicht immer gleichzeitig Eltern unterstützen Zwei Ebenen der Prävention verknüpfen Strukturelle Absicherung Individuelle Förderung/Stärkung Strukturformen sind die Präventionskette das Präventionsnetzwerk Handlungsform ist die Kooperation von vielen Akteuren Bund, Länder, Kommunen Professionen, Institutionen Bürgerschaft Strukturprinzip kindbezogener Armutsprävention: Präventionskette durch Netzwerke Begleitung Begegnung Bildung Eltern Beratung Information Betreuung Schwangerschaftsbegleitung Krippe Kita Grundschule Weiterführende Berufs- (0-3 J.) (3-6 J.) (6-10 J.) Schule (10-.. J.) (aus-)bildung Kind ISS-Frankfurt a.m. 34

18 Seite 18 Kindbezogene Armutsprävention Bund, z.b. Geldwerte Leistungen für Kinder (Regelsatz, Kindergrundsicherung), Sachwerte Leistungen für Kinder (z.b. Krippen-/KiTa-Ausbau) Geld-, sach- und zeitwerte Leistungen für Eltern/Familien (z.b. Kindergeld, Elterngeld, Elternbegleiter) 35 Land, z.b. Bildungsinfrastruktur/-kosten Arbeitsmarkt/Qualifizierung Wohnungsbau Gesundheit und Prävention Berichterstattung und Monitoring Kommune, z.b. Kinder- und Jugendhilfe Bildungsinfrastruktur Soziale Infrastruktur Kinder-/Familienfreundliche Kommune Partizipation Berichterstattung und Monitoring = Verwirklichung der Kinderrechte? Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld!!! 36

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