Streutechnik Bidmon Volker

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1 Streutechnik Bidmon Volker

2 Betreuungslängen Straßenkilometer = Fahrstreifen- Kilometer (Räumkilometer) Personal Rd. 450 handwerkliche Bedienstete in 17 Straßenmeistereien (von j.j. in ständiger Winterdienstbereitschaft, 24 Stunden) Geräte 66 LKW, 52 Unimog, 8 Frächter, Sondergeräte wie Schneefräsen, Schleudern, Lader, Bagger Budget Ca. 10 Millionen EURO jährlich (inkl. Lohnkosten) - d.s. rd. 30 % des Gesamtbudgets Lagerkapazität 53 Salzsilos mit rd to to (Sackware-Bigbags) Streugutverbrauch Durchschnittlich ca to Streusalz Spitzenverbrauch WD 2012/ to Wetterinfos - 2 x täglich von der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) - SMS Wetterprognosen am Wochenende - Glättemeldeanlagen und Wetterkameras an exponierten Lagen

3 Massive Schneefälle Ende Jänner 2014 insbesondere im Gailtal, Lesachtal und Drautal (bis zu 2 Meter) langjähriger Rekord Rd km Landesstraßen befahrbar halten Erhaltung der Infrastruktur für Tourismus und Wirtschaft Unterstützung durch die Einsatzkräfte des Landes Steiermark und Salzburg sowie der ASFINAG Durch Rekordwinter 2008/09 bereits Zukauf von 7 zusätzlichen Schneefräsen und schleudern Insgesamt 12 eigene Vollfräsen und 9 Seitenwallfräsen zur Verfügung Durch Kooperation über 20 Schneefräsen für Bereiche Hermagor und Spittal zur Verfügung Erschwerend: Straßensperren wegen umgefallener Bäume und wegen Lawinengefahr Im Osten Eisfreihaltung durch Streumannschaften

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5 Die Bezirke Hermagor, Villach und Spittal waren besonders von den massiven Schneefällen betroffen. Im Zeitraum 30. Jan. 10. Feb wurden folgende Kräfte eingesetzt: 64 Räumgeräte (LKW + Unimog) mit Pflug und Streuer 30 Fräsen 12 Schleudern 180 Mitarbeiter Unterstützung kam von: Straßenmeistereien aus Unterkärnten der ASFINAG dem Land Salzburg und dem Land Steiermark

6 Arten von Streumittel Bei den Streumitteln wird generell zwischen den beiden Hauptgruppen abstumpfende und auftauende Streumittel unterschieden. Abstumpfende Streumittel (Splitte) werden auf jenen Straßenabschnitten verwendet, wo es kein hohes Verkehrsaufkommen gibt. Bei zu vielen Fahrzeugen bleiben die Splittkörner nicht lange genug auf der Fahrbahn liegen. Untersuchungen zeigen, dass nach etwa 400 Überrollungen die Körner aus der Rollpur wieder weg sind. Daher sind Splittstreustrecken sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus Umweltschutzgründen nur bis zu einem DTV (durchschnittlicher täglicher Verkehr) von max Kfz/Tag sinnvoll. Abb.: Wirkungsweise abstumpfender Streumittel; Streusplitt erhöht die Griffigkeit, eignet sich aber nur bei einem geringen Verkehrsaufkommen

7 Auftauende Streumittel (NaCl) finden wiederum dort Anwendung wo es ein hohes Verkehrsaufkommen gibt und sind in diese Fällen Gesamtökobilanzen bestätigen dies - das umweltfreundlichere Streumittel. Auftausalz braucht also ein gewisses Verkehrsaufkommen um effektiv eingesetzt und wirken zu können. Der aktuelle Stand der Salzstreutechnik ist die Feuchtsalztechnik. Bei dieser Streutechnik wird das Trockensalz vor dem Ausbringen auf die Fahrbahn noch auf dem Streuteller mit eine Solelösung besprüht. Dadurch verteilt es sich gleichmäßiger auf der Fahrbahn, wirkt rascher, und die Verwehungsverluste sind deutlich geringen als wie wenn man nur trockenes Salz streuen würde. Ein erster Streudurchgang soll auch bereits möglichst knapp vor dem Niederschlag (Schneefall, Reif) erfolgen. Dadurch bildet sich auf der Fahrbahn ein Trennfilm, der das Anfrieren des Schnees auf der Fahrbahn verhindert und diesen auch räumfähig hält.

8 Anforderungskriterien für Streumittel Für Streumittel gibt es in Österreich konkret definierte Anforderungskriterien, die in der technischen Richtlinie RVS Streumittel zusammengefasst sind. Für abstumpfende Streumittel, dem Streusplitt, sind drei verschiedene Typen (Typ 1S, Typ 1, Typ 2) definiert. Der Typ 1S hat eine besondere Härte und ist in sog. Feinstaubsanierungsgebieten gem. dem Immissionsschutzgesetz Luft zu verwenden. Abb: Feuchtsalzstreuung mit Natriumchlorid ist Stand der Technik Anforderungen an NaCl NaCl-Gehalt 97,5% Korngrößen 0,125 3,15 mm 90% < 0,125 mm max. 5% > 3,15 mm max. 5% max. Korngröße 5 mm Feuchtigkeitsgehalt max. 0,5% Sulfatgehalt max mg/kg Auftauende Streumittel (NaCl, CaCl2, MgCl2) basieren wiederum auf einer Herabsetzung der Gefriertemperatur auf der Fahrbahnoberfläche. Hauptsächlich wird Salz (NaCl) verwendet, für das ebenfalls physikalische und chemische Kriterien in der RVS Streumittel zusammengefasst sind. So muss bspw. der NaCl-Gehalt mind. 97,5% betragen und die Korngröße darf nicht zu groß sein, da feineres Korn rascher wirkt und zudem geringere Streuverluste hat. Diese österreichische RVS Streumittel wird auf europäischer Ebene als die strengste Salznorm mit den höchsten Anforderungen bezeichnet.

9 Abb.: geplantes Titelblatt der europ. Salznorm ÖNORM EN Abb.: Auszug aus dem Normenentwurf ÖNORM EN , nationaler Anhang für Österreich, chemische Anforderungen an Natriumchlorid

10 ZAUGG Hochleistungsfräse 330 PS, 2200 to/std

11 Ab bis 31.3 Halbe fahrende Mannschaft (ca. 60 VBII) Bei Bedarf: Gesamtes Personal (ca. 450 VBII) inkl. Werkstätten Katastrophen: Zentrale + LAWZ (= Krisenmanagement)

12 Wetterkameras ( Bsp: B109 Wurzenpass Straße

13 Kärntner Straßengesetz 1991: 8, 26, 34, 35 RVS Schneeräumung und Streuung RVS Streumittel Arbeitspapier11 Einsatz von Streumitteln Arbeitspapier 21 Einweisungsgrundlage für das Winterdienstpersonal

14 Umlaufzeiten: Autobahnen: max 3. Stunden Landesstraßen L und B: 3 5 Stunden Landesstraßen mit DTV < 1000: keine Vorgabe!!!!

15 Unterweisung gem. Bedienstetenschutzgesetz: Schneeräumgeräte (Fräsen) Verwendung von Sole Salzsilos

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