LÖTSCHENTAL Arbeitsblätter
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- Anke Kopp
- vor 8 Jahren
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1 Arbeitsblätter 1
2 KONTROLLBLATT Der Werkstattposten Lötschental besteht aus den drei Pflichtposten A, B und C. Zeit Posten / Thema Sozialform Erledigt? 15 min. 15 min. Pflichtposten A: Tourismus Pflichtposten B: Interview mit Lukas Kalbermatten, Gemeindepräsident von Blatten Gruppenarbeit Gruppenarbeit Arbeitsblatt Posten 15 min. Pflichtposten A: Pro & Contra: Streichung des Bietschhorns aus dem Namen des Weltnaturerbes Gruppenarbeit 2
3 POSTEN A Tourismus Auftrag: Lesen Sie den Text zur Entstehung und Entwicklung des Tourismus im Lötschental und betrachten Sie anschliessend die Abbildungen 1 und 2. Bei der Analyse der Übernachtungszahlen sollten Sie die Eckdaten der touristischen Entwicklung im Hinterkopf haben. Beantworten Sie anschliessend folgende Fragen: Wie entwickelten sich die totalen Übernachtungszahlen zwischen 1991 und 2008 (Abbildung 1)? Worauf kann diese Entwicklung zurückgeführt werden? Im Vergleich zu grossen Tourismusdestinationen nehmen die totalen Übernachtungszahlen im Lötschental unterdurchschnittlich zu (Zunahme in 17 Jahren um lediglich 4 %). Wie können diese Unterschiede erklärt werden und was könnten Gründe für diese touristische Entwicklung im Lötschental sein? Wie entwickelten sich die Übernachtungszahlen im Winter und im Sommer (Abbildung 2) zwischen 1991 und 2008? Was könnten Gründe sein, dass es ab 1992 mehr Übernachtungen im Winter als im Sommer gibt? Im Jahre 2001 wurde das Bietschhorn gemeinsam mit der Jungfrau- und Aletschregion offiziell als UNESCO Welterbe anerkannt. Der Perimeter wurde im Jahre 2007 erweitert, womit auch die Talgemeinden des Lötschentals dem UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch angehören. Beurteilen Sie den Einfluss des Labels auf die touristische Entwicklung im Lötschental. Entstehung und Entwicklung des Tourismus im Lötschental Der Tourismus im Lötschental hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert als britische Alpinisten das Tal für sich entdeckten und erste Hotels erbauten wurde das Bietschhorn durch den Engländer Leslie Stephen und die Lötschentaler Bergführer Anton Siegen (Ried), Johann Siegen (Ried) und Joseph Ebener (Wiler) erstmals bestiegen. Das erste Hotel (Hotel Nesthorn ) wurde 1868 in Ried erbaut. Gäste waren vor allem englische Alpinisten. Wenn das Hotel 25 Personen beherbergte, hiess es das Tal sei voll von Fremden. Die Entwicklung des Tourismus vollzog sich durch die geographischen Bedingungen sehr langsam und erlebte erst mit der Eröffnung der Lötschbergbahn (BLS) 1913 einen nennenswerten Aufschwung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in Kippel (Hotel Lötschberg ) und im hinteren Teil des Tales (Hotel Fafleralp ) zwei weitere Hotels eröffnet. Mit dem Ausbau der Talstrasse in den 1950er Jahren erlebte das Lötschental einen touristischen Aufschwung wurde oberhalb von Kippel der erste Skilift (Schlepplift) eröffnet, welcher vier Jahre später durch einen 1er-Sessellift ersetzt wurde. Heute sind diese Anlagen allerdings nicht mehr in Betrieb. Mit dem Bau der Luftseilbahn im Jahre 1972 wurde das Lötschental aus dem touristischen Winterschlaf geweckt. Während vorher fast ausschliesslich Sommergäste kamen, hat sich das Tal seitdem einen Namen als Winterferiengebiet geschaffen. Die Eröffnung der Gletscherbahn im Winter 2003, welche bis auf den Hockenhorngrad auf 3111 m ü. M. führt, macht die Lauchernalp zum fünfthöchsten Skigebiet der Schweiz. Mittlerweile existieren im Tal 12 Hotels, 9 Campingplätze, 16 Gruppenunterkünfte und unzählige Ferienwohnungen. Das Lötschental verzeichnet jährlich rund bis Übernachtungen, davon mittlerweile zwei Drittel in der Wintersaison. Trotz aller Fortschritte und Modernisierungen bemühen sich die Bewohner des Tales aber, die Balance zwischen touristischem Ausbau und dem Erhalt der noch intakten Natur zu schaffen. Die Natur hilft dabei, weil sie viele Dinge nicht zulässt. Arbeitsblatt Posten A 3
4 So verhindern beispielsweise Zonen erhöhter Lawinengefahr das Verbauen gewisser Regionen. Grosse Betonbauten oder Ferienanlagen gibt es im Lötschental nicht. Heute existieren für den Sommergast über 200 km Wanderwege zu Aussichtspunkten, Alpen und idyllischen Bergseen und das Skigebiet auf der Lauchernalp genügt höchsten Ansprüchen. Im Jahre 2001 wurde die Region Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn, und damit auch Teile des Lötschentals, in die Liste der UNESCO Welterben aufgenommen. Durch die Erweiterung des Perimeters im Jahre 2007 gehören nun auch die Talgemeinden des Lötschentals dem Weltnaturerbe im Alpenraum an Abbildung 1: Übernachtungen total im Lötschental Arbeitsblatt Posten A Abbildung 2: Übernachtungen Sommer / Winter im Lötschental Winter Sommer
5 POSTEN B Interview mit Lukas Kalbermatten, Gemeindepräsident von Blatten Auftrag: Hören Sie sich das Interview mit Blattens Gemeindepräsidenten Lukas Kalbermatten vom 27. Februar 2009 an. Beantworten Sie dazu stichwortartig folgende Fragen: Das Lötschental und somit auch der Tourismus im Tal haben sich in den vergangenen rund 100 Jahren stark verändert. Welche Ereignisse haben dem Tourismus im Lötschental Auftrieb verliehen? Stellen Sie diese auf untenstehendem Zeitstrahl dar. Das Lötschental will in Zukunft ein eigenes Tourismuskonzept verfolgen. Wie kam es dazu? Wie soll das Konzept heissen? Welches sind dessen Hauptabsichten? Der Name für das UNESCO Welterbe in den Schweizer Alpen wurde geändert; der Begriff Bietschhorn wurde gestrichen. Wie steht die Lötschentaler Bevölkerung dazu? Unabhängig von der Namensdiskussion: ändert sich für die Talregion etwas mit der Zugehörigkeit zum UNESCO Welterbe? Im Dezember 2007 wurde der NEAT-Basistunnel unter dem Lötschberg eröffnet. Welche Vor- und Nachteile entstehen daraus für das Lötschental? Tragen Sie diese in untenstehende Tabelle ein Arbeitsblatt Posten B 5 Vorteile des NEAT-Basistunnels Nachteile des NEAT-Basistunnels
6 Notizen: Arbeitsblatt Posten B 6
7 POSTEN C Pro & Contra: Streichung des Bietschhorns aus dem Namen des Weltnaturerbes Auftrag: Schauen Sie die Sendung 10vor10 Bietschhorn aus Weltnaturerbe ausgeschlossen vom 23. Februar 2009 an. Darin werden diverse Argumente für und gegen die Namensänderung genannt. Auf der einen Seite steht das Lötschental, welches mit dem Entscheid des Stiftungsrates des Weltnaturerbes nicht einverstanden ist. Auf der anderen Seite nennt Benedikt Weibel als Vertreter des Stiftungsrates Argumente, welche für die Namensänderung sprechen. Notieren Sie die Argumente der beiden Seiten in der untenstehende Tabelle. Notieren Sie, wie der Lösungsansatz der zwei Konfliktparteien aussieht. Betrachten Sie auch die Abbildung 3. Angenommen, Sie wären beauftragt, den Konflikt um die Namensänderung objektiv und in seiner ganzen Breite zu untersuchen. Bei welchen Stellen und Medien würden Sie noch weitere Informationen einholen? Wie objektiv schätzen Sie den 10vor10-Bericht ein? Notieren Sie ihre Argumentation. C Arbeitsblatt Posten 7 PRO Argumente des Stiftungsrates CONTRA Argumente aus dem Lötschental Lösungsansatz des Stiftungsrates Lösungsansatz aus dem Lötschental
8 Arbeitsblatt Posten C Abbildung 3: Logo der Trägerschaft (oben links) sowie Logovorschläge für die Lötschentaler Gemeinden nach der Namensänderung im Jahr Die Gemeinden Wiler, Ferden und Kippel sind inzwischen aus der Stiftung ausgetreten. 8
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